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Batman

Batman ist eine von Bob Kane und Bill Finger erschaffene Comicfigur, die erstmals 1939 in Detective Comics erschien und als eine der bekanntesten Figuren von DC Comics gilt. Die Geschichte von Bruce Wayne, der nach dem Mord an seinen Eltern zum Verbrechensbekämpfer Batman wird, ist geprägt von seiner komplexen Persönlichkeit und seinen moralischen Dilemmata. Die Urheberschaft von Batman war lange umstritten, bis Bill Finger 2015 posthum als Co-Autor anerkannt wurde.

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Batman

Batman ist eine von Bob Kane und Bill Finger erschaffene Comicfigur, die erstmals 1939 in Detective Comics erschien und als eine der bekanntesten Figuren von DC Comics gilt. Die Geschichte von Bruce Wayne, der nach dem Mord an seinen Eltern zum Verbrechensbekämpfer Batman wird, ist geprägt von seiner komplexen Persönlichkeit und seinen moralischen Dilemmata. Die Urheberschaft von Batman war lange umstritten, bis Bill Finger 2015 posthum als Co-Autor anerkannt wurde.

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Inhaltsverzeichnis

1 Entstehung und Kontroverse um Urheberschaft


2 Bruce Wayne als Batman
3 Fiktives Vermögen
4 Charakter und Statur
5 Bewertung der Motive
6 Kostüm und Accessoires
7 Verlauf
8 Adaptionen
9 Parodien
10 Weitere Figuren
10.1 Andere Charaktere in der Rolle des Batman
10.2 Gegner
11 Veröffentlichung im deutschsprachigen Raum
12 Siehe auch
13 Literatur
14 Weblinks
15 Einzelnachweise

Batman
Batman (englisch für „Fledermausmann“) ist eine von Bob
Kane und Bill Finger erdachte Comicfigur, deren zivile
Identität die des Milliardärs Bruce Wayne ist und die einen
schwarzen, einer Fledermaus ähnelnden Anzug trägt. Batman
erschien erstmals im Mai 1939 in dem US-amerikanischen
Comicmagazin Detective Comics (Ausgabe 27).[1] Der
herausgebende Verlag nannte sich später nach der Abkürzung
dieser Serie in DC Comics um; Batman gilt als seine
beliebteste Comicfigur.[2] Im September 2024 erhielt Batman
als erster Superheld einen Stern auf dem berühmten „Walk of
Fame“ in Hollywood.[3]
Kostüm aus The Dark Knight Rises
Entstehung und Kontroverse um Urheberschaft
Die Figur Batman wurde 1939 von dem Autor Bill Finger
(1914–1974) und dem Zeichner Bob Kane (1915–1998)
geschaffen. Beide wurden vorrangig durch die Romanfiguren
Zorro und D'Artagnan (von Die drei Musketiere) sowie die
Comicfigur The Shadow beeinflusst. The Bat Whispers
(1930), ein Kriminalfilm von Roland West, und der
messerscharfe Verstand von Sherlock Holmes waren ebenso
Vorbilder.[4] Finger veränderte vor dem ersten Erscheinen das
ursprünglich steife Cape in ein wallendes und konzipierte
Batman als zweite Identität von Bruce Wayne. Dessen Name
geht auf den schottischen Freiheitskämpfer Robert the Bruce
und den US-amerikanischen Nationalhelden Mad Anthony
Wayne zurück.[5][6]

Lange Zeit galt Zeichner Bob Kane als alleiniger Schöpfer


von Batman. Beeindruckt vom Erfolg des 1938 erschaffenen
Superman und der Aussicht auf ein regelmäßiges,
wöchentliches Einkommen, machte er 1939 Vincent Sullivan,
dem Herausgeber des Verlages National Comics Publications,
dem späteren DC Comics, den Vorschlag, eine weitere
Superheldenfigur für die Reihe Detective Comics zu kreieren.
Kanes erster Entwurf bestand aus „Bird-Man“, einem Vorläuferin des Batman in einer
Blondschopf in blau-rotem Kostüm, mit Federn auf dem modekritischen Karikatur der
Rücken und mit Augenmaske. Dieser Entwurf erschien wenig Wochenschrift Fliegende Blätter, 1882
ausgereift,[7] weshalb sich Kane an den Autor Bill Finger
wandte, der bereits in Kanes Atelier angestellt war.

Fingers Leidenschaft für Pulp-Magazine, Schauerliteratur, Hardboiled-Romane und deutschen


Expressionismus führten so erst zur Entwicklung von Batman, seiner Optik und Ästhetik, der
Hintergrundgeschichte und Weltenzeichnung. In der 27. Ausgabe der Detective Comics vom 30. März
1939 (datiert auf Mai) feierte Batman sein Debüt mit der Geschichte The Case of the Chemical Syndicate
(dt. „Der Fall des Chemie-Syndikats“). Allerdings verkaufte Bob Kane Figur und Geschichte als sein
alleiniges Werk, ohne Bill Finger nur zu erwähnen.[8] Bill Finger, der dringend ein regelmäßiges
Einkommen brauchte, es auf diese Weise bekam und zudem eine Tätigkeit als Ghostwriter gewohnt war,
willigte ein. Er wurde in folgenden Jahren zum „kreativen Motor“[7] der Batman-Geschichten, arbeitete
deren Universum aus, blieb aber in der Öffentlichkeit unbekannt.

Im Februar 1940 debütierte die, trotz mehrerer Neustarts, bis heute laufende US-Serie Batman mit der #1.
Ab 1941 erschienen weitere Batman-Geschichten in World’s Finest Comics. Gotham, als zentraler
Handlungsort, wurde bereits 1808 in Washington Irvings Salmagundi als negativ konnotiertes Synonym
für New York City verwendet.[9] Finger benannte die zuvor namenlose Stadt 1941 jedoch nach einem
Zufallsfund in einem New Yorker Telefonbuch, wo er auf „Gotham Jewelers“ stieß.[7] Neben Batman, als
Kreation des „Golden Age of Comic Books“, erschuf Finger auch zahlreiche, bis heute populäre
Antagonisten, wie den Joker, den Riddler, Catwoman, Two-Face, den Pinguin oder Scarecrow. Bill Finger
betreute Batman bis Ende der 1940er-Jahre. Schon zuvor war
die Arbeit als Autor, aufgrund der steigenden Anzahl an
Veröffentlichungen, kaum noch allein zu bewältigen,
weswegen andere Autoren wie Jerry Robinson, George
Roussos oder Sheldon Moldoff Kane und Finger
unterstützten.[8]

In den 1950er-Jahren sank die Popularität von


Superheldencomics, die zunehmend als „Schundliteratur“
bezeichnet wurden und sich der Zensurpolitik der Comics
Code Authority ausgesetzt sahen. Ab den 1960er-Jahren
begannen sich Künstler und Comicfans zu vernetzen und
erste Conventions, d. h. Comicmessen, entstanden. Dass der
bis dato kaum bekannte Bill Finger 1965 bei einer
Convention in New York von Jerry Bails, dem Veranstalter
und „Father of Comic Book Fandom“ als Co-Autor von
Batman vorgestellt wurde, sorgte für einen kleinen Skandal.[8]
Bob Kane mit einer seiner Zeichnungen
Im Anschluss verfasste Bails den Brief „If the truth be known
von Batman und Robin im Batmobil
or a Finger in every plot“, den er im ganzen Land verbreitete (1966)
und der zu einer Kontroverse führte, wobei er um die
Anerkennung von Bill Finger kämpfte. Bis in die späten
Achtziger bestritt Bob Kane, der seinen Ruhm nicht teilen wollte, jedoch die kreative Beteiligung von
Bill Finger.[8]

Zur gleichen Zeit erreichte Batman, vor allem durch die Realserie mit Adam West neue Popularität. Bob
Kane, zu Wohlstand gelangt, zog sich aus dem aktiven Comicgeschäft zurück, während Bill Finger nach
wie vor, inzwischen weniger erfolgreich, als Autor arbeitete.[10] Zusammen mit Charles Sinclair schrieb
Finger 1966 das Drehbuch der Folgen 11 und 12 der Realserie. Da er im Vorspann erstmals als Autor
seiner eigenen, 27 Jahre zuvor erschaffenen Kreation genannt wurde, soll Finger in Tränen ausgebrochen
sein, wie Sinclair im Interview für die Dokumentation Batman & Bill von Don Argott bestätigte.

Bill Finger verstarb am 18. Januar 1974, mittellos in seiner Ein-Zimmer-Wohnung in New York, bei
laufendem Fernseher. Die Beliebtheit Batmans steigerte sich weiter, auch durch neue
Comicinterpretationen in den Achtzigern. Bei Tim Burtons Verfilmung von 1989 bestand Kane, in
beratender Funktion, nach wie vor darauf, im Vorspann als alleiniger Urheber von Batman genannt zu
werden. Dennoch äußerte sich Kane ebenfalls 1989, Finger sei eine „beitragende Kraft“ gewesen. Dass
Finger ein „unbesungener Held“ gewesen sei, der „nie den Ruhm und die Anerkennung erhielt, die er
verdient hätte“.

Ab 2000 wandelte sich das Bild. Grant Morrison, bekannt durch seine vielgelobte Graphic-Novel Arkham
Asylum, betreute bei DC mittlerweile die reguläre Batman-Reihe. Demonstrativ widmete er jede von sich
verfasste Batmangeschichte Bill Finger. Autor Marc Tyler Nobleman recherchierte näher die
Entstehungsgeschichte der Comicfigur und entsprechende Hintergründe. Es sei seit Jahrzehnten ein
offenes Geheimnis, dass Kane Batman nicht alleine erschuf, sondern ein wesentlicher Einfluss von Finger
stammte, auf den alle signifikanten Merkmale zurückzuführen seien. Sein 2012 erschienenes Buch Bill
the Boy Wonder: The Secret Co-Creator of Batman heizte die Diskussion erneut an.[11] Athena Finger, die
Enkelin Bill Fingers, ermutigte er zudem, gegenüber DC und Warner die Anerkennung ihres Großvaters
zu erstreiten. Drei Jahre hielt Nobleman Vorträge, denen DC beschwichtigend begegnete, bis der Verlag
im September 2015 verkündete, dass fortan bei jeder Batman-Veröffentlichung auch Bill Finger
namentlich als Co-Autor zu nennen sei.

Bereits einen Monat später, in der dritten Ausgabe der Heftreihe Batman & Robin Eternal vom Oktober
2015, wurde Finger als Co-Creator genannt, 76 Jahre nach dem ersten Auftritt Batmans und 41 Jahre nach
Fingers Tod. Im Jahr darauf folgte bei Batman v Superman: Dawn of Justice die erste Erwähnung Fingers
auf der Kinoleinwand, womit, so Emanuel Brauer in der Comixene, eine Tragik und „historisch
gewachsene Ungerechtigkeit“ endlich ihr Ende gefunden habe.[11]

Bruce Wayne als Batman


Hinter Batman verbirgt sich der Milliardär Bruce Wayne. Als Kind musste er nach einem Theaterbesuch
mit ansehen, wie ein Straßenräuber seine Eltern, Thomas und Martha Wayne, in einer dunklen Gasse
erschießt.[12] Nach einer großzügigen Spende „übersieht“ das zuständige Sozialamt die Waise. Bruce
wird daher von Alfred Pennyworth, dem Butler der Familie, aufgezogen. Er legt einen Schwur am Grab
seiner Eltern ab, seine Heimatstadt Gotham City vom Verbrechen zu befreien. Dafür trainiert er bei den
besten Kampfkünstlern weltweit und studiert Kriminalistik, Chemie, Mathematik, Physik und Technik.

Er gibt sich den Namen Batman, als er, auf der Suche nach einem Symbol, das den Ganoven Angst
einjagen soll, eine Fledermaus sieht, die sich in seine Villa verirrt hat, und entwirft ein entsprechendes
Kostüm. Wayne ist der Ansicht, dass Kriminelle von Natur aus ein „feiges und abergläubisches Pack“
seien und seine Verkleidung sie daher zusätzlich in Angst und Schrecken versetzen würde. Als Motivation
dient Bruce Wayne der Antrieb, der weltbeste Kriminalist, Nahkämpfer und Athlet seiner Zeit zu werden,
um diese Fertigkeiten im Kampf gegen das Verbrechen einzusetzen. Im wahren Leben gibt sich Bruce
Wayne als stinkreicher Schnösel (der daher auch unter den Fictional 15 geführt wird) und Frauenheld
aus, was jedoch nur als Fassade dient, um seine Geheimidentität zu verbergen.

Batman ist kein Superheld im engeren Sinne, wie etwa Superman, da er über keinerlei Superkräfte
verfügt. Seine Überlegenheit basiert auf Intelligenz, Willenskraft, hartem Training, seinen technischen
Hilfsmitteln und der enormen Finanzkraft aus seinem Familienvermögen (er besitzt den Weltkonzern
Wayne Enterprises).

Von Anfang an hatte sich Batman vorgenommen, wenn nötig, auch mit äußerster Gewalt gegen das
Verbrechen vorzugehen; doch zwei eiserne Regeln hatte er sich gesetzt: Er würde niemals einen anderen
Menschen töten (wenn es sich vermeiden ließe) und er würde, traumatisiert durch die Ermordung seiner
Eltern, niemals eine Schusswaffe benutzen (in den Comics seit 1940), da ihn das einerseits auf eine Stufe
mit den Verbrechern, die er jagt, setzen würde,[13] und andererseits die Produzenten der Comics
befürchteten, dass jugendliche Leser Batman nachahmen könnten.

Die Öffentlichkeit von Gotham City steht Batman gespalten gegenüber. Manche sehen in ihm den Retter
und Helden, andere kritisieren ihn als gesetzlosen Rächer (Vigilant) mit fragwürdigen Methoden. So
befragt er teils Verdächtige unter (scheinbar) lebensbedrohlichen Umständen, indem er sie z. B. über
einem Abgrund baumeln lässt. Eine andere genutzte Geheimidentität ist die als Matches Malone, mit der
Batman nach dem Tod des echten Matches Malone in den Kreisen der Unterwelt ermittelt, um nicht als
Batman erkannt zu werden.
Mit Superman verbindet Batman seit geraumer Zeit eine Art Freundschaft. Sie vertrauen einander so weit,
dass sie sich ihre jeweiligen Geheimidentitäten offenbart haben. Außerdem hat Superman seinem
Heldenkollegen einen Ring aus Kryptonit anvertraut, der die einzige Waffe gegen ihn selbst sein könnte,
falls Superman einmal zu einer Gefahr werden sollte.

Im Laufe der Zeit lernt Bruce auch viele attraktive Frauen kennen, doch abgesehen von der Reporterin
Vicki Vale, die fast seine Identität aufgedeckt hätte, waren alle Beziehungen nur vorübergehend: So
scheint ihn viel mit der Diebin Catwoman (Selina Kyle) zu verbinden, doch das Gesetz sowie seine
Heldentätigkeit steht zwischen ihnen (in US-Batman #50/Vol. 3 vom September 2018 ließ sie daher die
Hochzeit platzen[14]). Auch Talia al Ghul, die Tochter seines alten Widersachers Ra’s al Ghul, ist wegen
ihrer Loyalität zu ihrem Vater ein großer Risikofaktor. Mit dieser hat Batman allerdings einen Sohn:
Damian. Batman erfuhr dies jedoch erst nach Jahren. Damian steht inzwischen als fünfter Robin an
Batmans Seite. Bei Poison Ivy (Pamela Isley) schließlich ist sich Batman bis heute nicht sicher, ob seine
Gefühle für sie nicht allein auf ihre Pheromone zurückzuführen sind.

Fiktives Vermögen
Bruce Wayne ist Milliardär und Besitzer des Weltkonzerns Wayne Enterprises. Schätzungen seines
Vermögens belaufen sich auf 9,2 bis 90 Milliarden US-Dollar. Zu seinen Besitzen zählt unter anderem
sein Herrenhaus Wayne Manor, welches in unterschiedlicher Form in allen Batmanfiktionen
Handlungsort ist. Zu Wayne Enterprises gehört zudem die Zeitung The Daily Planet.[15] In einigen
Batmanverfilmungen wird er als „einer der reichsten Menschen der Welt“ bezeichnet.

Das Herrenhaus Wollaton Hall als Wayne


Manor

Charakter und Statur


Zwar gab es Jahrzehnte, in denen Batman gelegentlich einen flapsigen Spruch auf den Lippen hatte oder
man ihn gar mal lächeln sah (ein Lachen war allerdings schon immer sehr selten), doch ein Strahlemann
ist er nie gewesen. Schon immer war Batman ein ambivalenter Charakter, ein grimmiger und verbitterter
Kerl, der ernst und asketisch seiner Aufgabe nachgeht. So meint Steve Kups vom Panini-Verlag, Batman
sei „ohnehin nicht immer sonderlich liebenswert auftretend, manchmal aber ein außerordentliches
Arschloch“ (bezogen auf die Reihe All Star Batman von Miller und Lee).[16] Lars Banhold diagnostiziert
bei Batman zudem gar Züge eines Soziopathen: Ernst, humorlos und mit fragwürdigen
Moralvorstellungen bezüglich Rache und Selbstjustiz.[17]
Eine eindeutige politische Ausrichtung von Batman ist laut Lars Banhold kaum möglich. Vielmehr richte
sich diese je nach Interpretation des jeweiligen Autors. So wirke er in manchen Comics anarchistisch, in
anderen wiederum faschistoid.[17]

Batman gilt als einer der beliebtesten Superhelden, der auch den verlagseigenen Superman schlägt.[2]
Gründe hierfür dürften der mitunter missmutige Batman mit all seinen Schwächen und Kanten sein, der
damit, gegenüber dem fast unfehlbaren Superman, mehr Leser anspricht. Der Schriftsteller Dietmar Dath
beschreibt dies in der FAZ so, dass Superman so ist, wie wir gerne wären, Batman dagegen so ist, wie wir
sind, nur besser.[18]

Die Statur Bruce Waynes wandelte sich im Laufe der Jahre. War Wayne alias Batman anfangs und die
ersten Jahrzehnte eher schlank und sportlich-muskulös, wandelte sich sein Bild ab Mitte der 1980er Jahre,
das bis heute prägend ist: breites Kreuz, kräftiges Kinn und breite Wangenknochen.

Bewertung der Motive


Es wird seit längerem diskutiert, ob Batmans Motive – Bekämpfung des Verbrechens und der Korruption
in Gotham City – tatsächlich so selbstlos sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Kritiker
bemerken, dass der Milliardär Bruce Wayne durch sein Alter Ego Batman im Grunde nur das System
schützt, aus dem er seinen Wohlstand zieht. Allerdings lässt dieser Ansatz den psychologischen
Hintergrund von Bruce Waynes Batman-Werden, die Ermordung seiner Eltern, außer Betracht. Batman ist
in erster Linie kein Gesetzeshüter, der auf Gerechtigkeit pocht, sondern es sind vor allem Rachegefühle,
die ihn antreiben.

Manche Comicversionen, wie etwa die von Frank Miller oder Jim Lee, zeigen des Weiteren einen
Batman, der seine Ziele fanatisch, fast wie ein Psychopath, verfolgt und beinahe rücksichtslos gegen
seine Feinde vorgeht, wenngleich er seine selbst gesetzten Richtlinien befolgt. Außerdem zeigen diese
Versionen, dass Batman durch sein Auftreten und seine Kostümierung zu einem großen Teil auch selbst
die Feinde schuf, die er nun bekämpft.

Kostüm und Accessoires


Das Kostüm des „Dunklen Ritters“ erlebte im Laufe der
Jahrzehnte zahlreiche Wandlungen, das mit zunehmender
Fortdauer der Batman-Saga vom schlichten Held-in-
Strumpfhosen-Modell zur hilfreichen High-Tech-Rüstung
wurde. Sein Kostüm war stets reich an
Bedeutungsschattierungen und trotz allen Wandels stets
wiedererkennbar. Die Gemütsart des jeweils aktuellen
Batman spiegelt sich auch in seinem Kostüm wider: So ist der
Umhang mal in einem satten Königsblau, mal in einem tiefen
Schwarz gehalten. Die Fledermaus auf der Brust des Helden Zeichnung des Batmobils
war anfangs schwarz, wurde dann Teil eines Emblems auf
gelbem Grund, gedacht als Zielscheibe für Scharfschützen,
daher gepanzert, bis sie wieder zum dunkelsten Teil des Kostüms wurde. Auch die Fledermausohren
haben sich im Laufe der Zeit gewandelt: In der Real-Serie aus den 1960er Jahren mit Adam West wirken
diese eher wie mickrige Mäuseohren, während diese in anderen Versionen, wie beim düsteren Batman
von Bernie Wrightson, wie lange, fast schon teuflische Hörner wirken. Vergleichbar verhält es sich mit
seinem Körperanzug, der einmal ein helles Grau (mit schwarzer Überhose), ein andermal tiefes Schwarz
aufweist.

Besondere Bedeutung kam dabei schon immer dem Batgürtel zu, der um die Hüfte geschlungenen
Wunderkiste mit Rauchbomben, Chemikalien, Seil, „Batarangs“ und allem, was zur Rettung in letzter
Sekunde nötig ist. Zudem entwickelt er mit dem immensen Vermögen seiner Eltern einige einmalige
Fahrzeuge wie das Batmobil, die zu seinem Kostüm passen und ebenfalls einiges an technischen
Spezialerfindungen enthalten. Diese lagert er in der Bathöhle, einer großen Tropfsteinhöhle unter seinem
Herrenhaus Wayne Manor.

Verlauf
In den 1960er Jahren war Batman kurzzeitig Mitglied der Gerechtigkeitsliga und trug entscheidend dazu
bei, dass die Superhelden eine Wiedergeburt erlebten. Seit einiger Zeit ist er wieder dabei, auch an der
Seite seines Freundes Superman, teils sogar als Anführer.

Auch sein Charakter änderte sich. War Batman lange Zeit ein gutgelaunter, verbrecherjagender Playboy
und Milliardär mit unglaublichen Technik-Gimmicks gewesen, verdunkelte sich das Bild ab den 1980er
Jahren. Sozialkritische Elemente wurden Teil der Geschichten; Batman hatte mit Armut, Elend, sogar mit
Black Panthers und radikalen Feministinnen zu tun.

Diese Entwicklung spitzte Frank Miller weiter zu. 1986 machte er in Die Rückkehr des dunklen Ritters
(The Dark Knight Returns) aus Bruce Wayne einen resignierten Mittfünfziger, der seit zehn Jahren nicht
mehr als Batman in Erscheinung getreten ist, sich frustriert mit Autorennen die Zeit totschlägt und selbst
provozierte, gefährliche Situationen danach beurteilt, ob sie „ein guter Tod“ wären. Angesichts einer
extrem brutalen Jugendbande kehrt Batman zurück, verprügelt Ganoven mit Genuss und fühlt sich
endlich wieder „wie ein Mann mit 20, 30“. Batman erscheint damit zwar noch immer getrieben vom
Trauma der Ermordung seiner Eltern, seine Nachtarbeit dient ihm allerdings ebenfalls zur Überwindung
einer ziemlich spät einsetzenden Midlife-Crisis – und der nie ausgesprochenen Einsicht, dass er sonst mit
seinem Leben eigentlich wenig anzufangen weiß. Beide Elemente machten Batman deutlich
glaubwürdiger, nachvollziehbarer und damit auch für ein erwachsenes Lesepublikum wieder attraktiv.

Als weiterer Meilenstein gilt die Graphic Novel Arkham Asylum – Ein düsteres Haus in einer finsteren
Welt von Grant Morrison und Dave McKean. Arkham Asylum wurde erstmals Ende 1989 veröffentlicht
und gilt bis heute mit mehr als 500.000 verkauften Exemplaren als erfolgreichste Graphic Novel
überhaupt. Der Comic, der sich explizit an erwachsene Leser richtet, zeigt keinen heldenhaften Dunklen
Ritter, sondern einen Zweifler, der mit seinen Ängsten konfrontiert ist und erstellt so ein interessantes
Psychogramm des Helden. Zeichnerisch und erzähltechnisch hob sich die anspruchsvolle Graphic Novel
vom Markt ab und gilt, neben Frank Millers Die Rückkehr des dunklen Ritters und The Killing Joke von
Alan Moore, als der Superhelden-Meilenstein der 1980er Jahre, da diese das Genre nachhaltig prägten.

1992 schließlich wurde Bruce Wayne in der Knightfall-Saga vom Bösewicht Bane das Rückgrat
gebrochen. In der Folgezeit, in der er im Rollstuhl saß, wurde Wayne daher, gegen den Willen von Alfred
und Nightwing, als Batman von Jean-Paul Valley (alias Azrael) vertreten. Dieser war jedoch psychisch
labil, äußerst brutal und hatte keine Skrupel, seine Gegner auch zu töten. Nach Waynes Genesung kam es
zwischen beiden zum Kampf, und der echte Batman konnte über Azrael triumphieren und seinen Platz
wieder einnehmen. Über den Ausgang dieses Kampfes konnten die US-amerikanischen Leser zuvor
abstimmen, denn die Autoren des Comics und die Verlagsleiter waren in Sorge, der „alte“ Batman könne
mit seinen klassischen Werten nicht mehr mithalten mit dem „modernen“ und brutalen Batman, in seiner
Hi-Tech-Rüstung. Jedoch stimmte eine überwältigende Mehrheit für den klassischen Batman.

In der Saga „Seuche“ wurde seine Heimatstadt von einer Epidemie heimgesucht (1996). In einer
folgenden Saga wurde die Stadt durch ein Erdbeben verwüstet („Inferno“, 1998). Anschließend erklärte
die US-Regierung die Stadt zum Niemandsland (1999). Bald darauf wurde Bruce Wayne des Mordes an
seiner Freundin Vesper Fairchild angeklagt und floh vor dem Prozess, bevor er beweisen konnte, dass
David Cain (der Vater des vorübergehenden Batgirls Cassandra Cain) der wahre Mörder war („Bruce
Wayne: Murderer?“ und „Bruce Wayne: Fugitive“, 2002).

1999 trat im Rahmen der in naher Zukunft angesiedelten Zeichentrickserie Batman of the Future
(Originaltitel: Batman Beyond) der junge Terry McGinnis in die Fußstapfen des mittlerweile ergrauten
Bruce Wayne, um so Rache an dem Mörder seines Vaters, einem Handlanger von Derek Powers (dem
neuen Vorstandschef von Waynes Konzern), nehmen zu können und Waynes Erbe im Fledermauskostüm
anzutreten.

2001 startete DC Comics eine besondere Comicreihe, die sich Just Imagine Stan Lee Creating … nannte,
in welcher der Spider-Man-Erfinder Stan Lee Geschichten schrieb, wie er die DC-Charaktere geschaffen
hätte. In dieser Serie ist Batman ein Afroamerikaner mit dem Namen Wayne Williams. Auch wird er erst
nach einem Gefängnisaufenthalt zu Batman. Robin taucht zwar später ebenfalls auf, wird aber hier nicht
Batmans Partner.

2002 setzte Frank Miller seine „Dark Knight“-Saga mit The Dark Knight Strikes Again (auch kurz „DK2“
genannt) fort, konnte damit aber weder erzähltechnisch noch inhaltlich neue Akzente setzen.

2003 trat der dunkle Ritter in einer der erfolgreichsten Batman-Geschichten aller Zeiten einem zunächst
unbekannten Gegner namens Hush entgegen, dem es gelang, alle wichtigen Feinde Batmans für seine
Zwecke zu instrumentalisieren. Er stellte sich als Thomas Elliot heraus, einen Jugendfreund Waynes, der
sich dafür rächen wollte, dass Bruce ein (scheinbar) perfektes Leben führt.

2005 startete die Serie All Star Batman. Erneut aus der Feder von Frank Miller und gezeichnet von Jim
Lee. Darin wird die Geschichte um die Ermordung Robins, d. h. Dick Graysons, Eltern neu erzählt und
dessen erste Begegnung mit Batman und die folgende Aufnahme. Auffällig ist bei dieser Serie, dass
Batman erneut als „riesiger Kotzbrocken“ und Antipath dargestellt wird.

Ab 2006 wurden in vielen Batman-Comics Science-Fiction-Elemente eingebaut. Diese wurden als


Halluzinationen Waynes aufgrund des Einflusses bewusstseinsverändernder Gase und ausgiebigen
Reizentzugs-Trainings erklärt. Diese Entwicklung gipfelte in den Comics Batman R.I.P. (2008), in dem
Batman von Doktor Hurt in den Wahnsinn getrieben, und Final Crisis (2008/09), in dem er von Darkseid
mit dessen Omega-Strahlen scheinbar ermordet wird.

In Batman #54 in Deutschland kehrte Bruce Wayne zurück nach Gotham und stellte sich seinem
„Mörder“ Doktor Hurt.[19] So verkörperten fortan zwei Männer Batman: Bruce Wayne (in den Serien
Batman Incorporated und Batman: The Dark Knight) und Dick Grayson (in Batman, Detective Comics
und Batman and Robin).
Im September 2011 wurden 52 DC-Comics-Serien neu gestartet (The New 52), darunter auch mehrere
Batman-Serien. Nun ist Bruce Wayne wieder der einzige Charakter, der als Batman bezeichnet werden
kann. Dick Grayson kehrte in sein Kostüm als Nightwing zurück. Auch nach dem DC Rebirth (2016)
wurde das so beibehalten.

Adaptionen
→ Hauptartikel: Batman-Adaptionen
Die Comicfigur des Batman wurde bereits in frühen Zeiten durch andere Medien publiziert. Neben
Kinofilmen und Fernsehserien zählen auch Hör- und Videospiele dazu. Auch mehrere Umsetzungen als
Manga erschienen, darunter die erste schon 1966 Bat-Manga.

Im Verlag Pabel-Moewig erschien zwischen 1956 und 1976 eine Heft- und Buchserie mit dem Titel Die
Schwarze Fledermaus mit weitgehenden Parallelen zu Batman. So agiert der Protagonist im
Fledermauskostüm gegen das Verbrechen und hat als Alter Ego eine bürgerliche Existenz als Staatsanwalt
Tony Quinn.[20]

Parodien
Die Figur des Batmans lieferte die Grundlage für zahlreiche Parodien:

In Europa bekannt geworden ist vor allem Donald Duck als Phantomias – eine
Batman/Superhelden-Parodie der italienischen Disney-Zeichner Guido Martina und Giovan
Battista Carpi.

Eine weitere Disney-Parodie von Batman ist Darkwing Duck, der sogar ähnliche Feinde hat
wie Batman. Obwohl hier die Ähnlichkeiten zu Batman unverkennbar sind, dient Darkwing
Duck jedoch eher als Parodie auf The Shadow.

Das Satiremagazin Titanic veröffentlichte zum Zeitpunkt des Batman-Booms und der
Maueröffnung der DDR im Jahr 1989 einen Comic mit der Figur Genschman, die dem
damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher nachempfunden war. Markenzeichen:
Riesenohren statt Fledermausflügel („Gänsefleisch mo des linke Ohr freimochn?“).
In einigen Simpsons-Episoden und -Comics hat Bart Simpson das Alter Ego „Bartman“.
Außerdem sind die Simpson-Figuren Radioactive Man und Fallout Boy und die
dazugehörige Fernsehserie an Batman und Robin angelehnt.
In der Cartoonserie The Tick kommt in der ersten Folge die Figur „Die Fledermaus“ ins
Spiel, die eine unverkennbare Parodie auf Batman ist.
In der Zeichentrickserie Kim Possible wird in der Folge Das furchtlose Frettchen die
Fernsehserie Batman mit Adam West parodiert.
In der Zeichentrickserie Cosmo & Wanda – Wenn Elfen helfen taucht in fünf Folgen Catman
auf, der mit richtigem Namen Adam West heißt und in der englischen Synchronisation von
Adam West gesprochen wird.
Der Pornofilm Batpussy aus dem Jahre 1973 parodiert Batman und lässt eine Protagonistin
als Batpussy auf einem Ball durch Gotham City hüpfen. Auch Batman XXX: A Porn Parody
und Dark Knight XXX: A Porn Parody (jeweils mit Andy San Dimas) sowie BatFxxx: Dark
Night Parody sind Porno-Parodien auf Batman.

Auch Kevin Smith parodierte Batman in seinem Film Jay und Silent Bob schlagen zurück, in
dem es um die Verfilmung eines Comics geht. Weiterhin gibt es einen Comic von Kevin
Smith mit dem Titel Bluntman and Chronic, der sich ebenso um zwei Superhelden dreht, die
Batman und Robin nachempfunden sind.
Eine weitere Parodie Batmans ist Holy Musical B@man, eine Produktion der Gruppe
Starkid.
In der Zeichentrickserie SpongeBob Schwammkopf existieren die Nebenfiguren
„Meerjungfraumann und Blaubarschbube“, zwei pensionierte Superhelden, die im
Altersheim leben. Das Paar ist optisch und vom Auftritt her dem dynamischen Duo Batman
und Robin aus der Fernsehserie Batman nachempfunden bzw. parodiert diese. In ihrer
geheimen Basis (analog zur Bathöhle) befinden sich eine Waffensammlung und ein
unsichtbares Gefährt. Die Ausrüstung beinhaltet auch einen Gürtel mit integrierten High-
Tech-Werkzeugen, der an Absurdität dem legendären Batgürtel aus der Fernsehserie
gleicht.

In der Zeichentrickserie Ugly Americans wird Hauptfigur Mark Lilly von einem
Fledermauswesen gebissen und verwandelt sich nach und nach ebenfalls in ein
Fledermauswesen. Die Kräfte, die er dadurch erhält (ähnlich wie Spider-Man), nutzt er als
„Batperson“ zur Verbrechensbekämpfung. Zur Seite steht ihm dabei „Koalaboy“ als Parodie
auf Robin.

Weitere Figuren

Andere Charaktere in der Rolle des Batman


Jean-Paul Valley: Als Bruce Wayne während der Knightfall-Saga von Bane das Rückgrat
gebrochen wurde und er daher längere Zeit gelähmt im Rollstuhl verbringen musste, wurde
er von Jean-Paul Valley, alias Azrael, vertreten. Valley nutzte dabei ein ganz neues Kostüm,
das mehr eine High-Tech-Rüstung war. Valley war allerdings psychisch labil, schlug oft
durch Gewaltexzesse über die Stränge und scheute auch nicht davor zurück, Gegner zu
töten. Interessanterweise war diese Art von Batman ein Experiment des Verlages, der sich,
angesichts des Erfolges von Comicserien wie Spawn, die Frage stellte, inwiefern der
„altmodische“ Batman noch zeitgemäß war. Der Großteil der Leserschaft wünschte sich
jedoch den „echten“ Batman zurück und nach seiner Genesung eroberte sich Wayne das
Fledermauskostüm von Valley, der es nicht wieder freiwillig abtreten wollte, zurück.
Dick Grayson: Nach dem vermeintlichen Tod von Bruce Wayne wurde Dick Grayson, der
erste Robin und spätere Nightwing, zum neuen Batman. Dick hatte Wayne bereits zu
Lebzeiten mehrmals vertreten (u. a. noch vor Jean-Paul Valley während der Knightfall-
Saga). Waynes Sohn Damian war an dessen Seite der neue Robin.
Jason Todd: Der jahrelang totgeglaubte und inzwischen auch längst erwachsene zweite
Robin erhob Anspruch auf die Rolle als Batman, da er sich als legitimer Nachfolger Waynes
betrachtete. In seiner Zeit als Batman mordete und folterte er jedoch, was ihm zufolge nötig
sei, um Verbrecher wieder mehr Furcht und Respekt vor dem Kostüm zu lehren.
Tim Drake: Der dritte Robin und spätere Red Robin zog sich während Bruce Waynes
vermeintlichem Tod ebenfalls das Kostüm des dunklen Ritters über, um herauszufinden, wer
in Batmans Namen die Folterungen und Verbrechen begeht. Außerdem zog er sich das
Batman of the Future-Kostüm während der Futures End-Saga über, nachdem Terry
McGinnis bei einem Versuch, eine düstere Zukunft abzuwenden, in der Vergangenheit
starb. Diese Geschichte gehört seit The New 52 wie der Batman of the Future ebenfalls
zum offiziellen Comic-Kanon.
Damian Wayne: Er ist der Sohn von Bruce Wayne und Talia al Ghul, diese ist die Tochter
von Ra’s al Ghul. In einer Geschichte, die die Ereignisse aus der Zukunft schildert, wird er
der neue Batman.

Terry McGinnis: Erstmals eingeführt in der Serie Batman of the Future wurde seine
Geschichte später auch in den offiziellen Comic-Kanon von DC übernommen. Außerdem
stellt sich später heraus, dass er ebenfalls Bruce Waynes Sohn ist.

Weitere Personen als Batman erschienen in diversen Einzelbänden und den sogenannten
„Elseworlds“-Geschichten. Diese sind laut DC jedoch außerhalb der Kontinuität und zählen
somit nicht zur Handlung der Hauptreihen.

Gegner
→ Hauptartikel: Schurken im Batman-Universum
So wie Superman wurden während der Jahre des Zweiten Weltkrieges auch die Batman-Comics als
Propaganda gegen den NS-Staat benutzt. Anders als Superman kämpfte Batman jedoch nicht an der Front
und erhielt so als Ausgleich schon früh mächtige Feinde, die über besondere Kräfte verfügten und ihm
das Leben schwer machten.

Batman hat eine der umfangreichsten und bizarrsten Sammlungen von Gegnern in der gesamten
Comicwelt. Einer seiner außergewöhnlichsten und bekanntesten Gegenspieler ist der Joker, der in den
1980er Jahren sogar den damaligen Robin (Jason Todd), Batmans jüngeren Helfer, tötete, sowie Barbara
Gordon (Batgirl) niederschoss und somit von der Hüfte abwärts lähmte (The Killing Joke). Diese nannte
sich von nun an „Oracle“ und unterstützte Batman als Informationsquelle und Hackerin. Zudem
ermordete der Joker während des Niemandslandes Sarah Essen Gordon, die Frau von Commissioner
James Gordon.

Der Joker ist im Gegensatz zu Batman ironisch und nicht selten parodiert er seine Gegenspieler.
Elementare Fragen und unlogische Zusammenhänge werden gerne von den eigenen Autoren durch den
Joker ins Lächerliche gezogen. Aus diesem Grund ist der Joker auch bei vielen Fans der Batman-Comics
und -Verfilmungen beliebter als Batman selbst.

Viele von Batmans Gegnern werden im Arkham Asylum oder im Blackgate-Gefängnis inhaftiert.

Veröffentlichung im deutschsprachigen Raum


In Deutschland wurde Batman nur langsam populär. Erstmals bekamen deutsche Comicleser den Dunklen
Ritter in der 14-täglich erscheinenden, farbigen Buntes-Allerlei-Heftreihe des Aller-Verlages zu sehen, bei
der von 1953 bis 1954 hauptsächlich Superman-Geschichten veröffentlicht wurden. In der ersten Ausgabe
des Jahres 1954 erscheint Batman (zusammen mit Robin) an der Seite von Superman in einem Nachdruck
des US-World’s Finest Comics-Heftes #66 (1953) und ein zweites Mal in Buntes Allerlei 11/54 bei einer
erneuten Zusammenkunft mit Superman. Anschließend verschwand Batman in deutschen Gefilden
wieder in der Versenkung.
1966 läutete der Stuttgarter Ehapa-Verlag eine neue Batman-Ära in Deutschland ein. Zunächst kam es zu
einem weiteren Batman-Gastauftritt (in Superman 2/67). Ab der nächsten Ausgabe (3/67) teilten sich die
beiden Helden dann die Heftreihe bis zu ihrem Ende 1985 (26/85) als Superman und Batman. Das
zweiwöchentlich erschienene Comicheft, deren 32 Seiten sich die beiden nun teilten, wurde mit der
Veröffentlichung von Batman-Taschenbüchern und -Sonderbänden ergänzt. Mitte der 1970er Jahre und
Anfang der 1980er Jahre erlebte der Dunkle Ritter dabei seine beste Zeit. So erschienen von 1976 bis
1985 weitere 44 Batman-Sonderhefte, 23 Batman-Superbände (1974–1986) und 41 Batman-
Taschenbücher (1978–1988).

Nachdem Ehapa 1988 sein Batman-Programm eingestellt hatte, übernahm der Hethke-Verlag fortan die
Veröffentlichung von Batman-Comics für den deutschen Markt. Dabei erschienen neun großformatige
Batman-Hefte (1989–1991), sechs Batman-Klassik-Alben (1990–1991), mit Nachdrucken alter Batman-
Geschichten, 22 Softcover-Alben (1989–1992), sowie 32 Sonderbände (1989–1992).

Parallel zu Hethke nahm ab 1989 der Carlsen Verlag die Veröffentlichung von Batman-Comics in die
Hand und setzte dabei auf dicke Paperbacks, angefangen mit dem Druck von Frank Millers Die Rückkehr
des Dunklen Ritters. Bis 1998 wurden so unter Carlsen 33 Bände veröffentlicht, darunter auch, in zehn
Bänden, die vollständige Knightfall-Saga.

Seit den frühen 1990er Jahren erfuhren Batman-Comics, vor allem durch die beiden Realverfilmungen
von Tim Burton und die Zeichentrickserie Batman: The Animated Series großen Aufschwung. Ab 1995
begann daher Dino Entertainment mit der Veröffentlichung der Comic-Begleitserie zu The Animated
Series, womit nach fast zehn Jahren wieder Batman-Comics an deutschen Kiosken verkauft wurden. 1997
übernahm Dino zudem auch die Veröffentlichung der Real-Serie, deren Heftausgabe der Verlag durch
zahlreiche Specials und Sonderbände ergänzte. Der Verlag setzte sich eine originalgetreue, lückenlose
und chronologisch korrekte Veröffentlichung zum Ziel und schloss mit 63 regulären Ausgaben (inkl. 18
Heften in drei sogenannten Time-Warp-Boxen) die Lücke zwischen deutscher und US-amerikanischer
Ausgabe. 2001 stellte der Dino Verlag sein Superheldenprogramm ein und wurde 2003 von Panini
übernommen.

Direkt im Anschluss übernahm Panini die Veröffentlichung von Superhelden-Comics auf dem deutschen
Markt, darunter auch Batman. Von 2001 bis 2003 lief dabei die erste Serie, der darauf 2005 bis 2006 die
nächste folgte. Seit Anfang 2007 wird monatlich die aktuelle Batman-Comicreihe veröffentlicht. Des
Weiteren druckt auch Panini weitere Batman-Sonderausgaben. Die Ausgaben von Panini erfahren viel
Lob aufgrund ihrer hohen Qualität sowie der Originaltreue. Allerdings zielt Panini mit mehr als doppelt
so hohen Einzelheftpreisen wie noch zu Hochzeiten des Dino-Verlages nicht mehr so sehr auf den
Massenmarkt, sondern in allererster Linie auf Sammler ab.[21]

Siehe auch
DC-Universum
Batman (Comicserien)
Batman-Tag
Harley Quinn
St.-Johannis-Kirche (Würzburg), die aufgrund ihrer Gestalt im Volksmund auch als Batman-
Kirche bezeichnet wird
Literatur
Lars Banhold: Batman – Konstruktion eines Helden (= yellow. Schriften zur Comicforschung
#1), Ch. A. Bachmann Verlag, Bochum 2008, 4. Auflage 2009, ISBN 978-3-941030-02-2.
Lars Banhold: Batman Re–Konstruktion eines Helden, Christian A. Bachmann Verlag, Berlin
2017, ISBN 978-3-941030-66-4.
Scott Beatty: Batman – Die Welt des dunklen Ritters. Dino Entertainment, Stuttgart 2002,
ISBN 3-89748-548-6.
Lukas Etter/Thomas Nehrlich/Joanna Nowotny (Hrsg.): Reader Superhelden. Theorie –
Geschichte – Medien. Transcript Verlag, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8376-3869-1.
Hannes Fricke: Batmans Metamorphosen als intermedialer Superheld in Comic, Prosa und
Film: Das Überleben der mythischen Figur, die Urszene – und der Joker. In: IASL, 2009
(Link ([Link] unter „Aufsätze“).
Ben Harris/Sebastian Raatz (Hrsg.): Hollywood Story – Der ultimative Guide zu Batman,
Centennial Media, New York City 2019.
Damien K. Picariello (Hrsg.): Politics in Gotham: The Batman Universe and Political
Thought. Springer International, Cham 2019, ISBN 978-3-030-05775-6 (englisch).
Glen Weldon: The Caped Crusade: Batman and the Rise of Nerd Culture, Simon & Schuster
UK, 2017, ISBN 978-1-4767-5673-8 (englisch).
Mark D. White, Robert Arp: Die Philosophie bei Batman – Eine Reise in die Seele des Dark
Knight. Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2012, ISBN 978-3-527-50681-1.
Batman Anthologie (= DC Hardcover #9), Panini Comics, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-
95798-067-0 (20 Comics aus der Zeit von 1939 bis 2013, mit redaktionellen Erläuterungen).
Batmans größte Gegner Anthologie (= DC Hardcover #32), Panini Comics, Stuttgart 2019,
ISBN 978-3-7416-1022-6 (15 Comics aus der Zeit von 1978 bis 2013, mit Steckbriefen
vieler Widersacher).
Batman und Robin Anthologie (= DC Hardcover #46), Panini Comics, Stuttgart 2020, ISBN
978-3-7416-2020-1 (16 Comics aus der Zeit von 1940 bis 2013, mit den Steckbriefen aller
Robins).

Weblinks
Commons: Batman ([Link]
ang=de) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Batman – Zitate
Batman ([Link] in der Internet Movie Database
(englisch)
DC Database Project: Batman, DC Comics encyclopedia Wiki (englisch)
Linkkatalog zum Thema Batman ([Link]
n/) bei [Link] (ehemals DMOZ)

Einzelnachweise
1. Titelbild von US-Detective Comics #27 ([Link]
S/cmx-images-prod/Item/10900/ICO001306_2._SX360_QL80_TTD_.jpg).
2. Ben Harris/Sebastian Raatz (Hrsg.): Hollywood Story – Der ultimative Guide zu Batman,
Centennial Media, New York City 2019, S. 9.
3. Batman hat Superhelden-Stern auf "Walk of Fame". ([Link]
ma/[Link]) 27. September 2024, abgerufen am
27. September 2024.
4. Les Daniels: Bat-Man. The Complete History: The Life and Times of the Dark Knight. S. 16–
49. London 1999, S. 19–28 (englisch).
5. Bill Finger in Jim Sterankos History of Comics #1, 1970 (englisch).
6. Matthias Lohre: Entscheidung am Bannockburn, P.M. History #3/2018, Hamburg 2018,
S. 32–39, ISSN 2510-0661.
7. Emanuel Brauer: 80 Jahre Batman – Schatten über Gotham und der eigenen
Vergangenheit; in Comixene #131, Sommer 2019, S. 42.
8. Emanuel Brauer: 80 Jahre Batman – Schatten über Gotham und der eigenen
Vergangenheit; in Comixene #131, Sommer 2019, S. 43.
9. Lars Banhold: Batman – Konstruktion eines Helden (= yellow. Schriften zur Comicforschung
#1), Ch. A. Bachmann Verlag, Bochum 2008, 4. Auflage 2009, ISBN 978-3-941030-02-2,
S. 24.
10. Emanuel Brauer: 80 Jahre Batman – Schatten über Gotham und der eigenen
Vergangenheit; in Comixene #131, Sommer 2019, S. 44.
11. Emanuel Brauer: 80 Jahre Batman – Schatten über Gotham und der eigenen
Vergangenheit; in Comixene #131, Sommer 2019, S. 45.
12. In Batman Begins (2005) und ab dem Neustart des DC-Universums (2011, siehe US-
Batman (Vol. 2) #4) war Joe Chill der Mörder von Bruce Waynes Eltern.
13. Peter Coogan: Superhero. The Secret Origin of a Genre. USA 2006, S. 112 (englisch).
14. Deutsche Ausgabe: Batman #26 ([Link]
-26-dbatma026), Panini Comics, Mai 2019.
15. [Link] ([Link]
16. Steve Kups in All Star Batman, Sammelband #1, Panini Comics, Stuttgart 2008, S. 4.
17. Batman: Unglücklich, humorlos und homoerotisch. ([Link]
e/[Link]-batman-ungluecklich-humorlos-und-homoerotisch.aa1ab413-1533-43a6-89d1-
[Link]) Abendzeitung, abgerufen am 23. November 2015.
18. Dietmar Dath in Klassiker der Comic-Literatur #7: Batman, FAZ-Feuilleton, 2005.
19. Deutsche Ausgabe: Batman #54 ([Link]
-54-dbans054), Panini Comics, Juni 2011.
20. Schwarze Fledermaus – Story. ([Link]
[Link], 2018, abgerufen am 20. April 2018.
21. Titelstory – Interview mit den DC-Redakteuren; in Hit Comics #26, Hit Comics Verlag/JNK,
Berlin Mai 2001, S. 60–61.

Normdaten (Person): GND: 119086611 | LCCN: nb2015003207 | VIAF: 188479179 |

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