Das Buch Rut
Das Buch Rut
NG%C3%9C/Rut1
stand eine Hungersnot im Lande. Und ein führten[1], gab es eine Hungersnot im Land.
Mann von Bethlehem in Juda zog aus ins Darum machte sich ein Mann aus Betlehem
Land der Moabiter, um dort als Fremdling zu im ´Stammesgebiet von` Juda auf den Weg,
wohnen, mit seiner Frau und seinen beiden um zusammen mit seiner Frau und seinen
Söhnen. beiden Söhnen im Land Moab Zuflucht zu
suchen.
2 Der hieß Elimelech und seine Frau Noomi 2 Der Mann hieß Elimelech[2], seine Frau hieß
und seine beiden Söhne Machlon und Kiljon; Noomi[3], und die Namen der Söhne waren
die waren Efratiter aus Bethlehem in Juda. Machlon und Kiljon[4]. Ihre Familie gehörte
Und als sie ins Land der Moabiter gekommen zur Sippe Efrat, die in Betlehem im ´Stam-
waren, blieben sie dort. mesgebiet von` Juda lebte. Während sie im
Land Moab wohnten,
3 Und Elimelech, Noomis Mann, starb, und sie 3 starb Elimelech, der Mann Noomis, und Noo-
blieb übrig mit ihren beiden Söhnen. mi blieb mit ihren beiden Söhnen allein zu-
rück.
4 Die nahmen sich moabitische Frauen; die 4 Die beiden heirateten zwei moabitische
eine hieß Orpa, die andere Rut. Und als sie Frauen namens Orpa[5] und Rut[6]. Nachdem
ungefähr zehn Jahre dort gewohnt hatten, die Familie etwa zehn Jahre in Moab gelebt
hatte[7],
5 starben auch die beiden, Machlon und Kil- 5 starben auch Machlon und Kiljon. Nun war
jon. Und die Frau blieb zurück ohne ihre bei- Noomi ganz allein, ohne Mann und ohne
den Söhne und ohne ihren Mann. Söhne.
6 Da machte sie sich auf mit ihren beiden 6 Da machte sie sich zusammen mit ihren
Schwiegertöchtern und zog aus dem Land Schwiegertöchtern auf den Weg, um in ihre
der Moabiter wieder zurück; denn sie hatte Heimat zurückzukehren[8]. Sie hatte nämlich
erfahren im Moabiterland, dass der HERR in Moab erfahren, dass der HERR für sein
sich seines Volkes angenommen und ihnen Volk gesorgt hatte und es ´in Juda` wieder zu
Brot gegeben hatte. essen gab.
7 Also verließ sie den Ort, an dem sie gelebt
eine jede in ihres Mannes Hause! Und sie hause bei einem anderen Mann findet!« Sie
küsste sie. Da erhoben sie ihre Stimme und küsste die Frauen ´zum Abschied`, doch die
weinten beiden begannen laut zu weinen
10 und sprachen zu ihr: Wir wollen mit dir zu 10 und widersprachen: »Nein, wir wollen mit dir
deinem Volk gehen. zu deinem Volk zurückkehren!«
11 Aber Noomi sprach: Kehrt um, meine Töch- 11 Noomi entgegnete: »Es ist besser, wenn ihr
ter! Warum wollt ihr mit mir gehen? Wie ´nach Hause` geht, meine Töchter! Warum
kann ich noch einmal Kinder in meinem wollt ihr mit mir kommen? Ich werde sicher
Schoße haben, die eure Männer werden keine Söhne mehr zur Welt bringen, die eure
könnten? Männer werden könnten!
12 Kehrt um, meine Töchter, und geht hin; denn 12 Kehrt lieber um, meine Töchter, und geht zu-
ich bin nun zu alt, um wieder einem Mann zu rück! Ich bin zu alt, um noch einmal zu hei-
gehören. Und wenn ich dächte: Ich habe raten. Und selbst wenn ich die Hoffnung
noch Hoffnung!, und diese Nacht einem nicht aufgeben würde, ja, wenn ich noch
Mann gehörte und Söhne gebären würde, heute Nacht einen Mann bekommen und
dann Söhne zur Welt bringen würde –
13 wolltet ihr warten, bis sie groß würden? 13 wolltet ihr dann etwa darauf warten, bis sie
Wolltet ihr euch einschließen und keinem erwachsen sind? Wolltet ihr so lange allein
Mann gehören? Nicht doch, meine Töchter! bleiben[9] und keinen anderen Mann heira-
Mein Los ist zu bitter für euch, denn des ten? Nein, meine Töchter! Das bittere
HERRN Hand hat mich getroffen. Schicksal, das mir auferlegt wurde, ist für
euch zu schwer.[10] Mich hat die Hand des
HERRN getroffen – ´nicht euch`!«
14 Da erhoben sie ihre Stimme und weinten 14 Da weinten die beiden noch lauter. Orpa
noch mehr. Und Orpa küsste ihre Schwieger- küsste ihre Schwiegermutter ´und verab-
mutter, Rut aber ließ nicht von ihr. schiedete sich`, aber Rut blieb bei ihr.
15 Sie aber sprach: Siehe, deine Schwägerin ist 15 Noomi sagte zu ihr: »Du siehst, deine Schwä-
umgekehrt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott; gerin ist zurückgekehrt zu ihrem Volk und zu
kehre auch du um, deiner Schwägerin nach. ihrem Gott. Kehr ´auch du` um und geh mit
ihr!«
16 Rut antwortete: Bedränge mich nicht, dass 16 Aber Rut entgegnete: »Dränge mich nicht,
ich dich verlassen und von dir umkehren dich zu verlassen! Ich will mich nicht von dir
sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hin- trennen! Wohin du gehst, dahin will auch ich
gehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. gehen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch.
Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist
mein Gott. mein Gott.
17 Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich 17 Wo du stirbst, da will auch ich sterben, und
auch begraben werden. Der HERR tue mir dort will ich begraben werden. Die Strafe des
dies und das, nur der Tod wird mich und dich HERRN soll mich treffen, ´wenn ich mich
scheiden. nicht an meine Worte halte`: Nur der Tod
wird mich von dir trennen!«
Rut und Noomi kommen in
Betlehem an
18 Als sie nun sah, dass sie festen Sinnes war, 18 Als Noomi merkte, dass Rut fest entschlos-
mit ihr zu gehen, ließ sie ab, ihr zuzureden. sen war, mit ihr zu gehen, gab sie es auf, sie
´zur Umkehr` zu überreden.
19 So gingen die beiden miteinander, bis sie 19 Die beiden setzten ihre Reise fort, bis sie
nach Bethlehem kamen. Und als sie nach Betlehem erreichten. Als sie dort ankamen,
Bethlehem hineinkamen, erregte sich die geriet die ganze Stadt ihretwegen in Aufre-
ganze Stadt über sie, und die Frauen spra- gung. Die Frauen fragten: »Ist das nicht Noo-
chen: Ist das die Noomi? mi?«
20 Sie aber sprach zu ihnen: Nennt mich nicht 20 »Nennt mich nicht Noomi (›die Liebliche‹)!«,
Noomi, sondern Mara[1]; denn der Allmächti- entgegnete sie. »Nennt mich Mara (›die Bit-
ge hat mir viel Bitteres angetan. tere‹). Denn der allmächtige Gott hat mir ein
sehr bitteres Schicksal auferlegt.
21 Voll zog ich aus, aber leer hat mich der HERR 21 Als ich von hier fortging, hatte ich einen
wieder heimgebracht. Warum nennt ihr mich Mann und zwei Söhne, aber jetzt lässt der
denn Noomi, da doch der HERR mich gede- HERR mich arm und schutzlos zurückkehren.
mütigt hat und der Allmächtige mir Leid an- [11] Warum wollt ihr mich weiter Noomi nen-
getan hat? nen? Der HERR hat sich gegen mich gestellt.
[12] Der allmächtige Gott hat mich ins Un-
glück gestürzt.«
22 Es war aber um die Zeit, da die Gerstenernte 22 So kehrte Noomi mit ihrer moabitischen
anging, als Noomi mit ihrer Schwiegertoch- Schwiegertochter Rut aus dem Land Moab
ter Rut, der Moabiterin, zurückkam vom nach Betlehem zurück. Als sie ankamen, hat-
Moabiterland nach Bethlehem. te gerade die Gerstenernte begonnen.
Fußnoten Fußnoten
[1] Die Namen »Noomi« und »Mara« bedeuten »lieblich« und [1] Wörtlich: "Als die Richter richteten."
»bitter«. [2] Der Name bedeutet: "Gott ist König."
[3] Der Name bedeutet: "die Liebliche."
[4] Diese beiden Namen haben im Hebräischen etwas
Lautmalerisches, im Deutschen etwa entsprechend:
"Schwächlich" und "Gebrechlich."
[5] Der Name bedeutet: "die sich Abwendende."
[6] Der Name bedeutet: "die Gefährtin."
[7] Andere übersetzen: "Etwa zehn Jahre später" (d. h. nach
der Hochzeit). Wörtlich: "Und sie wohnten dort etwa zehn
Jahre, dann."
[8] Wörtlich: "um aus dem Land Moab zurückzukehren."
[9] Wörtlich: "Wolltet ihr euch deshalb einschließen."
[10] Oder: "Ich könnte es nichr ertragen, wenn ihr mein
bitteres Schicksal teilen müsstet."
[11] Wörtlich: "Voll bin ich von hier fortgegangen, und leer
hat der HERR mich zurückkehren lassen."
[12] Wörtlich: "Der HERR hat gegen mich gesprochen."
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und
Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Die Verwendung des Textes Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. ©
erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft. [Link]- Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne,
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vorbehalten.
Mannes, einen angesehenen und redlichen ihres ´verstorbenen` Mannes. Er hieß Boas[1],
Mann aus der Sippe Elimelechs, und sein stammte aus der Sippe Elimelechs und war
Name war Boas. ein vermögender und einflussreicher Mann.
2 Und Rut, die Moabiterin, sprach zu Noomi: 2 ´Eines Tages` sagte die Moabiterin Rut zu
Lass mich aufs Feld gehen und Ähren aufle- Noomi: »Ich würde gern aufs Feld gehen und
sen bei einem, vor dessen Augen ich Gnade dort Ähren auflesen, die liegen geblieben
finde. Sie aber sprach zu ihr: Geh hin, meine sind. Irgendjemand wird schon so freundlich
Tochter! sein und es mir erlauben[2].« Noomi ermutig-
te sie: »Geh nur, meine Tochter.«
3 Sie ging hin und las auf, den Schnittern 3 Rut kam zu einem Feld und sammelte dort
nach, auf dem Felde. Und es traf sich, dass Ähren hinter denen her, die das Getreide
dies Feld dem Boas gehörte, der von dem Ge- schnitten. Ohne es zu wissen, war sie ausge-
schlecht Elimelechs war. rechnet auf ein Feld gestoßen, das zum Be-
sitz von Boas gehörte.[3]
4 Und siehe, Boas kam eben von Bethlehem 4 Später kam Boas selbst von Betlehem ´auf
und sprach zu den Schnittern: Der HERR sei das Feld` und begrüßte seine Arbeiter: »Der
mit euch! Sie antworteten: Der HERR segne HERR sei mit euch!« Sie erwiderten: »Der
dich! HERR segne dich!«
5 Und Boas sprach zu seinem Knecht, der über 5 Boas fragte den Mann, der die Erntearbeiter
die Schnitter gestellt war: Zu wem gehört das beaufsichtigte: »Zu wem gehört diese junge
Mädchen? Frau?«
6 Der Knecht, der über die Schnitter gestellt 6 Der Mann antwortete: »Sie ist eine Moabite-
war, antwortete und sprach: Es ist eine Moa- rin, die zusammen mit Noomi gekommen ist.
biterin, die mit Noomi gekommen ist aus
dem Land der Moabiter.
7 Sie hat gesagt: Lasst mich doch auflesen und 7 Sie hat gefragt, ob sie hinter unseren Leuten
sammeln hinter den Garben den Schnittern her ´gehen und` die Ähren aufsammeln darf,
nach, und ist gekommen und dageblieben die zwischen den Garben ´liegen geblieben`
vom Morgen an bis jetzt und ist nicht einmal sind. Seit heute morgen ist sie auf den Bei-
kurz heimgegangen. nen und hat sich bis jetzt kaum in den Schat-
ten gesetzt[4].«
8 Da sprach Boas zu Rut: Hörst du wohl, meine 8 Boas wandte sich an Rut: »Hör zu, meine
Tochter? Du sollst nicht auf einen andern Tochter: Geh zur Ährenlese nicht auf ein an-
Acker gehen, um aufzulesen; geh auch nicht deres Feld. Bleib hier und halte dich an mei-
von hier weg, sondern halt dich zu meinen ne Mägde.
Mägden.
9 Und sieh, wo sie schneiden im Felde, da geh 9 Achte darauf, wo gerade geerntet wird, und
ihnen nach. Ich habe meinen Knechten ge- geh hinter den Frauen her. Meinen Knechten
boten, dass dich niemand antaste. Und wenn habe ich eingeschärft, dich nicht zu belästi-
dich dürstet, so geh hin zu den Gefäßen und gen. Wenn du Durst hast, dann geh zu den
trinke von dem, was meine Knechte schöp- Krügen und trink von dem Wasser, das meine
fen. Leute ´aus dem Brunnen` schöpfen.«
10 Da fiel sie auf ihr Angesicht und beugte sich 10 Da warf sich Rut vor ihm nieder und fragte
nieder zur Erde und sprach zu ihm: Womit ihn: »Wie kommt es, dass du so freundlich zu
hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, mir bist[5] und dich um mich kümmerst? Ich
dass du mir freundlich bist, die ich doch eine bin doch eine Fremde!«
Fremde bin?
11 Boas antwortete und sprach zu ihr: Man hat 11 Boas antwortete ihr: »Man hat mir ausführ-
mir alles angesagt, was du getan hast an dei- lich erzählt, was du nach dem Tod deines
ner Schwiegermutter nach deines Mannes Mannes für deine Schwiegermutter getan
Tod; dass du verlassen hast deinen Vater und hast. Du hast deine Eltern und dein Geburts-
deine Mutter und dein Vaterland und zu ei- land verlassen und bist ´mit ihr` zu einem
nem Volk gezogen bist, das du vorher nicht Volk gezogen, das du vorher nicht kanntest.
kanntest.
12 Der HERR vergelte dir deine Tat, und dein 12 Der HERR belohne dich für deine Taten; ja,
Lohn möge vollkommen sein bei dem reichen Lohn gebe dir der HERR, der Gott Is-
HERRN, dem Gott Israels, zu dem du gekom- raels. Zu ihm bist du gekommen, um unter
men bist, dass du unter seinen Flügeln Zu- seinen Flügeln Zuflucht zu finden.«
flucht hättest.
13 Sie sprach: Lass mich Gnade vor deinen Au- 13 Da sagte Rut: »Mein Herr, du bist so freund-
gen finden, mein Herr; denn du hast mich lich zu mir! Du hast mich ermutigt und zu
getröstet und deine Magd freundlich ange- meinem Herzen[6] gesprochen, obwohl ich
sprochen, und ich bin doch nicht einmal wie noch viel geringer bin als eine deiner Mäg-
eine deiner Mägde. de.«
14 Boas sprach zu ihr, als Essenszeit war: Komm 14 Zur Essenszeit lud Boas sie ein: »Komm her,
hierher und iss vom Brot und tauche deinen iss von dem Brot und tunk es in den Weines-
Bissen in den Essigtrank! Und sie setzte sich sig[7].« Da setzte sie sich zu den Erntearbei-
zur Seite der Schnitter. Er aber legte ihr ge- tern, und Boas gab ihr ´reichlich` geröstete
röstete Körner vor, und sie aß und wurde satt Körner. Sie aß sich satt und behielt sogar
und ließ noch übrig. noch etwas übrig.
15 Und als sie sich aufmachte zu lesen, gebot 15 Dann stand sie wieder auf, um weiter Ähren
Boas seinen Knechten und sprach: Lasst sie aufzulesen. Boas befahl seinen Arbeitern:
auch zwischen den Garben lesen und be- »Lasst sie auch zwischen den Garben sam-
schämt sie nicht; meln und belästigt sie nicht.
16 auch zieht etwas für sie aus den Garben her- 16 Im Gegenteil: Zieht absichtlich Ähren aus
aus und lasst es liegen, dass sie es auflese, den Garben und lasst sie liegen, damit die
und niemand schelte sie darum. junge Frau sie aufsammeln kann. Weist sie
deswegen nicht zurecht!«
17 So las sie bis zum Abend auf dem Felde und 17 So sammelte Rut bis zum Abend. Als sie
klopfte die Ähren aus, die sie aufgelesen hat- dann die Ähren ausklopfte, kamen ungefähr
te, und es war ungefähr ein Scheffel Gerste. fünfzehn Kilogramm[8] zusammen.
18 Und sie hob’s auf und kam in die Stadt, und 18 Sie lud sich ´das Getreide auf die Schulter`
ihre Schwiegermutter sah, was sie gelesen und ging zurück in die Stadt. Ihre Schwieger-
hatte. Da zog Rut hervor und gab ihr, was sie mutter betrachtete ´erstaunt`, wie viel sie
übrig behalten hatte, nachdem sie satt ge- aufgelesen hatte. Rut zog ´auch die geröste-
worden war. ten Körner` hervor, die sie beim Essen übrig
gelassen hatte, und gab sie ihr.
19 Da sprach ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo 19 Da fragte ihre Schwiegermutter: »Wo hast du
hast du heute gelesen und wo hast du gear- heute Ähren aufgesammelt, wo hast du gear-
beitet? Gesegnet sei, der dir freundlich ge- beitet? Gott segne den, der dir das erlaubt
wesen ist! Sie aber sagte ihrer Schwieger- hat!« Rut erzählte ihrer Schwiegermutter al-
mutter, bei wem sie gearbeitet hatte, und les[9] und sagte: »Der Mann, bei dem ich heu-
sprach: Der Mann, bei dem ich heute gear- te gesammelt habe, heißt Boas.«
beitet habe, heißt Boas.
20 Noomi aber sprach zu ihrer Schwiegertoch- 20 »Der HERR segne ihn!«, rief Noomi. » ´Jetzt
ter: Gesegnet sei er vom HERRN, der seine sehe ich`, dass der HERR die Lebenden und
Barmherzigkeit nicht abgewendet hat von die Toten nicht vergisst.« Dann erklärte sie:
den Lebendigen und von den Toten. Und »Dieser Mann ist ein Verwandter und gehört
Noomi sprach zu ihr: Der Mann steht uns zu denen, die vom Gesetz her dazu verpflich-
nahe; er gehört zu unsern Lösern. tet sind, uns als Löser beizustehen.«[10]
21 Rut, die Moabiterin, sprach: Er sprach auch 21 Rut[11] erzählte weiter: »Er hat sogar zu mir
das zu mir: Du sollst dich zu meinen Leuten gesagt: ›Halte dich an meine Arbeiter, bis sie
halten, bis sie mir alles eingeerntet haben. meine ganze Ernte eingebracht haben.‹«
22 Noomi sprach zu Rut, ihrer Schwiegertoch- 22 Da sagte Noomi zu ihrer Schwiegertochter:
ter: Es ist gut, meine Tochter, dass du mit »Es ist gut, meine Tochter, wenn du mit sei-
seinen Mägden hinausgehst, damit dir nicht nen Mägden ´auf das Feld` gehst. Auf einem
jemand auf einem andern Acker etwas zulei- anderen Feld würde man dich vielleicht be-
de tue. lästigen.«
23 So hielt sie sich beim Ährenlesen zu den 23 Bis zum Ende der Gersten- und Weizenernte
Mägden des Boas, bis die Gerstenernte und hielt Rut sich zu den Mägden des Boas, um
Weizenernte beendet war. Und dann blieb sie ´Ähren` aufzulesen. Danach blieb sie zu Hau-
bei ihrer Schwiegermutter. se bei ihrer Schwiegermutter.
Fußnoten
[1] Der Name bedeutet: "In ihm ist Kraft."
[2] Wörtlich: "und Ähren auflesen hinter dem her, in dessen
Augen ich Gunst finde."
[3] Wörtlich: "Ihr Zufall fiel auf ein Feldstück, das Boas aus
der Sippe Elimelechs gehörte."
[4] Oder: "und erst jetzt ruht sie sich kurz im Schatten ("
Wörtlich: "im Haus) aus."
[5] Wörtlich: "dass ich Gunst in deinen Augen gefunden
habe."
[6] Wörtlich: "zum Herzen deiner Magd."
[7] Es handelt sich um einen mit Wasser verdünnten, sauren
Wein.
[8] Wörtlich: "ein Efa."
[9] Wörtlich: "mit wem sie gearbeitet hatte."
[10] Wörtlich: "Dieser Mann ist einer von unseren Lösern."
Der Löser war ein naher Verwandter, der dafür sorgen
musste, dass Erbbesitz innerhalb einer Sippe blieb. Wenn
der eigentliche Erbe kinderlos gestorben war, musste der
Löser nicht nur das Land erwerben (Vergleiche
[11] Wörtlich: "Die Moabiterin Rut."
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und
Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Die Verwendung des Textes Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. ©
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[Link] Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft,
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vorbehalten.
ihr: Meine Tochter, ich will dir eine Ruhe- gertochter Rut: »Meine Tochter, ich möchte
statt suchen, dass dir’s wohlgehe. für dich ein Zuhause suchen, wo es dir gut
geht.
2 Siehe, Boas, unser Verwandter, bei dessen 2 Boas, mit dessen Mägden du zusammen
Mägden du gewesen bist, worfelt diese Nacht warst, ist doch unser Verwandter. Heute
Gerste auf der Tenne. Abend ist er auf seinem Dreschplatz und
worfelt ´das Getreide`[1].
3 So bade dich und salbe dich und lege dein 3 Bade und salbe dich, zieh deine ´besten`
Kleid an und geh hinab auf die Tenne. Gib Kleider an und geh hinunter zum Dresch-
dich dem Mann nicht zu erkennen, bis er ge- platz! Sieh aber zu, dass Boas dich nicht be-
gessen und getrunken hat. merkt, bis er fertig ist mit Essen und Trinken.
4 Wenn er sich dann schlafen legt, so merke dir 4 Merk dir die Stelle, wo er sich hinlegt, ´und
die Stelle, wo er sich hinlegt, und geh hin wenn es dunkel ist`, dann schlüpf unter seine
und decke seine Füße auf und leg dich hin, Decke und leg dich ans Fußende. Er wird dir
so wird er dir sagen, was du tun sollst. sagen, was du tun sollst.«
5 Sie sprach zu ihr: Alles, was du mir sagst, 5 »Ich werde alles befolgen, was du mir gera-
ihre Schwiegermutter ihr geboten hatte. hielt sich genau so, wie ihre Schwiegermut-
ter es ihr aufgetragen hatte.
7 Und als Boas gegessen und getrunken hatte, 7 Als Boas gegessen und getrunken hatte, legte
ward sein Herz guter Dinge, und er ging hin er sich fröhlich und zufrieden[2] am Rand des
und legte sich hinter einen Kornhaufen. Und Getreidehaufens schlafen. Rut kam leise
sie kam leise und deckte seine Füße auf und dazu, schlüpfte unter seine Decke und legte
legte sich hin. sich ans Fußende.
8 Als es nun Mitternacht ward, erschrak der 8 Um Mitternacht schrak Boas auf. Er tastete
Mann und drehte sich um; und siehe, eine um sich und ´bemerkte, dass` bei seinen Fü-
Frau lag zu seinen Füßen. ßen eine Frau lag.
9 Und er sprach: Wer bist du? Sie antwortete: 9 »Wer bist du?«, fragte er. »Ich bin Rut, deine
Ich bin Rut, deine Magd. Breite den Saum Dienerin«, antwortete sie. » ´Bitte` breite
deines Gewandes über deine Magd, denn du dein Gewand[3] über mich aus ´als Zeichen
bist der Löser. dafür, dass du mich heiraten willst`. Denn du
bist ´als` Löser ´für mich verantwortlich`.«
10 Er aber sprach: Gesegnet seist du vom 10 Da sagte er: »Der HERR segne dich, meine
HERRN, meine Tochter! Du hast deine Liebe Tochter! Jetzt hast du noch viel mehr als bis-
jetzt noch besser erzeigt als vorher, dass du her gezeigt, wie treu du zu der Familie deiner
nicht den jungen Männern nachgegangen Schwiegermutter stehst.[4] Denn du bist
bist, weder den reichen noch den armen. nicht den jungen Männern nachgelaufen,
weder den armen noch den reichen.
11 Nun, meine Tochter, fürchte dich nicht. Al- 11 Hab keine Angst, meine Tochter. Alles, wor-
les, was du sagst, will ich dir tun; denn das um du mich gebeten hast, will ich für dich
ganze Volk in meiner Stadt weiß, dass du tun. Jeder in der Stadt[5] weiß, dass du eine
eine tugendsame Frau bist. tüchtige und zuverlässige Frau bist.
12 Ja, es ist wahr, dass ich ein Löser bin; aber es 12 Nun, es ist wirklich so, dass ich ´als` Löser
ist noch ein Löser da, näher verwandt als ich. ´für dich verantwortlich` bin, aber es gibt ei-
nen weiteren Löser, der noch näher mit dir
verwandt ist als ich.
13 Bleib über Nacht hier. Will er dich dann am 13 Bleib diese Nacht hier! Morgen soll der ande-
Morgen lösen, gut, so mag er’s tun; hat er re Verwandte sich entscheiden, ob er für dich
aber keine Lust, dich zu lösen, so will ich sorgen will[6] oder nicht. Wenn er seiner Ver-
dich lösen, so wahr der HERR lebt. Schlaf bis antwortung nicht nachkommen möchte[7],
zum Morgen! werde ich es tun. Das schwöre ich, so wahr
der HERR lebt. Bleib also liegen bis zum
Morgen!«
14 Und sie schlief bis zum Morgen zu seinen Fü- 14 Rut blieb am Fußende liegen, doch am frü-
ßen. Und sie stand auf, ehe einer den andern hen Morgen, noch bevor ´es so hell war, dass`
erkennen konnte. Und er dachte: Wenn nur man jemand erkennen konnte, stand sie auf.
niemand erfährt, dass eine Frau auf die Ten- Denn Boas sagte: »Es darf sich nicht herum-
ne gekommen ist. sprechen, dass eine Frau ´zu mir` auf den
Dreschplatz gekommen ist.«
15 Und er sprach: Nimm das Tuch, das du um- 15 »Nimm dein Umschlagtuch ab«, sagte er,
hast, und halt es auf. Und sie hielt es hin. »und halte es auf!« Er schüttete einen halben
Und er maß sechs Maß Gerste hinein und lud Zentner[8] Gerste hinein und lud es ihr auf
ihr’s auf. Und er ging in die Stadt. die Schulter. Dann ging er zurück in die
Stadt.
16 Sie aber kam zu ihrer Schwiegermutter. Die 16 Als Rut nach Hause kam, fragte ihre Schwie-
sprach: Wie steht’s mit dir, meine Tochter? germutter: »Wie ist es dir ergangen, meine
Und sie sagte ihr alles, was ihr der Mann ge- Tochter?« Rut berichtete ihr alles, was Boas
tan hatte, für sie getan hatte.
17 und sprach: Diese sechs Maß Gerste gab er 17 »Diesen halben Zentner Gerste hat er mir ge-
mir; denn er sagte: Du sollst nicht mit leeren schenkt«, erzählte sie. »Er hat gesagt: ›Du
Händen zu deiner Schwiegermutter kommen. sollst nicht mit leeren Händen zu deiner
Schwiegermutter zurückkommen.‹«
18 Sie aber sprach: Warte nun ab, meine Toch- 18 Noomi antwortete: »Bleib ´hier`, meine
ter, bis du erfährst, wo es hinauswill; denn Tochter, bis du weißt, wie diese Angelegen-
der Mann wird nicht ruhen, er bringe es denn heit ausgeht. Boas wird keine Ruhe geben. Er
heute zu Ende. wird noch heute diese Sache klären.«
Fußnoten
[1] Beim Worfeln wird das gedroschene Getreide mit einer
speziellen Schaufel in die Luft geworfen, um durch den
Wind die leichte Spreu von den Körnern zu trennen.
[2] Wörtlich: "fröhlichen Herzens."
[3] Wörtlich: "deinen Gewandsaum/Flügel." Es handelt sich
um dasselbe Wort wie in
[4] Wörtlich: "Du hast deine letzte Treue/Liebe schöner
erwiesen als die erste."
[5] Wörtlich: "Das ganze Tor meines Volkes."
[6] Wörtlich: "ob er dich lösen will."
[7] Wörtlich: "Wenn er keine Lust hat, dich zu lösen."
[8] Wörtlich: "Sechs Maß." Entsprechend auch in Vers 17.
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und
Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Die Verwendung des Textes Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. ©
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[Link] Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft,
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selbst. Und siehe, als der Löser vorüberging, platz beim` Stadttor gegangen und hatte sich
von dem er geredet hatte, sprach Boas: dort hingesetzt. Da ging der andere Löser
Komm, setz dich her, es geht um dich! Und er vorbei, von dem Boas gesprochen hatte. Boas
kam herüber und setzte sich dort hin. forderte ihn auf: »Komm doch herüber[1] und
setz dich zu mir!« Der Mann kam und setzte
sich.
2 Und Boas nahm zehn Männer von den Ältes- 2 Dann holte Boas zehn der führenden Männer
ten der Stadt und sprach: Setzt euch hierher! von Betlehem und forderte auch sie auf, sich
Und sie setzten sich. zu setzen. Das taten sie,
3 Da sprach er zu dem Löser: Noomi, die aus 3 und Boas sagte zu dem anderen Löser: » ´Wie
dem Lande der Moabiter zurückgekommen du weißt`, ist Noomi aus dem Land Moab zu-
ist, bietet feil den Anteil an dem Feld, der rückgekehrt. Nun will sie das Feld verkaufen,
unserm Bruder Elimelech gehörte. das unserem Verwandten Elimelech ge-
hört.«[2]
4 Darum gedachte ich’s vor deine Ohren zu 4 Ich wollte dich darauf aufmerksam machen
bringen und zu sagen: Willst du es lösen, so und dir vorschlagen, es zu erwerben. Die hier
kaufe es vor den Bürgern und vor den Ältes- versammelten führenden Männer von Betle-
ten meines Volks; willst du es aber nicht lö- hem[3] und alle anderen Anwesenden sollen
sen, so sage mir’s, dass ich’s wisse; denn es den Kauf bezeugen. Bitte überleg dir, ob du
ist kein anderer Löser da als du und ich nach es erwerben willst, damit es im Besitz unse-
dir. Er sprach: Ich will’s lösen. rer Sippe bleibt.[4] Du hast das Vorkaufs-
recht[5], und ich bin erst nach dir an der Rei-
he.« Der Verwandte antwortete: »Ich will das
Feld kaufen[6].«
5 Boas sprach: An dem Tage, da du von Noomi 5 Boas erwiderte: »Wenn du das Feld von Noo-
das Feld kaufst, musst du auch Rut, die Moa- mi kaufst, musst du auch die Moabiterin Rut,
biterin, die Frau des Verstorbenen, nehmen, die Witwe Machlons, zur Frau nehmen[7],
um den Namen des Verstorbenen zu erhalten ´um mit ihr einen Sohn zu zeugen. Er wird
auf seinem Erbteil. das Feld erben`, damit der Name des Verstor-
benen auf seinem Erbbesitz weiterlebt.[8]«
6 Da antwortete er: Ich vermag es nicht zu lö- 6 Da sagte der andere Löser: »Wenn das so ist,
sen, sonst würde ich mein Erbteil schädigen. kann ich das Feld nicht kaufen[9]. Sonst
Löse dir zugut, was ich hätte lösen sollen; schmälert der Kauf mit all seinen Verpflich-
denn ich vermag es nicht zu lösen. tungen nur das Erbe, das ich an meine eige-
nen Kinder weitergeben kann.[10] Löse du das
Feld an meiner Stelle aus. Ich kann es nicht!«
7 Es war aber von alters her ein Brauch in Isra- 7 Damals bestätigte man in Israel eine Auslö-
el: Wenn einer eine Sache bekräftigen wollte, sung oder ein Tauschgeschäft, indem der
die eine Lösung oder einen Tausch betraf, so eine seine Sandale auszog und sie dem ande-
zog er seinen Schuh aus und gab ihn dem an- ren reichte. Dadurch wurde der Handel
dern; das diente zur Bezeugung in Israel. rechtskräftig.
8 Und der Löser sprach zu Boas: Kaufe du es!, 8 Als nun der andere Löser zu Boas sagte:
und zog seinen Schuh aus. »Kaufe ´das Feld` für dich!«, zog er seine
Sandale aus.
9 Und Boas sprach zu den Ältesten und zu al- 9 Da sagte Boas zu den führenden Männern
lem Volk: Ihr seid heute Zeugen, dass ich von und zu dem ganzen versammelten Volk: »Ihr
Noomi alles gekauft habe, was Elimelech, seid heute Zeugen, dass ich alles, was
und alles, was Kiljon und Machlon gehört Elimelech und ´seinen Söhnen` Kiljon und
hat. Machlon gehörte, von Noomi gekauft habe.
10 Dazu habe ich mir auch Rut, die Moabiterin, 10 Dadurch habe ich mich auch verpflichtet,
die Frau Machlons, zur Frau genommen, dass Machlons Witwe, die Moabiterin Rut, zu hei-
ich den Namen des Verstorbenen erhalte auf raten, damit der Name des Verstorbenen auf
seinem Erbteil und sein Name nicht ausge- seinem Erbbesitz weiterlebt. Machlons Name
rottet werde unter seinen Brüdern und aus soll in seiner Sippe und in seiner Stadt nicht
dem Tor seiner Stadt; dessen seid ihr heute vergessen werden[11]. Dafür seid ihr heute
Zeugen. Zeugen.«
11 Und alles Volk, das im Tor war, samt den Äl- 11 Die führenden Männer und alle anderen Leu-
testen sprach: Wir sind Zeugen. Der HERR te am Stadttor bekräftigten: »Ja, wir sind
mache die Frau, die in dein Haus kommt, wie Zeugen! Möge der HERR die Frau, die jetzt in
Rahel und Lea, die beide das Haus Israel ge- dein Haus kommt, ´so fruchtbar` machen wie
baut haben; sei stark in Efrata, und dein Rahel und Lea, die zusammen das Volk Isra-
Name werde gepriesen zu Bethlehem. el[12] begründet haben! Mögest du in Efrata
Reichtum und Einfluss erlangen. Dein Name
soll berühmt werden in Betlehem.
12 Und dein Haus werde wie das Haus des Perez,
wurde. Und als er zu ihr einging, gab ihr der ihr, und der HERR ließ sie schwanger wer-
HERR, dass sie schwanger ward, und sie ge- den. Sie brachte einen Sohn zur Welt.
bar einen Sohn.
14 Da sprachen die Frauen zu Noomi: Gelobt sei 14 Die Frauen ´von Betlehem` sagten zu Noomi:
der HERR, der dir heute den Löser nicht ver- »Gepriesen sei der HERR! Er hat dir heute ei-
sagt hat! Sein Name werde gerühmt in Israel! nen Erben geschenkt, der für dich sorgen
wird.[13] Möge sein Name in ganz Israel be-
rühmt werden!
15 Der wird dich erquicken und dein Alter ver- 15 Er wird dir deinen Lebensmut zurückgeben
sorgen. Denn deine Schwiegertochter, die und sich im Alter um dich kümmern. Denn
dich geliebt hat, hat ihn geboren, die dir deine Schwiegertochter, die dich liebt, hat
mehr wert ist als sieben Söhne. ihn geboren. Sie ist für dich mehr wert als
sieben Söhne!«
16 Und Noomi nahm das Kind und legte es auf 16 Noomi nahm den Jungen auf ihren Schoß
ihren Schoß und ward seine Wärterin. und kümmerte sich wie eine Mutter um ihn.
17 Und ihre Nachbarinnen gaben ihm einen Na- 17 Ihre Nachbarinnen riefen:[14] »Noomi hat ei-
men und sprachen: Noomi ist ein Sohn gebo- nen Sohn bekommen!« Sie gaben ihm den
ren; und sie nannten ihn Obed. Der ist der Namen Obed[15]. Obed war der Vater Isais,
Vater Isais, welcher Davids Vater ist. und Isai war der Vater von ´König` David.
18 Dies ist das Geschlecht des Perez: Perez 18 Dies ist das Verzeichnis der Nachkommen
zeugte Hezron; von Perez:[16] Perez war der Vater von Hez-
ron,
19 Hezron zeugte Ram; Ram zeugte Ammina- 19 Hezron war der Vater von Ram, Ram war der
Fußnoten
[1] Wörtlich: "Hallo Soundso, komm doch herüber."
[2] Vermutlich wurde das Feldstück seit dem Weggang
Elimelechs von jemand anderem bewirtschaftet und kehrte
erst nach der Ernte wieder in den Familienbesitz zurück.
Deshalb hatte Noomi bis dahin nichts von seinem Ertrag,
konnte es aber nun verkaufen.
[3] Wörtlich: "Die Ältesten meines Volkes."
[4] Wörtlich: "Wenn du lösen willst, dann löse. Wenn du nicht
lösen willst, dann sag es mir, damit ich es weiß."
[5] Wörtlich: "Es gibt niemand außer dir, um zu lösen."
[6] Wörtlich: "lösen."
[7] Wörtlich: "hast du auch die Moabiterin Rut, die Frau des
Verstorbenen, erworben." So mit einigen alten
Übersetzungen. Der hebräische Text lautet: "hast du es
auch von der Moabiterin Rut, der Frau des Verstorbenen,
erworben."
[8] Zum rechtlichen Hintergrund siehe die Anmerkung zu
[9] Wörtlich: "nicht lösen."
[10] Wörtlich: "Denn so beschneide/ruiniere ich meinen
eigenen Erbbesitz."
[11] Wörtlich: "soll nicht ausgerottet werden aus dem Kreis
seiner Brüder und aus dem Tor seines Ortes."
[12] Wörtlich: "das Haus Israel."
[13] Wörtlich: "Er hat es dir heute an einem Löser nicht
fehlen lassen."
[14] Wörtlich: "Die Nachbarinnen gaben ihm einen Namen
mit den Worten."
[15] Der Name bedeutet "Diener" oder (verstanden als
Kurzform des Namens "Obadja" ) "Diener des HERRN."
[16] Wie in anderen biblischen Ahnen- oder
Nachkommenslisten werden auch hier stellenweise
einzelne oder mehrere Generationen übersprungen.
Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und
Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Die Verwendung des Textes Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. ©
erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft. [Link]- Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne,
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