0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
5 Ansichten3 Seiten

09 E Learning

Das Dokument beschreibt E-Learning als eine Form des Lernens mit digitalen Medien, die verschiedene Szenarien wie Blended Learning, Online-Lehrgänge und Videokonferenzen umfasst. Es wird betont, dass E-Learning sowohl Vorteile, wie Flexibilität und Aktualisierbarkeit, als auch Herausforderungen, wie hohe Abbruchquoten und fehlende didaktische Konzepte, mit sich bringt. Der Einsatz von E-Learning an Hochschulen nimmt zu, wobei viele Institutionen digitale Elemente in ihre Lehrstrukturen integrieren, um die Qualität der Lehre zu verbessern.

Hochgeladen von

مي محمد
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
5 Ansichten3 Seiten

09 E Learning

Das Dokument beschreibt E-Learning als eine Form des Lernens mit digitalen Medien, die verschiedene Szenarien wie Blended Learning, Online-Lehrgänge und Videokonferenzen umfasst. Es wird betont, dass E-Learning sowohl Vorteile, wie Flexibilität und Aktualisierbarkeit, als auch Herausforderungen, wie hohe Abbruchquoten und fehlende didaktische Konzepte, mit sich bringt. Der Einsatz von E-Learning an Hochschulen nimmt zu, wobei viele Institutionen digitale Elemente in ihre Lehrstrukturen integrieren, um die Qualität der Lehre zu verbessern.

Hochgeladen von

مي محمد
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

 „E-Learning“ Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

sei es auf digitalen Datenträgern oder über das Inter-


„E-Learning“ net, etwa um Wissen zu vermitteln, für den zwi-
schenmenschlichen Austausch oder das gemeinsame
Arbeiten an digitalen Artefakten“ (S. 6) beschreibt
…ein neues Qualitätsmerkmal und eine grundsätzliche Vorstellung geben soll, was
mit E-Learning gemeint ist. In der Praxis lassen sich
der Lehre? verschiedene Szenarien von E-Learning finden, die im
Juni 2017 Folgenden kurz dargestellt werden.
Jana Brehmer & Sebastian Becker
Quellen: E-Learning Szenarien
Ballis, Anja & Fetscher, Doris (2009). E-Learning in der Hoch- E-Learning in Lehr-
und Lernarrange- Lernprogramme
schule. Diskurse, Didaktik, Dimensionen. München: Kopaed
Blended Learning
Verlag. ments kann auf ver-
Videokonferenzen
Häfele, Hartmut & Maier-Häfele, Kornelia (2012). 101 e-Lear- schiedenen Techni- Online-Lehrgänge
ning Seminarmethoden. Methoden und Strategien für die On- ken und Szenarien Lernmodule
line- und Blended-Learning-Seminarpraxis. ManagerSeminare beruhen. Am häu- Simulationen und Spiele
Verlags GmbH. figsten finden die in Communities
Kerres, Michael (2013). Mediendidaktik. Konzeption und Ent- der Tabelle darge- Lernplattformen
wicklung mediengestützter Lernangebote.4. Aufl. München: stellten Szenarien
Oldenbourg Verlag. ihre Anwendung in der Praxis.
Moritz, Werner (2008). Blended-Learning. Entwicklung, Gestal-
tung, Betreuung und Evaluation von E-Learningunterstütztem Lernprogramme
Unterricht. Norderstedt: Books on Demand GmbH. Bei Lernprogrammen handelt es sich um bestimmte
[Link] Computeranwendungen mit denen Lerninhalte ver-
mittelt werden. Dabei wird in Computer Based Trai-
ning (CBT) und Web Based Training (WBT) unterschie-
Was bedeutet E-Learning? den. Die beiden Formen unterscheiben sich darin,
dass für das Lernen bei CBT lediglich ein Computer
Das Lernen mit digitalen Medien hat sich in den letz- benötigt wird und beim WBT zusätzlich ein Internet-
ten Jahren rasant entwickelt und wird in naher Zu- anschluss vorhanden sein muss. Diese Lernpro-
kunft auch weiterhin von neuen Erkenntnissen ge- gramme finden besonders im Alltag statt, wenn z.B.
prägt werden. Die Verwendung von digitalen Medien für eine theoretische Fahrprüfung gelernt werden
im Alltag ist zur Selbstverständlichkeit geworden, so- muss oder eine neue Sprache mit Lernprogrammen
dass diese beim Lehren und Lernen miteingesetzt erlernt wird. Charakteristisch für dieses Lernszena-
werden. Dabei geht es um die Gestaltung von Lern- rio ist, dass die Lernenden selbstständig festlegen,
angeboten mit digitalen Medien, für die es verschie- wann, wo und wie lange gelernt wird, die Inhalte und
dene Szenarien gibt. Bei den Szenarien handelt es sich das Lerntempo wird selbst festgelegt. Zudem können
meist um selbstgesteuertes Lernen, das alleine, mit die Inhalte beliebig oft wiederholt und geübt werden.
einem Partner, in der Gruppe und/oder mit einer be-
treuenden Instanz stattfindet. Der Vorteil des WBTs ist, dass die Anwendungen
laufend aktualisiert und verbessert werden können.
Die Nutzung digitaler Medien für Lehr- und Lernzwe- Dafür sind die CBTs unabhängig vom Internet und
cke wird auch als E-Learning bezeichnet und schließt jederzeit abrufbar. Für beide Formen gilt, dass eine
verschiedenste Gerätetypen (PC, Laptop, Tablet, Betreuung durch eine weitere Instanz nicht notwen-
Smartphone, Beamer, Interaktive Whiteboard, Tech- dig ist. Auf Grund dieser Einsparungen eignet sich
nik zur Aufnahme und Wiedergabe von Medien) mit dieses Szenario besonders für sehr große Teilneh-
ein. Für den Begriff E-Learning lassen sich unter- merzahlen.
schiedliche Definitionen und Synonyme finden. Auf
Grund des raschen Wandels der technischen und di- Blended Learning
daktischen Bedingungen, sind Definitionen wie diese Bei der Diskussion um die Potentiale der neuen Me-
schneller obsolet als sie erstellt werden können. dien wird häufig die Frage diskutiert, ob die neuen
Diese starke Dynamik im Bereich E-Learning ent- Medien den traditionellen Unterricht in der Schule
steht durch die sich ständig verbesserten Möglichkei- oder Universität ablösen können. Die Forschungsbe-
ten. E-Learning weist eine große Breite auf, sodass es funde zeigen eindeutig, dass das Lernen mit digitalen
keine allgemeingültige Definition gibt. Michael Kerres Medien große Potentiale bereitstellt, um bestimmte
(2013) stellt eine weitgefasste Definition auf, die E- Lernwege zu unterstützen, aber nicht grundlegend
Learning als einen „Oberbegriff für alle Varianten der besser ist als andere Lehr- und Lernformen. Viel-
Nutzung digitaler Medien zu Lehr- und Lernzwecken,

 Seite 1 Georg-August-Universität Göttingen


Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.  „E-Learning“

mehr kann eine Einigung gefunden werden, dass ge- Ein Nachteil der Online-Lehrgänge ist, dass die Lern-
rade das mediengestützte Lernen in Kombination mit inhalte nur in einem ganzen Paket nach und nach zur
Elementen des traditionellen Unterrichts in einem Verfügung gestellt werden. Interessieren sich die Ler-
Lernarrangements zusammenwirken. Auf diese nenden für eine bestimmte Lerneinheit, müssen sie
Kombination von mediengestütztem Lernen mit Prä- darauf warten, bis diese zur Verfügung gestellt wer-
senzunterricht verweist das Szenario Blended Learn- den (wie es z.B. bei MOOCs meist der Fall ist).
ing. Wörtlich übersetzt bedeutet Blended Learning
„gemischtes Lernen“. Lernmodule
Die zuvor genannten Lernprogramme weisen eine
Diesem Problem können kleinere Lernmodule Ab-
recht hohe Abbruchquote auf, die durch die Einbin-
hilfe schaffen. Unterteilt man die Lerninhalte in klei-
dung der Lernenden in eine Gruppe oder eine be-
nere Module, die in sich abgeschlossen sind, dann
treuende Instanz reduziert werden kann.
können die Lernenden sich diese bei Bedarf aufrufen.
Bei diesem Szenario fehlt jedoch ein didaktisches
Des Weiteren müssen Eingangsvoraussetzungen zur
Konzept, welches erläutert, wie die einzelnen Ele-
Bearbeitung eines Lernmoduls und die Lernergeb-
mente didaktisch aufbereitet und kombiniert werden
nisse, die am Ende vorhanden sein sollten, feststehen
können.
und zugänglich sein.
Videokonferenzen
Ein weiteres E-Learning-Szenario beruht auf synchro- Simulationen und Spiele
ner Kommunikation, also auf den zeitgleich anwesen-
Bei der Vermittlung von komplexen technischen
den und aufeinander Bezug nehmenden Beteiligten in
(Flugzeug, Zug), ökonomischen (Unternehmensent-
einem Lernarrangement. Die Lehrenden und Lernen-
wicklung), ökologischen (Klimaentwicklung) oder so-
den befinden sich an verschiedenen Orten, aber zeit-
zialen (demographischer Wandel, Stadtplanung) Sys-
gleich und können über Video- und/oder Audiokon-
temen können Simulationen hilfreich sein, um den
ferenzen miteinander kommunizieren.
Umgang damit zu erlernen (z.B. das Spiel Ecopolicy).
So können weltweit MitarbeiterInnen zu einem Schu-
Dafür müssen die Konstruktionspläne und Funktio-
lungstreffen zusammenkommen, StudentInnen kön-
nen bekannt sein. Das bekannteste Beispiel sind Flug-
nen von zu Hause oder einem anderen Hörsaal der
simulationen, mit denen auch Piloten lernen, ein Flug-
Vorlesung folgen und SchülerInnen können nach der
zeug zu fliegen, indem Flugabläufe realistisch nachge-
Schule zu einem Onlinetreffen mit Mitschülern kom-
stellt werden können.
men.
Weiterhin wird über den Einsatz von Spielen zu
Eine auf diesem Prinzip beruhende Anwendung ist
Lernzwecken diskutiert. Wird Lernen mit Spielen
das virtuelle Klassenzimmer. Es werden bestimmte
verknüpft, wird von sog. Lernspielen gesprochen, die
Funktionen zur Verfügung gestellt, die es den Teil-
mit didaktischer Intention entwickelt wurden. Inwie-
nehmern ermöglicht, ggf. in Gruppen, zu kommuni-
fern gelerntes Wissen durch Spiele auch in anderen
zieren, gemeinsame an Dokumenten oder Projekten
Bereichen Anwendung finden kann, bleibt umstritten.
zu arbeiten (z.B. per Google Docs) oder einer Prä-
Z.B. könnte der Einsatz von Minecraft im Chemieun-
sentation zu folgen und darüber zu diskutieren.
terricht eine sinnvolle Ergänzung sein (vgl. [Link]).
Wenn synchrone Kommunikation für das Lehrziel
erforderlich ist, dann können Videokonferenzen eine Communities
didaktisch sinnvolle Alternative zum traditionellen
Das Internet ist zu einem sozialen Raum geworden,
Unterricht darstellen (z.B. per Adobe Connect). Al-
in dem die Menschen sich nicht nur informieren und
lerdings sollten sie nur als Zusatzelement eingesetzt
recherchieren, sondern auch in einen Austausch tre-
werden und nicht als vollständigen Ersatz für den ei-
ten können. Auf Plattformen können sich Nutzer mit
gentlichen Unterricht.
gleichen Interessen und Fragen finden und eine Com-
munity gründen.
Online-Lehrgänge Das bekannteste Beispiel ist die Enzyklopädie Wi-
kipedia, die durch private Nutzer weiterentwickelt
Bei Online-Lehrgängen handelt es sich um betreute
wird. So kann es zu einem zwanglosen Austausch und
Lernangebote, die meist über das Internet ablaufen.
Teilen von Informationen kommen.
Zusätzlich gibt es Präsenztermine, wie z.B. bei Fern-
studiengängen. Ein wesentliches Merkmal ist, dass die Lernplattformen
Materialien und Inhalte nicht alle gleichzeitig zur Ver-
Als Lernplattform (Learning Management Systems LMS)
fügung gestellt werden, sondern didaktisch sinnvoll
werden Systeme bezeichnet, deren Aufgaben die Pla-
getaktet sind. Obwohl die Teilnehmer sich selbst or-
nung, Anmeldung, Bereitstellung von Seminarunter-
ganisieren und selbstständig lernen müssen, steht
lagen und Vorlesungsfolien, Lehrfilmen, Erfolgsmes-
eine betreuende Instanz zur Verfügung und hilft bei
sung, Prüfungsorganisation, Terminverwaltung u.v.m.
technischen, organisatorischen oder fachlichen Fra-
umfasst.
gen weiter. Lehrgänge wie diese dauern einige Wo-
chen bis Monate.

 Seite 2 Georg-August-Universität Göttingen


 „E-Learning“ Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

E-Learning-Plattformen bieten noch zusätzliche Fo- E-Learning in der Hochschullehre: [Link]


ren, Chatrooms, FAQs (häufig gestellte Fragen), [Link]/Einsatz-digitaler-Medien-in-der-Hochschul-
Lehrfilme und Gruppen an, damit sich die Lernenden lehre-E-Learning.-Virtuelle-Lehre.-Mediendidaktik-
austauschen können. An der Universität Göttingen [Link]
ist [Link] oder ILIAS ein solches LMS. Die Abkür-
E-Teaching-Portal: [Link] vom Institut für
zung [Link] steht für Studienbegleitender Internet- Wissensmedien (IWM) inhaltlich strukturiert und von Fir-
support von Präsenzlehre. LMS’ wie diese werden men und staatlichen Einrichtungen finanziert)
von freien und universitären Entwicklern getragen
und weiterentwickelt. Andere alternative Lernplatt- Was versteht man unter Web 2.0? Damit ist der Wandel
formen sind CLIX, Moodle, OLAT oder Chamilo. des Internet vom „Read Web“ zum „Read-Write Web“
gemeint: mit Wikis, Weblogs und anderen Werkzeugen
wird es Nutzern ermöglicht, Inhalte ins Internet einzustel-
len und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dies
E-Learning Werkzeuge und Methoden ohne spezielle technische Kenntnisse.
Für die Arbeit im E-Learning Bereich gibt es unzählige
Werkzeuge und Methoden, die von einer simplen Be-
dienung ohne großes technisches Vorwissen bis hin
zu komplexen technischen Softwareprogrammen
reichen.
Als Werkzeuge werden Tools bezeichnet, die das
Lernen und Lehren am Computer und im Internet
ermöglichen und vereinfachen. Zum Beispiel Kom-
munikationstools wie der Chat, das virtuelle Klassen-
zimmer, Foren, Wikis, Weblogs oder Podcasts. Wei-
ergibt gibt es Tools, die benötigt werden, um Bild-
schirminhalte oder Vorlesungen aufzuzeichnen, audi-
ovisuelle Inhalte bereitzustellen, Konferenzen durch-
zuführen u.v.m..

Warum E-Learning in der Lehre einset-


zen?

Der Einsatz von E-Learning an den Hochschulen ent-


wickelt sich, sodass immer mehr der Einbezug digita-
ler Lehr- und Lernformen in die Hochschulstruktu-
ren im Vordergrund steht und für die Qualitätssiche-
rung entscheidend ist. Dies bestätigt eine Studie des
HIS-Instituts für Hochschulentwicklung im Auftrag
des Hochschulforums Digitalisierung. Die Bedeutung
der Digitalisierung wurde erkannt. Dies zeigt sich da-
rin, dass 73 % der Hochschulen ein Konzept verfol-
gen, das beinhaltet die Lehre mit digitalen Elementen
anzureichern. Gut ein Drittel der Hochschulen ver-
folgen sogar einen Blended-Learning-Ansatz und wol-
len Präsenzveranstaltungen mit E-Learning-Angebo-
ten kombinieren.
Digitale Werkzeuge können in stärkerem Maße indi-
viduelle Lehr- und Lernumgebungen schaffen, es feh-
len jedoch noch ausgereifte didaktische Konzepte
und Evaluationen.

Beispiele

Erklärvideo zu E-Learning: [Link]


gitale-bildung/werkstatt/211328/glossar-e-learning

 Seite 3 Georg-August-Universität Göttingen

Das könnte Ihnen auch gefallen