0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
11 Ansichten23 Seiten

UIC-Kodex: 1. Ausgabe, Dezember 2000 Übersetzung

Hochgeladen von

mourad74.dahmani
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
11 Ansichten23 Seiten

UIC-Kodex: 1. Ausgabe, Dezember 2000 Übersetzung

Hochgeladen von

mourad74.dahmani
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

UIC-Kodex 306

V
1. Ausgabe, Dezember 2000
Übersetzung

Grundsätze und Rahmenvereinbarungen zur


Regelung der Beziehungen zwischen den Ak-
teuren des Eisenbahnpersonenverkehrs für
die Verteilung der internationalen Verkehrs-
leistungen und Zusatzleistungen aus abrech-
nungs- und finanztechnischer Sicht
Principes et conventions cadres régissant les relations entre les acteurs du
trafic ferroviaire voyageurs pour la répartition comptable et financière des pre-
stations de transport internationales et des services associés
Framework principles and conventions governing relationships between par-
ties involved in passenger rail transport with respect to accounting and finan-
cial arrangements for international transport services and ancillary services
Merkblatt einzuordnen in den Abschnitt :
III - Finanzen, Abrechnung, Kosten, Statistik

Gültig :
ab 1. Januar 1999
für alle Mitglieder des Internationalen Eisenbahnverbandes.

Liste der Änderungsanzeigen :


1. Ausgabe, Dezember 2000 Neues Merkblatt

Der Merkblattverantworliche ist im UIC-Kodex angegeben.

306
V
Hinweis

Die vollständige oder auszugsweise Wiedergabe, der Nachdruck sowie die Verteilung jeglicher, einschließlich
elektronischer Art, zu anderen als rein privaten und eigenen Zwecken ohne die ausdrückliche vorherige Zusti-
mung des Internationalen Eisenbahnverbandes, sind untersagt. Die Übersetzung, Anpassung oder das
Umschreiben bzw. die Umgestaltung oder Vervielfältigung durch technische oder sonstige Verfahren sind eben-
falls urheberrechtlich geschützt. Lediglich zugelassen sind, unter Nennung des Autoren und der Quelle, "Analy-
sen und kurze Zitate, die durch den kritischen, polemischen, pädagogischen, wissenschaftlichen oder
informativen Charakter des Werkes, aus dem sie stammen, gerechtfertigt sind". (Art. L 122-4 und L 122-5 des
französischen Gesetzes über geistiges Eigentum)
© Internationaler Eisenbahnverband (UIC) - Paris, 2000
Druck: Internationaler Eisenbahnverband (UIC)
16, rue Jean Rey
F - 75015 Paris - Frankreich, Dezember 2000
Dépot légal Dezember 2000

ISBN 2-7461-0162-9 (französische Fassung)


ISBN 2-7461-0163-7 (deutsche Fassung)
ISBN 2-7461-0164-5 (englische Fassung)

306
V
Inhalt

Zusammenfassung ..............................................................................................................1

1- Akteure......................................................................................................................... 2

1.1 - Allgemeines Schema der Beziehungen................................................................ 2


1.2 - Definition der Akteure und ihrer Aufgaben............................................................ 2
1.2.1 - Leistungserbringer ............................................................................................. 2
1.2.2 - Ausgeber............................................................................................................ 2
1.2.3 - Zuteiler ............................................................................................................... 3

2- Grundsätze und Vereinbarungen zur Regelung der Beziehungen......................... 4

2.1 - Beziehungen zwischen UIC-Mitgliedern ............................................................... 4


2.2 - Andere Beziehungen ............................................................................................ 4
2.2.1 - Beziehungen zwischen UIC-Ausgeber und Verkaufsstelle................................ 4
2.2.2 - Beziehungen zwischen UIC-Ausgeber und externer
Abrechnungsunternehmen................................................................................. 5
2.2.3 - Beziehungen zwischen UIC-Ausgeber und Nicht-UIC-Ausgeber ...................... 5
2.2.4 - Beziehungen zwischen Nicht-UIC-Ausgeber und UIC-Leistungserbringer ........ 6
2.2.5 - Beziehungen zwischen UIC-Leistungserbringern bzw. zwischen
UIC-Leistungserbringern und Nicht-UIC-Leistungserbringern bei
der Unterverteilung ............................................................................................ 6
2.2.6 - Beziehungen zwischen UIC-Zuteiler und externen
Abrechnungsunternehmen................................................................................. 8

Anlage A - Schema der internationalen Beziehungen ................................................. 9

Anlage B - Möglichkeiten der Übertragung der Abrechnungsarbeiten


an Subunternehmer.................................................................................... 10
B.1 - Einstufung der Ausgabestellen nach den von dem EVU Ausgeber
direkt oder indirekt übernommenen Aufgaben.................................................... 10
B.2 - Definition der Kategorien .................................................................................... 12
B.3 - Regeln für die einzelnen Kategorien................................................................... 13

Anlage C - Konsequenzen der Wahl eines gemeinsamen oder


getrennten Ticketing Bahn/Luftfahrt......................................................... 14
C.1 - Gemeinsames Ticketing Bahn/Luftfahrt für den Vertrieb in Reisebüros
über GDS............................................................................................................ 14
C.2 - Getrenntes Ticketing Bahn/Luftfahrt für den Vertrieb in Reisebüros
über GDS............................................................................................................ 15
C.3 - Abhängigkeit zwischen Fahrscheinwesen und der Wahl des
Unternehmens für das Inkasso........................................................................... 16

306
V
Liste der Abkürzungen ......................................................................................................17

Glossar ...............................................................................................................................18

306
V
Zusammenfassung
Zweck des Merkblatts 306 ist es, die unterschliedlichen Beziehungen zwischen den Akteuren des Ei-
senbahnpersonenverkehrs für die abrechnungs- und finanztechnische Verteilung der verkauften in-
ternationalen Verkehrsleistungen und Zusatzleistungen zu identifizieren.

Das Merkblatt gibt für jede Beziehung, an der mindestens ein der UIC angehörendes ein Eisenbahn-
verkehrsunternehmen beteiligt ist, den Text an, in dem die anzuwendenden Regeln festgelegt sind,
und legt die damit verbundenen Grundsätze fest. In diesem Merkblatt werden die Akteure (Leistung-
serbringer, Ausgeber und Zuteiler) sowie deren Aufgaben und Verantwortlichkeiten genau definiert.

1 306
V
1 - Akteure

1.1 - Allgemeines Schema der Beziehungen

Es gibt zwei Arten von Beziehungen:

- Abrechnungsbeziehungen (unter Abrechnung sind hier alle zur Begründung der finanziellen Tran-
saktionen zwischen den Akteuren ausgetauschten Informationen zu verstehen; dazu gehören die
Anmeldung und Kontrolle der Verkäufe sowie die internationale Verteilung),

- finanzielle Beziehungen.

Die Akteure gehören drei sehr unterschiedlichen Kategorien an:

- Kategorie Leistungserbringer: derjenige, der die Leistung erbringt,

- Kategorie Ausgeber: derjenige, der die Leistung verkauft,

- Kategorie Zuteiler: derjenige, der das Platz- und Preisangebot verwaltet.

Diese Begriffe werden im nachstehenden Punkt 1.2 (siehe Seite 2) im einzelnen definiert.

Das allgemeine Schema der Beziehungen ist Gegenstand der Anlage A - Seite 9.

1.2 - Definition der Akteure und ihrer Aufgaben

1.2.1 - Leistungserbringer

Eisenbahnverkehrsunternehmen, das an der Erbringung der Beförderungsleistung oder einer Dienst-


leistung beteiligt ist, und als Entschädigung hierfür direkt einen Teil des Verkaufpreises erhält.

Der Leistungserbringer kann

- ein Verkehrsunternehmen sein, das UIC-Mitglied ist und durch einen UIC-Code identifiziert wird,

- ein Verkehrsunternehmen sein, das nicht Mitglied der UIC ist und folglich nicht durch einen UIC-
Code identifiziert wird (z.B. Privatbahn, im Auftrag von Verkehrsunternehmen handelnde EWIV).

1.2.2 - Ausgeber

Unternehmen, das den Vertrieb der Leistungen an die Kundschaft sicherstellt. Dieser Vertrieb erfolgt
entweder über die Bahnhöfe des Eisenbahnverkehrsunternehmens, über die von diesem Unterneh-
men (im Land des Sitzes des Unternehmens oder in einem anderen Land) akkreditierten Reisebüros
oder über die Bahnhöfe eines vom Eisenbahnverkehrsunternehmen "Ausgeber" hierzu ermächtigten
anderen Eisenbahnunternehmens, die in diesem Fall für die betreffenden Leistungen als der Ausga-
bebahn direkt angeschlossen betrachtet werden. Der Vertrieb kann über ein vom Ausgeber unabhän-
giges System (GDS (siehe - Liste der Abkürzungen - Seite 17) und (siehe - Glossar - Seite 18) oder
anderes System) abgewickelt werden.

2 306
V
Der Ausgeber hat den Leistungserbringern die ihnen für die verkauften Leistungen zustehenden
Anteile zur Verfügung zu stellen. Diese Zurverfügungstellung erfolgt anhand der Abrechnungen, die
entweder der Ausgeber oder der Zuteiler nach den Bestimmungen erstellt, die die Beziehungen zwis-
chen Ausgeber und Leistungserbringer regeln (siehe Punkt 2 - Seite 4).

Der Ausgeber ist folglich für die ordnungsgemäße Erfassung der von den ihm angeschlossenen Ver-
kaufsstellen verkauften Fahrscheine und die entsprechenden Inkassovorgänge bei diesen Verkaufss-
tellen verantwortlich.

Der Ausgeber kann

- ein Unternehmen sein, das Mitglied der UIC ist und durch einen UIC-Code identifiziert wird,

- ein Unternehmen sein, das nicht Mitglied der UIC ist und folglich nicht durch einen UIC-Code iden-
tifiziert wird (z.B. mit dem Vertrieb in einer Verkaufszone beauftragte Tochtergesellschaft einer Ba-
hn, Vertriebs-EWIV).

Ein UIC-Ausgeber kann in eigener Verantwortung einen Teil seiner Abrechnungsarbeiten unter den
in Anlage B - Seite 10 festgelegten Bedingungen einem Subunternehmer übertragen. Dies darf nichts
an seiner Verantwortung gegenüber den UIC-Zuteilern und -Leistungserbringern ändern.

Der Ausgeber trägt das Kursrisiko beim Verkauf einer Leistung in einer anderen als der für die Zahlung
der Anteile an die Leistungserbringer benutzten Währung.

Die Verkaufsstelle steht direkt mit dem Kunden in Verbindung und stellt den Fahrschein aus. Es kann
sich um einen Bahnhof oder ein Reisebüro, eine Vertretung, eine Tochtergesellschaft etc... handeln.
Diese Stelle kann, muss jedoch nicht im Land des Eisenbahnverkehrsunternehmens Ausgeber ansäs-
sig sein, dem es für einen bestimmten Verkaufsbereich untersteht.

1.2.3 - Zuteiler

Unternehmen, in dessen EDV-System ein Platzangebot und die entsprechenden Preise (für den ei-
genen Bedarf oder für andere leistungserbringende Bahnunternehmen) gespeichert sind und das ei-
nem anderen "Ausgeber" entweder Platzzuteilungsangaben und den Preis der Leistung oder nur den
Preis der Leistung (Fahrschein open-date) in Echtzeit übermittelt.

Für den Verkauf einer bestimmten Leistung können die Ausgabe- und Zuteilungsfunktionen von ein
und demselben Unternehmen wahrgenommen werden.

Das Angebot des Zuteilers kann physisch im System eines GDS oder im System eines anderen Un-
ternehmens untergebracht sein. Dies hat keine Auswirkungen auf die "Ausgeber", die den Zugang zu
diesem Angebot haben, als ob es sich um das System des Zuteilers handelt, der seine Verantwortli-
chkeiten des Zuteilers voll erfüllt (insbesondere Abrechnung).

Der Zuteiler muß ein UIC-Mitglied sein, das durch einen UIC-Code identifiziert wird.

Ein UIC-Zuteiler kann in eigener Verantwortung einen Teil seiner Abrechnungsarbeiten einem Subun-
ternehmer übertragen.

3 306
V
V
2 - Grundsätze und Vereinbarungen zur Regelung der Be-
ziehungen

2.1 - Beziehungen zwischen UIC-Mitgliedern

Die Abrechnungsbeziehungen und die Ausgleichsregeln werden in den UIC-Merkblättern Nr. 301-0,
301-1, 301-2 und 311 sowie in den Abrechnungsbestimmungen der Besonderen TCV-Anhänge gere-
gelt.

Die Unterverteilung zwischen UIC-Leistungserbringern unterliegt diesen Bestimmungen jedoch nicht


(siehe Punkt 2.2.5 - Seite 6).

2.2 - Andere Beziehungen

2.2.1 - Beziehungen zwischen UIC-Ausgeber und Verkaufsstelle

[Link] - Bahnhöfe

Diese Beziehungen sind Gegenstand interner Vorschriften des Ausgebers.

[Link] - Reisebüros

Diese Beziehungen sind im Zulassungsvertrag geregelt, der das Reisebüro an den Ausgeber bindet.

Dieser Vertrag muss den Bestimmungen des UIC-Merkblatts Nr. 130 entsprechen.

[Link] - Verbindung über ein externes System (für Bahnhof und Reisebüro)

Ein Ausgeber kann eigene Verkaufsstellen über ein externes System (GDS oder anderes System) an
sein Vertriebssystem anschließen, um Geschäfte

- entweder mit seinem eigenen Vertriebssystem

- oder mit den Vertriebssystemen anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen abzuwickeln.

Wenn dieser Ausgeber den Anschluss gewisser Verkaufsstellen in einem anderen Land genehmigt,
in dem UIC-Mitglieder ansässig sind oder auch nicht, werden diese Verkaufsstellen Teil seines eige-
nen Vertriebssystems.

Neben den Bestimmungen der Punkte [Link] und [Link] (siehe Seite 4) ist ein Abkommen zwischen
dem Ausgeber und dem geschäftsführenden Unternehmen des externen Systems erforderlich, das
die Bedingungen für die Lieferung der bei den Verkaufsstellen für den Verkauf und die Vorgänge nach
dem Verkauf gespeicherten Daten an den Ausgeber (oder seinen Subunternehmer gemäß Punkt
[Link] - Seite 5) festlegt.

Der Ausgeber behält gegenüber den Zuteilern alle Verantwortlichkeiten des Ausgebers bei (siehe
Punkt 1.2.2 - Seite 2).

4 306
V
[Link] - Einschaltung von Subunternehmern für die Abrechnungskontrolle und/
oder Inrechungstellung und/oder Einziehung der Beträge bei den Ver-
kaufsstellen

Gemäß Punkt 1.2.2 (siehe Seite 2) kann ein UIC-Ausgeber in eigener Verantwortung einen Teil seiner
Abrechnungsarbeiten unter den in Anlage B (siehe Seite 10) angegebenen Bedingungen einem Drit-
ten übertragen.

Die an Subunternehmer vergebenen Aufträge und die damit verbundenen Bedingungen sind in einem
Vertrag über die Auftragsvergabe festzulegen, dessen Muster den Merkblättern der Reihe 301 als
Anlage beigefügt ist.

Beim Vertrieb " Reisebüros " über ein GDS oder ein anderes gleichartiges externes System können
diese Aufträge vergeben werden an

- ein Luftfahrt-BSP (siehe - Liste der Abkürzungen - Seite 17) (siehe - Glossar - Seite 18)

- ein Bahn-BSP (siehe - Liste der Abkürzungen - Seite 17) (siehe - Glossar - Seite 18)

- ein Bahnunternehmen des Landes, in dem sich die Verkaufsstelle befindet.

Diese Wahl hängt weitgehend von der Art der benutzten Fahrscheine ab (siehe Anlage C - Seite 14).

2.2.2 - Beziehungen zwischen UIC-Ausgeber und externer Abrechnungsun-


ternehmen

Gemäß Punkt 1.2.2 (siehe Seite 2) kann ein UIC-Ausgeber unter seiner Verantwortung einen Teil sei-
ner Abrechnungsarbeiten unter den in Anlage B (siehe Seite 10) angegebenen Bedingungen einem
Dritten übertragen.

Die an Subunternehmer vergebenen Aufträge und die damit verbundenen Bedingungen sind in einem
Vertrag über die Auftragsvergabe festzulegen, dessen Muster den Merkblättern der Reihe 301 als An-
lage beigefügt ist.

2.2.3 - Beziehungen zwischen UIC-Ausgeber und Nicht-UIC-Ausgeber

Ein Nicht-UIC-Ausgeber hat in der Regel keine direkten Beziehungen zum Leistungserbringer und Zu-
teiler (Ausnahmefall, siehe Punkt 2.2.4 - Seite 6).

Folglich ist ein Nicht-UIC-Ausgeber für einen bestimmten Verkaufsbereich immer an einem UIC-Aus-
geber gebunden, dem er die Abrechnungen des Verkaufs und der darauf folgenden Arbeiten seiner
Verkaufsstellen sowie die entsprechenden Zahlungen zukommen lässt.

Diese Beziehungen werden durch einen bilateralen Vertrag zwischen dem UIC-Ausgeber und dem für
den betreffenden Verkaufsbereich angeschlossenen Nicht-UIC-Ausgeber geregelt.

5 306
V
2.2.4 - Beziehungen zwischen Nicht-UIC-Ausgeber und UIC-Leistungserbrin-
ger

Die rein bilateralen Beziehungen werden zwischen den betreffenden Partnern geregelt.

Multilaterale Beziehungen sind nur in Ausnahmefällen zulässig, über die das UIC-Komitee Finanzwe-
sen fallweise entscheidet.

Derartige Beziehungen sind in multilateralen Sonderverträgen zu regeln.

Diese multilateralen Verträge sind vom UIC-Komitee Finanzwesen zu genehmigen, das darauf achtet,
daß die dort enthaltenen Bestimmungen weitestgehend den Bestimmungen der UIC-Merkblätter ents-
prechen, die die Beziehungen zwischen UIC-Ausgebern und UIC-Leistungserbringern regeln. Ein Ve-
rweis auf die Bestimmungen der UIC-Merkblätter in diesen Verträgen ist wünschenswert.

Bei diesen Beziehungen übernimmt der Nicht-UIC-Ausgeber (oder seine Aufsichtsgesellschaft) die
volle Verantwortung des Ausgebers (siehe Punkt 1.2.2 - Seite 2).

2.2.5 - Beziehungen zwischen UIC-Leistungserbringern bzw. zwischen UIC-


Leistungserbringern und Nicht-UIC-Leistungserbringern bei der
Unterverteilung
Diese Beziehungen betreffen folgende Vorgänge:

1. Unterverteilung zwischen dem UIC-Leistungserbringer, der als Hauptleistungserbringer (oder di-


rekter Leistungserbringer) Globalanteile erhalten hat, und dem (UIC- oder Nicht-UIC-) Leistungser-
bringer, der aufgrund seiner Beteiligung an der Leistungserbringung Anspruch auf einen Teil oder
die Gesamtheit der Globalanteile hat.

2. Berichtigung der ursprünglichen Aufteilung auf mehrere UIC-Leistungserbringer, wenn ein (UIC-
oder Nicht-UIC-) Leistungserbringer mit der Geschäftsführung eines gemeinsamen Angebots me-
hrerer UIC-Leistungserbringer beauftragt und am Schluss eine Aufteilung des positiven oder nega-
tiven Ergebnisses vorgesehen ist, die folglich auf anderen Grundlagen als denen der
ursprünglichen Verteilung erfolgt.

Vorgänge "1.":

Die Grundsätze und Verfahren, die in den für diese Vorgänge erforderlichen Beziehungen zu berück-
sichtigen sind, sind in einem Abkommen über die Unterverteilung festzulegen, an das beide Leis-
tungserbringer gebunden sind.

In diesem Abkommen ist u.a. zu präzisieren

- welcher der beiden Leistungserbringer die zuzuscheidenden Anteile festzulegen hat;

- auf welcher Grundlage der zuzuscheidende Anteil ermittelt wird: abgenommene Fahrscheine,
Zählung der Reisenden in den Zügen, pauschale Berechnung, Auszug aus der vom UIC-Leistung-
serbringer gelieferten Rechnung, Information von einem Platzzuteilungssystem etc...

Die Entnahme von Angaben aus den eingegangenen Abrechnungen ist nur möglich, wenn das be-
treffende Angebot identifiziert werden kann durch

• besondere Tarifcodes oder

6 306
V
• bestimmte Züge, bei denen Reservierungspflicht besteht und keine Open-date-Fahrscheine zu-
gelassen sind, die nicht mit dem Zug in Verbindung stehen oder
• spezielle Relationen, in denen der betreffende Nicht-UIC-Leistungserbringer der einzige Betrei-
ber ist.

Die festgelegten Modalitäten dürfen nicht zur Folge haben, dass vom Ausgeber oder Zuteiler an-
dere Elemente als die normalerweise in den Abrechnungen nach den Merkblättern der Reihe 301 vor-
gesehenen verlangt werden.

- innerhalb welcher Fristen die Abrechnungselemente zu übermitteln sind und der Zahlungsaus-
gleich durchzuführen ist,

- in welcher Form die Abrechungselemente darzustellen sind,

- wie der Zahlungsausgleich vorzunehmen ist und welche Bestimmungen bei Zahlungsverzug gel-
ten,

- wie die Qualität der Unterverteilung kontrolliert wird.

Es wird nachdrücklich empfohlen, in allen Fällen, in denen das Zug- und Preisangebot eines Nicht-
UIC-Leistungserbringers klar identifiziert werden kann, diesem Leistungserbringer einen UIC-Code
zuzuweisen und somit das normale Verfahren für die Beziehungen zwischen UIC-Partnern anzuwen-
den. Diese Empfehlung gilt vor allem für die wirtschaftlichen Interessenvereinigungen, die als Verke-
hrsbetreiber tätig sind und von Verkehrsunternehmen mit dem Ziel gegründet werden, einen Teil ihres
Angebots gemeinsam zu verwalten, um gezielter und rascher vorgehen zu können.

Vorgänge "2.":

Da es darum geht, anhand der Betriebsrechnung eines Angebots das positive oder negative Ergebnis
auf die an diesem Angebot beteiligten UIC-Leistungserbringer aufzuteilen, haben diese Vorgänge
zum Zweck, die ursprünglich nach den Tarifen vorgenommene Verteilung zu korrigieren.

Die Grundsätze und Verfahren, die in den für diese Vorgänge erforderlichen Beziehungen zu berück-
sichtigen sind, sind in einem Abkommen über gemeinsame Geschäftsführung festzulegen, an das
die am Angebot beteiligten Leistungserbringer gebunden sind.

In diesem Abkommen ist u.a. zu präzisieren

- welches Gremium mit der Führung der Betriebsrechnung beauftragt ist,

- welche Ertrags- und Aufwandselemente in die Betriebsrechnung einfließen,

- wie das Ergebnis ermittelt wird,

- wann dieses Ergebnis für einen bestimmten Verkehrszeitraum spätestens zu ermitteln ist und in
welchen Zeitabständen (monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich) diese Ermittlung zu er-
folgen hat,

- wie die Elemente der Berichtigung darzustellen sind,

- wie die Berichtigung zu erfolgen hat und welcher Leistungserbringer die Anmeldungen für den Gel-
dausgleich vornimmt,

7 306
V
- wie das festgestellte Ergebnis zu kontrollieren ist (vorzulegende Belege mit Aufbewahrungsfrist,
Audit etc...).

2.2.6 - Beziehungen zwischen UIC-Zuteiler und externen Abrechnungsunterneh-


men
Gemäß Punkt 1.2.3 (siehe Seite 3) kann ein UIC-Zuteiler in eigener Verantwortung einen Teil seiner
Abrechnungsarbeiten einem Dritten übertragen.

Die an Subunternehmer vergebenen Aufträge und die damit verbundenen Bedingungen sind in einem
Vertrag über Auftragsvergabe festzulegen, dessen Muster den Merkblättern der Reihe 301 als An-
lage beigefügt ist.

8 306
V
Anlagen

Anlage A - Schema der internationalen Beziehungen

Abkommen über Unterverteilung


externes Abrechnungs-
und/oder gemeinsame Geschäftsführung
unternehmen

UIC-LEISTUNGS-
ERBRINGER 311 Vertrag über
301 Auftrags-
Verkehrskontrolle vergabe

UIC-ZUTEILER
NICHT-UIC-
LEISTUNGSERBRINGER
(Privatbahn, EWIV, ...)
311 311

Vertrag Abkommen 301


über Unter- 301
über
verteilung gemeinsame
Geschäftsführung externe
301 Abrechnungskontroll-
und/oder Fakturierungs-
und/oder Inkassostelle

Verkehrskontrolle Verkaufsstelle

UIC-AUSGEBER Übereinkommen

Weisungen
externes Vertriebssystem
Bahnhöfe oder
(GDS, ...)
Reisebürozulassungs-
vertrag
Vertrag über
Auftragsvergabe

bi-oder multilateraler externes


Vertrag Abrechnungsunternehmen
bilateraler
Vertrag

NICHT-UIC-AUSGEBER
(Privatbahn, EWIV, ...)

Abrechnung gemäß UIC

Zahlungsausgleich

9 306
V
Anlagen

Anlage B - Möglichkeiten der Übertragung der


Abrechnungsarbeiten an Subunternehmer

Nachstehende Tabellen sind das Bezugsdokument für die Abrechnungsarbeiten, die ein EVU
gegenüber einer Ausgabestelle von internationalen Leistungen entweder selbst durchführt oder dele-
giert.

B.1 - Einstufung der Ausgabestellen nach den von dem EVU Ausgeber
direkt oder indirekt übernommenen Aufgaben

Kategorie A Kategorie B
Abrechnungsvorgänge eines EVU Ausgeber
Nr. U/ U/ U/ U/ U/ U/ U/
(EVU A) gegenüber einer Ausgabestelle Kat. Kat. Kat. Kat. Kat. Kat. Kat.
A1 A2 A3 A4 A5 B1 B2

1 Verwaltung der Bezugsdaten für die Identifizierung der X X X X


Verkaufsstelle im Abrechnungssystem des EVU A

2 Lieferung der Beförderungsdokumente an die X X


Ausgabestelle

3 Erfassung der der Ausgabestelle gelieferten X X


Beförderungsausweisbestände

4 Überwachung und Kontrolle der Benutzung der Bestän- X X


de durch das EVU Ausgeber (Vergleich zwischen
benutzten Beförderungsausweisen und geliefertem
Bestand)

5 Kontrolle der Vollständigkeit und Ordnungsmäßigkeit X X X


der Arbeitsvorgänge der Ausgabestelle

6 Festlegung der der Ausgabestelle zu zahlenden Provi- X X X


sionen

7 Inrechnungstellung der der Ausgabestelle geschulde- X X X


ten Beträge (Verkäufe - Erstattungen - Provisionen)

8 Direkte Einziehung der von der Ausgabestelle geschul- X X X X


deten Beträge und Einleitung von Sicherheitsmaßnah-
men bei Nichtzahlung

9 Erstellung der internationalen Abrechnungen über die X X X X Xa


Verkäufe der Ausgabestelle unter der Verantwortung
des EVU Ausgeber

10 Empfang und Kontrolle der Abrechnungen gemäß Me- X X X X X


rkblatt 301-2 oder 301-0 der von einem anderen als
dem EVU A zugeteilten Plätze.
Vergleich mit den tatsächlichen Verkaufsdaten und An-
gaben dieser Ausgabestelle für die Vorgänge nach dem
Verkauf

Hinweis: Die Abrechnungen gegenüber des EVU A


werden ohne Unterscheidung zwischen den
von der betreffenden Ausgabestelle
übermittelten Anforderungen erstellt.

10 306
V
Anlagen

Kategorie A Kategorie B
Abrechnungsvorgänge eines EVU Ausgeber
Nr. U/ U/ U/ U/ U/ U/ U/
(EVU A) gegenüber einer Ausgabestelle Kat. Kat. Kat. Kat. Kat. Kat. Kat.
A1 A2 A3 A4 A5 B1 B2

11 Verbuchung der von der Ausgabestelle eingenomme- X X X X X


nen Beträge auf einem Interimskonto des EVU A, in
Erwartung der Verteilung oder des Eingangs einer
Abrechnung.

12 Erarbeitung der für die Anmeldung der Verkäufe und die X X X


Lieferung der Belege der Ausgabestelle geltenden
Abrechungsbestimmungen und Übermittlung dieser
Bestimmungen an die Ausgabestelle.

13 Erarbeitung der für die Subunternehmer geltenden und X X X X


von ihren Abrechnungsaufgaben abhängenden Vors-
chriften und Abrechnungsbestimmungen und Übermitt-
lung dieser Unterlagen an den Subunternehmer.

Hinweis: Das EVU Ausgeber haftet gegenüber den


leistungserbringenden
Eisenbahnverkehrsunternehmen für die
Einhaltung der von der Art der delegierten
Aufgaben abhängigen Vorschriften.

14 Überwachung der Anwendung der Bestimmungen X X X X


durch den Dritten, der als Subunternehmer für A Abre-
chnungsaufgaben übernommen hat.

a. Im Falle, wo die Abrechnungen nicht unter dem Namen des EVU A, sondern unter dem Namen des Unternehmen erstellt werden, das
als Subunternehmen tätig wird.

11 306
V
Anlagen

B.2 - Definition der Kategorien

KATEGORIE A : Die Ausgabestelle ist dem EVU Ausgeber zugeordnet. Folglich trägt das EVU A für diese
Ausgabestelle und den betreffenden Verkaufsbereich gegenüber den leistungserbringenden
EVU die volle Verantwortung eines EVU Ausgeber.

Unterkategorie A1: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle dieses EVU A. Die Abrechnung wird direkt und in
Gänze von A erstellt.

Unterkategorie A2: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle dieses EVU A. Die Abrechnung wird z.T. von A
erstellt; die Lieferung und Bestandsverwaltung der Fahrscheinvordrucke wird einem Subun-
ternehmer übertragen.

Unterkategorie A3: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle dieses EVU A. Die Abrechnung wird z.T. von A
erstellt. Folgende Aufgaben werden an Subunternehmer delegiert:

1. Lieferung/Verwaltung der Bestände

2. Inrechnungstellung

3. Kontrolle der Buchführung der Ausgabestelle

Unterkategorie A4: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle dieses EVU A. Die Abrechnung wird z.T. von dem
EVU A erstellt. Folgende Aufgaben werden an Subunternehmer delegiert:

1. Lieferung/Verwaltung der Bestände

2. Inrechnungstellung

3. Kontrolle der Buchführung der Ausgabestelle

4. Inkasso

Unterkategorie A5: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle dieses EVU A. Die Abrechnung wird z.T. von dem
EVU A erstellt. Die Abrechnungen des Subunternehmers sind unter der Verantwortung des
EVU A zu erstellen, die sie zu bestätigen hat.

KATEGORIE B: Die Ausgabestelle ist nicht dem EVU A zugeordnet. Folglich trägt das EVU A für diese Aus-
gabestelle und den betreffenden Verkaufsbereich gegenüber den leistungserbringenden
EVU keine Verantwortung als EVU Ausgeber.

Unterkategorie B1: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle einer anderen EVU als das EVU A. Dieses andere
EVU kann entweder ein existierendes EVU oder eine Vertriebsgesellschaft sein, die als "UIC-
EVU Ausgeber" identifiziert ist.

Unterkategorie B2: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle eines anderen EVU als A. Dieses andere EVU
kann entweder ein existierendes EVU oder eine Vertriebsgesellschaft sein, die als "UIC-EVU
Ausgeber" identifiziert ist. Das EVU A führt als Subunternehmer Abrechnungsarbeiten durch.
Sie ist gegenüber dem EVU Ausgeber für diese Arbeiten verantwortlich. Sie trägt keine Ve-
rantwortung gegenüber den anderen Leistungserbringern (Verkehrsunternehmen). Die Kreu-
ze in der Tabelle zeigen die möglichen Arbeiten auf, die jedoch nicht unbedingt alle von ein
und demselben Subunternehmer durchgeführt werden.

12 306
V
Anlagen

B.3 - Regeln für die einzelnen Kategorien

Nr. 1 Ein und dieselbe Ausgabestelle kann für einen bestimmten Verkaufsbereich nur einem einzi-
gen EVU Ausgeber zugeordnet sein.

Nr. 2 Eine Auftragsvergabe an Subunternehmer erfolgt dann, wenn eine der Abrechnungsarbeiten
des EVU Ausgeber von einem anderen Organ als der Personenverkehrsabrechnung des
EVU (Privatgesellschaft, WIV, Tochtergesellschaft etc...) durchgeführt wird. Wenn sich die
Auftragsvergabe auf alle delegierbaren Abrechnungsarbeiten erstreckt und hierfür ein einzi-
ges Organ eingeschaltet wird, handelt es sich gegenüber den anderen EVU nicht um eine
Auftragsvergabe an einen Subunternehmer sondern um die Einrichtung eines neuen Abrech-
nungsdienstes des EVU A.

Nr. 3 Die Arbeiten 10, 11, 13 und 14 können in keinem Fall delegiert werden.

Nr. 4 Die Delegation der Aufgaben 9 setzt normalerweise die Übermittlung der Datenträger der
Abrechnungen durch das EVU A voraus. Diese Datenträger können jedoch auch direkt vom
Subunternehmer übersandt werden, wenn sie einen homogenen Teil der Abrechnung dars-
tellen, d.h.

- ein und denselben Verkehr abdecken,

- und/oder die Verkäufe der Reisebüros und/oder die Verkäufe der Bahnhöhe,

- und/oder die manuellen Verkäufe und/oder die elektronischen Verkäufe.

13 306
V
Anlagen

Anlage C - Konsequenzen der Wahl eines gemeinsamen


oder getrennten Ticketing Bahn/Luftfahrt

C.1 - Gemeinsames Ticketing Bahn/Luftfahrt für den Vertrieb in


Reisebüros über GDS

Vorteile Nachteile
- ein einziger Drucker - Für die Lieferung und Kontrolle der Fahrs-
(Kosteneinsparung für das Reisebüro und cheinvordrucke und die Inkassovorgänge ist
eventuell für die Bahnen (je nach ihrer Betei- ein gemeinsames Organ einzuschalten (Ab-
ligung an den Ausrüstungen) - Rationalisie- hängigkeit hinsichtlich der Kosten und Verfa-
rung der Verkaufsvorgänge). hren).

- Vereinfachung der Bestandsverwaltung - Die Bahnen können nicht mehr allein über die
durch das Reisebüro (ein einziger Bestand). Herstellungskosten der Fahrscheine ents-
cheiden.

- Die Weiterentwicklung des Fahrscheinwe-


sens wird komplizierter (in folgenden Berei-
chen ist ein Abkommen IATA/UIC/CIT (siehe
- Liste der Abkürzungen - Seite 17) erforder-
lich: Berücksichtigung der Mittel zur Bekäm-
pfung von Betrug und dessen Entwicklung
(Wasserzeichen, Fasern, Reaktivität des Pa-
piers etc...), Normung des Magnetstreifens,
Mittel zur Identifizierung der Fahrscheinvor-
drucke durch den Drucker (Magnetstreifen,
Strichcode, optisches Lesen).

- Als Wasserzeichen (wenn eine derartige Si-


cherheitsmaßnahme generell eingeführt wür-
de) könnte nicht das Logo einer EVU
verwendet werden.

14 306
V
Anlagen

C.2 - Getrenntes Ticketing Bahn/Luftfahrt für den Vertrieb in Reisebü-


ros über GDS

Vorteile Nachteile
- Die Bahnen können entscheiden über die Bei getrennten Druckern

• Herstellungskosten, - Komplikation der Verkaufsvorgänge in den


• Verfahren und Kosten der Lieferung und Reisebüros (2 Drucker - 2 Arten von Vordruk-
Kontrolle der Fahrscheine, ken),
• Entwicklung der Mittel zur Bekämpfung
von Betrug. - höhere Ausrüstungs- und Wartungskosten
für das Reisebüro und eventuell für die Bah-
nen (je nach ihrer Beteiligung).

Bei einem einzigen Drucker

- Notwendigkeit eines gemeinsamen Verfa-


hrens für die Identifizierung der Vordrucke
(Abkommen IATA/UIC/CIT zur Einführung ei-
nes einheitlichen Identifizierungssystems
mittels Magnetstreifen, Strichcode oder eines
optischen Lesens).

15 306
V
Anlagen

C.3 - Abhängigkeit zwischen Fahrscheinwesen und der Wahl des Un-


ternehmens für das Inkasso

Situation Inkasso durch


Über GDS vertriebene Bahnleistungen mit Aus-
druck der Daten auf einem Papierdokument der
Eisenbahnverkehrsunternehmen das Eisenbahnverkehrsunternehmen, das die
Papierdokumente liefert
+
Lieferung und Kontrolle dieser Papierdokumen-
te durch ein Eisenbahnverkehrsunternehmen
Über GDS vertriebene Bahnleistungen mit Aus-
druck der Daten auf einem Papierdokument des
Eisenbahnverkehrsunternehmens
den Dritten, der die Papierdokumente liefert
+
Lieferung und Kontrolle dieser Papierdokumen-
te durch Dritte
Über GDS vertriebene Bahnleistungen mit Aus- den Dritten oder die Bahn, der (das) die Papier-
druck der Daten auf einem Papierdokument, das dokumente liefert
gleichzeitig für Flug- und Eisenbahn- Beförde-
rungsdokumente verwendet werden kann

16 306
V
Liste der Abkürzungen

BSP Bank Settllement Plan

CIT Internationales Eisenbahntransportkomitee

EVU Eisenbahnverkehrsunternehmen

EWIV Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung

GDS Global Distribution System

IATA International Air Transport Association

17 306
V
Glossar

Bilaterale Beziehungen Verkauf eines nationalen Produkts eines UIC-Leistungserbringers durch


einen Nicht-UIC-Ausgeber

Multilaterale Beziehungen Verkauf eines internationalen Produkts mit mehreren


Leistungserbringern durch einen Nicht-UIC-Ausgeber

Bank Settlement Plan (BSP)


Gemeinsamer Abrechnungsdienst mehrerer Fluggesellschaften, der
den Regeln der IATA unterliegt. Er fungiert als Vermittler zwischen den
Reisebüros und den Gesellschaften, die als "Ausgeber" betrachtet
werden

Global Distribution System (GDS)


EDV-System, das es dem Reisebüro ermöglicht,
- die Kunden über die Fahrpläne und Preise aller Arten von
Verkehrsleistungen und der anderen mit der Reise verbundenen
Leistungen zu informieren,
- Reservierungen vorzunehmen,
- Tickets auszudrucken und zu verkaufen

18 306
V

Das könnte Ihnen auch gefallen