B1 Leseverstehen – Übung
Teil 1 – Zeitungsartikel (300–400 Wörter)
Titel: Carsharing – Mobilität ohne eigenes Auto
Immer mehr Menschen in Deutschland verzichten bewusst auf ein eigenes Auto. Der Grund
dafür ist nicht nur der Wunsch, Geld zu sparen, sondern auch ein wachsendes
Umweltbewusstsein. Carsharing, also die gemeinschaftliche Nutzung von Autos, bietet hier
eine praktische Lösung. Laut einer aktuellen Studie nutzen bereits über drei Millionen
Deutsche regelmäßig Carsharing-Angebote, Tendenz steigend.
Das Prinzip ist einfach: Wer ein Auto braucht, kann es über eine App buchen und nach der
Fahrt wieder abstellen. Besonders in Städten ist dieses Modell attraktiv. Hohe Benzinpreise,
teure Parkgebühren und der Mangel an Stellplätzen machen den Besitz eines eigenen Autos
oft unpraktisch. Carsharing reduziert außerdem die Zahl der Fahrzeuge auf den Straßen und
trägt so zur Verringerung von Staus und Abgasen bei.
Allerdings gibt es auch Kritik: Auf dem Land sind Carsharing-Angebote kaum verfügbar. Dort
bleibt das eigene Auto für viele Menschen unverzichtbar. Außerdem sehen Experten die
Gefahr, dass Carsharing den öffentlichen Nahverkehr nicht ersetzt, sondern sogar mehr
Verkehr verursacht, weil Menschen häufiger das Auto nutzen, statt zu Fuß zu gehen oder das
Fahrrad zu nehmen.
Trotzdem gilt Carsharing als wichtiger Baustein für eine umweltfreundlichere Mobilität der
Zukunft. Politik und Städteplaner fordern daher den Ausbau der Angebote, besonders in
ländlichen Regionen.
Fragen (1–5): Multiple Choice
1. Warum verzichten viele Menschen laut Text auf ein eigenes Auto?
A) Um Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen
B) Weil Autos verboten wurden
C) Weil sie nicht gerne Auto fahren
2. Wo ist Carsharing besonders attraktiv?
A) In kleinen Dörfern
B) In Großstädten
C) Auf Autobahnen
3. Was ist ein Vorteil von Carsharing?
A) Mehr Parkplätze in der Stadt
B) Weniger Fahrzeuge und weniger Abgase
C) Kostenloses Benzin
4. Was kritisieren Experten am Carsharing?
A) Es ersetzt den öffentlichen Nahverkehr nicht
B) Es ist zu billig
C) Es ist nur für Touristen gedacht
5. Was fordern Politik und Städteplaner?
A) Mehr Werbung für Carsharing
B) Ausbau der Angebote auf dem Land
C) Verbot des Carsharing
Teil 2 – Blogeintrag (300–400 Wörter)
Titel: Mein Jahr ohne Plastik – ein Selbstversuch
„Kann man heute noch ohne Plastik leben?“ Diese Frage stellte ich mir vor einem Jahr, als ich
von einer Frau las, die ihren gesamten Plastikmüll in ein einziges Glas passte. Ich beschloss,
es selbst zu versuchen. Mein Ziel: ein Jahr lang so wenig Plastik wie möglich zu benutzen.
Die ersten Wochen waren schwierig. Fast alles im Supermarkt ist in Plastik verpackt – vom
Gemüse bis zur Zahnbürste. Doch dann entdeckte ich sogenannte Unverpackt-Läden. Dort
kauft man Lebensmittel in eigenen Behältern, und auch Hygieneartikel gibt es plastikfrei.
Außerdem begann ich, mehr selbst zu kochen und Dinge wie Joghurt oder Brot selbst
herzustellen.
Aber es gibt auch Grenzen: Medikamente oder viele technische Geräte gibt es nur in
Plastikverpackungen. Ganz ohne Plastik geht es also (noch) nicht. Trotzdem hat sich mein
Leben stark verändert. Ich kaufe bewusster ein, produziere viel weniger Müll und spare
sogar Geld.
Viele Freunde finden meinen Versuch spannend, aber einige halten ihn für übertrieben. Ich
glaube jedoch, dass jeder kleine Schritt wichtig ist. Wenn mehr Menschen auf Plastik
verzichten, können wir gemeinsam viel erreichen.
Fragen (6–10): Richtig oder Falsch
6. Die Autorin wollte herausfinden, ob man komplett ohne Plastik leben kann.
7. Sie fand es von Anfang an einfach, plastikfrei einzukaufen.
8. In Unverpackt-Läden kann man eigene Behälter benutzen.
9. Sie musste auf Medikamente komplett verzichten.
10. Die Autorin glaubt, dass auch kleine Veränderungen wichtig sind.
Teil 3 – E-Mail (300–400 Wörter)
Titel: Neue Arbeitszeiten – Ihre Meinung ist gefragt!
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
wie Sie wissen, haben wir in den letzten Monaten verschiedene Arbeitszeitmodelle getestet,
darunter Gleitzeit und Homeoffice. Nun möchten wir Ihre Erfahrungen sammeln, bevor wir
eine langfristige Lösung einführen.
Einige Kolleginnen und Kollegen berichten, dass Homeoffice ihnen hilft, Arbeit und
Privatleben besser zu vereinbaren. Andere empfinden es jedoch als schwierig, weil sie zu
Hause weniger konzentriert arbeiten können oder sich einsam fühlen.
Auch die Gleitzeitregelung hat Vor- und Nachteile: Manche genießen die Flexibilität, andere
finden es anstrengend, dass Kolleginnen und Kollegen zu sehr unterschiedlichen Zeiten
arbeiten.
Bitte teilen Sie uns bis Ende des Monats mit, welches Modell Sie bevorzugen und warum.
Ihre Meinung ist uns sehr wichtig!
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Geschäftsleitung
Fragen (11–15): Zuordnung
Welche Aussage passt zu welchem Arbeitsmodell?
A) Homeoffice
B) Gleitzeit
11. Hilft bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
12. Führt manchmal zu Einsamkeit.
13. Bietet flexible Arbeitszeiten.
14. Kann anstrengend sein, weil Kollegen zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten.
15. Wird von einigen als weniger produktiv empfunden.
Teil 4 – Infotext (300–400 Wörter)
Titel: Energie sparen im Alltag – Kleine Schritte, große Wirkung
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Jeder Einzelne kann
dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren. Schon kleine Veränderungen im Alltag
haben eine große Wirkung.
Zum Beispiel spart man viel Strom, wenn man Geräte ganz ausschaltet, statt sie im Stand-by-
Modus zu lassen. Auch das Ersetzen alter Glühbirnen durch LED-Lampen reduziert den
Energieverbrauch erheblich. Wer zudem beim Heizen ein Grad weniger einstellt, spart nicht
nur Geld, sondern schont auch das Klima.
Im Haushalt hilft es, kurze Kochzeiten zu wählen, Wasser nicht unnötig lange laufen zu lassen
und die Waschmaschine nur mit voller Beladung zu benutzen. Beim Einkaufen kann man auf
regionale Produkte setzen, um Transportwege zu verkürzen.
Natürlich reicht individuelles Handeln allein nicht aus – Politik und Wirtschaft müssen
ebenfalls Verantwortung übernehmen. Aber: Wenn Millionen Menschen im Alltag Energie
sparen, hat das eine enorme Wirkung auf die Umwelt.
Fragen (16–20): Lückentext
16. Geräte sollten ganz ausgeschaltet werden, statt im __________ zu bleiben.
17. Alte Glühbirnen kann man durch __________ ersetzen.
18. Schon ein Grad weniger beim __________ spart Energie.
19. Beim Einkaufen helfen __________ Produkte, Transportwege zu verkürzen.
20. Politik und __________ müssen ebenfalls Verantwortung übernehmen.
Teil 1 – Zeitungsartikel (Carsharing)
1. A) Um Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen ✅
2. B) In Großstädten ✅
3. B) Weniger Fahrzeuge und weniger Abgase ✅
4. A) Es ersetzt den öffentlichen Nahverkehr nicht ✅
5. B) Ausbau der Angebote auf dem Land ✅
Teil 2 – Blogeintrag (Plastikfrei leben)
6. Richtig ✅ (sie wollte testen, ob es geht)
7. Falsch ❌ (es war am Anfang schwierig)
8. Richtig ✅ (man darf eigene Behälter mitbringen)
9. Falsch ❌ (sie hat Medikamente genutzt, die in Plastik verpackt sind)
10. Richtig ✅ (sie betont, dass jeder kleine Schritt wichtig ist)
Teil 3 – E-Mail (Arbeitszeiten)
11. A) Homeoffice ✅
12. A) Homeoffice ✅
13. B) Gleitzeit ✅
14. B) Gleitzeit ✅
15. A) Homeoffice ✅
Teil 4 – Infotext (Energie sparen)
16. Stand-by-Modus ✅
17. LED-Lampen ✅
18. Heizen ✅
19. Regionale ✅
20. Wirtschaft ✅