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Die Bedienungsanleitung für die DSx1-Serie von OsTech beschreibt die präzise Ansteuerung von Laserdioden und Peltierelementen, die in verschiedenen Konfigurationen erhältlich sind. Die Geräte unterstützen Eingangsspannungen von 110–220 V AC und 24 V DC, bieten digitale Steuerung über eine RS232-Schnittstelle und verfügen über zahlreiche Sicherheitsfunktionen. Die Anleitung enthält technische Daten, Anweisungen zur Inbetriebnahme sowie Informationen zur Temperaturregelung und Fernsteuerung.

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Die Bedienungsanleitung für die DSx1-Serie von OsTech beschreibt die präzise Ansteuerung von Laserdioden und Peltierelementen, die in verschiedenen Konfigurationen erhältlich sind. Die Geräte unterstützen Eingangsspannungen von 110–220 V AC und 24 V DC, bieten digitale Steuerung über eine RS232-Schnittstelle und verfügen über zahlreiche Sicherheitsfunktionen. Die Anleitung enthält technische Daten, Anweisungen zur Inbetriebnahme sowie Informationen zur Temperaturregelung und Fernsteuerung.

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Bedienungsanleitung

DSx1
Laserdioden- und TEC-Treiber

OsTech e. K.
Überblick
Mit den Geräten der DSx1-Serie lassen sich Laserdioden und Peltierelemente prä-
zise und zuverlässig ansteuern. Die Geräte können als Tisch- oder Einbaugeräte
ausgeführt werden.
Es gibt zwei Eingangsspannungen: 110–220 V AC (DS11) und 24 V DC (DS01). La-
serströme von einem bis zu einigen hundert Ampere sind möglich. Die Laserspan-
nung kann im Standard einige Volt bis 48 V und mehr betragen.
Alle Geräte haben einen eingebauten Pulsgenerator und können gepulst bis CW
betrieben werden. Externe digitale und analoge Modulation sind ebenfalls möglich.
Die Flanken sind 1 bis etwa 30 µs schnell.
Die standardmäßige RS232-Schnittstelle dient Konfiguration, Bedienung und Mo-
nitoring. Andere Schnittstellen sind möglich. Es können bis zu 4 Peltierelemente
zur Temperaturregelung und -überwachung angesteuert werden. Es gibt mehrere
Schutzkreise, die den sicheren Betrieb der Lasers gewährleisten. Jedes ausgelieferte
Gerät wird sorgfältig geprüft und durchläuft einen Burn-In.
Die passende Konfiguration ist nicht dabei? Wir beraten gern, wenn eine Sonderan-
passung benötigt wird.

Eigenschaften
• digital gesteuert, RS232-Schnittstelle
• nichtflüchtiger Konfigurationsspeicher
• Steuerung für internen und externen Lüfter
• Hardware-Interlock
• Schutz gegen Übertemperatur

Laser-Treiber-Eigenschaften
• präziser stromgesteuerter Lasertreiber für CW- und Pulsbetrieb
• niedrige Verlustleistung durch aktive Spannungsgeregelung im CW-Modus

3
• mehrstufige Sicherheitsfunktionen
• interne digitale Modulation
• externe digitale oder analoge Modulation
• einstellbarer Bias-Strom für Modulation
• dimmbarer Pilotlaser-Treiber
• Schutz vor Überspannung und Transienten
• Spannungs-, Strom- und Temperaturbegrenzung

TEC-Treiber-Eigenschaften
• Temperatursensoranschluss für NTCs (Standard 10 kΩ), PT100, PT1000 u. a.
• Polynom- und Steinhart-Hart-Sensormodell
• bis zu 4 PID-Temperaturregler für TEC-Kühler
• Spannungs-, Strom- und Temperaturbegrenzung
• Solltemperatur-Sequenzer auf Anfrage

4
Inhaltsverzeichnis

Überblick 3

Inhaltsverzeichnis 5

1 Einleitung 7

2 Technische Daten 8
2.1 Allgemeine Parameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
2.2 Lasermodul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
2.2.1 Sicherheitsabschaltbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
2.3 Peltiermodul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

3 Tastatur und Display-Menüs 11


3.1 Tasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
3.2 Display-Menüs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
3.2.1 Hauptmenü . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
3.2.2 Laser-Menü . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
3.2.3 TEC-Menü . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
3.2.4 Gerätemenü . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

4 Inbetriebnahme 16

5 Laserregelung 17
5.1 Vorbereitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
5.2 CW-Modus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
5.2.1 Einschalten des Lasers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
5.2.2 Laserstromrampe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
5.2.3 Leistungsregelungs-Modus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
5.3 Gate-Option . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
5.4 Modulationsmodi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
5.4.1 Interne Digitalmodulation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
5.4.2 Externe Digitalmodulation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

5
Inhaltsverzeichnis

5.4.3 Externe analoge Modulation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22


5.5 Pilotlasersteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

6 Temperaturregelung und -sensoren 23


6.1 Parameter des PID-Reglers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
6.2 Temperatursensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

7 Fernsteuerung 27
7.1 Standardmodus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
7.2 Reduzierter Modus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
7.3 Binärmodus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
7.4 Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

8 Fehlercodes 29

9 Befehlsliste 30
9.1 Laser-Befehle (L) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
9.1.1 Laserstrom-Befehle (LC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
9.1.2 Laserspannungs-Befehle (LV) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
9.1.3 Laserphotostrom- (LPC) und Leistungs-Befehle (LP) . . . . . . . 30
9.1.4 Lasermodulations-Befehle (LM) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
9.1.5 Laser-Sequenzer (LZ) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
9.1.6 Pilotlaser-Befehle (P) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
9.2 Temperatursensor- und TEC-Befehle (xT) . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
9.2.1 Temperatursensor-Befehle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
9.2.2 TEC-Befehle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
9.3 Allgemeine Befehle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
9.3.1 Statusbefehle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
9.3.2 Modus-Befehle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

6
1 Einleitung
OsTech stellt präzise, hoch entwickelte Laserstromversorgungen zur Verfügung. Diese
Geräte bieten eine Vielzahl von Konfigurationsmöglichkeiten, die über das Display
oder die Schnittstelle zugänglich sind.
Deshalb ist es wichtig, vor dem ersten Einschalten die Bedienungsanleitung sorgfäl-
tig durchzulesen. Für den sicheren Betrieb und eine optimale Leistung der Laserdiode
müssen die Anweisungen genau befolgt werden.
Bei Fragen und Problemen stehen unsere Mitarbeiter zur Verfügung:

OsTech e. K.
Plauener Str. 163-165
Haus i
13053 Berlin
Germany
Tel. +49 30 2977304-0
Fax +49 30 2977304-11
[Link]
contact@[Link]

Durch das nichtautorisierte Öffnen des Geräts verfällt die zweijährige Garantie.
Das Garantiesiegel darf auf keinen Fall aufgebrochen werden.

7
2 Technische Daten
2.1 Allgemeine Parameter
Eingangsspanung DS01: 24 V DC ± 10%
DS11: 110–220 V AC
Umgebungstemperatur 0 . . . 40 ◦C
Luftfeuchtigkeit < 95 %
Geräteabmessungen Breite×Höhe×Tiefe (Tiefe ohne Steckverbinder)
o44-Gehäuse 105 mm × 44 mm × 160 mm
(4,1 in × 1,7 in × 6,3 in)
o85-Gehäuse 105 mm × 85 mm × 160 mm
(4,1 in × 3,3 in × 6,3 in)
t85-Gehäuse 105 mm × 85 mm × 200 mm
(4,1 in × 3,3 in × 7,9 in)
t95-Gehäuse 119 mm × 95 mm × 235 mm
(4,7 in × 3,7 in × 9,3 in)
t127-Gehäuse 200 mm × 127 mm × 277 mm
(7,9 in × 5,0 in × 10,9 in)
t192-Gehäuse 483 mm × 89 mm × 266 mm
(19 Zoll, 2 HE) (19 in × 3,5 in × 10,5 in)
t193-Gehäuse 483 mm × 133 mm × 266 mm
(19 Zoll, 3 HE) (19 in × 5,25 in × 10,5 in)
Fernsteuerung serielle Schnittstelle RS232

2.2 Lasermodul
Laserdiodenstrom Bereich 1,5 | 2,5 | 5 | 8 | 12 | 16 | 24 | 32 | 40 . . . 100 A
Auflösung Imax /4000
Genauigkeit ±0,5 %
Laserstrombegrenzung Bereich 0 . . . Imax
Auflösung Imax /4000

8
2.2 Lasermodul

Genauigkeit ±2 %
Laserdiodenspannug min. 1,2 V
max. 3 | 6 | 9 | 12 | 15 | 18 | 24 | 48 V
Stromrauschen 1 % . . . 0,01 % von Imax rms
Interner Pulsmodus
Pulsbreite Bereich 100 µs . . . 232 µs (71 min)
Pulsperiode Bereich (Pulsbreite + 100 µs) . . . 232 µs (71 min)
Zeitbasis Genauigkeit ±1 %
Puls zu Puls Genauigkeit 30 µs
Anstiegszeit bei 2,5 A < 2 µs
Imax
bei 4 A Imax < 3 µs
bei 8 A Imax < 10 µs
bei 12 A < 15 µs
Imax
bei 16 A < 18 µs
Imax
> 16 A Imax 25–40 µs
auf Anfrage < 1 µs . . . 3 µs
Abfallzeit 70 % . . . 100 % von Trise
Laserlüftersteuerung
Spannung Bereich 1,2 V . . . 24 V (über Software einstellbar)
Strom max. 300 mA

2.2.1 Sicherheitsabschaltbedingungen
• Interlock offen
• interner Fehler der Stromversorgung
• ungewöhnliche Transienten
• offener Schaltkreis / kein Laser angeschlossen
• interne Überhitzung
• max. Verlustleistung überschritten

9
2 Technische Daten

2.3 Peltiermodul
Peltierstrom Bereich ±1,5 | ± 2,5 | ± 4 | ± 8 | ± 10 | ± 12 | ± 16 A
Genauigkeit ±Imax /4000
Peltierspannung max. 4 | 8 | 14 | 18 | 24 | 48 V
Temperaturregler Bereich −25 ◦C . . . 150 ◦C, größer auf Nachfrage
Genauigkeit typisch: < 10 mK
maximal: < 100 mK
Temperaturgrenzen Bereich −25 ◦C . . . 150 ◦C
untere Grenze 5 ◦C
(Standardwert)
obere Grenze 35 ◦C
(Standardwert)

10
3 Tastatur und Display-Menüs
3.1 Tasten
NACH-OBEN • erhöht den Wert unter dem Cursor
NACH-UNTEN • verringert den Wert unter dem Cursor
LINKS • bewegt den Cursor auf das vorherige Eingabefeld, ungespeicherte
Änderungen gehen verloren
RECHTS • bewegt den Cursor auf das nächste Eingabefeld, ungespeicherte
Änderungen gehen verloren
OK oder Enter • führt eine Aktion aus
• schaltet eine Checkbox um
• speichert den geänderten Wert
• Bewegt den Cursor auf eine andere Ziffer, wenn der Wert
unverändert ist oder bereits gespeichert wurde

3.2 Display-Menüs
Nach dem Einschalten des Geräts zeigt das Display das Hauptmenü. In den Menüs
gibt es Eingabefelder und Felder für Statusinformationen. Mit der Pfeiltaste in der
oberen rechten Ecke kann man ins nächste Menü wechseln. Es folgt das Lasermenü
und die Menüs für die TEC-Regler. Das letzte Menü enthält allgemeine Systemein-
stellungen.

3.2.1 Hauptmenü
Das Hauptmenü gibt einen Überblick über den aktuellen Zustand und erlaubt das
Einstellen wesentlicher Parameter. Der Aufbau ist abhängig von den im Gerät instal-
lierten Modulen (Abbildung 3.1). Die groß dargestellte Zahl zeigt den aktuellen La-
serstrom in einem Lasertreiber oder die aktuelle Temperatur in einem TEC-Controller.
Folgende Felder können im Hauptmenü verfügbar sein:

11
3 Tastatur und Display-Menüs

Laser On Laser ein- oder ausschalten, kann nur geändert werden, wenn
das Gerät keinen separaten Laserschalter besitzt
LCT Sollstrom für den Laser
LVA aktuelle Laserspannung
LCB Bias-Laserstrom (zur Modulation)
CW Mode, ... Mod. Modulationsmodus
TEC On TEC-Regler ein- oder ausschalten
TT, LTT, CTT Solltemperatur
TA, LTA, CTA aktuelle Temperatur
TCA, LTCA, CTCA TEC aktueller Strom
TVA TEC aktuelle Spannung
TCL TEC Strombegrenzung
Error# Fehlercode (0 = kein Fehler)
Interlock zeigt, ob der Interlock geschlossen ist

(a) Lasertreiber ohne (b) Lasertreiber mit ei- (c) Lasertreiber mit 2
TEC-Regler nem TEC-Regler TEC-Reglern

(d) TEC-Regler für einen TEC (e) TEC-Regler für 2 TECs

Abbildung 3.1: Hauptmenü in Abhängigkeit von den installierten Modulen

3.2.2 Laser-Menü
Im Lasermenü (Abbildung 3.2) lassen sich die Lasereinstellungen ändern. Die folgen-
den Felder sind vorhanden:

12
3.2 Display-Menüs

LCL Laserstrombegrenzung
LVC Compliance-Spannung (≥ LVA)
LVA aktuelle Laserspannung
LCB Bias-Strom (für Modulation)
LCLM Grenze für den durchschnittlichen Laserstrom (für Modulati-
on)
LTM maximale Lasertemperatur, Laser wird bei Überschreitung
automatisch abgeschaltet
Error# Fehlercode (0 = kein Fehler)
CW Mode keine Modulation
LMAX externe analoge Modulation
LMDX externe digitale Modulation
LMDI interne digitale Modulation
LMW Pulsbreite
LMP Pulsperiode
PC Pulsanzahl (= LMDIC Befehl)
• PC = 1: Einzelpuls
• PC = 2 . . . n: Burst von n Pulsen
• PC = 0: kontinuierliche Bursts
LG Gate-Option

Abbildung 3.2: Lasermenü

3.2.3 TEC-Menü
Im TEC-Menü (Abbildung 3.3a) können die Einstellungen des TEC-Reglers geändert
werden. Die folgenden Felder sind vorhanden:

TEC Contr. On schaltet den TEC-Regler ein oder aus


TT Solltemperatur
TA aktuelle Temperatur

13
3 Tastatur und Display-Menüs

TCL TEC: Strombegrenzung


TCA TEC: aktueller Strom
TVA TEC: aktuelle Spannung
TC Auto On aktiviert den TEC-Regler automatisch, wenn die Temperatur
innerhalb der Grenzen liegt
Restore Def. setzt die Einstellungen des TECs auf Standardwerte zurück
TLU obere Temperaturgrenze
TLL untere Temperaturgrenze
PID-Parameter setzt die PID-Koeffizienten (siehe Abbildung 3.3b)
Select Sensor Sensortyp aus vorgegebener Liste auswählen (siehe Abbildung
3.3c)
Sensor Param. manuelle Wahl der Sensorparameter (siehe Abbildung 3.3d)

(a) TEC-Menü (b) Dialog: PID-Parameter

(c) Dialog: Sensorauswahl (d) Dialog: Sensorparameter

Abbildung 3.3: TEC Menue und Dialoge

3.2.4 Gerätemenü
Im Gerätemenü (Abbildung 3.4) kann man allgemeine Einstellungen ändern und
Typ und Seriennummer des Geräts anzeigen lassen. Folgende Felder befinden sich in
diesem Menü:

External Control on Schaltet nach Einschalten des Geräts automatisch auf externe
Start Steuerung. Sie haben die Möglichkeit, dies abzubrechen.
Switch to External Schaltet auf externe Steuerung, sodass Sie das Gerät über
Control RS232 steuern können.

14
3.2 Display-Menüs

Pilot laser Schaltet den Pilotlaser ein oder aus.


Intensity Intensität des Pilotlasers (0. . . 16) entspricht (0 %–100 %)
GFD Standardlüfterspannung
Restore Default Settings Gerät auf Standardwerte zurücksetzen
Service Zeigt Typ, Seriennummer und Softwareversion des Geräts

Abbildung 3.4: Gerätemenü

15
4 Inbetriebnahme
Der folgende Ablauf ist einzuhalten:

• Das Gerät ist nicht mit dem Stromnetz verbunden.


• Bei Montage des Lasers und anderer Elektronik ist auf Schutz vor elektrostati-
scher Entladung zu achten (Erdungsarmband).
• Der Laser ist mit den entsprechenden Anschlüssen des Geräts zu verbinden.
• Die Kurzschlussbrücke ist vom Laser zu entfernen. Bei ausgeschaltetem Gerät
ist der Laserausgang kurzgeschlossen.
• Das Gerät wird mit der passenden Versorgungsspannung verbunden.
• Der Interlock ist zu stecken
• Der Notaus-Schalter (großer roter Knopf) ist nicht eingerastet.
• Der Temperatursensor für den Laser muss angeschlossen sein. Der Lasertreiber
braucht ein Temperatursignal.
• Die Sicherheitsbestimmungen für den Umgang mit Laserstrahlung sind zu
beachten.
• Jetzt kann das Gerät eingeschaltet werden.

16
5 Laserregelung
5.1 Vorbereitungen
Zuerst müssen die Strombegrenzung und die Compliance-Spannung eingestellt
werden. Zum Einstellen der Strombegrenzung über das Display:

• Aktivieren des Laser-Menüs durch Drücken von und


• Aktivieren des Eingabefelds LCL durch Drücken von um den maximalen
Laserstrom einzustellen.
• um die Cursorposition zu ändern, mehrmals drücken
• zum Erhöhen/Verringern des Wertes, so oft wie nötig / drücken
• Nach dem Einstellen des gewünschten Werts drücken, um diesen zu über-
nehmen.

Anschließend muss die Compliance-Spannung (Eingabefeld LVC) auf die Fluss-


spannung des Lasers eingestellt werden.
Diese Werte können auch über die RS232-Schnittstelle eingestellt werden (siehe
Kapitel 7). Dazu benutzt man die Befehle LCL und LVC.

5.2 CW-Modus
Der Modulationsmodus kann im Lasermenü eingestellt werden. Der CW-Modus
wird automatisch aktiviert, wenn alle Checkboxen der Modulationsmodi (LMDI, LMDX
und LMAX) deaktiviert sind.

5.2.1 Einschalten des Lasers


Im Hauptmenü wird der Sollwert des Laserstroms im Eingabefeld LCT eingestellt.
Der ausgewählte Wert muss unterhalb der Strombegrenzung und des Maximalstroms
des Lasertreibers liegen. Das Aktivieren des Eingabefelds LON/OFF schaltet den Laser
ein. Nun blinkt die rote LED an der Gehäusefront und der aktuelle Strom wird

17
5 Laserregelung

ILaser
LCTmax

LZTR: 0 . . . 34 000 ms
LCT
(Standardwert: 300 ms)

0
t

LZTR LZTR

Abbildung 5.1: Laserstrom-Rampe im CW-modus. Die Rampe wird bei jeder Änderung
des Laserstroms benutzt.

angezeigt. Das Deaktivieren des Eingabefelds LON/OFF schaltet den Laser aus und
die LED blinkt nicht mehr. Als aktueller Strom wird 0,00 A angezeigt.
Durch Drücken des roten Notaus-Schalters an der Gehäusefront schaltet der Laser
sofort aus und der Schalter rastet ein. Der Schalter muss gedreht werden, um ihn
freizugeben.
Über die RS232-Schnittstelle kann der Laser mit dem Befehl LR ein- und mit dem
Befehl LS ausgeschaltet werden.

5.2.2 Laserstromrampe
Im CW-Modus ist die Laserstrom-Rampenfunktion immer aktiviert und wird bei
jeder Änderung des Laserstromes benutzt. Diese Funktion kann nur über die RS232-
Schnittstelle eingestellt werden, nicht über das Display. Mit z. B. dem Befehl LZTR2000
kann man die Anstiegszeit bis zum Erreichen des Maximalstroms des Treibers auf
2000 ms einstellen. Der Anstieg der Rampe in diesem Beispiel beträgt LCTmax /2000 ms.
Während der Laser-Stop-Rampe kann man den Laser sofort abschalten, indem man
noch einmal den Befehl LS eingibt. Die Rampenfunktion ist mit dem Befehl LZTR0
deaktivierbar. Der Standardwert für LZTR beträgt 300 ms. Abbildung 5.1 stellt die
Funktionsweise von LZTR dar. Kapitel 9 enthält eine Liste aller Befehle.

5.2.3 Leistungsregelungs-Modus
Die Leistungsregelung ist nur im CW-Modus verfügbar und besteht aus zwei unab-
hängigen Teilen.

• die unabhängig arbeitende Photostromregelschleife

18
5.3 Gate-Option

• die Laserleistungskoeffizienten, die eine Laserleistung in einen entsprechenden


Photostrom umrechnen

Um den Leistungsregelungs-Modus zu aktivieren, muss zuerst alles für den Betrieb


im CW-Modus vorbereitet sein (siehe Abschnitt 5.1), insbesondere die Laserstrom-
begrenzung.
Vor dem Einschalten des Lasers, muss der Photosensor zwischen dem PDC-Pin
(Kathode) und dem GND-Pin (Anode) angeschlossen werden. Nun muss man den
Laser starten und mit dem Befehl LPCA (laser photo current actual) den gemessenen
Photostrom überprüfen. Standardmäßig beträgt der maximale Photostrom 700 µA,
kann aber auf Nachfrage geändert werden.
Nach Eingabe des Sollwerts für den Photostrom mit dem Befehl LPCT kann man
mit dem Befehl LPCCR (laser photo current control run) in den Modus der Photo-
stromregelung wechseln. Nun kann der Laser mit den Befehlen LR und LS ein- und
ausgeschaltet werden. Sobald der Laser startet, wird auf den Sollwert des Photostroms
geregelt.
Der nächste Schritt besteht in der Anpassung der Leistungskoeffizienten um
Leistungswerte in Watt benutzen zu können.

• Zunächst muss ein LPT-Wert (laser power target) eingestellt werden. Es sollte
sich um einen typischen Wert für den Betrieb oder den Maximalwert handeln.
• danach muss man den Laser im CW-Modus betreiben und den Laserstrom so
einstellen, dass die gewünschte Laserleistung erreicht wird. Dazu benötigt man
ein externes Leistungsmessgerät. Anschließend ist der Befehl LPF auszuführen,
um damit den aktuellen Photostrom dieser Laserleistung zuzuordnen.

Jetzt kann mit dem Befehl LPA die aktuelle Laserleistung abgefragt werden. Mit
dem Befehl LPT kann man die Soll-Laserleistung einstellen und mit dem Befehl LPCCR
in den Leistungsregelungs-Modus wechseln. Die Befehle LR und LS schalten den
Laser ein bzw. aus.

5.3 Gate-Option
Es gibt eine Gate-Option, die im CW-Modus und im Modus für interne Digitalmodu-
lation benutzt werden kann. Damit kann der Laser durch den Modulationseingang
ein oder ausgeschaltet werden. Auf Anfrage kann ein separater Gate-Pin hinzugefügt
werden. In diesem Fall steht die Gate-Option auch mit externen Modulationsmodi zur
Verfügung. Der Befehl LGR aktiviert die Gate-Option und der Befehl LGS deaktiviert
sie. Durch den Befehl LMDXNR kann das Modulationssignal negiert werden.

19
5 Laserregelung

ILaser LMW
Sollstrom – LCT
LMW: 1 µs. . . 232 µs
LMP: 2 µs. . . 232 µs
LMP ≥ LMW + 1 µs

Bias-Strom – LCB
0
t
LMP

Abbildung 5.2: Kontinuierlicher Pulsmodus

5.4 Modulationsmodi
Der Modulationsmodus kann im Lasermenü eingestellt werden. Das Wechseln zwi-
schen den Modulationsmodi schaltet den Laser aus. Im Hauptmenü ist der Laser
dann wieder einschaltbar.
Die Vorbereitungen (siehe Abschnitt 5.1) sind zu beachten. In allen Modulations-
modi zeigt das Hauptmenü die Mittelwerte der Ströme und Spannungen, nicht die
Spitzenwerte. Die begrenzte Abtastrate des AD-Wandlers kann zu Abweichungen
der angezeigten Werte führen. Die echten Werte liegen jedoch innerhalb der zuvor
beschriebenen Grenzen.

5.4.1 Interne Digitalmodulation

Der Lasertreiber kann den Laserstrom durch intern generierte Pulse modulieren.
Dieser Modus wird über das Eingabefeld LMDI oder über die serielle Schnittstelle mit
dem Befehl LMDIR aktiviert.

Kontinuierlicher Pulsmodus

Pulse werden standardmäßig kontinuierlich erzeugt (siehe Abbildung 5.2). Dabei sind
Pulsbreite und Periodendauer anzugeben. Wichtig ist das richtige Verhältnis dieser
Werte. Die Pulsbreite stellt man über den Befehl LMW ein und die Periodendauer über
den Befehl LMP. Beide können beliebig in µs-Schritten eingestellt werden.
Man kann den Laser mit den Befehlen LR und LS ein- oder ausschalten.

20
5.4 Modulationsmodi

LMW und LMP wie im kontinuierlichen Pulsmodus


LMDIC: 0 . . . 64000
LMDIC = 0 kontinuierlicher Pulsmodus
LMDIC = 1 Einzelpulsmodus
LMDIC = 2 . . . 64000 n-Pulsmodus

LMDIC = 2 t

Abbildung 5.3: Einzelpulsmodus, n-Pulsmodus

Einzelpulsmodus, n-Pulsmodus

Dieser Modus (siehe Abbildung 5.3) ist nützlich, wenn nur ein einzelner Puls oder
eine bestimmte Anzahl von Pulsen generiert werden soll. Um ihn zu aktivieren, muss
man zuerst in den Modus für interne Digitalmodulation (siehe oben) wechseln. Nun
stellt man mit dem Befehl LMDIC n die gewünschte Anzahl der zu generierenden
Pulse ein. Nach Eingabe des Befehls LR werden n Laserpulse erzeugt.
Mit LMDIC 0 wird der Laser in den kontinuierlichen Pulsmodus geschaltet. Nach
der Generierung der Pulse schaltet der Laser automatisch ab, auch ohne den Befehl
LS.

Extern getriggerter Pulsmodus

Dieser Modus ergibt sich, wenn man im Einzelpulsmodus/n-Pulsmodus die Gate-


Option aktiviert. Die Gate-Option (siehe Abschnitt 5.3) hat in diesem Modus eine
andere Bedeutung. Ist sie aktiviert und der Laser mit dem Befehl LR eingeschaltet,
kann man den Start der Pulserzeugung durch eine Low-High-Flanke am Modula-
tionseingang auslösen. Daraufhin generiert der Treiber die eingestellte Anzahl von
Pulsen. Der Befehl LMDXNR kehrt diese Logik um, sodass eine High-Low-Flanke die
Pulserzeugung auslöst.

5.4.2 Externe Digitalmodulation


Der Befehl LMDXR aktiviert den Modus für externe Digitalmodulation. Ist dieser
Modus aktiv und der Laser mit dem Befehl LR gestartet, dann kann der Laser durch
ein TTL-High-Signal auf dem Modulationseingang eingeschaltet werden. Ein TTL-
Low-Signal schaltet den Laser aus. Der Befehl LMDXNR kehrt diese Logik um, sodass
ein TTL-Low-Signal den Laser einschaltet. Dieser Modus ähnelt dem CW-Modus mit
aktivierter Gate-Option. Hier kann jedoch zusätzlich ein Bias-Strom für den Laser
(LCB) eingestellt werden.

21
5 Laserregelung

5.4.3 Externe analoge Modulation


Der Befehl LMAXR aktiviert den Modus für externe Analogmodulation. In diesem
Modus kann der Laserstrom durch die Spannung am Eingang AMOD gesteuert
werden. 4 V entsprechen dabei Imax . Dazu muss man die Compliance-Spannung (LVC)
einstellen und den Laser durch den Befehl LR starten.
Der Eingang ist intern mit 10 kΩ abgeschlossen. Wenn beispielsweise ein 10 V-
Signal angeschlossen werden soll, müssen extern 15 kΩ in Serie geschaltet werden.

5.5 Pilotlasersteuerung
Der Treiber unterstützt das Ansteuern eines Pilotlasers. Dafür ist ein Pin am Laser-
/Peltierstecker vorgesehen. Im Ein-Zustand liegt eine Spannung zwischen 4,0 und
5,0 V an. Der maximale Strom beträgt 150 mA. Im Aus-Zustand ist die Spannung
0 V. Mit den Befehlen PLR und PLS lässt sich der Pilotlaser ein- oder ausschalten.
Der Befehl PP n legt die Pulsbreite bei einer Basisfrequenz von 62 Hz fest. Der
Modulationsparameter n kann Werte zwischen 0 und 16 annehmen. Die Bedeutung
der Werte ist wie folgt:

n=0 Pilotlaser aus


n=1 Tastverhältnis 6,25 % - Einschaltdauer 16 ms
n=2 Tastverhältnis 12,5 % - Einschaltdauer 32 ms
... ...
n = 16 Pilotlaser an

22
6 Temperaturregelung und -sensoren
Mit einem Gerät können mehrere Temperatursensoren oder TECs genutzt werden.
Diese werden durch ein Präfix unterschieden, nachfolgend als x bezeichnet. Um einen
Temperatursensor oder einen TEC auszuwählen, ist x durch eine Ziffer (oder einen
Buchstaben) zu ersetzen. Der erste Temperatursensor oder TEC entspricht dabei 1,
der zweite 2, der dritte 3 usw. Da der erste Temperatursensor oder TEC oft für einen
Laser benutzt wird und der zweite für einen Kristall, gibt es noch die inzwischen
überholte Möglichkeit, die Bezeichnung L und C zu verwenden.

6.1 Parameter des PID-Reglers


Der Temperaturregler in den Geräten mit TEC-Unterstützung hat eine PID-Struktur
mit den allgemeinen Formeln:
1
 
Gc (s) = kp 1 + + Tv · s
Tn · s
1 de(t)
 Z 
u(t) = kp e(t) + e(t)dt + Tv
Tn dt
kp – Proportionale Verstärkung – LTCCK
Tn = Ti – Nachstellzeit – LTCCN
Tv = Td – Vorhaltzeit – LTCCV
Die Werte dieser drei Variablen müssen bestimmt werden, beispielsweise mit dem
Ziegler-Nichols-Verfahren:

T
kp = 1,2 ·
L
Tn = 2 · L
Tv = 0,5 · L
Hier ist T die Zeitkonstante und L die Verzugszeit. Beide können anhand einer
Sprungantwort bestimmt werden. Die so bestimmten Parameter können geringfü-
gig von den theoretischen Werten abweichen. In der Praxis ergeben sich für TECs
typischerweise Werte in folgenden Bereichen:

23
6 Temperaturregelung und -sensoren

3-Draht-Option für PT100


R = 4, 27 kΩ SSUP
5V

SINP

ϑ
GND GND

TREIBER STECKER KABEL SENSOR

Abbildung 6.1: Schaltung zum Anschluss eines Temperatursensors

LTCCK: 0,2. . . 5
LTCCN: 5. . . 50
LTCCV: 0,2. . . 2

Ohne Vorkenntnisse über den TEC zu haben, kann man die Variablen wie folgt
setzen: xTCCK = 0,2, xTCCN = 2 und xTCCV = 0,1. Dann wird xTCCK langsam um 1
erhöht, solange der Regler stabil bleibt. Wird er instabil, muss xTCCK halbiert werden.
Jetzt läuft der Regler als P-Regler. Danach wird der Wert für xTCCN nach derselben
Methode ermittelt. Dabei kann die Schrittweite etwas größer gewählt werden. Jetzt
verhält sich der Regler wie ein PI-Regler. Zuletzt erhöht man xTCCV in Schritten
von 0,3 bis man einen optimalen Wert bezogen auf Antwortzeit und Überschwingen
gefunden hat.
Der Temperaturregler muss abgeschaltet und neu gestartet werden muss, um
sicherzustellen, dass er die neuen Werte übernimmt.

6.2 Temperatursensor
Der Temperatursensor wird mit drei Pins des Laser-/Peltier-Anschlusses verbunden:
GND, SINP und SSUP. Die Schaltung in Abbildung 6.1 zeigt den internen Aufbau
des Treibers auf der linken Seite und einen typischen NTC-Thermistor, der auf der
rechten Seite angeschlossen ist. In neueren Versionen sind SSUP und SINP intern
verbunden. Am Anschluss sind nur noch die Pins SINP und GND vorhanden.
Wie der Schaltung zu entnehmen ist, wird die Spannung über einen Spannungs-
teiler gemessen. Nach einer 24-bit-AD-Wandlung wird die Temperatur T aus der
gemessenen Spannung V berechnet.
Standardmäßig ist der Treiber so eingestellt, dass zur Temperaturberechnung die

24
6.2 Temperatursensor

Steinhart-Hart-Gleichung benutzt wird:

1
T ( RNTC ) = + c0 (xTSM1)
c1 + c2 · ln( RNTC ) + c3 · (ln( RNTC ))3

Die Koeffizienten c0 , c1 , c2 und c3 entsprechen in der Voreinstellung einem NTC mit


einem Widerstand von 10 kΩ bei 25 ◦C. Mithilfe der Befehle xTSC [0 . . . 3 ] können
diese Koeffizienten an andere Sensoren angepasst werden.
Der Treiber kann auch so eingestellt werden, dass das folgendes Polynom dritter
Ordnung zur Temperaturberechnung verwendet wird:

T (V ) = c3 · V 3 + c2 · V 2 + c1 · V + c0 (xTSM0)

Das Sensormodell kann man mit dem Befehl xTSM festlegen. Mit dem Befehl xTSM0
wählt man das Polynom-Modell und mit xTSM1 die Steinhart-Hart-Gleichung. Die Ko-
effizienten für einige übliche Sensoren stehen in der Tabelle unten. Die Einstellungen
für einen PT100 oder PT1000 können folgendermaßen berechnet werden:

R0 = 100 Ω (bei 0 ◦C)


R ( T ) = R0 · (1 + A · T − B · T 2 ) (T: Temperatur in ◦C)

Da B normalerweise vernachlässigt wird, ergibt sich:

R ( T ) = R0 · (1 + A · T )

Unter Berücksichtigung des Spannungsteilers ergeben sich folgende Koeffizienten:

x TSC0 x TSC1 x TSC2 x TSC3


Polynom-Modell (x TSM0)
NTC 10 kW B3980 135,83 −63,2256 15,3332 −1,800 43
NTC 10 kW B3450 156,089 −74,4317 17,5466 −1,991 11
PT100 TK3850 −266,475 2330,44 0 0
PT1000 TK3850 −327,084 344,924 0 0
AD590 (1 µA/K) −897,065 −234,043 0 0
Steinhart-Hart Gleichung (x TSM1)
NTC 10 kW B3980 −273,15 1,0832 · 10−3 2,4141 · 10−4 6,505 · 10−8
NTC 10 kW B3450 −273,15 1,1293 · 10−3 2,3411 · 10−4 8,7755 · 10−8

Die Einstellungen für den Temperatursensor AD590 (1 µA/K) können wie folgt

25
6 Temperaturregelung und -sensoren

berechnet werden:

U ( T ) = Uref − (4272.72 · 10−6 · T ) (T: Temperatur in ◦C)

Wegen produktionsbedingter Toleranzen der Sensoren kann es nötig sein den Null-
punkt des Sensors zu kalibrieren. Dazu addiert man die Differenz zwischen der
echten und der angezeigten Temperatur zum Absolutglied xTSC0.
Sollten beim Anschluss des Temperatursensors Probleme auftauchen, stehen wir
gern zur Verfügung.

26
7 Fernsteuerung
Alle OsTech-Module sind über eine serielle Schnittstelle steuerbar. Die Verbindungs-
parameter der seriellen Schnittstelle sind fest auf 9600 Baud 8N1 eingestellt.

7.1 Standardmodus
Im Standardmodus können Befehle und Parameter im Textformat an das Gerät gesen-
det werden. Die Antwort des Geräts enthält immer die gesetzten Parameter oder die
abgefragten Werte und zusätzliche Kommentare. Dieser Modus ist optimal für die
Arbeit mit einem Terminalprogramm auf einem PC geeignet.
Jedes vom Gerät empfangene Zeichen wird unmittelbar als Echo zurückgesendet,
wobei
 
Klein- in Großbuchstaben
 
umgewandelt werden. Alle Eingaben müssen mit
CR enden. Auch dieses CR wird als Echo zurückgesendet. Die Befehlsantwort en-
     
det ebenfalls mit CR . Das Gerät sendet nach CR keinen Zeilenvorschub LF . Viele
Terminalprogramme können diesen 
jedoch

automatisch erzeugen.
Die Eingabe kann jederzeit mit  abgebrochen werden. Einzelne Zeichen können
Esc

durch Drücken der ←− -Taste aus dem Eingabepuffer des Geräts gelöscht werden.
Zwischen Befehl und Parameter können beliebig viele Leerzeichen stehen, müssen
aber nicht. Der gesamte Befehl darf bis zu 14 Zeichen lang sein.
 
Befehl: LCT222.3 CR  Jedes
 
Zeichen wird zurückgesendet
Antwort: Laser Current Target: 222.3 mA CR  ausführliche Antwort

7.2 Reduzierter Modus


Der reduzierte Modus arbeitet ähnlich wie der Standardmodus. Im Unterschied dazu
werdern nur Zahlenwerte zurückgegeben, ohne Kommentare und Einheiten.
 
Befehl: LCT222.3 CR 
 
Jedes Zeichen wird zurückgesendet
Antwort: 222.3 CR  kurze Anwort
Dieser Modus kann einmalig benutzt werden, indem man dem Befehl ein R vor-
anstellt. Der Befehl LCT222.3 wird also zu RLCT222.3. Mit dem Befehl GMS32768

27
7 Fernsteuerung

kann man dauerhaft in diesen Modus wechseln. Der Befehl GMC32768 schaltet in den
Standardmodus zurück.

7.3 Binärmodus
Der Binärmodus ist optimal geeignet, um den Treiber automatisch durch einen Com-
puter zu steuern. In diesem Modus werden keine Kommentare zurückgeschickt. Die
Werte werden binär übertragen (MSB zuerst). Darauf folgt eine Prüfsumme.
Diese wird durch Addieren aller Bytes eines Words oder Floats errechnet. Dazu
wird der feste Wert 0x55h addiert und der Übertrag ignoriert. Beispielsweise für
einen Float-Wert, bei dem alle vier Bytes 0x00 sind (= 0.0), ergibt sich die Prüfsumme
0x55. Wären alle vier Bytes 0x01, wäre die Prüfsumme 0x59.
 
Befehl: LCT222.3 CR  Jedes Zeichen wird zurückgegeben
Antwort: MSB . . . LSB, Prüfsumme binär kodierte Antwort
Es gibt vier Datentypen, die folgendermaßen zurückgegeben werden:
• float 4 Bytes + Prüfsumme
• short oder word 2 Bytes + Prüfsumme
• string 0. . . 255 Bytes + 0x00
• boolean 1 Byte: • 0xAA für run oder on
• 0x55 für stop oder off
Das Gerät startet automatisch im Standardmodus. Der Binärmodus wird aktiviert,
indem ein Bit im Gerätemodus gesetzt wird.
 
Befehl: GMS8 CR  Setze Bit 0x08 im Gerätemodus.
Um in den Standardmodus zu wechseln, muss das Bit gelöscht werden.
 
Befehl: GMC8 CR  Lösche Bit 0x08 im Gerätemodus

7.4 Software
Auf [Link] stellen wir Software zum Ansteuern unserer Geräte zur
Verfügung:
• das Terminalprogramm OSTERM
• LabVIEW™ VIs, inklusive einer ausführbaren Version
Beispielquellcode in C und C++ ist auf Anfrage verfügbar.

28
8 Fehlercodes
Wenn ein Fehler auftritt, erzeugt der Treiber einen Fehlercode. Der Fehlercode kann
über den Befehl GE abgefragt werden. Außerdem wird er auf dem Display angezeigt.
Es folgt eine Liste aller Fehlercodes und ihrer Ursachen:

Fehlercode Ursache
0 kein Fehler
1 Interlock offen
2 Compliance-Spannung falsch oder kein Laser angeschlossen
3 interne Spannungsversorgung fehlerhaft
4 Laser-Temperatursensor nicht angeschlossen
5 Kristall-Temperatursensor nicht angeschlossen
6 maximale Lasertemperatur überschritten
7 minimale Lasertemperatur unterschritten
8 Laser kurzgeschlossen oder kein Laser angeschlossen
9 Gerätetemperatur (GTH) zu hoch
10 Lasertemperatur höher als Maximalwert (LTM)
11 maximale Kristalltemperatur überschritten
12 minimale Kristalltemperatur unterschritten
16 Laserstrom größer als Strombegrenzung (LCLM)
17 Stromfehler
18 Gesamtleistung überschritten

29
9 Befehlsliste
9.1 Laser-Befehle (L)
Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung
L bool S R S Laser aus/ein
LTM float −20 60 35 ◦C Laser max. Temperatur
LG bool S R S Gate-Option

9.1.1 Laserstrom-Befehle (LC)


Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung
LCL float 0 Imax + 5 % Imax + 5 % mA Strombegrenzung
LCT float 0 Imax 0 mA Sollstrom
LCA float — kein Parameter — mA aktueller Strom
LCB float 0 Imax 0 mA Bias-Strom

9.1.2 Laserspannungs-Befehle (LV)


Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung
LVA float — kein Parameter — V aktuelle Laserspannung
LVC float 1,2 6 3 V Compliance-Spannung

9.1.3 Laserphotostrom- (LPC) und Leistungs-Befehle (LP)


Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung
LPCA float — kein Parameter — µA aktueller Laserphotostrom
LPCT float 0 20 0 µA Sollwert des Laserphoto-
stroms
LPCC bool S R S Laserphotostrom-Regelung
LPA float — kein Parameter — W aktuelle Laserleistung
LPT float 0 0 W Sollwert der Laserleistung

30
9.1 Laser-Befehle (L)

Befehl Typ Min Max Standard Einheit Beschreibung


LPF bool — kein Parameter — Laserleistung mit Photostrom
kalibrieren

9.1.4 Lasermodulations-Befehle (LM)


Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung
LMDI bool S R S interne digitale Modulation
LMDX bool S R S externe digitale Modulation
LMAX bool S R S externe analoge Modulation
LMW float 1 > 48 h 1000 µs Pulsbreite
LMP float LMW + 1 > 48 h 2000 µs Periodendauer
LMDIC word 0 65534 0 Anzahl der Pulse
LMDIO word 0 65534 0 Anzahl unterdrückter Pulse
LMDXN bool R S S negierter Modulationseingang

9.1.5 Laser-Sequenzer (LZ)


Der Befehl LZTR ist in jedem Lasertreiber verfügbar:

Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung


LZTR float 300 34000 300 ms Anstiegszeit der Laserstrom-
rampe (auf Imax bezogen)

Die folgenden Befehle sind auf Nachfrage verfügbar:

Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung


LZR bool — kein Parameter — ms Sequenzer starten (anhalten
mit LS)
LZP word ms Sequenzer: Punktauswahl
LZPT word ms Dauer der Teilsequenz
LZPC float ms Sollstrom der Teilsequenz

9.1.6 Pilotlaser-Befehle (P)


Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung
PL bool S R S Pilotlaser aus/ein
PP word 0 16 0 Pilotlaser-Modulation

31
9 Befehlsliste

9.2 Temperatursensor- und TEC-Befehle (xT)


In den folgenden Befehlen muss x durch eine Zahl oder einen Buchstaben ersetzt wer-
den, um den Temperatursensor oder TEC auszuwählen. Der erste Temperatursensor
oder TEC entspricht dabei 1, der zweite 2, der dritte 3 usw.
Da der erste Temperatursensor oder TEC oft für einen Laser benutzt wird und der
zweite für einen Kristall, gibt es noch die inzwischen überholte Möglichkeit, für den
ersten Temperatursensor oder TEC L und für den zweiten C zu verwenden.

9.2.1 Temperatursensor-Befehle
In neueren Versionen der Firmware sind die Temperatursensor-Befehle auch über
das Präfix nS verfügbar (statt xT). Hierbei entspricht n der Nummer des Temperatur-
sensors.

Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung


x TA float — kein Parameter — ◦C aktuelle Temperatur
x TLU float −20 60 40 ◦C maximale Temperatur
x TLL float −20 60 0 ◦C minimale Temperatur
x TSCk float NTC Sensorkoeffizienten,
B3980 k = 0...3
x TSM word 0 1 0 Sensormodell
• 0: Polynom-Modell
• 1: Steinhart-Hart-
Gleichung

9.2.2 TEC-Befehle

Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung


x TC bool S R S Temperaturregler aus/ein
x TT float −20 60 20 ◦C Zieltemperatur
x TCA float — kein Parameter — mA aktueller Strom
x TCL float −IPmax IPmax IPmax mA maximaler Strom
x TVA float — kein Parameter — V aktuelle Spannung
x TCCK float 0 256 2 PID-Parameter: Verstärkung
x TCCN float 0 256 60 s PID-Parameter: Nachstellzeit
x TCCV float 0 256 1 s PID-Parameter: Vorhaltzeit

32
9.3 Allgemeine Befehle

9.3 Allgemeine Befehle


Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung
GD bool — kein Parameter — Zurücksetzen auf Standard-
werte
GF float 1,2 24 5 V Lüfterspanung (max.
300 mA)
GFD float 1,2 24 5 V Standardlüfterspannug
GX bool S R S externe Steuerung aus/ein
GT float — kein Parameter — ◦C Temperatur des Laserkopfes
GVS word — kein Parameter — Softwareversion
GVN word — kein Parameter — Seriennummer

9.3.1 Statusbefehle
Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung
GS word — kein Parameter — Status abfragen

Die Status-Bits haben folgende Bedeutung:

0x0001 Interlock OK
0x0004 Stromversorgung des Treibers 0x0400 LT Sensor OK
OK
0x0008 Temperatur des Treibers OK 0x0800 CT Sensor OK
0x0010 LTLU nicht OK
0x0020 LTLL nicht OK 0x2000 LTM nicht OK
0x0040 CTLU nicht OK 0x4000 LC ON
0x0080 CTLL nicht OK 0x8000 LC Fehler

33
9 Befehlsliste

9.3.2 Modus-Befehle
Befehl Typ Minimum Maximum Standard Einheit Beschreibung
GM word — kein Parameter — Modus abfragen
GMC word Lösche Modus bit(s)
GMS word Setze Modus bit(s)
GMT word Invertiere bit(s)

Die Modus-Feld Bits haben folgende Bedeutung:

0x0001 Laserstrom Ein 0x0100 erster TEC (oder Laser) ein


0x0002 Eingabe-Echo Aus 0x0200 zweiter TEC (Kristall ) ein
0x0400 Pilotlaser ein
0x0008 Binärmodus 0x0800 Laserstromkontrolle (LCC) aus
0x0010 Laserspannung Aus 0x1000 Benutze externe Schnittstelle nach
dem Einschalten
0x0020 LMDI Ein 0x2000 LMDX aus
0x0040 LMDX Ein 0x4000 Gate-Option
0x0080 LMAX Ein 0x8000 reduzierter Modus

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Version 1.3 2020-02

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