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BAB64

Die Weihnachtsausgabe 2007 der 'Briefe aus Brenndorf' thematisiert die 40-jährige Gedenkstätte der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl und deren Bedeutung für die Erinnerung an die Opfer von Kriegen und Vertreibungen. Zudem werden Berichte über das erfolgreiche Regionaltreffen der Brenndörfer und die Herausforderungen bei der Rückgabe von kirchlichem Eigentum in Rumänien präsentiert. Der Weihnachtsgruß von Pfarrer Helmut Kramer betont die Hoffnung und die Bedeutung des Teilens in der Weihnachtszeit.

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BAB64

Die Weihnachtsausgabe 2007 der 'Briefe aus Brenndorf' thematisiert die 40-jährige Gedenkstätte der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl und deren Bedeutung für die Erinnerung an die Opfer von Kriegen und Vertreibungen. Zudem werden Berichte über das erfolgreiche Regionaltreffen der Brenndörfer und die Herausforderungen bei der Rückgabe von kirchlichem Eigentum in Rumänien präsentiert. Der Weihnachtsgruß von Pfarrer Helmut Kramer betont die Hoffnung und die Bedeutung des Teilens in der Weihnachtszeit.

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32. Jahrgang . 64. Folge . Weihnachten 2007 .

ISSN 1864-7111

BRIEFE AUS
BRENNDORF
Herausgegeben von der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer

Gedenkstätte der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl: 40 Jahre alt

Brenndörfer Regionaltreffen: wieder ein voller Erfolg

Vorstandssitzung: Brenndorf im Mittelpunkt

Otto Gliebe: Brenndorf im Wirbel der Geschichte von 1925 bis 1949

[Link]
Dorfgemeinschaft der Brenndörfer
Briefe aus Brenndorf
32. Jahrgang – 64. Folge – Weihnachten 2007
Inhaltsverzeichnis: Seite
1. Begegnungen mit der Zeit
Pfr. Helmut Kramer Es ist noch Hoffnung da (Weihnachtsgruß) .. .. .. .. .. 1
Michael Albert Bauernstube (Gedicht) . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 2
Sorana Scholtes Siebenbürgische Gedenkstätte in Dinkelsbühl .. .. .. 3
2. Brenndörfer und siebenbürgisches Zeitgeschehen
Siegbert Bruss Zähes Ringen um die Eigentumsrückgabe .. .. .. .. .. 4
Hans Königes Zeidner Kirchenführung entlassen . .. .. .. .. .. .. .. .. .. 5
Siegbert Bruss Grundlegende Neuerungen beschlossen .. .. .. .. .. .. 6
Brenndörfer Regionaltreffen war voller Erfolg .. .. .. 7
Siegbert Bruss Vorstandssitzung: Brenndorf im Mittelpunkt . .. .. .. 8
Nachrichten aus Brenndorf .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 10
Übergemeindliches Gartenfest in Brenndorf .. .. .. 12
L. und H. Darabas Einladung zum Treffen 2008 in Garching .. .. .. .. .. 13
N. Thiess / G. Mechel Einladung zum Faschings- und Skitreffen .. .. .. .. 14
O. Gliebe / H. Thiess Aus dem Leben der Gemeinschaft .. .. .. .. .. .. .. .. .. 15
Wir gratulieren zum Geburtstag .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 16
Edgar Bauer-Kloos Im Eichengrund (Gedicht) . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 19
3. Siebenbürgische Kultur und Geschichte
Martin Schnabel „Tatort Burzenland“ (Kriminalfälle) .. .. .. .. .. .. .. .. 20
Otto Gliebe Brenndorf im Wirbel der Geschichte 1925-1949 . .. 23
Horst Göbbel Neuer Burzenland-Film .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 30
4. Beiträge und Spenden an die Dorfgemeinschaft
eingegangen von April bis November 2007 . .. .. .. 31
Neue Adressen der Brenndörfer .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 32
Fotonachweis: Das Titelbild zeigt die Gedenkstätte der Siebenbürger Sachsen
in Dinkelsbühl, die heuer 40 Jahre alt wurde. Mit einem Blumenkranz erinnert
die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ jeweils zu Pfingsten an unsere Toten
sowie an die Opfer von Krieg und Deportation. Foto: Petra Reiner
Layout und Gestaltung: Siegbert Bruss

Frohe Weihnachten und ein


glückliches neues Jahr!
Es ist noch Hoffnung da
Weihnachtsgruß von Pfarrer Helmut Kramer
Liebe Leserinnen und Leser! Stern der Weihnacht und begann das Brot
Viele Erzählungen und Legenden ran- mit allen zu teilen. „Nehmt und esst“, rief
ken sich um die Weihnachtsgeschichte. sie. Mit dem Brot kam die Freude. Alle
Hier ist eine weniger bekannte: begannen zu essen, zu singen, zu tanzen,
Als die Hirten das Wort der Engel ge- alle wurden froh, lebendig, großherzig.
hört hatten und zum Stall nach Bethle- Freudig gaben die Menschen weiter,
hem aufgebrochen waren, da mischte was sie hatten, nicht nur Brot, auch Fei-
sich auch ein armes Dorfkind unter sie, gen, Datteln, Käse, Oliven. Wein wurde
ein Mädchen ohne Jacke und Schuhe. Sie getrunken. Wer Streit hatte, setzte sich
war hungrig und fror, und sie drängte dennoch mit dem Gegner an den Tisch
sich mit der Keckheit der Armen mit den und begann wieder mit ihm zu reden. Es
anderen in den Stall. Bethlehem heißt war ein großes Fest. Kein einziger bekam
zu Deutsch „Haus des Brotes“. Und so nichts …
hoffte das Mädchen, dass sie etwas zu Eine Geschichte zu schön, um wahr
essen bekommen möge. Im Stall war es zu sein? Wer mit abgeklärtem Blick die
warm, und es war eng. Das neugeborene Zustände in dieser Welt in Augenschein
Kind lag in der Krippe. Alle schauten und nimmt, wird sagen: eben – nur eine Le-
staunten. Plötzlich richtete das Kind in gende. Aber die Zustände in dieser Welt
der Krippe seine Augen auf das Mädchen. sind eine Herausforderung der beson-
Auf wundersame Weise hielt es plötzlich deren Art für den abgeklärten Blick des
ein Stück Brot in der Hand und sagte mit Westeuropäers: Unsere Erde ist so reich,
freundlicher Stimme: „Nimm und iss.“ dass sie locker das Doppelte der jetzigen
Erschrocken und erfreut nahm sie das Weltbevölkerung ernähren könnte.
Brot und schlich sich aus dem Stall. Drau- Trotzdem stirbt alle fünf Sekunden ein
ßen begann sie, gierig vom Brot zu essen. Kind unter zehn Jahren den Hungertod.
Es machte sie wunderbar satt. Sie spürte Nimmt man die anderen Altersgruppen
ein unbekanntes Glück, etwas was sie nie dazu, sind es alle drei Sekunden, wo jedes
zuvor gespürt hatte. Und jetzt wusste sie: Menschenleben, das stirbt, eines zu viel
Es gibt Brot, das glücklich macht … ist. Rechnet man das hoch, ergibt das eine
Als das Mädchen vom Brot des Christ- astronomische Zahl an Hungertoten: fast
kindes gegessen hatte, als ihm so wunder- elf Millionen pro Jahr. Auch an Weihnach-
bar warm ums Herz war, kam ein Junge
gelaufen. Da rief sie voller Überschwang:
„Schau nur, das neue Kind hat mir Brot
gegeben. Hier, nimm und iss auch du!“
Und als sie in ihre Tasche griff, um ihm
vom Brot etwas zu geben, da war ganz
viel Brot in der Tasche. Es wurde gar nicht
alle, wie viel sie auch weggab. Da lief sie
durch Bethlehem, die Stadt, die „Haus
des Brotes“ heißt. Sie lief durch die Stadt,
in der ein Kind geboren worden war, das
ihr Brot gegeben hatte. Sie lief unter dem

Briefe aus Brenndorf 64/2007 1


ten wird der Hungertod nicht halt
machen vor den Türen der Ärmsten
der Armen. Auch an Weihnachten
werden wir wieder daran erinnert
werden, dass es selbst in unserem
reichen Land Armutsgrenzen gibt,
die wir nicht überwinden können
(oder wollen? – Ende November
ging die Meldung durch die Lande,
dass jedes sechste Kind in Deutsch-
land in Armut lebt.) Sind die Weih-
nachtsgeschichte und alle anderen
Geschichten darum eine Utopie?
Bauernstube
Etwas zum Blenden? Oder gar will-
kommene Anlässe, um dem reichen Draußen rieselt der Regen;
Teil der Welt gemeine Unterstellun- Dem Dorf entgegen
gen an den Kopf zu werfen? schlägt aus dem Wald der Wind.
Vielleicht wollen die leisen Ge- November ist es; der Abend beginnt
zu dunkeln nach kurzer Tageszeit;
schichten von Weihnachten aber
Da werden die Dächer weiß; – es schneit.
nur ganz dezent darauf hinweisen,
dass eines nicht vergessen werde: Vom Lutherofen um Bank und Schrein
Wer weiß, wie es ist, wenn man Strahlt gaukelnd der Flamme rötlicher Schein.
beschenkt wurde, der kann sel- Die Katze, die glatt sich das Haar geleckt,
ber seinerseits schenken. Und das Liegt auf dem Herd, lang ausgestreckt.
darf ja nicht nur zu Weihnachten Gleichmäßig tickt an der Wand die Uhr;
so sein, sondern überhaupt – das Doch träge wandeln die Stunden nur.
darf zum Lebenskonzept werden. Die Mutter, die junge Tochter beginnen
Wer in dem Kind in der Krippe jene Zum erstenmal heute den Hanf zu spinnen,
Den neuen Hanf, so weich, so weiß,
Gestalt Gottes sieht, der sich ganz
Der Frauen Lust, der Frauen Preis.
auf unsere Welt einlässt und in ihr
Der Bauer sitzt auf der geblümten Truh‘;
aufgeht, der erkennt: Es ist noch Nun ist er der Herr, nun hat er Ruh‘.
Hoffnung da – für mich und für die Im warmen Stalle geborgen sind,
Welt. Es ist noch Hoffnung da, dass Des Pfluges entlastet, so Pferd, so Rind.
die Zustände, die wir als unhaltbar Das Futter hat er in trockner Scheune,
empfinden, nicht unhaltbar blei- Den Mais im Korbe, das Korn in Kisten;
ben. Es ist noch Hoffnung da, dass Das Stroh liegt aufgehäuft in Dristen;
wir erkennen: Auf mich kommt Im Keller unten, da gären die Weine,
es mit an, wenn etwas verändert Und eingelegt in der Butte ruht
der Kohl, der Küche gepriesenes Gut. –
werden soll.
So lade ich Sie herzlich ein: Ma- Ein still Behagen durchschwebt den Raum;
chen Sie sich auch in diesem Jahr Halb ist‘s ein Wachen und halb ein Traum. –
zu Weihnachten auf den Weg nach O Bauernstube in Winters Ruh!
Bethlehem. Und entdecken Sie, wie Wo ist ein seliger Heim, als du?
das ist, wenn man im „Haus des
Brotes“ beschenkt wird. Michael Albert
Pfarrer Helmut Kramer

2 Briefe aus Brenndorf 64/2007


Siebenbürgische Gedenkstätte
Seit 40 Jahren wird in Dinkelsbühl an die Opfer von
Kriegen, Flucht und Vertreibung erinnert
Tausende Siebenbürger Sachsen finden der mit seinen Mauern und Türmen an
jährlich den Weg nach Dinkelsbühl, um die Städte Siebenbürgens erinnert. Die
ihrer Verstorbenen zu gedenken. Die Op- Landsmannschaft schrieb einen Ideen-
fer von Kriegen, Verfolgung, Flucht und wettbewerb aus, um Entwürfe für die
Vertreibung würdigt eine Gedenkstätte Gedenkstätte zu erhalten. Dabei fand
in der Lindenallee der Alten Promenade. der Plan von Hans Wolfram Theil und
In diesem Jahr feiert die Gedenkstätte ihr Hanne Schorp-Pflumm eine breite Zu-
40-jähriges Jubiläum – seit 1967 ist sie stimmung. Der Entwurf sowie eine Kam-
ein Ort der Erinnerung, der Besinnung pagne der Landsmannschaft lösten eine
und inneren Einkehr, ein Symbol der ge- wahre Spendenflut aus. Am Projekt be-
meinsamen Heimat. Die niedergelegten teiligten sich alle Landsmannschaften der
Blumen, die sie vor allem am Heimattag, Siebenbürger Sachsen in Deutschland,
aber auch das ganze Jahr über in großer Österreich, den USA und Kanada.
Zahl schmücken, bezeugen die stets wa- Das geplante Werk sollte eine Einheit
che Erinnerung. von Gedenkstein, natürlicher Weihestät-
Anfang der sechziger Jahre reifte die te, Siebenbürgertum mit Heimatglocke
Idee, die Opfer der Siebenbürger Sach- und Gedenkbuch sein. Ins Gedenkbuch
sen mit einer Ehrenstätte zu würdigen. wurden die Namen aller eingetragen, die
Die Landsmannschaft erkannte die Not- an den Fronten des Zweiten Weltkrieges
wendigkeit, die Bewahrung des eigenen oder infolge der Kriegsnachwirkungen
Selbstverständnisses auch symbolisch verstorben sind, sowie aller, die durch
zu institutionalisieren. Die Gedenkstätte Flucht und Vertreibung ihr Leben lassen
sollte die Erinnerung an die Toten, deren mussten. Im Frühjahr 1967 wurde die Ge-
Gräber über viele Länder verstreut sind, denkstätte errichtet und am Heimattag
wahren, in Gedenkbüchern die Namen des gleichen Jahres vom Bürgermeister
der Verstorbenen für die Zukunft er- Höhenberger eingeweiht.
halten und räumlich weit voneinander „Der Heimattag 1967 war der Hei-
getrennten Menschen Symbol einer ge- mattag der Heimattage“, erklärt Jo-
meinsamen Heimat des Herzens sein (Sie- hann Schuller, Organisationsreferent im
benbürgische Zeitung, 15. Februar 1967). Bundesvorstand der Landsmannschaft:
Als Ort für das Ehrenmal wurde Din- „Damals sind die Gedenkstätte, der Glo-
kelsbühl, die Stadt der siebenbürgischen ckenturm und das Siebenbürger Haus
Heimattage, ausgewählt. Dr. Friedrich eingeweiht worden.“ Der Glockenturm
Höhenberger, der damalige Erste Bür- feiert dieses Jahr ebenfalls das 40-jährige
germeister, setzte sich sehr für das Pro- Jubiläum, das Siebenbürger Haus wurde
jekt ein, das er als Zeichen einer tiefen in der Zwischenzeit verkauft. Seit 1967
Verbundenheit zwischen Siebenbürger findet der Große Zapfenstreich der Din-
Sachsen und Dinkelsbühler sah. Für die kelsbühler Knabenkapelle nicht mehr auf
Gedenkstätte stellte er den südwestli- den Marktplatz, sondern vor der Gedenk-
chen Teil der Stadtmauer zur Verfügung, stätte statt.
am Ende einer Allee, über der sich das Sorana Scholtes
Laubdach alter Linden wölbte – ein Ort, Siebenbürgische Zeitung, 25.5.2007

Briefe aus Brenndorf 64/2007 3


Zähes Ringen um die Eigentumsrückgabe
Evangelische Kirche arbeitet unter schwierigen Bedingungen
Friedrich Gunesch, Hauptanwalt der nur wenige Gebäude erstattet wurden,
Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, liege jedoch weniger an der Behörde in
mit Sitz in Hermannstadt, hat in einem Bukarest, sondern daran, dass zunächst
sehr informativen Referat über die gute Annulierungsprozesse der vom Staat
Zusammenarbeit der Heimatkirche mit widerrechtlich veräußerten Gebäude
dem HOG-Verband und das zähe Ringen anstanden und die nötigen Daten und
um die Rückerstattung des kirchlichen Ei- Beweise nur schleppend vervollständigt
gentums in Rumänien berichtet. Der Vor- werden, entweder vom ehemaligen kirch-
trag wurde im Rahmen der vierzehnten lichen Eigentümer oder dem staatlichen
Tagung der siebenbürgisch-sächsischen Nutznießer. Selbst der Stadtrat von Her-
Heimatortsgemeinschaften am 20. Okto- mannstadt habe (in vielen Fällen nach
ber 2007 in Bad Kissingen gehalten. 2002) rund 80 Prozent der Wohnungen
Kirche und Heimatortsgemeinschaften und andere Nutzflächen aus dem ehe-
verfolgen nach Ansicht von Friedrich Gu- maligen kirchlichen Eigentum veräußert,
nesch sehr ähnliche Ziele beim Erhalt und trotz Einwänden der Kirche. Und wenn
der Sicherung unserer Kulturgüter. Das manche Bescheide der Bukarester Kom-
Landeskonsistorium arbeite seit mehreren mission positiv ausfallen, werden sie
Jahren mit dem HOG-Verband und auch vom Staat oder den interessierten Käu-
mit Heimatortsgemeinschaften wie jener fern angefochten. Während in Karlsburg
aus Donnersmarkt sehr gut zusammen, zu hundert Prozent korrekt entschieden
führte Gunesch in seinem anschließenden wird, herrscht bei anderen lokalen Ge-
Referat aus. Nach dem Massenexodus der richtsinstanzen oder einzelnen Richtern,
neunziger Jahre sei „die Rückgabe und beispielsweise in Hermannstadt, eine ne-
Nutzung der nach 1944 enteigneten Güter gative Einstellung vor. Hier verliert die
die einzige Möglichkeit, aus eigener Kraft Kirche die Prozesse regelmäßig. „Hier
zu einer Selbständigkeit zurückzukehren, ist von den politischen und gesetzlichen
die durch eine 86-prozentige Schrump- Prinzipen einer Wiedergutmachung und
fung nach 1990 heute nicht mehr gege- Rückgabe wenig zu spüren“, kritisierte
ben ist“. Die Gesamtkirche zählt zurzeit Gunesch. Das Landeskonsistorium habe
rund 14 000 Seelen. Vielen evangelischen bereits 35 Prozesse beim Europäischen
Kirchengemeinden wurden zwar nach Gerichtshof in Straßburg eingeleitet.
1990 zunächst 5, dann 10 und schließlich Nach dem langjährigen Kampf, hohem
bis zu 30 Hektar rückerstattet, aber meist personellen und finanziellen Einsatz
unproduktiver und ungünstig gelegener sowie kostspieliger Überschreibung ins
Grund. Erhebliche Probleme ergeben sich Grundbuch stehe die Kirche dann vor
bei der Bodenrückgabe durch die „Verzö- einer weiteren großen Herausforderung:
gerungstaktik, Übergriffe und Prozesse“ der Nutzung und Verwendung der rück-
der rumänischen Kommissionen. erstatteten kirchlichen Immobilien.
Der Spezialkommission in Bukarest Die HOG-Vertreter würdigten den Ein-
wurden seitens unserer Kirche 1 100 An- satz der Heimatkirche und wiesen auf die
träge auf Gebäuderückgabe vorgelegt, schweren Arbeitsbedingungen hin, die
nur jeder fünfte Fall wurde bisher erle- sich aus der Tatsache ergeben, dass „hier
digt, wenn auch manchmal negativ. Dass sehr viele und dort nur wenige sind“.

4 Briefe aus Brenndorf 64/2007


In der anschließenden Diskussion wur- Information wichtiger denn je seien, so-
de deutlich, dass sich viele Heimatorts- wohl mit dem HOG-Verband als auch
gemeinschaften mit beachtlichen Mitteln mit den einzelnen HOGs. Das Landes-
für den Erhalt des Kulturgutes und der kirchenkonsistorium sei jedes Mal bereit,
Gemeinschaftsbauten in Siebenbürgen mitzuhelfen, in juristischen wie finanz-
einsetzen, aber im Gegenzug auch ein technischen, in organisatorischen wie
Mitspracherecht bzw. transparente Infor- bautechnischen Fragen beizustehen.
mationen haben möchten. Hauptanwalt Dem Verband der Siebenbürgisch-
Friedrich Gunesch empfahl den HOGs, Sächsischen Heimatortsgemeinschaften
Verträge mit den Kirchengemeinden oder gehören zurzeit 129 Heimatortsgemein-
dem zuständigen Kirchenbezirk abzu- schaften an, darunter die „Dorfgemein-
schließen, wobei sich Erstere verpflichten, schaft der Brenndörfer“ (HOG Brenn-
das jeweilige Projekt zu finanzieren und dorf). Diese Vereine setzen sich vielseitig
Letzere Bericht zu erstatten über die Ver- für den Zusammenhalt der Landsleute,
wendung der Spenden. Zudem äußerten die Brauchtumspflege, Dokumentation
die Vertreter der Heimatortsgemein- und den Erhalt des Kulturerbes ein. Der
schaften den Wunsch, beim eventuellen HOG-Verband wird den Heimattag der
Verkauf von Kirchen, Pfarrhäusern und Siebenbürger Sachsen 2009 in Dinkels-
anderen Gemeinschaftsbauten bevor- bühl mit ausrichten.
zugt zu werden. Dieses Anliegen ist für An der Tagung nahmen 95 Vertreter
Hauptanwalt Gunesch selbstverständlich, von 74 HOGs teil, die „Dorfgemeinschaft
manche Probleme ergeben sich mit den der Brenndörfer“ (HOG Brenndorf) war
Kirchenbezirken und den Gemeinden. durch Uta Martini und Siegbert Bruss
Gunesch betonte, dass Kooperation und vertreten. S. B.

Zeidner Kirchenführung entlassen


Das Landeskonsistorium der Evange- torium wurde nun beauftragt, die Wahl
lischen Kirche A. B. hat die Vertreter der eines neuen Presbyteriums „unverzüg-
Zeidner Kirchengemeinde ihres Amtes lich“ einzuleiten. Zudem hat das Bezirks-
enthoben. In einem Schreiben vom 7. Ok- konsistorium beschlossen, „umgehend
tober 2007 lässt Bischof D. Dr. Christoph das Disziplinarverfahren gegen Pfarrer
Klein die Zeidner wissen, dass „die kir- Klaus Martin Untch einzuleiten“.
chenordnungsgemäßen Verordnungen In einem offenen Brief an Bischof Klein
mit Absicht und vorsätzlich missachtet zeigten sich einige evangelische Pfarrer
worden sind“. Das Presbyterium der Kir- aus Siebenbürgen „zutiefst erschüttert
chengemeinde Zeiden habe „wiederholt über die Härte des Vorgehens“. Sie stel-
und hartnäckig seine Pflichten im Sinne len eine klare Forderung: „Da es sich
des Paragrafen 64 der Kirchenordnung in diesem Fall nicht um geistliche Ver-
vernachlässigt“. Wie dem Schreiben zu fehlungen oder Abweichungen von der
entnehmen ist, geht es dabei um den christlichen Lehre handelt, sondern um
rechtswidrigen Verkauf von Kirchenim- Verwaltungsfragen der weltlichen Güter
mobilien. Die Konsequenzen sind dras- und gekränkte Eitelkeiten, ersuchen wir
tisch: Die Landeskirche löst das Presbyte- Sie hiermit, die ausgesprochenen Urteile
rium auf und ordnet Neuwahlen an. Dabei zurückzunehmen und die eingeleiteten
darf sich das alte Presbyterium nicht zur Verfahren abzubrechen.“ hk
Wiederwahl stellen. Das Bezirkskonsis- Siebenbürgische Zeitung, 20.11.2007

Briefe aus Brenndorf 64/2007 5


Grundlegende Neuerungen beschlossen
Landsmannschaft ändert ihren Namen in „Verband”
Der Verbandstag, das oberste Gremium grenzüberschreitende Gemeinschaft,
der Landsmannschaft der Siebenbürger und deshalb will Fabritius die guten
Sachsen in Deutschland, hat am 3. und und konstruktiven Beziehungen zu den
4. November im „Heiligenhof“ in Bad Landsleuten in Siebenbürgen, Österreich
Kissingen tiefgehende Neuerungen ein- und Übersee pflegen und vertiefen.
geleitet. Neuer Bundesvorsitzender ist Eine überwältigende Mehrheit der De-
Dr. Bernd Fabritius. Mit überwältigender legierten (80 Prozent) stimmte für eine
Mehrheit wurde auch eine Neufassung Namensänderung in „Verband der Sie-
der Satzung verabschiedet: Die Lands- benbürger Sachsen in Deutschland e.V.“,
mannschaft führt künftig den Namen weil sie damit bessere Zukunftschancen
„Verband der Siebenbürger Sachsen in für uns Siebenbürger Sachsen sehen. Tref-
Deutschland e.V.“, öffnet sich auch für an- fend dazu wurde der Dichter Wolf von
dere Vereine und juristische Personen, die Aichelburg zitiert: „Zeitgemäß sein, ohne
ihre Ziele unterstützen, und verschlankt mit der Tradition zu brechen“.
ihre Entscheidungsstrukturen. Mit dieser Gewissheit haben wohl die
Der Verbandstag war diesmal mit groß- meisten Delegierten abgestimmt: In der
er Spannung erwartet worden. Erstmals neuen Satzung ist die bisherige Lands-
in der 58-jährigen Geschichte der Lands- mannschaft bestens aufgehoben, die Sie-
mannschaft der Siebenbürger Sachsen benbürger Sachsen öffnen sich, rüsten
stellten sich zwei Kandidaten für das sich für die Zukunft, ohne ihre Traditi-
Amt des Bundesvorsitzenden zur Wahl: onen oder Werte preiszugeben.
der bisherige Amtsträger Dipl.-Ing. Arch. Die Landsmannschaft öffnet sich durch
Volker E. Dürr und Dr. Bernd Fabritius, ihre neue Satzung für andere Organisati-
Stellvertretender Bundesvorsitzender onen. Für den Beitritt des HOG-Verbandes
und Vorsitzender des Landesverbandes oder einzelner Heimatortsgemeinschaften
Bayern. Die Delegierten bevorzugten gibt es keine Patentrezepte. Erfahrungen
den 42-jährigen Juristen Dr. Bernd Fab- können nach Verhandlungen „auf glei-
ritius mit einem eindeutigen Votum (131 cher Augenhöhe“ gesammelt werden.
Stimmen, das sind 76 Prozent der abge- Wie eng die Delegierten sich ihrem
gebenen Stimmen). Kulturerbe verpflichtet fühlen, zeigten
Stellvertretende Bundesvorsitzen- sie auch in einer Diskussion über die fi-
de sind Alfred Mrass, der aus Zeiden nanzielle Not der Kultureinrichtungen
stammende Bundesjugendleiter Rainer in Gundelsheim. „Das kranke Kind in
Lehni, Doris Hutter und Karin Servatius- Gundelsheim sind die Bibliothek und das
Speck. Siebenbürgen-Institut“, erklärte Dr. Gün-
Der neue Bundesvorsitzende will das ther Tontsch, Vorsitzender des Beirates
kollektive Selbstverständnis der Sieben- der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek.
bürger Sachsen neu beleben. Kraft sei- Unser Anliegen sei es, Bibliothek und
nes Amtes ist Dr. Bernd B. Fabritius auch Archiv auf eine stabile Basis zu stellen.
neuer Vorsitzender der Föderation der Eine dauerhafte finanzielle Sicherung sei
Siebenbürger Sachsen, des weltweiten ebenso vonnöten wie eine kurzfristige
Dachverbandes. Die Siebenbürger Sach- „Feuerwehraktion“.
sen bilden nach seiner Überzeugung eine Siegbert Bruss

6 Briefe aus Brenndorf 64/2007


Wieder ein voller Erfolg
Brenndörfer Regionaltreffen in Garching
Rund 120 Brenndörfer und deren er von Bischof Friedrich Müller ordiniert
Feunde kamen am 13. Oktober 2007 worden, vor 30 Jahren hatte er sich – nach
zu einem Regionaltreffen im Gasthaus dem Erdbeben vom 4. März 1977 – ge-
„Neuwirt“ in Garching zusammen. Gäs- meinsam mit seiner Gemeinde tatkräftig
te waren nicht nur aus Bayern, sondern für die Renovierung der evangelischen
auch aus anderen Bundesländern und Kirche in Brenndorf eingesetzt.
Österreich angereist. Die Blaskapelle un- Mit der Silbernen Ehrennadel des Ver-
ter Leitung von Walter Dieners erfreute bandes der Siebenbürgisch-Sächsischen
traditionsgemäß mit heimatlichen Klän- Heimatortsgemeinschaften wurde El-
gen und spielte zum Tanz auf. friede Tontsch (Elixhausen) geehrt. Sie
Siegbert Bruss, Vorsitzender der „Dorf- hat als Vorstandsmitglied der „Dorfge-
gemeinschaft der Brenndörfer“ (HOG meinschaft der Brenndörfer“ von 1983
Brenndorf), begrüßte unter den Gästen bis 2006 die Brenndörfer in Österreich
den Ehrenvorsitzenden Otto Gliebe, der gewissenhaft betreut, Spenden gesam-
die „Dorfgemeinschaft“ seit 1976 aufge- melt sowie die Heimatbriefe und Burzen-
baut hat und den Vorstand auch heute länder Kalender innerhalb von Österreich
mit Rat und Tat begleitet. Helmut von verteilt bzw. versendet. Dank ihrer Initia-
Hochmeister, dem ehemaligen Pfarrer tive sind auch heute noch ca. 80 Prozent
von Brenndorf (1970-1987), galt ein dop- der Brenndörfer in Österreich Mitglieder
pelter Dank für sein segensreiches Wirken der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“.
als Seelsorger: Vor genau 50 Jahren war Den Versand der Heimatbriefe in Öster-

Gemütliches Beisammensein in Garching, von links: Elfriede Tontsch, Erika Mechel, Helene Zibratzky und Heinz
Mechel. Foto: Petra Reiner

Briefe aus Brenndorf 64/2007 7


reich betreut Friedchen Tontsch weiter, Auf Initiative der Jugendreferenten
auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Norbert Thiess und Gert Mechel wird die
Amt im letzten Jahr. „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ zu
Wie Siegbert Bruss in seinem Grußwort Pfingsten 2008 mit einer eigenen Trach-
feststellte, haben sich die Brenndörfer in tengruppe am Umzug des Heimattages
Deutschland und Österreich inzwischen in Dinkelsbühl teilnehmen. Jung und
gut eingelebt. Sie leben zwar zerstreut Alt sind aufgerufen mitzumachen und
im ganzen Lande, pflegen aber den Zu- sich bei Interesse bei einem der beiden
sammenhalt durch große und kleine Jugendreferenten anzumelden.
Treffen und durch ihr Heimatblatt. Bei Laura und Hans Darabas sei für den au-
allem Wohlstand sei ihnen aber auch ßerordentlichen Einsatz herzlich gedankt.
das Schicksal der Landsleute in Brenn- Das Ehepaar organisiert die Regional-
dorf nicht gleichgültig. Der Vorstand der treffen in Garching seit vielen Jahren mit
„Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ hat- großer Begeisterung. Die beiden schufen
te deshalb am Vormittag, ebenfalls beim auch diesmal den geeigneten Rahmen,
„Neuwirt“, über die Probleme betreffend damit sich alle Gäste an diesem schönen
Brenndorf beraten. Es wurden Maßnah- Herbsttag treffen, miteinander sprechen
men beschlossen, die Friedhofspflege in und gemeinsam bis in die Nacht hinein fei-
der Heimatgemeinde zu verbessern, so- ern konnten. Es war wieder ein sehr gelun-
wie über die Renovierung der Kirche und genes Fest. Wir freuen uns schon auf das
des Pfarrhauses beraten (siehe separater nächste Treffen und laden jetzt schon für
Bericht in diesem Heimatbrief). den 11. Oktober 2008 nach Garching ein.
S. B.
Brenndorf im Mittelpunkt
Vorstand der „Dorfgemeinschaft” beriet in Garching
Nachdem der Vorstand der „Dorfgemein- welle in diesem Sommer und den Regen
schaft der Brenndörfer“ im Frühjahr dieses im Herbst.
Jahres über allgemeine Fragen beraten hatte, Der Vorstand der Dorfgemeinschaft be-
widmete er sich in einer zweiten Sitzung den schloss in seiner Sitzung am 13. Oktober
Problemen der Heimatgemeinde. Die Sitzung entsprechende Maßnahmen. Angesichts
fand vor dem Regionaltreffen am 13. Oktober der starken Teuerungsrate in Rumänien
2007, von 10 bis 13 Uhr, im Gasthaus „Neu- wurde die Summe für die Friedhofspfle-
wirt“ in Garching statt. ge auf 1 800 Euro pro Jahr aufgestockt.
Nachdem der Friedhofspflege-Vertrag Damit hofft der Vorstand, dass der Fried-
mit Hans Zacharias im letzten Jahr been- hof wesentlich besser aussieht und kei-
det worden war, war Manfred Copony in ne Kritik mehr seitens Besucher oder in
diesem Jahr in die Bresche gesprungen. Brenndorf lebenden Sachsen aufkommt.
Mit Hilfe einer ungarischen Familie aus Zusätzlich wird der Vorstand die Fried-
Araci säuberte er dreimal die Stege und hofspflege durch die Anschaffung einer
knapp 300 Gräber vom Unkraut, trans- benzinbetriebenen Heckenschere, von
portierte die Abfälle weg und schnitt Pflanzenmitteln und eventuell anderer
zweimal die Hecken. Der Friedhof sah benötigter Werkzeuge oder Materialien
allerdings Berichten von Besuchern zu- unterstützen. Ebenso wurde beschlossen,
folge nicht befriedigend aus. Erschwert dass das Heldendenkmal regelmäßig ge-
wurden die Arbeiten durch die Hitze- säubert werden soll.

8 Briefe aus Brenndorf 64/2007


Wie wir soeben erfahren, werden ab nach der Baugenehmigung die Bauarbeiten
2008 Hans Zacharias (Hausnummer 49), nach einer Prioritätsliste durchzuführen.
Hilda Schuster (328) und Manfred Copo- Kassenwart Edmund Seimen präsen-
ny (135) die Friedhofspflege übernehmen. tierte eine Übersicht der bisherigen Ein-
Sie werden je ein Drittel des Friedhofs nahmen und Ausgaben. Nachdem 2005
sauber machen. Man erhofft sich dadurch erste Instandsetzungsarbeiten (Dach,
eine Art „positive“ Konkurrenz, wobei Sakristei) an der evangelischen Kirche
jeder seinen Teil besser machen soll als in Brenndorf durchgeführt wurden und
die anderen. wir verschiedene Gutachten beglichen
haben, sind zurzeit 12 900 Euro Spenden
Pfarrhaus instandgesetzt verfügbar. Zudem hat uns die Sieben-
Die Hauptverantwortung für das Pfarr- bürgisch-Sächsische Stiftung in München
haus hat Manfred Copony aufgrund eine Unterstützung in Höhe von 40 000
eines Mietvertrages übernommen, der Euro zugesichert.
seit Anfang dieses Jahres in Kraft ist. Die Weihnachtshilfe für unsere Nach-
Die „Dorfgemeinschaft der Brenndör- barn in Brenndorf wird in diesem Jahr
fer“ (HOG Brenndorf) beteiligt sich zu erhöht. Wir werden die Pakete unter
einem geringen Teil an Instandhaltun- anderem mit einem Päckchen Kaffee
gsarbeiten, an der „Substanzerhaltung“, bereichern und hoffen, dass die Weih-
weil das Pfarrhaus zu den sächsischen nachtsbescherung zur Zufriedenheit
Gemeinschaftsbauten in Brenndorf ge- unserer Landsleute ausfallen und ihnen
hört, die wir laut Satzung im Rahmen Freude bereiten wird. Der Einkauf wird
unserer Möglichkeiten zu erhalten ver- wieder von Manfred Copony erledigt,
suchen. Deshalb beschloss der Vorstand den Kaffee haben schon unsere Jugendre-
der Dorfgemeinschaft Baumaterialen ferenten Gert Mechel und Norbert Thiess
für die Veranda, die seit Jahren renovie- in Deutschland besorgt.
rungsbedürftig ist, mit einer Summe von
1 500 Euro zu bezuschussen. Alle anderen Aufruf zum Mitmachen
Kosten und Arbeiten an der Veranda wer- Auf Vorschlag von Norbert Thiess und
den von Manfred Copony getragen. Die Gert Mechel wurde beschlossen, dass die
Renovierung wurde kürzlich begonnen. „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ am
Pfingstsonntag, dem 11. Mai 2008, mit
Kirchenrenovierung einer eigenen Trachtengruppe in Din-
Die Kirchenrenovierung kommt infolge kelsbühl aufmarschieren wird. Auch die
der langwierigen Genehmigungen und Blaskapelle Brenndorf wird eingeladen
Behördengänge nur langsam in Gang. Es mitzumachen. Jung und Alt werden
ist ein Prozess, der wie die Erfahrung an- aufgerufen, am Trachtenumzug teilzu-
derer Gemeinden zeigt, mehrere Jahre in nehmen. Interessenten melden sich bitte
Anspruch nimmt. Deshalb bittet der Vor- rechtzeitig bei Norbert Thiess, Telefon:
stand alle Brenndörfer um Geduld und (01 71) 2 05 31 73, oder Gert Mechel, Te-
nach Möglichkeit um Unterstützung. lefon: (0 82 71) 80 24 76, an.
In der Sitzung in Garching wurde be- An der Vorstandssitzung beteiligten sich
schlossen, die nötigen Genehmigungen Otto Gliebe, Siegbert Bruss, Volker Krei-
einzuholen und dem Vorschlag von Ar- sel, Edmund Seimen, Uta Martini, Hugo
chitekt Dr. Hermann Fabini zu folgen: die Thiess, Norbert Thiess und Gert Mechel.
Bauplanung (Projekt) einzureichen und Siegbert Bruss

Briefe aus Brenndorf 64/2007 9


Nachrichten aus Brenndorf
Pfarrhaus wieder mit Leben Die Arbeiten wurden Ende November
gefüllt beendet, und die letzten Gruben wieder
Der Mietvertrag zwischen Manfred zugescharrt. Für die archäologischen Un-
Copony und der evangelischen Kirche tersuchungen und die Gräber wurde eine
ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten. Rechnung in Höhe von 1 455 Euro begli-
Der Vertrag für das Pfarrhaus sieht unter chen. Als Nächstes folgt eine historische
anderem die Einrichtung von vier Gäste- Untersuchung, bevor der ganze Bauplan
zimmern, die Instandhaltung der Gebäu- zwecks Genehmigung wieder der Kultur-
de und Möglichkeiten zur Untervermie- kommission in Kronstadt („Patrimoniu“)
tung vor. Der Zugang zum Betsaal ist für vorgelegt wird.
Sonn- und Feiertage und, in Absprache
mit Manfred Copony, auch an anderen Besuch in Brenndorf
Tagen gesichert. Ein als Büro ausgestatte- Es ist wichtig, dass sich unsere Vor-
ter Raum kann und wird von Pfarrer und standsmitglieder immer wieder über die
Kuratorin benutzt. Die Sommerküche Lage in Brenndorf erkundigen, die Nöte
steht für Gemeinschaftsveranstaltungen unserer Landsleute kennen und Entschei-
der Gemeinde zur Verfügung. dungen auf einer realistischen Grundlage
Für die Umbau- und Modernisierungs- fassen können.
arbeiten sucht Manfred Copony Hilfsar- So besuchte Edmund Seimen, Kassen-
beiter und Handwerker auf freiwilliger wart der „Dorfgemeinschaft der Brenn-
Basis. Geboten werden kostenlose Über- dörfer“, Brenndorf am 2. und 4. Novem-
nachtung und Verpflegung sowie ein ge- ber 2007. Er besichtigte den Friedhof und
ringes Entgelt. Wer helfen will, möge sich besprach mit Manfred Copony die vom
bei Manfred Copony unter dem Mobilte- Vorstand erörterten Möglichkeiten, die
lefon (00 40) 721-98 24 31 oder per E-Mail: Friedhofspflege im nächsten Jahr zu ver-
bkkkronstadt@[Link], melden. bessern. Zudem war Edmund Seimen im
Die vier Gästezimmer werden vor- Pfarrhaus und machte einen Rundgang
aussichtlich im Mai 2008 fertig sein. Die über den alten Friedhof bis in die Kirche.
Mitglieder der „Dorfgemeinschaft der An der Kirchenmauer wurden etwa acht
Brenndörfer“ werden Preisermäßigungen Probegrabungen durchgeführt und in der
(Rabatte) gegenüber anderen Gästen er- Kirche wurde auch in die Wand gebohrt.
halten. Edmund Seimen regte an, demnächst das
Pfarrhaus außen anzustreichen.
Kirchenrenovierung
Die Kirchenrenovierung, die mit Unter- Erfreuliche Meldung
stützung der Siebenbürgisch-Sächsischen Nachdem die evangelische Kirchenge-
Stiftung geplant ist, kann erst beginnen, meinde Brenndorf vor drei Jahren einen
wenn alle Genehmigungen eingeholt und Antrag auf Rückgabe ihrer im Kommu-
Baupläne fertig erstellt sind. Die Behör- nismus enteigneten Liegenschaften ge-
dengänge sind äußerst langwierig, mit stellt hatte, hat sie nun 46,8 Hektar Acker-
dem Baubeginn ist frühestens im Jahr land zurückerhalten. Anfang November
2008 zu rechnen. 2007 haben Kuratorin Rosi Rusu und
In diesem Herbst wurden archäolo- Manfred Copony für die Rückgabe des
gische Untersuchungen durchgeführt. Ackerlandes unterschrieben. Nun wartet

10 Briefe aus Brenndorf 64/2007


Blick auf die Kirchengasse in Brenndorf am ersten Sonntag im November 2007. Foto: Edmund Seimen

die Kirchengemeinde noch auf den Eigen- Angriff genommen und der Raum für das
tumstitel (Titlu de proprietate), um den gemütliche Beisammensein vorbereitet.
Grund verpachten zu können. Es ist noch Am Sonntag, dem 21. Oktober 2007,
unsicher, wann das geschehen wird. Für fand der monatliche Gottesdienst wie ge-
den Grund (ungefähr acht Hektar), des- wohnt um 10.00 Uhr im Betsaal des Pfarr-
sen Rückgabe in natura nicht genehmigt hauses statt. 15 Frauen, sechs Männer und
wurde, wird die Kirchengemeinde wahr- fünf Kinder waren anwesend.
scheinlich eine Entschädigung erhalten, Der Vorraum war mit Kürbissen, Äp-
schreibt Manfred. feln, Birnen und Nüssen dekoriert. Nach
dem Gottesdienst haben wir uns dann
Gemeinschaftsfeste im Aufenthaltsraum für eine Stunde bei
Am Samstag, dem 20. Oktober, waren Most, Zwiebelkuchen, Kuchen, Salzigem
die Frauen zum Herbstputz im Pfarrhaus. und Kaffe unterhalten. Die Frauen spül-
Rosi Rusu, Emilia Schuster sen. und jun., ten anschließend die Teller und Gläser,
Katharina Klein, Rosi Schuster und Rose berichtet Manfred Copony.
Grempels haben Fenster geputzt, gekehrt, Am darauf folgenden Sonntag, dem
Staub gewischt und aufgewischt. Man- 28. Oktober 2007, fand ein größeres Ernte-
fred Copony musste die Teppiche alle dankfest im Petersberger Saal statt.
alleine klopfen, da kein anderer Mann mit Der Totensonntag mit heiligem Abend-
dabei war. Für die meisten war Rübenern- mahl wurde am 25. November von den
te angesagt. Der Büroraum wurde auch in Gemeindegliedern aus Brenndorf in Pe-

Briefe aus Brenndorf 64/2007 11


tersberg gefeiert. Pfarrer Dr. Peter Klein unserer Webseite [Link] be-
gestaltete den Gottesdienst wieder schön, kannt gegeben.
musikalisch umrahmt von der Blasmusik Zu jenem Zeitpunkt werden auch die
und dem Kirchenchor aus Honigberg und vier Gästezimmer im Pfarrhaus fertig
Petersberg. Die Namen der im letzten sein. Manfred Copony schreibt: „Viel-
Kirchenjahr Verstorbenen wurden vor- leicht hat die Blasmusik Brenndorf oder
gelesen. Ihrer wurde ebenso gedacht wie die Jugend Lust, einmal eine Reise nach
den Russlanddeportierten und den in den Rumänien zu unternehmen. Beim Scheu-
beiden Weltkriegen Gefallenen. nenfest ist der Nachmittag für Blasmusik
Vor dem Totensonntag hatte Manfred Co- und Tanzgruppe gedacht, abends sollte
pony alle Abfälle vom Friedhof in Brenn- eine Band spielen, die auch die Jugend
dorf weggebracht und für ein gepflegtes anzieht. Das Scheunenfest will ich zu
Aussehen des Gottesackers gesorgt..... einer Attraktion, die jährlich stattfinden
sollte, ausarbeiten. Mit den Planungen
Zukunftspläne werde ich Anfang nächsten Jahres begin-
Im nächsten Jahr plant Manfred Copony nen. Wenn der Termin feststeht könnte
ein größeres Scheunenfest in Brenndorf. man sogar eine Busfahrt nach Brenndorf
Gespräche mit Wolfgang Wittstock ha- anbieten.“
ben ergeben, dass das deutsche Forum Wir danken Kuratorin Rosi Rusu, Man-
in Kronstadt diese Veranstaltung unter- fred Copony und den anderen Mitglie-
stützen könnte. dern der evangelischen Kirchengemeinde
Zum Scheunenfest und dem Gartenfest, für ihren Einsatz für die Gemeinschaft
das auch 2008 stattfinden soll, werden und wünschen ihnen weiterhin Gesund-
natürlich auch alle Brenndörfer im In- heit, viel Kraft und die Unterstützung
und Ausland eingeladen. Die Termine aller Brenndörfer in der alten und neuen
werden in unserem Pfingstheft und auf Heimat. Siegbert Bruss

Übergemeindliches Gartenfest
Brenndorf erstmals Gastgeber für benachbarte Gemeinden
Am 24. Juni fand auf Anregung von tesdienst mit Heiligem Abendmahl.
Pfarrer Dr. Peter Klein (Petersberg), der Schon lange war der Gottesdienstraum
auch Brenndorf betreut, ein Gartenfest in im Pfarrhaus nicht mehr so voll gewesen.
Brenndorf statt. Die sächsischen Gemein- Da die Kirchengemeinde nicht mit einer
deglieder hatten in den letzten Jahren nur so großen Beteiligung gerechnet hatte,
kleinere Feste in Brenndorf organisiert musste Manfred Copony, der für die Or-
und waren immer wieder gerne beim ganisation zuständig war, noch schnell
Waldgottesdienst, dem Petersberger ein paar Einkäufe erledigen.
Burgfest oder Bartholomäusfest dabei. Wie in den Einladungen angekündigt,
Diesmal traten sie erstmals als Gastgeber konnten das Holzfleisch und Mici pünkt-
eines Gartenfestes in Erscheinung und lu- lich um 13.30 Uhr aufgetragen werden.
den dazu auch Landsleute aus dem Bur- Kühle Getränke wurden zu günstigen
zenland ein. Achtzig Personen konnten Preisen angeboten. Um 15.00 Uhr gab es
den Tag bei schönstem Wetter in vollen Kaffee und frischen Baumstriezel.
Zügen genießen. Der Pfarrhof bietet mit dem vielen
Um 12 Uhr ging es los mit dem Got- Grün Schatten, und so konnte man gute

12 Briefe aus Brenndorf 64/2007


Gespräche führen und gemütlich sein Es- zum guten Gelingen des Festes beigetra-
sen und die Getränke genießen. Es gab gen haben. Für die finanzielle Unterstüt-
Musik aus der „Dose“. Für die schöne zung danken wir der „Dorfgemeinschaft
Kulisse mit den vielen Blumen und dem der Brenndörfer“ sowie den Kirchenge-
frisch gemähten Gras sei Maria Binder, meinden Petersberg, Honigberg und
Rosi Rusu und Gabriel Copony herzlichst Neustadt. Besonderer Dank gilt Eckhard
gedankt. Viel Spaß hatten die Kinder. Sie und Rozalia Mechel, die zwei Tage ihres
nahmen den Pfarrhof, die vielen Tiere Urlaubes in der alten Heimat dafür ein-
und Räumlichkeiten in vollen Zügen in gesetzt haben, um sich mit voller Kraft an
Anspruch. den anfallenden Arbeiten zu beteiligen.
Ein herzlicher Dank geht an alle, die Die ev. Kirchengemeinde Brenndorf

Heimatglocken läuten für unsere Toten


Für alle Brenndörfer und deren Fami- und Emilia Schuster, Telefon: (0040) 268-
lienangehörigen können während ihres 28 31 72, anrufen. Dieser letzte Dienst
Begräbnisses, egal in welchem Land der für unsere Toten ist kostenlos. Die an-
Erde es stattfindet, die Kirchenglocken in fallenden Kosten werden am Jahresende
Brenndorf geläutet werden. Bitte recht- durch eine Pauschalzahlung der „Dorf-
zeitig bei Kuratorin Rosi Rusu, Telefon: gemeinschaft der Brenndörfer“ an die
(0040) 268-28 34 94, oder bei Familie Ernst Kirchengemeinde beglichen.

Brenndörfer Treffen 2008 in Garching


Zu einem Regionaltreffen laden Laura Kontonummer 90189176
und Hans Darabas alle Brenndörfer in Kreissparkasse München/Starnberg
Bayern, Österreich, aber auch in allen an- Bankleitzahl 702 501 50.
deren Regionen für Samstag, den 11. Ok- Übernachtungen können direkt beim
tober 2008, ab 14.00 Uhr, in die Gaststätte „Neuwirt“ gebucht werden unter Tele-
„Zum Neuwirt“, Münchner Straße 10, in fon: (089) 3 29 12 58, Fax: (089) 3 26 18 75.
85748 Garching bei München ein. Essen E-Mail: Gasthof-Neuwirt@[Link].
und Getränke, Kuchen und Kaffee kön- Wegweiser – NEU – für alle Nicht-
nen im Lokal bestellt werden. Für Tanz- Autofahrer: Die U-Bahn U 6, Richtung
musik und Unterhaltung sorgt wieder Forschungsgelände TUM, fährt jetzt bis
unsere Brenndörfer Blaskapelle. Garching. Die Haltestelle befindet sich in
Wir hoffen auf ein zahlreiches Erschei- Garching am Maibaum oder am Spring-
nen und bitten um schriftliche oder tele- brunnen, direkt vor dem „Neuwirt“.
fonische Anmeldung bis zum 15. Sep- Für Autofahrer: Garching liegt an der
tember 2008 bei Laura und Hans Dara- Bundesstraße B 11, die parallel zur Au-
bas, Römerhofweg 51 b, 85748 Garching, tobahn A 9 München-Nürnberg verläuft
Telefon: (089) 3 26 19 36, privat abends, (Ausfahrt „Garching Süd“ oder „Gar-
oder Telefon: (0 89) 2 8 91 23 80, bis 16.30 ching Nord“). Kostenlose Parkplätze fin-
Uhr, E-Mail: ldarabas@[Link]. Bitte det man vor dem Bürgerplatz Garching
überweisen Sie den Beitrag von 5 Euro/ und der Post. Die Tiefgarage am Bürger-
Erwachsene, 3 Euro/Jugendliche auf fol- platz ist hingegen gebührenpflichtig.
gendes Konto: Hans Darabas Laura und Hans Darabas

Briefe aus Brenndorf 64/2007 13


Brenndörfer Faschings- und Skitreffen 2008
Der Fasching der Brenndörfer „Ju- weiteren Teilnehmern kann eine Unter-
gend“ war dieses Jahr ein voller Erfolg. kunft in Gasthäusern im nahe gelegenen
Deshalb möchten wir alle Jugendlichen Crailsheim vermittelt werden. Wir hoffen
und junggebliebenen Brenndörfer für auf eine zahlreiche Teilnahme und ein
Samstag, den 26. Januar 2008 wieder gelungenes Beisammensein.
zum Faschingstreffen nach Neuhaus bei Für das Skitreffen 2008 steht leider
Crailsheim herzlich einladen. Die Veran- noch kein Termin und Ort fest. Die
staltung beginnt um 17:00 Uhr. Alle mas- „Mörtelmühle“, wo die Skitreffen der
kierten Besucher erhalten ein Freigetränk letzten Jahre stattgefunden haben, wird
ihrer Wahl. nicht mehr von der Siebenbürger Sächsin
Wegbeschreibung: Autobahn A7, Aus- Hanna Hienz bewirtschaftet, und zum
fahrt Dinkelsbühl/Fichtenau, in Richtung jetzigen Pächter besteht noch kein Kon-
Crailsheim abbiegen. Nach ca. sieben takt.
Kilometern ist der Gasthof „Neuhaus“ Wir bemühen uns aber weiterhin, ein
direkt an der Straße zu erreichen. Anmel- Skitreffen 2008 zu organisieren, voraus-
dung bei Norbert Thiess, Tel. (01 71) 2 05 sichtlich an einem Wochenende Ende
31 73, oder Gert Mechel, Tel. (0 82 71) 80 Februar.
24 76, E-Mail: jugend@[Link]. Bei Interesse bitte bei Norbert Thiess
Für die ersten 22 Anmeldungen ist eine oder Gert Mechel melden. Wir informie-
Unterkunft vorhanden. Übernachtung ren Euch dann sofort, wenn ein Termin
und Frühstück kosten ca. 21 Euro pro und Ort feststehen.
Person. Bettwäsche ist vorhanden. Allen Norbert Thiess; Gert Mechel

14 Briefe aus Brenndorf 64/2007


„Tatort Burzenland”
Karl-Heinz Brenndörfer berichtet über Kriminalfälle
und andere Katastrophen
In seiner Dokumentation über Morde unter den Siebenbürger Sachsen zuge-
und sonstige Kriminalfälle im Burzen- tragen hat.
land berichtet Karl-Heinz Brenndörfer Durch die exponierte Lage Tartlaus
über bekannte und weniger bekannte an der Grenze zum adligen Boden, zu
Ereignisse, in die Siebenbürger Sachsen, den Rumänen und Ungarn kam es im
aber auch andere Nationen impliziert Laufe der Jahrhunderte immer wieder zu
waren. Die Ereignisse aus dem Mittel- Grenzstreitigkeiten, die auch mit Mord
alter werden anhand von Chroniken im endeten, einmal sogar mit einem Gemein-
Sprachgebrauch der damaligen Zeit wie- schaftsmord (1823), in den fast die ganze
dergegeben. Aufgrund von Zeitzeugen- politische Führung der Gemeinde verwi-
befragungen deckt der Autor aber auch ckelt war. Einer der ältesten bekannten
viele Fälle aus der kommunistischen Zeit Morde (1520) geschah ebenfalls hier, als
auf, die bisher wie Staatsgeheimnisse ge- der Dorfschmied dem Beldi „mit einem
hütet und der Öffentlichkeit vorenthalten einzigen wuchtigen Axthieb das Haupt
wurden. abgeschlagen hat, das in den Staub der
Angeregt von den Erzählungen seiner Gasse gekollert sei“.
Eltern und Nachbarn über den berühmt- Bei der größten Brandkatastrophe
berüchtigten vielfachen Raubmörder Heldsdorfs fielen zwei Drittel des Dorfes
Bălan und andere Ereignisse, denen er den Flammen zum Opfer. Verursacher
als Kind immer gerne zugehört hat, ist er war der Organist Michael Roth, der 1817
diesen nachgegangen. Man darf staunen, bei seinem eigenen Bruder Feuer legte.
was sich im Laufe der Jahrhunderte auch Das Verhörprotokoll des Kronstädter

20 Briefe aus Brenndorf 64/2007


Gerichts wird nahezu wörtlich wieder-
gegeben. Daraus erfahren wir, wie der
Angeklagte bei seinem Weib „durch
Schlagen mit dem Stiefel über den Kopf“
die Ehepflichten einfordert oder wie er
zwischendurch „mit Ruten gestrichen
wird“, vermutlich um ihn aussagebereit
zu halten. Er wurde zum Tode verurteilt
und als letzter „armer Sünder“ am 21. Au-
gust 1818 von einem sächsischen Scharf-
richter vor versammeltem Stadtvolk auf
dem Marktplatz in Kronstadt mit dem
Schwert enthauptet.
Aus Brenndorf werden interessante
Ereignisse aus Chroniken des 18. Jahr-
hunderts im faszinierenden Sprachge-
brauch der damaligen Zeit geschildert.
Weiter wird berichtet, wie der an einem
Gemeinschaftsmord in Tartlau beteiligte
Johann Kaufmes mit seiner Familie nach
Brenndorf kam. Er wurde vom Kaiser aus
Wien mit der Auflage, nie mehr Tartlauer
Boden zu betreten, begnadigt. Neue Er-
kenntnisse im Doppelmord im Wirtshaus
an der Burzenbrücke (siehe auch „Briefe 6. September 1928 im Tale der Strâmba
aus Brenndorf“, Folge 45 von Pfingsten gestellt wurde.
1998, Seite 23) und die wahre Erlebnis- Brenndörfer berichtet des Weiteren über
geschichte des Otto Gliebe gehören eben- einen dubiösen Mordfall, der sich 1942 in
falls zum Inhalt dieser Dokumentation. der Naziführung in Kronstadt ereignete,
Der rumänischen Besatzung im Ersten und über zahlreiche Kapitalverbrechen
Weltkrieg fielen mehrere Sachsen zum während des zweiten Weltkrieges. Es
Opfer, die nicht geflüchtet waren. Es wa- handelt sich nicht um Kriegshandlun-
ren willkürliche Taten der Besatzer im gen, sondern um willkürliche Taten der
Einvernehmen mit ihren Verbündeten. sowjetischen Besatzer oder ihrer Verbün-
Der vielfache Raubmörder Ion Bălan deten und Helfer. In dieser Zeit wurden
versetzte Ende der zwanziger Jahre des zahlreiche versprengte Angehörige der
vorigen Jahrhunderts ganz Siebenbürgen deutschen Wehrmacht von der sächsi-
in Unruhe. Nach seinem ersten Mord an schen Bevölkerung unter Lebensgefahr
dem Heltauer Peter Klein wurde er zu le- versteckt.
benslangem Kerker verurteilt und in der Aufsehenerregende Ereignisse und
Vollzugsanstalt Ocnele Mari festgesetzt. Morde in den Jahren der kommunisti-
Von hier brach er aus und erschoss am schen Diktatur wurden nur unter vorge-
9. August 1928 Michael Klein ebenfalls haltener Hand weitergegeben und von
in Heltau. Danach trieb er sein Unwesen der dirigierten Presse völlig ignoriert. Der
im Raum Fogarasch, am 20. August 1928 Mord an der jungen Rosenauerin Doro-
kam es zu dem grausamen dreifachen thea Mayer wurde – aus ideologischen
Mord im Zeidner Waldbad, bevor er am Gründen und sehr zum Leidwesen der
Briefe aus Brenndorf 64/2007 21
Familie – als Selbstmord dargestellt. Ein vorenthalten. Brenndörfer bringt diese
weiterer Mordfall ging in die Kriminal- Geheimnisse deshalb ans Licht, weil er
geschichte Rumäniens ein, wobei sich der es als moralische Pflicht betrachtet, die
vermutete und gesuchte Täter als Opfer damaligen Opfer nicht zu vergessen.
erwies. Der Fall fand in der Zuckerfabrik Die Schilderungen beruhen ausschließ-
Brenndorf seinen Abschluss. lich auf Tatsachen, erheben aber nicht den
Unter den besonderen Ereignissen aus Anspruch einer wissenschaftlichen Doku-
der kommunistischen Zeit geht Brenn- mentation mit seitenlangen Fußnoten. Zu
dörfer auf den totalen Stromausfall in diesen Ereignissen gibt es so gut wie kein
Rumänien (1977) ein. 1979 kamen bei ei- Bildmaterial. Trotzdem ist es dem Autor
ner Explosion in der Gießerei des Trakto- gelungen, einige Bilder einzubringen.
renwerks in Kronstadt 46 Personen ums Das Buch richtet sich an alle Liebhaber
Leben. Vier Jahre später ereignete sich von Kriminalgeschichten, die sich größ-
im Rüstungsbetrieb Tohan eine so hef- tenteils im Burzenland ereignet haben.
tige Explosion, dass von einer Abfüllhalle Martin Schnabel
samt den darin befindlichen Menschen
nur noch ein riesiger Krater übrig blieb. Karl-Heinz Brenndörfer: „Tatort Burzen-
Den Angehörigen der Opfer wurden land. Von Kriminalfällen und sonstigen
verplombte, mit Steinen gefüllte Särge Katastrophen“, 181 Seiten; 13 Abbil-
übergeben, die nicht mehr geöffnet und dungen, ISBN 278-3-00-021508-7.
bis zur Beerdigung von der Securitate
strengstens bewacht wurden. Zu bestellen zum Preis von 14,00 Euro, zu-
Die beiden Unfälle, bei denen etwa 100 züglich 1,10 Euro Versand, bei Karl-Heinz
Opfer und zahlreiche Verletzte zu bekla- Brenndörfer, Werner-Haas-Weg 5, 70469
gen waren, wurden wie ein Staatsgeheim- Stuttgart, Telefon und Fax: (07 11) 85 02 89,
nis gehandhabt und der Öffentlichkeit E-Mail: khbrenndoerfer@[Link].

Burzenländer Kalender 2008


Thema „Häuserreihen und Straßenzeilen”
In einer Auflage von rund 7 500 Exemp- kendorf und Zeiden. Das Titelbild zeigt
laren ist kürzlich der neue Burzenländer eine winterliche Häuserreihe in der Tür-
Heimatkalender unter dem Titel „Häuser- kgasse in Heldsdorf.
reihen und Straßenzeilen“ in Farbkunst- Die Herausgabe des sechzehnten Ka-
druck herausgekommen. Die Aquarelle lenders dieser Art war bei der Arbeitsta-
wurden schon zum fünften Mal in Folge gung der Burzenländer Ortsvertreter im
von Sylvia Buhn für den beliebten Kalen- April 2007 in Neuhaus bei Crailsheim be-
der gemalt hat. schlossen worden. Die Mitglieder unserer
Die Vorlagen (Fotos) dazu stellten wie „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“
immer die Heimatortsgemeinschaften (HOG Brenndorf) erhalten den Kalen-
des Burzenlandes zur Verfügung. Ver- der mit diesem Heimatbrief zugesandt.
treten sind folgende Ortschaften: Kron- Weitere Interessenten können ihn bei Udo
stadt, Bartholomae, Brenndorf, Helds- Buhn, Schlierseeweg 28, 82538 Geretsried,
dorf, Honigberg, Marienburg, Neustadt, Telefon (0 81 71) 3 41 28, E-Mail: Udo.
Nußbach, Petersberg, Rosenau, Rothbach, Buhn@[Link], zum Preis von 6 Euro,
Schirkanyen, Tartlau, Weidenbach, Wol- zuzüglich Porto, beziehen.

22 Briefe aus Brenndorf 64/2007


Brenndorf im Wirbel der Geschichte
Otto Gliebe hat die Entwicklungen aus den Jahren 1925 bis
1949 aufgrund der Presbyterialprotokolle zusammengefasst
Nachdem Otto Gliebe im Frühjahr 2007 den reform wurde Anfang der zwanziger Jah-
sechsten Band der Presbyterialprotokolle der re ein großer Teil des Kirchengrundes
Kirchengemeinde Brenndorf fertiggestellt hat, enteignet. Durch diesen Verlust sanken
hat er – bei eher durchwachsenem Wetter in die Einnahmen der Kirchengemeinde,
diesem Sommer – wieder sehr viel Zeit und und so war das Presbyterium gezwun-
Arbeit investiert, um auch den siebenten Band gen, die entstehenden Schulden durch
der Presbyterialprotokolle zu bearbeiten und Umlagen auf die Gemeindeglieder zu be-
fertigzustellen. Band VII umfasst 440 Seiten gleichen. Die Ausgaben und somit auch
und wird zusammen mit den noch folgenden die Kirchentaxen wurden immer höher.
Bänden bis in die Gegenwart voraussichtlich Die Angestellten der Kirche, wie Pfar-
im Jahr 2009 auf einer Sammel-CD veröffent- rer, Prediger, die vier Lehrer, Schul- und
licht. Die geschichtlichen Ereignisse in der Kirchendiener mussten bezahlt werden,
Zeitspanne von 1925 bis 1949 hat Otto Gliebe Reparaturen an Kirche, Pfarrhaus und
im Folgenden zusammengefasst. den alten Lehrerwohnungen mussten
Die evangelische Kirchengemeinde vorgenommen werden usw.
Brenndorf musste harte Jahre durchste-
hen, denn die stetige Inflation, die Euro- Kirchengemeinde baut Mühle
pa, ja die ganze Welt im Griff hatte, wirkte im Pfarrmeiergarten
sich auch auf unser scheinbar geregeltes Um das Kirchenbudget ein wenig auf-
Landleben aus. Durch den Anschluss Sie- zubessern und die Gemeindeglieder zu
benbürgens an Rumänien und die Agrar- entlasten, entschied sich das Presbyte-

Das Vereinshaus (links) entsteht 1927, und 1939 wird die Schule um zwei Klassenzimmer (Mitte) und eine große
Turnhalle erweitert.

Briefe aus Brenndorf 64/2007 23


rium 1925, im Pfarrmeiergarten in der Verein blieb allerdings das Nutzungs-
Honigbergergasse eine eigene Mühle zu recht des Vereinshauses vorbehalten,
bauen, so wie das zu jener Zeit auch an- das im oberen Geschoss einen schönen
dere Burzenländer Gemeinden getan hat- Festsaal beherbergt. Da bei diesem Bau
ten. Zum Großteil finanziert wurde die auch einige Gräber umgebettet werden
Kirchenmühle über eine zinslose Anleihe mussten, geschah dieses nach Einwilli-
bei den Gemeindegliedern, die jedoch gung der Angehörigen und Bewilligung
nach drei Jahren zurückgezahlt werden durch die Sanitärbehörde, unter strenger
musste. Die Mühlenpacht brachte aber Aufsicht des Amtsarztes.
nicht den erwarteten Geldsegen in die
Kirchenkasse, weil die Gemeindemühle Bauplatz für Kindergarten
in der „Lappengauss“ als Energieträger Ein langjähriges Thema für das Pres-
das Wasser des Weidenbachs nutzte, byterium war die vom Landeskonsisto-
die Kirchenmühle hingegen den teuren rium geforderte Einrichtung eines ganz-
Kraftstrom aus dem Rosenauer E-Werk jährigen Kindergartens. Der Wille war
bezahlen musste. vorhanden, jedoch mangelte es immer
wieder am Geld.
Einzige Pfefferminze-Destilla- Als geeigneter Platz für den Bau eines
tionsanlage in Rumänien Kindergartens, erwarb die Kirchenge-
1927 suchten die Dresdner Leo-Werke meinde, nach jahrelangen zähen Ver-
einen geeigneten Platz für eine Pfeffer- handlungen, den Hof Nr. 213, gegen-
minze-Destillation, weil sich der Boden über der Schule. Im Sommer 1929 war
auf den Versuchsfeldern in Brenndorf das Gerücht aufgekommen, dass der
und den umliegenden Gemeinden als Hof Nr. 213 von Ottilie Kreisel, gegen-
sehr geeignet für den Anbau dieser Pflan- über der Schule, zum Verkauf kommen
zen erwiesen hatte. Die Kirchengemeinde würde. Das war die Gelegenheit, einen
Brenndorf verpachtete ihren Grund am schönen und geeigneten Bauplatz für den
Ende der Mühlgasse, der ursprünglich zu errichtenden Kindergarten zu erwer-
für Hofstellen vorgesehen war, an die ben. Nach den ersten Verhandlungsge-
Leo-Werke und sicherte ihn vertraglich sprächen, die Presbyter Martin Kaufmes
ab. So errichten die Dresdner Leo-Wer- im Auftrag des Presbyteriums mit Frau
ke 1927 auf Brenndörfer Kirchengrund, Kreisel führte, stellte sich heraus, dass
am Ende der Mühlgasse in Brenndorf, der Hof 650 000 Lei kosten sollte, etwa
eine Pfefferminze-Destillationsanlage, als soviel wie 15 normale Hofstellen, welche
einzige Anlage dieser Art in ganz Ru- die Kirchengemeinde jedem bauwilligen
mänien. Gemeindeglied, meist Jungbauern, zur
Verfügung stellte. Das Presbyterium, vor
Vereinhaus wird gebaut allem Martin Kaufmes drängten dazu,
In diese Zeit fiel auch der Bau des Ver- diesen Hof zu kaufen „bevor ihn eine
einshauses durch den landwirtschaftli- Bukarester Bank erwirbt und uns ein
chen Verein in Brenndorf, dessen Vorsit- Bankhaus vor die Nase setzt“.
zender Martin Kaufmes sen. die treibende Nach jahrelangen Verhandlungen ist
Kraft war. Das Vereinshaus wurde 1927 es 1939 endlich soweit, dass der Hof Nr.
auf dem Kirchengrund zwischen Rat- 213 zum Preis von 537 000 Lei an die Kir-
haus und Schule gebaut und vertraglich chengemeinde verkauft wurde. Gedeckt
in das Eigentum der Kirchengemeinde wurde diese Summe teilweise durch die
übertragen. Dem landwirtschaftlichen Parzellierung des Pfarrmeiergartens in
24 Briefe aus Brenndorf 64/2007
Die siebente Klasse im Jahr 1934, gemeinsam mit Rektor Johann Schmidt und Prediger-Lehrer Georg Schobel.

Hofstellen und den Verkauf derselben Turnsaal wird gebaut


an Gemeindeglieder. Die Brenndörfer
Nachdem die Zahl der Schulkinder
Pfarrei erhielt als Entschädigung für die-
Mitte der dreißiger Jahre gestiegen ist,
sen Garten 26 Meterzentner erstklassige
drängt die Lehrerkonferenz und das Lan-
Gerste pro Jahr (1 Meterzentner = 100
deskonsistorium auf die Vergrößerung
Kilogramm).
der Schule um mindestens zwei Klas-
senzimmer und die Anstellung von zwei
Beliebter Pfarrer Lienert geht
neuen Lehrkräften. Als erste weibliche
Im Frühjahr 1932 wird Pfarrer Johann Lehrkraft in Brenndorf wird im Sommer
Lienert, nach 16 Jahren segensreicher Tä- 1937 Fräulein Emma Zikeli aus Tartlau
tigkeit, in welcher das kulturelle Leben gewählt. Am 24. September 1937 legt sie
in Brenndorf eine Blütezeit erreichte, als „im Sinne der Vorschriften unserer Lan-
Seelsorger nach Kronstadt/Blumenau be- deskirche, vor dem versammelten Pres-
rufen. Schweren Herzens lässt die Kir- byterium, den Diensteid ab“.
chengemeinde ihren beliebten Pfarrer Im Sommer 1938 kommt Hans Her-
gehen. Als Nachfolger im Amt, wurde mannstädter als junger Lehrer nach
Pfarrer Fritz Schuller, aus Reußmarkt Brenndorf. Laut Protokoll vom 17. Sep-
kommend, im Oktober 1932 gewählt. tember 1938 „legt der neugewählte Leh-
Ein weiterer Durchbruch wird 1939 rer, Hans Hermannstädter, „vor Eintritt
erzielt: Die Kirchengemeinde vergrößert in die Tagesordnung den kirchlichen
ihre Schule um zwei Klassenräume und Amtseid ab“.
einen großen Turnsaal und stellt noch Erst 1938 kann sich das Presbyterium,
zwei junge Lehrer ein. trotz akuten Geldmangels, entschließen,

Briefe aus Brenndorf 64/2007 25


zwei neue Klassenzimmern und einen Römer aus Weidenbach als neuer Predi-
großen Turnsaal für die Schulkinder und ger-Lehrer gewählt und übernimmt 1941
für die konfirmierte Jugend bauen zu auch die Führung der Pfarramtsagenden
lassen. Der von Architekt Albert Schul- bis zum Beginn des Schuljahres.
ler aus Kronstadt entworfene Schulbau Nachdem 1941 auch Lehrer Albert
sollte laut Kostenvoranschlag 800 000 Lei Stamm, der lange Jahre in der Prediger-
kosten. Das Presbyterium beschließt: „Es wohnung gewohnt hatte, in den Ruhe-
ist eine zinsfreie Innenanleihe von den stand geht, wird die Predigerwohnung
Kirchenmitgliedern anzustreben, der renoviert und vom neuen Prediger-Leh-
Rest müsse geborgt werden, wozu das rer bezogen.
Presbyterium Kurator Martin Kaufmes Ende 1941 sollen die „das Eigentum
bittet, im Namen der Kirchengemeinde der Brenndörfer ev. Kirchengemeinde
zu handeln.“ Ende 1939 wird der neue A.B. bildenden, schulischen und erzie-
Bau fertiggestellt. herischen Zwecken dienenden Vermö-
Vom Schulbau sind etwa 35-40 000 genswerte an die deutsche Volksgruppe“
Mauerziegeln und Kalk übriggeblieben. übergeben werden. Dazu gehören neben
Kurator Martin Kaufmes regt an, das dem Schulgebäude noch die Lehrerwoh-
Material noch im selben Herbst für die nungen (116 und 117), Haus Nr. 213, und
Errichtung eines Rohbaus des Kindergar- der dazu gehörenden Garten, 16 Joch
tens, auf dem Hof gegenüber der Schule, Lehrergrund, das zu Schulzwecken die-
zu verwenden. Angesichts des Geldman- nende Versuchsfeld und die Baumschule
gels und der unruhigen Zeiten kommt es hinter der Schulgasse. Diese Änderungen
aber nicht mehr dazu. werden jedoch nicht durchgeführt und
Da Prediger-Lehrer, Georg Schobel, auch nicht im Grundbuch erfasst.
nach 40-jähriger Amtszeit in den wohl-
verdienten Ruhestand treten soll, wird im Fritz Nösner ist neuer Pfarrer
Juli 1939 der in Brenndorf geborene Jung- Nach zweijähriger Pfarrvakanz wird
lehrer, Wilhelm Tontsch, mit 14 Stimmen, am 16. Dezember 1941 Pfarrer Fritz Nös-
somit einstimmig, zum Lehrersupplean- ner, aus Rothbach kommend, als neuer
ten für das Schuljahr 1939/40 angestellt. Pfarrer in Brenndorf eingeführt. Seine Be-
grüßungsansprache an das Presbyterium
Pfarrer Schuller unerwartet beendet Pfarrer Nösner mit den Worten:
gestorben „So grüße ich Sie in der Amtsstube dieses
Im November 1939 erleidet Pfarrer Fritz Heimes, das in der Vergangenheit und
Schuller, nach siebenjähriger Amtszeit in Gegenwart viele verantwortungsvolle
Brenndorf, einen plötzlichen Tod. Zwei und freudige Männer im Dienste unse-
Jahre lang bleibt die Pfarrstelle in Brenn- res Volkes sah. Auch in der Zukunft soll
dorf vakant, sodass das Presbyterium es nicht anders sein“.
und die Geschicke der Kirchengemein- So wird, nach Pfarrer Michael Semp
de von Kirchenkurator Martin Kaufmes (1912-1916), innerhalb von 30 Jahren, der
geleitet wurden. zweite Pfarrer von Rothbach nach Brenn-
Im Sommer 1940 geht Prediger-Lehrer dorf gewählt.
Schobel in den Ruhestand und wird vom Im Mai 1942 tritt der vorbereitende
hochlöblichen Landeskonsistorium in die Ausschuss, zur Teilung des kirchlichen
vakante Pfarrstelle, für sechs Monate als Vermögens, zusammen, dem folgende
Pfarrverweser eingesetzt. Mitglieder angehören: als Vorsitzer Be-
Noch im selben Sommer wird Arnold zirksdechant Michael Paulini, ein Vertre-
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ter des Bezirkskonsistoriums, der Orts- len sie gerne auf uns nehmen und alles
pfarrer, der Kirchenkurator, ein Vertreter tun, um auch den strengen Meinungen
der Volksgruppe und der Ortsgruppen- des Staates zu entsprechen. Mit einem
leiter. Nach dieser Teilung verbleiben im Aufblick auf Gott, der in der Vergangen-
Besitz der Kirchengemeinde: das Predi- heit unser Werk segnete und auch in der
gerquartier, die Kirchenmühle, das Ge- Gegenwart seine schützende Hand über
schäftslokal (Consum-Bauernhilfe) und uns halten wird, sofern wir treu bleiben“,
das Molkereilokal. schließt Vorsitzer seinen Bericht.
Rektor Johann Schmidt entwirft ein
Nach dem Erdbeben wird die Bild über unsere Schule, die gerade vor
Kirche instand gesetzt 50 Jahren gebaut wurde. Immer hatte
Im Herbst 1942 stellt Pfarrer Nösner im unsere Schule die Freiheit, ihre Kinder
Presbyterium den Antrag, die beim Erd- deutsch zu erziehen. Wir wollen hoffen,
beben vom 27. November 1940 stark in dass dieses auch in Zukunft so bleiben
Mitleidenschaft gezogene Kirche instand wird. Seit dem 1. Oktober läuft der Unter-
zu setzen. Obwohl die Kirchenkasse kei- richt, nach oberbehördlicher Anordnung.
ne Mittel zur Verfügung hat, wird die Die Erteilung des Unterrichtes ist sehr
Instandsetzung beschlossen und an die schwierig, da Lehrbücher und Lehrplan
Baufirma Zacharias (Honigberg) über- fehlen. Es ist aber zu hoffen, dass da
geben. Der Kostenvoranschlag in Höhe bald ein Wandel geschaffen wird. Zum
von 150 000 Lei wird um fast 25 % über- Schluss weist Rektor Schmidt, im Namen
schritten, so dass sich die Endsumme auf der Lehrkräfte darauf hin, „dass sie auch
193 800 Lei beläuft. in Zukunft alles tun werden, auch unter
Im Mai 1944 beschließt das Presbyteri- den veränderten Umständen, im Namen
um, die Kirchenteppiche in der Truhe des der Kirche, unsere Kinder zu deutschen
Kirchenkassenamtes unterzubringen und Menschen zu erziehen“.
eventuell mit Sandsäcken einzudecken,
um gegen Einbruch und eventuelle Bom- Gendarmerie wird in die
beneinschläge sichergestellt zu sein. Dorfmitte versetzt
Um das Plündern in der Gemeinde vor
Erste Presbyterialsitzung durchziehenden russischen Truppen zu
nach dem 23. August 1944 schützen, verlangen der hiesige Gendar-
In der ersten Presbyterialssitzung nach merie-Chef und das Gemeindeamt von
dem Umsturz am 23. August 1944 eröff- der Kirchengemeinde, die Überlassung
net Pfarrer Nösner die Sitzung mit einer eines Quartiers, damit die Gendarmerie
kurzen Ansprache: „Der 23. August ist aus der Kaserne ins Zentrum übersiedeln
für unser Volk und für unsere Kirche von könne, was eine Vergrößerung der Sicher-
besonderer Bedeutung geworden. Durch heit unserer Einwohner bedeutet.
die Auflösung der Volksgruppe steht un- Zur Besprechung dieser Angelegen-
ser Volk vor der Tatsache, alle völkischen heit werden Pfarrer Nösner und Kurator
Einrichtungen verloren zu haben, zu de- Martin Kaufmes ins Gemeindeamt be-
nen auch unsere Schule gehörte. Es ist für stellt. Der Gemeindenotär verlangt als
uns eine Selbstverständlichkeit, dass die Amtssitz für die Gendarmerie das Ver-
Kirche alles tun wird, um die Schule zu einshaus. Nach langen heftigen Ausei-
retten, um unser Volk vor der Auflösung nandersetzungen gelang es, den Notär
zu bewahren. Große Verantwortung trägt vom Vereinshaus abzubringen und die
gerade jetzt unser Presbyterium. Wir wol- alte Rektorwohnung zu diesem Zweck
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anzubieten. Mit diesem Vorschlag erklä- benen Schüler die Schule besuchen und
ren sich sowohl der Notär als auch der unterrichtet werden.
Richter und Gendarmerie einverstanden.
Nach eingehenden Beratungen beschließt Die ersten Heimkehrer aus
das Presbyterium einstimmig: Für die der Deportation
Dauer der unruhigen Zeit ist das ehe- Im Juni 1945 kommt ein erster Trans-
malige Rektorquartier der Gendarmerie port mit Kranken und schwangeren Frau-
zur Benutzung zu übergeben. Wie ist aber en aus Russland an. Es verbreitet sich das
das Vereinshaus zu besetzen, um einer Gerücht, dass im Oktober alle heimkom-
etwaigen Einquartierung zu entgehen? men könnten.
Presbyter Michael Wagner bringt die An- Trotz der großen Not, die in der Be-
regung vor, die oberen Räume den Ange- völkerung der Landeskirche herrscht,
stellten des rumänischen Rundfunks zur werden Sammlungen veranstaltet. Der
Verfügung zu stellen. Vorsitzer, Kurator M. Kaufmes, berichtet,
dass bei der ersten Sammlung in Brenn-
Bischof D. Friedrich Müller dorf der Betrag von 789 000 Lei zusam-
verhandelt in Bukarest mengekommen ist; hiervon sind an die
Im Frühjahr 1945 fährt unser Bischof Pensionskasse 230 000 Lei abgeführt wor-
D. Friedrich Müller nach Bukarest und den. Dann sind 300 000 Lei für die Aktion
wird von der Regierung als Bischof an- in Moskau, zwecks Heimschaffung der
erkannt und legt auch den Eid ab. Zu- nach Russland Deportierten, abgeführt
sammen mit dem Landeskirchenkura- worden.
tor, Dr. Hans Otto Roth, spricht er auch Die zweite Sammlung unter dem
im Kultusministerium vor, wo ihm die Protektorat des rumänischen „Roten
Versicherung gegeben wird, dass unsere Kreuzes“ hat die Summe von 976 000 Lei
Kirche in denselben Rechten bleibe wie ergeben.
früher. Der Kirche darf nichts genommen Kurz vor Weihnachten kommt Pfarrer
werden. Bezüglich der Schule sei die An- Nösner, der sich in Russland ein Bein ge-
gelegenheit nicht klar, jedenfalls werde brochen hat, mit einem Krankentransport
das Kultusministerium eingreifen. Die in die Heimat zurück und übernimmt
Schule werde in Kürze unter den Schutz wieder seine Amtsgeschäfte.
des Staates gestellt werden. Bis es aber Im Frühjahr 1946 soll die Kirchenmühle
dazu kommen soll, muss die Kirchen- zur Verpachtung kommen. Um mehr mit
gemeinde wiederum für die Besoldung der Mühle zu verdienen, „solle auch eine
unserer Lehrkräfte Sorge tragen. Hammermühle eingebaut werden“.
Da Pfarrer Fritz Nösner und die jungen Da die Inflation immer schneller wächst
Lehrer im Januar 1945 auch nach Russ- und das Geld jeden Tag von seiner Kauf-
land deportiert wurden, versucht das kraft verliert, wird im Presbyterium der
Presbyterium, unter der Leitung von Ku- Vorschlag gemacht, das Holz für Pfarr-
rator Martin Kaufmes, die pensionierten haus, Schule und die angestellten Lehrer
Lehrer Georg Schobel und Albert Stamm mit Kartoffeln zu finanzieren. Mit zehn
zu überzeugen, bis zu einer Regelung der Meterzentnern Kartoffeln könnte man
Sachlage, wieder in den Schuldienst zu das Holz für das ganze Jahr bezahlen.
treten, damit unsere Kinder etwas lernen Im Herbst 1947 kommt die ministerielle
und wir die Schule in Betrieb halten kön- Mitteilung, dass die beiden Hilfslehrer
nen. Die Pensionisten sind einverstanden, Georg Schobel und Albert Stamm, nach-
und somit können die 201 eingeschrie- dem sie das 70. Lebensjahr überschritten
28 Briefe aus Brenndorf 64/2007
haben, nicht mehr an der evangelische cher, die Eigentum der Kirche sind, nicht
Volksschule in Brenndorf angestellt wer- in fremde Hände übergehen lassen will,
den dürfen. wird vom damaligen Gendarmerie-Chef
Zur gleichen Zeit führt ein glücklicher tätlich misshandelt. Die Kirchenkassen-
Zufall dazu, dass Prediger-Lehrer Ru- Bücher werden dabei rechtswidrig be-
dolf Martzy nach Brenndorf übersiedelt schlagnahmt und dem Eigentümer bis
und da Frau Martzy Lehrerin ist, wird sie zum heutigen Tage nicht zurückerstat-
vom Vorsitzer angesprochen, ob sie nicht tet.
eine Lehrerstelle in Brenndorf annehmen Durch die allgemeine Inventarisierung
wolle. Frau Martzy sagt zu und wird pro- ist auch in unserer Kirche der Gesamtbe-
visorisch auf ein Jahr angestellt. stand des beweglichen und unbewegli-
Im Herbst 1947 werden 189 Kinder in chen Vermögens festgestellt worden.
die Schule eingeschrieben. Unsere Lehrer werden bis 31. August
1948 von der Kirchengemeinde besoldet,
Aufbahrung der Toten die Pensionisten erhalten ihre Pensionen
in der Sakristei bis Ende Dezember 1948.
Durch die Einquartierung der rumä-
nischen Kolonisten in die sächsischen Kleineres Presbyterium durch
Häuser und die Enge in den Wohnungen kommunistische Verfassung
haben Frauen beim Pfarrer vorgespro- 1949. Der Vorsitzer, Pfarrer Fritz Nös-
chen und ihn gebeten, einen Raum zur ner, begrüßt die fast vollzählig erschie-
Aufbahrung der Toten zur Verfügung zu nenen Mitglieder des Presbyteriums,
stellen. Das Presbyterium schlägt hier- stellt die Beschlussfähigkeit der Sitzung
für die Sakristei, als Provisorium auf be- fest und eröffnet dieselbe mit dem Hin-
schränkte Zeit, vor. weis darauf, dass diese Sitzung voraus-
sichtlich die Letzte in der bisherigen Zu-
Schulreform in Rumänien sammensetzung unserer Körperschaft
Da die Schule im Sommer 1948 aus der sein würde. Aufgrund der neuen Ver-
Obhut der Kirchengemeinde genommen fassung wird sich unser Presbyterium in
wurde und wir noch nicht wissen, ob Zukunft, neben dem Pfarrer und Kurator,
die Besoldung der Lehrkräfte und die nur mehr aus sieben statt 16 Mitgliedern
Instandhaltung der Schule schon in die- zusammensetzen, deren Amtsdauer nur
sem Jahr vom Staat übernommen werden auf vier Jahre bemessen ist. Mit schwerem
wird, schlägt der Vorsitzer vor, die Besol- Herzen nimmt Vorsitzer von „seinem
dung der Lehrkräfte, zumindest für sechs Presbyterium“ Abschied, das in seiner
Monate in das Budget aufzunehmen. Zusammensetzung seit vielen Jahren die
An Lehrergehälter wären aufzubrin- volle Arbeitsfähigkeit im Dienste der Ge-
gen, etwa 91 000, wobei Vorsitzer be- meinde gewährleistet hat. Er dankt den
merkt: Falls der Staat die Gehälter be- Mitgliedern des Presbyteriums für die
zahlt, sind die von der Kirche gezahlten treue Arbeit und unterstreicht, dass ihm
Gehälter zurückzuerstatten. Zusammen jeder gleich lieb und wert geworden ist,
betragen alle Ausgaben für die Schule und bittet auch weiterhin, dem Pfarrhau-
rund 199 000 Lei. se und seiner verantwortlichen Arbeit die
Im Juni 1948 wird die Schule vom Staat Treue zu bewahren.
übernommen, wobei es zu einem bedau- Im Rahmen eines Abendgottesdienstes
ernswerten Zwischenfall kommt: Pfarrer am 7. Juli 1949 findet, auf Anordnung des
Fritz Nösner, der die Kirchenkassen-Bü- Bischofs, die kirchenmusikalische Kon-
Briefe aus Brenndorf 64/2007 29
trolle durch Prof. Franz Xaver Dressler – letzten Regierung genehmigt wurde und
Stadtorganist aus Hermannstadt – statt. der gesetzliche Weiterbestand unserer
Prof. Dressler spricht sich anerkennend Landeskirche A. B. gesichert erscheine,
über unsere Orgel, den Organisten Guido „was durch die unermüdliche Arbeit
Copony, den gemeinsamen Gesang und unseres Hochwürdigen Herrn Bischofs,
das harmonische Glockengeläute aus. D. Friedrich Müller, zu einem, für uns so
Pfarrer Fritz Nösner ist dankbar da- glücklichen Ende geführt wurde“.
für, dass unsere Kirchenordnung von der Otto Gliebe

Neuer Burzenland-Film
Subskriptionspreis gilt nur, solange der Vorrat reicht
Die Burzenländer Heimatfahrer sind Kronstadt mit der Schwarzen Kirche und
eindeutig eine verschworene Gemein- dem Kirchenarchiv, die Villa Hermani,
schaft. Wie sie seit Jahren als HOG-Regio- Neustadt, Rosenau, Tartlau, Honigberg,
nalgruppe agieren – nämlich beispielhaft Petersberg, Marienburg, Nußbach, Roth-
und erfolgreich – so nimmt man sie auch bach, Heldsdorf, Weidenbach, Bartholo-
im Film von Günter Czernetzky „Licht- mae, Zeiden, Brenndorf und Schirkanyen
blicke und Schlagschatten“ wahr. Der se- nicht fehlen. Der Film macht jedem, der
henswerter Streifen über die Burzenland- ihn anschaut klar, sofern ihm dies nicht
fahrt der Ortsvertreter im Mai 2006 ist schon bewusst war: Die Burzenländer
voller Wehmut und Abschiedsstimmung, sind ein besonderer Menschenschlag:
aber auch viel Lebensfreude. ernst und bei der Sache, immer, „wenn es
Der Schäßburger Filmemacher Günter sich so gehört“, fleißig und vorausschau-
Czernetzky schafft ein Dokument einer end, ebenso flink und lustig, laut und
uns mehr und mehr auf unseren Sieben- deftig, wenn es heißt, jetzt wird gezecht,
bürgenfahrten begleitenden Stimmungs- jetzt wird gesungen, jetzt wird getanzt,
lage: die des intensiven, des tiefen Wahr- dass die Fetzen fliegen, ein Menschen-
nehmens von Heimatbindung. Diesmal schlag, auf den man bauen, den man
ist es weniger die Landschaft, diesmal ste- zu Rate ziehen kann, dessen innere Uhr
hen eindeutig die Menschen, die Burzen- eindeutig richtig tickt, nämlich im Sinne
länder im Vordergrund. Die Menschen in eines beispielhaften zukunftskompatiblen
ihren Heimatorten, in ihren Kirchen, auf Gemeinschaftsethos. Günter Czernetzky
ihren Friedhöfen, im Gottesdienst, die gelingt es, diese Stimmung in ihren viel-
Menschen beim gesetzten erinnernden fältigen Erscheinungsformen akkurat
Rückblick, beim inbrünstigen (tränen- einzufangen. Respekt, Günter!
reichen) Singen vertrauter Weisen – etwa Der Film kann zum Preis von 15,00 Euro,
des Burzenlandliedes – beim Genießen zuzüglich Versand, bei Edmund Seimen,
siebenbürgischer Spezialitäten, beim Telefon: (08 9) 1 68 97 37, E-Mail: seimen@
losgelösten Tanzen. Die Orgelmusik, die [Link], bestellt werden. Der Subskrip-
vertrauten Weisen der Blaskapelle, sie tionspreis gilt für alle unsere Mitglieder
lassen das Herz höher schlagen, genau so nur solange, bis die 30 Exemplare, die
wie die festliche Ordination von Pfarrer wir im Namen der „Dorfgemeinschaft
Dr. Peter Klein in Petersberg. der Brenndörfer“ bestellt haben, verkauft
Festlich, erhebend, tief berührend – wie sind. Danach kostet die DVD 25 Euro.
der gesamte Film, in dem Wolkendorf, Horst Göbbel

30 Briefe aus Brenndorf 64/2007


Nützliche Daten und Adressen
Unsere Bankverbindung lautet: Familiennachrichten
Dorfgemeinschaft der Brenndörfer Eheschließungen, Geburten, Konfirmatio-
Kontonummer 6 9 7 9 8 5 2 nen, Goldene Hochzeiten, Todesfälle usw.
Postbank Nürnberg bitte rechtzeitig an Hugo Thiess, Tannen-
Bankleitzahl 760 100 85 straße 1, 86567 Tandern, Tel.: (0 82 50) 14 15,
Auskünfte dazu beim Kassenwart Ed- E-Mail: [Link]@[Link], mitteilen.
mund Seimen, Höchstädter Weg 10, 80997 Anschrift des Ehrenvorsitzenden
München, Telefon: (0 89) 1 68 97 37, E-Mail: Unser Ehrenvorsitzender Otto Gliebe ist
seimen@[Link]. Bitte bei Überweisungen nach wie vor ein kompetenter Ansprech-
den Namen des Spenders und den Verwen- partner für Familiennachrichten und viele
dungszweck angeben, z.B. „Spende“ (das andere Fragen. Seine Anschrift: Ringstraße
heißt für die Dorfgemeinschaft), „Friedhofs- 49, 91522 Ansbach, Telefon: (09 81) 33 94,
pflege“ oder „Kirchenreparatur“. E-Mail: otto@[Link]
Adressenänderungen bitten wir, immer
rechtzeitig Edmund Seimen mitzuteilen. Überweisungen in der EU
Wir empfehlen unseren Mitgliedern in
Erinnerungen auf Video aufzeichnen Österreich, Frankreich usw., von der eige-
Die Dorfgemeinschaft will ältere Brenn- nen Bank einen Zahlschein für Auslands-
dörfer befragen und ihre Erinnerungen auf überweisung anzufordern sowie mit der
Videofilm aufzeichnen. Wer sich als Zeitzeu- IBAN und BIC-Nummer unseres Kontos
ge oder Videofilmer zur Verfügung stellen auszufüllen. Hier die nötigen Daten:
will, melde sich bei Volker Kreisel, Land- Dorfgemeinschaft der Brenndörfer
hausstraße 36/1, 73773 Aichwald, Telefon: IBAN DE29 7601 0085 0006 9798 52
(07 11) 3 10 84 10, E-Mail: kv044869@gmx. BIC PBNKDEFF
de. Wenn diese Daten eingetragen werden,
[Link] sind Überweisungen innerhalb der Euro-
Unter dieser Adresse ist Brenndorf seit päischen Union gebührenfrei oder werden
sechs Jahren im Internet erreichbar. Aktuel- höchstens wie eine Überweisung auf eine
le Infos über unseren Heimatort auch unter Bank im Inland bewertet. Dieser Standard
[Link]/ortschaften/ des Bankverkehrs wird auch in Rumänien
brenndorf eingeführt.

Impressum
Die Briefe aus Brenndorf, ISSN 1864-7111, werden im Auftrag der „Dorfgemeinschaft
der Brenndörfer“ (Heimatortsgemeinschaft Brenndorf) herausgegeben und erscheinen
zweimal im Jahr. Mit Namen oder Signum gekennzeichnete Beiträge stellen Meinungen
des Verfassers und nicht des Herausgebers dar. Erscheinungsort: Markt Schwaben.
Verantwortlich für den Inhalt:
Siegbert Bruss (Herausgeber und verantwortlicher Redakteur)
Von-Kobell-Straße 4, 85570 Markt Schwaben, Telefon: (0 81 21) 22 77 33
Fax: (0 12 12) 5 11 54 13 25, E-Mail: SiegbertBruss@[Link]
Herstellung: Druckerei Josef Jägerhuber GmbH, Wittelsbacherstraße 3, 82319 Starnberg
am See, Fax: (0 81 51) 23 61.
Beim Treffen in Garching erfreute die Blaskapelle Brenndorf mit heimatlichen Klängen, v.l.n.r.: Hartmut Darabas,
Stefanie Copony, Hans Gunesch (Blaskapelle München), Jörg Roth, Roswitha Darabas, Paul Klöss jun., Herbert
Schmidts, Helmut Hochmeister jun. und Thomas Schmidts. Fotos: Petra Reiner

Die Blaskapelle Brenndorf in Garching, v.l.n.r.: Thomas Schmidts, Helmut Hochmeister sen., Eckardt Marti-
ni, Hans Darabas, Walter Klein, Edmund Klusch, Georg That, Holger Darabas und Dirigent Walter Dieners.

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