Ist da was dran?
Nein, das ist ein Mythos.
Optimalerweise sollte ein Bier maximal nach 3 min fertig sein.
Hier ist dein Bier. Hier ist dein Öffner.
Irgendwo ist bestimmt noch ein Glas.
Der 1. Trick, Gläser mit kaltem Wasser ausspülen.
Spülmittelreste schaden der Schaumkrone.
Ähnlich wie beim Fass.
Man hält das Glas leicht schräg und gießt die Flasche der Glaswand entlang.
Damit die Kohlensäure nicht zu stark entweicht.
Lass es kurz stehen.
Dann kann man das Ganze schön aufgießen.
Wow.
Ich hätte gedacht, dass es überläuft, aber gar nicht.
Das Bier wird also am besten in 2 Schritten eingeschenkt.
So hält der Schaum besser, egal ob Flasche oder Fass.
Aber auch das Glas beeinflusst den Geschmack.
1. Faustregel, schlanke Gläser für schlanke Biere.
Pilz, Weißbier und Helles trinkt man aus dünnwandigen Gläsern.
Die Kölner mögen ihr Bier besonders frisch.
Im schmalen, kleinen Glas wird das Kölsch nicht schal und kann schnell nachgezapft werden.
Dunkle Biere entfalten in Krügen am besten ihren Geschmack.
Unser deutsches Supermarktbier schmeckt fast überall gleich.
Aber ist es wenigstens nach allen Regeln der Kunst gebraut?
Nach dem legendären Reinheitsgebot von 1516, das in so vielen Werbeversprechen von Brauereien
beschworen wird?
Die Wirklichkeit ist eine Nummer größer und komplizierter als im Jahr 1516.
Giganten wie Bitburger brauen 30 Mio. l Bier im Monat.
Das Bier stammt aus riesigen Sudkesseln mit jeweils über 100.000 l.
Der gesamte Brauvorgang ist automatisiert.
Nur so sind solche Mengen zu schaffen.
Gebraut wird hier durchaus noch nach Reinheitsgebot, allerdings nach einer modernen Interpretation.
Fakt ist, heute wird in Deutschland kein Bier mehr so gebraut wie im Jahr 1516.
Das Reinheitsgebot heißt seit 1993 offiziell Biergesetz.
Außer den Grundzutaten, Hopfen, Malz, Wasser und Hefe, erlaubt es inzwischen eine ganze Reihe an
Hilfsstoffen.
Bei dem Reinheitsgebot sind keine Hilfsstoffe zugelassen, die im späteren Produkt erscheinen könnten.
Allerdings sind einige Hilfsstoffe zugelassen für eine Kieselgur, ein natürliches Mineral, welches hilft, das
Produkt zu filtrieren.