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Daf Methoden 2

Das Dokument behandelt verschiedene Methoden und Ansätze im DaF-Unterricht, einschließlich der Unterschiede zwischen Didaktik und Methodik sowie der Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts seit dem 19. Jahrhundert. Es werden mehrere Lehrmethoden vorgestellt, darunter die Grammatik-Übersetzungsmethode, die direkte Methode, die audiolinguale Methode und der kommunikative Ansatz, sowie die postkommunikative Ära, die den Fokus auf Lernerautonomie und interkulturelles Lernen legt. Abschließend wird die Bedeutung von Authentizität im Lernen und die Integration von Inhalten und Sprache (CLIL) hervorgehoben.

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Daf Methoden 2

Das Dokument behandelt verschiedene Methoden und Ansätze im DaF-Unterricht, einschließlich der Unterschiede zwischen Didaktik und Methodik sowie der Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts seit dem 19. Jahrhundert. Es werden mehrere Lehrmethoden vorgestellt, darunter die Grammatik-Übersetzungsmethode, die direkte Methode, die audiolinguale Methode und der kommunikative Ansatz, sowie die postkommunikative Ära, die den Fokus auf Lernerautonomie und interkulturelles Lernen legt. Abschließend wird die Bedeutung von Authentizität im Lernen und die Integration von Inhalten und Sprache (CLIL) hervorgehoben.

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Methoden und Ansätze

im DaF-Unterricht
Gliederung

• Unterschied zwischen Didaktik und Methodik


• Unterschied zwischen Ansatz und Methode
• Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts seit dem 19. Jahrhundert
- Grammatik-Übersetzungsmethode
- Direkte Methode
- Audiolinguale und audiovisuelle Methode
- Kommunikativer Ansatz
- Postkommunikativer Fremdsprachenunterricht/Die Post-Methoden-Ära
- (Lernerautonomie, Nicht-lineares Lernen, Language Awarenes,
Interkulturelles Lernen, Authentizität im Unterricht, CLIL und
Tertiärsprachendidaktik)
„Didaktik beantwortet die Fragen Was, warum und für wen wir etwas
unterrichten. Es geht um Inhalte, Ziele und Begründungen. In diesem
Zusammenhang fragt Klafki : Welche Inhalte sind bedeutsam, warum
sind sie es und für welche Lernenden? Diese Analyse begründet und
strukturiert den Unterrichtsinhalt – und darauf baut dann die
Methodik auf.“

Methodik beschreibt das Wie: also die konkreten Verfahren und


Techniken im Unterricht.

Kurz: Didaktik =Theorie, Methodik =Praxis


• „Eine Methode ist ein systematisches Lehrpaket: klare Lehrziele,
Prinzipien, Übungsformen und oft Beispielmaterialien. Sie gibt
einen planmäßigen Weg vor, wie Fremdsprachenvermittlung
ablaufen soll.“

• Ein Ansatz ist offener und flexibler als eine Methode und
weniger [Link] beschreibt eine Ausrichtung (z. B.
kommunikativ, interkulturell), lässt aber Spielraum für
verschiedene Verfahren.“
1. Was ist wichtiger im Unterricht – was man lernt oder wie man lernt?

2. Kann ein Unterricht ohne klare Methode funktionieren?

3. Findest du, Schüler sollen bei der Wahl der Methode


mitentscheiden?

4. „Es gibt keine perfekte Methode, nur passende Methoden.“ –


Stimmst du zu

5. Stell dir vor, du bist Lehrer. Du sollst das Thema Im Café


unterrichten. Welche Methode benutzt du?
6. Erkläre den Satz: „Didaktik ist das Was und Warum, Methodik ist
das Wie?

7. Ein guter Lehrer mischt viele Methoden wie ein Koch mit
Gewürzen.“ – Was meinst du dazu?

8. Was wäre, wenn es keine Didaktik gäbe?

9. Welche Rolle spielt der Kontext (Schule, Uni, Goethe-Institut,


Inland/Ausland)?
Grammatik-Übersetzungsmethode (19. Jh.)
Wichtige Merkmale
• Ursprung: aus dem Latein- und Altgriechischunterricht
• Ziel: Texte verstehen und übersetzen (nicht sprechen)
• Unterrichtssprache: Muttersprache der Lernenden
• Lehrerzentriert, kein Dialog, viel Auswendiglernen
• Übungen: Übersetzen einzelner Sätze, Grammatik, Vokabellisten
• Betonung auf „richtigem Denken“ statt Kommunikation
• Was ist die Grammatik-Übersetzungsmethode?
• Woher kommt diese Methode?
• Was war das Ziel dieser Methode?
• Welche Sprachfertigkeiten waren wichtig?
• In welcher Sprache hat der Lehrer gesprochen?
• Welche typischen Übungen gab es?
• Warum hat man später Kritik gemacht?
• Welche Vorteile und Nachteile hatte die Grammatik-
Übersetzungsmethode?
• Stell dir vor, du lernst so eine Sprache. Würde dir das gefallen?
Warum / Warum nicht?
Die direkte Methode
Hintergrund
• Entstand als Reaktion auf den alten Grammatik-Übersetzungsunterricht.
• Ziel: Sprache natürlich lernen, wie ein Kind – ohne Übersetzung, ohne Grammatikregeln.
Prinzipien
• Nur die Zielsprache wird im Unterricht benutzt (einsprachig).
• Grammatik wird induktiv gelernt – durch Hören, Sprechen, Beobachten.
• Starke Lernerorientierung: Schüler sind aktiv, Lehrer ist Sprachvorbild.
• Betonung auf Hören und Sprechen, nicht auf Schreiben oder Übersetzen.
• Lernen mit Bildern, Gesten, Objekten, Liedern und Dialogen.
• Typische Übung:
• „Was ist das?“ – „Das ist ein Tisch.“ / „Das ist eine Lampe.“
• Wortschatz kommt aus dem Alltag (Dinge aus der Umgebung).
Ziele und Wirkung
• Förderung eines natürlichen Sprachgefühls.
• Besonders geeignet für Kinder, aber auch bei Erwachsenen erfolgreich (z. B. Berlitz-Schulen).
• Wegbereiterin der audiolingualen und audiovisuellen Methoden.
• Was ist die direkte Methode?
• Warum heißt sie „direkt“?
• Welche Rolle spielt die Grammatik in dieser Methode?
• Wie sieht der Unterricht aus?
• Welche Sprachfertigkeiten stehen im Mittelpunkt?
• Für wen ist die Methode gut geeignet?
• Könnte die direkte Methode auch in Online-Unterricht funktionieren?
• Was sind Vorteile und Nachteile dieser Methode?
• Stell dir vor, du bist Lehrer. Wie würdest du die direkte Methode
benutzen?
• Was hältst du von dem Satz: ‚Sprache lernt man durch Sprache?
Audiolinguale und audiovisuelle Methode
• Grundidee
• Entstand in den 1940er Jahren in den USA (Army Program)
• Ziel: Schnelles und praktisches Sprachtraining durch Hören & Sprechen
• Lernen durch Wiederholung und Nachsprechen (Pattern Drills)
• Keine Grammatik-Erklärung – Lernen durch Stimulus & Response
• Fokus: gesprochene Sprache, richtige Aussprache, feste Satzmuster
• Später mit Bildern und Filmen → audiovisuelle Methode
• Verhaltenstheorie (Behaviorismus): Sprache = Gewohnheit durch Übung
• Beispiel
Lehrer: „Wie geht’s dir?“
Schüler: „Mir geht’s gut, danke.“
Ziel: Automatische Antwort – ohne Nachdenken über Grammatik
Vorteile:
• Trainiert Sprechen und Hören intensiv
• Gute Aussprache durch viele Wiederholungen
• Strukturiertes Lernen vom Einfachen zum Komplexen
Nachteile:
• Zu viel Wiederholung → monoton
• Wenig freie Kommunikation
• Keine Grammatik-Erklärung → schwer für Erwachsene
Der kommunikative Ansatz
Hintergrund
• Entstand in den 1970er Jahren in Deutschland
• Reaktion auf alte, grammatikbetonte Methoden
• Gesellschaftlicher Bedarf: mehr Sprechen und Verstehen durch
Reisen, Arbeit, Globalisierung
• Einfluss der Pragmalinguistik → Sprache = Handeln
Ziele
• Hauptziel: Kommunikative Kompetenz – Sprache verwenden, nicht
nur lernen
• Sprache als Mittel zur Interaktion und Verständigung
• Lernende sollen in echten Situationen sprechen und reagieren
können
Merkmale im Unterricht
• Fokus auf Alltagsthemen, nicht auf Grammatik
• Grammatik = funktional, wenn sie gebraucht wird
• Partner- und Gruppenarbeit statt lehrerzentriertem Unterricht
• Dialoge, Rollenspiele, Simulationen
• Lehrer = Kommunikationspartner, nicht „Chef“

Kritik
• Wenig Schreiben und Lesen
• Grammatik manchmal zu kurz
• Progression der Inhalte nicht immer logisch
• Trotzdem: großer Fortschritt → Sprache als Kommunikation
• Was ist das Ziel des kommunikativen Ansatzes?
• Was bedeutet „kommunikative Kompetenz“?
• Wie sieht der Unterricht in diesem Ansatz aus?
• Warum ist dieser Ansatz entstanden?
• Was sind Vorteile und Nachteile?
• Was hältst du persönlich von dieser Methode?
• Denkst du, Grammatik ist im kommunikativen Unterricht
wichtig?
Postkommunikativer Fremdsprachenunterricht/
Die Post-Methoden-Ära

• Nach dem kommunikativen Ansatz hat sich der Fremdsprachenunterricht in den


1980er und 1990er Jahren weiterentwickelt. Forscher entdeckten, dass
Menschen Sprachen auf unterschiedliche und individuelle Weise [Link]
wurde klar, dass Lernen nicht linear ist – also nicht Schritt für Schritt perfekt
[Link] sind kein Problem, sondern ein wichtiger Teil des
Lernprozesses. Deshalb verschob sich der Fokus vom Lehrer auf den Lerner
selbst.
• Rolle von Lehrer und Lerner

• Im modernen Unterricht ist der Lehrer kein „Chef“ mehr, der alles erklärt,
sondern ein Lernberater (Tutor, Coach), der hilft, die besten Bedingungen zum selbstständigen
Lernen zu schaffen.
Der Lerner ist aktiv, er entscheidet was, wie und in welchem Tempo er lernen möchte.
• Daraus entstand der Begriff Lernerautonomie – also die Fähigkeit des Lernenden,
den eigenen Lernprozess selbst zu steuern, Lernmethoden auszuwählen und Fortschritte zu
bewerten.

Typische Formen des autonomen Lernens:


• Projektarbeit: Schüler arbeiten zusammen an realen Themen (z. B. Umwelt, Reisen, Medien).
• Szenariendidaktik: Lernen in realistischen Situationen (z. B. Bewerbungsgespräch, Arztbesuch).
• Tandem-Lernen: Zwei Partner aus unterschiedlichen Ländern lernen voneinander.
• Lernen durch Lehren: Lernende erklären Mitschülern Themen auf einfache Weise.
• Portfolio-Arbeit: Schüler dokumentieren ihren Lernfortschritt selbst.
Nicht-lineares Lernen
• Man versteht heute, dass Spracherwerb kein gerader Weg ist.
Schüler machen Fehler, entwickeln Hypothesen über die Sprache,
testen sie und verändern sie ständig – genau wie Kinder in ihrer Muttersprache.
Lehrer sollen also Fehler nicht sofort korrigieren, sondern sie als Teil des Lernens
akzeptieren
• Language Awareness (Sprachbewusstheit)
• Ein weiteres wichtiges Konzept ist die Language Awareness – also das
bewusste Nachdenken über Sprache.
Lernende sollen nicht nur sprechen, sondern auch über die Sprache
reflektieren:
Wie funktionieren Sätze? Warum ist eine Form passend und eine andere nicht?
Welche kulturellen Unterschiede gibt es in der Sprache?

Beispiel:
Man kann die Muttersprache mit der Zielsprache vergleichen:
„Wie drückt man Höflichkeit im Deutschen und im Arabischen aus?“
So entsteht Bewusstsein für grammatische, semantische und kulturelle
Unterschiede
Interkulturelles Lernen
• Sprache ohne Kultur ist unvollständig.
Deshalb berücksichtigt moderner Unterricht auch kulturelle Unterschiede –
zum Beispiel Begrüßungen, Rituale, Kommunikationsstile oder Werte.
Der Schüler soll lernen, wie Menschen in der anderen Kultur denken,
fühlen und reagieren.
Beispiel:
In Deutschland ist direkte Kritik oft normal,
in anderen Kulturen gilt sie als unhöflich.
Solche Dinge beeinflussen Kommunikation enorm
Authentizität im Lernen

• Ein zentrales Ziel ist heute die Authentizität des Lernens.


Das bedeutet, dass Unterricht echte, lebensnahe Situationen nutzen soll –
nicht nur künstliche Dialoge aus dem Buch.
Typische Formen:
• Projektarbeit: Schüler recherchieren ein echtes Thema (z. B. „Jugend in
Deutschland“).
• Rollenspiele und Diskussionen: Nachstellen von Alltagssituationen.
• E-Mail-Partnerschaften: Austausch mit Muttersprachlern.
• Dramapädagogik: Spielen kleiner Szenen oder Theaterstücke auf Deutsch.
• Content-based Learning: Lernen von Sprache durch ein Sachthema (z. B.
Geschichte, Kunst, Musik).
• Ziel: Sprache leben und erleben, nicht nur lernen.
CLIL (Content and Language Integrated Learning):

Das bedeutet, man lernt Inhalte (z. B. Geschichte oder Biologie) in


der Fremdsprache. So lernt man gleichzeitig das Thema und die
Sprache.
Das ist sehr motivierend und praktisch, aber auch anspruchsvoll für
Lehrer und Schüler.
• Tertiärsprachendidaktik:

Man geht davon aus, dass alle Sprachen im Gehirn miteinander


verbunden sind. Wenn man eine neue Sprache lernt, hilft das
Wissen aus den anderen Sprachen. Der Unterricht nutzt bewusst
die Muttersprache und andere Fremdsprachen, um Verbindungen
herzustellen.
• Warum sind Fehler beim Lernen wichtig?
• Was bedeutet Lernerautonomie für dich?
• Wie kann Lernen authentisch sein?
• Warum ist interkulturelles Lernen wichtig?
• Welche Lernform magst du persönlich am meisten?
• Warum gibt es heute keine einzige „beste Methode“ mehr?
• Findest du es gut, verschiedene Methoden zu mischen
(Eklektizismus)?
• Wie kann Tertiärsprachendidaktik beim Lernen helfen?
• Was ist CLIL und warum ist es interessant?

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