Entwickler/In Digitales Business: Bildungsplan
Entwickler/In Digitales Business: Bildungsplan
ENTWICKLER/IN
DIGITALES BUSINESS
mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
BILDUNGSPLAN
zur Verordnung des SBFI vom 28. Oktober 2022 über die berufliche Grundbildung für
ENTWICKLERIN / ENTWICKLER
DIGITALES BUSINESS
mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
Berufsnummer 69201
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung .......................................................................................................................................................... 4
2. Berufspädagogische Grundlagen ....................................................................................................................... 5
2.1 Einführung in die Handlungskompetenzorientierung ...................................................................................... 5
2.2 Überblick der vier Dimensionen einer Handlungskompetenz ......................................................................... 6
2.3 Taxonomiestufen für Leistungsziele (nach Bloom) .......................................................................................... 6
2.4 Zusammenarbeit der Lernorte ......................................................................................................................... 7
3. Qualifikationsprofil ........................................................................................................................................... 8
3.1 Berufsbild ......................................................................................................................................................... 8
3.2 Übersicht der Handlungskompetenzen ......................................................................................................... 10
3.3 Anforderungsniveau des Berufes ................................................................................................................... 10
4. Handlungskompetenzbereiche, Handlungskompetenzen und Leistungsziele je Lernort ...................................11
Handlungskompetenzbereich a: Begleiten von Projekten .......................................................................................... 11
Handlungskompetenzbereich b: Darstellen, Automatisieren und Optimieren von Geschäftsprozessen ................... 16
Handlungskompetenzbereich c: Analysieren von Daten ............................................................................................ 22
Handlungskompetenzbereich d: Kommunizieren von Ergebnissen ............................................................................ 27
Handlungskompetenzbereich e: Einführen von Lösungen im digitalen Umfeld ......................................................... 32
5. Übersicht über die Module im Unterricht an der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen ..............35
6. Erstellung und Inkrafttreten .............................................................................................................................36
Anhang 1: Verzeichnis der Instrumente zur Sicherstellung und Umsetzung der beruflichen Grundbildung sowie zur
Förderung der Qualität .............................................................................................................................................37
2
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
Abkürzungsverzeichnis
BAFU Bundesamt für Umwelt
BAG Bundesamt für Gesundheit
BBG Bundesgesetz über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz), 2004
BBV Verordnung über die Berufsbildung (Berufsbildungsverordnung), 2004
BiVo Verordnung über die berufliche Grundbildung (Bildungsverordnung)
EBA eidgenössisches Berufsattest
EFZ eidgenössisches Fähigkeitszeugnis
OdA Organisation der Arbeitswelt (Berufsverband)
SBFI Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
SBBK Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz
SDBB Schweiz. Dienstleistungszentrum Berufsbildung | Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung
SECO Staatssekretariat für Wirtschaft
Suva Schweiz. Unfallversicherungsanstalt
üK überbetrieblicher Kurs
3
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
1. Einleitung
Als Instrument zur Förderung der Qualität 1 der beruflichen Grundbildung für Entwickler/innen digitales Business mit
eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) beschreibt der Bildungsplan 2 die von den Lernenden bis zum Abschluss der
Qualifikation zu erwerbenden Handlungskompetenzen. Gleichzeitig unterstützt er die Berufsbildungsverantwortli-
chen in den Lehrbetrieben, Berufsfachschulen und überbetrieblichen Kursen bei der Planung und Durchführung der
Ausbildung.
Für die Lernenden stellt der Bildungsplan eine Orientierungshilfe während der Ausbildung dar.
4
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
2. Berufspädagogische Grundlagen
2.1 Einführung in die Handlungskompetenzorientierung
Der vorliegende Bildungsplan ist die berufspädagogische Grundlage der beruflichen Grundbildung Entwickler/in digi-
tales Business EFZ. Ziel der beruflichen Grundbildung ist die kompetente Bewältigung von berufstypischen Handlungs-
situationen. Damit dies gelingt, bauen die Lernenden im Laufe der Ausbildung die in diesem Bildungsplan beschriebe-
nen Handlungskompetenzen auf. Diese sind als Mindeststandards für die Ausbildung zu verstehen und definieren,
was in den Qualifikationsverfahren maximal geprüft werden darf. Der Bildungsplan konkretisiert die zu erwerbenden
Handlungskompetenzen. Diese werden in Form von Handlungskompetenzbereichen, Handlungskompetenzen und
Leistungszielen dargestellt.
Der Beruf Entwickler/in digitales Business EFZ umfasst 5 Handlungskompetenzbereiche. Diese umschreiben und be-
gründen die Handlungsfelder des Berufes und grenzen sie voneinander ab.
Damit sichergestellt ist, dass der Lehrbetrieb, die Berufsfachschule sowie die überbetrieblichen Kurse ihren entspre-
chenden Beitrag zur Entwicklung der jeweiligen Handlungskompetenz leisten, werden die Handlungskompetenzen
durch Leistungsziele je Lernort konkretisiert. Der Unterricht in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen
Kursen wird durch die Module von ICT-Berufsbildung Schweiz organisiert. Diese sind im ICT Modulbaukasten unter
[Link] abrufbar. Für jedes Modul sind Handlungsziele und handlungsnotwendige Kennt-
nisse definiert. Mit Blick auf eine optimale Lernortkooperation sind die Leistungsziele und Module untereinander ab-
gestimmt.
5
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
Entwickler/innen digitales Business EFZ reflektieren ihr Denken und Handeln ei-
genverantwortlich. Sie sind bezüglich Veränderungen flexibel, lernen aus den
Grenzen der Belastbarkeit und entwickeln ihre Persönlichkeit weiter. Sie sind leis-
tungsbereit, zeichnen sich durch ihre gute Arbeitshaltung aus und bilden sich le-
benslang weiter.
6
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
Der spezifische Beitrag der Lernorte kann wie folgt zusammengefasst werden:
• Der Lehrbetrieb; im dualen System findet die Bildung in beruflicher Praxis im Lehrbetrieb, im Lehrbetriebs-
verbund, in Lehrwerkstätten, in Handelsmittelschulen oder in anderen zu diesem Zweck anerkannten Institu-
tionen statt, wo den Lernenden die praktischen Fertigkeiten des Berufs vermittelt werden.
• Die Berufsfachschule; sie vermittelt die schulische Bildung, welche aus dem Unterricht in den Berufskennt-
nissen, der Allgemeinbildung und dem Sport besteht.
• Die überbetrieblichen Kurse; sie dienen der Vermittlung und dem Erwerb grundlegender Fertigkeiten und
ergänzen die Bildung in beruflicher Praxis und die schulische Bildung, wo die zu erlernende Berufstätigkeit
dies erfordert.
Eine erfolgreiche Umsetzung der Lernortkooperation wird durch die entsprechenden Instrumente zur Förderung der
Qualität der beruflichen Grundbildung (siehe Anhang) unterstützt.
7
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
3. Qualifikationsprofil
Das Qualifikationsprofil beschreibt das Berufsbild sowie die zu erwerbenden Handlungskompetenzen und das Anfor-
derungsniveau des Berufes. Es zeigt auf, über welche Qualifikationen Entwickler/innen digitales Business EFZ verfü-
gen müssen, um den Beruf auf dem erforderlichen Niveau kompetent auszuüben.
Neben der Beschreibung der Handlungskompetenzen dient das Qualifikationsprofil auch als Grundlage für die Ausge-
staltung der Qualifikationsverfahren. Darüber hinaus unterstützt es die Einstufung des Berufsbildungsabschlusses im
nationalen Qualifikationsrahmen Berufsbildung (NQR Berufsbildung) bei der Erarbeitung der Zeugniserläuterung.
3.1 Berufsbild
Entwickler/innen digitales Business EFZ unterstützen die digitale Entwicklung, Transformation und Innovation von
Unternehmen oder Geschäftsbereichen. Sie analysieren Fragestellungen im digitalen Geschäftsalltag und optimieren
darauf basierend Prozesse sowie Produkte. Sie nutzen Daten zur Optimierung von Abläufen sowie zur Ergänzung von
Geschäftsmodellen. Entwickler/innen digitales Business EFZ agieren an der Schnittstelle von Mensch, Wirtschaft und
Technik. Sie begleiten Projekte über etliche Schritte hinweg und übernehmen die Kommunikation zwischen Fachspe-
zialistinnen oder -spezialisten, Entscheidungstragenden und anderen Anspruchsgruppen.
Arbeitsgebiet
Entwickler/innen digitales Business EFZ betätigen sich in Betrieben über alle Branchen hinweg, welche digitale Ge-
schäftsmodelle bereits nutzen oder einführen möchten. Sie arbeiten als Projektmitarbeitende in klassischen oder agi-
len Organisationen innerhalb von unterschiedlichsten Bereichen und Handlungsfeldern eines Unternehmens (z.B. IT,
Change Management, Customer Experience, Supply Chain Management, QS, Finanzen/Controlling, HR, Prozessma-
nagement, Marketing oder Stabstellen).
Entwickler/innen digitales Business EFZ nehmen eine wichtige Schnittstellenfunktion in Organisationen ein. Sie beglei-
ten Prozesse, unterstützen Spezialistinnen oder Spezialisten, übernehmen die Verantwortung für Teilaufträge und
leiten einfache Projekte selbstständig. Sie agieren in einem ständigen Austausch mit verschiedensten Anspruchsgrup-
pen und koordinieren anspruchsvolle Arbeitsschritte oder gewichtige Entscheidungen in Absprache mit dem Team.
Der Berufsalltag von Entwickler/innen digitales Business EFZ befindet sich an der Schnittstelle von Mensch, Wirtschaft
und Technik. Sie sind an der Entwicklung von digitalen Lösungen beteiligt und bilden eine Brücke zwischen Nicht-
Fachpersonen und technischen Fachspezialistinnen und -spezialisten.
Wichtigste Handlungskompetenzen
Das Kerngebiet von Entwickler/innen digitales Business EFZ sind Geschäftsprozesse aller Art (z.B. Buchungs-, Logistik-
oder Zahlungsabläufe), die damit einhergehenden Daten (z.B. Einkaufsdaten, Besucher- und Verkaufszahlen oder La-
gerbestandsdaten, Benutzer- und Nutzungsdaten von digitalen Tools, Marktkennzahlen) sowie deren Verwendung
und Darstellung.
Entwickler/innen digitales Business EFZ begleiten die Entwicklung von digitalen Prozessen im beruflichen Alltag und
unterstützen unterschiedliche Fachspezialistinnen und -spezialisten in der Arbeit an einzelnen Schritten. Dies umfasst
eine Breite an Tätigkeiten: Einerseits erfassen sie Geschäftsprozesse. Das heisst, sie untersuchen Abläufe und potenzi-
elle Schwachstellen, beschreiben diese, stellen sie dar, vergleichen sie mit Kundenerlebnissen und modellieren sie mit
standardisierten Notationssprachen. Andererseits sind sie an der Optimierung und Koordination von Prozessen betei-
ligt. Unter anderem evaluieren sie im Team Optimierungsmöglichkeiten, Zielkriterien sowie Massnahmen, koordinie-
ren die Umsetzung von anspruchsvollen Automatisierungen mit Spezialistinnen oder Spezialisten und überprüfen Ge-
schäftsprozesse auf Einhaltung der Anforderungen. Schliesslich automatisieren sie einfache Prozesse auch eigenstän-
dig und implementieren diese anhand von Vorgaben.
Die Bearbeitung von Geschäftsdaten sowie weiteren Daten oder Kennzahlen sind unmittelbar mit der Analyse von
Geschäftsprozessen verknüpft. Entwickler/innen digitales Business EFZ definieren benötigte Daten und deren Quel-
len, sammeln und erheben diese, strukturieren Daten und fügen sie in Modelle ein, bereinigen Datensätze und erstel-
len Auswertungen.
In ihrem beruflichen Alltag handeln Entwickler/innen digitales Business EFZ in einem breiten Netzwerk von An-
spruchsgruppen. Sie analysieren die Bedürfnisse von betroffenen Personen sowie Organisationen, planen und über-
wachen Projekte und organisieren Meetings und Workshops. Zusätzlich sind Entwickler/innen digitales Business EFZ
8
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
versiert in der zielgruppengerechten Kommunikation von Projekten, Ergebnissen, Massnahmen oder Lösungen. Unter
anderem entwickeln sie visuelle Darstellungen, präsentieren Vorschläge und befähigen Benutzerinnen und Benutzer
im Umgang mit neuen Lösungen.
Berufsausübung
Entwickler/innen digitales Business EFZ legen den Fokus ihrer Handlungen auf das digitale Entwicklungspotenzial ei-
nes Vorhabens. Sie verfügen über eine grosse Affinität zu digitalen Werkzeugen und Produkten, verfolgen Innovatio-
nen und Trends und eignen sich laufend neues Wissen an. Um bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln sind sie in der
Lage, sich rasch in unterschiedlichste Geschäftsbereiche einzudenken. Sie haben eine gute Übersicht über die jeweili-
gen Abläufe und setzen unterschiedliche Schritte zueinander in Beziehung. Mit ihrem tiefen Verständnis fürs «Busi-
ness» wie auch für technologische Möglichkeiten geben sie wichtige Impulse für die Optimierung. Sie denken proaktiv
mit, machen auf Schwachstellen oder vergessene Inhalte aufmerksam und stellen sicher, dass relevante Informatio-
nen weitergegeben werden.
Im Umgang mit Daten setzen Entwickler/innen digitales Business EFZ ihr analytisches Denken und ihr Zahlenflair ein.
Sie arbeiten sorgfältig und genau und berücksichtigen die betrieblichen Vorgaben zum Qualitätsmanagement. Sie sind
sich der Bedeutung von Big Data in der modernen Arbeitswelt bewusst und gehen mit Datenquellen sowie Daten-
schutzbestimmungen professionell um.
Entwickler/innen digitales Business EFZ kommunizieren selbstbewusst, vernetzend und zielführend. Sie stehen lau-
fend im Austausch mit verschiedenen Anspruchsgruppen, welche jeweils über unterschiedliche Bedürfnisse, Perspek-
tiven und ein anderes Grundwissen verfügen. Sie nutzen ihr Repertoire an Methoden und Strategien, um auf Bedürf-
nisse einzugehen, Zusammenhänge zu visualisieren und Ergebnisse zielgruppengerecht darzustellen. Ihre Kommuni-
kation in der Interaktion mit verschiedenen Personen oder Gruppen passen sie situationsspezifisch an.
Entwickler/innen digitales Business EFZ arbeiten oftmals in einem Umfeld, welches innovative Lernkulturen, Entwick-
lungsmethoden und Organisationsformen fördert und lebt. Ihre Handlungen zeichnen sich durch ein entsprechendes
Mindset aus: Sie sind neugierig, zeigen sich offen gegenüber Veränderungen, experimentieren gerne mit kreativen
Methoden und fördern dadurch eine zukunftsorientierte Unternehmenskultur. Sie hinterfragen etablierte Handlungs-
muster und finden sich auch in komplexen und dynamischen Umgebungen gut zurecht.
Entwickler/innen digitales Business EFZ stellen in ihrer täglichen Arbeit die Verbindung des Menschen mit der Wirt-
schaft und der Technik sicher. Sie erarbeiten Lösungen, welche den Bedürfnissen und Ansprüchen verschiedenster
Nutzerinnen und Nutzern gerecht werden. Damit fördern sie auch Interaktion und Zusammenarbeit in der modernen
und fluiden Arbeitswelt.
In ihrem Arbeitsalltag tragen Entwickler/innen digitales Business EFZ zur ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen
Nachhaltigkeit bei. Sie beziehen die Energie- und Ressourceneffizienz bei der Prozessgestaltung und -optimierung sys-
tematisch mit ein.
Entwickler/innen digitales Business EFZ stehen mit unterschiedlichsten Anspruchsgruppen in Kontakt. Sie sind sich
der Vielfalt und Diversität der beteiligten Personen bewusst und tragen aktiv zu einer offenen Unternehmenskultur
bei.
Allgemeinbildung
Die Allgemeinbildung beinhaltet grundlegende Kompetenzen zur Orientierung im persönlichen Lebenskontext und in
der Gesellschaft sowie zur Bewältigung von privaten und beruflichen Herausforderungen.
9
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
10
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
a1.1 Sie ermitteln die Ausgangslage (Problem Statement) aufgrund von vorliegenden Anfor- 278 Den Markt analysieren und stra-
derungen und beschreiben diese sachlich und nachvollziehbar (wann, wer, zu welchem tegische Ziele ableiten (Wahlpflicht)
Zeitpunkt tritt ein Problem auf?). (K4) 331 Aufträge methodenunterstützt
a1.2 Sie verifizieren die definierte Ausgangslage (Problem Statement) mit den Anforde- ausführen
rungsstellenden und weiteren relevanten Stakeholdern. (K3) 332 Angebote evaluieren (Wahlpflicht)
a1.3 Sie definieren Akzeptanzkriterien und Leistungsumfänge mit den Anforderungsstellen-
den. (K4)
a1.4 Sie legen mit dem Team qualitativ und quantitativ messbare Erfolgskriterien fest. (K4)
a1.5 Sie erstellen eine Schätzung der notwendigen Investitionen (z.B. anhand von Ver-
gleichsanforderungen, Erfahrungen). (K3)
11
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
a2.1 Sie sammeln erste Ideen (z.B. mittels Brainstormings) und versetzen sich dafür bewusst 336 Projekte mit traditionellem Pro- 338 Lösungen kreativ und innovativ
in unterschiedliche Perspektiven. (K3) jektmanagement umsetzen entwickeln (Wahlpflicht)
a2.2 Sie visualisieren mögliche fachliche Lösungen mit geeigneten Hilfsmitteln (z.B. digitales 394 Digitale Transformation unter-
Whiteboard, Post-it, Zeichnung, Mockup, Prototypen). (K3) suchen (Wahlpflicht)
a2.3 Sie planen iterativ kleine Experimente im realen Umfeld und führen diese durch, um 395 Ideen und Szenarien für digi-
rasch Rückmeldungen zu sammeln und Optimierungen abzuleiten (z.B. Usability Tes- tale Geschäftsmodelle evaluie-
ting, AB-Testing). (K3) ren (Wahlpflicht)
a2.4 Sie bewerten mit dem Team fachliche Lösungen mittels Akzeptanzkriterien und geeig-
neten Methoden (z.B. Kundenfeedback) unter Berücksichtigung der technologischen
und wirtschaftlichen Machbarkeit, der ökologischen Auswirkungen sowie der personel-
len Verfügbarkeit. (K4)
a2.5 Sie bestimmen im Team die fachliche Lösungsvariante anhand von geeigneten Ent-
scheidungs-Methoden (z.B. Entscheidungsmatrix, WSJF). (K4)
Handlungskompetenz a3: Projektplanung von digitalen Business-Projekten entsprechend dem gewählten Vorgehensmodell anpassen
Entwickler/innen digitales Business EFZ wählen den Projektzielen und -anforderungen entsprechende Vorgehensmodelle aus (z.B. Wasserfall, Scrum, Kanban, SAFe). Der Entscheid
wird gemeinsam im Team gefällt:
Sie analysieren die gegebenen Konditionen und Parameter eines Projekts (z.B. Teamstruktur, Dynamik der Anforderungen, Entwicklungsstruktur, Teamgrösse). Anschliessend er-
stellen sie eine Abwägung zwischen plangetriebenen und agilen (iterativen, inkrementellen) Vorgehensmodellen und entscheiden sich im Team für eine Variante. Sie zeigen sich
offen und flexibel in Bezug auf die Wahl des geeigneten Modells. Bei Bedarf passen sie das Modell projektspezifisch an.
12
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
a3.1 Sie analysieren vom Auftraggebenden vorgegebene Konditionen und Parameter. (K4) 134 Projektentwicklung mit agilen
Methoden ermöglichen
a3.2 Sie wägen Vor- und Nachteile von verschiedenen plangetriebenen resp. agilen (iterati-
ven, inkrementellen) Vorgehensmodellen in Bezug auf Projekte ab und wählen im 213 Teamverhalten entwickeln
Team passende Modelle. (K4)
224 Mit digitalen Kollaborati-
a3.3 Sie passen Vorgehensmodelle projektspezifisch an (Process-Tailoring). (K3) onstools arbeiten (Wahlpflicht)
337 Agiles Vorgehen im traditionel-
len Projektumfeld ermöglichen
(Wahlpflicht)
Handlungskompetenz a4: Einfache Projekte und deren Aufgaben im Bereich digitales Business planen
Entwickler/innen digitales Business EFZ planen einfache Projekte sowie Aufgaben gemäss gewähltem Vorgehensmodell:
Um grössere Aufgaben greifbar zu machen, unterteilen sie diese in kleinere, besser einschätzbare Tätigkeiten. Sie kategorisieren die Aktivitäten anhand von Typ, Aufwand und Dauer
und schätzen deren Komplexitätsgrad ab. Weiter klären sie, inwiefern die Tätigkeiten sequenziell (in einer spezifischen Abfolge) voneinander abhängig sind und bestimmen eine
zeitliche Reihenfolge. Zum Schluss gruppieren sie die Aktivitäten in Bündel und priorisieren diese, um Zwischenziele effektiv und im zeitlichen Rahmen zu erreichen. Sie arbeiten
dabei strukturiert und gehen systematisch vor.
a4.1 Sie teilen Gesamtaufgaben in kleinere, besser einschätzbare und einer Ressource zu- 134 Projektentwicklung mit agilen
teilbare Aktivitäten auf (z.B. anhand Story-Map und SMART oder INVEST Methode). Methoden ermöglichen
(K3)
224 Mit digitalen Kollaborati-
a4.2 Sie identifizieren Aktivitäten nach Typ, Aufwand oder Dauer. (K4) onstools arbeiten (Wahlpflicht)
a4.3 Sie schätzen Aufwand, Dauer und Komplexitätsgrad von Aktivitäten ab. (K4) 332 Angebote evaluieren (Wahlpflicht)
a4.4 Sie klären sequenzielle Abhängigkeiten von Aktivitäten und definieren zeitliche Reihen- 333 Projektumsetzung mit Methoden
folgen. (K4) unterstützen
a4.5 Sie gruppieren und priorisieren Aktivitäten zur Erreichung von Zwischenzielen anhand 337 Agiles Vorgehen im traditionel-
zeitlicher oder funktioneller Vorgaben. (K3) len Projektumfeld ermöglichen
(Wahlpflicht)
13
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
Handlungskompetenz a5: Fortschritt von Projekten im Bereich digitales Business überprüfen und festhalten
Entwickler/innen digitales Business EFZ überprüfen laufend den Fortschritt von Projekten oder ihrer Aufgaben darin und halten diesen gemäss projektspezifischem Vorgehensmodell
fest:
Sie bewerten den aktuellen Stand der ihnen zugewiesenen Aufträge. Anschliessend sammeln sie alle Bewertungen, kategorisieren und priorisieren diese und erarbeiten falls nötig
Vorschläge für Korrekturmassnahmen. Schliesslich halten sie den Fortschritt schriftlich sowie visuell fest und definieren zusammen mit den Entscheidungsträgern das weitere Vor-
gehen.
a5.1 Sie bringen Bewertungen zum aktuellen Stand der ihnen zugewiesenen Aufträge ein 224 Mit digitalen Kollaborati-
(persönlich oder über ein Tool). (K3) onstools arbeiten (Wahlpflicht)
a5.2 Sie kategorisieren und priorisieren gesammelte Bewertungen. (K4) 333 Projektumsetzung mit Methoden
unterstützen
a5.3 Sie konsolidieren Bewertungen und erarbeiten ggf. Vorschläge für Korrekturmassnah-
men. (K5) 337 Agiles Vorgehen im traditionel-
len Projektumfeld ermöglichen
a5.4 Sie halten Fortschritte gemäss projektspezifischem Vorgehensmodell schriftlich fest
(Wahlpflicht)
und stellen diese visuell dar. (K3)
a5.5 Sie definieren in Absprache mit Entscheidungsträgern das weitere Vorgehen. (K3)
Handlungskompetenz a6: Erfolg und Wirkung von Geschäftslösungen überprüfen und bei Bedarf Optimierungsmassnahmen einleiten
Entwickler/innen digitales Business EFZ überprüfen Erfolg und Wirkung eines Projekts und leiten aufgrund der Ergebnisse Massnahmen für die Optimierung von eingeführten Lösun-
gen ein:
Sie bewerten den Erfolg eines Projekts, indem sie den Output der eingeführten Lösung mit den investierten Ressourcen (Input) vergleichen. Die Ergebnisse dokumentieren sie in
geeigneter Form. Zusätzlich überprüfen sie die Wirkung der umgesetzten Lösung anhand der zu Projektbeginn definierten Erfolgskriterien. Schliesslich halten sie die wichtigsten
Erkenntnisse als Konklusion fest und leiten korrektive Massnahmen als Empfehlungen ab. Sie gehen analytisch vor und sind auch bereit, die eigene Leistung kritisch zu beurteilen.
Sie leben damit eine aktive und offene Fehlerkultur.
a6.1 Sie bewerten ein Projekt im Team mittels einer Analyse von Input (z.B. investierte Res- 333 Projektumsetzung mit Methoden
sourcen, Effektivität der investierten Ressourcen) und Output (z.B. Umfang des Pro- unterstützen
dukts, Verhältnis von Ressourcen, Leistungen und Wirkungen, Qualität der Leistungen).
(K4)
14
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
a6.2 Sie dokumentieren die Ergebnisse der Projektanalyse in geeigneter Form (z.B. Bericht, 337 Agiles Vorgehen im traditionel-
Online-Kollaborationsplattform) nachvollziehbar und übersichtlich. (K3) len Projektumfeld ermöglichen
(Wahlpflicht)
a6.3 Sie prüfen den Erfolg sowie die Wirkung einer eingeführten Lösung anhand der zu Be-
ginn definierten qualitativen und quantitativen Erfolgskriterien (z.B. Businesserfolg, 339 Innovatives Projektmanagement
ökologische Faktoren, Nutzung von Systemen). (K4) ermöglichen
a6.4 Sie halten im Team die wichtigen Erkenntnisse als Schlussfolgerung fest und leiten dar-
aus Empfehlungen und Optimierungen ab. (K4)
a6.5 Sie kommunizieren das Resultat sowie die Empfehlungen überzeugend. (K3)
a6.6 Sie beurteilen ihre eigene Leistung kritisch in Bezug auf den erreichten Erfolg. (K3)
15
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
b1.1 Sie verschaffen sich einen Überblick über Prozesse, indem sie relevante Parameter und 224 Mit digitalen Kollaborationstools 348 Geschäftsprozesse erfassen,
Faktoren (z.B. Auftrag, Zielgruppe, Kontext, involvierte Akteure, Schnittstellen, Zeit- arbeiten (Wahlpflicht) modellieren und kritische
fenster, Durchlaufzeit) bestimmen. (K4) Punkte ermitteln
230 Geschäftsprozesse nach Grunds-
b1.2 Sie befragen Akteure zielgerichtet und aufmerksam und versetzen sich dadurch in eine ätzen des Prozessmanagements 394 Digitale Transformation unter-
konkrete Situation hinein. (K3) modellieren suchen (Wahlpflicht)
b1.3 Sie strukturieren Informationen anhand von sinnvoll definierten Kategorien (z.B. 254 Geschäftsprozesse im eigenen 395 Ideen und Szenarien für digi-
Durchlaufzeiten, Arbeitskosten, Energie- und Materialeinsatz, Abfallaufkommen). (K4) Berufsumfeld beschreiben tale Geschäftsmodelle evaluie-
ren (Wahlpflicht)
b1.4 Sie dokumentieren Prozesse präzise und nachvollziehbar, sowohl als Beschreibung wie 396 Geschäftsmodelle entwerfen
auch visuell. (K3) (Wahlpflicht)
b1.5 Sie besprechen Geschäftsprozesse im Team oder mit externen Personen und holen ge-
zielt Rückmeldungen ein. (K3)
16
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
b2.1 Sie analysieren die einzelnen Schritte von Geschäftsprozessen und ordnen diese den 254 Geschäftsprozesse im eigenen 348 Geschäftsprozesse erfassen,
entsprechenden Notationselementen zu. (K4) Berufsumfeld beschreiben modellieren und kritische
Punkte ermitteln
b2.2 Sie modellieren Geschäftsprozesse in einer geeigneten Notationssprache und mit dem 349 Geschäftsprozesse optimieren
entsprechenden Tool. (K3)
b2.3 Sie erstellen verständliche Beschreibungen und Visualisierungen von modellierten Ge-
schäftsprozessen. (K3)
b3.1 Sie klären grundlegende Fragen ab (z.B. Wer ist die Kundin / der Kunde? Welches sind 224 Mit digitalen Kollaborationstools 348 Geschäftsprozesse erfassen,
die Erwartungen? Welchen Nutzen wünscht sich die Kundin / der Kunde?). (K3) arbeiten (Wahlpflicht) modellieren und kritische
Punkte ermitteln
b3.2 Sie analysieren bestehende Kundenerlebnisse (Service Design, End to End Betrachtung) 349 Geschäftsprozesse optimieren
umfassend und mit geeigneten Methoden (z.B. Customer Journey, Kundentypologien,
367 Anforderungen an die Automati-
Personas). (K4)
sierung von Geschäftsprozessen
b3.3 Sie stellen Kundenerlebnisse nachvollziehbar dar (z.B. auf Whiteboard, PowerPoint, mit definieren und überprüfen
visuellen Tools). (K3)
b3.4 Sie holen sich gezielte Rückmeldungen von Beteiligten anhand von Interviews oder
Umfragen ein. (K3)
b3.5 Sie vergleichen die gewünschten mit den tatsächlichen Kundenerlebnissen im Ge-
schäftsprozess und identifizieren Unterschiede. (K4)
b3.6 Sie halten Ergebnisse fest und kommunizieren diese im Team sowie mit Auftraggeben-
den. (K3)
17
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
b4.1 Sie identifizieren kritische Punkte (Pain-Points, wie z.B. Abhängigkeiten, Ineffizienzen, 168 Geschäftsprozesse mit ICT-Mit-
Risiken, Chancen) anhand von Interviews oder Dokumentations-Analysen in Geschäfts- teln unterstützen
prozessen. (K5)
224 Mit digitalen Kollaborati-
b4.2 Sie beschreiben kritische Punkte und halten diese als Beschreibung sowie visuell fest. onstools arbeiten (Wahlpflicht)
(K3)
349 Geschäftsprozesse optimieren
b4.3 Sie begründen, weshalb kritische Punkte im Kontext eines Geschäftsprozesses als sol-
367 Anforderungen an die Automati-
che analysiert wurden. (K3)
sierung von Geschäftsprozessen
b4.4 Sie sprechen sich mit Auftraggebenden ab als Grundlage für weitere Schritte oder Opti- definieren und überprüfen
mierungen. (K3)
Handlungskompetenz b5: Lösungs- und Optimierungsmöglichkeiten für Geschäftsprozesse im Team entwickeln und festlegen
Entwickler/innen digitales Business EFZ entwickeln im Team Lösungs- und Optimierungsmöglichkeiten für vorgängig analysierte Geschäftsprozesse (z.B. in Bezug auf die Automati-
sierung, die effiziente Gestaltung oder die Umsetzung von Wertschöpfungspotenzialen):
Sie tragen alle relevanten Grundlagen und Dokumentationen zusammen und bereiten diese für das Team auf. Anhand von Brainstorming-Sessions sammeln sie im Team verschie-
dene Optionen für die Optimierung von Geschäftsprozessen. Dazu sind sie in der Lage, andere Perspektiven einzunehmen. Anschliessend entwickeln sie Kriterien zur Bewertung
und prüfen diese im Team. Sie bewerten die verschiedenen Lösungsvarianten und ermöglichen dadurch eine fundierte Entscheidung. Aufbauend leiten sie konkrete und sinnvoll
begründete Massnahmen ab, welche sie den Auftraggebenden als Lösungspaket vorlegen können. Um wertgenerierende Lösungen zu finden, hinterfragen sie Bestehendes kritisch.
Sie berücksichtigen ausserdem Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit, wie etwa den Ressourcenverbrauch oder die Energieeffizienz von Prozessen.
18
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
b5.1 Sie bereiten verfügbare und relevante Grundlagen für die weitere Verwendung gründ- 168 Geschäftsprozesse mit ICT-Mit- 368 Lösungsmöglichkeiten für Kun-
lich auf. (K3) teln unterstützen denerlebnisse erarbeiten
b5.2 Sie sammeln im Team Ideen und Optionen (z.B. in Brainstorming-Sessions) zur Optimie- 213 Teamverhalten entwickeln 394 Digitale Transformation unter-
rung von Geschäftsprozessen. Dabei hinterfragen sie etablierte Handlungsmuster und suchen (Wahlpflicht)
224 Mit digitalen Kollaborati-
achten auf Nachhaltigkeit (z.B. Ressourceneffizienz, Energieverbrauch von Prozessen).
onstools arbeiten (Wahlpflicht) 395 Ideen und Szenarien für digi-
(K3)
tale Geschäftsmodelle evaluie-
349 Geschäftsprozesse optimieren
b5.3 Sie ermitteln Vereinfachungs- und Automatisierungsmöglichkeiten und deren Voraus- ren (Wahlpflicht)
setzungen. (K5) 367 Anforderungen an die Automati-
sierung von Geschäftsprozessen
b5.4 Sie entwickeln aussagekräftige Kriterien zur Bewertung von Lösungsmöglichkeiten und
definieren und überprüfen
prüfen diese im Team. (K4)
b5.5 Sie bewerten im Team die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten anhand der definier-
ten Kriterien. (K3)
b5.6 Sie leiten Massnahmen zur Überprüfung der Wirksamkeit der priorisierten Lösungsop-
tionen ab (z.B. Prototyping, Minimum Viable Product, Pilotbetrieb) und formulieren
diese mitsamt schlüssiger Begründung. (K5)
b6.1 Sie erstellen anhand von kritischen Punkten (Pain Points) und entsprechenden Lö- 168 Geschäftsprozesse mit ICT-Mit- 248 ICT-Lösungen mit aktuellen
sungsvarianten Umsetzungspläne für die Automatisierung von Geschäftsprozessen. teln unterstützen Technologien realisieren
(K5) (Wahlpflicht)
19
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
b6.2 Sie vergleichen die verfügbaren Plattformen und Technologien anhand von sinnvollen 367 Anforderungen an die Automati- 325 Prozesse mit einer Program-
Bewertungskriterien und bestimmen geeignete Optionen. (K4) sierung von Geschäftsprozessen miersprache automatisieren
definieren und überprüfen
b6.3 Sie setzen Automatisierungen mit passenden ("no code" oder "low code") Instrumen-
ten um. (K3)
b6.4 Sie prüfen umgesetzte Automatisierungen und nehmen bei Bedarf Anpassungen vor.
(K3)
b7.1 Sie definieren die Anforderungen an Automatisierungsaufträge nachvollziehbar. (K4) 224 Mit digitalen Kollaborati- 248 ICT-Lösungen mit aktuellen
onstools arbeiten (Wahlpflicht) Technologien realisieren
b7.2 Sie ermitteln anhand der definierten Anforderungen mögliche interne oder externe
(Wahlpflicht)
Spezialistinnen oder Spezialisten für die Umsetzung von Aufträgen. (K4) 367 Anforderungen an die Automati-
sierung von Geschäftsprozessen
b7.3 Sie erteilen Aufträge an Spezialistinnen oder Spezialisten, betreuen deren Ausführung,
definieren und überprüfen
validieren laufend den Fortschritt und dokumentieren das Resultat der Validierung.
(K3)
b7.4 Sie prüfen den finalen automatisierten Gesamtprozess und stellen sicher, dass dieser
einwandfrei funktioniert. (K3)
20
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
Sie identifizieren die zu prüfende Situation von automatisierten Geschäftsprozessen. Das heisst, sie ermitteln konkrete Anwendungsfälle, die einer Prüfung unterzogen werden
müssen, um zu bestimmen, ob die Anforderungen eingehalten wurden. Anschliessend führen sie die Prüfung durch und dokumentieren die Resultate. Falls Probleme auftreten oder
sich Optimierungen aufdrängen, definieren sie Massnahmen zur Problembehebung und führen diese wenn möglich selbstständig aus. Entwickler/innen digitales Business EFZ zeich-
nen sich dabei durch ihre Gründlichkeit und ihr Qualitätsbewusstsein aus. Sobald alle Probleme behoben sind und der Prozess einwandfrei funktioniert, koordinieren sie die Sys-
temabnahme mit den Auftraggebenden.
b8.1 Sie identifizieren anhand der Anforderungen die zu prüfenden Anwendungsfälle in au- 367 Anforderungen an die Automati-
tomatisierten Geschäftsprozessen. (K4) sierung von Geschäftsprozessen
definieren und überprüfen
b8.2 Sie prüfen das anforderungskonforme Verhalten von automatisierten Geschäftsprozes-
sen anhand der identifizierten Anwendungsfälle. (K3)
b8.3 Sie dokumentieren Prüfresultate nachvollziehbar. (K3)
b8.4 Sie definieren Massnahmen zur Fehlerbehebung oder Optimierung. (K4)
b8.5 Sie koordinieren die Abnahme von automatisierten Geschäftsprozessen mit den Auf-
traggebenden. (K3)
21
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
Handlungskompetenz c1: Daten für einen Analyseauftrag im Team definieren und das Vorgehen für die Datenerhebung erarbeiten
Entwickler/innen digitales Business EFZ identifizieren relevante Daten für Analysen und ermitteln, wie diese erhoben werden können. Dabei kann es sich sowohl um Geschäftsdaten
(z.B. Einkaufsdaten, Besucher- und Verkaufszahlen, Lagerbestandsdaten, Benutzer- und Nutzungsdaten) wie auch um andere Daten oder Kennzahlen handeln (z.B. Marktkennzahlen):
Sie setzen sich mit der vorliegenden Problem- und Fragestellung von Analyseaufträgen auseinander und besprechen Unklarheiten im Team. Dabei schaffen sie sich ein Verständnis
der Bedürfnisse und Intentionen der Kundinnen und Kunden und ordnen die Erkenntnisse in einem Gesamtkontext ein. Um die Analyse am Schluss aussagekräftig zu bewerten,
definieren sie messbare Ziele oder Kriterien. Anschliessend bestimmen sie relevante Daten und deren mögliche Quellen (woher erhalten wir die Daten? Wie können sie erhoben
werden?). Zusätzlich ermitteln sie allfällige Kosten von Erhebungen, entwickeln passende Methoden und bestimmen den qualitativen Soll-Zustand der Daten. Unter Berücksichtigung
der rechtlichen Rahmenbedingungen definieren sie die Anforderungen an den Datenschutz. Die Ergebnisse, d.h. die definierten Daten, Methoden und Anforderungen kommunizie-
ren sie im Team und lassen diese validieren. Sie gehen auf Rückmeldungen ein und können diese gewinnbringend zur Verbesserung der eigenen Arbeit nutzen.
c1.1 Sie erfassen die Problem- und Fragestellungen von Aufträgen und besprechen Unklar- 164 Datenbanken erstellen und Da-
heiten mit dem Team. (K3) ten einfügen (Wahlpflicht)
c1.2 Sie ermitteln und definieren dem Auftrag entsprechende messbare sowie aussagekräf- 224 Mit digitalen Kollaborati-
tige Ziele für die Analyse von Daten. (K4) onstools arbeiten (Wahlpflicht)
c1.3 Sie identifizieren relevante Daten, die benötigte Qualität und mögliche Quellen. (K4) 278 Den Markt analysieren und stra-
tegische Ziele ableiten (Wahlpflicht)
c1.4 Sie führen eine Kostenevaluation für Datenbeschaffungen durch. (K3)
332 Angebote evaluieren (Wahlpflicht)
c1.5 Sie definieren Anforderungen an den Datenschutz unter Berücksichtigung der rechtli-
chen Rahmenbedingungen. (K3) 377 Logik in der Datenanalyse an-
wenden (Wahlpflicht)
c1.6 Sie legen geeignete Methoden für Datenerhebungen fest (z.B. Interviews, Umfragen,
Workshops, Meetings). (K3) 392 Nutzer-Daten mittels Analyse-
tools auswerten (Wahlpflicht)
c1.7 Sie kommunizieren dem Team ihre Ergebnisse (relevante Daten, Methoden, Anforde-
rungen) und begründen diese nachvollziehbar. (K3)
c1.8 Sie nehmen kritische Rückmeldungen und Optimierungsvorschläge entgegen und pas-
sen ihren Vorgehensvorschlag entsprechend an. (K3)
22
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
Handlungskompetenz c2: Bestehende Daten aus verschiedenen Quellen sammeln oder bei externen Stellen einholen
Entwickler/innen digitales Business EFZ erstellen eine sinnvolle Zusammenstellung bereits vorhandener Daten:
Sie bestimmen, welche Ressourcen (z.B. Benutzer/innen, Stellen, Zugänge) für das Sammeln der gewünschten Daten benötigt werden. Sie fordern die Daten unter Einhaltung der
rechtlichen Vorgaben sowie Datenschutzbestimmungen bei internen (z.B. Kompetenzzentren) oder externen Stellen (z.B. Bundesamt für Statistik, Marktforschungsinstitut, Open
Data, Gartner) an. Falls Daten in für sie zugänglichen Systemen gespeichert sind (z.B. ERP, Data Warehouse), beschaffen sie sich diese selbstständig. Sie gehen mit den Daten
verantwortungsvoll um und achten auf die Einhaltung von betrieblichen Richtlinien und Datenschutzbestimmungen.
c2.1 Sie klären mit den nötigen Stellen die rechtlichen Vorgaben und Datenschutzbestim- 164 Datenbanken erstellen und Da-
mungen, welche für ihr Vorhaben relevant sind. (K3) ten einfügen (Wahlpflicht)
c2.2 Sie organisieren den Zugang zu benötigten Daten (z.B. Zugriff/Berechtigung einholen; 231 Datenschutz und Datensicher-
wie komme ich an die Daten?). (K3) heit anwenden
c2.3 Sie fordern benötigte Daten bei internen oder externen Stellen an und formulieren da- 319 Applikationen entwerfen und im-
bei klare Anforderungen (z.B. Umfang, Form, Terminierung). (K3) plementieren
c2.4 Sie beschaffen sich selbstständig relevante Daten, die in zugänglichen Systemen ge- 377 Logik in der Datenanalyse an-
speichert sind (z.B. Auswertungen, Reportings). (K3) wenden (Wahlpflicht)
c2.5 Sie speichern sensible Daten in einem geschützten Bereich ab. (K3) 392 Nutzer-Daten mittels Analyse-
tools auswerten (Wahlpflicht)
c3.1 Sie planen anhand der Anforderungen die Durchführung der Datenerhebung (inkl. Her- 164 Datenbanken erstellen und Da- 376 Daten erheben und auswerten
angehensweise, Quellen und Datenzielformat). (K4) ten einfügen (Wahlpflicht)
c3.2 Sie erheben Daten mittels Interviews mit ausgewählten Personen. (K3) 231 Datenschutz und Datensicher-
heit anwenden
23
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
c3.3 Sie erheben Daten mittels einer einfachen Umfrage. (K3) 319 Applikationen entwerfen und im-
plementieren
c3.4 Sie speichern die erhobenen Daten in geeigneter Form und Qualität ab. (K3)
374 Daten mit verschiedenen Metho-
den erheben
377 Logik in der Datenanalyse an-
wenden (Wahlpflicht)
392 Nutzer-Daten mittels Analyse-
tools auswerten (Wahlpflicht)
c4.1 Sie analysieren die Struktur von Daten, vergleichen diese und identifizieren allfällige 162 Daten analysieren und modellie- 248 ICT-Lösungen mit aktuellen
Gemeinsamkeiten. (K4) ren Technologien realisieren
(Wahlpflicht)
c4.2 Sie entwerfen einfache Datenmodelle für einfache Analysen (z.B. ERM, Objekt). (K3) 164 Datenbanken erstellen und Da-
ten einfügen (Wahlpflicht)
c4.3 Sie laden Daten, der Struktur entsprechend, in vorbereitete Datenmodelle. (K3)
224 Mit digitalen Kollaborati-
onstools arbeiten (Wahlpflicht)
377 Logik in der Datenanalyse an-
wenden (Wahlpflicht)
392 Nutzer-Daten mittels Analyse-
tools auswerten (Wahlpflicht)
24
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
c5.1 Sie überprüfen Daten auf Redundanzen und löschen ungewollte Wiederholungen. (K3) 164 Datenbanken erstellen und Da-
ten einfügen (Wahlpflicht)
c5.2 Sie entfernen Datensätze, welche für die jeweilige Analyse nicht benötigt werden. (K3)
377 Logik in der Datenanalyse an-
c5.3 Sie erkennen fehlerhafte oder leere Datensätze und bereinigen diese. (K3)
wenden (Wahlpflicht)
c5.4 Sie kontrollieren die Formatierung und Einheiten von Datensätzen und passen diese
378 Daten bereinigen und deren
falls nötig an. (K3)
Plausibilität sowie Qualität über-
c5.5 Sie analysieren bestehende Daten anhand von diversen Faktoren (z.B. Art, Aussage, prüfen
Güte) und überprüfen sie auf deren Qualität und Plausibilität hinsichtlich der definier-
392 Nutzer-Daten mittels Analyse-
ten Ziele. (K4)
tools auswerten (Wahlpflicht)
c6.1 Sie bestimmen geeignete Werkzeuge (z.B. Power BI, Tableau, Qlik) für die Auswertung 164 Datenbanken erstellen und Da- 248 ICT-Lösungen mit aktuellen
von Daten. (K3) ten einfügen (Wahlpflicht) Technologien realisieren
(Wahlpflicht)
c6.2 Sie werten Daten mit Hilfe von gezielten Abfragen aus (z.B. mittels SQL). (K3) 224 Mit digitalen Kollaborati-
onstools arbeiten (Wahlpflicht) 376 Daten erheben und auswerten
25
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
c6.3 Sie erstellen einfache und übersichtliche Reporte gemäss den definierten Zielen und 375 Daten statistisch auswerten 393 Daten mit künstlicher Intelli-
Fragestellungen. (K3) (Wahlpflicht) genz (KI) / Machine Learning
(ML) auswerten (Wahlpflicht)
c6.4 Sie ziehen eine prägnante Schlussfolgerung aus der Auswertung von Daten und halten 377 Logik in der Datenanalyse an-
diese verständlich und nachvollziehbar fest. (K5) wenden (Wahlpflicht)
379 Daten auswerten und interpre-
tieren
392 Nutzer-Daten mittels Analyse-
tools auswerten (Wahlpflicht)
26
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
d1.1 Sie bestimmen optimale Darstellungsformen (z.B. Tabellen, Diagramme, Text) anhand 119 Im Digital Business Umfeld auf- 310 Einen Workshop selbständig
der jeweiligen Bedürfnisse der Zielgruppen. (K4) treten und präsentieren methodisch vorbereiten und
durchführen (Wahlpflicht)
d1.2 Sie erstellen Visualisierungen mit verschiedenen aktuellen Tools und holen Rückmel- 224 Mit digitalen Kollaborati-
dungen im Team ein. (K3) onstools arbeiten (Wahlpflicht)
d1.3 Sie kommentieren Resultate und abgeleitete Erkenntnisse sowie allenfalls weitere Er- 229 Wirkungsvoll kommunizieren
läuterungen nachvollziehbar. (K3) und moderieren
d1.4 Sie bereiten die Darstellung für ihr Team oder für Auftraggebende zielgruppengerecht 235 Daten zielgruppengerecht visua-
auf (z.B. Bericht, Präsentation). (K3) lisieren
278 Den Markt analysieren und stra-
tegische Ziele ableiten (Wahlpflicht)
282 Marketingkennzahlen auswerten
und Inhalte für die betriebliche
Kommunikation aufbereiten
(Wahlpflicht)
370 Mit verschiedenen Anspruchs-
gruppen in einer Fremdsprache
kommunizieren (bilingualer Un-
terricht)
370 Mit verschiedenen Anspruchs-
gruppen in einer Fremdsprache
kommunizieren (bilingualer Un-
terricht) (Wahlpflicht)
27
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
d2.1 Sie informieren über bereits vorliegende Erkenntnisse und bringen das Team auf den 119 Im Digital Business Umfeld auf- 310 Einen Workshop selbständig
aktuellen Wissensstand. (K3) treten und präsentieren methodisch vorbereiten und
durchführen (Wahlpflicht)
d2.2 Sie holen Rückmeldungen im Team ein und formulieren gemeinsam eine Interpreta- 213 Teamverhalten entwickeln
tion. (K4)
224 Mit digitalen Kollaborationstools
d2.3 Sie legen fest, mit welchen Methoden die Lösungserarbeitung durchgeführt werden arbeiten (Wahlpflicht)
soll. (K3)
229 Wirkungsvoll kommunizieren
d2.4 Sie diskutieren und erarbeiten mit dem Team mögliche Lösungsvorschläge anhand der und moderieren
definierten Methoden. Sie berücksichtigen dabei die jeweiligen Kundenvorstellungen
235 Daten zielgruppengerecht visua-
und Erkenntnisse aus der Auswertung. (K5)
lisieren
d2.5 Sie protokollieren Diskussionen in einem geeigneten Format (z.B. Bericht, Protokoll, In-
282 Marketingkennzahlen auswerten
tranet). (K3)
und Inhalte für die betriebliche
Kommunikation aufbereiten
(Wahlpflicht)
370 Mit verschiedenen Anspruchs-
gruppen in einer Fremdsprache
kommunizieren (bilingualer Un-
terricht)
28
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
d3.1 Sie ermitteln gemeinsam mit Auftraggebenden Gefäss und Form für eine Präsentation. 220 Anlässe unter Anleitung durch- 310 Einen Workshop selbständig
(K3) führen methodisch vorbereiten und
durchführen (Wahlpflicht)
d3.2 Sie erstellen prägnante und übersichtliche Präsentationen mithilfe von gezielt einge- 229 Wirkungsvoll kommunizieren
setzten Visualisierungsmitteln. (K3) und moderieren
d3.3 Sie präsentieren Lösungen sicher und überzeugend. (K3) 282 Marketingkennzahlen auswerten
und Inhalte für die betriebliche
d3.4 Sie beantworten allfällige Fragen von Auftraggebenden nachvollziehbar. (K3)
Kommunikation aufbereiten
d3.5 Sie bestimmen mit Auftraggebenden weitere Schritte, insofern dies nötig ist. (K3) (Wahlpflicht)
d3.6 Sie ergänzen Präsentationsunterlagen und legen diese strukturiert ab. (K3) 370 Mit verschiedenen Anspruchs-
gruppen in einer Fremdsprache
kommunizieren (bilingualer Un-
terricht)
29
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
d4.1 Sie definieren den Teilnehmerkreis für Meetings und Workshops und koordinieren die 119 Im Digital Business Umfeld auf- 310 Einen Workshop selbständig
Terminfindung. (K3) treten und präsentieren methodisch vorbereiten und
durchführen (Wahlpflicht)
d4.2 Sie legen Ziele fest, bestimmen Verantwortlichkeiten und stellen sicher, dass alle not- 220 Anlässe unter Anleitung durch-
wendigen Vorbereitungen getroffen werden (Zuständigkeiten für Inhalte, Traktanden, führen
Einladungen, Protokoll). (K3)
229 Wirkungsvoll kommunizieren
d4.3 Sie definieren eine geeignete Veranstaltungsform (analog, online, hybrid) und organi- und moderieren
sieren benötigte Hilfsmittel (z.B. Flipchart, Whiteboard, Beamer). (K3)
30
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
d4.4 Sie organisieren die benötigte Infrastruktur und Technik frühzeitig und zuverlässig. (K3) 279 Marketingkonzept entwickeln
und präsentieren (Wahlpflicht)
d4.5 Sie erstellen eine detaillierte Zeit- und Ablaufplanung (z.B. Zeitmanagement, Agenda,
Drehbuch). (K3) 370 Mit verschiedenen Anspruchs-
gruppen in einer Fremdsprache
d4.6 Sie moderieren ein Meeting oder einen Workshop zielgerichtet und effizient. (K3)
kommunizieren (bilingualer Un-
d4.7 Sie halten die Ergebnisse in geeigneter Form klar strukturiert fest (z.B. Protokoll, Fo- terricht)
toprotokoll, Audio- oder Videoaufnahmen) und stellen es Teilnehmenden zeitnah zur
370 Mit verschiedenen Anspruchs-
Verfügung. (K3)
gruppen in einer Fremdsprache
d4.8 Sie moderieren einfache Meetings auf Englisch und/oder in einer zweiten Landesspra- kommunizieren (bilingualer Un-
che. (K3) terricht) (Wahlpflicht)
d4.9 Sie holen Feedback ein, reflektieren Erkenntnisse und halten diese in geeigneter Form 371 Präsentation in einer Fremdspra-
fest. (K3) che durchführen (bilingualer Un-
terricht)
d4.10 Sie berücksichtigen Diversity-Aspekte (z.B. Kulturelle Hintergründe, körperliche Beein-
trächtigungen, Sprache oder Geschlechteridentität) bei der Planung und Durchführung 371 Präsentation in einer Fremdspra-
von Meetings und Workshops. (K3) che durchführen (bilingualer Un-
terricht) (Wahlpflicht)
373 Mit Stakeholdern in einer Fremd-
sprache kommunizieren (bilingu-
aler Unterricht) (Wahlpflicht)
31
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
e1.1 Sie verschaffen sich alle notwendigen Informationen (z.B. Zugriffsregelungen, System- 219 Benutzerdokumentation und
übersicht, Verantwortlichkeiten) zur Erstellung von Benutzerdokumentationen. (K3) Schulungsunterlagen erstellen
e1.2 Sie priorisieren, durch die Identifikation von wesentlichen Elementen, relevante Infor-
mationen gegenüber unwichtigen im Hinblick auf die Zielgruppe. (K4)
e1.3 Sie erstellen gut verständliche, klar strukturierte und zielgruppengerechte Benutzeran-
leitungen mit Hilfe passender Tools (z.B. Wiki, Office). Sie halten sich dabei an struktu-
relle und formale Richtlinien sowie Vorlagen von Auftraggebenden (z.B. Dokumente,
eLearning, Tutorials, Wiki). (K3)
e1.4 Sie nutzen geeignete Visualisierungsmethoden, um Aussagen wirksam darzustellen.
(K3)
Handlungskompetenz e2: Schulungsunterlagen für die Einführung von digitalen Lösungen erarbeiten
Entwickler/innen digitales Business EFZ entwickeln und formalisieren Schulungsunterlagen zu neuen Lösungen anhand des Auftrags und der Kundenwünsche:
Sie identifizieren die Zielgruppe der zu entwickelnden Schulungsunterlagen und erarbeiten verständliche Schulungsunterlagen in einem geeigneten Format. Dabei versetzen sie sich
in die Position der Benutzerinnen und Benutzer und achten auf eine zielgruppengerechte Darstellung. Die Schulungsunterlagen visualisieren sie mit unterschiedlichen Medien und
Methoden. Anschliessend lassen sie die Unterlagen von Expertinnen oder Experten validieren und passen die Unterlagen den Rückmeldungen an. Schliesslich testen sie das finali-
sierte Produkt und koordinieren die Abnahme.
32
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
e2.1 Sie identifizieren die Zielgruppe der zu entwickelnden Schulungsunterlagen. (K3) 219 Benutzerdokumentation und
Schulungsunterlagen erstellen
e2.2 Sie erarbeiten Schulungsunterlagen verständlich und in zielgruppengerechten Forma-
ten (z.B. Dokument, Video). (K3)
e2.3 Sie validieren Schulungsunterlagen durch den Einbezug von Expertinnen und Experten
und überarbeiten diese anhand der Rückmeldungen. (K3)
e2.4 Sie testen finalisierte Unterlagen und koordinieren die Abnahme. (K3)
Handlungskompetenz e3: Benutzerinnen und Benutzer im Umgang mit digitalen Lösungen befähigen
Entwickler/innen digitales Business EFZ befähigen Benutzerinnen und Benutzer so, dass sie Lösungen eigenständig und effizient nutzen können:
Sie bereiten die Schulungsunterlagen für die definierte Zielgruppe auf und bereiten die Schulungssequenz methodisch und didaktisch vor. Während der Schulung gehen sie auf die
Teilnehmenden ein, erklären die Lösung aus verschiedenen Perspektiven und mit diversen Herangehensweisen. Somit gelingt es ihnen, Benutzerinnen und Benutzer mit unter-
schiedlichen Hintergründen im Umgang mit neuen Lösungen zu befähigen. Sie beantworten allfällige Fragen und holen Rückmeldungen ein, um Schulung sowie Unterlagen fortlau-
fend zu verbessern.
e3.1 Sie bereiten Schulungsunterlagen für die definierte Zielgruppe auf. (K3) 219 Benutzerdokumentation und
Schulungsunterlagen erstellen
e3.2 Sie bereiten eine Schulungssequenz methodisch und didaktisch vor (z.B. anhand von
Anwendungssituationen). (K3) 372 Schulungssequenz in einer
Fremdsprache durchführen (bi-
e3.3 Sie gehen auf individuelle Fragen von Teilnehmenden empathisch ein. (K3)
lingualer Unterricht) (Wahlpflicht)
e3.4 Sie führen die vorbereitete Schulungssequenz mithilfe der Schulungsunterlagen durch,
so dass Teilnehmende anschliessend in der Lage sind, die Lösung eigenständig zu nut-
zen. (K3)
e3.5 Sie holen Rückmeldungen ein, um die Schulungsunterlagen und -sequenzen weiter zu
optimieren. (K3)
33
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
Handlungskompetenz e4: Die Inbetriebnahme von digitalen Lösungen vorbereiten und unterstützen
Entwickler/innen digitales Business EFZ treffen notwendige Vorbereitungen und unterstützen die Inbetriebnahme, damit Systemübergaben reibungslos und sicher stattfinden:
Sie treffen alle nötigen Vorbereitungen zur sicheren, reibungslosen Übergabe in den operativen Betrieb. Während der ersten Betriebszeit von neuen Lösungen unterstützen sie die
Inbetriebnahme und führen bei Bedarf Problemanalysen und -behebungen durch. Schliesslich übergeben sie alle relevanten Informationen, Projektergebnisse, Testsysteme und
Hilfsmittel an die Betriebs- und Wartungsorganisationen weiter. Dabei stellen sie sicher, dass nichts vergessen geht.
e4.1 Sie treffen alle nötigen Vorbereitungen zur sicheren und reibungslosen Übergabe in 218 Einführung von Softwaresyste-
den operativen Betrieb. (K3) men und IT-Services koordinie-
ren und fachlich begleiten
e4.2 Sie unterstützen die Inbetriebnahme von Lösungen während der ersten Betriebszeit
(Wahlpflicht)
und führen bei Bedarf Problemanalysen und -behebungen durch. (K3)
e4.3 Sie übergeben Lieferergebnisse an Betriebs- und Supportorganisationen und stellen da-
bei sicher, dass nichts vergessen geht. (K3)
34
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
5. Übersicht über die Module im Unterricht an der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen
Der Unterricht an Berufsfachschulen umfasst 32 Module. Zusätzlich sind 7 überbetriebliche Kurse definiert, davon sind 4 Pflicht- und 3 Wahlpflichtmodule. Wahlpflichtmodule: Die
regionalen OdA wählen in Zusammenarbeit mit den Betrieben und den Berufsfachschulen aus dem untenstehenden Katalog ihre Module, die an der Berufsfachschule und in den üK-
Zentren zur Abdeckung der betrieblichen Bedürfnisse unterrichtet werden. Der Austausch schweizweit unter den regionalen üK-Anbietern ist möglich und erwünscht.
35
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung für Entwickler/in digitales Business EFZ
ICT-Berufsbildung Schweiz
Rémy Hübschi
Stellvertretender Direktor
Leiter Abteilung Berufs- und Weiterbildung
36
Anhang 1:
Verzeichnis der Instrumente zur Sicherstellung und Umsetzung der
beruflichen Grundbildung sowie zur Förderung der Qualität
Dokumente Bezugsquelle
Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung für Elektronisch
Entwicklerin / Entwickler digitales Business EFZ Staatssekretariat für Bildung,
Forschung und Innovation
([Link] > Berufe A-Z)
Printversion
Bundesamt für Bauten und Logistik
([Link])
Bildungsplan zur Verordnung des SBFI über die berufliche
Grundbildung für Entwicklerin / Entwickler digitales Busi- ICT-Berufsbildung Schweiz
ness EFZ
Ausführungsbestimmungen zum Qualifikationsverfahren
mit Abschlussprüfung inkl. Anhang (Bewertungsraster so-
ICT-Berufsbildung Schweiz
wie ggf. Leistungsnachweise überbetriebliche Kurse und/o-
der Leistungsnachweis Bildung in beruflicher Praxis)
Bildungsbericht Vorlage SDBB | CSFO
[Link]
Ausbildungsprogramm für die überbetrieblichen Kurse ICT-Berufsbildung Schweiz
Organisationsreglement für die überbetrieblichen Kurse ICT-Berufsbildung Schweiz
Lehrplan für die Berufsfachschulen ICT-Berufsbildung Schweiz
37