DE 10 2012 112 235 A1 Offenlegungsschrift
DE 10 2012 112 235 A1 Offenlegungsschrift
*DE102012112235A120140612*
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Offenlegungsschrift
[0005] Demnach ist erfindungsgemäß eine bifunktio- [0011] Für eine erfindungsgemäße Waffe kommen
nale oder multifunktionale Schlaghebeleinheit vorge- unterschiedlichste Munitionsarten in Betracht. Der
sehen, umfassend mindestens zwei bei Auslösen der Begriff Handfeuerwaffe umfasst im Sinne der vor-
Waffe voneinander unabhängig bewegliche Schlag- liegenden Erfindung ein- oder beidhändig von einer
hebel, wobei jeder Schlaghebel jeweils nur einen Person benutzbare, am Körper des Nutzers tragbare
Schlagbolzen einer mindestens zwei in beabstande- Waffen, welche es erlauben, eine Projektilladung be-
ten Positionen angeordnete Schlagbolzen umfassen- inhaltend mindestens eine Projektilsorte ausgewählt
den Schlagbolzeneinheit beaufschlagt, wobei jeder aus der Gruppe bestehend aus Projektilgasen, Pro-
Schlagbolzen jeweils einem Lauf der Waffe zugeord- jektilflüssigkeiten, Projektilpartikeln, Festkörper-Pul-
net ist. ver-Projektilen und homogenen Festkörperprojekti-
len gezielt zumindest auf eine kurze Distanz von we-
[0006] Vorzugsweise ist die bifunktionale Schlaghe- nigen Metern in einen anvisierten, begrenzten Be-
beleinheit um eine Achse schwenkbar ausgebildet reich auszubringen.
und beim Spannvorgang schwenken die mindestens
zwei Schlaghebel gemeinsam in ihre gespannte Po- [0012] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der
sition. Erfindung ist vorgesehen, dass die Schlaghebelein-
heit mit mindestens einem teilweise außenseitig an
[0007] Besonders vorteilhaft ist, wenn gemäß einer der Waffe sichtbaren Spannstandsanzeiger zusam-
Weiterbildung der Erfindung der Spannvorgang der menwirkt und diesen in der gespannten Position so
Schlaghebeleinheit mittels eines Bauelements be- beaufschlagt, dass dieser in eine Position bewegt
wirkt wird, welches an der Kipplaufeinheit schwenk- wird, in der er den gespannten Zustand der Waffe an-
bar angebracht ist und bei Schließen der Kipplauf- zeigt. Wenn die Waffe beispielsweise über zwei Läu-
einheit die Schlaghebeleinheit beaufschlagt. Dieses fe verfügt, sind bevorzugt zwei solcher Spannstands-
Bauelement kann insbesondere ein verschiebliches anzeiger vorhanden, so dass man für jeden Lauf se-
Spannhebelblech sein. hen kann, ob der jeweilige Schlaghebel gespannt
ist. Bevorzugt ist mindestens ein Spannstandsan-
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Waffe wird die zeiger oberhalb oder hinter der Schlaghebeleinheit
sonst für das Spannen der Schlaghebeleinheit not- schwenkbar angebracht und wird beim Spannen des
wendige Kraft durch das Schließen des Kipplaufs auf- Schlaghebels in eine obere Position geschwenkt.
gebracht. Dadurch muss beim Schuss am Abzug nur
noch die für das Auslösen notwendige Kraft aufge- [0013] Insbesondere kann gemäß einer Weiterbil-
bracht werden, so dass sich ein reduziertes Abzugs- dung der vorliegenden Erfindung die Schlaghebelein-
gewicht ergibt. heit eine bezüglich ihrer Schwenkachse radiale An-
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formung aufweisen, die beim Schwenken der Schlag- genden Betätigen des Abzugs jeweils abwechselnd
hebeleinheit ein in einer Ausnehmung des Gehäuses mit je einer Wippe zusammenwirken und jeweils ab-
geführtes verschiebbares Bauelement beaufschlagt, wechselnd einen einem Lauf der Waffe zugeordne-
welches gegen die Einwirkung einer Federkraft ver- ten Schlaghebel auslösen. Durch eine solche kon-
schoben wird, wenn die Schlaghebeleinheit in ihre struktive Lösung wird zum einen sichergestellt, dass
gespannte Position schwenkt. Auf diese Weise wird nach dem Auslösen des einen Schlaghebels beim er-
es möglich, eine hohe Spannkraft auf den Schlag- neuten Betätigen des Abzugs der andere Schlaghe-
hebel in der gespannten Stellung aufzubringen bei bel ausgelöst wird. Außerdem kann man die genann-
gleichzeitiger Unterbringung der hierfür verwendeten te Stellradeinheit dazu nutzen, um an der Waffe an-
Bauelemente auf kleinem Bauraum. Das genannte zuzeigen, welcher der Läufe als nächstes abgefeu-
verschiebbare Bauelement wird dabei von der Fe- ert wird, beispielsweise, indem man ein Stellrad mit
derkraft beaufschlagt und lenkt diese Kraft über die verschiedenen Farbflächen versieht, so dass je nach
radiale Anformung um auf den Schlaghebel. Dieses Stellung des Stellrads entsprechende Farbflächen in
verschiebbare Bauelement kann zum Beispiel ein einem Indikatorfenster am Gehäuse angezeigt wer-
Bolzen sein, der etwa am einen Ende von der Anfor- den können. Nachdem der Abzug betätigt und die
mung der Schlaghebeleinheit beaufschlagt wird und Waffe abgefeuert wurde, dreht sich das Stellrad um
der etwa am anderen Ende eine Druckfeder beauf- eine Winkeleinheit, so dass die Farbfläche im Indika-
schlagt, die in der gespannten Position (des Schlag- torfenster wechselt. Bei einer Waffe mit zwei Läufen
hebels) komprimiert wird. genügen zwei verschiedene Farbflächen, die sich auf
der Fläche des Stellrads abwechseln.
[0014] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung der
Erfindung sieht vor, dass seitlich am Gehäuse der [0018] Die Unteransprüche betreffen bevorzugte
Waffe, vorzugsweise im Bereich des Griffstücks ein Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Aufgaben-
Indikatorfenster vorgesehen ist, welches per Farb- lösung. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich
wechsel oder durch einen ausfahrbaren Nocken an- der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungs-
zeigt, welcher Schlaghebel bei Betätigung des Ab- beispiele, die auf die beiliegenden Zeichnungen Be-
zugs als Nächster auslöst. zug nimmt. Dabei zeigen:
[0015] Um den bzw. die Schlaghebel in der ge- [0019] Fig. 1A eine Seitenansicht einer beispielhaf-
spannten Position zu sichern, ist vorzugsweise vor- ten erfindungsgemäßen Waffe;
gesehen, dass die Schlaghebeleinheit ein Sperrele-
ment aufweist, mittels dessen die Schlaghebeleinheit [0020] Fig. 1B eine Vorderansicht einer beispielhaf-
in der gespannten Position von einer mit dem Sper- ten erfindungsgemäßen Waffe;
relement zusammenwirkenden Fangklinke blockiert
wird. [0021] Fig. 1C eine perspektivische Ansicht der Waf-
fe;
[0016] Die Erfindung sieht vor, dass die Waffe ei-
nen nach vorn hin abkippbaren Kipplauf aufweist und [0022] Fig. 1D eine Draufsicht auf die Waffe;
dass der Kippmechanismus ausgelöst wird mittels ei-
nes an der Oberseite im hinteren Bereich des Rah- [0023] Fig. 2 eine Seitenansicht mit abgekipptem
mens der Waffe angeordneten Hebels oder eines Lauf sowie Einblick in das Innere der Waffe;
Schiebers, der auch gleichzeitig als Visierung dienen
kann. In vorteilhafter Weise sieht die Erfindung vor, [0024] Fig. 3 eine ähnliche Seitenansicht wie in
dass über das Schließen des Kipplaufs die Schlag- Fig. 2, jedoch mit geschlossener Kipplaufeinheit;
hebel gespannt werden, so dass das Abzugsgewicht
stark reduziert wird, denn beim Abziehen muss nur [0025] Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines
noch eine für das Auslösen erforderliche vergleichs- Teils einer teilweise demontierten Waffe gemäß ei-
weise geringe Kraft aufgebracht werden. nem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfin-
dung;
[0017] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor,
dass an der Waffe eine Abzugseinheit umfassend [0026] Fig. 5 eine Seitenansicht des Spannhebel-
den Abzugsbügel vorhanden ist, welche ein Element mechanismus einer erfindungsgemäßen Waffe bei
aufweist, das bei Betätigung des Abzugs selektiv ei- nicht gespanntem Spannhebel;
ne einem der Schlaghebel zugeordnete Wippe be-
aufschlagt, die jeweils selektiv einen der Schlaghebel [0027] Fig. 6 eine entsprechende Seitenansicht wie
auslöst. Insbesondere kann dies konstruktiv so gelöst in Fig. 5, wobei sich jedoch der Spannhebel in der
werden, dass die Abzugseinheit eine Stellradeinheit hinteren gespannten Stellung befindet;
mit mindestens einem Stellrad umfasst, die wenigs-
tens zwei Nocken in verschiedenen Umfangsposi-
tionen aufweist, die bei mehrfachem aufeinanderfol-
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[0028] Fig. 7 eine perspektivische Detailansicht ei- [0043] Fig. 22 eine perspektivische Detailansicht ei-
nes Ausschnitts aus Fig. 5 mit den beiden Spannhe- nes Ausschnitts aus Fig. 20 mit den beiden Spann-
beln; hebeln;
[0029] Fig. 8 eine perspektivische Detailansicht ei- [0044] Fig. 23 eine weitere Seitenansicht der Waffe,
nes Teils des Abzugssystems einer erfindungsgemä- bei der sich die Abzugseinheit in einer vorderen Stel-
ßen Waffe; lung befindet;
[0030] Fig. 9 eine Explosionsansicht der in Fig. 8 [0045] Fig. 24 eine entsprechende Ansicht wie in
dargestellten Abzugseinheit; Fig. 23, wobei sich hier die Abzugseinheit in einer
hinteren Stellung befindet;
[0031] Fig. 10 eine perspektivische Ansicht der lin-
ke Griffschale einer erfindungsgemäßen Waffe von [0046] Fig. 25 eine perspektivische Ansicht einer
innen her gesehen; Waffe gemäß einer weiteren beispielhaften Variante
der vorliegenden Erfindung, in teilweiser Explosions-
[0032] Fig. 11 einen Längsschnitt durch die Abzug- darstellung;
seinheit;
[0047] Fig. 26 eine entsprechende perspektivische
[0033] Fig. 12 einen weiteren Längsschnitt durch die Ansicht der Waffe von Fig. 1 mit in das Gehäuse der
Abzugseinheit; Waffe eingesetzter Schlagbolzeneinheit;
[0034] Fig. 13 eine Seitenansicht der Abzugseinheit; [0048] Fig. 27 drei Ansichten der Schlagbolzenein-
heit gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 25 und
[0035] Fig. 14 eine Ansicht der Abzugseinheit von Fig. 26, davon links einmal perspektivisch und mittig
vorn; und rechts jeweils in einer Vorderansicht mit unter-
schiedlichen Schlagbolzen.
[0036] Fig. 15 eine Ansicht der Abzugseinheit von
oben, in der die Längsschnitte gemäß den Fig. 11 [0049] Es wird zunächst auf die Fig. 1 Bezug ge-
und Fig. 12 eingezeichnet sind; nommen. Die hier dargestellte Handfeuerwaffe ist ei-
ne Pistole 10 mit einem Griffstück 14 sowie mit einer
[0037] Fig. 16 eine schematisch vereinfachte Sei- Kipplaufeinheit 11, die zwei Läufe 12, 13 aufweist und
tenansicht zur Erläuterung der Funktionen des Ab- um eine Achse schwenkbar ist, so dass die gesamte
zugssystems in einer ersten Bewegungsphase, wo- Kipplaufeinheit 11 nach vorn hin abkippbar ist. Das
bei man in die rechte Griffschale des Griffstücks Abkippen der Laufeinheit 11 ist möglich, nachdem ein
schaut; Schieber 15 nach hinten geschoben und die Lauf-
einheit damit entriegelt wurde. Der Schieber kann so
[0038] Fig. 17 eine weitere schematisch vereinfach- ausgebildet sein, dass er gleichzeitig auch als Visie-
te Seitenansicht zur Erläuterung der Funktionen des rung dient. Am Griffstück 14 der Waffe befindet sich
Abzugssystems in einer zweiten Bewegungsphase; ein Indikatorfenster 16, in dem man Informationen an
der Waffe ablesen oder fühlen kann, welcher Schlag-
[0039] Fig. 18 eine weitere schematisch vereinfach- hebel bei Betätigung des Abzuges als Nächster aus-
te Seitenansicht zur Erläuterung der Funktionen des löst. Oberhalb des Griffstücks 14 ist am Gehäuse der
Abzugssystems in einer dritten Bewegungsphase; Waffe ein schwenkbarer Sicherungshebel 17 vorge-
sehen, der sich in Fig. 1 in der gesicherten Stellung
[0040] Fig. 19 eine weitere schematisch vereinfach- befindet.
te Seitenansicht zur Erläuterung der Funktionen des
Abzugssystems, wobei man hier in die linke Griff- [0050] Nähere Einzelheiten der erfindungsgemäßen
schale des Griffstücks schaut; Waffe werden nachfolgend unter Bezugnahme auf
die Fig. 2 und Fig. 3 erläutert. Es handelt sich um
[0041] Fig. 20 eine Seitenansicht eines zur Variante Detailzeichnungen sowie Ansichten, die das Innere
von Fig. 5 alternativen Spannhebelmechanismus ei- der Waffe in verschiedenen Positionen des Kipplaufs
ner erfindungsgemäßen Waffe bei nicht gespanntem zeigen. Fig. 2 zeigt die Waffe mit abgekippter Lauf-
Spannhebel; einheit 11, wobei das Spannhebelblech 18 und ei-
ner der Schlaghebel 19 in der Seitenansicht erkenn-
[0042] Fig. 21 eine entsprechende Seitenansicht bar sind. Man sieht, dass die Kipplaufeinheit 11 um
wie in Fig. 20, wobei sich jedoch der Spannhebel in die Schwenkachse 20 nach vorn geschwenkt ist, wo-
der hinteren gespannten Stellung befindet; bei das Spannhebelblech 18 an der Kipplaufeinheit
11 schwenkbar angebracht ist. Wenn nun aus dieser
abgekippten Position des Laufs heraus die Kipplauf-
einheit 11 wieder in ihre geschlossene Ausgangslage
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gebracht wird, führt dies dazu, dass sich das Spann- die Spannstandsanzeiger sind an der Rückseite der
hebelblech 18 in Pfeilrichtung nach hinten hin ver- Waffe sichtbar und fühlbar.
schiebt. Das der Kipplaufeinheit 11 abgewandte hin-
tere Ende 21 des Spannhebelblechs 18 drückt dabei [0054] Die erfindungsgemäße Waffe weist weiter-
gegen einen am Schlaghebel 19 angebrachten No- hin ein modulares Schlagbolzenelement 27 auf, an
cken 22, was dazu führt, dass dieser Schlaghebel 19 dessen Rückseite mit Abstand in vertikaler Richtung
um seine Achse nach hinten in eine gespannte Posi- voneinander sich die beiden Schlagbolzen 28, 29
tion schwenkt. Der zweite Schlaghebel der Schlaghe- befinden. Der einzelne Schlaghebel 19 darf natür-
beleinheit wird dabei mitgenommen und infolgedes- lich bei Auslösung der Waffe nur auf einen der bei-
sen um seine Achse auch nach hinten in eine ge- den Schlagbolzen einwirken, was in dem Ausfüh-
spannte Position geschwenkt. rungsbeispiel so gelöst ist, dass der Schlaghebel 19
in seinem oberen Bereich eine durch eine Ausneh-
[0051] Fig. 3 zeigt die Stellung, bei der die Kipplauf- mung gebildete Schlagfläche 30 aufweist, die auf den
einheit 11 wieder geschlossen ist, in einer ähnlichen oberen der beiden Schlagbolzen 28 auftrifft, wenn
teilweise geschnittenen Seitenansicht wie sie Fig. 2 der Schlaghebel 19 ausgelöst wird, während der
darstellt. Man erkennt in Fig. 3, dass das schwenkbar mit 29 bezeichnete untere der beiden Schlagbolzen
mit der Kipplaufeinheit verbundene Spannhebelblech senkrecht zur Zeichnungsebene gesehen vor dem
18 sich nun in einer Endstellung befindet, in der es Schlaghebel 19 liegt und somit von diesem nicht be-
sich unter den Nocken 22 am Schlaghebel 19 bewegt aufschlagt wird. Dies kann man in der abgeschlage-
und dadurch die Schlaghebel frei gibt. Dies ergibt sich nen Stellung gemäß Fig. 2 gut erkennen. Der in den
dadurch, dass das Spannhebelblech 18 beim Zuklap- Fig. 2 und Fig. 3 dargestellte Schlaghebel 19 ist der
pen der Kipplaufeinheit 11 schließlich nach unten ge- rechte (in der Ansicht gemäß Fig. 2 hintere) Schlag-
drückt wird und dadurch in der Endstellung der No- hebel und dieser wirkt nur auf den oberen Schlagbol-
cken 22 am Schlaghebel 19 freigegeben wird. Der zen 28, nicht aber auf den unteren Schlagbolzen 29,
Schlaghebel fällt dann in seine Fangklinke 31 und für den ein zweiter (linker) Schlaghebel vorgesehen
wird dadurch in seiner gespannten Stellung gehalten. ist, der in Fig. 2 nicht dargestellt ist. Beide Schlaghe-
bel gemeinsam bilden die bifunktionale Schlaghebe-
[0052] Diese in den Fig. 2 und Fig. 3 erkennbare leinheit der Waffe.
Fangklinke 31 dient zur Sicherung des Schlaghebels
19 in der gespannten Stellung und befindet sich et- [0055] Weitere Details der Mechanik der Waffe er-
wa in einem Bereich unterhalb unmittelbar an das un- geben sich aus der Darstellung gemäß Fig. 4. Man
tere Ende des Schlaghebels 19 angrenzend. Nahe erkennt die bifunktionale Schlaghebeleinheit, die ne-
seiner Schwenkachse weist der Schlaghebel 19 eine ben dem bereits beschriebenen vorderen Schlaghe-
radiale Reduzierung am Umfang auf, wodurch sich bel 19 einen zweiten in der Zeichnung hinten lie-
ein Vorsprung 32 am Schlaghebel ergibt, der mit der genden Schlaghebel 33 umfasst, welcher wie man
vorgenannten Fangklinke 31 zusammenwirkt und wie sieht zu dem Schlaghebel 19 nicht baugleich ist. Bei-
man in Fig. 3 erkennt in der gespannten Stellung des de Schlaghebel 19, 33 greifen in Querrichtung der
Schlaghebels 19 den Schlaghebel fängt und arretiert, Waffe gesehen ineinander. In der Stellung gemäß
wobei das vordere Ende der Fangklinke 31 hinter den Fig. 4 befinden sich beide Schlaghebel 19, 33 in der
Vorsprung 32 des Schlaghebels 19 rastet und dabei hinteren gespannten Stellung. Wird die Waffe abge-
nach oben schwenkt wie man durch Vergleich der je- feuert, bewegt sich nur einer der Schlaghebel in die
weiligen Stellungen der Fangklinke 31 in den Fig. 2 vordere Auslösestellung und beaufschlagt den ent-
und Fig. 3 erkennt. sprechenden Schlagbolzen, so dass der jeweils an-
dere Schlaghebel in der hinteren Stellung und somit
[0053] Weiterhin ist in den Fig. 2 und Fig. 3 einer gespannt verbleibt. Im Bereich ihrer Schwenkachse
der beiden Spannstandsanzeiger 25 erkennbar, wel- weisen die Schlaghebel 19, 33 jeweils radiale Anfor-
cher jeweils mit dem Schlaghebel 19 zusammenwirkt, mungen 34 auf, von denen eine in Fig. 4 und auch
wobei in Fig. 2 der ungespannte Zustand gezeigt ist in Fig. 2 erkennbar ist. Diese radiale Anformung des
und in Fig. 3 der gespannte Zustand, in dem der anderen hinteren Schlaghebels 33 ist in Fig. 4 nicht
Schlaghebel 19 mit seinem oberen Ende unter den erkennbar, da sie eine Position hat, die bezüglich des
Spannstandsanzeiger 25 greift und diesen nach oben Umfangs versetzt ist zu derjenigen der Anformung 34
drückt, wodurch der Spannstandsanzeiger um eine des vorderen Schlaghebels 19. Die genannten Anfor-
Achse 26 schwenkt. Je nach Stellung des Spann- mungen 34 sind dazu da, beim Spannen der Schlag-
standsanzeigers 25, von denen es je einen für je- hebel die Federkraft zu erzeugen, die benötigt wird,
den Schlaghebel der Waffe gibt, also in dem vorlie- um den Schlaghebel beim Abfeuern der Waffe mit ho-
genden Ausführungsbeispiel zwei, kann man somit her Geschwindigkeit schlagartig nach vorn zu bewe-
an der Rückseite der Waffe von außen sichtbar und gen.
fühlbar feststellen, ob der entsprechende Schlaghe-
bel für das Projektil dieses Laufs gespannt ist, denn [0056] Anhand der Fig. 5, Fig. 6 und Fig. 7, auf die
nachfolgend Bezug genommen wird, wird der beim
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Spannen des Schlaghebels wirkende Federmecha- portkontur 52 (vorstehende Rippen oder dergleichen)
nismus deutlicher. Es ist für jeden Schlaghebel 19, 33 des Stellrades 39, welches bei Betätigung des Abzu-
jeweils ein in der Waffe in einer Führung etwa senk- ges 37 das verbundene Stellrad 39/40 definiert wei-
recht angeordneter Bolzen 47, 48 vorgesehen, wobei terdreht.
der Bolzen in der ungespannten Stellung des Schlag-
hebels etwa parallel zum Schlaghebel steht, in der [0059] Die Abzugseinheit 37 umfasst zudem wie
gespannten Stellung gemäß Fig. 6 aber einen spit- man in Fig. 9 sieht zwei schalenartige Halbteile 53,
zen Winkel zum Schlaghebel einnimmt. In der Nä- 54, die gemeinsam ein Gehäuse bilden (siehe Fig. 8),
he der Schwenkachse 49 im unteren Bereich jedes in dem die beiden miteinander verbundenen Stellrä-
Schlaghebels 19, 33 befindet sich jeweils eine radiale der 39, 40 auf einer Achse 70 drehbar gelagert sind
Anformung 34, die sich beim Drehen des Schlaghe- und in denen auch ein parallel zur Schussrichtung
bels um seine Schwenkachse 49 aus der ungespann- ausgerichteter Stift 44 gelagert ist, der das Lager für
ten Stellung gemäß Fig. 5 nach oben bewegt (siehe eine diesen umgebende Spiralfeder 45 ist, welche
Fig. 6), wodurch die um den Bolzen 47, 48 gelegte als dazu dient, bei Betätigung des Abzugsbügels 38 ei-
Druckfeder ausgebildete Spiralfeder 50, 51, die in ei- ne Rückstellkraft in Schussrichtung aufzubauen, wo-
ner Aussparung beispielsweise der Griffschale gehal- durch gewährleistet ist, dass sich der Abzugsbügel
ten ist, zusammengedrückt und damit gespannt wird. nach dem Abfeuern der Waffe wieder in seine Aus-
Durch diese konstruktive Lösung gelingt es, auf ver- gangsstellung zurück bewegt. Der Stift 44 ist im Ge-
gleichsweise kleinem Bauraum einen Federmecha- häuse der Waffe festgehalten (siehe auch Fig. 2 und
nismus zu schaffen, der eine hohe Federkraft auf den Fig. 4) und ist in Anformungen der beiden Halbteile
Schlaghebel 19, 33 in seiner gespannten Stellung ge- der Abzugseinheit 37 geführt gelagert, wobei das hin-
mäß Fig. 6 ausübt, so dass beim Auslösen der Waf- tere Halbteil des Gehäuses der Abzugseinheit 37 in
fe der Schlaghebel 19, 33 mit hoher Geschwindigkeit Fig. 9 mit dem Bezugszeichen 53 bezeichnet ist und
nach vorn schnellt und auf den Schlagbolzen 28 trifft dort die Anformung für den Stift 44 erkennbar ist. Da-
(siehe auch Fig. 2.) Während in den Seitenansichten durch, dass der Stift 44 im Gehäuse der Waffe fest-
gemäß den Fig. 5 und Fig. 6 nur jeweils der hintere gehalten ist, wird beim Bewegen der Abzugseinheit
Schlaghebel 33 mit seinem Federmechanismus dar- 37 relativ zu dem Stift 44 die Feder 45 gespannt und
gestellt ist, kann man in Fig. 7 beide Schlaghebel 19, damit die Rückstellkraft für den Abzugsbügel 38 er-
33 mit ihren jeweiligen Bolzen und Federn erkennen. zeugt.
[0057] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die [0060] Das rechte Stellrad 40, das über die Achse 70
Fig. 8 bis Fig. 15 zunächst der Aufbau des Abzugs- und die Schraube 75 mit dem linken Stellrad 39 ver-
mechanismus einer erfindungsgemäßen Waffe nä- bunden ist, besitzt an seinem Außenkranz eine Ein-
her erläutert. Das Abzugssystem umfasst die Abzug- rastkontur 72, welche in Verbindung mit dem im Ge-
seinheit 37 mit dem Abzugsbügel 38, der beim Ab- häuse der Abzugseinheit 37 über die Feder 74 fe-
feuern der Waffe üblicherweise mit dem Finger be- dernd gelagerten Rastbolzen 73 nur in eine Richtung
tätigt und zum hinteren Ende der Waffe hin (entge- drehbar ist.
gen der Schussrichtung) verschoben wird. Es sind
im Gehäuse der Abzugseinheit zwei Stellräder 39, [0061] Das in Fig. 9 erkennbare vordere Halbteil 54
40 in ihrer Achsrichtung (Achse in Querrichtung der des Gehäuses der Abzugseinheit 37 weist hinter dem
Waffe) drehbar hintereinander angeordnet, die an ih- Bereich, in dem die beiden Stellräder 39, 40 gelagert
rem Umfang jeweils mit voneinander in regelmäßigen sind einen sich zu seinem hinteren Endbereich hin er-
Umfangsabständen angeordnete Nocken 41, 42 auf- streckenden länglichen Fortsatz 55 auf, dessen Auf-
weisen, deren Funktion später noch näher erläutert gabe es ist, beim Betätigen des Abzugs mit jeweils
wird. Das erste Stellrad 39 weist auf seiner zur Außer- einer von zwei Wippen 35, 36 zusammen zu wirken,
seite der Waffe hin gewandten Seite sich jeweils am die in Fig. 4 dargestellt sind. Diese Funktion wird spä-
Umfang abwechselnde Farbflächen zwischen Rippen ter bei der Beschreibung der Funktionen des Abzugs-
einer Transportkontur 52 auf, die dazu dienen, über mechanismus näher erläutert. Bezüglich der weiteren
ein von außen an der Waffe erkennbares Indikator- konstruktiven Einzelheiten der Abzugseinheit 37 wird
fenster 16 (siehe Fig. 1) sichtbar zu machen, welcher auch auf die Einzelzeichnungen gemäß den Fig. 11
Schlaghebel der Waffe jeweils gespannt ist. bis Fig. 15 verwiesen. In Fig. 13 sieht man wie das
vordere Stellrad 39 in dem Halbteil 54 gelagert ist,
[0058] Mit den beiden Stellrädern 39, 40 zusammen während in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 11 das
wirkt ein federnd gelagerter Transporthebel 43, der hintere Stellrad 40 erkennbar ist. Am hinteren Ende
als Umschalter fungiert und der in der linken Griff- des längliches Fortsatzes 55 befindet sich eine nach
schale des Griffstücks 14 der Waffe gelagert ist wie oben hin gerichtete Abwinklung 56, deren Funktion
man in Fig. 10 erkennen kann. Der Transporthebel 43 es ist, unter die Wippen 35, 36 zu greifen, wodurch
ist im Gehäuse der Waffe um eine Achse schwenkbar letztlich beim Betätigen des Abzugsbügels 38 in einer
beweglich mittels der Schraube 71 befestigt. Dieser Endphase der gespannte Schlaghebel aus seiner Si-
Transporthebel wird beaufschlagt durch die Trans- cherung gelöst wird, was sich am besten anhand der
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schematischen Darstellungen gemäß den Fig. 16 bis berührt wird und daher in ihrer Position verbleibt.
Fig. 19 erläutern lässt, die die verschiedenen Bewe- Wenn beispielsweise der rechte hintere Schlaghebel
gungsphasen bei Betätigung des Abzugsbügels zei- 33 (siehe auch Fig. 7) bei dem zuvor beschriebenen
gen, auf die nachfolgend Bezug genommen wird. Abzugsvorgang ausgelöst wird und man danach den
Abzug wieder nach vorn gleiten lässt, wird die Rat-
[0062] In Fig. 16 steht der Abzugsbügel 38 in der sche des Abzugsmechanismus beim nächsten Betä-
Ausgangsstellung, wobei der hier dargestellte der tigen des Abzugs wieder um eine Dreheinheit (z.B.
beiden Schlaghebel 19 sich in seiner gespannten hin- 60 °) weitergedreht, so dass immer gewährleistet ist,
teren Stellung befindet. Der längliche Fortsatz 55 der dass dann der linke (vordere) Schlaghebel 19 aus-
Abzugseinheit mit der Abwinklung 56 greift unter ei- löst.
ne der beiden Wippen 36, so dass dies nach oben
gedrückt wird, wodurch die Fangklinke 31 hinter den [0065] Während man in den Fig. 16 bis Fig. 18 je-
Vorsprung 32 des Schlaghebels 19 greift und die- weils in die rechte Griffschale des Griffstücks schaut,
sen dadurch in seiner hinteren gespannten Stellung sieht man in Fig. 19 in die linke Griffschale des Griffs-
fängt. Das Stellrad 40, welches an seinem Umfang tücks und erkennt dort den in dieser Griffschale mon-
versetzte Nocken 42 aufweist befindet sich in einer tierten als Umschalter dienenden, federnd gelager-
Ausgangsstellung. ten, schwenkbaren Transporthebel 43, der mit der
Ratsche des Stellrads 39 zusammenwirkt.
[0063] Nun wird der Abzugsbügel 38 ausgehend von
der Ausgangsstellung nach Fig. 16 um einen Teil des [0066] In den Fig. 20 bis Fig. 22 ist eine zur Varian-
Weges nach hinten gezogen in die Zwischenstellung te der Fig. 5 bis Fig. 7 alternative Ausführungsvari-
gemäß Fig. 17, wobei der Abzug an dem im Griffs- ante des beim Spannen des Schlaghebels 19 wirken-
tück federnd gelagerten Umschalter 43 (Transporthe- den Federmechanismus gezeigt. Fig. 20 zeigt den
bel) vorbeigleitet. Dabei dreht sich das wie eine Rat- entspannten Zustand des vorderen Schlaghebels 19.
sche wirkende Stellrad 40 um beispielsweise 60 ° ge- Bei dieser Variante ist eine Schlagstange 59, die von
gen den Uhrzeigersinn und rastet in seiner nächsten einer Spiralfeder 60 umgeben wird, im unteren Be-
Position ein. Man kann die Drehung des Stellrads 40 reich in Nähe der Schwenkachse des Schlaghebels
durch den Vergleich von Fig. 17 mit Fig. 16 gut er- aber zu dieser exzentrisch am Schlaghebel ange-
kennen. Noch befindet sich die Abwinklung 56 unter bracht, z.B. angenietet, und zwar derart, dass der
der Wippe 36. Letztere hat aber in ihrem hinteren Teil Schlaghebel gegenüber der Schlagstange schwenk-
unterseitig eine Schrägfläche 57, die wie eine Rampe bar ist. Wenn nun der Schlaghebel ausgehend von
wirkt. Außerdem hat die Wippe 36 auch in ihrem vor- der Stellung gemäß Fig. 20 gespannt wird, dann
deren Bereich oberseitig eine Rampe 58. Wenn nun schwenkt er in seine hintere Stellung, wodurch sich
der Abzugsbügel 38 um die verbleibende Wegstre- die Schlagstange 59 in einer geführten Bewegung
cke weiter nach hinten bewegt wird, führt dies zum nach schräg oben und hinten hin verschiebt und wo-
einen dazu, dass einer der Nocken 42 in den Bereich bei sich die Spiralfeder spannt. In der in Fig. 21 dar-
einer Rampe 58 (Schräge) am vorderen Ende der gestellten gespannten Stellung wirkt die Federkraft
Wippe 36 gelangt und diese nach unten drückt. Au- dieser Spiralfeder 60 auf den Schlaghebel 19 qua-
ßerdem gelangt nun die Abwinklung 56 der Abzug- si von oben, also von oberhalb seiner Schwenkach-
seinheit in den Bereich der Rampe 57 und dadurch se. Schlagstange 59 und Schlaghebel 19 liegen in
wird die Wippe 36 freigegeben und kann nun nach dieser gespannten Stellung nahezu parallel zueinan-
unten hin schwenken. Aufgrund dessen bewegt sich der. Auch bei dieser Bauweise gelingt es, die Schlag-
nun die Fangklinke 31 ebenfalls in einer Schwenk- hebel-Baugruppe auf vergleichsweise kleinem Bau-
bewegung nach unten, wodurch sie den Vorsprung raum unterzubringen und dabei dennoch eine große
32 des Schlaghebels 19 nicht mehr blockiert und die- Federkraft zu erzielen, die in der gespannten Stel-
ser daher ausgelöst wird und sich schlagartig in ei- lung auf den Schlaghebel 19 wirkt. Gleichzeitig ist
ner Schwenkbewegung um seine Achse 61 nach vorn das dem Schwenkpunkt abgewandte obere Ende der
bewegt, um so auf den Schlagbolzen zu treffen (letz- Schlagstange 59 so ausgebildet, dass es in deren ge-
terer hier nicht dargestellt) und so einen Schuss aus- spannter Stellung sich durch eine Öffnung am hinte-
zulösen. ren oberen Ende des Gehäuses der Waffe nach au-
ßen schiebt und dadurch als Spannstandsanzeiger
[0064] Da der einer Ratsche gleiche Mechanismus genutzt werden kann, der hinten außen an der Waffe
zwei Stellräder 39, 40 umfasst, die jeweils um bei- sichtbar und fühlbar ist und deutlich macht, welcher
spielsweise 60 ° (1/6tel einer vollständigen Umdre- der beiden Schlaghebel gespannt ist, wie man dies
hung) zueinander versetzte Nocken 41, 42 (siehe in Fig. 21 erkennen kann. Das Ende der Schlagstan-
Fig. 9) haben, kommt immer nur ein Nocken an die ge 59 übernimmt bei dieser Variante somit eine ähnli-
Rampe 58 am vorderen Ende einer Wippe 36 und che Funktion als Spannstandsanzeiger wie das Bau-
löst diese aus, während die andere Wippe 35 (siehe element 25, welches bereits anhand der Fig. 2 und
auch Fig. 4, wo beide Wippen dargestellt sind) nicht Fig. 3 beschrieben wurde. In der entspannten Stel-
von dem in der Umfangsstellung nächsten Nocken lung gemäß Fig. 20 ist dieses Ende der Schlagstan-
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ge 59 hingegen zurückgezogen und liegt im Gehäuse zen 1 für Zentralzündung ist beispielsweise etwa zy-
der Waffe. Fig. 22 zeigt noch einmal eine perspekti- lindrisch, während die Grundform der Schlagbolzen 2
vische Ansicht, in der beide Schlaghebel der Schlag- für Randzündung beispielsweise einen rechteckigen
hebelbaugruppe mit ihren jeweiligen Schlagstangen Umriss hat.
59 und Spannfedern erkennbar sind, wobei der eine
Schlaghebel 19 gespannt ist, während sich der ande- Bezugszeichenliste
re (rechte hintere) Schlaghebel 33 in der ungespann-
ten Stellung befindet. 1 Schlagbolzen Zentralzünder
2 Schlagbolzen Randzünder
[0067] Wie man in den Fig. 23 und Fig. 24 erkennt, 10 Handfeuerwaffe
ist bei der erfindungsgemäßen Waffe außerdem eine 11 Kipplaufeinheit
Laufverriegelung 23 vorhanden. In Fig. 23 befindet 12 erster Lauf
sich der Abzugsbügel 38 in der vorderen Ausgangs- 13 zweiter Lauf
stellung, während Fig. 24 den Zustand bei Betätigung 14 Griffstück
des Abzugsbügels zeigt, wobei sich der Abzugsbü- 15 Schieber
gel 38 in seiner hinteren Stellung befindet. In dieser 16 Indikatorfenster
hinteren Stellung greift eine an der Abzugseinheit 37 17 Sicherungshebel
oberhalb des Abzugsbügels angebrachte Anformung 18 Spannhebelblech
23, die als Laufverriegelung dient, in eine Aussparung 19 Schlaghebel (vorn, links)
24 im unteren Bereich der Kipplaufeinheit 11. Dies 20 Schwenkachse
dient zur zusätzlichen Fixierung des Kipplaufs wäh- 21 hinteres Ende
rend der Schussabgabe. 22 Nocken, vorstehendes Element
23 Laufverriegelung
[0068] Die Fig. 25 bis Fig. 27 zeigen eine alternati- 24 Aussparung
ve Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung, 25 Spannstandsanzeiger
wobei verdeutlicht wird, dass die Schlagbolzenein- 26 Achse
heit 27 variabel ausgestaltet ist. In diesem Zusam- 27 Schlagbolzenelement, Schlagbolzeneinheit
menhang wird auch auf die Fig. 2 bis Fig. 4 und die 28 Schlagbolzen
obigen Erläuterungen hierzu verwiesen. Eine mögli- 29 Schlagbolzen
che Bauform der Schlagbolzeneinheit 27 ist in Fig. 25 30 Schlagfläche
erkennbar. Diese Schlagbolzeneinheit 27 wird bei- 31 Fangklinke
spielsweise etwa formschlüssig von vorn her in eine 32 Vorsprung/Sperrelement
entsprechend geformte Aufnahme im oberen Bereich 33 zweiter hinterer Schlaghebel
des Gehäuses der Waffe eingeschoben. In Fig. 26 34 radiale Anformung
sieht man die Schlagbolzeneinheit 27 nach dem ein- 35 Wippe
setzen in das Gehäuse der Waffe, wobei sie in der 36 Wippe
eingesetzten Position beispielsweise durch einen in 37 Abzugseinheit
Fig. 25 erkennbaren Stift, der in Querrichtung in eine 38 Abzugsbügel
Bohrung einschiebbar ist, fixiert werden kann. Fig. 27 39 Stellrad
links zeigt nun die Schlagbolzeneinheit 27 noch ein- 40 Stellrad
mal für sich perspektivisch annähernd von vor und 41 Nocken
man erkennt dort, dass diese Einheit zwei Schlagbol- 42 Nocken
zen enthält, die oben bzw. unten und etwa übereinan- 43 Transporthebel
der angeordnet sind. Die mittlere Abbildung in Fig. 27 44 Stift/Federführungsbolzen
zeigt nun eine solche Schlagbolzeneinheit mit zwei 45 Feder
Schlagbolzen für Zentralzünder-Munition, die jeweils 47 Bolzen
mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet sind. Die Ab- 48 Bolzen
bildung rechts in Fig. 27 zeigt hingegen die gleiche 49 Schwenkachse
Schlagbolzeneinheit, in die jedoch zwei Schlagbol- 50 Druckfeder
zen 2 für Randzünder-Munition eingesetzt sind. Hier 51 Druckfeder
wird deutlich, dass die Schlagbolzeneinheit variabel 52 Transportkontur
ist durch ihren modularen Aufbau. Das im Prinzip glei- 53 hinteres Halbteil des Gehäuses
che Bauteil kann als Schlagbolzeneinheit verwendet 54 vorderes Halbteil des Gehäuses
werden, wobei man bei Bedarf die Schlagbolzen aus- 55 länglicher Fortsatz
tauschen kann. Dies wird dadurch möglich, dass wie 56 Abwinklung
man in Fig. 27 in der mittigen und der rechten Abbil- 57 Schrägfläche
dung erkennt, die Aufnahmen in der Schlagbolzen- 58 Rampe
einheit 27 für die Schlagbolzen so geformt sind, dass 59 Schlagstange
unterschiedliche Typen von Schlagbolzen aufgenom- 60 Spiralfeder
men werden können. Die Grundform der Schlagbol- 61 Schwenkachse des Schlaghebels
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70 Achse
71 Schraube
72 Einrastkontur
73 Rastbolzen
74 Feder
75 Schraube
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
- DE 574329 [0002]
- DE 19940998 B4 [0002]
- DE 8311185 U1 [0002]
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Patentansprüche den oder die Schlagbolzen eine andere Geometrie
aufweisen.
1. Handfeuerwaffe umfassend einen Waffenrah-
men mit einem Griff und eine nach vorn hin abkippba- 7. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1
re Kipplaufeinheit umfassend mindestens zwei Läu- bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlag-
fe, dadurch gekennzeichnet, dass eine bifunktiona- hebeleinheit mit mindestens einem teilweise außen-
le oder multifunktionale Schlaghebeleinheit vorgese- seitig an der Waffe sichtbaren Spannstandsanzeiger
hen ist, umfassend mindestens zwei bei Auslösen der (25, 59) zusammenwirkt und diesen in der gespann-
Waffe voneinander unabhängig bewegliche Schlag- ten Position so beaufschlagt, dass dieser in eine Po-
hebel (19, 33), wobei jeder Schlaghebel jeweils nur sition bewegt wird, in der er den gespannten Zustand
einen Schlagbolzen einer mindestens zwei in beab- der Waffe anzeigt.
standeten Positionen angeordnete Schlagbolzen (28,
29) umfassenden Schlagbolzeneinheit beaufschlagt, 8. Handfeuerwaffe nach Anspruch 7, dadurch ge-
wobei jeder Schlagbolzen jeweils einem Lauf (12, 13) kennzeichnet, dass mindestens zwei unabhängig
der Waffe zugeordnet ist. voneinander bewegliche Spannstandsanzeiger (25,
59) vorgesehen sind, von denen je einer jeweils ei-
2. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch ge- nem der Schlaghebel (19, 33) zugeordnet ist und in
kennzeichnet, dass die bifunktionale Schlaghebe- dessen gespannter Position jeweils der gespannte
leinheit um eine Achse (61) schwenkbar ausgebil- Zustand dieses Schlaghebels angezeigt wird.
det ist und beim Spannvorgang die mindestens zwei
Schlaghebel (19, 33) gemeinsam in ihre gespannte 9. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 7
Position schwenken. oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
ein Spannstandsanzeiger (25) oberhalb der Schlag-
3. Handfeuerwaffe nach Anspruch 2, dadurch ge- hebeleinheit schwenkbar angebracht ist und beim
kennzeichnet, dass der Spannvorgang der Schlag- Spannen des Schlaghebels (19) in eine obere Positi-
hebeleinheit mittels eines Bauelements bewirkt wird, on geschwenkt wird.
welches an der Kipplaufeinheit (11) schwenkbar an-
gebracht ist, insbesondere mittels eines verschieb- 10. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 2
lichen Spannhebelblechs (18), welches bei Schlie- bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlag-
ßen der Kipplaufeinheit die Schlaghebeleinheit be- hebeleinheit eine bezüglich ihrer Schwenkachse (61)
aufschlagt. radiale Anformung (34) aufweist, die beim Schwen-
ken der Schlaghebeleinheit ein in einer Ausnehmung
4. Handfeuerwaffe nach Anspruch 2 oder 3, da- des Gehäuses geführtes verschiebbares Bauelement
durch gekennzeichnet, dass ein Spannhebelblech (47) beaufschlagt, welches gegen die Einwirkung ei-
(18) in seinem vorderen Bereich schwenkbar an der ner Federkraft verschoben wird, wenn die Schlaghe-
Kipplaufeinheit (11) angebracht ist und in seinem hin- beleinheit in ihre gespannte Position schwenkt.
teren Bereich die Schlaghebeleinheit beaufschlagt,
so dass bei Schließen der Kipplaufeinheit die Schlag- 11. Handfeuerwaffe nach Anspruch 10, dadurch
hebeleinheit in die gespannte Position schwenkt. gekennzeichnet, dass als verschiebbares Bauele-
ment (47) ein Bolzen vorgesehen ist, der etwa am ei-
5. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1, nen Ende von der Anformung (34) der Schlaghebel-
3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein ver- einheit beaufschlagt wird und etwa am anderen En-
schiebliches Spannhebelblech (18) in einer ersten de eine Druckfeder (50) beaufschlagt, die in der ge-
Bewegungsphase beim Spannen der Schlaghebel- spannten Position komprimiert wird.
einheit gegen ein vorstehendes Element (22), ins-
besondere einen Nocken, eine Anformung oder der- 12. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1
gleichen der Schlaghebeleinheit drückt und diese in bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass seitlich am
die gespannte Position schwenkt und bei Erreichen Gehäuse der Waffe, vorzugsweise im Bereich des
der gespannten Position sich das Spannhebelblech Griffstücks ein Indikatorfenster (16) vorgesehen ist,
(18) durch eine Schwenkbewegung nach unten unter welches anzeigt, welcher Schlaghebel bei Betätigung
das vorstehende Element (22) bewegt und somit die des Abzugs als Nächster ausgelöst, vorzugsweise
Schlaghebeleinheit freigibt. bezogen auf die Läufe der Waffe in differenzierter
Form.
6. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine ers- 13. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1
te Schlagbolzeneinheit (27) der Waffe austauschbar bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlag-
ist gegen eine alternative zweite Schlagbolzenein- hebeleinheit ein Sperrelement (32) aufweist, mittels
heit mit etwa gleichen Dimensionen, bei der sich die dessen die Schlaghebeleinheit in der gespannten Po-
Schlagbolzen (28, 29) in anderen Positionen befin- sition von einer mit dem Sperrelement zusammenwir-
kenden Fangklinke (31) blockiert wird.
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14. Handfeuerwaffe nach einem der Ansprüche 1
bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abzugs-
einheit (37) umfassend den Abzugsbügel (38) vorge-
sehen ist, welche ein Element aufweist, das bei Be-
tätigung des Abzugs selektiv eine einem der Schlag-
hebel (19, 33) zugeordnete Wippe (35, 36) beauf-
schlagt, die jeweils selektiv einen der Schlaghebel
auslöst.
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