Die
brahmanisch
e Initiation
Initiationsritual(e) in der
Hindu-Tradition
Inhalt
• Ritual(e) der Initiation in der Hindu-Tradition
• 4 Lebensphasen
• Rites de passage (Übergangsrituale)
• upanayana
• Neo-Hinduismus
• International Society for Krishna Consciousness (ISKCON)
The 4 life stages
• Āśrama (Sanskrit: आश्रम)
• Brahmacarya: Student
• Gṛhastha: Haushälter
• Vānaprastha: Waldbewohner
• Sannyāsa: Asket
Lebenszyklusrituale (saṃskāra)
• Saṃskāra: Skt. für brahmanisch-sanskritische
Lebenszyklusrituale
• Häusliche Rituale (karma, kriya), inkl. vedische Opfer (homa) und
Mantras
• 3 sind obligatorisch für die initierten Hindus: Initiation, Hochzeit und
Todesritual
• Lineare Konzeption der Zeit (≠ saṃsāra)
• Bedeutung: dieselbe Wurzel wie ‘Sanskrit’ (lit. “the totally and
(correctly) formed [speech].”)
• B.K. Smith (1989): durch saṃskāras wird jemand oder etwas
entweder «geeignet, angemessen oder gleichwertig» für ein
sakrales Ziel gemacht
• Saṃskāra ist nicht einfach die Feier einer Lebensphase, sondern
eine rituelle Identifikation mit dem Absoluten.
Initiationsritual:
upanayana
• Frühvedische Zeit: Einweihung (dīkṣā)
in das geheime priesterliche Wissen
• Später: Lebenszyklusritual
• Soziale Abgrenzung zwischen verschiedenen
Gruppen
• Praxis:
• Ca. zwischen 8-12
INTERNATIONAL SOCIETY FOR KRISHNA CONSCIOUSNESS
Inhalte
• Krishna: Gottheit oder avātara?
• Geschichtliche Einbettung
• Initiation bei ISKCON
• Interview
• Video: Wer ist Krishna und wieso wir nicht Gott werden?
Krishna: Gottheit oder avatāra?
Krishna (Kṛṣṇa)
1. avatāra (Manifestation) von Vishnu
2. Gott, Supreme Being (bhagavat)
• Mehrere Arten von Vaishnavas (“zu Vishnu
gehörig”) Abbild: Tamil Nadu (Südindien)
• Śrī-vaisnava
- Brahman Nāthamuni, Mystiker
Nammāḻvār (X Jh.)
• Gaudīya-vaisnava
Abbild: Krishna-Statue
Gauḍīya-vaiṣṇava (1)
Abbild: tilaka
• besondere Form des Viṣṇuismus/Kṛṣṇaismus
• Bengalischer Mystiker Caitanya (1486-1533)
• Charakteristika:
• Krishna als Gott selbst, nicht seine Manifestation
• Hingabe an Gott fokalisiert auf seine Eigenschaften der Lieblichkeit
• Mit rasa (Skt. «Nektar, Geschmack, Essenz») in Verbindung gebrachte Gefühle
(Liebe, Genuss, Freude) werden gegenüber Krishna kultiviert (≠ kāma)
• Kultische Praxis: das tägliche Rezitieren der heiligen Namen
Gottes (nāmasmaraṇa), hingebungsvoller Gesang, Tanz
(nāmasaṃkīrtana), Singen der mystischen Hymnen,
devotionale/passionale/meditative Visualisierung der
göttlichen Formen (rāgānuga-bhakti)
Abbild:
Bengal
Gauḍīya-vaiṣṇava (2)
• Höchste Form von Beziehung: zwischen Gopī
(Hirtinnen) und Krishna
• Individuelle Seelen die es Wünschen, sich mit Gott zu vereinen (=
authentische Natur)
• Reinste Form von Liebe, weil selbstlos
• Sehnsucht durch Abgeschiedenheit:
«Kṛṣṇa, attracted by the Gopis, brought them into a forest. When they had all
arrived there, Kṛṣṇa asked them why they had come with him. They all replied
that they were filled with love for him; and they began the [rāsa] dance. But
during the dance Kṛṣṇa disappeared from them,for into the minds of all the Gopis
had come the thought "he is mine," and in the thought "he is mine," parakīyā
[i.e., true love in separation] cannot remain. . . . But when longing again rose in
the Gopis' minds, Krsna again appeared to them.» (Edward C. Dimock)
Dualismus zwischen Mensch und Gott
ISKCON (1)
• Moderner, globalisierter Rahmen der Gaudiya
Vaishnava Mission
• Swami Bhaktivedanta brachte die Lehre in den
Westen im 1965
• Junge Amerikaner, die mit westlichen Werten und
Vietnamkrieg unzufrieden waren indische Spiritualität
• Hauptmerkmale:
1. Singen des Mantras mit der Hilfe von Perlen
2. 4 regulative Prinzipien: kein Fleisch, Fisch oder Eier;
keine Rauschmittel; Sex nur zur Fortpflanzung; und kein
Glückspiel
3. Lebendige Verehrung von Kṛṣṇa und Rādhā im Tempel
und beim öffentlichen andächtigen Singen
4. Zubereitung und Verzehr von vegetarischen Speisen in
Namen von Kṛṣṇa Gründer: A.C. Bhaktivedanta
5. Studium der Heiligen Schrift, wie z.B. die Bhagavadgītā Swami Prabhupada (1896-
und Bhāgavata Purāṇā
ISKCON (2)
• 1977, nach Abschied des Gründers, ging die
spirituelle Leadership an 11 Initiationsgurus (dīkṣa
gurus)
• Ein Teil davon hat die Prinzipien nicht eingehalten und
wurde verabschiedet
• 1980er: herausgehobene Rolle des zölibatären
Mannes (brahmacaris, saṃnyāsis oder gurus),
Auftauchen der Geschlechtertrennung und
Abneigung gegenüber dem Familienleben
• Heute: Transparenz, demokratische Struktur (z.B.
Klärung der Kindesmisshandlung)
• Ca. 200’000 Krishna-Bewusstsein-Praktizierende weltweit,
die von knapp 100 Gurus betreut werden
• Verschiedenste Institutionen: (1) Tempel (~325) (2) ISKCON Temple in Vrindavan,
Prediger-Zentren (3) einfache Zentren (4) Restaurants (5) Uttar Pradesh, India
Radiostationen (6) Fernsehprogramme
Krishna Tempel Zürich
Interview
• Damodar Prasad Dasa (Dominik Ritter, 29),
Tempelpräsident seit 1. Oktober 2021
• Auf der Suche nach «Spiritualität»
• Lifestyle-Veränderung (strenger Vegetarismus,
Meditation, sexuelle Enthaltsamkeit, früh
Aufstehen, Verzicht auf Rauschmittel)
• Krishna-Bewusstsein: Gott-Bewusstsein
(spirituelles Glück)
• Krishna: «All-anziehend»
• Universell und ewig (Quelle)
• Durch Hingabe dient man Gott
• Initiation: Rasieren und Mönchskleidung,
Einweihung durch Lehrer (Gelübde)
• Einhaltung der Lebensprinzipien als Ausschlusssystem
• Studenten Stufe (brahmachārin), mit
zusätzlichen Verantwortungen (1-2)
• Vedanta (Philosophie): Fragen der Existenz warum leben
wir
• > Männer im Tempel auf langzeit (āśrama)
• Kein Kastensystem (Kritik) --> Qualifikation des
Jüngers
• 99% der Menschen leben ausserhalb (früher
Hippies)
Transkript (1)
• Über das Kastensystem
• „Und dass sind Brahmanas wo so Ritual mached, ds stimmt äähm aber dss wo du gseit hesh ds
witer gä wird ide Familie, oder? Das isch i eusem Sinn ned so strikt, sondernnn [epem] i eusem..
auso üsii üsi Tradition gset es ases Missverständnis. Oder e pervertieri manifestation vo dem
system ds nämlich.. ds me hed müesse gebbort ne.. i sonere chastee zum ds chöne mache.. aber bi
eus. I eusem verständnis isches so ds qualifikation chund ned dur geburt sonderndur qualitäte [gut
hervorgehoben]… und die chamed au qualifiziere wenn me nöd ire brahmanefamilie geburt
gnohed (atmen) und zbispiel wird wie ge wenn öpper isch dokter und (unverständlich) dokter es
chindd.. aber schind isch nid automatisch dokter sondern muess ds ia lerne. Und glichzitig öper
chann..eh de sonn si vomene pur aber wener dokter lernt und ds studiumiwie macht chame dokter
si (atmen) sisch nöd [ane familie bunde]….“
Transkript (2)
• Über die Universalität des Krishna-Bewusstseins
• «Krishnabewusstsi.. isch epis sehr universals. Am afang e chli fremd erschine wennme.. e mönch gset wie mich
oder wo.. es spezielli (schnell) frisuur heed oder wo sich da irgendwie es zeiche ufdstirn maled und denn orangi
chleider ahed.. und natürlich wenn me sich das ned gwönt isch cha ds so chli.. unagnehmi gfühl uslösee und
denn wem e vilich versuecht sich mit der vilosophie zbefasse de ghört me viel (komisch) wörter wo einem
unbekannt sind (!) und wenn me ghört krishnaa oder was? Krishnaa (komisch) und me cha ds vilich nöd so
inordne.. aber (nachdenklich) wem e irgendwie e offeheit a taglege zum mal gnau aneluege denn (kratzen) cha-..
glaubiich cha jede gse wie universal ds isch…ehm es isch nöd sektiererisch (normal) .. sisch ee jedes lebewese
isch mit gott verbunde und krishnaa ischen name vo gott woo us der sanskrit sprach chund wass bedütet de wo
all anziehend isch (einatmen) uund [all-anziehend.. schauen auf antwort hesch gseit?] wegschauen während
schreiben ja (überlegen) jaa und weme weme (auf rechts schauen) irgendwie vertraue gwünnt und afangt das au
umzsetze so im eigene lebe .. de chamen au die erfahrig mache vom krishna-bewusstsi (calm) ebe krishna chöne
wahrne (komisch, ernst, zugleich erklären) im eigene lebe (calm) für das muess me nid irgendwo inere höli hocke
oder ines chloster zie sonder me cha det blibe wome isch ehh me muess eifach afange die beziehig kultiviere dur
krishnaa …uund es isch natürlich. Also. Es isch nid künstlich es isch natürlich..“
Video
Hindu-Hochzeit
References
• Wikipedia
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• Gāyātri
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• Wisdomlib
• [Link]
• Ibiblio
• "Monier-Williams Sanskrit English Dictionary Page 0334". [Link]. Retrieved 14 January 2023.
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• Twelve Main Deities
• Twenty-five Interesting Facts about Hinduism
• Bibliographie
• Edward C. Dimock, Jr., The Place of the Hidden Moon: Erotic Mysticism in the Vaisnava-Sahajiya cult of Bengal. Chicago, University of Chicago Press, 1966/1989
• Cush, D., Robinson, C., & York, M. (Eds.). (2008). Encyclopedia of Hinduism (1st ed.). Routledge.
• Mohr, Hubert et al. Metzler Lexikon Religion : Gegenwart - Alltag - Medien. Stuttgart: Metzler, 1999. Print.
• Michaels, A. (2016). Homo Ritualis. Oxford University Press.
• Jacobsen, K. A. (Eds.). (24 Sep. 2010). Brill's Encyclopedia of Hinduism. Volume Two. Leiden, The Netherlands: Brill. Retrieved May 20, 2023, from [Link]
• Youtube
• SRF-Doku: [Link]
• [Link] (Krishna Tempel)
• [Link] (sacred thread)
Hilfsmittel: DeepL Translate (Übersetzung vom Englischen ins Deutsche)