35. Jahrgang . 70. Folge . Weihnachten 2010 .
ISSN 1864-7111
Briefe aus
Brenndorf
Herausgegeben von der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer
Einzigartige Dokumentation zur Geschichte von Brenndorf
Liste der Opfer der beiden Weltkriege und der Deportation vervollständigen
Otto Gliebe: „Af der Häifzet brecht em vill …“
Neues Jugendangebot: Die Ferien 2011 in Brenndorf erleben
[Link]
Dorfgemeinschaft der Brenndörfer
Briefe aus Brenndorf
35. Jahrgang – 70. Folge – Weihnachten 2010
Inhaltsverzeichnis: Seite
1. Begegnungen mit der Zeit
Pfr. Helmut Kramer Grußwort zu Weihnachten . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. . 1
2. Schriften zur Brenndörfer Ortsgeschichte
Konrad Gündisch Einzigartige geschichtliche Dokumentation . . . . . . . . . 2
3. Brenndörfer und siebenbürgisches Zeitgeschehen
Detlef Schuller „Kronstadt in Siebenbürgen“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Siegbert Bruss Unsere Geschichte und Kultur erhalten. .. .. .. .. .. .. . 7
Liste der Opfer der Weltkriege und Deportation . . 10
Heldendenkmal für die deutschen Soldaten . .. .. .. 13
Otto Gliebe „Af der Häifzet brecht em vill …“ . .. .. .. .. .. .. .. .. .. 14
Christine Chiriac Deutschordenstagung in Bad Kissingen . . . . . . . . . . . . 15
Anca Thiess Brenndörfer beim Heimattag in Dinkelsbühl. .. .. .. 17
N. Thiess / G. Mechel Einladung zur Brenndörfer Skisause 2011 . . . . . . . . . . 18
H. und L. Darabas Einladung zum Treffen 2011 in Garching. .. .. .. .. .. 18
Bettina Zibracky Gelungenes Treffen in Garching . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 19
Manfred Copony Gartenfest in Brenndorf. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 21
Manfred Copony Nachrichten aus Brenndorf. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 22
Der Vorstand Die Ferien 2011 in Brenndorf erleben . .. .. .. .. .. .. .. 23
Ralf Sudrigian Deutsche Ortsschilder im Burzenland . . . . . . . . . . . . . . 24
Rosi Teutsch Kinder, wie die Zeit vergeht! . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 25
O. Gliebe / H. Thiess Aus dem Leben der Gemeinschaft . .. .. .. .. .. .. .. .. .. 26
Wir gratulieren zum Geburtstag . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 31
Eva Stamm Elvine Copony wurde 90 . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 35
Hans Klees Nachruf auf Fritz Schuster . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 36
4. Besinnliches: Zum Lesen am Feierabend
Ortwin Kreisel Gedichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
5. Beiträge und Spenden an die Dorfgemeinschaft
eingegangen vom 13. April bis 11. Nov. 2010 . . . . . . 38
Neue Adressen der Brenndörfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Titelbild: Blick in die Kirchengasse im November 2009. Foto: Manfred Copony
Rückseite: Brenndörfer Wappen und dessen Beschreibung, registriert unter der
Nummer 13400210 bei der Ostdeutschen Wappenrolle (OWR)
Spüren, dass Gott uns nahe kommt
Grußwort zu Weihnachten von Pfarrer Helmut Kramer
„Und die Hirten kamen eilend und fanden ventszeit ein Ritual entwickelt, auf das
beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der die Kinder sich jedes Jahr neu einstellten.
Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, Eigentlich begann die Vorbereitung auf
breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von Weihnachten bei Anna schon zur Zeit des
diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die Weizenschnitts. Flink huschte sie über die
es kam, wunderten sich über das, was ihnen abgemähten Felder und sammelte etwas
die Hirten gesagt hatten.“ (Lukas 2, 16-18) in einem Beutel. Wer genau hinsah, merk-
te: sie sammelte Strohhalme.
In diesem Jahr haben wir für die Adv- Diese Strohhalme hingen dann in der
entzeit eine Krippenausstellung in unse- Adventszeit in Annas Beutel in der guten
rer evangelischen Kirche in Ehra-Lessien Stube und die Kinder waren abends im-
eingerichtet. Leute aus der Gemeinde mer um Anna versammelt und hörten ih-
stellten uns ihre zum Teil sehr kostbaren ren Geschichten zu. Sie konnte gut erzäh-
Krippen für die Ausstellung zur Verfü- len, die Kinder in die Welt der biblischen
gung. Es war faszinierend zu beobachten, Geschichten hinein nehmen; und ehe sich
wie die Großen und die Kleinen sich in die Kinder dessen versahen, war das,
die Welt der Weihnachtsgeschichte hin- was folgte, wie ein Gerichthalten über
ein nehmen ließen: Jede Krippe erzählte die Taten und Untaten des Tages. Wen
zwar auch ihre eigene Geschichte (aus Anna am Ende für wert befand, der be-
Afrika, aus Australien, aus Mexiko usw.) kam einen Strohhalm und durfte ihn bis
und doch ließen die Besucher sich hinein Weihnachten aufbewahren. Die Kinder
nehmen in jenes ehemalige Geschehen waren „scharf“ auf Annas Strohhalme,
von Bethlehem, das heute merkwürdig wären andersherum aber nie auf den Ge-
wie denkwürdig anmutet. So war bei uns danken gekommen, sich einen Ersatz für
diese Adventzeit eine besondere Zeit der eben diese Strohhalme zu suchen. Denn
Einkehr und der Besinnung auf das, was sie wussten: Mit Annas Strohhalmen
wir zu Weihnachten feiern.
Bleibt zu wünschen, dass
uns die Geschichte von
Bethlehem nicht nur zu
Weihnachten auf seltsame
Weise berührt, sondern
dass sie zu einer Geschich-
te wird, die uns das ganze
Jahr über trägt.
Da fällt mir jene Erzäh-
lung zur alten Kinderfrau
Anna ein. Sie war Kinder-
frau auf einem alten Gut
gewesen und hatte Gene-
rationen von Kindern beim
Heranwachsen begleitet.
Und sie hatte für die Ad- Krippe in Betlehem: Wie wohl das Kind gebettet ist? Scherenschnitt
Briefe aus Brenndorf 70/2010 1
durften sie, wenn in dem Gutshaus zu nem Lehrstück für die Großen und die
Weihnachten die große Krippe aufgestellt Kleinen: letztendlich liegt es an uns, wie
wurde, die Schlafstatt des Jesuskindes das Christuskind gebettet liegt.
bestücken. Und alle im Haus, einschließ- In der Tat: Letztendlich liegt nicht nur
lich der Dienerschaft, die Weihnachten das an uns, sondern überhaupt, was
im Herrschaftshaus mitfeierte, konnten wir aus Weihnachten machen. Dass es
sehen, ob das Jesuskind gut gebettet war für Sie ein Ort der Begegnung wird, an
oder ob die Hartherzigkeit der Kinder dem auch Sie spüren, dass Gott uns allen
dem Kind nur ein dürftig bestücktes La- nahe kommt, das wünsche ich Ihnen von
ger beschert hatte. Herzen. In diesem Sinne ein gesegnetes
Jedes Weihnachtsfest wurde so zu ei- Fest.
Schriften zur Brenndörfer Ortsgeschichte
Zwei Jahrzehnte Fleißarbeit –
wertvolles Ergebnis
Einzigartige Dokumentation zur Geschichte von Brenndorf
1994 hat die Heimatortsgemeinschaft Lektüre für die Brenndorfer, sondern ist
von Brenndorf den ersten Band einer auch eine wertvolle Dokumentation für
Quellensammlung herausgegeben, die die Siebenbürgen-Forschung, für Histo-
die Consistorial- und Presbyterialpro- riker, Sprachwissenschaftler, Ethnologen
tokolle dieser Burzenländer Kirchenge- und andere Wissenschaftler.
meinde aus den Jahren 1807-1866 enthielt Das Consistorium, später das Presby-
(siehe meine Besprechung in der Sieben- terium, dessen Verhandlungsprotokolle
bürgischen Zeitung vom 15. Januar 1997, nun gelesen werden können, beherrschte
Seite 8). Fünfzehn Jahre später liegt nun praktisch die siebenbürgisch-sächsische
die Gesamtausgabe dieser Dokumenta- Gemeinde: An seiner Spitze stand der
tion in acht Bänden vor mit insgesamt Ortspfarrer, sein Stellvertreter war der
1970 Seiten. Das ist eine nicht nur für sie- Kurator, meist in Personalunion auch
benbürgische Verhältnisse einzigartige der Dorfrichter oder Hann, was die Ab-
Leistung, die Hermanns Schmidts (Bände stimmung zwischen Kirchen- und poli-
I-II), Hugo Thiess (Band III) und Otto F. tischer Gemeinde möglich machte. Die
Gliebe (Bände III-VIII) zu verdanken ist. gewählten Mitglieder waren gleichzeitig
Sie haben nicht nur die Sitzungsprotokol- Geschworene in der politischen Kommu-
le der Gemeindevertretung (sie nannte nität und wirkten als Notär, Kassier, Wirt-
sich erst „Consistorium“, ab 1856 „Pres- schafter oder in anderen Funktionen. Das
byterium“) in mühevoller Kleinarbeit 1856 eingeführte Presbyterium, dem die
abgeschrieben von Handschriften, die geistige, kulturelle, schulische und mo-
in den ersten 150 Jahren in „gotischer“ ralische Führung der Kirchengemeinde
Sütterlinschrift verfasst worden sind, oblag, bestand aus 16 gewählten Mitglie-
sondern diese auch durch umfassende dern, seine Beschlüsse wurden von einer
Register (Personen- und Suchindex) für weiteren demokratisch legitimierten In-
die Leser und für die interessierten Nut- stanz kontrolliert, der Gemeindevertre-
zer gleichermaßen erschlossen. Das Er- tung. In diesem Zusammenhang ist auf
gebnis bietet nicht nur eine spannende die wiederholt auch genutzte Möglichkeit
2 Briefe aus Brenndorf 70/2010
hinzuweisen, gegen einen „Majoritätsbe- se auch von der sächsischen Kirchenge-
schluss“ eine „Sondermeinung“ zu Pro- meinde finanziell abgesichert wurden),
tokoll zu geben. über vieles mehr – die Such-Indices am
Kann die Lektüre von „Protokollen“ Ende jeden Bandes enthalten Schlag-
wirklich spannend sein? Durchaus – denn worte, die zum Nachschlagen anregen,
sie widerspiegeln in einzigartiger Weise weisen auf Themen hin, die unterschied-
das Leben in einer siebenbürgischen Ge- lichste Lesergruppen ansprechen. Das
meinde: Alltag, kirchliche Verhältnisse, Nachschlagen wird erleichtert, weil die
Schulwesen, Sitten und Gebräuche, eh- Veröffentlichung nicht in traditioneller
renamtliches Wirken in zwei Jahrhunder- Buchform vorliegt, sondern als CD-ROM,
ten, von der Fertigstellung des Neubaus was es ermöglicht, mittels Suchfunktion
der evangelischen Kirche (1807) bis zur die unzähligen Seiten rasch nach einem
Auflösung der selbstständige Kirchenge- Thema zu durchforsten und das jeweils
meinde (2006). Man erfährt viel über un- Interessante zu finden. Und das Personen-
ermüdliche Aufbauarbeit, über ehrenamt- register hilft jenen, die vielleicht wissen
liches Wirken, über das stete Bemühen wollen, ob eigene Vorfahren in den Pro-
um guten Unterricht für die Kinder, über tokollen erwähnt werden (Achtung, man
Erneuerungsarbeiten an der Kirche, über kann dabei nicht nur Gutes lesen, sondern
die Aufstellung des Carl-Dörschlag-Al- auch über Verfehlungen wie „Trunklie-
tars, über Methoden der sozialen Selbst- be“, Verschwendung oder „unehrba-
disziplinierung, die Zucht und Ordnung ren Lebenswandel“ informiert werden
in der Gemeinde aufrechterhielten, über oder gar lesen, wer anno dazumal „blö-
Offenheit gegenüber andersnationalen de“ war!) und hilft auch den Forschern
Mitbürgern (deren Lehrer beispielswei- unterschiedlicher wissenschaftlicher
Brenndorf mit Kirche, Rathaus und Gasthaus zur Eiche (rechts), Anfang des 20. Jahrhunderts, Postkarte, Verlag
Brüder Gust, Kronstadt
Briefe aus Brenndorf 70/2010 3
Ausrichtung, etwa den Namenskund- tumsübertragung ins Grundbuch. Auf
lern oder den Sozialwissenschaftlern. lebhaftes Interesse bei den Lesern, aber
Bis 1948 war die Schule der Kirche un- auch bei den Zeithistorikern dürfte der
terstellt, die Gemeindevertretung verhan- achte Band stoßen, der die schwere Zeit
delt regelmäßig über die Anstellung und nach 1944 dokumentiert, die Jahre der
Bezahlung von Lehrern, über Reparatu- Not und der Verfolgung, des Kriegsein-
ren am Schulgebäude oder dessen Neu- satzes und der Deportation, der Kollekti-
bau, über die Auswahl und Beschaffung vierung und des Wandels der selbststän-
von Unterrichtsmaterialien (Schulbücher, digen Bauern zu abhängigen Feld- oder
Schautafeln u.Ä.), über Tagesstätten oder Industriearbeitern, der Verstaatlichung
über die Förderung begabter Kinder. Aber des Schulwesens, der Verhaftung des
auch Wirtschaftsfragen wurden verant- Ortspfarrers Walter Albert (1959), aber
wortungsbewusst und bis ins Detail ver- auch die Zeit des unbeirrten Festhaltens
handelt, von der Verwaltung der kirchli- am eigenen Glauben und der eigenen
chen Liegenschaften bis zum Anschluss Sprache, an den eigenen Traditionen, ma-
Brenndorfs an das Eisenbahnnetz und nifestiert etwa in Theateraufführungen,
die dadurch geförderte Entwicklung der aber auch in Auftritten der Blaskapelle
Tierzucht und des Viehhandels. Bemer- oder von Tanzgruppen. Es war auch, in
kenswert sind auch die Verhandlungen der die ihres Besitzes beraubten Eltern
um die Überschreibung der Kavallerie- für die Kinder ein neues „Vermögen“
Kaserne an die evangelische Kirchenge- schufen, indem sie auf ihre Ausbildung
meinde Brenndorf. Pfarrerwahlen, die Be- auf Gymnasien, Berufs- und Hochschu-
stellung eines neuen Gesangbuches, die len achteten, oft sich selbst aufopfernd.
Einführung der elektrischen Beleuchtung Trotzdem wurden die Grundfesten der
in kirchlichen und schulischen Gebäuden Gemeinschaft erschüttert, verloren die
(1913), der Erwerb neuer Glocken (1923), Gemeindemitglieder das Vertrauen auf
die Anlage eines neuen Friedhofs, aber eine Zukunft in ihrer Heimat. Die in den
auch die gewaltigen materiellen Verluste 1970er Jahren intensivierte Aussiedlung,
durch den Ersten Weltkrieg und seine schließlich die Massenauswanderung der
Folgen, durch die Agrarreform und durch frühen 1990er Jahre sind Meilensteine auf
die Weltwirtschaftskrise von 1929-1933 dem Weg zur 2004 erfolgenden Umwand-
sind wichtige Themen, die in den Pres- lung der eigenständigen Kirchengemein-
byterialprotokollen dokumentiert sind. de Brenndorf in eine Diasporagemeinde.
Die Auseinandersetzungen der 1930er Presbyterialprotokolle wurden noch
und 1940er Jahre gehen auch an Brenn- bis 2006 verfasst, nun sind sie Teil einer
dorf nicht vorbei, die „Unzufriedenen- Quellensammlung, die Aufstieg und Nie-
Bewegung“ manifestiert sich ebenso wie dergang einer bedeutenden Kirchenge-
eine Vertrauenskundgebung für Bischof meinde Siebenbürgens dokumentiert. Für
Viktor Glondys bemerkenswert ist. 1942 diese Dokumentation, die Ihresgleichen
muss die Kirchengemeinde Brenndorf die angesichts ihres Umfangs, der Sachkun-
von ihr erhaltenen und geleiteten Schulen de und der Sorgfalt ihrer Herausgeber
und Erziehungsanstalten mit allen dazu- nicht findet, danken gewiss nicht nur die
gehörigen beweglichen und unbewegli- Brenndörfer, sondern auch viele interes-
chen Vermögenswerten an die national- sierte Siebenbürger Sachsen und, nicht
sozialistische „Deutsche Volksgruppe in zuletzt, die Forscher, die diese einzigar-
Rumänien“ übergeben, doch verhindert tige Fundgrube nutzen werden.
die Gemeinde die Eintragung der Eigen- Konrad Gündisch
4 Briefe aus Brenndorf 70/2010
200 Jahre Quellen zur Geschichte von 76-2 Die CD kann zum Preis von 14,90
Brenndorf, Band I – VIII: Die Consisto Euro, zuzüglich Porto, bei Otto Gliebe,
rial- und Presbyterialprotokolle der Ringstraße 49, 91522 Ansbach, Telefon:
evangelischen Gemeinde Brenndorf (09 81) 33 94, E-Mail: otto@[Link], be
1807-2006. Bearbeitet von Hermann stellt werden. Mitglieder der „Dorfge
Schmidts – Band I und II, Hugo Thiess – meinschaft der Brenndörfer“ erhalten
Band III, Otto F. Gliebe – Band III bis die CD zum Sonderpreis von 9,80 Euro
VIII. Herausgegeben von der Heimat plus Porto. Der Erlös der CD-ROM geht
ortsgemeinschaft Brenndorf, 1970 Sei vollzählig an die Renovierung der Kir
ten auf CD-ROM, ISBN 978-3-929848- che in Brenndorf.
„Kronstadt in Siebenbürgen“
Harald Roths herausragende Stadtgeschichte
Mit dem Buch „Kronstadt in Siebenbürgen.
Kleine Geschichte der Stadt“ hat der Histo-
riker Harald Roth eine populär geschriebene
und wissenschaftlich fundierte Stadtgeschich-
te geliefert. Es ist zugleich eine Liebeserklä-
rung an die Stadt, die von uns allen geliebt,
bewundert, bestaunt und vielleicht auch
manchmal gehasst wird.
Auf 245 Seiten in einer schönen Aus-
gabe mit vielen Bildern und Stadtplänen
bringt Harald Roth uns die Geschichte
der Stadt näher. Ich, Jahrgang 1969, las in
diesem Buch Vieles und Neues, was ich
so bisher noch nicht über meine Geburts-
und Heimatstadt Kronstadt wusste. In
ausführlichen Kapiteln mit den treffend
gewählten Überschriften: Corona entsteht
(bis 1241); Auf dem Weg zur Autonomie
(1241-1377); Das reiche Handelsempori-
um (1377-1530); Eine verlässliche Stüt-
ze der Sächsischen Nation (1530-1688);
Habsburgs langer Arm: Zerstörung und
Peripherie (1688-1918); Im geographi-
schen Zentrum: Kronstadt in Rumänien
(seit 1918) schildert der Autor fundiert,
sich auf viele Quellen berufend (darunter manches in unserer Geschichte anders
die der wunderbaren Historikerin Maja gelaufen und das wohl eher zum Schlech-
Philippi), die wechselvolle Geschichte teren.
Kronstadts. Überraschend für viele Leser kommt
Dieses Buch ist ein Muss für alle Kron- die Erkenntnis, dass Corona wohl schon
städter, Burzenländer und Siebenbürger vor über 800 Jahren gegründet wurde,
Sachsen, denn ohne diese Stadt wäre obwohl die Stadt heuer ihr 775-jähriges
Briefe aus Brenndorf 70/2010 5
Jubiläum begeht. Das ist darauf zurück- ter Johannes Honterus, zur Leitfigur der
zuführen, dass aus der Zeit des frühen Sächsichen Nation wurde.
Mittelalters oft die Urkunden fehlen oder Was wäre aus Kronstadt, dem Burzen-
falsch gedeutet werden. Bei Kronstadt land oder der Sächsischen Nation ge-
mag es sich so zugetragen haben, dass worden, wenn sich die Stadt nicht mu-
der Deutsche Ritterorden im Jahr 1211 tig gegen Gabriel Báthory gestellt hätte
Marienburg gründete und Kronstadt, das und mit Mut, List und Verzweiflung die
damals schon existierte (es war ein Klos- Sächsische Nation vor dem Untergang
ter der Prämonstratenser), links liegen bewahrt hätte? Michael Weiss und viele
ließ, da es im Zinnental eingezwängt lag. andere Kronstädter und Burzenländer
Diese Lage sollte dem Ort aus damaliger ließen im Jahr 1612 (im Jahr 2012 wer-
Sicht zum Nachteil gereichen, aber als die den es 400 Jahre sein) ihr Leben in Ma-
Mongolen 1241 ins Burzenland einfielen, rienburg im Kampf gegen Báthory. Als
übrigens eine der größten Katastrophen das Schicksal die Stadt in die Hände der
des Mittelalters, bedeutete die Zinne mit Habsburger fallen ließ und mit dem Fanal
ihrem dichten Wald die Rettung für viele des Stadtbrandes von 1689 ein jahrzehn-
Menschen. Während in anderen Teilen telanges Siechtum einsetzte, änderte sich
des Burzenlandes und Siebenbürgens die die Geschichte der Stadt zum Negativen.
Ortschaften ausradiert wurden, stärkte Eine Wende trat erst Mitte des 19. Jahr-
der Mongoleneinfall die Siedlung Co- hunderts durch die Industrialisierung
rona. Diese breitete sich in den Folge- ein. Die dunklen Jahre des 20. Jahrhun-
jahren im Zinnental weiter aus, bestand derts werden leider im Buch sehr kurz
aber weiterhin aus verschiedenen Teilen gehalten. Diese Entwicklungen könnte
(Altstadt, Bartholomä, Martinsberg, In- der Autor zum Beispiel in einem weiteren
nere Stadt, Vorstadt). Erst ca. 1331 wurde Buch näher beleuchten.
Kronstadt zur Stadt und ab 1395 wurde Kronstadt, der Stadt im Osten, hat Ha-
die Stadtmauer errichtet, die Kronstadt rald Roth mit diesem Buch ein Denkmal
jahrhundertelang prägen sollte. Diese gesetzt. Die Neuerscheinung ist sehr zu
Mauern, die teilweise noch heute stehen, empfehlen und lesenswert.
beschützten die Stadt vor den Begehr- Detlef Schuller
lichkeiten der Herrscher Ungarns, der
Goldenen Horde (Tataren), der Hohen Harald Roth: Kronstadt in Siebenbür
Pforte (des türkischen Machtzentrums) gen. Eine kleine Stadtgeschichte. Köln,
und der siebenbürgischen Fürsten. Weimar, Wien: Böhlau Verlag 2010, 245
Seine Blütezeit erlebte Kronstadt im Seiten, 16 Schwarzweißabbildungen im
15. und 16. Jahrhundert, als es durch die Text, 16 Farbtafeln, 2 Stadtpläne, Preis:
Kaufleute zu viel Macht und Geld kam 19,90 Euro, ISBN 978-3-412-20602-4, er
und durch seine klugen Köpfe, darun- hältlich im Buchhandel.
Dankbare Menschen sind wie fruchtbare Felder; sie geben das Empfangene zehnfach zurück.
August von Kotzebue
Wenn du nicht weißt, was du mit deinem Leben anfangen sollst, wenn du niemanden hast,
dem du deine Liebe schenken kannst: Schenke sie deinem Nächsten.
Es gibt so viele Einsame, Alte, Arme, Kranke und Kinder, die Liebe und Zuneigung bitter nötig
haben! Du wirst Glück finden, indem du andere glücklich machst.
Werner Braun
6 Briefe aus Brenndorf 70/2010
Unsere Gemeinschaft und Kultur erhalten
Vorstandssitzung der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“
Der Vorstand der „Dorfgemeinschaft rische Distrikt Siebenbürgens, aus dem
der Brenndörfer“ (Heimatortsgemeinschaft uns Ortswappen aller seiner sächsischen
Brenndorf) hat das Regionaltreffen in Gar- Gemeinden überliefert sind. Zu den frü-
ching genutzt, um die jährliche Vorstandssit- hesten Nachweisen von Ortswappen im
zung am Vormittag des 16. Oktober ebenfalls Burzenland können die folgenden sieben
im Gasthaus „Neuwirt“ in Garching abzu- gezählt werden, die auf alte Viehbrand-
halten. Auf der prall gefüllten Tagesordnung zeichen zurückgehen: Brenndorf, Ho-
standen mehrere Vorhaben, die auf den Erhalt nigberg, Petersberg, Rosenau, Rothbach,
unserer Gemeinschaft und des Kulturerbes Tartlau, Wolkendorf. Keine bildlichen
zielen. Alle Brenndörfer sind aufgerufen sich Übereinstimmungen zwischen Ortswap-
bei zwei Aktionen, der Dokumentation des pen und Viehbrandzeichen besteht bei
Hochzeitsbrauches sowie der Vervollständi- den Ortswappen von Heldsdorf, Marien-
gung der Listen der Opfer des ersten und burg, Neustadt, Nußbach, Schirkanyen,
zweiten Weltkrieges und der Deportation, Weidenbach und Zeiden.
einzubringen. Die Wappen des Burzenlandes, Kron-
stadts und der anderen Burzenländer
Im nächsten Jahr begehen die Burzen- Ortschaften wurden aufgrund histori-
länder ein besonderes Jubiläum: den scher Vorlagen von Alexander Jacob von
800. Jahrestag seit der Niederlassung der Ostdeutschen Wappenrolle (OWR)
des Deutschen Ordens in Siebenbürgen gestaltet und in der Ostdeutschen Wap-
und zugleich seit der ersten urkundlichen penrolle registriert. Damit findet ein
Erwähnung des Burzenlandes. Deshalb jahrelanges Vorhaben der Burzenländer
wollen wir Brenndörfer zum vierten Heimatortsgemeinschaften einen erfolg-
Mal in Folge mit einer möglichst gro- reichen Abschluss. Es handelt sich um
ßen Trachtengruppe am Festumzug des Vereinswappen, die aufgrund der alten
Heimattages in Dinkelsbühl teilnehmen. Ortswappen erstellt wurden. Sie sind
Alle Brenndörfer sind eingeladen, unsere in Zukunft die verbindlichen Wappen
Gruppe zu stärken. Anmeldungen nimmt der Heimatortsgemeinschaften, können
Hugo Thiess, Telefon: (0 82 50) 14 15, ent- aber auch von den jeweiligen Kirchen-
gegen. Eine ganz besondere Einladung gemeinden und örtlichen Einrichtungen
richtet der Vorstand an die Blaskapelle der Siebenbürger Sachsen im Burzenland
Brenndorf und hofft, dass die Musikanten verwendet werden.
im großen Burzenländer Jubiläumsjahr Diese Wappen werden sowohl im Bur-
mit unserer Trachtengruppe beim Fest- zenländer Heimatkalender 2011 als auch
umzug 2011 mitmachen werden. in einer Ausstellung zu Pfingsten 2011
beim Heimattag in Dinkelsbühl gezeigt.
Wappen Bei diesen beiden Anlässen und in der
Die HOG Brenndorf hat wie alle ande- Ostdeutschen Wappenrolle werden die
ren Heimatortsgemeinschaften des Bur- Wappen „flach“ und ohne Farbschattie-
zenlandes ein neues Wappen erstellen las- rungen dargestellt.
sen und kürzlich in der Wappenrolle der Der Vorstand der „Dorfgemeinschaft
Ostdeutschen Wappenrolle registriert. der Brenndörfer“ hat in seiner Sitzung
Das Burzenland ist der einzige histo- in Garching beschlossen, auf der Rück-
Briefe aus Brenndorf 70/2010 7
seite dieses Heimatbriefes einen Kunst- geworden, eine Reparatur hätte langfris-
druck des Brenndörfer Wappens mit tig nichts gebracht.
Randvertiefung und Farbschattierung Reinhardt Schuster erklärte sich bereit,
zu veröffentlichen. Diese Variante steht das neue Heldendenkmal zu gestalten.
im Einklang mit der Blasonierung (Wap- Der Brenndörfer Künstler hat Wort ge-
penbeschreibung) und wurde vom He- halten und schickte dem Vorstand kurz
raldiker Alexander Jacob im Auftrag der vor der Vorstandssitzung einen ersten
Dorfgemeinschaft erstellt. Entwurf des neuen Denkmals.
In der Sitzung in Garching haben die
Hochzeitsbrauch Vorstandsmitglieder Reinhardt Schus-
und Mundart ters Entwurf begutachtet und für sehr
Unser Ehrenvorsitzender Otto Gliebe gut befunden. Es wurde beschlossen, die
hat den Hochzeitsbrauch beschrieben, Errichtung eines neuen Heldendenkmals
wie er in Brenndorf nach dem Krieg auf dem Friedhof in Brenndorf mitzufi-
gepflegt wurde. Selbstverständlich hat nanzieren und zu unterstützen. Die Kir-
sich in den 40 Jahren (1950-1990) einiges chengemeinde Brenndorf wird Angebote
verändert, doch hat Otto Gliebe danach von Firmen in Kronstadt einholen, die auf
getrachtet, das Wesentliche der Brenndör- Grabmäler spezialisiert sind.
fer Hochzeitszeremonie zu erfassen. Das Vorerst wollen wir aber die Listen der
Ganze wird Anfang nächsten Jahres in Opfer des ersten und zweiten Weltkrie-
Form eines Dialogs zwischen Eva Stamm ges und der Deportation korrigieren. In
und einem Kind in einem Videofilm von diesem Heimatbrief werden die drei Lis-
Hermann Schuller, einem Hobbyfilmer in ten veröffentlicht und alle Brenndörfer
Heilbronn, aufgezeichnet. So wird nicht gebeten, sie genau durchzusehen und
nur unser Brauchtum, sondern auch der auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Bitte
Brenndörfer Ortsdialekt dokumentiert. Änderungen und Ergänzungen bis zum
Die DVD werden wir im nächsten Jahr 31. Januar 2011 an Otto Gliebe, Telefon:
fertigstellen und allen Interessenten zur (09 81) 33 94, mitzuteilen.
Verfügung stellen, illustriert auch mit vie- Der Kirchenrat in Brenndorf wird in
len Fotos von Hochzeiten, Trachten und Kürze darüber entscheiden, ob das neue
der Landschaft unserer unvergesslichen Denkmal neben den Opfern des zweiten
Heimatgemeinde Brenndorf (siehe Auf- Weltkriegs und der Deportation auch den
ruf auf Seite 14 dieses Heftes). Brenndörfer Gefallenen des ersten Welt-
Dieses Vorhaben, von Otto Gliebe ini- kriegs gewidmet sein wird oder nicht.
tiiert und betreut, wird von der Dorfge-
meinschaft begrüßt und voll unterstützt. Treffen in Brackenheim 2012
Die sehr positiven Rückmeldungen der
Neues Denkmal in Brenndorf Teilnehmer bestätigen: Das zehnte Nach-
Die evangelische Diasporagemeinde barschaftstreffen der „Dorfgemeinschaft
Brenndorf hat im Frühjahr 2009 die „Dorf- der Brenndörfer“ vom 26.-27. Septem-
gemeinschaft der Brenndörfer“ gebeten, ber 2009 war ein Erfolg. Deshalb hat der
beratend an einer neuen Gedenkstätte für der Vorstand der „Dorfgemeinschaft der
die Opfer des Zweiten Weltkriegs und der Brenndörfer“ beschlossen, das elfte Tref-
Deportation in die Sowjetunion mitzu- fen im September 2012 ebenfalls im Bür-
wirken. Das uns bekannte Denkmal auf gerzentrum in Brackenheim abzuhalten.
dem evangelischen Friedhof ist baufällig Der Eintrittspreis wird für Erwachsene
8 Briefe aus Brenndorf 70/2010
auf 10 Euro erhöht, um die Kosten für standsitzung am 26. September 2009 in
Saalmiete, Blasmusik, Musikband usw. Brackenheim festgehalten: Die Kirche soll
zumindest zum Großteil decken zu kön- statisch gesichert sein (was zum Großteil
nen. Das bewährte Organisationsteam schon gegeben ist), sie soll nutzbar sein
unter Volker Kreisel wird das Treffen für Gottesdienste und Besucher, und die
wieder ausrichten. Renovierung soll für uns finanzierbar
sein.
Kirchenrenovierung
Wie Pfarrer Dr. Petr Klein mitteilte, Des Weiteren unterstützt die „Dorf-
wird Architekt Csaba Bodor demnächst gemeinschaft der Brenndörfer“ in be-
seine volle Kapazität für Brenndorf ver- währter Weise die Friedhofspflege,
wenden und die Planungsarbeiten für die Weihnachtshilfe für alle Sachsen
die Kirchenrenovierung in Brenndorf in Brenndorf und die beiden jährlichen
durchführen. Ziel des Projektes ist es, Gemeinschaftsfeste im Pfarrhaus (Gar-
alle notwendigen Genehmigungen („avi- tenfest und Adventsfeier).
ze“) und die Baugenehmigung durch die Vor einem Jahr wurde Gert Mechel zum
Denkmalbehörde Projekt zu erhalten. Die neuen Verantwortliches des Fotoarchivs
Genehmigungen der Kronstädter Behör- der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“
den werden wahrscheinlich bis Mai 2011 gewählt. Die Fotos hat er inzwischen von
erteilt. Bis dann wird auch feststehen, seiner Vorgängerin Uta Martini über-
welches die einzelnen dringenden Ar- nommen und wird nun sämtliche (noch
beiten sein und welche Kosten für die nicht digitalisierten) Fotos einscannen.
Bauarbeiten anfallen werden. So kann auch die geplante DVD über
Dipl.-Ing. Hans-Christian Haberman, den Hochzeitsbrauch mit vielen Bildern
Vorsitzender des Stiftungsrates der Sie- bestückt werden. Zum Datenabgleich
benbürgisch-Sächsischen Stiftung, be- des Fotoarchivs hat Volker Kreisel ein
stätigte in einem Gespräch mit Siegbert System entwickelt, das den Vorstands-
Bruss, dass die Stiftung zu ihrer Zusage mitgliedern zur Verfügung steht.
steht, die Kirchenrenovierung in Brenn- Die beiden Jugendreferenten Norbert
dorf zu fördern. Der Stiftungsrat hatte in Thiess und Gert Mechel kündigten das
einer Sitzung am 27. September 2006 be- nächste Skitreffen für den 11.-13. Fe-
schlossen, die Renovierung in Brenndorf bruar 2011 in Tirol/Österreich an. Ein
mit einem Betrag von voraussichtlich 40 Faschingstreffen wird im nächsten Jahr
000 Euro zu unterstützen. nicht organisiert, dafür aber ein Freizeit
Die Ergebnisse der Planungsarbeiten wochenende im Altmühlthal im Herbst
von Arch. Csaba Bodor werden, sobald 2011. Den genauen Termin werden wir
sie vorliegen, der Siebenbürgisch-Säch- im Pfingstheft der „Briefe aus Brenndorf“
sischen Stiftung zur Verfügung gestellt. bekannt geben.
Aus dem vorgeschlagenen Maßnahmeka- An der Sitzung nahmen alle Vorstands-
talog werden die drei beteiligten Partner mitglieder teil: Ehrenvorsitzender Otto
(Kirche in Brenndorf, Siebenbürgisch- Gliebe, Vorsitzender Siegbert Bruss, stell-
Sächsische Stiftung und HOG Brenndorf) vertretender Vorsitzender Volker Kreisel,
die nötigen Baumaßnahmen auswählen Kassenwart Edmund Seimen, Schriftfüh-
und ausführen lassen. rerin Bettina Zibracky, Familienforscher
Die Ziele bei der Kirchenrenovierung Hugo Thiess sowie die Jugendreferenten
aus Sicht der „Dorfgemeinschaft der Norbert Thiess und Gert Mechel.
Brenndörfer“ wurden in unserer Vor- Siegbert Bruss
Briefe aus Brenndorf 70/2010 9
Gefallene des 1. und 2. Weltkriegs
Opfer der Deportation und des Krieges
Im Hinblick auf das neue Denkmal auf dem Friedhof und die Anbringung von
Gedenktafeln in der evangelischen Kirche in Brenndorf bitten wir alle Brenndörfer,
an der Korrektur und Ergänzung der folgenden Listen der Opfer des ersten und
zweiten Weltkrieges und der Deportation mitzuwirken. Mitteilungen bitte bis zum
31. Januar 2011 an Otto Gliebe, Ringstraße 49, 91550 Ansbach, Telefon: (09 81) 33 94.
Gefallene des Ersten Weltkriegs
Name Vorname Geboren - Verstorben
Brenndörfer Johann 1878 - 1916 Promer Georg 1889 - 1914
Copony Martin 1891 - 1914 Reiss Heinrich 1892 - 1915
Graef Heinrich 1891 - 1914 Reiss Johann 1887 - 1914
Herrmann Peter 1878 - 1915 Reiss Johann 1895 - 1915
Jekel Johann 1890 - 1914 Rhein Andreas 1855 - 1916
Jekel Martin 1877 - 1918 Rhein Johann 1885 - 1916
Kellers Heinrich 1899 - 1917 Roth Georg 1883 - 1918
Klees Georg 1890 - 1914 Rothenbächer Friedrich 1889 - 1915
Klein Johann 1900 - 1918 Rothenbächer Johann 1897 - 1918
Klusch Georg 1880 - 1915 Schneider Johann 1886 - 1918
Klusch Johann 1888 - 1914 Schuster Alfred 1891 - 1914
Klusch Martin 1891 - 1914 Schuster Johann 1883 - 1914
Liess Johann 1891 - 1914 Seimen Georg 1888 - 1915
Lurtz Georg 1888 - 1914 Streitfert Georg 1894 - 1918
Lurtz Johann 1892 - 1915 That Johann 1881 - 1916
Mechel Georg 1850 - 1916 Tontsch Gabriel 1893 - 1914
Mechel Johann 1889 - 1918 Tontsch Georg 1886 - 1915
Mechel Georg 1891 - 1914 Tontsch Johann 1896 - 1916
Petri Georg 1896 - 1918 Zacharias Johann 1880 - 1915
Pollenksy Friedrich 1896 - 1918 Zerbes Johann 1882 - 1914
Gefallene des Zweiten Weltkriegs
Alzner Alfred 1921 - 1942 Greger Reinhardt 1925 - vermisst
Barthelmie Hans 1918 - 1944 verm. Jekel Andreas 1908 - 1943
Bauer Walter 1920 - 1941 Jekel Fritz 1910 - 1944
Brenndörfer Edmund 1920 - 1941 Jekel Johann 1911 - 1944
Brenndörfer Fritz 1910 - 1943 Jekel Martin 1910 - vermisst
Copony Hans 1920 - 1942 Kaufmes Ernst 1915 - 1943
Csuray Arpad 1921 - 1942 Kellers Fritz 1924 - 1943
Dworschak Samuel 1924 - 1943 Klees Hans 1914 - 1942
Ferenz Edmund 1922 - 1945 Klees Helmut 1925 - 1944
Ferenz Robert 1926 - vermisst Klein Friedrich 1925 - 1947
Galter Johann 1913 - 1945 Klein Friedrich H. 1923 - 1945
Gliebe Johann 1922 - 1943 Klein Martin 1920 - 1945
10 Briefe aus Brenndorf 70/2010
Kloos Johann 1923 - 1944 Schuster Fritz 1906 - vermisst
Konnerth Georg 1896 - 1941 Schuster Fritz 1908 - vermisst
Kuhn Emmerich 1912 - 1944 Schuster Gabriel 1908 - 1948
Kutzko Reinhold 1926 - 1945 Schuster Hans 1921 - 1944
Liess Hermann 1918 - 1944 Schuster Hermann 1923 - 1943
Liess Waldemar 1923 - gefallen Schuster Hermann 1927 - vermisst
Martini Hans 1908 - 1944 Schuster Peter 1916 - 1944
Mechel Fritz 1920 - 1944 Stamm Albert 1911 - 1941
Mechel Johann 1910 - 1944 Stamm Ernst 1927 - 1945
Mechel Johann 1919 - 1942 vermisst Stamm Friedrich 1910 - 1941
Promer Fritz 1926 - 1945 Stamm Hans 1914 - 1941
Reiss Fritz 1914 - 1942 Stamm Hans 1922 - 1944
Reiss Otto Martin 1922 - 1942 Stamm Martin 1924 - 1944
Rhein Ernst 1926 - 1945 Stamm Samuel 1910 - 1944
Rhein Fritz 1903 - vermisst Stamm Walter 1926 - 1944
Rhein Fritz 1913 - vermisst Stanek Anton (Zernescht)
Rhein Georg 1919 - 1944 Staps Hans 1915 - vermisst
Rhein Heinrich 1921 - vermisst Stoof Johann 1915 - vermisst
Rhein Reinhold 1923 - 1944 vermisst Streitfert Georg 1926 - 1945
Rheindt Horst 1923 - 1945 Stütz Albert 1921 - 1943
Rosenauer Fritz 1921 - 1942 Szabo Friedrich 1912 - 1942
Rosenauer Hans 1914 - vermisst Tontsch Fritz 1911 - 1942
Rosenauer Johann 1924 - 1943 Tontsch Fritz 1914 - 1945
Rosenauer Martin 1927 - 1945 Tontsch Martin 1920 - 1944
Roth Albert 1919 - vermisst Tontsch Martin 1922 - 1945
Roth Reinhold 1923 - 1945 vermisst Tontsch Reinhold 1925 - 1944
Schartner Otto 1922 - 1945 Wagner Georg 1910 - vermisst
Schmidts Friedrich 1925 - 1944 Wagner Hans 1901 - vermisst
Schmidts Friedrich 1901 - 1945 Wagner Hans 1906 - 1945
Schmidts Georg 1922 - 1944 Zibratzki Albert 1921 - 1945
Schoof Albert 1922 - 1943 Zibratzki Samuel 1914 - 1942
Schoppel Johann 1911 - 1945 Zikeli Heinrich 1911 - vermisst
Opfer der Deportation
Copony Amalie 1924 - 1946 Lurtz Hilda 1928 - 1947
Copony Fritz 1899 - 1945 Lurtz Rosa 1906 - 1945
Dworschak Ottilie 1925 - 1949 Mechel Heinrich (81) 1901 - 1945
Graef Hans 1902 - 1947 Mechel Heinrich (155) 1904 - 1947
Hubbes Katharina Mechel Johanna 1926 - 1947
Kellers Johann 1928 - 1946 Olesch Samuel 1901 - 1946
Klees Rosa 1921 - 1946 Promer Anna 1925 - vermisst
Klein Friedrich 1903 - 1947 Promer Johann 1928 - 1947
Kreisel Rosa 1923 - 1946 Promer Johanna 1924 - 1951
Liess Fritz 1909 - 1946 Rosenauer Martin 1902 - 1947
Liess Otto 1928 - 1947 Rothenbächer Heinrich 1901 - 1946
Lurtz Gabriel 1906 - 1945 Schmidts Hans 1906 - 1949
Briefe aus Brenndorf 70/2010 11
Schobel Albert 1905 - 1946 Stamm Josephine 1919 - 1946
Schunn Walter 1902 - 1946 Stamm Rudolf 1910 - 1947
Schuster Fritz 1903 - 1946 Streitfert Fritz 1908 - 1947
Schuster Georg 1905 - 1948 Thiess Hertha Rosa 1924 - 1946
Schuster Hans 1902 - 1945 Zacharias Hans 1899 - 1949
Schuster Hans 1909 - 1945 Zacharias Johann 1927 - 1947
Schuster Martin 1899 - 1945 Zacharias Rosi 1923 - 1947
Stamm Johann 1897 - 1946
Opfer der beiden Weltkriege
Jekel Hildegard 1941 - 1945 in Brenndorf erschossen
Mechel Georg 1850 - 1916 verschleppt nach Rumänien, dort verstorben?
Rhein Andreas 1855 - 1916 verschleppt nach Rumänien, dort verstorben?
Schmidts Gerda 1937 - 1945 vermisst
Schmidts Horst 1942 - 1945 vermisst
Schmidts Klara Rosa 1930 - 1945 vermisst
Schmidts Otto Georg 1931 - 1945 vermisst
Schmidts Rosa Luise 1907 - 1945 vermisst
Theiss Irene 1928 - 1944 in Brenndorf von den Russen erschossen
Tontsch Andreas 1847 - 1916 durch Schrapnellschuss verwundet und gestorben
Auf dem Friedhof in Brenndorf (vom Eingang aus links gesehen) befindet sich das Heldengrab für die in den
Kämpfen um Brenndorf 1916 gefallenen deutschen Soldaten. Nach dessen Fertigstellung 1930 wurden die zunächst
in einem Massengrab Beerdigten in das neue Heldengrab umgebettet, einige in ihre Heimat überführt.
12 Briefe aus Brenndorf 70/2010
Heldendenkmal für die deutschen Soldaten
1930 wurde auf der östlichen Seite des Sitzung vom 22. Juli 1928, 43/1928 (kei
Friedhofs in Brenndorf ein Denkmal der ne Presbyterialzahl): Heldenfriedhof
Kriegsgräberfürsorge errichtet, das aus- Vorsitzer teilt mit, dass vom Landes-
schließlich den deutschen Soldaten ge- ausschuss für Kriegsgräber unser Hel-
widmet ist, die 1916 im ersten Weltkrieg denfriedhof für ewige Zeiten in Pflege
auf der Brenndörfer Gemarkung gefallen und Besorgung unserer Kirchengemein-
sind. Diese Erkenntnisse hat Otto Gliebe de überlassen worden ist. Dient zur
nach Durchsicht der Presbyterialproto- Kenntnis.
kolle und der spärlich vorhandenen Kor-
respondenz der siebenbürgisch-sächsi- Sitzung vom 26. April 1930, 28/1930
schen Kriegsgräberfürsorge mit der evan- (Presbyterialzahl 105/1930): Exhumie
gelischen Kirchengemeinde Brenndorf rung der Heldengräber
gewonnen. Das von der Kriegsgräberfür- Der Vorsitzer teilt noch mit, dass die
sorge angeregte Heldendenkmal wurde Kriegsgräber-Fürsorge die Exhumie-
in die Planung des neuen Friedhofs in rungs-Bewilligung besorgen will, mit
Brenndorf mit einbezogen. Entwürfe und der Beaufsichtigung der Exhumierung
Kostenvoranschläge wurden von den ist Hauptmann Schulz aus Hermannstadt
beiden Bauunternehmen Ing. Jessnitzer betraut worden. Die Kriegsgräber-Für-
und Ing. Strecker eingeholt. Streckers sorge hat für die Exhumierung und für
Bewerbung lief über Auguste Schnell, das zu errichtende Denkmal den Betrag
Leiterin der Kriegsgräberfürsorge in von 10 000 Lei gespendet. Die Stolakos-
Siebenbürgen, in Zusammenarbeit mit ten sollen von der Gemeinde Brenndorf
der deutschen Kriegsgräberfürsorge. aufgebracht werden.
Den Zuschlag für das Denkmal erhielt
jedoch Ing. Jessnitzer aus Hermannstadt. Sitzung vom 1. November 1930,
Im Folgenden werden Auszüge aus der 33/1930 (Presbyterialzahlen 105, 224,
Korrespondenz und den Presbyterialpro- und 246/1930): Angelegenheiten neuer
tokollen veröffentlicht. Friedhof
Bezüglich der Kriegergräber, ihrem
Sitzung des Presbyteriums vom 6. No endgültigen Zustand und der bisherigen
vember 1927, 78/1927 (Presbyterialzahl Pflege wird berichtet, dass die bayrische
392/1927): Heldenfriedhof – Übernahme Kriegsfürsorge und die siebenbürgische
in ewige Pflege Kriegsgräberfürsorge, warme Dank-
Da die Gefahr besteht, dass staatlicher- schreiben an uns gerichtet haben, die
seits der Heldenfriedhof enteignet oder besonders dem Frauenverein gelten.
die Gebeine der deutschen Gefallenen
ausgegraben werden, ist die Kirchenge- Sitzung vom 17. Januar 1936, 14/1936
meinde von der deutschen Kriegsgräber- (Presbyterialzahl 23/1936): Kriegsgräber
fürsorge gebeten worden, diese Helden- Für die würdige Instandhaltung der
gräber in ewige Pflege zu übernehmen Kriegsgräber am Friedhof, die im vori-
und dies in geeigneter Zuschrift dem gen Jahr von einem deutschen Vertreter
Staat bekannt zu geben. Der Vorsitzer hat besichtigt wurden, ist von der deutschen
diese Zuschrift abgefasst und verliest sie. Zentrale der Kriegsgräberfürsorge ein
Das Presbyterium beschließt einstimmig Anerkennungsschreiben eingelangt.
in ihrem Sinn.
Briefe aus Brenndorf 70/2010 13
Aus der Korrespondenz bin ich bereit, aus den mir zur Verfügung
In einem Brief an das Pfarramt in stehenden Mitteln, einen einmaligen Beitrag
Brenndorf schreibt Auguste Schnell von von 10.000 Lei zur Verfügung zu stellen.
der Kriegsgräberfürsorge in Siebenbür- Der Auftrag für den Bau des Helden-
gen unter Presbyterialzahl 127/1930 vom denkmals wurde laut Korrespondenz
5. Juni 1930. des Presbyteriums an Ing. Carl Jessnit-
In der Beilage erlaube ich mir, Ihnen den zer, Ingenieur – Technisches Büro und
Entwurf des Ing. Herrn W. Strecker für das Bauunternehmen, vergeben, der an das
auf Ihrem Friedhof zu errichtende deutsche Pfarrhaus in Brenndorf schreibt:
Heldendenkmal, den dazugehörigen Kosten- Bezugnehmend auf Ihre mit Herrn Haupt-
voranschlag und eine Zuschrift des Herrn mann Schulz gehabte Unterredung erlaube
Ing. Streckers zu übersenden. Der Entwurf ich mir, Ihnen ein Projekt und Kostenanschlag
gefällt mir sehr gut und ich glaube, er wird über das von Ihnen geplante Heldendenkmal
auch die Zustimmung des Kunstbeirates des zu unterbreiten, welcher sich architektonisch
Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ihrem Friedhof anpassen wird. Es entspricht
erhalten. Zur Deckung der Kosten der Um- den Vorschriften des Cultul Eroilor und es
bettung und der Aufstellung des Grabmals kann die Lieferung baldigst erfolgen.
„Af der Häifzet brecht em vill ...“
Unter diesem Titel, den Otto Gliebe einem schen. Die in der Bundesrepublik leben-
alten, beliebten Kinderlied entliehen hat, den, älteren Landsleute reden zu Hau-
versucht er, eine siebenbürgisch-sächsische se noch sächsisch, doch immer wieder
Hochzeit, angefangen von den Vorbereitun- kommt es vor, dass ich bei Anrufen mit:
gen (Zeschäcken) bis zum Aufwecken des „Hallo Herr Gliebe, hier ist … so und
jungen Paares zu dokumentieren. Geplant so“ angesprochen werde. Als Antwort
ist eine DVD, auf der unser Brenndörfer Dia bekommt der/die Anrufer/in dann zu hö-
lekt und der Hochszeitsbrauch dokumentiert ren: „Ech ban vor och noch änj der Otto,
werden. Wir rufen alle Brenndörfer auf, uns end rieden um laiwsten saksesch.“ Die
bis zum 15. Januar 2011 Fotos zuzusenden, jüngeren, im Beruf stehenden Landsleute
damit die DVD möglichst viele Aufnahmen reden naturgemäß meist deutsch, was
von Brenndörfer Hochzeiten enthält. Otto sich selbstverständlich auch auf die Fami-
Gliebe stellt das Vorhaben im Folgenden vor. lie überträgt, so dass die Kinder nur noch
Als kompetente Beraterin für die- deutsch sprechen. Man kann das nieman-
se Dokumentation standen mir Eva dem verübeln, denn wir brauchen im all-
Stamm und noch etliche Frauen bzw. täglichen Leben die deutsche Sprache, um
Familien meiner Generation zur Seite, nicht als „Migranten“ aufzufallen. Zieht
bei denen ich immer wieder Antworten man all diese Tatsachen in Betracht, so ist
auf die sich stellenden Fragen schrift- es leicht abzusehen, wann unser Brenn-
lich oder telefonisch einholen konnte. dörfer Dialekt erlischt und von nieman-
Der eigentliche Anlass für diese Ar- dem mehr gesprochen werden kann. Um
beit, die im Brenndörfer Dialekt auf eine dieser Entwicklung entgegenzuwirken,
Video-DVD aufgenommen werden soll, rufen wir an dieser Stelle alle Brenndör-
ist die bedrohliche Lage, in der sich unser fer auf, unsere Mundart möglichst oft
Brenndörfer Dialekt befindet. In Brenn- zu gebrauchen und an die Kinder wei-
dorf leben nur noch eine gute Handvoll terzugeben. Mit der neuen DVD wollen
Leute, die diesen Dialekt noch beherr- wir unseren Dialekt dokumentieren und
14 Briefe aus Brenndorf 70/2010
allen Interessenten zugänglich machen. bräuchten wir noch viele schöne Erin-
Auf diese Weise wird durch diese Do- nerungsfotos, die verschiedene Abschnit-
kumentation nicht nur der Brenndörfer te einer Hochzeit, vom „Zeschäcken bas
Dialekt aufgezeichnet, sondern durch zem Uefschäcken“, dokumentieren.
das gewählte Thema auch die Tradition Wenn ihr Fotos von eurer Hochzeit,
der Hochzeitsfeier in Brenndorf, die im Trauung, im Saal oder auf der Straße be-
Laufe der Zeit immer wieder Verände- sitzt, oder auch andere gute Fotos von
rungen unterworfen war. Wir haben uns Brenndorf habt, schickt sie uns bitte zu.
dabei für die Zeit, die wir aktiv miter- Es kann brieflich oder über das Internet
lebt haben, ich als Musikant, die ande- geschehen.
ren Mitarbeiter als Helfer oder als Gäste, Die geschickten Fotos bekommt ihr ga-
entschieden und dabei die Entwicklung, rantiert innerhalb einer Woche zurück,
die diese alten Bräuche nach dem letzten die von euch eingescannten Fotos wer-
Krieg, in den Jahren der schweren Le- den in unserem Fotoarchiv aufbewahrt,
bensmittelknappheit bis zur Revolution das jetzt von Gert Mechel verwaltet wird.
1989 vollzogen haben, berücksichtigt. Bitte alle Fotos datieren und auf einem
Wir hoffen, dass wir im großen Ganzen separaten Blatt Papier kurz beschreiben
alles erfasst haben, würden uns jedoch und an: Gert Mechel, Steylerstraße 46,
freuen, wenn die eine oder andere Familie 86666 Burgheim, E-Mail: GertMechel@
Interesse an dieser Dokumentationsarbeit [Link]; oder an Otto Gliebe, Ringstra-
finden und Verbesserungsvorschläge ein- ße 49, 91522 Ansbach, E-Mail: otto@
bringen würde. Den Text dazu schicken [Link], oder an Siegbert Bruss, Von-
wir euch, nach Anforderung, per Post zu. Kobell-Straße 4, 85570 Markt Schwaben,
Um eine gute und interessante Vi- E-Mail: SiegbertBruss@[Link], schicken.
deoaufzeichnung machen zu können, Otto F. Gliebe
Deutschordenstagung in Bad Kissingen
Prominente Redner sprachen über das Burzenland
Unter dem Titel „Der Deutsche Orden mich erfand: Das Burzenland“. Er las
im Burzenland (1211-1225)“ veranstaltete „Eine deutsche Geschichte“ aus seinem
die Akademie Mitteleuropa vom 29. bis neuen Band „Am Vorabend des Taifuns.
31. Oktober in Bad Kissingen eine Vor- Geschichten aus einem abenteuerlichen
bereitungstagung zum 800. Jahrestag der Leben“ (Edition Noack & Block, Berlin,
Ordensniederlassung in Siebenbürgen, 2011) sowie den Text „Der Major und die
der zugleich der 800. Jahrestag seit der Mitternachtsglocke“, eine von neun Er-
ersten urkundlichen Erwähnung des zählungen, die im kommenden Frühjahr
Burzenlandes ist. Etwa 50 Teilnehmer, veröffentlicht werden sollen.
die meisten davon Burzenländer aus Der arbeitsintensive Samstag begann
Deutschland und Siebenbürgen, trafen mit einer Zusammenfassung der acht
im „Heiligenhof“ zusammen. Jahrhunderte langen Geschichte des Deut-
Nach der Programmeinführung am schen Ordens. Der Referent, Prof. Udo
Freitagabend durch den Studienleiter des Arnold (Bonn), erklärte den Tagungsteil-
Heiligenhofes, Gustav Binder, eröffnete nehmern die Gründung des Hospitals
der Schriftsteller Hans Bergel die Tagung in Akkon als Ursprung des Deutschen
mit einer Lesung zur „Landschaft, die Ordens im Heiligen Land und die Aus-
Briefe aus Brenndorf 70/2010 15
breitung dieses (nach Templern und Jo-
hannitern) drittgrößten Kreuzzugsordens
am Rande christlicher Machtzentren – so
u.a. im Burzenland.
„Historische Quellen zur Ordensge-
schichte in Siebenbürgen“ anhand von
einigen der dreißig erhaltenen Urkunden
deutete Prof. Dr. mult. Harald Zimmer-
mann (Tübingen). Die erste Urkunde,
aus dem Jahre 1211, verlieh das Burzen-
land („terra deserta, inhabitata“) an den
Deutschen Orden. Danach folgten auch
Bestätigungsurkunden vom Papst, was
die letztendliche Vertreibung des Ordens
im Jahr 1225 aber nicht verhinderte. Udo Buhn (links) überreicht Prof. Harald Zimmermann
Eine kontroverse Diskussion löste den Burzenländer Kalender 2011. Foto: Siegbert Bruss
Horst Klusch (Hermannstadt) aus, der
als Hobbyhistoriker seine Hypothesen europäischen Geschehens“ ein. Er sprach
zur Ansiedlung des Ordens im Karpa- über das erste Stadtrecht der Burzenlän-
tenbogen vorstellte. der Provinz aus dem 14. Jahrhundert und
Der schöne Herbstnachmittag wurde den darauffolgenden Aufstieg Kronstadts
genutzt, um das unweit gelegene Mün- zur wichtigsten Stadt der Region, die lan-
nerstadt und das dortige Deutschor- ge Zeit als uneinnehmbar galt und sogar
densschloss zu besuchen, das heute als von Herrschern der Walachei und Mol-
„Henneberg-Museum“ fungiert. dau als sicherer Zufluchtsort in Anspruch
Wie am ersten Tagungsabend, an dem genommen wurde. Nach und nach entwi-
der Film „Von Rittern und Burgen im ckelte sich Kronstadt zur führenden Stadt
Burzenland“ von Erwin Kraus gezeigt der Sächsischen Nation, auch wenn die
wurde – ein Arbeitsentwurf, zu dem die Rolle der politischen Entscheidung nur
Zuschauer Ergänzungs- und Verbesse- in kritischen Zeiten und nur vorüberge-
rungsvorschläge machten –, trafen sich hend ausgeübt wurde. Kronstadt war in
die Burzenländer auch am Samstagabend hohem Maße eine selbstständige Stadt,
in einem Seminarraum des Heiligenho- was sie auch um 1600 im Widerstand ge-
fes. Die Tagung war auf Initiative der gen Bathorys Heer bewies. Um 1720 war
HOG-Regionalgruppe Burzenland ent- Kronstadt mit über 17 000 Einwohnern
standen, sprach aber auch Kreisgruppen, mit Abstand die größte Stadt Ungarns,
Foren und andere Organisationen an, die wobei das gesamte Burzenland stets gro-
sich über die Geschichte informieren und ße Offenheit und liberales Denken be-
das Jubiläumsjahr 2011 planen wollen. wies. Mit den politischen Prozessen der
So wurden Vorschläge zur Gestaltung 1950er Jahre und dem Arbeiteraufstand
des Heimattages in Dinkelsbühl und des am 15. November 1987 rückte Kronstadt
Sachsentreffens in Kronstadt erörtert. im 20. Jahrhundert erneut in den Blick-
Der Sonntag begann mit einer Andacht punkt europäischen Geschehens.
zum Reformationstag, gehalten von Der Vortrag „Zur Rezeption der Or-
Pfarrer Dr. Peter Klein (Petersberg).Der densgeschichte im 19. und 20. Jahrhun-
Historiker Dr. Harald Roth (Potsdam) dert: Die Schlacht bei Tannenberg/Grun-
ging auf das Burzenland „im Blickpunkt wald 1410 als politisches Symbol“ schlug
16 Briefe aus Brenndorf 70/2010
eine Brücke über die Zeit. Prof. Arnold er- vor. Der Deutsche Orden zeigt bis heute
läuterte die Ursprünge des eisernen Kreu- Präsenz: Im Juli 2010, am 600. Jahrestag
zes im Symbol des Deutschen Ordens der Schlacht, nahm der 65. Hochmeister
und stellte unterschiedliche polnische des Ordens, Dr. Bruno Platter, an der Ge-
und deutsche Schulbuchbeschreibungen denkfeier in Grunwald teil.
zur Schlacht von Tannenberg/Grunwald Christine Chiriac
Brenndörfer beim Heimattag 2010
Auch in diesem Jahr nahmen die Brenn- einer angenehmen frühsommerlichen
dörfer am Pfingstsonntag, dem 23. Mai Luft, die diesen Tag des „Wiedersehens“
2010, am Festumzug des Heimattages der hell und freundlich erscheinen ließen.
Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl teil. Nächstes Jahr steht unser Heimattag
Wenn auch in „dünneren“ Reihen – es im Zeichen eines Jubiläums: des 800. Jah-
waren leider nur 20 gekommen – mar- restages seit der Berufung des Deutschen
schierten unsere Trachtenträger zum Ordens ins Burzenland und seit der ers-
dritten Mal in Folge seit 2008 fröhlich in ten urkundlichen Erwähnung des Bur-
ihren schön herausgeputzten Kinder-, zenlandes. Zu diesem Anlass erhoffen
Mädchen-, Frauen- und Männertrachten wir uns ein zahlreiches Erscheinen der
durch die Altstadt von Dinkelsbühl. Brenndörfer, viel Spaß an dem geplanten
Das Wetter hielt zu uns. Es begleitete Kulturprogramm und einen gelungenen
uns mit freundlichen Sonnenstrahlen und Trachtenauftritt.
Anca Thiess
Brenndörfer Trachtenträger beim Heimattag 2010 in Dinkelsbühl, von links nach rechts: Maximilian Tontsch,
Edwin Tontsch, Sibylle Nikolaus, Hedda Meyle, Anca Thiess, Edda That, Hannelore Jekel, Herbert That, Anneliese
Schuster, Astrid Thiess, Alfred Schuster, Gert Mechel, Dorothe Mechel, Katharina Tontsch, Horst Hergetz jun.,
Ramona Hirscher, Sebastian Tontsch, Ursula Wagner. Nicht auf dem Bild der Fotograf Hugo Thiess.
Briefe aus Brenndorf 70/2010 17
Einladung zur Brenndörfer Skisause
Unser Skitreffen findet vom 11. bis 13. Personen). Bitte meldet euch bis 6. Januar
Februar 2011 zum dritten Mal in Folge in bei Norbert Thiess, Tel. (01 71) 2 05 31
Tirol/Österreich statt. Wir laden alle win- 73, Gert Mechel, Tel.: (0 84 32) 2636 66,
tersportbegeisterten Brenndörfer und de- E-Mail: jugend@[Link], an. Gebt
ren Freunde, Jung und Alt, in das Ferien- bitte auch eure Programmwünsche an,
heim „Foischinghof“ in der Wildschönau damit wir diese weitergeben können.
in Tirol ein. Bei Familie Klingler, die den Anfahrt: Autobahn Richtung Inns-
idyllisch gelegenen Hof betreibt, fühlen bruck, Ausfahrt Kufstein Süd (bis hierher
wir Brenndörfer uns hervorragend aufge- ist keine Vignette erforderlich), Richtung
hoben. Zusatzleistungen wie Skifahren, Wörgl nach der Kirche an der Ampel
Rodelgaudi, Nachtwanderungen, Pfer- links abbiegen Richtung WILDSCHÖN
deschlittenfahrten oder Winterlagerfeuer AU. Durch Niederau durchfahren, in
mit Punschverkostung können gesondert Oberau an der Kirche vorbei, direkt nach
vor Ort bezahlt werden. dem „Dorferwirt“ rechts hoch zum „Foi
Der Preis pro Tag mit Halbpension schinghof“ (Beschilderung beachten). Bei
(Frühstücksbüfett und Abendessen) be- starkem Schneefall sind Schneeketten
trägt für Erwachsene 27,00 Euro und für empfehlenswert. Weitere Informationen
Kinder bis 14 Jahre 21,00 Euro. Kinder unter [Link].
bis 3 Jahre sind von den Kosten befreit. Ein Faschingstreffen werden wir im
Die Unterbringung erfolgt in Vierbettzim- nächsten Jahr nicht organisieren, pla-
mern. Etagenduschen und WCs befinden nen aber ein Freizeitwochenende im
sich auf jedem Stockwerk. Altmühltal im Herbst 2011. Den Termin
Wir hoffen auf viele Anmeldungen geben wir im Pfingstheft bekannt.
(Mindestteilnehmerzahl: 30 vollzahlende Norbert Thiess, Gert Mechel
Brenndörfer Treffen 2011 in Garching
Zu einem Regionaltreffen laden Laura Übernachtungen können direkt beim
und Hans Darabas alle Brenndörfer in „Neuwirt“ gebucht werden unter Tele-
Bayern, Österreich und anderen Regio- fon: (089) 3 29 12 58, Fax: (089) 3 26 18 75.
nen für Samstag, den 15. Oktober 2011, Achtung: Die U-Bahn U 6, Richtung
ab 14.00 Uhr, in die Gaststätte „Zum Neu- „Garching Forschungszentrum“, hält
wirt“, Münchner Straße 10, in Garching auch in „Garching“ (vorletzte Station).
ein. Essen und Getränke, Kuchen und Die Haltestelle befindet sich im Zentrum
Kaffee können im Lokal bestellt wer- der Stadt Garching am Maibaum oder am
den. Für Tanzmusik sorgt wieder unsere Springbrunnen, direkt vor dem „Neu-
Brenndörfer Blaskapelle. Wir bitten um wirt“.
schriftliche oder telefonische Anmeldung Für Autofahrer: Garching liegt an der
bis zum 15. September bei Laura und Hans Bundesstraße B 11, die parallel zur Au-
Darabas, Römerhofweg 51 b, 85748 Gar- tobahn A 9 München-Nürnberg verläuft
ching, Telefon: (089) 3 26 19 36, privat (Ausfahrt „Garching Süd“ oder „Gar-
abends, Telefon: (0 89) 2 8 91 23 80, bis ching Nord“). Kostenlose Parkplätze fin-
16.30 Uhr, E-Mail: ldarabas@[Link]. det man vor dem Bürgerplatz Garching
Vor Ort bitten wir um eine entsprechende und der Post.
Spende zur Kostendeckung. Laura und Hans Darabas
18 Briefe aus Brenndorf 70/2010
Gelungenes Regionaltreffen in Garching
Was hat ein Fußballspiel zwischen Bay- hauses. Pünktlich um 14.00 Uhr ging es
ern München und Hannover 96 mit dem dann zum gemütlichen Teil des Tages
Brenndörfer Regionaltreffen in Garching über. Während sich die rund 100 Gäste
gemeinsam? An sich nicht so viel, aber nach und nach begrüßten, stimmte die
in diesem Jahr fielen beide Termine auf Blaskapelle Brenndorf unter der Leitung
Samstag, den 16. Oktober. Wer also eine von Walter Dieners mit vertrauten Klän-
längere Anreise hatte und frühzeitig eine gen auf das gesellige Beisammensein ein.
Übernachtungsmöglichkeit in Garching Laura Darabas, die mit Hans Darabas
gebucht hatte, war im Vorteil, denn durch schon seit 2001 das Regionaltreffen in
die gute öffentliche Verkehrsanbindung Garching erfolgreich organisiert, begrüß-
an die Allianz-Arena in München, hat- te die Gäste ganz herzlich und übergab
ten viele Fußballfans Unterkünfte in Gar- anschließend das Wort an Siegbert Bruss,
ching belegt. den Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft
Während sich die Fußballfans im Saal der Brenndörfer (HOG Brenndorf). Die-
des Gasthauses „Neuwirt“ für das gro- ser berichtete kurz über die Vorhaben, die
ße Spiel stärkten, tagte der Vorstand der in der vorangegangenen Sitzung erörtert
Dorfgemeinschaft der Brenndörfer vor wurden. So steht im nächsten Jahr das
dem Treffen auf der Empore des Gast- 800-jährige Jubiläum seit Berufung des
Die Blaskapelle Brenndorf in Garching, vordere Reihe, von links: Jürg Roth, Roswitha Darabas, Herbert Schmidts,
Hans Darabas, Holger Darabas mit Tochter Erika, Walter Dieners; hintere Reihe, von links: Hartmut Darabas,
Adleff Zintz, Edmund Klusch, Helmut v. Hochmeister jun., Paul Klöss und Bertold Kreisel. Foto: Petra Reiner
Briefe aus Brenndorf 70/2010 19
Deutschen Ordens nach Siebenbürgen vielen Helferinnen, die in kürzester Zeit
und seit der ersten urkundlichen Er- alle Gäste glücklich versorgten. Spätes-
wähnung des Burzenlandes an. Siegbert tens da konnte das trübe Wetter draußen
Bruss lud deshalb alle Brenndörfer und der Stimmung im Saal keinen Abbruch
insbesondere die Blaskapelle Brenndorf mehr tun.
ein, unsere Trachtengruppe beim Festum- Mehrer Gäste unterschiedlichen Alters
zug des Heimattages 2011 in Dinkelsbühl empfanden das Treffen auch in diesem
zahlreich zu unterstützen. Erfreulich sei Jahr als sehr gelungen. Viele Brenndör-
die Initiative unseres Ehrenvorsitzenden fer bestätigten, dass sie immer wieder
Otto Gliebe, den Hochzeitsbrauch aus gerne teilnehmen würden, solange dies
Brenndorf mit Fotos und einem Dialog im möglich sei. Auch die Musikanten wa-
Brenndörfer Ortsdialekt auf einer DVD ren mit dem Zuspruch der Tanzenden
zu dokumentieren. Mit Freude wurde zufrieden. Konkrete Änderungswünsche
auch ein Modell des Künstlers Reinhardt gab es nicht, nichtsdestotrotz machte man
Schuster präsentiert, der den Entwurf sich in dem einen oder anderen Gespräch
für ein neues Denkmal für den evange- Gedanken darüber, wie die Gemeinschaft
lischen Friedhof in Brenndorf erarbeitet auch in Zukunft fortbestehen kann bzw.
hat (siehe auch detaillierter Bericht zur wie mehr Jugendliche angesprochen wer-
Vorstandssitzung). den können.
Ein besonderes „Schmankerl“ hatten Gegen Mitternacht löste sich schließlich
die Veranstalter für die Gäste des Regio- die Runde auf mit der Hoffnung, sich
naltreffens zur Kaffeezeit parat. In diesem nächstes Jahr an gewohnter Stelle wieder
Jahr wurde hierzu köstlicher Baumstrie- begrüßen zu können. Vielen Dank und
zel serviert, gebacken von der Brenndör- auf ein „Neues“ am 15. Oktober 2011!
ferin Annerose Kloos und ihrer Tochter Bettina Zibracky
Bettina. Ein besonderer Dank gilt den
Heimattag mit Schwerpunkt Burzenland
Ein Schwerpunkt des Heimattages der zenländer Brauchtum vor, der „Zeidner
Siebenbürger Sachsen, der vom 10. bis Wunderkreis“ wird vor der Schranne
13. Juni 2011 in Dinkelsbühl stattfinden vorgeführt und die Zeidner Blaskapelle
wird, wird dem Burzenländer Jubiläum bietet ein Platzkonzert.
gewidmet sein. Die Regionalgruppe Bur- Am Pfingstsonntag werden die Burzen-
zenland der siebenbürgisch-sächsischen länder Gemeinden im Trachtenzug stark
Heimatortsgemeinschaften wird meh- vertreten sein und am frühen Nachmittag
rere Programmpunkte beisteuern. Der gibt es ein Platzkonzert der vereinigten
Jugendbachchor aus Kronstadt wird ein Burzenländer Blaskapellen. Auch orga-
Konzert bieten. In der Ausstellung mit nisatorisch werden sich die Burzenlän-
dem Arbeitstitel „800 Jahre Burzenland“ der einbringen, indem sie Ordner für
werden sich die Burzenländer Gemein- den Trachtenzug und Helfer für den
den vorstellen, ebenso plant das Sieben- Abzeichenverkauf stellen. Weitere Pro-
bürgische Museum eine Ausstellung über grammpunkte sollen in der Sitzung des
Burzenländer Künstler. Am Pfingstsams- Heimattagausschusses am 11. März 2011
tag gestaltet die Regionalgruppe die Er- in München geplant werden.
öffnungsveranstaltung mit, stellt Bur- Rainer Lehni
20 Briefe aus Brenndorf 70/2010
Gartenfest in Brenndorf
Das traditionelle Gartenfest fand am diesmal nicht dabei waren. Trotzdem ka-
25. Juli 2010 mit vielen Gästen im evan- men noch viele Freunde der Brenndörfer
gelischen Pfarrhaus in Brenndorf statt. zu diesem übergemeindlichen Treffen
Hundert Leute mussten diesmal in den hinzu. Die meisten waren aus Neustadt,
Räumen des Pfarrhauses bewirtet wer- Kronstadt und Heldsdorf angereist.
den, da Regen angesagt war. Die Pavil- Nach dem Gottesdienst wurde der Bet-
lons und Schirme blieben unbenutzt im saal schnell umgestaltet, drei große Tische
Pfarrhof stehen. passten in den Raum, zwei weitere im
Das Fest begann wie immer mit ei- Zimmer nebenan aus dem Privatbereich.
nem Gottesdienst mit Abendmahl. Der Außerdem gab es noch zwei Tische, einen
Chor, bestehend aus Mitgliedern der in der Bauernstube und einen für die Kin-
Gemeinden Petersberg, Honigberg und der im Büro. Die Gäste wurden mit ciorbă
Brenndorf, gestaltete den Gottesdienst de văcuţă, Gegrilltem, Mexikanischem
in drei Einsätzen mit acht Liedern mit. Gemüse und Bauernkartoffeln verwöhnt.
Pfarrer Dr. Peter Klein hielt die Predigt Bei den Vorbereitungen, beim Bedienen
und übermittelte auch Grüße seitens der und am folgenden Montag halfen viele
„Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“, die Brenndörfer Gemeindemitglieder mit. In
schriftlich eingegangen waren. Am Got- Wolkendorf hatten wir zehn Baumstrie-
tesdienst nahmen 55 Besucher teil, etwas zel bestellt, die neben dem Kuchen, den
weniger als im letzten Jahr, da die Ho- die Brenndörferinnen gebacken hatten,
nigberger (außer den Chormitgliedern) gut zum Kaffee mundeten. Das Essen hat
Der Chor, bestehend aus Mitgliedern aus Petersberg, Honigberg und Brenndorf, gestaltete den Gottesdienst am
25. Juli 2010 im Pfarrhaus in Brenndorf mit.
Briefe aus Brenndorf 70/2010 21
jedem geschmeckt. Es war wieder ein ge- Viele positive Rückmeldungen regen
lungenes Fest, bei der sich die Besucher uns an, jetzt schon über organisatorische
rege unterhielten und wohl fühlten. Wir Aufgaben für das nächste Jahr nach-
bedanken uns herzlich bei der „Dorfge- zudenken. Hoffentlich können wir im
meinschaft der Brenndörfer“ für die fi- Burzenländer Jubiläumsjahr 2011 viele
nanzielle Unterstützung des Gartenfestes. ehemalige Brenndörfer vor Ort begrüßen.
Manfred Copony
Nachrichten aus Brenndorf
Das Hochwasser in Rumänien hat in Auf dem Friedhof wurde in diesem Jahr
diesem Sommer auch den Bewohnern die Hecke zweimal geschnitten, mehr-
Brenndorfs zu schaffen gemacht. mals wurden die Stege gespritzt, zwei-
Manfred Copony schreibt am 9. Juli: mal das Gras gemäht und der Kompost
„Es regnet immer noch so viel. Seit den zweimal mit den Pferdewagen wegge-
Überschwemmungen aus der Kindheit bracht. Jeder der drei Personen, die mit
hat es noch nie so viel geregnet, und wir der Friedhofspflege beauftragt wurden
haben Glück, dass jetzt der Alt einen (Hans Zacharias, Klaus Schuster und
Damm hat. Im Garten sieht es auch nicht Manfred Copony), haben die Gräber
am allerbesten aus. Die vielen Schnecken mehrmals im Jahr gesäubert. Im Augen-
fressen die jungen Pflanzen. Es fehlt an blick sieht es recht ordentlich aus. Für
Wärme. Der Boden kann die Wassermen- den Totensonntag wurden an den beiden
gen nicht mehr aufnehmen, das Wasser Heldengräbern Kränze angebracht.
steht an mehreren Stellen und sickert Um die willkürliche Deponierung von
kaum noch ein. Größere Schäden durch Kompost zu vermeiden, wurden an meh-
Hochwasser gab es in Brenndorf nicht. reren Plätzen auf dem Friedhof Schilder
Nur die Ernte wird schwächer sein: Die in rumänischer und ungarischer Sprache
Landwirte werden in dem Jahr nicht gut angebracht. Der Platz für die Deponie-
abschließen.“ rung von Kompost soll verkleinert wer-
Manfred Copony berichtet am 19. No- den. Hoffentlich wird künftig kein Kom-
vember 2010: post mehr willkürlich gelagert.
„Wir sind dabei, die Turmuhr in Brenn- Die Birke gegenüber dem Friedhofsein-
dorf zu reparieren. Dieselbe Mannschaft, gang schält sich immer mehr. Sollte sie im
die im September 2010 die historische Frühjahr keine Blätter tragen, werden wir
Turmuhr am Alten Rathaus in Kronstadt sie entfernen müssen. An den Tafeln mit
repariert hat, hat auch die Uhr in Brenn- dem Friedhofsplan wurden die Holzpfos-
dorf begutachtet. Nun kümmert sich ten neu gestrichen.
Zoltan Boer um die eigentliche Reparatur. Zur Tradition ist neben dem Sommer-
Ein Zahnrad wurde erneuert. Es müssen fest auch der Martinstag auf dem Pfarr-
noch Einstellungen vorgenommen wer- hof geworden. Seit drei Jahren kommen
den, damit die drei Uhren am Kirchturm Kinder, Lehrer, Eltern und Großeltern
wieder richtig laufen. Ich hoffe, dass die gerne zu diesem Fest. Am 11. November
Arbeiten in Kürze abgeschlossen werden. 2010 waren es 150 Kinder. Lehrer, Eltern
Für die Spende von 80 US-Dollar bedan- und Großeltern wurden nicht gezählt. Im
ken wir uns bei Lindi und Ken Gheret Vorhinein hatten Kinder schon Zeichnun-
aus Amerika. Ein Teil der Kosten konnte gen in der Schule zum Thema Heiliger
davon getragen werden. Martin erstellt. Die besten davon wurden
22 Briefe aus Brenndorf 70/2010
beim Fest prämiert. Das Sackhüpfen und ren Schüler, die Inliner mit dabei hatten,
Laufen auf Stelzen haben auch viel Spaß durften den Umzug mit Fackeln beglei-
gemacht. Die schnellsten Kinder wurden ten. Wie in jedem Jahr gab es Kürbis-,
ausgezeichnet. Prämiert wurden auch die Zwiebel- und Apfelkuchen sowie Apfel-
schönsten Kürbisse und die schönsten saft. Zum Abschluss ließ das Lagerfeuer
Lampions. Die reichlichen Preise konnten Kinderaugen wieder aufstrahlen.
mit freundlicher Unterstützung durch die Bald werden wir das neue Jahr be-
Saxonia-Stiftung in Kronstadt vergeben grüßen. 2011 wird wahrscheinlich noch
werden. mehrere Ereignisse mit sich bringen. Wir
Der Laternenumzug wurde von zwei freuen uns schon darauf.
Polizeiautos begleitet. Die etwas größe- Manfred Copony
Abwechslungsreiche Ferien in Brenndorf
Ein Angebot für Jugendliche im Jubiläumsjahr 2011
Ein abwechslungsreiches Ferienpro- 25. Juni - 1. Juli. Die zwölf Plätze stehen
gramm für Jugendliche bietet der Brenn- in vier Gästezimmern im Pfarrhaus in
dörfer Kurator Manfred Copony im Bur- Brenndorf zur Verfügung. Kostenpunkt:
zenländer Jubiläumsjahr 2011 an. Die 160 Euro für sieben Tage mit Übernach-
Jugendlichen wohnen im Pfarrhaus in tung, Verpflegung und einer abwechs-
Brenndorf und erkunden von dort aus die lungsreichen Ferienzeit, die auf die in-
Geschichte, Traditionen, Sehenswürdig- dividuellen Wünsche der Teilnehmer
keiten des Burzenlandes und der Umge- eingeht und zum Beispiel Besuche der
bung. Auf dem Programm stehen Kron- Kirchenburg in Deutsch-Weißkirch oder
stadt, die Marienburg, die der Deutsche des von Peter Maffay betreuten Ferien-
Orden vor 800 Jahren errichtet hat, die heims in Radeln einschließen kann.
Kirchenburgen in Honigberg und Tartlau Es wird hauptsächlich Speisen aus
und andere Ortschaften. Die jungen Leute der siebenbürgischen Küche geben. Mit-
lernen auch das Kultur- und Alltagsleben helfen beim Einkaufen und Kochen ist
vor Ort kennen, sehen zu und machen mit erwünscht, aber nicht Pflicht. Zu den
bei landwirtschaftlichen Arbeiten, beim Mahlzeiten wird je ein Erfrischungsge-
Baumstriezel- und Brotbacken. tränk angeboten. Die Fahrten sind mit
Viel Spaß werden die Teilnehmer sicher dem eigenen Fahrzeug zu bewältigen,
auch beim Baden, Lagerfeuer, einer Fahrt können aber auch von Manfred Copony
mit dem Pferdewagen, Turmbesteigun- organisiert werden.
gen mit herrlicher Sicht ins Burzenland Weitere Informationen und Anmel-
oder bei Gesprächen mit jungen und al- dung bei Manfred Copony, Pfarrhaus, str.
ten Leuten haben. Je zwölf Jugendliche Tudor Vladimirescu (Kirchengasse) Nr.
können dieses Angebot zu folgenden 135, RO-507015 Bod, Telefon: (0040) 268-
Terminen im Sommer 2011 in Anspruch 28 32 82, Mobiltelefon: (00 40) 721-98 24
nehmen: 8. - 14. Juni; 16. - 22. Juni oder 31, E-Mail: [Link]@[Link].
Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden:
Wir mögen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht.
Ralph Waldo Emerson
Briefe aus Brenndorf 70/2010 23
Deutsche Ortsschilder im Burzenland
Seit Juli 2010 gehört auch Brenndorf zu den
Ortschaften, deren deutscher Name am Orts-
eingang erscheint. Wenn man aus Petersberg,
Honigberg oder Araci nach Brenndorf kommt,
steht über dem „Zuckerwürfel“ aus Beton un-
terhalb des rumänischen Ortsnamens „Bod“
auch „Brenndorf“. Ein weiteres zweispra-
chiges Ortsschild soll an der Ortseinfahrt an
der Burzenbrücke angebracht werden. Mit
dem Thema rumänisch-deutsche Ortsschil-
der im Burzenland hat sich die Kronstäd-
ter Wochenschrift „Karpatenrundschau“
vom 28. Oktober 2010 im folgenden Artikel
befasst.
Bei der Einfahrt in die meisten Burzen-
länder sächsischen Ortschaften kann heu-
te auch die deutsche Bezeichnung an den
Ortsschildern gelesen werden. Sie sind
nicht in einer einheitlichen Gestaltung
angefertigt, manchmal sind sie auf einem
zweiten, kleineren Ortsschild angebracht,
nahe an den offiziellen Ortstafeln. Man-
che von ihnen (z. B. in Marienburg/Fel-
dioara und Brenndorf/Bod) tragen auch
die Farben der rumänischen Trikolore
sowie die EU-Symbole.
Die mit Abstand imposanteste drei-
sprachige Kennzeichnung (Braşov/Kron-
stadt/Brassó) ist jene des Kreisvorortes.
Sie steht nicht nur an der Einfahrt nach
Kronstadt, sondern auch auf manchen
Straßen bei der Einfahrt in die gleichna-
mige Metropolregion (z. B. bei der Brücke
über die Burzen, wo sich auch die Aus-
fahrten von der DN 13 nach Heldsdorf/
Hălchiu und Brenndorf befinden.
Nach unserer Kenntnis (eine genaue
Übersicht steht uns nicht zur Verfügung) Rumänisches und deutsches Ortsschild bei der Einfahrt
aus Honigberg. Foto: Hugo Thiess
gibt es Ortsschilder ohne deutsche Orts-
bezeichnung nur in Petersberg/Sânpetru lea, Rosenau/Râşnov und Weidenbach/
und in Rothbach/Rotbav. Rothbach ge- Ghimbav sind Munizipien bzw. Städte).
hört zu Marienburg, ist also keine eigene Die Lokalbehörden haben verstanden,
Gemeinde, wie alle anderen Burzenlän- dass ein Hinweis auf die deutsche Ver-
der Gemeinden und Städte (Zeiden/Cod- gangenheit ihrer Ortschaften für sie ein
24 Briefe aus Brenndorf 70/2010
Pluspunkt bedeutet und auch das Inte- schaften gegründet und jahrhunderte-
resse von Touristen weckt, die auf der lang geprägt haben. Die Wahrung und
Durchfahrt sind, denn Namen wie Prej touristische Förderung des vorhandenen
mer oder Măieruş werden auf Anhieb reichen historischen, ethnographischen
nicht in Verbindung mit Siebenbürger und kulturellen Erbes der Siebenbürger
Sachsen gebracht. Sachsen wäre der nächste Schritt, nicht
So ist es erfreulich, dass diese Orte da- nur weil das im vereinten Europa so er-
mit, ohne dass sie gesetzlich dazu ver- wartet wird, sondern weil es auch für die
pflichtet sind (zweisprachige Ortsschilder touristische Entwicklung dieser Ortschaf-
sind nur in Ortschaften erforderlich, wo ten wichtig ist, wie das im Kreis Kron-
mindestens 20 Prozent der Bevölkerung stadt z. B. in Deutsch-Weißkirch/Viscri
einer nationalen Minderheit angehören), und in Tartlau/Prejmer der Fall ist.
indirekt an jene erinnern, die diese Ort- Ralf Sudrigian
Kinder, wie die Zeit vergeht!
Klassentreffen der Jahrgänge 1965/66 und 1966/67
Klassentreffen der Jahrgänge 1965/66 und 1966/67 in Dasing bei Augsburg, vorne kniend von links: Heide Balazs
g. Wagner, Hedda Meyle g. Mechel, vordere Reihe von links: Ute Schuster g. Schuster, Renate Kaufmes g. Theil,
Roswitha Rothbächer g. Wagner, Agathe Filp g. Mechel, Lehrerin Gertrud Müller, Lehrerin Rosi Teutsch, Carmen
Wolf g. Berceanu, Gerhild Stamm g. Barth, Ulrike Oyntzen g. Rothbächer, Heide Gutt g. Kaufmes, hintere Reihe:
Elke Tholl g. Zintz, Hugo Thiess, Edwin Tontsch, Annemarie Kreisel, Klaus Teutsch, Edwin Tontsch, Adolf Kon
nerth und Eckhard Mechel. Foto: Kuno Filp
Briefe aus Brenndorf 70/2010 25
Schon 29 bzw. 30 Jahre sind vergan- einen Brief der Lehrerin Gertrud Schach-
gen, seitdem die Schüler (heute stattli- ner geb. Stamm vor, die leider nicht zum
che Männer und Frauen) die 8. Klasse in Fest kommen konnte. Es fehlten auch an-
Brenndorf absolviert haben. Wenn das dere Lehrer aus der Volksschulzeit. An-
kein Grund zum Feiern ist! wesend waren nur Gertrud Müller und
Die Organisatoren des gelungenen Rosi Teutsch.
Klassentreffens der Jahrgänge 1965/66 Besonders gefreut hat uns ein Fotoal-
und 1966/67 waren auch diesmal, wie vor bum aus dieser Zeit, wo nicht jeder auf
fünf Jahren, Heide Gutt geb. Kaufmes Anhieb erkannt wurde. In den Katalogen
und Hugo Thiess. Ihnen gebührt unser der Klassen eins und acht konnten wir
Dank. ebenfalls blättern und die Noten sehen.
Am 9. Oktober 2010 fanden wir uns Während dieser besinnlichen Zeit hatten
schon zum Mittagessen in Dasing bei die mitgebrachten Kinder das Vergnügen,
Augsburg ein. Die gepflegte Sportgast- im Untergeschoss zu kegeln.
stätte hatte die siebenbürgische Wirtin Nicht nur die Jahrgänge 1965/66 und
mit ihrer Familie aufs Schönste dekoriert. 1966/67 hatten ihre Freude, auch die Ehe-
Fürs leibliche Wohl war bestens gesorgt. partner mischten sich lebhaft in die Ge-
Nach herzlicher Begrüßung und der spräche ein und trugen somit zu einem
Freude des Wiedersehens hielt Hugo eine gelungenen Fest bei, das, wie soll’s denn
kurze Ansprache, und in einer Schweige- anders sein, mit Musik und Tanz bis in
minute gedachten wir dem Lehrer Klaus die Nacht hinein anhielt.
Junesch/Ionescu und den Klassenkolle- In diesem Sinne: „Man kann dem Leben
gen, die leider schon von uns gegangen nicht mehr Tage geben, aber dem Tag
sind. mehr Leben.“
Heide begrüßte uns ebenfalls und las Rosi Teutsch
Aus dem Leben der Gemeinschaft
Seit unserem letzten Heimatbrief wurden folgende Landsleute zur ewigen
Ruhe gebettet:
Werner Schuster (74) 58 Jahre alt in Zusmarshausen
Albert Kreisel (82) 81 Jahre alt in Drabenderhöhe
Holde Heuer geb. Lienert 88 Jahre alt in Wolfenbüttel
Rosi Brockskothen geb. Stamm (113) 86 Jahre alt in Velbert
Emma Füll geb. Klusch (251) 89 Jahre alt in Augsburg
Andreas Lurtz (317) 85 Jahre alt in Neuhofen/Pfalz
Edith Klein geb. Rothbächer (676) 67 Jahre alt in Illingen
Johann Szabo (Zfb.) 76 Jahre alt in Heilbronn
Otto Stamm (28) 85 Jahre alt in Halle/Saale
Hermine Rhein geb. Schuster (133) 97 Jahre alt in Karlsruhe
Heinz Mechel (267) 67 Jahre alt in Freilassing
Ernst Rothenbächer (160) 82 Jahre alt in Sontheim
Andreas Barthelmie (208) 82 Jahre alt in München
Hermine Tontsch geb. Roth (170) 89 Jahre alt in Nagold
26 Briefe aus Brenndorf 70/2010
Elvine Copony wurde 90
Elvine Copony („Winni“) erfüllte am eingetragen
22. November 2010 ihr 90. Lebensjahr ist, hat sie
in Brenndorf. Ihre Kindheit und Jugend mir anver-
verbrachte sie in ihrer Heimatgemeinde. traut. Es sind
Als Jugendliche ging sie auf das Gut zu 140 Stück.
Doktor Stephani, das zu Brenndorf ge- Hinzu kom-
hört. Dort hat sie als Haushälterin viel men noch
gelernt und wurde eine sehr gute Köchin. die Bockel-
Mit ihrem Können hat sie bei vielen bänder. Ihre
Hochzeiten mitgeholfen und die Gäste ganze Liebe
erfreut. In den dreißiger Jahren arbeitete hat sie da
sie als Haushälterin in der Architekten- eingearbeitet
familie Lexen in Kronstadt und war auch und sich da-
dort sehr beliebt. Von hier aus wurde mit ihr Brot
sie im Januar 1945 nach Russland aus- verdient.
gehoben, wo sie die ganzen fünf Jahre Winni, wie Elvine Coppony im August 2010.
als Zwangsarbeiterin verbringen musste. sie in Brenn- Foto: Ingeborg Graef
Nach ihrer Heimkehr ging sie auf den dorf genannt
Elternhof, wo sie auch heute noch lebt wurde, war für jeden immer hilfsbereit.
und sich ihre Arbeit als 90-Jährige noch Bei den vielen schönen Veranstaltungen
alleine macht. im Saal, ob bei Blasmusikkonzerten, The-
Ihre fleißigen Hände haben für das ater- oder Kinderprogrammen, war sie
ganze Dorf die Trachtenschürzen tam- immer dabei und hatte vor allem auf der
bouriert, auch für die Nachbardörfer. Das Tanzfläche ihren Spaß.
Büchlein, wo jede Schürze mit Namen Eva Stamm
Gästezimmer in Brenndorf
Im Pfarrhaus in Brenndorf stehen seit Einzelzimmer kostet 17 Euro (ab vier
Mai 2008 vier Gästezimmer für Besucher Übernachtungen: 15 Euro), ein Doppel-
bereit. Eine Küche und ein Aufenthalts- zimmer zwischen 22 und 26 Euro, ein
raum stehen den Gästen zwecks Selbst- zusätzliches Bett sechs Euro. Bestellungen
verpflegung zur Verfügung. Hervorzu- sind an Manfred Copony, Pfarrhaus, Str.
heben ist der gehobene Standard: Jedes Tudor Vladimirescu 135, RO-507020 Bod-
Zimmer verfügt über eigene Nasszellen. Sat, Tel. (00 40) 268-28 32 82 oder (00 40)
Der Pfarrhof hat sich zu einem Treffpunkt 721-98 24 31, E-Mail: [Link]@
für Siebenbürger Sachsen entwickelt, die [Link], zu richten.
ihre alte Heimat besuchen. Kinder genie- Herta und Horst Sperlich-Seimen be-
ßen den Sandkasten, die Schaukel und die richten: „Ein Urlaub lohnt sich auf alle
vielen anderen Angebote, während die Fälle, das Preis-Leistungsverhältnis ist
Eltern „Floeken“ (Holzfleisch) zuberei- mehr als gut und die Betreuung ist mit
ten oder gemütlich bei einem kalten Bier Herz. Trotz seiner vielen Aufgaben für
im Hof oder im Aufenthaltsraum sitzen. Kirche und Gemeinde bleibt Manfred
Parkmöglichkeiten gibt es im Hof. Ein Copony auch Zeit für nette Gespräche.“
Briefe aus Brenndorf 70/2010 35
Ein Vorbild für Heimatliebe
Nachruf auf „Mellner Fritz“ (Friedrich Schuster)
Wenn ein lieber, geliebter und lieben-
der Mensch vom irdischen Leben abberu-
fen wird, erschüttert das die Seelen und
der Schmerz greift tief ins Innere bei den
Angehörigen, Verwandten und Bekann-
ten. Aber nicht nur die Familie, sondern
auch mich persönlich hat der Tod mei-
nes guten Freundes und Nachbarn Fritz
Schuster tief erschüttert.
Friedrich Schuster wurde am 2. August
1930 in der Honigbergergasse in Brenn-
dorf geboren. Wir waren schon seit der
ersten Volksschulklasse in Brenndorf
gute Freunde und saßen auf der Schul-
bank nebeneinander oder in unmittel- Fritz und Annemarie Schuster (293) beim Brenndörfer
barer Nähe. „Mellner Fritz“, wie ihn die Treffen 2009 in Brackenheim. Foto: Siegbert Bruss
Brenndörfer nannten, hatte einen klu- nachgehen und viele schöne Blumenbeete
gen, offenen Kopf, aber auch ein offenes pflegen. Eine besondere Freude bereitete
Herz. Er war immer hilfsbereit gegenüber ihm seine Enkeltochter Bettina, mit der er
schwächeren Schülern, die sich schwer ta- gerne und ausgiebig spielte.
ten im Lernen. Insbesondere im Rechnen Es vergingen viele Jahre, bis wir beide
und Rechtschreiben half er gerne, so dass uns nach der Aussiedlung auf den Hei-
keiner auf der Strecke blieb. Und er war mattreffen voller Freude wiedersahen.
ein guter Handballspieler. Leider erkrankte Fritz vor etwa zehn
Nach Abschluss der Volksschule in Jahren und musste sich einer Opera
Brenndorf bzw. nach der Enteignung tion unterziehen. Im letzten Jahr ging
1945 gingen die meisten, so auch Fritz, es ihm nicht mehr gut, wobei er wech-
in die Industrie, um etwas zu lernen und selnd ambulant und stationär behandelt
den Lebensunterhalt zu bestreiten. Das wurde. Zu Hause wurde er umsichtig
Schicksal begann uns zu zerstreuen. Fritz und liebevoll von seiner Frau Annemarie
Schuster wurde zum Fräser ausgebildet betreut. In den letzten Monaten rief ich
und arbeitete in diesem Beruf 42 Jahre ihn fast täglich an, um ihm behilflich zu
lang im Lastkraftwagenwerk „Steagul sein, um ihn aufzubauen, denn ich such-
Roşu“ in Kronstadt. Am 11. Mai 1958 te immer zutreffende Gesprächsthemen
heiratete er Annemarie geb. Schmidts in aus unserer gemeinsamen Kindheit und
Weidenbach, die ihm den Sohn Frieder Jugendzeit, die uns beide im Rückblick
schenkte. Die Familie lebte zwölf Jahre auf die Vergangenheit erheiterten. Wir
in Weidenbach, wo wir Nachbarn waren, wussten nämlich, dass von der Zukunft
und zwanzig in Kronstadt-Batholomae, nicht mehr viel zu erwarten war.
bevor sie 1990 nach Deutschland aussie- In den letzten Tagen vor dem Ster-
delte. Auch in Frankenthal in der Pfalz, ben, als medizinische Hilfe kaum noch
wo sich die Familie niederließ, konnte möglich war, wurde er in das Hospiz in
Fritz seinem Hobby, der Gartenarbeit, Ludwigshafen eingewiesen, wo er am
36 Briefe aus Brenndorf 70/2010
6. November 2010 starb. Am 11. Novem- Schwaben sang ergreifende Lieder und
ber erwiesen ihm zahlreiche Verwandte, schloss mit „Leb wohl, Leb wohl“. Auch
Freunde und Nachbarn die letzte Ehre in diesem Fall bewahrheitet sich das alte
auf dem Friedhof in Frankenthal. Es Lied „Ich hatt’ einen Kameraden, einen
war eine ergreifende Trauerfeier, wobei besseren find’st du nicht.“ Seine Fami
Pfarrer Karsten Schulze den Lebensweg lientreue und Liebe zur Heimat bleiben
Fritz Schusters in einfühlsamen Worten ein leuchtendes Beispiel für uns alle.
nachzeichnete. Der Chor der Banater Hans Klees
Ortwin Reinhold Kreisel Betrachtung
Jeder sieht den Sinn der Reime
Die Schöpfung nach seinem Wunsch und Phantasie!
Die Schöpfung stammt aus jener Quelle, Beim Schreiben dacht’ ich KOSMO-
die der Ursprung allen Seins. logisch,
Sie ist Körper und auch Welle – sagen Sie, wie denken Sie?
wir bezeichnen sie mit „EINS“.
Hier ist schon der Zwist verborgen,
Nachtrag
„EINS“ ist der Raum, das TEIL, die
den der Geist uns hat beschert.
STELLE,
Denn die „Null“, die macht uns Sorgen!
die man mit den Augen sieht!
Weißt Du, wohin sie gehört?
„NULL“ ist die Zeit, der Traum, die
WELLE,
Denn die „EINS“, das GANZE, ALLES,
die stetig vor sich selber flieht.
schließt das FEHLENDE mit ein.
Wenn ’was fehlt, im Fall des Falles, Die Idee
kann das GANZE ganz nicht sein. Ich biete an und biete zu:
eine Idee, die kommt im Nu.
Wo ist denn, was „FEHLT“, geblieben? Ist sie gut, so ist mir’s recht,
Ist’s Geheimnis der Natur? taugt sie nichts, so ist sie schlecht.
Hat man dafür „Null“ geschrieben? Dies’ erkennen, das ist schwer,
Oder fehlt da jede Spur? sie verwirklichen noch mehr.
Sie muss immer etwas reifen,
Ist der Gegensatz geschaffen dann ist sie fast zum Greifen
anzutreiben diese Welt? da und jeder will sie gerne haben,
Wenn wir auch noch so viel „gaffen“ … um sich daran zu laben.
Etwas bleibt, ja, und das zählt!
Wie es mit den Ideen ist:
Sind „NULL“ und „EINS“, die großen Zei- Diese wachsen auf dem Mist,
chen den man meist den „eignen“ nennt,
einer Sprache, denn im Krieg? und wer etwas davon kennt,
Dessen End’ wir nie erreichen! weiß, was ich damit auch meine,
Erstreben wollen wir den Sieg! denn sie kommt so von alleine
nicht, man muss dabei auch etwas
Ist sie, die Welt, denn da ein SPIEGELN? denken
Sieht sie selbst sich ins Gesicht? und sie dann aber verschenken:
Sie ist ein Buch mit vielen SIEGELN, so, dass sich dran jeder freut
und hier das Ende vom Gedicht. und der Schöpfer nichts bereut.
Briefe aus Brenndorf 70/2010 37
5,00 Euro – Sielke Klusch, Alfred und 10,00 Euro – Siegbert Bruss, Roselin-
Hanni Stamm de Christel, Hans-Günter und Erna-Rita
Spenden für die Friedhofspflege
eingegangen vom 13. April bis 11. November 2010
5,00 Euro – Sielke Klusch, Hilda Seimen 15,00 Euro – Ilse Eiwen, Gerald Jekel,
10,00 Euro – Siegbert Bruss, Günther Herbert Wagner
und Emma Copony, Annemarie Gross, 20,00 Euro – Walter und Wiltrud Die-
Horst und Edith Hergetz, Georg Klusch, ners, Otto und Renate Gliebe, Andreas
Dieter Kreisel, Ewald und Waltraudt Krei- Hallmen, Werner und Brunhilde Roth,
sel, Ortwin Kreisel, Alida Olesch, Elfriede Hildegard Schoof, Peter und Annerose
Paulini, Dieter und Roswita Rothbächer, Siegel, Oswald Stamm, Herbert und Hed-
Ernst Schoof, Reinhold Stamm, Alfred da That, Erika That, Hans Georg Trein
und Hanni Stamm, Georg That, Johann 25,00 Euro – Anna Klees, Kurt Klein,
Wagner, Rosa Wagner, Helene Zibracky Hans-Paul und Luise Klöss
50,00 Euro – Helga & Oswald Stamm
Wir danken herzlichst allen Spendern: „Vergelt’s Gott!“
Adressenänderungen bitte melden
Nach Pfingsten sind wieder mehrere und unnötige Versandkosten vermeiden.
Exemplare der „Briefe aus Brenndorf“ mit Falls jemand kein Interesse an unseren Hei-
dem Vermerk „unbekannt verzogen“ an matbriefen hat, möge er dies schreiben oder
Edmund Seimen zurückgekommen. Wir sagen. Die Anschrift lautet: Edmund Sei
rufen alle Brenndörfer auf, uns ihre neuen men, Höchstädter Weg 10, 80997 München,
Adressen rechtzeitig mitzuteilen. So kön- Telefon: (0 89) 1 68 97 37, E-Mail: seimen@
nen wir euch den Heimatbrief zusenden [Link].
Heimatglocken erklingen für unsere Toten
Für alle Brenndörfer und deren Fami- 09 98 05, anrufen. Dieser letzte Dienst für
lienangehörigen können während ihres unsere Toten ist kostenlos. Die anfallen-
Begräbnisses oder Trauergottesdienstes, den Kosten werden am Jahresende durch
egal in welchem Land der Erde es statt- eine Pauschalzahlung der „Dorfgemein-
findet, die Kirchenglocken in Brenndorf schaft der Brenndörfer“ an die Kirchen-
geläutet werden. gemeinde Brenndorf beglichen.
Bitte rechtzeitig bei Kurator Manfred Bitte benachrichtigt in Trauerfällen
Copony, Pfarrhaus, Str. Tudor Vladimires auch unsere „Dorfgemeinschaft der
cu 135, 507020 Bod, Telefon: (00 40) 268- Brenndörfer“, namentlich Hugo Thiess
28 32 82 oder (00 40) 721-98 24 31, oder bei oder Otto Gliebe, siehe Anschriften und
Familie Ernst und Emilia Schuster, Ach Rufnummern auf der vorletzten Seite
tung neue Telefonnummer: (0040) 721- dieses Heftes.
Briefe aus Brenndorf 70/2010 39
Neue Anschriften der Brenndörfer
Baumann Georgiana (Schuster Zfb.) Piticu Anna (Schuster 31/149)
Gustav-Meyrink-Straße 18 RO-077160 Leordeni nr. 217
81245 München Judeţul Ilfov, Rumänien
Telefon: (0 89) 88 95 25 37
Salmen Otto (3)
Guido Copony (17/40) Robert-Stolz-Straße 1
Am Mösl 16 A 65812 Bad Soden
82418 Murnau Telefon: (0 61 95) 6 47 55
Telefon: (0 88 41) 52 05
Schuster Anna (31/149)
Sebastian Copony (17/40) Thailand
Am Mösl 16 A Telefon: (00 66) 8 99 66 81 82
82418 Murnau Korrektur der Rufnummer
Telefon: (0 88 41) 52 05
Schmidt Irene (Stamm 15)
Klusch Irmgard (Wagner 190) Staig 26
Telefon: (0 87 08) 9 27 38 89 72379 Hechingen
Telefon: (0 74 71) 1 56 77
Liehn Dorothea Christina (192)
Bavariastraße 19 Schmidts Otto (279)
82054 Sauerlach Mainleite 10
Telefon: (0 81 04) 88 88 41 97453 Schonungen
Lurtz Hermann (332) Schneider Gerda (Wagner 252/147)
Telefon: (0 71 21) 49 06 22 Telefon: (01 52) 03 68 84 28
Brenndorf im Internet
Brenndorf ist seit 2001 im weltwei- Artikel (mit Fotos) zu lesen, die seit 2000
ten Datennetz unter der Adresse www. in den „Briefen aus Brenndorf“ veröffent-
[Link] vertreten. Die Homepage licht wurden.
wurde von Edmund Seimen aufgebaut Es handelt sich um rund 150 geschicht-
und grafisch gestaltet. Beliebte Berei- liche Aufsätze und aktuelle Berichte, die
che sind die geschichtlichen Daten über nun einer größeren Öffentlichkeit zu-
Brenndorf, die Bildergalerie mit histo- gänglich gemacht werden. Wir laden
rischen und aktuellen Aufnahmen, das Jung und Alt ein, auf diesen Internetsei-
Archiv der „Briefe aus Brenndorf“ und ten zu schmökern und sich intensiver mit
die Veranstaltungshinweise. Brenndorf zu beschäftigen.
Ergänzend zu unserer Homepage Die Internetseite [Link].
[Link] bietet die „Dorfge- de/ortschaften/brenndorf/ ist keine Kon-
meinschaft der Brenndörfer“ auch Inhalte kurrenz, sondern eine Ergänzung zu un-
unter [Link]/ortschaf- serer Homepage [Link], auf
ten/brenndorf/ an. Im Bereich „Nachrich- der wir weiterhin gehaltvolle Infos und
ten“ (Heimatblatt) sind die wichtigsten Bildergalerien über Brenndorf anbieten.
40 Briefe aus Brenndorf 70/2010
Nützliche Daten und Adressen
Unsere Bankverbindung lautet: Familiennachrichten
Dorfgemeinschaft der Brenndörfer Eheschließungen, Geburten, Konfirmatio
Kontonummer 6 9 7 9 8 5 2 nen, Goldene Hochzeiten, Todesfälle usw.
Postbank Nürnberg bitte rechtzeitig an Hugo Thiess, Tannenstra-
Bankleitzahl 760 100 85 ße 1, 86567 Tandern, Telefon: (0 82 50) 14 15,
E-Mail: [Link]@[Link], mitteilen.
Auskünfte dazu beim Kassenwart Ed
mund Seimen, Höchstädter Weg 10, 80997 Anschrift des Ehrenvorsitzenden
München, Telefon: (0 89) 1 68 97 37, E-Mail: Unser Ehrenvorsitzender Otto Gliebe ist
seimen@[Link]. Bitte bei Überweisungen nach wie vor ein kompetenter Ansprech-
den Namen des Spenders und den Verwen- partner für Familiennachrichten und viele
dungszweck angeben, z. B. „Spende“ (das andere Fragen. Seine Anschrift: Ringstraße
heißt für die Dorfgemeinschaft), „Friedhofs- 49, 91522 Ansbach, Telefon: (09 81) 33 94,
pflege“ oder „Kirchenreparatur“. E-Mail: otto@[Link]
Adressenänderungen bitten wir, immer
rechtzeitig Edmund Seimen mitzuteilen. Überweisungen in der EU
Wir empfehlen unseren Mitgliedern in
Erinnerungen auf Video aufzeichnen Österreich, Frankreich usw., von der eige-
Die Dorfgemeinschaft will ältere Brenn- nen Bank einen Zahlschein für Auslands-
dörfer befragen und ihre Erinnerungen überweisung anzufordern sowie mit der
auf Videofilm aufzeichnen. Wer sich als IBAN und BIC-Nummer unseres Kontos
Zeitzeuge oder Videofilmer zur Verfügung auszufüllen. Hier die nötigen Daten:
stellen will, melde sich bei Volker Kreisel, Dorfgemeinschaft der Brenndörfer
Landhausstraße 36/1, 73773 Aichwald, Te- IBAN DE29 7601 0085 0006 9798 52
lefon: (07 11) 3 10 84 10, E-Mail: kv044869@ BIC PBNKDEFF
[Link]. Wenn diese Daten eingetragen werden,
[Link] sind Überweisungen innerhalb der Euro-
Unter dieser Adresse ist Brenndorf seit päischen Union gebührenfrei oder werden
sechs Jahren im Internet erreichbar. Aktuel- höchstens wie eine Überweisung auf eine
le Infos über unseren Heimatort auch unter Bank im Inland bewertet. Dieser Standard
[Link]/ortschaften/ des Bankverkehrs wird auch in Rumänien
brenndorf eingeführt.
Impressum
Die Briefe aus Brenndorf, ISSN 1864-7111, werden im Auftrag der „Dorfgemeinschaft
der Brenndörfer“ (Heimatortsgemeinschaft Brenndorf) herausgegeben und erscheinen
zweimal im Jahr. Mit Namen oder Signum gekennzeichnete Beiträge stellen Meinungen
des Verfassers und nicht des Herausgebers dar. Erscheinungsort: Markt Schwaben.
Verantwortlich für den Inhalt:
Siegbert Bruss (Herausgeber und verantwortlicher Redakteur)
Von-Kobell-Straße 4, 85570 Markt Schwaben, Telefon: (0 81 21) 22 77 33
Fax: (0 81 21) 99 44 50, E-Mail: SiegbertBruss@[Link]
Herstellung: Druckerei Josef Jägerhuber GmbH, Wittelsbacherstraße 3, 82319 Starnberg
am See, Fax: (0 81 51) 23 61.