Maschinentechniker
Systemsteuerung
SPS
Heinemann CAE
Definition SPS (EN 61131, Teil 1)
„Eine SPS ist ein digital
arbeitendes elektronisches
System für den Einsatz in
industriellen Umgebungen mit
einem programmierbaren
Speicher zur internen
Speicherung der
anwenderorientierten
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Steuerungsanweisungen zur
Implementierung spezifischer
Funktionen wie
Definition SPS
z.B. Verknüpfungssteuerung,
Ablaufsteuerung,
Zeit-, Zähl- und arithmetische Funktionen,
um durch digitale oder analoge Eingangs- und
Ausgangssignale verschiedene Arten von
Maschinen und Prozessen zu steuern.“
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Steuerungsarten
Verbindungsprogram- Speicherprogrammierte
mierte Steuerung VPS Steuerung SPS
herkömmliche Verdrah-tung Verdrahtung erfolgt an einer
mit Schützen, Relais, Tastern zentrale Steuerungseinheit
usw., welche als (sternförmig). Jedes Bauteil wird mit
Steuerstromkreis ausgeführt einer Ein- oder Ausgabe-Einheit
wird. direkt verbunden.
Funktion einer VPS liegt in der Funktion wird als Anordnung von
Verdrahtung der Bauteile Funktionsbausteinen verschiedener
logischer Verknüpfungen
(Steueranweisungen) in einen
Programmspeicher geschrieben
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Bei Änderungen des
Bei Änderungen wird keine
Programmablaufes sind hier
Verdrahtung geändert, sondern nur
zeitaufwändige
im Programm die Anordnung der
Umverdrahtungsarbeiten
notwendig.
logischen Verknüpfungen
umgeschrieben.
Aufbau einer SPS
Kompakte SPS – Kleinsteuergeräte – Micro
Automation
In einem Gehäuse sind alle wichtigen Bauteile eingebaut:
Netzteil, Digitale Eingänge, Digitale Ausgänge, SPS-
Programmspeicher (eventuell können auch Analoge Ein-
und Ausgänge und weiter Funktionsbauteile eingebaut
sein).
Ist auch in Grenzen erweiterbar.
Verstärkter Einsatz im Installationsbereich.
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Aufbau einer SPS
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Aufbau einer SPS
Modulare SPS
Jeder Funktionsbauteil ist in einem eigenen Gehäuse
eingebaut:
Netzteil, Digitale Eingangsbaugruppe, Digitale Ausgangs-
baugruppe, CPU mit SPS-Programmspeicher, Analoge Ein-
und Ausgangsbaugruppe, ....
Zur Verbindung des Systembusses werden diese
Baugruppen auf Profilschienen zusammengesteckt.
Hauptsächlich im Industriebereich (Pressen, Abfüllanlagen,
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Industrieöfen)
Aufbau einer SPS
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S7 - Programmiersysteme
TIA – Portal von Siemens
SIMATIC – Manager von Siemens
WinSPS-S7 von MHJ-Software
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Um eine SPS zu erklären, ist es zunächst einfacher,
Beispiele für deren Verwendung aufzuzählen:
Automatisierung eines Wohnhauses, z. B.:
Garagentürsteuerung
Ein- und Ausschalten einer Beleuchtungsanlage
Aufbau einer Alarmanlage
Fenster-Rollladen-Steuerung
Steuerung eines Fahrstuhls, z. B.:
Steuerung der Fahrbewegung mit Beschleunigen und Abbremse
Öffnen und Schließen der Fahrstuhltür
Abfüllen von Getränken, z. B.:
Selktierung der „Guten“ und „Schlechten“
Säuberung der Glasflaschen
Einfüllen des Getränkes
Verschließen der Flasche
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Aufkleben der Etiketten
Steuerung einer Stanzvorrichtung, z. B.:
Material festklemmen
Material stanzen
Material freigeben
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Aufbau einer SPS
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Beschaltung einer SPS
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Programmieren einer SPS
Programmiert wird das Automatisationsgerät (AG) mit
einem Programmiergerät (PG), meist ein PC mit Simatic-
Manager Software.
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Structure Control Language (SCL)
S7-Graph oder GRAFCET
Programmieren einer SPS
AWL
textorientierte Programmiersprache
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Programmieren einer SPS
KOP
sieht aus wie ein auf die Seite gekippter
Stromlaufplan.
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Stromlaufplan Entsprechender Kontaktplan
Programmieren einer SPS
FUP
verwendet in ihrer Darstellung die
Logiksymbole der Booleschen Algebra
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Programmieren einer SPS
SCL
Für komplexe Algorithmen und mathematische
Funktionen
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Programmieren einer SPS
Ablaufsprache (AS)
Art Zustandsdiagramm, bei STEP 7 als
S7 GRAPH bekannt
Basiert auf Grafcet nach EN 60848.
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Programmieren einer SPS
Ablaufsprache (AS)
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Adressierung einer SPS
Bit und Byte
1 Bit kann zwei Signalzustände haben:
1 und 0 (high und low)
1 Byte besteht aus 8 Bit
Die Abfrage nach den Signalzuständen erfolgt durch die
Operandenadresse.
Der Operand besteht aus Operanden-Kennzeichen und
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Operanden Parameter.
Adressierung einer SPS
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Darstellungsarten
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Arbeitsweise einer SPS
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Arbeitsweise einer SPS
Aktuelle Signalzustände der Eingänge einlesen und im
PAE (=Prozessabbild der Eingänge/Zwischenspeicher)
speichern.
Abarbeiten der Steuerungsanweisungen in Reihe der
Anweisungen.
Dabei werden nicht die Eingänge sondern die
Zustände (0 oder 1) im PAE abgefragt!
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Arbeitsweise einer SPS
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Arbeitsweise einer SPS
Ergebnisse werden zunächst nicht direkt am Ausgang
wirksam ( 0V oder 24V ) sondern erst im PAA
(=Prozessabbild der Ausgänge/Zwischenspeicher)
gespeichert.
Nach der letzten Anweisung werden die im PAA
gespeicherten Zuweisungen an die
Ausgangsbaugruppen weitergegeben und an die
Aktoren ausgegeben.
Programmbearbeitung beginnt wieder von vorne =>
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zyklischer Betrieb!
Arbeitsweise einer SPS
ZYKLUS
Einen Ablauf vom PAE lesen bis zum ausgeben des
PAA nennt man einen Zyklus.
Die Zykluszeitüberwachung kann in der CPU
eingestellt werden. Während eines Zyklus werden
Zustandsänderungen an den Eingängen nicht
wahrgenommen, auch an den Ausgängen erfolgt keine
Änderung.
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Steuerungsanweisung (Programm)
Das Programm besteht aus aufeinander folgenden
Steuerungsanweisungen:
UND, ODER, NICHT, Zählen, Zeit, Setzen, Rücksetzten
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Abarbeiten der Anweisungen
Das VKE (Verknüpfungsergebnis) wird in jeder Zeile aus
dem vorhergegangenen VKE, dem Operationsteil und dem
zum Operanden gehörigen PAE (PAA, Speicher) gebildet.
Das VKE in der ersten Zeile wird Erstabfrage genannt und gibt nur
das PAE weiter.
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Bitadressen
Byteadressen
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Die Wortadresse bei der Verwendung von Eingangswörtern
EW, Ausgangswörtern AW und Merkerwörtern MW ist immer
die kleinere Byteadresse der beiden im Wort befindlichen
Bytes.
AB4
AW3
Auch hier gilt, dass man bei der Verwendung von
Doppelwörtern (32 Bits) bei Eingängen (ED), Ausgängen
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(AD) und Merkern (MD) immer die kleinere Byteadresse
nummeriert.
AD0 = AW0 und AW2 = AB0, AB1, AB2 und AB3
AD1 = AW1 und AW3 = AB1, AB2, AB3 und AB4
Adressierungsregeln
Hinweis: Wenn man ein Byte, Wort oder Doppelwort bereits
adressiert, dann kann man innerhalb des adressierten
Bereichs ein Bit, Byte, Wort oder Doppelwort nicht noch
einmal adressieren, da hier eine Überschneidung stattfinden
würde.
Würde man z.B. das Ausgangsdoppelwort AD0 adressieren,
dann belegt das Doppelwort die Ausgangsbytes 0, 1, 2 und 3.
Möchte man ein weiteres Ausgangsdoppelwort adressieren,
dann kann man nicht einfach AD1 nehmen. Das nächste
Ausgangsdoppelwort das für die Adressierung frei ist, wäre in
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diesem Fall AD4 (mit AW4 und AW6).
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