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VOLLEYBALL SKRIPT OBERSTUFE

1. REGELKUNDE
Mannschaften
Eine Mannschaft setzt sich höchstens aus 12 Spielern zusammen. Jede
Mannschaft darf einen
der 12 Spieler als spezialisierten Defensivspieler angeben, den „ Libero“.

Netzhöhe:
Männer: 2,43m
Frauen: 2,24

Punkt-, Satz- und Spielgewinn


Punktgewinn:
Fehler der aufschlagenden Mannschaft _ Gegner erhält einen Punkt und
das Aufschlagrecht.
Fehler der annehmenden Mannschaft _ Gegner erhält einen Punkt und
schlägt weiter auf.
Satzgewinn:
Gewinner eines Satzes (ausgenommen des entscheidenden fünften
Satzes) ist die Mannschaft, die als erste 25 Punkte mit einem Vorsprung
von mindestens zwei Punkten erzielt.
Spielgewinn:
Gewinner des Spiels ist die Mannschaft, die drei Sätze gewinnt. Im Falle
eines 2:2 Gleichstandes wird der entscheidende (fünfte) Satz bis 15
Punkte gespielt, wobei ein Vorsprung von zwei Punkten zu erreichen ist.

Mannschaftsaufstellung:

Positionen:

Im Moment, in dem der Aufschläger den Ball schlägt, muss jede


Mannschaft, bis auf den Aufschläger (er kann seinen Aufschlag egal wo
hinter der Grundlinie ausführen), auf ihrer Spielfeldhälfte, entsprechend
der Rotationsfolge, aufgestellt sein!

Die Positionsnummern: Vorderspieler am Netz: Positionen 4 ( vorne-


links), 3 ( vorne- Mitte) und 2 (vorne- rechts).

1
Hinterspieler: Positionen 5 (hinten- links), 6 (hinten- Mitte) und 1 (hinten-
rechts) .

Die Positionen der Spieler untereinander im Moment des Aufschlags


müssen wie folgt sein:

Jeder Hinterspieler muss weiter vom Netz entfernt sein als sein
direkter Vorderspieler. Die mittleren Spieler müssen tatsächlich
zwischen den Mitspielern ihrer Reihe (Vorderzone oder
Hinterzone) stehen! Ausschlaggebend für die Bewertung der
Aufstellung ist die Fußstellung der Spieler.

Rotation:

bei Neugewinn des Aufschlagrechts vom Gegner: Rotationsfolge im


Uhrzeigersinn bei aufschlagender Mannschaft.

Spielerauswechslung

Eine Mannschaft darf höchstens 6mal pro Satz auswechseln. Mehrere


Spieler können zur gleichen Zeit ausgewechselt werden. Ein
Auswechselspieler kann nur einmal im Satz für einen Spieler der
Startaufstellung eingewechselt werden. Er kann nur durch den Spieler
ersetzt werden, für den er eingewechselt wurde. Für den Libero gelten
folgende besondere Regeln hinsichtlich der Spielaktionen:

a) Der Libero darf für jeden Hinterspieler eingetauscht werden.

b) Er darf nur als Hinterspieler agieren und keinen Angriffsschlag


ausführen, wenn sich der Ball vollständig oberhalb der Netzoberkante
befindet.

c) Er darf weder aufschlagen, blocken noch einen Blockversuch


durchführen.

d) Ein Spieler darf nach einem oberen Zuspiel des in der vorderen Zone
befindlichen Libero den

Angriff nicht oberhalb der Netzoberkante ausführen. Erfolgt die gleiche


Aktion des Liberos hinter der Vorderzone, bestehen beim Angriff keine
Einschränkungen.

Spielsituationen

Ball „in“: wenn der Ball den Boden des Feldes, oder die Begrenzungslinien
berührt. Ball „aus“: wenn er...

• vollständig außerhalb der Begrenzungslinien den Boden berührt. (Die


Berührungsfläche ist das Maß)

• einen Gegenstand außerhalb des Feldes berührt.( z.B. Hallendecke oder


eine außerhalb des Spielfelds befindliche Person)

2
• die Antennen, Spannseile, Pfosten, oder das Netz außerhalb der
Seitenbänder berührt.

• die senkrechte Ebene des Netzes entweder teilweise oder vollständig


außerhalb des Überquerungssektors überquert.

Das Spielen des Balles

Schläge je Mannschaft:

· Höchstens drei Schläge pro Mannschaft (zusätzlich zum Block);


absichtliche und unabsichtliche Ballberührungen!

· Ein Spieler darf Ball nicht zweimal hintereinander schlagen, Ausnahmen:

– beim Block: aufeinander folgende Ballberührungen eines oder mehrerer


Spieler innerhalb einer Aktion erlaubt

– erster Schlag: Ballberührungen mehrerer Körperteile hintereinander


innerhalb einer Aktion

─ erlaubt, wenn ohne Absicht

Merkmale des Schlages

· Ball darf jeden Körperteil berühren

· Ball darf nicht gehalten oder geworfen werden

· Ball am Netz

Der zum Feld des Gegners gespielte Ball muss innerhalb des
Überquerungssektors über das Netz fliegen. Dieser Sektor wird unten
durch die Netzkante, seitlich durch die Antennen und deren gedachte
Verlängerungen und oben durch die Decke begrenzt. Der Ball darf beim
Spiel ins gegnerische Feld und auch beim Aufschlag das Netz berühren.
Ein ins Netz gespielter Ball darf im Rahmen der drei Schläge der
Mannschaft weiter gespielt werden.

Spieler am Netz

• Ein Blockspieler darf beim Blocken den Ball auf der gegnerischen Seite
des Netzes berühren, wenn der Gegner dadurch nicht behindert wird.

• Ein Spieler darf seine Hände nach dem Angriffsschlag über das Netz
führen, wenn der Ballkontakt im eigenen Spielraum stattgefunden hat.

• Das Eindringen in den gegnerischen Raum unterhalb des Netzes ist


erlaubt, wenn der Gegner nicht behindert wird.

• Der Kontakt mit dem Netz ist kein Fehler, solange keine Absicht vorliegt
und das Spielgeschehen nicht beeinflusst wird.

3
Angriffsschlag
Einschränkungen für den Angriffsschlag:
Ein Vorderspieler darf einen Angriffsschlag in jeder Höhe ausführen,
wenn der Kontakt mit dem Ball in seinem eigenen Spielraum erfolgt.
Ein Hinterspieler darf einen Angriffsschlag in jeder Höhe ausführen,
wenn dieser hinter der Vorderzone erfolgt. Beim Absprung darf die
Angriffslinie weder berührt noch überschritten werden.
Ein Hinterspieler darf einen Angriffsschlag auch innerhalb der
Vorderzone ausführen, wenn sich der Ball im Augenblick des Kontaktes
nicht vollständig oberhalb der Netzoberkante befindet.
Kein Spieler darf direkt nach dem Aufschlag des Gegners einen
Angriffsschlag ausführen, wenn sich der Ball dabei in der Vorderzone und
vollständig oberhalb der Netzoberkante befindet.
Fehler beim Angriffsschlag:
Ein Spieler schlägt den Ball „aus“.
Ein Hinterspieler führt in der Vorderzone oder der Libero innerhalb der
Spielfläche einen Angriffsschlag aus, wobei sich der Ball beim Schlag
vollständig oberhalb der
Netzoberkante befindet.
Ein Spieler führt nach einem oberen Zuspiel des in der Vorderzone
befindlichen Liberos einen Angriffsschlag aus, wobei sich beim Schlag der
Ball vollständig oberhalb der Netzoberkante befindet.

Block
Block: Aktion in der Nähe des Netzes nur durch Vorderspieler, um den
vom Gegner
kommenden Ball abzuwehren.
Blockberührung gilt nicht als Schlag - Mannschaft hat Anspruch auf drei
weitere Schläge. Den ersten Schlag darf auch ein Spieler ausführen, der
den Ball während des Blocks berührt hat.
Blocken im gegnerischen Raum - Arme dürfen über das Netz geführt
werden, jedoch nur wenn der Gegner nicht behindert wird also nicht bevor
der Gegner einen Angriffsschlag vollzogen hat.
Fehler beim Blocken:
Block vor oder gleichzeitig mit dem Angriffsschlag des Gegners.
Hinterspieler führt einen Block aus oder ist daran beteiligt – Libero auch
kein Blockversuch!
Der gegnerische Aufschlag wird geblockt.

Reguläre Spielunterbrechungen
Pro Mannschaft in jedem Satz ZWEI AUSZEITEN + SECHS
SPIELERAUSWECHSELUNGEN.
Anträge dazu durch Trainer oder Kapitän, wenn der Ball aus dem Spiel ist
oder vor dem Pfiff zum Aufschlag. Eine Auszeit dauert 30 Sekunden.

4
2. TECHNIK

A) OBERES ZUSPIEL: PRITSCHEN

Bewegungsanalyse:

VORBEREITUNGSPHASE: Jede Bewegung zum Ball einschließlich der


Körperdrehung (laufen ─drehen ─ stehen ─ spielen) soll vor Ballberührung
abgeschlossen sein.
Der Spieler befindet sich bei Ballberührung unter/hinter dem Ball in
Grätschstellung – die Füße sind etwa hüftbreit auseinander und einen
halben bis ganzen Fuß nach vorne versetzt. Das Gewicht ruht mehr auf
den Fußballen, Arme und Beine sind bei aufgerichtetem Rumpf gebeugt.
Die Hände sind so geformt, dass sie den Ball umfassen, wobei die Finger
elastisch gespannt sind.

HAUPTPHASE: Kurz vor Ballberührung setzt eine Ganzkörperstreckung


ein. Der Ball wird bei gespreizter Fingerhaltung (Daumen nach
unten/hinten zur Stirn zeigend) während der Streckbewegung mit den
oberen Fingergliedern federnd in Stirnhöhe gespielt. Die
Ganzkörperstreckung ist umso ausgeprägter und zügiger, je weiter der
Pass gespielt werden muss.

ENDPHASE: Nach der Ballberührung nimmt der Spieler die Grundstellung


wieder ein.

5
B) ANGRIFFSSCHLAG

Bewegungsanalyse:
VORBEREITUNGSPHASE: Beim Angriffsschlag bewegt sich der Spieler
hinter der Angriffslinie mit 1 - 2 Auftaktschritten in die Vorderzone. Um
den Anlauf in Höhe umsetzen zu können, führt der Spieler danach einen
langen Stemmschritt zum Absprungort durch (grobe Regel: „Kurz vor
dem höchsten Punkt des Balles“). Dabei werden aktiv die Fersen
aufgesetzt und die Arme parallel nach hinten oben geschwungen. Der
letzte Schritt ist ein Beistellschritt leicht vor bzw. hinter den Stemmfuß,
in Abhängigkeit davon, ob mit rechts oder links gestemmt wird.
Gleichzeitig wird durch Tiefverlagerung des Körperschwerpunktes die
notwendige Vorspannung der Sprungmuskulatur erreicht. Der beidbeinige
Absprung wird durch ein Hochschwingen beider Arme nach vorne
oben unterstützt. Während der Schlagarm gebeugt hinter den Kopf
geführt wird, verharrt der andere Arm zur Stabilisierung etwa in
Schulterhöhe.

HAUPTPHASE: Die Schulter des Schlagarmes wird unmittelbar vor


Ballberührung nach vorne gebracht, der Schlagarm-Ellbogen (über
Schulterhöhe) wird peitschenartig zum Ball gestreckt. Dieser wird bei
gestrecktem Arm und mit betontem Handgelenkeinsatz getroffen
(Treffpunkt: Vor / über der Schulter). Dabei passt der Spieler seine
Bewegung zeitlich so an, dass er im Kulminationspunkt seines Sprunges
den Schlag ausführt (Timing). In der Schlagbewegung wird das
Vorbringen des Oberkörpers durch entsprechendes Vorbringen der Beine
ausgeglichen.

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ENDPHASE: Danach erfolgt eine beidbeinige Landung in der Nähe des
Absprungortes. Der Spieler kehrt schnell in die Spielbereitschaftsstellung
zurück.

3. TAKTIK
Flugbahn des Balles antizipieren
Um den Ball möglichst leicht und genau annehmen zu können, muss
anhand seiner
Flugbahn antizipiert werden, wo er hinfliegt. Somit kann man sich schon
vorher zum Ball bewegen und nimmt in im Stand und nicht in der
Bewegung an.

Zuspieler nimmt den zweiten Ball


Es gilt grundsätzlich die Regel, dass der Zuspieler (bei uns die Position 2)
die zweite Annahme spielt (idealerweise selbstverständlich ein Pass). Dazu
ist es ebenso notwendig, als Feldspieler dem Zuspieler den zweiten Ball
nicht "wegzuschnappen" wie ihm aus dem Weg zu gehen und auf seine
Lauffähigkeit zu vertrauen. Wenn der Ball nicht sonst wohin angenommen
wurde, schafft der Zuspieler es schon.

Bereitschaftstellung:

Wahrnehmung: Blick auf das Beobachtungsziel


richten

Knick im Hüftgelenk

Ellbogen schulterbreit, angewinkelt vor dem


Körper

Oberkörper nach vorne gebeugt

Handflächen nach oben

Knie leicht gebeugt

Grätsch-Schrittstellung

Körperschwerpunkt zentral, Gewicht auf Fußballen

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