0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
3 Ansichten2 Seiten

Urolithiasis

Urolithiasis bezeichnet die Bildung von Harnsteinen in den Harnwegen, die durch Übersättigung des Urins mit bestimmten Substanzen und verschiedene Risikofaktoren wie Dehydration und Ernährung verursacht wird. Die Symptome umfassen starke Schmerzen, Hämaturie und Dysurie, während die Diagnostik über Urin- und Blutuntersuchungen sowie bildgebende Verfahren erfolgt. Die Therapie variiert je nach Steingröße und kann von konservativen Maßnahmen bis hin zu operativen Eingriffen reichen, während Prophylaxe durch ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und angepasste Ernährung erfolgt.

Hochgeladen von

Leonhard
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
3 Ansichten2 Seiten

Urolithiasis

Urolithiasis bezeichnet die Bildung von Harnsteinen in den Harnwegen, die durch Übersättigung des Urins mit bestimmten Substanzen und verschiedene Risikofaktoren wie Dehydration und Ernährung verursacht wird. Die Symptome umfassen starke Schmerzen, Hämaturie und Dysurie, während die Diagnostik über Urin- und Blutuntersuchungen sowie bildgebende Verfahren erfolgt. Die Therapie variiert je nach Steingröße und kann von konservativen Maßnahmen bis hin zu operativen Eingriffen reichen, während Prophylaxe durch ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und angepasste Ernährung erfolgt.

Hochgeladen von

Leonhard
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Maya Mahmoud

Urolithiasis (Harnsteinleiden/ Nierengrieß)


* die Ausbildung von Konkrementen (Harnsteinen) in den Harnwegen (Nierenbecken, Ureteren,
Harnblase, Urethra)

* Nierensteine entstehen, wenn sich bestimmte Substanzen in hoher Konzentration im Urin


befinden und Kristalle bilden.

* Einteilung:

nach Lokalisation des Steins: Nephrolithiasis: Nierenstein (Nierenbecken-, Nierenkelch- und


Nierenausgusssteinen „Füllen das ganze Becken aus“). Ureterolithiasis: Harnleiterstein.
Zystolithiasis: Blasenstein. Urethralithiasis: Harnröhre Stein

nach Harnsteinarten: Calciumsteine „Häufigste“, Harnsäuresteine, Calciumphosphatsteine,


Zystinsteine, Xanthinsteine

* Ursache: Übersättigung des Urins mit steinbildenden Substanzen und Verminderte


antilithogene Einflussfaktoren (Magnesium, Citrat)

* Risikofaktoren: erhöhte Harnkonzentrierung aufgrund von Flüssigkeitsmangel,


Harnleiterstenosen, ektope Nieren, Harnwegsinfekte, Bewegungsmangel, Dehydration, Eiweiß-
und Purinreiche Kost, Adipositas, Hyperparathyreoidismus (Vermehrte Kalzium Ausscheidung),
Familiäre Disposition, Bestimmte Medikamente

- Urin pH-Wert weniger als 5,5 (bei Harnsäuresteinen) oder mehr als 7,0 (bei Phosphatsteinen)

* Symptome: Kolikartige, Krampfartige Schmerzen (Flanke und Abdomen) mit Ausstrahlung in


den Unterbauch, die Leiste, die Schamlippen oder den Testikel.

+ Unruhiger Patient, ggf. Makro-/Mikrohämaturie, Dysurie, Nausea, Emesis, Algurie (Schmerzen),


Polyurie oder Pollakisurie (Häufiges Wasserlassen kleiner Harnmengen)

ggf. Subileus (reflektorisch)

** Fieber, Schüttelfrost, Algurie >> HWI

** Steine verursachen Schmerzen erst wenn sie in den Harnleiter wandern (Ureterolithiasis)

* DD: Harnblasentumor, Appendizitis, Divertikulitis, Adnexitis, Extrauteringravidität, HWI,


Pyelonephritis.

* Diagnostik: - KU: klopfschmerzhafte Nierenlage

- Labor:

Urindiagnostik „U-Stix“: Blut (Mikrohämaturie), Leukozyturie, positives Nitrit (HWI), Urin-pH-


Tagesprofil. Urin-Mikroskopie. Urinkultur (Keimnachweis mit Resistogramm)

Blut-Test: großes BB, Elektrolytstatus (Natrium, Kalium, Calcium), Harnsäure im Serum,


Nierenparameter (Kreatinin, Harnstoff), Entzündungsparameter.

> Für die Steinlokalsiation:


Maya Mahmoud

- Nieren-Sonographie: Konkrementen und Stauung (Dilatation der Nierenbeckensystem).

** Calciumhaltige Steine sind gut auf Röntgenbildern sichtbar, während Harnsäuresteine im


Röntgenbild nicht zu sehen sind.

- Nativ-CT (Standarddiagnostik).

Ggf. Urographie: die kontrastmittelgestützte röntgenologische Darstellung des harnableitenden


Systems

* Therapie: Die Therapie richtet sich nach der Größe des Steins.
Bruskoban
Analgetika und Spasmolytika (Metamizol i.v., Novalgin) „in Schwangerschaft: Paracetamol i.v
oder rektal“

Konservative Therapie Bei Steinen ≤5 mm (kann ein spontaner Abgang abgewartet werden).

Alphablocker (Tamsulosin: entspannt die Muskulatur des Harnleiters), Ausreichende Trinkmenge,


Körperliche Bewegung, ausgewogene Ernährung, ein Sieb zur Filterung des Urins beim
Wasserlassen für die Analyse der Konkremente, regelmäßig Verlaufskontrolle (alle 1-2 Wochen
Sonographie)

bei großsteinen größer als 6 mm Operative Therapie:

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie „ESWL“ (Lithotripsie: Steinzertrümmerung)

Steinzertrümmerung mittels Ureterorenoskopie „URS“

Einlage einer Harnleiterschiene DJ-Katheter oder eine perkutane Nephrostomie

Offene chirurgische Entfernung (bei sehr großen Steinen)

* Prophylaxe: Viel trinken, Ernährung mit wenig tierischen Eiweißen und Kochsalz,
Gewichtsreduktion bei Adipositas, Meiden von urinsäuernden Getränken (z.B. Apfelsaft,
Grapefruitsaft).

* Komplikationen: Harnwegsinfektion, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung),


Hydronephrose und Fornixruptur (Bei Harnstau), Urosepsis.

** woran denkt man, wenn bei Miktion Luft vorkommt? Fistel: unnatürliche Verbindung
zwischen Holorganen

**Harnwegsinfektion: Meist Infektionen durch Bakterien der Darmflora: Escherichia coli,


Klebsiellen, Staphylokokken.

Obere Harnwegsinfektion (Pyelonephritis), Untere Harnwegsinfektion (Urozystitis: Infektion der


Harnblase, Urethritis: Infektion der Harnröhre)

Rezidivierende Harnwegsinfektion: ≥2 Infektionen/Halbjahr oder ≥3 Infektionen/Jahr.

Risikofaktoren: Weibliches Geschlecht (wegen kurzer Harnröhre und Nähe zu der Anal- und
Genitalregion), Transurethraler Dauerkatheter, Anomalien des Harntrakts (z.B.
Harnblasendivertikel), Diabetes mellitus

Das könnte Ihnen auch gefallen