📖 B1–B2 Leseverstehen – 5 Übungen
Text 1 – Zeitungsartikel
Titel: Nachhaltiger Tourismus – Reisen mit Verantwortung
Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über die Auswirkungen ihres Urlaubs.
Fliegen verursacht hohe CO₂-Emissionen, Kreuzfahrtschiffe verschmutzen die Meere, und
Massentourismus zerstört oft die Natur sowie die Kultur einer Region.
Nachhaltiger Tourismus versucht, diese Probleme zu verringern. Reisende sollen regionale
Anbieter unterstützen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen und respektvoll mit der lokalen
Bevölkerung umgehen. Statt in großen Hotelketten zu übernachten, wählen viele kleine
Pensionen oder Ferienwohnungen.
Auch umweltfreundliche Aktivitäten gewinnen an Beliebtheit: Wandern, Radfahren oder
Kanutouren verursachen deutlich weniger Schäden als Motorbootfahrten oder Safaris mit
Geländewagen.
Natürlich ist nachhaltiges Reisen nicht immer einfach. Oft sind Flugtickets günstiger als
Zugfahrkarten, und nicht jede Region bietet klimafreundliche Angebote an. Dennoch wächst
das Bewusstsein: Laut einer Studie achten inzwischen über 40 % der Deutschen bei der
Urlaubsplanung auf Nachhaltigkeit.
Fragen (1–5): Multiple Choice
1. Was kritisiert der Text am Massentourismus?
A) Er ist zu langweilig
B) Er zerstört Natur und Kultur
C) Er ist zu teuer
2. Was sollen Reisende laut Text bevorzugen?
A) Große Hotelketten
B) Regionale Anbieter
C) Kreuzfahrtschiffe
3. Welche Aktivität gilt als umweltfreundlich?
A) Motorbootfahrten
B) Safaris mit Geländewagen
C) Wandern
4. Was ist ein Problem des nachhaltigen Reisens?
A) Flugtickets sind oft billiger als Zugfahrkarten
B) Man darf keine Fotos machen
C) Es gibt keine Hotels
5. Wie viele Deutsche achten laut Studie auf Nachhaltigkeit?
A) 20 %
B) 40 %
C) 70 %
Text 2 – Blogeintrag
Titel: Ein Jahr im Ausland – meine Erfahrungen
Vor einem Jahr habe ich beschlossen, für zwölf Monate in Spanien zu leben. Mein Ziel war
es, die Sprache zu lernen und eine andere Kultur kennenzulernen.
Die ersten Wochen waren herausfordernd: Alles war neu, und ich musste mich an den
Lebensrhythmus anpassen. Besonders gewöhnungsbedürftig waren die späten Essenszeiten
und die lange Mittagspause.
Mit der Zeit lernte ich jedoch, diese Unterschiede zu schätzen. Ich fand Freunde, die mir
halfen, und konnte bald fließender Spanisch sprechen. Besonders wertvoll war die
Erfahrung, dass man durch ein fremdes Land seine eigene Kultur besser versteht.
Natürlich war nicht alles positiv. Manchmal fühlte ich mich einsam, und es gab bürokratische
Hürden. Doch am Ende überwiegt das Positive: Ich habe nicht nur eine neue Sprache
gelernt, sondern auch viel über mich selbst.
Fragen (6–10): Richtig oder Falsch
6. Der Autor lebte ein Jahr lang in Spanien.
7. Am Anfang war alles leicht und unkompliziert.
8. Er fand die späten Essenszeiten ungewohnt.
9. Er konnte nach einiger Zeit besser Spanisch sprechen.
10. Er fand die Erfahrung insgesamt bereichernd.
Text 3 – E-Mail
Titel: Neue Bibliotheksregeln
Liebe Studierende,
um die Nutzung der Bibliothek angenehmer zu gestalten, treten ab dem 1. Oktober neue
Regeln in Kraft.
1. Die Öffnungszeiten werden verlängert: Die Bibliothek ist nun werktags von 8 bis 22
Uhr geöffnet, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.
2. Essen ist in allen Bereichen streng verboten. Getränke sind nur in verschließbaren
Flaschen erlaubt.
3. Bitte halten Sie Ihr Handy auf lautlos. Telefonieren ist ausschließlich im
Eingangsbereich gestattet.
4. Ab sofort gibt es einen separaten Gruppenarbeitsraum, in dem laut gesprochen
werden darf.
Wir bitten alle Studierenden, diese Regeln einzuhalten, damit die Bibliothek ein ruhiger und
produktiver Arbeitsort bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Universitätsbibliothek
Fragen (11–15): Zuordnung
Welche Regel gilt für welchen Bereich?
A) Bibliothek allgemein
B) Eingangsbereich
C) Gruppenarbeitsraum
11. Handy nur auf lautlos stellen
12. Essen verboten
13. Telefonieren erlaubt
14. Laut sprechen erlaubt
15. Getränke nur in verschließbaren Flaschen
Text 4 – Infotext
Titel: Homeoffice – Vor- und Nachteile
In den letzten Jahren hat sich das Arbeiten von zu Hause stark verbreitet. Viele Beschäftigte
schätzen die Flexibilität: Kein Pendeln, mehr Zeit für die Familie und die Möglichkeit, die
Arbeitszeiten besser einzuteilen.
Doch Homeoffice hat auch Schattenseiten. Manche Menschen arbeiten länger, weil die
Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen. Andere fühlen sich isoliert, da der
Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen fehlt.
Firmen profitieren ebenfalls: Sie sparen Bürokosten und können Mitarbeitern mehr Freiheit
geben. Gleichzeitig müssen sie aber sicherstellen, dass Kommunikation und Teamarbeit nicht
leiden.
Experten empfehlen daher hybride Modelle: Einige Tage im Büro, einige Tage zu Hause. So
lassen sich die Vorteile kombinieren und die Nachteile verringern.
Fragen (16–20): Lückentext
16. Viele Beschäftigte schätzen am Homeoffice die __________.
17. Ein Nachteil ist, dass Beruf und __________ verschwimmen.
18. Manche fühlen sich __________.
19. Firmen sparen durch Homeoffice __________.
20. Experten empfehlen __________ Modelle.
Text 5 – Magazinartikel
Titel: Die Zukunft der Energie – zwischen Innovation und Verantwortung
Die Frage, wie wir in Zukunft Energie produzieren, ist entscheidend für Klima und Wirtschaft.
Fossile Brennstoffe wie Kohle und Erdöl sind nicht unbegrenzt verfügbar und verursachen
hohe CO₂-Emissionen.
Erneuerbare Energien wie Wind, Sonne und Wasser gelten als klimafreundliche Alternative.
Doch auch hier gibt es Herausforderungen: Windräder verändern Landschaften,
Solaranlagen brauchen viel Platz, und Wasserkraftwerke greifen in Ökosysteme ein.
Eine weitere Möglichkeit ist die Kernenergie. Sie liefert große Mengen Strom, ohne direkt
CO₂ zu erzeugen. Allerdings bleibt das Problem der Endlagerung radioaktiver Abfälle.
Forschende arbeiten zudem an innovativen Technologien wie Wasserstoffenergie oder
Fusionskraftwerken. Diese könnten langfristig eine nahezu unbegrenzte Energiequelle sein –
allerdings sind sie noch nicht marktreif.
Klar ist: Die Energiewende erfordert nicht nur technische Lösungen, sondern auch politische
Entscheidungen und das Engagement der Gesellschaft. Nur gemeinsam kann der Übergang
zu einer nachhaltigen Energieversorgung gelingen.
Fragen (21–25): Multiple Choice
21. Warum sind fossile Brennstoffe problematisch?
A) Sie sind unbegrenzt
B) Sie verursachen CO₂-Emissionen
C) Sie sind kostenlos
22. Was ist ein Nachteil von Windrädern?
A) Sie verändern Landschaften
B) Sie produzieren kein CO₂
C) Sie sind zu klein
23. Welches Problem hat die Kernenergie?
A) Sie erzeugt kein CO₂
B) Sie ist zu teuer
C) Endlagerung radioaktiver Abfälle
24. Welche Technologie ist noch nicht marktreif?
A) Fusionskraftwerke
B) Wasserkraftwerke
C) Solaranlagen
25. Was ist laut Text notwendig für die Energiewende?
A) Nur neue Technik
B) Technik, Politik und Gesellschaft
C) Nur mehr Kohle
✅ Lösungen
Text 1 – Nachhaltiger Tourismus
1. B ✅
2. B ✅
3. C ✅
4. A ✅
5. B ✅
Text 2 – Ein Jahr im Ausland
6. R ✅
7. F ❌
8. R ✅
9. R ✅
10. R ✅
Text 3 – Neue Bibliotheksregeln
11. A ✅
12. A ✅
13. B ✅
14. C ✅
15. A ✅
Text 4 – Homeoffice
16. Flexibilität ✅
17. Privatleben ✅
18. Isoliert ✅
19. Bürokosten ✅
20. Hybride ✅
Text 5 – Zukunft der Energie
21. B ✅
22. A ✅
23. C ✅
24. A ✅
25. B ✅