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Tutorial 12

Das Dokument ist ein Übungsblatt für die Grundlagen von Rechnernetzen und verteilten Systemen an der Technischen Universität München. Es beschreibt Aufgaben zur Analyse der Kommunikation zwischen einem Computer und der Webseite www.google.de, einschließlich der Protokolle und der Netzwerktopologie. Die Studierenden sollen verschiedene Diagramme und Tabellen ausfüllen, die die Übertragung von Daten über TCP und die entsprechenden Header-Felder darstellen.

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Das Dokument ist ein Übungsblatt für die Grundlagen von Rechnernetzen und verteilten Systemen an der Technischen Universität München. Es beschreibt Aufgaben zur Analyse der Kommunikation zwischen einem Computer und der Webseite www.google.de, einschließlich der Protokolle und der Netzwerktopologie. Die Studierenden sollen verschiedene Diagramme und Tabellen ausfüllen, die die Übertragung von Daten über TCP und die entsprechenden Header-Felder darstellen.

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Lehrstuhl für Netzarchitekturen und Netzdienste

School of Computation, Information and Technology


Technische Universität München

Grundlagen Rechnernetze und Verteilte Systeme (IN0010)


Übungsblatt 12
17. Juli – 21. Juli 2023

Aufgabe 1 All in a nutshell


In dieser Aufgabe wollen wir noch einmal alles nachvollziehen, was geschieht, wenn Sie auf Ihrem Computer
die Webseite [Link] aufrufen. Wir treffen dabei lediglich die Annahme, dass in Ihrem privaten
Netz ARP- und DNS-Caches noch leer sind (d. h. etwaige Caches ab dem ersten Router können als gefüllt
angenommen werden). Die Netzwerktopologie ist in Abbildung 1.1 dargestellt. Ihr Router übersetzt bei Bedarf
private in öffentliche IP-Adressen sowie Portnummern (NAT). Auf Ihrem Computer sei der Google-Resolver
mit der IPv4-Adresse [Link] konfiguriert, der rekursive Anfragen erlaubt.

Es sollen nun für jeden Link – also jeden Abschnitt zwischen jeweils zwei Geräten (z. B. von PC zu SW)
– einige ausgewählte Felder der Nachrichten notiert werden, die im jeweiligen Schritt über diesen Link
versendet werden. Da dies insbesondere für MAC-Adressen etwas Schreibarbeit ist, kürzen wir Adressen
mit der Bezeichnung <Gerätename>.<Interface>.<Typ> ab, z. B. stehe [Link] für die MAC-Adresse
von Interface eth0 an Router RA.
Sie finden in den Abbildungen 1.2 – 1.5 vorgedruckte Tabellen. Eine Zeile entspricht dabei einer Nachricht,
die über den jeweiligen Link gesendet wird. Die erste Spalte bezeichnet den Link, also z. B. vom PC
zum Switch oder vom Switch zum Router. Die übrigen Spalten entsprechen verschiedenen Schichten des
ISO/OSI-Modells. Diese sind jeweils in die relevanten Headerfelder der üblicherweise verwendeten Protokolle
unterteilt. Je nach Nachricht sind nicht alle Spalten oder Unterzeilen pro Spalte auszufüllen. Streichen Sie
deutlich nicht benötigte Felder. Ein Beispiel ist bereits in der Tabelle eingetragen.

Einige Header verfügen über ein Protokoll-Feld, in dem das Protokoll der nächsthöheren Schicht angegeben
wird. Üblicherweise stehen Zahlencodes für die jeweiligen Protokolle. Es ist nicht notwendig, diese Zahlen-
codes anzugeben. Stattdessen reicht es, das verwendete Protokoll anzugeben, z. B. IPv4, TCP oder UDP.
Bei einigen Header-Feldern gibt es gewisse Freiheiten, z. B. bei Portnummern oder der initialen TTL. Wählen
Sie in diesen Fällen sinnvolle Werte.
eth0: [Link] eth1: [Link]

SW RA RB

RC RD

PC eth0: [Link] eth0: [Link]

eth0: [Link] eth0: [Link]

eth0: [Link] eth0: [Link]

Google-DNS [Link]

Abbildung 1.1: Netztopologie zu Aufgabe 1. Die relevanten Links sind mit den Ziffern 1 – 5 gekennzeichnet.

a)* Füllen Sie nun die Vordrucke in den Abbildungen 1.2 – 1.5 aus. Brechen Sie nach dem ersten an
[Link] übermittelten Paket auf dem Link von PC an SW ab.

Hinweise:
• Der Well-Known Port für DNS ist UDP 53.
• Wir nehmen an, dass sich zwischen Router RB und RC insgesamt 10 weitere Router befinden. Dies ist
für die Bestimmung der TTL entscheidend.
• In die Spalte „Schicht 7“ tragen sie einfach das Anwendungsprotokoll, ggf. den Typ der Nachricht (z. B.
Request / Reply) sowie stichpunktartig den Inhalt der übermittelten Nachricht ein (z. B. „ DNS-Request“
oder „DNS-Response“).

– Seite 1 / 7 –
Die vorangegangene Teilaufgabe hat detailliert die Vorgänge bis zum Beginn des TCP-Verbindungsaufbaus
dargestellt. Im Folgenden wollen wir uns auf die TCP-Verbindung und Datenübertragung konzentrieren. Aus
diesem Grund betrachten wir ab jetzt nur noch die logische Verbindung zwischen dem PC und [Link]
in Form eines einfachen Weg-Zeit-Diagramms ohne die dazwischenliegenden Knoten. Sie können Seriali-
sierungszeiten vernachlässigen. Gehen Sie außerdem davon aus, dass während der gesamten Übertragung
keine Segmentverluste auftreten.

b)* Skizzieren Sie ein Weg-Zeit-Diagramm, welches den TCP-Verbindungsaufbau darstellt. Geben Sie für
jedes übermittelte Segment die Sequenznummer, Bestätigungsnummer, die gesetzten1 Flags sowie die
Länge l der transportieren Nutzdaten an.

Der PC fordert nun die Webseite an, die auf [Link] gehostet wird. Dazu sendet der PC eine
HTTP-GET-Nachricht, welche aus Sicht von Schicht 4 eine Nutzdatenlänge von l1 = 50 B habe. Der Webserver
wird daraufhin die Webseite an den PC senden, welche eine Länge l2 = 1000 B habe. Die ausgehandelte
MSS2 sei größer als l2 .

c) Skizzieren Sie ein Weg-Zeit-Diagramm, welches die TCP-Verbindungsphase darstellt. Gehen Sie von den
in Teilaufgabe b) ausgehandelten Sequenznummern aus. Geben Sie für jedes übermittelte Segment die Se-
quenznummer, Bestätigungsnummer, die gesetzten Flags sowie die Länge l der im Segment transportierten
Nutzdaten an.

1 Ein Bit-Flag gilt als „gesetzt“, wenn es logisch 1 ist.


2 Die MSS (Maximum Segment Size) gibt die maximale Größe eines Segments an. Sie bezieht sich dabei lediglich auf die Nutzdaten.
Bestätigungen beispielsweise sind Segmente der Länge null, welche lediglich aus einem TCP-Header bestehen.

– Seite 2 / 7 –
d) Skizzieren Sie ein Weg-Zeit-Diagramm, welches den TCP-Verbindungsabbau darstellt. Dieser werde vom
PC initiiert. Gehen Sie dabei von den in Teilaufgabe c) ausgehandelten Sequenznummern aus. Geben Sie
für jedes übermittelte Segment die Sequenznummer, Bestätigungsnummer, die gesetzten Flags sowie die
Länge l der im Segment transportieren Nutzdaten an.

– Seite 3 / 7 –
Link Schicht 2 Schicht 3 Schicht 4 Schicht 7
Src [Link] Src Src
From PC Dst
Dst ff:ff:ff:ff:ff:ff Dst
Flags
Prot ARP Prot
SEQ
To SW
Op Request TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


– Seite 4 / 7 –

From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Abbildung 1.2: Vordruck zu Aufgabe 1


Link Schicht 2 Schicht 3 Schicht 4 Schicht 7
Src Src Src
From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


– Seite 5 / 7 –

From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Abbildung 1.3: Vordruck zu Aufgabe 1


Link Schicht 2 Schicht 3 Schicht 4 Schicht 7
Src Src Src
From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


– Seite 6 / 7 –

From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Abbildung 1.4: Vordruck zu Aufgabe 1


Link Schicht 2 Schicht 3 Schicht 4 Schicht 7
Src Src Src
From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


– Seite 7 / 7 –

From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Src Src Src


From Dst
Dst Dst
Flags
Prot Prot
SEQ
To
TTL ACK

Abbildung 1.5: Vordruck zu Aufgabe 1


– Seite 8 / 7 –

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