DIE SPRACHLICHE
AUFNAHMEPRÜFUNG
am
STUDIENKOLLEG
BOCHUM
STAND 2002
Allgemeine Informationen
Wenn Sie als ausländischer Studienbewerber ein Studienkolleg besuchen wollen, müssen Sie in
einer Sprachprüfung nachweisen, dass Sie mit Aussicht auf Erfolg an den Lehrveranstaltungen
teilnehmen können.
Die Sprachliche Aufnahmeprüfung findet in Nordrhein-Westfa-len zweimal jährlich statt - und
zwar Mitte Januar und Mitte August. Genaue Angaben über den Ort und die Zeit erhalten Sie mit
Ihrer Zuweisung.
Die beste Vorbereitung auf die Prüfung ist der Besuch eines guten Sprachkurses der Grundstufe II
(besser Mittelstufe I) mit insgesamt 400 (bzw. 600) Stunden Deutschunterricht.
Das Studienkolleg Bochum bietet selbst keine Sprachkurse zur Vorbereitung an.
Bei der Vorbereitung können folgende Bücher hilfreich sein:
> Stufen International, Band 1-2, von Klaus und Anne Vorderwülbecke
(Ernst Klett Verlag, Stuttgart)
> Lehr- und Übungsbuch der deutschen Grammatik von Hilke Dreyer und Richard Schmitt
(Verlag für Deutsch, München).
Die Prüfung besteht in der Regel aus drei Teilen à 45 Minuten. Mögliche Prüfungsteile sind:
Grammatik, C-Test, Leseverstehen, Hörverstehen und Textproduktion.
Mögliche Prüfungsteile
Im Grammatikteil werden Ihre Kenntnisse in bestimmten Bereichen der Grammatik der deut-
schen Sprache überprüft, und zwar meist durch
> Ausfüllen von Lücken in einem Text
(Hier müssen Sie z.B. Adjektivendungen ergänzen oder z.B. Präpositionen einsetzen.)
> Umformungen
(z.B. Umformung eines Aktivsatzes in einen Passivsatz)
> Bildung von Sätzen
(Hier sollen Sie z.B. aus einzelnen Wörtern Sätze bilden oder z.B. Fragesätze formulieren.)
> Auswahlaufgaben
(Bei diesem Aufgabentyp muss man z.B. aus mehreren Sätzen den grammatisch richtigen Satz
herausfinden.).
Eine Übersicht über die grammatischen Bereiche der deutschen Sprache, die Sie für die Prüfung
kennen und beherrschen sollten, finden Sie weiter unten.
Bei einem C-Test fehlt bei sechs kurzen Texten zu verschiedenen Themen der zweite Teil von je-
dem zweiten Wort. Ihre Aufgabe ist es, die fehlenden Teile so zu ergänzen, dass ein sinnvoller,
kompletter Text entsteht.
In dem Prüfungsteil Leseverstehen erhalten Sie einen Text mit einer Länge von ca. 40 Zeilen. Zu
diesem Text werden mehrere Fragen und Aufgaben gestellt. Häufige Aufgabentypen sind:
> Beantworten von Fragen zum Text
> Ergänzen von Sätzen
> Zuordnen von Satzteilen oder Sätzen
(„Welche der folgenden Satzteile/Sätze passen zusammen?“)
> Auffinden von Informationen im Text
(„Wo steht das im Text?“)
> Erkennen von richtigen und falschen Aussagen über den Text
(„Steht das im Text oder nicht?“).
Bei dem Testteil Textproduktion ist es Ihre Aufgabe, einen kurzen Text zu schreiben. Häufige
Aufgabentypen sind:
> Beschreiben eines Bildes, einer Bildgeschichte usw.
> Vergleich von zwei Bildern, Aussagen usw.
> Schreiben eines kurzen Berichts, Briefs usw.
> Formulierung eines Texts nach Stichwörtern
> Überlegungen zu einem Thema
In dem Prüfungsteil Hörverstehen wird ein Text von einem Sprecher oder mehreren Sprechern
(Dialog) zweimal vorgelesen oder einmal vorgetragen. Häufige Aufgabentypen sind:
> Wiedergabe der Informationen des gesamten Texts oder von Textteilen mit eigenen Worten
> Beantwortung von Fragen zum Text
> Vervollständigen von Sätzen
> Auswahlaufgaben
(„Wurde das gesagt oder nicht?").
Auf den folgenden Seiten finden Sie - neben der schon erwähnten Grammatikliste - für jeden
möglichen Prüfungsteil ein Beispiel. Denken Sie daran, dass für eine Sprachliche Aufnahmeprü-
fung nur drei Teile ausgewählt werden.
Grammatikliste
Die Kenntnis der folgenden grammatischen Bereiche wird bei allen Prüfungsteilen und als
Grundlage für den späteren Unterricht im Studienkolleg vo rausgesetzt:
Verben
- regelmäßig lachen/lachte/hat gelacht
- unregelmäßig kommen/kam/ist gekommen
- gemischt denken/dachte/gedacht
Hilfsverben sein/haben/werden
- Modalverben (einfache/ob- können/müssen/dürfen/sollen/...
jektive Bedeutung)
- trennbare Verben ankommen/abfahren/zunehmen/...
- reflexive Verben sich freuen/sich beeilen/...
Konjugation der Verben
- Präsens Sie lachen.
- Präteritum Die Sonne schien.
- Perfekt Wir sind zu spät gekommen.
- Plusquamperfekt Tina hatte das Buch gelesen.
- Futur Ich werde dir helfen.
- Indikativ Er kommt morgen nicht.
- Konjunktiv II Würden Sie mir bitte helfen?
- Imperativ Ruf doch mal an!
- Aktiv Der Arzt untersucht Dino.
- Passiv Dino wird untersucht./Es wird
rund um die Uhr gearbeitet.
Rektion der Verben geben + N + D + A
- Nominativergänzung Der neue Dozent ist nett.
- Akkusativergänzung Er fragte seinen Lehrer.
- Dativergänzung Ich danke dir.
- Präpositivergänzung Wir warten auf ihre Ankunft.
- Situativergänzung Er wohnt in Bochum.
- Direktivergänzung Der Zug fährt nach Paris.
- Quantitativergänzung Die Fahrt dauert fünf Stunden.
- Subsumptivergänzung Mein Bruder ist Ingenieur.
- Qualitativergänzung Das Buch ist interessant.
Angaben
- temporal Er fährt heute nach Hamburg.
- kausal Er kam wegen des Staus spät.
- modal Der Computer arbeitet schnell.
- lokal Es regnet oft im Sauerland.
Wortbildung aus+gehen/hoch+springen/...
Nomen
- Genus das Haus/der Garten/die Blume
- Deklination die Häuser/des Angestellten
- Rektion der Nomen die Freude an Blumen
- Wortbildung Frei+zeit/Frei+heit/..
Artikel
- definiter Artikel der/die/das/den/des/...
- indefiniter Artikel ein/eines/einem/...
- Nullartikel (ohne Artikel)
- Possessivartikel mein/unser/ihrem/...
Adjektiv
- Deklination ein schönes Kleid
- Komparation schön/schöner/am schönsten
ein gutes/besseres/das beste Buch
- Rektion der Adjektive zufrieden mit dem neuen Fahrrad
- Wortbildung un+freund+lich
Pronomen
- Personalpronomen du/wir/ihm/uns/euch/es/...
- Indefinitpronomen mancher/einige/viele/...
- Reflexivpronomen sich/mich/mir/dich/euch/...
- Possessivpronomen meins/seiner/deinen/...
- Demonstrativpronomen dieser/diese/jenes/...
- Interrogativpronomen wer?/was?/wen?/wem?/...
Präpositionen
- lokal/temporal/...
- mit Akkusativ gegen/um/durch/ohne/...
- mit Dativ zu/von/mit/bei/...
- mit Dativ oder Akkusativ in/an/auf/über/...
- mit Genitiv wegen/trotz/außerhalb/...
Adverbien (temporal/lokal/...) heute/dort/gern/...
Interrogativadverbien Woher kommt er?
Pronominaladverbien Er freut sich darüber.
satzverbindende Adverbien dadurch/deshalb/...
Zahlwörter eins/der zweite/...
Partikeln doch/mal/eigentlich/...
Sätze
- Deklarativsatz Der Zug kommt später.
- Interrogativsatz Kommt er noch heute?
Wann kommt er?
- Imperativsatz Nimm doch ein Taxi!
Positionen im Satz Er hat heute eine Prüfung.
Heute hat er eine Prüfung.
Negation
- Satznegation Sie liest das Buch nicht.
- Wortnegation Sie liest nicht das Buch.
Konjunktionen
- koordinierend (HS + HS) und/aber/sondern/oder/denn
- subordinierend (HS + NS) weil/da/nachdem/wenn/...
- Angabesätze
- temporal bevor/nachdem/seitdem/...
- konditional wenn/falls/...
- konzessiv obwohl/...
- final damit/...
- kausal weil/da/...
- konsekutiv so dass/...
- modal/instrumental indem/dadurch, dass/...
- Relativsätze Die Frau, deren Tochter schon in die Schule geht, ...
- Ergänzungssätze
- dass-Sätze Ich hoffe, dass das Konzert statt-
findet.
- Sätze mit zu + Infinitiv Er hofft, die Prüfung zu bestehen.
- indirekte Interrogativsätze Ich frage mich, ob das nicht zu
teuer ist.
Musterprüfungen
Diese Prüfungsbeispiele finden Sie mit Lösungen auch im Internet unter www. [Link].
1. Grammatik (Arbeitszeit 40 Minuten)
Setzen Sie das Verb im Perfekt ein.
Beispiel: Der Erfinder Edwin Land hat einige Jahre in New York gearbeitet. (arbeiten)
Er ___________ an der Aufnahmeprüfung für die Harvard-Universität mit Erfolg _____________
(teilnehmen). Sein Studium _______ er aber nie _______________ (abschließen). Er
_____________ sein Studium _______________ (abbrechen) und _________ nach New York
____________ (umziehen). Er ________ der wichtigste Erfinder der USA nach Thomas Edison
___________ (werden). Seine Erfindungen _________ von vielen Firmen ___________
_________ (kaufen) (Perfekt Passiv!)
Setzen Sie Präpositionen ein.
Beispiel: Die Kinder spielen im Garten.
_________ Sommer fährt Karin _________ ihren Eltern ___________ Italien. Die Fahrt dauert 10
Stunden, _________ 8 Uhr __________ 18 Uhr. Sie kommen _________ Abend __________
Rom an.
Fatima hat sich __________ das Studium in Deutschland informiert. Sie hat sich auch schon
_________ einen Studienplatz in Köln beworben. Sie hofft, dass sie nicht lange ________ das Vi-
sum warten muss, damit sie bald ________ dem Studium anfa ngen kann.
Wandeln Sie die Sätze ins Passiv um. Verändern Sie nicht die Zeit.
Beispiel: Der Hausmeister schließt die Schule ab. ð Die Schule wird von dem Hausmeister abge-
schlossen.
Die Familie bringt dem Kranken frisches Obst ins Krankenhaus.
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Man hat gestern sein Auto repariert.
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Im Reisebüro kann man Reisen in alle Länder der Erde buchen.
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Setzen Sie die Endungen ein .
Beispiel: Das Erdöl ist ein wichtiger Rohstoff.
Im vorig____ Jahrhundert wurden viele natürlich______ Ölquelle__ in den USA entdeckt. Sogar
auf d___ Wasser eines klein____ Fluss____ schwamm eine ölig____ Flüssigkeit. Dies___ Öl
wurde als wundertätig_____ Mittel verkauft. Bald erkannte man, dass man gut_____ Geschäft___
mit Öl machen konnte. Manche wurden durch das Öl zu reich___ Leuten, z.B. Rockefeller. Er
hatte eine groß______ Gesellschaft mit d____ Namen Standard Oil Company gegründet.
Setzen Sie Konjunktionen ein.
Beispiele: Als wir in Frankreich waren, wurde Anna krank.
Trinkst du Kaffee oder Tee? Er möchte entweder Pharmazie oder Medizin studieren.
Ich trinke oft Kaffee, _______ heute möchte ich Tee.
Leg dich ins Bett, _________ du müde bist.
Ich fahre jeden Morgen mit dem ersten Zug, ________ ich pünktlich zur Arbeit komme.
Die Arbeit war ___________anstrengend, aber sie hat Spaß gemacht.
Er konnte nicht kommen, _________ er war krank.
Er ist Nichtraucher, __________ ich ihn kenne.
Bilden Sie Relativsätze.
Beispiel: Sie hat die Firma verlassen. Sie hat in der Firma 25 Jahre gearbeitet. ð Sie hat die
Firma verlassen, in der sie 25 Jahre gearbeitet hat.
Sie hat ein anderes Zimmer gemietet. Es liegt in der Nähe ihres neuen Arbeitspla tzes.
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Sie wohnt jetzt in einem großen Mietshaus. Seine Bewohner sind meist ältere Menschen.
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Nur noch am Wochenende trifft sie ihre früheren Kollegen. Sie unterhält sich gern mit ihnen.
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Finden Sie eine passende Frage.
Beispiel: A: Woher kommst Du? B: Aus Mexiko.
A:__________________________________________________
B: Drei Jahre.
A:__________________________________________________
B: Vor meinem Studium in Dresden habe ich ein Jahr in Leipzig Deutsch gelernt.
A:__________________________________________________
B: In Leipzig ein Jahr im Studentenheim, in Dresden dann bei Freunden in einer Wohnung.
A:__________________________________________________
B: Das weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich mache ich nach dem Studium erst einmal ein paar
Wochen Urlaub.
A:__________________________________________________
B: Ich würde gern noch ein paar Jahre in Deutschland bleiben. Es gefällt mir hier.
Setzen Sie in die folgenden Lücken ein passendes Wort ein.
Beispiel: Das Haus, in ___ ich ___ Kind gewohnt habe, steht heute nicht ____ . ð Das Haus, in
dem ich als Kind gewohnt habe, steht heute nicht mehr.
Ich _________ gern in München wohnen, weiß aber nicht, ________ das möglich ist.
Mein Freund fährt _________ ans Meer, ____________ ich die Be rge vorziehe.
Durch diese _________ Straße kann kein Bus fahren.
„Hast Du die Prüfung _______________?“
„__________________ Prüfung meinst Du? Das Abitur habe ich doch schon ______________
zwei Jahren!“
„Weißt du, __________ ich gestern getroffen habe?“
_________ ist mir klar, dass ich mir das teurere Zimmer nicht _____________ kann.
Maria hat ___________ das Rauchen schon __________ langer Zeit abgewöhnt.
Es ist zwar erst drei Stunden _________, dass meine Freundin abgereist ist, aber ich
____________ schon ungeduldig ________ ihre Rückkehr.
2. C-Test (Arbeitszeit 30 Minuten)
In den folgenden Texten gibt es unvollständige Wörter. Diese sind etwa um die Hälfte ge-
kürzt. Bitte vervollständigen Sie die Wörter so, dass sinnvolle, korrekte Sätze entstehen.
Beispiel: Ein Studienk________ bereitet a______ das Fachs______ vor. ð Ein Studienk o l l e g
bereitet a u f das Fachs t u d i u m vor.
Jeden Morgen müssen viele Leute pünktlich am Arbeitsplatz sein. Dazu fah______ sie
entw________ mit d____ eigenen Au____ oder s____ benutzen öffen__________ Verkehrsmittel
wie z.B. Ba____, Bus od___ Straßenbahn. Ein______ fahren m____ dem Fahrr____ . In al_____
Fällen si___ die Str______ zu d___ Hauptverkehrszeiten verst_______ ; denn im_____ mehr
Mens_______ wohnen he_____ nicht me____ in d____ Innenstadt. S____ leben i___ Vororten;
de____ da i___ das Wohnen angenehmer. So nimmt die Zahl der Berufstätigen, die täglich hin
und her fahren, weiter zu.
Herr Peters will seinen Sohn Robert vom Flughafen abholen. Robert ha____ in d______ Türkei
Url_____ gemacht; e______ will he_____ nachmittag m________ dem Flugz________ zurück-
kommen. Se_______ Vater ste_________ ins Au_______ und wi_____ gerade abfa_________,
ab_____ Frau Peters ru______: "Bleib hi_______! Robert ha_____ eben m_____ mir te-
lef________, lei_______ hat e___ keinen Pl_________ in d________ Maschine beko_________
und ka_______ erst mor_________ kommen." Herr Peters steigt aus und geht wieder ins Haus.
Frau Müller erzählt ihrem Mann beim Mittagessen, was sie am Morgen erledigt hat: "Ich b____
zur Spark_______ gefahren, ha____ die Mi_____, die Telefonr___________ und d____ Fernseh-
gebühren bez_______ . Ich ha____ auch 200 DM v____ unserem Ko_____ abgehoben. Dan_____
bin i____ zur Po___ gelaufen, ha____ dort Postk________ gekauft u____ das Pa_____ an
uns_____ Tochter abges_________ . Eben b___ ich no_____ bei der Stadtverwaltung
gew________, um mir ei_____Pass ausst________ zu las_____ . Du siehst also: Ich war ununter-
brochen unterwegs."
Die Deutschen haben in der Regel einen Arbeitstag von etwa acht Stunden. Sie arbe_______ an
fü____ Tagen i___ der Wo_____ und mac_____ mehrere Woc_____ im Ja____ Urlaub. Ein Ar-
beitn_________ hat normalerw_____ dreißig Arbeitst_____ jährlich fr___ . Mit d____ Woche n-
enden ka____ man a____ eine Urlaubsd________ von se____ Wochen kom____. D___ Durch-
schnittszahlen gel_____ zwar ni_____ für je_____ Erwerbstätigen u___ für je_____ Beruf,
ab____ sie ge_____ doch den Berufsalltag vieler Menschen in Deutschland recht genau wieder.
In einer politischen Partei kommen Menschen mit gemeinsamen politischen Ansichten zusammen.
Sie kön______ das Prog_________ ihrer Par______ beeinflussen. Die Bür_______ eines
Sta______ bestimmen i______ freien Wah______, welche Par______ die Regi_________ bilden
so______ . Die Wah_____ sind fr______ und geh______, niemand da______ gezwungen
wer_____, bestimmte Poli______ oder Part______ zu wäh__________ und z_______ sagen,
w____ er gew__________ hat. Na______ einigen Jah_______ gibt e____ wieder Wah________,
denn zu einem demokratischen Staat gehört der Regierungswechsel.
Energie tritt in verschiedenen Formen auf, und sie hat von Anfang an die Geschichte des Men-
schen beeinflusst. Alles, w____ ein Men_____ tut, d___ kleinste Bewe_______ wie au____ die
grö_____ Anstrengung, bra______ Energie. Die mensch_________ Kultur v____ ihren An-
fä_______ bis he_____ kann m_____ als ei_____ Geschichte im_______ stärkerer, kom-
pliz__________ Energienutzung betra________. Zue_____ hatte m____ nur Muskelk_____ zur
Verf________. Schon fr____ benutzten Mens_______ auch Fe_____, um Spe______ zu
koc______. Aber es dauerte Jahrtausende, bis Wärmekraftmaschinen erfunden wurden.
3. Leseverstehen (Arbeitszeit 35 Minuten)
Viele Dinge, die vor einigen Jahren noch völlig unvorstellbar erschienen, sind heute Wirklichkeit
geworden. Zum Beispiel Schachcomputer. Jeder bessere Schachspieler hielt sie für einen Witz.
Aber heutzutage ist ein Schachcomputer in der Lage, sogar den Weltmeister zu besiegen.
"Werden Maschinen einmal intelligenter sein als Menschen? Die Antwort lautet: Ja!" Diese Worte
stammen von Professor Kevin Warwick, Spezialist für Künstliche Intelligenz an der Universität
Reading in England. Und was bedeutet das konkret? Wenn irgendein Wesen intelligenter ist als
der Mensch, dann ist der Mensch nicht mehr das höchstentwickelte Wesen. Warwick glaubt, dass
uns die Maschinen dann entweder vernichten werden oder "in eine sklavenähnliche Existenz
zwingen. Wer das für unmöglich hält, ist nicht realistisch".
Auf einigen Gebieten sind uns die Computer bereits weit überlegen. Sie sind schneller als die
Menschen, machen keine eigenen Fehler, sondern nur solche, für die ihre Konstrukteure und Pro-
grammierer verantwortlich sind, und sie brauchen weder Nahrung noch Schlaf. Computergesteu-
erte Maschinen sorgen in der Industrie für eine gleichmäßige Qualität der Produkte und für niedri-
ge Kosten. Sie helfen den Bauern bei der Ernte und kontrollieren den Zustand von Patienten in
Krankenhäusern. Sogar der Bereich der Kunst ist nicht mehr für den Menschen reserviert.
WASOBUT 2, eine japanische Erfindung, spielt virtuos Piano und musiziert mit berühmten Or-
chestern. Und in Dänemark staunten Fachleute, als der erste Kunstroboter ein Bild malte.
In den USA und Japan verfolgt man noch größere Ziele: Das Ziel heißt Menschlichkeit. Man will
in das künstliche Gehirn der Roboter eine "Kapazität für Gefühle" installieren. Das soll die Robo-
ter befähigen, die Pflege alter Menschen zu übernehmen.
Schon heute sei man, so Warwick, in der Lage, das Gehirn und die Verhaltensweisen primitiver
Lebewesen künstlich nachzubilden. Die sieben kleinen Roboter, die an Professor Warwicks Insti-
tut bislang gebaut wurden, wirken wie kleine Wesen, die Schutz brauchen: Wenn man auf sie zu-
geht, fliehen sie, und wenn man sich zurückzieht, nehmen sie ihre ursprüngliche Tätigkeit - ziello-
ses Herumlaufen - wieder auf. Und so etwas soll einmal die Welt beherrschen? Das ist schwer
vorstellbar. Aber wie war das mit den Schachcomp utern...?
Lesen Sie jede der folgenden Aufgabe genau. Schreiben Sie möglichst wenig aus dem Text
ab, sondern verwenden Sie eigenen Formulierungen.
Antworten Sie auf die folgende Frage kurz (mit einem Wort oder einer Wortgruppe).
Woran arbeitet Professor Warwick?
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Nennen Sie drei Beispiele aus dem Text, wo heute Computer
eingesetzt werden.
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Schreiben Sie den folgenden Satz mit Informationen aus dem Text sinnvoll zu Ende.
Menschen haben gegenüber Computern bestimmte Nachteile, denn
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Beantworten Sie die folgenden Fragen in vollständigen Sätzen.
Welche künstlerischen Fähigkeiten können computergesteuerte Maschinen entwickeln?
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Was sollen Computer in der Zukunft können?
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Was kann die weitere Entwicklung von Computern nach Meinung von Professor Warwick für die
Menschen bedeuten?
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4. Hörverstehen (Arbeitszeit 35 Minuten)
Sie können den folgenden Text über das Internet ([Link]) hören oder sich
vorlesen lassen. Hören Sie den Text zweimal. Lesen Sie vorher die Aufgaben.
Ich bin Jana Sonntag und ich möchte euch jetzt etwas über meinen Job als Au-pair-Mädchen er-
zählen. Wahrscheinlich haben einige von euch schon etwas davon gehört, oder vielleicht war so-
gar jemand selbst schon irgendwo Au pair.
Also, ich habe während meiner Abiturzeit mal zufällig von der Möglichkeit gehört, als Au pair
günstig für ein Jahr in mein Traumland, die USA, oder in ein anderes Land zu kommen. Im ver-
gangenen Sommer bin ich dann in die USA gegangen, gena uer gesagt, nach New York.
Ihr werdet bestimmt wissen wollen, was ein Au pair machen muss. Bei mir sah es so aus: Meine
Gastfamilie hat drei Mädchen, damals zwei Jahre, acht und zehn Jahre alt. Die Eltern arbeiten bei-
de. Er unterrichtet Physik, sie ist Ingenieurin. Ich musste dafür sorgen, dass die Kinder pünktlich
um halb acht in die Schule gingen, nach dem Heimkommen gegen 15 Uhr ihre Hausaufgaben er-
ledigten und dann zu ihrer Gymnastikgruppe gingen. Die Eltern kamen zwischen 18 und 19 Uhr
nach Hause, dann war meine Arbeit erledigt. Ich hatte also viel Freizeit. Ich ging zur Uni, trieb
Sport, besuchte Freunde oder sah mir die Gegend an. Am Wochenende hatte ich frei. Toll war,
dass ich ein Auto der Familie benutzen durfte und 120 Dollar pro Woche bekam. Miete und Essen
brauchte ich nicht zu bezahlen. Ihr seht, der Job ist nicht schwer, es ist eigentlich nur ganz no r-
males Babysitten. Man braucht also keine Ausbildung. Aber persönliche Erfahrungen im Umgang
mit kleineren Geschwistern helfen bei diesem Job, finde ich.
Wenn ihr Au pair werden wollt, solltet ihr euch an eine Gesellschaft für internationale Jugend-
kontakte wenden. Für die Vermittlung durch die Gesellschaft müsst ihr ungefähr 150 Dollar za h-
len, außerdem müsst ihr eine Kaution von 500 Dollar zahlen. Das ist natürlich viel Geld. Die
Kaution bekommt ihr aber zurück, wenn ihr die Au-pair-Zeit mit Erfolg beendet habt. Der Flug
und andere Ausgaben werden von der Gastfamilie übernommen.
Ich denke, dass ein solches Jahr im Ausland wirklich eine gute Sache ist. Ich habe Englisch nicht
nur aus Büchern gelernt, deshalb kann ich es gut sprechen. Und dann habe ich viele Freunde ge-
funden. Ich habe das Land und seine Kultur richtig kennen gelernt und eine Menge Erfahrungen
gemacht.
Wenn Ihr aber im Ausland studieren wollt, müsst Ihr einen anderen Weg gehen. Ihr braucht z.B.
ein anderes Visum für die meisten Länder, nämlich ein Studentenvisum. Welche Bedingungen für
das Studium im Ausland außerdem gelten, wissen die Botschaften oder Konsulate der Länder, die
Euch interessieren.
Auf jeden Fall wünsche ich allen, die sich für eine Zeit im Ausland als Au Pair oder als Student
bzw. Studentin entscheiden, viel Glück und Erfolg. Es lohnt sich!
Hat Jana die folgenden Informationen gegeben oder nicht? Antwo rten Sie mit ja oder nein.
Jana hat ihr Abitur vor ihrem USA- ja/nein
Aufenthalt gemacht.
Eigentlich wollte sie nicht in die ja/nein
USA, sondern in ein anderes Land
fahren.
Die Gastfamilie von Jana hat zwei ja/nein
Töchter.
Jana hat sich in den USA ein Auto ge- ja/nein
kauft.
Wer im Ausland studieren will, ja/nein
braucht ein besonderes Visum.
Beantworten Sie die folgenden Fragen in kurzer Form (Wort oder Wortgruppe)
Wann wurde Jana Au-pair-Mädchen?
____________________________________________________
Welchen Beruf hat die Mutter der amerikanischen Gastfamilie?
____________________________________________________
Wie viel musste Jana vor ihrem Au-pair-Aufenthalt zahlen?
____________________________________________________
Welche Kosten übernahm die Gastfamilie?
1. __________________________________________________
2. __________________________________________________
3. __________________________________________________
Ergänzen Sie die folgenden Sätze mit den Informationen, die Jana Sonntag gegeben hat.
Eine große Hilfe bei der Arbeit als Au pair ist es, wenn _______________________________
___________________________________________________________________________
Ein Au-pair-Aufenthalt hat viele positive Seiten, denn ________________________________
___________________________________________________________________________
Für Jugendliche, die ___________________________________________________________,
ist Au pair eine echte Alternative.
Schreiben Sie in einem kleinen Text, wie ein typischer Tag von Jana Sonntag während ihrer
Zeit als Au-pair-Mädchen aussah. (5 Informationen aus dem Hörtext sind genug)
____________________________________________________
____________________________________________________
____________________________________________________
____________________________________________________
____________________________________________________
5. Textproduktion (Arbeitszeit 35 Minuten)
Schreiben Sie einen zusammenhängenden Text nach den vorgegebenen Stichworten. Benut-
zen Sie alle Informationen, auch die, die in Klammern ( ) stehen.
Wie verhalten sich Menschen bei einem Verkehrsunfall? Stellen Sie sich vor, dass ein
Mensch einen Unfall beobachtet.
Dieser Mensch sieht:
Zusammenstoß - 2 Autos
nicht nur Schaden an Fahrzeugen
Menschen verletzt, Schmerzen
Manche Menschen verhalten sich unsicher, wenn sie einen
Unfall sehen:
Grund: Frage: was tun?
Angst: vielleicht Fehler machen
deshalb warten: helfen andere?
vielleicht keine Hilfe, nur Zuschauer
Die folgenden Dinge kann aber jeder tun:
Telefon (Polizei, Krankenwagen)
Warnung an andere Autofahrer (langsam, vorsichtig vorbeifahren)
Ziel: Schutz für Personen an Unfallstelle
Zwei Autos sind zusammengestoßen. Dabei __________________________________________
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