31. Jahrgang . 61. Folge .
Pfingsten 2006
BRIEFE AUS
BRENNDORF
Herausgegeben von der Dorfgemeinschaft der Brenndörfer
Einladung zu
den 9. Nachbar-
schaftstagen
der Brenndörfer
am 23.-24. Sep-
tember 2006 in
Brackenheim
Vorstand stellt
Tätigkeits-
bericht und
Satzungs-
entwurf vor
Pfarrhaus in
Brenndorf wird
Bauern- und
Gästehaus
[Link]
Dorfgemeinschaft der Brenndörfer
Briefe aus Brenndorf
31. Jahrgang – 61. Folge – Pfingsten 2006
Inhaltsverzeichnis: Seite
1. Begegnungen mit der Zeit
Pfr. Helmut Kramer Grußwort zu Pfingsten .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 1
2. Brenndörfer Zeitgeschehen
Der Vorstand Einladung zum großen Brenndörfer Treffen .. .. .. .. 3
Siegbert Bruss Tätigkeitsbericht des Vorstandes (2003-2006) .. .. .. .. 4
Satzungsentwurf der „Dorfgemeinschaft“ . .. .. .. .. 12
Anca u. Hugo Thiess Brenndörfer Faschingstreffen . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 16
Unsere Leser schreiben .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 17
G. That/H. Hergetz Ernst Fleps wurde 80 Jahre alt .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 18
Der Vorstand berichtet . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 19
Siegbert Bruss Pfarrhaus in Brenndorf wird modernisiert .. .. .. .. 20
Manfred Copony Nachrichten aus dem Burzenland .. .. .. .. .. .. .. .. .. 22
Otto Gliebe Vierter Band der Presbyterialprotokolle . .. .. .. .. .. 23
O. Gliebe / H. Thiess Aus dem Leben der Gemeinschaft .. .. .. .. .. .. .. .. .. 24
Wir gratulieren zum Geburtstag .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 25
3. Zum Lesen am Feierabend
Aquarelle von Friedrich Eberle . .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. 27
„Vocalis“-Band spielt in Brackenheim .. .. .. .. .. .. .. 28
4. Beiträge und Spenden an die Dorfgemeinschaft
eingegangen von Nov. 2005 bis April 2006 .. .. .. .. 29
Neue Adressen der Brenndörfer . .. .. .. .. .. .. .. .. .. 32
Nützliche Daten und Impressum auf der vorletzten Umschlagseite.
Fotonachweis: Das Titelbild zeigt die evangelische Kirche in Brenndorf, ein
Aquarell des Malers Friedrich Eberle, der auf Seite 27-28 dieses Heimatbriefes
vorgestellt wird.
Layout des Umschlags: KrausPrePrint, Landsberg am Lech.
Layout und Gestaltung der restlichen Seiten: Siegbert Bruss.
Grußwort zu Pfingsten
„Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder
in Christus Jesus“. (Galater 3,26)
Wir alle sind Gottes Kinder! Der Apos- ist zwischen ihm und einem Sklaven kein
tel Paulus verwendet in seinem Brief an Unterschied.“ Erst wenn der Erbe mün-
die Galater ein Bild, das uns vielleicht dig wird, wird er als Sohn oder Tochter
an unbeschwerte Kindheitstage und an anerkannt. Er wird aus der Aufsicht ent-
unsere Kindergebete erinnert: „Vater, lass lassen und kommt in den Genuss des
die Augen dein über meinem Bette sein!“ Erbes – und in die Verantwortung für
Vielleicht denkt der eine oder die ande- das Erbe.
re an die Frömmigkeit, wie sie in jenem Diese Entlassung eines jungen Men-
Abendlied von Mathias Claudius „Der schen aus der Aufsicht und seine Einset-
Mond ist aufgegangen“ zum Ausdruck zung als Erbe nimmt der Apostel zum
kommt: „Lass uns einfältig werden und Gleichnis, zum Bild für die Berufung der
vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm Christen in die Gotteskindschaft durch
und fröhlich sein“ (EG 482,5). – Aber so, einen Glauben, der in Jesus Christus
wie wir heute meinen, die Sache mit gründet. Durch die Taufe auf den Na-
dem „einfältig“ verstehen zu sollen, so men Jesu Christi werden alle Christen zu
hat Paulus es nicht gemeint. Er spricht Erben der Gottesherrschaft. Ohne diesen
die Christen im kleinasiatischen Galatien Christus Jesus sind die Menschen – wie
gerade nicht als unmündige Kinder an, die unmündigen Kinder jener Zeit – fes-
sondern als mündig Gewordene. ten Regeln und einer unbarmherzigen
Wenn er sie an ihre Gotteskindschaft Aufsicht unterworfen, „Juden“ wie „Hei-
erinnert, wünscht er ihnen, dass sie im den“. Die „Juden“ (die Nachkommen des
Glauben erwachsen werden. Er erinnert alttestamentlichen Gottesvolkes) kennen
sie an ihre Taufe: „Denn ihr alle, die ihr zwar den Willen Gottes durch die Gebote,
auf Christus getauft seid, habt Christus aber sie sind in der Gefahr, sie als Regeln
angezogen“, heißt es im nächsten Vers. zu missverstehen, die man so befolgen
Die Taufe war damals in der Regel eine muss, wie Sklaven ihren Gehorsam schul-
Erwachsenentaufe. Mit der „Gotteskind- dig sind. Damit entgeht ihnen das Be-
schaft“ meint Paulus also gerade nicht wusstsein für die eigene Verantwortung.
ein kindliches, sondern ein erwachsenes, Die „Heiden“ (die das alttestamentliche
ein mündiges Verhältnis zu Gott. Dazu Gottesvolk umgebenden Völker) leben
muss man wissen, dass unmündige Kin- meist in der Angst vor überirdischen
der in den damaligen Kulturen nicht als Mächten und versuchen, durch heilige
Heranwachsende gesehen wurden, die Regeln und Riten den Zorn ihrer Gotthei-
zum Erwachsenwerden begleitet werden ten zu beschwichtigen – doch das Gefühl
sollen. Sie wurden als Unmündige be- des Ausgeliefertseins werden sie nicht
handelt, die man unter Aufsicht stellte los. Der Glaube, der in dem gehorsamen
und festen Regeln unterwarf. Die Aufse- Leben und stellvertretenden Sterben des
her waren selbst meist Sklaven, und die Christus Jesus gründet, will beide, „Ju-
hielten die Kinder wie Sklaven. Das muss den“ und „Heiden“ aus der Angst be-
man wissen, um die Worte zu verstehen, freien und sie mündig machen. In diesem
die Paulus einige Verse weiter schreibt Christus Jesus erkennen wir uns neu, will
(4,1): „Solange der Erbe unmündig ist, Paulus deutlich machen. Darum dieses
Briefe aus Brenndorf 61/2006 1
Bild: „durch ihn werden wir alle Söhne derer, die sagen dürfen: Seit Pfingsten
und Töchter Gottes“. Durch den Glau- gehören wir mit dazu, dürfen uns auf un-
ben an Christus werden wir mündig. Wir sere Taufe besinnen und an unsere mün-
übernehmen Verantwortung für uns und dige Verantwortung erinnern lassen. Im
unsere Welt. Das verändert unseren Um- Glauben wachsen und erwachsen werden
gang mit den Geboten Gottes. Wir verste- ist ein Prozess, der sich in Erinnerung
cken uns nicht mehr hinter ihnen, als ob an das Pfingstfest fest machen darf in
sie uns die Verantwortung für unser Tun der Gewissheit: Gott hat uns mit seinem
und Lassen abnehmen könnten. Sondern guten Geist und mit seinen Gaben ausge-
wir sehen in ihnen eine Hilfe, unser Tun stattet, so dass wir uns vor der mündigen
und Lassen vor Gott und den Menschen Verantwortung für uns, unsere Kinder
zu verantworten. und unsere Welt nicht drücken brauchen.
So verstanden klingt das Apostelwort Das klingt gut. Bleibt nur noch die Frage,
nicht mehr so harmlos, wie wir am Anfang wie weit wir mit unserem Leben und in
meinten. Es ist stark als Zuspruch und als unserem Alltag dran sind…
Anspruch zugleich. Das wird noch deut- Es grüßt Sie in herzlicher Verbunden-
licher, wenn wir es wörtlich übersetzen. heit und mit dem Wunsche, Sie mögen
Denn im griechischen Text ist gar nicht sich auf Pfingsten neu einlassen,
von „Kindern“ die Rede, sondern von Helmut Kramer
„Söhnen“ – also sinngemäß auch von
„Töchtern Gottes“. Im griechischen Text
steht auch nicht, dass wir „Gottes Kinder
in Christus Jesus“ sind, sondern dass der Kronstädter Kirchenbezirk
Glaube, der uns zu Gottes Söhnen und wählt neuen Dechanten
Töchtern macht, in Christus Jesus grün-
det. Die Worte hießen also wörtlich über- Am 25. März 2006 fanden die Wahlen
setzt: „Ihr seid alle Söhne und Töchter im Kirchenbezirk Kronstadt statt. Neuer
Gottes durch den Glauben in Christus Je- Dechant ist der Kronstädter Stadtpfarrer
sus.“ Das zeichnet uns also aus, dass wir Christian Plajer. Er tritt die Nachfolge von
zu mündigen Erben gemacht sind und Dechant Klaus Daniel an, der sich nicht
berufen, die Freiheit, die uns geschenkt mehr zur Wahl stellte. Pfarrer Klaus Da-
wurde, zu bezeugen und den Anspruch niel betreut die Kirchengemeinden Wol-
Gottes auf unser Leben anzuerkennen. kendorf und Neustadt und ist weiterhin
Ich stelle mir vor, dass dieses Wort, Präsident des Diakonischen Werks der
bevor es der Apostel aufschrieb, so oder Evangelischen Kirche in Rumänien.
ähnlich schon oft bei Taufgottesdiensten Neuer Bezirkskirchenkurator ist Dipl.-
in den damaligen Gemeinden ausgespro- Ing. Karl Hellwig. Stellvertretender De-
chen wurde. Die Christen in Galatien chant und Bezirkskirchenmeister ist
kannten es also schon. Paulus musste sie Pfarrer Johannes Klein (Fogarasch) und
nur noch einmal daran erinnern. – Auch stellvertretender Bezirkskirchenkurator
heute will uns dieser Satz ansprechen Ortwin Hellmann (Sohn des alten Be-
und nicht nur an unsere Taufe erinnern, zirkskirchenkurators). Wieder gewählt
die wir ja meist als kleine Kinder nicht be- in das Bezirkskonsistorium wurden: Karl
wusst erlebt haben, sondern auch an die Nikolaus (Heldsdorf), Grete Klaster-Un-
Grundlagen des christlichen Lebens und gureanu (Bukarest), Peter Thal (Rosenau),
der christlichen Kirche. „Ihr seid alle“… Michael Balthes (Fogarasch) und Pfarrer
nimmt auch uns hinein in die Gruppe Klaus M. Untch (Zeiden).
2 Briefe aus Brenndorf 61/2006
Großes Brenndörfer Treffen
Einladung zu den neunten Brenndörfer Nachbarschaftstagen
am 23. und 24. September 2006 in Brackenheim
Die neunten Nachbarschaftstage (das alle Mitglieder jetzt schon über die aktu-
große Treffen) der Brenndörfer finden elle Lage der Gemeinschaft informieren
am Samstag, dem 23., und Sonntag, dem können.
24. September 2006, in Brackenheim, 16 Nach dem Mittagessen beginnt der
Kilometer südwestlich von Heilbronn, offizielle Teil des Treffens um 15.00 Uhr.
statt. Dazu lädt der Vorstand der „Dorf- Der Brackenheimer Bürgermeister Rolf
gemeinschaft der Brenndörfer“ (HOG Kieser wird uns abermals seitens der
Brenndorf) alle Brenndörfer und deren Theodor-Heuss-Stadt begrüßen. Vorsit-
Freunde aufs Herzlichste ein. zender Siegbert Bruss präsentiert einen
Das Fest der Begegnung findet schon kurzen Bericht. Nach den Aussprachen
zum dritten Mal in der größten Wein- werden Neuwahlen durchgeführt, und
baugemeinde Baden-Württembergs und eine neue Satzung wird verabschiedet.
größten Rotweingemeinde Deutschlands Gegen 15.45 Uhr wollen wir Kaffee trin-
statt. Der Ablauf ist etwa der Gleiche wie ken. Dazu bitten wir unsere Frauen, wie
vor drei Jahren. Man trifft sich wieder am immer von ihrem köstlichen Kuchen mit-
Samstag, etwa ab 9.00 Uhr, im Bürger- zubringen.
zentrum Brackenheim, Austraße 21, um Ab 16.00 Uhr spielt die Blaskapelle
10.00 Uhr gemeinsam in die evangelische Brenndorf unter der Leitung von Walter
St. Jakobus-Stadtkirche zu gehen. Dort Dieners zur Unterhaltung und zum Tanz
beginnt der Gottesdienst um 10.30 Uhr, auf. Der Theodor-Heuss-Saal im Bürger-
gehalten von Pfarrer Helmut Kramer. Als zentrum steht schon am Freitagabend
Organist wurde Hans-Günther Mörk von für eine Probe der Blaskapelle zur Verfü-
der Jakobus-Stadtkirche verpflichtet. Wir gung. Dazu lädt Dirigent Walter Dieners
bitten alle Mitglieder des Kirchenchors, alle Musikanten ein.
die am Treffen teilnehmen werden, sich Die siebenbürgische Musikband „Vo-
um 9.30 Uhr in der Stadtkirche zu einer calis“ spielt ab 20.00 Uhr bis spät in die
Probe einzufinden. Auch diesmal wird Nacht hinein zum Tanz für Jung und Alt
unser traditionsreiche Kirchenchor, be- auf.
reits zum zweiten Mal unter der Leitung
von Detlef Copony, den Gottesdienst mu- Kinder nach Brackenheim
sikalisch mitgestalten. mitbringen!
Das Treffen ist auch heuer haupt- Uta Martini wird in Brackenheim wie-
sächlich der Begegnung, dem geselli- der eine Fotoausstellung über Brenndorf
gen Beisammensein, dem zwanglosen zeigen.
Gedanken- und Erfahrungsaustausch Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder
zwischen den Brenndörfern und ihren zum Treffen mizubringen. Wir wollen,
Freunden gewidmet. Der „offizielle Teil“ dass die junge Generation in das Gesche-
des Treffens wird daher bewusst auf ein hen des Nachbarschaftstages einbezogen
Minimum eingeschänkt. Der Tätigkeits- wird. Karin Darabas und Heidi Mechel
bericht des Vorstandes wird ebenso wie werden die Kinder in bewährter Weise
der Satzungsentwurf vorab in diesem betreuen. So kann unser Nachwuchs bes-
Heimatbrief veröffentlicht, so dass sich ser zueinander finden und eigene Erleb-
Briefe aus Brenndorf 61/2006 3
nisse während des Nachbarschaftstages rist-Information Zabergäu in Bracken-
aufbauen. heim, Telefon: (0 71 35) 93 35 25.
Die Verpflegungskosten will man wie- Bitte füllt den beigefügten Anmelde-
der möglichst gering halten. Deshalb schein aus und schickt ihn so bald wie
haben Wiltrud und Jürgen Mosser, die möglich an den Stellvertretenden Vorsit-
uns bei der Organisation des Treffens zenden Volker Kreisel, Bühläckerstraße
dankenswerterweise unterstützen, eine 43, 71394 Kernen, damit wir einen Über-
Partyservice-Firma beauftragt, Mittag- blick über die Anzahl der Teilnehmer
und Abendessen sowie Getränke im Bür- bekommen.
gerzentrum anzubieten. Mit der Rücksendung der Anmeldung
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es können wir auch die Richtigkeit eurer
in Hotels, Pensionen in und um Bracken- Anschriften für das neue Adressenheft
heim. Nähere Informationen gibt es auf überprüfen. Das Adressenheft wird, wie
dem Faltblatt, das diesem Heimatbrief 2003, nicht beim Treffen verteilt, sondern
beigefügt ist und das Programm des erst mit dem Weihnachtsheft im Dezem-
Nachbarschaftstages beinhaltet. Dazu ber 2006 an unsere Mitglieder versandt.
eine gute Nachricht: Das frühere City- Es war bei früheren Treffen immer schwer
Hotel wurde kürzlich unter dem Namen zu ermitteln, wer das Heft beim Treffen
„Brackenheim Hotel“ wieder eröffnet, so erhalten hat, und die restlichen Mitglie-
dass hoffentlich wieder genügend Betten der mit der Weihnachtspost zu beliefern.
für Gäste zur Verfügung stehen. Dennoch Deshalb erfolgt der Versand erst zu Weih-
bitten wir euch, Quartiere rechtzeitig zu nachten 2006.
bestellen! Weitere Auskünfte bei der Tou- Der Vorstand
Tätigkeitsbericht des Vorstandes
(2003 - 2006)
Vorsitzender Siegbert Bruss über die Aktivitäten
der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ (HOG Brenndorf)
Liebe Brenndörfer Landsleute, liebe Brenndorf“ veröffentlicht, zur Diskussion
Freunde, gestellt und der Mitgliederversammlung
beim letzten Nachbarschaftstag in am 23. September 2006 in Brackenheim
Brackenheim wurde ein Generationen- zur Abstimmung vorgelegt.
wechsel im Vorstand vollzogen. Der seit Das Treffen findet heuer bereits zum
drei Jahren amtierende Vorstand kann dritten Mal im Bürgerzentrum in Bra-
in seinem heutigen Tätigkeitsbericht ein ckenheim statt. Der achte Brenndörfer
überwiegend positives Ergebnis vorwei- Nachbarschaftstag am 18. und 19. Oktober
sen. Das Wirken stand im Zeichen der 2003 verlief zur vollen Zufriedenheit der
Kontinuität, da wir unsere Arbeit auf die etwa 500 anwesenden Gäste, angefangen
inzwischen dreißigjährige Erfahrung der mit dem Gottesdienst mit Pfarrer Helmut
„Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ auf- Kramer über die Freude des Wiederse-
gebaut und dabei versucht haben, auf die hens und das gesellige Beisammensein
Bedürfnisse der Menschen, die wir be- bis hin zu den Neuwahlen des Vorstan-
treuen, einzugehen. Der Tätigkeitsbericht des mit Ehrungen der scheidenden Vor-
wird vorab im Pfingstheft der „Briefe aus standsmitglieder. Der dienstälteste HOG-
4 Briefe aus Brenndorf 61/2006
Vorsitzende in Deutschland, Otto Gliebe, dass wir beim Nachbarschaftstag 2006
Nachbarvater der „Dorfgemeinschaft der eine neue Satzung verabschieden können,
Brenndörfer“ (HOG Brenndorf) seit ihrer die die seit 1976 gültige Fassung ablöst.
Gründung zu Pfingsten 1976, gab sein Damit wollen wir Schritt halten mit den
Amt nach 27 Jahren an jüngere Hände aktuellen Entwicklungen unserer Ge-
weiter. In Dank und Anerkennung für meinschaft.
seinen über 40-jährigen ehrenamtlichen Der folgende Tätigkeitsbericht ist in
Einsatz für die Brenndörfer Gemeinschaft mehrere Bereiche gegliedert. Die meis-
und Blasmusik wurde Otto Gliebe auf ten Aktivitäten sind unseren Mitgliedern
Lebenszeit zum Ehrenvorsitzenden der bereits bekannt, da in den „Briefen aus
„Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ ge- Brenndorf“ regelmäßig und detailliert
wählt. Mit Ehrenurkunden dankten wir darüber berichtet wurde. Deshalb werden
Hermann Schmidts, Wiltrud Mooser und hier die Entwicklungen der letzten drei
Hans Wagner, die sich aus gesundheitli- Jahre zusammenzufassend behandelt.
chen oder anderen Gründen nicht mehr
„Briefe aus Brenndorf“
zur Wahl stellten.
Heimatbrief sehr beliebt - Die „Briefe
Was hat der Vorstand aus Brenndorf“ werden seit Pfingsten
seither geleistet? 2005 mit farbigem Umschlag und in hoch-
Der neue Vorstand hat die bewährte wertigem Offsetdruck hergestellt. Der
Arbeit des alten Vorstandes fortgesetzt. ansprechende Inhalt, das neue Erschei-
Wir sind unserem Ehrenvorsitzenden nungsbild und die vielen Fotos (auch von
Otto Gliebe sehr dankbar, dass er uns Jungvermählten) unseres Heimatbriefes
weiterhin bei der engen Kontaktpflege finden nicht nur unter den Brenndörfern,
zu unseren Mitgliedern unterstützt und sondern auch unter den Burzenländer
uns immer wieder beratend zur Seite Nachbarvätern eine positive Resonanz.
steht. Da die meisten Vorstandsmitglie- Auch Dieter Drotleff, Schriftleiter der
der mitten im Berufs- und Familienle- Wochenschrift „Karpatenrundschau“ in
ben stehen, muss die Arbeit auf mehrere Kronstadt, würdigte die Qualität unserer
Schultern verteilt werden. Der Kontakt HOG-Publikation. Unser Heimatblatt ist
zu unseren Mitgliedern wird nicht nur eine lebendige Chronik, die nach Mög-
vom neuen Vorsitzenden, sondern von lichkeit über alle Ereignisse, die sich in
allen Vorstandsmitgliedern gepflegt, der Gemeinschaft abspielen, wie Todes-
die sich für das Wohlergehen unserer nachrichten, Vermählungen, Geburten,
Landsleute verantwortlich fühlen. Ne- die verschiedensten Treffen, Goldene
ben der persönlichen, fernmündlichen Konfirmationen, Klassentreffen usw. so-
und schriftlichen Kommunikation wer- wie über die Ereignisse und das Leben
den immer mehr auch neue Medien ein- unserer Landsleute aus der alten Heimat
gesetzt. So erscheinen Teile der „Briefe informiert. Die „Briefe aus Brenndorf“
aus Brenndorf“ auch im Internet unter sollen das Bindeglied zwischen uns allen
[Link], zudem wollen wir sein und dazu beitragen, alle Brenndör-
Gespräche mit Zeitzeugen auf Videofilm fer in eine starke Gemeinschaft einzu-
aufzeichnen und setzen den PC nicht nur binden.
in der Adressenverwaltung, sondern Damit das Heimatblatt auch künftig
auch in der Familienforschung ein. Ein lebendig und vielseitig über die wich-
Satzungsentwurf wird erarbeitet und tigsten Ereignisse berichten kann, rufen
in diesem Heimatbrief veröffentlicht, so wir euch alle hiermit nochmals auf, vor
Briefe aus Brenndorf 61/2006 5
allem die ältere Generation, uns mitzu- Adressenverzeichnis
teilen, wenn eure Kinder heiraten, wenn Eine wichtige Aufgabe ist die ständi-
sich Nachwuchs einstellt, wenn sie eine ge Überarbeitung unseres Adressenver-
neue Wohnung beziehen oder sich die zeichnisses. Bedingt durch häufige Woh-
Anschriften ändern. Todesfälle bitten nungswechsel, muss unser Adressenheft
wir, immer an Otto Gliebe oder Hugo ständig auf dem neuesten Stand gehalten
Thiess mit einer Todesanzeige bekannt werden. Dies kann aber nur geschehen,
zu geben. Wir alle wollen am Leben der wenn wir alle daran mitarbeiten. Deshalb
Gemeinschaft teilhaben, und das können bitten wir euch, eure Anschrift sowie die
wir nur, wenn wir offen sind und uns eurer Kinder, Verwandten und Bekann-
gegenseitig informieren, in unserem Fall ten im letzten Adressenverzeichnis (2003)
über unseren Heimatbrief. zu überprüfen. Wenn Adressen nicht
Die Heimatbriefe erscheinen in einer mehr aktuell sind, teilt sie bitte unserem
Auflage von 750 Stück, wovon etwa 100 Kassenwart und Adressenverwalter Ed-
Stück an verschiedene Bibliotheken, an mund Seimen kurz mit. Beim Treffen in
die politischen und kulturellen Vertre- Brackenheim werden die aktuellen An-
tungen der Landsmannschaft, an die schriften unserer Mitglieder ausgehängt,
Burzenländer Nachbarväter und ihre so dass jede/r überprüfen kann, ob seine/
engsten Mitarbeiter, an unsere Lands- ihre Adresse korrekt erfasst ist. Wir sind
leute in Brenndorf, die Landeskirche in dankbar für jeden Hinweis und hoffen,
Hermannstadt verschickt werden. Wir dass wir euch im Dezember 2006 wieder
hoffen, dass wir diese Auflage halten kön- ein vollständiges Adressenverzeichnis
nen, und wären froh, wenn der Heimat- zuschicken können.
brief in keinem Hause fehlen würde. Bitte teilt uns auch die Anschriften eu-
Burzenländer Heimatkalender rer volljährigen Kinder mit, die zwischen
schon zum 15. Mal dem 1. Januar 1986 und 31. Dezember
1988 geboren wurden.
Die Burzenländer Heimatkalender wer-
Wir wollen unsere volljährigen Jugend-
den von allen Burzenländer Heimatorts-
lichen, soweit sie uns bekannt sind, auch
gemeinschaften jährlich herausgegeben
in das Verzeichnis aufnehmen. „Die jun-
und erfreuen sich bei den Landsleuten be-
gen Leute haben ein Recht darauf, als
sonderer Beliebtheit. In einer Auflage von
selbstständige und erwachsene Mitglie-
rund 7 000 Exemplaren ist der Heimatka-
der unserer Gemeinschaft betrachtet zu
lender 2006 unter dem Titel „Kirchenor-
werden“, schrieb unser Ehrenvorsitzen-
geln im Burzenland“ in Farbkunstdruck
der Otto Gliebe vor drei Jahren. Das ist
herausgekommen. Die Herausgabe des
auch heute gültig. Viele über 18-Jährige
Kalenders war bei der Arbeitstagung der
haben ihre Kindheit bzw. frühe Jugend in
Burzenländer Nachbarväter und Gemein-
Brenndorf verbracht und sind mit den Ge-
devertreter im Frühling 2005 in Neuhaus
gebenheiten der Gemeinschaft vertraut.
bei Crailsheim beschlossen worden und
Alle, ob in Brenndorf oder anderswo ge-
dies im fünfzehnten Jahr hintereinander.
boren, sollten in unser Adressenverzeich-
Die Reihe wird mit ansprechenden Mo-
nis aufgenommen werden.
tiven fortsetzt. Der Kalender wird auch
weiterhin nur jenen Landsleuten zuge- Familienforschung
schickt, die unsere Arbeit moralisch und Hermann Schmidts ist nach schwerer
finanziell unterstützen. Krankheit am 19. März 2004 im Alter von
6 Briefe aus Brenndorf 61/2006
66 Jahren in Reinheim bei Darmstadt ge- umfasst. Diese Arbeit soll fortgesetzt wer-
storben. Durch seine verdienstvolle, über den, um die ortskundlichen Forschungen
25-jährige Arbeit im Bereich der Famili- sowie die Veröffentlichungen im Heimat-
en- und Heimatforschung hat er Maß- brief und Internet zu erleichtern.
stäbe gesetzt sowohl für das Burzenland
Brenndorf im Internet
als auch für ganz Siebenbürgen. Am 2.
April 2004 haben wir im Rahmen einer Brenndorf ist seit fünf Jahren im welt-
würdigen Trauerfeier Abschied von ihm weiten Datennetz unter der Adresse www.
genommen. [Link] vertreten. Die Homepage
Die Familienforschung der HOG wurde von Edmund Seimen aufgebaut
Brenndorf wird unter Anwendung mo- und grafisch gestaltet.
derner PC-Programme fortgeführt. Zu- Ziel des von Edmund Seimen gepfleg-
ständig für die Familienforschung ist ten Webauftritts ist es, die Jugend und all
Hugo Thiess, der die Unterlagen von jene zu informieren, die an der Geschichte
Hermann Schmidts übernommen hat. Er Brenndorfs und der siebenbürgisch-säch-
nimmt regelmäßig an den PC-Seminaren sischen Kultur interessiert sind und sich
für siebenbürgische Familienforscher in über diese Themen austauschen wollen.
Gundelsheim am Neckar teil. Wie viele Die Homepage von Brenndorf versteht
andere siebenbürgisch-sächsische Orts- sich zugleich als Nachschlagewerk rund
genealogen verwendet Hugo Thiess das um Brenndorf mit folgenden Inhalten:
Programm Gen_Plus und steht nun vor Geschichte Brenndorfs, Bilder von Kirche,
der zeitaufwändigen Aufgabe, die von Schule und Dorf, Menschen, Musikan-
Hermann Schmidts erarbeiteten Daten ten usw., wichtige Adressen und Links
in das moderne Genealogie-Programm von siebenbürgisch-sächsischen Institu-
zu übernehmen und um aktuelle Fami- tionen, Veranstaltungshinweise, Berichte
liendaten zu ergänzen. Das Ganze ist als der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“,
Vorarbeit für ein Brenndörfer Ortsfami- Artikel aus der Siebenbürgischen Zeitung
lienbuch gedacht, das Hugo Thiess mit- mit Bezug zu Brenndorf und dem Bur-
telfristig herausgeben will. Des Weiteren zenland.
erforscht er das geschichtliche Wappen In das E-Mail-Verzeichnis unter der
von Brenndorf und beabsichtigt, dafür Adresse [Link] können
den Rat von Heraldikern einzuholen. sich alle Brenndörfer und deren Freunde
eintragen und damit auf elektronischem
Foto-Archiv Wege miteinander in Kontakt treten. Na-
Ein großer Schatz unserer Gemein- türlich werden keine persönlichen Daten
schaft ist das von Uta Martini verwaltete oder Adressen veröffentlicht, es sei denn,
Foto-Archiv. Mit ihren nach bestimmten die oder der Betreffende erklärt sich da-
Themen ausgewählten Foto-Ausstellun- mit einverstanden.
gen erfreut sie nicht nur uns Brenndörfer Der Vorstand beabsichtigt, in den
bei den Nachbarschaftstagen in Bracken- nächsten Monaten auch ältere Folgen der
heim, sondern auch die Rosenauer bei „Briefe aus Brenndorf“ mit interessanten
ihrem Treffen in Bad Rappenau oder die Beiträgen über die Kultur und Geschich-
Siebenbürger Sachsen in Rüsselsheim. te Brenndorfs im Internet zu veröffentli-
Volker Kreisel hat zahlreiche Bilder aus chen. Damit sollen diese Informationen,
unserem Fotoarchiv eingescannt und zu die in älteren Heimatbriefen enthalten
einem digitalen Bildarchiv zusammen- sind, auch Forschern, der jungen Gene-
getragen, das bereits über 1 100 Bilder ration und den Interessenten in der gan-
Briefe aus Brenndorf 61/2006 7
zen Welt im Internet zugänglich gemacht Geschenken. Besondere Freude konnten
werden. wir den Musikern mit einem 1976 in
Die Webseite [Link] wol- Brenndorf gedrehten Film bereiten. Otto
len wir überarbeiten und mit stets aktu- Gliebe regt an, den Film, wenn technisch
ellen Informationen bestücken. Wir ru- möglich, auch beim Treffen 2006 in Bra-
fen hiermit alle Brenndörfer auf, unseren ckenheim vorzuführen.
Internetauftritt mit Ideen, Anregungen
und Beiträgen zu bereichern. Die E-Mail- Die Nachbarschaften der
Adresse von Edmund Seimen lautet: Dorfgemeinschaft
seimen@[Link]. Die regionalen Untergliederungen,
Berichte und weitere Infos über Brenn- die Nachbarschaften in Bayern, Baden-
dorf sind auch unter der Adresse http:// Württemberg und Nordrhein-Westfalen,
[Link]/ortschaften/ werden von der „Dorfgemeinschaft der
brenndorf/ abrufbar. Brenndörfer“ koordiniert, arbeiten aber
als selbständige Gruppen. Sie organisie-
Die Blaskapelle – eine ren kleine Treffen in den Jahren, in de-
wichtige kulturelle Institution nen es kein großes Brenndörfer Treffen
Die Blasmusik Brenndorf leistet nach gibt. So laden Laura und Hans Darabas
unserer Meinung einen bedeutenden regelmäßig zu Treffen in das Gasthaus
Beitrag zum Erhalt der siebenbürgisch- „Neuwirt“ in Garching bei München ein.
sächsischen Kultur und Traditionen aus Das letzte Treffen fand im Oktober 2004
Brenndorf. Die Blaskapelle unter der statt, ein weiteres Regionaltreffen ist im
Leitung von Walter Dieners ist neben Herbst 2007 geplant.
dem Kirchenchor, der jedes dritte Jahr Rainer und Monika Schuster haben
bei den Nachbarschaftstagen auftritt, die mit ihrem Helferteam ihren Einstand
einzige Brenndörfer Kulturformation, die als Organisatoren des Regionaltreffens
in Deutschland noch aktiv ist. Deshalb Nordrhein-Westfalen am 8. Oktober 2005
unterstützt die „Dorfgemeinschaft der in Drabenderhöhe erfolgreich bewältigt.
Brenndörfer“ die Blaskapelle und hat in Beim Heimattreffen feierte, wie oben
einer Sitzung am 30. Oktober 2004 in Tan- erwähnt, die „Junge Blaskapelle“ ihr
dern die „Grundsätze der Zusammen- 50-jähriges Bestehen. Das harmonische,
arbeit zwischen der ‚Dorfgemeinschaft heitere Fest des Wiedersehens kann als
der Brenndörfer‘ und der Blaskapelle sehr gelungen betrachtet werden. Wie
Brenndorf“ beschlossen. Die moralische beliebt diese kleine Treffen sind, zeigte
und finanzielle Förderung der Musikan- der gut gefüllte Saal mit rund 160 Teil-
tenauftritte und -treffen soll ein Ansporn nehmern. Die junge Generation war
sein, dass die Blasmusik ihre Kulturarbeit dabei erfreulicherweise stark vertreten.
regelmäßig entfaltet. Wir hoffen, dass das Ehepaar Rainer und
Die „Junge Blaskapelle Brenndorf“ fei- Monika Schuster auch künftig Treffen in
erte ihr 50-jähriges Jubiläum beim Regio- Drabenderhöhe organisieren und somit
naltreffen Nordrhein-Westfalen am 8. Ok- dem Bedürfnis unserer Landsleute, sich
tober 2005 in Drabenderhöhe. Eine Festre- wiederzusehen und gemütlich beisam-
de hielt der Ehrenvorsitzende Otto Gliebe menzusein, Rechnung getragen wird.
und dankte den Musikanten seitens der Nachdem Wiltrud und Jürgen Mooser
„Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ für ihr Amt als langjährige Organisatoren der
ihren Einsatz mit Urkunden und kleinen Regionaltreffen in Baden-Württemberg
8 Briefe aus Brenndorf 61/2006
im Oktober 2003 aufgegeben haben, ist dörfer“ ab 2006 mit einem Betrag von 500
es dem Vorstand leider nicht gelungen, Euro pro Jahr gefördert. Damit wollen wir
Nachfolger zu finden, die die Nachbar- die junge Generation stärker motivieren,
schaft Baden-Württemberg betreuen an gemeinschaftlichen Treffen teilzuneh-
und Brenndörfer Treffen im Südwesten men und unsere Traditionen fortzufüh-
Deutschlands auf die Beine stellen. Wir ren. Eine gezielte Jugendförderung wird
hoffen dennoch, Organisatoren zu fin- auch von anderen Burzenländer Heimat-
den und rufen geeignete Ehepaare auf, ortsgemeinschaften betrieben.
sich für diese Aufgabe zur Verfügung zu Wir laden die junge Generation ein,
stellen. künftig noch stärker in der Dorfgemein-
Außer diesen regionalen Treffen wur- schaft mitzumachen, die Angebote zur
den in den letzten Jahren noch einige aktiven Freizeitgestaltung unserer Ju-
Klassentreffen von den jeweiligen Jahr- gendreferenten wahrzunehmen und sich,
gängen organisiert. Auch bei diesen wenn möglich, auch mit Text- und Bild-
Zusammenkünften wird Brenndörfer beiträgen einzubringen, so dass wir eine
Gemeinschaft in kleinem, überschauba- Jugendseite im Heimatbrief einrichten
ren Rahmen gepflegt, es werden Erinne- können.
rungen und Neuigkeiten ausgetauscht. Um die Präsenz der Jugend in unse-
Deshalb ermuntern wir die Brenndörfer, rer Gemeinschaft zu stärken, schlägt der
dem Beispiel anderer Burzenländer Ge- Vorstand vor, dass Gert Mechel beim
meinden zu folgen und öfter Klassentref- Nachbarschaftstag 2006, zusammen mit
fen zu organisieren. Norbert Thiess, als Jugendreferent in den
Vorstand gewählt wird.
Erfreulich rege
Jugendarbeit Beiträge und Spenden
Die Jugend und Junggebliebenen ha- Zu den erfreulichen Tatsachen zählen
ben unter der Regie von Norbert Thiess auch die Beiträge und Spenden für un-
in den letzten Jahren eine rege Tätigkeit sere Dorfgemeinschaft. Der überwiegen-
entfaltet, die Hoffnung macht, dass un- de Teil der Brenndörfer kommt diesen
sere Gemeinschaft auch künftig Bestand „Pflichten“ weiterhin gewissenhaft nach
haben wird. So wurde im Sommer 2005 und unterstützt unsere Arbeit, so dass
bereits das fünfte Fischertreffen in Schwe- auch die „Dorfgemeinschaft der Brenn-
den bzw. Norwegen organisiert, es gab dörfer“ ihre Aufgaben zum Wohle un-
jährliche Skitreffen, und die Brenndör- serer Landsleute von hüben und drüben
fer waren zahlreich beim Burzenländer erfüllen kann.
Jugendtreffen am 2. April 2005 in Mög- Als Gegenleistung erhalten unsere Mit-
lingen vertreten. Wir gratulieren der glieder regelmäßig die Heimatbriefe, den
Brenndörfer Fußballmannschaft, die an Burzenländer Kalender, das Adressen-
diesem Tag erstmals in der Geschichte buch und sonstige kleine Publikationen
des Burzenländer Fußballballturniers als zugeschickt.
Sieger hervorging. Durch diese Zuwendungen haben wir
Im Januar 2006 fand ein Skitreffen in die Möglichkeit, die verschiedensten Tref-
Bad Goisern (Oberösterreich) statt, Fa- fen zu einem niedrigen Eintrittspreis zu
sching wurde am 11. Februar im Gasthaus organisieren und wenn nötig, auch finan-
„Neuhaus“ bei Crailsheim gefeiert. ziell zu unterstützen.
Die erfreulich rege Jugendarbeit wird Ein Teil der Spenden dient als Rücklage
von der „Dorfgemeinschaft der Brenn- für eine neue erweiterte Chronik, die erst
Briefe aus Brenndorf 61/2006 9
in einigen Jahren, nachdem alle Kopien Die evangelische Kirchengemeinde
aus dem Archiv der Brenndörfer Kirche Brenndorf zählt zurzeit 51 Erwachsene
gesichtet und bearbeitet wurden, erschei-und 13-17 Kinder. Seelsorgerisch betreut
nen wird. Somit werden wir in der Lage wird Brenndorf von Peter Klein, der am
sein, euch die neue Chronik zu einem 14. Mai 2006 in Petersberg durch Bischof
angemessenen Preis anzubieten. D. Dr. Christoph Klein zum Pfarrer ordi-
Seit dem Weihnachtsheft 2004 haben niert wurde. Kuratorin ist Rosi Rusu geb.
wir auch um zweckgebundene Spenden Graef, die im November 2005 im Amt
für die Kirchenrenovierung in Brenndorf bestätigt wurde.
geworben, auf die wir weiter unten ein- Friedhofspflege - Die Friedhofspflege
gehen werden. in Brenndorf wird durch Spenden unse-
Im Namen des Vorstandes danke ich rer Mitglieder finanziell getragen. Der
euch für jede Spende, die auf das Konto Friedhof befindet sich in einem guten
der Dorfgemeinschaft eingezahlt wurde, Zustand und wird seit mehreren Jahren
und versichere euch, dass diese Gelder von Hans Zacharias gepflegt. Die „Dorf-
ausschließlich der Gemeinschaft zugute gemeinschaft der Brenndörfer“ (HOG
kommen. Brenndorf) bezuschusst die Friedhofs-
Dem Vorstand ist es gelungen, mit pflege in Brenndorf mit etwa 1 000 Euro
Edda Rhein und Herta Seimen-Sperlich jährlich.
zwei sachkundige Rechnungsprüferin- Die Beziehung zur Kirchengemeinde
nen zu gewinnen, die die Bücher jährlich wird durch Manfred Copony, der im
überprüfen. Oktober 2003 in den Vorstand der Dorf-
Wer sich über die Buchführung infor- gemeinschaft gewählt wurde, hervorra-
mieren möchte, kann dies ohne weiteres gend gepflegt. Manfred Copony wohnt
tun. Die ganzen Unterlagen seit der Grün-im Pfarrhaus in Neustadt und ist Ange-
dung der Dorfgemeinschaft im Jahr 1976 stellter des evangelischen Kirchenbezirks
werden während des 9. Nachbarschafts- Kronstadt. Größere Reparaturarbeiten
tages im Ausstellungsraum vorliegen. wurden an der Kirche nötig. Das Kreuz
auf dem Kirchdach über dem Altarschiff
Hilfe für Brenndorf
drohte herunterzufallen. Vor Winterein-
Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 hat bruch 2003/2004 entfernte Manfred Copo-
die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ ny, zusammen mit zwei Bergsteigern, das
die Bindung zu Brenndorf stets aufrecht Kreuz und dichtete das Dach ab.
erhalten. Die erste Bewährungsprobe
brachte das schwere Erdbeben vom 4. Kirchenrenovierung
März 1977, als die Kirche und der Kirch- in Brenndorf
turm, ein Jahr nach ihrer Renovierung so Die vom Erdbeben im Mai 1990 heim-
schwer beschädigt wurden. In den 80er gesuchte evangelische Kirche muss drin-
Jahren schickte die Dorfgemeinschaft, gend renoviert werden. Der Kronstädter
gemeinsam mit einigen Hilfsorganisati- Kirchenbezirk trat im Jahr 2004 mit der
onen, hunderte von Lebensmittelpaketen Bitte an die „Dorfgemeinschaft der Brenn-
nach Brenndorf. dörfer“ heran, die Kirchenreparatur fi-
Nach der Wende wird den dort Verblie- nanziell zu unterstützen. Diesem Hilferuf
benen durch kleine Geldbeträge und die ist der Vorstand nachkommen und sam-
Weihnachtsbescherung, die jedes Jahr melt seit dem Weihnachtsheft 2004 der
allen Familien der Kirchengemeinde „Briefe aus Brenndorf“ Spenden unter
überreicht wird, geholfen. den Mitgliedern der „Dorfgemeinschaft“.
10 Briefe aus Brenndorf 61/2006
Alle Brenndörfer und deren Freunde Bauernhaus mit Gästezimmern, auch für
wurden aufgerufen, die Kirchenreno- Besucher aus Deutschland, umgestalten.
vierung durch Spenden zu unterstützen. Auch dieses Vorhaben ist unseres Erach-
Viele sind diesem Aufruf nachgekommen tens sehr förderungswürdig und sollte
und haben seit Januar 2005 insgesamt von der HOG finanziell und moralisch
8.600 Euro gespendet. Dafür möchte sich unterstützt werden.
der Vorstand der „Dorfgemeinschaft der
Brenndörfer“ ganz herzlich bedanken. Die „Dorfgemeinschaft“
Alle Spender haben gezeigt, dass ihnen im HOG-Verband
das Schicksal der evangelischen Kirche Wie die meisten anderen Heimatorts-
und unseres Kulturerbes im Allgemei- gemeinschaften ist auch die „Dorfge-
nen auch nach ihrer Auswanderung nicht meinschaft der Brenndörfer“ Mitglied im
gleichgültig ist. Verband der Siebenbürgisch-Sächsischen
Erste Sicherungsmaßnahmen wurden Heimatortsgemeinschaften e.V., der 1997
schon im Frühsommer 2004 durchgeführt, gegründet wurde und uns nach außen hin
um weitere Wasser- und Wetterschäden im Siebenbürgisch-Sächsischen Kultur-
abzuwenden. Ersten Schätzungen zufol- rat vertritt. Wir stehen in gutem Kontakt
ge könnten die anstehenden Arbeiten 50 zu anderen siebenbürgisch-sächsischen
000 Euro kosten, so dass die Kirche da- Heimatortsgemeinschaften, vor allem
nach wieder für Gottesdienste und Besu- zu jenen des Burzenlandes, aber auch
cher genutzt werden kann. Diese Summe zur Landsmannschaft der Siebenbürger
liegt allerdings weit über den finanziellen Sachsen und anderen Organisationen.
Möglichkeiten der „Dorfgemeinschaft der Wir tauschen regelmäßig Gedanken und
Brenndörfer“ und macht die Hilfe von Erfahrungen mit ihnen aus, die uns hel-
Stiftungen und anderen Sponsoren erfor- fen, die Arbeit der „Dorfgemeinschaft der
derlich. Ein drittes finanzielles Standbein Brenndörfer“ besser zu gestalten.
erhoffen wir uns durch die Veräußerung
von Ackerboden in Brenndorf. Aufruf zum Mitwirken
Wir rufen alle Landsleute dazu auf, im neuen Vorstand
unser Kulturgut am Leben zu erhalten Beim großen Brenndörfer Treffen vom
und den Verfall der Kirche durch gemein- 23. bis 24. September 2006 stehen Neu-
same Anstrengung zu verhindern. Ein wahlen an. Die bisherigen Vorstandsmit-
besonderer Dank geht an Manfred Co- glieder werden sich voraussichtlich wie-
pony, ohne dessen Einsatz es unmöglich der zur Wahl stellen. Zusätzlich schlägt
wäre, die Kirche in Brenndorf zu reno- der Vorstand vor, Gert Mechel, zusammen
vieren. Er betreut und koordiniert dieses mit Norbert Thiess, als Jugendreferent in
große Vorhaben, das unsere Kräfte auf den Vorstand zu wählen.
eine harte Probe stellt. Manfred führt die Darüber hinaus bitten wir auch alle
Verhandlungen mit den Gutachtern und Mitglieder, tüchtige und verantwor-
Baufirmen, holt stets mehrere Angebote tungsbewusste Männer und Frauen aus
ein. Er sucht auch die geeigneten Bau- unseren Reihen für den neuen Vorstand
arbeiter, überwacht sie und nimmt die vorzuschlagen. Wir suchen auch freiwil-
fertigen Arbeiten ab. lige Mitarbeiter jeden Alters, die sich an
Das renovierungsbedürftige Pfarrhaus der Gestaltung des Heimatbriefes mit
will Manfred Copony instand setzen und Beiträgen und guten Ideen beteiligen
aufgrund eines Erbpachtvertrages mit möchten.
dem Kronstädter Kirchenbezirk in ein Siegbert Bruss
Briefe aus Brenndorf 61/2006 11
Satzungsentwurf der
„Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“
Mitgliederversammlung verabschiedet neue Satzung
am 23. September 2006 in Brackenheim
Die „Dorfgemeinschaft der Brenndör- rellen Erbes der Siebenbürger Sachsen,
fer“ wurde zu Pfingsten 1976 in Dinkels- insbesondere aus Brenndorf, und zu seiner
bühl gegründet. Eine ältere Satzung der Vermittlung nach außen ein. Zweck des
„Dorfgemeinschaft“ muss nach bald drei Vereins ist die Förderung der Heimatpfle-
Jahrzehnten an die gegenwärtigen und ge, der Jugendpflege, der Spätaussiedler,
künftigen Ziele unserer Gemeinschaft kirchlicher und mildtätiger Zwecke im
angepasst werden. Deshalb legt der Vor- Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte
stand den unten stehenden Satzungsent- Zwecke“ der Abgabenordnung.
wurf unseren Mitgliedern zur Diskussion 3. Die Dorfgemeinschaft verfolgt fol-
und Abstimmung vor. Die neue Satzung gende Ziele und Aufgaben:
wird beim Nachbarschaftstag am 23. Sep- a) Das Zusammengehörigkeitsgefühl
tember 2006 in Brackenheim verabschie- der Mitglieder untereinander sowie mit
det. der Heimatgemeinde Brenndorf (rumä-
nisch Bod), Kreis Kronstadt, in Sieben-
§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr bürgen/Rumänien zu pflegen und zu
1. Der aus ehemaligen Brenndörfern, fördern.
deren Familienangehörigen, Nachkom- b) Erforschung und Dokumentation
men und Freunden gebildete Verein der Orts- und Familiengeschichte von
führt den Namen „Dorfgemeinschaft Brenndorf; Herausgabe von Büchern,
der Brenndörfer“ oder „Heimatortsge- Broschüren, Videofilmen usw.; Förde-
meinschaft Brenndorf“ (kurz: „HOG rung von Forschungen und Publikatio-
Brenndorf“). nen mit Bezug zu Brenndorf oder zum
2. Sitz des Vereins ist der Wohnort des Burzenland.
jeweiligen Vorsitzenden. c) Die Mitglieder über wichtige Ereig-
3. Das Geschäftsjahr ist das Kalender- nisse im Leben der Dorfgemeinschaft zu
jahr. informieren; Öffentlichkeitsarbeit nach
außen zu leisten.
§ 2 Zweck und Grundsätze der Dorf- d) Im Sinne der Nachbarschaftshilfe
gemeinschaft und im Rahmen der Möglichkeiten mate-
1. Die Dorfgemeinschaft ist ein ideeller rielle und geistige Hilfe an die Bewohner
Verein und verfolgt ausschließlich ge- des Heimatortes sowie die bedürftigen
meinnützige Zwecke. In Verbundenheit Mitglieder der Heimatortsgemeinschaft
mit dem Glauben und der Kirche sowie zu leisten.
den Traditionen der siebenbürgisch- e) Mitwirkung bei dem Erhalt, der Be-
sächsischen Vorfahren in Brenndorf ha- treuung und Pflege bedeutender sieben-
ben von dort ausgesiedelte Sachsen den bürgisch-sächsischer Gemeinschaftsbau-
Verein zu Pfingsten 1976 in Dinkelsbühl ten, Kulturdenkmäler und Einrichtun-
gegründet. gen in Brenndorf, wie Kirche, Pfarrhaus,
2. Die Dorfgemeinschaft setzt sich für Friedhof u.a.
den Erhalt und die Pflege der Gemein- f) Förderung der Jugendarbeit in der
schaft sowie die Bewahrung des kultu- Heimatortsgemeinschaft.
12 Briefe aus Brenndorf 61/2006
g) Sammlung von Spenden zur Erfül- 6. Personen, die sich um die Dorfge-
lung der Vereinsaufgaben. meinschaft und um Brenndorf besonders
h) Die „Dorfgemeinschaft der Brenn- verdient gemacht haben, können auf Vor-
dörfer“ ist parteipolitisch neutral, übt schlag des Vorstandes zu Ehrenmitglie-
religiöse und weltanschauliche Toleranz dern ernannt werden.
und bekennt sich zu einem demokrati-
schen, zusammenwachsenden Europa. § 4 Rechte und Pflichten der Mitglieder
i) Die Dorfgemeinschaft arbeitet zur 4.1. Rechte der Mitglieder
Erfüllung ihres Vereinszweckes und zur a) Jedes Mitglied kann an den Mitglie-
Wahrnehmung ihrer Aufgaben mit Or- derversammlungen und sonstigen Ver-
ganisationen wie dem Siebenbürgisch- anstaltungen teilnehmen.
Sächsischen Kulturrat e.V., der Lands- b) Recht zu wählen und gewählt zu
mannschaft der Siebenbürger Sachsen in werden.
Deutschland e.V., dem Siebenbürgen-Ins- c) Jedes Mitglied hat Anspruch auf den
titut in Gundelsheim, dem Hilfskomitee Heimatbrief, „Briefe aus Brenndorf“, und
der Siebenbürger Sachsen und der evan- eigens für die Mitglieder herausgegebe-
gelischen Banater Schwaben im Diakoni- ne Publikationen der Dorfgemeinschaft.
schen Werk, der Siebenbürgisch-Sächsi- Mitglieder, die über zwei Jahre mit ih-
schen Stiftung und anderen Einrichtun- ren Beiträgen in Verzug sind, verlieren
gen, die die gleichen Aufgaben unterstüt- diesen Anspruch (die Zusendung des
zen, zusammen. Die Dorfgemeinschaft Heimatbriefes wird abgemahnt und aus-
ist seit dem 1. März 1997 Mitglied des gesetzt.)
Verbandes der Siebenbürgisch-Sächsi- 4.2. Pflichten der Mitglieder
schen Heimatortsgemeinschaften e.V. a) Die Mitglieder erkennen diese Sat-
zung an.
§ 3 Mitgliedschaft b) Beachtung und Anerkennung der
1. Mitglied der „Dorfgemeinschaft der Beschlüsse der Organe des Vereins.
Brenndörfer“ können ehemalige Brenn- c) Die Finanzierung der Dorfgemein-
dörfer, deren Familienangehörige und schaft erfolgt durch freiwillige Beiträge/
Nachkommen sowie dieser Gruppe nahe Spenden der Mitglieder. Jugendliche, die
stehende Personen werden, sofern sie sich sich in Ausbildung oder im Grundwehr-
zur Gemeinschaft der Brenndörfer beken- dienst oder Zivildienst befinden, sind
nen und diese Satzung anerkennen. Die vom Beitrag befreit. Dasselbe gilt für be-
Mitgliedschaft erfolgt nach dem Grund- dürftige Mitglieder.
satz der Freiwilligkeit.
2. Die Mitgliedschaft ist beim Vorstand § 5 Die Mitgliederversammlung
der Dorfgemeinschaft zu beantragen, der (Nachbarschaftstag)
über die Aufnahme entscheidet. 1. Die Mitgliederversammlung (Nach-
3. Die Mitgliedschaft erlischt durch barschaftstag) ist das höchste Organ der
Austritt, Ausschluss oder Tod. Dorfgemeinschaft.
4. Der Ausschluss wird vom Vorstand 2. Die Mitgliederversammlung findet
beschlossen. Gründe für den Ausschluss in der Regel im dreijährigen Turnus statt
sind z.B. grobe Verstöße gegen diese Sat- und ist beschlussfähig unabhängig von
zung. der Anzahl der anwesenden Mitglieder.
5. Mit dem Ausscheiden verliert das 3. Alle drei Jahre findet während der
Mitglied alle Rechte und Ansprüche an Mitgliederversammlung die Wahl des
die Dorfgemeinschaft. Vorstandes statt.
Briefe aus Brenndorf 61/2006 13
4. Die Mitgliederversammlung ist zu- Stellvertreter oder Stellvertreterin im Amt
ständig für: Entgegennahme eines Re- nach. War kein weiteres Mitglied nomi-
chenschaftsberichtes des Vorstandes, niert oder ist das Mitglied bereits in ein
Entgegennahme des Berichtes des Kas- anderes Amt gewählt worden, so ist der
senwartes und der Rechnungsprüfer, Ent- Vorstand ermächtigt, einen Ersatz für die
lastung des Vorstandes, Wahl des Wahl- Restzeit zu ernennen.
ausschusses, Wahl des Vorstandes, Wahl 6. Alle Funktionen innerhalb der Dorf-
von zwei Rechnungsprüfern, Ernennung gemeinschaft sind ehrenamtlich. Ledig-
von Ehrenmitgliedern, Annahme und lich die durch Ausübung übernommener
Änderung der Satzung, Auflösung der Aufgaben entstandenen und nachgewie-
„Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“. senen Ausgaben werden erstattet.
5. Die Mitgliederversammlung ent- 7. Für besondere Aufgaben, die nicht an
scheidet mit einfacher Mehrheit der an- ein bestimmtes Vorstandsamt gebunden
wesenden stimmberechtigten Mitglieder sind, bildet der Vorstand Ausschüsse oder
durch offene Abstimmung durch Hand- beauftragt damit einzelne Mitglieder, z.B.
zeichen. Satzungsänderungen bedürften Versand des Heimatbriefes, Vertreter in
einer Zweidrittelmehrheit , für die Auflö- verschiedenen Gremien oder Organisa-
sung des Vereins ist eine Vierfünftelmehr- tionen u.a.
heit erforderlich. 9. Mitglieder, die nicht dem Vorstand
angehören, können zur Mitarbeit und
§ 6 Der Vorstand zur Beratung des Vorstandes herange-
1. Der Vorstand ist das ausführende zogen werden. Zudem kann der Vorstand
Organ der Dorfgemeinschaft. Er leitet die Ausschüsse zur Durchführung konkreter
„Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ hin- Aufgaben bilden und auflösen.
sichtlich der Erfüllung der satzungsmä- 10. Der Vorstand tritt einmal im Jahr zu
ßigen Ziele und Aufgaben. einer ordentlichen Sitzung zusammen,
2. Der Vorstand besteht aus: dem bei Bedarf auch zu weiteren, außeror-
Vorsitzenden (auch „Nachbarvater“ ge- dentlichen Sitzungen.
nannt), Stellvertretenden Vorsitzenden,
Kassenwart, Schriftführer, einem bis § 7 Der Ehrenvorsitzende
zwei Jugendreferenten, den Referenten 1. Der Nachbarschaftstag (Mitglieder-
für Familienforschung, Fotoarchiv, die versammlung) kann mit einfacher Mehr-
Beziehung zur Heimatgemeinde und heit der anwesenden stimmberechtigten
Österreich. Mitglieder einen aus dem Amt geschie-
3. Vorstandmitglieder können mehrere denen Vorsitzenden der „Dorfgemein-
Aufgaben oder Referate wahrnehmen; schaft“ zum Ehrenvorsitzenden auf Le-
Ämter können in Doppelbesetzung aus- benszeit bestimmen.
geübt werden, z. B. von beiden Ehegatten. 2. Der Ehrenvorsitzende vertritt die
4. Die Vorstandsmitglieder werden „Dorfgemeinschaft“ in Absprache mit
von der Mitgliederversammlung für eine dem aktuellen Vorstand nach außen und
Amtszeit von drei Jahren gewählt und innen.
bleiben im Amt, bis Neuwahlen stattge- 3. Kraft seines großen Erfahrungsschat-
funden haben. Die Wiederwahl ist mög- zes wirkt der Ehrenvorsitzende als Bin-
lich. deglied zwischen Jung und Alt, zwischen
5. Fällt während der Amtszeit ein bewährten Traditionen und zukünftig zu
Vorstandsmitglied aus, so rückt dessen erschließenden Werten.
14 Briefe aus Brenndorf 61/2006
§ 8 Der Vorsitzende Nachbarschaften in Bayern, Baden-Würt-
1. Dem Vorsitzenden obliegt die Lei- temberg, Nordrhein-Westfalen und gege-
tung der Dorfgemeinschaft im Sinne die- benenfalls in anderen Gebieten, werden
ser Satzung. von der „Dorfgemeinschaft der Brenn-
2. Er trifft alle Entscheidungen, die nicht dörfer“ koordiniert, arbeiten aber als
anderen Organen vorbehalten sind. selbständige Gruppen. Sie organisieren
3. Er ist zeichnungsbefugt (zeichnungs- kleine Treffen in den Jahren, in denen
berechtigt). es kein großes Brenndörfer Treffen gibt.
4. Er ist verantwortlich für die Redakti- Zur besseren Erfassung und Bearbeitung
on des Heimatbriefes, wenn diese Aufga- regional auftretender Probleme sowie zur
be nicht einer anderen Person oder einem Organisierung von Regionaltreffen kann
Ausschuss übertragen wird. der Vorstand je einen Regionalvertreter
der Nachbarschaft auf unbegrenzte Zeit
§ 9 Vertretung der Dorfgemeinschaft wählen.
1. Die Dorfgemeinschaft wird gericht-
lich und außergerichtlich durch den § 12. Vereinsblatt „Briefe aus Brenn-
Vorsitzenden und den Stellvertretenden dorf“
Vorsitzenden vertreten. Jeder von ihnen 1. Herausgeber des Vereinsblattes
ist alleinvertretungsberechtigt. Intern „Briefe aus Brenndorf“ ist die „Dorfge-
kann der Stellvertretende Vorsitzende meinschaft der Brenndörfer“. Die Zeit-
bei Verhinderung des Vorsitzenden tä- schrift erscheint in der Regel zweimal
tig werden. jährlich (vor Pfingsten und vor Weihnach-
2. Der Vorsitzende oder der Stellvertre-ten.) Sie ist das Organ zur Verwirklichung
tende Vorsitzende können die außerge- der aus § 2 abgeleiteten Aufgaben der
richtliche Vertretung für einzelne Gebiete Dorfgemeinschaft der Brenndörfer.
oder Aufgaben auch an andere Mitglieder 2. Kostenlose Exemplare werden in an-
des Vorstands übertragen. gemessener Zahl an interessierte Biblio-
theken, Forschungsstellen und sonstigen
§ 10 Rechnungsprüfer Personen des öffentlichen Lebens sowie
1. Die Mitgliederversammlung wählt an Landsleute in Brenndorf geschickt.
zwei Kassenprüfer für die Amtsdauer des
gewählten Vorstandes. § 13. Auflösung des Vereins
2. Die Rechnungsprüfer haben bei Be- Die „Dorfgemeinschaft der Brenndör-
darf, jedoch mindestens einmal im Jahr die fer“ gilt als aufgelöst, wenn in der Mitglie-
Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung derversammlung eine Vierfünftelmehr-
zu prüfen und einen Kassenprüfungsbe- heit der stimmberechtigten Anwesenden
richt zu erstellen. Über das Ergebnis der die Auflösung beschließt. Gleichzeitig
Prüfung ist der Mitgliederversammlung wird über das Vereinsvermögen ent-
zu berichten. schieden. Schriften, Fotomaterial, Trach-
ten usw. werden der Siebenbürgischen
§ 11. Regionalvertreter der Nachbar- Bibiothek bzw. dem Siebenbürgischen
schaften Museum in Gundelsheim übereignet.
Da die Brenndörfer verstreut im ge-
samten Bundesgebiet leben, bietet es § 14. Das Inkrafttreten der Satzung
sich an, in deren Ansiedlungsschwer- 1. Die Satzung tritt nach ihrer Annah-
punkten Nachbarschaften zu gründen. me durch die Mitgliederversammlung
Die regionalen Untergliederungen, die (Zweidrittelmehrheit) in Kraft.
Briefe aus Brenndorf 61/2006 15
Brenndörfer Faschingstreffen
Jugend und Junggebliebene feierten in Neuhaus
Es war wieder mal schön auf dem Fa- die den Raum wild gestikulierend und
schingstreffen der Brenndörfer Jugend mit Gebrüll betraten. Der „Teufel“(Adi
und Junggebliebenen, das heuer am Konnerth) und die „Spinnenfrau“ (Karina
11. Februar im Gasthof „Neuhaus“ bei Konnerth) rundeten farbenfroh diesen
Crailsheim stattfand. Dem Ruf unseres schönen Augenblick ab und ließen uns
Jugendreferenten Norbert Thiess, wel- gleich vergessen, dass wir wegen ihres
cher den Fasching organisierte, folgten verspäteten Kommens ziemlich besorgt
leider nur wenige Brenndörfer oder de- waren.
ren Freunde. Es waren 18 Personen, die Jede Menge sonstiger Faschingspro-
gleich nach ihrer Ankunft alle zusammen minenz gesellte sich dann abends zum
anpackten und den uns zur Verfügung Tanz und guten Unterhaltung. Aus der
gestellten Raum schön schmückten. Welt der Helden zeigten sich Robin Hood
Die zuletzt Gekommenen Adi und (Norbert) und Superman (Horst Hergetz
Karina Konnerth sowie Fery und Hilde jun.), die bei all ihren Taten mit „polizei-
Levay (treue „Brenndorf-Anhänger“) be- licher“ und „clownerischer“ Unterstüt-
scherten uns mit ihrem Erscheinen den zung seitens Gerd Mechel bzw. Hugo
ersten schönen Faschingsmoment. Un- Thiess rechnen konnten.
vergesslich war der Auftritt der beiden Für die Musik sorgte, wie schon in den
„Steinzeitmenschen“(Hilde und Fery), vergangenen Jahren, unser DJ Benno
Gruppenfoto vom Faschingstreffen, v.l.n.r: Gert Mechel, Horst Hergetz jun., Norbert Thiess,
Adolf und Karina Konnerth sowie Fery und Hilde Levay. Foto: Hugo Thiess
16 Briefe aus Brenndorf 61/2006
(Benno Wagner). Es wurde beim Tanzen dann will man auch nicht früh in die
nichts ausgelassen: Disco-Pop, Hopser- Kiste. Bis spät in die Nacht feierten wir,
polka, Sirtaki, aber auch rumänische Dis- erzählten Witze und plauderten unter-
co-Folklore-Lieder vereinten uns auf der haltsam weiter.
Tanzfläche. Am nächsten Morgen frühstückten wir
Mit Essen und Getränken wurden wir zusammen und unterhielten uns darü-
bestens vom Wirt der Gaststätte versorgt. ber, wie man im nächsten Jahr wieder
Wie in der Einladung angekündigt, er- mehr Leute „mobilisieren“ kann, damit
hielt jeder Maskierte ein Freigetränk vom die nächste Faschings-Party noch besser
Organisator. wird.
Wenn man in so guter Gesellschaft ist, Anca und Hugo Thiess
Unsere Leser schreiben
Lieber Herr Bruss, Mit allen guten Wünschen an die Dorf-
Herr Gliebe schickte mir freundlicher- gemeinschaft,
weise die „Briefe aus Brenndorf“ zu. Mit Eure Elwine
großem Einfühlungsvermögen haben Lieber Otto,
Sie die Glückwünsche an Winni Copony es ist mir eine besondere Freude von
zum 85. Geburtstag aufgenommen und euch, dem Vorstand der Dorfgemein-
den Worten von Herz zu Herz Raum schaft, eine so schöne Glückwunschkarte
geschenkt. Nachdem ich mit Winni ge- zum Geburtstag zu erhalten. Es ist wahr:
sprochen und ihre Ergriffenheit spürte, Das Foto lässt die Vergangenheit in schö-
hat mich nun auch selbst ihre Würdigung ner Erinnerung lächeln.
gerührt. Wie viel Herz und Arbeit in den Ich danke euch allen und wünsche dem
„Briefen aus Brenndorf“ stecken, können Vorstand viel Erfolg in seiner Arbeit für
wohl die Wenigsten ermessen. Jeder ih- die Gemeinschaft,
rer Nachbarn und rumänischen Begleiter Hans und Martha Klees
wollte gleich das Büchlein haben. Noch-
mals vielen Dank für den Beitrag in den Lieber Otto,
„Briefen aus Brenndorf“ herzlichen Dank für eure Glückwün-
Ihre Gertrud Lexen-Linsemaier sche und die Noten zu meinem 80. Ge-
Lieber Otto, burtstag. Wir werden sie sicher spielen.
mit der Veröffentlichung der Glück- Neben den vielen Ehrungen, die mir in
wünsche von Gertrud Lexen-Linsenmaier diesen Tagen zuteil wurden, kam noch
und Ingeborg Graef in unserem Heimat- eine am 20. April dazu, und zwar in
brief habt ihr mir zu meinem 85. Geburts- Corund, Kreis Harghita. Dort hat der
tag eine große und erfreuliche Überra- „Freundeskreis Siebenbürgen“ aus Neck-
schung gemacht. Von wo die wohl eure arsulm, Vorsitzender Johannes Kravatz-
Anschrift bekommen haben? Jedenfalls ky, ein Gästehaus errichtet. Bei der Ein-
ist es ein Zeichen dafür, dass alle Lexen- weihung vor zwei Jahren war ich mit der
Geschwister mich geschätzt und auch Burzenländer Blaskapelle dabei.
geliebt haben. Vielen lieben Dank ihnen Jetzt wurden neben dem Gästehaus im
sowie euch und der ganzen Dorfgemein- Kurgarten die ersten Skulpturen einge-
schaft für diese schöne Aufmerksamkeit, weiht. Während dieser Feier wurde mir
die ihr mir im letzten Heimatbrief ge- nochmals zum 80. Geburtstag gratuliert
macht habt. und mir ein sehr schöner „sächsischer
Briefe aus Brenndorf 61/2006 17
Krug“ mit eingebranntem Namen, der noch eine nagelneue B-Tuba für meine
Zahl „80“, Geburtsdatum, Siebenbürger Kapelle. Ihr seht, „80“ zu werden, kann
Wappen und den ersten Takten des Sie- ganz schön anstrengend sein. Nochmals
benbürgen-Lieds überreicht. vielen Dank und seid lieb gegrüßt,
Ein herrliches Andenken. Dazu gab es Ernst Fleps
Ernst Fleps wurde 80 Jahre alt
Rückblick auf sein Wirken in Brenndorf
Ernst Fleps, der Gründer und Dirigent erreichten die Brenndörfer immer wieder
der in ganz Siebenbürgen und dem Banat gute Ergebnisse. Diese Erfolge führten
bekannten Burzenländer Kapelle, wurde dazu, dass ein Team der deutschsprachi-
am 29. März 1926 in Brenndorf, wo sein gen Sendung des rumänischen Fernse-
Vater als Lehrer tätig war, geboren. Hier hens 1976 einige Tage in Brenndorf weilte
besuchte er auch die ersten Klassen der und die Blaskapelle filmte. Eine Video-
Volksschule. Nach seiner Ausbildung am kassette mit der TV-Sendung wurde fast
Lehrerseminar in Hermannstadt wirkte 30 Jahre später, am 8. Oktober 2005 in
er als Lehrer in Tartlau und leitete zu- Drabenderhöhe, zum 50-jährigen Jubi-
gleich die Tartlauer Blaskapelle, den Chor läum den Musikanten der „Jungen Blas-
und ein gutes Männerquartett, dem eini- musik Brenndorf“ überreicht. 1978 wurde
ge Lehrer angehörten. Seine Ausbildung die Brenndörfer Blaskapelle eingeladen,
zum Musiklehrer erreichte Fleps im Fern- jeweils Freitag- und Samstagnachmittag
studium am Konservatorium in Bukarest. sowie Sonntagvormittag für die Touristen
Mit seinen beliebten Arrangements für in der Schulerau (Poiana Brașov) zu spie-
Tanzmusik war Ernst Fleps schon in den len und von 1979 - 1986 Sommerkonzerte
50er Jahren einer der ersten Musiker, der auf der Burgpromenade und im Stadt-
frische Züge in das Repertoire der Bur- park von Kronstadt zu veranstalten.
zenländer Blaskapellen brachte. In diesen Jahren nahmen die Brenn-
Neben seiner Tätigkeit als Musikleh- dörfer auch an den Wettbewerben der
rer in den Kronstädter Schulen, wohin er Burzenländer Blaskapellen in Heldsdorf,
berufen wurde, kam Ernst Fleps auch als Zeiden und Neustadt teil und fuhren
Gastdirigent in seinen Geburtsort Brenn- unter der Leitung von Ernst Fleps auf
dorf, studierte mit der dortige Blaskapelle Konzertreisen in fast alle Burzenländer
klassische Konzertstücke und Ouvertüren Gemeinden sowie nach Fogarasch, Me-
ein wie: Verdiana, Freischütz, Kalif von diasch, Keisd und vor allem nach Scha-
Bagdad, Nabucco, Leichte Kavallerie oder rosch.
Dichter und Bauer u.a. und errang mit der Ernst Fleps hat sich sehr für die Brenn-
Brenndörfer Blasmusik, gemeinsam mit dörfer Blaskapelle engagiert, mit ihr gro-
den Heldsdörfer Musikanten, die unter ße Erfolge errungen und schöne Zeiten
der Leitung von Hartfried Depner stan- erlebt. Dafür danken wir ihm und wün-
den, den 2. Platz beim Landeswettbewerb schen ihm nachträglich, zu seinem 80. Ge-
für Blaskapellen in Bukarest und einige burtstag, Gesundheit und weiterhin viel
Jahre darauf, zusammen mit den Tartlau- Erfolg in seiner musikalischen Tätigkeit
er Musikanten, den 2. Platz in Ploiești. und mit der Burzenländer Blaskapelle.
Auch bei den regionalen Wettbewerben Georg That und Horst Hergetz
18 Briefe aus Brenndorf 61/2006
Der Vorstand berichtet
Spendenüberweisungen Hannchen Schmidt 1 000 Euro zur Verfü-
in der Europäischen Union gung der „Dorfgemeinschaft der Brenn-
Mehrere Landsleute aus den Ländern dörfer“. Auf Vorschlag unseres Ehrenvor-
der Europäischen Union haben uns mitge- sitzenden Otto Gliebe wird diese großzü-
teilt, dass ihre Banken sehr hohe Überwei- gige Spende, für die wir uns bedanken, für
sungsgebühren für Spenden auf das Konto die Kirchenrenovierung in Brenndorf ein-
der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ gesetzt. Es ist eine große Aufgabe, die dazu
(HOG Brenndorf) bei der Postbank Nürn- dienen soll, zumindest einen Teil unseres
berg in Deutschland erheben. Ob man da siebenbürgisch-sächsischen Kulturerbes in
keine Lösung finden könne? Brenndorf am Leben zu erhalten.
Wir empfehlen unseren Mitgliedern in Ehrenamt für
Österreich, Frankreich usw., von der eige- Pfarrer i.R. Klaus Nösner
nen Bank einen Zahlschein für Auslands-
Pfarrer i.R. Klaus Nösner wurde am 18.
überweisung anzufordern sowie mit der
Dezember 2005 zum Stellvertretenden
IBAN und BIC Nummer unseres Kontos
Vorsitzenden der Ortsgruppe Scheinfeld
auszufüllen. Hier die nötigen Daten für
der Kreisgruppe Neustadt/Aisch - Bad
den Bankverkehr innerhalb der Europä-
Windsheim gewählt. Wir wünschen Pfar-
ischen Union.
rer Nösner viel Erfolg in seinem neuen
Dorfgemeinschaft der Brenndörfer
Amt und ein segensreiches Wirken für die
IBAN DE29 7601 0085 0006 9798 52
Gemeinschaft.
BIC PBNKDEFF
Wenn diese Daten eingetragen werden, Trefflokal in Dinkelsbühl
sind Überweisungen innerhalb der Euro- Trefflokal der Brenndörfer beim Hei-
päischen Union gebührenfrei oder werden mattag der Siebenbürger Sachsen in Din-
höchstens wie eine Überweisung auf eine kelsbühl ist am Pfingstsonntag, dem 4.
Bank im Inland bewertet. Juni 2006, wie im letzten Jahr unser altes
Ehrung für Hans Schmidt Trefflokal „Zum Braunen Hirsch“ in der
Turmgasse 3. Bedingt durch die Touristen-
Für seine langjährige und großzügige
flaute, hat das Gasthaus „Zum Surri“ am
Unterstützung der siebenbürgisch-säch-
Altrathausplatz, in dem wir uns vor zwei
sischen Kulturarbeit wurde der 90-jährige
Jahren getroffen hatten, seine Tore dicht
Brenndörfer Hans Schmidt mit dem Silber-
gemacht. Auch bei künftigen Heimattagen
nen Ehrenwappen der Landsmannschaft
in Dinkelsbühl werden wir im angestamm-
der Siebenbürger geehrt. Die Auszeich-
ten Gasthaus „Zum Braunen Hirsch“ zu-
nung wurde am 27. November 2005 im
sammen kommen. In diesem Haus wurde
Rahmen seines Geburtstagsempfangs in
vor genau 30 Jahren, zu Pfingsten 1976,
Berlin von Johann Schöpf, dem Vorsitzen-
die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“
den des Landesverbandes Berlin/Neue
gegründet.
Bundesländer, überreicht. Für uns Brenn-
Alle Landsleute sind aufgerufen, beim
dörfer ist es eine große Ehre, dass Hans
Heimattag der Siebenbürger Sachsen dabei
Schmidt diese öffentliche Würdigung er-
zu sein. Trachtenträger können sich der
fahren hat.
„Gruppe Burzenland“ anschließen. Die
Ebenfalls zum 90. Geburtstagsjubiläum
Aufstellung der Trachtengruppen erfolgt
ihres Gatten, Hans Schmidt, spendete Frau
um 10.15 Uhr auf der Bleiche.
Briefe aus Brenndorf 61/2006 19
Pfarrhaus in Brenndorf wird modernisiert
Manfred Copony plant die Einrichtung eines Gäste- und Bauernhauses
Manfred Copony beabsichtigt, im zurzeit im Haus wohnt und sich um das
Evangelischen Pfarrhaus zu Brenndorf Notwendigste gekümmert hat, wird ein
einen Bauernhof mit Gästezimmern ein- Zimmer zur Verfügung gestellt.
zurichten, der allen Besuchern offen steht. In der Sommerküche wird Manfred den
In zahlreichen sächsischen Ortschaften in Backofen ausbauen (für Baumstriezel) so-
Siebenbürgen wurden leer stehende Pfarr- wie nebenan eine kleine Küche im Vor-
häuser bereits in den neunziger Jahren zu raum und einen Speisesaal einrichten.
Gästehäusern umfunktioniert. Manfred Den Stall und die Scheune wird er für
Copony versucht, zusätzlich das Bauern- den ursprünglichen Zweck instandsetzen
leben zu veranschaulichen. lassen. Auf dem alten Friedhof soll eine
In einer Sitzung am 28. März 2006 hat Pferdekoppel eingerichtet werden. Den
der Evangelische Kirchenrat in Brenndorf Garten will er anbauen und im Vorderhof
(Pfarrer Peter Klein, Rosi Rusu, Kathari- noch mehr Blumen pflanzen.
na Klein, Emilia Schuster, Otto Schuster Manfred wird wahrscheinlich mehrere
und Reinhard Klein) einstimmig dem Tiere halten und auch in der Landwirt-
Erbpachtvertrag (Konzessionsvertrag) schaft tätig werden. Reiten möchte er
zugestimmt, wonach Manfred Copony ebenfalls anbieten. Sein Traum ist es, einen
das evangelische Pfarrhaus in Brenndorf sächsischen Bauernhof, so wie er früher
künftig betreuen wird. Auf der Tagesord- mal war, einzurichten. Auch Projekte für
nung standen zudem die Jahresrechnung Jugendliche, die Tiere mögen, kochen oder
2005 und der Haushaltsvoranschlag 2006 backen wollen, will er anbieten.
der Kirchengemeinde Brenndorf. Das Pfarrhaus bedarf vieler Reparatu-
Dem Vertrag hat auch das Bezirkskon- ren. Von Jahr zu Jahr werden immer mehr
sistorium des Kronstädter Kirchenbezirks Schäden sichtbar. Die Nachbarn klagten
zugestimmt. schon über die Feuchtigkeit, die sich aus
Manfred Copony Pläne sehen wie folgt dem Pfarrhaus in das Nachbarhaus zieht.
aus: Der Raum für den Gottesdienst (zen- Stallungen und Scheune stehen auch nicht
trale Raum 9,3 x 6,05 m) im Pfarrhaus bleibt besser da. Deshalb ist es erfreulich, dass
den Kirchenmitgliedern der Gemeinde Manfred Copony Eigenmittel in Höhe von
Brenndorf vorbehalten. Auch der Vorraum mehreren tausend Euro zur Modernisie-
bleibt den Gemeindegliedern zugänglich. rung und Umgestaltung des Pfarrhauses
Dort wird Manfred eine kleine Heimatstu- einbringen will.
be mit alten Objekten, Trachten, Bildern Aus Sicht der „Dorfgemeinschaft der
und anderen Gegenständen, die das Leben Brenndörfer“ (HOG Brenndorf) ist das
der Siebenbürger Sachsen dokumentieren, Vorhaben aus mehreren Gründen förde-
einrichten. rungswürdig. Ein historischer Gemein-
In den vorderen Räumen sollen eine schaftsbau der Siebenbürger Sachsen in
Küche, ein Bad und drei Zimmer für den Brenndorf, der stark renovierungsbedürf-
Privatbereich eingerichtet werden. In den tig ist, wird dadurch instandgesetzt und
hinteren vier Zimmern (Amtszimmer, modernisiert. Zudem werden die neu ver-
Raum hinter dem Gemeinderaum, Archiv fügbaren Gästezimmer mit großer Wahr-
und Lagerraum) will Manfred Gästezim- scheinlichkeit viele ausgewanderte Brenn-
mer einrichten. Frau Muntean Ludvica die dorfer Sachsen, aber auch andere Touristen
20 Briefe aus Brenndorf 61/2006
Evangelisches Pfarrhaus in Brenndorf im August 2005. Foto: Siegbert Bruss
dazu veranlassen, ihren Heimatort bzw. siebenbürgisch-sächsische Traditionen und
Brenndorf zu besuchen. Damit werden die vermitteln dadurch den jungen und älteren
Verbindungen zur alten Heimat wieder Besuchern ein Stück siebenbürgisch-sächi-
aufgefrischt und das Gemeinschaftsle- scher Kultur- und Wirtschaftsgeschichte.
ben wird gefestigt. Die Besucher werden Über eine Förderung des Projektes muss
junges und neues Leben nach Brenndorf der Vorstand der „Dorfgemeinschaft der
bringen, was sich auch auf die Stimmung Brenndörfer“ noch befinden. Wir wün-
der in Brenndorf lebenden Sachsen positiv schen Manfred viel Kraft und Ausdauer,
auswirken könnte. Der geplante Bauern- sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.
hof und die Heimatstube veranschaulichen Siegbert Bruss
Neues aus Brenndorf
Ein kurzes Beisammensein der Ge- der Kirche zugestimmt, was ein Verstoß
meindeglieder gab es am Ostermontag gegen die in Rumänien geltenden Denk-
bei Kaffee und Kuchen im Pfarrhaus. malschutzbestimmungen ist.
Am Pfingstmontag wird nach länge- Kleine Reparaturen wurden an den Sei-
rer Zeit wieder einmal die Abendsmahls- teneingängen der Kirche vorgenommen
handlung in Brenndorf stattfinden. und sollen auch auf dem Friedhof durch-
Wie bereits berichtet, wurden die un- geführt werden. An einer Friedhofskam-
teren Äste der Linde vor der Kirche in mer und an den Seiteneingängen der Kir-
Brenndorf auf Anordnung der politischen che hatte eine unbekannte Person Ziegeln
Gemeinde abgesägt. Das Bürgermeister- entfernt, um Vogelnester auszuheben.
amt hat dem Bau eines zweiten Kiosks vor Manfred Copony
Briefe aus Brenndorf 61/2006 21
Nachrichten aus dem Burzenland
Burzenländer HOG-Vertreter der Petersberger Kirchengemeinde statt.
besuchten alte Heimat Danach traten die Vertreter der Burzen-
Eine 50-köpfige Delegation der Bur- länder Heimatortsgemeinschaften ihre
zenländer Heimatortsgemeinschaften Heimreise nach Deutschland an.
besuchte vom 5. bis 14. Mai die alte Hei-
mat und kam erstmals zu einer gemein- Pfarrer Peter Klein wurde in
samen Sitzung mit den Kuratoren des Petersberg ordiniert
Burzenlandes zusammen. Die „Dorfge- Peter Klein, der nach Ablegung der
meinschaft der Brenndörfer“ war durch Pfarramtsprüfung zum Pfarrer der Kir-
ihr Vorstandsmitglied Manfred Copony chengemeinde Petersberg und den zu-
vertreten. Alle Beteiligten bewerteten die geordneten Gemeinden ernannt worden
Begegnungen zwischen den Vertretern ist, wurde am 13. Mai 2006 durch Bischof
der ausgewanderten und in der Heimat [Link]. Christoph Klein ordiniert. Als Assis-
vebliebenen Sachsen als einen Erfolg. Die tenten wirkten bei der Ordination der neu
Delegation besuchte am 10. Mai die Kir- gewählte Dechant Stadtpfarrer Christian
che und das Pfarrhaus in Brenndorf. Die Plajer aus Kronstadt und Pastor Matthias
Kranzniederlegung auf dem Friedhof in Winkelmann aus Bergen/Deutschland.
Brenndorf hat uns alle am meisten be- Im Rahmen des Ordinationsgottesdiens-
wegt. Auch in anderen Gemeinden wur- tes fand zugleich die Einführung von
den die HOG-Vertreter herzlichst emp- Pfarrer Peter Klein als Pfarrer der Kir-
fangen. Die Leute waren hocherfreut über chengemeinden Petersberg, Honigberg
diese Besuche und konnten mit dieser und Brenndorf ebenfalls durch Bischof
Gelegenheit ihre Sorgen kundgeben. [Link]. Christoph Klein statt.
Nach den anstrengenden Tagesabläufen Dem feierlichen Gottesdienst mit
konnte man danach immer gemütlich, in Abendmahl in der fast vollen Kirche von
der zuletzt besuchten Ortschaft der Ta- Petersberg, in dem der Bischof die Or-
gesordnung, beisammensitzen. Aktuelle dinationspredigt über 1. Kor 4,1-2 hielt,
Probleme der Kirchengemeinden wurden ging das traditionelle Ordinationsge-
am 12. Mai in einem Gespräch mit Bischof spräch voraus.
D. Dr. Christoph Klein, Altdechant Klaus Seitens der Kirchengemeinde Brenn-
Daniel, der diese Reise initiiert und dazu dorf gratulierten Kuratorin Rosi Rusu
eingeladen hatte, dem neuen Dechanten und Emilia Schuster, seitens der HOG
Christian Plajer, Pfarrer Kurt Boltres Brenndorf gratulierte Manfred Copony
(Bartholomae) und Pfarrer Andras Pal dem neuen Pfarrer und überreichten je
(Tartlau) zur Sprache gebracht. ein kleines Geschenk. Peter Klein war
Das Ordinationsgespräch mit Pfarrer in den letzten Jahren Pfarrvikar in Pe-
Peter Klein dem anschließenden Got- tersberg und hat somit auch Brenndorf
tesdienst am 13. Mai in Petersberg war seelsorgerisch betreut. Die „Dorfgemein-
für die zahlreichen Gäste ein einmaliges schaft der Brenndörfer“ wünscht Pfarrer
Ereignis. Die beeindruckende Predigt un- Peter Klein ein segensreiches Wirken für
seres hochwürdigen Herrn Bischofs wird die anvertrauten Kirchengemeinden und
manchen von uns noch eine Zeit lang hofft auf gute Zusammenarbeit.
beschäftigen. Anschließend an den Got-
tesdienst fand ein Festessen im Festsaal Manfred Copony
22 Briefe aus Brenndorf 61/2006
Vierter Band der Presbyterialprotokolle
Die Reihe „Quellen zur Geschichte von Brenndorf“
wird von Otto F. Gliebe fortgeführt
„Die Presbyterialprotokolle der evan- tern den Inhalt des ganzen Bandes an
gelischen Gemeinde Brenndorf 1885-1907“ und kann, mittels PC, zu den jeweiligen
wurden Ende März 2006 als Band IV der Protokollen führen.
„Quellen zur Geschichte von Brenndorf“ Schwerpunkte dieser Periode sind fol-
von Otto Gliebe fertigestellt. Damit wird gende Ereignisse:
ein weiteres Kapiel unserer Brenndörfer - Die krankheitsbedingte Emeritierung
Geschichte für alle Interssierten, Forscher des langjährigen Pfarrers Wilhelm Kam-
und die breite Öffentlichkeit zugänglich ner;
gemacht. Im Vorwort schreibt Gliebe: - Die Wahl seines Nachfolgers, des Pre-
Band IV „Presbyterialprotokolle der digers von Schäßburg, Konrad Haltrich;
evangelischen Kirchengemeinde Brenn- - Amtsniederlegung des Hochwürdigen
dorf“ setzt die Reihe der Presbyterialpro- Herrn Bischofs Dr. Friedrich Müller;
tokolle mit weiterführender Nummerie- - Sein Nachfolger wird D. Dr. Friedrich
rung und zugeordnetem Sitzungsdatum Teutsch;
als Protokollüberschrift fort. Der erste - Einführung des neuen Gesangbuches
und zweite Band wurde von Hermann und der neuen Gottesdienstordnung;
Schmidts bearbeitetet, der dritte von Otto - Abriss des alten Schulhauses und
F. Gliebe und Hugo Thiess. Neubau des Brenndörfer Rathauses;
Sowohl aus wirtschaftlichen als auch - Ableben Ihrer Majestät Kaiserin-Kö-
aus arbeitstechnischen Gründen, für die nigin Elisabeth;
HOG Brenndorf als auch für die Erwer- - Ableben des verdienstvollen älteren
ber dieser Ausgabe, wird der vierte Band Kirchenvaters Johann Schneider (10);
ebenso wie der dritte nur als CD-ROM - Ableben des langjährigen beliebten
erscheinen. Lehrers Andreas Schmidts (22);
Erfasst sind alle aufgezeichneten Pres- - Pfarrer der Kirchengemeinde Brenn-
byterialprotokolle vom 30. August 1895, dorf ist, wie erwähnt, Konrad Haltrich,
Nummer 434, bis 13. Oktober 1907, Num- Kurator und Richter (Bürgermeister) ist
mer 615. Georg Rhein (101), Schriftführer des Pres-
Ein Index als Anhang schließt diese byteriums Lehrer Johann Zakel.
Ausgabe ab. Er zeigt uns in Stichwör- Otto F. Gliebe
Verein für nachhaltige Entwicklung
Elf benachbarte Gemeinden aus den Kreis Covasna. Wie die Allgemeine Deut-
Kreisen Kronstadt und Covasna haben sche Zeitung für Rumänien vom 20. Janu-
Anfang dieses Jahres einen Verein für ar 2006 berichtet, liegt der Sitz des Ver-
nachhaltige Entwicklung namens „Alu- eins in Apaţa. Der Verein beabsichtigt,
tus Major“ gegründet. Es handelt sich der Europäischen Union Vorschläge für
um die Gemeinden Apaţa, Augustin, Entwicklungsprogramme dieser Region
Ormeniș, Nußbach (Măieruș), Crizbav, vorzulegen. Die Initiative macht Schule
Dumbrăviţa, Marienburg (Feldioara) und hat auch andere Gemeinden in be-
und Brenndorf (Bod) im Kreis Kronstadt nachbarten Kreisen angeregt, ähnliche
sowie Baraolt, Aita Mare und Belin im Vereine zu gründen.
Briefe aus Brenndorf 61/2006 23
2
Aquarelle von Friedrich Eberle
Der Maler gestaltete auch das Titelbild dieses Heimatbriefes
Der Maler Friedrich Eberle hat neben Kurt Leonhard, der Eberles „Bild-Do-
zahlreichen siebenbürgischen Motiven kumente“ besonders schätzte und den
auch die evangelische Kirche in Brenndorf Maler aus dem Banat ermunterte, viele
als Aquarell gestaltet. Im Folgenden wird dieser Bilder zu malen, um der Nach-
der Banater Schwabe, der seine Werke welt Zeugnis abzulegen von den in ihrer
jährlich beim Heimattag in Dinkelsbühl Art einmaligen Bauwerken, setzte sel-
ausstellt, kurz vorgestellt. ber vor seiner Ausreise alles daran, eine
Friedrich Eberle stammt aus der evan- Bestandsaufnahme der wichtigsten Bau-
gelischen Gemeinde Liebling, 20 km süd- werke, Häuserzeilen und Straßenzüge
lich von Temeschburg gelegen, und lebt Schäßburgs zu machen. Und dies trotz
seit 1977 mit seiner Familie in Nürnberg. Schikanen, Verfolgungen und Strafandro-
Nach seiner künstlerischen Ausbildung hungen seitens der Behörde.
an der „Schule für Bildende Künste“ in In Rumänien wie auch in Deutschland,
Temeschburg arbeitete er viele Jahre als wo der Künstler mit seiner Familie seit
Porträtmaler. In Liebling lernte er seine 1977 lebt, war er hauptberuflich als Zeich-
Frau Waltraut kennen. Sie stammt aus ner, Maler und Graphiker tätig.
Reußdorf neben Elisabethstadt. Den Ur- Seit 1980 wendet sich Friedrich Eberle
laub verbrachte die Familie, zu der bald verstärkt dem Aquarell zu. Diese Mal-
auch zwei Töchter gehörten, gewöhnlich technik eignet sich besonders, um Ein-
in Siebenbürgen. Besonders das male- drücke in allen Einzelheiten naturgetreu
rische Städtchen Schäßburg begeisterte wiederzugeben, erlaubt aber auch, be-
den nur mit der Banater Ebene vertrauten stimmte Akzente zu setzen. Immer ver-
jungen Künstler. sucht der Maler, seinem dem Realismus
Der bekannte Schäßburger Architekt verpflichteten Kunstverständnis treu zu
Briefe aus Brenndorf 61/2006 27
bleiben. Dies trifft auch auf den Umgang an einer Wanderausstellung niederbaye-
mit den Farben zu. rischer Künstler durch sechs Städte der
Seit den 80er Jahren zeigt Eberle seine Vereinigten Staaten.
Werke in Einzel- und Gemeinschafts- In Friedrich Eberles Bildern bleibt der
ausstellungen u.a. in Legelshurst/Ba- Reichtum unserer siebenbürgischen Ge-
den-Württemberg, im Alten Rathaus in schichte lebendig.
München, in der Stadthalle Fürth und Das Aquarell mit der Evangelischen Kir-
in Scheinfeld. Alljährlich, seit 1996, sind che von Brenndorf (siehe Titelbild dieses
Bilder des Künstlers präsent beim sie- Heimatbriefes) kann bei Friedrich Eberle,
benbürgisch-sächsischen Heimattag in Pirmasenser Straße 58, 90469 Nürnberg,
Dinkelsbühl und in einer Gemeinschafts- Telefon: (09 11) 48 68 57, bestellt werden.
ausstellung niederbayerischer Künstler in Im DIN A 4-Format kostet es 15 Euro, in
Mitterfels/Niederbayern. In den Jahren DIN A 3-Größe 25 Euro, jeweils zuzüglich
1998-2000 beteiligte sich Friedrich Eberle 5 Euro Versand
„Vocalis”-Band spielt in Brackenheim
Siebenbürger sorgen für Tanz und Unterhaltung beim
Brenndörfer Treffen / Kurzchronik der Musikband
Harry Kosper – Gitarre, Gesang und Die musikalische Ausbildung erfolgte
Bandleader in Siebenbürgen bei Musiklehrern wie
Hans Georg Gunesch – Keyboards, Hans Stirner, Michael Lösch und später
Gesang bei der Militärmusik in Hermannstadt.
Karl Heinz Schenk – Schlagzeug, Ge- Musikalische Auftritte in Siebenbür-
sang gen mit Musikbands wie Rangers, Arion,
28 Briefe aus Brenndorf 61/2006
Nützliche Daten und Adressen
Unsere Bankverbindung lautet: Spendenbescheinigung
Dorfgemeinschaft der Brenndörfer Wer für die Kirchenrenovierung spen-
Kontonummer 6 9 7 9 8 5 2 den will und eine Spendenbescheinigung
Postbank Nürnberg (z.B. für die Einkommensteuererklärung)
Bankleitzahl 760 100 85 benötigt, kann den gewünschten Betrag
Auskünfte dazu beim Kassenwart Ed- auf folgendes Konto überweisen: Verband
mund Seimen, Höchstädter Weg 10, 80997 der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimat-
München, Telefon: (0 89) 1 68 97 37, E-Mail: ortsgemeinschaften e.V., Kontonummer:
seimen@[Link]. Bitte bei Überweisungen 295522003, Volksbank Heilbronn eG,
den Namen des Spenders und den Verwen- Bankleitzahl 620 901 00. Unter Verwen-
dungszweck angeben, z.B. „Spende“ (das dungszweck bitte „Kirchenrenovierung
heißt für die Dorfgemeinschaft), „Friedhofs- Brenndorf“ angeben. Bitte zusätzlich Ed-
pflege“ oder „Kirchenreparatur“. mund Seimen über den Vorgang informie-
Adressenänderungen bitten wir ebenfalls ren, damit die Spendenbescheinigung er-
Edmund Seimen mitzuteilen. stellt werden kann. Die Spende wird dem
gewünschten Zweck zugeführt und in un-
Familiennachrichten an Hugo Thiess
serem Heimatbrief aufgelistet.
Eheschließungen, Geburten, Konfirmatio-
nen, Goldene Hochzeiten, Todesfälle usw. Erinnerungen auf Video aufzeichnen
bitte rechtzeitig an Hugo Thiess, Tannen-
Die Dorfgemeinschaft will ältere Brenn-
straße 1, 86567 Tandern, Tel.: (0 82 50) 14 15,
dörfer befragen und ihre Erinnerungen auf
E-Mail: hugothiess@[Link], mitteilen.
Videofilm aufzeichnen. Wer sich als Zeit-
[Link] zeuge oder Videofilmer zur Verfügung
Unter dieser Adresse ist Brenndorf seit stellen will, melde sich beim Stellvertre-
vier Jahren im Internet erreichbar. Aktuelle tenden Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft,
Infos über unseren Heimatort auch unter Volker Kreisel, Bühläckerstraße 43, 71394
[Link]/ortschaften/ Kernen, Telefon: (0 71 51) 4 79 78, E-Mail:
brenndorf kv044869@[Link].
Impressum
Die Briefe aus Brenndorf werden im Auftrag der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“
(Heimatortsgemeinschaft Brenndorf) herausgegeben und erscheinen zweimal im Jahr.
Mit Namen oder Signum gekennzeichnete Beiträge stellen Meinungen des Verfassers
und nicht des Herausgebers dar. Erscheinungsort: Markt Schwaben.
Verantwortlich für den Inhalt:
Otto Gliebe (Herausgeber) Siegbert Bruss (Redaktion)
Ringstraße 49 Von-Kobell-Straße 4
91522 Ansbach 85570 Markt Schwaben
Telefon: (09 81) 33 94 Telefon: (0 81 21) 22 77 33
E-Mail: [Link]@[Link] Fax: (0 12 12) 5 11 54 13 25
E-Mail: SiegbertBruss@[Link]
Herstellung: Druckerei Josef Jägerhuber GmbH, Wittelsbacherstraße 3, 82319 Starnberg
am See, Fax: (0 81 51) 23 61.
Das Bürgerzentrum in Brackenheim hat sich seit zehn Jahren als Begegnungsstätte der
Menschen bewährt. Für den 23. und 24. September 2006 lädt der Vorstand alle Brenn-
dörfer und deren Freunde zu den neunten Nachbarschaftstagen ins Bürgerzentrum ein.
Foto: Stadt Brackenheim.
Blick in den Theodor-Heuss-Saal des Bürgerzentrums, wo die Brenndörfer im Oktober
2003 ein lebendiges, geselliges Wiedersehen feierten. Wir hoffen auch dieses Mal auf
zahlreiche Teilnahme. Foto: Petra Reiner.