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APOPLEX

Die Apoplexie, auch bekannt als Schlaganfall, ist eine Störung der Gehirnfunktion, die durch verminderte Durchblutung oder Blutung im Gehirn verursacht wird. Jährlich erleiden in Deutschland etwa 270.000 Menschen einen Schlaganfall, wobei über 80% der Betroffenen älter als 60 Jahre sind. Die Behandlung umfasst Notfallmaßnahmen, Thrombolyse und langfristige medikamentöse Therapie zur Risikominderung.

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APOPLEX

Die Apoplexie, auch bekannt als Schlaganfall, ist eine Störung der Gehirnfunktion, die durch verminderte Durchblutung oder Blutung im Gehirn verursacht wird. Jährlich erleiden in Deutschland etwa 270.000 Menschen einen Schlaganfall, wobei über 80% der Betroffenen älter als 60 Jahre sind. Die Behandlung umfasst Notfallmaßnahmen, Thrombolyse und langfristige medikamentöse Therapie zur Risikominderung.

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APOPLEXIE

Alison Brochero
Inhalts
1. Definition

2. Epidemiologie

3. Risikofaktoren

4. Pathophysiologie

5. Klinische Manifestationen

6. Diagnose

7. Behandlung

8. Differentialdiagnose

9. FSP orientiert
WAS IST EINE APOPLEXIE?

APOPLEXIE

Ein Schlaganfall ist eine gestörte


Funktion des Gehirns durch eine
verminderte Durchblutung eines
Hirnbereichs oder einer Hirnblutung.
WAS IST EIN APOPLEX?

Geringe Versorgung mit Das Gehirn kann nicht


Sauerstoff und mehr richtig
Nährstoffe. funktionieren

Die Blutzufuhr ist im Nervenzellen können


Gehirn gestört. bereits nach einigen
Minuten absterben.
EPIDEMIOLOGIE

Deutschland Geschlecht
270.000 Menschen pro Jahr Mehr als die Hälfte sind
⇢ 200.000 Erstereignisse Frauen
55-60% Fällen
⇢ 70.000 Rezidiv

Alter Gesamtmortalität
Mehr als 80 Prozent ⇢ die dritthäufigste
über 60 Jahre alt. Todesursache
RISIKOFAKTOREN
➢ Alter: Mehr als 80 Prozent der Schlaganfallopfer sind älter als
60 Jahre.
➢ Genetische Veranlagung
➢ Vorerkrankungen: Diabetes mellitus, Bluthochdruck, erhöhte
Cholesterinwerte und Rauchen begünstigen eine
Arteriosklerose
Herzkrankheiten, insbesondere Vorhofflimmern und
Herzklappenerkrankungen: Übergewicht und mangelnde
Bewegung
➢ zu hoher Alkoholkonsum
➢ Rauchen
ca. 80 bis 85 % der Fälle

PATHOPHYSIOLOGIE Mangelnde Durchblutung

Hirninfarkt (ischämischer Schlaganfall)

Atherosklerose Embolie

Die Ablagerungen (Plaques) machen die Embolus kann sich in einer anderen
Gefäße enger und hart Körperstelle bilden.

entwickeln von einem Blutgerinnsel


Dieses Gerinnsel wird durch das Blut ins Gehirn
transportiert
wird der Blutfluss zum Gehirn gestoppt

blockiert es den Blutfluss


PATHOPHYSIOLOGIE
ISCHÄMISCHEN ATTACKE (TIA)

Die Symptome eines TIA verschwinden


meistens innerhalb von Minuten oder
Stunden.
Ischämischen Attacke (TIA)

das Risiko für einen Schlaganfall erhöht.

⏬ Vorwarnsignal

★ Es entsteht kein bleibender Schaden


im Gehirn.
★ Keine sichtbaren Veränderungen in
bildgebende Verfahren
ca. 15 - 20 % der Fälle
Blutung im Gehirn
PATHOPHYSIOLOGIE
Hirnblutung (hämorrhagischer Schlaganfall)

Hypertonie

die Wände der Blutgefäße werden im


Gehirn geschwächt.

Das platzen eines Blutgefäßes schädigt das


Gewebe und übt Druck auf das Gehirn aus.
Vernichtungskopfschmerz

Subarachnoidalblutung (SAB)

Diese Blutung tritt im Subarachnoidalraum auf, der sich


zwischen der Arachnoidea und der Pia mater (der
innersten Hirnhaut) befindet.

ANEURYSMEN
PATHOPHYSIOLOGIE
Kleine Wiederholung
Arteria cerebri
Arteria cerebri anterior
anterior
Arteria cerebri
media
Arteria cerebri
media

Arteria cerebri
Arteria cerebri posterior
media

Arteria cerebri
posterior
KLINISCHE MANIFESTATIONEN

Parietallappen (Lobus
Frontallappen (Lobus
parietalis)
frontalis) - Probleme mit der räumlichen
- Bewegungsprobleme Orientierung.
- Broca-Aphasie - Agnosie
- Konzentrationsprobleme - Sensibilitätsstörungen
- Persönlichkeitsveränderungen - Verlust des Tastsinns

Temporallappen Okzipitallappen
(Lobus temporalis) (Lobus occipitalis)
- Sehstörungen
- Wernicke-Aphasie
- Prosopagnosie
- Hörprobleme
- Gedächtnisverlust
KLINISCHE MANIFESTATIONEN

Hirninfarkt Hirnblutung

Häufige Symptome: Häufige Symptome:

1. Schwäche oder Lähmung auf einer Körperseite 1. Plötzliche, starke Kopfschmerzen


(Hemiparese/Hemiplegie). („Donnerschlag-Kopfschmerz“).
2. Sprachprobleme oder Schwierigkeiten, Sprache zu 2. Übelkeit oder Erbrechen.
verstehen (Aphasie). 3. Steifer Nacken, besonders bei
3. Gefühlsverlust im Gesicht, Arm oder Bein auf einer Seite Subarachnoidalblutungen.
des Körpers. 4. Plötzlicher Bewusstseinsverlust oder
4. Probleme beim Gehen oder Gleichgewichtsverlust. Schläfrigkeit.
5. Verschwommenes Sehen oder Sehverlust in einem Auge 5. Lähmung oder Schwäche auf einer Körperseite.
oder einem Sichtfeld (Hemianopsie). 6. Verwirrung, Reizbarkeit oder Krampfanfälle.
6. Plötzlicher Schwindel oder Verwirrung.
die Nervenbahne
sich im Gehirn
kreuzen.

🔹 Hemiparese → Der Patient kann die betroffene Seite noch bewegen, aber mit
weniger Kraft und Kontrolle.
🔹 Hemiplegie → Die betroffene Seite ist völlig gelähmt, keine aktive Bewegung
mehr möglich.
DIAGNOSE

JEDER
SCHLAGANFALL IST
EIN NOTFALL

ZEIT IST GEHIRN!!!


➔ Können Sie lächeln? Bitte zeigen Sie mir
Ihre Zähne.
➔ Fühlen Sie sich im Gesicht normal, oder
gibt es ein Kribbeln oder Taubheit?

➔ Können Sie Ihre Arme gerade nach


vorne strecken, mit den Handflächen
nach oben?
➔ Können Sie mit der Hand einen
Gegenstand greifen?
➔ Können Sie diesen Satz wiederholen:
'Heute ist ein schöner Tag'?
➔ Können Sie Ihren Namen sagen? Oder
einen einfachen Satz wie: 'Es ist schönes
Wetter.'

Hinweis:
Wenn eines der oben genannten
Symptome auftritt, rufen Sie sofort
den Notruf (112) an. Zeit ist
entscheidend!
DIAGNOSE
COMPUTERTOMOGRAFIE: MAGNETRESONANZTOMOGRAFIE:

Häufig wird beim Schlaganfall eine Ein MRT wird oft als zuverlässiger als ein CT
angesehen, weil es:
konventionelle CT des Schädels (CCT)
durchgeführt. ➔ Kleine Infarkte (Lakunen)
Das Dense-MCA-Zeichen (hyperdense ➔ Ältere Infarkte und
Arteria cerebri media) zeigt sich vor ➔ Kleine Gefäßveränderungen
allem in den frühen Stadien eines (Mikroangiopathien) besser darstellen
ischämischen Schlaganfalls.
kann.

Unilaterale Hyperdense Mediazeichen


DIAGNOSE
Andere Untersuchungen

1. Angiographie:

In einigen Fällen ist eine Angiographie erforderlich, um die Blutgefäße im Gehirn genauer zu untersuchen.

2. Doppler-Sonographie:

Wir können Verkalkungen und arteriosklerotische Ablagerungen nachgewiesen werden

3. EKG und Echokardiographie:

Wenn der Verdacht auf eine kardiogene Embolie (d.h. ein Blutgerinnsel, das vom Herzen ins Gehirn gelangt).

4. Blutuntersuchungen: Blutgasanalyse, Blutzucker, Elektrolyte, Urintest, Lactat, Kreatin, INR, PTT.


DIAGNOSE

Die NIHSS-Skala
(National Institutes
of Health Stroke
Scale) wird
verwendet, um die
Schwere eines
Schlaganfalls zu
bewerten.

Je höher die Punktzahl, desto


schwerwiegender ist der
Schlaganfall
BEHANDLUNG
❏ Vitalfunktionen messen
❏ Sauerstoffgabe bei einer Sättigung unter 95 %
❏ Bei Krampfanfällen Antikonvulsiva verabreichen
❏ Bildgebende Verfahren durchführen

Intravenöse Thrombolyse Stationäre


Aufnahme
< 4.5 Stunden
Alteplase: Medikament
Initialdosis (Bolus): 0,9 mg/kg Körpergewicht, aufgeteilt in zwei Phasen:

● 10% der Gesamtdosis als Bolus innerhalb der ersten 1-2 Minuten.
● 90% der Gesamtdosis wird über 60 Minuten intravenös infundiert.

Einschränkung: Nicht wirksam bei großen Gefäßverschlüssen


Es ist immer wichtig, einen ischämischen
Thrombektomie
Schlaganfall von einem hämorrhagischen
Schlaganfall zu unterscheiden.
Bis zu 6 Stunden, in speziellen Fällen bis zu 24 Stunden.
Nach dem Schlaganfall:
Langzeitmedikamentöse Therapie (nach Thrombolyse)

● Thrombozytenaggregationshemmer (beginn 24 Stunden nach


der Thrombolyse und Kontroll-CT):
○ Acetylsalicylsäure (ASS): 100–300 mg/Tag.
○ Clopidogrel, falls ASS kontraindiziert ist.
● Statine (unabhängig vom Cholesterinspiegel):
○ Atorvastatin oder Rosuvastatin zur Verringerung des
Rezidivrisikos.
● Antikoagulation:
○ Nur bei Patienten mit Vorhofflimmern oder anderen
klaren Indikationen.
○ Beginn nach 3–5 Tagen, wenn keine Blutung vorliegt.
BEHANDLUNG

Hirnblutung
1. Ziel der Blutdruckkontrolle: zwischen 140-160 mmHg und
eine diastolische von 90-100 mmHg
2. Chirurgische Behandlung:
● Wenn die Blutung sehr groß ist, kann eine Operation
notwendig sein, um das Blut zu entfernen oder den Druck
auf das Gehirn zu verringern.
● Wenn die Blutung durch ein Aneurysma verursacht wird, wird
das Aneurysma entweder mit einem Clip oder Coils
(Platinspiralen) behandelt.
DIFFERENTIALDIAGNOSE
1. Allgemeine Fragen zu den aktuellen Beschwerden (Aktuelle
Beschwerden)
FSP
2. Neurologische Symptome (zentral bei Schlaganfall)
● Wann haben die Beschwerden begonnen? (Uhrzeit wichtig!)
● Sind die Symptome plötzlich oder langsam entstanden?
Bewegungsstörungen und Schwäche
● Sind die Beschwerden konstant oder verändern sie sich?
● Haben Sie einen bestimmten Auslöser bemerkt? (z. B. Stress, ● Haben Sie Schwäche oder Lähmungen? Wenn ja, wo?
körperliche Anstrengung, Husten, Sturz) ● Ist eine Körperseite mehr betroffen als die andere?
● Waren die Symptome zuerst mild und sind dann schlimmer ● Können Sie Arme oder Beine normal bewegen?
geworden? ● Ist das Greifen mit der Hand oder das Gehen erschwert?
● Hatten Sie vorher ähnliche Symptome, die wieder verschwunden ● Haben Sie Schwierigkeiten, Gegenstände festzuhalten oder
sind? feinmotorische Tätigkeiten durchzuführen?

Gefühlsstörungen
[Link] und Bewusstseinsveränderungen
● Haben Sie Taubheitsgefühle oder Kribbeln? Wenn ja, wo?
● Fühlt sich eine Körperseite anders an als die andere? ● Haben Sie plötzlich starke Kopfschmerzen verspürt?
● Haben Sie diese Art von Kopfschmerzen schon einmal
Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen gehabt?
● War der Kopfschmerz von Übelkeit oder Erbrechen begleitet?
● Haben Sie Probleme beim Gehen? (z. B. Stolpern, Unsicherheit)
● Haben Sie Lichtempfindlichkeit oder Nackensteifigkeit
● Ist Ihnen schwindelig? Dreht sich alles, oder fühlen Sie sich einfach
bemerkt?
unsicher?
● Waren Sie bewusstlos oder verwirrt?
● Haben Sie Schwierigkeiten, Dinge zu greifen oder zu koordinieren?
● Hat jemand einen Krampfanfall bei Ihnen bemerkt?
FSP

1. Fremd Anamnese
2. Symptome
3. Medikamente
4. Vorerkrankungen
5. Basisinformation + Gewicht
6. Neurologische Untersuchung
7. BEFAST
8. NIHSS
9. CT
Sprache & Kommunikation

● Können Sie normal sprechen, oder sind die Worte undeutlich?


● Haben Sie Schwierigkeiten, Wörter zu finden oder Sätze zu bilden?
● Verstehen Sie, was andere Ihnen sagen?

Sehen & Wahrnehmung

● Sehen Sie auf beiden Augen gleich gut?


● Haben Sie Doppelbilder oder einen Gesichtsfeldausfall?
● Erkennen Sie Gesichter und Gegenstände normal?

Bewusstsein & Orientierung

● Wissen Sie, wo Sie sind und welches Datum heute ist?


● Fühlen Sie sich müde oder verwirrt?
● Haben Sie plötzliche starke Kopfschmerzen gehabt?
Aceclofenac
Alfuzosin, Doxazosin, Tamsulosin oder
Terazosin, oralen Kontrazeptiva
(Antibabypille)

Erhöhen das Schlaganfallrisiko


VIELEN DANK

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