1.
Einleitung
Ich arbeite seit 2022 m Altenheim St. Antonius. Zuerst habe ich in der
sozialen Betreuung gearbeitet, später ab 2024 habe ich mich für die Pflege
entschieden. Meine Praxisanleiterin ist Frau Susanne Meinert.
Mit der Arbeit und der Ausbildung bin ich sehr zufrieden, da ich mit der
Unterstützung von Frau Meinert viel Neues dazu lernen kann und meine
Fragen immer von ihr beantwortet werden.
Seit September dieses Jahres arbeite ich im [Link] und kenne die
Bewohner leider noch nicht so gut, deswegen habe ich für dem Bericht
Bewohner vom [Link] ausgewählt, da ich sie sehr oft gepflegt habe und
ich ihre Bedürfnisse genau kenne.
[Link]
Bewohner Hr. B. Ist 88 Jahre alt und wohnt in CAH St. Antonius seit
26.02.2024.
Er ist in Breslau, in Polen während der Kriegszeit aufgewachsen. Sein Vater
ist im Krieg gefallen. Als er 5. Jahre alt war, flüchtete er mit seiner Mutter
nach Traustein. Dort besuchte er eine Klosterschule. Hr. B. hatte 4
Geschwister, ein Bruder ist schon gestorben, aber mit seinen Schwestern
hat er noch sehr guten Kontakt.
Hr. B. Ist seit 60 Jahren verheiratet, hat eine Tochter und Enkeltochter mit
denen er sehr guten Kontakt hat.
Von Beruf war er technischer Zeichner und Schreiner.
Die Frau und auch die Tochter von Herrn B. sind gehörlos.
2.1. Medizinische Anamnese
Folgende Diagnosen wurden bei Herrn B. gestellt:
Hypertonie
Vorhofflimmern
Qs Ermüdungsbruch links
Gehörlosigkeit
Versteifung des rechten Beines
Immobilität
Depression
Nephrolithiasis
Gallenblasenstein
Hemiparese, Hemiplegie rechts
Schenkelhalsfraktur
COPD
Altersgebrechlichkeit
2.2. Pflegerische Anamnese
Hr. B. ist gehörlos, aber er kann von den Lippen ablesen, so ist die
Verständigung mit ihm möglich.
Der Bewohner hat eine abhängig kompensierte Inkontinenz und braucht
Hilfe beim Inkontinenzmaterial wechseln.
Hr. B. braucht auch Unterstützung bei der Körperpflege am Waschbecken
und beim Duschen. Der Bewohner ist zeitlich, örtlich und situativ sehr gut
orientiert.
Er gestaltet seinen Tagesablauf selbständig und kann seine Wünsche und
Bedürfnisse äußern. Hr. B. Ist Rollstuhlfahrer, aber er kann sich
selbstständig hinsetzen und auch aufstehen mit Hilfe der Haltergriffe.
Er nimmt an keinerlei Beschäftigungsangebote teil. Er verbringt den Tag
mit seiner Frau, die auch bei uns in Haus wohnt. Mit der rechten Hand,
wegen starken Kontrakturen, kann er nichts machen aber mit der linken
Hand kann er selbstständig die Oberkörperpflege durchführen.
[Link]
Während der Analyse aller Informationen von Hr. B., habe ich folgende
Pflegeziele formuliert.
Vorhandene Ressourcen fördern, der Bewohner soll so viel wie
möglich selbstständig machen
Krankheiten durch Körperpflege und Hygienemaßnahmen vorbeugen
Die Bedürfnisse des Bewohners mit Respekt, Empathie und
fachlicher Kompetenz erfüllen, damit für ihn Wohlbefinden und
Sicherheit gewährleistet ist.
Die Würde, Selbstbestimmung und Privatsphäre von H. B.
berücksichtigen
Achtsame Beobachtung von Veränderungen im Wohlbefinden oder
Verhalten
Intertrigo und Thrombose-Risiko vorbeugen
4. Körperpflege
Zur Körperpflege gehören
Reinigung der Körper durch Waschen und Duschen
Mund und Zahnpflege
Augenpflege
Pflege der Haut z.B. mit Lotion
Haare, Nägel und bei Männern Rasur
Intimbereich
Die tägliche gründliche Körperpflege bei Bewohnern gehört zu einer der
wichtigsten Aufgaben für das PP.
Körper sauber zu halten, beugt Erkrankungen vor, weil die Übertragung
von Krankheitserregern verhindert wird.
Hygiene Maßnahmen müssen sehr streng eingehalten werden. Mit Hr.
B. kann ich die tägliche Körperpflege ohne Probleme am Waschbecken
durchführen.
4.1. Vorbereitung
Für mich selbst
Persönliche Hygiene, immer saubere Dienstkleidung
Händedesinfektion
Material
Einmalhandschuhe
Händedesinfektionsmittel
Einmalschürze
Flächendesinfektionsmittel
3 Handtücher
2 Waschlappen
3-5 Einmalwaschlappen
Inkontinenzversorgungmaterial
Hautpflegeprodukte
Frische Kleidung
1 Schüssel für benutzte Handtücher
Mülheimer mit Deckel
4.2. Durchführung
Vor betreten des Zimmers muss ich mir die Hände
desinfizieren
Grünes Licht anmachen
Wenn Hr. B. noch schläft, mache ich ihn mit einer
Initialberühung wach und wünsche ihm einen guten Morgen
Ich bot ihm etwas zum Trinken ein
Hr. B. kann sich allein am Bett hinsetzen und ich kann ihm die
Schuhe anziehen und Kontakt mit dem Boden feststellen
Als nächstes stelle ich den Rollstuhl neben den Bett und
überprüfte die Bremse. Hr. B. kann sich auf dem Rollstuhl
hinsetzen
Danach fahre ich ihn ins Badezimmer und frage, ob er auf die
Toilette muss, wenn ja, lasse ich Hr. B. einige Minuten allein,
um seine Privatsphäre nicht zu stören
In diese Zeit kann ich das Bett machen, Zimmer lüften und
bisschen aufräumen
Danach muss ich meine Hände desinfizieren
Ich bereite frische Kleidung vor und nehme die Kleidung mit
ins Badezimmer
Während der Körperpflege mag Hr. B. auf der Toilette sitzen,
weil dort der Haltergriff in der Nähe ist und er damit selbst
aufstehen kann. Danach mache den Deckel zu und lege ein
Handtuch darauf.
Ich benutze laufendes Wasser und frage immer, ob die
Temperatur angenehm ist
Hr. B. kann das Gesicht und den Oberkörper aalleinwaschen,
ich übernehme den Rücken und beobachte den Hautzustand.
Jetzt kann ich ihm das Oberteil, zuerst den Arm mit der
Kontraktur anziehen, weil nicht möchte, das dem Bewohner
kalt wird
Danach muss ich meine Hände desinfizieren, Handschuhe
anziehen und kann mit Intimpflege anfangen (wird komplett
von mir übernommen)
Hr. B. kann aufstehen und sich am Haltegriff halten.
Zum Waschen benutze ich Einmalwaschlappen
Zuerst wasche ich die Bauchfalte und Leisten
Danach brauche ich neue Waschlappen, welche ich umdrehen
kann Penis und Hoden zu waschen
Wichtig ist die Vorhaut zurückziehen, waschen der Eichel und
Vorhaut wieder vorschieben
Als nächste wasche ich das Gesäß von vorne nach hinter
Später ziehe ich die frische Einlage und Unterwäsche an. Nach
beendeter Intimpflege muss ich meine Hände desinfizieren
Jetzt kann ich die Beine und Fuße sauber machen. Hr. B. hat
kein Fuß- oder Nagelpilz und ich kann ohne Handschuhe
arbeiten
Ich lege ein Handtuch unter die Füße auf den Boden und fange
an die Beine zu waschen in Richtung des Herzens. Ich trockne
die Beine ab und fange mit den Füßen an, sehr wichtig sind die
Zeh Zwischenräume, die auch sehr gut abgetrocknet werden
müssen. Danach kann ich die Beine und Füße eincremen und
die Socken anziehen. Anschließend desinfiziere ich meine
Hände
Jetzt kann ich die Hosen und Schuhe anziehen und Hr. B. kann
sich wieder auf dem Rollstuhl setzen
Der Bewohner macht die Mundpflege allein, braucht nur meine
Hilfe beim Gesicht eincremen
Der Bewohner ist mit Körperpflege fertig und kann in seinem
Zimmer frühstücken
5. Nachbereitung
Jetzt schaue ich wieder, ob im Zimmer alles in Ordnung ist
Ich desinfiziere die Hände, ziehe Handschuhe an und kann das
Badezimmer sauber machen
Mit Desinfektionstücher desinfiziere ich die Toilette, Waschbecken
und alle Pflegeprodukte, welche ich benutzt habe
Benutzte Handtücher sind in der Schüssel. Ich muss noch frische
Beutel in Mülleimer reintun und alles aus dem Badezimmer
entfernen
Am Ende die Handschuhe entfernen und Hände desinfizieren.
6. Reflexion
Persönlich habe ich mich, während der durchführten Körperpflege bei Hr.
B. ruhig und sicher gefühlt. Hr. B. ist sehr kooperativ und kann seine
Ressourcen sehr gut nutzen. Ich arbeite sehr gerne mit Hr. B. und freue
mich immer, wenn ich bei ihm bin. Trotz seine Gehörlosigkeit können wir
uns gut verstehen.
[Link]
1. Altenpflege Heute / Elsevier Urban & Fischer
2.“ Pflegeziele in der Pflege „ [Link] de