0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
7 Ansichten3 Seiten

Depression

Hochgeladen von

Mai Trang Nguyễn
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als DOCX, PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
7 Ansichten3 Seiten

Depression

Hochgeladen von

Mai Trang Nguyễn
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als DOCX, PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Betrachtet man die Entwicklung der letzten Jahre, so kann man

feststellen, dass das Thema „psychische Gesundheit“ immer


aktueller wird. Als ein besorgniserregendes Problem bezeichnet man
den steigenden Leistungsdruck und Stress des Alltagslebens eines
Menschen. In diesem Zusammenhang fragen sich nicht nur
Erwachsene, sondern auch immer mehr Jugendliche, ob man mehr
auf die psychische Gesundheit achten sollte. Mit dieser Frage werde
ich mich im folgenden Aufsatz beschäftigen.

Die vorliegende Grafik zeigt den Anteil der Bevölkerung ab 15 Jahren


in Privatshaushalten, die an einer mittleren bis schweren Depression
leiden. Die Daten stammen vom BFS aus dem Jahr 2019 und werden
in Prozent angegeben. Als Darstellungsform wurde ein
Säulendiagramm gewählt.

Aus der Grafik geht hervor, dass der Depressionsanteil stark vom
Alter abhängt. Am höchsten ist der Anteil bei den 15- bis 24-
Jährigen: 12,3 % der Männer und 13,9 % der Frauen in dieser
Altersgruppe sind betroffen. Die Werte sind also bei beiden
Geschlechtern ähnlich hoch. Den niedrigsten Anteil findet man bei
den 65- bis 74-Jährigen, mit etwa 3 %. Auffällig ist dabei, dass fast 11
% der 45- bis 54- jährigen Frauen psychisch erkrankt sind, während
der Anteil bei den Männern in derselben Altersgruppe fast die Hälfte
ist.

Insgesamt bestätigt diese Grafik die Tendenz, dass je jünger ein


Mensch ist, desto häufiger tritt die Depression bei ihm auf. Auch das
Geschlecht spielt eine entscheindende Rolle bei der Entstehung der
psychischen Erkrankungen.

Dieses Thema steht seit langer Zeit zur Diskussion. Es wird darüber
diskutiert, ob man eigentlich psychologische Betreuung direkt an
Schulen anbieten sollte, da Jugendliche besonders anfällig für
psychische Belastungen sind. Dazu gibt es zwei kontroverse
Meinungen.
Befürworter argumentieren, dass es für die Jugendlichen nötig ist,
sich in Maßen zu erholen, um Erschöpfung und Ungleichgewicht zu
vermeiden. Gegner hingegen halten sie für unnötig und betonen,
dass man stattdessen die Belastbarkeit trainieren sollte, um mit
Stress besser umzugehen.

Aus meiner Sicht bietet psychologische Beratung an der Schule


durchaus einige Vorteile. Ein wichtiges Argument dafür ist, dass die
Schüler die Möglichkeit haben, Unterstützung der psychischen
Gesundheit rechtzeitig zu bekommen. Es steht außer Frage, dass
viele gerade im Jugendalter unter starkem Druck stehen, sowohl
schulische Leistungen zu erbringen als auch außerschulische
Aktivitäten zu bewältigen. Eine professionelle Unterstützung könnte
also zur Vorbeugung psychischer Erkrankungen beitragen und
gleichzeitig die schulischen Leistungen verbessern.

Trotz der oben genannten Vorteile gibt es jedoch auch kritische


Stimmen. Vor allem sollte man darüber nachdenken, dass
psychologische Beratung viele Kosten für die Schule nach sich zieht.
Dies lässt sich dadurch erklären: Um in gute Berater und
Beratungsräume sowie Ausstattungen zu investieren muss viel Geld
zur Verfügung stehen, was eine Belastung für manche Schüler
darstellen kann, die mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert
sind. Darüber hinaus kann man die Wirksamkeit der Beratung auch
nicht garantieren. Zu diesem Argument kann folgendes Beispiel
angeführt werden: Manche Schüler sind offenbar nicht bereit, sich
dem Berater über ihre Probleme anzuvertrauen. Sie haben auch
Angst davor, Stigmatisierung und Pathologisierung zu erfahren,
wenn sie psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

Bei uns in Vietnam gibt es bisher auch kaum so eine Beratung an


den Schulen. Das Interesse der Schüler an mentaler Gesundheit ist
ebenfalls gering, und viele psychische Probleme bleiben unbemerkt
oder werden ignoriert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass psychologische Beratung
an der Schule sowohl Chancen als auch Risiken bietet. Ob und wie
sie umgesetzt werden kann, hängt stark von den finanziellen und
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Es wäre sinnvoller, falls
die psychische Gesundheit der Jugendlichen auch auf verschiedenen
Arten und Weisen gefördert wird - nicht nur durch Beratung, sondern
auch durch Aufklärung, Prävention und ein unterstützendes
Schulumfeld.

Das könnte Ihnen auch gefallen