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PS: Einführung in den Hinduismus

Institut für Indologie / FB 05


Thema: Viṣṇu Johannes Gutenberg Universität Mainz
WiSe 2011/12, 16. Januar 2012

Ltg.: Frau Dr. Sonja Wengoborski

Dfg.: Herr Thomas Kühnert

Zeit: 15 – 20 min

Quelle(n): am Ende
Gliederung

Quellen
Avatâras Viṣṇuismus 

Viṣṇu
Viṣṇuismus
 auch Vaiṣṇavatum genannt

 eine der drei Hauptrichtungen des Hinduismus

 enthält mehrere religiöse Strömungen unterschiedlichen Ursprungs

 Hauptströmung beziehen sich auf


 Viṣṇu
 Vasudeva Krishna
 Râma, den heldenhaften Prinzen im Epos Ramayana
 ist eine monotheistische Strömung im Hinduismus

 Verehrung von Viṣṇu, den „Einen ohne einen Zweiten“

 Vervielfältigung in unzählige spirituelle Gestallten

 Ausdruck seiner unbegrenzten Macht


Vishnu (Viṣṇu)
"der Alldurchdringende"

 ein strahlender jugendlicher Gott mit vier Armen

 trägt königliche Kleidung und eine hohe Königstiara

 Brahmanenschnur von der linken Schulter

 auf der Brust das Juwel Śrīvatsa


Der Diskus (cakra)

 ein flacher Eisenring, an der Außenkante scharf geschliffen


 wird in die Schlachtordnung der Feinde geschleudert
 versinnbildlicht die Sonne in ihrem unaufhaltsamen Lauf
Die Muschel (shankha)

 wird in Indien bei festlichen religiösen Anlässen geblasen


 sein Schall dringt in alle Weltgegenden, welche die Wesen
aller Richtungen durchdringt und beseelt
Der Lotus (padma)

 Symbol der Reinheit, wächst


aus dem schmutzigsten Tümpel
makellos hervor

 als Knospe kennzeichnet er Viṣṇu als den Urheber


der Schöpfung

 zur Blüte geöffnet symbolisiert er die Schöpfung und


das Universum
Die Keule (gadâ)

 erscheint bei Viṣṇu


emporgerichtet oder auf
die Erde gestützt

 deutet Stärke an und gibt


zu verstehen, dass Viṣṇu
die Dämonen bekämpft
Wer war Vishnu?

 gilt als Welterhalter, Erhalter des Lebens

 im Vedismus ein Gott mit kosmischer Bedeutung

 kommt aus der Ewigkeit und hat eine Ewige Zukunft

 durchlebte viele Weltphasen (Yugas)

 eine Neue Welt entsteht (Bild)

 im späteren Hinduismus – Aufstieg zum Erhalter der Welt

 Verkörperung als Avatâra um die Welt zu retten


Viṣṇus Beinamen

 Hari (= Harihara )
 Jagannâtha (= Herr der Welt)
 Mohinī (= weibliche Form Vishnus)
 Nārāyaṇa (= aus dem Wasser kommender)
 Vaikuntha (= Herr des Paradieses)
 Vasudeva (= Gott des Gedeihens)
 Visvarupa (= Allgestaltiger)
Viṣṇu ist Teil der Trimûrti
 bekannte Konzeption der „drei Gestalten“

 besteht aus drei Aspekten des Göttlichen

Schöpfung Erhaltung Zerstörung


Viṣṇu ruhend auf der Schlange Shesha (Unendlichkeit), die im
Welten-Ozean schwimmt

Dashavatara-Tempel

Im Dorfes Deogarh im Distrikt Lalitpur
(Nordindien)

aus rotem Sandstein

die Wandnische auf der Südseite zeigt


eine Darstellung von Vishnu, die Bezug
auf einen hinduistischen Schöpfungsmythos
nimmt
Viṣṇu Lakshmî Zeitalter

Matsya
Kûrma 1. Weltphase
Krita-Yuga
Varâha
Narasiṁha

Vâmana
2. Weltphase
Paraśurāma Dhāraṇī Tretâ-Yuga

Râma Sîtâ
3. Weltphase
Krishna Râdhâ Dvâpara-Yuga

Buddha 4. Weltphase
Wir leben hier
Kali-Yuga
Kalkin
Matsya
Fisch, zieht in der großen Flut die Arche

temples of Srirangam and Tanjore

South India, outside Kerala


Zoomorphe Darstellung mit vierarmigem,
menschlichen Oberkörper; nimmt Bezug auf
den Mythos einer Herabkunft Viṣṇus in
Fischgestalt, angenommen um die Welt aus
der Herrschaft des Dämons Hayagrīva zu
befreien

Attribute:
Krone, reicher Schmuck

Die oberen Hände halten Cakra


(Muschelhorn) und Śaṅka (Diskus),
die unteren Hände zeigen Abhaya
(Gewährung von Furchtlosigkeit) und Varada
(Wunschgewährung) -Mudra
Kûrma
Schildkröte, trägt den Berg Mandara (Meru) beim Quirlen des Milchozeans

Radha-Krishna Temple –
Nirmalajhara – Kurma
(späte Vijayanagar Zeit):

Säulenrelief

Zoomorphe Darstellung mit vierarmigem,


menschlichen Oberkörper; nimmt Bezug
aufden Mythos einer Herabkunft Viṣṇus in
Schildkrötengestalt

Attribute:
Krone, reicher Schmuck
Die oberen Hände halten Cakra
(Muschelhorn) und Śaṅka (Diskus),
die unteren Hände zeigen Lotus (padma)
und Keule (gadâ)
Varâha
Rieseneber, rettet die Erde in Gestalt der Göttin Bhûdevî aus dem Urozean

Adi Varahâ temple (Mathura)

Zoomorphe Darstellung mit zweiarmigem,


menschlichen Oberkörper; nimmt Bezug auf
den Mythos einer Herabkunft Viṣṇus in
Ebergestalt, angenommen um die Welt aus
der Herrschaft des Dämons Hiranyâksha zu
befreien

Attribute:

Die oberen Hände halten Cakra


(Muschelhorn) und Śaṅka (Diskus)
Narasiṁha
Mann mit Löwenkopf, tötet den Dämon Hiranyâksha

Hoysaleswara Temple in Halebidu, Karnataka


Ende 12. Jh.

Chloridschiefer (dunkles Ornamentgestein)

Zwölfarmiger Viṣṇu zerreißt in Gestalt des


Narasiṃha, des „Mannlöwen“, den Dämon
Hiraṇyakaśipu
Vâmana
Zwerg, wächst zum Riesen heran und misst mit drei Schritten die Welt aus

Halebidu Temple, Karnataka, Indien

(späte Vijayanagar Zeit)


Vierarmiger Zwerg mit Begleitern und Beiwerk

Attribute:
Gadâ (Keule), Cakra (Diskus),
Śaṅka (Muschelhorn) und Lotos (Padma)
Parashurâma
„Râma mit der Axt“, Viṣṇu in Menschengestalt als Rächer eines Brahmanenmordes

Temple Sculpture at CR Park Kalibari,


New Delhi

Sandsteinrelief

Attribute:
Krone, reicher Schmuck

Axt
Râma
der Held des Epos Râmâyana, nicht mit der 6. Inkarnation identisch

Halebidu Temple, Karnataka, Indien

(späte Vijayanagar Zeit)

Wandrelief

zweiarmige Darstellung
Attribute:
Bogen; Krone
Krishna (kṛṣṇa)
„der Schwarze“, Verkünder der Bhagavadgîtâ

Śrī Keśava Devālaya,


Soma­nātha­pura.1268

Chloridschiefer

Kṛṣṇa Veṇugopāla:

Kṛṣṇa spielt Flöte


Buddha
manchmal auch „Balarâma “, der Bruder Krishnas

Die Höhlen von Ellora

30 Kilometer Nordwest von Aurangabad

zwischen dem 5. und 10. Jh. n. Chr.

Der in europäischer Sitzhaltung und im


Lehrgestus (dharmachakramudra)
dargestellte Buddha wird von zwei
Wächter-Bodhisattvas begleitet.
Kalkin
zukünftige Inkarnation Viṣṇu als Reiter auf dem Pferd, der den Dharma wieder herstellt

Halebidu Temple, Karnataka, Indien

Wandrelief

vierarmige Darstellung

Attribute:
Krone ; reicher Schmuck

Eine Hand zeigt ein Mudra


(Darlegungsgeste), anderen Hände halten
das Skimitar-Schwert, Cakra (Diskus),
Śaṅka (Muschelhorn)
Quellen
Literatur

Gonda, Jan (1963): Die Religionen Indiens. II Der jüngere Hinduismus. Stuttgart: W. Kohlhammer Verlag, 1963
(Die Religionen der Menschheit; 12).

Keilhauer, Anneliese und Peter (1983): Die Bildsprache des Hinduismus. Die indische Götterwelt und ihre Symbolik.
Köln: Du Mont Buchverlag , ³1990.

Schleberger, Eckard (1986): Die indische Götterwelt. Gestalt, Ausdruck und Sinnbild. Ein Handbuch der hinduistischen
Ikonographie. Köln: Diederichs, 1986.

Frauwallner, Erich (1953): Geschichte der indischen Philosophie. Bd. I. Salzburg: Otto Müller Verlag 1953.

Veronica Ions: Indian Mythology. Hamlyn Publishing, Rushden 1988, S. 48 ISBN 0-600-34285-9


Bild (Jesus Christus) [Link]

Bild (Buddha) [Link]

Bild (Kalki) [Link]

Bild (Krishna) [Link]

Bild (Kurma) [Link]

Bild (Matsya) [Link]

Bild (Narasimha) [Link]

Bild (Parashurama) [Link]

Bild (Rama) [Link]

Bild (Vamana) [Link]

Bild (Varaha) [Link]


[Link]

Bild (Vishnu) [Link]

Bild (Vishnu liegend) [Link]


Tempel_Vishnu_%281999%[Link]
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