5 Experimenteller Teil
5 Experimenteller Teil
• Alle Reaktionen mit absoluten Lösemitteln wurden unter Stickstoff respektive Argon in ofenge-
trockneten Kolben (150 °C über mehrere Tage) ausgeführt. Die hierzu benötigten Solventien
wurden nach Standardverfahren absolutiert und gereinigt. [412]
• Die für die metallorganischen Reaktionen eingesetzten Lösemittel wurden stets frisch absolutiert
und destilliert.
• Angaben zu Lösungen von Feststoffen erfolgen in Massenprozent (%, m/m), die zu Mischungen
von Flüssigkeiten in Volumenprozent (%, V/V).
• Die Vakuumtrocknung von Substanzen erfolgte bei ca. 0.01 – 0.5 Torr und der jeweils angegebe-
nen Temperatur.
• Alle für die Synthesen verwendeten Chemikalien und Reagenzien wurden von den Firmen
Aldrich, Acros, Fluka, Merck, Lancaster, ICN oder Sigma bezogen.
• Der Summenformel einer synthetisierten Verbindung folgt in Klammern die relative Molekül-
masse (Mr) in g ⋅ mol −1.
Schmelzpunkte
Alle angegebenen Schmelzpunkte wurden mit dem digitalen Schmelzpunktgerät IA 9000 der Fa.
Elektrothermal, England, ermittelt. Die Zersetzung einer Substanz wird mit (Zers.) angegeben.
Elementaranalysen
Elementaranalysen (CHN) wurden mit den Elementaranalysatoren 240-B, 240-C oder Vario-EL der
Fa. Perkin-Elmer, Rodgau-Jügesheim, Deutschland, durchgeführt.
NMR-Spektroskopie
Die 1H-NMR- (400 MHz) und 13
C-NMR-Spektren (100 MHz) wurden mit einem Advance DPX 400
Spektrometer der Fa. Bruker, Rheinstetten, Deutschland, bei Raumtemperatur aufgenommen. Die
Auflistung der Daten aus den Spektren erfolgt tabellarisch: (1) Chemische Verschiebung (δ) – ge-
genüber dem internen Standard Tetramethylsilan – in ppm mit Angabe der Signalmultiplizität, (2)
Kopplungskonstante (nJ) in Hertz (Hz) (n – Anzahl der chemischen Bindungen, über die die Kopp-
lung erfolgt), (3) Zuordnung der Protonen (Hm) resp. Kohlenstoffatome (Cm), wobei m den Ziffern
186 5 Experimenteller Teil
der Numerierung der Strukturformeln zu entnehmen ist. Eine Angabe der Signalmultiplizität in An-
führungszeichen (e.g. „t“) zeigt eine Ähnlichkeit mit dem betreffenden Aufspaltungsmuster an, ohne
daß jedoch diese Multiplizität vorliegt. Mit Stern markierte Multiplizitäten (e.g. s*) weisen auf mit
D2O austauschbare Protonen hin. Die Zusatzbemerkung „br“ (e.g. t, br) zeigt an, daß hier ein ver-
breitertes Signal vorliegt. Die Zuordnung der Signale zu den entsprechenden H- und C-Atomen
erfolgte, wenn nicht anders vermerkt, unter Zuhilfenahme (1) der 1H,1H-COSY- und 13
C,1H-
HETCOR-NMR-Technik, (2) der NMR-Spektrensimulationsprogramme „ACD/HNMR Spectrum
Generator“ und „ACD/CNMR Spectrum Generator“ der Fa. Advanced Chemistry Development,
Toronto, Kanada und (3) der Inkrementsysteme für chemische Verschiebungen von 1H- und 13
C-
[413]
Kernen. Die Numerierung der Atome erfolgte willkürlich und unabhängig von der systematischen
Nomenklatur. Negative Vorzeichen der Kopplungskonstanten wurden nicht berücksichtigt. Die
Multiplizitäten werden wie folgt abgekürzt: s = Singulett, d = Dublett, t = Triplett, q = Quartett, quint =
Quintett, sext = Sextett, sept = Septett, m = Multiplett.
Massenspektrometrie
Die Aufnahme der EI-Massenspektren erfolgte mit einem MAT CH7A- (70 eV, 170 °C), der HR-EI-
Massenspektren mit einem MAT 711- (80 eV, 150 °C) und der FAB-Massenspektren mit einem
MAT CH5DF-Massenspektrometer (80 eV, Xe) der Fa. Finnigan, Bremen, Deutschland. Für die EI-
Massenspektren ist jeweils die Verdampfungstemperatur angegeben. Für die FAB-Massenspektren
erfolgt jeweils die Angabe des Lösemittels gefolgt von der Matrix. Allgemein erfolgt für alle Massen-
spektren die Angabe der Massenzahl (m/z) und der zugehörigen relativen Intensität (%).
IR-Spektroskopie
IR-Spektren wurden mit den Spektralphotometern 1420 Ratio-Recording und 297 der Fa. Perkin-
Elmer, Rodgau-Jügesheim, Deutschland, als KBr-Preßling aufgenommen. Die Wellenzahl ( ν ) ist in
der Einheit cm−1 angegeben. Die Intensitäten sind wie folgt abgekürzt: s = starke, m = mittelstarke
und w = schwache Bande.
Dünnschichtchromatographie
Zur analytischen Dünnschichtchromatographie (DC) wurden Kieselgel 60 F254-Folien (Schicht-
dicke 0.2 mm) der Fa. Merck, Darmstadt, Deutschland, verwendet.
Gaschromatographie
Die GC-Analytik erfolgte über eine Kapillarsäule HP-Basic Wax (30 m x 0.32 mm x 0.25 µm, Säulen-
füllmaterial: basenmodifiziertes Polyethylenglycol) der Fa. Hewlett Packard, Böblingen, Deutsch-
land. Die folgenden Standard Einstellungen wurden verwendet: Flow: 1 mL/min N2, Split: 100, In-
jektortemperatur: 250 °C, Detektortemperatur 300 °C.
Optische Drehung
Die optische Drehung wurde in einer temperierbaren Glasküvette (l = 10 cm; V = 1 mL) mit einem
Polarimeter 241 MC der Fa. Perkin-Elmer, Rodgau-Jügesheim, Deutschland, bestimmt.
Röntgenstrukturanalyse
Die Röntgenstrukturen der Bisbenzylamine (1S,1’R)-295 und (1R,1’S)-295 wurden aufgenommen
mit einem STOE-IPDS-Diffraktometer der Fa. Stoe & Cie GmbH, Darmstadt, Deutschland. Beide
Enantiomere wurden in Form ihrer Hydrochlorid-Salze vermessen. Detaillierte Angaben zu den
Röntgenstrukturen sowie über die Versuchsparameter finden sich in der CAMBRIDGE STRUCTURAL
DATABASE (CSD, deposition numbers CCDC 205117 & 205118).
188 5 Experimenteller Teil
5.2 3-(2-Aminoethyl)-2,4(1H,3H)chinazolindion-Derivate
2-Ethoxycarbonylaminobenzoesäureethylester (98)
44.6 g (200 mmol) Chlorameisensäureethylester werden unter Rühren und Kühlen im Eisbad zu
30.3 g (200 mmol) Anthranilsäuremethylester getropft. Die Mischung wird anschließend 15 h auf
120 °C erhitzt und abschließend im Vakuum (15 Torr) destilliert. Das erhaltene Destillat wird aus
150 mL MeOH umkristallisiert.
6 10
Ausbeute: 38.4 g (172 mmol) farblose Kristalle (86 % d. Th.) 1 CO2CH3
5
8 9
Fp: 61 – 63 °C (MeOH) 4
2
7 CO2CH2CH3
3
N
H
Sdp: 173 – 174 °C (15 Torr)
C11H13NO4 (Mr = 223.23)
1
H-NMR 300 MHz δ [ppm] 10.3 (s*, br) 8.20 (d) 7.95 (dd) 7.69 (dt) 7.14 (t) 4.23 (q) 3.92 (s) 1.32 (t)
n
[D6]-DMSO J [Hz] –
3
J = 8.37
3
J = 7.94
3
J = 7.86
3
J = 7.78
3
J = 7.21 –
3
J = 7.19
4 4
J = 1.23 J = 1.13
Hm 7
H (1H, NH)
6
H (1H)
3
H (1H)
4
H , (1H)
5
H (1H)
8
H (2H)
10
H (3H)
9
H (3H)
3-(2-Hydroxyethyl)-2,4(1H,3H)chinazolindion (97)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.4 (s*, br) 7.93 (dd) 7.65 (dt) 7.16-7.25 (m) 4.81 (t) 4.60 (s*, br) 3.58 (t)
n
[D6]-DMSO J [Hz] –
3
J = 7.85
3
J = 7.75 –
3
J = 6.50 –
3
J = 6.30
4 4
J = 1.25 J = 1.25
Hm 8
H (1H, NH)
3
H (1H)
5
H (1H)
4 6
H , H (2H)
10
H (2H)
12
H (1H, OH)
11
H (2H)
5 Experimenteller Teil 189
3-(2-Chlorethyl)-2,4(1H,3H)chinazolindion (96)
30.9 g (150 mmol) des Alkohols 97 und 180 g (1.5 mol) Thionylchlorid werden 1 h unter Rückfluß
erhitzt. Überschüssiges Thionylchlorid wird am Rotationsverdampfer entfernt und der feste Rück-
stand aus ca. 1.5 L MeOH umkristallisiert. Nach Einengen der Mutterlauge auf ¼ des Volumens
wird aus dem Filtrat eine weitere saubere Fraktion isoliert.
O
3 10
Ausbeute: 33.1 g (147 mmol) farblose Kristalle (98 % d. Th.) 2 Cl
4 1 N 11
DC: CH2Cl2 + MeOH = 95 + 5 (RF = 0.45) 5 8 9
7 N O
6
Fp: 197 °C (MeOH) H
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 161.1 152.5 138.9 135.4 129.8 125.3 122.8 118.5 46.2 42.3
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7
C
5
C
3
C
4
C
6
C
2
C
10
C
11
EI-MS 70 eV m/z +
224 [M •] 189 188 163 162 146 119 92 91 90 64 63
110 °C rel. Int. [%] 30 40 12 14 69 100 60 22 9 22 13 11
2,3-Dihydro-5-oxo-5H-oxazolo[2,3-b]chinazolin (95)
22.5 g (100 mmol) 97 und 27.6 g (200 mmol) K2CO3 werden in 250 mL Aceton 3 h unter Rückfluß
erhitzt. Überschüssiges K2CO3 und während der Reaktion gebildetes KCl werden abfiltriert und das
Filtrat am Rotationsverdampfer bis zur Trockne eingeengt. Der erhaltene farblose Feststoff wird in
CH2Cl2 aufgenommen, an 570 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH = 99 + 1 →
98 + 2) und anschließend aus 120 mL EtOH kristallisiert.
7 N 8 O
CHN: [%] C H N 6
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 160.9 155.5 149.0 135.3 126.7 126.3 124.8 118.5 65.8 42.3
CDCl3 Cm C
1
C
8
C
7
C
5
C
3
C
4
C
6
C
2
C
10
C
9
EI-MS 70 eV m/z +
188 [M •] 146 130 118 90 76 64 63
100 °C rel. Int. [%] 99 100 9 8 31 9 8 8
190 5 Experimenteller Teil
3-(2-Phthalimidoethyl)-2,4(1H,3H)chinazolindion (109)
Phthalimid-Kalium (19.45 g, 105 mmol) wird in 250 mL abs. DMF suspendiert, auf 100 °C erhitzt
und mit 22.47 g (100 mmol) 3-(2-Chlorethyl)-2,4(1H,3H)-chinazolindion (96) versetzt. Nach 1.5 h
wird das Reaktionsgemisch am Rotationsverdampfer eingeengt, der Rückstand mit 500 mL Eis-
wasser versetzt und mit CHCl3 (4 × 50 mL) extrahiert. Nach Trocknen über Na2SO4 und Entfernen
des Lösemittels wird der isolierte Feststoff aus ca. 800 mL DMF/H2O (2:1, V/V) umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.5 (s*, br) 6.80 – 8.20 (m) 4.22 (s, br) 3.95 (s, br)
[D6]-DMSO Hm 5
H (1H, NH)
1-4 8
H , H ,H (8H)
9 6
H (2H)
7
H (2H)
EI-MS 70 eV m/z +
335 [M •] 188 173 162 146 119 90
175 °C rel. Int. [%] 21 15 88 100 79 33 13
3-(2-Aminoethyl)-2,4(1H,3H)chinazolindion (93)
Methode 1
Eine Suspension aus 3.35 g (10 mmol) 3-(2-Phthalimidoethyl)-2,4(1H,3H)chinazolindion (109) und
2.51 g (2.43 mL, 50 mmol) Hydrazin-Hydrat (N2H4⋅H2O) in 400 mL EtOH werden unter Rückfluß bis
zur quantitativen Umsetzung erhitzt (DC-Kontrolle: 7 Tage). EtOH wird am Rotationsverdampfer
entfernt, der verbleibende Rückstand 1.5 h in 100 mL HCl (c = 6 mol ⋅ L−1) unter Rückfluß erhitzt
und 12 h bei 4 °C aufbewart. Der farblose Phthalsäure-Niederschlag wird abfiltriert, das Filtrat bis
zur Trockne eingeengt, mit einer Lösung aus 100 mL EtOH/5 mL HCl (c = 6 mol ⋅ L−1) unter
Rückfluß erhitzt (1 h), heiß filtriert und 12 h bei 4 °C kristallisiert (Hydrochlorid). Nach Filtrieren und
Einengen wird aus der Mutterlauge eine analysenreine Nachfällung isoliert.
Bemerkung:
Die Substanz läßt sich als Hydrochlorid-Salz (93⋅HCl) bei der Extraktion gegen wäßrige alkalische
Lösung nur sehr schlecht als freie Base in ein organisches Lösemittel überführen. Beim Extrahieren
mit Essigsäureethylester gegen ges. Na2CO3-Lsg. werden nach mehreren Schüttelvorgängen (35 –
40) nur 42 % der freien Base isoliert. Versuche mit anderen Lösemitteln (e.g. CH2Cl2, CHCl3, Et2O)
bringen keine Verbesserung.
Methode 2
9.41 g (50 mmol) des Tricyclus 95 werden in ca. 250 mL flüssigen Ammoniak (NH3) eingetragen
und bei Raumtemperatur im Autoklaven 2 Tage bei 35 – 40 bar gerührt. Nach Abdamfen des über-
schüssigen NH3 wird der Rückstand in MeOH aufgekocht und heiß filtriert. Das Filtrat hinterläßt
nach dem Eindampfen einen farblosen, dc-reinen Feststoff, der aus EtOH umkristallisiert wird.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.7 (s*) 8.22 (s*, br) 7.94 (d) 7.68 (dt) 7.33 (d) 7.22 (t) 4.19 (t) 2.73 („q“)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.10
3
J = 7.67
3
J = 8.13
3
J = 7.53
3
J = 5.94
3
J = 6.70
4
J = 1.36
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (3H, NH3 )
+
H (1H)
3 5
H (1H)
6
H (1H)
4
H (2H)
10
H (2H)
11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.5 150.4 139.6 134.9 127.2 122.4 115.1 114.0 37.8 37.2
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7
C
5
C
3
C
4
C
6
C
2
C
10
C
11
Die für die Synthesen benötigten ω-Phenylalkylamine werden in handelsüblicher Qualität einge-
setzt. Nur in Fällen, in denen eine Reinheitsüberprüfung mittels DC starke Verunreinigungen zeigte,
erfolgte eine destillative Aufreinigung.
3-(2-Benzylaminoethyl)-2,4(1H,3H)chinazolindion (94)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.5 (s*, br) 7.91 (dd) 7.67 (dt) 7.10 – 7.32 (m) 4.05 (t) 3.72 (s) 2.73 (t)
n
[D6]-DMSO J [Hz] –
3
J = 7.55
3
J = 7.40 –
3
J = 6.70 –
3
J = 6.70
4 4
J = 1.30 J = 1.30
Hm 8
H (1H, NH)
3
H (1H)
5
H (1H)
4 6
H , H (2H), H – H (5H)
15 19 10
H (2H)
13
H (2H)
11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.6 150.5 141.4 139.5 135.1 127.3 128.4 128.0
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
14 7
C C
5
C
3
C
16/18
C
15/19
3-[2-(2-Phenylethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (110)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
189 mg (1.0 mmol) des Tricyclus 95 und 485 mg (4.0 mmol) 2-Phenylethylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 4 h wird der isolierte farblose Feststoff (0.25 g, freie Base) in abs. EtOH gelöst und
durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5-6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt. Nach Ein-
dampfen bis zur Trockne wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
CHN: [%] C H N 5 8 9 16 18
7 N O
gef. 62.22 5.81 11.96 6 17
H
ber. 62.52 5.83 12.15
C18H19N3O2⋅HCl (Mr = 345.83)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.5 (s*) 8.82 (s*, br) 7.96 (d) 7.69 (t) 7.43 (t) 7.22 – 7.27 (m)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.70
3
J = 7.46
3
J = 7.31 –
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH2 )
+ 3
H (1H)
5
H (1H) H
17/19
(2H)
4
H,H,H
6 16/20 18
, H (5H)
δ [ppm] 4.23 (t, br) 3.26 (s, br) 3.20 (m, br) 2.94 (t)
n
J [Hz] n.b. – –
3
J = 8.02
Hm 10
H (2H)
11
H (2H)
13
H (2H)
14
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.5 150.5 139.5 137.0 135.0 128.53, 128.51 127.3 126.7 122.5 115.1 114.0
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7
C
15
C
5
C
16/20
,C
17/19
C
3
C
18
C
4
C
6 2
C
3-[2-(3-Phenylpropyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (111)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.57 g (3.0 mmol) des Tricyclus 95 und 0.54 g (4.0 mmol) 3-Phenylpropylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 4 h wird das isolierte gelbe Öl mit 25 mL MeOH versetzt, wobei ein farbloser Feststoff
(Disubstitutionsprodukt 111a) ausfällt. Nach Filtrieren und Einengen der Mutterlauge am Rotations-
verdampfer wird das resultierende gelbe Öl in wenig CH2Cl2 gelöst und an Kieselgel flashchroma-
194 5 Experimenteller Teil
tographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 + MeOH + AcOH = 80 + 18 + 2) . Das isolierte Öl wird in abs.
MeOH gelöst und durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid
gefällt. Nach Eindampfen und Umkristallisieren aus abs. MeOH wird ein farbloser Feststoff isoliert.
20
Ausbeute: 0.65 g (1.8 mmol) (75 % d. Th.)
O 21 19
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.7 (s*) 9.18 (s*, br) 7.94 (d) 7.67 (t) 7.20 – 7.31 (m) 4.23 (t, br)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.74
3
J = 7.50 – n.b.
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH ) 2
+ 3
H (1H)
5
H (1H)
4
H,H,H
6 17 – 21
(7H) H (2H)
10
δ [ppm] 3.26 (s, br) 2.96 (s, br) 2.65 (t) 1.95 (q, br)
n
J [Hz] – –
3
J = 7.47
3
J = 7.04
Hm 11
H (2H)
13
H (2H)
15
H (2H) H (2H)
14
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.4 150.3 140.6 139.5 134.9 128.3, 128.1 127.2 125.9 122.3 115.1
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7
C
16
C
5
C
17/21
,C
18/20
C
3
C
19
C
4
C
6
3-[2-(4-Phenylbutyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (112)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
189 mg (1.0 mmol) des Tricyclus 95 und 0.75 g (5.0 mmol) 4-Phenylbutylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 4.5 h wird das isolierte gelbe Öl in wenig CH2Cl2 gelöst und an Kieselgel flashchroma-
tographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 /MeOH/AcOH = 80/18/2, RF = 0.50) . Das isolierte Öl wird in
MeOH gelöst und durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5-6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid
gefällt. Nach Eindampfen und Umkristallisieren aus abs. MeOH wird ein farbloser Feststoff isoliert.
CHN: [%] C H N 5 8 9 18 20
gef. 64.13 6.43 11.05 6
7 N O 19
H
ber. 64.25 6.47 11.24
C20H23N3O2⋅HCl (Mr = 373.89)
5 Experimenteller Teil 195
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.7 (s*) 9.03 (s*, br) 7.94 (d) 7.68 (t) 7.16 – 7.31 (m) 4.22 (t, br)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.80
3
J = 7.66 –
3
J = 5.51
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH2 )
+ 3
H (1H)
5
H (1H)
4
H,H,H
6 18 – 22
(7H)
10
H (2H)
δ [ppm] 3.18 (t, br) 2.96 (s, br) 2.59 (t, br) 1.62 (m, br)
n
J [Hz] n.b. –
3
J = 6.83 –
Hm 11
H (2H)
13
H (2H)
16
H (2H)
14
H , H (4H)
15
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.4 150.3 141.5 139.5 134.9 128.2, 128.1 127.2 125.7 122.4 115.1
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7
C
17
C
5
C
18/22
,C
19/21
C
3
C
20
C
4
C
6
3-[2-(5-Phenylpentyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (113)
3-[2-(5-Phenylpentyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (113)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.57 g (3.0 mmol) des Tricyclus 95 und 2.45 g (15.0 mmol) 5-Phenylpentylamin (120). Nach einer
Reaktionszeit von 4 h bei 150 °C wird der isolierte farblose Feststoff (0.96 g, freie Base) zweimal
aus abs. EtOH umkristallisiert.
22
Ausbeute: 0.84 g (2.39 mmol) (80 % d. Th.)
O 23 21
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.7 (s*) 9.12 (s*, br) 7.93 (d) 7.72 (t) 7.10 – 7.40 (m) 4.20 (t, br)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.74
3
J = 7.70 – n.b.
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH ) 2
+ 3
H (1H)
5
H (1H) H,H,H
4 6 19 – 23
(7H)
10
H (2H)
δ [ppm] 3.21 (t, br) 3.05 (s, br) 2.59 (t, br) 1.68 (m, br)
n
J [Hz] n.b. –
3
J = 6.83 –
Hm 11
H (2H)
13
H (2H)
17
H (2H) H
14 – 16
(6H)
3-{2-[2-(4-Fluorphenyl)ethyl]aminoethyl}-2,4(1H,3H)chinazolindion (114)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.39 g (10.0 mmol) 2-(4-Fluorphenyl)ethylamin. Nach einer
Reaktionszeit von 4 h wird das isolierte gelbe Öl (0.61 g, freie Base) in abs. EtOH gelöst und durch
tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt. Nach Eindamp-
fen bis zur Trockne wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.8 (s*) 9.19 (s*, br) 7.96 (d) 7.68 (t) 7.00 – 7.33 (m)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.64
3
J = 7.30 –
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH2 )
+ 3
H (1H)
5
H (1H)
4
H (1H), H (1H), H
6 16/20
(2H), H
17/19
(2H)
δ [ppm] 4.28 (s, br) 3.28 (s, br) 3.18 (s, br) 2.92 (t)
n
J [Hz] – – –
3
J = 7.21
Hm 10
H (2H)
11
H (2H)
13
H (2H)
14
H (2H)
3-{2-[2-(4-Chlorphenyl)ethyl]aminoethyl}-2,4(1H,3H)chinazolindion (115)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.56 g (10.0 mmol) 2-(4-Chlorphenyl)ethylamin. Nach einer
Reaktionszeit von 4 h wird das isolierte braune Öl (0.53 g, freie Base) in abs. EtOH gelöst und
durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt. Nach Ein-
dampfen bis zur Trockne wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.7 (s*) 9.22 (s*, br) 7.95 (d) 7.68 (t) 7.39 (d) 7.28 – 7.31 (2× d) 7.22 (t)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.65
3
J = 7.25
3
J = 8.10 n.b.
3
J = 7.47
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH2 )
+ 3
H (1H)
5
H (1H) H (2H)
17 6
H (1H), H (2H)
16 4
H (1H)
δ [ppm] 4.24 (s, br) 3.25 (s, br) 3.20 (s, br) 2.98 (t)
n
J [Hz] – – –
3
J = 7.60
Hm 10
H (2H)
11
H (2H)
13
H (2H)
14
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.7 150.6 139.8 136.4 135.2 131.6 130.7 128.7 127.5 122.6 115.4 114.2 47.6
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7
C
15
C
5
C
18
C
16
C
17
C
3
C
4
C
6
C
2
C
13
3-{2-[2-(4-Bromphenyl)ethyl]-aminoethyl}-2,4(1H,3H)chinazolindion (116)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 2.0 g (10.0 mmol) 2-(4-Bromphenyl)ethylamin. Nach 3 h
wird das isolierte gelbe Öl (0.59 g, freie Base) in abs. EtOH gelöst, durch tropfenweise Zugabe von
i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt und aus abs. EtOH umkristallisiert.
δ [ppm] 7.23 (t) 4.24 (t, br) 3.25 (s, br) 3.20 (s, br) 2.97 (t)
n
J [Hz] 3
J = 7.92 n.b. – –
3
J = 7.80
Hm 4
H (1H)
10
H (2H)
11
H (2H)
13
H (2H)
14
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.7 150.6 139.8 136.8 135.2 131.6 131.1 127.5 122.6 120.0 115.4 114.2 47.5
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7
C
15
C
5
C
17
C
16
C
3
C
4
C
18
C
6 2
C C
13
3-{2-[2-(2-Methoxyphenyl)ethyl]aminoethyl}-2,4(1H,3H)chinazolindion (117)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.47 g (2.5 mmol) des Tricyclus 95 und 1.51 g (10.0 mmol) 2-(2-Methoxyphenyl)ethylamin. 3.5 h
wird der isolierte farblose Feststoff (0.78 g, freie Base) in wenig CH2Cl2 gelöst und rotationsschicht-
chromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 → CH2Cl2 /NH3-Atmosphäre).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.91 (dd) 7.46 (dt) 7.10 – 7.18 (m) 7.07 (t) 7.05 (d) 6.80 – 6.85 (d + t)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 7.96
3
J = 7.80 –
3
J = 7.72
3
J = 8.10
3
J19-18 = 7.51
4 4 3
J = 1.23 J = 1.38 J17-16/18 = n.b.
Hm 3
H (1H) H (1H)
5 16
H , H (2H)
18 4
H (1H)
6
H (1H)
19
H (d,1H), H (t,1H)
17
δ [ppm] 4.24 (t) 3.78 (s) 3.12 (t) 3.00 (t) 2.88 (t)
n
J [Hz] 3
J = 6.20 –
3
J = 6.20
3
J = 7.20
3
J = 7.20
Hm 10
H (2H) H (3H)
21 11
H (2H)
13
H (2H)
14
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.7 157.6 151.7 138.9 134.7 130.4 128.2 127.8 127.6 122.9
CDCl3 Cm C
1
C
20
C
9
C
7
C
5
C
16
C
18
C
3
C
15
C
4
δ [ppm] 120.5 114.8 114.4 110.4 55.2 49.3 47.3 40.1 30.4
Cm C
17
C
6
C
2
C
19
C
21
C
13
C
11
C
10
C
14
3-[2-(2-Fluorbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (154)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.25 g (10.0 mmol) 2-Fluorbenzylamin. Nach 4 h bei 140 °C
wird der isolierte farblose Feststoff (0.50 g, freie Base) aus abs. EtOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.92 (d) 7.65 (t) 7.56 (d) 7.46 (d) 7.15 – 7.37 (m)
n
[D6]-DMSO J [Hz] 3
J = 7.39
3
J = 7.64
3
J = 7.23
3
J = 7.52 –
Hm 3
H (1H) H (1H)
5 16
H (1H)
19
H (1H)
4 6
H , H , H , H (4H)
17 18
3-[2-(3-Fluorbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (155)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.0 g (10.0 mmol) 3-Fluorbenzylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 5 h bei 120 °C wird der isolierte schwach gelbe Feststoff (0.58 g, freie Base) in Et2O
suspendiert, 12 h bei RT gerührt, filtriert und aus 10 mL abs. EtOH umkristallisiert.
Fp: 152 °C 3 10 H 14 16
2 N
4 1 N 12 F
CHN: [%] C H N 8
9
11 13 15
5
gef. 65.12 5.14 13.36 7 N O
6
ber. 65.17 5.15 13.41 H
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.94 (d) 7.65 (t) 7.31 („q“) 7.20 (t + d) 7.14 (d + d) 7.02 (dt)
n
[D6]-DMSO J [Hz] 3
J = 7.38
3
J = 7.66
3
J = 7.25
3
J4-5/3 = 7.20
3 3
JH-F = JH-H = 7.76
3 3
JH-F = JH-H = 8.49
3 4
J6-5 = 7.80 JH-H = 1.80
m
H 3
H (1H)
5
H (1H)
18
H (1H)
4
H (t, 1H), H (d, 1H)
6 15
H (1H), H (1H)
19 17
H (1H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.2 (d) 162.0 150.3 144.2 (d) 139.4 134.8 129.8 (d) 127.3 123.8 (d)
n
J [Hz] 1
JC-F = 242.9 – –
3
JC-F = 6.83 – –
3
JC-F = 8.40 –
4
JC-F = 1.94
[D6]-DMSO Cm C
16
C
1
C
9
C
14
C
7
C
5
C
18
C
3 19
C
δ [ppm] 122.3 115.0 114.3 (d) 113.8 113.1 (d) 51.7 45.9 39.5
n
J [Hz] – –
2
JC-F = 21.2 –
2
JC-F = 21.1 – – –
Cm C
4
C
6
C
15
C
2
C
17
C
13
C
11
C
10
3-[2-(4-Fluorbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (156)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.25 g (10.0 mmol) 4-Fluorbenzylamin. Nach 3h bei 100 °C
wird der isolierte farblose Feststoff (0.58 g, freie Base) aus abs. EtOH umkristallisiert.
18
C17H16FN3O2 (Mr = 313.32) 17 F
O 19
3 10 H 14
CHN: [%] C H N 2 N 16
4 1 N 12
11 13 15
gef. 65.13 5.09 13.47
5 8 9
7 N O
ber. 65.17 5.15 13.41 6
H
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.8 (s*) 9.58 (s*, br) 7.92 (d) 7.63 – 7.71 (m) 7.51 (d) 7.23 (t + d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.40 –
3
J = 8.19 n.b.
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH2 )
+
H (1H)
3 5
H (1H), H
16/18
(2H) H
15/19
(2H)
4
H (t, 1H), H (d, 1H)
6
3-[2-(2-Chlorbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (157)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.42 g (10.0 mmol) 2-Chlorbenzylamin. Nach 4 h bei 140 °C
wird der isolierte farblose Feststoff (0.68 g, freie Base) aus abs. EtOH umkristallisiert.
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.4 150.6 139.7 138.3 135.1 132.8 129.9 129.2 128.4 127.6 127.2 122.7
[D6]-DMSO Cm C
1 9
C C
7
C
14
C
5
C
15
C
16
C
19
C
17
C
3
C
18
C
4
3-[2-(3-Chlorbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (158)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.13 g (10.0 mmol) 3-Chlorbenzylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 5 h bei 120 °C wird der isolierte farblose Feststoff (0.64 g, freie Base) aus 10 mL abs.
EtOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.94 (d) 7.65 (t) 7.37 (s) 7.20 – 7.27 (m) 4.05 (t) 3.74 (s) 2.76 (t)
n
[D6]-DMSO J [Hz] 3
J = 7.64
3
J = 7.43 – –
3
J = 6.36 –
3
J = 6.37
Hm 3
H (1H)
5
H (1H)
15
H (1H)
4
H,H,H
6 17-19
(5H)
10
H (2H)
13
H (2H)
11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.0 150.3 143.7 139.4 134.7 132.8 129.7 127.6 127.3 126.5, 126.3 122.3 115.0
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
14
C
7 5
C C
16 18
C C
15
C
3
C ,C
17 19
C
4
C
6
3-[2-(4-Chlorbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (159)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.57 g (3.0 mmol) des Tricyclus 95 und 2.12 g (15.0 mmol) 4-Chlorbenzylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 4 h bei 120 °C wird der isolierte farblose Feststoff (0.83 g, freie Base) mit wenig EtOH
gewaschen und aus abs. EtOH mit i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid kristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.7 (s*) 9.60 (s*, br) 7.90 (d) 7.68 (d + t) 7.45 (d) 7.29 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.72
3
J16-15 = 8.25
3
J15-16 = 8.29
3
J = 8.13
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH2 )
+ 3
H (1H)
5
H (1H), H (2H)
16 15
H (2H)
6
H (1H)
δ [ppm] 7.18 (t) 4.28 (t, br) 4.21 (s) 3.24 (s, br)
n
J [Hz] 3
J = 7.52 n.b. – –
Hm 4
H (1H)
10
H (2H)
13
H (2H)
11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.8 150.7 139.8 135.1 133.9 132.3 131.2 128.7 127.4 122.6
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7
C
5
C
14
C
16
C
17
C
15
C
3
C
4
3-[2-(2-Brombenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (160)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.50 g (2.66 mmol) des Tricyclus 95 und 2.64 g (14.2 mmol) 2-Brombenzylamin. Nach 3 h bei 140 °C
wird der isolierte farblose Feststoff (0.84 g, freie Base) aus abs. EtOH umkristallisiert.
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.0 150.2 139.5 139.3 134.8 132.2 129.7 128.4 127.4 127.3 123.1 122.3 114.9
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7
C
14
C
5
C
16
C
19
C
17
C
18
C
3
C
15
C
4 6
C
3-[2-(3-Brombenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (161)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.86 g (10.0 mmol) 3-Brombenzylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 3 h bei 160 °C wird der isolierte farblose Feststoff (0.71 g, freie Base) zweimal aus
abs. EtOH umkristallisiert.
O 19 17
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.2 150.1 139.5 138.9 134.3 131.2 129.4 128.1 127.8 126.7 122.8
[D6]-DMSO Cm C
1 9
C C
7
C
14
C
5
C
15
C
19
C
17 18
C C
3
C
16
3-[2-(4-Brombenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (162)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.86 g (10.0 mmol) 4-Brombenzylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 3.5 h bei 140 °C wird der isolierte farblose Feststoff (0.74 g, freie Base) mit Aceton
gewaschen (3 × 25 mL) und zweimal aus abs. EtOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.97 (d) 7.62 (d) 7.53 (t) 7.10 – 7.32 (m) 4.08 (t) 3.81 (s) 3.84 (s)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 7.71
3
J = 7.60
3
J = 7.72 –
3
J = 6.10 –
3
J = 6.05
Hm 3
H (1H) H (2H)
5 16
H (2H)
4
H (1H), H (2H)
15 10
H (2H)
13
H (2H)
11
H (2H)
3-[2-(2-Iodbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (163)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.57 g (3.0 mmol) des Tricyclus 95 und 2.80 g (12.0 mmol) 2-Iodbenzylamin. Der isolierte farblose
Feststoff wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.4 (s*, br) 7.93 (dd) 7.80 (dd) 7.65 (dt) 7.41 (dd) 7.31 (dt) 7.20 (dt)
n
[D6]-DMSO J [Hz] –
3
J = 7.92
3
J = 7.84
3
J = 7.71
3
J = 7.64
3
J = 7.45
3
J = 7.69
Hm 4
J = 1.26
4
J = 1.10
4
J = 1.49
4
J = 1.55
4
J = 1.09
4
J = 0.84
8 3 18 5 15 16 4
H (1H, NH) H (1H) H (1H) H (1H) H (1H) H (1H) H (1H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.1 150.3 142.5 139.4 138.8 134.9 129.1 128.7 128.1 127.4 122.4 115.0 113.8
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
14
C
7
C
18 5
C C
15
C
17
C
16
C
3
C
4
C
6 2
C
3-[2-(3-Iodbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (164)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.86 g (8.0 mmol) 3-Iodbenzylamin. Der isolierte farblose
Feststoff wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
206 5 Experimenteller Teil
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.93 (d) 7.68 (s) 7.64 (dt) 7.55 (d) 7.30 (d) 7.17 – 7.21 (d + t) 7.07 (t)
n
[D6]-DMSO J [Hz] 3
J = 7.34 –
3
J = 7.70
3
J = 7.72
3
J = 7.55
3
J6-5 = 8.10
3
J = 7.71
Hm 4
J = 0.90
3
J4-3/5 = 7.61
3 15 5 17 19 6 4 18
H (1H) H (1H) H (1H) H (1H) H (1H) H (d,1H), H (t,1H) H (1H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.9 151.1 144.8 140.3 137.3 136.0 135.7 131.1 128.2 123.2 115.9 114.7
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
14
C
7
C
15
C
17
C
5
C
18 3
C,C
19
C
4
C
6 2
C
3-[2-(4-Iodbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (165)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.86 g (8.0 mmol) 4-Iodbenzylamin. Der isolierte farblose
Feststoff wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 8.00 (d) 7.55 (d) 7.50 (t) 7.14 (t) 7.08 (d) 6.95 (d) 4.25 (t) 3.85 (s) 3.07 (s)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 7.93
3
J = 7.91
3
J = 7.72
3
J = 7.58
3
J = 7.89
3
J = 8.11
3
J = 6.00 –
3
J = 6.00
Hm 3
H (1H)
16
H (2H)
5
H (1H)
4
H (1H)
15
H (2H) H (1H)
6 10
H (2H)
13
H (2H)
11
H (2H)
5 Experimenteller Teil 207
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 163.0 152.3 139.0 137.9 135.4 130.7 128.7 123.7 115.3 114.8 93.0
CDCl3 Cm C
1
C
9
C
7
C ,C
16 14
C
5
C
15 3
C C
4
C
6
C
2
C
17
3-[2-(2-Methylbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (166)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.0 g (8.3 mmol) 2-Methylbenzylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 4 h wird der isolierte farblose Feststoff (0.60 g, freie Base) in abs. EtOH gelöst und
durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt. Nach Ein-
dampfen bis zur Trockne wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.7 (s*) 9.22 (s*, br) 7.96 (dd) 7.68 (dt) 7.52 (dd) 7.21 – 7.32 (m) 4.31 (t)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.86
3
J = 7.71
3
J = 8.11 –
3
J = 5.67
4 4 4
J = 1.02 J = 1.42 J = 1.96
m
H 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH ) 2
+ 3
H (1H)
5
H (1H)
16
H (1H)
4
H,H,H
6 17-19
(5H)
10
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.6 150.6 139.6 137.2 135.1 130.7 130.5 128.7 128.8 127.3 126.1 122.5 115.2
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7
C
14
C
5 15
C C
19 16
C
18
C C
3
C
17
C
4 6
C
3-[2-(3-Methylbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (167)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.21 g (10.0 mmol) 3-Methylbenzylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 4 h wird der isolierte farblose Feststoff (0.39 g, freie Base) in abs. EtOH gelöst und
durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt. Nach Ein-
dampfen bis zur Trockne wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.2 150.4 140.7 139.6 137.2 135.0 128.8, 128.1 127.5 127.3 125.2 122.5 115.2
[D6]-DMSO Cm C
1 9
C C
14
C
7
C
16
C
5 18
C ,C
19
C
3
C
17
C
15
C
4
C
6
3-[2-(4-Methylbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (168)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.21 g (10.0 mmol) 4-Methylbenzylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 4 h wird der isolierte farblose Feststoff (0.49 g, freie Base) in abs. EtOH gelöst und
durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt. Nach Ein-
dampfen bis zur Trockne wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
δ [ppm] 4.26 (t) 4.15 (s, br) 3.22 (s, br) 2.31 (s)
n
J [Hz] 3
J = 5.63 – – –
Hm H (2H)
10 13
H (2H)
11
H (2H)
20
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.6 150.6 139.6 138.4 135.1 130.0 129.2 128.9 127.3 122.5 115.2 114.1 49.7
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7
C
14
C
5 16/18
C C
15/19
C
17
C
3
C
4
C
6
C
2
C
13
3-[2-(2-Methoxybenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (169)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
1.89 g (10.0 mmol) des Tricyclus 95 und 5.49 g (40.0 mmol) 2-Methoxybenzylamin. Nach 4 h wird
der isolierte farblose Feststoff rotationsschichtchromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 → CH2Cl2
+ MeOH = 97 + 3, NH3-Atmosphäre) und anschließend aus abs. EtOH umkristallisiert.
δ [ppm] 6.67 (d) 4.25 (t) 3.93 (s) 3.80 (s) 3.12 (t)
n
J [Hz] 3
J = 8.12
3
J = 5.83 – –
3
J = 5.85
Hm 6
H (1H)
10
H (2H)
13
H (2H)
20
H (3H)
11
H (2H)
210 5 Experimenteller Teil
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 163.0 157.8 151.5 139.0 134.4 130.5 128.7 127.9 127.0
CDCl3 Cm C
1
C
15
C
9
C
7
C
5
C
19
C
17
C
3
C
14
δ [ppm] 122.5 120.4 114.6 114.2 110.3 55.3 48.8 46.7 40.1
Cm C
4
C
18
C
6
C
2
C
16
C
20
C
13
C
11
C
10
3-[2-(3-Methoxybenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (170)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.37 g (10.0 mmol) 3-Methoxybenzylamin. Nach einer
Reaktionszeit von 4 h wird der isolierte farblose Feststoff (0.57 g, freie Base) in abs. EtOH gelöst
und durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt. Nach
Eindampfen bis zur Trockne wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
O 19 17
Fp: 245 – 246 °C (Zers.) 3 10 H 14 16
2 N 20
4 1 N 12 OCH3
CHN: [%] C H N 9
11 13 15
5 8
gef. 59.61 5.38 11.52
6
7 N O
ber. 59.75 5.57 11.61 H
δ [ppm] 6.98 (dd) 4.27 (t) 4.17 (s, br) 3.77 (s) 3.24 (s, br)
n
J [Hz] 3
J = 8.22
3
J = 5.64 – – –
4
J = 1.25
Hm H (1H)
17 10
H (2H)
13
H (2H)
20
H (3H)
11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.6 159.3 150.6 139.6 135.1 133.4 129.8 127.3 122.5 122.0 115.6 115.2 114.5
[D6]-DMSO Cm C
1
C
16
C
9
C
7
C
5
C
14
C
18
C
3
C
4
C
19
C
15
C
6
C
17
3-[2-(4-Methoxybenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (171)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.37 g (10.0 mmol) 4-Methoxybenzylamin. Nach einer
Reaktionszeit von 4 h wird der isolierte farblose Feststoff (0.61 g, freie Base) in abs. EtOH gelöst
und durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt. Nach
Eindampfen bis zur Trockne wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.6 (s*) 9.11 (s*, br) 7.94 (dd) 7.67 (dt) 7.48 (d) 7.25 (d) 7.22 (dt) 6.98 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.91
3
J = 7.72
3
J = 8.72
3
J = 8.07
3
J = 7.64
3
J = 8.73
4 4 4
J = 1.27 J = 1.50 J = 0.94
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH2 )
+ 3
H (1H)
5
H (1H) H
15/19
(2H)
6
H (1H)
4
H (1H) H
16/18
(2H)
δ [ppm] 4.25 (t) 4.12 (s, br) 3.76 (s) 3.21 (s, br)
n
J [Hz] 3
J = 5.63 – – –
Hm H (2H)
10 13
H (2H) H (3H)
20 11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.6 159.7 150.6 139.6 135.1 131.6 127.3 123.7 122.5 115.2 114.0 113.9 55.2
[D6]-DMSO Cm C
1
C
17
C
9 7
C C
5 15/19
C C
3
C
14
C
4
C
6
C
2
C
16/18
C
20
3-[2-(2-Ethoxybenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (172)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.28 g (1.50 mmol) des Tricyclus 95 und 1.0 g (6.61 mmol) 2-Ethoxybenzylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 4 h bei 150 °C wird der isolierte farblose Feststoff (0.50 g) rotationsschichtchromato-
graphisch gereinigt (FM: CHCl3 + MeOH = 98 + 2, NH3-Atmosphäre), in abs. EtOH gelöst und durch
tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt. Der isolierte
Feststoff wird aus abs. EtOH umkristallisiert.
212 5 Experimenteller Teil
O 19 17
Fp: 215 – 217 °C (Zers.) 3 10 H 14
2 N 16
CHN: [%] C H N 4 1 N 11
12
13 15
9 21
gef. 60.64 5.96 11.08 5 8 O CH3
7 N O
ber. 60.72 5.90 11.18 6
H 20
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.6 (s*) 9.03 (s*, br) 7.95 (dd) 7.68 (dt) 7.46 (dd) 7.39 (dt) 7.25 (d) 7.22 (dt)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.91
3
J = 7.73
3
J = 7.49
3
J = 7.45
3
J = 7.92
3
J = 7.63
4 4 4 4 4
J = 1.29 J = 1.49 J = 1.57 J = 1.68 J = 0.93
m
H 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH ) 2
+ 3
H (1H)
5
H (1H)
19
H (1H)
17
H (1H)
6
H (1H)
4
H (1H)
δ [ppm] 7.07 (d) 6.99 (dt) 4.27 (t) 4.18 (t, br) 4.10 (q) 3.24 (t, br) 1.38 (t)
n
J [Hz] 3
J = 7.96
3
J = 7.45
3
J = 5.83 –
3
J = 6.95 –
3
J = 6.95
4
J = 0.79
Hm 16
H (1H)
18
H (1H)
10
H (2H)
13
H (2H)
20
H (2H)
11
H (2H)
21
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.6 156.7 150.6 139.6 135.1 131.1 130.7 127.3 122.5 120.3 119.8 115.2 114.0
[D6]-DMSO Cm 1
C C
15
C
9
C
7
C
5
C
19 17
C C
3
C
4 18
C C
14
C
6
C
2
3-[2-(2-Aminobenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (173)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.50 g (12.3 mmol) 2-Aminobenzylamin. Beide Feststoffe
werden gut durchmischt und auf 90 °C erhitzt. Die resultierende klare, schwach gelbe Schmelze
wird 4 h bei 140 °C gerührt. Der isolierte cremefarbene Feststoff (0.60 g) wird zweimal aus abs.
EtOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.93 (d) 7.64 (t) 7.19 (t) 7.18 (d) 6.96 (d) 6.94 (t) 6.59 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] 3
J = 7.83
3
J = 7.37 n.b. n.b.
3
J = 7.37
3
J = 7.55
3
J = 7.81
Hm 3
H (1H)
5
H (1H)
4
H (1H)
6
H (1H)
19
H (1H)
17
H (1H)
16
H (1H)
δ [ppm] 6.47 (t) 5.13 (s*, br) 4.05 (t) 3.64 (s) 3.37 (s*, br) 2.77 (t)
n
J [Hz] 3
J = 7.26 –
3
J = 6.46 – –
3
J = 6.45
Hm 18
H (1H)
20
H (2H, NH2)
10
H (2H)
13
H (2H)
12
H (1H, NH)
11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 163.0 151.2 148.2 140.3 135.7 130.2 128.4 128.2 124.3 123.2 116.6
[D6]-DMSO Cm C
1 9
C C
15
C
7
C
5
C
19
C
17
C
3
C
4
C
14
C
18
3-[2-(2,6-Dimethoxybenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (175)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.28 g (1.5 mmol) des Tricyclus 95 und 1.0 g (6.0 mmol) 2,6-Dimethoxybenzylamin. Nach einer
Reaktionszeit von 5 h wird der isolierte farblose Feststoff (0.51 g, freie Base) mit MeOH (4 × 5 mL)
und Et2O (3 × 5 mL) gewaschen, aus abs. MeOH umkristallisiert, in wenig abs. MeOH gelöst und
durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt.
O 17
Fp: 131 °C (EtOH) 3 10 H 14
2 N 16
4 1 N 12
11 13 15
CHN: [%] C H N 5 8
9
OCH3
21
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.7 (s*) 8.87 (s*, br) 7.95 (d) 7.68 (t) 7.38 (t) 7.32 (d) 7.23 (t) 7.22 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.73
3
J = 7.69
3
J = 8.40
3
J = 8.12
3
J = 7.51
3
J = 8.39
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH ) 2
+ 3
H (1H) H (1H)
5 17
H (1H)
6
H (1H)
4
H (1H) H
16/18
(2H)
δ [ppm] 4.28 (t, br) 4.15 (s) 3.83 (s) 3.16 (t)
n
J [Hz] 3
J = 5.64 – – –
Hm H (2H)
10 13
H (2H) H
20 / 21
(6H)
11
H (3H)
214 5 Experimenteller Teil
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.7 158.8 150.6 139.8 135.2 131.5 127.5 122.7 115.5 114.2 107.3 104.2
[D6]-DMSO Cm C
1
C
15 / 19
C
9
C
7
C
5
C
17
C
3
C
4
C
6
C
2
C
14
C
16 / 18
3-[2-(4-tert-Butylbenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (176)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.38 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.31 g (8.0 mmol) 4-tert-Butylbenzylamin. Das isolierte
gelb-orange Öl wird in wenig CH2Cl2 gelöst und rotationsschichtchromatographisch gereinigt (FM:
CH2Cl2 + MeOH = 99 + 1, NH3-Atmosphäre).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.84 (d) 7.35 (t) 7.29 (d) 7.24 (d) 6.98 (t) 6.64 (d) 4.27 (t)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 7.87
3
J = 7.64
3
J = 8.16
3
J = 8.13
3
J = 7.57
3
J = 8.13
3
J = 5.96
Hm 3
H (1H) H (1H)
5
H
16/18
(2H) H
15/19
(2H)
4
H (1H)
6
H (1H)
10
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.8 151.5 150.1 138.6 136.5 134.6 128.1 125.4 122.8
CDCl3 Cm C
1
C
9
C
17
C
7
C
14
C
5
C,C
3 15/19
C
16/18
C
4
3-[2-(2-Hydroxybenzyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (177)
Zu einer Lösung aus 108 mg (0.33 mmol) des 2-Methoxybenzyl-Derivates 169 in 15 mL abs. CH2Cl2
werden bei −10 °C unter N2-Atmosphäre 3.0 mL (3.0 mmol) BBr3⋅CH2Cl2 (c = 1.0 mol ⋅ L−1) via Spritze
zugetropft (Bildung eines farblosen Feststoffes). Nach langsamen Erwärmen auf RT (5 – 6 h) zeigt
die DC-Kontrolle einen quantitativen, nebenreaktionsfreien Reaktionsumsatz zur Titelverbindung
177. Das Reaktionsgemisch wird bei 0 °C mit 10 mL MeOH versetzt, am Rotationsverdampfer
eingeengt und der erhaltene Feststoff aus abs. i-PrOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.6 (s*) 10.2 (s*) 8.63 (s*, br) 7.96 (dd) 7.69 (dt) 7.33 (dd) 7.21 – 7.27 (m)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – – –
3
J = 7.91
3
J = 7.72
3
J = 7.56 –
4 4 4
J = 1.33 J = 1.51 J = 1.55
Hm 8
H (1H, NH)
20
H (1H, OH)
12
H (2H, NH2 )
+ 3
H (1H)
5
H (1H)
19
H (1H)
17 4
H , H , H (3H)
6
δ [ppm] 6.93 (dd) 6.86 (dt) 4.26 (t) 4.16 (s) 3.26 (s, br)
n
J [Hz] 3
J = 8.10
3
J = 7.45
3
J = 5.62 – –
4 4
J = 0.79 J = 0.99
Hm 16
H (1H)
18
H (1H)
10
H (2H)
13
H (2H)
11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.6 155.9 150.6 139.5 135.2 131.3 130.6 127.4 122.6 119.1 118.0
[D6]-DMSO Cm C
1
C
15 9
C C
7
C
5
C
19
C
17
C
3
C
4
C
18
C
14
3-[2-(Pyridin-4-ylmethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (178)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.57 g (3.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.62 g (15.0 mmol) 4-Aminomethylpyridin. Nach einer
Reaktionszeit von 7.5 h bei 80 °C wird der erhaltene braune Rückstand (0.89 g, freie Base) in
wenig CH2Cl2 gelöst und zweimal rotationsschichtchromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 →
CH2Cl2 /NH3-Atm.). Das isolierte schwach gelbe Öl wird in der Siedehitze in abs. i-PrOH gelöst und
durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.9 (s*) 9.87 (s*, br) 8.68 (d) 8.16 (t) 7.90 (d) 7.32 – 7.86 (m)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 5.60
3
J = 7.32
3
J = 7.61 –
Hm 8
H (1H, NH)
12
H , H (3H, NH )
17 +
H
16/18
(2H)
5
H (1H)
3
H (1H)
6
H (1H), H
15/19
(2H)
δ [ppm] 7.23 (t) 4.28 (t, br) 4.20 (s) 3.26 (s, br)
n
J [Hz] 3
J = 7.52 – – –
Hm 4
H (1H)
10
H (2H)
13
H (2H)
11
H (2H)
3-[2-(Pyridin-3-ylmethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (179)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.57 g (3.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.62 g (15.0 mmol) 3-Aminomethylpyridin. Der isolierte gelbe
Feststoff wird in wenig CH2Cl2 gelöst, 3x flashchromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 + MeOH
(NH3) = 98 + 2) und nachfolgend als Hydrochlorid gefällt.
18
N
O 19 17
Ausbeute: 0.5 g (1.68 mmol) (56 % d. Th.) 3 10 H 14
2 N 16
4 1 N 12
DC: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 97 + 3 (RF = 0.35) 9
11 13 15
5 8
1 7 N O
Reinheit: verunreinigt (DC-Kontrolle, H-NMR) 6
H
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.6 (s*) 9.84 (s*, br) 7.90 – 8.90 (m) 7.15 – 7.86 (m)
Hm 8
H (1H, NH)
12
H , H (3H, NH )
18 + 3 5 17
H , H , H , H (4H)
19 4 6 15
H , H , H , H (4H)
16
3-[2-(Pyridin-2-ylmethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (180)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.19 g (1.0 mmol) des Tricyclus 95 und 0.54 g (5.0 mmol) 2-Aminomethylpyridin. Nach einer Reak-
tionszeit von 6 h bei 80 °C wird der isolierte farblose Feststoff (0.27 g, freie Base) in wenig CH2Cl2
gelöst und rotationsschichtchromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 → CH2Cl2 /NH3-Atm.). Das er-
haltene schwach gelbe Öl wird in wenig abs. i-PrOH gelöst und durch tropfenweise Zugabe von i-
PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt.
δ [ppm] 7.22 (t) 4.41 (s, br) 4.31 (t, br) 3.33 (s, br)
n
J [Hz] 3
J = 7.40 –
3
J = 5.20 –
Hm 4
H (1H)
13
H (2H)
10
H (2H)
11
H (2H)
3-[2-(Thiophen-2-ylmethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (181)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.28 g (1.5 mmol) des Tricyclus 95 und 0.85 g (7.5 mmol) 2-Aminomethylthiophen. Nach 6.5 h bei
90 °C wird der isolierte Feststoff (0.32 g, freie Base) in wenig CH2Cl2 gelöst und rotationsschicht-
chromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 → CH2Cl2 /NH3-Atm.). Das isolierte Öl wird in wenig abs.
i-PrOH gelöst, und mit i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid kristallisiert.
218 5 Experimenteller Teil
3-[2-(Furan-2-ylmethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (182)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.28 g (1.5 mmol) des Tricyclus 95 und 0.73 g (7.5 mmol) 2-Aminomethylfuran. Nach einer Reak-
tionszeit von 7 h bei 70 °C wird der isolierte gelbliche Feststoff (0.31 g, freie Base) in wenig CH2Cl2
gelöst und rotationsschichtchromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 → CH2Cl2 /NH3-Atm.). Das iso-
lierte schwach gelbe Öl wird in abs. i-PrOH gelöst und durch tropfenweise Zugabe von i-PrOH⋅HCl
(c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid gefällt.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.7 (s*) 9.49 (s*, br) 7.93 (d) 7.76 (d) 7.67 (dt) 7.30 (d) 7.21 (t)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.80
3
J = 1.10
3
J = 7.70
3
J = 8.20
3
J = 7.64
4
J = 1.20
m
H 8
H (1H, NH)
12
H , (2H, NH ) 2
+ 3
H (1H)
17
H (1H) H (1H)
5 6
H (1H)
4
H (1H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.7 150.6 145.9 144.3 139.8 135.1 127.7 122.6 115.4 114.2 112.4 111.2
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
14 17
C C
7
C
5
C
3
C
4
C
6 2
C
15
C C
16
3-[2-(1H-Imidazol-2-ylmethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (184)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.8 150.7 139.8 137.8 135.2 127.5 122.7 120.5 115.5 114.2 45.9 40.0 37.0
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
7 14
C C
5
C
3
C
4
C
16/17
C
6 2
C
11
C C
13
C
10
3-[2-(1H-Pyrrol-2-ylmethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (183)
Die Synthese erfolgt durch reduktive Alkylierung analog Methode 4 (S. 219) mit 0.41 g (2.0
mmol) 3-(2-Aminoethyl)-2,4(1H,3H)chinazolindion (93) und 0.19 g (2.0 mmol) 1H-Pyrrol-2-
carbaldehyd. Nach erfolgter Hydrolyse mit ges. NaHCO3-Lsg. wird das Reaktionsgemisch mit
CH2Cl2 extrahiert (5 – 6 × , DC-Kontrolle). Nach Entfernen des Lösemittels am Rotationsverdampfer
wird der erhaltene gelbe Feststoff (0.41 g, 1.44 mmol) in wenig CH2Cl2 /MeOH (90 : 10, V/V) gelöst
und zweimal rotationsschichtchromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 + MeOH = 98 + 2, NH3-
Atm.). Beim Versuch, das erhaltene braune Öl durch Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1)
als Hydrochlorid zu kristallisieren um letzte Verunreinigungen zu entfernen, trat die Zersetzung der
Substanz ein. Die Charakterisierung von 183 erfolgte zuvor auf der Stufe des ungereinigten
Feststoffes mittels Massenspektrometrie. NMR-spektroskopische Daten liegen nicht vor.
3-[2-(Cyclohexyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (185)
Zur Lösung aus 1.98 g (20.0 mmol) Cyclohexylamin in 10 mL DMF wird unter Rückfluß eine Lösung
aus 0.94 g (5.0 mmol) des Tricyclus 95 und 0.10 g p-Toluensulfonsäure in 40 mL DMF innerhalb 1 h
zugetropft (Reaktionslösung verfärbt sich von gelb nach braun). Nach insgesamt 6 h Reaktionszeit
wird überschüssiges Cyclohexylamin am offenen Reaktionskolben verdampft. Die erhaltene Lösung
wird mit 100 mL Et2O versetzt, mit einer ges. KCl-Lösung gewaschen (4 × 30 mL, bessere Phasen-
trennung!), über Na2SO4 getrocknet und am Rotationverdampfer eingeengt. Der erhaltene creme-
farbene Feststoff wird in wenig MeOH gelöst, durch Zugabe von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) in
das Hydrochlorid überführt und anschließend aus MeOH umkristallisiert.
CHN: [%] C H N 5
7
8
9
14 16
gef. 58.94 6.57 12.72 6 N O 15
H
ber. 59.35 6.85 12.98
C16H21N3O3⋅HCl (Mr = 323.82)
5 Experimenteller Teil 221
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.5 (s*) 8.93 (s*, br) 8.12 (d) 7.94 (t) 7.28 (t) 7.21 (d) 4.26 (t)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 7.42
3
J = 7.47
3
J = 7.62
3
J = 7.94
3
J = 6.21
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH2 )
+ 3
H (1H)
5
H (1H)
4
H (1H)
6
H (1H)
10
H (2H)
3-[2-(Cyclohexylmethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (186)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.47 g (2.5 mmol) des Tricyclus 95 und 0.85 g (7.5 mmol) Cyclohexylmethylamin. Nach einer Reak-
tionszeit von 4 h bei 110 °C wird der isolierte farblose Feststoff (0.58 g, freie Base) in wenig CH2Cl2
gelöst und rotationsschichtchromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 → CH2Cl2 /NH3-Atm.). Das er-
haltene blaß gelbe Öl wird in wenig MeOH gelöst und durch tropfenweise Zugabe von Et2O zur
Kristallisation gebracht.
3-[2-(2-Naphthylmethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (187)
Die Synthese erfolgt durch reduktive Alkylierung analog Methode 4 (S. 219) mit 0.41 g (2.0
mmol) 3-(2-Aminoethyl)-2,4(1H,3H)chinazolindion (93) und 0.31 g (2.0 mmol) 2-Naphthaldehyd.
Der erhaltene farblose Feststoff wird zur Reinigung 1 h in MeOH unter Rückfluß erhitzt (→ dc-rein).
Für analytische Zwecke wurde eine kleine Menge des Feststoffes aus abs. MeOH umkristallisiert.
222 5 Experimenteller Teil
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.23 (s*) 7.40 – 8.40 (m) 7.32 (d) 7.20 (t)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 8.05
3
J = 7.76
Hm 8
H (1H, NH)
3
H,H,H ,H
5 15 17-20 22 23
, H , H , (9H) H (1H)
6 4
H (1H)
3-[2-(1-Naphthylmethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (188)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.40 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.57 g (10.0 mmol) 1-Naphthylmethylamin. Nach 5 h bei
140 °C wird der ölige, braune Rückstand unter Rühren mit EtOH versetzt, wobei ein farbloser Fest-
stoff ausfällt. Der isolierte Feststoff wird zur Reinigung 1 h in EtOH unter Rückfluß erhitzt und an-
schließend in das Hydrochlorid überführt.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.7 (s*) 9.51 (s*, br) 8.29 (d) 8.00 (d) 7.96 (d) 7.83 (d)
n
DMSO J [Hz] – –
3
J = 8.30
3
J = 8.10
3
J = 7.55
3
J = 7.10
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH2 )
+ 21
H (1H)
16
H , H (2H)
19 3
H (1H)
23
H (1H)
δ [ppm] 7.55 – 7.63 (m) 7.31 (d) 7.22 (t) 4.75 (s) 4.37 (t) 3.44 (t, br)
n
J [Hz] –
3
J = 8.14
3
J = 7.69 –
3
J = 5.56 n.b.
Hm 5 17
H , H , H , H (4H)
18 22 6
H (1H)
4
H (1H) H (1H)
13 10
H (2H)
11
H (2H)
5 Experimenteller Teil 223
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.8 150.7 139.8 135.2 133.4, 131.2, 129.6 128.8, 128.6 128.4 127.4
[D6]-DMSO Cm 1
C C
9
C
7
C
5 14
C ,C ,C
15 20 16
C ,C
19
C
23 3
C
δ [ppm] 126.9, 126.3, 125.4 123.9 122.6 115.4 114.2 46.7 45.7 36.7
Cm 17
C ,C ,C
18 22
C
21
C
4 6
C C
2
C
13
C
11
C
10
3-[2-(Benzhydryl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (189)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.40 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.47 g (8.0 mmol) α-Aminodiphenylmethan. Nach einer
Reaktionszeit von 5.5 h bei 140 °C wird der isolierte farblose Feststoff zur Reinigung mehrfach in
EtOH unter Rückfluß erhitzt (→ dc-rein).
O
H
Ausbeute: 0.58 g (1.56 mmol) farbloses Pulver (78 % d. Th.) N
N
DC: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 3 (RF = 0.50)
N O
Fp: 208 – 209 °C H
Bemerkung:
Verbindung 189 zeichnet sich durch ein extrem schlechtes Löseverhalten gegenüber gängigen
Lösemitteln aus (e.g. MeOH, EtOH, EE, Et2O, THF, CH2Cl2, CHCl3, Aceton, DMSO, DMF), so daß
eine Reinigung weder durch Chromatographie, noch durch Umkristallisieren möglich war. Ebenfalls
konnte kein aussagekräftiges 1H-NMR-Spektrum dieser Verbindung aufgenommen werden.
224 5 Experimenteller Teil
3-[2-(1-Phenylethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (192)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.40 g (2.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.21 g (10.0 mmol) (R)-(+)-α-Methylbenzylamin. Nach einer
Reaktionszeit von 5 h bei 140 °C wird der dunkelbraune, ölige Rückstand mit EtOH versetzt und
über Nacht bei RT gerührt. Der erhaltene farblose Niederschlag wird aus EtOH umkristallisiert. Die
Synthese des (S)-Enantiomers erfolgt analog.
18
Ausbeute: (R)-192 (S)-192 O 19 17
3 10 H 14
0.38 g (1.23 mmol) 0.39 g (1.26 mmol) 2
1
N 16
4 N 11
12
13 15
(61 % [Link].) (63 % [Link].) 5 8
9 20
CH3
7
6 N O
Fp: 162 °C 162 °C H
CHN: [%] C H N
ber. 69.88 6.19 13.58
(R )-192 69.85 6.23 13.41
(S )-192 69.65 6.17 13.54
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.92 (d) 7.65 (t) 7.10 – 7.40 (m) 3.90 – 4.10 (m) 3.76 (q) 2.58 (t) 1.22 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] 3
J = 8.10
3
J = 7.66 – –
3
J = 6.36
3
J = 5.63
3
J = 6.48
Hm 3
H (1H)
5
H (1H)
4
H,H,H
6 15-19
(7H)
10
H ,H
10’
(2H) H (1H)
13 11
H (2H)
20
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.0 150.2 146.2 139.4 134.8 128.1 127.3 126.6, 126.4 122.4 114.9 113.7
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
14
C
7
C
5
C
16/18
C
3
C
15/19
,C
17
C
4 6
C C
2
3-[2-(1-Naphthalen-1-ylethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (193)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.28 g (1.5 mmol) des Tricyclus 95 und 1.00 g (5.8 mmol) (R)-(+)-α-Naphthylethylamin. Nach einer
Reaktionszeit von 5 h bei 120 °C wird der ölige Rückstand mit EtOH versetzt und über Nacht bei RT
gerührt. Der erhaltene farblose Niederschlag wird aus EtOH umkristallisiert. Die Synthese des (S)-
Enantiomers erfolgt analog.
5 Experimenteller Teil 225
22
Ausbeute: (R)-193 (S)-193 21
O 23
CHN: [%] C H N
ber. 73.52 5.89 11.69
(R )-193 73.31 5.58 11.58
(S )-193 73.27 5.44 11.37
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 8.25 (d) 8.05 (d) 7.94 (d) 7.80 (d) 7.55 – 7.63 (m) 7.40 (d)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 8.18
3
J = 8.13
3
J = 7.60
3
J = 7.20 –
3
J = 8.20
Hm 21
H (1H)
16 19
H , H (2H)
3
H (1H)
23
H (1H)
5 17
H , H , H , H (4H)
18 22 6
H (1H)
δ [ppm] 7.20 (t) 4.25 – 4.45 (m) 3.85 (q) 2.82 (t, br) 1.25 (d)
n
J [Hz] 3
J = 7.80 –
3
J = 6.50 n.b.
3
J = 6.40
Hm H (1H)
4
H ,H
10 10’
(2H)
13
H (1H)
11
H (2H)
24
H (3H)
3-[2-(Indan-1-yl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (196)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.28 g (1.5 mmol) des Tricyclus 95 und 1.00 g (7.5 mmol) (R)-(−)-1-Aminoindan. Nach einer Reak-
tionszeit von 7 h bei 90 °C wird der braune, ölige Rückstand mit EtOH versetzt. Der erhaltene farb-
lose Niederschlag wird zweimal aus abs. EtOH umkristallisiert und mit i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1)
in das Hydrochlorid überführt. Die Synthese des (S)-Enantiomers erfolgt analog.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.9 (s*) 9.48, 9.37 (2x s*, br) 7.95 (d) 7.10 – 7.80 (m) 4.85 (s) 4.21 – 4.41 (2x m)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.63 – – –
Hm 8
H (1H, NH)
12
H ,H
12’
(2H, NH2 )
+ 3
H (1H) H ,H
4-6 17-20
(7H)
13
H (1H) H ,H
10 10’
(2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.7 150.7 144.9 139.8 137.7 135.2 127.5 129.5, 126.7, 125.9, 125.2 122.6 115.4
[D6]-DMSO Cm C
1
C
9
C
21
C
7
C
16
C
5
C
3 17
C ,C ,C ,C
18 19 20
C
4
C
6
3-[2-(1,2,3,4-Tetrahydronaphthalen-1-yl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (197)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
0.20 g (1.0 mmol) des Tricyclus 95 und 1.34 g (9.0 mmol) (±)-Tetrahydro-1-naphthylamin. Nach einer
Reaktionszeit von 6 h bei 120 °C wird der erhaltene braune, ölige Rückstand mit MeOH versetzt. Der
dabei ausgefallene farblose Niederschlag wird abzentrifugiert und aus EtOH umkristallisiert.
Fp: 178 °C 3 10 H 22
2
1
N 13 18
4 N 11
12
17
CHN: [%] C H N 9
5 8 14 16
gef. 71.27 5.98 12.22 7 N O
6 15
ber. 71.62 6.31 12.53 H
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.97 (d) 7.00 – 7.85 (m) 3.90 – 4.30 (2x m) 3.80 (s, br) 2.71 (s, br) 2.10 – 2.50 (m)
n
DMSO J [Hz] 3
J = 7.60 – – – – –
Hm H (1H)
3 4-6
H ,H
18-21
(7H) H ,H
10 10’
(2H) H (1H)
13 11
H (2H)
16
H (2H)
Zu 1.37 g (10.0 mmol) 2-Methoxybenzylamin wird bei 140 °C unter N2-Atmosphäre eine Lösung
aus 202 mg (1.0 mmol) des Tricyclus 311,a) gelöst in 3.0 mL CH2Cl2, via Spritze innerhalb 1 h zuge-
tropft und das Reaktionsgemisch für weitere 3 h bei 140 °C gerührt (DC-Kontrolle). Nach Abkühlen
der leuchtend gelben Reaktionslösung auf 70 °C werden ca. 3 – 5 mL MeOH zugegeben. Ist die
Lösung auf RT abgekühlt, wird durch vorsichtige Zugabe von Et2O ein schwach gelber Niederschlag
ausgefällt. Der Niederschlag wird abzentrifugiert, 2 × mit jeweils 5 – 10 mL Et2O gewaschen und aus
abs. EtOH umkristallisiert.
CHN: [%] C H N 9
H
5 8 16 18
gef. 66.83 5.94 11. 95 7 N O
6 17
H
ber. 67.24 6.24 12.38
C19H21N3O3 (Mr = 339.39)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.5 (s*) 8.66 (s*, br) 7.95 (d) 7.68 (t) 7.35 – 7.45 (m) 7.20 – 7.25 (t + d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.80
3
J = 7.70 – 3
J ≈ 8.30
Hm 8
H (1H, NH)
12
H (2H, NH ) 2
+ 3
H (1H)
5
H (1H)
16
H , H (2H)
18 4
H (t, 1H), H (d, 1H)
6
δ [ppm] 7.08 (d) 6.98 (t) 4.09 (s) 3.97 (t) 3.83 (s) 2.97 (m) 2.01 (m)
n
J [Hz] 3
J = 8.60
3
J = 7.45 –
3
J = 6.50 – – –
Hm 19
H (1H)
17
H (1H)
14
H (2H)
10
H (2H)
21
H (3H)
12
H (2H)
11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.3 157.6 150.4 139.5 135.1 131.4 130.9 127.4 125.5 122.6 120.4 115.2 113.8
[D6]-DMSO Cm 1
C C
20
C
9
C
7
C
5
C
16
C
18
C
3
C
15
C
4
C
17
C
6
C
2
EI-MS 70 eV m/z +
339 [M •] 218 203 175 163 150 136 121 91
115 °C rel. Int. [%] 3 5 4 2 7 13 100 78 35
a)
Zur Synthese von 3,4-Dihydro-6-oxo-2H, 6H-[1,3]oxazino[2,3-b]chinazolin (311) siehe Abschn. 2.10, S. 132) und
[Lit. 174, 175].
228 5 Experimenteller Teil
5.3 2-(1H-Indol-3-yl)ethylamin-Derivate
Benzyl-[2-(1H-indol-3-yl)ethyl]amin (199)
N 8
CHN: [%] C H N H
gef. 71.24 6.52 9.75
ber. 71.20 6.68 9.77 C17H18N2⋅HCl (Mr = 286.80)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.0 (s) 9.53 (s*) 7.60 (m) 7.57 (d) 7.39 – 7.46 (m)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – – –
3
J = 8.01 –
Hm 7
H (1H, NH)
12
H (2H, NH ) 2
+ 15
H , H (2H)
19 2
H (1H)
16 17
H , H , H (3H)
18
δ [ppm] 7.36 (d) 7.22 (d) 7.09 (t) 7.00 (t) 4.18 (s) 3.14 (s)
n
J [Hz] 3
J = 8.05 J = 2.20
3
J = 7.51
3
J = 7.32 – –
Hm 5
H (1H)
8
H (1H)
4
H (1H)
3
H (1H)
13
H (2H)
10
H , H (4H)
11
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 136.2 132.1 130.0 128.7 128.5 126.6 123.1 121.1 118.3 118.1
[D6]-DMSO Cm C
6
C
14
C
15/19
C
17
C
16/18 1
C
8
C C
4
C
3
C
2
2-Hydroxybenzyl-[2-(1H-indol-3-yl)ethyl]amin (200)
Die Synthese erfolgt via direkte reduktive Alkylierung analog Methode 5 (S. 228) mit 1.76 g (11.0
mmol) Tryptamin, 1.22 g (10.0 mmol) 2-Hyroxybenzaldehyd und 3.18 g (15.0 mmol) NaBH(OAc)3 in
100 mL abs. 1,2-Dichlorethan. Bei Zugabe des 2-Hyroxybenzaldehyds tritt eine spontane Gelfärbung
auf (Iminbildung), die mit fortschreitender Reaktionsdauer verschwindet. Die Reaktion wird nach 12
h durch Zugabe von 100 mL ges. NaHCO3-Lsg. beendet. Das erhaltene honigfarbene Öl (2.80 g)
wird an 160 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
N 8 OH
CHN: [%] C H N H
gef. 67.48 6.33 9.28
ber. 67.43 6.32 9.25 C17H18N2O⋅HCl (Mr = 302.80)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.0 (s) 10.26 (s*) 9.11 (s*) 7.55 (d) 7.42 (dd) 7.36 (d) 7.25 (dt)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – – –
3
J = 7.83
3
J = 7.53
3
J = 8.06
3
J = 7.80
4 4
J = 1.34 J = 1.48
m
H 7
H (1H, NH)
20
H (1H, OH)
12
H (2H, NH ) 2
+ 2
H (1H)
19
H (1H)
5
H (1H)
17
H (1H)
δ [ppm] 7.22 (d) 7.09 (dt) 6.96 – 7.02 (d + t) 6.85 (t) 4.13 (s) 3.13 (s)
n
J [Hz] J = 2.23
3
J = 7.33
3
J16-17 = 7.67
3
J = 7.52 – –
4 3
J = 0.65 J3-2/4 = 7.26
Hm 8
H (1H)
4
H (1H)
16 3
H , H (2H)
18
H (1H)
13
H (2H)
10
H , H (4H)
11
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 155.9 136.2 131.5 130.3 126.6 123.1 121.1 119.0
[D6]-DMSO Cm C
15
C
6
C
14
C
17
C
1
C
8
C
4
C
18/19
[2-(1H-Indol-3-yl)ethyl]-(2-methoxybenzyl)amin (201)
Die Synthese erfolgt via direkte reduktive Alkylierung analog Methode 5 (S. 228) mit 0.96 g (6.0
mmol) Tryptamin, 0.68 g (5.0 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd und 1.60 g (7.5 mmol) NaBH(OAc)3 in
60 mL abs. 1,2-Dichlorethan. Die Reaktion wird nach 12 h durch Zugabe von 50 mL ges. NaHCO3-
Lsg. beendet. Das erhaltene schwach gelbe Öl (1.50 g) wird an 200 g Kieselgel flashchromato-
graphiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2). Die vorgereinigten Hauptfraktionen (1.17 g) werden
noch zweimal rotationsschichtchromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2, NH3-Atm.).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.0 (s) 9.21 (s) 7.56 (d) 7.51 (dd) 7.41 (dt) 7.37 (d) 7.23 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.82
3
J = 7.47
3
J = 7.86
3
J = 8.07 J = 2.27
4 4
J = 1.36 J = 1.54
m
H 7
H (1H, NH)
12
H (2H, NH ) 2
+ 2
H (1H)
19
H (1H)
17
H (1H)
5
H (1H)
8
H (1H)
δ [ppm] 7.07 – 7.11 (t + d) 7.00 (t) 4.16 (t, br) 3.82 (s) 3.14 (s)
n
J [Hz] 3
J16-17 = 8.05
3
J = 7.43
3
J = 5.28 – –
Hm 4
H , H (2H)
16 3
H , H (2H)
18 13
H (2H)
20
H (3H)
10
H , H (4H)
11
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.4 136.2 131.3 130.6 126.6 123.2 121.1 120.3 119.7
[D6]-DMSO Cm C
15
C
6
C
14
C
17 1
C
8
C C
4
C
18
C
19
δ [ppm] 118.4 118.0 111.5 111.0 109.2 55.5 46.9 44.7 21.4
Cm C
3
C
2
C
9
C
16 5
C C
20
C
11
C
13
C
10
2-Ethoxybenzyl-[2-(1H-indol-3-yl)ethyl]amin (202)
Die Synthese erfolgt via direkte reduktive Alkylierung analog Methode 5 (S. 228) mit 1.76 g (11.0
mmol) Tryptamin, 1.50 g (10.0 mmol) 2-Ethoxybenzaldehyd und 3.18 g (15.0 mmol) NaBH(OAc)3 in
100 mL abs. 1,2-Dichlorethan. Die Reaktion wird nach 12 h durch Zugabe von 100 mL ges. NaHCO3-
Lsg. beendet. Das erhaltene honigfarbene Öl (3.10 g) wird an 200 g Kieselgel flashchromato-
graphiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.0 (s) 9.40 (s*) 7.55 (d) 7.52 (d) 7.36 – 7.41 (d + t) 7.26 (d) 7.23 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.86
3
J = 7.47
3
J5-4 = 8.02 J = 1.73 J = 2.27
Hm 7
H (1H, NH)
12
H (2H, NH ) 2
+ 2
H (1H)
19
H (1H)
5
H , H (2H)
17 8
H (1H)
8
H (1H)
δ [ppm] 6.97 – 7.11 (m) 4.16 (s) 4.07 (q) 3.16 (s) 1.34 (t)
n
J [Hz] – –
3
J = 6.89 –
3
J = 6.91
Hm 3 4 16
H , H , H , H (4H)
18 13
H (2H)
20
H (2H)
10
H , H (4H)
11 21
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.7 136.2 131.3 130.6 126.6 123.1 121.1 120.2 119.8 118.4
[D6]-DMSO Cm C
15
C
6
C
14
C
17
C
1
C
8
C
4
C
18
C
19
C
3
δ [ppm] 118.0 111.8 111.4 109.3 63.5 46.8 44.6 21.4 14.4
Cm C
2
C
16
C
9
C
5
C
20
C
11
C
13
C
10
C
21
(±)-2-(1H-Indol-3-yl)ethyl-[1-(2-methoxyphenyl)ethyl]amin (203)
Die Synthese via zweistufige reduktive Alkylierung analog Methode 7 (vide Abschn. 5.3.2, S. 233) mit
0.48 g (3.0 mmol) Tryptamin und 0.45 g (3.0 mmol) 2-Methoxyacetophenon brachte keinen Erfolg.
Auch nach Temperaturerhöhung (Rückfluß) und einer Reaktionzeit von insgesamt 9 Tagen konnte
dünnschichtchromatographisch nur ein sehr geringer Umsatz detektiert werden.
In einem 250 mL Zweihalskolben mit Wasserabscheider und Rückflußkühler werden unter leich-
tem N2-Strom 1.60 g (10.0 mmol) Tryptamin, 1.50 g (10.0 mmol) 2-Methoxyacetophenon und kata-
lytische Mengen p-Toluensulfonsäure (20 mg, 1.2 mmol) in 100 mL abs. Toluen unter Rückfluß er-
hitzt (Violettfärbung). Nach einer Reaktionszeit von 24 h sammelt sich ein deutliches Volumen an
Reaktionswasser im Wasserabscheider an, und auch die DC-Analyse zeigt einen fortgeschrittenen
Reaktionsumsatz. Toluen wird am Rotationsverdampfer entfernt, der dunkelbraune, ölige Rück-
stand unter N2-Atmosphäre in 25 mL abs. MeOH gelöst (Grünfärbung), mit 1.13 g (30 mmol) NaBH4
versetzt und 1 h bei RT gerührt. Die Reaktion wird durch Zugabe von 100 mL ges. Na2CO3-Lsg. be-
endet und die Reaktionslösung mit CH2Cl2 extrahiert (3 × 25 mL). Nach Trocknen über Na2SO4 und
Einengen im Vakuum wird der grüne, ölige Rückstand (1.60 g) in wenig CH2Cl2 gelöst und zweimal
mittels Rotationsschichtchromatographie gereinigt (FM-1: CH2Cl2 → CH2Cl2 + MeOH = 99 + 1, NH3-
Atm.; FM-2: CH2Cl2 → CH2Cl2 + MeOH = 99.5 + 0.5, NH3-Atm.)
Benzyl-[2-(5-methoxy-1H-indol-3-yl)ethyl]amin (204)
Vorbemerkung:
Zur Reaktionskontrolle mittels DC wird eine klein Menge der Reaktionslösung mit NaBH4 in abs.
MeOH zum Amin reduziert und nach Zugabe von NaOH (c = 3 mol ⋅ L−1) gegen Et2O extrahiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 6.74 (dd) 4.18 (s) 3.76 (s) 3.10 (s)
n
[D6]-DMSO J [Hz] 3
J = 8.71 – – –
4
J = 2.31
Hm 4
H (1H)
13
H (2H)
20
H (3H)
10 11
H , H (4H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 153.1 132.0 131.3 129.9 128.8 128.5 127.0 123.8 112.1 111.2 109.0
[D6]-DMSO Cm C
3 14
C C
6
C
15/19
C
17
C
16/18
C
1
C
8
C
9 4
C
5
C
2-Hydroxybenzyl-[2-(5-methoxy-1H-indol-3-yl)ethyl]amin (205)
Die Synthese erfolgt durch stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (S. 233) mit 0.38 g
(2.0 mmol) 5-Methoxytryptamin und 0.24 g (2.0 mmol) 2-Hydroxybenzaldehyd in 10 mL abs. MeOH
(spontane Gelbfärbung bei Zugabe des Aldehyds zur Aminlösung). Nach 30 min (DC-Kontrolle)
werden nochmals einige Tropfen des Aldehyds zugegeben, 20 min bis zum quantitativen Umsatz
gerührt und mit 0.23 g (6.1 mmol) NaBH4 reduziert. Das erhaltene gelbe Öl (0.59 g) wird in wenig
CH2Cl2 gelöst und zweimal rotationsschichtchromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 → CH2Cl2 +
MeOH = 99 + 1, NH3-Atm.).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.91 (s*) 7.25 (d) 7.15 (t) 7.02 (s) 6.95 (d) 6.87 (dd) 6.82 (d)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 8.71 J = 7.59 –
3
J = 7.14
3
J = 8.86
3
J = 8.06
4
J = 2.29
Hm 12
H (1H, NH)
5
H (1H)
17
H (1H)
2 8
H , H (2H)
19
H (1H)
4
H (1H)
16
H (1H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 158.4 154.1 131.6 128.6 128.2 127.7 123.0 118.9 116.4 112.9 112.5
[D6]-DMSO Cm C
15
C
3
C
6
C
14
C
17
C
1
C
8
C
18/19 16
C C
9
C
4
2-Methoxybenzyl-[2-(5-methoxy-1H-indol-3-yl)ethyl]amin (206)
Die Synthese erfolgt durch stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (S. 233) mit 0.40 g
(2.1 mmol) 5-Methoxytryptamin und 0.30 g (2.2 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in 10 mL abs. MeOH.
Nach 1.5 h (DC-Kontrolle) werden nochmals einige Tropfen des Aldehyds zugegeben, 30 min ge-
rührt und mit 0.23 g (6.1 mmol) NaBH4 reduziert. Der erhaltene cremefarbene Feststoff wird aus abs.
EtOH umkristallisiert. Die Mutterlauge wird auf die Hälfte des Volumens eingeengt, und nach Zu-
gabe von abs. Et2O bis zur ersten Trübung, wird eine zweite analysenreine Kristallfraktion isoliert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.97 (s*, br) 7.19 – 7.25 (m) 7.02 (d) 6.95 (d) 6.88 (t) 6.84 (dd) 6.74 (d)
n
CDCl3 J [Hz] – – J = 2.13
4
J = 2.26
3
J = 7.58
3
J = 7.75
3
J = 7.97
4
J = 2.42
Hm 12
H (1H, NH)
5 17
H , H , H , (3H)
19 8
H (1H)
2
H (1H) H (1H)
18 4
H (1H)
16
H (1H)
δ [ppm] 3.86 (s) 3.79 (s) 3.53 (s) 6.96 – 7.02 (m)
n
J [Hz] – – –
3
J = 5.16
Hm 13
H (2H)
20
H (1H)
21
H (1H)
10
H , H (4H)
11
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.5 154.0 131.6 130.1 128.6 127.7 123.1 120.4 112.5 111.8 110.2
[D6]-DMSO Cm C
15
C
3
C
6
C
17
C
14
C
1
C
8
C
18/19
C
4
C
5
C
9/16
[2-(5-Methoxy-1H-indol-3-yl)ethyl]-(2-trifluormethoxybenzyl)amin (207)
Die Synthese erfolgt analog Methode 7 (S. 233) mit 0.29 g (1.52 mmol) 5-Methoxytryptamin und
0.29 g (1.53 mmol) 2-Trifluormethoxybenzaldehyd in 10 mL abs. MeOH. Nach 3 h (DC-Kontrolle)
werden drei Spatel Molekularsieb (3 Å) zugegeben, 12 h bis zum quantitativen Umsatz gerührt und
mit 0.15 g (4.0 mmol) NaBH4 reduziert. Das gelbe, ölige Rohprodukt (0.52 g) wird in wenig CH2Cl2
gelöst und an 30 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 → CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 99 + 1).
CHN: [%] C H N 4 1 10 H 14
N 16
gef. 55.36 4.69 6.11 9 11
12
13 15
5 21
6 7
ber. 55.51 4.66 6.17 OCF3
N 8
H
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.8 (s) 7.72 (d) 7.56 (t) 7.44 – 7.50 (m) 7.25 (d) 7.18 (s) 7.01 (s) 6.75 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] –
3
J = 7.44
3
J = 7.67 –
3
J = 8.66 – –
3
J = 8.79
Hm 7
H (1H, NH)
19
H (1H)
17
H (1H)
16 18
H , H (2H)
5
H (1H)
8
H (1H)
2
H (1H)
4
H (1H)
5.4 1-(2,5-Dimethoxyphenyl)-2-aminoalkan-Derivate
1,4-Dimethoxy-2-(2-nitroethenyl)benzen (209)
Methode 8
3.32 g (20.0 mmol) 2,5-Dimethoxybenzaldehyd und 1.54 g (20.0 mmol) getrocknetes Ammonium-
acetat (NH4OAc) (30 °C, 10−2 Torr, 48 h) werden unter N2-Atmosphäre in 20 mL Eisessig gelöst, mit
28.1 g (25 mL, 461 mmol) abs. Nitromethan versetzt (Orangefärbung) und auf 100 °C erhitzt. Nach
ca. 15 min verfärbt sich die Reaktionslösung tiefrot. Es wird 4 h bei 100 °C gerührt. Die Reaktion
wird durch Zugabe von 100 mL Wasser beendet und das Reaktionsgemisch mit CH2Cl2 extrahiert
(5 × , 50 mL). Die vereinigten organischen Phasen werden mit 50 mL Wasser (2 × ) und 50 mL ges.
NaCl-Lsg. (1 × ) gewaschen, über MgSO4 getrocknet und filtriert. Überschüssiges Nitromethan und
CH2Cl2 werden am Rotationsverdampfer entfernt, der rote Rückstand (4.10 g) in wenig CH2Cl2 auf-
genommen und an 200 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + PE = 2 + 1).
1,4-Dimethoxy-2-(2-nitro-1-propenyl)benzen (210)
Die Synthese erfolgt analog Methode 8 mit 10.0 g (60.0 mmol) 2,5-Dimethoxybenzaldehyd, 4.60 g
(60.0 mmol) NH4OAc, 113 g (108 mL, 150 mmol) abs. Nitroethan und 100 mL Eisessig. Der isolierte
orange Feststoff wird an 500 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + PE = 1 + 1).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 8.22 (s) 6.95 (dd) 6.93 (d) 6.84 (d) 3.83 (s) 3.79 (s) 2.38 (s)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 9.00
3
J = 8.97
4
J = 2.92 – – –
4
J = 2.95
Hm 7
H (1H) H (1H)
3 2
H (1H)
5
H (1H)
10
H (3H)
11
H (3H)
9
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 153.3 152.5 147.8 129.6 122.1 116.2 115.9 111.9 56.1 55.9 14.1
CDCl3 Cm C
4
C
1
C
8
C
7
C
6
C
3
C
5
C
2
C
10
C
11
C
9
5.4.2 Reduktion der Nitroalkene 209 und 210 zu den primären Aminen 211 und 34
1-(2,5-Dimethoxyphenyl)-2-aminoethan (211)
Methode 9
In einem ausgeheizten Kolben (150 °C, 48 h) werden unter N2-Atmosphäre 28.9 g (100 mmol) RED-
AL (NaAlH2[OCH2CH2OCH3]2-Lsg. in Toluen, 70 % (m/m), c = 3.5 mol ⋅ L−1) in 100 mL abs. Toluen
vorgelegt und auf 10 °C gekühlt. Eine Lösung aus 2.10 g (10.0 mmol) 1,4-Dimethoxy-2-(2-nitro-
ethenyl)benzen (209) in 30 mL abs. Toluen wird unter intensivem Rühren innerhalb von 30 min zu-
getropft. Nach weiteren 30 min Reaktionszeit bei RT wird die Reaktion unter Eiskühlung durch vor-
sichtige Zugabe von 100 mL Wasser (Schaumbildung!) beendet, wobei sich ein farbloser, gallertar-
tiger Feststoff bildet. Die Reaktionslösung wird durch einen Filter dekantiert und der Rückstand mit
Toluen (3 × 50 mL) unter Rückfluß extrahiert. Die vereinigten Toluen-Phasen werden am Rotations-
verdampfer eingeengt, der Rückstand in 100 mL CH2Cl2 gelöst, mit Wasser (3 × ) und ges. NaCl-
Lsg. (2 × ) gewaschen und über MgSO4 getrocknet. Nach Eindampfen des CH2Cl2 wird das erhaltene
gelbe Öl (1.82 g) an 185 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 153.7 152.3 129.7 117.2 111.6, 111.5 56.1 55.9 42.6 35.3
CDCl3 Cm C
4
C
1
C
6
C
5 2
C,C
3
C
10
C
11
C
8
C
7
(±)-1-(2,5-Dimethoxyphenyl)-2-aminopropan (34)
Die Synthese erfolgt analog Methode 9 (S. 238) mit 23.0 g (80.0 mmol) RED-AL in 100 mL abs.
Toluen und einer Lösung aus 1.81 g (8.10 mmol) des Nitropropens 210 in 30 mL abs. Toluen. Der
erhaltene gelbe, ölige Rückstand (1.57 g) wird in wenig CH2Cl2 aufgenommen und an 160 g Kiesel-
gel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 8.35 (s*, br) 6.74 – 6.80 (m) 3.79 (s) 3.73 (s) 3.75 (m) 3.11 (dd) 2.88 (dd) 1.37 (d)
n
CDCl3 J [Hz] – – – – –
2
J = 13.3
2
J = 13.3
3
J = 7.94
3 3
J = 6.13 J = 7.94
Hm 9
H (3H, NH3 )
+ 2 3
H , H , H (3H)
5 10
H (3H)
11
H (3H)
8
H (1H)
7
H (1H)
7’
H (1H)
12
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 153.8 152.2 125.7 118.2 113.3 111.8 56.2, 56.1 48.6 37.0 18.9
CDCl3 Cm C
4
C
1
C
6
C
5
C
2 3
C
10
C ,C
11
C
8
C
7
C
12
1-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)-2-aminoethan (41)
Methode 10
Zu einer Lösung aus 1.0 g (5.52 mmol) 2,5-Dimethoxyphenylethylamin (211) in 4 mL Eisessig wer-
den bei RT unter N2-Atmosphäre und Lichtausschluß 1.12 g (0.35 mL, 7.00 mmol) Br2 in 3 mL Eis-
essig innerhalb von 2 h zugetropft und weitere 12 h bei RT gerührt. Die Reaktionslösung wird mit
10 mL Et2O versetzt, 12 h im Kühlschrank aufbewahrt, der erhaltene Feststoff abfiltriert und mit
Et2O (3 × 10 mL) gewaschen. Das Filtrat (tiefrot) wird auf ¼ seines Volumens eingeengt, mit Et2O
versetzt bis die erste Trübung auftritt, 12 h im Kühlschrank aufbewahrt und der resultierende Fest-
stoff abfiltriert und mit Et2O gewaschen. Dieser Vorgang wird insgesamt dreimal durchgeführt. Die
vereinigten Feststoff-Fraktionen (41⋅HBr, 1.87 g) werden aus abs. Et2O umkristallisiert.
Ein Teil des Hydrobromids wird für analytische Zwecke in die freie Base überführt, chromatogra-
phisch gereinigt und anschließend als Hydrochlorid kristallisiert. Hierzu werden 0.40 g (1.17 mmol)
213⋅HBr mit CH2Cl2 (5 × 30 mL) gegen 100 mL ges. Na2CO3-Lsg. extrahiert, die vereinigten CH2Cl2-
Phasen über MgSO4 getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der erhaltene Rückstand (0.27 g)
wird in wenig CH2Cl2 gelöst und rotationsschichtchromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 + MeOH =
99 + 1, NH3-Atm.). Das erhaltene champagnerfarbene Öl (0.23 g, 0.88 mmol, 76 % d. Th.) wird in
wenig EtOH gelöst und durch Zugabe von 1 mL i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid
kristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.03 (s) 6.75 (s) 3.84 (s) 3.77 (s) 2.91 (t, br) 2.72 (t)
n
CDCl3 J [Hz] – – – –
3
J = 6.74
3
J = 6.88
Hm 2
H (1H)
5
H (1H)
11
H (3H)
10
H (3H)
8
H (2H)
7
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 152.2 149.9 128.5 116.0 115.1 109.0 57.0 56.1 42.0 34.8
CDCl3 Cm C
1
C
4
C
6
C
2 5
C C
3
C
11 10
C C
8
C
7
5 Experimenteller Teil 241
(±)-1-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)-2-aminopropan (35)
Methode 11
Das Hydrochlorid 34⋅HCl (0.75 g, 3.20 mmol) wird in einem braunen Kolben (Lichtschutz) unter N2-
Atmosphäre in 30 ml Eisessig gelöst und im Wasserbad auf 15 °C gekühlt. Eine Mischung aus 0.69 g
(0.22 mL, 4.2 mmol) Br2 in 5 mL Eisessig wird innerhalb von 15 min zugetropft und die Reaktins-
lösung bei 15 °C gerührt (Orangefärbung, HBr-Entwicklung). Nach einer Reaktionszeit von insge-
samt 2 h (GC: > 99 % Umsatz) wird die Reaktion durch Zugabe von 30 mL Wasser beendet, mit
NaOH (c = 3 mol ⋅ L−1) alkalisiert (pH = 11) und mit CH2Cl2 (5 × 30 mL) extrahiert. Die vereinigten
CH2Cl2-Phasen werden zweimal mit 30 mL NaOH (c = 3 mol ⋅ L−1), Wasser (2 × 30 mL) und ges.
NaCl-Lsg. (1 × 50 mL) gewaschen, über MgSO4 getrocknet, filtriert und am Rotationsverdampfer
eingeengt. Der braune, ölige Rückstand (0.81 g) wird in wenig CH2Cl2 aufgenommen und an 100 g
Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 97 + 3).
CHN: [%] C H N
gef. 42.35 5.44 4.46 C11H16BrNO2⋅HCl (Mr = 310.62)
ber. 42.54 5.52 4.51
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 8.13 (s*, br) 7.21 (s) 7.04 (s) 3.80 (s) 3.76 (s) 3.39 (m) 2.91 (dd) 2.74 (dd) 1.14 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – – – – – –
2
J = 13.3
2
J = 13.3
3
J = 6.54
3 3
J = 6.06 J = 7.99
Hm 9
H (3H, NH3 )
+ 2
H (1H)
5
H (1H)
11
H (3H) H (3H)
10 8
H (1H)
7
H (1H)
7’
H (1H)
12
H (3H)
242 5 Experimenteller Teil
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 151.7 149.3 125.0 115.9 115.7 109.0 56.6 56.2 46.6 34.7 17.9
[D6]-DMSO Cm C
1
C
4
C
6
C
2
C
5
C
3
C
11
C
10
C
8 7
C C
12
(±)-1-(2,5-Dimethoxy-4-iodphenyl)-2-aminopropan (36)
Methode 12
Eine Suspension aus 0.80 g (3.45 mmol) 34⋅HCl und 1.20 g (5.43 mmol) Silbertrifluoracetat
(AgCF3CO2) in 30 mL Eisessig wird tropfenweise mit einer Lösung aus 0.73 g (4.50 mmol) Iod-
monochlorid (ICl) in 5 mL Eisessig versetzt und 15 min bei RT gerührt (DC-Kontrolle). Die Reak-
tionslösung wird durch Filtrieren von den Silbersalzen getrennt und nach Zugabe von 100 mL
Wasser mit wäßriger HCl (c = 1 mol ⋅ L−1) angesäuert (pH = 1) und mit CH2Cl2 (5 × 30 mL) extrahiert.
Die wäßrige, HCl-saure Phase wird unter Eiskühlung mit NaOH (c = 3 mol ⋅ L−1) alkalisiert (pH = 11)
und mit CH2Cl2 (5 × 30 mL) extrahiert. Die CH2Cl2-Phasen werden mit NaOH (c = 3 mol ⋅ L−1) und
ges. NaCl-Lsg. gewaschen. Nach Trocknen (MgSO4), Filtrieren und Verdampfen des Lösemittels
im Vakuum wird der erhaltene Rückstand (0.60 g) in wenig CH2Cl2 gelöst und an 60 g Kieselgel
flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 96 + 4). Das isolierte farblose Öl kristallisiert
beim Trocknen im Hochvakuum (10−2 Torr, RT, 30 min).
Fp: 199 °C 3
5
12
CH3
I 4
CHN: [%] C H N 11
OCH3
gef. 36.92 4.82 3.72
ber. 36.95 4.79 3.92 C11H16INO2⋅HCl (Mr = 357.61)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 8.05 (s*, br) 7.34 (s) 6.91 (s) 3.77 (s) 3.75 (s) 3.39 (m) 2.89 (dd) 2.73 (dd) 1.13 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – – – – – –
2
J = 13.2
2
J = 13.2
3
J = 6.54
3 3
J = 6.08 J = 7.96
Hm 9
H (3H, NH3 )
+ 2
H (1H)
5
H (1H)
11
H (3H) H (3H)
10 8
H (1H)
7
H (1H) H (1H)
7’ 12
H (3H)
5 Experimenteller Teil 243
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 152.1 151.9 125.8 121.4 114.5 84.1 56.8 56.2 46.6 34.8 18.0
[D6]-DMSO Cm C
4
C
1
C
6
C
2 5
C C
3
C
11
C
10
C
8
C
7
C
12
N-Trifluoracetyl-1-(2,5-dimethoxyphenyl)-2-aminoethan (212)
Methode 13
In einem ausgeheizten Kolben werden 1.09 g (6.0 mmol) 2,5-Dimethoxyphenylethylamin (211)
unter N2-Atmosphäre in 50 mL abs. Toluen (150 °C, 24 h) vorgelegt und 6.70 g (4.5 mL, 32 mmol)
Trifluoressigsäureanhydrid (TFAA) bei RT auf einmal zur Reaktionslösung zugegeben (Gelbfär-
bung). Es wird 30 min bei RT und weitere 30 min unter Rückfluß gerührt (DC-Kontrolle) und an-
schließend am Rotationsverdampfer eingeengt. Der erhaltene gelb-braune Feststoff (1.66 g) wird in
wenig CH2Cl2 gelöst und an 160 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: PE + EE + Toluen = 50 +
10 + 3). Nach Trocknen unter Hochvakuum (10−2 Torr, 30 °C) erhält man einen farblosen, amorphen
Feststoff.
Fp: 123 °C 3 5 O
4
13
CHN: [%] C H N OCH3
gef. 51.74 4.83 4.91
ber. 51.99 5.09 5.05 C12H14F3NO2 (Mr = 277.24)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.10 (s*, br) 6.83 (d) 6.77 (dd) 6.72 (d) 3.82 (s) 3.76 (s) 3.56 („q”) 2.89 (t)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 8.83
3
J = 8.83
4
J = 2.92 – –
3
J = 6.59
3
J = 6.30
4 3
J = 2.95 J = 5.49
Hm 9
H (1H, NH)
2
H (1H)
3
H (1H)
5
H (1H)
12
H (3H)
13
H (3H)
8
H (2H)
7
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.1 (q) 154.0 151.2 127.7 117.0 115.9 (q) 112.6 111.5 55.7 41.3 29.5
n
CDCl3 J [Hz] 2
JC-F = 36.82 – – – –
1
JC-F = 288.4 – – – – –
Cm 10
C C
4
C
1
C
6
C
5
C
11
C
2
C
3
C
12/13
C
8
C
7
N-Trifluoracetyl-1-(4-brom-2,5-dimethoxyphenyl)-2-aminoethan (213)
Methode 14
In einem braunen Kolben (Lichtschutz) werden unter N2-Atmosphäre 121 mg (0.44 mmol) Tfac-
geschütztes Amin 212 in 1.5 ml Eisessig gelöst und im Wasserbad auf 15 °C gekühlt. Eine
Mischung aus 85 mg (27.5 µL, 0.53 mmol) Br2 in 1.5 mL Eisessig werden innerhalb von 3 min
zugetropft und die Reaktionslösung bei 15 °C gerührt (Orangefärbung, HBr-Entwicklung). Nach ca.
10 min fällt ein farbloser Feststoff aus und das Reaktionsgemisch entfärbt sich langsam. Nachdem
die DC-Kontrolle einen quantitativen Umsatz zeigt (Gesamtreaktionszeit: 2 h) wird die Reaktion
durch Zugabe von 1.5 mL Wasser beendet. Zur vollständigen Kristallisation wird die Reaktionslö-
sung 24 h im Kühlschrank aufbewahrt. Der farblose Feststoff wird filtriert, mit Wasser (5 × ) gewa-
schen, im Vakuum getrocknet und das erhaltene dc-reine Rohprodukt (145 mg) aus wenig EtOH
umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.08 (s) 6.99 (s, br*) 6.72 (s) 3.84 (s) 3.82 (s) 3.56 („q”) 2.88 (t)
n
CDCl3 J [Hz] – – – – –
3
J = 6.05
3
J = 6.44
Cm 2
H (1H)
9
H (1H, NH)
5
H (1H)
12
H (3H)
13
H (3H)
8
H (2H)
7
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.2 (q) 151.5 150.4 126.6 116.1 115.9 (q)
n
CDCl3 J [Hz] 2
JC-F = 36.81 – – – –
1
JC-F = 288.1
Cm 10
C C
1
C
4
C
6
C
5 11
C
IR ν [cm− ]
1
3322 3111 2999 2961 2944 2847 1700 1565 1499 1464 1440 1389
KBr s, NH w, NH w m m m s, C=O s s s s s
ν [cm− ]
1
1367 1328 1302 1215 1177 1051 1032 870 836 777 696
m m m s, OCH3 s, OCH3 s s m w m s
5 Experimenteller Teil 245
N-Trifluoracetyl-1-(2,5-dimethoxy-4-iodphenyl)-2-aminoethan (214)
Zu einer Lösung aus 0.80 g (4.93 mmol) Iodmonochlorid (ICl) in 15 mL Eisessig werden 1.36 g
(4.90 mmol) Tfac-geschütztes Amin 212, gelöst in 15 mL heißem Eisessig, portionsweise via Pipette
zugegeben und die Reaktionslösung bei 60 °C gerührt. Nach einer Reaktionszeit von 1.5 h (DC-
Kontrolle) wird das Ölbad entfernt und beim Abkühlen auf RT kristallisiert ein farbloser Feststoff
aus. Die Reaktionslösung wird mit 25 mL Wasser versetzt und 72 h im Kühlschrank gelagert. Der
Feststoff wird abfiltriert, mit Wasser (4 × 20 mL) gewaschen, in 100 mL CH2Cl2 gelöst und die erhal-
tene Lösung durch ein 1 cm starkes Kieselgelbett (aufgeschlemmt in CH2Cl2) filtriert. Das Kieselgel-
bett wird mit CH2Cl2 nachgespült und die vereinigten CH2Cl2-Phasen am Rotationsverdampfer ein-
geengt. Der isolierte dc-reine Feststoff wird aus EE umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.26 (s) 6.86 (s, br*) 6.63 (s) 3.82 (s) 3.81 (s) 3.56 („q”) 2.88 (t)
n
CDCl3 J [Hz] – – – – –
3
J = 6.01
3
J = 6.40
Cm 2
H (1H)
9
H (1H, NH)
5
H (1H)
12
H (3H)
13
H (3H)
8
H (2H)
7
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.2 (q) 153.0 151.8 127.7 121.9 115.9 (q)
n
CDCl3 J [Hz] 2
JC-F = 36.58 – – – –
1
JC-F = 287.7
Cm C
10 1
C C
4
C
6
C
2
C
11
IR ν [cm− ]
1
3321 3111 2961 2944 2840 1700 1565 1491 1464 1436
KBr s, NH w, NH m m m s, C=O s s m m
ν [cm− ]
1
1384 1327 1302 1215 1179 1048 1026 861 769 690
m m m s, OCH3 s, OCH3 s s m m m
246 5 Experimenteller Teil
N-Trifluoracetyl-1-(2,5-dimethoxy-4-trifluormethylphenyl)-2-aminoethan (227)
In einem ausgeheizten Kolben werden 0.60 g (1.50 mmol) 214, 0.43 g (2.25 mmol) CuI und 0.10 g
(1.70 mmol) KF in 15 mL abs. DMF auf 120 °C erhitzt (gelbe Lösung). Zur Reaktionslösung werden
0.65 g (4.50 mmol) Chlordifluormethylacetat (ClCF2CO2Me) innerhalb von 4 h zugetropft (eine geringe
Konzentration des ClCF2CO2Me in der Reaktionslösung ist entscheidend für den Erfolg der Reak-
tion!). Die Reaktion wird nach 12 h durch die Zugabe von 50 mL Wasser beendet. Der ausgefallene
Feststoff wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen (4 × 20 mL), in 50 mL CHCl3 suspendiert und durch
ein Kieselgelbett filtriert (Entfernen der Cu-Salze). CHCl3 wird im Vakuum entfernt und der isolierte
farblose Feststoff (0.49 g) dreimal an Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + PE = 2 + 1).
Fp: 153 °C 14
3
5 O
F3C 4
13
CHN: [%] C H N OCH3
gef. 45.14 3.62 3.98
ber. 45.23 3.80 4.06 C13H13F6NO3 (Mr = 345.24)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.07 (s) 6.91 (s*, br) 6.82 (s) 3.85 (s) 3.58 (m) 2.94 (t)
n
CDCl3 J [Hz] – – – – –
3
J = 6.48
Cm 2
H (1H)
9
H (1H, NH)
5
H (1H) H
12/13
(6H)
8
H (2H)
7
H (2H)
1-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)-2-aminoethan (41)
Methode 15
Eine Lösung aus 130 mg (0.37 mmol) des Tfac-geschützten Amins 213, 252 mg (1.82 mmol)
K2CO3, 40 mL MeOH und 20 mL Wasser wird unter N2-Atmosphäre 18 h bei RT gerührt. Die Reak-
tionslösung wird im Vakuum eingeengt, der Rückstand mit 10 mL NaOH (c = 3 mol ⋅ L−1) versetzt
und mit CH2Cl2 (5 × 20 mL) extrahiert. Die vereinigten CH2Cl2-Phasen werden mit Wasser (2 × 20 mL)
und ges. NaCl-Lsg. (1 × 30 mL) gewaschen und über MgSO4 getrocknet. Nach Entfernen des
CH2Cl2 wird ein dc-reines, champagnerfarbenes Öl isoliert.
1
H-, 13C-NMR-, EI- und FAB+-MS-Daten: siehe Abschn. 5.4.3 (S. 240).
1-(2,5-Dimethoxy-4-iodphenyl)-2-aminoethan (42)
Die Spaltung der Tfac-Schutzgruppe erfolgt analog Methode 15 (S. 246) mit 0.61 g (1.51 mmol) 214,
1.26 g (9.10 mmol) K2CO3, 70 mL MeOH und 30 mL Wasser. Nach 20 h Reaktionszeit wird mittels
DC ein sauberer, quantitativer Reaktionsumsatz detektiert. Nach Aufarbeitung wird ein farbloses,
dc-reines Öl isoliert, das bei Lagerung im Kühlschrank auskristallisiert.
1-[2,5-Dimethoxy-4-(trifluormethyl)phenyl]-2-aminoethan (228)
Die Spaltung der Tfac-Schutzgruppe erfolgt analog Methode 15 (S. 246) mit 0.29 g (0.84 mmol)
227, 0.83 g (6.0 mmol) K2CO3, 50 mL MeOH und 10 mL Wasser. Nach Aufarbeitung wird ein farb-
loses, dc-reines Öl isoliert, das nach dem Trocknen im Vakuum (10−2 Torr, RT, 2 h) auskristallisiert.
Eine Lösung aus Natriumazid (9.60 g, 148 mmol) in 60 mL Wasser wird bei 0 °C tropfenweise mit
einer Lösung aus 11.1 g (10 mL, 123 mmol) Acrylsäurechlorid in 40 mL Toluen versetzt und 6 h bei
0 °C intensiv gerührt (Zweiphasen-System). Die Toluen-Phase wird separiert, mit ges. Na2CO3-Lsg
(3 × 20 mL) und Wasser (4 × 20 mL) gewaschen (neutral !), bis bei Zugabe einer AgNO3-Lsg. zum
Waschwasser kein AgCl-Niederschlag mehr ausfällt. Nach Trocknen über MgSO4 wird die Toluen-
Lösung des Acrylsäureazids ohne weitere Reinigung und Charakterisierung direkt im nächsten
Syntheseschritt eingesetzt.
Vorsicht: Die Acrylsäureazid-Lösung ist thermolabil, potentiell explosiv und toxisch! Von einer
Charakterisierung und längeren Lagerung (Eisschrank) ist daher abzuraten.
Benzyl-N-vinylcarbamat (217)
Die Acrylsäureazid-Lösung (216 in Toluen) wird bei 90 °C unter N2-Atmosphäre zu einer Lösung
aus Benzylalkohol (17.4 g,16.7 mL, 160 mmol), Pyridin (10 mL, 123 mmol) und Hydrochinon (0.77 g,
7.0 mmol) zugetropft und 30 min gerührt (Gelbfärbung, starke N2-Entwicklung). Die Reaktionslö-
sung wird eingeengt, der gelbe, ölige Rückstand in 100 mL CH2Cl2 gelöst, mit ges. K2CO3-Lsg (4 ×
25 mL) und Wasser (3 × 25 mL) gewaschen und über Na2SO4 getrocknet. Nach Entfernen des
Lösemittels im Vakuum wird die isolierte braune, ölige Flüssigkeit (25.0 g) an 500 g Kieselgel flash-
chromatographiert (FM: PE + CH2Cl2 = 3 + 2).
CHN: [%] C H N O
gef. 67.82 6.36 7.72
ber. 67.78 6.26 7.91 C10H11NO2 (Mr = 177.20)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.32 (m, br) 6.65 (dd) 5.11 (s) 4.83 (s) 4.55 (d) 4.23 (d)
n
CD3OD J [Hz] –
3
Jtrans = 15.9 – –
3
Jtrans = 15.9
3
Jcis = 8.82
3
Jcis = 8.86
m
H 7
H – H (5H)
11 2
H (1H)
5
H (2H)
3
H (1H, NH)
1
H (1H)
1’
H (1H)
2-Iod-1,4-dimethoxybenzen (220)
Methode 16 (Iodierung via Trifluoracetyl-Hypoiodit)
Zur Suspension aus 0.70 g (5.0 mmol) 1,4-Dimethoxybenzen und 0.90 g (5.54 mmol) Silbertrifluor-
acetat (AgCF3CO2) in 50 mL Eisessig werden unter N2-Atmosphäre 1.35 g (6.10 mmol) Iodmono-
chlorid (ICl), gelöst in 10 mL Eisessig, auf einmal zugegeben und 10 min bei RT gerührt (GC:
Monoiodprodukt 220 83 %, Diiodprodukt 8.5 %, Edukt 8.5 %). Der entstandene AgCl-Niederschlag
wird abfiltriert, das Filtrat mit 50 mL Wasser versetzt und mit CH2Cl2 (3 × 25 mL) extrahiert. Die
vereinigten CH2Cl2-Phasen werden mit NaOH (c = 3 mol ⋅ L−1, 2 × 20 mL), Wasser (2 × 20 mL) und
ges. NaCl-Lsg. (1 × 20 mL) gewaschen, über MgSO4 getrocknet und eingeengt. Die isolierte gelbe
Flüssigkeit (1.20 g) wird an 100 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: PE + CH2Cl2 = 7 + 3).
5 3
GC: t R = 9.20 min 220 4
8
t R = 21.1 min Diiodprodukt OCH3
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 154.3 152.8 124.9 114.8 111.7 77.4 57.0 56.0
CDCl3 Cm 4
C C
1
C
3
C
5
C
6
C
2
C
7
C
8
EI-MS 70 eV m/z +
264 [M •] 249 221 122 107 92 79 77 63 53 51 32
35 °C rel. Int. [%] 100 62 7 12 19 9 17 12 13 12 11 18
1-Brom-4-iod-2,5-dimethoxybenzen (222)
Die Synthese erfolgt analog Methode 17 (Metall-Halogen-Austausch, S. 249) mit 5.92 g (20.0 mmol)
1,4-Dibrom-2,5-dimethoxybenzen (221) in 350 mL abs. Et2O, 9.5 mL (23.8 mmol) n-BuLi und 5.60 g
(22.0 mmol) I2, gelöst in 30 mL abs. Et2O (GC: 222 86 %, Diiodprodukt 2.5 %, Monobromprodukt
6.5 %, Monoiodprodukt 1.5 %, Edukt 1.0 %). Der isolierte schwach gelbe Feststoff (6.45 g) wird in
wenig CH2Cl2 gelöst und an 250 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: PE + CH2Cl2 = 4 + 1).
1
3
GC: t R = 15.0 min Br 2
8
Fp: 162 °C OCH3
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 153.0 150.9 122.9 116.0 111.9 84.0 57.2, 57.1
CDCl3 Cm C
5
C
2
C
3
C
6
C
1
C
4
C,C
7 8
Zu einer Lösung aus 3.45 g (25 mmol) 1,4-Dimethoxybenzen in 20 mL Eisessig werden bei RT
unter N2-Atmosphäre 8.80 g (55 mmol) Br2, gelöst in 20 mL Eisessig, innerhalb von 30 min zuge-
tropft und bei RT gerührt. Es bildet sich ein farbloser Feststoff. Nach 12 h (GC-Kontrolle: Mono-/
Dibromprodukt = 29.5 %/68.5 %) werden nochmals 2.40 g (15 mmol) Br2 zugegeben, die Reaktion
nach weiteren 12 h durch Zugabe von 50 mL Wasser beendet und der Reaktionsansatz 24 h im
Kühlschrank gelagert. Nach Filtrieren, Waschen (4 × 25 mL H2O) und Trocknen im Vakuum (10−2 Torr,
50 °C, 3 h) wird ein analysenreiner, farbloser Feststoff isoliert (GC: > 98 %).
2
Fp: 149 °C OCH3
Benzyl-N-[(2,5-dimethoxyphenyl)ethyl]carbamat (224)
Methode 18
Zu einer Lösung aus 266 mg (1.50 mmol) Benzyl-N-vinylcarbamat (217) in 2.5 mL abs. THF werden
bei −10 °C unter N2-Atmosphähre 3.0 mL (1.50 mmol) 9-BBN⋅THF (c = 0.5 mol ⋅ L−1) innerhalb von
10 min via Spritze zugetropft und 4 h bei RT gerührt (→ 223, DC: PE + CH2Cl2 = 3 + 2, RF = 0.30).
Die klare, homogene Lösung wird mit 1.0 mL NaOH (c = 3 mol ⋅ L−1) versetzt, die resultierende Sus-
pension (B-Alkyl-9-BBN-Addukt 223/223a) 10 min bei RT gerührt und via Spritze unter N2-Atmos-
phäre in eine orangefarbene Mischung aus 2-Iod-1,4-dimethoxybenzen (220) (270 mg, 1.0 mmol),
PdCl2(dppf)⋅CH2Cl2 (74.0 mg, 0.09 mmol, ç 9 % mol/mol) und 3.0 mL abs. THF überführt (spontane
Schwarzfärbung → kolloidales Pd 0). Die Suspension wird 1.5 h bei RT gerührt (DC-Kontrolle) und
im Anschluß mit 10 mL CH2Cl2 und 20 mL Wasser versetzt. Nach Entfernen der Pd-Rückstände
mittels Filtration durch ein Celite-Bett wird die organische Phase mit Wasser (2 × 10 mL) und ges.
NaCl-Lsg. (2 × 10 mL) gewaschen, über MgSO4 getrocknet und eingeengt. Das isolierte braune Öl
(590 mg) wird an 60 g Kieselgel flashchromatographisch gereinigt (FM: PE + EE = 4 + 1).
16
Ausbeute: 240 mg (0.76 mmol) farbloses Öl (76 % d. Th.) OCH3 17 15
18 H
7
DC: PE + EE = 4 + 1 (RF = 0.20) 1
6 N 10 O
12
14
2 9
8 11 13
CHN: [%] C H N 3 5 O
gef. 68.41 6.58 4.26 4
19
ber. 68.55 6.71 4.44 OCH3
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.4 153.6 151.8 136.8 128.5 128.4 128.3 116.8 111.9 111.4 66.4 55.8
CDCl3 Cm C
10
C
4
C
1
C
12
C
14/16
,C
15
C
6 13/17
C C
5
C
2
C
3
C
11
C
18
Benzyl-N-[(4-brom-2,5-dimethoxyphenyl)ethyl]carbamat (225)
Die Synthese erfolgt analog Methode 18 mit 343 mg (1.0 mmol) 1-Brom-4-iod-2,5-dimethoxybenzen
(222) unter sonst identischen Reaktionsbedingungen. Das isolierte braune Öl (600 mg) wird an 60 g
Kieselgel flashchromatographisch gereinigt (FM: PE + EE = 5 + 2).
252 5 Experimenteller Teil
16
Ausbeute: 270 mg (0.69 mmol) gelbes Öl (69 % d. Th.) OCH3 17 15
18
7 H
DC: PE + EE = 5 + 2 (RF = 0.25) 1
6 N 10 O
12
14
2 9
8 11 13
CHN: [%] C H N 3
5 O
gef. 54.63 5.09 3.38 Br 4
19
ber. 54.84 5.11 3.55 OCH3
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.5 151.9 149.8 136.7 128.6 127.3 128.4 115.9 113.8 109.6 66.6 56.9
CDCl3 Cm C
10
C
1
C
4
C
12
C
14/16
,C
15 6
C C
13/17
C
5
C
2
C
3
C
11
C
19
1-(2,5-Dimethoxyphenyl)-2-aminoethan (211)
1-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)-2-aminoethan (41)
Die Spaltung der Cbz-Schutzgruppe erfolgt wie für 224 beschrieben mit 250 mg (0.63 mmol) Cbz-
geschütztem 1-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)-2-aminoethan 225.
5.4.10 N-Benzyl-1-(2,5-dimethoxyphenyl)-2-aminoethan-Derivate
[2-(2,5-Dimethoxyphenyl)ethyl]-(2-methoxybenzyl)amin (229)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 0.37 g (2.0 mmol) des primären Amins 211 und 0.30 g (2.2 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in 30 mL
abs. MeOH. Nach 5 h (DC-Kontrolle) werden nochmals einige Tropfen des Aldehyds zugegeben,
60 min bis zum quantitativen Reaktionsumsatz gerührt und mit 0.31 g (8.0 mmol) NaBH4 reduziert.
Das erhaltene honigfarbene Öl (0.66 g) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 70 g Kieselgel säulen-
chromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
OCH3 16 14
Fp: 114 – 115 °C 1
17
7 H
N
11
13
6
2 9
CHN: [%] C H N 8 10 12
19
gef. 63.70 7.17 4.15
3 5 OCH3
4
ber. 63.99 7.16 4.17 18
OCH3
1
H-NMR 300 MHz δ [ppm] 9.36 (s*, br) 7.38 (dd) 7.32 (dt) 6.95 (t) 6.70 – 6.80 (m) 4.17 (s, br) 3.74 (s)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 7.74
3
J = 7.70
3
J = 7.41 – – –
4 4
J = 1.23 J = 1.37
Hm 9
H (2H, NH2 )
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
15
H (1H)
2 3
H , H , H (3H)
5 10
H (1H)
18
H (3H)
[2-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)ethyl]-(2-hydroxybenzyl)amin (230)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 0.44 g (1.7 mmol) des primären Amins 41 und 0.24 g (0.21 mL, 2.0 mmol) 2-Hydroxybenzaldehyd
in 20 mL abs. MeOH (spontane Gelbfärbung bei Zugabe des Aldehyds). Nach 3 h wird mit 0.15 g
(4.0 mmol) NaBH4 reduziert. Das erhaltene Öl (0.50 g) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und rotations-
schichtchromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 → CH2Cl2 (NH3)).
OCH3 16 14
Fp: 192 °C 1
17 7 H 11
6 N 13
2 9
CHN: [%] C H N 3
8 10 12
19
gef. 50.57 5.51 3.48 5 OH
Br 4
ber. 50.70 5.26 3.48 18
OCH3
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.2 (s*) 8.90 (s*, br) 7.37 (dd) 7.24 (dt) 7.20 (s) 7.00 (s) 6.96 (d) 6.85 (dt)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.53
3
J = 7.74 – –
3
J = 8.12
3
J = 7.37
4 4 4
J = 1.41 J = 1.67 J = 1.20
m
H 19
H (1H, OH)
9
H (2H, NH ) 2
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
2
H (1H)
5
H (1H) H (1H)
13 15
H (1H)
δ [ppm] 4.10 (s, br) 3.80 (s) 3.75 (s) 3.08 (m, br) 2.94 (m, br)
n
J [Hz] – – – – –
Hm 10
H (2H)
18
H (3H)
17
H (3H)
8
H (2H)
7
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.9 152.4 150.3 132.5 131.4 126.3 120.0 118.9 116.8 116.2 115.9 109.9 57.5
[D6]-DMSO Cm C
12
C
1
C
4
C
16
C
14
C
6
C
15
C
11
C
2
C
13
C
5 3
C C
18
[2-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)ethyl]-(2-methoxybenzyl)amin (231)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 0.39 g (1.50 mmol) des primären Amins 41 und 0.21 g (1.54 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in
10 mL abs. MeOH. Nach 3 h (DC-Kontrolle) werden nochmals einige Tropfen des Aldehyds zuge-
geben, 30 min bis zum quantitativen Reaktionsumsatz gerührt und mit 0.12 g (3.2 mmol) NaBH4
reduziert. Das erhaltene hellbraune Öl (0.68 g) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und rotationsschicht-
chromatographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 → CH2Cl2 (NH3)).
OCH3 16 14
Fp: 156 °C 1
17
7 H
N
11
13
6
2 9
CHN: [%] C H N 3
8 10 12
19
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 9.50 (s*, br) 7.41 (d) 7.31 (t) 6.96 (s) 6.93 (t) 6.86 (s) 6.83 (d) 4.13 (t, br)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 7.74
3
J = 7.93 –
3
J = 7.48 –
3
J = 8.33
3
J = 4.88
Hm 9
H (2H, NH ) 2
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
2
H (1H)
15
H (1H)
5
H (1H)
13
H (1H)
10
H (2H)
δ [ppm] 3.84 (s) 3.78 (s) 3.65 (s) 3.09 (s, br)
n
J [Hz] – – – –
Hm 18
H (3H)
17
H (3H)
19
H (3H)
7 8
H , H (4H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.8 151.7 150.1 132.1 131.1 125.0 120.9 118.5 115.9 115.4 110.5 110.1 57.1
CDCl3 Cm C
12
C
1
C
4
C
16
C
14
C
6
C
15
C
11
C
2 5
C C
13 3
C C
18
[2-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)ethyl]-(2-trifluormethoxybenzyl)amin (232)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 0.25 g (0.96 mmol) des primären Amins 41 und 0.28 g (1.50 mmol) 2-(Trifluormethoxy)benz-
aldehyd in 15 mL abs. MeOH. Nach 8 h (DC-Kontrolle) werden nochmals einige Tropfen des Alde-
hyds zugegeben, 2 h gerührt und mit 0.12 g (3.2 mmol) NaBH4 reduziert. Das erhaltene hellbraune
Öl (0.40 g) wird in wenig CH2Cl2 aufgenommen und an 45 g Kieselgel flashchromatographisch
gereinigt (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 99 + 1).
OCH3 16 14
Fp: 149 °C 1
17 7 H
N
11
13
6
2 9 12
CHN: [%] C H N 3
8 10 19
gef. 45.99 4.21 3.19 5 OCF3
Br 4
ber. 45.93 4.28 2.98 18
OCH3
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.1 (s*, br) 8.00 (dd) 7.40 (dt) 7.35 (dt) 7.28 (td) 6.98 (s) 6.80 (s) 4.25 (s)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 7.54
3
J = 7.83
3
J = 7.49
3
J = 8.08 – – –
4 4 4 4
J = 1.72 J = 1.76 J = 1.28 J = 1.39
Hm 9
H (2H, NH2 )
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
15
H (1H)
13
H (1H)
2
H (1H)
5
H (1H)
10
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 151.7 150.2 148.0 132.4 131.2 127.7 124.5 123.0 120.4 120.4 (q)
n
CDCl3 J [Hz] – – – – – – – – –
1
JC-F = 259.5
Cm C
1 4
C C
12
C
16
C
14
C
15
C
6
C
11
C
13
C
19
[2-(2,5-Dimethoxy-4-iodphenyl)ethyl]-(2-hydroxybenzyl)amin (235)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 0.22 g (0.72 mmol) des primären Amins 42 und 0.10 g (86 µL, 0.79 mmol) 2-Hydroxybenzalde-
hyd in 20 mL abs. MeOH (Gelbfärbung bei Zugabe des Aldehyds). Nach 1 h (DC-Kontrolle) werden
nochmals einige Tropfen des Aldehyds zugegeben, 1.5 h gerührt und mit 0.10 g (2.64 mmol)
NaBH4 reduziert. Das erhaltene gelbe Öl (0.27 g) wird in wenig CH2Cl2 aufgenommen und an 35 g
Kieselgel flashchromatographiert (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
OCH3 16 14
Fp: 202 °C 1
17 7 H
N
11
13
6
2 9
CHN: [%] C H N 3
8 10 12
19
gef. 45.46 4.82 3.05 5 OH
I 4
ber. 45.40 4.71 3.12 18
OCH3
δ [ppm] 4.10 (s, br) 3.77 (s) 3.74 (s) 3.06 (m, br) 2.95 (m, br)
n
J [Hz] – – – – –
Hm 10
H (2H)
18
H (3H)
17
H (3H)
8
H (2H)
7
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.9 152.9 152.7 132.5 131.2 127.2 122.3 119.9 118.9 116.3 114.7 84.8 57.7
[D6]-DMSO Cm C
12
C
4
C
1
C
16
C
14
C
6 2
C C
15
C
11
C
13
C
5
C
3
C
18
[2-(2,5-Dimethoxy-4-iodphenyl)ethyl]-(2-methoxybenzyl)amin (236)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 0.23 g (0.75 mmol) des primären Amins 42 und 0.12 g (0.88 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in
20 mL abs. MeOH. Nach 5 h werden nochmals einige Tropfen des Aldehyds zugegeben, 12 h ge-
rührt und mit 0.28 g (7.5 mmol) NaBH4 reduziert. Das erhaltene orange Öl (0.45 g) wird in wenig
CH2Cl2 gelöst und an 45 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
OCH3 16 14
Fp: 166 °C 1
17
7 H 11
6 N 13
2 9
CHN: [%] C H N 3
8 10 12
19
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 9.42 (s*, br) 7.36 (dd) 7.31 (dt) 7.14 (s) 6.93 (t) 6.82 (d) 6.78 (s) 4.13 (s, br)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 7.42
3
J = 7.87 –
3
J = 7.35
3
J = 8.24 – –
4 4
J = 1.10 J = 1.20
Hm 9
H (2H, NH2 )
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
2
H (1H)
15
H (1H)
13
H (1H)
5
H (1H)
10
H (2H)
δ [ppm] 3.82 (s) 3.74 (s) 3.61 (s) 3.10 (s, br)
n
J [Hz] – – – –
Hm 18
H (3H)
17
H (3H)
19
H (3H)
7 8
H , H (4H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.7 152.7 152.0 132.1 131.2 125.9 121.7 121.0 118.4 114.2 110.5 83.9 57.2
CDCl3 Cm C
12
C
4
C
1
C
16
C
14
C
6
C
2 15
C C
11
C
5
C
13
C
3
C
18
[2-(2,5-Dimethoxy-4-trifluormethylphenyl)ethyl]-(2-hydroxybenzyl)amin (239)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 95 mg (0.38 mmol) des primären Amins 228 und 53 mg (0.43 mmol) 2-Hydroxybenzaldehyd in
12 mL abs. MeOH (Gelbfärbung bei Zugabe des Aldehyds). Nach 2 h (DC-Kontrolle) wird mit 57 mg
(1.50 mmol) NaBH4 reduziert. Das isolierte Öl (130 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 14 g
Kieselgel flashchromatographiert (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 99 + 1).
OCH3 16 14
Fp: 207 – 208 °C 1
17 7 H
N
11
13
6
2 9 12
CHN: [%] C H N 8 10
20
gef. 55.22 5.47 3.48
19 5 OH
F3C 3
4
ber. 55.18 5.40 3.58 18
OCH3
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.3 (s*) 9.14 (s*, br) 7.41 (dd) 7.24 (dt) 7.17 (s) 7.14 (s) 6.99 (d) 6.85 (t)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.40
3
J = 7.73 – –
3
J = 8.05
3
J = 7.41
4 4
J = 0.96 J = 1.28
Hm 20
H (1H, OH)
9
H (2H, NH2 )
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
5
H (1H)
2
H (1H)
13
H (1H)
15
H (1H)
δ [ppm] 4.11 (s) 3.85 (s) 3.80 (s) 3.11 (m, br) 3.05 (m, br)
n
J [Hz] – – – – –
Hm 10
H (2H)
18
H (3H)
17
H (3H)
8
H (2H)
7
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.2 151.0 150.7 131.8 131.4 130.6 123.8 (q) 119.2 118.2 115.8 (q) 115.9
n
CDCl3 J [Hz] – – – – – –
1
JC-F = 272.3 – –
2
JC-F = 30.5 –
Cm C
12 4
C C
1
C
16
C
6
C
14
C
19
C
15 11
C C
3
C
5
[2-(2,5-Dimethoxy-4-trifluormethylphenyl)ethyl]-(2-methoxybenzyl)amin (240)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 95 mg (0.38 mmol) des primären Amins 228 und 60 mg (0.44 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in
12 mL abs. MeOH. Nach 3 h (DC-Kontrolle) wird mit 57 mg (1.50 mmol) NaBH4 reduziert. Das er-
haltene farblose Öl (150 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 16 g Kieselgel flashchromatogra-
phiert (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 97 + 3).
OCH3 16 14
Fp: 175 °C 1
17 7 H
N
11
13
6
2 9
CHN: [%] C H N 8 10 12
19
gef. 56.18 5.78 3.58
20 5 OCH3
F3C 3
4
ber. 56.23 5.71 3.45 18
OCH3
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 9.56 (s*, br) 7.42 (d) 7.30 (t) 6.98 (s) 6.95 (s) 6.91 (t) 6.83 (d) 4.13 (t, br)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 7.43
3
J = 7.59 – –
3
J = 7.43
3
J = 8.29
3
J = 5.01
Hm 9
H (2H, NH ) 2
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
5
H (1H)
2
H (1H)
15
H (1H)
13
H (1H)
10
H (2H)
δ [ppm] 3.85 (s) 3.80 (s) 3.68 (s) 3.18 (m) 3.10 (m)
n
J [Hz] – – – – –
Hm 18
H (3H)
17
H (3H)
19
H (3H)
7
H (2H)
8
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.8 151.4 150.7 132.1 131.2 130.1 123.4 (q) 120.9 118.4 117.8 (q) 115.9
n
CDCl3 J [Hz] – – – – – –
1
JC-F = 272.4 – –
2
JC-F = 31.1 –
Cm C
12 4
C C
1
C
16
C
14
C
6
C
20
C
15 11
C C
3 5
C
δ [ppm]] 110.5 109.1 (q) 56.8 55.8 55.5 46.3 44.9 27.9
n
J [Hz] –
3
JC-F = 5.2 – – – – – –
Cm C
13
C
2
C
18
C
19
C
17
C
10
C
8
C
7
5.4.11 N-Benzyl-1-(2,5-dimethoxyphenyl)-2-aminopropan-Derivate
(±)-[2-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)-1-methylethyl]-(2-hydroxybenzyl)amin (233)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 0.28 g (1.02 mmol) des primären Amins 35 und 0.15 g (1.2 mmol) 2-Hydroxybenzaldehyd in 37 mL
abs. MeOH (spontane Gelbfärbung bei Zugabe des Aldehyds). Nach 1 h wird mit 0.19 g (5.0 mmol)
NaBH4 reduziert. Das erhaltene farblose Öl (0.42 g) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 42 g Kiesel-
gel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 99 + 1).
OCH3 16 14
Fp: 184 °C 1
17 7 H
N
11
13
6 8
2 9
CHN: [%] C H N 3 19
10 12
20
gef. 51.99 5.34 3.36 5 CH3 OH
Br 4
ber. 51.88 5.56 3.36 18
OCH3
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.4 (s*) 9.26, 9.06 (2× s*, br) 7.49 (dd) 7.24 (dt) 7.20 (s) 7.03 (d) 7.01 (s)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.09
3
J = 7.69 –
3
J = 8.13 –
4 4
J = 0.72 J = 1.20
Hm 20
H (1H, OH)
9 9’
H , H (2× 1H, NH2 )
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
2
H (1H)
13
H (1H)
5
H (1H)
δ [ppm] 6.85 (t) 4.15 (s, br) 3.80 (s) 3.73 (s) 3.40 (m, br) 3.18 (dd) 2.79 (dt) 1.19 (d)
n
J [Hz] 3
J = 7.37 – – – –
2
J = 13.0
2
J = 11.4
3
J = 6.48
3 3
J = 3.96 J = 2.85
Hm 15
H (1H)
10
H (2H)
18
H (3H)
17
H (3H)
8
H (1H)
7
H (1H)
7’
H (1H)
19
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.0 151.5 149.3 131.4 130.1 125.1 118.9 118.2 115.9 115.5 115.4 108.9
[D6]-DMSO Cm C
12
C
1
C
4
C
16
C
14
C
6
C
15
C
11
C
2
C
5 13
C C
3
(±)-[2-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)-1-methylethyl]-(2-methoxybenzyl)amin (234)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 0.32 g (1.17 mmol) des primären Amins 35 und 0.19 g (1.40 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in
42 mL abs. MeOH. Nach 1 h (DC-Kontrolle) wird mit 0.23 g (6.0 mmol) NaBH4 reduziert. Das erhal-
tene schwach gelbe Öl (0.47 g) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 50 g Kieselgel flashchromato-
graphiert (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
OCH3 16 14
Fp: 168 °C 1
17 7 H
N
11
13
6 8
2 9
CHN: [%] C H N 3 19
10 12
20
gef. 52.93 5.84 3.04 5 CH3 OCH3
Br 4
ber. 52.98 5.85 3.25 18
OCH3
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.3 (s*, br) 8.14 (s*, br) 7.45 (dd) 7.32 (dt) 6.96 (s) 6.94 (t) 6.91 (s) 6.83 (d)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 7.45
3
J = 7.86 –
3
J = 7.68 –
3
J = 8.26
4 4
J = 1.23 J = 1.47
Hm 9
H (1H, NH2 )
+ 9’
H (1H, NH2 )
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
2
H (1H) H (1H)
15 5
H (1H)
13
H (1H)
δ [ppm] 4.26 (d, br) 4.07 (d, br) 3.86 (s) 3.71 (s) 3.58 (s) 3.27 (m) 2.88 (m) 1.40 (d)
n
J [Hz] 2
J = 13.3
2
J = 13.4 – – – – –
3
J = 6.13
Hm H (1H)
10
H
10’
(1H)
18
H (3H)
17
H (3H)
20
H (3H)
7
H (1H), H (1H)
8 7’
H (1H)
19
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.7 151.6 150.1 131.9 131.0 124.5 121.0 118.5 116.0 115.9 110.4 110.2 57.1
CDCl3 Cm C
12
C
1
C
4
C
16
C
14
C
6
C
15
C
11
C
2
C
5
C
13 3
C
18
C
(±)-[2-(2,5-Dimethoxy-4-iodphenyl)-1-methylethyl]-(2-hydroxybenzyl)amin (237)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 113 mg (0.35 mmol) des primären Amins 36 und 53 mg (0.43 mmol) 2-Hydroxybenzaldehyd in
12 mL abs. MeOH. Nach 2 h (DC-Kontrolle) wird mit 100 mg (2.64 mmol) NaBH4 reduziert. Das
erhaltene schwach gelbe Öl (140 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 15 g Kieselgel flashchro-
matographiert (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
OCH3 16 14
Fp: 194 °C 1
17 7 H 11
6 8 N 13
2 9
CHN: [%] C H N 3 19
10 12
20
gef. 46.67 5.06 2.89 5 CH3 OH
I 4
ber. 46.62 5.00 3.02 18
OCH3
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.3 (s*) 9.11, 8.91 (2× s*, br) 7.46 (d) 7.33 (s) 7.24 (dt) 7.00 (d) 6.89 (s)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.53 –
3
J = 7.73
3
J = 8.08 –
4
J = 1.48
Hm 20
H (1H, OH)
9 9’
H , H (2× 1H, NH2 )
+ 16
H (1H)
2
H (1H)
14
H (1H)
13
H (1H)
5
H (1H)
δ [ppm] 6.86 (t) 4.15 (s, br) 3.77 (s) 3.72 (s) 3.40 (m, br) 3.16 (dd) 2.79 (dt) 1.18 (d)
n
J [Hz] 3
J = 7.41 – – – –
2
J = 13.0
2
J = 11.4
3
J = 6.43
3 3
J = 3.83 J = 2.84
Hm 15
H (1H)
10
H (2H)
18
H (3H)
17
H (3H)
8
H (1H)
7
H (1H)
7’
H (1H)
19
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 155.9 151.9, 151.8 131.4 130.2 125.9 121.4 118.9 118.2 115.3 114.3 84.1
[D6]-DMSO Cm C
12 4
C,C
1
C
16
C
14
C
6
C
2
C
15
C
11
C
13
C
5
C
3
(±)-[2-(2,5-Dimethoxy-4-iodphenyl)-1-methylethyl]-(2-methoxybenzyl)amin (238)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 113 mg (0.35 mmol) des primären Amins 36 und 57 mg (0.42 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in
12 mL abs. MeOH. Nach 2 h (DC-Kontrolle) wird mit 100 mg (2.64 mmol) NaBH4 reduziert. Das er-
haltene schwach gelbe Öl (200 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 20 g Kieselgel flashchro-
matographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
OCH3 16 14
Fp: 148 °C 1
17 7 H
N
11
13
6 8
2 9
CHN: [%] C H N 3 19
10 12
20
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.6 (s*, br) 7.75 (s*, br) 7.39 (dd) 7.33 (dt) 7.15 (s) 6.95 (t) 6.85 (s) 6.82 (d)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 7.45
3
J = 7.88 –
3
J = 7.46 –
3
J = 8.21
4 4
J = 1.27 J = 1.44
Hm 9
H (1H, NH2 )
+ 9’
H (1H, NH2 )
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
2
H (1H)
15
H (1H)
5
H (1H)
13
H (1H)
δ [ppm] 4.29 (td) 4.03 (dtd) 3.85 (s) 3.65 (s) 3.56 (s) 3.24 (m) 2.90 (m) 1.43 (d)
2 2
J = 13.5 J = 13.4
n
J [Hz] 3
J = 4.04
3
J = 5.63 – – – – –
3
J = 6.05
3
J = 2.46
Hm H (1H)
10
H
10’
(1H)
18
H (3H)
17
H (3H)
20
H (3H)
7
H (1H), H (1H)
8 7’
H (1H)
19
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.6 152.7 152.0 131.9 131.1 125.4 121.6 121.1 118.4 114.8 110.4 84.1 57.3
CDCl3 Cm C
12
C
4
C
1
C
16
C
14
C
6
C
2
C
15 11
C C
5
C
13
C
3
C
18
5.5 1-(Tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuranyl)-2-aminoalkan-Derivate
1,4-Bis(2-chlorethoxy)benzen (253)
Eine Mischung aus 61.0 g (550 mmol) Hydrochinon, 237 g (1.65 mol) 1-Brom-2-chlorethan, 228 g
(1.65 mol) getrocknetes K2CO3 (160 °C, 72 h) und 1.0 L abs. Aceton (N2 begast) wird unter N2-Atm.
24 h unter Rückfluß erhitzt. Aceton und überschüssiges 1-Brom-2-chlorethan werden am Rotations-
verdampfer entfernt, und der verbleibende Rückstand wird mit CH2Cl2 (5 × , 100 mL) gegen Wasser
extrahiert. Die CH2Cl2-Phase wird mit 50 mL NaOH (c = 4 mol ⋅ L−1, 3 × ), Wasser (3 × ) und ges.
NaCl-Lsg. (1 × ) gewaschen, über MgSO4 getrocknet und durch eine Glasfritte mit 25 g Kieselgel
filtriert. Nach Entfernen des Lösemittels wird ein farbloser, dc-reiner Feststoff isoliert. Für analyti-
sche Zwecke werden 250 mg des Rohproduktes aus ca. 50 mL abs. EtOH umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 6.86 (s) 4.18 (t) 3.78 (t) O
n Cl
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 5.96
3
J = 5.85
Hm 1
H (4H)
2
H (4H)
3
H (4H) C10H12Cl2O2 (Mr = 235.11)
1,4-Bis(2-chlorethoxy)-2,5-dibrombenzen (254)
Zu einer Lösung aus 28.2 g (120 mmol) 253 und 390 mg (7 mmol) Fe-Pulver in 1.5 L CCl4 werden
45.0 g (282 mmol) Br2, gelöst in 100 mL CCl4, bei RT innerhalb 1 h zugetropft. Nach 12 h wird die
Lösung von Fe-Rückständen befreit und mit jeweils 100 mL NaOH (c = 3.0 mol ⋅ L−1, 3 × ), Wasser
(3 × ) und ges. NaCl-Lsg. (1 × ) gewaschen. Nach Trocknen (MgSO4) und Entfernen des Lösemittels
werden 47.0 g eines schwach gelben Feststoffes isoliert. Jeweils 23.5 g des Rohproduktes werden
aus ca. 700 mL abs. EtOH umkristallisiert.
2
Ausbeute: 44.0 g (112 mmol) farbloser Feststoff (93 % d. Th.) Cl
O 3
DC: PE + CH2Cl2 = 5 + 3 (RF = 0.5) Br
1
Fp: 118 °C (EtOH)
1 Br
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.14 (s) 4.23 (t) 3.83 (t)
n O
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 5.96
3
J = 5.98 Cl
Hm 1
H (2H)
2
H (4H)
3
H (4H) C10H12Br2Cl2O2 (Mr = 392.90)
2,3,6,7-Tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran (255)
3
Ausbeute: 5.51 g (34 mmol) (85 % d. Th.) O
4 2
perlmuttglänzende Kristalle 1
5
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 154.1 125.9 105.9 71.5 30.3
CDCl3 Cm C
2 5
C C
1
C
3
C
4
4-Formyl-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran (256)
Eine Lösung aus 4.06 g (25 mmol) Tetrahydrobenzodifuran 255 in 120 mL abs. CH2Cl2 wird unter
N2-Atmosphäre vorgelegt und im Eisbad auf 0 °C gekühlt. SnCl4 (13.2 g, 6.0 mL, 50 mmol) wird
innerhalb von 5 min zugetropft (Braunfärbung) und die Reaktionslösung 10 min gerührt. Zu diesem
Gemisch tropft man 3.33 g (2.60 mL, 29 mmol) Dichlormethylmethylether (Cl2CHOCH3), rührt
weitere 30 min bei 0 °C (Blaufärbung) und beendet die Reaktion durch Zugabe von 100 mL einer
H2O/Eis-Mischung (Grünfärbung, GC: Umsatz > 98 %). Die organische Phase wird abgetrennt und
die wäßrige Phase mit CH2Cl2 (2 × 30 mL) extrahiert. Die vereinigten CH2Cl2-Phasen werden nach-
einander mit 100 mL Wasser und 100 mL ges. NaCl-Lsg. gewaschen, über MgSO4 getrocknet und
filtriert. Nach Entfernen des Lösemittels im Vakuum wird der gelbe Rückstand (4.74 g) in wenig
CH2Cl2 gelöst und an 250 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: PE + EE = 5 + 1).
7 9
Fp: 86 – 87 °C (CHCl3)
O
8
CHN: [%] C H N
gef. 69.27 5.09 – C11H10O3 (Mr = 190.20)
ber. 69.46 5.30 –
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.3 (s) 6.87 (s) 4.68 (t) 4.59 (t) 3.46 (t) 3.17 (dt)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 8.70
3
J = 8.87
3
J = 8.83
3
J = 8.68
4
J = 1.10
m
H 11
H (1H, CHO)
6
H (1H)
3
H (2H) H (2H)
8 9
H (2H)
4
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 189.0 157.5 154.7 128.3 125.1 116.1 112.6 72.8 72.3 30.5 29.3
CDCl3 Cm C
11
C
2
C
7
C
10
C
5
C
1
C
6
C
3
C
8
C
9
C
4
IR ν [cm− ]
1
3439 2982 2913 2851 2821 2767, 2739 1678 1642 1611 1473
KBr m, br, OH m m w w w, CH=O s, C=O w m s
ν [cm− ]
1
1448 1398 1322 1292 1268 1222 1183 1035 986 959 880 742
s s m s m s m s s m m m
268 5 Experimenteller Teil
4-(2-Nitroethenyl)-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran (257)
Die Synthese erfolgt analog Methode 8 (Abschn. 5.4.1, S. 237) mit 3.04 g (16.0 mmol) Aldehyd
256, 1.25 g (16.0 mmol) NH4OAc, 22.5 g (20 mL, 370 mmol) abs. Nitromethan und 10 mL Eisessig.
Der rote Feststoff (3.75 g) wird an 150 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + PE = 2 + 1).
Für analytische Zwecke werden 150 mg des Feststoffes aus ca. 50 mL MeOH umkristallisiert.
2
Ausbeute: 3.30 g (14.2 mmol) oranger Feststoff (88 % d. Th.) O
3 1 11
DC: CH2Cl2 + PE = 2 + 1 (RF = 0.27) 10 NO2
4
12
Fp: 134 – 135 °C (MeOH) 5
9
6 8
O
7
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 154.6 154.4 139.4 132.2 127.7 126.8 110.1 109.9 72.7 71.5 29.7 29.5
CDCl3 Cm C
1
C
6
C
11
C
12
C
9
C
4
C
10
C
5
C
2
C
7
C
3
C
8
4-(2-Nitro-1-propenyl)-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran (258)
Die Synthese erfolgt analog Methode 8 (Abschn. 5.4.1, S. 237) mit 1.52 g (8.0 mmol) Aldehyd 256,
0.62 g (8.0 mmol) NH4OAc, 12.5 g (12 mL, 167 mmol) abs. Nitroethan und 10 mL Eisessig. Das
orange-rote Öl (2.05 g) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 215 g Kieselgel flashchromatographiert
(FM: CH2Cl2 + PE = 1 + 1). 120 mg des Feststoffes werden aus ca. 50 mL MeOH umkristallisiert.
2
Ausbeute: 1.80 g (7.28 mmol) orange-roter Feststoff (92 % d. Th.) O
3 1 11
DC: CH2Cl2 + PE = 2 + 1 (RF = 0.25) 10 12 NO2
4
13
Fp: 94.5 °C (MeOH) 5
9
CH3
6 8
O
7
4-(2-Nitro-1-butenyl)-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran (259)
Die Synthese erfolgt analog Methode 8 (Abschn. 5.4.1, S. 237) mit 1.14 g (6.0 mmol) Aldehyd 256,
0.50 g (6.5 mmol) NH4OAc, 6.70 g (7.0 mL, 75 mmol) abs. 1-Nitropropan und 15 mL Eisessig. Das
erhaltene gelbe-orange Öl (1.53 g) wird in CH2Cl2 gelöst und an 190 g Kieselgel flashchromatogra-
phiert (FM: CH2Cl2 + PE = 1 + 1). 100 mg 259 werden aus ca. 40 mL MeOH umkristallisiert.
2
Ausbeute: 920 mg (3.52 mmol) gelber Feststoff (59 % d. Th.) O
3 1 11
DC: CH2Cl2 + PE = 1 + 1 (RF = 0.26) 10 12 NO2
4
5.5.4 Reduktion der Nitroalkene 257 – 259 zu den primären Aminen 260 – 262
1-(2,3,6,7-Tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminoethan (260)
Die Synthese erfolgt nach Methode 9 (Abschn. 5.4.2, S. 238) mit 40 g (138 mmol) RED-AL in 150 mL
abs. Toluen und einer Lsg. aus 3.22 g (13.8 mmol) Nitroethen 257 in 100 mL abs. Toluen. Das isolier-
te Öl (2.76 g) wird an 260 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 100 + 5).
6 8
Fp: 296 °C (Zers.)
O
7
CHN: [%] C H N
gef. 59.60 6.67 5.77 C12H15NO2⋅HCl (Mr = 241.72)
ber. 59.63 6.67 5.79
270 5 Experimenteller Teil
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 8.11 (s*, br) 6.55 (s) 4.45 – 4.50 (t + t) 3.06 – 3.12 (m) 2.89 – 2.93 (m) 2.75 – 2.79 (m)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 8.60 – – –
Hm 13
H (3H, NH3 )
+ 5
H (1H)
2
H (2H), H (2H)
7 3
H (2H), H (2H)
8 12
H (2H)
11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 153.6 151.9 125.7, 125.7 115.1 104.3 71.0 37.7 29.9, 28.2 25.9
[D6]-DMSO Cm C
1
C
6
C,C
4 9
C
10
C
5
C
2/7
C
12
C,C
3 8
C
11
(±)-1-(2,3,6,7-Tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminopropan (261)
Die Synthese erfolgt nach Methode 9 (Abschn. 5.4.2, S. 238) mit 14 g (48.4 mmol) RED-AL in 80 mL
abs. Toluen und einer Lösung aus 1.5 g (6.1 mmol) Nitropropen 258 in 60 mL abs. Toluen. Das iso-
lierte Öl (1.30 g) wird an 130 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 8.19 (s*, br) 6.56 (s) 4.47 (t) 3.40 (m) 3.10 (m) 2.86 (dd) 2.63 (dd) 1.12 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 8.63 – –
2
J = 13.2
2
J = 13.2
3
J = 6.51
3 3
J = 5.08 J = 9.66
Hm 13
H (3H, NH3 )
+ 5
H (1H) H
2/7
(4H)
12
H (1H) H
3/8
(4H)
11
H (1H) H
11’
(1H)
14
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 153.5 152.0 125.8, 125.7 114.9 104.4 71.0, 70.9 46.3 32.7 29.9, 28.6 17.7
[D6]-DMSO Cm C
1
C
6
C,C
4 9
C
10
C
5
C,C
2 7
C
12
C
11
C,C
3 8
C
14
(±)-1-(2,3,6,7-Tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminobutan (262)
Die Synthese erfolgt nach Methode 9 (Abschn. 5.4.2, S. 238) mit 10 g (35.0 mmol) RED-AL in 50 mL
abs. Toluen und einer Lösung aus 0.92 g (3.52 mmol) Nitrobuten 259 in 50 mL abs. Toluen. Das
erhaltene gelbe Öl (0.86 g) wird in wenig CH2Cl2 aufgenommen und an 95 g Kieselgel flashchroma-
tographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 8.08 (s*, br) 6.56 (s) 4.47 (t) 3.24 (m) 3.08 (m) 2.78 (dd) 2.71 (dd)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 8.61 – –
2
J = 13.6
2
J = 13.6
3 3
J = 6.00 J = 8.57
m
H 13
H (3H, NH ) 3
+ 5
H (1H) H
2/7
(4H)
12
H (1H) H
3/8
(4H)
11
H (1H) H
11’
(1H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 153.6 152.1 125.8, 125.7 114.8 104.4 71.0, 70.9 51.5 30.9 29.9, 28.6 24.7 9.5
n
[D6]-DMSO J [Hz] C
1 6
C C,C
4 9 10
C C
5 2
C,C
7
C
12 11
C C,C
3 8 14
C C
15
N-Trifluoracetyl-1-(2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminoethan (263)
Die Synthese analog Methode 13 (Abschn. 5.4.4, S. 243) erfolgt mit 0.48 g (2.34 mmol) des prim.
Amins 260 und 2.46 g (1.65 mL, 11.7 mmol) TFAA in 50 mL abs. Toluen. Der isolierte gelbe Feststoff
(0.70 g) wird an 65 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + PE + Toluen = 6 + 4 + 1).
Methode 19
2.16 g (10.5 mmol) 260 und 6.38 g (9.0 mL, 65.0 mmol) NEt3 werden in 100 mL abs. CH2Cl2 unter
N2-Atm. auf −10 °C gekühlt (Eis/NaCl-Mischung) und tropfenweise mit 6.70 g (4.5 mL, 31.9 mmol)
TFAA versetzt (Zutropfzeit: 45 min). Nach beendeter Zugabe wird das Eisbad entfernt und die
Reaktion nach 1 h durch Zugabe von 100 mL Wasser beendet. Die CH2Cl2-Phase wird abgetrennt
und die wäßrige Phase mit CH2Cl2 (3 × 30 mL) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen
werden mit je 30 mL HCl (c = 1 mol ⋅ L−1, 2 × ), Wasser (2 × ) und ges. NaCl-Lsg. (2 × ) gewaschen,
über MgSO4 getrocknet und filtriert. Das Lösemittel wird im Vakuum entfernt und der erhaltene
gelbe Feststoff (3.35 g) an 310 g Kieselgel flashchromatographiert (LM: n-Hexan + EE = 7 + 2).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.56 (s*, br) 6.56 (s) 4.56 (t), 4.54 (t) 3.55 („q “) 3.17 (t), 3.09 (t) 2.81 (t)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 8.60
3
J = 6.61
3
J = 8.58
3
J = 6.33
3
J = 5.50
Hm 13
H (1H, NH)
5
H (1H)
2
H , H (4H)
7 12
H (2H)
3
H , H (4H)
8 11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.4 (q) 154.6 151.9 125.8, 125.3 116.7 116.0 (q) 104.7
n
CDCl3 J [Hz] 2
JC-F = 36.75 – – – –
1
JC-F = 287.8 –
Cm C
14
C
6
C
1 4
C,C
9
C
10
C
15 5
C
(±)-N-Trifluoracetyl-1-(2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminopropan (264)
Die Synthese analog Methode 13 (Abschn. 5.4.4, S. 243) erfolgt mit 1.06 g (4.80 mmol) des prim.
Amins 261 und 5.0 g (3.36 mL, 23.8 mmol) TFAA in 100 mL [Link]. Der erhaltene farblose Rück-
stand (1.48 g) wird an 150 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: PE + EE + Toluen = 7 + 1 + 0.5).
Die vorgereinigten Hauptfraktionen (1.40 g) werden nochmals an 60 g Kieselgel flashchromato-
graphisch gereinigt (FM: PE + CH2Cl2 + Toluen = 4 + 4 + 1).
Die Synthese analog Methode 19 (Abschn. 5.5.5, S. 272) erfolgt mit 0.57 g (2.60 mmol) 261, 0.80
g (1.10 mL, 7.91 mmol) NEt3 und 1.64 g (1.10 mL, 7.81 mmol) TFAA in 50 mL abs. CH2Cl2. Der
erhaltene gelbe Feststoff (1.03 g) wird an 110 g Kieselgel flashchromatographisch gereinigt (FM:
n-Hexan + EE = 8 + 2).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.69 (s*, br) 6.56 (s) 4.52 (t), 4.58 (t) 4.14 (sept) 3.17 (t), 3.09 (t) 2.75 (d) 1.27 (d)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 8.50
3
J = 6.49
3
J = 8.57
3
J = 6.32
3
J = 6.48
Hm 13
H (1H, NH)
5
H (1H)
2
H (2H), H (2H)
7 12
H (1H)
3
H , H (4H)
8 11
H (2H)
16
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.8 (q) 154.6 151.7 125.8, 125.6 115.8 115.9 (q) 104.8
n
CDCl3 J [Hz] 2
JC-F = 36.51 – – – –
1
JC-F = 287.8 –
Cm C
14
C
6
C
1 4
C,C
9
C
10
C
15
C
5
IR ν [cm− ]
1
3425 3297 3104 2976 2930 1701 1626 1559 1482 1451 1436
KBr m, br, OH m, NH w, NH m w s, C=O w m m m m
ν [cm− ]
1
1373 1329 1315 1227 1207 1183 1156 985 960 889 847 725
w w w m m s, OCH2- m m m w w m
274 5 Experimenteller Teil
(±)-N-Trifluoracetyl-1-(2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminobutan (265)
Die Synthese erfolgt analog Methode 13 (Abschn. 5.4.4, S. 243) mit 0.70 g (3.0 mmol) des prim.
Amins 262 und 3.15 g (4.3 mL, 15 mmol) TFAA in 100 mL [Link]. Der erhaltene farblose Fest-
stoff (0.97 g) wird an 95 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: PE + CH2Cl2 + Toluen = 4 + 4 + 1).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.29 (s*, br) 6.54 (s) 4.55 (t), 4.52 (t) 3.99 (m) 3.15 (t), 3.09 (t) 2.68 – 2.79 (m)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 8.58 –
3
J = 8.64 –
3 3
J = 8.67 J = 8.56
Hm 13
H (1H, NH)
5
H (1H)
2
H (2H), H (2H)
7 12
H (1H)
3
H (2H), H (2H)
8 11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.0 (q) 154.6 151.9 125.6, 125.5 115.9 116.0 (q) 104.7 71.5, 71.3
n
CDCl3 J [Hz] 2
JC-F = 36.25 – – – –
1
JC-F = 288.6 – –
Cm C
14
C
6
C
1
C,C
4 9
C
10
C
15
C
5
C,C
2 7
IR ν [cm− ]
1
3426 3298 3103 2972 2928 2876 1699 1625 1557 1483 1452
KBr m, br, OH s, NH w, NH m m w s, C=O w m m s
ν [cm− ]
1
1368 1337 1314 1212 1181 1013 978 956 866 851 722
w w w s, OCH2- s, OCH2- m m m w w m
5 Experimenteller Teil 275
N-Trifluoracetyl-1-(8-brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-
2-aminoethan (266)
Die Synthese erfolgt analog Methode 14 (Abschn. 5.4.5, S. 244) mit 0.52 g (1.73 mmol) Tfac-ge-
schütztem Amin 263 in 30 mL Eisessig und einer Lösung aus 0.30 g (96 µL, 1.88 mmol) Br2 in 10 mL
Eisessig. Die Zutropfzeit der Br2-Lösung beträgt 45 min. Nach insgesamt 3 h (GC: 94 % Umsatz)
wird die Reaktion durch Zugabe von 25 mL Wasser beendet und ein farbloser Feststoff (0.50 g)
isoliert. Dieser wird in wenig CH2Cl2 aufgenommen und an 55 g Kieselgel flashchromatographiert
(FM: CH2Cl2 + PE + Toluen = 6 + 3 + 0.5).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.21 (s*, br) 4.65 (t), 4.59 (t) 3.54 („q “) 3.19 (t) 2.77 (t)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 8.61
3
J = 6.42
3
J = 8.60
3
J = 6.33
3
J = 5.62
Hm 13
H (1H, NH)
2
H (2H), H (2H)
7
H (2H)
12
H
3/8
(4H)
11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.3 (q) 152.1 151.7 126.7, 126.4 115.9 (q) 115.8
n
CDCl3 J [Hz] 2
JC-F = 36.68 – – –
1
JC-F = 287.9 –
Cm 14
C C
6
C
1
C,C
4 9
C
15
C
10
IR ν [cm− ]
1
3860 3800 3754 3701 3577 3424 3311 3108 2971 2917 1703 1602
KBr w w w w w m, br, OH m, NH w, NH m m s, C=O w
ν [cm− ]
1
1560 1430 1474 1356 1309 1214 1180 1079 1037 989 844 703
m m m w m s, OCH2- s, OCH2- w w m m m
276 5 Experimenteller Teil
(±)-N-Trifluoracetyl-1-(8-brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-
2-aminopropan (267)
Die Synthese erfolgt analog Methode 14 (Abschn. 5.4.5, S. 244) mit 0.79 g (2.51 mmol) Tfac-ge-
schütztem Amin 264 in 45 mL Eisessig und einer Lösung aus 0.48 g (154 µL, 3.01 mmol) Br2 in 5 mL
Eisessig. Die Zutropfzeit der Br2-Lösung beträgt 30 min. Nach insgesamt 3 h (GC: 97 % Umsatz)
wird die Reaktion durch Zugabe von 30 mL Wasser beendet und ein farbloser, dc-reiner Feststoff
isoliert. Das Rohprodukt (0.82 g) wird aus EE/PE umkristallisiert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.45 (s*, br) 4.65 (s) 4.59 (t) 4.13 (sept) 3.20 (t) 2.71 (m) 1.26 (d)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 8.62
3
J = 8.60
3
J = 6.47
3
J = 8.62 –
3
J = 6.49
Hm 13
H (1H, NH)
2
H (2H)
7
H (2H)
12
H (1H) H
3/8
(4H)
11
H (2H)
16
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.7 (q) 151.9 151.7 126.8, 126.5 115.0 115.9 (q) 98.3
n
CDCl3 J [Hz] 2
JC-F = 36.40 – – – –
1
JC-F = 288.3 -
Cm C
14
C
6
C
1
C,C
4 9
C
10
C
15
C
5
IR ν [cm− ]
1
3423 3295 3107 2979 2923 1699 1637 1560 1482 1423 1372
KBr m, br, OH m, NH w, NH w w s, C=O w m m m m
ν [cm− ]
1
1328 1311 1228 1208 1184 1108 991 969 890 843 726
w w m s, OCH2- s, OCH2- w m m w w m
5 Experimenteller Teil 277
(±)-N-Trifluoracetyl-1-(8-brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-
2-aminobutan (268)
Die Synthese erfolgt analog Methode 14 (Abschn. 5.4.5, S. 244) mit 0.66 g (2.0 mmol) Tfac-ge-
schütztem Amin 265 in 70 mL Eisessig und einer Lösung aus 0.38 g (123 µL, 2.4 mmol) Br2 in 5 mL
Eisessig. Die Zutropfzeit der Br2-Lösung beträgt 1 h. Nach insgesamt 2 h (GC: 96 % Umsatz) wird
die Reaktion durch Zugabe von 50 mL Wasser beendet und ein farbloser, dc-reiner Feststoff (GC:
> 98 %) isoliert. Es erfolgte keine weitere Reinigung.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.07 (s*, br) 4.65 (s) 4.58 (dt) 3.99 (sext) 3.19 („q”) 2.70 (m) 1.63 (m) 0.97 (t)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 8.64
3
J = 8.73
3
J = 6.86
3
J = 8.30 – –
3
J = 7.46
Hm 13
H (1H, NH)
2
H (2H), H (2H)
7 12
H (1H)
3/8
H (4H)
11
H (2H)
16
H (2H)
17
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.0 (q) 152.13 151.7 126.6, 126.4 116.0 (q) 115.2
n
CDCl3 J [Hz] 2
JC-F = 36.56 – – –
1
JC-F = 288.4 –
Cm 14
C C
6
C
1 4
C,C
9
C
15
C
10
δ [ppm] 98.1 71.8 71.1 52.7 31.7 31.5 30.0 27.4 10.1
Cm C
5
C
2
C
7
C
12
C
3
C
11
C
8
C
16
C
17
IR ν [cm− ]
1
3414 3298 3110 2971 2930 2863 1703 1638 1618 1558 1480
KBr m, br, OH s, NH w, NH m m w s, C=O w w m m
ν [cm− ]
1
1422 1337 1309 1209 1182 1164 998 982 964 844 724
s w w s, OCH2- s, OCH2- s m m w w m
278 5 Experimenteller Teil
1-(8-Brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminoethan (250)
Die Spaltung der Tfac-Schutzgruppe erfolgt analog Methode 15 (Abschn.5.4.8, S. 246) mit 50.5 mg
(132 µmol) 266, 125 mg (0.90 mmol) K2CO3, 14.0 mL MeOH und 2.0 mL Wasser. Nach 20 h Reak-
tionszeit wird mittels DC ein nebenreaktionfreier, quantitativer Reaktionsumsatz detektiert und nach
Aufarbeitung ein farbloses, dc-reines Öl isoliert.
CHN: [%] C H N Br 6 8
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 4.61 (t), 4.58 (t) 3.18 (m) 2.87 (t) 2.65 (t) 1.55 (s*, br)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 8.60 –
3
J = 6.73
3
J = 6.70 –
Hm 2
H (2H), H (2H)
7 3
H (2H), H (2H)
8 12
H (2H)
11
H (2H)
13
H (2H, NH2)
(±)-1-(8-Brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminopropan (249)
Die Spaltung der Tfac-Schutzgruppe erfolgt analog Methode 15 (Abschn.5.4.8, S. 246) mit 370 mg
(0.94 mmol) 267, 7.80 g (56.4 mmol) K2CO3, 110 mL MeOH und 50 mL Wasser. Nach 24 h Reak-
tionszeit wird mittels DC ein nebenreaktionsfreier, quantitativer Reaktionsumsatz detektiert und
nach Aufarbeitung ein farbloser, kristalliner und dc-reiner Feststoff isoliert.
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 152.3 150.5 127.4, 126.2 114.3 97.2 71.5, 70.9 46.1 32.4, 29.7 31.1 17.8
[D6]-DMSO Cm C
1
C
6
C,C
4 9
C
10
C
5 2
C,C
7
C
12 3
C,C
8
C
11
C
14
(±)-1-(8-Brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminobutan (269)
Methode 20
Eine Lösung aus 0.33 g (0.81 mmol) des Tfac-geschützten Amins 268, 3.24 g (81.0 mmol) NaOH,
100 mL MeOH und 20 mL Wasser wird unter N2-Atmosphäre 16 h bei RT gerührt. MeOH wird am
Rotationsverdampfer entfernt, die Restlösung mit Wasser verdünnt und mit CH2Cl2 (5 × 20 mL)
extrahiert. Die vereinigten CH2Cl2-Phasen werden mit Wasser (2 × 20 mL) und ges. NaCl-Lsg. (1 ×
30 mL) gewaschen und über MgSO4 getrocknet. Nach Entfernen des CH2Cl2 wird ein dc-reines,
farbloses Öl isoliert.
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 8.09 (s*, br) 4.57 (t), 4.56 (t) 3.15 – 3.33 (m) 3.11 (t) 2.74 (dd) 2.69 (dd)
n
[D6]-DMSO J [Hz] –
3
J = 8.72 –
3
J = 8.57
2
J = 13.7
2
J = 13.7
3 3 3
J = 8.66 J = 6.50 J = 7.95
m
H 13
H (3H, NH ) 3
+ 2
H (2H), H (2H)
7 12
H (1H) H
3/8
(4H)
11
H (1H) H
11’
(1H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 152.3 150.6 127.5, 126.2 114.3 97.2 71.5, 70.9 51.4 31.1, 29.7 30.6 24.8 9.6
[D6]-DMSO Cm C
1
C
6 4
C,C
9 10
C C
5
C,C
2 7
C
12 3
C,C
8
C
11
C
14
C
15
[2-(8-Brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)ethyl]-
(2-hydroxybenzyl)amin (270)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 35.1 mg (123 µmol) des primären Amins 250 und 22.5 mg (180 µmol) 2-Hydroxybenzaldehyd in
11 mL abs. MeOH (spontane Gelbfärbung bei Zugabe des Aldehyds). Nach 1.5 h wird mit 38 mg
(1.0 mmol) NaBH4 reduziert. Das erhaltene Öl (50 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und flashchro-
matographisch an 10 g Kieselgel gereinigt (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 4.10 (t, br) 3.22 (t) 3.11 (t) 3.03 (m, br) 2.84 (m)
n
[D6]-DMSO J [Hz] 3
J = 5.19
3
J = 8.61
3
J = 8.66 – –
Hm 14
H (2H)
3
H (2H)
8
H (2H)
12
H (2H)
11
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.0 152.1 150.6 131.6 130.5 127.1, 126.2 119.0 118.0 115.4 114.3 97.1
[D6]-DMSO Cm C
16
C
1
C
6
C
20
C
18
C,C
4 9
C
19
C
15 17
C C
10
C
5
[2-(8-Brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)ethyl]-
(2-methoxybenzyl)amin (271)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 60 mg (0.21 mmol) des primären Amins 250 und 33 mg (0.24 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in
10 mL abs. MeOH. Nach 2 h (DC-Kontrolle) wird mit 38 mg (1.0 mmol) NaBH4 reduziert. Das erhal-
tene schwach gelbe Öl (90 mg) wird in wenig CH2Cl2 aufgenommen und dreimal an 10 g Kieselgel
flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
Fp: 228 °C 3 1 11 H 15
10 N 17
4 13 16
CHN: [%] C H N 5 9
12 14 21
OCH3
gef. 54.35 5.44 3.01 Br 6 8
ber. 54.50 5.26 3.18
O
7
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 3.70 (s) 3.20 (t) 3.10 (t) 3.10 (m, br) 2.85 (m)
n
[D6]-DMSO J [Hz] –
3
J = 8.60
3
J = 8.70 – –
Hm 21
H (3H)
3
H (2H)
8
H (2H)
12
H (2H)
11
H (2H)
(±)-[2-(8-Brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-1-methylethyl]-
(2-hydroxybenzyl)amin (272)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 107 mg (0.36 mmol) des primären Amins 249 und 53 mg (0.43 mmol) 2-Hydroxybenzaldehyd in
21 mL abs. MeOH. Nach 4 h (DC-Kontrolle) werden nochmals einige Tropfen des Aldehyds zuge-
geben, 1 h bis zum quantitativen Reaktionsumsatz gerührt und mit 83 mg (2.20 mmol) NaBH4 redu-
ziert. Das isolierte schwach gelbe Öl (160 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 16 g Kieselgel
flashchromatographisch gereinigt (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 99 + 1).
δ [ppm] 4.53 (t) 4.19 (t, br) 3.42 (m) 3.16 – 3.33 (m) 3.11 (t) 3.06 (dd) 2.72 (dd) 1.20 (t)
n
J [Hz] 3
J = 8.61
3
J = 5.82 – –
3
J = 8.58
2
J = 13.4
2
J = 13.1
3
J = 6.43
3 3
J = 4.20 J = 10.6
m
H 7
H (2H)
14
H (2H)
12
H (1H)
8
H , H (2H)
8’ 3
H (2H)
11
H (1H) H
11’
(1H)
21
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 155.9 152.1 150.5 131.4 130.2 127.2, 126.2 118.9 118.2 115.3 114.2 97.1 71.4
[D6]-DMSO Cm C
16
C
1
C
6
C
20
C
18
C,C
4 9
C
19 15
C C
17
C
10
C
5
C
2
5 Experimenteller Teil 283
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 70.8 52.2 42.5 31.0 30.7 29.6 15.3
[D6]-DMSO Cm C
7
C
12
C
14
C
3 11
C C
8
C
21
EI-MS 70 eV m/z +
406, 404 [M •] 256, 254 174 150 107 77 44
170 °C rel. Int. [%] 1.1, 1.0 2.5, 2.5 3.5 69 33 11 100
(±)-[2-(8-Brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-1-methylethyl]-
(2-methoxybenzyl)amin (273)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 107 mg (0.36 mmol) des primären Amins 249 und 60 mg (0.44 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in
21 mL abs. MeOH. Nach 4 h (DC-Kontrolle) werden nochmals einige Tropfen des Aldehyds zuge-
geben, 1 h bis zum quantitativen Reaktionsumsatz gerührt und mit 83 mg (2.2 mmol) NaBH4 redu-
ziert. Das isolierte farblose Öl (160 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 16 g Kieselgel flash-
chromatographisch gereinigt (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 99 + 1).
Fp: 199 °C 3 1 11 H 15
10 12 N 17
4 13
16
CHN: [%] C H N 5 9 21
14 22
CH3 OCH3
gef. 55.62 5.38 3.02 Br 6 8
ber. 55.46 5.54 3.08 O
7
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.7 (s*, br) 7.82 (s*, br) 7.41 (d) 7.32 (t) 6.94 (t) 6.83 (d) 4.63 (t) 4.40 („q”)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 7.07
3
J = 7.74
3
J = 7.40
3
J = 8.25
3
J = 8.61
3
J = 8.65
Hm 13
H (1H, NH ) 2
+ 13’
H (1H, NH ) 2
+ 20
H (1H)
18
H (1H)
19
H (1H)
17
H (1H)
2
H (2H)
7
H (1H)
δ [ppm] 4.22 – 4.29 (m) 4.03 (m, br) 3.72 (s) 3.39 – 3.45 (m) 3.31 (m, br) 3.15 – 3.24 (m)
Hm 7’
H (1H), H (1H)
14
H
14’
(1H)
22
H (3H)
8
H (1H)
12
H (1H)
8’
H (1H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.7 152.4 151.3 132.0 131.0 127.5, 126.6 121.1 118.6 113.6 109.1 98.4 72.2
CDCl3 Cm C
16
C
1
C
6
C
20
C
18
C,C
4 9
C
19
C
15
C
10
C
17
C
5
C
2
(±)-[1-(8-Brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-ylmethyl)propyl]-
(2-hydroxybenzyl)amin (274)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 95 mg (0.30 mmol) des primären Amins 269 und 45 mg (0.37 mmol) 2-Hydroxybenzaldehyd in
22 mL abs. MeOH (spontane Gelbfärbung bei Zugabe des Aldehyds). Nach 4 h wird mit 60 mg
(1.60 mmol) NaBH4 reduziert. Das erhaltene Öl (140 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und zweimal
an 15 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 100 + 1).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.4 (s*) 9.03, 8.93 (2× s*, br) 7.45 (dd) 7.23 (dt) 7.02 (d) 6.84 (t) 4.56 (t)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.56
3
J = 7.75
3
J = 8.16
3
J = 7.44
3
J = 8.60
4 4
J = 1.09 J = 1.39
m
H 23
H (1H, OH)
13
H ,H
13’
(2H, NH ) 2
+
H (1H)
20 18
H (1H)
17
H (1H)
19
H (1H)
2
H (2H)
δ [ppm] 4.51 (m) 4.12 (s) 3.32 (m) 3.20 (m) 3.11 (t) 2.97 (dd) 2.84 (dd) 1.66 (quint) 0.91 (t)
n
J [Hz] – – – –
3
J = 8.83
2
J = 13.9
2
J = 13.9
3
J = 6.87
3
J = 7.42
3 3
J = 5.30 J = 9.30
Hm 7
H (2H)
14
H (2H)
12
H (1H)
8
H (2H) H (2H)
3
H (1H)
11
H
11’
(1H) H (2H)
21 22
H (3H)
5 Experimenteller Teil 285
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.1 152.2 150.6 131.6 130.3 127.2, 126.3 118.9 118.0 115.4 114.3 97.2 71.4
[D6]-DMSO Cm C
16
C
1
C
6
C
20
C
18
C,C
4 9
C
19
C
15
C
17
C
10
C
5
C
2
(±)-[1-(8-Brom-2,3,6,7-tetrahydrobenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-ylmethyl)propyl]-
(2-methoxybenzyl)amin (275)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 95 mg (0.30 mmol) des primären Amins 269 und 50 mg (0.37 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in
22 mL abs. MeOH. Nach 4 h (DC-Kontrolle) werden nochmals einige Tropfen des Aldehyds zuge-
geben, 1 h bis zum quantitativen Reaktionsumsatz gerührt und mit 60 mg (1.60 mmol) NaBH4 redu-
ziert. Das isolierte schwach gelbe Öl (140 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und zweimal an 15 g
Kieselgel flashchromatographiert (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 100 + 2).
Fp: 197 °C 3 1 11 H 15
10 12 N 17
4 13 16
14
CHN: [%] C H N 5 9
23
21 22 OCH3
gef. 56.15 5.97 2.86 Br 8 CH3
6
ber. 56.36 5.81 2.99 O
7
δ [ppm] 4.32 (m) 4.16 („q”) 4.03 (m, br) 3.67 (s) 3.50 (m) 3.11 – 3.21 (m) 2.98 – 3.09 (m)
n
J [Hz] –
3
J = 8.81 – – – – –
Hm 14
H (1H)
7’
H (1H) H
14’
(1H)
23
H (3H)
11
H (1H)
11’
H (1H), H (1H)
12 8
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.5 152.3 151.4 132.0 131.1 127.5, 126.6 121.1 118.5 113.5 110.32 98.5 72.2
CDCl3 Cm C
16
C
1
C
6
C
20
C
18
C,C
4 9
C
19
C
15 10
C C
17
C
5
C
2
δ [ppm] 71.0 56.7 55.5 44.9 31.5 30.4 29.8 23.3 10.2
Cm C
7
C
12
C
23
C
14
C
8
C
11
C
3
C
21
C
22
5.6 1-(Benzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminoalkan-Derivate
N-Trifluoracetyl-1-(8-brombenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminoethan (279)
Methode 21
Das Oxidations-Reagenz 2,3-Dichlor-5,6-dicyano-1,4-benzochinon (DDQ) wird vor Beginn der Syn-
these durch Umkristallisieren aus einem großen Volumen abs. CH2Cl2 (100 mL/1 g DDQ) gereinigt
und im Hochvakuum getrocknet ( 10−2 Torr, 50 °C, 12 h).
Eine Suspension aus 190 mg (0.5 mmol) Tfac-geschütztem Amin 266 und 341 mg (1.5 mmol)
DDQ in 50 mL abs. Toluen wird unter N2-Atmosphäre auf 110 °C erhitzt. Bei ca. 80 °C liegt eine
klare, rote Lösung vor. Nach 20 h Reaktionszeit zeigt die DC-Kontrolle nur noch geringe Mengen
des Eduktes 266. Weitere 45 mg (0.2 mmol) DDQ werden zugegeben, die Reaktionslösung 12 h
bei 110 °C gerührt (DC: quantitativer Umsatz) und im Anschluß 12 h bei −18 °C gekühlt. Das aus
der kalten Lösung ausgefallene Hydrochinon wird zügig abfiltriert und mit wenig kaltem Toluen ge-
waschen. Toluen wird im Vakuum entfernt, der dunkelbraune Rückstand in CH2Cl2 aufgenommen
und durch eine Glasfritte mit 5 g Kieselgel filtriert. Das Kieselgelbett wird mit CH2Cl2 (4 × ) gewa-
schen, die vereinigten CH2Cl2-Phasen im Vakuum eingeengt und der zurückbleibende schwach
gelbe Feststoff (230 mg) an 23 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + PE = 7 + 3).
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.8 (q) 150.1 149.3 146.4, 146.1 126.6, 126.1 115.7 (q) 111.9
n
CDCl3 J [Hz] 2
JC-F = 36.83 – – – –
1
JC-F = 288.2 –
Cm C
14
C
6
C
1
C,C
2 7
C,C
4 9 15
C C
10
(±)-N-Trifluoracetyl-1-(8-brombenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminopropan (280)
Die Synthese erfolgt analog Methode 21 (S. 286) mit 395 mg (1.0 mmol) Tfac-geschütztem Amin
267 und 681 mg (3.0 mmol) DDQ in 50 mL abs. Toluen. Nach 24 h (DC-Kontrolle) bei 110 °C
werden nochmals 91 mg (0.4 mmol) DDQ zugegeben und die Reaktionslösung eine weitere Stunde
bei gleicher Temperatur gerührt (DC: quantitativer Umsatz). Der nach Aufarbeitung isolierte farb-
lose Feststoff (400 mg) wird an 50 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + PE = 6 + 3).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.73 (d) 7.69 (d) 6.99 (d) 6.92 (d) 6.40 (s*, br) 4.46 (sept) 3.35 (d) 1.26 (d)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 2.26
3
J = 2.23
3
J = 2.18
3
J = 2.27 –
3
J = 6.80
3
J = 6.13
3
J = 6.68
Hm 2
H (1H), H (1H)
7 3
H (1H), H (1H)
8 13
H (1H, NH)
12
H (1H)
11
H (2H)
16
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.7 (q) 150.4 149.3 146.4, 146.0 126.5 115.8 (q)
n
CDCl3 J [Hz] 2
JC-F = 36.95 – – – –
1
JC-F = 288.2
Cm C
14
C
6
C
1
C,C
2 7
C,C
4 9
C
15
1-(8-Brombenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminoethan (281)
Das Abspalten der Tfac-Schutzgruppe erfolgt analog Methode 15 (Abschn. 5.4.8, S. 246) mit 170 mg
(0.45 mmol) 279, 442 mg (3.20 mmol) K2CO3, 25 mL MeOH und 10 mL Wasser. Nach 20 h Reak-
tionszeit wird mittels DC ein nebenreaktionsfreier, quantitativer Reaktionsumsatz detektiert und
nach Aufarbeitung ein farbloses, dc-reines Öl isoliert.
(±)-1-(8-Brombenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminopropan (282)
Das Abspalten der Tfac-Schutzgruppe erfolgt analog Methode 15 (Abschn. 5.4.8, S. 246) mit 0.37 g
(0.95 mmol) 280, 3.80 g (95.0 mmol) NaOH, 110 mL MeOH und 20 mL Wasser. Nach 16 h Reak-
tionszeit wird mittels DC ein nebenreaktionsfreier, quantitativer Reaktionsumsatz detektiert und
nach Aufarbeitung ein farbloser, dc-reiner Feststoff isoliert.
N-2-Hydroxybenzyl-1-(8-brombenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminoethan (283)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 55 mg (196 µmol) des primären Amins 281 und 27 mg (220 µmol) 2-Hydroxybenzaldehyd in 10 mL
abs. MeOH (spontane Gelbfärbung bei Zugabe des Aldehyds). Nach 1.5 h wird mit 31 mg (820 µmol)
NaBH4 reduziert. Das erhaltene Öl (60 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 13 g Kieselgel flash-
chromatographisch gereinigt (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
Fp: 219 °C 3 1 11 H 15
10 N 17
4 13
16
CHN: [%] C H N 5 9
12 14
21
OH
gef. 53.84 4.09 3.21 Br 6 8
ber. 53.99 4.05 3.31
O
7
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.3 (s*) 9.33 (s*, br) 8.18 (d) 8.16 (d) 7.44 (dd) 7.39 (d) 7.24 (dt)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 2.16
3
J = 2.18
3
J = 7.44
3
J = 2.29
3
J = 7.74
4 4
J = 0.82 J = 1.33
m
H 21
H (1H, OH)
13
H (2H, NH ) 2
+ 2
H (1H), H (1H)
7 20
H (1H)
3
H (1H)
18
H (1H)
δ [ppm] 7.04 (d) 6.97 (d) 6.85 (t) 4.16 (t, br) 3.56 (m) 3.23 (m, br)
n
J [Hz] 3
J = 2.24
3
J = 8.05
3
J = 7.45
3
J = 4.97 - -
Hm 8
H (1H)
17
H (1H)
19
H (1H)
14
H (2H)
11
H (2H)
12
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 155.9 149.3 148.4 147.6, 147.2 131.5 130.3 125,9 125.8 119.0 118.0 115.4 111.4
[D6]-DMSO Cm C
16
C
1
C
6
C,C
2 7
C
20
C
18 4
C,C
9
C
19
C
15
C
17
C
10
N-2-Methoxybenzyl-1-(8-brombenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminoethan (284)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 100 mg (0.36 mmol) des primären Amins 281 und 60 mg (0.44 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in
25 mL abs. MeOH. Nach 2.5 h (DC-Kontrolle) werden nochmals einige Tropfen des Aldehyds zu-
gegeben, 1 h bis zu einem quantitativen Reaktionsumsatz gerührt und mit 41 mg (1.08 mmol)
NaBH4 reduziert. Das isolierte schwach gelbe Öl (160 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und zweimal
an 15 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CHCl3 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 9.85 (s*, br) 7.63 (d) 7.59 (d) 7.44 (dd) 7.27 (d) 7.10 (dt) 6.85 (d) 6.80 (t)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 2.25
3
J = 2.18
3
J = 7.46
3
J = 2.28
3
J = 7.85
3
J = 2.15
3
J = 7.44
4 4
J = 1.30 J = 1.41
Hm 13
H (2H, NH2 )
+ 2
H (1H), H (1H)
7 20
H (1H)
3
H (1H)
18
H (1H)
8
H (1H)
19
H (1H)
δ [ppm] 6.73 (d) 4.19 (t, br) 3.77 (s) 3.62 (m) 3.23 (m, br)
n
J [Hz] 3
J = 8.22
3
J = 5.05 – – –
Hm 17
H (1H)
14
H (2H)
21
H (3H)
11
H (2H)
12
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.8 149.8 149.2 146.2, 146.0 132.0 131.2 126.5, 126.2 120.8 118.3 110.8 110.5
CDCl3 Cm C
16
C
1
C
6 2
C,C
7
C
20
C
18
C,C
4 9
C
19
C
15
C
10
C
17
(±)-N-2-Hydroxybenzyl-1-(8-brombenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminopropan (285)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 120 mg (0.41 mmol) des primären Amins 282 und 50 mg (0.49 mmol) 2-Hydroxybenzaldehyd in
11 mL abs. MeOH. Nach 2 h (DC-Kontrolle) wird mit 62 mg (1.64 mmol) NaBH4 reduziert. Das
isolierte schwach gelbe Öl (160 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 20 g Kieselgel flashchro-
matographisch gereinigt (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
Fp: 224 °C 3 1 11 H 15
10 12 N 17
4 13
16
CHN: [%] C H N 5 9 21
14
22
CH3 OH
gef. 54.99 4.43 3.19 Br 6 8
ber. 55.00 4.39 3.21 O
7
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.4 (s*) 9.45, 9.44 (2× s*, br) 8.19 (d) 8.17 (d) 7.56 (d) 7.40 (d) 7.27 (dt)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 2.26
3
J = 2.09
3
J = 7.31
3
J = 2.22
3
J = 7.70
4
J = 1.22
m
H 22
H (1H, OH) H ,H
13 13’
(2H, NH ) 2
+ 2
H (1H), H (1H)
7 20
H (1H)
3
H (1H)
18
H (1H)
δ [ppm] 7.04 (d) 7.02 (d) 6.89 (t) 4.25 (m, br) 3.75 (dd) 3.61 (m, br) 3.43 (dd) 1.20 (d)
n
J [Hz] 3
J = 1.90
3
J = 7.65
3
J = 7.41 –
2
J = 13.0 –
2
J = 12.8
3
J = 6.37
3 3
J = 3.44 J = 10.1
Hm 8
H (1H)
17
H (1H)
19
H (1H) H ,H
14 14’
(2H)
11
H (1H)
12
H (1H)
12
H (1H)
21
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 155.9 149.6 148.4 147.8, 147.3 131.5 130.2 126.1, 125.9 119.0 118.3 115.4 111.2
[D6]-DMSO Cm C
16
C
1
C
6
C,C
2 7 20
C
18
C
4
C,C
9
C
19
C
15
C
17 10
C
(±)-N-2-Methoxybenzyl-1-(8-brombenzo[1,2-b:4,5-b′]difuran-4-yl)-2-aminopropan (286)
Die Synthese erfolgt via stufenweise reduktive Alkylierung analog Methode 7 (Abschn. 5.3.2, S. 233)
mit 120 mg (0.41 mmol) des primären Amins 282 und 68 mg (0.50 mmol) 2-Methoxybenzaldehyd in
11 mL abs. MeOH. Nach 2.5 h (DC-Kontrolle) wird mit 62 mg (1.64 mmol) NaBH4 reduziert. Das
isolierte farblose Öl (190 mg) wird in wenig CH2Cl2 gelöst und an 20 g Kieselgel flashchromato-
graphisch gereinigt (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
Fp: 203 °C 3 1 11 H 15
10 12 N 17
4 13
16
CHN: [%] C H N 5 9 21
14 22
CH3 OCH3
gef. 55.88 4.67 3.08 Br 6 8
ber. 55.96 4.70 3.11 O
7
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.1 (s*, br) 9.35 (s*, br) 7.69 (d) 7.62 (d) 7.53 (dd) 7.31 (d) 7.00 (dt) 6.88 (d)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 2.26
3
J = 2.30
3
J = 7.39
3
J = 2.28
3
J = 8.27
3
J = 2.32
4 4
J = 1.26 J = 1.47
Hm 13
H (2H, NH2 )
+
H
13’
(2H, NH2 )
+ 2
H (1H), H (1H)
7 20
H (1H)
3
H (1H)
18
H (1H)
8
H (1H)
δ [ppm] 6.73 (t) 6.70 (d) 4.23 (m) 4.10 (m) 3.75 (s) 3.69 (dd) 3.47 (m) 3.38 (dd) 1.34 (d)
n
J [Hz] 3
J = 7.51
3
J = 8.59 - - -
2
J = 12.8 -
2
J = 12.5
3
J = 6.19
3 3
J = 3.68 J = 10.2
Hm 19
H (1H)
17
H (1H)
14
H (1H) H
14’
(1H) H (3H)
22 11
H (1H)
12
H (1H) H
11’
(1H)
21
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 157.7 150.0 149.2 146.3, 146.0 132.1 131.0 126.7, 126.4 120.7 118.5 111.1 110.3
CDCl3 Cm C
16
C
1
C
6
C,C
2 7
C
20
C
18
C,C
4 9
C
19
C
15
C
10
C
17
(±)-1-(2-Methoxyphenyl)ethylamin (288)
Eine Lösung aus 9.00 g (60.0 mmol) 2’-Methoxyacetophenon, 46.3 g (600 mmol) getrocknetem
Ammoniumacetat (NH4OAc) und 2.64 g (42 mmol) Natriumcyanoborhydrid (NaBH3CN) in 200 mL
abs. MeOH werden unter N2-Atmosphäre 24 h bei RT gerührt (DC: quant. Umsatz). Das Reaktions-
gemisch wird anschließend mit i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) auf pH < 2, wobei das Reaktions-
produkt in Form des Hydrochlorid-Salzes (288⋅HCl) ausfällt. MeOH wird am Rotationsverdampfer
entfernt, der zurückbleibende Feststoff in Wasser gelöst und durch Extrahieren mit Et2O (5 × ) von
nichtbasischen Verunreinigungen gereinigt. Die wäßrige, HCl-saure Phase wird mit einer Na2CO3-
Lsg. auf pH = 10 eingestellt und mit Et2O (5 × ) extrahiert. Nach Waschen mit Wasser (2 × ) und
Trocknen über Na2SO4 wird im Vakuum eingeengt, und das erhaltene gelbe Öl (8.8 g, 58.2 mmol)
an 400 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 96 + 4).
9
1
Ausbeute: 7.80 g (51.6 mmol) farbloses Öl (86 % d. Th.) CH3 OCH3
10 8
3
C9H13NO (Mr = 151.21) freie Base (Racemat) H2N 2 7
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.33 (dd) 7.21 (dt) 6.94 (dt) 6.86 (dd) 4.35 (q) 3.84 (s) 1.73 (s*) 1.39 (d)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 7.50
3
J = 7.90
3
J = 7.30
3
J = 8.00
3
J = 6.70 – –
3
J = 6.65
4 4 4 4
J = 1.60 J = 1.60 J = 0.60 J = 0.60
Hm 4
H (1H)
6
H (1H)
5
H (1H)
7
H (1H)
2
H (1H)
9
H (3H)
10
H (2H, NH2)
1
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.8 135.7 127.6 125.7 120.7 110.5 55.2 46.1 23.2
CDCl3 Cm C
8 3
C
4
C
6
C C
5
C
7
C
9
C
2
C
1
Oxalsäureoctylesterchlorid (290)
In einem ausgeheizten Dreihalskolben (150 °C, 48 h) werden unter N2-Atmosphäre 26.2 mL (38.1 g,
300 mmol) Oxalylchlorid vorgelegt und bei RT 16.0 mL (13.2 g, 102 mmol) wasserfreier 1-Octanol
innerhalb von 2.5 h zugetropft. Das Reaktionsgemisch wird 12 h bei RT und danach weitere 12 h
bei 60 °C gerührt. Nach beendeter Reaktion wird überschüssiges Oxalylchlorid im Vakuum entfernt
und die verbleibende Flüssigkeit über eine 20 cm Vigreux-Kolonne im Vakuum (5 mbar ≡ 3.75 Torr)
fraktioniert destilliert.
294 5 Experimenteller Teil
Sdp: 94 °C (5 mbar) O
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 4.35 (t) 1.77 (quint) 1.10 – 1.50 (m) 0.89 (t)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 6.65
3
J = 6.80 –
3
J = 6.60
Hm 3
H (2H)
4
H (2H)
5 9
H – H (10H)
10
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 161.1 155.9 69.1 31.8 29.11, 29.07 28.2 25.6 22.6 14.1
CDCl3 Cm 2
C C
1
C
3
C
8
C,C
6 7
C
4
C
5
C
9
C
10
(±)-N-[1-(2-Methoxyphenyl)ethyl]oxalsäureoctylester (291)
Zu einer Lösung aus 3.78 g (25.0 mmol) (±)-1-(2-Methoxyphenyl)ethylamin (288) und 3.04 g (30.0
mmol) wasserfreiem NEt3 in 50 mL abs. Toluen werden unter N2-Atmosphäre bei 0 °C via Spritze
5.52 g (30.0 mmol) Oxalsäureoctylesterchlorid (290) innerhalb von 2 h zugetropft und das Reaktions-
gemisch 15 h bei RT gerührt (DC: quant. Umsatz). Nach Zugabe von 75 mL Wasser wird mit einer
i-PrOH⋅HCl-Lösung (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) auf pH = 3 eingestellt, die organische Phase abgetrennt
und die wäßrige Phase dreimal mit CH2Cl2 extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden
je einmal mit ges. NaHCO3-Lsg., Wasser und ges. NaCl-Lsg. gewaschen, über MgSO4 getrocknet
und das Lösemittel am Rotationsverdampfer entfernt. Das verbleibende gelbe Öl (8.43 g) wird nach
Trocknen im Hochvakuum 2 × an 260 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: PE + EE = 10 + 1).
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.30 (d) 7.20 (t) 6.95 (t) 6.80 (d) 5.20 (m) 4.40 (t) 3.90 (s) 1.80 (quint)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 7.40
3
J = 7.80
3
J = 7.30
3
J = 7.90 –
3
J = 6.60 –
3
J = 6.80
Hm 1
H (1H)
3
H (1H) H (1H)
2 4
H (1H)
7
H (1H)
12
H (2H)
20
H (3H)
13
H (2H)
(R)-N-[1-(2-Methoxyphenyl)ethyl]oxalsäure (292)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 159.9 157.0 156.2 129.3 128.6 128.1 121.0 111.3 55.5 49.2 20.9
CDCl3 Cm C
11
C
5
C
10
C
1 6
C C
3
C
2 4
C C
12
C
7
C
8
80 mg (0.36 mmol) der Oxalsäure (R)-292 gelöst in 6 mL MeOH werden mit 12 mL (36 mmol) wäß-
riger NaOH (c = 3 mol ⋅ L−1) versetzt und bei RT gerührt. Nachdem nach 24 h keine Produktbildung
einsetzte (DC-Kontrolle), wurden nochmals 1.44 g (36 mmol) NaOH gelöst in 10 mL Wasser zum
Reaktionsgemisch zugegeben. Nach 48 h unter Rückfluß wurde per DC ein nahezu quantitativer
Umsatz detektiert.
[Link] Synthese der Imine (S)- und (R)-294: Einführung des chiralen Auxiliars
(S)-[1-(2-Methoxyphenyl)ethyliden]-(1-phenylethyl)amin (294)
Vorbemerkung:
Alle verwendeten Glasgeräte werden 48 h bei 160 °C getrocknet und vor ihrem Einsatz unter Ar-
Atmosphäre auf RT abgekühlt. Zur Reaktionskontrolle wird eine kleine Menge der Reaktionslösung
(Imin) mit NaBH4 in abs. MeOH zum Amin reduziert und nach Zugabe von NaOH (c = 3 mol ⋅ L−1)
gegen Et2O extrahiert und nachfolgend dünnschichtchromatographisch analysiert.
5 14
3 17 12
EI-MS 70 eV m/z 253 [M •]
+
238 134 105 77 4
OCH3 13
35°C rel. Int. [%] 22 23 18 100 22
C17H19NO (Mr = 253.34)
(E)-Isomer
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 6.60 – 7.50 (m) 4.79 (q) 3.48 (m, br) 2.17 (s) 1.56 (d)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = 6.57 – –
3
J = 6.54
Hm 1 4 12
H – H , H – H (9H)
16 10
H (1H)
17
H (3H)
8
H (3H) H (3H)
9
(Z)-Isomer
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 6.60 – 7.50 (m) 4.25 (q, br) 3.74 (m, br) 2.27 (s) 1.39 (d)
n
CDCl3 J [Hz] –
3
J = n.b. – –
3
J = 6.53
Hm 1 4 12
H – H , H – H (9H)
16 10
H (1H)
17
H (3H)
8
H (3H) H (3H)
9
5 Experimenteller Teil 297
(1R,1’S)-[1-(2-Methoxyphenyl)ethyl]-(1’-phenylethyl)amin (295)
19.5 g (77.0 mmol) des Imins (S)-294 werden unter N2-Atmosphäre in 100 mL abs. EtOH gelöst
und auf −78 °C gekühlt. Zu dieser Lösung werden 1.4 g (37.0 mmol) NaBH4 auf einmal zugegeben
und 15 h bei −78 °C gerührt (→ klare gelbe Lösung). Die Reaktionslösung wird über einen Zeitraum
von 52 h auf −25 °C aufgetaut und vorsichtig mit 80 mL i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) versetzt
(starke Gasentwicklung!; Bildung des Hydrochlorid-Niederschlags). Das Lösemittel (EtOH, i-PrOH)
wird am Rotationsverdampfer entfernt, der zurückbleibende farblose Feststoff in Wasser aufgenom-
men und mit Et2O (5 × ) extrahiert. Die wäßrige, HCl-saure Phase wird unter Eiskühlung mit NaOH
alkalisiert (pH ≈ 9) und mit CH2Cl2 (5 × ) extrahiert. Die vereinigten CH2Cl2-Phasen werden mit
Wasser (3 × ) und ges. NaCl-Lsg. (1 × ) gewaschen, über MgSO4 getrocknet und am Rotationsver-
dampfer eingeengt. Nach Trocknen am Ölpumpenvakuum wird das erhaltene orange Öl (18.6 g,
72.8 mmol, 95 % d. Th.) in 10 mL abs. MeOH gelöst, mit 50 mL abs. Et2O versetzt und durch Zu-
tropfen einer Lösung aus 20 mL i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) in 50 mL abs. Et2O in das Hydro-
chlorid-Salz überführt. Der erhaltene farblose Feststoff (20.5 g, 70.3 mmol, 91 % d. Th.) wird aus ca.
140 mL abs. EtOH umkristallisiert. Aus der 1H-NMR-spektroskopischen Analyse des ungereinigten
Reduktionsgemisches ergibt sich eine Diastereoselektivität der Reduktion der C=N-Doppelbindung
von (1R,1’S)/(1S,1’S) = 97 : 3 (vgl. Abschn. [Link], S. 114) Nach einmaligem Umkristallisieren
aus EtOH sind im 1H-NMR-Spektrum keine Signale mehr für das Minordiastereomer zu erkennen.
Die Synthese des (1S,1’R)-Enantiomers aus (R)-294 erfolgt analog und liefert gleiche Ergebnisse.
1 17
17.4 g (59.6 mmol) 16.8 g (57.6 mmol) 7
9 12
2
6 N 10 16
(77 % [Link].) (75 % [Link].) H
3 18 13 15
5 OCH3
Fp: 253 °C 255 °C 4 14
CHN: [%] C H N
ber. 69.97 7.60 4.80
(R , S )-295 69.97 7.63 4.75
(S , R )-295 70.03 7.67 4.81
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.5 (s*, br) 8.60 (s*, br) 7.61 (dd) 7.54 (d) 7.27 – 7.40 (m) 7.23 (dt) 6.92 (dt)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 7.50
3
J = 6.93 –
3
J = 7.80
3
J = 7.50
4 4 4
J = 1.20 J = 1.30 J = 0.90
Hm 9
H (1H, NH2 )
+ 9’
H (1H, NH2 )
+ 1
H (1H) H
13/17
(2H)
14 15
H , H , H (3H)
16 3
H (1H)
2
H (1H)
δ [ppm] 6.79 (d) 4.46 (sex) 4.04 (sex) 3.81(s) 1.59 (d), 1.56 (d)
n
J [Hz] 3
J = 8.23
3
J = 6.50
3
J = 6.50 –
3
J = 6.95
Hm H (1H)
4 7
H (1H)
10
H (1H)
18
H (3 H)
8
H (3H), H (3H)
11
298 5 Experimenteller Teil
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.8 136.7 130.2 129.0, 128.9, 128.7, 128.5 124.4 121.0
CDCl3 Cm C
5
C
6
C
3 1 13
C,C ,C ,C ,C ,C
14 15 16 17
C
12
C
2
(R)-1-(2-Methoxyphenyl)ethylamin (288)
Eine Lösung aus 2.92 g (10.0 mmol) des Bisbenzylamins (1R,1’S)-295⋅HCl, 3.15 g (50 mmol)
Ammoniumformiat (HCO2 NH4) und 0.6 g Pd/C (10 %) in 150 mL abs. MeOH wird unter N2-Atm. 1 h
unter Rückfluß erhitzt (DC: quant. Umsetzung). Die Reaktionslösung wird anschließen filtriert und
der Aktivkohle/Pd-Rückstand dreimal mit 25 mL MeOH gewaschen. Die vereinigten MeOH-Frak-
tionen werden im Vakuum eingeengt, der zurückbleibende farblose Feststoff in Wasser gelöst, mit
wäßriger NaOH (c = 3 mol ⋅ L−1) alkalisiert und mit CH2Cl2 (4 × ) extrahiert. Nach Waschen der ver-
einigten CH2Cl2-Fraktionen mit Wasser (2 × ) und ges. NaCl-Lsg. (1 × ) und Trocknen über MgSO4
wird am Rotationsverdampfer eingeengt. Das verbleibende farblose Öl (dc-rein) wird vorsichtig im
Ölpumpenvakuum getrocknet und ohne weitere Reinigung im nächsten Syntheseschritt eingesetzt.
Die Synthese des (S)-Enantiomers ausgehend von (1S,1’R)-295⋅HCl erfolgt analog.
9
Ausbeute: (R)-288 (S)-288 1
CH3 OCH3
(freie Base) 1.37 g (9.10 mmol) 1.36 g (9.00 mmol) 10 3
8
H2N 2 7
(91 % [Link].) (90 % [Link].)
4 6
[α ] D20 : + 21.3 − 21.2 5
Für analytische Zwecke wurde eine kleine Menge der freien Base 288 in wenig abs. Methanol
gelöst, auf das Fünffache des Volumens mit abs. Et2O aufgefüllt und durch tropfenweise Zugabe
von i-PrOH⋅HCl (c ≈ 5 – 6 mol ⋅ L−1) als Hydrochlorid kristallisiert.
CHN: [%] C H N
ber. 57.6 7.52 7.46
(R )-288 57.5 7.41 7.30
(S )-288 57.6 7.38 7.38
1
H-, 13C-NMR- und EI-MS-Analysedaten siehe (±)-288 (Abschn. 5.7.1, S. 293)
5 Experimenteller Teil 299
Allgemeine Versuchsdurchführung:
27.2 mg (0.18 mmol) der dc-reinen Amine (R)- resp. (S)-288 in 1 mL abs. CH2Cl2 und 10 Tr. abs.
NEt3 werden unter Ar mit 58 mg (2.30 mmol) (R)-(−)-MTPA-Cl in 1 mL abs. CH2Cl2 versetzt. Der
Reaktionsansatz wird 24 h bei RT gerührt, mit 10 mL CH2Cl2 verdünnt, zweimal mit je 10 mL HCl
(c = 1 mol ⋅ L−1) gewaschen und mit 10 mL NaHCO3-Lsg. (5 %) entsäuert. Nach Trocknen über MgSO4
wird abfiltriert, am Rotationsverdampfer evaporiert und abschließend am Hochvakuum evakuiert.
Die erhaltenen gelben Öle werden ohne weitere Bearbeitung NMR-spektroskopisch vermessen.
5.7.4 Kupplung des chiralen Schlüsselbausteins 288 mit dem Tricyclus 95 zu den
enantiomerenreinen Chinazolindion-Derivaten (R)- und (S)-298
(R)-3-[2-(2-Methoxyphenylethyl)aminoethyl]-2,4(1H,3H)chinazolindion (298)
Die Synthese erfolgt durch nucleophile Ringöffnung analog Methode 3 (Abschn. 5.2.3, S. 192) mit
189 mg (1.0 mmol) des Tricyclus 95 und 450 mg (3.0 mmol) (R)-1-(2-Methoxyphenyl)ethylamin
(288). Das isolierte gelbe Öl (400 mg) wird in wenig CH2Cl2 aufgenommen und zweimal an 40 g
Kieselgel flashchromatographiert (FM: EE + MeOH (NH3) = 98 + 2). Das zurückbleibende farblose
Öl wird im Hochvakuum getrocknet und unter Zugabe weniger Tropfen Et2O in einen farblosen
Trockenschaum überführt. Die Synthese des (S)-Enantiomers ausgehend von (S)-288⋅erfolgt analog.
18
Ausbeute: (R)-298 (S)-298 19
O 17
(freie Base) 180 mg (0.53 mmol) 260 mg (0.77 mmol) 3 10 H 14
2 N 16
4 1 N 12
13 15
(53 % [Link].) (77 % [Link].) 9
11
21 20
5 8 CH3 OCH3
7 N O
[α ] D20 : + 11.7 − 12.4 6
H
MeOH (c = 1.00) MeOH (c = 1.00)
C19H21N3O3 (Mr = 339.39)
DC: EE + MeOH (NH3) = 98 + 2 (RF = 0.20)
CHN: [%] C H N
ber. 67.24 6.24 12.38
(R )-298 67.34 6.20 12.23
(S )-298 67.25 6.29 12.27
300 5 Experimenteller Teil
O 19 17
Fp: 238 °C (EtOH) 3 10 H 14
2 N 16
CHN: [%] C H N 4 1 N 11
12
13 15
20
9 21
gef. 62.00 5.72 10.81 5 8 CH3 OCH3
7 N O
ber. 62.49 5.77 10.93 6
H
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 11.5 (s*, br) 7.93 (d) 7.66 (t) 7.38 (d) 7.27 (t) 7.18 – 7.29 (d + t) 7.01 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] –
3
J = 7.82
3
J = 7.74
3
J = 7.45
3
J = 7.62
3
J16-17 = 8.13
3
J = 8.19
3
J4-3/5 = 7.98
Hm 8
H (1H, NH)
3
H (1H)
5
H (1H)
19
H (1H)
17
H (1H)
16
H (d, 1H), H (t, 1H)
4 6
H (1H)
δ [ppm]] 6.94 (t) 4.39 (q, br) 3.96 – 4.15 (2× td) 3.78 (s) 2.83 (s) 1.33 (d)
n
J [Hz] 3
J = 7.27
3
J = 5.67
2
J10-10’ = 13.1 – –
3
J = 6.27
3
J10-11 = 6.45
Hm 18
H (1H)
13
H (1H) H
10/10’
(2H)
20
H (3H)
11
H (2H)
21
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.1 156.5 150.3 139.4 134.9 128.7 127.3 126.9 122.4
[D6]-DMSO Cm C
1
C
15
C
9
C
7
C
5
C
14 3
C,C
19
C
17
C
4
δ [ppm] 120.5 115.0 113.8 111.1 55.4 51.0 43.9 38.3 20.3
Cm C
18
C
6
C
2
C
16
C
20
C
13
C
11
C
10 21
C
4-Brom-2,5-dimethoxyphenylessigsäureethylester (300)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.06 (s) 6.80 (s) 4.16 (q) 3.84 (s) 3.78 (s) 3.58 (s) 1.25 (t)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 7.10 – – –
3
J = 7.10
Hm 2
H (1H)
5
H (1H)
9
H (2H)
12
H (3H)
11
H (3H)
7
H (2H)
10
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 171.2 152.0 150.0 123.2 116.2 115.3 110.3 60.8 57.0 56.3 35.8 14.2
CDCl3 Cm C
8
C
1
C
4
C
6
C
2
C
5
C
3
C
9
C
12
C
11
C
7
C
10
IR ν 1
[cm− ] 2985 2964 2932 2839 1729 1500 1216, 1202, 1188 1152 1055 1031 716
KBr w w w w s, C=O s s, C–O–R m s s m
2,5-Dimethoxy-4-iodphenylessigsäureethylester (301)
Die Iodierung erfolgt analog Methode 12 (S. 242) mit 1.10 g (4.90 mmol) 2,5-Dimethoxypheny-
lessigsäureethylester, 1.06 g (6.50 mmol) Iodmonochlorid (ICl), 1.70 g (7.80 mmol) Silbertrifluor-
acetat (AgCF3CO2) und 60 mL Eisessig. Nach 10 min (GC: 99 % Umsatz) wird die Reaktion durch
die Zugabe von 20 mL Wasser beendet. Der nach Aufarbeitung isolierte gelbe Feststoff (1.79 g)
wird an 60 g Kieselgel flashchromatographiert (FM: PE + EE = 6 +1) und anschließend im Hoch-
vakuum getrocknet.
302 5 Experimenteller Teil
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 7.25 (s) 6.72 (s) 4.16 (q) 3.82 (s) 3.77 (s) 3.58 (s) 1.25 (t)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 7.10 – – –
3
J = 7.15
Hm 2
H (1H)
5
H (1H)
9
H (2H)
12
H (3H)
11
H (3H)
7
H (2H)
10
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 171.2 152.5, 152.3 124.4 121.9 114.0 84.0 60.8 57.1 56.4 36.0 14.2
CDCl3 Cm C
8 1
C,C
4
C
6 2
C C
5 3
C C
9
C
12
C
11
C
7
C
10
IR ν 1
[cm− ] 2985 2963 2931 2838 1729 1495 1216, 1201, 1189 1150 1051 1028 712
KBr w w w w s, C=O s s, C–O–R m s s m
4-Brom-2,5-dimethoxyphenylacetaldehyd (302)
Methode 22
Zu einer Lösung aus 1.14 g (3.76 mmol) des Carbonsäureesters 300 in 40 mL abs. Toluen werden
unter N2-Atmosphäre bei −80 °C 3.0 mL (4.50 mmol) Diisobutylaluminiumhydrid (DIBAH, Lösung in
Toluen, c = 1.5 mol ⋅ L−1) via Spritze auf einmal zugegeben. Nach 2 h bei −80 °C wird die Reaktion
durch Zugabe von 2 – 3 mL i-PrOH gequencht (Gasentwicklung) und 10 min gerührt. Nach Entfer-
nen des Kühlbades werden bei RT 4 mL Wasser und 2 Löffel Celite ® zugegeben und das Reaktions-
gemisch solange gerührt, bis sich ein gallertartiger Niederschlag bildet und die überstehende Lö-
sung aufklart. Die Reaktionslösung wird durch einen Filter dekantiert, der Rückstand zweimal mit
Toluen unter Rückfluß gewaschen, die vereinigten Toluen-Fraktionen am Rotationsverdampfer ein-
geengt und der zurückbleibende farblose Feststoff (0.99 g) an 45 g Kieselgel flashchromatographiert
(FM: PE + EE = 6 + 1).
3
5 O
DC: EE + PE = 6 + 1 (RF = 0.15) Br 4
10
OCH3
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 9.67 (t) 7.10 (s) 6.73 (s) 3.84 (s) 3.79 (s) 3.62 (d)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 1.83 – – – –
3
J = 1.84
Hm 8
H (CHO,1H)
5
H (1H)
2
H , (1H)
10
H (3H)
9
H (3H)
7
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 199.1 152.0 150.2 121.2 116.1 115.4 110.8 57.0 56.2 45.3
CDCl3 Cm C
8 1
C C
4
C
6
C
5
C
2
C
3
C
10
C
9
C
7
IR ν 1
[cm− ] 2965 2902 2848 2740 1718 1498 1215, 1189 1154 1053 1030
KBr w w w w s, C=O s s, C–O–R m s s
2,5-Dimethoxy-4-iodphenylacetaldehyd (303)
Die Synthese erfolgt analog Methode 22 (S. 302) mit 1.46 g (4.17 mmol) 301, 3.20 mL (4.8 mmol)
DIBAH⋅Toluen-Lösung (c = 1.5 mol ⋅ L−1) und 40 mL abs. Toluen. Der isolierte Feststoff (1.28 g)
wird an 60 g Kieselgel flashchromatographisch gereinigt (FM: PE + EE = 6 + 1).
3
5 O
DC: EE + PE = 6 + 1 (RF = 0.18) I 4
10
OCH3
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 9.67 (t) 7.29 (s) 6.64 (s) 3.83 (s) 3.78 (s) 3.63 (d)
n
CDCl3 J [Hz] 3
J = 1.95 – – – –
3
J = 1.95
Hm 8
H (CHO,1H)
5
H (1H)
2
H , (1H)
10
H (3H)
9
H (3H)
7
H (2H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 199.1 152.7 152.3 122.3 121.9 114.2 84.5 57.1 56.2 45.5
CDCl3 Cm C
8 1
C C
4
C
6
C
5
C
2
C
3
C
10
C
9
C
7
IR ν 1
[cm− ] 2965 2901 2846 2738 1718 1493 1216, 1188 1152 1050 1028
KBr w w w w s, C=O s s, C–O–R m s s
304 5 Experimenteller Teil
[Link] Kupplung der Aldehyde 302 und 303 mit (R)- und (S)-288
(R)-[2-(4-Brom-2,5-dimethoxyphenyl)ethyl]-[1-(2-methoxyphenyl)ethyl]amin (304)
DC: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2 (RF = 0.15) C19H24BrNO3 ⋅HCl (Mr = 430.77)
CHN: [%] C H N
ber. 52.98 5.85 3.25
(R )-304 52.91 5.84 3.09
(S )-304 52.74 5.76 3.10
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.3 (s*, br) 9.00 (s*, br) 7.49 (dd) 7.33 (dt) 7.02 (t) 6.92 (s) 6.80 – 6.90 (s + d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – –
3
J = 7.60
3
J = 7.70
3
J = 7.50 – n.b.
4 4
J = 1.30 J = 1.40
Hm 9
H (1H, NH2 )
+ 9’
H (1H, NH2 )
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
15
H (1H)
2
H (1H)
5 13
H (s,1H), H (d,1H)
5 Experimenteller Teil 305
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm]] 4.63 (m, br) 3.81 (s) 3.76 (s) 3.55 (s) 3.19 (t) 3.00 (m) 1.84 (d)
n
[D6]-DMSO J [Hz] – – – –
3
J = 7.60 –
3
J = 6.90
Hm 10
H (1H)
18
H (3H)
17
H (3H)
20
H (3H) H (2H)
7 8
H (2H)
19
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.8 151.8 150.1 130.4 129.2 125.2 123.7 121.5 115.9 115.3 111.0
[D6]-DMSO Cm C
12
C
1
C
4
C
14
C
16 6
C C
11
C
15
C
2
C
5
C
13
EI-MS 70 eV m/z +
395, 393 [M •] 380, 378 245, 243 164 135 105 77
140°C rel. Int. [%] 0.3, 0.3 0.4, 0.4 0.6, 0.6 39 100 8 4
(R)-[2-(2,5-Dimethoxy-4-iodphenyl)ethyl]-[1-(2-methoxyphenyl)ethyl]amin (305)
Die Synthese erfolgt analog Methode 23 (S. 304) mit 310 g (1.0 mmol) 2,5-Dimethoxy-4-iodphenyl-
acetaldehyd (303), 180 mg (1.20 mmol) (R)-288 und 150 mg (4.0 mmol) Natriumborhydrid (NaBH4).
Das erhaltene leuchtend gelbe Öl (390 mg) wird an 43 g Kieselgel flashchromatographiert.
DC: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2 (RF = 0.15) C19H24INO3 ⋅HCl (Mr = 477.76)
CHN: [%] C H N
ber. 47.77 5.24 2.93
(R )-305 48.10 5.38 2.76
(S )-305 47.76 5.29 2.76
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm] 10.3 (s*, br) 8.94 (s*, br) 7.48 (dd) 7.33 (dt) 7.11 (s) 7.01 (t) 6.86 (d) 6.77 (s)
n
CDCl3 J [Hz] – –
3
J = 7.50
3
J = 8.10 –
3
J = 7.50
3
J = 8.00 –
4 4
J = 1.30 J = 1.40
Hm 9
H (1H, NH2 )
+ 9’
H (1H, NH2 )
+ 16
H (1H)
14
H (1H)
2
H (1H)
15
H (1H) H (1H)
13 5
H (1H)
1
H-NMR 400 MHz δ [ppm]] 4.62 (m, br) 3.78 (s) 3.74 (s) 3.54 (s) 3.18 (t) 3.00 (m) 1.83 (d)
n
CDCl3 J [Hz] – – – –
3
J = 7.50 –
3
J = 6.90
Hm 10
H (1H)
18
H (3H)
17
H (3H)
20
H (3H)
7
H (2H)
8
H (2H)
19
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 156.7 152.6 152.1 130.4 129.2 126.2 123.6 121.6 121.5 114.2 110.8
CDCl3 Cm C
12
C
1
C
4
C
14
C
16
C
6
C
11
C
2
C
15
C
5
C
13
306 5 Experimenteller Teil
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 83.8 57.3 55.8 55.5 54.6 44.4 28.1 18.6
CDCl3 Cm C
3
C
18
C
20
C
17
C
10
C
8
C
7
C
19
Methode 24
163 mg (0.50 mmol) des Chinazolindions 169, werden bei RT in 2.0 mL Acetonitril suspendiert und
mit 0.5 mL (6.25 mmol) wäßriger Formaldehyd-Lösung (37 %, m/m) versetzt. Zu dieser Mischung
werden 50 mg (0.80 mmol) Natriumcyanoborhydrid (NaBH3CN) gegeben (exotherme Reaktion) und
15 min gerührt (DC: quant. Umsatz). Danach wird das Reaktionsgemisch mit Eisessig auf pH = 7 ein-
gestellt und das Acetonitril am Rotationsverdampfer entfernt. Der Rückstand wird mit wäßriger NaOH
(c = 3 mol ⋅ L−1) alkalisiert und mit CH2Cl2 (5 × ) extrahiert. Nach Waschen der CH2Cl2-Phase und
Trocknen über MgSO4 wird am Rotationsverdampfer eingeengt und der zurückbleibende farblose
Feststoff (180 mg) an 20 g Kieselgel flashchromatographiert. (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 97 + 3).
Fp: 147 °C 3
2
10
N
14
16
1
4 N 11 13 15
CHN: [%] C H N 9
20
5 8 OCH3
gef. 67.02 6.20 12.14 7
N O
6
ber. 67.24 6.24 12.38
H
δ [ppm]] 6.65 – 6.80 (d + t) 4.31 (t) 3.72 (s) 3.68 (s) 2.82 (t) 2.41 (s)
n
J [Hz] n.b.
3
J = 6.70 – –
3
J = 6.50 –
Hm 18
H (t, 1H), H (d, 1H)
16 10
H (2H)
20
H (3H)
13
H (2H)
11
H (2H)
12
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 162.4 157.7 152.3 138.8 134.8 130.3 128.3 127.9 123.1
[D6]-DMSO Cm C
1
C
15
C
9
C
7
C
5
C
19
C,C
3 14
C
17
C
4
Die Synthese erfolgt analog Methode 24 (S. 306) mit 95 mg (0.25 mmol) des sekundären 2,5-Dimeth-
oxyphenylethylamins 231, 0.25 mL wäßriger Formaldehyd-Lösung (37 %, m/m), 25 mg (0.40 mmol)
Natriumcyanoborhydrid (NaBH3CN) und 1.5 mL Acetonitril. Das isolierte Öl (90 mg) wird an 14 g
Kieselgel flashchromatographiert (FM: CH2Cl2 + MeOH (NH3) = 98 + 2).
δ [ppm] 4.19 (dd) 3.89 (s) 3.85 (s) 3.78 (s) 3.00 – 3.40 (m) 2.72 (d)
n
J [Hz] 2
J = 13.0 – – – –
3
J = 4.90
3
J = 5.30
Hm H
10’
(1H)
18
H (3H)
17
H (3H)
20
H (3H)
7 8
H , H (4H)
19
H (3H)
13
C-NMR 100 MHz δ [ppm] 158.3 151.5 150.3 133.6 131.9 124.6 121.3 116.7 115.9 115.2 111.1 110.3
CDCl3 Cm C
12
C
1
C
4
C
16
C
14
C
6
C
15
C
11
C
2
C
5
C
13
C
3
EI-MS 70 eV m/z +
395, 393 [M •] 231, 229 201, 199 164 121 91
80 °C rel. Int. [%] 0.16, 0.23 0.7, 0.8 1.0, 1.1 88 100 36
308 5 Experimenteller Teil
5.9.1 Versuchstiere
Zur Gewinnung der benötigten Organsegmente werden männliche Wistar-Ratten (280 – 320 g) heran-
gezogen. Die Tötung der Versuchstiere wird durch initiale Betäubung mit CO2 und anschließendes
Dekapitieren vollzogen. Die Entnahme der Schwanzarterie erfolgt unverzüglich nach dem Entbluten.
Als Elektrolytlösung für das Organbad wird eine mit CARBOGEN (O2/CO2 = 95 + 5 V/V) äquilibrierte,
modifizierte Krebs-Ringer-Lösung der folgenden Zusammensetzung verwendet:
NaCl KCl NaHCO3 KH2PO4 CaCl2 · 2 H2O MgSO4 · 7 H2O D-Glucose · H2O
[Link] Standardexperimente
Die Schwanzarterie (ventrale Kaudalarterie) wird von anhaftendem Bindegewebe befreit und vor-
sichtig auf einen stumpfen Edelstahldraht (Ø = 0.3 mm) aufgezogen, um das Endothel zu zer-
stören. Nach Entfernen des Drahtes wird das Gefäß in zylindrische Segmente zerschnitten, in die
je zwei stumpfe, L-förmige Edelstahlhäkchen (Ø = 0.10 – 0.15 mm) eingeführt werden. Die Häk-
chen werden mittels Faden und Schlinge im Organbad fixiert und vorgespannt. In der folgenden
Äquilibrierungsphase (ca. 120 min) werden die Präparate nachgespannt (t = 15 bzw. 30 min). Eine
Vorstimulation der Organe erfolgt bei t = 60 min durch Zugabe von 1 und 10 µmol ⋅ L−1 5-HT (sub-
maximal bzw. maximal, Einwirkzeit insgesamt ca. 5 min, Spülzeit ca. 8 min). Weiterhin erfolgt
Wechsel der Badflüssigkeit (Spülzeit 2 – 3 min) bei t = 30 und 90 min. Zwei bis drei kumulative
Konzentrations-Wirkungs-Kurven für 5-HT (0.01 – 10 oder 30 µmol ⋅ L−1, in Gegenwart von Antago-
nisten nach Bedarf 3000 µmol ⋅ L−1) werden bei der Affinitätsbestimmung von 5-HT2A-Antagonisten
im Abstand von ca. 60 min erstellt. Die Spülzeit beträgt mindestens 10 min. Die Experimente sind
in Anwesenheit des Uptake-Blockers Cocain (6 µmol ⋅ L−1) und des α1-Adrenozeptorantagonisten
Prazosin (30 nmol ⋅ L−1) durchgeführt worden. Kontrollexperimente für 5-HT in Abwesenheit von 5-
HT2A-Antagonisten ergeben drei praktisch deckungsgleiche Kurven mit pEC50-Werten von 6.75 ±
0.05, 6.70 ± 0.05 und 6.72 ± 0.05 (Emax = 100, 100 ± 1 und 101 ± 1 %, N = 23, ohne Abb.). Bei
Einwirkzeiten von mehr als 30 min werden für jedes Versuchstier grundsätzlich Kontrollkurven (in
Abwesenheit von Antagonisten) an mindestens 2 Organen aufgenommen, um die mit zunehmender
5 Experimenteller Teil 309
[Link] Agonistenexperimente
In Anlehnung an das Standardexperiment wird zunächst eine kumulative Konzentrations-Wirkungs-
Kurve für 5-HT (0,01 – 30 µmol ⋅ L−1) erstellt. Anschließend wird etwa 10 – 15 min gespült. Nach
einer weiteren Ruhepause von 10 min und einer kurzen Spülung (2 – 3 min) erfolgt bei einigen
Organen die Zugabe von Ketanserin (meist 3 nmol ⋅ L−1) als selektiver 5-HT2A-Rezeptorantagonist.
Nach 30minütiger Inkubationszeit wird die kumulative Kurve des partiellen Agonisten erstellt. Nach
Erreichen des Maximums wird bei den Ketanserin-freien Organen der partielle Agonist für weitere
10 min inkubiert, um dann schließlich – ohne vorherige Spülung – noch eine kumulative 5-HT-
Kurve zu erstellen (pKP-Bestimmung). Der Vergleich der Kurven des partiellen Agonisten in Ab- und
in Anwesenheit von Ketanserin liefert eine Rechtsverschiebung ∆pEC50, aus der der pA2-Wert für
Ketanserin ermittelt wird (vgl. Abschn. [Link], S. 139). Der Vergleich der beiden 5-HT-Kurven an
einem Organ liefert den pKP-Wert als Affinitätsmaß für den partiellen Agonisten (vgl. Abb. 3-5, S. 152).
Alle Experimente wurden in Gegenwart des Uptakeblockers Cocain (6 µmol ⋅ L−1) und des α1-Adre-
nozeptorantagonisten Prazosin (30 nmol ⋅ L−1) durchgeführt.
Begasung Direkte Begasung: Fritte integriert in den Fuß des Organbades, Oxygenierung mit
CARBOGEN® von Linde [O2 /CO2 = 95 + 5 (V/V)]