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Exam Example NUS2 7

Die Beispiel-Klausur für das Fach Netzwerke und Schaltungen II umfasst verschiedene Themen, darunter Drehstromsysteme, harmonische Analyse, Laplace-Transformation und Verstärkerschaltungen. Sie enthält Aufgaben zur Berechnung von Strangspannungen, Zeigerdiagrammen, Scheinleistungen sowie zur Fourier-Analyse und Netzwerkberechnung. Die Klausur dient als Lernhilfe für NUSII-Studierende, wobei die Weitergabe an Dritte untersagt ist.

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Die Beispiel-Klausur für das Fach Netzwerke und Schaltungen II umfasst verschiedene Themen, darunter Drehstromsysteme, harmonische Analyse, Laplace-Transformation und Verstärkerschaltungen. Sie enthält Aufgaben zur Berechnung von Strangspannungen, Zeigerdiagrammen, Scheinleistungen sowie zur Fourier-Analyse und Netzwerkberechnung. Die Klausur dient als Lernhilfe für NUSII-Studierende, wobei die Weitergabe an Dritte untersagt ist.

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Netzwerke und Schaltungen II

Beispiel-Klausur 7

Hinweis: Alle Ergebnisse sind auf 3 signifikante Stellen zu runden. Bsp: 1.3456 × 10−5 m ⇒
13.5 µm

Jeder Rechenschritt muss klar erkennbar sein!

Hinweis: Diese NUSII-Beispiel-Klausur und ihre Musterlösung werden vom


HPE für NUSII-Studierende zum Lernen bereitgestellt. Die Weitergabe an
Dritte ist nicht gestattet. Die Beispiel-Klausur dient als Orientierung dafür,
wie eine NUSII-Prüfung gestaltet sein kann. Zukünftige Prüfungen können
davon jedoch abweichen. Insbesondere kann auch die Gesamtpunktzahl, die
Punkteverteilung auf die verschiedenen Themenbereiche sowie der Umfang der
einzelnen Aufgaben variieren. Eine Klausur kann ausserdem noch Multiple-
Choice-Fragen beinhalten. Diese Beispiel-Klausur würde beispielsweise Multiple-
Choice-Fragen im Umfang von 12 Punkten (ca. 10%) beinhalten. Multiple-
Choice Fragen finden Sie im Moodle.

Für die Bestnote müssen nicht alle Fragen korrekt beantwortet werden. In der vorlie-
genden NUSII-Beispiel-Klausur würden ca. 85% der Punkte ausreichen.
Teil 1 Drehstromsysteme (24 Punkte = 22%)

i1

u^ 12 u^ R1
u^ S1
u^ L1
u^31 u^ L2
u^ S3 u^ R2

u^ L3 u^ S2
i2 u^ R3
u^ 23 i3

Abbildung 1: Vereinfachtes Ersatzschaltbild der Anlaufverschaltung zur Inbetriebnahme


eines elektrischen Motors (Asynchronmaschine) an einem Dreiphasennetzwerk.

Für die Inbetriebnahme eines elektrischen Motors (Asynchronmaschine) mit hohem Träg-
heitsmoment kann eine Stern-Dreieck Anlaufschaltung verwendet werden. Dabei wird die
Ankerwicklung des Motors beim Anlaufen als Sternschaltung betrieben und beim Errei-
chen der Nenndrehzahl auf eine Dreieckschaltung umgelegt. Die symmetrische Last mit
R = 2 Ω und L = 2 mH soll an einem symmetrischen Dreiphasennetz mit einer Netz-
kreisfrequenz von ω = 2π · 60 Hz betrieben werden. Für die Generatorspannungen mit
Effektivwert U = 690 V und Spitzenwert û gilt:
◦ ◦ ◦
û1 = û · ej·90 û2 = û · ej·210 û3 = û · ej·330

Für die Teilaufgaben a) bis d) wird der Motor in Sternschaltung, wie in Abbildung 1
dargestellt, betrieben.

a) Geben Sie die analytischen Ausdrücke für die Strangspannungen ûS1 , ûS2 , und ûS3
sowie für die Strangströme î1 , î2 und î3 in Abhängigkeit der Netzspannung U an.

b) Zeichnen Sie das Zeigerdiagramm für die Spannungen û1 , ûR1 , ûL1 , û2 , ûR2 , und ûL2
der Masche M1 .
Zeichnen Sie die Zeiger winkel- und längentreu im Massstab: 200 V ≡ 1 cm
Achten Sie auf eine korrekte Beschriftung des Diagramms (Achsen, Zeiger).

c) Zeichnen Sie das Zeigerdiagramm für alle Ströme im Sternpunkt S und geben Sie
die dazugehörige Knotengleichung an.
Zeichnen Sie die Zeiger winkel- und längentreu im Massstab: 100 A ≡ 1 cm
Achten Sie auf eine korrekte Beschriftung des Diagramms (Achsen, Zeiger).

d) Geben sie die gesamte vom Motor aufgenommene Schein-, Wirk- und Blindleistung
analytisch und numerisch an.

2
i1
iRL1
u^ 12

u^ 31
iRL3

i2 iRL2
u^ 23 i3

Abbildung 2: Vereinfachtes Ersatzschaltbild der Anlaufverschaltung nach dem Umschalten


auf eine Dreieckschaltung.

Für die Teilaufgaben e) bis g) wird der Motor in Dreieckschaltung, wie in Abbildung 2
dargestellt, betrieben.

e) Geben Sie die Spannungen û12 , û23 und û31 in Abhängigkeit der Netzspannung U
analytisch an.

f) Geben Sie die gesamte vom Motor aufgenommene Scheinleistung analytisch und
numerisch an.

g) Um welchen Faktor hat sich die Scheinleistung aus Teilaufgabe f) im Vergleich zu


Teilaufgabe d) geändert? Warum sollte eine solche Anlaufverschaltung bei elektri-
schen Motoren mit hohem Trägheitsmoment verwendet werden?

3
Teil 2 Harmonische Analyse (20 Punkte = 19%)
Aufgabe 3A: Fourieranalyse eines Signals (7 Punkte)

0 T t

Abbildung 3: Gegebenes Signal.

Gegeben ist das Signal in Abbildung 3. Ein Signal dieser Art liegt etwa bei einer 3-
pulsigen Gleichrichterschaltung vor, bei der drei um 120◦ phasenversetzte Sinussignale (in
Abbildung 3 strichliert eingezeichnet) als Grundlage dienen.

a) Liegt beim gegebenen Signal eine Symmetrie vor? Wenn ja, um welche Art der
Symmetrie handelt es sich und was ist die mathematische Bedingung dafür?

b) Das in Abbildung 3 gegebene Signal soll nun mittels Fourierreihe angenähert wer-
den. Stellen Sie dafür zunächst die Integralausdrücke aller Fourier-Koeffizienten a0 ,
ân und b̂n , die nicht zu 0 werden, als Funktion der Variablen û, n, t, und T auf.
Lösen Sie die Integrale mithilfe der Zusammenfassung.

4
Aufgabe 3B: Netzwerkberechnung (13 Punkte)

iq(t) L

C 3L R uR(t)

Abbildung 4: Netzwerk für Aufgabe 3B.

Nun soll das Netzwerk in Abbildung 4 untersucht werden. Das Netzwerk befindet sich im
eingeschwungenen Zustand und der Strom durch die Stromquelle sei
iq (t) = î0 + 3n=1 3nî0 sin(nωt).
P

c) Berechnen Sie den Grundschwingungsgehalt g des gegebenen Signals iq (t).

d) Berechnen Sie die Spannung uR (t) am Widerstand R.

5
Teil 3 Laplace-Transformation (18 Punkte = 17%)

uL1(t) uR1(t) uC(t) uL2(t)

iL1(t) L1 R1 iC(t) iL2(t) L2


C
iRL(t)

U S1 S2 RL uRL(t)
t=0 t=0

Abbildung 5: Gleichspannungswandler mit Last.

Abbildung 5 zeigt einen Gleichspannungswandler mit Last. Die Schaltung wird am Ein-
gang des Gleichspannungswandlers von einer Gleichspannungsquelle mit der Spannung U
angeregt. Für t < 0 ist der Schalter S1 geöffnet und S2 geschlossen, so dass alle transien-
ten Vorgänge als abgeschlossen betrachtet werden können. Zum Zeitpunkt t = 0 wird der
Schalter S1 geschlossen und S2 geöffnet.

Hinweis: In diesem Aufgabenteil müssen Brüche in den Endergebnissen, wie sie im Nenner
und Zähler von Übertragungsfunktionen üblicherweise vorkommen, nicht weiter vereinfacht
werden.

a) Zeichnen Sie für die in Abbildung 5 gezeigte Schaltung das Ersatzschaltbild im


Laplace-Bildbereich für den Zeitraum 0 ≤ t.

b) Berechnen Sie die Ströme I L1 (s) und I RL (s) analytisch im Laplace-Bildbereich für
0 ≤ t in Abhängigkeit der Parameter U, L1 , R1 , C, L2 und RL .

c) Geben Sie die Nullstellen s0 , s1 , ... sn der Nennerpolynome von I L1 (s) und I RL (s)
abhängig von L1 , R1 , C, L2 und RL an. Vereinfachen Sie die Ausdrücke für I L1 (s) und
I RL (s), um im Aufgabenteil e) eine Partialbruchzerlegung durchführen zu können.

d) Geben Sie eine Bedingung in Abhängigkeit von L1 , R1 , C, L2 und RL an, damit die
berechneten Nullstellen s0 , s1 , ... sn reell und einfach sind.

e) Berechnen Sie die Partialbruchzerlegungen von I L1 (s) und I RL (s). Nehmen Sie an,
dass die Nullstellen der Nennerpolynome reell und einfach sind.

f) Berechnen Sie iL1 (t) und iRL (t) im Zeitbereich mit Hilfe der berechneten Partial-
bruchzerlegung.

6
Teil 4 Verstärkerschaltungen (17 Punkte = 16%)

Abbildung 6: Verstärkerschaltung für eine Temperaturmessung mit einem Filter.

Abbildung 6 zeigt eine Verstärkerschaltung bestehend aus einem Filterglied mit Eingangs-
spannung ui (t) und Ausgangsspannung um (t) sowie einem Regelglied mit Eingangsspan-
nung um (t) und Ausgangsspannung uo (t). Nehmen Sie für die folgenden Berechnungen
ideale Verstärker an.

In den folgenden Aufgabenteilen a) bis e) soll nur das Filterglied betrachtet werden.

a) Um welche Grundverstärkerschaltung handelt es sich?


U (ω)
b) Leiten Sie einen Ausdruck für die Übertragungsfunktion Umi (ω) des Filters her und
bringen Sie Ihr Ergebnis in die Standardform nach Seite 7 der Zusammenfassung:

Um (ω)
= K0 (jω) F1 (jω) F2 (jω)
Ui (ω)
1
Fi (jω) =
1 + jωTp,i
Um (ω)
Berechnen Sie anschliessend den Betrag Ui (ω) der Übertragungsfunktion.

c) Es sei nun ω1 = 1
R1 C1 < ω2 = R 2 C2 .
1
Bestimmen Sie jeweils einen Näherungsausdruck
Um (ω)
für die Amplitude der Übertragungsfunktion Ui (ω) für die drei Fälle:

I: ω << ω1
II: ω1 << ω << ω2
III: ω >> ω2

7
U (ω)
d) Skizzieren Sie näherungsweise den Amplitudengang der Übertragungsfunktion Umi (ω) .
Skalieren Sie dabei sowohl die x-Achse als auch die y-Achse logarithmisch (doppelt
logarithmische Darstellung). Achten Sie auf korrekte Achsenbeschriftung!

e) Um welchen Filtertypen handelt es sich?

Betrachten Sie von nun an nur das Regelglied. Die Spannung am Kondensator C3 zum
Zeitpunkt t = 0 s sei uC3 = 0 V.

f) Welche Grundverstärkerschaltung liegt vor?


Uo (s)
g) Bestimmen Sie die Übertragungsfunktion Um (s) . Leiten Sie einen Ausdruck für uo (t)
als Antwort auf den Sprung Um (s) = U
s her.

h) Um welchen Reglertypen handelt es sich (P, PI, PD, PID)?

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