Einleitung
Den Genitiv verwenden wir, um eine Zugehörigkeit anzuzeigen. Außerdem steht der Genitiv nach bestimmten
Präpositionen, Verben und Adjektiven. Die Kontrollfrage nach dem Genitiv lautet „Wessen?“.
Während der Ferien fährt Familie Schmidt in den Urlaub. In diesem Jahr besuchen sie Freunde der Familie.
An der Anzeigetafel informiert sich die Familie über die Abfahrt der Züge.
Die Schmidts werden des Reisens nie überdrüssig. Sie rühmen sich sogar des Titels „Reisemeister“, den sie im
letzten Jahr von ihren Nachbarn verliehen bekamen.
Verwendung
zeigt Zugehörigkeit an
Beispiel:
An der Anzeigetafel informiert sich die Familie über die Abfahrt der Züge.
(Kontrollfrage: Wessen Abfahrt? – die Abfahrt der Züge)
In diesem Jahr besuchen sie Freunde der Familie.
(Kontrollfrage: Wessen Freunde? – die Freunde der Familie)
bei bestimmten Präpositionen, z. B. während, anstelle, trotz
Beispiel:
Während der Ferien fährt Familie Schmidt in den Urlaub.
bei einigen Verben (Genitivobjekt)
Beispiel:
Sie rühmen sich des Titels „Reisemeister“.
bei einigen Adjektiven
Beispiel:
Die Schmidts werden des Reisens nie überdrüssig.
Bildung
bestimmter Artikel unbestimmter Artikel
maskulin des Vaters eines Vaters
feminin der Mutter einer Mutter
neutral des Kindes eines Kindes
Plural der Eltern Eltern
Besonderheiten
Nur maskuline und neutrale Nomen haben die Endung s.
Beispiel:
des Vaters
Einige maskuline Nomen haben im Genitiv, Dativ und Akkusativ die Endung n bzw. en.
Beispiel:
maskuline Nomen auf e: der Junge – des Jungen
maskuline Nomen auf ent: der Assistent – des Assistenten
weitere, z. B. der Herr – des Herrn, der Mensch – des Menschen
Nomen und Eigennamen ohne Artikel bilden den Genitiv mit von.
Beispiel:
der Import von Öl
die Opern von Mozart
das Fahrrad von Franz
Bei Eigennamen können wir die Genitiv-Form auch voranstellen. Das Nomen hat dann die Endung s (bzw.
einen Apostroph, wenn das Nomen auf s, ß, x, z endet).
Beispiel:
Mozarts Opern