Kommunikationsarten
1. Verbale Kommunikation
● Bedeutung: Kommunikation über Worte und Sprache
● Form: mündlich oder schriftlich
● Beispiele: Gespräch, Vortrag, Chat, Brief
● Wichtig: Wortwahl, Satzbau, Inhalt
2. Nonverbale Kommunikation
● Bedeutung: Kommunikation ohne Worte
● Form: Körpersprache
● Beispiele: Mimik, Gestik, Körperhaltung, Blickkontakt, Abstand
● Wichtig: Oft aussagekräftiger als das Gesagte
3. Paraverbale Kommunikation
● Bedeutung: Wie etwas gesagt wird
● Form: Stimme und Sprechweise
● Beispiele: Tonfall, Lautstärke, Sprechtempo, Betonung, Pausen
● Wichtig: Beeinflusst stark die Wirkung einer Aussage
Gesprächstechniken für
erfolgreiche
Kommunikation
ICH-Botschaften
● Definition: Aussagen, die die eigenen Gefühle, Wahrnehmungen und
Bedürfnisse ausdrücken
● Aufbau: Ich + Gefühl/Wahrnehmung + Situation
● Beispiel: „Ich fühle mich übergangen, wenn ich nicht ausreden darf.“
● Vorteile:
○ weniger angreifend
○ fördert Verständnis und Konfliktlösung
DU-Botschaften
● Definition: Aussagen, die dem Gegenüber Vorwürfe oder Schuld
zuschreiben
● Beispiel: „Du hörst mir nie zu!“
● Nachteile:
○ wirkt anklagend
○ führt oft zu Abwehr oder Streit
👉 Vergleich: ICH-Botschaften sind konstruktiv, DU-Botschaften
konfliktauslösend
Aktives Zuhören
Definition: Bewusstes, aufmerksames Zuhören mit dem Ziel, den
Gesprächspartner wirklich zu verstehen
Merkmale:
● volle Aufmerksamkeit
● Blickkontakt
● nicht unterbrechen
● zustimmende Signale (Nicken, „hm“)
● Nachfragen stellen
● Gesagtes zusammenfassen
Beispiel:
● Sprecher: „Ich bin gestresst wegen der Prüfung.“
● Aktives Zuhören: „Du fühlst dich unter Druck, weil die Prüfung näher
rückt?“
Kommunikationsmodell
von Friedemann Schulz
von Thun
Das Vier-Seiten-Modell (Vier-Ohren-Modell)
Jede Nachricht enthält vier Ebenen:
1. Sachinhalt – Worum geht es sachlich?
2. Selbstoffenbarung – Was gibt der Sender über sich preis?
3. Beziehung – Was halte ich vom Gegenüber?
4. Appell – Was soll der Empfänger tun?
Beispiel: „Es ist kalt hier.“
● Sachinhalt: Die Temperatur ist niedrig
● Selbstoffenbarung: Mir ist kalt
● Beziehung: Ich erwarte Verständnis
● Appell: Mach bitte das Fenster zu
👉 Missverständnisse entstehen, wenn Sender und Empfänger unterschiedliche
„Ohren“ benutzen
Symmetrische und
komplementäre
Kommunikation
Symmetrische Kommunikation
● Merkmal: Gleichrangige Partner
● Beziehung: auf Augenhöhe
● Beispiele: Freunde, Kollegen
● Risiko: Konkurrenz, Machtkämpfe
Komplementäre Kommunikation
● Merkmal: Unterschiedliche Rollen
● Beziehung: über- und untergeordnet
● Beispiele: Lehrer – Schüler, Eltern – Kind
● Risiko: Abhängigkeit, Unterordnung
Merksatz
Gute Kommunikation bedeutet: bewusst sprechen, aufmerksam zuhören
und den anderen respektieren.