Maya Mahmoud
Synkope (Ohnmacht/ Kreislaufkollaps)
*Plötzlicher, Vorübergehender, kurz andauernder Verlust von Bewusstsein und Muskeltonus, der
mit rascher, spontaner und kompletter Erholung einhergeht.
Ursache ist eine kurzzeitige Minderdurchblutung des Gehirns (Zerebrale Minderperfusion). Es
gibt verschiedene Ursachen für Synkope, die oft harmlos sind. Manchmal steckt aber eine
ernsthafte Grunderkrankung dahinter wie Herzkreislaufstörungen, neurologische Erkrankungen,
und psychogene Faktoren.
*Ursache: - Kardiale, Vaskuläre Synkope (Verminderung des Herzzeitvolumens → Zerebrale
Minderperfusion): Herzrhythmusstörung (Arrhythmien), infolge einer Herzerkrankung,
Herzklappenstenose, Lungenembolie, Karotisstenose.
- Neurogene Synkope (vasovagale: Überaktivität des Parasympathikus „Nervus Vagus“ >
Hypotonie wegen Vasodilatation + Bradykardie): Angst, Schmerz, langes Stehen, nach Belastung,
Miktion, Defäkation, Niesen (erhöhter intraabdomineller Druck)
- Karotissinussyndrom: überempfindlichkeit des Karotissinus auf Druck (im Karotissinus gibt es
Blutsdrucksenkende Rezeptoren) → Blutdruck Abfall bei mechanischer Reizung des Karotissinus
- Orthostatische Hypotonie: versacken/sinken von Blut in die untere Extremität beim Aufstehen >
Akute Blutdruck Abfall > Unterversorgung des Gehirns
- Medikament-induziert: Einnahme von Antidepressiva Antiarrhythmika, Antihypertensiva
- Psychogene Synkopen
*Symptome: Prodromi „Präsynkope“: Schwarzwerden vor den Augen, Schwindel, Kaltschweiß,
Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen
*DD: TIA, Epileptischer Anfall, Hypoglykämie
*Diagnostik: Vitalparameter Messung, neurologische körperliche Untersuchung, Schellong Test
Labor: BB, Glukose, Elektrolyten, Nieren und Leberfunktionstest, Gerinnungsparameter, Troponin
Apparative Untersuchung: Langzeit-EKG und Blutdruck Messung, Echokardiographie, Kranial CT
oder MRT, Carotis duplex-USG, EEG
** Carotis duplex-USG “Ultraschall“: Das Duplex-Verfahren kombiniert die Darstellung der
Gefäßstruktur mittels Ultraschalles, mit der Analyse des Blutflusses (Doppler-Verfahren). Dabei
werden Ultraschallwellen eingesetzt, um Informationen über den Blutfluss und eventuelle
Verengungen oder Verstopfungen in den Arterien zu liefern. Es ist nicht-invasiv, schmerzfrei und
hat keine Strahlenbelastung.
*Therapie: Die Therapie der Synkope richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.
Hochlagern der Beine, Anpassung/Umstellung von Medikamenten, die Behandlung von
Herzerkrankungen, die Kontrolle von Blutdruck- oder Blutzuckerwerten, Flüssigkeitszufuhr, ggf.
Herzschrittmacher Implantation.
Maya Mahmoud
**TIA (transitorisch-ischämische Attacke) „Vorübergehende Minderdurchblutung des Gehirns“
verursacht Unterversorgung bestimmter Hirnareale mit Sauerstoff (Ischämie). Ursache:
Thrombose oder Stenose einer hirnversorgenden Arterie. Symptome: Seh-, Hör-,
Sprachstörungen, Vertigo, Bewusstseinsstörungen, Hemiplegie oder Hemiparese. die Symptome
dauern nur Minuten oder wenigen Stunden und verursachen keine dauerhafte Schädigung.
Diagnostik: Duplex-Sono, CT/MR-Angiographie, MRT > keine nachweisbare Gehirninfarkt
(Hirnläsion). Therapie: ASS, ggf. Karotis-Thromendarteriektomie.
**Was ist die häufigste Herzrhythmusstörung? Vorhofflimmern, was sehen wir im EKG?
unregelmäßige R-R-Intervalle, fehlende P-Wellen, und unregelmäßige QRS-Komplexe.
Behandlung: Medikamentös: Amiodaron (Antiarrhythmikum), Heparin. Kardioversion
(Konversion von Herzrhythmusstörungen in einen Sinusrhythmus) + ggf. die Implantation eines
Herzschrittmachers
AV-Block: Störung der Übertragung der elektrischen Signale zwischen den Vorhöfen und
Herzkammern Verlängerte P-Q interval, Ausfall einer oder mehrere QRS Welle
RBBB (Rechtsschenkelblock) und LBBB (Linksschenkelblock): Störung der Übertragung der
elektrischen Signale im rechten/linken Herzkammerseptum. (QRS-Wellen Störungen)
* Gefäße Auskultation/Palpation: A. Carotis, Radialis, Brachialis, Aorta Abdominalis, Femoralis,
Poplitea, Tibialis posterior, Dorsalis pedis.
*Muskelreflexe: Bizepssehnenreflex (c5,6), Trizepssehnen (c7,8), Patella (L2,4), Achilles (S1,2).
**Schädel-Hirn-Trauma: Grad 1: Commotio cerebri: Gehirnerschütterung (keine dauerhafte
Schädigung der Hirnstrukturen)
Grad 2: Contusio cerebri: Gehirnprellung
Grad 3: Compressio Cerebri: Gehirnquetschung
- Blutungen (subdural, epidural, intrazerebral) sowie Ödeme
Diagnostik: neurologische Untersuchung, Glasgow Skala, Pupillen Reflexe
Therapie: Aufnahme im Intensiv Station zu Beobachtung
Komplikation: Intrakraniellen Blutung
*Fragen: Was ist Ihnen während des Anfalls passiert? Gab es einen Auslöser oder eine spezielle
Situation vor dem Anfall? Was haben Sie gemacht, als Sie ohnmächtig geworden sind? War
jemand dabei, während des Anfalls? Hatten Sie Zuckungen in den Armen oder Beinen? Gab es
Anzeichen oder Symptome vor dem Anfall, wie zum Beispiel Schwindel, Herzklopfen, Herzrasen,
Brustschmerzen, Übelkeit, Schwarz vor Augen? Wie lange hat der Anfall gedauert? Haben Sie
Medikamente eingenommen, die möglicherweise den Anfall ausgelöst haben könnten? Sind Sie
während des Anfalls gestürzt? Haben Sie sich verletzt oder auf die Zunge gebissen? Haben Sie
sich eingenässt? Haben Sie eine bläuliche Verfärbung der Haut oder Lippen bemerkt? Haben Sie
ein Taubheitsgefühl oder Lähmungen irgendwo im Gesicht oder Körper?