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Verben

Das Dokument behandelt die Bildung des Perfekts im Deutschen unter Verwendung der Hilfsverben 'haben' und 'sein'. Es gibt eine Übersicht über verschiedene Verbgruppen, die das Perfekt mit 'sein' bilden, sowie Beispiele für transitive und intransitive Verben. Zudem werden Übungen zur Anwendung des Perfekts in verschiedenen Kontexten angeboten.

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Frank Lehmann
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Verben

Das Dokument behandelt die Bildung des Perfekts im Deutschen unter Verwendung der Hilfsverben 'haben' und 'sein'. Es gibt eine Übersicht über verschiedene Verbgruppen, die das Perfekt mit 'sein' bilden, sowie Beispiele für transitive und intransitive Verben. Zudem werden Übungen zur Anwendung des Perfekts in verschiedenen Kontexten angeboten.

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$1 Bildung des Perfekts mit haben oder sein

i Überslcht
ll \/arhan dar Fnrtharran¡rnn
lll Verben der Zustandsveránderurg
lV Ereignisverben
V Gesamtübungen
$1 Perbkt

I Ubersicht

Fnlnonr{a \/orharrrhñan hilrlan rlae Darfakl rnil hahan

t. Transitive Verben, auch wenn das Sie hat einen Brief geschrieben. Sie hat ge-
Akkusativobjekt im Satz fehlt seirri*ht¡r. (schreiben)
AusnahnBn: Sie ist kein Risiko *i$segengen. (eingehen)
Sie ist die alte Wohnung schnell losgewor-
*ten. (loswerden)
Sie ist (seltener: hat) siimtliche Zeitungen auf
Stellenanzeigen rnurcle$ieg;ingen. (durch-
gehen)
(stiddt.:) Sie ist ihr Wohnungsproblem ener-
gisch eng*gangsrr. (angehen)
2. lntransitive Verben,
a) die einen Zustand oder Vorgang oh- Er hat lange geschlafen. (schlafeni
ne zeitliche Begrenzung, aber keine
Fortbewegung angeben
Au$ah!'n€n: Sie ist gestern abend bei mir ¿{st".}*sr:'t. (sein)
Sie ist aber nicht sehr lange gehlieben" (blei-
ben)
isiieirit.:i Sie ist lange in der Sonne geses*
senlgestandenlgelesen. (sitzen, stehen,
liegen)
b) Verben mit Dativ- und Prápositional- Ihrem Vater hat sie immer fest vertraut.
objekt, ausgenommen Verben der (vertrauen)
Fortbewegung und Zustandsverán- Sie hat fest mit seiner Unterstützung gerech-
derung net. (rechnen mit)

3. ReflexiveVerben Über <ieinen Brief hat er sich sehr gefreut.


(sich freuen)
Wir haben uns gestern kurz getr*ffen" (sich
treffen)
Aber: Wir sind uns zuf;illig auf der HauptstraBe be-
g*gnct. (sich begegnen) 1r"ri4l. S. 15)

4. Modalverben Sie hat das gut gekonnt. Sie hat das gut ma-
chen konne*" (kónnen)
Aber: Sie soll immer zu spát zum Unterricht ge-
kommen sein. (Vgl. S. 128 und 140ff.)

5. UnpersónlicheVerben Es hat auch hier im Stiden stark geregnet.


(es regnet)
Es hat natürlich wieder Schwierigkeiten ge-
geber:" (es gibt)
Ausnahnpn: Es ist um ein schwieriges Pro'biem gegangen.
(es geht um)
Es ist auf eine schnelle Entscheidung angq-
kür$men" (es kommt auf ... an)
51 Perfekt

Folgende Verbgruppen bilden das Perfekt mit sein

[Link] ltl all lU Ll vtrv tI


"t-¿-^-^:¡:.,-\r^-l^^^l^-t---rl.--^.t^¡trr
Utt I utt rul lutrwqJul ¡g Aul Oef AUtOUa¡]il ilACii lJt]lrll ist ei' ViEi ¿r.¡
schnell ¡4efahren, (fahren)

[Link]$andwerán- Die Gartenabfálle sind ve*rrannt. (ver-


daung brennen)
Ausnahlgl: Sie hat gestern schon mit der Arbeit ange
fangen / nufgehñrt. (anfangen / auf-
hóren)
Die Autofahrt hd gut bqonnen und bóse
geenelet. (beginnen / enden)
Die Atmung des Kindes hat dngdá /
a*sgesetzt. (einsetzen / aussetzen)
Monika hat im letzten Jahr stark zugcnqn-
men l abgcnr-rrur:*e.n" (zunehmen / ab-
nehmen)
Monikas schulische Leistungen halen in
letzier Zeit nachgeiassen. (nachiassen)

MancheVerbenderFortbewegungund Er hat den neuen Wagen vorsichtig in die


derZustandsveránderung kónnen auch Garage gefahren.
mitAkkr:sativobiekt, also transitiv ge- Der Gártner hat die Gartenabf;ille ver-
h.p¡¡nhi¡¡rerrlen.
u¡*uvr¡lvrwruwur lrronntl
uté¡iiit.

3. Erdgniwerbil An seinem drei8igstor Geburtstag ist etwas


Unerwartetes passirrrt. (passieren)
Die Verhandlungen zur Beilegung des
Streiks sind gescheitert. (scheitern)
Ausnahrmr: Die Organisation des Kongresses hat gut
geklappt. (klappen)
Der Kongress hat in der Stadthalle *attge
fn*d*n. (stattfinden)
10 $1 Perfekt

?i Verben der Fortbewegung


1 Kommentieren Sie die Ereignisse im Perfekt.

Seispirl: die Musikbegeisterten / in grofJen Scharen / das Konzert I kommen zu


Die Musikbegeisterten sind in groBen Scharen zu dem Konzert gekommen.

1. viele Besucher lvon weit her I n dem Konzert / anreisenut


2. der Verkehr / fast I zum Erliegen / kommen.-r .

3. vieic i nur im Suirrittenrpu / slch fortbewcgerr L'


4. die meisten Besucher / das Konz ert I aber-trotzdem / pünktlich / erreichen &
5. die Besucher / die Anweisungen der Platzanweiser / folgen * D t
6. viele I in der Pause / dem Gedránge / entfliehen / und / ins Freie / sich begebenf
7, nur wenige / schon / in der Pause I nach Hause / gehen$
8. am Ende des Konzerts / das Publihm / vor Beseisten:ns / seine Plá¡ze I sic.h ",r
erheben von
9 die Fans / nach vorn / sich driingen L
10. sie / dicht / das Podium / herangehen anr
11. sie / den Ktinstlern / so weitwie méglich / sich náhern + D L
12, einige Fans / sogar / das Podium / klettem aufr
13. die Künstler i wegan des starken Beifalls / immer wieder / auf der Bühne /
erscheineng
14. erst dreifJig Minuten nach Ende der Veranstaltung I dieletzten / die Konzerth¿ile /
verlassen i.

(l) Die Rennfahrer sind. táglich zum Trai- Verben mal transitiv, mal intransitiv
ning gefahren.

(2) Sie haben ihre Rennwagen nach dem


Training an die Boxen gefahren.

2 lntransitiver oder transitiver ilehraueh?


Spielen Sie den Reporter. Berichten Sie im Perfekt.

1. Die ltennfahrer fuhren táglich zum Training.e


2. Sie fuhren ihre Rennwagen in die Garage. I
3. Die Fahrer stafieten ihre Rennwagen.h
4. Fiir die Bundesrepublik starteten vier Fahrer.f
s. Einige Rennfahrer flogen mit eigenen Sportflugzeugen zum Rennen.g
6. Sie flogen die Sportflugzeuge zum Teil selbst. h
7. Vor ciem Rennen zogen sie-genaue Erkunriigungen über das Wetter ein. L
8. Die Rennfahrer fuhren unter dem Jubel der Zuschauer'in das Stadion ein.$
9. Mechaniker rollten Ersatzreifen heran. L
10. Die Rennwagen rollten langsam zum Start.5:
11. Staubwolken zogen hinter ihnen her.s L)^+^*
1"' E:- 't-*^--*^4+^- E--^rqttannq -:^L L^- l.
r,/-, Llll lr4uJlrurLvt ¿,vé
-^- vurvrr
^.:-^* Lr¡CIt¿woévrr rrl¡rlvl ü¡r,-l¡ rrr,¡. ir€

13. Der Fahrer fuhr mit einem Ruck an. g


q1 Perfekt 11

t4. Zum Gluck fuhr er niemanden an. &


15. Die Wagen jagten davpn.r
16. Der ohrenbetáubende LArm der Motoren jagte einige Zuschauer in die Flucht.e*

(1) Die Sieger sind auf das Podest getreten. MancheVerben der Fortbewegung (2. B. r r.,, l
(2) Die Sieger haben das Podest betreten. fah ren) werden mit Práposition {treten/fahren
auf) intransitiv i I i und mit Vorsilbe (2. B. betre-
ten, befahren) transitiv (2) gebraucht.
i:,rti S.24)

3 Bilden Sie aus den Satzteifen Sátze im Perfekt.

Beispiel: ein Testfahrer / die regennasse Strecke (fahren auf- befahren)


Ein Testfahrer ist auf der regennassen Strecke gefahren.
Ein Testfahrer hat die regennasse Strecke befahren.

Sicherheitskráfte / das Gel¿nde (streifen durch - durchstreifen) r ."^


Ballonfahrer / wáhrend des Rennens / das Gelande (fliegen über - überfliegen)
die Rennt'áhrer I ihre Rennwagen (steigen in - besteigen)
ein Rennwagen I eine Absperrung (fahren durch - durchfahren)
die Rennfahret I den verunglückten Wagen (herumfahrer um - umfahren)
einige Fans / die Ehrentribüne (klettern auf - erklettern)
der Sieger I zur Siegerehrung / das Siegerpodest (steigen auf- besteigen)
^t-;*^ D^-^ / J;^ L^-^- /^^-i^*^^ ;;L^- ;rL^-^--.'-^^-\
^

Verben der Fortbewegung in bildlicher Viele Verben der Fortbewegung kommen in


Bedeutung bildlicher Bedeutung vor i'ii, besonders in Re.
dewendungen (2). Sie bilden das Perfekt nach
(i) Er hat die Zeitung üirerfrogen. denselben Regeln wie Verben cjer Fortbewe-
(2\ Er ist mit ihr durch dick und dünn ge- gung in wórtlicher Bedeutung - selbst wenn
gangen. die ursprüngliche Bedeutung des Verbs nicht
mehrerkennbar ist. Viele dieser Redewendun-
gen sind umgangssprachlich.

4 Bildliche Bedeutungen in konzentrierter Form. - Erzáhlen Sie im PerfeK bzw. Plusquamperfekt.

Familienleben
Bald nachdem Brigitte und Thomas in den *chlief, ging er wie auf Eiern durch die Woh-
Stand der Ehe traten (Illusq.], kam das erstenung. Allerdings trat Thomas bei seiner Frau
Kind zrlf Welt. Damit ging ihr gróBter immer mehr in den Hintergrund. In ihren
Wunsch in Erfullung. Die junge Mutter ging Gespráchen ging es fast nur noch um das
s sehr liebevoll mit ihrem Kind um. Dem jun- Kind. Finanziell kamen sie über die Runden, li
gen Vater ging diese Fürsorge manchmal zu obwohl das Kind ins Geld ging. Der vielbe-
weit. Und das Kindergeschrei ging ihm oft scháftigten Mutter fiel zu Hause mit der Zeit
auf die Nerven. Trotzdem fuhr er nicht aus die Decke auf den Kopf. Brigittes Unzufrie-
der Haut. Im Gegenteil: Bei der Kinderpflege denlreit trat klar antage. Deshalb kam sie auf
l0 ging er ihr oft zur Hand. Und wenn das Kind die Idee wieder halbtags zu arbeiten. Thomas 20
12
$1 Perfekt

ging sofort auf diesen Vorschlag ein. Sein Or- akzeptable Kinderfrau in Erscheinung. Das
ganisationstalent kam jeta voll zum Zage neue Leben $ng nun seinen Gang. nie".iunge
Mit seine¡ Hilfe ging die Arbeitssuche glatt Familie f<am rnit der neuen Orgánisatión il-
über die Bühne. Brigitte kam bei einer ange- res Alltags gut zurecht.
sehenen Firma unter. Gleichzeitig trat eine

Redewendungen

fa!lsr (8) jdnn. gegen den Strich gehen


(1) aus allen Wolken fallen (9) wie die Katze um den hei8en Brei he-
Q aus dem Rahmen fallen rumgehen/herumschleichen
(3) mit der Tür ins Haus fallen
(4) jdm. fállt ein Stein vom Herzen kornmen
(10) auf den (richtigen) Trichter kommen
gehen {11} auf keinen grünen Zweigkommen
(5) jdm. geht der Huthoch
(6) der Sache aufden Grund gehen trdsr
(7) mit jdm. hart ins Gericht gehen {l?i (bei jdm.) ins Fetrnápfchen treten

Sagen Sie es andersn indem Sie die angegebenen Redewendungen - zum Teil in negierter Form
-
verwenden. (Ezáhlzeit: perfekt)

Beispiel: Die Schauspielschulerin hat den Direktor wegen ihrer Rolle in der náchsten
Aufftihrung bedrángt; das hat ihn verrirgert. Sie hat gemerkt, dass sie ... (12)
sie hat gemerkt, dass sie bei ihm ins Fettnápfbhen gátreten lst.

Bdm Theatsdirektor
i " Sie hat ihm ihr Anliegen direkt und ohne
(3) (e)
Er i,var -;allig überascht: Er ... (l)
Ihm war nicht recht, dass sie ihn damit an ein früheres Versprechen erinnerte.
i]*s ... (8)
Wáhrend sie ihren VorstoB begründete, stieg sein Árger, bis ... (5)
Sie dachte, sie habe die Form gewahrt und ... (2)
Nach diesem Vorfall wird es ñir sie wohl nicht leichter werden. Schon bisher .".
(11)
Sie wei8 einfach nicht, wie sie zu einer guten Rolle kommen soll: Sie ... noch ... (10)
Schon bei fruheren Meinungsverschiedenheiten ... er ... (T)
Als er sie am rlarauffi:lgendl:riTag freundlich grtiflte, *ut ri* sehr erleichtert:
Ihr ... (4)
10. Sein t?eundhches Verhalten kann sie srch nicht erklaren, sre ... bisher noch ... (ó)

Fortbewegun g oder Bewegung Bei ',',- r, ,i


di€ eine Bewegung als Fortbewe-
am festen Ort? gung, Lage oder Ortsveránderung ausdrticken,
wird das Perfekt mit sein gebildet. BeiVerben,
il) Dic Schmcttcr{ingc sind um dic Blütcn
die eine Bewegung am festen Ort angeben,
herumgdlattert.
(2) Die Segel habsr im Wind gdlattet. wird das Perfekt mit haben gebildet.
$1 Perfekt J3

6 Was passiertewirklich? lm Perfektwird es klarer.

1. EinAuto pendelte am Kran.


2 Ouellu¡aqser qnnrdelte aus dem Felsen.
3. Das Badewasser schwappte über den Rand der Wanne hinaus.
4. Im Kessel sprudelte kochendes Wasser.
5. Aus dem Geysir schoss hei8es Wasser in die Luft.
6. Wasser tropfte aus der Regenrinne.
7. Der Wasserhahn tropfte tagelang.
8. Der Mast des Schiffes schwankte im Wind.
9. Ein Fallschirmjager schwebte langsam zu Boden.
10. Ein Tourist bummelte fasziniert durch die fremde Stadt.
11" In angetrunkenem Zustand wankte ein Mann durch die StrafJe.
12. Fahnen flatterten im Wind.
I i.
Die Errie bebte kraftig.
14. Herr Müller pendelt stándig zwischen Wohnort und Arbeitsplatz.
15. Er drehte auf halber Süecke um.

Zeitliche und ráumliche Ausdehnung Verben der Fortbewegung bilden in Verbindung


mit einem Akkusativ, der eine zeitliche {"1} oder
(1) Er ist jeden Tag zwei Stunden spazieren
ráumliche Ausdehnung (2) angibt, das Perfekt
gegangen. (Wann? Wie lange?)
mit sein. DieserAkkusativ ist kein Objekt, son-
(2) Gestern ist er zunáchst etwa zwei Kilo-
dem hat adverbialen Charakter (= adverbialer
meter den Fluss entlanggegangen und
Akkusativ) und antwortet auf die Fragen:
dann noch einen Hang hinaufgestie-
Wann? Wie iange? Wie weit? V1/o? WohinT
g.l_.fWie weit] Wo? Wohin?)
-
f Lesen Sie zuerst und berichten Sie dann, als wáren Sie dabeigewesen. (Ezáhlzeit: Perfekt)

trine Exkursion
Im letzten Sommer ging eine Gruppe von Hang hinunter. Die anderen rannten dann
Studenten einen Tag auf Exkursion. Sie fuh- auch den Berg hinunter und kamen ihm zu
ren mehrere Stunden mit dem Bus. Einer der Hilfe. Zwei trugen ihn zum Bus und fuhren
Studenten fuhr den Bus. Gleich nach der An- ihn gleich ins Krankenhaus. Die anderen gin-
l-"-. t¿ 1-1 ^u^-L^.^ ^:^ trrrcrr :1^- n^-^ l-:.-^--f Tl--D t-:- Zuatt .^:^1,^*^- /\-+ Cri^ -- ---
' r\urrrt Nrütttrrttrrr ¡lc -:.^ Sttrlrtrll DcrB lilil4ul EÉLI Zg "t- LtlJ Ur5 ----- tlZT.l-ttbl(jrr urt, ürt rrtdt-
und liefen auf der Suche nach Steinen den schierten drei Stunden und fuhren dann mit t\
ganzen Bergrücken entlang. So streiften sie dem Zug zurück. So fand die Exkursion ein
den halben Tag durch die Natur. Plótzlich vorzeitigesEnde.
rutschte ein Student aus und stürzte den

Ezáhlen Sie so: lm letzten Sommersind wir...

Womit und wie kann man s¡cn tort-


bewegen?
(1) Er ist gern Auto g$ahren. (Womit?)
(2) Er ist am liebsten Galopp ger¡tten.
(Wie?)
(3) Er ist gegen die Erhohung der Tabak-
steuer Sturm gdaufen.
14 $1 Perfekt

fahren: Auto, Motorrad, Roller, Bus, Strafjen- Verben der Fortbewegung bilden das Perfekt
bahn, Zug,Lift, Seilbahn, Rad, Bob, mit sein, wenn sie in artikellosen festen Verbin-
Schlitten, Ski, Boot, Kahn, Kajak, Kanu, dungen mit einem Akkusativ stehen, der das
Schiff. Achterbahn, Karussell, Riesenrad, Mittel {2. B. Auto, Ski} oder die Art und Weise
Kolonne, Schritt {2. B. Kolonne, Galopp}angibt. DieserAkkusativ
lauferr: Rollschuh, Schlittschuh, Ski; Amok ist kein Objekt, sondem hat adverbialen Cha-
laufen (: in Raserei / Geistesgestórtheit rakter (= adve$ialer Akkusativ) und antwortet
mit einer Waffe toten, aber auch in bild- auf die Fragen: Womit? Wie? i\i Q|.
licher Bedeutung), Gefahr laufen (: ge-
fahrdet i in Geiahr sein), Sturm lauien
gegen etw. (: heftig protestieren gegen
*tw. i
rdten. Galopp, Schritt Trab

Ezáhlen Sie im Perfekt, was Sie fniher alles gemacht haben. Verwenden Sie die oben
angegebenen Wórter.

Als ich noch kein Auto hatte, ... 2.\m Winter ... auf dem zugefrorenen See ...
1.
3. Beim Reiiur¡terriciri "". ich am iiebsten ... 4. AuiVoiksfesten ... 5. Seit meinem Ski-
unfall .". 6. Auf der Donau ... 7. Ich.". noch nie ohne Führerschein ".. 8. In den Feri-
en ... 9. Als Jugendlicher ... gegen die Welt der Erwachsenen ...

I Beschreiben Sie den Autofahrer ím Perfekt und entscheiden Sie dann:

Ein vorbildlicher Autofahrer?


l. er I noch nie / gróBere Strecken / ohne Sicherheitsgurt / fahren 2. er I noch nie /
mehr als acht Stunden am Tag / Auto fahren 3. er I seine neuen Autos / immer I gut I
einfahren 4. er lnoch nie I auf der Autobahn / rasen 5. er lnoch nie / einen Radfahrer /
anfahren 6. er lauf dem Seitenstreifen / immer/ Schritt fahren 7. er lnochnie I etwas I
umfahren 8. er / bisher / nur selten / sich verfahren 9. er I noch nie / Gefahr laufen
seinen Ftihrerschein zu verlieren 10. er / schon oft / Kollegen / nach Hause 1 fahren 11.
er / gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn / Sturm laufen 12. er I
nach dem Genuss von Alkohol / noch nie I Auto fahren

¡', Sportliche Betátigungen Einige Verben der Bewegung bezeichnen sport-


liche Betátigungen (2. B. klettern, reiten, pad-
i1) Er ist regelmaBig auf dem offenen Meer
deln, rudem, schwimmen, segeln, surten, rodeln).
gesegelt.
Wenn diese Bewegung vorallem als Fortbewe-
(2) Gestern ist er bis zu einer enlfernten In-
gung gesehen wird - oft in Verbindung mit
ool -ooo^ol+
ú!r 5vov5v¡r'
Raumangaben i il oder Zielangaben (2) - wird
(3) Er hat (ist) triglich mehrere Stunden ge-
das Perfekt mit sein gebildet. Sollen aber vor al-
segelt.
lem die Dauer (3) oder die Art und Weise (4)
(4) Er hat (ist) mit grofJem Vergnügen gese-
hervorgehoben werden, kann das Perfekt mit
gelt.
haben gebildet werden. Meist wird aber sein
gebraucht.
$1 Perfekt 15

'"tr* Was passierte wirklich? lm Perfektwird es klarer.

tr. Dertrainierte Schwimmer schwamm regelmáBig mit gro8erAusdauer. 2. Eine Anfán-


gergrlrppe kletterte auf den Felsen. 3. llas Mádehen surfte oft den [Link]. 4. Es
surfte nie aufs offene Meer hinaus. 5. Um seine Sportlichkeit zu beweiseq schwamm der
alte Mann bis zu dem Riff. 6. Im Winter rodelten die Kinder den ganzen Tag. 7. Sie ro-
delten auf dsr verschneiten Rodelbahn. 8. Die Reiterin ritt in den frühsn Morgenstun-
den durch den Wald. 9. Der junge Mann ruderte leidenschaftlich gern. 10. Der Anfiin-
ger ruderte mit letzter Kraft zum Ufer.

Reflexive Verben der Fortbewegung Reflexive Verben der Fortbewegung mit einem
Reflexivpronomen im Akkusativ bilden das Per-
{1) Fritz hat sich in fremden Stádten schon
fekt mit haben il I t;j. reflexive Verben der Fort-
oft verlaufen.
bewegung mit einem Reflexivpronomen im Da-
(,2) Die beiden Freunde Fritz und Paul ha-
iiv biicjen das Perfekt mii sein (3) (4). ivianche
ben sichleinander schon lánger nicht
dieser Verben sind nicht obligatorisch reflexiv.
getroffen. (: Fritz hat seinen Freund
Statt des Reflexivpronomens kann auch ein Ak-
Paul nicht getroffen und Paul hat seinen
kusativ- oder Dativobjekt stehen (2) (4).
Freund Fritz nicht getroffen. )
Einige reflexive Verben haben reziproke Bedeu-
(3) Fritz ist sich in der fremden Stadt ziem-
tuna.
rs¡ rürd.
s¡ sie drück-en eine wechselseitiae Be-
lich hilflos vorgekoffrmen
ziehung zwischen mindestens zwei Personen
(4) Die beiden Freunde Fritz und Paul sind
aus (2) (4).
sich/einander in der Stadt begegnet.
Reflexive Verben der Fortbewegung mit einem
(: Fritz ist seinem Freund Paul begegnet Reflexivpronornen im Dativ gibt es nur in be-
und Paul ist seinem Freund Fritz begeg-
.^^¿ \ grenzter Zahl: sich ausweichen I begegnen / ent-
ilEt.,,
gegenkommen / náher kommen; in bildlicher Be-
deutung z. i;1". sich durchs Haarfahren /in die
Haare geraten / um den Hals fallen / auf die Ner-
ven gehen / in die Quere kommen / in den Rüaken
fallen / aus dem Weg gehen / über den Weg i*,:.
fen I vorkommen.

I'l trn Perfekt bzw. Plusquamperfekt ezáhlt es sich leichter.

Eine Frzundsúaft
t. Zwei Freunde gerieten sich eines Tages fürchterlich in die Haare.
2, Der eine verspátete sich bei einer Verabredung erheblich. {i}tusq.)
3.
Á
Sie gingen sich früher schon oft auf die Nerven. (Plusq.)
a.- --1...:--^:-^-- O-'¿-,,¡i^-----.c:-l-.- J^-^n:r^1.."^
+. ril suflwltrllgcll Jttuauullgil llelgil src
-.'--:^1-
sruJl aucl tric llt qell
-1-,...-i,i-^ /nt__^_-\
KUL;Ken. (riusq./
5. Eine gewisse Zeit gingen sie sich aus dem Wege.
6. Dennoch kamen sie sich gelegentlich in die Quere.
7. Eines Tages begegneten sie sich zufbllig auf der StrafJe.
8. Sie kamen sich in einer engen Gasse entgegen.
q. Dieses Mal wichen sie sich nicht ar-rs, sondern bewegten sich entschlossen
aufeinander zu und fielen sich um den Hals.
10. Sie kamen sich wieder náher.
1S $1 Perfekt

'' lll Verben der Zustandsveránderung


Eeginn*+ Zustand-* Veránderung zum
Ende hin
(1) Die Blume ist aufgebluht. Sie hat geblüht.
Sie ist verbluht.
(2) Peter ist eingeschlafen. Er hat geschlafen
(3) Viele haben gehungert. Viele sind verhungert.
-
lntransitirre Verben derZustandsveránderung bilden das Perfekt mit sein.
Sie bezeichnen ein zeitlicfr begrenztes ü*:;*i:*h*n, das einen neuen Zu-
stand herbeiführt Diese Veránderung kann ein Beginn sein (aufblühen,
einschlafen) oderzum Ende führen (verblühen, verhungem).
Oft bezeichnet das einfache Verb einen Zustand (blühen, schlafen, hun-
gem), das entsprechende Verb mit Vorsilbe eine Zustandsveránderung
[Link]:" i,Érillf tnpn einschlafen, re¡ ¡tut ttjptil).

'1.3 Dnicken die folgenden Verben eine Zustandsveránderurg odereinen Zustand aus?
Sátze im Perfekt geben Aufklárung.
[Link] 2. dauern 3. .,,ertrocknen 4. hangen 5. ',,erheilen ó. '¿erfaulen
7. scheiiren 8. sterben 9. sitzen 10. verdursten 11. ertrinken 1?. verunglticken
13. warten 14. verwelken 15. ersticken 16. verstauben 17. gedeihen 18. stehen
.'t 1?. brennen 20. aufwachen

,{4 l^t^- (\;^


r!) vvc¡ü f¡ll¡
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ililrEil L^: J^- :^..,^:l^
uEr usil Jttwslrü gttgsiluuEilrttguiluttil
^^-^^,':L^-l!^-^-J-- o¡r-^-
ücrr¿8il tr^^L^- J;^ n-^L^ :- ñ-J^r-r
ctut r rvtdr/ilt'il otE urs rruuE illt ritilEñt,
^,,¡4

1. Die Suppe kocht. Sie kocht tiber.


2. Das Mádchen krankelte. Es erkrankte aber nicht ernsthaft.
3. Er stand um sechs auf. Er stand lange an der Haltestelle.
4. Das Kind schlief schnell ein. Es schlief zwólf Stunden.
5. Es taute gestern. Das Eis taute auf.
6. Tom wachte spát auf. Ein Krankenpfleger wachte bei ihm.
7. Das Feuer branntelichterloh. Das Haus brannte aus.
8. Es entstand Sachschaden. Es bestand ausreichend Versicherungsschutz.
9. Sie lag mehrere Wochen im Krankenhaus. Sie erlag derKrankheit.

Verben der Zustandsveránderung, die von Viele Verben der Zustandsveránderung leiten
Substantiven oderAdjektiven abgeleitet sind sich von Substantiven {i}oderAdjektiven (2}
her und entsprechen der Bedeutung von sub-
(1) Das Kinel ist triiil verwaist. *
(:Das"Ki*ri ist friihzur whi'se gewor- li'¡¡r¡rtivlÁs'l *ktiv wet'den'
den.)
(2) Die Farbe auf der Tapete ist schnell ge-
trocknet.
(: Die Farbe auf der Tapete ist schnell
trocken geworden.)
$1 Perfekt 17

14 Welche Veránderung führte zu dem jetzigen Zustand? Leiten Sie von den kursiv gedruckten
Substantiven Verben ab und setzen Sie díese im Perfekt ein.

Beispiel: Ein \Aáislkind ist ein Kind, das ..


Ein Waisenkind ist ein Kind, das verwaist ist.

1" 5;;r;rp¡{anclschaftr$indet man dort, wo Land durch viel Wasser "..


?. Seppen nennt man Landschaften, die ...
3. Ein Flussbett ohne Wasser, aber mit viel Sand ist ein Flussbett, das """
.+.Kcrsfget:teie sind Gebiete, die durch Entwaldung ...
5. Unter Versteinerungen versteht man Tiere und Pflanzen, die zu $dn
geworden sind, also "..
6. Kalk findet man in Wasserleitungen, die .."
7. RoS findet man an Autos, die ...
8. S:lli¡i'n-d iiiidet inaii auf [Link], ,iie ...
L Von $aubbedeckt sind Mtibel oder Bücher, die ...
10. Ein Ofenrohr voller RtB ist ein Ofenroht, das .."
11. Mit Eisbedeckt sind Strallen, die ...
12. Ein leichter Dun$ lag uber der Stadt, weil Feuchtigkeit ... {Pluq.i
1j Danpf i$ nicht mehr zu- sehen, wenn eine Fliissigkeit vollstandig .

14. Glas,s¡;/iffrrliegen herum, wenn Glas...

15 Welche Veránderung führte zu dem jetzigen Zustand? Leiten $ie von den Adjektiven
Verben ab und setzen Sie diese im Perfekt ein.

Beispiel: Matt wirkt jemand, dessen Kráfte ...


Matt wirkt jemand, dessen Kráfte ermattet sind.

1. Blind ist jemand, der ...


a
a. \lt/ -^^1. )^+ : ^* ^.. J A^-
axulr rst J clllallrLr, util ","

3" Grau sind Haare, die ".,


4. Schlaff sind Muskeln, die ...
3" Blass sind Erinnerungen, die .."
6. Reit ist Obst, rjas ...
7. Faul sind Früchte, die .-.
L Welk sind Blumen, die ...
L Wild wirkt ein Garten, der ...
10. óde sind Landschaften, die ...
it. Kalt ist eine Suppe, die ...
12. Alt ist jemand, der ...

16 We kam das? Vervollstándigen Sie die Sátze mit dem jeweils passenden Verb im Perfekt.

verfallen, vertrócknen, aussterben, eingfuhen, erfriüen, verkommen, ,rJrbrn, [Link]á*.n,


^-^+i^1-^-
ElSLltyNgll, -.^-l-¡+*--^--
vtrtKurltiltcllt, gt
^¿-i-t-^.^
ulllKgll, vgtuurstgrr, ..^--.^'-f,'t^f-^..
-,^-1..-^+^.^ v(irullgtuul\.titl, -,^-l'^Ll^*
Ériqi:ri{+rfi, *,^-L
v9tllullggttr

Beispiel: Weil das Holz lange im Feuer lag, ...


Weil das Holz lange im Feuer lag, ist es verkohlt.
18 $1 PerfeK

1. Weil die Wohnung nicht gepflegt wurde, .".


2. Weil das Gebaude nicht renoviert wurde, ...
3. Weil die Pflanze zu wenig Wasser bekam, ...
4. Weil die Pflanze nicht den richtigen Standort hatte, ...
5" Weil der letzte Wrnter zu kalt wff, ...vrele Pflanzen ...
6. Weil der Mensch zu stark in den Naturhaushalt eingreift, ... bereits viele
fier- und Fflanz^enarten ...
7. Weil die Lebensmittel nicht vorschriftsmáBig aufbewahrt wurden, .".
8.
ñ
Weil seine Talente nicht erkannt und geftirdert wurden, ...
rI¡^:l
7. VY ^:-L il f^L-la^-:-
^- Stt
rtu tit vtl lt(lttttll L-+
t(ttlt tdssró -.^*L^1t^- lrútt, ,.,
10. Weil er unheilbar krank wff, ...
11. Weil er nicht schwimmen konnte, ...
12. Weil er keine Luft mehr bekam, ...
13" Weil er seinen Durst über eine lángere Zeit nicht stillen konnte, ...
14" Weil er z,ulange niehts zu essen hatte, "."

1.. '17 lntransitiver odertransitiverü*brar:ch? Setzen Sie die Sátze mit den Verben, die teils in'*v*rtlirher,
teils in bildlicher Bedeutung gebraucht sind, ins Perfekt.
1. Nach dem Baden trockneten wir unsere Haare.
2. Unsere Handtticher trockneten schnell in der Sonne.
3. Unser ganzer Proviant verdarb in der Hitze.
4. Das verdarb uns den SpaB am Picknick.
5. Beim Abspulen zerbrach das kostbare antike Glas.
6. Das Kind zerbrach eine Tasse.
7. Der Fiausmann taute Erdbeeren iür seinen Gebufisiagskuchen aui.
8. Im warmen Zimmer tauten die Erdbeeren schnell auf.
9. Eines Tages riss Anne die Geduld.
10. Sie riss ihrem Freund den Brief aus der Hand.
1n, Sie brach die Verbindung zu ihm ab.
1? Auch der Kontakt zu seinen Freunden brach bald ab.
13. Anne brach vor Kummer fast das Herz.
14. Die Autofahrt ermüdete den Fahrer.
i5. Dieser ermüdete sonst nicht so schnell.
¡ñ
to ñ^^^L-^:L-*
DcüuututuEil ütc,
^i^
.f ^:-^-
wa> dur Eiltutf
ñ-..^-^L-¡ *^^^:^J :^¡ n:¡J^- o:^ Á^-
I oauitf ililul Pabütglt tüt. Düuuil üte auüuEil
^..^ o^L-L^tt^-
üdl¿reilef I

Sátze im Perfekt.

l. Kinder / gestern abend / im Schuppen eines 8a¡-¿ernh*fs / Papier / verbrennen


2. dabei / im Schuppen / ein Feuer I ausbrechen
3. das Holz im Schuppen / verbrennen
4. der Schuppen ibis auf die Grundmauern i niederbrennen
5. fast / auch ein daneben stehendes Haus / abbrennen {Kr:ni. I$
6. durch die Hitze / das Plexiglas der Veranda I schmelzen
7. die Feuerwehr / das Feuer I nicht gleich / ersticken
8. im Qualm / die Feuerwehrleute I fast I ersticken ([Link])
O
7. .^l^l;^Al;^L
Jvrll¡VrJtrvrl // L¡rv
A;^ IE^,,^-.,,^l^-
vLtvl vvvril // Lr4J
,¡^- E^,,^-
r vttvl // lx^^L^-
rtrJvll\,Il
51 Perfekt 19

lV Ereignisverben

Ereignisverben bezeichnen ein Geschehen.


Sle kommen nur in der -3. Person vor, das Sub.

r"
fu ?flh[:}xlff l::##üi;"T"r:,ff
Ereignisverben mit seln im Perfekt
Gestern ist etwas Seltsames passi*rt. (passieren)
Ein Wunder ist geschehen. (geschehen)
So etwas ist schon 6f1s¡ vr_]rgek*.mmen. (vorkommen)
Was ist denn in jener Nacht vorgefallen? (vorfallen)
Bei der Operation ist es zu Komplikationen gek**rmen" (es kommt zu)
Der armen Frau isi schon viel Leici rvide¡fairren. qjrirlr. wicierfahren)
Dem Kind ist doch hoffentlich nichts Schlimmes zug*stc$en" 0dm. zustof3en)
Dem Chirurgen ist ein Fehler unterlaufen. (idm. unterlaufen)
Eine Korrektur des Fehlers ist bisher unterl"¡iiehen. (unterbleiben)
Die Krankheit ist zunáchst ganz nonnal verlaufen. (verlaufen)
Wáhrend der Operation sind Komplikationen aufgrtrctrn, (auftreten)
Der Tod des Patienten ist kurz nach der Operation ringetreten. (eintreten)
Eine Untersuchung des Falls ist bisher nicht erfr¡igt. (erfolgen)
Die Operation ist dem Chirurgen grlungenirriisslu¡1grn, (idm. gelingen/misslingen)
Dem Arzt ist der Eingriff gegi{icktlmissglückt, (idm. glucken/missglUcken)
Die Arbeit ist ihr gut geraten. Die Arbeit ist ihr ffiissraten. (,idm. geraten/missraten)
Das SchifflDer Segler ist in einen Sturm ger*ten" (geraten in)
Alle Versuche des Ehepaars sich zu versóhnen sind f*lilgeschlag*n" (fehlschlagen)
Die Ehe ist schon nach kurzer Zeit gescheilert. (scheitern)
Der Versuch der Gangster eine Bank auszurauben ist schief gegangfln" (schief gehen, ugs.)

Ereignisverben mit haben im Perfekt


Bei der Prüfung hat alles g*klappt" (klappen, ugs.)
Die Prüfung hat in der Aula der Universitat stattg*funcien. (stattfinden)

Reflexive Ereignisverben mit haben im Perfekt


ño. Q+.oi+
vw¡ uuw¡L rlo.
uwl ]r[o^Ll-o¿n
ltov¡luullr hof
¡lur oi^1" attf v¡lw¡rw¡
Jlvl¡ ss¡ ^ffo-or Q+¡aRa rl-rn¡.<nialt
ullqJw ur-'tif!.rf,rLr\, /oi¡h 4vJl/rw¡wrr./
a]-cniolo-\
\Jrvrr
Heute hat sich nichts Besonderes ereignet. (sich ereignen)
Gestern hat sich etwas Seltsames zugetragert. (sich zutragen)
Es hat sich gut getroffen, dass wir uns vorige Woche begegnet sínci. (es trifft sich (gut),
dass)

ni", 19 Der Direktor komrnt von einer lángeren Reise ¿urück. Setzen Sie das Gesprách
j mit seinem Assistenten ins Perfekt.

Direktor: in meiner Abwesenheit irgend etwas Aufregendes ipassieren;?


Asi$ent: nein, *s ... nichts Aufregendes (sich ereignen).
Diret<ts: Schwiengkeiten {auitreten)i
AsjSent: erfreulicherweise nichts (schief gehen).
Direktor: alle Laborarbeiten und Vcrsur:he nach Plan iverlaufeni?
AsSSent: ja, alles wie geplant (klappen), kein Versuch {milrgl{.icken}. Auch keinem der Mit-
arbeiter ein schwerwiegender Fehler {r"rnterlaufen}-
2A $1 Perfekt

Direktor: auch privat keinem Mitarbeiter etwas {z¡"lst*fi**}?


Assistent: nein, is ".. wirklich nichts Beunruhigendes iv*rfalltn).
Direktor: die Vorlesungen und Übungen regelmá$ig {stattfi¡"rdet: i ?
Assistent: auch hier keine UnregelmaBigkeiten {vorkr,:mm*n"}.
Direktor: und was in der Zwíschenzeit hinsichtlich der beantragten Laborerweiterung
tgeschchcn )'i
Assistent: da allerdings manches Neue (sich zutragen). Der Assistent zitiert aus einem Proto-
koll: In den Verhandlungen mit dem Universitátsbauamt ein Stillstand (eintre-
reni" Von unserer Seite keine Anstrengungen (unterbleiben) die Gespráche wieder
- f -,-1- =-^-- ni-
t-rte Verhandiungeii zwar riiclit endgüitig ií"eirirciri*guni, airer auf
aúizuüennren.
unseren Kompromissvorschlag bisher keine Reaktion (erfolgen). Schon im Vorfeld
merkwürdige Dinge (sich abspi*}*:ni. Gestern es dem Verwaltungsrat endligh {Se-
lingen), das Bauvorhaben auf die Liste der dringend notwendigen Baumafinah-
men zu setzen.

V Gesamtübungen
""''.ffS Der Hafendirektor erzáhlt den journalisien, was geschehen ist. (Ezáhlzeit Perfekt)

Frachter rammte Eibbrücke


Im Hamburger Hafen ereignete sich bei dich- Schrecken davon. Der Frachter beschádigle
tem Nebel ein folgenschwerer Unfall. Dabei auch einen Briickenpfeiler. Zusátzlich riss die
geschah Folgendes: Ein Frachter rammte die Hochspannungsleitung der Hafenbahn ab.
gróBte Hubbrücke Europas. Er fuhr nicht un- An der Brücke entstand ein Schaden in h{ii-
r ter dem Mittelteil der Brücke hindurch, son- lionenhohe. Der Frachter selbst blieb fast un- '¡
5

dem prallte gegen ein Seitenteil. Dabei stürz- beschádigt. Er transportierte Soja. Ein Schlep-
te die Brücke teilweise ein, Brückenteile fielen per begleitete ihn. Im Hafen staute sich der
in die Elbe. Das Schiff streifte auch das Schiffsverkehr. Die Polizei sperrte den Hafen
Brückenhaus mit den Wáchtern und druckte fur den gesamten Verkehr.
10 es ein. Die beiden Wáchter kamen mit dem

,, 21 Ein Reporter berichtet. (Erzáhlzeit: Perfekt)

FuBballweltmeisterschaft 1990

Mit dem Schlusspfiff des Weltmeisterschafts- nen durch die Innenstadt. In einigen Stádten
finales in Rom im Juli 1990 begann in zo9 man Busse und Stra8enbahnen aus dem
Deutschland eine lange Jubelnacht. Sie dau- Verkehr. Sie kamen erst nach ein Uhr wieder
erte für viele - wie allgemein tiblieh - brs wett r.t¡1 !i,!nr.,31¡'rsfrysr Sehluss kam es noch zu !';
nach Mitternacht. Sekt floss in Strómen. Die heftigen Krawallen, die Verletzte und hohen
Nachricht vom Sieg verbreitete sich wie ein Sachschaden forderten. Auch Schaufenster-
i,ai¡ffri¡er. Aus Wohnungen, Kneipen und Scheiben gingen zu Bruch. Die Polizei griff
Hotels strómten die Menschen auf die i)liit¿e" mehrmals ein. Am náchsten Tag kommen-
F-i&ballfarls zogen singend durch die Strafien" tierten und verurteilten alle Zeitungen und 20
10 Autos drángten sich hupend durch die Men- Nachrichtensendungen die Vcrfál}e"
schenmenge. Sie fuhren mit wehenden Fah-
E1 Perfekt 21

22 Sie waren Zeuge. Berichten Sie. {Erzühlz*it: Perfekt)

Gliick im Ungluck
Ein angetrunkener Mopedt'ahrer überquerte Die Autof'ahrer beobachteten den angetrun-
die Kreuzung B ismarckstraBelB erline r 5f r:a lle, kenen Mann, lachten, fluchten und hupten, 20
Auf seinem Anhánger befand sich ein Leicht- aber niemand stieg aus. Auch Fu8gánger irlie-
motorrad. Mitten auf der Kreuzung kiste sich ben stehen und verfolgten das Geschehen.
: die Befestigung und es fiel herunter. Der Mo-
.-^lf^L-^- L^f,¿:^
Aber niemand kam auf die Idee dem un-
lt^.^-lf^1^-^- 1^^lf-.-
---) ^r2^- Sururt
^^f^r ^l^
pgu¡.arrrtrl ^-^^L-^1,
trrsuuralt lrgltrB ulru Srrvé ^1..:^[Link]^L^.-
au.
Bruulrrrufltril lvrupgul ¿llu trt ¿u
--- iltrlr tru . t)dntt
Auf den stark befahrenen Stra8en entstand geschah etwas Unerwartetes: Eine elegant 25
sofort ein Stau. Unglücklicherweise regnete gekleidete ¿iltere Dame erschien auf der Kreu-
es auch noch in Strómen. Dem Mopedfahrer Entschlossen ging sie auf die Unglucks-
10 gelang es nicht, das Moped wieder auf seinen ^]ng.
stelle zu. Sie trat sehr sicher und selbstbe-
-
Anhanger zu laden es klappte einfach wusst auf. Sie fasste das schmutzige Motorrad
nicht. Kaum lag die eine Hálfte des Gefahrts an und lud es gemeinsam mit dem Moped- 4{l
auf dem Anhanger, rutschte sie auch schon fahrer auf den Anhánger. Sie half ihm es
wieder herunter. Ihm selbst fiel es in seinem gründlich zu befestigen. Dem verwunderten
15 Zustand schwer, das Gleichgewicht zu l:*1- Mopedfahrer verschlug es die Sprache. Er
ten. Die vergeblichen Anstrengungen ermü- lachelte ihr verlegen zu. Dann bestieg er
deten ihn und seine Kráfte lie8en allmáhlich schnell sein Moped und fuhr davon. 35
nach.
Beginnen Sie so:
,,Stellt euch vsr, was heute Mittag passiert ist. Ein angetrunkener h.,lcperifshrer..""

'!'. 23 Ein Reiseleiter berichtet einer üruppe von Touristen. (Ezáhlzeit: Perfekt bzw. Plusquamperfekt)
Die eingeklammerten Sátze bleiben unverándert.

Der Schiefe Turm von Pisa


Der Schiet-e Turm von Pisa stürzt - trotz ailer den Augenblick einstürzen). Das loste eine 20
Voraussagen - noch immer nicht ein. Aber intensive 0ffentliche Diskussion aus {Pllisq.}.
am 6. Januar 1990 geschah etwas, was nie- In Pisa kam es zu heftigen Protesten gegen
mand für moglich hielt {i:}ir"rsq.i: Der Turm die Schlie8ung des Turms itr'¡lusq.)" Die Stadt
s wurde wegen móglicher Einsturzgefahr zum
t^l ;- rrL^- n¡\r\
geriet fast in Panik ílllusq.)"
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Jtrlll9-l uUEr rr\/\/"f i;:L-;,,,,*. /a^
ür3! rSL l! U(;- /'n;^-^ D^^1,+,'^-
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vEr J¡.dttLrtlulr_/,
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[Link]¡t ¿J
schichte für Besucher geschlossen. Bereits in schon immer lebte die Stadt Pisa vom Touris-
den Mittagsstunden versammelten sich viele mus. Allein durch die Eintrittskarten für den
Schaulustige {iiiusq.l. Kurz vor 15 Uhr stiegen Schiefen Turm flóssen jahrlich etwa 10 h4il-
10 die letzten Touristen unter den Augen der Honen Euro in die Kassen der toskanischen
Fernsehkameras über die 293 Stufen des Stadt. Die meisten Touristen kamen námlich 30
Kampanile* hinauf. Zuvor standen sie an der wegen des Schiefen Turms: Sie bestiegen ihn
Kasse Schlange (ilirisq.)" Die Bauarbeiten be- und bummelten dann noch ein wenig durch
gannen gleich am náchsten Tag. die Altstadt. So blieben die meisten Gaste nur
r: Die Idee von der SchlieBung des Schiefen wenige Stunden, lie8en aber viel Geld in der
Turms ging vom Minister fur offentliche Ar- Stadt. Seit 1922, als man erstmals Eintritts- 35
beiten in Rom aus iPlusq.¡" Er begann die De- karten verkaufte {l}lrrsq.i, stiegen fast 18 ,&,{il-
batte um das Bauwerk im Herbst 1989 mit Honen Menschen auf den rund 55 Meter ho-
der Bemerkung {Plusr¡"}. (der Turm krinne je- hen Turm. Entsprechend wuchsen auch die
$1 Perfekt

Einnahmen der Stadt. Der Besucherrekord {Flusq.}. Erst zwischen 1350 und 1370 gelang
40 vom 6. Januar 1990 überstieg mit 2 644Besu- es {Firisq.i, {die fehlenden sieben Stochryerke
ehern alle Erwartungen. fertigztstellen). Seitdan verschlechterte sich
Der zu Beginn des Jahres 1992 genau 4,42 der Zustand des Turms laufend.
Meter überhángende Tunn wurde iedes Jahr
um 1,2 Millimeter schiefer. Im April 1992 be- (Nach: Letzter Ansturm auf den Schiefen Turm.
45 trug der Neigungswinkel 5,5 Grad. Bei Mes- dpavom 8.1.1990;Dem,,Schiefen" droht
sungen gelangten Experten allerdings immer derEinsturz. APvom 24.4.1992)
wieder zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die
[Link]*ng des auf sandigem Boden gebauien *derKampanile:freistehenderClockentwm
Turms setzte schon nach Baubeginn imJahre nebeneinerKirche
so 1173 ein (Plusq-i. Deshalb unterbrach man
die Bauarbeiten bereits nach fiinf Jahren

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