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Syntax

Das Dokument behandelt die traditionelle Syntaxanalyse und definiert einen Satz als eine Einheit, die aus einem finiten Verb und mindestens einem Satzglied besteht. Es werden verschiedene syntaktische Tests und Methoden zur Identifizierung von Satzgliedern vorgestellt, einschließlich der Verschiebe- und Ersatzprobe. Zudem wird auf die Klassifikation von Wortarten und deren Bedeutung für die syntaktische Analyse eingegangen.

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Syntax

Das Dokument behandelt die traditionelle Syntaxanalyse und definiert einen Satz als eine Einheit, die aus einem finiten Verb und mindestens einem Satzglied besteht. Es werden verschiedene syntaktische Tests und Methoden zur Identifizierung von Satzgliedern vorgestellt, einschließlich der Verschiebe- und Ersatzprobe. Zudem wird auf die Klassifikation von Wortarten und deren Bedeutung für die syntaktische Analyse eingegangen.

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!-lier ein nelles.

diffcrenziertcrcs Beispiel:
(
Traditionelle Syntaxanalyse - Was ist ein Satz?
I Die GeisrcslVissrtlschu{rcn I rc{1ckrit'rcn I scit icIJcr I die kul/urellcn Gr~nd~agcn ricr McnscIJh d!l l
De fin ilion Synt<Jx: cin System von Regcln. nach dcncn aus einem Grumllnventilr kleinercr Ein· I Die Gcisrc5wisscnscha{rcn I
rc{1ckticrcn I die kultllrrllcn Grund/agen dcr Mensc/liJCit " 1 sei( je/IC~~ 1
,
Pcrl1l\1li1li

Vcrschicb
heiten (Worter und Wortgruppen) wohlgdormte (= grammiltische) Sjtzc einer Spr;]che
gebildet werden ..
IScir jrher 1 rc{1ckricren 1 die [Link]/rn{rcn Idie kUlrurrllrn G~nd/agend~rMe~~~';he ~ ,I
1 Die ku/rurellen Grund/agen der McnschIJeit I re{1eklicrrn 1 die Gcisteswissenschaf/en I scit jehe 1J
u.berzellgel1(~~S
Dl'iinllion
Ein Satz: 3. Ersatzprobc (SUlISTITUTION): I3ringt die Permutation kein Substilul:
~ ist eine Einheit. die aus einem finiten Verb und mindestens allen yom Verb ver­
Ergebnis. weil Elell1enlc sowalll geschlassen als auch getrennt verschob~ 1
,,~ Iangten Satzgliedern bcsteht;
wcrden konncn. kann man mit J-Iilfe cler Ersatzprobe weiler testen. N:t t
is! eine abgeschlossene Einheit, die nach den Regeln der Syntax gebildet ist; '.
t>-

t>- is! die gror,te Einheil. die man mil den Regelnder .~.,
Syntax erzeugen kann. ·: .... . .'
dieser Methode wird untersucht. ob eine Wortgruppe als ganze durch J\
'
,, ' ." •• ' \ • " •• ; . • 0 , .' .' " , .:
Wort, in der Regel ein Pronomen. ersetzt werden kann. So etwa illl Bl

II
Syntaktische Tests - ------ - _._- - - . ------- J

Zuruck wm traditionellen Analysesystem. Aus welchen ldeineren Einheiten


sind Satze aufgebaut? Aus Wortern? Das ist sicher der Fall. aber zwischen den
Einzelwortern lind clem Satz liegt noch die Ebene der Wortgruppen. Wortern
EIJ ene dN
Worlgruppel c,::" 1m Ko" Ing,n "''' nod, nng'fnuit, iipf'/. Dk
liisst auch die folgende Kombination zu: Apfel lagen nltr no' angcfall/lt
"nf",h'I~ermutation
illl Korb_ Dies deutet auf das foIgencle Satzgliedinventar hin: i Korb - ntH
also. die eng wsammengeh6ren und Satzg1ieder bilden. Bei unserem Beispiel
I/och angefnulte - Apfel. IIll Satz erfGIlen aber nur noch (ll/gefm lie und Apfel
waren dies: Der Professor und eincn Vortmg. dagegen bUdd etwa hi;lt ChlCII
eine gcmeinsame Allfgabc und kOllnell gemeinsam durch dJ.] Prollomen
keine derart eng verbundene Wortgruppe.
Um solche SATZGLlEDEI1 ZLl bcstimmcn. S;lill:lirden
sic crselzt werdcn . I
v Te Jll i 1\,,1 i~ il'r II n!! 'I. Al1rallgssLdlllllg sprohe (TOI'IKALl5IEIlUNC): Die gemeillsamd Rolle einer
J11usseJl sic zlln~chst einmal ic\enLiflziert wer­
[Link] l ilng \Vorlgrllppc wird auch dndlJrcll signalisicrt. unss sie gcmeills!111 cine cin­
den_ Dies \asst sich ll:Jch dem VEA-Prinzip
zige Salzglicdposition bcselzen kann. niimlich die Spitzenposilibn vor dem
mit Hilfe einiger operationaler Verfahrcn gut A IInfangsslellung
Finitulll. die allch Anfangss teIlling oder Vorfeldbesetzllng gH annt wird.
bewerkstelligen. well Satzglieder zwei besonders
charakteristische Eigenschaften haben. die auch in der Definition der Duden­ Nur noch arlgefnilite Apfel kann gemeinsam vor das Finitum l ! eten. nichl
nber /ILrr noelr (llIgefolllte_
Gral1lmatik (1998: 627) betont werden:
Solche Proben - es gibt noch wcitere flir andere Zwccke - sind il<[Link]
Satzglieder: die kleinsten lUsammengehorigen Elemente des Salzes (Worter und Wort­ Dcfinilion Vcrr.,.hren. mit dcren Hilfe ~ir lIn~ere Jn~:lition uberpriiten. Sic . ti~Hel~ nicht
gruppen). die sich nur geschlossen verschieb~n und als. Ganze ersetzen lassen. .' .... .
• • - .j . , ' ......... :: •• : ~. ; . ...: . . .' •• •• :: " :.: • .-: .... : •••• . ' : • . '," • • • • ~ • • ' ••••• •
nllS slcll sclbst her<lus zu cmdeutlgen Loslingen. sondern bedl~lIen Ullmer
cines kompetenten Sprechers.
Und nun folgt der Normalablallfzur Ermittlung von Satzgliedern in Kurzform
(eine weitere Diskussion finden Sie in der Duden-Grammatik {1998: 627-651} (I .
und bei Durscheid (2005: 47-55)): l' /!
<~ CI ~
-I-
"
'V A·~~f'):::Jt:,~ w,\A~d"" 1\
~
1. Pradikat ermitteln.
2. Verschiebeprobe (PrlnMUTATION): Einzelne Wortgrllppen oder Worter Pcrmul~liOi
°e<.)
1);:.z i
I"~ ~
. ~ t,-'(j'1:
.) to :':-b-"1'~& ~
b '. ;,.' ."~ . ~~
-F~r~
/, .' ;- 9(0(1-~ "
.~t~ .. 1-"

im Satz werden urn das Finitul1l herum verschobcn. D,lbei lilllSS cler Satz I' I~
grammatisch bleiben. die Information und die Satznrt (Fragesatz. Aussagc­
(.1 . ', 'I /
~ c hJ'c.~ ../.c v;
1,1
,;-\ . 1-0 ~
satz. Befehlssatz) durfen nicht veranderl werden.
L-'l
~
•'I
Er J
Wie al ysiert man einen Satz?
Um Sat~t:zu allalysit:rcn, giOI cs zaltlrciche Vt:rfahn:n lI1ld Gral11l1lalikl(lI"IIla­
1'11I.'~l·II')II\I"'ur · Dariihcr hinau~ cxislincll wcilere Gr;lIIlIllJtik~l)
lismen,:die jewdls schr untcrschkJlichclI Zidcn diclICII . So gibt cs das Ir;"li­ [Link]~li"
STllUKTUIl~IlA"[Link]"EN (auf dic wir niehl Il:ih<:~
tionelle! System, das vorflnJbilre Siitzt: auf ihn: Struklurcn ulld Ilit:rilrchicll
Jers wichlig sind. 11m: Zicbldlullg iSI wei I kOIllPk'l(
. hin untfcsuch', urn ihre llildungsweise sichlbar zu nwcht:l1. Ein solches lradi­
odcr der DepeIlJem:gramlllalik. Sie diellcn Ilichl
tioneIlcs System der SATZANALYSE wird nachfolgend skbziert, um !las Schul­
wissen fur Syntaxanalyse wieder ins Gedachlnis Lll rufen. Eine lraliiliont:lle
chen lind tleren Srrukrur und I·lier<Jrchie sichlb ar
c!;JZlI, die menschliche Sprachf;ihigkeil generdl
operationale Analyse des Salzes Der Professor lliill due" Vorlmg, in Form t:ines
oder Sprache furlllal (elwa fiir die Verarbcitung in)
SatzbaJplanes notiert, wurde zu folgendem Ergebnis fiihn:n:
Piir praklischc Zwecke, clwa die Anwendllng in d
;llIfgrunJ ihrer Komplex:iliil weniucr geeiunct.
Satz lielll friihell Systcm tier GENEnATlVEN TnANsl:ollM
sierl, folgclldermanen aus:

Allll.7.51
Konslfl'ICIII~I1-
(I '1If:JSCII- )SI rukillr­
r;r:::nnrn:Jlik.

I rur,".11 ionsre~cln:
Ocr '~u{t-5sur

lrlikonre~elll:
"oil

Dependeni· oder p<Jncben existicrt <Juch d<Js Modell der DEPENDENZ- oda VALENZGIIAMMA­
S - NP. vp N - Wissens[h.1fl, AlIlo, _
Valenzgrammatik TIK, die von der Grunderkennlnis ausgehl, dass clas finite Verb das slruklu­
tIP - (Oct) • N V- (iirricl!, wrlll, I,ihrl, _
JeJle Zentrum jedes Satzes ist. Demnach wird in der Dependenzgral11n1;llik
i in den nachfolgenden Einheiten wird sie delail/ierler beschriebcll - ;l\Ich in
VP - V • (NP) • (tiP) Ort - uer, die, uas, cine, ._

der Darslellung darauf geachlet, dass die Abhiingigkeil cler Salzglieder oller
I
Konstituenten vom Verb sichtbar gemacht wird. Eine v;llc/l7.gramn1ali.~che -/
Veransch;lUlichung der Struktur unseres Ileispiclsalzes s:ibe so aus:
/' I·
/,.!
6,-'.,'-I.:-'/-C·;1':0 re C) ;--c:.( /71 /7-:> <;:.A .-.:!.­

hiifl
~ I);, ;.?,;;)~':e
'aJenzgramm:J1 ische
Darslcllung
~
der Professor
----­elnen Vor/rag v ; .
j:C/h,:;'':i
/1

,,/
~.2U
,:t.l. f

-:7 / ,/.
, / C I /,/U,-'O ed/?/,"

v /J !: ~ C-/' /-c7 l .c: /n';!


/ ., / 1/ . ~ ../ _I .
/Vri ~;,/1/l1 . 1~...Yr~)1U J
P
~. 'j'A./ TAX
l10 R'1-I c
====------- ~)
Syntaktische I<ategorien und Funktionen
Einc Tvliiglichkeil der Wortartcnkf,lssifikation bestcht in clef Anwcndullg Marphotagischc
Um einen Satz zu analysieren. mlisscn die syntaktisehen Elclllcnlt: (Wurler MOltl'lIOLOGI SC IiEIl KIIiTEHIEN. Wie am Ende von Einheil 6 dargestelll. kon­ Krilerien
und Satzglieder) naeh Kategorie und Funktion oestimmt wcrdcn. d. h. es muss nCII Warier auf vcrsehieclcnc Weise llekliert werden: Man kal1n sit:! konjugie­
flir jede Einheit bestimmt werden konnen: rCIl. Jcklinieren und komparicrcn. Bei den deldinierbaren Worlern findet man
solche mit einem festen Genus und solche, die nieht genusfes t sind. Daneben
.... die Kategorie: Was fUr ein Element ist X?
gibt es Worter, die gar nieht Oektiert werden konnen. Wendet man diese Krite­
I> die Funktion: Welche Aufgabe hat X im Satz?
rien konsequenl nn (vgl. Abb. 7.7), erhiilt man die [Link], die Glinz i
Zunaehst zu den syntaktisehen Kategorien . Hierzu gehoren die Wortarten und seiner Fiinf- Worlarten -Lehre in den 1970er Jahren besehrieben hat.
die Satzgliedkategorien.

Wortarten als syntaktisehe Kategorien Wort


D~ Hin[- Worlar- l [Link]­
Wortarten· Die Bestimmung der WORTARTEN ist eine ocr notwendigen Grundlagcn fijr
ktassifikalion
Lc~rc ""ch Glin~ (;;,.
die syntaktisehe Analyse, weswegen sie in dieser Einheit und nieht im Rahmen nektierbar nicht neklierbar:

//~
der Morphologie behandelt wird. Ahnlich wie bei den Satzdcfinitioncn is! die Parlikel

~
Linguistik aueh hier weit von einer einheitlichen Klassifikation cntrcrnt. Das
/
liegt daran. dass wr Bestimmllng von Wortartcn untersehiedliche Kritcricn
konjugierbar: dcklinlerbar
angewendet werden konnen. die zu lIntersehiedliehen Ergebnisscn flihn:n,

//~
Verb
sowohl was die Anzahl nls aueh dic Eigensehaftcn von Wortarten angeht.
Die Spnnnbreite reicht lallt Dlirseheid von vier Wortarlcn in dcr gcnernlivcn
Theorie bis hin zu Ansiitzen mit mehreren Dutzend Worlarten. Das Problcm gcnusfcst : "
nichl gcnusfesl
besteht dabei dnrin. dass sieh jede Wortart weiter subklassifizicro:n !;issl; hci­ Subslantiv / ''''",­
spielsweise lassen sieh Verben in VollverbcJ) (ltl IIf!!II. "rJ,dtclI). HilfsverbclI ./
/ ""­ , ............
(vearbeitet habet!). Modnlverben (arveiteH 1IIiissCII) und Kopulavcrbcll (1I1IMe
komparicroar: nichl kamparierbar:
. seill) unterteilen. Aueh ob man zwischen Pronomen (diesel; deljwige) und
Adjektiv Begleiler
Artikeln unterseheidet. hangt von den Kriterien nb, die man :mwendet.
THo Weber slellt in seiner Abhandlung zur lexiknlisehen Kategorisicrllng
dementspreehend zur Problematik. wie viele Wortatten es im Deutschell gibl. Ons sieht einfneh [Jus, bringt aber einige Probleme mit sich. Naeh dieser E Synlaklische Kf'
lalconiseh fest. dass diese Frage nieht beantwortet werden kOnne. Gleiehzeitig teilung waren z. B- Worter wic hellte. vielleicht, wei!, uber, sehr aile dersel n J<;,-;IU1~" ~'/
riiumt er ein, dass die klassisehe Wortartenlehre des Dionysios Thr:lx (2. Ih.
v. Chr.) mit einzelnen Modifikationen noeh heute ihre Gulligkeit besitzt (vgl.
Knpitel1.2). rm Foigenden werden daher lediglich die wiehtigsten Klassi[ikali ­
onskriterien vorgestellt und dnnn ein auf deren Basis lconzipiertes, nuf die wei­
teren Zweeke dieser Einfiihrung abgestimmtes Wortartensystem priiscnticrt.

Wartart: eine mit Hilfe verschiedener (z. B. morphologischer, syritaktischer und seman­ Definilion
tischer) Kriterien gewonnene Kategorie, der ein syntaktisches Wort zugeordnet werden
kann .
(0
WOrlart (Parlikcl) zULUordncll . D:.JS crschcint Ihncnl1liiglkhnwcisc lInbt:!'rk­ llei dell Ilcglt:itcrn [Link] oft unterschicJell, ob sic salzglieut:i(l~g sind
digend. Dementspn:cht:nJ .trbeitclI vicie Wortarlellk!assifibtillncn :[Link] oJ~r niehl. IIll crstCIl Fall handell cs sic:h uanll lim Pronomcll, illl zwelr,c n lim
mit SYNTAKTlSCHf.N KllITEIliEN. So wcnJ':1I nicht Ilckticrharc Wortcr, uk Artikd. UIlLl schliclllich gibt es Iloch lias Problem, dass viele intuitiv alJ - djek­
allein als Satzglied fungier.:n kOllllen (:Ilso '1.. ll. 11I:lIle, vid/dc/,I, (h:;II't:g~II), tive aufluf~ssclldt: Wtirler nichl udel' nur lIntcr Schmerzen komparicrf r sind
dner eigcnen Wortart zugcordnct, uen AdvcrLit:n_ Uci uen iibrig hlciLcnuen (z. U. cill u,:slII,tleres ErlclJllis, /IIeille gesC//I,'ell Ers/,nnrisse, eil~ trilf/dl(lrt Weir"
Wortern bnn Illan unterschcidcn z.~'!:-chen sokhel1, die cine syntaktischc ri'l griilflidrer l;rrl,lolI) lIllU so III it bei ciner hlon schelllatischen Anv! ndllng
Relation herslellcn, und solchcn, uit: das nidI! tUI1. [Link] werdell d ... nn ;i\s dcr ill Abh. 7.H allfgcriihrt~11 I(rit~ricn eigentlich lIlIter die Artikd lidi n wiir­
Partikeln (irn engcrcn Sinne) [Link] (wic 2_13. illl Satz DI/S I"lil .til jll 101/ d~n . In dicsen Fiillcn hilft e5, sicl! ZlI vcrgcgellwiirtigcn, dass illncrhri eincr
hillgekriegl), also Warter ohnc kOl1kretc p •.trapltrasierb;)rc (= I1lllschrcibb~re) NOlllinalphrase (5. 7.'1.2) zwar nahcZll bC\icbig viele Adjektive stehen lannen,
Bedeutung, stattdcssen mit cincr kommunik:ltivcn fllnktioll wit: Abschw5­ abcr Ilur cill Artilcd (eill besu"dcres, II uJ1I'iilrlcrrdes, PlwlIlnsliscllCl 1I1l1'er­
chung odcr Vcrst5rkung. Dagcgen untcrscheidt:t llIall Lei Erslcren, ob cs skh gt:ss/idres ErlclJlfis)_ ,
bei dcr syntalctischcn Relation urn einc KasusforJcrlll1g (I'r;iposition, z. fl. III vidcll Wortarlcnklassinbtiollcn flndet man dariiber hinau noch Semanlisch
nQch + Dativ) oder um die VerbinuulIg von Satzgliedern bzw, Tci!s;itzcn (1(01l­ SEMANTISCIIE K,UTE,UEN_ Auf (liese Wcisc gclangt man zu Wortai" cn wie (..( h'J-()-; t
junktion, 2_ B_ ulld, wei/) hanudt. Zahlwortern (zlVci, heide, z1I'cil1ln/, kIil/iollell), uic [Link] aufbestimmt . Worlcr
gut anwl'nub:lr sind, insgesamt ;Ihcr eher z.u [Link] Unklarhcitell [Link]
Abb.7.S/ Wort und mehr Problem.: schaffi:n, als sie lascn. So liisst sich zweirrllll n£ h clem
Dil!! k'1u:ssil1lcation
oben aufgcfUhrten Schenl:! problcllllos als Adverb, beide als (rrllenlirhs nicht
kOfllparicrLar.:s) Aujektiv lIml Mi/lioneJI :lIs Substantiv einordnen. rl~diglkh
dcr Worl;ultn n:leh
"
nlorpholo~isclh:n unu neklierbar nkllt n~klletlm
bci zwei bcsteht das Pruhlcm, dass cs nicht f1ckticrbar ist, :tbeniurgrul~ seines
-,

~
sYllf:1klischl!n Krih:ricn
I ~ syntaktischcn Verhaltens (cs lcann in tIcr NP zwischcn Artilccl lind ~ubstall­
konlugierbar: deklinierbar salt~licdf~hig: [Link] tiv stehen lind ist lIIit antlcrcn Adjcktivcll kombinicrbar: die zltIei s~/'iiIlSICI1

/\
Verb I
Adverb sall~liedliihic Wudlt:lI/rlie sc/rvIIslclI zwei WudrclI) chcr als Adjclctiv [Link] is' . Damit

~
l . £3. IIOrlfogcn £3. oVCIl
2.
~llIIelt t:salJch den Farbadjektiven mSf7uncllila odcrucm Allerwcltsw rtsr.'per,
Jas skh inll\ler 'llchr von cillern Konflx [Link] cinem Adjektiv entwickcl l
genusfest: nicht sleill synlakt. sldll krinc Obwuhl ua s vurgcslclltc Systern fUr den linguistischcn Alltngs lebrnuch Prolrlcmfil
Subslonliv Rclilliollen synlakl. reclrt praktikabcl iSI, sollnicht vcrschwicgell weruen, class einigc Pro 'lcmf.;lle

7\
z. B. Pro{es· hrr Rl'iJllollrn hrr: von ihm niclrt crrasst werden kUllllen . J3cispiclc hicrfur sind U:lS Wo ~ oft, das
sorin A Portlld l . n. jo zw~r nkht deklillicrhar, ahn dafiir kOlllparinhar isl, oller die sog 11anntcn
INTE'l/EKTIONEN (lIclr!, o/r!) lImI SATZiiQutVALENTf. (Jrr., Drrnke.) _
/ \ (Vic isl jo scl,on.)
III tier oben zit icrlcn Defin it iOIl ues negrirrs Wortart ist von synt·: ctischen
komparicrbar: nlcht Kasusforue· VrrbilluIIIII: van Wurtern dic Ikdc. Damit ist gemcint, dass die Wort:lrt cincs Wort ' · nur an
I1djckliv komparierbar rung: [Link]~licu'!rnf
scinelll Icollkrctcn Vorkomlllcn in eincm Text bcstimmt werden I,hnn. Bei
Proposition Tril~ ,l llcn:
rnchrdclrligcn Worlcrn wiru das besonuers dcutlich. So lcann das W '\·t natUr­
"i"'" /\ 2. 1l. wcgen KOlljfJnklion
lid, Adj~ktiv und Advcrb scin, je n:lchucnl, in wclchcr Bcdelltung e !Ivorliegt
Z. [J. rmrl. weif Umgt:kchrt ist es so, dass ein Wort, sobngc sich scinc Bedclltung nk ~t andert,
salzgliedfahlg: n!cht immcr derselben Wortart angehort, unabhangig von seiner' synt ktischen
Pronomen satzglleufilhig: pUllktion. Das Wort scl/JIcll bleibt immer cin Adjektiv, :luch wenn . unflek­
[Link]. sie (und nieht licrlllnu in advcrbialer FlInklion in einem Satz. vorkolllmt, wci! es i gleicher
kombinicrbar) BedclIIlIng :llIch dcklinierb;lr ware. Bier gilt also das Kriteriulll d . I'OTEN­
Arfikr/ ZIEI. [Link] r-LEKTIEItIlAHKEI'I'.

z. O. dil!, rifle
W'
~YNTI\KTISUlt I\AI tbUt-:ltN UNU rUN" "UNtl~
TRADlTlONHlE SYNTAXANAlYSF.

WOIlarl BedcululIR Synlaktlsche Prololypischc Eigenschalt /lrt des


Funklion I(riteriums Synl~kli~. ~
Zweifcl,rallc dcr Dos isl eine ganl notiirliche Reoklion. AdJektiv .normal· FtlllKliOI1 L. '-11 1.I'}"l ",l ..
~orriJrtcJlzuordnu nc
Er hal gonl naliirlich reagier!.
-----
Subickl .... lsi mil w~r oder wos clfr~~lm (z. 0. Linguisrik isl sem~nlisch i pru'v·' · dl ~) i .5 c-.6~~....
ihrc

spallnend.) I Ei~cll<ch . , ( "-"'v l~~"1


s)
osclhslvl'ISI:tIIlJli (h
,
'I DI",chcl )- I :J.e:> ~
o
Noliirlich komme iclllU eurer Porty. Adverb
... lsi dJs, wnriibcr nt~n splldll (5.0.) pr~gmatlsch
/[h haf[e aUf deine schnelle RucHellr. Adjckllv .111 Kiirzc" ... [Link]~"slnscnLl (z. 0. fr gcM/ Sie gelten in form~1
Iell harre, doss du schnelllurUckkommsl. die Varlcsung.)
.... win! in der Regel Llurch einc NP im Nominaliv realisierl formal
Phrasen ills syntalclisehe Kategorien (S.D.)

Neben den Wortarten steUen aueh die Wortgruppen, die uns in KnpileJ 7.2 Pr5dikat ... 151 das Salzglied, dem kalegorial nur clnc Worlart. formal
Phrase und
Phrasenkopf und 7.3 begegnet sind und die wir mil Hilk der opcrationalen VEA-Tesls namlich ein Verb oder cin Vcrbalkomfllcx, entspricht
ermitteln konnen , syntaktisehe Kategorien d;lr. Eine solche Wortgruppe oder (z. 0. Die Gennonislik-SllIdenlin beanlmgt BA{aG.)
PHRASE besitzt einen PHRASENKOPI' (oder Kern), n;leh deren Worlart die .... bezeichnel eine ~uf das Sultjckt bezogene Handlung, semantisch
Phrase bezeiclmet wird, damit alls der 13ezeichnung sichlb;lr winl, lIlll wclchc einen Vorgang oder cinen Zusland (S.D .)
Art von Wortgruppe es sieh jeweils handel I: .... 1st durch Kongruenz auf das Sultjekl bezogen (5. 0.) morphologisch

Pradikativum .... Wird das rr~dikal mil elnem Kopulavcrb (sein, werden, syntaklisch
!(ategorie Abkiirzung Beispiel (Kern/Kopf in relldruck)
bleiben. schein en, heiflen) gebildet. steht es mil einem
Phr;1scnkl:.I ssen
Nominalphrase NP die grofle Demokratin subslanlivischen (z. 0. fr isl Lehrer.) oder adjekti·
Verbalphrase vr vlschcn (7. . 0. fr wllrde krank.) Pr~dibllvum.
rin Ouch lesen
(Sheng ~ellommcn slerrl auch leder vorrsl~ndiC" S"I! >­ Pr5dikJliva trelen nicht nur suhjeklbczogen (z. 0. fr syntaklisch
cine Vcrul1lf)hrll5C tJtH, wril t'f rin VeIl.! "Is Kern h;,l.) isl ei" Idiot.), sondern auch obleklbezogcn (z. 8. Sie
Pr5posilion~lphrase PP in der Mensa ner",1 ihn einen Idiolen') ~Ill.

Adjektivphrase /lP scllr schon Obiekl ~ lsi Ller Zielflllnkt des verlt~l~n Geschehcns (z. B. fr will sem~ntisch

Adverltphrase /ldvP ganloben die Klousur beslclren.)


.... Isllm K~sus durch d~s Vcrb (z. n. IrcITcn ./lkklls~liv) formal
oder durch d~s pliidik.,live I\diekliv ([Link]. (reu'" D~liv)
Syntaktisehe Funktionen
beslimml
Synlaklische Wortgruppen im Satz haben bestimmte Funlclionen. Die gralllmatilcthcore· ... Oas direklc Obickt sleht in der Regcl im Akkusativ, form~1
runklionen von
tisehe Diskussion urn jede einzelne dieser Funklionen ist reeht !complex das indirekte im D~tiv (z. B. Sic gibl rndl'cklihrem
Wortgruppen
und wird hier nieht dargestellt, weil es in dieser Einfiihrung darum gcht, auf Kommililonen) (dhckldas finfUI1rongsbucl1)
sehnellem Wege zu einern praxistaugliehen Analysesystem zu gclangen. fine luriick.).
hilfreiche [Link] der Diskussion verselliedencr SYNTAICTISCHElt rUN/(­
PrapDsl\ionalcs .... Bel pr;lposillonalen Oulcklen hangl die Priiposition form~1
T10NEN liefert Christa Durseheid, an deren Ausflihrungcn wir tillS hier eng
Oulckl vom Verb ~b (z. B. Er Ital s;ch IIichl um scincn Hund
anlehnen. Fur jedc Funktion bietet sie eine AuOistung prolotypischcr tvIcrk­
gekilmmert. Sie (almden nach dem frpresser.) und ist
male. Nimmt man das Priidikativulll (das Diirscheid delll Pr;idikal zurechncl)
nichl illisiauschbar.
als eigene Funlction hinzu, ergibt sieh das "US der Sehulgrarnrnalik weilgehend
.... Die rr~position tr~gl nlchls zur Gesamtbedeulung der semanlisch
bekannte Ensemble syntilktischer FunkLioncn, tiber das wir - um es in Erinllc­
PP bei und verru~t tibcr kelne Eigensemantik.
rung zu rufen - im Foigellden einen tabell<lrisehen Obcrblick geben:
,
ifRADITIONHLE SYNTAXANALYS[

r'dn,,,,,,n HUnp""" n nkhl n"h, 1'1",,;bd ;<t, nod, 'on ..Suli' '" 'In'" h"', Aclvcrbialsall: O~r Nrucn~all IIcselll dic Sielic cillcs
C0
z. D. Der Brief korn
fchlicHen wir uns hier v.d. EIsI/H;lUt:IJl1;J1l1l (1997: 27) ;Ill, die ill Anlchlll1l1g AdvC fUi~ls. wrilck, weil die
n Engel solche Rcstt: VOIl H;Juptsal:tt:n I-IAuPTSATZItESTE (HSIt) ncnnt:n. {FOrlse
Anscllf;{1 unvollsliind;g

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Was ieh niehl verslchen kann I i51 I dass der lIaupl5all aus ei"em Wvrl
besleM Allribulsall: Ocr Nruerrsallueselll dic Stclle cines
war.

Z. O. Hunde, die bellen,


H:ll1ptSlltUl!St
Allriirules. bcifien niehl.
formal : Pronominalsalz HSR formal: Konlunklionalsalz
funktlonal: Subjeklsalz funklioflal: Pr~tJikalivsall

\,\uch dicscs Vorgehcn lass! sich in dn [Link];Jr!igl's An;)lyscscl\t:/lIa rassclI :

Tei! SJlzvcrh51tnissc Paralaxc odN lIypolaxe, d. h. tlie Tel\s~llc slehl'n Irr l'lncm paralak· (/ !l
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ucstimmcn Iischen (nebenceordnrlen) odl'r Irypolaklisehen (un"~rgeufclflrlefl)
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Paralaxe (SaLzreihe):
Teilsalze bcslimmcn
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asyndellschN Teilsall: ohne Konlunklion vl'fkniJpll • ., i7 \., _ :;; - J '2. :;'3, - b'Lt .2 <;.c - G
Hypolaxe (Salzgefiige): Hauplsall und Nebcnsalle Idenlinllercn
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Tellsalze bcslimmen Nl'bensalze klassifizil'ren

4/' Nebensalze klassifizieren ... formal Verwendete und [Link] Literatur


iI•• : '
.... funklional
Dc Ocau!:ranue, Robert-Alain; Dresslcr, lioll. Mannhcim et al.: OUden]rla g •
~ inh~ltlieh (uei AcJvefbiJls;ilICfl) (1. O. kJUSJt, Irlllpor.,I. lokJl,
fin~l. konsckuliv, kOfllrssiv. kontJilionJI)
Wolf!:JfI!;' Ulrich (19!11): (i"mhrun!; III Oand to. 773-1066. I
die Tt!xtlinl:uislik. TiJbin!;t!n: Niemeyer. Glinz, Hans (1973): Die innere For des
formal Arbeilsfrage: Wie lsI tier NS eill~e1rilrl? D~lU gilll rs vlrr Mii~li(hkeilen: Dudcn (1998) - Gramrnatik der dcutschcfl Deulschcn : eine neue deulsche ram­
.... Pronominalsalz (dureh cin Pronomrn oder Pronomin~l~dvcfh clflgeleilct) GCl:cflwarlssprachc. Oeilrbcilcl von Pe­ malik. 6., durc\Jges. Aufl. Bcrn, IMiJn.
~ Uneingeleileler Nehensall ler Eisenuerg. 6., neu bearbeilcle Aun. c\Jen: Francke.
,... Nebensatzaquiv~lenl: Infinlllv· oder Parlilipialsalz Mannhcim cl al.: Dudenverlag. Van der Elst, Gaston; Habermann, ~echt­
~ Konlunklionalsall (durch cIne Konlunkllon elngeleilcl) Dlirscheld, Chrisla (200S): Synlax. Wiesba­ hild (1997): Synlaktische Analy . 6.,
funktional Arbelisfra~e: [3e sclll eln Neuensalz die Sielle cines den: Weslueuischcr Verlag. neu bCilrb. I\un. Erlangen, lena: , 1m &
Salzgliedes (Gllcds~ll) oder S~ll~liculei1s/"I1r1hules En!:!!I, Ulrich (1996): Dcutsche Grilmmo1tik. Enke .
... - ' .... . _ . ... ,
--(~liiiliuls~ll)?
. '
IIclrl elhcfr,: GIOOS. [Link], TIlo (I. V.l: lexikalischc Killet::f!1risic·

Subjrklsall: Ocr NelJens~lluesel11 tlie Sielle tics z. O. Wcr wogl, govionl.


G~lIf11"nn, Peler (2nos): Ocr [Link]: Duden. rlln!! - lOr Oynilmik mcnliller lcxil~il von
Die Gr;,rnm;,lik. tlrS!! . v. d. Duuf:fIIcd;,k­ Sprcchern ues Oculschell. .
Subjekles.

Objeklsolz: Ocr Neuensalz besc!ll die Slelle cines I. U. Sit' 11U//1. dasl a
Objekles. lUrUeUIlIIIIIII.

Priidikalivsafl: Oer Ncbcns~ll besclzl die Sielle cines z. O. Diese Wullllffng iS/,
Prildikalivums. was Ich schOll immrf
gesuc/lt hebe.

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