Lessings Religionskritik als Medium der Emanzipation
Religionskritik im Kontext der Aufklärung 1720 bis 1800
Lessings Epoche
Die Philosophie der Aufklärung
Gründung zum Thema „Nathan der Weise“
Das Theatersituation in Lessings Lebenszeit
Emanzipation durch Religionskritik.
Religionskritik als Medium der Emanzipation
Lessings Religionskritik als Medium der Emanzipation
Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) deutschen Aufklärer.
Religionskritik - zentral für sein Denke in „Nathan der Weise“
- Kritik an der Religion
- Medium der intellektuellen und gesellschaftlichen Emanzipation
Ziel der Vorführung - Lessings Denkweise und Weltanschauung zu verstehen.
Lessings Epoche, Philosophie der Aufklärung, das Theater in Lessings Lebenszeit und Gründung
zum Thema „Nathan der Weise“, Emantipation durch Religionskritik
Hauptideen und Aktualität :
Toleranz, Versöhnung, Menschen ihr Leben menschlich leben sollen, Unterschiede,
Gemeinsamkeiten, Einstellung der Menschen, Vernunft über konfessionelle Grenze
Wissen für alle Zugänglich machen, Religion nicht abschaffen, friedliches Miteinanderleben, Religion
als moralische Verbesserung, Auszeichnen von Gläubige durch Liebe, Gerechtigkeit.
Freibewegung in Welt des Theaters - Diskussionen teleologischen – künstlerischen Fragen
Religionskritik im Kontext der Aufklärung 1720 bis 1800
In Wolfenbüttel hatte er Zgang zu reiche Sammlungen
Lessings Interesse war Wissen zugänglich zu machen
Er lehnte die Religion nicht ab, sonder wollte er die Kirche neu interpertieren
Die Aufklärung stellte die Vernunft ins Zentrum des Denkens und forderte eine Abkehr von dogmatischem
Glauben.
Lessing kritisierte die enge Verbindung von Kirche und staatlicher Macht, die die Freiheit des Einzelnen
einschränkte.
Religion als etwas Persönliches und Spirituelles zu gestalten.
Religion sollte der moralischen Verbesserung dienen, nicht der Macht.
Die Gläubige sollen sich durch Liebe, Gerechtigkeit, Toleranz auszeichnen.
LESSINGS EPOCHE
Reformation, Kirchenspaltung, Glaubenskriege änderten das Vertrauen der Menschen in der Kirche
Mit Guttenbergers Erfindung florierte die Verbreitung von Büchern
Die Epoche der Aufklärung betonte: Vernunft, Toleranz und Weltbürgertum.
Jeder Mensch sein eigener Verstand braucht
Die Bürger verlangten Gerechtigkeit, fürstenunabhängige Justiz und menschenwürdige Gerichtsstrafen
Der Herrscher galt nicht als Gesandter und Stellvertretern Gottes, sondern als Diener des Volkes
Die Aufklärer förderten Bildungsmöglichkeiten, Menschen Rechte für alle
Die Monarchen versuchten Aufklärer als Berater zu gewinnen, sie sollten Reformprogramme entwerfen
Sie hielten Kontakt mit unterschiedlichem einflussreichem französischem Aufklärer
Die Philosophie der Aufklärung
Der Leitspruch der Zeit lautet „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ „Wage es, weise
zu sein.“ - Horaz , 20 v. Chr
Die Aufklärer glaubten an Gott als Schöpfer, der sich nicht in die Geschehnisse der Welt einmischen will
Descartes meint „Ich denke, also ich bin“
Drei Jahre nach Lessings Tod fasste Kant die Frage bezüglich Aufklärung zusammen.
„ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das
Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“
Kants definiert die Aufklärung als einen Prozess der Befreiung und Selbstermächtigung durch den
Gebrauch des Verstandes.
Kant setzte auf Veränderung durch Vernunft statt auf Revolutionen
Man soll eigenständig denken. In der heutigen Zeit ist diese Botschaft besonders relevant, da wir in einer
Welt voller Informationen, Meinungen und manipulativer Einflüsse leben.
Sind wir aufgeklärter, freier und autonomer als die Menschen vor 200 Jahren?
Gründung zum Thema „Nathan der Weise“
Die Autoren griffen die Ideen von Philosophen und verarbeitet sie in verschiedenes
Werken.
Lessing und auch Schiller versuchen eine bürgerliche Literatur und Kultur zu schaffen.
Sie wollten durch Lektüre erziehen.
Die Texten sollen nützlich und aufklärende sein.
So entstanden neue literarische Formen, wo nicht mehr Adligen als Protogonisten die
Hauptrolle spielten, sondern bürgerliche Personen.
Die Parabel war sehr wichtig, damit die Leser zu dem Nachdenken anregten.
Als Begründer der Bürgerlicher Trauer gilt Lessing mit „Nathan der Weise“, die bis heute
im Theater aufgeführt wird.
Das Theatersituation in Lessings Lebenszeit
Lessing beschreibt den Zustand des deutschsprachigen Theaters in [Link]:
„Wir haben kein Theater. Wir haben kein. Wir haben keine Schauspieler. Wir haben keine Zuhörer. Der Franzose hat
doch wenigsten noch eine Bühne, da der Deutsche kaum Buden hat “,
„Der Franzose kann sich doch wenigsten rühmen, oft seinen Monarchen, einen ganzen prächtigen Hof die größten
Männer, die feinste Welt zu unterhalten, Da der Deutsche sehr zufrieden sein muss, wenn ihm ein Paar Privatleute,
zuhören wollen“
Der materielle Aufwand der Wanderbühne wirkte armselig im Gegensatz mit höfischem Theater.
Die Wandertheater spielten unter freiem Himmel
Die Schauspieler haben ihre Kostüme selbst genäht, die Kulissen, Textbücher selbst hergestellt.
Die Schauspieler sprachen mit Dialekt, und konnten das nicht alle verstehen.
Gottsched förderte die Idee eine einheitliche Literatursprache zu schaffen.
Er versuchte das Theater der Wanderbühne im Zusammenarbeit mit Caroline Neuber zu reformieren.
Gottsched Stücke waren von der Antike beeinflusst und das französische Drama inspiriert.
Gottscheds „Harlekin“ bekam scharfe Kritik von Lessing in der Hamburgische Dramaturgie. „Ihre Helden sollten, wie
andere Menschen sprechen? Was wäre das für Helden […] Sentenzen und Blasen und ellenlange Worte: das macht
Emanzipation durch Religionskritik.
Das Drama Nathan der Weise ist ein Schlüsselwerk zur Darstellung von Toleranz.
Religionen
Die Handlung von Gläubige sind von Liebe, Gerechtigkeit und Toleranz geprägt.
Die Ringparabel zeigt, dass keine Religion die „wahre“ sei,
Lessing plädierte dafür, dass moralisches Verhalten nicht durch religiöse Dogmen oder festgelegte Regeln
bestimmt werden sollte.
Jeder sollte selbst Verantwortung übernehmen und durch Vernunft und Mitgefühl handeln.
Die Religionen in ihrer historischen Entwicklung eine pädagogische Funktion erfüllen.
Sie sollten den Menschen zur autonomen moralischen Reife führen, nicht in ewiger Abhängigkeit halten.
Lessing wollte die Wahrheitsfrage von religiösen Offenbarungen offenhalten, um dogmatische Erstarrung zu
vermeiden.
Religionskritik als Medium der Emanzipation
Wegen seiner deistischen Vorstellung geriet Lessing in Auseinandersetzungen mit dem Pastor Goeze, als
er religionskritische Schriften veröffentlichte. Er integrierte diese Vorstellungen ins Drama „Nathan der
Weise“
Die beliebte Lektüre in Lessings Zeitalter waren die Reisebeschreibungen und Romane wie „Robinson
Crusoe“ von Daniel Defoe oder „Insel Felsenburg“
Lessing verglicht den Orient mit dem Okzident und schuf eine geistige Distanz zwischen die zwei
Kontinenten, damit übte er Kritik an europäische Gesellschaft.
Durch dieses Drama will Lessing die Anerkennung der Juden als gleichwertiger Mitglieder der Gesellschaft
erreichen.
Die Figuren von Lessings Drama symbolisieren verschiedene Werte und philosophische Ideen wie Tolerant,
Vernunft, Menschlichkeit.
Nathan symbolisiert ein aufgeklärter Mensch, der über religiöse und kulturelle Differenzen hinweg schaut
Recha ist Symbol für: Humanität und die Möglichkeit interreligiöser Harmonie.
Der Templer ist Symbol für Hilfsbereitschaft.
Sultan Saladin ist gutmütig, er verzeiht den Feind, zeigt Interesse an Weisheit, st offen für Nathans Lehren
Patriarch Vertreter dogmatischer Intoleranz will Nathan bestrafen, weil er ein christliches Mädchen aufzieht.