Lehrstuhl für Netzarchitekturen und Netzdienste
School of Computation, Information and Technology
Technische Universität München
Grundlagen Rechnernetze und Verteilte Systeme (IN0010)
Übungsblatt 9
26. Juni – 30. Juni 2023
Aufgabe 1 Drahthai
Gegeben sei der in Abbildung 3.1 dargestellte Hexdump in Network-Byte-Order eines Ethernet-Rahmens,
ohne Checksum, welcher im Folgenden analysiert werden soll.
0x0000 00 16 3e ff ff ff 00 16 3e 6d cd 0d 08 00 45 00
0x0010 00 58 9f 47 40 00 40 06 47 33 ac 10 fe 02 ac 10
0x0020 fe 01 00 16 da e2 02 5d 78 9a f2 3d 99 17 80 18
0x0030 00 e3 54 70 00 00 01 01 08 0a b3 13 65 ca 11 82
0x0040 53 20 53 53 48 2d 32 2e 30 2d 74 69 6e 79 73 73
0x0050 68 5f 6e 6f 76 65 72 73 69 6f 6e 20 5a 34 43 53
0x0060 69 31 5a 52 0d 0a
Abbildung 1.1: Hexdump eines Ethernet-Rahmens, ohne Checksum, in Network-Byte-Order
Hinweis: Zur Lösung der Aufgabe sind Informationen aus dem Cheatsheet notwendig.
a)* Markieren Sie in Abbildung 3.1 Beginn und Ende des Ethernet-Headers.
b) Begründen Sie, durch Markieren und Beschreiben relevanter Headerfelder, welches Protokoll auf Schicht
3 verwendet wird.
c)* Beschreiben Sie, wie die Länge des Headers auf Schicht 3 bestimmt wird. Markieren und benennen Sie
dafür relevante Abschnitte in Abbildung 3.1.
d)* Markieren Sie alle Schicht 3 Addressen und benennen Sie diese.
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e) Markieren Sie alle in Schicht 3 enthaltenen Extension Header.
f) Benennen und beschreiben Sie die drei kleinsten Headerfelder von Schicht 3. Geben Sie zudem die Größe
der beschriebenen Headerfelder an.
g) Falls es eine L3-SDU gibt, geben Sie ihren Typ an und begründen Sie die Angabe. Andernfalls, legen Sie
Ihren Gedankengang dar und erörtern wie es zu dieser Situation kommen konnte.
h) Die Bytes 0x0042 und Folgende sind Payload von Schicht 4. Geben Sie die ASCII Darstellung der ersten
7 B der Payload an.
i) Um welches Protokoll der Anwendungsschicht handelt es sich also vermutlich und wozu wird dieses
Protokoll verwendet?
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Aufgabe 2 Network Address Translation
In dieser Aufgabe soll die Weiterleitung von IP-Paketen (IPv4) bei Verwendung eines NAT-fähigen Routers
betrachtet werden. Für die Zuordnung zwischen öffentlichen und privaten IP-Adressen verfügt ein NAT-fähiger
Router über eine Abbildungstabelle, die die Beziehung zwischen lokalem und globalem Port speichert. Viele
NAT-fähige Geräte speichern zusätzlich noch weitere Informationen wie die entfernte IP-Adresse oder die
eigene globale IP-Adresse (z. B. wenn der Router mehr als eine globale IP besitzt). Davon wollen wir hier
absehen.
Abbildung 2.1 zeigt die Netztopologie. Router R1 habe NAT aktiviert, wobei auf IF1 eine private und auf IF2
eine öffentliche IP-Adresse verwendet werde. Router R2 nutze kein NAT. PC2 habe bereits mit Server 2
kommuniziert, wodurch der Eintrag in der NAT-Tabelle von R1 entstanden ist (siehe Abbildung 2.1). Wählen
Sie dort, wo Sie die Freiheit haben, sinnvolle Werte für die IP-Adressen und Portnummern.
a)* Geben Sie PC1 und Interface 1 von R1 eine passende IP-Adresse. Das Subnetz ist [Link]/24.
b)* PC1 baue nun eine HTTP-Verbindung zu Server 2 auf. Geben Sie die Felder für die Quell-IP, Ziel-IP,
Quell-Port, Ziel-Port und TTL des IP- bzw. TCP-Headers für die Pakete an den drei markierten Stellen in
Abbildung 2.1 an. Geben Sie außerdem neu entstehende Einträge in der NAT-Tabelle von R1 an.
Bitte in Abbildung 2.1 eintragen. Die Box dient nur dazu, Ihnen im Lösungsvorschlag eine Erklärung
an dieser Stelle zukommen zu lassen!
c) Server 2 antworte nun PC1. Geben Sie in Abbildung 2.2 analog zur vorherigen Teilaufgabe die Header-
Felder an den drei benannten Stellen sowie neu entstehende Einträge in der NAT-Tabelle von R1 an.
Bitte in Abbildung 2.1 eintragen. Die Box dient nur dazu, Ihnen im Lösungsvorschlag eine Erklärung
an dieser Stelle zukommen zu lassen!
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SrcIP
DstIP
TTL
SrcIP
SrcPort
DstIP
DstPort
TTL
SrcPort
PC1 DstPort
PC3
[Link]
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IF1: SrcIP
R1 DstIP
R2 TTL
IF2: [Link] SrcPort
PC2
[Link] DstPort
Local IP Local Port Global Port
[Link] 13059 13059
Server 1 Server 2
[Link] [Link]
Abbildung 2.1: Lösungsblatt für Aufgabe 2a)/b)
SrcIP
DstIP
TTL
SrcIP
SrcPort
DstIP
DstPort
TTL
SrcPort
PC1 DstPort
PC3
[Link]
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IF1: SrcIP
R1 DstIP
R2 TTL
IF2: [Link] SrcPort
PC2
[Link] DstPort
Local IP Local Port Global Port
[Link] 13059 13059
Server 1 Server 2
[Link] [Link]
Abbildung 2.2: Lösungsblatt für Aufgabe 2c)
d)* Server 1 baut nun ebenfalls eine TCP-Verbindung zu Server 2 auf Port 80 auf. Dabei wählt er zufällig
den Absender-Port 13059. Beschreiben Sie das am NAT auftretende Problem und wie dieses gelöst wird.
e)* R1 erhält von PC3 ein an [Link]:13059 adressiertes Paket. Wie wird R1 mit diesem Paket
verfahren? Welche Probleme können sich daraus ergeben?
f) Ergibt sich für PC2 ein Problem, wenn dieser ein „zufälliges“ Paket mit TCP-Payload auf einem Port mit
einer bestehenden Verbindung erhält?
g)* Welche weiteren Unterscheidungskriterien könnten von einem NAT-Router verwendet werden?
h)* Welches Problem tritt auf, wenn PC1 einen Echo Request an Server 2 sendet?
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i) Beschreiben Sie eine mögliche Lösung für das in der vorherigen Teilaufgabe aufgetretene Problem.
j) Welches Problem ergibt sich, wenn ein NAT-Router ICMP TTL-Exceeded Nachrichten empfängt und an den
Empfänger (Absender des auslösenden Pakets) weiterleiten möchte? Wie kann dieses Problem umgangen
werden?
k)* Nun möchte PC3 eine HTTP-Verbindung zu Server 1 aufbauen. Kann dies unter den gegebenen
Umständen funktionieren? (Begründung!)
l) Wie könnte das Problem unter Beibehaltung des NATs umgangen werden?
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Aufgabe 3 Drahthai (Hausaufgabe)
Hinweis: Klausuraufgabe Endterm 2015
Gegeben sei der in Abbildung 3.1 dargestellte Hexdump in Network-Byte-Order eines Ethernet-Rahmens,
welcher im Folgenden analysiert werden soll.
0x0000 d0 e1 40 97 ec ea 00 0d 2e 00 40 01 08 00 45 00
0x0010 00 38 00 00 00 00 f1 01 8c 2b 3e 9a 59 2e ac 13
0x0020 f9 bd 0b 00 bf 50 00 00 00 00 45 00 00 3c 15 b2
0x0030 00 00 01 11 ea 81 ac 13 f9 bd 81 bb 91 f1 d4 0f
0x0040 82 be 00 28 de b8
Abbildung 3.1: Hexdump eines Ethernet-Rahmens in Network-Byte-Order
Hinweis: Zur Lösung der Aufgabe sind Informationen aus dem Cheatsheet notwendig.
a)* Markieren Sie in Abbildung 3.1 Beginn und Ende des Ethernet-Headers.
b) Begründen Sie, welches Protokoll auf Schicht 3 verwendet wird.
c) Bestimmen Sie die Länge des Headers auf Schicht 3 (Begründung) und markieren Sie dessen Ende in
Abbildung 3.1.
d) Geben Sie – sofern im Paket enthalten – TTL bzw. HopCount in dezimaler und hexadezimaler Schreib-
weise an.
e) Begründen Sie, zu welchem Protokoll die L3-SDU gehört.
Gegeben sei die in Abbildung 3.2 dargestellte SDU der Schicht 3 eines anderen Pakets. Es sei bekannt,
dass es sich hierbei um ICMPv4 handelt.
0x0000 0b 00 bf 50 00 00 00 00 45 00 00 3c 15 c6 00 00
0x0010 01 11 ea 6d ac 13 f9 bd 81 bb 91 f1 ec 38 82 c4
0x0020 00 28 c6 89
Abbildung 3.2: ICMP-Nachricht inklusive ICMP-Header in Network-Byte-Order
f)* Bestimmen Sie Typ und Code der ICMP-Nachricht.
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g) Wodurch wird eine solche Nachricht hervorgerufen?
h)* Markieren Sie das Ende des ICMP-Headers in Abbildung 3.2.
i) Erläutern Sie, was die Payload einer solchen Nachricht grundsätzlich enthält.
j)* Erläutern Sie, weswegen ein NAT zwischen TCP/UDP und ICMP unterscheiden muss.
k) Erläutern Sie, wie ein NAT-fähiger Router den Empfänger dieser konkreten ICMP-Nachricht ermitteln
kann.
l)* Beschreiben Sie das grundsätzliche Problem, das bei ICMP in Verbindung mit NAT auftritt.
m) Wie kann das Problem aus Teilaufgabe l) beispielsweise für ICMP Echo Requests/Replies gelöst werden?
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n) Welches zusätzliche Problem entsteht mit der ICMP-Nachricht aus Abbildung 3.2 bei der Verwendung
von NAT?
o) Wie kann auch das Problem aus Teilaufgabe n) gelöst werden?
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