UIC-Kodex: 1. Ausgabe, Dezember 2000 Übersetzung
UIC-Kodex: 1. Ausgabe, Dezember 2000 Übersetzung
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1. Ausgabe, Dezember 2000
Übersetzung
Gültig :
ab 1. Januar 1999
für alle Mitglieder des Internationalen Eisenbahnverbandes.
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© Internationaler Eisenbahnverband (UIC) - Paris, 2000
Druck: Internationaler Eisenbahnverband (UIC)
16, rue Jean Rey
F - 75015 Paris - Frankreich, Dezember 2000
Dépot légal Dezember 2000
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Inhalt
Zusammenfassung ..............................................................................................................1
1- Akteure......................................................................................................................... 2
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Liste der Abkürzungen ......................................................................................................17
Glossar ...............................................................................................................................18
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Zusammenfassung
Zweck des Merkblatts 306 ist es, die unterschliedlichen Beziehungen zwischen den Akteuren des Ei-
senbahnpersonenverkehrs für die abrechnungs- und finanztechnische Verteilung der verkauften in-
ternationalen Verkehrsleistungen und Zusatzleistungen zu identifizieren.
Das Merkblatt gibt für jede Beziehung, an der mindestens ein der UIC angehörendes ein Eisenbahn-
verkehrsunternehmen beteiligt ist, den Text an, in dem die anzuwendenden Regeln festgelegt sind,
und legt die damit verbundenen Grundsätze fest. In diesem Merkblatt werden die Akteure (Leistung-
serbringer, Ausgeber und Zuteiler) sowie deren Aufgaben und Verantwortlichkeiten genau definiert.
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1 - Akteure
- Abrechnungsbeziehungen (unter Abrechnung sind hier alle zur Begründung der finanziellen Tran-
saktionen zwischen den Akteuren ausgetauschten Informationen zu verstehen; dazu gehören die
Anmeldung und Kontrolle der Verkäufe sowie die internationale Verteilung),
- finanzielle Beziehungen.
Diese Begriffe werden im nachstehenden Punkt 1.2 (siehe Seite 2) im einzelnen definiert.
Das allgemeine Schema der Beziehungen ist Gegenstand der Anlage A - Seite 9.
1.2.1 - Leistungserbringer
- ein Verkehrsunternehmen sein, das UIC-Mitglied ist und durch einen UIC-Code identifiziert wird,
- ein Verkehrsunternehmen sein, das nicht Mitglied der UIC ist und folglich nicht durch einen UIC-
Code identifiziert wird (z.B. Privatbahn, im Auftrag von Verkehrsunternehmen handelnde EWIV).
1.2.2 - Ausgeber
Unternehmen, das den Vertrieb der Leistungen an die Kundschaft sicherstellt. Dieser Vertrieb erfolgt
entweder über die Bahnhöfe des Eisenbahnverkehrsunternehmens, über die von diesem Unterneh-
men (im Land des Sitzes des Unternehmens oder in einem anderen Land) akkreditierten Reisebüros
oder über die Bahnhöfe eines vom Eisenbahnverkehrsunternehmen "Ausgeber" hierzu ermächtigten
anderen Eisenbahnunternehmens, die in diesem Fall für die betreffenden Leistungen als der Ausga-
bebahn direkt angeschlossen betrachtet werden. Der Vertrieb kann über ein vom Ausgeber unabhän-
giges System (GDS (siehe - Liste der Abkürzungen - Seite 17) und (siehe - Glossar - Seite 18) oder
anderes System) abgewickelt werden.
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Der Ausgeber hat den Leistungserbringern die ihnen für die verkauften Leistungen zustehenden
Anteile zur Verfügung zu stellen. Diese Zurverfügungstellung erfolgt anhand der Abrechnungen, die
entweder der Ausgeber oder der Zuteiler nach den Bestimmungen erstellt, die die Beziehungen zwis-
chen Ausgeber und Leistungserbringer regeln (siehe Punkt 2 - Seite 4).
Der Ausgeber ist folglich für die ordnungsgemäße Erfassung der von den ihm angeschlossenen Ver-
kaufsstellen verkauften Fahrscheine und die entsprechenden Inkassovorgänge bei diesen Verkaufss-
tellen verantwortlich.
- ein Unternehmen sein, das Mitglied der UIC ist und durch einen UIC-Code identifiziert wird,
- ein Unternehmen sein, das nicht Mitglied der UIC ist und folglich nicht durch einen UIC-Code iden-
tifiziert wird (z.B. mit dem Vertrieb in einer Verkaufszone beauftragte Tochtergesellschaft einer Ba-
hn, Vertriebs-EWIV).
Ein UIC-Ausgeber kann in eigener Verantwortung einen Teil seiner Abrechnungsarbeiten unter den
in Anlage B - Seite 10 festgelegten Bedingungen einem Subunternehmer übertragen. Dies darf nichts
an seiner Verantwortung gegenüber den UIC-Zuteilern und -Leistungserbringern ändern.
Der Ausgeber trägt das Kursrisiko beim Verkauf einer Leistung in einer anderen als der für die Zahlung
der Anteile an die Leistungserbringer benutzten Währung.
Die Verkaufsstelle steht direkt mit dem Kunden in Verbindung und stellt den Fahrschein aus. Es kann
sich um einen Bahnhof oder ein Reisebüro, eine Vertretung, eine Tochtergesellschaft etc... handeln.
Diese Stelle kann, muss jedoch nicht im Land des Eisenbahnverkehrsunternehmens Ausgeber ansäs-
sig sein, dem es für einen bestimmten Verkaufsbereich untersteht.
1.2.3 - Zuteiler
Unternehmen, in dessen EDV-System ein Platzangebot und die entsprechenden Preise (für den ei-
genen Bedarf oder für andere leistungserbringende Bahnunternehmen) gespeichert sind und das ei-
nem anderen "Ausgeber" entweder Platzzuteilungsangaben und den Preis der Leistung oder nur den
Preis der Leistung (Fahrschein open-date) in Echtzeit übermittelt.
Für den Verkauf einer bestimmten Leistung können die Ausgabe- und Zuteilungsfunktionen von ein
und demselben Unternehmen wahrgenommen werden.
Das Angebot des Zuteilers kann physisch im System eines GDS oder im System eines anderen Un-
ternehmens untergebracht sein. Dies hat keine Auswirkungen auf die "Ausgeber", die den Zugang zu
diesem Angebot haben, als ob es sich um das System des Zuteilers handelt, der seine Verantwortli-
chkeiten des Zuteilers voll erfüllt (insbesondere Abrechnung).
Der Zuteiler muß ein UIC-Mitglied sein, das durch einen UIC-Code identifiziert wird.
Ein UIC-Zuteiler kann in eigener Verantwortung einen Teil seiner Abrechnungsarbeiten einem Subun-
ternehmer übertragen.
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2 - Grundsätze und Vereinbarungen zur Regelung der Be-
ziehungen
Die Abrechnungsbeziehungen und die Ausgleichsregeln werden in den UIC-Merkblättern Nr. 301-0,
301-1, 301-2 und 311 sowie in den Abrechnungsbestimmungen der Besonderen TCV-Anhänge gere-
gelt.
[Link] - Bahnhöfe
[Link] - Reisebüros
Diese Beziehungen sind im Zulassungsvertrag geregelt, der das Reisebüro an den Ausgeber bindet.
Dieser Vertrag muss den Bestimmungen des UIC-Merkblatts Nr. 130 entsprechen.
[Link] - Verbindung über ein externes System (für Bahnhof und Reisebüro)
Ein Ausgeber kann eigene Verkaufsstellen über ein externes System (GDS oder anderes System) an
sein Vertriebssystem anschließen, um Geschäfte
Wenn dieser Ausgeber den Anschluss gewisser Verkaufsstellen in einem anderen Land genehmigt,
in dem UIC-Mitglieder ansässig sind oder auch nicht, werden diese Verkaufsstellen Teil seines eige-
nen Vertriebssystems.
Neben den Bestimmungen der Punkte [Link] und [Link] (siehe Seite 4) ist ein Abkommen zwischen
dem Ausgeber und dem geschäftsführenden Unternehmen des externen Systems erforderlich, das
die Bedingungen für die Lieferung der bei den Verkaufsstellen für den Verkauf und die Vorgänge nach
dem Verkauf gespeicherten Daten an den Ausgeber (oder seinen Subunternehmer gemäß Punkt
[Link] - Seite 5) festlegt.
Der Ausgeber behält gegenüber den Zuteilern alle Verantwortlichkeiten des Ausgebers bei (siehe
Punkt 1.2.2 - Seite 2).
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[Link] - Einschaltung von Subunternehmern für die Abrechnungskontrolle und/
oder Inrechungstellung und/oder Einziehung der Beträge bei den Ver-
kaufsstellen
Gemäß Punkt 1.2.2 (siehe Seite 2) kann ein UIC-Ausgeber in eigener Verantwortung einen Teil seiner
Abrechnungsarbeiten unter den in Anlage B (siehe Seite 10) angegebenen Bedingungen einem Drit-
ten übertragen.
Die an Subunternehmer vergebenen Aufträge und die damit verbundenen Bedingungen sind in einem
Vertrag über die Auftragsvergabe festzulegen, dessen Muster den Merkblättern der Reihe 301 als
Anlage beigefügt ist.
Beim Vertrieb " Reisebüros " über ein GDS oder ein anderes gleichartiges externes System können
diese Aufträge vergeben werden an
- ein Luftfahrt-BSP (siehe - Liste der Abkürzungen - Seite 17) (siehe - Glossar - Seite 18)
- ein Bahn-BSP (siehe - Liste der Abkürzungen - Seite 17) (siehe - Glossar - Seite 18)
Diese Wahl hängt weitgehend von der Art der benutzten Fahrscheine ab (siehe Anlage C - Seite 14).
Gemäß Punkt 1.2.2 (siehe Seite 2) kann ein UIC-Ausgeber unter seiner Verantwortung einen Teil sei-
ner Abrechnungsarbeiten unter den in Anlage B (siehe Seite 10) angegebenen Bedingungen einem
Dritten übertragen.
Die an Subunternehmer vergebenen Aufträge und die damit verbundenen Bedingungen sind in einem
Vertrag über die Auftragsvergabe festzulegen, dessen Muster den Merkblättern der Reihe 301 als An-
lage beigefügt ist.
Ein Nicht-UIC-Ausgeber hat in der Regel keine direkten Beziehungen zum Leistungserbringer und Zu-
teiler (Ausnahmefall, siehe Punkt 2.2.4 - Seite 6).
Folglich ist ein Nicht-UIC-Ausgeber für einen bestimmten Verkaufsbereich immer an einem UIC-Aus-
geber gebunden, dem er die Abrechnungen des Verkaufs und der darauf folgenden Arbeiten seiner
Verkaufsstellen sowie die entsprechenden Zahlungen zukommen lässt.
Diese Beziehungen werden durch einen bilateralen Vertrag zwischen dem UIC-Ausgeber und dem für
den betreffenden Verkaufsbereich angeschlossenen Nicht-UIC-Ausgeber geregelt.
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2.2.4 - Beziehungen zwischen Nicht-UIC-Ausgeber und UIC-Leistungserbrin-
ger
Die rein bilateralen Beziehungen werden zwischen den betreffenden Partnern geregelt.
Multilaterale Beziehungen sind nur in Ausnahmefällen zulässig, über die das UIC-Komitee Finanzwe-
sen fallweise entscheidet.
Diese multilateralen Verträge sind vom UIC-Komitee Finanzwesen zu genehmigen, das darauf achtet,
daß die dort enthaltenen Bestimmungen weitestgehend den Bestimmungen der UIC-Merkblätter ents-
prechen, die die Beziehungen zwischen UIC-Ausgebern und UIC-Leistungserbringern regeln. Ein Ve-
rweis auf die Bestimmungen der UIC-Merkblätter in diesen Verträgen ist wünschenswert.
Bei diesen Beziehungen übernimmt der Nicht-UIC-Ausgeber (oder seine Aufsichtsgesellschaft) die
volle Verantwortung des Ausgebers (siehe Punkt 1.2.2 - Seite 2).
2. Berichtigung der ursprünglichen Aufteilung auf mehrere UIC-Leistungserbringer, wenn ein (UIC-
oder Nicht-UIC-) Leistungserbringer mit der Geschäftsführung eines gemeinsamen Angebots me-
hrerer UIC-Leistungserbringer beauftragt und am Schluss eine Aufteilung des positiven oder nega-
tiven Ergebnisses vorgesehen ist, die folglich auf anderen Grundlagen als denen der
ursprünglichen Verteilung erfolgt.
Vorgänge "1.":
Die Grundsätze und Verfahren, die in den für diese Vorgänge erforderlichen Beziehungen zu berück-
sichtigen sind, sind in einem Abkommen über die Unterverteilung festzulegen, an das beide Leis-
tungserbringer gebunden sind.
- auf welcher Grundlage der zuzuscheidende Anteil ermittelt wird: abgenommene Fahrscheine,
Zählung der Reisenden in den Zügen, pauschale Berechnung, Auszug aus der vom UIC-Leistung-
serbringer gelieferten Rechnung, Information von einem Platzzuteilungssystem etc...
Die Entnahme von Angaben aus den eingegangenen Abrechnungen ist nur möglich, wenn das be-
treffende Angebot identifiziert werden kann durch
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• bestimmte Züge, bei denen Reservierungspflicht besteht und keine Open-date-Fahrscheine zu-
gelassen sind, die nicht mit dem Zug in Verbindung stehen oder
• spezielle Relationen, in denen der betreffende Nicht-UIC-Leistungserbringer der einzige Betrei-
ber ist.
Die festgelegten Modalitäten dürfen nicht zur Folge haben, dass vom Ausgeber oder Zuteiler an-
dere Elemente als die normalerweise in den Abrechnungen nach den Merkblättern der Reihe 301 vor-
gesehenen verlangt werden.
- innerhalb welcher Fristen die Abrechnungselemente zu übermitteln sind und der Zahlungsaus-
gleich durchzuführen ist,
- wie der Zahlungsausgleich vorzunehmen ist und welche Bestimmungen bei Zahlungsverzug gel-
ten,
Es wird nachdrücklich empfohlen, in allen Fällen, in denen das Zug- und Preisangebot eines Nicht-
UIC-Leistungserbringers klar identifiziert werden kann, diesem Leistungserbringer einen UIC-Code
zuzuweisen und somit das normale Verfahren für die Beziehungen zwischen UIC-Partnern anzuwen-
den. Diese Empfehlung gilt vor allem für die wirtschaftlichen Interessenvereinigungen, die als Verke-
hrsbetreiber tätig sind und von Verkehrsunternehmen mit dem Ziel gegründet werden, einen Teil ihres
Angebots gemeinsam zu verwalten, um gezielter und rascher vorgehen zu können.
Vorgänge "2.":
Da es darum geht, anhand der Betriebsrechnung eines Angebots das positive oder negative Ergebnis
auf die an diesem Angebot beteiligten UIC-Leistungserbringer aufzuteilen, haben diese Vorgänge
zum Zweck, die ursprünglich nach den Tarifen vorgenommene Verteilung zu korrigieren.
Die Grundsätze und Verfahren, die in den für diese Vorgänge erforderlichen Beziehungen zu berück-
sichtigen sind, sind in einem Abkommen über gemeinsame Geschäftsführung festzulegen, an das
die am Angebot beteiligten Leistungserbringer gebunden sind.
- wann dieses Ergebnis für einen bestimmten Verkehrszeitraum spätestens zu ermitteln ist und in
welchen Zeitabständen (monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich) diese Ermittlung zu er-
folgen hat,
- wie die Berichtigung zu erfolgen hat und welcher Leistungserbringer die Anmeldungen für den Gel-
dausgleich vornimmt,
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- wie das festgestellte Ergebnis zu kontrollieren ist (vorzulegende Belege mit Aufbewahrungsfrist,
Audit etc...).
Die an Subunternehmer vergebenen Aufträge und die damit verbundenen Bedingungen sind in einem
Vertrag über Auftragsvergabe festzulegen, dessen Muster den Merkblättern der Reihe 301 als An-
lage beigefügt ist.
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Anlagen
UIC-LEISTUNGS-
ERBRINGER 311 Vertrag über
301 Auftrags-
Verkehrskontrolle vergabe
UIC-ZUTEILER
NICHT-UIC-
LEISTUNGSERBRINGER
(Privatbahn, EWIV, ...)
311 311
Verkehrskontrolle Verkaufsstelle
UIC-AUSGEBER Übereinkommen
Weisungen
externes Vertriebssystem
Bahnhöfe oder
(GDS, ...)
Reisebürozulassungs-
vertrag
Vertrag über
Auftragsvergabe
NICHT-UIC-AUSGEBER
(Privatbahn, EWIV, ...)
Zahlungsausgleich
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Anlagen
Nachstehende Tabellen sind das Bezugsdokument für die Abrechnungsarbeiten, die ein EVU
gegenüber einer Ausgabestelle von internationalen Leistungen entweder selbst durchführt oder dele-
giert.
B.1 - Einstufung der Ausgabestellen nach den von dem EVU Ausgeber
direkt oder indirekt übernommenen Aufgaben
Kategorie A Kategorie B
Abrechnungsvorgänge eines EVU Ausgeber
Nr. U/ U/ U/ U/ U/ U/ U/
(EVU A) gegenüber einer Ausgabestelle Kat. Kat. Kat. Kat. Kat. Kat. Kat.
A1 A2 A3 A4 A5 B1 B2
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Anlagen
Kategorie A Kategorie B
Abrechnungsvorgänge eines EVU Ausgeber
Nr. U/ U/ U/ U/ U/ U/ U/
(EVU A) gegenüber einer Ausgabestelle Kat. Kat. Kat. Kat. Kat. Kat. Kat.
A1 A2 A3 A4 A5 B1 B2
a. Im Falle, wo die Abrechnungen nicht unter dem Namen des EVU A, sondern unter dem Namen des Unternehmen erstellt werden, das
als Subunternehmen tätig wird.
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Anlagen
KATEGORIE A : Die Ausgabestelle ist dem EVU Ausgeber zugeordnet. Folglich trägt das EVU A für diese
Ausgabestelle und den betreffenden Verkaufsbereich gegenüber den leistungserbringenden
EVU die volle Verantwortung eines EVU Ausgeber.
Unterkategorie A1: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle dieses EVU A. Die Abrechnung wird direkt und in
Gänze von A erstellt.
Unterkategorie A2: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle dieses EVU A. Die Abrechnung wird z.T. von A
erstellt; die Lieferung und Bestandsverwaltung der Fahrscheinvordrucke wird einem Subun-
ternehmer übertragen.
Unterkategorie A3: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle dieses EVU A. Die Abrechnung wird z.T. von A
erstellt. Folgende Aufgaben werden an Subunternehmer delegiert:
2. Inrechnungstellung
Unterkategorie A4: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle dieses EVU A. Die Abrechnung wird z.T. von dem
EVU A erstellt. Folgende Aufgaben werden an Subunternehmer delegiert:
2. Inrechnungstellung
4. Inkasso
Unterkategorie A5: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle dieses EVU A. Die Abrechnung wird z.T. von dem
EVU A erstellt. Die Abrechnungen des Subunternehmers sind unter der Verantwortung des
EVU A zu erstellen, die sie zu bestätigen hat.
KATEGORIE B: Die Ausgabestelle ist nicht dem EVU A zugeordnet. Folglich trägt das EVU A für diese Aus-
gabestelle und den betreffenden Verkaufsbereich gegenüber den leistungserbringenden
EVU keine Verantwortung als EVU Ausgeber.
Unterkategorie B1: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle einer anderen EVU als das EVU A. Dieses andere
EVU kann entweder ein existierendes EVU oder eine Vertriebsgesellschaft sein, die als "UIC-
EVU Ausgeber" identifiziert ist.
Unterkategorie B2: Die Ausgabestelle steht unter der Kontrolle eines anderen EVU als A. Dieses andere EVU
kann entweder ein existierendes EVU oder eine Vertriebsgesellschaft sein, die als "UIC-EVU
Ausgeber" identifiziert ist. Das EVU A führt als Subunternehmer Abrechnungsarbeiten durch.
Sie ist gegenüber dem EVU Ausgeber für diese Arbeiten verantwortlich. Sie trägt keine Ve-
rantwortung gegenüber den anderen Leistungserbringern (Verkehrsunternehmen). Die Kreu-
ze in der Tabelle zeigen die möglichen Arbeiten auf, die jedoch nicht unbedingt alle von ein
und demselben Subunternehmer durchgeführt werden.
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Anlagen
Nr. 1 Ein und dieselbe Ausgabestelle kann für einen bestimmten Verkaufsbereich nur einem einzi-
gen EVU Ausgeber zugeordnet sein.
Nr. 2 Eine Auftragsvergabe an Subunternehmer erfolgt dann, wenn eine der Abrechnungsarbeiten
des EVU Ausgeber von einem anderen Organ als der Personenverkehrsabrechnung des
EVU (Privatgesellschaft, WIV, Tochtergesellschaft etc...) durchgeführt wird. Wenn sich die
Auftragsvergabe auf alle delegierbaren Abrechnungsarbeiten erstreckt und hierfür ein einzi-
ges Organ eingeschaltet wird, handelt es sich gegenüber den anderen EVU nicht um eine
Auftragsvergabe an einen Subunternehmer sondern um die Einrichtung eines neuen Abrech-
nungsdienstes des EVU A.
Nr. 3 Die Arbeiten 10, 11, 13 und 14 können in keinem Fall delegiert werden.
Nr. 4 Die Delegation der Aufgaben 9 setzt normalerweise die Übermittlung der Datenträger der
Abrechnungen durch das EVU A voraus. Diese Datenträger können jedoch auch direkt vom
Subunternehmer übersandt werden, wenn sie einen homogenen Teil der Abrechnung dars-
tellen, d.h.
- und/oder die Verkäufe der Reisebüros und/oder die Verkäufe der Bahnhöhe,
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Anlagen
Vorteile Nachteile
- ein einziger Drucker - Für die Lieferung und Kontrolle der Fahrs-
(Kosteneinsparung für das Reisebüro und cheinvordrucke und die Inkassovorgänge ist
eventuell für die Bahnen (je nach ihrer Betei- ein gemeinsames Organ einzuschalten (Ab-
ligung an den Ausrüstungen) - Rationalisie- hängigkeit hinsichtlich der Kosten und Verfa-
rung der Verkaufsvorgänge). hren).
- Vereinfachung der Bestandsverwaltung - Die Bahnen können nicht mehr allein über die
durch das Reisebüro (ein einziger Bestand). Herstellungskosten der Fahrscheine ents-
cheiden.
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Vorteile Nachteile
- Die Bahnen können entscheiden über die Bei getrennten Druckern
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Liste der Abkürzungen
EVU Eisenbahnverkehrsunternehmen
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Glossar
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