BERATUNG
Die Beratung in der Pflege bezieht sich auf die individuelle und umfassende Unterstützung (Allgemein
Psychosoziale Unterstützung, Rechtliche und organisatorische Aspekte, Individuelle
Lebenssituation…) von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen.
Das Ziel der Pflegeberatung ist, die Patienten und Angehörige über die Möglichkeiten der Pflege zu
informieren und sie in ihrer jeweiligen Pflegesituation zu unterstützen.
Bei der Durchführung einer Beratung sind verschiedene Schritte zu beachten:
Beziehung herstellen oder Kontaktaufnahme
Gerade in emotional belastenden Situationen ist es erforderlich, beim ersten Kontakt eine möglichst
vertrauensvolle Atmosphäre herzustellen.
Problem benennen oder Beratungsbedarf erfassen
Der Pflegeempfänger sollte ausreichend Zeit bekommen, seine Sorgen und Probleme mitzuteilen.
Beratungsziele aushandeln
Durch das Beratungsgespräch erhält der Pflegeempfänger die Möglichkeit, seine Situation zu
reflektieren, Zusammenhänge zu ordnen und auf dieser Grundlage eine Entscheidung zu treffen. Und
diese soll realistisch seien
Beratung durchführen und Lösungen Entwickeln
Ist wichtig aktivzuhören zu seien, der Pflegeempfänger bittet Frage zu stellen, Ressourcen aufzeigen,
die gemeinsame Lösungen zu suchen usw.
Beratungsprozess beenden, evaluieren und Feedback einholen
Wichtig ist weitere Angebote zu machen, Dokumentieren je nach Settings wo sie sich finden, weitere
Termine vereinbaren, wenn es notwendig ist.
Durch die Rückmeldungen haben Pflegefachpersonen die Möglichkeit, ihre Beratung stetig
anzupassen und zu verbessern
Kommunikation Kompetenz
Wahrnehmung und Beobachtung
Sehen oder Achtsamkeit den Pflegeempfänger wertschätzend wahrnehmen
Hören: oder einlassen das bedeutet aktiv zuzuhören seien, immer ein offenes Ohr für den
Pflegeempfänger haben
Fühlen: Die Pflegefachpersonen selbst sollen dabei gleichzeitig authentisch sein, den eigenen
Gefühlen nachgehen und für Entspannungsphasen sorgen.
Sprechen: bedeutet unter anderem, Mut zu machen, Fortschritte zu betonen und damit Hoffnung und
Freude beim Pflegeempfänger zu wecken.
Tun: steht für die Berührung, durch Physische und Emotionale Berührung Nähe vermitteln.
Personenzentrierte Gesprächsführung nach Carl R. Rogers (amerikanischer Psychologe 1902-1987)
Die personenzentrierte Gesprächsführung ist geprägt durch:
Empathie
Kognitive Empathie: Fähigkeit zum Perspektivwechsel
Emotionale Empathie: Fähigkeit zum Mitgefühl
Akzeptanz/Wertschätzung
Jeder Mensch wird als wertvoll erachtet.
Die Meinung anderer Menschen wird akzeptiert.
Kongruenz/Echtheit
Die Kommunikation stimmt mit den eigenen Gedanken und Gefühlen überein.
Quelle
beratung in der pflege definition - Suchen
Phasen_einer_Beratung_und_Anleitung.pdf
22 Informieren, Schulen, Anleiten und... - eRef, Thieme
Unterricht kurs CE03.2-5 Wyld und Würdrlos