0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
21 Ansichten2 Seiten

Verzug

Das Dokument behandelt die rechtlichen Aspekte des Schuldnerverzugs und Gläubigerverzugs, einschließlich der Bedingungen für die Nichterfüllung von Verträgen und der damit verbundenen Rechtsfolgen. Es werden die Wahlrechte des Gläubigers bei Verzögerungen, die Möglichkeit des Rücktritts sowie die Regelungen zu Teilleistungen und deren Auswirkungen auf den Verzug erläutert. Zudem wird auf die Pflichten des Gläubigers bei der Annahme von Leistungen und die Konsequenzen bei Nichterfüllung eingegangen.

Hochgeladen von

nellikla
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als DOCX, PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
21 Ansichten2 Seiten

Verzug

Das Dokument behandelt die rechtlichen Aspekte des Schuldnerverzugs und Gläubigerverzugs, einschließlich der Bedingungen für die Nichterfüllung von Verträgen und der damit verbundenen Rechtsfolgen. Es werden die Wahlrechte des Gläubigers bei Verzögerungen, die Möglichkeit des Rücktritts sowie die Regelungen zu Teilleistungen und deren Auswirkungen auf den Verzug erläutert. Zudem wird auf die Pflichten des Gläubigers bei der Annahme von Leistungen und die Konsequenzen bei Nichterfüllung eingegangen.

Hochgeladen von

nellikla
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als DOCX, PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Verzug = Nichterfüllung

A. Schuldnerverzug

Objektiv/ Subjektiv
§918 ff. –

der Schuldner erbringt seine Leistung nicht zur bedungenen Zeit, am bedungenen Ort auf die
bedungene Weise

die Leistungserbringung ist aber noch möglich (Abgrenzung zur Unmöglichkeit)

Fixgeschäft?: §919 – wird ein Erfüllungszeitpunkt (so bedeutsam!!!!) bei sonstigem


Rücktritt erklärt (ausdrücklich) oder kann der Schuldner erkennen das der Gläubiger zu
einem späteren Zeitpunkt kein Interesse mehr an der Leistungserbringung hat (Natur/Zweck)
wird der Rücktritt bereits bei Nichterfüllung zum vereinbarten Zeitpunkt wirksam (= es
bedarf keiner Nachfrist oder weiterer Rücktrittserklärung) (= kassatorische Klausel)

Beim sogenannten relativen FG kann der Gläubiger aber wenn er noch auf Erfüllung
bestehen möchte dies dem Schuldner unverzüglich mitteilen.

Rechtsfolgen: Wahlrecht des Gläubigers

1. Auf Erfüllung bestehen


+ Verspätungsschaden (§1293ff.)
2. Unter Setzung einer angemessenen Frist den Rücktritt erklären
+ Nichterfüllungsschaden (= abstrakte oder konkrete Berechnung), (§1293ff., §920)

Angemessene Nachfrist (zweite Chance) = kommt auf den konkreten Vertrag an, grds. ob
angemessen ist gemessen an Erfüllungsfrist die ursprünglich vereinbart war, bei
Warenschulden als Faustregel 14 Tage, bei Geldschulden wenige Tage

Festsetzung vs. Gewährung

Verstreicht die Nachfrist so wird die Rücktrittserklärung wirksam, will der Gläubiger weiter
am Vertrag festhalten muss er dies unverzüglich mitteilen, nach Rücktritt fällt der Vertrag
weg und der Gläubiger kann nicht mehr auf Erfüllung bestehen

Nichterfüllungsschaden kann abstrakt berechnet werden, dann relevant, wenn die Leistung
mehr wert ist als die zu erbringende Leistung durch den Gläubiger (Differenzanspruch).
Differenz aus Leistung und Gegenleistung.

Oder konkret, bei einem Deckungskauf oder Verkauf den der Gläubiger tätigen muss, weil
die Erfüllung des bedungenen Geschäft ausblieb. (Schadenminderungsobliegenheit)
Fixgeschäft im Verbrauchergeschäft – nach hA muss eine weitere Rücktrittserklärung
abgegeben werden, zwar keine Nachfrist gesetzt, der Verbraucher erhält aber nur ein
Rücktrittsrecht (aber strittig)

Teilverzug: §918 Abs 2 bei Vorliegen einer im Verhältnis zum Schuldinhalt unvollständigen
Leistung, die ausstehende Teilleistung kann aber immer noch erfüllt werde
Zu beachten ist die Teilbarkeit (nach Parteienvereinbarung/ Geringfügigkeitswertung bei
GWL) der Leistung, ist sie teilbar so sind auf diesen Teil der Leistung die Verzugsregelungen
anzuwenden, der andere Leistungsteil wurde vertragskonform erfüllt
Der Gläubiger kann also bezüglich der Teilleistung auf Erfüllung bestehen oder unter Setzung
einer angemessenen Nachfrist vom Vertrag zurücktreten und ggf. bei Verschulden
Schadenersatz begehren.
Ist die Leistung nicht teilbar, sind die Verzugsregeln auf die gesamte Leistung anzuwenden,
solange nicht vollständig erfüllt wird liegt Verzug vor.

Voraussetzung ist das die Teilleistung durch eine äquivalente Gegenleistung vergolten
werden kann. (=Sukzessivlieferungsvertäge)

Grds. nur ein Teilrücktrittsrecht

Verzug mit Nebenleistungen, kommt es wieder darauf an ob die Hauptleistung allein von
Interesse ist oder nicht – selbständige und unselbstständige Nebenpflichten

B. Gläubigerverzug

Gläubiger nimmt ordnungsgemäße Leistung nicht an. Keine Annahmepflicht aber eine
Annahmeobliegenheit. Außer wenn die Annahme vertraglich als Pflicht des Gläubigers
vereinbart wurde. Hinsichtlich der Abnahme ist er Schuldner. Er gerät also wenn er nicht
annimmt in schuldnerverzug. Der gläubiger kann wählen ob er die Verzugsregeln oder die
widrigen Folgen die den Gläubiger treffen stützt.

- Gerichtliche Hinterlegung mit schuldbefreiender Wirkung


- Sorgfaltsminderung, der schuldner haftet nur mehr für culpa lata und dolus, er haftet
nicht mehr für culpa levis
- Außerdem trägt die gefahr des zufälligen untergangs nun gänzlich der gläubiger,
erhält weder primär noch ersatz leistung und muss trotzdem den vollen kaufpreis
bezahlen
- Aufwandsersatz leisten
- Konkretisierung der gattungschuld

Unerschwinglichkeit ist die wirtschaftliche unmöglichkeit

Das könnte Ihnen auch gefallen