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Tutorial 06

Das Übungsblatt 6 für das Modul Grundlagen Rechnernetze und Verteilte Systeme an der Technischen Universität München behandelt Themen wie ARP, IP-Fragmentierung und Subnetting. Es enthält Aufgaben zur Analyse von Netzkomponenten, zur Berechnung von IP-Adressen und zur Übertragung von Daten über optische Telegrafen. Die Studierenden sollen verschiedene Szenarien durchspielen und technische Details zu Netzwerkprotokollen und -architekturen erarbeiten.

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Das Übungsblatt 6 für das Modul Grundlagen Rechnernetze und Verteilte Systeme an der Technischen Universität München behandelt Themen wie ARP, IP-Fragmentierung und Subnetting. Es enthält Aufgaben zur Analyse von Netzkomponenten, zur Berechnung von IP-Adressen und zur Übertragung von Daten über optische Telegrafen. Die Studierenden sollen verschiedene Szenarien durchspielen und technische Details zu Netzwerkprotokollen und -architekturen erarbeiten.

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Lehrstuhl für Netzarchitekturen und Netzdienste

School of Computation, Information and Technology


Technische Universität München

Grundlagen Rechnernetze und Verteilte Systeme (IN0010)


Übungsblatt 6
31. Mai – 06. Juni 2022

Hinweis: Da wegen Pfingsten und Fronleichnam mehrere Uebungsgruppen ausfallen, wird dieses Blatt vom
31. Mai bis 2. Juni (Mi – Fr) sowie am 5. und 6. Juni (Mo / Di) in den Übungen behandelt. Die Übungsgruppen
am Mittwoch, den 7. Juni, sowie Freitag, den 9. Juni, entfallen.

Aufgabe 1 ARP und IP-Fragmentierung


In Abbildung 1.1 ist eine Anordnung von Netzkomponenten mit ihren IP- und MAC-Adressen dargestellt. Die
beiden Computer PC1 und PC2 verwenden den jeweils lokalen Router als Default-Gatway. PC1 sendet ein
IP-Paket mit 1000 B Nutzdaten an PC2. Die MTU auf dem WAN-Link zwischen R1 und R2 betrage 580 B.
Innerhalb der lokalen Netzwerke gelte die für Ethernet übliche MTU von 1500 B.

PC1 PC2
L2: af:fe:14:af:fe:20 L2: af:fe:14:af:fe:25
L3: [Link]/24 L3: [Link]/24
Default Gateway: [Link] Default Gateway: [Link]

eth0 wan0 wan0 eth0


L2: af:fe:14:af:fe:21 L2: af:fe:14:af:fe:22 L2: af:fe:14:af:fe:23 L2: af:fe:14:af:fe:24
SW1 L3: [Link]/24 R1 L3: [Link]/30 L3: [Link]/30 R2 L3: [Link]/24 SW2

Abbildung 1.1: Netztopologie


Im Folgenden soll die Übertragung des Pakets mit allen notwendigen Zwischenschritten nachvollzogen
werden. Gehen Sie zunächst davon aus, dass die ARP-Caches aller beteiligten Netzwerkkomponenten
geleert sind.

a)* Inwiefern wirken sich die beiden Switches SW1 und SW2 in diesem Beispiel aus?

b)* In wie viele Fragmente muss R1 das Paket von PC1 aufteilen?

– Seite 1 / 12 –
c)* An welcher Stelle im Netzwerk werden die Fragmente reassembliert?

d) Skizzieren Sie ein einfaches Weg-Zeit-Diagramm, welches alle Rahmen berücksichtigt, die auf den
jeweiligen Verbindungen übertragen werden müssen. Nennen Sie die Art der ausgetauschten Rahmen
und geben Sie den Rahmen Nummern (1,2,3,...). (Das Diagramm muss nicht maßstabsgetreu sein.
Serialisierungszeiten und Ausbreitungsverzögerungen sind zu vernachlässigen.)

– Seite 2 / 12 –
Am Ende dieses Übungsblatts finden Sie Vordrucke für Ethernet-Header, ARP-Pakete (Header und
Payload) und IP-Header (mehr als benötigt). Es ist nicht notwendig, den Header binär auszufüllen. Achten
Sie lediglich darauf, dass Sie die Zahlenbasis deutlich Kennzeichnen, z. B. 0x10 für hexadezimal oder 63(10)
für dezimal.

e) Füllen Sie für die ersten drei Rahmen aus Teilaufgabe d) jeweils einen Ethernet-Header und die passende
Payload (ARP-Paket oder IP-Header mit angedeuteter Payload) aus. Beschriften Sie die gestrichelte Box
neben dem jeweiligen Header/Paket mit der in Teilaufgabe d) vergebenen Rahmennummer.

f) Füllen Sie für alle übrigen Rahmen, welche eine IP-Payload transportieren, jeweils einen Ethernet- und
IP-Header aus. Beschriften Sie die gestrichelte Box neben dem jeweiligen Header mit der in Teilaufgabe d)
vergebenen Rahmennummer.

g)* Angenommen PC1 und PC2 würden über IPv6 kommunizieren:


1. Welche Auswirkungen hätte dies auf die Switches SW1 und SW2?
2. Müssten die Router R1 und R2 in diesem Fall auch IPv6-fähig sein?
3. An welcher Stelle fände die Fragmentierung von Paketen statt?

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Aufgabe 2 Subnetting
Der TUMexam AG werden die Adressbereiche [Link]/22 und [Link]/24 zugewiesen. Für
die Aufteilung dieses Adressbereichs ist die TUMexam AG selbst verantwortlich. Nach einer sorgfältigen
Bedarfsanalyse ergeben sich die folgenden Anforderungen an die Subnetze und die Mindestanzahl nutzbarer
IP-Adressen:

Subnetz NET 1 NET 2 NET 3 NET 4 NET 5


IPs 300 300 15 40 4

Bei der Erhebung dieser Zahlen wurde die an das jeweilige Router-Interface zu vergebende IP-Adresse
bereits berücksichtigt.

a) Geben Sie jeweils die erste und letzte IP-Adresse der beiden vergebenen Adressbereiche an.

b) Wie viele IP-Adressen stehen der TUMexam AG insgesamt zur Verfügung? Können alle davon zur
Adressierung von Hosts verwendet werden?

c)* Ist es möglich, den von den beiden Adressblöcken gebildeten Adressbereich in einem einzigen Subnetz
zusammenzufassen?

– Seite 4 / 12 –
d) Teilen Sie nun die beiden Adressbereiche gemäß der Bedarfsanalyse auf, so dass Subnetze der pas-
senden Größe entstehen. Gehen Sie mit den Adressen so sparsam wie möglich um. Es soll am Ende ein
möglichst großer zusammenhängender Adressbereich für zukünftige Nutzung frei bleiben. Für jedes Subnetz
ist anzugeben:

• die Größe des Subnetzes


• die Anzahl nutzbarer Adressen
• das Subnetz in Präfixschreibweise
• die Subnetzmaske in Dotted-Decimal-Notation
• die Netz- und Broadcastadresse

Subnetz NET 1 NET 2 NET 3

Bedarf

Größe

Nutzbar

Präfixnotation

Subnetzmaske

Netzadresse

Broadcast

Subnetz NET 4 NET 5

Bedarf

Größe

Nutzbar

Präfixnotation

Subnetzmaske

Netzadresse

Broadcast

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Aufgabe 3 Optischer Telegraf (Hausaufgabe / Klausuraufgabe Midterm 2014)

In dieser Aufgabe betrachten wir optische Telegrafen. Der Abstand zwischen


je zwei benachbarten Telegrafenstationen beträgt 15 km. Der Mast einer sol-
chen Station (siehe nebenstehende Abbildung) hat links und rechts jeweils
drei Flügel, wovon jeder wiederum vier verschiedene Positionen (|, ⧹, —
und ⧸) einnehmen kann.
Ein Symbol ist die Konfiguration aller Flügel.
Für das Einstellen eines Symbols werden 10 s benötigt. Das Ablesen beim
Empfänger erfolgt parallel und benötigt daher keine zusätzliche Zeit.

a)* Wie viele bit können mit jedem Symbol übertragen werden?

b) Bestimmen Sie die erzielte Datenrate in B/s.

c)* Die zur Verfügung stehende (Brutto-)Datenrate wird üblicherweise nicht vollständig für Nutzdaten aufge-
wendet. Nennen Sie zwei weitere, sinnvolle Aufgaben, die bei gängigen Systemen einen Teil der Datenrate
in Anspruch nehmen.

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Es soll nun eine Nachricht der Länge 72 B übertragen werden.

d) Berechnen Sie benötigte Serialisierungszeit für diese Nachricht.

e)* Berechnen Sie die Ausbreitungsverzögerung dieser Nachricht zwischen zwei Stationen. Die Verringerung
der Lichtgeschwindigkeit durch die Luft kann hierbei vernachlässigt werden.

Wir betrachten nun eine Kette von ingesamt 4 Telegrafenstationen, welche jeweils 15 km voneinander entfernt
sind. Diese Nachricht der Länge 72 B soll nun mittels Paketvermittlung übertragen werden. Das auf Schicht
2 genutzte Protokoll kann hierbei nur Rahmen bis zu einer Größe von einschließlich 36 B übertragen.

f)* In wie viele Pakete muss die Nachricht aufgeteilt werden, wenn jedem Paket ein Header von 4 B
hinzugefügt werden muss?

g) Berechnen Sie die Dauer einer vollständig paketbasierten Übertragung der Nachricht über die gesamte
Telegrafenkette hinweg. Gehen Sie davon aus, dass die Übermittlungen immer erfolgreich sind und somit
keine Bestätigungen benötigt werden.

h) Um wieviel weicht die Dauer bei einer durchgängigen Nachrichtenvermittlung ab? Gehen Sie davon aus,
dass bei der Nachrichtenvermittlung kein Header verwendet wird.

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Vordrucke für Protokoll-Header:
Ethernet-Frames

Payload FCS

Payload FCS

Payload FCS

Payload FCS

Payload FCS

Payload FCS

Payload FCS

Payload FCS

ARP-Pakete

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IP-Pakete

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