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Co enomyta.
IM Mesgen del. reclendler * Ce Dee.
Syſtematiſche
Blſcheeibhung
der bekannten
Europaͤiſchen zweifluͤgeligen
In ſekten,
von
Johann Wilhelm Meigen,
Sekretaͤr der Handlungskammer zu Stolberg; Mitglied der Geſellſchaft
der Natur⸗ und Heilkunde zu Bonn, und der Kaiſ. Koͤnigl.
Landwirthſchaftsgeſellſchaft zu Graͤtz in Steyermark.
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mit zehn Kupferta fe l. .
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bei Friedrich Wilhelm Forſtmann.
Gedrukt bei Beaufort Eohn.
1820.
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Di. Erſcheinung dieſes zweiten Theiles iſt durch
Umſtaͤnde laͤnger verzoͤgert worden, als mir lieb war.
Die Ausarbeitung einiger hier abgehandelten Familien
der Zweifluͤgler war mit manchen Schwierigkeiten ver⸗
bunden, da die Vergleichung einer Menge Exemplare
durchaus nothwendig war, wenn die vorhandenen
Verwirrungen, ſoviel moͤglich, beſeitigt werden ſollten.
Daß dabei die Beſchreibungen mancher Arten ziemlich
weitlaͤuftig ausgefallen ſind, brachte die Natur der
Sache mit ſich, und ich hoffe dadurch den Sefer in Stand
geſezt zu haben, manches Raͤthſelhafte zu entziffern.
Wenn der erſte Theil dieſes Werkes bei den Lieb—
habern der Naturgeſchichte eine guͤnſtige Aufnahme
gefunden hat, fo darf ich um ſo zuverſichtlicher hof
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I
fen, daß der gegenwaͤrtige das naͤmliche Gluͤck haben
werde. |
Der dritte Theil wird dieſem ſobald als möglich
folgen. h
Noch muß ich bemerken, daß im erſten Theile, Seite
96, die Beſchreibung der Cecidomyia palustris durch
ein Verſehen im Drukke ausgelaßen worden iſt. Man
beliebe alſo Folgendes beizuſezzen:
„Fühler blaßbraut: Glieder bei dem Maͤnnchen entfernt. Mittelleib
„„ blaßgelb, mit drei breiten ſchwarzen Ruͤkkenſtriemen. Beine blaßgelb.
2 Zlügel graulich. — Beide Geſchlechter vom Herrn Juſtizrath Wiede⸗
„ mann mitgetheilt. — 1 Linie.“
Da bei einem Buche dieſer Art ein Regiſter zum
Nachſuchen unentbehrlich iſt, ſo iſt nicht allein dieſer
Band damit verſehen, ſondern auch jenes zum erſten
Vande nachgeliefert worden.
Stolberg, bei Aachen, am 1. April 1820.
Ueberſicht
der
Familien und Gattungen.
des zweiten Theiles.
B. Mit wenigliederigen Fuͤhlern.
II. Familie: Xylophagi:
Fuͤhler vorgeſtrekt, an der Wurzel genaͤhert, dreigliederig: drittes Glied
achtringelig. Ruͤſſel eingezogen, nur der Kopf vorſtehend. Drei Punftaugen.
Hinterleib achtringelig. Schwinger unbedekt. Fluͤgel parallel aufliegend. Drei
Afterklauen.
42. Beris: Schildchen vielſtachelig.
5 Xylophagus: Schildchen wehrlos.
44. Cœnomyia: Schildchen zweizaͤhnig.
III. Familie : Tabanii:
Fuͤhler vorgeſtrekt, an der Wurzel genaͤhert, entweder dreigliederig;
drittes Glied vier- bis achtringelig; oder ſechsgliederig. Ruͤſſel und Taſter
vorfiehend. Hinterleib ſiebenringelig. Schwinger halbbedekt. Fluͤgel halb
offen oder dachfoͤrmig. Drei Afterklauen.
a. Fuͤhler dreigliederig:
45. Pangonia : Drittes Fuͤhlerglied achtringelig. Drei Punktaugen.
Ruͤſſel vorgeſtrekt, verlängert.
46. Silvius: Erſtes Fuͤhlerglied walzen-, zweites napffoͤrmig, das
dritte fünfringelig. Drei Punktgugen.
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*
47. Tabanus : Drittes Zuhlerglied fünfringelig, an der Wurzel oben
ausgeſchnitten. Punktaugen fehlen.
48. Chrysops: Zwei erſte Fuͤhlerglieder gleich, walzenfoͤrmig; drittes
fuͤnfringelig. Drei Punktaugen.
49. Hematopota: Drittes Fuͤhlerglied vierringelig. Punktaugen fehlen.
b. Fuͤhler ſechsgliederig:
50. Hexatoma.
IV. Familie: Leptides : g
Fühler vorgeſtrekt, an der Wurzel genaͤhert; dreigliederig : drittes Glied
ungeringelt. Rüſſel und Taſter vorſtehend. Drei Punktaugen. Hinterleib
ſiebenringelig. Schwinger unbedekt. Drei Afterflauen. -
51. Leptis: Drittes Fuͤhlerglied kegelförmig, mit einer Endborſte.
Drei Punktaugen auf dem Scheitel.
52. Atherix: Drittes Fuͤhlerglied eirund, mit einer Ruͤkkenborſte.
53. Clinocera: Drittes Fuͤhlerglied kegelförmig, mit einer Endborſte—
Drei Punktaugen auf der Stirne. (99
V. Jamilie: Xylotomæ:
Fuͤhler vorgeſtrekt, an der Wurzel genaͤhert, dreigliederig: drittes Glied
ungeringelt. Ruͤſſel verborgen. Drei Punktaugen. Hinterleib ſiebenringelig,
kegelfoͤrmig. Schwinger unbedekt. Flügel halb offen. Zwei Afterklauen.
54. Thereva. | |
VI. Familie: Mydasii
Fühler vorgeſtrekt, fünfgliederig : die Glieder ungleich; das lezte keul⸗
foͤrmig.
55. Mydas.
VII. Familie: Bombyliarii:
Juͤhler vorgeſtrekt, dreigliederig: drittes Glied ungeringelt. Untergeſicht
dartlos. Stirne flach. (Ruͤſſel eingezogen oder mehr weniger vorſtehend.)
Drei Punktaugen. Hinterleib ſiebenringelig, walzenfoͤrmig oder ellipliſch.
Zlugel ausgeſperrt. Schwinger unbedekt.
Er Dieſe Gakkung ſteht nur vorlaͤuſig hier/ bis zu genauern Unterſuchungen.
4 eu .|
*
IX
56. Hirmonenra : Fuͤhlerglieder kugelig: drittes mit einem langen
Endgriffel. Vorderſtes Punktauge von den beiden andern entfernt.
Ruͤſſel verborgen.
57. Fallenia : Zuhlerglieder kugelig : drittes mit einem Endgriffel.
Ruͤſſel verlängert, unter den Leib zuruͤckgeſchlagen.
58. Stygia :Fuͤhler genaͤhert: erſtes Glied vorne verdikt; drittes mik
einem Endgriffel. Ruͤſſel verborgen.
59. Anthrax: Fuͤhler entfernt : erfies Glied walzenförmig. Ruͤſſel
eingezogen oder nur etwas vorſtehend. Augen nierenfoͤrmig.
60. Mulio: Fuͤhler entfernt. Ruͤſſel wagerecht vorſtehend, fo lang als
der Kopf. Augen elliptiſch.
61. Bombylius: Fuͤhler genaͤhert : drittes Glied zuſammengedruͤkt.
Ruͤſſel wagerecht vorſtehend, länger als der Kopf. Leib wollig,
Hinterleib eirund.
62. Phthiria : Fuͤhler genaͤhert: drittes Glied ſpindelfoͤrmig, zuſam⸗
mengedrüft. Ruͤſſel wagerecht vorſtehend, länger als der Kopf.
Leib duͤnnhaarig; Hinterleib walzenfoͤrmig oder flach.
63. Geron : Fuͤhler genähert: drittes Glied pfriemenförmig. Nuͤſſel
wagerecht vorſtehend, laͤnger als der Kopf.
64. Usia: Fuͤhler genähert : drittes Glied ſpindelfoͤrmig, ſtumpf.
0 Ruͤſſel wagerecht vorſtehend. Leib feinhaarig.
65. Ploas: Fuͤhler genährt : erſtes Glied ſehr dik, kegelig. Ruͤſſes
wagerecht vorſtehend, ſo lang als der Kopf.
66. Cyllenia: Fühler genaͤhert: erſtes Glied walzenfoͤrmig; drittes
kegelförmig. Ruͤſſel wagerecht vorſtehend, fo lang als der Kopf.
67. Toxophora : Fuͤhler genaͤhert, walzenfoͤrmig: drittes Glied kurs,
ſpizzig. Ruͤſſel vorſtehend, aufwärts gebogen.
VIII. Zamilie: Asilici:
Fuͤpler vorgeſtrekt, an der Wurzel genaͤhert, aufwärts gerichtet, drei
gliederig: drittes Glied ungeringelt. Untergeſicht mit einem Knebelbarte.
Stirne eingedruͤkt. Ruͤſſel wagerecht vorſtehend, kurz. Hinterleib ſieben—
ringelig. Schwinger unbedekt. Fluͤgel parallel aufliegend.
a. Füße mit zwei Afterflauen:
68. Dioctria: Drittes Fuͤhlerglied mit zweigliederigem ſtumpfem End⸗
griffel. Hinterſchienen gerade, an der Innenſeite gefranzt.
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69. Dasypogon: Drittes Fuͤhlerglied mit einem kurzen ſpizzigen End⸗
griffel. Schienen gerade, ungefranzt. After des Weibchens ſtachelig.
70. Laphria: Drittes Fuͤhlerglied ſtumpf, ohne Endgriffel. Schienen
gebogen. N
71. Asilus: Drittes Fuͤhlerglied mit einem nakten langborſtenfoͤrmigen
Endgriffel. Schienen gerade, ſtachelig.
b. Fuße ohne Afterklauen.
22. Leptogaster.
IX. Familie: Hybotine:
Fuͤhler vorgeſtrekt, an der Wurzel genaͤhert, dreigliederig: die beiden
erſten Glieder ſehr dicht zuſammengeſchoben, wie eins ausmachend; drittes
Glied ungeringelt. Untergefiht bartlos, flach. Stirne flach. Ruͤſſel wage⸗
recht vorſtehend, kurz. Mittelleib hoch gewölbt. Hinterleib ſchlank, ſieben—
ringelig. Schwinger unbedekt. Fluͤgel parallel aufliegend.
73. Hybos: Drittes Fuͤhlerglied kegelfoͤrmig mit haariger Endborſte.
Hinterſchenkel keulfoͤrmig.
74. Ocydromia : Drittes Fuͤhlerglied linſenförmig, mit einer End⸗
borſte. Beine alle einfach.
75. Oedalea: Drittes Fuͤhlerglied verlängert, zuſammengedruͤkt ohne
Endborſte. Hinterſchenkel keulfoͤrmig.
II. Familie: XYLOPHAGI.
XLII. Stralenfliege. BERIS.
Tab. 12. Fig. 1 — 8.
Fühler vorgeſtrekt, dreigliederig : die beiden erſten Glieder
kurz, das dritte verlängert, Fegelförmig , achtringelig
(Fig. 1). |
Schildchen am Rande vielſtralig (Fig. 4— 6).
Fluͤgel parallelaufliegend. 8
Antenne porrectæ triarticulate :articulis duobus inferioribus
brevibus; tertio elongato, conico , octoannulato.
Scutellum margine multiradiatum.
Alæ incumbentes parallele.
Dieſe Fliegen gleichen, bei einem flüchtigen Anblikke, ſehr
den Haarmuͤkken (Bibiones). — Kopf halbkugelig, doch bei
dem Weibchen ſehr zuſammengedruͤkt. — Ruͤſſel nur mit
dem Kopf etwas vorſtehend; Taſter dreigliederig, nach
vorne etwas verdikt. — Nezaugen bei dem Maͤnnchen
oben zuſammenſtoßend (2), auch wohl etwas durch die
ſchmale Stirne getrennt (8). Das Weibchen hat eine breite
II. Band. | |
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2 BERIS
flache Stirne (3). — Drei Punktaugen auf dem Scheitel auf
einer kleinen Erhoͤhung. — Fühler vorgeſtrekt, dreigliedes
rig: das erſte Glied kurz, borſtig, an der Wurzel etwas
verduͤnnt; das zweite kurz, becherfoͤrmig, borſtig; das dritte
kegelfoͤrmig, nakt, verlängert, achtringelig (1). — Ruͤk⸗
kenſchild eirund, an den Seiten mit einer Quernaht;
Schildchen am Hinterrande mit 4 — 8 ſpizzigen, ſteifen,
haarigen Stacheln (4— 6). — Hinterleib lang elliptiſch,
flach, feinhaarig, ſiebenringelig. — Beine dünne, mit drei
Afterklauen (7); bei dem Maͤnnchen die Hinterferſe verdikt,
verlängert. — Schuͤppchen einfach, klein; Schwinger un⸗
bedekt. — Fluͤgel mikroskopiſch-behaart, im Ruheſtande
flach⸗parallel auf dem Leibe liegend.
Von den fruͤhern Staͤnden iſt nichts bekannt, vermuthlich
leben die Larven im Moder alter Bäume. Fabricius verei—
nigt dieſe Gattung mit Stratiomys; er hat drei Arten, von
denen eine auslaͤndiſch iſt.
Den Namen Actina in der Klaſſifikation habe ich gegen
den von Latreille früher eingeführten vertauſcht.
A. Mit vierſtraligem Schildchen (Fig. 4).
1. B. nitens. Lalr.
Glaͤnzend; Ruͤkkenſchild ſtahlblau; Hinterleib ſchwarzblau;
Beine ſchwarzbraun mit gelber Wurzel, Nitida ; thorace
chalybeato; abdomine nigro-cæruleo; 1 5 fuscis :
bası flavıs.
Latreille Gen. Crust. IV. 273 : Xylophagus nitens.
Klassif. d. Zweifl. I. 117. 1: Actina chalybea.
Weibchen: Untergeſicht glänzend ſchwarz, am Augenrande weißhaarig.
Taſter ſchwarz Stirne und Ruükkenſchild glaͤnzend ſtahlblau: lezterer ſpielt
ins 1 Schildchen ſtahlblau: Stralen ſchwarz. N wenig
.
BERIS 3
glaͤnzend; Bauch ſchwarz. Flügel etwas braͤunlich mit gelblicher Wurzel
und einem ſchwarzbraunen Randmale. Schwinger blaßgelb. Beine dunkel-
braun: Schenkel, etwa zwei Drittel von der Wurzel an,
roͤthlichgelb;
auch ſchimmert das erſte Fußglied an der Wurzel ins Gelbliche. — Herr
Baumhauer fing das Weibchen mehrmalen im Mai im Walde von
St. Germain bei Paris; ein anderes Exemplar erhielt ich aus dem Kaiſ—
Koͤnigl. Muſaͤum. Das Maͤnnchen kenne ich nicht. — 2½ Linien.
2. B. tibialis.
Ruͤkkenſchild metalliſchgruͤn; Hinterleib ſchwarz; Stralen
des Schildchens und Beine gelb: Hinterſchienen keul—
förmig, braun. Thorace aeneo-viridi; abdomine nigro;
spinis scutelli pedibusque flavis : tibiis posticis clavatis
fuscis (Fig. 8).
Maͤnnchen: Untergeſicht ſehr ſchmal, weißhaarig. Nezaugen durch
die ſehr ſchmale ſchwarze Stirne getrennt: uber den Zuhlern ein weißer
Punkt. Beine roͤthlichgelb; Hinterſchienen keulfoͤrmig, braun; auch die
vier lezten Fußglieder überall ſchwarzbraun. Schwinger gelb. Fluͤgel etwas
braͤunlich mit dunkelbraunem Randmale; diejenige Laͤngsader, die dicht
unter dem Randmale liegt, iſt ſtark vorwaͤrts gebogen, und laͤuft nicht
gerade nach der Fluͤgelſpizze; auch iſt zwiſchen der zweiten und dritten
Ader, die aus der Mittelzelle kommen, noch ein kleines Rudiment.
Weibchen: Stirne breit, ſchwarz, gruͤnglaͤnzend: über den Fuͤhlern
ein weißes Baͤndchen. Mittelleib und Schildchen ſehr glänzend goldgruͤn.
Bauch rothgelb, welche Farbe auf dem dritten bis fuͤnften Ringe oben
durchſcheint.
Ich erhielt das Maͤnnchen aus der Baumhaueriſchen Sammlung; das
Weibchen wurde mir von Dr. Leach aus England geſchikt.— 2 / Linien.
Die große Aehnlichkeit zwiſchen beiden Exemplaren laͤßt vermuthen, daß
ſie zuſammen gehbren, obgleich der rothgelbe Bauch des Weibchens faſt
auf eigene Artrechte ſchließen läßt. Künftige Beobachtungen müßen es
entſcheiden. 7
|
4 | BERIS
3. B. obscura. *
Ruͤkkenſchhild metalliſſchgruͤn; Stralen des Schildchens ſchwarz;
Beine gelb. Thorace aeneo-viridi; spinis scutelli nigris;
pedi bus Slavıs.
Dieſe Art gleichet der vorigen ſehr; allein die ſchwarzen Stralen des
Schildchens unterſcheiden ſie ſchon hinreichend; außerdem iſt die an jener
gebogene erſte Laͤngsader der Fluͤgel bei der gegenwärtigen gerade. Der
Rukkenſchild iſt dunkeler; die Flügel find braun getruͤbt mit hellbraunem
Nandmale; die vier lezten Fußglieder find ebenfalls braun. (Die Hinter-
beine fehlen am vorliegenden Exemplare). — Ein Weibchen aus der
Baumhaueriſchen Sammlung. — 2% Linien.
Ganz beſtimmt weiß ich nicht, ob das Schildchen vier- oder ſechsſtralig
iſt, da dieſer Theil etwas beſchaͤdigt war; es ſchien mir jedoch vierſtralig.
B. Mit ſechsſtraligem Schildchen (Fig. 5)
„ (4. B. chalybeata. Forst.
Ruͤkkenſchild dunkel metalliſchgruͤn - Hinter!leib ſammet⸗
ſchwarz; Schwinger und Flügel braun. Thorace obscure
aeneo-viridi; abdomine alro holosericeo ; halteribus alıs-
que fuscis.
Gmel. Syst. Nat. V. 3837. 165: Musca (chalybeata) scutello
sexdentato; thorace chalybeo, abdomine atro. (Aus Forſters
Nov. Ins. Spec. 1. 95.) 5
Klassif. d. Zweifl. I. 118. 3: Actina atra.
Männchen: Untergeſicht und Stirne glänzend ſchwarz. Fuͤhler ſchwarz⸗
braun, kaum fo lang als der Kopf; Nezaugen oben zufammenſtoßend.
Rükkenſchild mit dunkelblauem Schimmer; Bruſtſeilen glänzend ſchwarz.
Stralen des Schildchens ſchwarz. Bauch glaͤnzend ſchwarz Beine rothgelb,
mit braunen Füßen: Hintere Ferſe verdikt, rothgelb. — Mehrere Maͤnn⸗
chen aus der Baumhaueriſchen Sammlung; auch wurde mir eines aus
England von Dr. Leach geſchikt; das ee iſt mir nicht vorgekom⸗
men. — 2½ Linien.
BERIS er
5. [Link]. Zinn.
Ruͤkkenſchild glänzend ſchwarz; Hinterleib und Beine roth⸗
gelb: Fuͤße braun; Fluͤgel ruſſigbraun. Thorace atro ni-
tido; abdomine pedibusque rufis: tarsis fuscis; alis fuli-
ginosis.
Linné Syst. Nat. XII. 2. 981. 12: Musca (clavipes) anten-
nis filatis subulatis; corpore levi atro, abdomine testaceo,
plantis posticis clavatis.
Fallen Dipt. Suec. Stratiom. 12. 10: Stratiomys clavipes.
Panzer Fauna Germ. IX. 19: Strat. clavipes.
Schrank Austr. 894 ; Musca clavipes.
Fuͤhler dunkelbraun. Ruͤſſelkopf gelb. Untergeſicht, Stirne und Mittel-
leib glänzend ſchwarz. Hinterleib auf beiden Flachen rothgelb. Beine roth-
gelb: Spizze der Schienen und die Fuͤße ſchwarzbraun; nur die Hinter-
ſchienen ſind ganz rothgelb. Schwinger gelb. Fluͤgel an beiden Geſchlechtern
ruſſigbraun. — Mehrere Exemplaren aus der Baumhaueriſchen Samm⸗
lung, auch ein Paͤrchen aus England von Dr. Leach. — 3 Linien.
Die Panzeriſche Figur, obgleich etwas größer, gehoͤret gewiß hiehin, fo
wie auch das Citat aus Fallen. Lezterer ſagt zwar: ale vel nigricantes
vel pallescentes; allein er hat dieſe Art offenbar mit der folgenden ver—
miſcht, denn alles Uebrige paßt genau. Das Citat aus Linns koͤnnte aber
zweifelhaft ſein; ich habe es auf Falléns Autoritaͤt hingeſezt.
Musca vallata Gmel. welche einige für gegenwärtige Art halten, if
beſtimmt die folgende; denn er ſagt ausdruͤklich: alis subferrugineis.
6. B. vallata, Forst.
Ruͤkkenſchild glänzend ſchwarz; Hinterleib und Beine roth-
gelb: Spitze der Schienen und Fuͤße braun; Fluͤgel ruſ⸗
ſigbraun; (Männchen) oder faſt glasartig mit gelber Wur⸗
zel (Weibchen). Thorace atro nitido; abdomine pedibus-
que rufis: libiis apice tarsisque fuscis; alis fuliginosis
(Mas) aut subhyalinis basi flavis (Femina).
*
Fabr. Spec. Ins. II. 418. 11: Stratiomys (elavipes) scutello
sexdentato; atra, abdomine ferrugineo.
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6 BERIS
Fabr. Ent. syst. IV. 268. 24 : Strat. clavipes;
— Syst. Antl. 86. 35 : Strat. clavipes.
Gmel. Syst. Nat. V. 2836. 12: Musca clavipes (nach Fabri⸗
cius) — 2837. 166: Musca vallata (nach Forſter).
Geoffroi Ins. II. 483. 8: Mouche armée noire A ventre et
cuisses Jaunes.
Latreille Gen. Crust. IV. 273 : Beris nigritarsis.
one gen. 442: Beris clavipes.
Klassif. d. Zweifl. I. 117. 2 : Actina clavipes. — 119. b)
Actina vallata.
Wegen der großen Aehnlichkeit iſt dieſe Art mit der vorigen häufig
verwechſelt worden. Fuͤhler ſchwarzbraun. Kopf und Mittelleib glaͤnzend
ſchwarz. Hinterleib auf beiden Flächen rothgelb: bei dem Männchen an
der Wurzel mit zwei ſchwarzen Flekken. Beine rothgelb: an allen die
hintere Halfte der Schienen, und die Fuͤße braun. Fluͤgel des Weibchens
kaum etwas braͤunlich, an der Wurzel und am Vorderrande bis zum
ſchwarzbraunen Randmale gelblich. Schwinger gelb. — Im Sommer in
Hekken und auf Wieſen, doch nicht gemein. Ich habe uͤber ein Duzzend
Exemplare verglichen. — 2½ Linien.
Hr. Juſtizrath Wiedemann theilte mir dieſe Art als die achte Strat.
clavipes Fabr. mit.
7. B. femoralis. Meg.
Ruͤkkenſchild glänzend ſtahlblau, hinten goldgruͤn; Hinter-
leib ſchwarzblau; Beine braun mit gelber Wurzel. Thorace
chalybeato nitido postice aeneo ;abdomine nigro-cæruleo;
pedibus fuscis basi flavis.
Untergeſicht glaͤnzend ſchwarz, mit zwei ſchiefen weißlichen Haarlinien.
Taſter ſchwarz. Fuͤhler ſchwarzbraun: das erſte Glied an der Wurzel ſehr
verduͤnnt. Stirn glaͤnzend ſchwarz, ſchmal. Mittelleib oben glaͤnzend ſtahl⸗
blau, hinten, ſo wie die Bruſtſeiten und das Schildchen goldgruͤn: Stralen
des leztern ſchwarz. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz, blauſchimmernd: After⸗
ſpizzen gelb. Beine ſchwarzbraun: Schenkel roſtgelb mit brauner Spitze,
was an den hintern ſich faſt bis zur Mitte erſtrekt. Schwinger gelb. Fluͤgel
BERIS 5
braͤunlich mit gelblicher Wurzel und dunkelbraunem Randmale. — Ein
Weibchen aus dem K. K. Muſaͤum. — 2½ Linien.
8. B. nigra.
Glaͤnzend ſchwarz; Beine roͤthlichgelb: Spizze der Schen⸗
kel und der Füße braun. Atra nitida; pedibus rufescen-
tıbus : femoribus tarsisque apicibus fuscis.
Untergefiht und Stirne breit; Fuͤhler braun, etwas kuͤrzer als der
Kopf. Mittelleib blauſchimmernd; Stralen des Schildchens ſchwarz. Beine
braͤunlichgelb: Schenkel vor der Spizze und die vier lezten Fußglieder
braͤunlich; auch die Hinterſchienen ſchimmern am Ende ein wenig ins
Braune. Schwinger gelb; Fluͤgel blaßbraun mit gelblicher Wurzel und
dunkelbraunem Randmale. — Dr. Leach ſchikte mir das Weibchen aus
Englaud. — 3 Linien.
9. B. nigripes. Meg.
Ruͤkkenſchild glänzend ſtahlblau; Hinterleib ſchwarzblau;
Beine ſchwarz. Thorace chalybeato nitido; abdomine ni-
gro-czruleo ; pedibus nigris.
Untergeficht und ſchmale Stirne glaͤnzend ſchwariblau⸗ Fuͤhler dunkel⸗
braun: erftes Glied an der Wurzel verengt. Bruſtſeiten dunkel metalliſch⸗
grün; Stralen des Schildchens ſchwarz. Hinterleib oben matt, unten glaͤn—
zend. Hinterſchienen und erſtes Fußglied Folbig. Schwinger roſtgelb. Fluͤgel
braun, am Vorderrande geſaͤttigter: Randmal wenig ausgedruft. — Ein
Weibchen aus dem K. K. Muſaͤum durch Hrn. Megerle von Muͤhlfeld
mitgetheilt. — 2½ Linien.
Es wäre moglich, daß dieſe Art Musca similis Gmel. (Syst. Nat.
V. 2837. 167) wäre; doch iſt die Beſchreibung zu unvollſtaͤndig, um dar⸗
aber beſtimmt zu urtheilen. 5 f
—
8 BERIS
C. Mit achtſtraligem Schildchen (Fig. 6).
10. B. flavofemorata.
Ruͤkkenſchild glaͤnzend ſtahlblau; Hinterleib ſchwarzblau;
Beine ſchwarz mit gelben Schenkeln. Thorace nitido cha-
Iybeato; abdomine nigro-cæruleo; pedibus nigris : femo-
ribus flavıs.
Taſter ſchwarz; Fuͤhler ſchwarzbraun. Untergeſicht glänzend ſchwarz, mit
zwei ſchiefen weißlichen Haarlinien. Mittelleib ganz dunkel ſtahlblau, nur
die Stralen des Schildchens ſchwarz, ungleich lang (wie Jig. 6). After⸗
ſpizzen gelb. Beine ſchwarz: Schenkel gelb mit brauner Spizze. Schwin-
ger gelb. Fluͤgel blaßbraun mit dunkelbraunem Randmale. — Ein Weib-
chen aus dem K. K. Mufium von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld unter
dem Namen B. octodentata geſchikt. — 2½ Linien.
11. B. fuscipes.
Glaͤnzend ſchwarz; Schildchen goldgruͤn; Beine braun:
Schienen an der Wurzel gelb. Atra nitida; scutello aeneo;
pedibus fuscis : tibiis basi flavis.
Untergeſicht breit, haarig; Stirne ſehr ſchmal. Fuͤhler ſchwarzbraun,
nicht ganz fo lang als der Kopf. Ruͤſſelkopf gelb. Mittelleib mit ſtahl⸗
blauem Schiller; das goldgruͤne Schildchen mit ſchwarzen Stralen: der
äußerſte ſehr kurz. Erſtes Glied der Hinterfüße verlängert, verdikt. Schwin—
ger gelb. Fluͤgel braͤunlich mit ſchwarzbraunem Randmale. — Ein Maͤnn⸗
chen von Dr. Leach aus England geſchikt. — 3 Linien.
Anmerk. Was Stratiomys sexdentata Fabr. für eine Art iſt, wage
ich nicht zu entſcheiden; vielleicht das Weibchen von B. chalybeata.
Hier iſt feine Beſchreibung: „ Geftalt wie Sargus cuprarius. Fuͤhler
5 fadenförmig, am Grunde zuſammengewachſen (connatæ) ohne
„ Borſte. Ruͤkkenſchild glaͤnzend metalliſchgruͤn; Schildchen mit ſechs
2
ſchwarzen Zähnen. Hinterleib verlängert, oben flach, feinhaarig,
22 glänzend ſchwarz. Fluͤgel weißlich mit ſchwarzem Randmale. Beine
BERIS 9
e gelb, die hintern verlängert, mit braunen Fuͤßen. — Aus
„ England. „,
Fabr. Spec. Ins. II. 418. 12: Strat. (sexdentata) scu-
tello sexdentato ; thorace aeneo, abdomine nigro.
— Ent. syst. IV. 269. 25.
e Syst. Antl. 87. 36.
mel. Syst. Nat. V. 2836. ı62 : Musca sexdentata.
10 XHYLOPHAGUS
XIIII. Holzfliege. XYLOPHAGUS.
Tab. 12. Fig. 9 — 15.
Fühler vorgeſtrekt, dreigliederig: das zweite becherfoͤrmig;
das dritte verlaͤngert, achtringelig (Fig. 9 10).
Ruͤſſel eingezogen.
Schildchen wehrlos (Fig. 14 15).
Fluͤgel parallelaufliegend.
Antenne porrectæ, triarticulate : articulo secundo cyathı-
formi; tertio elongato, octoannulato.
Proboscis retracta.
Scutellum inerme.
Ale parallele incumbentes.
Kopf flachgedruͤkt. — Ruͤſſel eingezogen, nur der Kopf
ſteht hervor. Lippe fleiſchig, kurz, walzenfoͤrmig, oben flach—
rinnenfoͤrmig, vorne mit großem, haarigem Doppelkopfe
(u a); Lefze, kurz, dik, hornartig, mit ſtumpfer Spizze,
kurzer als die Lippe; Zunge hornartig, fein, ſpizzig, läns
ger als die Lefze (12 b); Taſter aufwärts gebogen, laͤn⸗
ger als die Lefze, zweigliederig : das zweite Glied eirund,
groß, haarig (r2 0). — Fuͤh ler vorſtehend, genaͤhert, ſeit⸗
waͤrts gerichtet, dreigliederig: das erſte Glied walzenfoͤr—
mig, entweder laͤnger als das zweite (9) oder gleich lang
(10); das zweite becherfoͤrmig, kurz; das dritte verlängert,
meiſtens etwas kegelfoͤrmig , achtringelig. — Nezaugen bei
beiden Geſchlechtern oben getrennt; doch iſt die Stirne des
Weibchens breiter (rr und 14). — Drei Punktaugen
auf dem Scheitel. — Schildchen halbkreisfoͤrmig, unbe⸗
wehrt. — Hinterleib verlaͤngert, ſiebenringelig: bei dem
Männchen walzen-⸗ bei dem Weibchen kegelfoͤrmig, mit ges
XYLOPHAGUS 11
gliederter Legeroͤhre. — Schuͤppchen ſehr klein, einfach.
Schwinger unbedekt. — Fluͤgel mikroskopiſch behaart,
im Ruheſtande parallel auf dem Leibe liegend. — Schie—
nen mit Endſpornen; Fuͤße mit drei Afterklauen (13).
Man findet dieſe Fliegen in Waͤldern, und gewoͤhnlich
an Baumſtaͤmmen; ſie ſind aber ſelten. Die einzige bekannte
Larve lebt im faulen Holze. Der Gattungsname iſt aus
Xylon Holz und phagein eſſen gebildet.
A. Erſtes Fuͤhlerglied laͤnger als das zweite
(Fig. 9).
1. X. ater. Fabr.
Schwarz; Beine rothgelb; Ruͤkkenſchild des Weibchens mit
drei greifen Striemen. Ater; pedibus rufis, thorace fe-
minæ vittis tribus griseis (Fig. 14).
Fabr. Syst. Antl. 64. 1: Xyl. (ater) ater, pedibus rufis.
Fallen Dipt, Suec. 13. ı : Xyl. e
Latreille Gen. Crust. IV. 272. Tab. 16. Fig, 9 10 : Xyl.
| ater.
Panzer Fauna Germ. LIV. 23 : Empis subulata (Mas).
Glaͤnzend ſchwarz. Taſter erſtes Glied gelb, zweites ſchwarz. Ruͤkkenſchild
des Maͤnnchens durchaus glaͤnzend ſchwarz; des Weibchens mit drei breiten
greiſen Striemen: Seitenſtriemen vorne etwas verkuͤrzt. Vorderſte Beine
hellgelb mit brauner Spizze der Fuͤße; Hinterbeine hellgelb: Spizze der
Schenkel, Schienen und Fuͤße braun. Schwinger gelb. Flügel mit brauner,
etwas ekkiger Querbinde uͤber die Mitte, die gegen den Innen- oder
Hinterrand blaſſer wird; auch die gegen die Spizze liegenden Queradern,
ſo wie eine von der Binde nach der Wurzel laufende Laͤngsader ſind
braun angelaufen. Bei dem Maͤnnchen iſt das Braune der Fluͤgel meiſt
ſehr verdünnt und oft kaum merklich. — Herr Baumhauer hat dieſe Art
mehrmalen aus Larven erzogen, die er in faulen DBaumſtaͤmmen fand. —
Maͤnnchen 5, Weibchen 6 Linien.
12 XYLOPHAGUS
2.1 N. Cinetus, Beg; f
Schwarz; Hinterleib mit rothgelbem Guͤrtel. Ater; abdo-
mine cingulo rufo.
Fabr. Syst. Antl. 65. 2 : Xyl. (cinctus ) ater; abdominis
segmentis tribus pedibusque rufis.
Degeer Ins. VI. 75. 6 : Nemotelus cinctus. Tab. 9. Fig. 19
— 21. N
Latreille Gen. Crust. IV. 272 : Xyl. cinctus.
Panzer Fauna Germ. LXXVI. 19 Rhagio syrphoides.
Schellenberg Genr. d. Mouch. Tab. 30. Fig. 2 : Asilus.
Fallen Dipt. Suec. 13. ı : X. ater Var.
ec Dieſe Art, von welcher nur das Weibchen bekannt iſt, gleicht in
5 allen Theilen der vorigen, nur hat der Hinterleib einen breiten roth—
5 gelben Gürtel, der auf dem 2., 3. und 4. Ringe liegt; auch der 5. Ring
„ hat (an Fabricius Exemplar) noch etwas Gelbröthliches wie eine Mits
5 telſtrieme. Auf dem Ruͤkkenſchilde find fuͤnf, jedoch undeutliche graue
„„ Laͤngslinien. Beine gelbroͤthlich. Schwinger gelb. Fluͤgel wie bei X. ater. „
Wiedemann.)
Zallen hält dieſe Art für eine bloße Abänderung der vorigen Art,
auch Fabricius findet dieſes wahrſcheinlich. Ich kann hieruͤber nichts beftint=
men; indeſſen fand ich unter einer großen Menge Exemplare des X. ater in
Baumhauers Sammlung, kein einziges Stuͤck mit einem rothgelben Guͤr⸗
tel. — Nach Latreille ſoll das dritte Fuͤhlerglied an dem Panzeriſchen
Rh. syrphoides dreiringelig ſein; zweiter und dritter Ring kuͤrzer. Er
bildet daher das Genus Pachystomus daraus, deſſen Kennzeichen er ſo
beſtimmt: “ Fuͤhler faft rund auf einer Erhöhung eingeſetzt, faft fo lang
„„ als der Kopf, dik, auseinander ſtehend: drittes Glied dreiringelig,
„ Unbewehrt. „„ Die Larve ſoll unter der Fichtenrinde leben. Da er aber
die Empis subulata Panz. ebenfalls zu dieſer Gattung zieht, die doch
wohl unbezweifelt das Maͤnnchen von der erſten Art iſt, fo muͤßen ent⸗
weder die Fuͤhler abändern, oderes if hier ein Irthum vorgefallen.
Lez⸗
teres ſcheint indeſſen nicht der Fall zu fein, da er den Nem. cinctus Deg-.
bei der Gattung Xylophagus anfuͤhrt mit dem Zufasse : Rhagioni syr-
phoides Panz. prima fronte similtimus. (Siehe Latr. Gen. Crust.
IV. 286.)
XYLOPHAGUS 13
3. X, compeditus. Wied. 7
Schwarz; Beine gelb: Hinterſchenkel an der Spizze oben
braun; Hinterſchienen mit braunem Ringe. Ater; pedibus
flavis: femoribus posticis apice supra fuscis; tibiis pos-
ticis fusco-annulatıs.
6e Ueberall glänzend ſchwarz. Maul lichtgelb; dicht uber demſelben ein
5 glaͤnzend ſchwarzer Flekken, ſonſt Untergeſicht und Stirne greis: dicht
„über den Fuͤhlern noch ein glänzend ſchwarzer Flekken. Auf dem Ruͤk⸗
5 kenſchilde drei graue Laͤngslinien, die beiden aͤußerſten am wenigſten
5„ deutlich. Schulterbeulen und die hinter und uber der Flügelwurzel etwas
5 braͤunlich. Hinterleib aͤußerſt kurz behaart, deshalb etwas weniger glaͤn—
„ zend. Fluͤgel mit ſchwach-gelblichem Anſtriche und braunen Nerven:
3 Quernerven braun eingefaßt. Schwinger gelb. Beine ganz gelb; nur die
5 Fußenden bräunlichſchwarz; an den Hinterſchenkeln die Spizze oben auf
„ und an den Seiten fchwaͤrzlichbraun; Schienenſpizze mit breitem ſchwaͤrz⸗
5 lichbraunem Ringe. — Oeſterreich. — 4 Linien. „( Wiedemann.)
B. Erſtes und zweites Fuͤhlerglied gleich
lang (Fig. 10). f
4. X. maculatus. Zabr.
Schwarz; Ruͤkkenſchild mit gelben Flekken; Hinterleib mit
gelben Einſchnitten. Ater; thorace flavo-maculato; abdo-
mine incisuris flavis (Fig. 15).
Fabr. Syst. Antl. 65. 3: Xyl. e niger; abdo-
minis segmentis margine flavis.
Fallen Dipt. Suec. 13. 2 : Xyl. maculatus.
Latreille Gen. Crust. IV. 272 : Xyl. mac.
5 Cons. gen. 42.
Ruͤſſelkopf gelb. Taſter erſtes Glied ſchwarz; zweites gelb. Untergeſicht
ſchwarz. Stirne über den Fuͤhlern weiß, dann braungelb, Scheitel fhwarz
Fuͤhler dunkelbraun: auf der Unterſeite von der Wurzel bis zur Haͤlfte
rothgelb. Mittelleib ſchwarz:5 ee hochgelb, nach innen mit
14 XYLOPHAGUS
einem hellgelben Flekken; auf der Mitte eine gelbe, ziemlich breit unter-
brochene gelbe Querlinie; vor dem Schildchen beiderſeits ein hochgelber
Flekken. Von der Schulterſchwiele laͤuft in den Seiten eine hochgelbe Ho—
rizontallinie, die ſich an der Fluͤgelwurzel zu einem Flekken erweitert,
und mit der Querlinie des Ruͤkkens zuſammenhaͤngt. Schildchen hochgelb
mit ſchwarzer Wurzel. Hinterleib kegelförmig, glaͤnzend ſchwarz: auf dem
zweiten Ringe ein gelber Seitenflekken; die uͤbrigen Ringe ſind am Hin⸗
terrande ſchmal gelbgeſaͤumt, welches an den Seiten etwas breiter iſt. Vor
derbeine rothgelb mit ſchwarzbraunen Fuͤßen; Mittelbeine eben ſo, nur
iſt auch das erſte Fußglied bis zur Mitte gelb; Hinterbeine rothgelb:
Spizze der Schenkel und Schienen ſchwarz; drei lezte Fußglieder braun.
Alle Hüften ſchwarz. Schwinger rothgelb. Flügel etwas braun getruͤbt,
am Vorderrande braungelb. — Herr Baumhauer fing das Männchen
dieſer ſchͤnen Art im Junius im Walde von St. Germain bei Paris am
Klafterholze; das Weibchen wurde mir von Hrn. Megerle v. Muͤhlfeld
unter dem Namen Subula gracilicornis geſchikt. — 6 Linien.
5. X. varius. Meg.
Schwarz; Hinterleib mit gelben Einſchnitten; Beine gelb;
Fuͤhler länger als der Kopf. Ater; abdominis incisuris
llavis, antennis capite longioribus.
*
Ruͤſſel und Taſter hellgelb. Fuͤhler faſt doppelt fo lang als der Kopf,
braun, auf der Unterſeite vom zweiten Gliede an bis zum vierten Ringe
des dritten gelb. Untergeſicht und Stirne glänzend ſchwarz, nur uͤber den
Fühlern der Augen ring weiß. Mittelleib glänzend ſchwarz, oben mit feinen
weißlichen Haaren beſezt, welche vier doch nicht ſehr deutliche graue Strie—
men bilden; in den Seiten von der Schulter bis zur Fluͤgelwurzel eine
gelbe Strieme. Schildchen gelb, an den Seiten ſchwarz. Hinterleib glänzend
ſchwarz, mit feinen weißen Haͤrchen; Einſchnitte ſehr ſchmal gelb; an der
Baſis iſt eine querelliptiſche Vertiefung von rothgelber Farbe. Bauch rinnen=
foͤrmig ſchwarz mit blaſſen Einſchnitten und einem kleinen gelben Flekken
an der Wurzel. Beine, nebſ den Hüften, gelb: Spisse der Fuͤße braͤun—
lich. Schwinger gelb. Fluͤgel waſſerhelle. — Beide Geſchlechter aus der
Daumhauerifhen Sammlung, aus der Gegend von Paris; Herr Megerle
XYLOPHAGUS 15
v. Muͤhlfeld ſchikte mir auch ein Oeſterreichiſches weibliches Exemplar. —
314 Linien.
6. X. marginatus. Meg.
Schwarz; Hinterleib mit blaſſen Einſchnitten; Beine gelb
mit Schwarzen Huͤften; Hinterſchenkel verdikt mit ſchwar—
zer Spizze. Ater; abdominis incisuris pallidis; pedibus
flavis coxis nigris : femoribus poslicis incrassatis apice
nigris.
Taſter und Ruͤſſel hellgelb. Fuͤhler fo lang als der Kopf, ſchwarz⸗
braun: drittes Glied an der Baſis unten gelb. Untergeſicht und Stirne
glänzend ſchwarz: uber den Fuͤhlern ein weißſchillernder Flekken. Mit⸗
telleib ſchwarz: oben mit feinen weißlichen Seidenhaaren, welche undeut⸗
liche Striemen bilden; an den Seiten eine feine gelbe Horizontallinie von
den Schultern bis zur Fluͤgelwurzel. Schildchen gelb, an den Seiten kaum
eine Spur von Schwarz zu entdekken. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz mit
blaſſen Einſchnitten: an der Wurzel eine dreiekkige rothgelbe Vertiefung.
Bauch rinnenfoͤrmig ſchwarz. Beine gelb mit ſchwarzen Huͤften und brau—
nen Spizzen der Fuͤße: Hinterſchenkel verdikt mit ſchwarzer Spitze.
Schwinger gelb. Fluͤgel waſſerhelle. — Herr Baumhauer fing das Männ⸗
chen gegen Ende Maies bei Avignon an der Durance an einem Weiden
ſtamme; ein anderes maͤnnliches Exemplar wurde mir von Hrn. al
v. Muͤhlfeld aus Oeſterreich geſchikt. — 3 Linien. .
Anmerk. Herr Megerle v. Muͤhlfeld bildet aus in zweiten Ab⸗
theilung die Gattung Subuls) Zuhler- und Fluͤgelbau weichen
en freilich
von der erſten ab, doch nicht fo ſehr um eine Trennung ndͤthig zu
machen. Sollte ſich die Zahl der Arten einſt zu ſehr anhaͤufen, fo ift
es noch immer Zeit dazu.
16 COENOMVIA.
XLIV. Ziegerfliege. COENOM TIA.
Tab. 12. Fig. 16 — 55.
Fuͤhler vorgeſtrekt, dreigliederig: erſtes Glied verlaͤngert,
walzenfoͤrmig; zweites becherfoͤrmig; drittes kegelfoͤrmig,
achtringelig (Fig. 16).
Schildchen zweizaͤhnig (Fig. 22).
Fluͤgel parallel-aufliegend (Fig. 25).
Antenne porrectæ triarticulate : articulo primo elongato,
cylindrico; secundo cyathiformi; tertio conico octoannu-
lato.
Scutellum bidentatum.
Ale parallele incumbentes.
Kopf halbkugelig, nicht ganz fo breit als der Mittelleib.
Die dunkelgruͤnen Nezaugen ſtoßen bei dem Maͤnnchen
oben zuſammen (25); bei dem Weibchen ſind ſolche durch
die ſchmale Stirne getrennt (17). Auf dem Scheitel ſtehen
drei Punktaugen. — Ruͤſſel und Taſter find etwas
vorſtehend (18). Lippe fleiſchig, walzenfoͤrmig, oben flach,
rinnenfoͤrmig, vorne mit zweitheiligem haarigem Kopfe, der
an der Vorderſeite nach innen ſehr zart quergeſtreift iſt
(19 d 21). Lefze hornartig ſpizzig, flach, faſt fo lang als
die Lippe, an deren obern Vaſis ſie eingeſetzt iſt (19 2 a).
Zunge ſo lang als die Lefze, hornartig, ſpizzig, duͤnne
(19 20 b). Kinnbakken ſo lang als die Lefze, an deren
Baſis fie beiderſeits eingeſetzt find, hornartig, ſchmal, flach
(19 20 Cc). Taſter vor der Baſis der Lefze beiderſeits
angewachſen, pfriemenfoͤrmig, etwas gebogen, langhaarig,
der Lippe aufliegend (19 e). — Fühler vorgeſtrekt, pfrie⸗
menfoͤrmig, an der Wurzel genaͤhert, ſeitwaͤrts divergirend,
faſt fo lang als der Kopf, dreigliederig das erſte Glied ziem=
COENOMYIA ° 17
lich lang, walzenfoͤrmig, haarig; das zweite kurz, bechers -
foͤrmig, haarig; das dritte verlaͤngert, kegelfoͤrmig, nakt,
achtringelig : der erſte und lezte Ring etwas länger als
die mittlern. — Mittelleib eirund, gewoͤlbt, feinhaa—
rig; Schildchen klein, halbkreisfoͤrmig, am Hinter-
rande mit zwei haarigen kurzen Zaͤhnchen bewafnet. (22).
— Hinterleib langelliptiſch, ſiebenringelig, doch find
die lezten Ringe meiſtens ſehr in einander geſchoben. —
Beine ziemlich ſchlank; Schienen mit Endſpornen; Füße
mit drei Afterklauen (24). — Fluͤgel (23). lanzetfoͤr⸗
mig, mikroskopiſch-behaart, im Ruheſtande parallel auf
dem Leibe liegend (25).
Man findet dieſe Fliegen gewoͤhnlich in Waͤldern oder in
ihrer Nachbarſchaft; ſie ſtechen meines Wiſſens nicht. Die
Larven ſind noch unbekannt, leben aber wahrſcheinlich im
faulen Holze.
Bei Fabricius heißt dieſe Gattung Sicus. Da aber Latreille
ſchon fruͤherhin dieſen Namen meiner Gattung Tachydromia
gegeben und die gegenwaͤrtige (obgleich ziemlich unpaſſend)
Coenomyia — von Koinos gemein — genannt hat, fo muß
dieſer leztere Name bleiben. Den deutſchen Namen fuͤhret
ſie deswegen, weil die Fliegen den Geruch des gruͤnen
Schweizer: oder Ziegerkaͤſes haben, den fie auch noch mehre
Jahre nach ihrem Tode behalten. |
Dieſe anomaliſche Gattung paßt, wenn man die Mund:
theile beruͤckſichtigt, nicht genau in die gegenwärtige Fami⸗
lie, eben ſo wenig aber auch in eine andere. Sie hat manches
mit andern Gattungen gemein , weicht aber auch wieder
bedeutend ab. Latreille ordnet ſie zu den Tabanen; ich ſtelle
ſie mit Fallen hiehin,
wo ſie mir noch am ſchiklichſten
ſcheint.
Fabricius hat fuͤnf Arten ee worunter zwei ame⸗
rikaniſche; die drei europaͤiſchen halte ich aber für eins.
II. Band. 2
* COENOMYIA
Latreille erwähnt noch zweier auslaͤndiſchen Arten mit uns
bewehrtem Schildchen, die ſich im Parifer Muſaͤum befin:
den; wahrſcheinlich muͤßen dieſe aber eine eigene Gattung
bilden, da ſie von der unſerigen an Fuͤhlern und Fluͤgeln
abweichen ſollen.
1. C. ferruginea. Fabr.
Hinterleib mit weißen Seitenflekken; Fluͤgel gelblich. Abdo-
mine maculis lateralibus albis; alis flavicantibus (Fig. 25).
Fabr. Spec. Ins. II. 459. 25: Tabanus (bidentatus) ferru-
gineus, abdomine utrinque maculis duabus flavis, scu-
tello bidentato. — 459. 26 : Tabanus (bispinosus) fuscus,
abdomine ferrugineo basi nigro, scutello bispinoso.
— Ent. syst. IV. 372. 40: Tabanus bidentatus. — 372.
hr: Tabanus bispinosus. — 263. 2: Stratiomys (errans)
scutello bidentato atro, abdomine atro: segmento secund«
tertioque lateribus albis. |
— Supplem. 555. 2: Sicus ferrugincus. — 3: Sicus bico-
lor.. — 4 : Sicus errans.
— Syst. Antl. 75. 2: Sic. ferrugineus. — 76, 3.: Sicus-,
bicolor. — 4 : Sic. errans.
Gmel. Syst. Nat. V. 2885. 33: Tabanus bidentatus. — 34:
Tab. bispinosus. |
Latreille Gen. Crust. IV. 281.
— Consid. gen. 442.
Fallen Dip. Succ. 12. 1: Sicus ferrugineus.
Schæffer Icon. Tab. 110. Fig. 4. 5. ö
Panz. Fauna Germ. IX. 20: Stratiomys Macroleon. — XII.
22: Stratiomys unguiculata. — LVIII. ı7 : Stratiom.
errans. |
Schellenberg Genr. d. Mouch. Tab. 26.
Schrank Fauna Boica III. 2373 : Stratiomys grandis. —
2374 : Strat. major. — 2375 : Strat. palatina.
COENOMYTA | 19
Herbst gemeinnüzz. Naturg. VIII. 108. Tab. 340. (Ins. 66 B.)
Fig. 6: Musca olens.
Klassif. der Zweifl. I. 121. 1: Sic. ferrugineus. — 122. 2:
Sicus unicolor. — a) Sicus bicolor. — b) Sicus aureus.
Sie iſt roſtbraun. Auf dem Ruüͤkkenſchilde find zwei weißſchillernde ge-
naͤherte Striemen, die ſich hinter der Mitte verlieren. Der Hinterleib iſt
vorne dun tel⸗, hinten heller roſtbraun; er hat auf dem zweiten Ringe
am Hinterrande einen ziemlich breiten weißen Seitenflekken; auf den
beiden folgenden Ringen aͤhnliche aber ſchmaͤlere Flekken, die durch eine
ſchmale weiße Linie verbunden find. Bauch roſtgelb mit weißem Hinter⸗
rande der Ringe — den erſten ausgenommen. Beine roſtgelb. Schwinger
hellgelb. Fluͤgel braͤunlichgelb mit roſtgelben Adern. — Man findet dieſe
Fliege im Junius und Julius nicht ſelten. Zwiſchen beiden Geſchlechtern
iſt in Ruͤckſicht des Kolorits kein Unterſcheid. — 6 — 7 Linien.
Ich habe folgende Spielarten bemerkt:
1. Hinterleib mit ſchwarzen rundlichen Ruͤkkenflekken, die jedoch nicht
ſcharf begraͤnzt ſind; Schenkel braͤunlich. Ein Maͤnnchen: Sicus
bicolor Fabr. und Stratiomys unguiculata Panz.
2. Hinterleib beiderſeits ſchwarzbraun mit blaulichem Schimmer, nur
am After roſtgelb; die weißen Flekken und Binden nehmen ſich
ſehr deutlich aus Schenkel bis nahe an die Spizze ſchwarz. Von
dieſer Zeichnung findet man nur Maͤnnchen. Es iſt Sicus errans
Fabr. | x
3. Hinterleib roſtgelb, nur der Hinterrand des dritten und vierten
Ringes iſt heller gefärbt. Ein Männchen: Sicus errans Panz.
4. Hinterleib ganz roſtgelb. Ein Weibchen: Strat. Macroleon Panz.
und Musca olens Herbst.
20 PANGONIA
III. Familie: TABANII.
XLV. Ruͤſſelbremſe. PANGONIA.
ab. 53. Fig. 1 — 6.
Fuͤhler vorgeſtrekt, dreigliederig: erſtes Glied walzenfoͤrmig,
zweites becherfoͤrmig; drittes verlaͤngert, pfriemenfoͤrmig,
achtringelig (Fig. 1).
Drei Punktaugen (Fig. 2). 6
Nuͤſſel verlaͤngert, vorgeſtrekt (Fig. 3 4).
Fluͤgel halb offen (Fig. 6).
Antenne porrectæ triarticulatæ: articulo primo cylindrico;
secundo cyathiformi; tertio elongato , subulato , octoan-
nulato.
Ocelli tres.
Proboscis elongato, exserta.
Ale divaricatæ.
Kopf faſt halbkugelig. Nezaugen bei dem Männchen
oben zuſammenſtoßend (6 7); bei dem Weibchen durch die
Stirne getrennt (2). Auf dem Scheitel drei Punktaugen
(2). — Fühler mitten vor dem Kopfe ſtehend, vorgeſtrekt,
genaͤhert, ſeitwaͤrts aufwaͤrts gebogen, dreigliederig: erſtes
Glied walzenfoͤrmig, kurz, borſtig; zweites becher- oder
napffoͤrmig, kurz, borſtig; drittes verlaͤngert, pfrie—
menfoͤrmig, achtringelig, nakt (1). — Nüffel ſchief vor⸗
geſtrekt, ſteif, fo lang als Kopf und Ruͤkkenſchild zuſam—
men (bei einigen Arten fo lang als der ganze Leib). Taſter
ſeitwaͤrts an der Baſis des Ruͤſſels eingeſezt, klein, zwei-
gliederig: erſtes Glied walzenfoͤrmig; zweites kurz, ſpizzig,
PANGONIA 21
kegelig, dem Ruͤſſel aufliegend (3 4 a. und 5). Lippe flei⸗
ſchig, walzenfoͤrmig, oben rinnenfoͤrmig, vorne mit verläns
gertem geſpaltenem Kopfe (3 4 b). Lefze ſchmal, hornars
tig, oben flach oder erhaben gewoͤlbt, geſtreift, unten rin—
nenfoͤrmig, fo lang als die Lippe (3 4 c). Zunge ſchmal,
ſpizzig, horhartig, oben rinnenfoͤrmig (3 4 ); Kinn⸗
bakken dünne, ſchmal, hornartig, ſteif, bei dem Männchen
beiderſeits einfach(3 e), bei dem Weibchen doppelt (4 e):
beide (Zunge und Kinnbakken) ſo lang als die Lefze, an
deren untern Baſis ſie eingeſezt ſind; im Ruheſtanne liegen
ſie in der Hoͤhlung der Lippe und werden durch die Lefze
bedekt. — Mittelleib eirund, haarig, auf dem Ruͤkken
mit einer breit unterbrochenen Quernaht. Schildchen halb=
kreisrund. Hinterleib kegelfoͤrmig, flach gewoͤlbt, haarig,
ſiebenringelig. Schienen mit Endſpornen. Sch uͤppchen
einflach; Schwinger unbedekt. — Fluͤgel lanzetfoͤrmig,
mikroskopiſch behaart, im Ruheſtande halb offen (7).
Der Aufenthalt dieſer Inſekten iſt nur in den warmen
Gegenden. In Deutſchland iſt, meines Wiſſens, noch keine
einzige Art entdekt worden. Ich finde nirgends bemerkt, ob
die Weibchen, wie bei den andern Gattungen dieſer Fami⸗
lie, Blut ſaugen; doch iſt dieſes wahrſcheinlich.
Der Name Tanyglossa iſt gegen den früher von Latreille
angenommenen Pangonia vertauſcht worden.
Wenn Latreille und Fabricius dieſer Gattung nur einfache
Kinnbakken zueignen, ſo iſt dieſes ein Beweis, daß ſie nur
Maͤnnchen unterſucht haben. Lezterer hat drei europaͤiſche
und 5 auslaͤndiſche Arten. — Nach der Behauptung des
Hrn. Grafen von Hoffmannsegg ſollen die Punktaugen bei
einigen auslaͤndiſchen Arten ſo klein ſeyn, daß man ſie nur
durch ſehr ſtarke Vergroͤßerungen beobachten kann.
ts d PANGONIA
1. HB. HA
Gelblich; Fluͤgel weißlich, ungeflekt. Flavicans; alis albidis
Iimmaculatis.
Männchen: Untergeſicht gelbhaarig; Stirne blaß. Fuͤhler: zwei un⸗
terſte Glieder ſchwarzbraun, das dritte gelb. Ruſſel ſchwarz, etwa fo lang
als der Ruͤkkenſchild; Taſter gelb. Mittel- und Hinterleib uͤberall mit
glänzenden braͤunlichblaßgelben Haaren dicht bedekt, ohne weitere Zeich-
nung. Schuͤppchen blaßgelb; Schwinger gelb mit braunem Stiele. Fluͤgel
weißlich glasarıig mit blaßgelben Adern. Beine roͤthlichgelb. — Aus der
Gegend von Lyon, in Hrn. Baumhauers Sammlung. — 8 Linien.
2. P. maculata. Fahr.
Roſtgelb; Fluͤgel braun geflekt Ferruginea; alis fusco-ma-
culatis (Fig. 6).
Fabr. Ent. syst. IV. 363. 3: Tabanus (proboscideus) ocu-
lis fuscescentibus ; alis maculatis ; haustello corpore di-
midio breviore.
— Syst. Antl. go. 3: Pang. (maculata) cinerea; alis ma-
culatis; haustello corpore dimidio breviore. — 92. 8:
Pang. (variegata) ferrugineo-villosa, abdomine ferrugi-
neo: maculis dorsalibus fuseis ; alis immaculatis ; rostro
longitudine corporis.
Latreille Gen. Crust. IV. 282: Pang. maculata. Tab. 15.
Fig. 4. |
— Cons. gener. 443.
Klassif. d. Zweifl. I. 175. 5) Tanyglossa proboscidea.
Die in Fabricius Muſaͤum befindlichen Exemplare beſchreibt Hr. Juſtiz⸗
rath Wiedemann folgendermaßen: „„ Grundfarbe ein nicht lebhaftes
„ Schimmelgrau; überall, auch am Untergeſicht und der Stirne, ziemlich
„ gelblichgrau behaart; Taſter rothgelb, auch die Fühler, nur die Spizze des
„„ Endgliedes ſchwarz. Auf dem Ruͤkkenſchilde ſcheint eine gelblichweiße
„„ Mittellinie, und zwei ſolche Seitenſtriemen der Grundfarbe, durch die
5 Behaarung durch. Bei zwei Weibchen, die ich vor mir habe, iſt der
PANGONIA 23
25 erfte Hinterleibsring an jeder Seite hinten, der zweite und dritte aber
55 an jeder Seite der ganzen Länge nach roſtgelb; alle Hinterraͤnder er⸗
„ ſcheinen gelblichweiß von uͤberſtehenden Haͤrchen, die der Grundfarbe
„ nicht fo dicht aufliegen wie die uͤbrige Behaarung, die eigentlich auch
„ gelblichweiß iſt, aber wegen der grauen Grundfarbe dunkeler ſcheint.
2, Bei einem vorliegenden Männchen iſt beinahe der ganze Hinterleib
5 rofigelb, nur die Spizze ausgenommen; am lezten Ringe find zwei
„ deutliche ſchwarze Seitenpunkte, die ſich bei allen Maͤnnchen dieſer Gat⸗
5 fung finden. Fluͤgel graugelb mit gelblichbrauner Einfaſſung der Quer-
55 adern, welche die Flekken bildet. Beine rothgelb.““
„ Ein maͤnnliches Exemplar, das ich aus der Sammlung des Hrn.
55 Grafen von Hoffmannsegg unter dem Namen Pang. variegata beſizze,
a) iſt durchaus von Pang. maculata Fabr. nicht verſchieden, nur daß
5 die gelben Seitenflekken des Hinterleibes auf dem zweiten und dritten
92 Ringe, in der Mitte graue Dreiekke, auf dem vierten einen breitern
„ vierekkigen Flekken, und den folgenden überall die ſchimmelgraue Grund»
75 farbe frei laßen. Auch hier find die beiden ſchwarzen Punkte, Fluͤgel
35 gerade wie bei P. maculata. Bei Fabricius heißt es auch nur in der
5 Artphraſe alis immaculatis, gleich darauf in der Beſchreibung das
5 gegen alæ fusco-maculatæ.
Ein Maͤnnchen, das mir von Hru. Megerle von Muͤhlfeld zugeſchikt
wurde und deſſen Vaterland wahrſcheinlich Ungarn iſt, ſtimmt mit dieſer
Beſchreibung überein. Der Rüſſel iſt von halber Körperlänge, die Lippe
deſſelben ſchwarzbraun; Lefze, Zunge und Kinnbakken find gelb. Schwin-
ger und Schuͤppchen gelb. Der Bauch mit dem Rükken des Hinterleibes
gleichfarbig. — Nach Latreille findet ſich dieſe Art in Piemont, wahre
ſcheinlich wohl uͤberall in Suͤdeuropa, und nach Fabricius auch in der
Barbarei. — 6 — 7 Linien.
Fabricius eignet feiner Pang. variegata einen Ruͤſſel von Körper⸗
länge zu; dieß waͤre allerdings ein Umſtand, der auf Artverſchiedenheit
ſchließen ließe, wenn man ſich auf die Genauigkeit des Schriftſtellers hierin
verlaßen koͤnnte.
24 PANGONIA
3. P. ferruginea.
Roſtbraun; Hinterleib mit ſchwarzen Ruͤkkenflekken. Ferru-
ginea; abdomine maculis dorsalibus nigris.
Latreille Gen. Crust. IV. 282 : Pangonia ferrug.
E
5
r.
Klassif. d. Zweifl. I. 175. ı : Tanyglossa ferruginea. Tab.
1 % Kies.
Fuͤhler ſchwarz: zweites Glied und Wurzel des dritten gelb. Ruſſek
ſchwarz, fo lang als der Rüͤkkenſchild. Mittelleib dicht mit braungelben
Haaren bedekt; Hinterleib ebenfalls braungelbhaarig, mit ſchwarzen Ruͤkken—
flekken; Hinterrand der Ringe weißlich gefranzt. Bauch roſtbraun. Schuͤpp⸗
chen, Schwinger und Beine hellbraun: Schenkel ſchwarz. Fluͤgel braun
angelaufen. — Ein Maͤnnchen aus der Hoffmannseggiſchen Sammlung,
deſſen Vaterland Portugall iſt. — 8 Linien.
4. P. marginata. Fabr.
Tiefſchwarz; Hinterleib hinten mit goldgelben Haarfranzen.
Atra; abdomine postice fulvo-ciliato.
Fabr. Spec. Ins. II. 455. 2: Tabanus (haustellatus) abdo-
. mine atro; margine fulvo pubescente, haustello corpore
dimidio breviore.
— Ent. syst. IV. 362. 2: Tabanus haustellatus.
— Syst. Antl. go. 2: Pang. marginata.
Latreille Gen. Crust. IV. 282: Pang. marg.
Klassif. d. Zweifl. I. 175. a) Tanyglossa haustellata.
„„ Grundfarbe glaͤnzend ſchwarz Untergeſicht und Bart braͤunlichſchwarz.
5, Stirne ſchwaͤrzlich; Fuͤhler ſchwarz. Mittelleib mit braͤunlichſchwarzen
5 Haͤrchen: Schultern und Hinterekken lichtſchokoladebraun. Hinterleib:
5 erſter Ring auf der Mitte und an jeder Seite mit weißem Haarflekken;
2 zweiter Ring mit langſchenkeligem, dreiekkigem, weißhaarigem Mittel-
5 flekken, und einem gleichen an jeder Seite längs den Rand, fo daß
5 er in der Mitte ſchmaͤler erſcheint; am Bauche iſt der ganze Hinter⸗
5» rand dieſes Ringes weißhaarig; dritter Ring uͤberall ſchwarz; vierter
„und folgende am Seitenrande und um den After herum goldgelb be⸗
PANGONIA 23
„„ haart. Flügel ſchwaͤrzlichbraun: Zellen des Mittelfeldes in der Mitte
„„ faſt ganz [Link] ſchwaͤrzlich braun; Beine braͤunlich⸗
2 ſchwarz. — Das Exemplar in Fabricius Sammlung iſt ein Weibchen.“
(Wiedemann). 5
Mit dieſer Beſchreibung ſtimmt ein von Hr. Baumhauer erhaltenes
Weibchen faſt gans überein. An dieſem iſt der ſchwarze Ruͤſſel fo lang als der
Ruͤkkenſchild; die Stirne ſchimmert an den Augen weißgrau. Am Bauche
haben die lezten Ringe eben die ſchoͤne goldgelbe Einfaffung wie auf der
Oberſeite, ſie iſt aber breiter und erſtrekt ſich noch etwas uͤber die Flaͤche.
Fluͤgel durchaus ruſſigbraun mit breit- dunkeler eingefaßten Adern; am
Vorderrande gefättigter. — Herr Baumhauer fing dieſe ſchoͤne Art in
der Mitte des Julius bei Turin in Weinbergen; nach Fabricius iſt ſie
auch in Spanien zu Hauſe. — 9 Linien.
5. P. micans. Hgg.
Schwarz; Ruͤkkenſchild gelblich behaart; Hinterleib dreirei—
hig weißgefllekt: Ränder an der Spizze goldgelbhaarig.
Nigra: thorace flavicante-hirto; abdomine trifariam albo-
maculato; marginibus apicis fulvo hirtis.
„Endglied der Fuͤhler bei dem Maͤnnchen ſchwarzbraun, bei dem Weib⸗
„chen hochkaſtanienbraun; Bart gelblich. Stirne in gewiſſer Richtung
„ gelblichgrau. Ruͤkkenſchild dicht gelblich behaart, bei dem Maͤnnchen
25 etwas geſaͤttigter. Hinterleib: erſter Ring gelblich behaart, am Hinter-
„rande weißbehaart und zwar in der Mitte etwas breiter; zweiter Ring
„ an jeder Seite mit einem weißen Haarflekken und in der Mitte mit
5 einem gleichen dreiekkigen; dritter Ring eben ſo, aber die Seitenflekken
„ find hier ſchon goldgelb; vierter und folgende an den Seiten goldgelb
„ behaart, auch find hier in der Mitte goldgelbe Haarflekken, und die zwei
5 lezten Ringe find überall goldgelb behaart. Am Bauche iſt der Hinter
„ rand des zweiten Ringes weißhaarig; an den uͤbrigen goldgelbhaarig.
„ Fluͤgel dunkel gelblichbraun. Beine ſchwarz: Schienen bräunlich.“
57 Wahrſcheinlich iſt die Zeichnung des Hinterleibes bei vollig unabgerie⸗
55 benen Stuͤkken noch etwas verſchieden, ſowohl bei marginata als bei
2 micans, und fo bliebe kein ſtandhafter Unterſcheid als die ſchwarze
5 Behaarung des Mittelleibes, die ſchwarzen Fuͤhler und der gleichfar⸗
e
26 PANGONIA
3 bige Bart, nebſt den viel dunkeler gefärbten Zlügeln bei erſterer Art. —
„„ Aus der Hoffmannseggiſchen Sammlung. Vaterland: Portugall und
7 Italien. — 8 bis 9 Linien. (Wiedemann).
6. P. ornata. +
Ruͤkkenſchild roſtbraunhaarig; Hinterleib ſchwarz; weiß und
goldgelb geflekt; Fluͤgel und Schuͤppchen lichtbraun. Tho-
race ferrugineo-illoso; abdomine nigro, albo fulvoque
variegato; alis squamisque dilute ferrugineis (Fig. 7).
Untergeſicht und Stirne aſchgrau; Bart gelblichgrau. Ruͤſſel von der
Laͤnge des Mittelleibes. Taſter und Fuͤhler ſchwarz. Mittelleib dicht roſt⸗
braunhaarig. Hinterleib ſchwarz; bei dem Maͤnnchen der erſte und zweite
Ring roſtbraunhaarig, doch der Hinterrand des leztern mehr weißſchimmernd;
dritter Ring an den Seiten mit goldgelben Haarflekken und in der
Mitte ein gleicher faſt fpissig dreiekkiger; die folgende Ringe find durch⸗
aus goldgelbhaarig. Bei dem Weibchen iſt der zweite Ring ganz glänzend
perlfarbig behaart, auf den beiden folgenden zeigt ſich dieſe Farbe nur auf
der Mitte; die Seitenflekken find wie die folgenden Ringe goldgelb-
haarig. Bauch glänzend ſchwarz, mit feinen goldgelben Haͤrchen, nur der
zweite Ring iſt, befonders am Hinterrande, weißhaarig. Schenkel ſchwarz—
braun; Schienen und Fuͤße ziegelfarbig. Schwinger und Schüppchen licht⸗
braun. Zlügel ſehr licht roſtbraun am Vorderrande gefättigter. — In
der Baumhaueriſchen Sammlung find von dieſer Art eine Menge Exem⸗
plare, wahrſcheinlich aus Suͤdfrankreich. — 9 Linien.
. SILVIUS 27
XLVI. Scheinbremſe. SILVIUS.
%
Tab. 13. Fig. 8 — 13.
Fuͤhler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig: das erſte Glied
walzenfoͤrmig; das zweite becherfoͤrmig; das dritte pfrie=
menfoͤrmig, fuͤnfringelig (Fig. 8).
Punktaugen drei. (9, 12 13). |
Taſter vorſtehend, zweigliederig, haarig: das zweite Glied
walzenförmig (Männchen) oder kegelfoͤrmig (Weibchen)
(Fig. 1e — 12).
Fluͤgel halb offen.
Antenne porreci® , approximatæ, triarliculate : articulo
primo cylindrico; secundo cyathiſormi; tertio subulato,
quinqueannulato.
Ocelli tres.
Palpi exserti , biarliculati, pilosi : articulo secundo cylin-
drico (Mas) aut conico (Femina).
Ale divaricatæ.
i I. S. Vituli. Fabr. £/
Fabr. Spec. Ins. II. 457. 15 : Tabanus (ztalicus) oculis fus-
eis cinereus „ abdomine obscuro , bası pallido pellucido.
— Ent. syst. IV. 367. 21: Tabanus italicus.
— Syst. Antl. 97. 19: Tabanus (Vituli) ferrugineus,
abdomine fusco : segmentorum marginibus ferrugineis;
antennis apice nigris. — 98. 24 : Tabanus italicus.
Klassif. d. Zweifl, I. ı72. e) Tabanus italicus.
Die einzige mir bekannte Art dieſer Gattung ſieht in ihrem ganzen
Anſtande den folgenden Tabanen ſehr aͤhnlich. Der Ruͤſſel iſt vorſte⸗
hend. Taſter vorſtehend, zweigliederig: das erſte Glied klein; das zweite
bei dem Maͤnnchen wagerecht, walzenfoͤrmig, ſehr haarig, ſtumpf (10 11),
bei dem Weibchen kegelförmig, feinhaarig, dem Ruſſel aufliegend (12).
.
28 SILVIUS
Die übrigen Mundtheile habe ich nicht genau unterſucht; fie ſcheinen je⸗
doch von der naͤmlichen Bildung zu ſein wie bei der folgenden Gattung.
— Nezaugen bei dem Maͤnnchen oben zuſammenſtoßend, hell gelb
gruͤn, nach unten faſt ein Drittel der ganzen Flaͤche ſeladongrün mit umbra⸗
braunen Sprenkeln (9); bei dein Weibchen durch die ziemlich breite Stirne
getrennt, ſchoͤn ſeladongruͤn und ebenfalls umbrabraun beſprengt (12 13).
Auf dem Scheitel ſtehen deutlich drei Punktaugen (9 12). — Fuͤhler
vorgeſtrekt, an der Baſis genaͤhrt, nach oben auseinander ſtehend, drei-
gliederig: erſtes Glied walzenfoͤrmig, langer als das zweite, borſtig; zwei—
tes becherfoͤrmig, borſtig, kurz; drittes verlängert, pfriemenfoͤrmig, nakt,
an der Spizze durch ſeichte Einſchnitte in fünf Ringe getheilt: fie find oker⸗
gelb, nur die Spizze oder derfünfte Ring iſt ſchwarz (8). Untergeſicht
hellgelb; unter den Fuͤhlern iſt eine vertiefte Querlinie, von welcher bei⸗
derſeits eine ähnliche Linie herunterlaͤuft und ſich in einem Gruͤbchen endigt.
Stirne hellgelb, bei dem Weibchen vorne mit einer glaͤnzend ſchwarzen
flachen Schwiele. Taſter gelb, bei dem Maͤnnchen mit ſchwarzer Spitze.
Rükkenſchild ledergelb, braunſchillernd; vor dem Schildchen mit drei
Wulſten, wovon der mittelſte ſehr ſchmal iſt. Hinterleib ledergelb, ſieben⸗
ringelig, und wie der Mittelleib feinhaarig; die gelbe Jarbe geht bei
manchen Stükken nach dem Tode, beſonders am After, in Braun uber.
Schüppchen und Schwinger gelb: leztere mit weißem Knopfe. Zlügel mis
kroskopiſch⸗haarig, etwas ins Graue ziehend, mit gelbem Vorderrande.
Beine gelb mit braunen Füßen. — Ich erhielt dieſe Art in mehrern
Exemplaren aus der Sammlung des Herrn Baumhauer. — 5 6 Linien.
Tabanus italicus Fabr. iſt nach der Verſicherung des Hrn. Wiede⸗
mann, eins mit deſſen T. Vituli. Hier iſt die Veſchreibung deſſelben,
nach dem in Fabricius Mufium befindlichen weiblichen Exemplare: „Fuͤh⸗
3 ler und Taſter okergelb; Ruͤſſelſpizze bräunlichſchwarz; der übrige Kopf
3 gelblichgrau, an der Stirne eine etwas querrunde Schwiele, ehen ſo
„ groß, wo nicht größer als bei vituli. Der abgeriebene Rükkenſchild
5 faſt ſchimmelgrau, doch mit mehr gelb gemiſcht; die Behaarung mag
5 wohl aſch- oder gelblichgrau fein. Drei erſte Hinterleibsringe okergelb;
„ übrige mehr bräunlich; auch die hintere Haͤlfte des dritten ſcheint mehr
„ braun als gelb: auf jedem Ringe ein graugelblicher Flekken, welche
„ zuſammen eine mittlere Laͤngsſtrieme bilden, die nicht ſehr in die Au⸗
5 gen fällt; Hinterrand der Ringe gelblich. Beine okergelb: vier leite
x
SILVIUS 629
2, Jußglieder ſchwaͤrzlich; an den Vorderbeinen if der ganze Fuß und
„ auch die Schienenſpizze ſchwaͤrzlich. Fluͤgel ziemlich waſſerhell mit oker⸗
„ gelben Nerven und gelbem Randfelde; auch die dikkern Laͤngs- und
2 Quernerven ein wenig gelb geſaͤumt. Schwinger gelb. — 54 Linien.“
(Wiedemann).
30 TABANUS
XLVII. Viehbremſe. TABANUS.
Tab. 13. Fig. 14 — 24.
Fuͤhler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig : erſtes Glied
walzenfoͤrmig; zweites napffoͤrmig; drittes flach, ausge
ſchnitten, fuͤnfringelig (Fig. 14).
Punktaugen fehlen.
Taſter vorfiehend, bei dem Männchen koͤpfig (Fig. 16 e),
bei dem Weibchen pfriemenfoͤrmig (Fig. 17 e).
Fluͤgel halb offen (Fig. 22).
Antenne porrectæ, approximatæ, triarticulate : artıculo
primo cylindrico; secundo cyathiformi, tertio compresso,
exciso, quinqueannulato.
Ocelli nulli.
Palpi exserti, maris capitati, ſeminæ subulati.
Ale divaricatæ.
Kopf halbkugelig, doch mehrentheils etwas flach gedruͤkt.
— Nezaugen bei dem Maͤnnchen oben durch eine Naht,
bei dem Weibchen durch die flache Stirne getrennt, ſie ſind
gewöhnlich gruͤn in verſchiedenen Schattirungen, öfters mit
purpurfarbigen oder braunen Bogenlinien. Punktaugen
fehlen. — Fuͤhler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig: das
erſte Glied kurz walzenfoͤrmig, etwas borſtig; das zweite
napffoͤrmig, noch kuͤrzer, borſtig; das dritte lang, flachge⸗
druͤkt, an der obern Seite ausgeſchnitten, fuͤnfringelig: der
erfie Ring am laͤngſten, die drei folgenden klein walzenfoͤr—
mig, der lezte ſpizzig (14). — Stirne des Weibchens unten
gewoͤhnlich mit einer Schwiele von ſchwarzer Farbe, außer—
dem noch bei den meiſten mit einer Linie oder einem Punkte,
die gewöhnlich charakteriſtiſch find. — Ruͤſſel und Tafter
ſind vorſtehend, bei dem Männchen faſt wagerecht, bei dem
TABANUS 31
Weibchen mehr ſenkrecht (15). Lippe fleiſchig, groß, dik,
walzenfoͤrmig, oben flach rinnenfoͤrmig, vorne mit großem,
eirundem, doppeltem, haarigem Kopfe, der an der Vorder—
ſeite nach innen fein quergeſtreift iſt (16 17 a). Lefze jo
lang als die Lippe, hornartig, ſchmal, unten rinnenförmig,
bei dem Maͤnnchen abgeſtuzt, bei dem Weibchen ſtumpf⸗
ſpizzig (16 17 b); Zunge hornartig, dünne, ſchmal, ſpiz⸗
zig, oben rinnenfoͤrmig (17 c): beide an der obern Baſis
der Lippe eingeſezt, und derſelben aufliegend. Kinnbakken
an der untern Baſis der Lefze eingeſezt und durch dieſelbe
gedekt, hornartig, flach, meſſerfoͤrmig, ſpizzig: bei dem
Maͤnnchen beiderſeits einfach, bei dem Weibchen aber dop⸗
pelt und etwas breiter als bei dem Maͤnnchen (16 17 d).
Taſter an der Baſis der Lippe ſeitwaͤrts eingelenkt, haarig,
zweigliederig: das erſte Glied kurz, etwas kolbig; das
zweite bei dem Männchen faſt kugelig, kurz (16 e); bei
dem Weibchen kegelfoͤrmig, faſt ſo lang als die Lippe und
dieſe im Ruheſtande dekkend (17 e). — Mittelleib oben
flach gewoͤlbt, vor der Fluͤgelwurzel mit einer Beule, von
welcher eine vertiefte Querlinie nach dem Ruͤkken hinlaͤuft,
die aber bald abgebrochen iſt. Vor dem Schildchen iſt bei⸗
derſeits eine ſchiefe Falte, und in der Mitte eine aͤhnliche,
welche ſchmale Stuͤkke vom Ruͤkkenſchilde einſchließen. Wenn
die Zeichnung des Ruͤkkenſchildes deutlich iſt, ſo bemerkt
man auf demſelben bei vielen Arten dunkele Striemen. —
Hinterleib ſiebenringelig, kegelfoͤrmig, mehr oder weniger
flach gewoͤlbt, feinhaarig. — Schwinger zum Theil unter
einer Doppelſchuppe verborgen, fo daß nur der Kopf ber=
vorragt. — Fluͤgel lanzetfoͤrmig, mikroskopiſch⸗behaart,
im Ruheſtande halb offen (22). — Hinterbeine etwas
laͤrger als die andern; Fuͤße kurz, mit drei Afterklauen.
Man findet dieſe Inſekten im Sommer, vorzuͤglich in
Waͤldern. Die Weibchen find eine wahre Plage der Pferde
1 EN
75 —
7 7
32 : "TABANUS
und des Rindviehes und verfolgen auch die Menſchen; ihr
Stich iſt ſehr ſchmerzhaft. Die einzige bekannte Larve lebt
in der Erde.
Mit der Beſtimmung der Arten ſind wir noch lange nicht
im Reinen. Manche ſehen ſich an Farbe und Zeichnung ſo
ähnlich, daß es ſchwer Halt, unterſcheidende Merkmale auf—
zufinden. Erſt dann, wann man alle Arten nach beiden Ges
ſchlechtern, und zwar friſch, wird genau unterſucht haben,
wird man hierin zur voͤlligen Gewißheit kommen koͤnnen.
Fabricius führt in allem 50 Arten auf, worunter 30 aus-
laͤndiſche ſind. Von den andern gehoͤren zwei zur vorigen
Gattung; es bleiben ihm alfo nur 18 europaͤiſche uͤbrig.
1. I. aer.
Glaͤnzend ſchwarz; Ruͤkkenſchild greis, After weißhaarig;
Flügel braun. Ater nitidus; thorace griseo , ano alba
villoso; alıs fuscis (Tab. 13. Fig. 24.)
Fabr. Ent. Syst. IV. 363. 6: Tab. (Morio) oculis fuscis,
corpore atro, alis obseuris. — 367. 21: Tab. (nigrita)
ater, alis apice macula pallida.
— Syst. Antl. 94. 4 : Tab. Morio. — 98. 23 : Tab.
nigrita.
Latreille Gen. Crust. IV. 283. >
Geoffroi Ins. II. 461. 4 : Taon noir & antennes fourchues.
Klassif. d. Zweifl. I. 167. 4 : Tab. Morio. — 172. d) Tab.
nigrita.
Der Name Morio konnte dieſer Art nicht bleiben, eines Theiles weil
er ganz unpaſſend für ein ſchwarzes Inſekt iſt, und dann auch weil Linné
ſchon eine Bremſe mit dieſem Namen belegt hat. — Sie iſt glänzend
ſchwarz. Augenrand weißlich; Stirne des Weibchens weißlich mit ſchwarzer
Laͤngslinie, die dicht uber den Fuͤhlern in einem ſchwarzen Flekken endigt.
Der Ausſchnitt der Fuͤhler if tief und bildet einen fpissigen Zahn. Ruͤk⸗
TABANUS 33
kenſchild greishaarig. Der erſte Ring des Hinterleibes hat an jeder Seite
einen weißen Haarflekken; der After iſt ebenfalls weißhaarig. Flügel |
braun. — Sie findet ſich nicht felten in Suͤdfrankreich, Italien, Ungarn
u. ſ. w. — 8 — 9 Linien.
Bei einem Exemplare in der Baumhaueriſchen Sammlung ſind die
Mittelzellen der Fluͤgel glasartig, und nur die Randzellen braun.
Es iſt zweiſelhaft ob Tab. Morio Linn. (Gmel. Syst. Nat. V. 2886.5
hiehin gehoͤrt, da die Fluͤgel glasartig ſein ſollen.
* 8 U ! U
2. T. carbonarius. 7
Ganz ſchwarz; Fluͤgel braun. Totus ater; alis fuscis.
Herr Wiedemann ſchrieb mir uber Tab. Morio und nigrita Fabr.
Folgendes: „„ In Fabricius Sammlung find die von ihm bezettelten Exem—
5 plare von Tab. Morio und nigrita völlig gleich, beide Weibchen. Bei
„ nigrita ſtekt aber ein Exemplar ohne Kopf, deſſen Fluͤgelſpizzen zwiſchen
55 der Gabelader wirklich einen ungefaͤrbten Flekken haben; ſonſt find die
„„ Fluͤgel dunkeler gefärbt wie bei jener. Bei Tab. Morio ſtekt noch ein
„ fonft ganz aͤhnliches, deſſen Jluͤgelſpizzen auch gefärbt, und die Fluͤgel
5 faſt eben ſo dunkel find als bei jenem. Beide Exemplare haben weder
„ auf dem Mittel- noch Hinterleibe irgend weiße Haͤrchen. Von Tab.
„ ater Rossi habe ich ein Weibchen mit faſt noch dunkelern Fluͤgeln; die
„ Stirnſtreifen eben fo wie bei nigrita. “ Hieraus ergibt ſich, daß Tab.
nigrita Fabr. (als eins mit deſſen Morio) aus dem Syſtem muß wegge⸗
ſtrichen werden; jene unbezettelte Exemplare aber eine eigene Art bilden
(T. carbonarius) welcher die weißliche Bekleidung des Mittelleibes, ſo
wie die weißen Haarflekken des Hinterleibes und am After fehlen, die aber
ebenfalls braune Fluͤgel hat, und ſich dadurch von der 1 1 unter⸗
ſcheidet.
3. T. aterrimus.
Ganz glaͤnzend ſchwarz; Fluͤgel mit braunem Vorderrande.
Totus ater nitidus; alis margine antico fuscis.
Durchaus glaͤnzend ſchwarz. Augen mit feiner weißer Einfaſſung. Unter⸗
geſicht des Weibchens und Stirne ſchwaͤrzlichgrau: leztere unten mit ſchwar⸗
ier Schwiele und daruͤber eine gleichfarbige Linie. Schwinger und Schuͤpp⸗
chen ſchwarzbraun. Afterklauen braungelb. Fluͤgel fait kaum etwas braͤun⸗
II. Band. 3
34 TABANUS
lich; am Vorderrande hellziegelfarbig mit dunfelerm Randmale. — Aus
Hrn. Baumhauers Sammlung, die Fuͤhler fehlten; Wohnort unbekannt. —
7 Linien. a
4. F. mieans.
Schwarz; Hinterleib mit dreifacher Reihe weißlicher Flek—
ken; Vorderfuͤße des Maͤnnchens mit Haarbuͤſcheln. Niger;
abdomine trifariam albido- maculato; tarsis anticis maris
fasciculatis. (Fig. 20 Kopf des Weibchens).
Fabr. Syst. Antl. 96. 17: Tab. (austriacus ) thorace sub-
lineato; abdomine atro : segmento primo punctis tribus,
reliquis unico albis.
Untergeſicht grauhaarig. Taſter und Fuͤhler pechbraun: der Ausſchnitt am
dritten Gliede der leztern iſt ſeicht. Augen grün, und (wenigſtens bei
dem Weibchen) mit drei Purpurbinden. Stirne des Weibchens grau, un⸗
ten und auf dem Scheitel ein ſchwarzer Flekken, zwiſchen beiden eine gleich⸗
farbige Linie. Rüͤkkenſchild ſchwärzlich, etwas greishaarig; die Striemen
ſehr undeutlich; Bruſt des Weibchens ganz greishaarig. Hinterleib ſchwarz
mit blaͤulichem Schiller: an den Seiten des erſten Ringes iſt ein weißlicher
Haarflekken; auf jedem der folgenden Ringe iſt an den Seiten ein blaulich⸗
weißer Haarflekken, und auf dem Ruͤkken ein weißer dreiekkiger Punkt;
die hintern Ringraͤnder weißgefranzt. Bauch blaulichſchwarz. Beine ganz
ſchwarz: bei dem Maͤnnchen find die Vorderfuͤße nach außen mit langen
Haarbuͤſcheln beſezt. Schwinger ſchwarz; Schuͤppchen braun. Fluͤgel blaß
graulichbraun, am Vorderrande bis zum braunen Randmale und an den
Queradern etwas dunkeler. — Nicht felten. — 7 Linien.
5. T. signatus. Wied. T
Schwarz; Hinterleib weißpunktirt; Fluͤgel glasartig mit
braunen Adern, die zum Theil rothbraun gerandet ſind.
Niger; abdomine albo-punctato; alis hyalinis, nervis
fuscis partim brunneo-limbalis.
> Bei dem Männchen auf jedem Hinterleibsringe ein kleiner weißer
5, quergezogener Punkt am Hinterrande, doch nicht, wie es ſcheint, die
5 grauen Flekken an den Seiten. Bei beiden Geſchlechtern find die Hinter—
TABANUS 85
„s rander der Ringe am Bauche der ganzen Lange nach greis behaart.
55 Stirne faſt ſchiefergrau. Ruͤkkenſchild mit zwei weißlichen Striemen.
25 Dieſe Art hat zwar einige Aehnlichkeit mit austriacus Fabr. (micans),
„deſſen Fuͤhler aber an der Wurzel okerbraun, die Behaarung überall
„ mehr gelb, Stirne gelblichgrau, Ruͤkkenſchild dreiſtriemig, Flügels
„ nerven mehr gelblichbraun, Schienen und Fuͤße braun find; der auch
„auf allen Hinterleibsringen neben dem etwas dreiekkigen Mittelflekken
„„ noch je einen Seitenflekken hat. — Suͤddeutſchland. — Maͤnnchen 6,
5 Weibchen 7 Linien. „„ (Wiedemann).
6. T. umbrinus. Hgg. 1
Schwarz; Hinterleib dreifach weißgeflekt; Fluͤgel mit einer
braunen Mittelmakel. Niger; abdomine trifariam albo-
maculato; alis macula media fusca.
„„ Fühler ſchwarz. Stirne grau, mit einer die innern Augenraͤnder nicht
> erreichenden ſchwarzen Schwiele, die ſich wenig verſchmaͤlert bis gegen
„ den Scheitel hinauf erſtrekt. Seitenraͤnder des Ruͤkkenſchildes weißbe⸗
„ haart; gerade vor der Fluͤgelwurzel bis zur Schulter eine ſchwarze
„5 Strieme. Bruſtſeiten etwas roͤthlicher behaart als bei der vorigen Art.
„„Am Hinterleibe iſt der erſte Ring, bis auf eine dreiekkige ſchwarze
„„ Stelle am Schildchen, ganz mit feinen weißen Haͤrchen beſezt. Auf dem
5 folgenden Ring liegt ein kleiner weißer dreiekkiger Haarflekken in der
5 Mitte am Hinterrande, und ein größerer an jeder Seite, deſſen Spizze
„ im Hinterwinkel des Ringes liegt. Auf dem dritten und folgenden Ninge
„ liegen drei weiße dreiekkige Flekken am Hinterrande. Die lezten Ringe
„ find am ganzen Hinterrande fein weißbehaart. Am Bauche find die
„ Ringe wenig oder gar nicht weißbehaart, und die ſchwarze Jarbe zieht
„ nicht fo ſehr ins Blaulichgraue wie bei der vorigen Art. Fluͤgel an der
„ Wurzel gelblich; von den mittlern Queradern erfireft ſich ein deutlicher
5 brauner Flekken nicht voͤllig bis an die Wurzel der Adergabel der
„ Fluͤgelſpizze, und reicht in der Breite bis an die vierte Langsader, fo
55 daß er nicht die volle Hälfte der Fluͤgelbreite erreicht. Beine ſchwarz. —
„„ Aus der Sammlung des Herrn Grafen von Hoffmannsegg, ein Weih⸗
55 chen. Vaterland: Iſtrien. — 6½ Linien. „„ — (Wiedemann.)
*
36 TABANUS
7. T. anthracinus. Zgg. +
Schwarz; Seiten des Hinterleibes dunkelrothbraun, jeder
Ring mit drei weißen Flekken. Niger; abdominis lateri-
bus obscure brunnicantibus, singulis segmentis maculis
tribus albis.
„ Bart aſchgrau; Stirne ſchwarz, wenig aſchgrau ſchimmernd. Ruͤkken⸗
>, ſchild glaͤnzend ſchwarz, ſehr kurz aſchgrau behaart. Hinterleib an den
„ Seiten ſchwach roͤthlichbraun, ſonſt glaͤnzend ſchwarz; am Hinterrande
5 jedes Ringes ein kleiner dreiekkiger weißer Filzflekken; an jeder Seite
5 ein eben ſolcher größerer, der ſich verſchmaͤlert nach innen am Hinter—
5 rande fortſezt, fo daß er, zumal auf den lezten Ringen, den Mittel-
55 flekken faſt erreicht. Fluͤgel gelbbraͤunlich, im Mittelfelde und der drei—
„ekkigen Randzelle an der Spitze lichter. Schuͤppchen braungelb; Schwin⸗
„ ger braun. Beine pechſchwarz; Knie ein wenig braunlid. — Samm⸗
„ fung des Hrn. Gr. von Hoffmannsegg, ein Maͤnnchen; Vaterland:
„ Neapel. — 6¾ Linien. — Iſt dieſe Art das Maͤnnchen von micans
„oder von umbrinus?;, (Wiedemann) — Von micans nicht; um-
brinus kenne ich nicht.
8. T. istriensis. Meg.
Ruͤkkenſchild weißlichgrau; Hinterleib ſchwarz mit weißen
Binden; Fluͤgel braungewoͤlkt. Thorace canescente ; abdo-
mine nigro albo-fasciato; alis fusco-nubeculosis.
Taſter und Fuͤhler ſchwaͤrzlich. Untergeſicht aſchgrau; Bakken mit blaß⸗
gelben Haaren. Stirne hellgrau, unten mit glaͤnzend ſchwarzer Schwiele,
die ſich nach dem Scheitel, jedoch verſchmaͤlert, ſtriemenfoͤrmig hinauf—
zieht. Mittelleib ſchwaͤrzlich, auf dem Ruͤkken weißlichgrau bereift, mit
einer vorne vertieften, dann erhabenen Laͤngslinie, die jedoch weder den
Vorder⸗ noch Hinterrand erreicht; Bruſtſeiten unter der Fluͤgelwurzel
blaßroſtgelb behaart. Hinterleib ſchwarz: erſter Ring an den Seiten breit
weißhaarig, die folgenden Ringe haben am Hinterrande eine weiße Haar-
binde, die eigentlich aus drei zuſammenhaͤngenden Flekken beſteht, naͤmlich
aus einem kleinen Dreiek in der Mitte, und aus einem querlaͤnglichen
Zlekken an jeder Seite. Bauch, Deine und Schwinger ſchwarz; Schuͤpp⸗
TABANUS 37
chen ſchmuzzig gelb. Fluͤgel blaßgrau, am Vorderrande bis gegen das
Gabelfeld an der Spizze rothbraun gewoͤlkt. — Von Hrn. Megerle von
Muͤhlfeld das Weibchen geſchikt; Vaterland vermuthlich Iſtrien. —
7 Linien. .
Sie hat große Aehnlichkeit mit T. umbrinus Hgg.
9. T. apricus.
—
Schwarz; Hinterleib mit weißhaarigen Einſchnitten; drittes
Fuͤhlerglied roſtgelb; Schienen weißlich. Niger; abdominis
incisuris albido-villosis; articulo tertio antennarum ferru-
gineo; tibiis albidis.
Taſter, Untergeſicht
und Stirne licht gelblichgrau: leztere mit einer
ſchwarzen Laͤngslinie; Scheitel braͤunlich.
Fuͤhler ſchwarzbraun: drittes
Glied am untern breitern Theile roſtgelb. Mittelleib braunſchwarz, roſt⸗
gelbhaarig, beſonders an den Seiten. Hinterleib ſchwarz; der Hinterrand
der Ringe mit braͤunlichweißen Haaren gefranzt, was auf der Mitte des
Ruͤkkens etwas breiter iſt. Bauch ſchwarzbraun mit braunweißen Ein⸗
ſchnitten. Schuͤppchen ſchmuzzig gelb; Schwinger weißlich. Flügel etwas
braͤunlich getruͤbt, am Vorderrande roͤthlichbraun. Vorderbeine ſchwarz⸗
braun: Schienen an der Wurzel weißlich; hinterſte Beine eben ſo, nur
find die Schienen faſt ganz weißlich, mit kaum roͤthlicher Spizze. — Ein
Weibchen; deſſen Vaterland mir unbekannt iſt. — 8 Linien.
10. T. borealıs. Fabr.
Schwarz; Hinterleib mit weißen Einſchnitten; Beine und
Schwinger ſchwarzbraun. Niger; abdominis incisuris albis;
pedibus halteribusque nigro-fuscis.
Fabr. Spec. Ins. II. 459. 21: Tab. (borealis) oculis fasciis
tribus purpurascentibus ; abdomine atro ; segmentorume
marginibus albis.
— Ent. syst. IV. 369. 30.
— Syst. Antl. 101. 37,
Fallen Dipt. Suec. 6. 5.
30 TABANUS
Untergeſicht lichtgrau; Taſter des Maͤnnchens lichtgrau, des Weibchens
roſtgelb: Stirne des Maͤnnchens weißlich; des Weibchens lichtgrau, uͤber
den Fuͤhlern mit weißer Querlinie, daruͤber eine glaͤnzend ſchwarze
Schwiele mit einer aufſteigenden gleichfarbigen Laͤngslinie; Scheitel ſchwaͤrz⸗
lich. Fuͤhler ſchwarz: drittes Glied an der Baſis roſtgelb, mit einem ſeich⸗
ten Ausſchnitte. Augen gruͤn mit drei Purpurbogen. Mittelleib oben ſchwarz,
grauhaarig; Seiten und Bruſt dunkelgrau. Hinterleib glänzend ſchwarz,
mit weißen Einſchnitten; an den Seiten der beiden erſten Ringe ziegel⸗
roͤthlich. Bauch ſchwarzbraun mit ſchmuzzigweißen Einſchnitten. Beine
faſt ſchwarz: Schienen roͤthlichbraun. Schuͤppchen fahlbraun: Schwinger
ſchwarzbraun. Fluͤgel kaum graulich mit roͤthlichbraunem Vorderrande und
dunkelbraunem Randmale. — Aus der Baumh. Sammlung. — 7 Linien.
Fallen gibt den Vauch als einfarbig aſchgrau an; dies finde ich an
keinem Exemplare in Baumhauers Sammkung.
11. F Selens Ho +
Schwaͤrzlich; Ruͤkkenſchild mit weißen Linien; Hinterleib
dreireihig weiß geflekt: Seitenflekken ausgeſchnitten. Nı-
gricans; thorace albo-lineato; abdomine trifariam albo-
niaculatis: maculis lateralibus excisis.
„„ Fuͤhlerwurzel braͤunlich; Endglied ſchwarz mit rothgelber Wurzel.
„„ Taſter ſehr lichtgemsledergelb. Untergeſicht weiß; Stirne aſchgraulich, in
„ gewiſſer Richtung weißlich, doch bleibt in der Mitte immer ein dunkles
„ rer Flekken; von der faſt vierekkigen ſchwarzen Schwiele geht eine glatte
„Linie aufwärts, die ſich oben zu einer glatten Strieme erweitert. Ruͤk⸗
„ kenſchild wenig gelblichgrau behaart, mit fünf weißlichen Linien; Bruſt⸗
5) ſeiten ſchiefergrau. Hinterleib braͤunlichſchwarz: jeder Ring mit einem
1
„ dreiekkigen, an den Seiten ein wenig eingebogenen Mittelflekken, und je
5
„einem nach vorne mehr weniger tief ausgeſchnittenen Seitenflekken,
+, welcher die Seitenraͤnder erreicht, deren Grundfarbe ins ziegelroͤthliche
55 zieht. Bauch grau, mit ziegelroͤthlichen Seitenflekken und weißen Ein⸗
5) ſchnitten. Flügel waſſerhell. Schwinger braͤunlich mit obenauf gelblich⸗
„ weißem Knopfe. Schenkel ſchwarz, aber dicht weißbehaart; Schienen
„ etwas roͤthlich; Fuͤße ſchwaͤrzlichbraun.— Ein Weibchen aus der Samm⸗
„ lung des Hrn. Grafen v. Hoffmannsegg. — Vaterland: Neapel. —
75 / Linien. „„ (Wiedemann).
TABANUS 39
12. T. autumnalis. Linn.
Ruͤkkenſchild ſchwaͤrzlich mit grauen Linien; Hinterleib weiß⸗
lich, jeder Ring mit vier ſchiefen ſchwarzen Flekken. Tho-
race nigricante cinereo-lineato; abdomine albido: singulis
segmentis maculis quatuor obliquis nigris.
Fabr. Spec. Ins. II. 456. 5: Tab. (autumnalıs) alis hya-
linis; abdomine fusco, ordine triplici albido maculoso.
— Ent. syst. IV. 364. 7.
— Syst. Antl. 94. 5.
Gmel. Syst. Nat. V. 2882. 5.
Linn. Fauna Suec. 1883.
Fallen Dipt. Suec. 6. 6.
Geoffroy Ins. II. 460. 2 : Taon gris a taches triangulaires
blanches sur le ventre. Tab. 197. Fig. 2.
Schrank Fauna Boica III. 2530.
Untergeſicht und Taſter hellgrau. Stirne weißlich, bei dem Weibchen
mit ſchwarzer Laͤngslinie „die ſich unten in eine glaͤnzend ſchwarze Schwiele
endigt. Fühler ſchwarz. Augen des Maͤnnchens — im trokkenen Zuſtande —
unten dunkel, was durch eine ſchwaͤrzliche Linie von der obern hellen
Flaͤche getrennt wird. Ruͤkkenſchild braͤunlichgrau, haarig, mit vier
ſchwarzbraunen Striemen. Hinterleib grauweiß — bei dem Maͤnnchen
ins Rothbraune ſchimmernd — mit vier Reihen ſchiefer, ſchwaͤrzlicher,
faſt vierekkiger Flekken; erſter Ring faſt ganz braun. Bauch weißgrau,
— bei dem Maͤnnchen mehr roͤthlich — mit weißem Hinterrande der
Ringe, und einer breiten ſchwaͤrzlichen Mittelſtrieme. Schenkel ſchwaͤrzlich;
Schienen gelblichweiß mit ſchwarzbrauner Spizze — bei dem Maͤnnchen
faſt ganz "braun —; Juͤße ſchwarzbraun. Schwinger braun mit weißem
Kopfe; Schuͤppchen braungrau. Zlügel graulich mit ſchwarzbrauner Rand⸗
ader. — Hier etwas ſelten; Hr. Baumhauer fing fie haufig in der Pro⸗
vence. — 8 bis 9 Linien. |
40 TABANUS
13. T. macularis. Fabr. +
Braun; Rükfenfhild mit vier weißlichen Linien; Hinterleib
mit weißlichen Seitenflekken. Fuscus; thorace lineis qua-
tuor, abdomine maculıs lateralibus albidis.
Fabr. Ent. Syst. IV. 370. 36: Tab. (macularis) fuscus,
thorace lineis dorsalibus, abdomine maculis lateralibus
pallidis.
— Syst. Antl. 103. 43.
„„ Etwas größer als die gemeine Regenbremſe (Hæmatop. pluv.).
„ Zuhler aſchgrau mit ſchwarzer Spizze. Kopf grau mit braunem Scheitel.
„ Ruͤkkenſchild haarig, braun, mit vier weißlichen Linien. Hinterleib
2 haarig, braun, auf den vordern Ringen beiderſeits ein weißlicher Sei—
„ tenflekken; am Bauche find die Ringe am Rande gefranzt. Beine
„ ſchwarz mit roſtfarbigen Schienen. Fluͤgel weißlich, mit einem wellen⸗
5 foͤrmigen, braunen, in der Mitte undeutlichen Strich. — Vaterland:
ss Marokko. „ (Fabricius.) Ganz wahrſcheinlich findet fie ſich auch im
ſuͤdlichen Europa.
14. T. vittatus. Fabr. +
Ruͤkkenſchild ſchiefergrau mit braunen Striemen; Hinterleib
ſchwarzbraun, mit zwei weißlichen Striemen; Beine blaß⸗
gelb mit graulichen Schenkeln. Thorace schistaceo fusco-
vittato; abdomine nigro-fusco, vittis duabus albidis; pe-
dibus pallidis : femoribus griseis.
Fabr. Ent. syst. IV. 371. 37 : Tab. (vittatus) fuscus, tho-
race lineis quatuor , abdumine duabus subtusque pallidis.
— Syst. Antl. 103. 44.
„ Wurzel der Fuͤhler grau, Endglied rothgelb. Untergeſicht und Bakken
„ grau; Bart gelblichgreis; Taſter ſehr bleich gemsledergeld. Dicht uber
„„ jedem Fuͤhler ein gelblicher Bogen; dicht über. und neben dieſem iſt
„ die Stirne grau; aber gleich weiter oben zum größten Theile blaß⸗
2 bräunlich. Bruſtſeiten und Bruſt grau (alle bisher bloß grau benam⸗
TABANUS „
„ ten Theile find ſchimmel- oder gruͤnlichgrau); Rükkenſchild ſchiefergrau,
„ mit einer breiten braunen, auch uͤber das Schildchen fortlaufenden
„ Mittelſtrieme; je daneben eine halb fo breite, mitten faſt unterbrochene,
„und noch weiter nach außen hinter der Mitte, je ein kleiner brauner
„ Laͤngsſtrich. Seiten des Schildchens ſchiefergrau: uͤbrigens iſt der Mit⸗
5 kelleib gelblichgreis⸗duͤnnbehaart. Hinterleib ſchwaͤrzlichbraun, mit ziem⸗
„ lich dichten und kurzen gelblichen Haaren, und zwei grauweißlichen
= Striemen, die von der Wurzel bis zur Spizze ſich erſtrekken. Bauch
„ ſchimmelgrau, hintere Ringränder ſchmal gelbgeſaͤumt. Flügel graulich
„ mit ſchwarzbraunen Adern. Schwinger grau mit gelblichem Stiele.
„„ Schenkel ſchimmelgrau; Schienen und Fuͤße licht gemsledergelb. — Ein
„ Weibchen. — 5 Linien. „ (Wiedemann.)
Das Vaterland iſt, nach Fabricius, Marokko; wahrſcheinlich aber auch
Suͤdeutopa.
13. I. auripilus.
Schwarz; Einſchnitte des Hinterleibes goldgelb gefranzt.
Niger; abdomine incisuris fulvo-ciliatis.
Fuͤhler ſchwarz, nur zuweilen die Wurzel des e köthlichbraun.
Taſter ſchwarz; Dart graulichweiß Untergeſicht graulich; Stirne grau:
unten mit einer glaͤnzendſchwarzen dreiekkigen Schwiele, deren Spizze in
eine Linie auslaͤuft, die ſich aufwaͤrts zu einer ſchwarzen glatten Strieme
erweitert, und auf dem Scheitel in einer zweiten glaͤnzendſchwarzen
Schwiele endigt. Ruͤkkenſchild ſehr duͤnne ſchwarzbehaart, an der Baſis
mit der Spur von zwei graulichen Striemen; DBrufifeiten gelblich behaart.
Hinterleib goldgelbbehaart, welches ſich an den Einſchnitten und dem
Seitenrande ſehr deutlich, auf der Flaͤche aber nur in gewiſſer Richtung
zeigt, wo dann auch eine Spur von dreiekkigen Mittelflekken zum Vor⸗
ſchein kommt. Bauch goldgelb behaart, aber nur an den Einſchnitten
deutlich. Fluͤgel etwas graulich getruͤbt; Randfeld gelblich; Queradern
braͤunlich eingefaßt. Schwinger „ Deine ſchwarz mit gelber
Behaarung. —
Mehre weibliche Exemplare dieſer Art befinden ſich in der Baumhaue⸗
riſchen Sammlung; Hr. Wiedemann erhielt fie aus Norwegen. — 7 bis
8 Linien.
42 TABANUS
16. T. einctus. Fabr.
Schwarz; drei erſte Ringe des Hinterleibes rothgelb; Fluͤ—
gel ruffigbraun. Alter; abdominis segmentis tribus anticis
rufis; alis fuliginosis.
Fabr. Ent. syst. IV. 366. 18: Tab. (einctus) ater, abdo-
minis segmentis tribus anticis rufis ; alis nigris.
— Syst. Antl..97. 20
Untergeſicht rothbraun; unter den Fuͤhlern zwei ſchwarze Punkte. Stirne
braun mit glänzend ſchwarzer Strieme. Taſter und Fuhler ſchwarz. Mit-
telleib und Schildchen ſchwarz. Hinterleib: drei erſte Ringe rothgelb —
am Vauche blafer — die andern ſchwarz; an der Baſis iſt ein dreiekki—
ger braͤunlicher Flekken, der mit der Spizze bis auf die Mitte des zweiten
Ringes reicht. Schwinger und Beine ſchwarz. Fluͤgel ruſſigbraun. — Von
dieſer Art ſchikte mir Hr. Megerle von Muͤhlfeld ein Weibchen, deſſen
Vaterland vielleicht Ungarn iſt; Jabricius aber gibt Virginien zur Hei⸗
mat an. — 8 Linien.
Nach Hrn. Wiedemann ſoll des Fabricius Exemplar Rudimente von
Punktaugen Haden. Dieß ſahe ich an dem mir von Hrn. Megerle ge⸗
ſchikten Exemplare nicht, auch hatte daſſelbe das dritte Fuͤhlerglied deutlich
ausgeſchnitten
17. T. taurinus.
Hinterleib ſchwarz; vorne mit gelben Flekken, hinten mit
gelben buchtigen Querbinden; Beine rothgelb. Abdomine
atro : antice maculis postice fasciis sinuatis flavis; pedi-
bus ruſis (Tab. 13. Fig. 23 Maͤnuchen).
Fabr. Syst. Antl. 93. 2: Tab. (marocanus) fuscus, anten-
nis thoracisque limbo ferrugineis, abdomine atro : seg-
mentorum marginibus flavis.
Untergeſicht, Taſter, Fuͤhler und Behaarung des Ruͤkkenſchildes hoch
orangeroth. Stirne hellgelb. Bruſt ſchwarz. Hinterleib ſchwarz: am Hin⸗
terrande jedes Ringes ſtehen drei glänzend gelbe weißgerandete Flekken,
die vom dritten Ringe an in buchtige Querbinden zuſammenfließen.
T ABANUS 1
Bauch glänzend ſchwarz mit fuͤnf gelben Querbinden. Schwinger ſchwarz⸗
braun mit rothgelbem Kopfe; Schuͤppchen braungelb. Fluͤgel am Vorder—
rande und an den Adern blaß okergelb angelaufen. Beine hellroͤthlichgelb:
Schenkel braͤunlich; befonders die vorderſten. — Ich erhielt das Maͤnnchen
dieſer ſchoͤnen Art aus der Sammlung des Hrn. Graf. v. Hoffmannsegg,
der fie in Portugall entdekte. Fabricius gibt Marokko als Vaterland an.
— 10 Linien.
18. T. bovinus. Linn.
Schwarzbraun; Hinterleib mit gelben Querbinden, und
weißlichen dreiekkigen Ruͤkkenflekken; Schienen hellgelb. Ni-
gro- fuscus; abdomine fasciis luteis maculisque dorsalibus
trigonis albidis; tibiis pallidis.
Fabr. Spec. Ins. II. 455. 3: Tab. (bovinus) oculis vires-
centibus, abdominis dorso maculis albis trigonis longitu-
dinalibus.
— Ent. syst. IV. 363. 4.
— Syst. Antl. 9
Gmel. Syst. Nat. V. 2882. 4.
Linné Fauna Suec. 1882.
Fallen Dipt. Suec. 4. I.
Degeer Ins. VI. 88. 1. Tab. 12. Fig. 6 — 14.
Schzfler Elem. Tab. 122.
Panzer Fauna Germ. II. 20.
Geoffroy Ins. II. 459. 1. Taon à ventre jaunätre et taches
triangulaires blanches.
Latreille Gen. Crust. IV. 283.
— OConsid. gener. 443.
Herbst gemeinnüzz. Nat. VIII. Tab. 342. Fig. 1.
Schrank Ins. Austr. 974. |
— Fauna Boica III. 2529.
Fuͤhler ſchwarz, an der Wurzel mehr rothbraun. Untergeſicht, Taſter
und Stirne hell graugelb : auf lezterer bei dem Weibchen eine ſchwarze
Linie, die unten in einer glaͤnzend ſchwarze rundliche Schwiele endigt.
Augen im Leben gruͤn. Mittelleib ſchwarzbraun, gelblich behaart, biswei⸗
44 TABANUS
len ins Schieferfarbige, auf dem Ruͤkken mit ſchwaͤrzlichen Striemen.
Hinterleib ſchwarzbraun, am Hinterrande der Ringe eine mehr weniger
breite roͤthlichgelbe Querbinde ; auf dem Ruͤkken eine Reihe hellgelber
dreiekkiger Flekken. Bauch gelblichgrau, hinter den Einſchnitten dunkeler,
mit ſchwarzen faſt dreiekkigen ziemlich großen Flekken und neben denſelben
je eine ſchwaͤrzliche ſchiefe Linie. Schenkel und Fuͤße ſchwarzbraun; Schie⸗
nen hellgelb mit braͤunlicher Spizze. Schuͤppchen und Schwinger braun: '
leztere mit blaſſer Spizze. Flügel braͤunlich getruͤbt, am Vorderrande
Braungeld. — Gemein im Sommer in Waͤldern. — 1 Zoll.
Dieſe Art hat viele Abaͤnderungen. Bei einigen geht das Schwarz⸗
braune des Hinterleibes in Rothbraun uber. Oft find die gelben Quer⸗
binden ſehr ſchmal. Bei einem Maͤnnchen in Baumhauers Sammlung
find die beiden erſten Hinterleibsringe faſt ganz fahlbraunroth, die fol⸗
genden an der Vaſis ſchwaͤrzlich, die Ruͤkkenflekken weißgrau.
Degeer fand die Larven dieſer Art in der Erde. Sie ſind faſt andert⸗
halb Zoll lang, weißgraulich, zwoͤlfringelig. Sie verwandeln ſich in braun⸗
graue Nymphen. Die Bremſe kommt im Anfange des Julius aus.
19. Tab. tarandinus. Fabr.
Hinterleib ſchwarz mit goldgelben Querbinden; Fuͤhler und
Beine rothgelb. Abdomine atro, fasciis aureo-flavis; an-
tennis pedibusque rufis.
Fabr. Spec. Ins. II. 457. 8: Tab. (tarandinus) oculis
viridibus, abdominis segmentis margine luteis; pedibus
rufis.
— Ent. syst. IV. 364. 10.
— Syst. Antl. 95. 8.
Gmel. Syst. Nat. V. 2882. 7.
Linné Fauna Suec. 1884.
Fallen Dipt. Suec. 4. 2.
Untergeſicht braungelb, mit glaͤnzend ſchwarzem Mittelpunkte. Zafes
hellroſtgelb, mit braͤunlicher Spitze. Fuͤhler rothgelb. Stirne des Weib⸗
chens roſtgelb, mit drei ſchwarzen Punkten die durch eine ſchwarze Laͤngs⸗
Finie verbunden ſind: einer auf dem Scheitel, ein anderer laͤnglichter auf
TABANUS 45
der Mitte, und der dritte über den Fuͤhlern. Mittelleib ſchwarz, roſt⸗
gelbhaarig. Hinterleib tiefſchwarz;; am Hinterrande der Ringe eine gold⸗
gelbe Haarbinde: dieſe Binden werden nach dem After zu allmaͤhlig
breiter, fo daß auf den drei lezten Ringen die ſchwarze Grundfarbe
kaum zum Vorſchein kommt. Der Bauch hat die naͤmliche Zeichnung, nur
ſind die gelben Binden ſchmaͤler, und der erſte Ring iſt ganz ſchwarz.
Schuͤppchen ſchmuzzig gelb; Schwinger braun; Flügel blaßbraͤunlich: der
Vorderrand und die braunen Adern gelblichbraun angelaufen. Beine roth⸗
gelb: Schenkel faſt ganz braun. — Ich erhielt das Weibchen von Hrn.
Medizinalrath Klug in Berlin. Das Vaterland iſt Lappland, wo ſie eine
Plage der Rennthiere iſt; nach Gmelins Verſicherung ſoll ſie ſich auch in
Kalabrien finden, welches kanm glaublich if. — 9 Linien.
20. T. albipes. Fabr.
Schwarz; Ruͤkkenſchild und Baſis des Hinterleibes greis⸗
haarig; Schienen weiß. Ater; thorace 8 ast.
griseo-villosis, tibiis albis. 1.4 HF:
Fabr. Ent. syst. IV. 364. ıt : Tab. (albipes) thorace abdo-
minisque primo segmento cinereo villosis, tibiis candidis.
— Syst. Antl. 95. 9.
Geoffroi Ins. II. 460. 3 : Taon brun à jambes blanchätres.
Latreille Gen. Crust. IV. 283.
Scheffer Icones Tab. 182. Fig. 2 3.
Herbst. gemeiun. Naturg. VIII. 112. Tab. 342. Fig. 2. Ta-
banus gigas.
Kopf, Taſter und Fühler ſchwarzbraun. Ruͤkkenſchild, Bruſtſeiten und
die beiden erſten Hinterleibsringe bei dem Maͤnnchen mit greifen, bei dem
Weibchen mit mehr gelblichen filzigen Haaren bedekt; das Uebrige des
Hinterleibes, ſo wie Bauch und Bruſt glaͤnzend tiefſchwarz. Schwinger
braun mit weißem Kopfe; Schuͤppchen weißlich. Fluͤgel an der Wurzel⸗
Halfte gelblich; das Uebrige braͤunlichgrau; hinter der Mitte find die
Adern braungerandet, wodurch eine Art von halber Querbinde entſteht.
Beine ſchwarz: Vorderſchienen an der Baſis, hinterſte Schienen beinahe
ganz gelblichweiß. — Vaterland: Frankreich und Suͤddeutſchland; meine
Eremplaren find aus der Gegend von Neuwied. — 10 bis 12 Linien
46 TABANUS
21. T. spodopterus. Mied. +
Fuͤhler ſchwarz; Ruͤkkenſchild ſchwaͤrzlich mit drei weißen
Linien; Hinterleib kaſtanienbraun, mit einer Reihe weißer
Flekken. Antennis nigris; thorace nigricante albido=tri-
lineato; abdomine badio serie macularum albarum.
„Fuͤhler ſchwarz; Taſter braͤunlichgrau. Kopf gelblichgreis; die Stirne
„des Weibchens hat über den Fuͤhlern eine laͤnglichrunde ſchwarze Schwiele,
„„ von der eine gleiche Linie zum Scheitel hinaufſteigt, und hier noch
„ zwei folder Punkte hinter ſich hat, die aber nicht mit Punktaugen zu
„ verwechſeln find. Auf dem Ruͤkkenſchilde find drei weißliche Langslinien:
5 die aͤußern breiter, faſt ſtriemenartig. Hinter den Schultern eine gelblich—
„„ braune Schwiele. Auf der Mitte des Hinterleibes auf jedem Ringe
„ein dreiekkiger, mit der Spizze vorwärts gerichteter weißer Flekken.
„„Die hintern Ringe dunkeler kaſtanienbraun als die vordern. Hinter—
„ raͤnder der Ringe mehr gelblich, welches nach außen breiter und lichter
„ wird. Bauch mit breiter kaſtanienbrauner Mittelſtrieme, an den Seiten
„ gemsledergelb; After oben und unten ſchwarz. Flügel braͤunlich-aſch⸗
„ grau, doch nach dem Innenrande hin ſehr licht und durchſichtig':
„ Nerven ſchwaͤrzlichbraun. Schwinger braun: Knopf mit gelblichweißer
„ Spitze. Schenkel und Fuͤße ſchwarz; Schienen braun, vorne und außen
„ lichter. — Aus Oeſterreich, von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld. —
„ 87% Linien „( Wiedemann.)
22. T. fulvicornis. 4
Ruͤkkenſchild graulichgelb; Hinterleib roſtgelb, mit undeut⸗
licher unterbrochener ſchwarzer Strieme : Ringraͤnder
blaſſer; Fuͤhler gelbroth. Thorace griseo-flavicante, ab-
domine ferrugineo : vitta obsoleta interrupta nigra, se-
gmentorum marginibus pallidioribus ; antennis fulvis.
„Fuͤhler brennend ziegelroth faſt pomeranzengelb, 5 der Spisie
5 braͤunlich; Taſter gemsledergelb. Mund, Stirne und Hinterkopf gelb-
„ lichgrau, fo wie der ſtarkbehaarte Mittelleib. Stirne mit ſchwarzer
„ Laͤngslinie über die Mitte. Ringe des Hinterleibes, vom zweiten an,
„Amit einer ſchwarzen Mittelſtrieme, die am vierten breiter wird; der
TABANUS #* 47
„ fünfte und die übrigen ganz ſchwarz; nur an dem Hinterrande gelb⸗
„ lichgrau behaart; uͤbrigens iſt der Hinterleib licht roſtbraun Flügel
„und Schuͤppchen mit gelblichem Anſtriche; Schwinger okergelb. Beine
55 ſchwaͤrzlich, mehr weniger gelblichgreis behaart; Schienen an der obern
„ Halfte okergelblich. — Aus Italien. Von Prof. Germar in Halle,
„ ein Weibchen. — Länge 7 Linien; Breite des Mittelleibes 214, des
„„ Hinterleibes 3 Linien. „ (Wiedemann.)
Herr Wiedemann ſchikte mir die Beſchreibung dieſer Art unter dem
Namen T. liburnicus. f
23. T. cordiger. Wied.
Schiefergrau; Hinterleib braͤunlich, mit drei Reihen gelber
Flekken; Stirne des Weibchens unten mit vierekkiger,
oben mit herzfoͤrmiger Schwiele bezeichnet. Schistaceus;
abdomine fuscescente, trılarıam flavo-maculato; fronte
feminæ callo quadrato infero et cordiformi supero notalo.
„ Mit T. bromius nahe verwandt, aber doch beſtimmt verſchieden.
„ Fuͤhler ſchwarz; Taſter lichtgemsledergelb. Stirne des Weibchens brei=
75 ter als bei T. bromius, gelblichgrau; uͤber den Fuͤhlern erſt eine
55 ſehr glatte vierekkige ſchwarze, dicht bis an die Augen reichende Schwielez
„ uber ihr eine zweite wie ein breites tiefeingeſchnittenes Kartenherz. Une
37 tergeficht und Bakken weißlich behaart. Ruͤkkenſchild ſchmuzzig ſchiefer⸗
5 grau, mit drei weißlichen, etwas undeutlichen, ſtriemenartigen Linien;
„ auch der obere Seitenrand von den Schultern an — hinter denen eine
„ gelbliche Schwiele liegt — weißlich, uͤberall mit kurzen graugelblichen
„ Haͤrchen beſezt. Bruſt lichter ſchiefergrau, gelblichgreis behaart. Hinter
5 leib mehr braͤunlichgrau: zweiter Ring an den Seiten, ganz nach
„ außen am Vorderrande, mit einem wenig roͤthlichgelben Flekken, ſonſt
„ noch je mit einem ſchraͤgſtehenden gelben Seitenflekken, wie er ſich au
2—allen uͤbrigen Ringen — den lezten ausgenommen — auch findet, und
mit einem dreiekkigen Mittelflekken, den die uͤbrigen auch haben. Hinter⸗
Dr]—
„ raͤnder ſchmal, Seitenraͤnder ein wenig breiter gelbgeſaͤumt. Bauch ein⸗
7— farbig gelblichgrau, kurz beharrt; auch hier ſchmal gelbgeſaͤumte Ringe.
„ Fluͤgel mit ſchwarzgrauem
— Anſtriche und ſchwaͤrzlichbraunen Adern.
„ Schwinger eben fo, mit ſchmuzzigweißer Spizze des Knopfes. Schenkel
>
3 TABANUS
„5 und Fuße ſchwaͤrzlich; Schienen gemsledergelb mit ſchwaͤrzlicher Spitze,
„an den vordern erſtrekt ſich das Schwaͤrzliche am weiteſten. — Oeſter⸗
„ reich; aus dem Kaiſ. Königl. Muſaͤum; ein Weibchen. — 7 Linien. „
(Wiedemann).
Mit dieſer Beſchreibung ſtimmen mehre weibliche Exemplare in Hrn.
Baumhauers Sammlung vollig überein. Ich ſezze noch hinzu, daß der
herzfoͤrmige Stirnflekken bisweilen mehr halbrund iſt, und daß die gelb—
lichen Seitenflekken des Hinterleibes ganz iſolirt ſtehen.
Das Maͤnnchen hat einen kegelfoͤrmigen Hinterleib, auf welchem die
Seitenflekken durchgehends etwas kleiner ſind, und ſich wegen der dunkleren
Grundfarbe deutlicher ausnehmen. Taſter, Untergeſicht und Stirne ſind
grauweiß; neben den Fuͤhlern iſt je ein ſchwarzes Flekchen, und uͤber die
Mitte der dreiekkigen Stirne geht ein ſchwarzes Querbaͤndchen. Augen —
am trokkenen Inſekte — unten zum dritten Theile ſchwarz, welches ſich
um die Seiten und auch am obern Rande bis zum Scheitel als ein ſchma—
ler Saum herumzieht,und daher die uͤbrige graue Flaͤche ganz einſchließt;
da wo beide Farben unten zuſammenſtoßen, hat das Graue einen weiß-
lichen Saum.
Die Baumhaueriſche Exemplaren ſind aus der Gegend von Neuwied.
Bei einer Varietaͤt des Weibchens iſt die Grundfarbe des Untergeſichtes,
der Taſter und der Stirne faſt weiß. Der Hinterleib iſt ſchwaͤrzlich mit
einem lichtſchiefergrauen Schiller; die Flekken ſowohl als die Ringraͤnder
find graulichweiß. — 54 Linien.
24. T. glaucopis.
Ruͤkkenſchild ſchwaͤrzlich mit grauen Linien; Hinterleib
ſchwarzbraun mit drei Reihen roſtgelber Flekken und
gleichfarbigen Einſchnitten; Fuͤhler ziegelroth; Stirne des
Maͤnnchens mit einer — des Weibchens mit drei ſchwarzen
Schwielen. Thorace nigricante cinereo-lineato; abdomine
nigro-fusco , trifariam ferrugineo-maculato; antennis tes-
taceis; fronte maris callo unico, femina tribus nigris.
(Fig. 18 Kopf des Weibchens.)
Klassif. d. Zweifl. I. 169. 10: Tab. (ferrugineus) abdo-
mine ferrugineo : lineolis obliquis nigro-fuscis.
TABANUS 49
Dieſe Art gleicht der vorigen ſehr, und kann leicht damit verwechfelt
werden. Fuͤhler hellziegelroth mit brauner Spizze. Untergeſicht, Taſter und
Stirne grauweiß. Bei dem Maͤnnchen iſt auf der leztern eine glaͤnzend⸗
ſchwarze Schwiele, welche durch eine vertiefte Linie getheilt iſt. Seine
Augen find — nach der Beobachtung des Hrn. Baumhauer am friſchen
Inſekte — groß, halbkugelig, maͤuſefarbig, nach unten zu (faſt ein Vier⸗
tel der ganzen Flaͤche) gruͤnlich mit zwei purpurbraunen Bogenbinden,
und einem gleichfarbigen Saume. Dei dem Weibchen hat die Stirne zwei
glaͤnzendſchwarze Schwielen : die unterſte kreisrunde hat noch zwei kleine
laͤngliche neben einander ſtehende ſchwarze Flekchen unter ſich, welche genau
am Augenwinkel ſtehen; die zweite Schwiele ſteht auf der Mitte der
Stirne und iſt laͤnglich; auf dem Scheitel ſtehen noch zwei ſchwarze
Strichelchen, die doch nicht immer deutlich find. Die Augen find grun mit
drei Purpurbogen: der mittelſte ſteht der unterſten Stirnſchwiele gegen
über. Mittelleib ſchwarz, bei dem Maͤnnchen oben aſchgrauhaarig; Seiten
und Bruſt hingegen dicht gelbgrauhaarig; bei dem Weibchen zeigen ſich
auf dem Ruͤkken noch hellgraue Striemen. Hinterleib kegelfoͤrmig, ſchwarz⸗
braun mit drei Reihen roſtgelber Flekken: die mittelſte Reihe ziemlich
verloſchen, aber in gewiſſer Richtung grauſchillernd; die Seitenflekken
laͤnglich, ſchief und mit dem ebenfalls roſtgelben Hinterrande der Ringe
zuſammenhaͤngend. Bauch gelb mit hellen Einſchnitten und braͤunlichem
After. Schenkel grau; Schienen gelb mit brauner Spitze; Fuͤße braun.
Schwinger braun mit weißlicher Spizze; Schuͤppchen hellbraun. Flügel
etwas graulich. — Herr Baumhauer theilte mir das Maͤnnchen aus der
Gegend von Neuwied mit; das Weibchen habe ich einige male hier ge=
fangen. — 8 Linien.
Der Name ferrugineus mußte wegen einer gleichnamigen Art abge⸗
aͤndert werden. f
25. T. lunulatus.
Rürkenſchild ſchwaͤrzlich mit grauen Linien; Hinterleib
ſchwarzbraun mit drei Reihen roſtgelber Flekken; Fuͤhler
braun mit ziegelrother Wurzel; Stirne des Weibchens mit
drei ſchwarzen Schwielen: die unterſte halbkreisrund.
Thorace nigricante cinereo-lineato; abdomine nigro-[usco >
II. Band. 4
% TABANUS
trifarıam ferrugineo-maculato; antennis fuscis basi tes-
taceis ; fronte feminæ callis tribus : infero semiorbiculato.
Dieſe Art, von welcher ich nur ein Weibchen aus der Baumhaueri⸗
ſchen Sammlung vor mir habe, ſiehet der vorigen fo ähnlich, daß man
ſie für die nämliche halten ſollte, wenn nicht die Flekken der Stirne auf
Verſchiedenheit hinwieſen. Die Fühler find ſchwarzbraun: die beiden erſten
Glieder und die Wurzel des zweiten ziegelroth. Die weißgraue Stirne
hat drei glaͤnzend ſchwarze Schwielen: die unterſte iſt halbkreisfoͤrmig,
größer als die andern, und fieht dicht unter den Augenwinkeln; die
zweite kleinere, runde vor der Mitte der Stirne; die dritte laͤngliche
über der Mitte derſelben; der Scheitel iſt ebenfalls ſchwaͤrzlich. Die
Schuͤppchen ſind dunkel rothbraun. Alles Uebrige iſt wie bei der vorigen
Art. — 8 Linien.
26. T. nemoralis.
Schwaͤrzlich; Hinterleib mit drei Reihen aſchgrauer Flekken;
Fuͤhler ſchwarz; Stirne des Weibchens mit zwei ſchwar⸗
zen gezaͤhnten Schwielen und zwei Strichen auf dem Schei⸗
tel. Nigricans ; abdomine trifariam cinereo-maculato;
antennis nigris; fronte femina callis duobus dentatis ni-
Tris,
8118, vertice bilineolato.
Fühler ſchwarz. Untergeſicht weiß, haarig, Taſter etwas mehr gelblich.
Stirne grauweiß : unten dicht über dem Augenwinkel eine glaͤnzend
ſchwarze Schwiele, deren Unterrand vier kleine Zaͤhnchen hat, der Ober-
rand aber beiderſeits in eine aufwärts gehende Spizze ſich endigt. Dicht
unter dieſer Schwiele ſind noch zwei kleine ſchwarze Flekchen neben ein⸗
ander. Dicht uͤber derſelben iſt die zweite groͤßere Schwiele auf der
Mitte der Stirne, deren Unterrand dreiſpizzig iſt; die beiden Seiten⸗
ſpizzen ſcheinen mit den Spizzen der untern Schwiele zuſammen zu hans
gen. Auf dem Scheitel ſind noch zwei ſchwarze Laͤngsſtriche neben einander,
die oben etwas divergiren. Der Ruͤkkenſchild iſt aſchgrauhaarig, mit kaum
merklichen hellen Striemen; Bruſtſeiten ganz lichtgrau. Hinterleib ſchwarz:
die mittelſte Flekkenreihe iſt ziemlich obſolet; die Seitenflekken ſind etwas
länglich und haͤngen mit dem weißlichen Hinterrande der Ringe zuſam⸗
TABANUS 51
men. Schenkel ſchwaͤrzlichgrau; Schienen bräunlichweiß: Spin eſelben
und Füße ſchwarz. Schwinger braun mit weißer Spitze. Fluͤgel kaum et-
was graulich. — Ein Weibchen aus der Baumhaueriſchen Sammlung. —
5 Linien.
27. T. quatuornotatus.
Schwaͤrzlich; Hinterleib mit drei Reihen gelblicher Flekken:
die mittelſte unſcheinbar; Fühler ſchwarz; Stirne des
Weibchens mit vier ſchwarzen Schwielen. Nigricans; ab-
domine trifariam flavicante-maculato : maculis interme-
diis obsoletis; antennis nigris ; fronte feminæ callis qua-
tuor nigris. (Fig. 19 Kopf des Weibchens.)
Wieder eine den vorigen aͤhnliche Art, wovon ich drei Weibchen vor
mir habe. Kopf grauweiß; Taſter etwas gelblich. Fuͤhler ſchwarz. Stirne
mit vier glaͤnzend ſchwarzen Schwielen: die unterſte querlaͤngliche ſteht
gerade an den Augenwinkeln; die dritte auf der Mitte der Stirne, iſt
wie die zweite rundlich; die vierte iſt auf dem Scheitel und, genau geſe—
hen, gedoppelt. Ruͤkkenſchild ſchwaͤrzlich aſchgrauhaarig; Bruſtſeiten aſch⸗
grau. Hinterleib ziemlich flach gewölbt; die Nüffenfleffen find dreiekkig,
aber ziemlich unſcheinbar; die Seitenflekken eirund, ſchief, und ſtehen
ganz iſolirt; hintere Ringränder ſehr zart gelblichgeſaumt. Schuͤppchen
blaßbraun; Schwinger braun mit weißer Spizze. Schenkel aſchgrau — die
vordern mehr ſchwarz —; Schienen roͤthlichgelb mit brauner Spizze; Fuße
ſchwarz. Fluͤgel etwas graulich getruͤbt; die an der Spizze befindliche Ga⸗
belader hat nach innen noch einen Zahn wie bei T. taurinus. Taf. 13.
Jig. 23. — Aus der Gegend von Neuwied. Baumhaueriſche Sammlung.
— 8 Linien.
Die Augen ſcheinen drei Querbogen zu haben.
28. T. glaucus. Meg.
Schwaͤrzlich; Hinterleib mit blaulichgrauem Schiller und
drei Reihen weißlicher Flekken; Fuͤhler rothgelb; Stirne
des Weibchens weißlich mit ſchwarzer Mittellinie und zwei
gleichfarbigen Schwielen: die unterſte uͤberzwerch. Nigri-
caus; abdomine glauco-micanie, trilariam albido-macu-
32 TABANUS
5 / / T
lato; antennis rufis; fronte femine albido ; linea media
callisque duobus nigris : infero transverso.
Untergeſicht weißlich; Taſter des Weibchens licht roͤthlichgelb. Stirne
weißlichgrau: bei dem Weibchen dicht uber den Fuͤhlern eine glaͤnzend
chwarze faſt mondfoͤrmige Schwiele; dicht uͤber dieſer am Augenwinkel
eine zweite, uͤber welcher noch ein ſchwarzer Laͤngsſtrich ſteht. Fuͤhler
roihgelb mit brauner Spitze; das zweite ſehr kleine Fuͤhlerglied ſcheint
ſchwarz zu ſein. Augen gruͤn, mit einem Purpurbogen. Mittelleib oben
ſchwärzlich, mit grauen Haaren, und einigen nicht deutlichen hellern
Laͤngslinien; Bruſtſeiten haarig, aſchgrau. Hinterleib bei dem Maͤnnchen
kegelformig, bei dem Weibchen flach gewölbt, ſchwaͤrzlich, in gewiſſer
Richtung überall mit einem hellſchiefergrauen Schiller uͤbergoſſen und drei
Reihen graulichweißer Flekken: die mittelſten dreiekkig; die zur Seite
eirund, ſchief; Hinterrand der Ringe zart weißlich gefranzt. Bauch braͤun⸗
lichgelb, mit hellen Ringraͤndern. Schenkel ſchwaͤrzlichgrau; Schienen roͤth⸗
lich mit brauner Spizze; Füße ſchwarz. Schwinger braun mit weißer
Spizze; Schuͤppchen blaßbraun. Flügel faſt glashelle, kaum etwas grau.
— Mehre Exemplare aus der Baumhaueriſchen Sammlung; auch von
Hu. Megerle von Muͤhlfeld unter obigem Namen geſchikt. — 7 Linien.
Sie iſt mit der folgenden Art nahe verwandt.
29. T. bromius. Linn.
Schwaͤrzlich; Rͤͤkkenſchild mit weißlichen Linien; Hinter⸗
leib mit drei Reihen gelblicher Flekken; Fühler ziegelfar⸗
big; Stirne des Weibchens mit glaͤnzendſchwarzer vier⸗
ekkiger Schwiele und einer gleichfarbigen Linie. Nigricans;
. thorace albido-lineato; abdomine trifariam flavicante ma-
culato; antennis testaceis; fronte femin® callo quadrato
lineaqne nigris.
Fabr. Spec. Ins. II. 457. ı4 : Tab. (bromius) oculis Sascia.
purpurea „ Corporèe cinereo.
— Ent. syst. IV. 366. 17.
— Syst. Antl. 97. 18.
Gmel. Syst. Nat. V. 2884. 12.
Linné Fauna Suec. 1885.
*
TABANUS ErS
Fallen Dip Suec. 7..7.
Degeer Ins. VI. 89. 3 : Tabanus maculatus.
Herbst gemeinn. Nat. VIII. 112.
Untergeſicht und Taſter weißlich. Fuͤhler ziegelfarbig mit ſchwarzer
Spizze — bisweilen find auch die, beiden unterſten Glieder ſchwaͤrzlich.
Stirne weißlich: bei dem Maͤnnchen im obern Winkel etwas geſchwaͤrzt;
bei dem Weibchen am untern Augenwinkel mit einer glaͤnzend ſchwarzen
viereffigen Schwiele und daruͤber eine ſchwarze geglättete Linie, welche
gewoͤhnlichin der Mitte einen braͤunlichen verloſchenen Flekken hat; Schei⸗
tel meiſtens etwas geſchwaͤrzt. Die gruͤnlichen Augen haben auf der Mitte
einen Purpurbogen, und ſchimmern im obern Winkel ebenfalls purpur⸗
farbig. Mittelleib oben ſchwaͤrzlich, grauhaarig mit hellgrauen Laͤngslinien;
Seiten aſchgrau mit gelblicher Behaarung. Hinterleib ſchwaͤrzlich, bisweilen
ins Braune gemiſcht, mit drei Reihen gelblicher (oder grauen) Flekken
und weißlichem Hinterrande der Ringe: die Rükkenflekken dreieffig, die
Seitenflekken rhomboidaliſch oder auch rundlich, mit den Ringraͤndern ver⸗
einigt. Bauch gelblichgrau mit blaßgelben Ningrandern und einer breiten
ſchwaͤrzlichen Mittelſtrieme. Schwinger ſchwarzbraun mit weißer. Spizze;
Schuͤppchen hellbraun. Flügel etwas graulich. Schenkel grag: die vordern
mehr ſchwarz; Schienen roͤthlich mit brauner Spitze; Tue ſchwarebraun.
— Im Sommer ſehr gemein in Waͤldern. — 6 bis 7 Ligen.
Bei einer weiblichen Abart, die ich beſizze, hat die Stirne ſtatt der
ſchwarzen Linie, einen zweiten ſchwarzen Flekken, und die Fühler find |
lebhaft rothgelb mit ſchwarzer Spizze. — 5½ Linien. a
In Ruͤckſicht des Kolorits ändert dieſe Art mannigfaltig ab.
30. T. græcus. Fabr.
Hinterleib roſtgelb graulichweißſchillernd, mit ſchwaͤrzlicher
Ruͤkkenſtrieme und gleichfarbigem After; Fuͤhler rothgelb
mit ſchwarzer Spizze. Abdomine ferrugineo cano-micanie:
vitta dorsali, anoque nigricantibus; antennis rulis apice
nigris. 15
Fabr. Ent. syst. IV. 368. 29: Tabanus (grecus) fuscus
abdominis lateribus ferrugineis : segmentorumque margi-
nibus cinereis, antennis rufis apice nigris. |
— Syst. Antl. 100. 34.
54 TABANUS
Meine Exemplarien ſehen folgender Geſtalt aus: Maͤunchen: Unter⸗
geſicht gelblichgrau, gelbhaarig; Stirne etwas heller, weißſchillernd, oben
im Ekke ſchwaͤrzlich. Taſter lichtgelblich. Fuͤhler rothgelb: erſtes Glied oben
auf, und das dritte an der Spizzenhaͤlfte ſchwarz. Mittelleib auf dem
Ruͤkken ſchwarzbraun mit kaum hellern Striemen, aſchgrauhaarig; in den
Seiten lichtſchiefergrau, mit gelblicher Behaarung, beſonders vorne und
unter den Flügeln. Hinterleib roſtgelb, weißgrau ſchillernd: erſter Ring
meiſt ſchwärzlich, nur an den Seiten roſtfarbig; zweiter, dritter und vier—
ter Ring mit mehr weniger breiter ſchwaͤrzlichbrauner Ruͤkkenſtrieme, in
welcher man bisweilen die Spur von grauen dreiekkigen Flekken gewahrt;
die folgenden Ringe ſchwaͤrzlich: alle am Hinterrande fein hellgelb geſaͤumt.
Bauch: erſter bis vierter Ring roſtgelb, die andern ſchwaͤrzlich: alle eben-
falls fein gelbgeſaͤumt. Schuͤppchen braͤunlich; Schwinger braun mit weiß⸗
licher Spizze. Flügel faſt glasartig mit braunrothen Randadern. Vorder-
beine: Schenkel ſchwarzz Schienen an der vordern Halfte rothgelb, an
der hintern braun; Füße ſchwarz. Hinterſte Beine: Schenkel grau;
Schienen rothgelb mit brauner Spizze; Fuße ſchwarzbraun Die Hinter-
ſchienen find nach außen ſchwarz gefranzt. Ueber die Augen hat Hr. Baum—
hauer folgende Bemerkung gemacht: ,„, Sie find hell olivengrum mit einem
5 röthlichen e übergoffen und mit einer etwas gebogenen umbra—
5 braunen Querlinie; der untere Raum, etwa ein Drittel der ganzen
5 Flaͤche, iſt dunkeler und roͤthlicher. „
Weibchen: Untergeſicht und Stirne weißlichgrau; Taſter hellgems⸗
ledergelb; von eben der Farbe iſt ein feiner Bogen über jedem Fuͤhler.
Stirne mit einer glaͤnzendſchwarzen faſt vierekkigen Schwiele am untern
Augenwinkel, und auf der Mitte mit einer kleinen ſchwarzen Laͤngslinie.
Die Strieme des Hinterleibes iſt breiter als bei dem Maͤnnchen. Uebrigens
alles wie bei dieſem. |
Hier iſt dieſe Art ziemlich ſelten. — 7 Linien. Das Exemplar in
Fabricius Sammlung, deſſen Vaterland Italien iſt, hat nach Hrn. Wiede—
mann neun Linien Laͤnge. Uebrigens ſtimmt ſeine Beſchreibung vollkommen.
Herr Megerle von Muͤhlfeld ſchikte mir ein Maͤnnchen, das mit den hieſi⸗
gen ganz eins war, auch nicht groͤßer.
| TABANUS (- 4[Sr
31. T. montanus.
Hinterleib beiderſeits braungelb mit ſchwaͤrzlicher Mittel⸗
ſtrieme; Stirne des Weibchens gelblich, mit einer ſchwar⸗
zen Schwiele und gleichfarbiger Linie; Fuͤhler ſchwarz
mit grauer Wurzel. Abdomine utrinque lurido : vitta
media nigricante; fronte femine flavicante : callo lineo-
laque nigris; antennis nigris basi cinereis.
Dieſe Art gleichet dem Weibchen der vorigen zwar ſehr; ich halte fie jedoch
fuͤr verſchieden, da die Zeichnung bei drei Exemplaren, die ich beſizze, die
naͤmliche iſt. Untergeſicht und Taſter gemsledergelb; Stirne faſt roſtgelb:
am untern Augenwinkel mit glaͤnzendſchwarzer, halbkreisfoͤrmiger Schwiele,
uͤber derſelben eine ſchwaͤrzliche Linie und auf dem Scheitel ein glaͤnzend⸗
ſchwarzer Punkt: der Raum zwiſchen dieſem Punkte und der Linie iſt ſtrie⸗
menfbrmig rothbraun. Juͤhler ſchwaͤrzlich: das erſte Glied grau; das dritte
ſchimmert an der Wurzel etwas ziegelfarbig. Ruͤkkenſchild ſchwaͤrzlichbraun
mit undeutlichen graulichen Linien ; Bruftfeiten aſchgrau. Hinterleib auf
beiden Flaͤchen braungelb, mit einer breiten ſchwaͤrzlichen Mittelſtrieme,
die auf der Oberſeite noch gelbe dreiekkige Ruükkenflekken fuͤhret. Die hintern
Ringraͤnder find zart gelblich gefaumt. Die dunkele Strieme am Bauche
iſt bisweilen etwas mit gelb gemiſcht. Augen grün mit drei Purpurbogen:
der oberſte uber die Mitte gehend. — Alles Uebrige iſt wie bei der vori-
gen Art. — Ich fing fie auf dem hohen Veen bei Montjoie. — 7½ Linien.
32. T. luridus. Fall.
Hinterleib ſchwarz: drei erſte Ringe an den Seiten roſtgelb
weißſchillernd; Fuͤhler ſchwarz: drittes Glied rothgelb
mit ſchwarzer Spizze. Abdomine nigro : segmentis tribus
anticis lateribus rufis albo-micantibus; antennis nigris: ;
arliculo tertio rufo apice nigro. (Fig. 21 Kopf des Maͤnn⸗
chens. Fig. 22 des Weibchens).
Fallen Dipt. Suec. 5. 4: Tab. (luridus) oculis transversim
trilineatis, linea prima in medio oculi ; abdominis late»
ribus rufo-testaceis,
36 TABANUS
Dieſe Art gleicht der 34. ſehr und iſt wohl meiſtens damit verwechſelt
worden. Taſter und Untergeſicht bei dem Männchen braͤunlichgrau, bei dem
Weibchen mehr gelblich. Stirne grauweiß; bei dem Weibchen unten am
Augenekke und auf dem Scheitel mit kleiner ſchwarzglaͤnzender Schwiele
und auf der Mitte mit ſchwarzer Linie. Augen gruͤn mit drei Purpurbogen:
der oberſte geht uͤber die Mitte. Fuͤhler: erſtes und zweites Glied ſchwaͤrz⸗
lich; drittes rothgelb mit ſchwarzer Spizze. Mittelleib auf dem Ruͤkken
glaͤnzendſchwarz, mit ſchwarzen Haaren; in den Seiten mehr braͤunlich.
Schildchen glaͤnzend ſchwarz. Hinterleib auf dem Ruͤkken glaͤnzendſchwarz,
nur auf dem zweiten und dritten Ringe eine Spur von weißlichen Drei⸗
ekken; ein weißſchillernder, roſtgelber, halb eirunder Flekken ſteht an den
Seiten der drei erſten Ringe, und iſt am Seitenrande ſchwarz behaart,
was doch am Weibchen kaum ſichtbar iſt. Die hintern Ringraͤnder ſind
zart weiß geſaͤumt. Dauch roſtgelb mit ſchwarzem After, auch die Wurzel
iſt ſchwaͤrzlich.
Schüppchen hellbraun. Schwinger dunkelbraun mit weißer
Spizze. Flügel blaß braͤunlichgrau. Vorderes Randfeld gelblich, mehren⸗
theils ſind auch auf der Mitte die Adern etwas braun angelaufen.
Schenkel ſchwarz, haarig; Schienen ziegelfarbig mit brauner Spizze: die
hintern bei beiden Geſchlechtern nach außen ſchwarz gefranzt, bei dem
Männchen die mittelſten mit ziemlich langen wegſtehenden Haaren, Fuͤße
ſchwarz. — Im Sommer in Wäldern nicht felten. — 6 — 7 Linien.
33. T. solstitialıs.
Hinterleib ſchwarz: drei erſten Ringe an den Seiten roth⸗
gelb; Fuͤhler rothgelb mit ſchwarzer Spizze. Abdomine
nigro : segmentis tribus anticis lateribus rufis ; antennis
rufis apice nigris.
Von diefer Art habe ich nur ein einziges Weibchen in der Baumhaueri—
ſchen Sammlung geſehen, das ſich von dem Weibchen der vorigen Art da=
durch unterſcheidet, daß die Fuͤhler ganz rothgelb, nur an der Spizze
ſchwarz ſind; daß die drei erſten Ringe des Hinterleibes an den Seiten
breiter hellrothgelb find, mit etwas weißlichem Schiller; Bauch erſter bis vier⸗
ter Ring ganz rothgelb, die folgenden ſchwarz. Die ſchwarzbraunen Beine
haben rothgelbe Schienen, die an der Spizzenhaͤlfte bei den vordern braun
ſind. Alles Uebrige, auch die Zeichnung der Augen, wie bei der vorigen
Art. — 5½ Linien.
TABANUS 1
34. T. tropicus. Linn.
Hinterleib ſchwaͤrzlich : vier erſte Ringe an den Seiten breit
roſtgelb, bei dem Maͤnnchen weißlichſchillernd; Fuͤhler
roſtgelb mit ſchwarzer Spizze. Abdomine nigricante : seg-
mentis quatuor anlicis läteribus late ferrugineis : maris
albido-micantibus; antennis ferrugineis apice nigris.
Fabr. Spec. Ins. II. 458. 20 : Tab. (tropicus) oculis fasciis
tribus purpurascentibus; abdominis lateribus ferrugineis,
— Ent. syst. IV. 368. 28.
— Syst. Antl. 100. 32.
Gmel. Syst. Nat. V. 2884. 14.
Linné Fauna Suec. 1886.
Degeer Ins. VI. 88. 2. Tab. 12. Fig. 15 — 22.
Fallen Dipt. Suec. 5. 3.
Latreille Gen. Crust. IV. 283.
Panzer Fauna Germ. XIII. 22.
Scheffer Icon. Tab. 131. Fig. 4 — 6. |
Schellenberg Genr. d. Mouch. Tab. 27. Fig. 2.
Herbst gemeinn. Naturg. VIII. ı13. Tab. 342. Fig. 4.
Schrank Fauna Boica. III. 2533.
— Ins. Austr. 975.
Ob die angefuͤhrten Schriftſteller alle die gegenwaͤrtige Art vor ſich ge⸗
habt haben, will ich nicht verbuͤrgen, da fie fo häufig mit dem luridus
verwechſelt wird. Fuͤhler rothgelb mit ſchwarzer Spizze. Untergeſicht und
Taſter bei dem Maͤnnchen dunkelgrau, bei dem Weibchen gelblichgrau.
Stirne des Maͤnnchens weißlich: bei dem Weibchen gelblich, unten mit
einer ſchwarzen Schwiele, auf der Mitte mit einer ſchwarzen Laͤngslinie;
der Scheitel mit einem glaͤnzendſchwarzen Punkte. Augen gruͤn mit drei
Purpurbogen: der erſte gehet oberhalb der Mitte, der zweite gerade uber
die Mitte. Mittelleib glaͤnzendſchwarz (doch in den Seiten mehr grau) über
den Ruͤkken mit grauen Linien, wodurch ſchwarze Striemen entſtehen; die
Behaarung iſt bei dem Maͤnnchen oben ſchwarz, in den Seiten bräunlich;
bei dem Weibchen uͤberall roſtfarbig. Hinterleib ſchwarz: auf den vier
erſten Ringen an den Seiten breit roſtgelb, wodurch eine ſchwarze Mittel⸗
58 TABANUS
ſtrieme entſteht, die mehr weniger breit iſt, (doch an meinen Exemplaren
ſtäts ſchmaͤler als bei dem luridus) und worin bisweilen Spuren von
weißlichen Dreiekken ſich befinden; das Roſtgelbe hat bei dem Maͤnnchen
einen weißlichgrauen Schiller; die Hinterraͤnder der Ringe ſind gelblich
gefanmt. Bauch roſtgelb mit ſchwarzem After. Die Seitenbehaarung iſt
bei dem Maͤnnchen ſchwarz, bei dem Weibchen gelb. Schenkel braun;
Schienen roſtgelb: die vordern an der Spizzenhaͤlfte braun, die mittlern
mit wegſtehenden Haaren bei dem Maͤnnchen; Fuͤße ſchwarz. Schuͤppchen
hellbraun; Schwinger ſchwarzbraun mit weißer Spizze des Knopfes; Flü-
gel etwas braͤunlichgrau, am Vorderrande braͤunlichgelb mit rothbrauner
Nandader. — In Wäldern nicht felten. — 7 bis 8 Linien.
real 35. T. lateralis. Meg. +
1 x 2 . N
Schwarz; Hinterleib auf den drei erſten Ringen an den
Seiten roſtbraun; Fuͤhler ſchwarz; Beine pechfarbig. Ni-
ger; abdominis segmentis tribus anticis maculis laterali-
bus ferrugineis; antennis nigris; pedibus piceis.
55 Fuͤhler ſchwarz, doch ſcheinen fie nach der Spitze zu (welche am
„ vorliegenden Stuͤkke abgebrochen iſt) rothbraun. Bart aſchgrau. Stirne,
5 von oben geſehen, dicht über den Fuͤhlern greis. Rükkenſchild, wie
5 es ſcheint, ohne alle Linien und Striemen, einfarbig ſchwarz. Zweiter
5 und dritter Ring des Hinterleibes an jeder Seite mit einem bis an den
35 Seitenrand reichenden roſtbraunen unterbrochenen Flekken, der ſelbſt
„ den Hinterrand des erſten mit einnimmt, nach außen zu braͤunlicher
5 wird, nach innen am Hinterrande der Ringe eine lichtere weißliche
55 Schattirung hat, die bei unabgeriebenen Stuͤkken hoͤchſt wahrſcheinlich
„ mit weißen Haaren beſezt iſt. Hinterrand aller Ringe weißgefaumt.
5 Fluͤgel glasartig mit ſchwach grauem Anſtriche und wenig gelblichbraunen
2 Nerven. Schwinger braun, mit oben ein wenig gelblichem Knopfe. Beine
25 pechſchwarz. — Oeſterreich; vom Hrn. Megerle von Muͤhlfeld, ein.
2» Männchen. — 6Linien. „ (Wiedemann.) |
36. T. chlorophthalmus. Meg. +
Schwaͤrzlich; Fühler roſtfarbig; Ruͤkkenſchild geſtriemt, gelb⸗
lich⸗behaart; Hinterleib mit gelben Flekken und Binden;
TABANUS 0
Augen ſmaragdgruͤn mit drei dunkelpurpurfarbigen Bin⸗
den. Nigricans, antennis ferrugineis; thorace viltalo fla-
vicante-piloso; abdomine 70 fasciatoque, ocu-
lis smaraglinis, ſasciis tribus atro-purpureis.
„„ Diefe Art unterſcheidet ſich von T. cordiger, dent fie ſonſt ſehr aͤhn⸗
5 lich iſt, durch dunkelroſtbraune Fuͤhler, auch durch die nach unten et⸗
7 was mehr zuſammenlaufende Stirne, auf der die untere Schwiele mehr
2 rund, die obere laͤnglicher herzfoͤrmig iſt; durch eine weißliche Laͤngs⸗
55 furche des Scheitels; eine mehr ins Gelbe fallendeBehaarung; an den
„ Seiten etwas breit gelblichen Binden der Hinterleibsringe; einen in
„ der Mitte gelbroͤthlichen Bauch; und durch die Beſchaffenheit der Au
„ gen. — Oſterreich. Kaiſ. Königl. Muſaͤum; ein Weibchen. — 7 Linien. :
(Wiedemann.) 8
37. T. rufipes. | 3
Scanic, Stirne ungeflekt; Hinterleib mit drei Reihen
roſtgelber Flekken; Fuͤhler, Beine und Vorderrand der
Fluͤgel roſtgelb. Nigricans; fronte immaculato; abdomine
trifariam ferrugineo-maculato; antennis ‚podibus alarum-
que mar gine antico ler ru gineis.
Untergeſicht, Taſter und Stirne lichtgelbgrau: Scheitel aſchgrau. Fühler
hellroſtgelb mit ſchwarzbrauner Spitze. Augen grün, ohne Binden. Ruͤk⸗
kenſchild graubraun, hellgrau behaart. Hinterleib ſchwaͤrzlich, mit drei
Reihen roſtgelber Flekken: Mittelflekken dreiekkig; Seitenflekken des erſten
und zweiten Ringes den Seitenrand erreichend, auf den übrigen rhom—
boidaliſch, etwas verfloſſen; uͤbrigens hat der Hinterleib einen ſeidenarti—
gen Schiller. Bauch ſchmuzziggelb. Beine roſtgelb mit braunen Fuͤßen.
Schuͤppchen blaßgelb. Schwinger hellgelb mit ſchneeweißem Kopfe. Flugel
glasartig mit roſtgelber Randzelle am Vorderrande; die Gabelader an der
Spizze nach innen mit einem Zahne wie bei T. taurinus. — Herr
VBaumhauer fing das Weibchen gegen Ende Junius bei Vidauban zwiſchen
Antibes und Nizza. — 7 Linien.
60 TABANUS 5
38. 1. ferrugineus.
Roſtgelb; Hinterleib vorne mit ſchwarzen Ruͤkkenflekken,
hinten mit ſchwarzen Binden; Fühler rothgelb mit brau—
ner Spizze. Ferrugineus; abdomine antice maculis, pos-
tice fasciis nigris; antennis rufis apice fuscis.
Fuͤhler rothgelb mit brauner Spizie. Untergeſicht, Taſter und Stirne
hellgelb: leztere unten mit einer ſchwarzen Linie, welche auf der Mitte
ſpizzig endigt. Mittelleib oben braun, aber dicht mit roſtgelben Haaren
überzogen; Seiten fallen mehr ins Graue. Hinterleib: erſter Ring ganz
roſtgelb; zweiter roſtgelb mit ſchwarzem Ruͤkkenflekken, der faſt vierekkig
üb, feine Seitenraͤnder etwas eingebogen; dritter Ring roſtgelb, mit
einen großen quervierekkigen ſchwarzen Rükkenflekken: beide Ringe am
Hinterrande hellgelb gefranzt. Die folgenden Ringe ſind vorne ſchwarz,
welches allmaͤhlig in Braun uͤbergeht: am Hinterrande eben ſo hellgelb
gefranzt. Bauch: drei erſte Ringe rothgelb, mit einem braunen Wurzel⸗
flekken. Die folgenden ſchwarzbraun: alle Ringe mit hellgrauem Hinter⸗
rande. Schuͤppchen hellroſtgelb; Schwinger eben ſo, aber mit weißem Kopfe. *
Fluͤgel blaßbraͤunlich, am Vorderrande roſtgelblich; Adern braun, an der
Wurzelhaͤlfte roſtgelb. Schenkel und Fuße ſchwarzbraun; Schienen roſtgelb:
die vordern an der hintern Haͤlfte, die hinterſten nur an der aͤußerſten
Spizze braun. — Zwei Weibchen aus Hru. Baumbauers Sammlung; ein
drittes von In. Megerle von Muͤhlfeld als T. ursulus. — 8 bis 9 Linien.
Dieſe Art iſt der, in der Klaſſiſikation, Seite 9 etwas unvollſtaͤn⸗
dig beſchriebene T. ferrugineus.
39. T. rus ticus.
Schwaͤrzlichgrau, dicht gelbgrauhaarig; Hinterleib gleich⸗
farbig (Maͤnnchen) oder mit vier Reihen brauner Flekken
(Weibchen); Fühler rothgelb mit brauner Spizze. Nigri-
cans, dense flavo-cinereo hirtus ; abdomine concolore
(Mas) aut seriebus quatuor maculis fuscis (Femina); an-
tennis rufis apice fuscis.
Fabr. Spec. Ins. II. 458. ı7 : Tab. (rusticus) oculis glaucis,
einereus, fronte punctis duobus atris. R
» TABANUS | 61
Fabr. Ent. syst. IV. 367. 23.
— Syst. Antl. 99. 26.
Gmel. Syst. Nat. V. 2883. 11.
Fallen Dipt. Suec. 8. 8.
Panzer Fauna Germ. XIII. 21.
Schrank Fauna Boica. III. 2532.
— Austr. 976.
Untergeſicht, Taſter und Stirne lichtgelblichgrau; leztere fuͤhrt bei dem
Weibchen zwei glänzend ſchwarze Punkte, wovon der oberſte auf der Mitte der
Stirne ſteht und ſich zuweilen zu einem kleinen Strichelchen verlängert. Fühler
hellroſtgelb
mit brauner Spitze. Augen hellgruͤn, bei dem Maͤnnchen ohne
Binde, bei dem Weibchen iſt der Anfang einer Bogenlinie am innern
Augen rande. Kopf wie eine flachgedruͤkte Halbkugel. Leib ſchwarzlichgrau,
aber ganz mit dichten weißlihgranen , ins Gelbe fallenden Haͤrchen be⸗
dekt. Bei dem Weibchen hat der Hinterleib vier Reihen ſchwarzbraner
Flekken. Bruſt lichtſchiefergrau; Bauch vorne ebenfalls lichtgrau, uͤbrigens
gelblich. Schwinger hellgelb mit weißer Spizze. Fluͤgel glashell: die Rand⸗
ader gelblich: die Gabelader hat nach innen noch einen Zahn wie bei
T. taurinus (Fig. 23). Beine gelb: Schenkel grau, bei dem Maͤnnchen
unten ſchwaͤrzlich; Vorderfuͤße ganz ſchwarz, die hinterſten nur an der
Spizze. — Nicht ſelten. — 6 bis 7 Linien.
Geoffroy's Taon gris a jambes fauves (Seite 462. 7) iſt sweifelgaft
Die Größe iſt auch nur 4 Linien angegeben.
40. . fulvus. Hl e
Braun, dichte mit eben Haͤrchen beſezt; Fuͤhler roth⸗
gelb. Fuscus, dense aureo-flavo hirtus; antennis rufis.
Schrank Fauna Boica. III. 2534 : Tab. alpinus.
Kopf des Maͤnnchens vollig halbkugelig — wodurch es ſich gleich von
voriger Art unterſcheidet — bei dem Weibchen vorne etwas flacher. Au⸗
gen des Maͤnnchens — nach Hrn. Baumhauers Bemerkung — 35 Hille
„ grasgrün, unten, etwa zum vierten Theile, dunkeler; „ bei dem Weib⸗
chen blaulichgruͤn, violetſchillernd, mit Wechſelpunkten. Untergeſicht hell
» kergelb, bisweilen ins Hellgraue gemiſcht. Stirne des Weibchens gelblich,
62 TABANUS
meiſtens ohne Punkte, nur ſelten zeigt fih eine Spur des unterſten. Fuͤh⸗
ler ganz rothgelb. Leib, ganz mit dichten hochgoldgelben glänzenden Harz
chen bedekt, bei beiden Geſchlechtern. Wenn dieſe Bekleidung abgewiſcht
wird, fo iſt der Hinterleib rorbbraun mit einem roſtgelben Seitenflekken,
der vom Ende des erfien bis zum Hinterrande des dritten Ringes ſich er—
firefi. Beine roſtgelb, auch die Schenkel;
Füße an den vordern ſchwarz,
an den andern nur an der Spizze braun. Schwinger gelb mit weißem
Kopfe; Flugel glasartig, an der Wurzel und am Vorderrande roͤthlich—
gelb; Gabelader der Spizze ebenfalls mit einem Zahne wie bei Fig. 23.
— Nicht ſelten. — 7 Linien.
Dieſe Art iſt von der vorigen gewiß verſchieden, wie der ſtandhaft ſtaͤr⸗
ker gewölote Kopf des Männchens beweiſet.
\ 41. T. ochroleucus.
Hellokergelb; Stirne des Weibchens weiß; Beine gelb;
Ochroleucus; fronte feminæe albo; pedibus flavis.
Hellokergelb. Das Maͤunchen hat ſchwarzbraune Vorderbeine, nur die
Schienen ſind an der Wurzel gelb; die hinterſten Beine ſind gelb: die
vier lezten Fußglieder ſchwarzbraun. Das Weibchen hat einen hochgewoͤlb⸗
ten Kopf, der faſt noch uͤber die Halbkugelform hinausgeht, eine weißliche
ungeflekte Stirne und ganz gelbe Beine. Die Flügel find glasartig, am
Vorderrande etwas gelblich: die Queradern ſind bei dem Weibchen ein
wenig braun gefärbt; die Gabelader der Spizze iſt wie bei Fig. 23. —
Aus der Baumhaueriſchen Sammlung ein Männchen und zwei Weibchen.
— 6 Linien.
42. T. plebeius. Fall,
Schwaͤrzlich, dicht aſchgrauhagrig; Fühler und Beine roth⸗
gelb. Nigricaus, dense cinereo-hirtus; antennis pedibus-
que rufis. \ \
Fallen Dipt. Suec. 8. 9: Tab. (plebeius) oculis unilinea-
tis; corpore obscuro immaculato, incisuris cinereo-pilosis;
antennis subrectis pedibusque luteis : tarsis anticis nigris.
Untergeſicht und Stirne lichtgrau; Taſter blaßgelb. Fühler rothgelb :
das dritte Glied nur ſehr wenig a eg Stirne mit zwei ſchwarzen
Wr;
TABANUS . a ge
Punkten, die doch zuweilen fehlen. Augen hellgruͤn, mit einer ſchwaͤrzlichen
Bogenlinie über die Mitte, die jedoch vor dem hintern Augenrande ſich
verliert. Leib ſchwaͤrzlich, aber dicht mit hellaſchgrauen Haͤrchen Yefest.
Beine rothgelb: Schenkel der hintern an der Wurzel ſchwaͤrzlichgrau;
auch die Vorderfuͤße ſind ſchwarz. Schwinger gelb mit weißem Knopfe.
Fluͤgel glasartig, am Vorderrande gelblich. — Ich habe drei weibliche
Exemplare aus der Baumhaueriſchen Sammlung vor mir, deren Vater⸗
land mir unbekannt if. Herr Wiedemann ſchikte mir die Veſchreibung
eines Exemplars aus der Hoffmannseggiſchen Sammlung unter dem Nase
men Tab. laniger, das vom Harze war. — 4½ Linien.
Anmerkung.
Ueber den Tab. paganus, den Fabricius als eine in England einhei⸗
miſche Art auffuͤhrt, weiß ich keinen Aufſchluß zu geben. Ich ſezze ſeine
Beſchreibung hiehin :“ Geſtalt und Größe wie T. tropicus. Mund
„„ grauhaarig. Augen blaulichgruͤn, glänzend, vorne grün, mit drei po⸗
„ meranzengelben Querbinden, wovon die unterſte am Rande ſich befindet.
„„ Hinterrand (der Augen?) braun. Ruͤkkenſchild grauhaarig, mit vier
5 undeutlihen braunen Streifen. Hinterleib braun, unten aſchgrau, auf
2 jedem Ringe beiderſeits ein roſtgelber und dicht darneben ein ſchwarzer
3, Flekken. Flügel waſſerhell; ungefleft. Beine grau mit ſchwarzen Fuͤßen.„
Herr Wiedemann ſchrieb mir hieruͤber Folgendes: * Das in Fabricius
„ Sammlung ſtekkende, von feiner eigenen Hand bezettelte Exemplar von
2 Tab. paganus, iſt dem macularis feiner Sammlung viel ahnlicher.
„ Herr Graf v. Hoffmannsegg erhielt unter dem Namen paganus aus
5 England den bovinus. 5
Herr Schellenberg liefert auf der 27. Taf., Fig. 1, die Abbildung
einer Bremſe, welche auf Seite 72 des Textes irrig für autumnalis ers
flärt wird. Zwar iſt bei der aͤußerſt ſchlechten Abbildung des Inſektes,
Fig. 1 A, wenig Troſt zu holen, indeſſen zeigt der vergrößerte Kopf,
Fig. a abwechſelnd vier ſchwaͤrzliche und vier pomeranzenrothe Querbin—
den über die Augen. Wenn dieſe Figur kein Geſchoͤpf der Phantaſie iſt,
was nicht zu glauben, ſo waͤre wenigſtens erwieſen, daß es eine Brem⸗
ſenart mit rothgelben Augenbinden gebe.
64 TABANUS
Die zu paganus gehdrigen Gitaten find :
Fabr. Spec. Ins. II. 458 18: Tab. (paganus) oculis antice
viridibus fasciis tribus fulvis; abdomine utrinque ferm .
gineo maculato.
— Ent. syst. IV. 367. 24.
— Syst. Antl. 99. 27.
Gmel. Syst. Nat. V. 2883. 25.
CHRYSOPS | 65
XLVIII. Blindbremfe. CHRYSOPS.
Tab. 14. Fig. ı — 7. .
Fuͤhler vorgeſtrekt, walzenförmig, dreigliederig: die beiden
unterſten Glieder gleich; das dritte laͤnger, fuͤnfringelig
(Fig. 1).
Taſter vorſtehend, zweigliederig, haarig: das zweite Glied
kegelfoͤrmig (Fig. 4 e).
Drei Punktaugen (Fig. 5).
Fluͤgel halb offen (Fig. 6).
Antennæ porrecte, cylindrice, triarticulatæ: articulis duo-
bus inferioribus æqualibus; tertio longiori quinquean-
nulato. f
Palpı exserti, biarticulati, pilosi: articulo secundo conico.
Ocelli tres.
Al divaricatæ,
Kopf halbkugelig. Untergeſicht mit zwei großen, glaͤnzend
ſchwarzen Schwielen, die nach unten in eine mehr weniger
dikke Linie auslaufen. Auf der Stirne des Weibchens ſind
ebenfalls zwei ſchwarze Schwielen: : die eine uͤber den Fuͤh⸗
lern, die andere auf dem Scheitel, welche zugleich die
Punktaugen trägt. — Nezaugen prächtig goldgruͤn mit
purpurbraunen Punkten und Linien; bei dem Maͤnnchen
ſtoßen ſie oben zuſammen, bei dem Weibchen ſind ſie durch
die ziemlich breite Stirne getrennt (5 7) (*). — Ruͤſſel
und Taſter vorſtehend, — leztere dem erſtern aufliegend —
bei dem Männchen in horizontaler, bei dem Weibchen in
(*) Die Augen der tabanenartigen Fliegen verlieren nach dem Tode
des Inſektes ihre ſchoͤnen Farben. Man kann ſolche aber durch
warmes Waſſer auf kurze Zeit wieder zum Vorſchein bringen.
II. Band. 5
“
66 e nes
ſenkrechter Richtung. Lippe fleiſchig, ſchlank, walzenfoͤr⸗
mig, oben flach rinnenfoͤrmig (zur Aufnahme der Lefze,
Zunge und Kinnbakken), vorne mit einem laͤnglichrunden,
haarigen, doppelten Kopfe, welcher an der Vorderſeite fein
quergeſtreift iſt (2 a, 3). Lefze fo lang als die Lippe, horn⸗
artig, ſteif, fpizzig, unten rinnenfoͤrmig (2, 4 b). Zunge
hornartig, fein, ſteif, ſpizzig, oben rinnenfoͤrmig (2 c):
beide, Lefze und Zunge, an der obern Baſis der Lippe an⸗
gewachſen. Kinnbakken an der untern Baſis der Lefze
eingeſezt: bei dem Männchen beiderſeits einfach, hornartig,
ſchmal, kuͤrzer als die Lefze (2 d); bei dem Weibchen dop⸗
pelt, fo lang als die Lefze, dünne, lanzetförmig (4 d).
Tafter haarig, zweigliederig: das erſte Glied kurz, wal⸗
zenfoͤrmig; das andere kegelfoͤrmig, verlaͤngert: an der Ba⸗
ſis der Lippe ſeitwaͤrts angewachſen (2 e, 4 e). — Fuͤhler
mitten vor dem Kopfe ſtehend, etwas laͤnger als derſelbe,
gerade vorgeſtrekt, wenig aufwaͤrts gebogen, dreigliederig:
die beiden erſten Glieder, welche etwa die halbe Laͤnge aus⸗
machen, find gleich lang, walzenfoͤrmig, haarig; das dritte
wird nach der Spizze hin dünner, und iſt fuͤnfringelig: die
vier leztenRinge kurz (1). — Mittelleib oben ziemlich flach,
i gewoͤhnlich mit drei dunkelen Ruͤkkenſtriemen, in den Seiten
haarig. — Hinterleib feinhaarig, ſiebenringelig, flach. —
Schuͤppchen klein; Schwinger unbedekt. — Fluͤgel
faſt lanzetfoͤrmig, mikroskopiſch⸗behaart, und faſt an allen
bekannten Arten am Vorderrande und an der Wurzel braun,
uͤber die Mitte eine breite braune Querbinde, die etwas ge⸗
bogen iſt. Im Ruheſtande ſtehen ſie halb offen (6). —
Man findet dieſe Fliegen im Sommer in Waͤldern und
auf Wieſen, die Maͤnnchen auf Blumen und im Graſe;
die Weibchen belaͤſtigen Menſchen und Vieh durch ihre
Stiche und laſſen ſich nicht leicht verſcheuchen. Ihre erſten
2Stände find noch unbekannt; nach Fabricius leben die Lar⸗
. „ CHRYSOPS 67
ven in der Erde. Er hat 12 Arten, worunter ſieben aus»
laͤndiſche.
Der Gattungsname iſt von Chrysos Gold und Ops Auge
zuſammengeſezt.
A. Fluͤgel mit brauner Querbinde.
1. Chr. italicus.
Lichtgrau; Ruͤkkenſchild mit drei ſchwarzen Striemen; Hitte
leib ſchwarz geflekt; Fluͤgelbinde mit einem Fenſterflekken.
Canus; thorace vittis tribus, abdomine maculis nigris;
fascia alarum macula fenestrata. (Fig. 7).
Lichtgrau. Fuͤhler ſchwarz, die unterſten Glieder grauſchillernd. Mittelſte
Strieme des Ruͤkkenſchildes hinten etwas verſchmaͤlert. Schildchen ſchwarz.
Hinterleib mit zwei Reihen ſchwarzer Flekken von verſchiedener Geſtalt
und Größe, an den Seiten ſchwarze Punkte. Beine ſchwarz: Vorder⸗
ſchienen an der VBaſis, die hinterſten aber ganz rothgelb. Schwinger
ſchwarzbraun. Mehre weibliche Exemplaren aus Italien in der großen
VBaumhaueriſchen Sammlung. — 5 Linien.
2. Chr. cœcutiens. Linn.
Hinterleib ſchwarz: an der Baſis mit einem rothgelben Sei⸗
tenfleffen (Maͤnnchen) oder Baſis gelb mit zwei ſchie⸗
fen ſchwarzen Linien (Weibchen); Beine und Fuͤhler
ſchwarz. Abdomine nigro : basi macula laterali rufa (Mas)
aut basi flavo lineis duabus obliquis nigris (Femina); pe-
dibus antennisque nigris (Fig. 6 Maͤnnchen).
Fabr. Spec. Ins. II. 459. 27 : Tabanus (ccœeutiens) oculis
viridibus nigro punctatis; alis maculatis (Fem.). — 460.
28: Tabanus (lugubris) oculis corporeque nigris, alis
nigris macula alba (Mas).
— Ent. syst. IV. 372. 42 : Tab. cacutiens, — 373.
68 CCHR SOPS
46 : Tab. lugubris. — 374. 47 : Taban. viduatus (variet.
maris).
Fabr. Syst. Antl. ıro. ı : Chrysops cœcutiens. — 113. 9:
Chr. Iugubris. — 113. 10: Chr. viduatus.
Gmel. Syst. Nat. V. 2885. ı7 Tab. cœcut.
Linné Fauna Suec. 1888: Tab. coecut. — 1889: Tab.
lugubris.
Fallen Dipt. Suee. 9. 1: Chrysops coec.
Degeer Ins. VI. go. 6: Tabanus cac.
Latreille Gen. Crust. IV. 285 : Chrysops coec.
— Consid. gener. 443: Chrysops coec,
Schellenberg Genr. d. Mouch. Tab. XXVIH. Fig. 1 2.
Maͤnnchen : Schwarz. Die Augen haben zwei purpurſchwarze Quer⸗
linien: die oberſte unterbrochen. Untergeſicht gelb mit großen ſchwarzen
Flekken, die nur wenig von der Grundfarbe uͤbrig laſſen. Stirne ſchwarz.
Mittelleib an den Seiten und unten rothgelbhaarig. Hinterleib auf dem
zweiten Ringe mit einem rothgelben Seitenflekken, uͤbrigens ganz ſchwarz;
am Bauche ſind die beiden erſten Ringe gelb mit brauner Mittelſtrieme,
die übrigen ſchwarzbraun. Fühler, Taſter, Beine und Schwinger ſchwarz.
Flügel faſt ganz braun: auf der Mitte ein kleiner lichter Flekken, am
Hinterrande iſt vor der Spitze ein faſt ungefaͤrbtes Dreiek und nach der
Wurzel zu eine blaſſe Stelle.
Weibchen: Taſter und Fühler ſchwarz. Untergeſicht gelb mit ſchwar⸗
zen Flekken. Stirne grau, mit den gewöhnlichen ſchwarzen Schwielen.
Mittelleib oben glaͤnzend ſchwarz, vorne mit zwei grauen Striemen, an
den Seiten rothgelbhaarig, Bruſt grau. Hinterleib: erſter Ring ſchwarz
mit gelbem Seitenflekken; zweiter gelb: auf der Mitte mit zwei ſchwarzen
Linien, die ein gelbes Dreiek einſchließen; die folgenden ſchwarz mit fei⸗
nen gelben Haͤrchen. Bauch: erſter und zweiter Ring gelb, in der Mitte,
ſo wie die uͤbrigen graubraun, fein gelbhaarig. Schwinger ſchwarzbraun.
Beine ſchwarz : das erſte Glied der Hinterfuͤße etwas röthlich. Fluͤgel
weiß: an der Baſis und laͤngs den Vorderrand braun, was ſich vor
der Spitze erweitert; faſt uͤber die Mitte geht eine breite gebogene braune
Querbinde. — Im Sommer gemein. — 4 Linien.
CHRYSOPS 69
3. Chr. relictus, Hgg.
Hinterleib rothgelb: zweiter Ring mit zwei ſchwarzen Flek⸗
ken, die folgenden mit ſchwarzer ausgerandeter Querbinde;
Schienen rothgelb. Abdomine rufo : segmento secundo
macula gemina, reliquis fascia sinuata nigra; tibiis rufis.
*
Fallen Dipt. Suec. 10. 2: Chrysops (viduatus) niger, abdo-
minis bası utrinque et maculis dorsalibns trigonis flavis;
alis albo sinuatis; tibiis pallidis.
Klassif. d. Zweifl. I. 158. 2: Chr. viduatus. Tab. g. Fig. 12.
Panzer Fauna Germ. XIII. 24: Tabanus cœcutiens.
Geoffroy Ins. II. 463. 8: Taon brun à cötes du ventre
jaunes et ailes tachetées de noir,
Taſter ziegelfarbig. Fuͤhler ſchwarz mit gelblicher Wurzel. Untergeſicht
und Stirne gelb, mit den gewöhnlichen ſchwarzen Flekken. Mittelleib oben
grau mit drei ſchwarzen Striemen; vor den Fluͤgeln und in den Seiten
gelb. Schildchen grau. Hinterleib gelb: erſter Ring in der Mitte ſchwarz;
zweiter gelb, mit zwei ſchwarzen fall dreiekkigen Flekkeu; die folgenden
ſchwarz mit gelbem Hinterrande, womit ein gleichfarbiger dreiekkiger Ruͤk⸗
tenfleffen zuſammenhaͤngt, deſſen Spisie nach vorne hinſieht. Bauch
ſchmuzziggelb: Baſis der Ringe etwas braͤunlich. Schenkel ſchwarzbraun;
Schienen rothgelb: die vordern an der Spizzenhaͤlfte braun; Fuße roth⸗
gelb mit braͤunlichen Spizzen : die vordern ganz braun. Schwinger und
FIluͤgel wie bei der vorigen Art, mit welcher die gegenwärtige oft ver⸗
wechſelt wird. — Gemein im Sommer. — 4% Linien.
Die in der Klaſſif. d. zweifl. Inſekten angeführte Spielart iſt die fol⸗
gende. Chr. viduatus Fabr. iſt eine maͤnnliche Abänderung der vorigen
Art. f
Aus der Baumhaueriſchen Sammlung habe ich ein Exemplar vor mir,
woran die gelbe Farbe des Kopfes und Hinterleibes in ein ſehr lichtes
Schiefergrau, ja auf lezterem faſt in Weiß uͤbergegangen iſt.
Das Männchen unterſcheidet ſich vom Weibchen durch ein höheres Gelb
des Hinterleibes.
70 CHRYSOPS
4. Chr. pictus.
Hinterleib rothgelb : zweiter Ring mit einem dreiekkigen
ſchwarzen Punkte; die übrigen mit einer ſchwarzen Quer:
binde, Baſis der Fuͤhler, Taſter und Beine ziegelfarbig.
Abdomine rufo : segmento secundo puncto triangulari,
reliquis fascia nigris; antennarum bası palpis pedibusqu®
testaceis.
Klassif. d. Zweifl. I. 158. 2: Chr. viduatus varietas.
Dieſe Art ſiehet der vorigen ſehr ahnlich. Untergeſicht gelblich, Stirne
weißlichgrau: beide mit den gewoͤhnlichen ſchwarzen Flekken. Taſter ziegel⸗
braun; das erfie, zweite und die Wurzel des dritten Fuͤhlergliedes haben
eben dieſe Farbe, der uͤbrige Theil des leztern iſt ſchwarz. Ruͤkkenſchild
glaͤnzend ſchwarz, vorne mit zwei grauen Striemen; an den Seiten
rothgelb und weiter unten mit ſchwaͤrzlichen Flekken. Schildchen ſchwarz.
Hinterleib wie bei der vorigen Art, nur ſtatt der beiden ſchwarzen Flekken
des zweiten Ringes iſt hier nur ein ganz kleines dreiekkiges Flekchen, das
mit der Spizze an den Mittelfleffen des erſten Ringes ftößt. Bauch: zwei
erſte Ringe rothgelb, die uͤbrigen braun mit gelbem Hinterrande. Beine
ziegelroth mit ſchwarzen Schenkeln. Flügel wie bei Chr. relictus. — Ich
habe von dieſer Art ſechs ganz gleiche Weibchen vor mir. — 4½ Linien.
5. Chr. quadratus.
Hinterleib rothgelb; vorne mit einem ſchwarzen vierekkigen
Flekken, hinten mit ſchwarzen Querbinden; Taſter, Fuͤh⸗
ler und Beine ſchwarz. Abdomine rufo : antice macula
quadrata, postice fasciis nigris; palpis, autennis pedibus-
que nisris.
Von dieſer Art beſizze ich nur ein einziges Männchen „das ich faſt
geneigt bin, fuͤr das andere Geſchlecht der vorigen zu halten. Der Ruͤk⸗
kenſchild iſt ganz ſchwarz, die Bruſtſeiten braͤunlich, etwas rothgelbhaarig.
Auf den beiden erſten Ringen des Hinterleibes liegt ein tiefſchwarzer
vierekkiger Fleklen, der an der Baſis breiter iſt, und mit dem Hinter-
rande faſt bis zum dritten Ringe reicht. Dieſer, und die folgenden Ringe
ſind eben ſo gezeichnet als an den zwei vorigen Arten. Bauch vorne gelb
CHRYSOPS 71
/
mit zwei braunen Mittelflekken; der zweite querlaͤngliche auf dem dritten
Ringe; hinten braun mit gelben Einſchnitten. Beine ſchwarz, doch ſchim⸗
mern die Schienen ein wenig ins Braune. Flügel wie bei dem Männchen
von Chr. coecutiens. — 4½ Linien.
>
6. Chr. rufipes.
Hinterleib ſchwarz: drei Reihen dreiekkiger Flekken und die
Einſchnitte rothgelb; Beine rothgelb mit ſchwarzen Knien.
Abdomine nigro : seriebus tribus macularum trigonarum
ineisurisque rufis; pedibus rufis, genubus nigris.
Die grünen Augen haben purpurſchwarze Flekken, die mit jenen der
zweiten Art übereinkommmen. Die Stirne iſt vorne grau, nach oben ſchwaͤrz—
lich. Fuͤhler ſchwarz. Mittelleib oben ſchwaͤrzlich, mit drei tiefſchwarzen
Striemen: die mittelſte ſchmaͤler; an der Baſis iſt die Grundfarbe grau⸗
ſchimmernd; Bruſtſeiten rothgelbhaarig. Hinterleib ſchwarz: auf dem erſten
Ringe je eine rothgelbe Linie; auf dem zweiten und den folgenden iſt auf
dem Ruͤkken und an jeder Seite ein dreiekkiger rothgelber Flekken, die
mit dem gleichfalls rothgelben Hinterrande verbunden ſind. Beine rothgelb
mit ſchwarzen Knien; auch die Spizze der Fuße iſt ſchwaͤrzlich. Fluͤgel wie
bei der zweiten Art, doch ſind die dort ungefaͤrbten Stellen hier etwas
bräunlich. — Mehre Weibchen aus der Baumhaueriſchen Sammlung. —
4 Linien.
7. Chr. fenestratus. Fabr. 7
Hinterleib ſchwarz mit gelben Flekken; Beine ſchwarz, mit
rothgelben Schienen; Fluͤgel mit brauner Binde, worin
ein weißer Flekken iſt. Abdomine nigro, flavo-maculato;
pedibus nigris: lübiis rufis; alis fascia fusca albo-macu-
lata.
% fe h
Fabr. Ent. syst. IV.7 373.
m
44 :. Tabanus
«
(fenestratus) eine
. 4
rascens nigro lineatus ; alis fascia fusca albo-maculata.
— Syst. Antl. III. 4 : Chrysops fenestratus.
Latreille Gen. Crust. IV. 285. Chr. fenestr.
72 CHRYSOPS
„Das in der Königl. Sammlung in Koppenhagen befindliche manns
„ liche Exemplar unter dieſem Namen,
iſt folgendermaßen beſchaffen:
„Fuͤhler ſchwarz, obenauf an der Wurzel röthlichgelb. Untergeſicht gelb—
„„ lich mit zwei glatten ſchwarzen Flekken, die ſich in eine eben ſolche
„ Strieme fortſezen und dann auswärts in einem rechten Winkel um⸗
„„ biegen. Dicht über den Fuͤhlern ein grauweißer Flekken. Die Grund-
„ farbe des Mittelleibes iſt eigentlich grau, befonders iſt die Bruſt ganz
5 aſch- oder faſt ſchimmelgrau; die Oberſeite koͤnnte man aber eher fo be—
5 ſchreiben als glaͤnzend braͤunlichſchwarz, mit zwei dicht zuſammenliegen⸗
„„ den faſt ſchimmelgrauen Mittelſtriemen, die nur eine braͤunlichſchwarze
5 Linie zwiſchen ſich haben und nach hinten ſich ein wenig von einander
„entfernen. Der Seitenrand des Mittelleibes dicht uber den Fluͤgeln hat
2 dieſelbe ſchimmelgraue Farbe, aber etwas weiter unten — gerade vor
„ der Fluͤgelwurzel — iſt wieder eine ſchwarze Strieme. Die Bruſtſeiten
„ find am meiſten mit gelblichem Haare bedekt. Schildchen bräunlichſchwarz.
2 Hinterleib ſchwarz und gelb, nämlich: der erſte Ring an den Seiten
„gelb (wie das Schwarze ſich hier verhaͤlt, kann ich wegen farfer Auf⸗
5 biegung nicht ganz genau ſehen, es ſcheint aber bis an den Hinterrand
5 zu gehen, fo daß dieſer Ring am meiſten ſchwarz hat); zweiter und
5 dritter Ring braͤunlichſchwarz, jeder mit drei gelben Flekken, die be—
„ fonders am Hinterrande des dritten zuſammenfließen; bei dem rierten
5 iſt der vordere Theil ſchwarz, der hintere gelblich, etwa zu gleichen
„ Theilen, und fo, daß die Graͤnzlinie wenig oder gar nicht getheilt er=
5 ſcheint; die folgenden Ringe find faſt ganz ohne Gelb, nur der Hinter-
„ rand bildet eine feine gelbliche Linie. Fluͤgelzeichnung wie bei cocutiens,
3, nur daß in der breiten Mittelbinde ein ungefaͤrbter oder weißer Flekken
3 iſt; vor dieſer Binde iſt ein Saum, der wirklich weißlich gefaͤrbt, nicht
35 bloß ungefaͤrbt durchſichtig iſt; auch gegen die Fluͤgelwurzel hinter der
2 Binde iſt das Nichtſchwarze etwas weißlich. (Fabricius u. a. nennen ge—
5 wöhnlich das Ungefaͤrbte der Fluͤgel, aber mit Unrecht, weiß.) Schwin⸗
55 ger braͤunlich. Vorderbeine uberall ſchwarz, nur die Schienenwurzel faſt
35 unmerklich braͤunlich; an den Mittelbeinen find die Schenkel ſchwarz,
35 die Schienen aber bis auf die aͤußerſte Spizze gelb, die Fuße ſchwarz mit
35 gelber Wurzel; an den Hinterbeinen die Schienen obenauf ſchwärzli =
„ braum, unten etwas lichter, die Fuße ſchwarz mit roͤchlichgelber Wurzel.
u 3½ Linien. „
4
rin
CHRYSOPS 73
„Ich habe etwas langweilig beſchrieben, um Sie in Stand zuſezzen,
„„ zu beurtheilen, ob das in dieſer Beſchreibung von jener in Fabr. Ent.
„ emend. Abweichende, vielleicht auf Rechnung des Geſchlechtes zu ſchreiben
sr —
iſt; denn daß Fabricius das Weibchen beſchrieb, erhellet aus den punc-
„tis verticalibus uno post alterum atris. Sie fagen in Ihrem fruͤ⸗
„ bern Werke Seite 161: Hinterleib bläulich, die drei erſten Ringe gelb
„mit zwei ſchwarzen Linien; Fabricius erwahnt des Gelben gar nicht,
„„ haben Sie feinen Text bloß nach der Vermuthung veraͤndert? „
(Wiedemann.)
Ich bemerke, daß das Wort gelb als Schreib- oder Druckfehler weg—
zuſtreichen iſt. Da ich dieſe Art nicht kenne, fie auch in der VBaumhaue—
riſchen Sammlung nicht gefunden habe, ſo kann ich wegen der allerdings
ſehr abweichenden Beſchreibung des Prof. Fabricius, auch weiter nichts
ſagen.
8. Chr. marmoratus. Rossi.
Blaßgelb; Ruͤkkenſchild mit zwei ſchwarzen Striemen; Hin⸗
terleib mit ſchwarzen Flekken. Pallide flavus; thorace
vittis duabus abdomine maculis nigris.
Ross. Fauna Etrusc. II. 1552 : Tabanus marmoratus. (Ich
ſezze dieſes Citat nach der Angabe des Hrn. Grafen v. Hoff⸗
mannsegg hiehin.)
Geoffroy Ins. II. 464. 11: Le taon à une seule bande noire
panachée.
Klassif. d. Zweifl. I. 159. 3: Tab, flavipes Tab, IX. Fig. 13.
Kopf blaßgelb, mit den gewoͤhnlichen ſchwarzen Flekken. Fuͤhler von
mehr als doppelter Kopflaͤnge, ſchwarz: das erfie Glied, fo wie die Zafter
roͤthlichgelb. Ruͤkkenſchild mit zwei ſchwarzen Striemen; zwiſchen denſelben
gelbgrau mit einer dritten etwas verloſchenen, ſehr ſchmalen Strieme; der
Seitenrand fo wie die Bruſtſeiten blaßgelb. Schildchen ſchwarz, überall
gelbgerandet. Hinterleib blaßgelb: auf dem erſten und zweiten Ringe zwei
ſchwarze, faſt dreiekkige Flekken neben einander; auf dem dritten und
vierten am Vorderrande eine ſchmale ſchwarze unterbrochene Querbinde.
Bauch ungeflekt gelb. Schwinger braun. Fluͤgel am Vorderrande braun,
welches ſich bis zur Gabelader an der Spitze hinzieht, und daſelbſt ſich
74
24 5
CHRYSOPS
kaum etwas erweitert; aber der Mitte eine braune Querbinde, die in der
4 * e = N
Mitte einen Fenſterflekken fuhret, und am Innenrande faſt ganz unter-
brochen iſt; vor dieſer Binde find die Fluͤgel weißlich, hinter derſelben
graulich, nur bleibt am Rande der Binde ein weißer Saum. Beine roͤth⸗
m
lichgelb mit ſchwarzen Knien; Vorderfuͤße ganz, die andern nur an der
Spizze ſchwarz. — Ein einziges weibliches Exemplar in der Baumhaueri⸗
ſchen Sammlung. — 4 Linien.
10. Chr. sepulcralis. Fabr.
Schwarz; Einſchnitte des Hinterleibes blaßhaarig gerandet.
Niger ; abdominis incisuris pallide-villosıs.
Fabr. Ent. syst. IV. 374. 48 : Tabanus (sepulcralis) ater
alis albis : costa maculaque media transversa nigris.
— Syst. Anil. 113. 12 . Chrys. sepuler.
Fallen Dipt. Suec. 11. 4 : Chrys. sepuler.
Sie iſt ſchwarz. Unter den Fuͤhlern nehmen die ſchwarzen Flekken faſt
den ganzen Raum ein, und laßen kaum etwas von der grauen Grundfarbe
uͤbrig. Leib mit feinen ſeidenartigen etwas gelblichen Haaren bedekt, die an
den Einſchnitten des Hinterleibs deutlicher find. Bruſtſeiten röthlichgelb bes
haart. Die Zlügel etwas weißlich; der braune Saum am Vorderrande iſt
an der Fluͤgelſpizze nur ſehr ſchmal, und gleich daneben hat der Außen rand
der Binde einen kleinen Zahn, und am Hinterrand der Flügel eine tiefe
Bucht, wie bei der vorigen Art. Die Stirne iſt durchaus ſchwarz. — Drei
gleiche weibliche Exemplare aus der Baumhaueriſchen Sammlung. — 3½ L.
B. Fluͤgel unbandirt.
11. Chr. vitripennis,
Aſchgrau; Flügel glasartig. Cinereus; alis hyalinis.
Dieſe Art weicht von den vorigen in Wan Stükten ab; dem unge⸗
achtet glaube ich doch, daß ſie hier am beſten hinpaßt. — Die Fuͤhler ſind
laͤnger als der Kopf: die beiden erſten Glieder und die Wurzel des dritten
aſchgrau, das übrige ſchwarz; das zweite Glied if etwas kuͤrzer als das
erſte. Taſter roͤthlichgelb. Kopf lichtgrau; Untergeſicht ſehr fein punktirt,
f | ö
CHRYSOPS 75
mit einer vertieften halbkreisförmigen Linie, die ſich unten beiderfeits in
einem ſchwarzen Punkte endigt; in dieſem Halbkreiſe iſt noch ein ſchwarzer
Mittelpunkt. Neben jedem Fuͤhler iſt ein ſchwarzer Flekken, der ſich oben
hakenförmig nach den Augen him verlängert. Ueber den Fuͤhlern iſt eine
ſchwarze Beule, neben welcher noch je ein ſchwarzer Punkt ſteht, der aber
durch Abreiben ſcheint entſtanden zu ſein. Die Beule auf dem Scheitel fehlt,
doch find die drei Punktaugen da. Ruͤkkenſchild aſchgrau, mit drei ſchwaͤrz⸗
lichen Striemen: die mittelſte ſcheint gedoppelt; die Seitenſtriemen hinten
erweitert. Schildchen ſchwarzgrau. Hinterleib aſchgrau: auf den drei erſten
Ringen zeigen ſich zwei braͤunliche Ruͤkkenflekken. Schenkel grau — die
vordern ſchwaͤrzlich; — Schienen roͤthlichgelb mit brauner Spisie; Fuͤße
braun. Schwinger grau. Flügel ungefaͤrbt, ſchwarzaderig: die Randader
braun, an der Mündung mit braunem laͤnglichem Punkte. — Hr. Baum⸗
hauer fing das Weibchen in den zerſtoͤrten Feſtungswerken von Coni im
Monate Julius; ich ſahe mehre Exemplare in feiner Sammlung. — 4 Linien.
—— — —
76 HEMATOPOTA
XLIX. Regenbremſe. HYEMATOPOTA.
Tab. 14. Fig. 8 — 16. a
Fuͤhler vorgeſtrekt, dreigliederig: das zweite Glied napffoͤr⸗
mig; das dritte pfriemenfoͤrmig, vierringelig (Fig. 8 9).
Taſter vorſtehend, zweigliederig : das zweite Glied kegel⸗
foͤrmig (Fig. 11 13 14 e).
Punktaugen fehlen.
Fluͤgel parallel, dachfoͤrmig.
Antenne porrect& , triarticulatæ: articulo secundo cyathi-
fornn; tertio subulato, quatuorannulato.
Palpı exserti, biarticulati : articulo secundo conico.
Ocelli nulli. |
Alæ parallele deflexæ.
Der Kopf iſt eine ſtark eingedrukte Halbkugel. Das Un⸗
tergeſicht iſt oben beiderſeits punktirt; unter den Fuͤhlern
iſt eine eingedruͤkte Querlinie, von welcher je eine gleiche
ſenkrechte herabgeht, die ſich unten in einem Gruͤbchen en⸗
digt (das bei dem Weibchen ein ſchwarzer Punkt iſt), oben
ſtehen noch zwei ſchwarze Punkte innerhalb dem Vierekke
die bei dem Maͤnnchen fehlen. — Nezaugen bei dem
Männchen oben zuſammenlaufend (1s), bei dem Weibchen
durch die breite Stirne getrennt (15). — Auf der Stirne
iſt unten ein ſchwarzer glaͤnzender Querflekken, dicht uͤber
den Fuͤhlern; uͤber dieſem zwei ſammetſchwarze runde Flek⸗
chen, welche wieder in der Mitte einen ſchwarzen Punkt
uͤber ſich haben, der mit denſelben im Dreiekke ſteht.—
Punktaugen fehlen (13). — Ruͤſſel und Taſter vor:
ſtehend, bei dem Männchen wagerecht (11), bei dem Weib⸗
chen ſenkrecht (13). Lippe fleiſchig, dik, unten bauchig,
oben flach rinnenfoͤrmig — zur Aufnahme der Lefze, Zunge
* ELEMATOPOTA 77
und Kinnbakken —, vorne mit einem laͤnglichrunden, dop—
pelten, haarigen, außen quergefurchten Kopfe (14 a). Lefze
schmal, hornartig, unten rinnenfoͤrmig, ſpizzig, ſteif, fo
lang als die Lippe, und nebſt der hornartigen, ſpizzigen,
oben rinnenfoͤrmigen Zunge, an der obern Baſis der Lippe
angewachſen, und dieſe dekkend (14 bc). Kinnbakken an
der untern Baſis der Lefze angeſezt; bei dem Maͤnnchen
hornartig, ſchmal, beiderſeits einfach; bei dem Weibchen
lanzetfoͤrmig, gedoppelt: fo lang als die Lefze, im Ruhe⸗
ſtande der Lippe aufliegend (12, 14, 15 dd). Taſter an
der Wurzel der Lippe ſeitwaͤrts eingeſezt und dieſe dekkend,
zweigliederig, haarig: das erſte Glied kurz walzenfoͤrmig,
das zweite kegelfoͤrmig, lang (rx, 12, 14 e), Fühler vor⸗
ſtehend, pfriemenfoͤrmig, aufwaͤrts gebogen, dreigliederig:
das erſte Glied entweder laͤnglich, elliptiſch oder walzenfoͤr—
mig, borſtig; das zweite ſehr kurz, napffoͤrmig; das dritte
verlängert, nakt, vierringelig: der erſte Ring lang (8 9). —
Ruͤkkenſchild eirund, auf der Mitte eine unterbrochene
Quernaht, mit vier Striemen. Schildchen halbrund. —
Hinterleib laͤnglich, ſiebenringelig, bei dem Maͤnnchen
etwas koniſch. Schuͤppchen klein; Schwinger unbedekt. —
Fluͤgel lanzetfoͤrmig, mikroskopiſch-behaart: im Ruheſtande
parallel⸗dachfoͤrmig aufliegend.
Man trift dieſe Fliegen im Sommer an, die Maͤnnchen
gewoͤhnlich im Graſe; die Weibchen verfolgen Menſchen und
Vieh, beſonders bei ſchwuͤler Gewitterluft, durch ihre ſchmerz⸗
haften Stiche. — Ihre erſten Stände find noch unbekannt.
Fabricius ſagt, die Larven lebten im Duͤnger. Er hat noch
vier auslaͤndiſche Arten.
Der Name ift aus Haima Blut und Potes Trinker zu:
ſammengeſezt.
78 HAK MATOPOTA
5 1. H. pluvialis. Linn.
Schwaͤrzlich; Ruͤlkenſchild mit weißlichen Linien; Hinterleib
mit weißlichen Einſchnitten und zwei Reihen grauer Flek⸗
ken; Fluͤgel grau mit weißen Wellenlinien. Nigricans;
thorace albido-lineato; abdomine incisuris albidis et bifa-
riam ciner 1 alis cinereis lineis undulatis al-
bis (Fig. 16).
Fabr. Spec. Ins. II. 459. 23: Tabanus (pluvialis) oculis
fasciis quaternis undatis; alis fusco-punctatis.
— Ent. syst. IV. 369. 3 Tabanus pluv.
— Syst. Antl. 106. 1: Hæmatopota pluv.
Gmel. Syst. Nat. V. 2885. ı6 : Taban. pluv.
Linné Fauna Suec. 1887 : Taban. pluv.
Degeer Ins. VI. 89. 5: Taban. pluv. Tab. 13. Fig. ı 2.
Fallen Dipt. Suec. 9. 1: Hæmat. pluv.
Geoffroy Ins. II. 461. 5: Taon a ailes brunes piquees de
blanc.
Latreille Gen. Crust. IV. 284 : Hæmat. pluv.
— Consid. gener. 443: Hæmat. pluv.
Panzer Fauna Germ. XIII. 23: Taban. pluv.
Reaumur Ins. IV. Tab. 18. Fig. I.
Schæffer Icon. Tab. 85. Fig. 8 9.
Schrank Fauna Boica III. 2535 : Tab. pluvialis. (Fem.) —
2536: Tab. hyetomantis (Mas).
Klassif. d. Zweifl. I. 162. ı : Hæmat. pluvialis. — 163. 2:
Hæemat. italica, (Var.)
Die Augen des Männchens find graulichgruͤn, unten etwa zum dritten
Theile purpurbraun mit gelbgruͤnen zum Theil geſchlaͤngelten Querlinien.—
Bei dem Weibchen ſind ſie grasgruͤn, mit purpurbraunen wellenförmigen
Binden; die Stirne weißlich und grau marmorirt, mit den gewoͤhnlichen
Zeichnungen. Taſter und Untergeſicht lichtgrau. Fuͤhler kaum etwas laͤnger
als der Kopf: erſtes Glied dik, laͤnglichrund, glaͤnzend ſchwarz, haarig
— beſonders bei dem Männchen —; das zweite ſehr kurz, haarig,
ſchwarz; das dritte hat uber der Baſis einige anliegende Borſten, und
HAMATOFPOTA | 79
an dieſer Stelle ſcheint es etwas verduͤnnt, als wenn dort ein Abſaz
waͤre; uͤber dieſer Stelle iſt der erſte Ring gelblich, die drei lezten kurzen
Ringe aber find ſchwarz. Rüͤkkenſchild ſchwaͤrzlich, mit weißlichen Linien,
wovon die beiden neben der 1 ein weißes Flekchen in der Mitte
haben. Bruſtſeiten lichtgrau, etwas haarig. Schildchen
ſchwaͤrzlich, bisweilen
über die Mitte grau. Hinterleib ſchwaͤrzlichbraun mit weißlichen Einſchnit⸗
ten, einer grauen Ruͤkkenſtrieme; auf dem dritten und folgenden Ringen
neben dieſer Strieme je ein runder grauer Flekken; bei dem Maͤnnchen
ſind die drei erſten Ringe an den Seiten etwas ziegelroͤthlich. Bauch
braͤunlichgrau. Schenkel grau; Schienen der Vorderbeine anfangs gelb,
dann nebſt den Zußen ſchwarzbraun; die hinterſten Schienen find gelb,
mit drei braunen Ringen, einer auf der Mitte, die andern an beiden
Enden; hinterſte Fuͤße ſchwarzbraun, nur das erſte Glied gelblich. Schwin⸗
ger gelblich, mit braunem Punkte auf dem Knopfe. Zügel braͤunlichaſch⸗
grau mit vielen weißlichen Wellenlinien und einem dunkelbraunen Rand⸗
ſtriche. — Im Sommer überall gemein. — 4 bis 4% Linien.
Erſte Abaͤnderung. Das erſte Fuͤhlerglied ſehr verdunnt, doch noch
dikker als das dritte. Fuͤhler kaum laͤnger als der Kopf. Beide
Geſchlechter n
Zweite Abaͤnd. Das erſte Fühlerglied walzenfoͤrmig, nicht dikker
als das dritte, dieſes leztere ganz ſchwaͤrzlichbraun; im ganzen etwa
anderthalb mal fo lang als der Kopf. Dieſe iſt Ham. italica
der Klaſſifikation; fie findet ſich aber auch hier nicht ſelten, ja
ſelbſt die in der Fauna Suec. beſchriebene, ſcheint die naͤmliche
zu fein, weil Linne die Fuͤhler als fadenfoͤrmig angibt. Von dieſer
Abaͤnderung habe ich nur Weibchen geſehen.
Dritte Aband. Die Fuͤhler doppelt fo lang als der Kopf, walzen⸗
95 foͤrmig, grauſchwaͤrzlich mit tiefſchwarzer Spizze. Einſchnitte, Rüͤk⸗
kLenſtrieme und Flekken des Hinterleibes roͤthlichgelb. Das Weibchen
wurde mir von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld als Hemat. grandis
N) mitgetheilt; ein anderes erhielt ich von Hr. Baumhauer. — 6 Linien.
A Vierte Abaͤnd. Ein Maͤnnchen, das dem gewöhnlichen gleich fieht;
aber das erſte Fuͤhlerglied iſt dik und obenauf licht aſchgrau, nur
die Spizze iſt wie die Außen- und Unterfeite glänzend ſchwarz. Das
dritte Glied hat nichts Gelbes. Aus der Baumhaueriſchen Same
lung. 5 Linien. Vielleicht das andere Geſchlecht zur vorigen.
80 HEMATOPOTA
Bei allen dieſen Abaͤnderungen iſt die Zeichnung des Leibes, der Beine
und Fluͤgel durchaus gleich. Und weil zwiſchen dem an der Wurzel kolbigen
Fuͤhler der gemeinen, und der ſchlanken walzenfoͤrmigen Geſtalt der zweiten
und dritten, ſich Zwiſchenſtufen befinden, ſo halte ich ſie ſo lange fuͤr
eins, bis genaue Erfahrungen mich eines andern belehren.
Noch erhielt ich zwei Exemplare von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld unter
dem Namen Hæem. marginula und ocellata, die nur fo geringe Ab⸗
weichungen von der gemeinen Art zeigten, daß ich ſie für die naͤmliche halte.
2 equorum. Fabr.
Schwaͤrzlich: die drei erften Ringe des Hinterleibes an den
Seiten roͤthlichgelb; Flügel weißpunktirt. Nigricans; ab-
dominis segmentis tribus anticis lateribus rufis; alis albo-
punctatis.
Fabr. Ent. syst. IV. 370. 35: Tabanus (equorum) niger,
abdominis lateribus basi rufis; alis fuscis albo-punctatis-
— Syst. Antl. 109. 8: Hæmat. equorum.
„In Fabricius Muſaͤum find zwei Maͤnnchen von etwas ungleicher
„ Größe. An dem kleinern iſt das Rothgelbe an der Wurzel des dritten
„Fuͤhlergliedes kaum merklich, bei dem groͤßern ſehr deutlich. Die greife
75 Stirn hat einen glaͤnzend ſchwarzen dreiekkigen Punkt, deſſen Spitze
„ nach den Fuͤhlern hinliegt. Taſter gemsledergelb; Bart weißlich. Mittel-
„leib ſchwarz mit vier grauweißen Laͤngslinien; Bruſt ins Schiefergraue
5 ziehend. Der ſchwarze Hinterleib an den Seiten der drei erſten Ringe,
„ ſowohl am Ruͤkken als Bauch roſtbraͤunlichgelb, auch der vierte Ring
„5 mehr weniger; Hinterrand der Ringe weiß; Seitenrand ebenfalls roft-
„gelb; mitten über den Ruͤkken des Hinterleibes eine wenig merkliche
„„ grauliche Strieme. Fluͤgel gelblichbraun, mit weißlichen meiſt länglichen
„ Punkten, die gegen die Wurzel hin mehr in unregelmaͤßige Flekken aus⸗
„arten; dicht vor der Fluͤgelſpizze eine weißliche Querbinde; Randmal
„dunkelbraun. Schwinger gelblichweiß: Knopf an der Wurzel braun.
„Deine braͤunlichſchwarz; Vorderſchienenwurzel roſtbraͤunlichgelb; Mittel-
„ und Hinterſchienen mit zwei eben fo gelben breiten Ringen. — 3 / bis
„ 4 Linien. „ Wiedemann.)
HEMATOPOTA 8:
Ein von Hrn. Megerle v. Muͤhlfeld geſchiktes Erempiar, tommt mit
dieſer Beſchreibung uͤberein, nur bemerke ich in der Fluͤgelzeichnung keine
bedeutende Abweichung von der gemeinen Art, und ich waͤre ſehr geneigt,
die gegenwärtige für eine bloße Abaͤnderung derſelben zu halten. Das Me—
gerleiſche Exemplar war 6 Linien lang, alſo betraͤchtlich groͤßer als jene
in Fabricius Sammlung befindliche.
3. H. variegata. Fabr. 7
Hinterleib gelblich mit ſchwarzen ausgerandeten Binden;
Beine gelblich. Abdomine flavicante : fasciis emarginatis
nigris; pedibus flavicantibus.
Fabr. Syst. Antl. 109. 6: Hæmat. (variegata) nigra; ab-
domine segmentis margine testaceis maculaque media
glauca.
55 Taſter gelblich. Fuͤhler an den beiden erſten Gliedern gelblich, auch
2 an der Wurzel des dritten noch. Ruͤkkenſchild ſchwaͤrzlich, gleichſam
25 mit drei platten Laͤngsrippen, zwiſchen denen die zwei flach vertieften
„ Hohlkehlen mehr grau erſcheinen — doch mögen im ganz friſchen Zuſtande
7 die Laͤngsrippen auch wohl grau fein. Bruſtſeiten gelblich, ſtark be=
„ haart. Hinterleib gelblich: jeder Ring am Vorderrande mit ſchwarzer
„ auf dem Nuͤkken ausgerandeter Zeichnung; in der Ausrandung eine ſchim—
„ melgraue Farbe auf dem zweiten bis vierten Ringe, die aber auch an
„» den folgenden mehr weniger bemerkbar iſt Bauch gelb, mit einem
5 ſchwaͤrzlichen Mittelflekken auf jedem Ringe, der auf den mittlern am
25 kleinſten iſt. Flügel mit gelblichem Anſtriche und gelben Adern. Schwin—
„„ ger blaßgelblich. Oberſchenkel gelb mit braͤunlichen Enden; Schienen gelb;
5 Füße und Schienenfpisse braun. — Das Exemplariſtein Männchen,
5 4% Linien. „, Wiedemann.) |
Nach Fabricius wohnt dieſe Art bei Tanger in Marokko, wahrſchein⸗
lich aber auch in Suͤdeuropa.
II. Band. Hug
92 HEMATOPOTA
4. Hs lunata. Fabr. T
Ruͤkkenſchild ſchwarz mit weißen Linien; Hinterleib aſch⸗
grau, mit vier Reihen ſchwarzer Halbmonden. Thorace 8
u
nigro albo-lineato; abdomine cinereo : lunulis quadrifa-
xiis nigris.
Fabr. Ent. syst. IV. 370. 34: Tabanus (lunatus) cinereus;
ihorace nigro albo-lineato, abdomine lunulis quadrifariis
nigris.
— Syst. Antl. 109. 7 : Hæmat. lunata.
75 Von der Groͤße der H. pluvialis. Fuͤhler aſchgrau: drittes Glied |
„ rothgelb mit ſchwarzer Spitze. Kopf aſchgrauhaarig, mit drei platten
„ ſchwarzen Punkten auf der Stirne. Rükkenſchild glänzend ſchwarz mit
„ fünf weißen Linien; Schildchen ſchwarz. Hinterleib weißlich, auf jedem
„ Ninge vier ſchwarze Halbmonde oder ſchwarz mit drei Reihen großer
„weißlicher Ruͤkkenflekken. Flügel weißlich; Beine ziegelfarbig mit grauen
7 Schenkeln. — In der Barbarei. „ — (Fabricius.)
Vermuthlich auch in Suͤdeuropa.
TER,
HEXATOMA 2,238
L. Bandbremſe. HEXATOMA.
Tab. 14. Fig. 17 — 24.
Fuͤhler vorgeſtrekt, ſechsgliederig; erſtes und drittes Glied
verlaͤngert (Fig. 17).
Taſter vorſtehend, zweigliederig: das zweite Glied eirund
(Männchen) oder kegelfoͤrmig (Weibchen) (Fig. 19, 20,
805
Punktaugen fehlen.
Fluͤgel parallel-dachfoͤrmig (Fig. 24).
Antenne porrectæ, sexarticulate : articulo primo tertioque
elongatis. i
Palpı exserti biarticulati: articulo secundo capitato (Mas)
aut conico (Femina).
Ocelli nulli. 8
Ale parallele-deflex.
Nur eine Art iſt bekannt:
1. Hex, bimaculata. Zaubr.
Fabr. Spec. Ins. II. 457. 12: Tabanus (pellucens) oculia
fasciatis niger, abdominis primo segmento czrulescente,
tibiis candidis.
— Ent. syst. IV. 365. 15: Tabanus pellucens,
— Syst. Antl. 105. ı : Heptatoma bimaculata.
Gmel. Syst. Nat. V. 2883. 23 : Tabanus pelluc.
Latreille Gen. Crust. IV. 284 : Heptatoma.
— Cons. gener. 443 : Heptatoma.
Scheffer Icon. Tab. 72. Fig. 6 — 8.
Schellenberg Genr. d. Mouch. Tab. 28: Fig. 3.
Schrank Fauna Boica III. 253ı : Taban. albipes.
— Austr. 977 : Taban. albipes. g
}
84 HEXATOMA
Klassif. d. Zweifl. I. 156. 1: Heptatoma bimaculata. —
172. c) Taban. pellucens.
Hezangen des Männchens (18 23) oben purpurbraun, unten pompa⸗
durfarbig mit zwei himmelblauen gruͤngerandeten Binden : fie fließen oben
zufammen. Bei dem Weibchen (20 24) oben durch die Stirne getrennt,
pompadur mit vier aͤhnlichen Binden. Fuͤhler etwas länger als der Kopf,
ſchwarz, walzenfoͤrmig, oben etwas zuſammengedruͤkt, ſechsgliederig: das
erſte und dritte Glied länger als die uͤbrigen; das lezte ſtumpf abgerun⸗
det (17). — Ruͤſſel und Taſter vorſtehend, bei dem Männchen wage⸗
recht, bei dem Weibchen ſenkrecht. Lippe groß, fleiſchig, walzenfoͤrmig,
oben flach rinnenfoͤrmig, zur Aufnahme der Lefze, Zunge und Kinnbakken,
vorne mit doppeltem, laͤnglichem haarigem, außen quergeſtreiftem Kopfe.
(21 a und 22). Lefze hornartig, ſpizzig, flach, unten rinnenfoͤrmig
(21 b); Zunge hornartig, fpissig, oben rinnenfoͤrmig (21 c): beide
an der obern Wurzel der Lippe eingeſezt. Kinnbakken hornartig, flach,
lanzetförmig, fpissig , bei dem Männchen beiderſeits einfach, bei dem
Weibchen doppelt: unter der Wurzel der Lefze eingeſezt, und durch die-
ſelbe im Ruheſtande gebekt (21 d). Taſter an der Seite der Vaſis der
Lippe eingeſezt und dieſe dekkend, haarig, zweigliederig: das erſte Glied
kurz walzenfoͤrmig; das zweite bei dem Maͤnnchen eirund (19), bei dem
Weibchen kegelförmig, verlängert (20 21 e). — Untergeſicht des Maͤnn⸗
chens ſchwars glaͤnzend, gelblich behaart; Stirne klein ſchwarz mit einem
Gruͤbchen; bei dem Weibchen iſt das Untergeſicht oben lichtgrau, unten
hellgelb; Stirne ſchwarz, oben roͤthlichbraun; Scheitel ohne Spur von
Punktaugen. Mittelleib ſchwaͤrzlich, rothgelbhaarig. Hinterleib des
Maͤnnchens (23) ſchwarz, zwei erſte Ringe braungelbhaarig; Bauch:
zwei erſte Ringe an den Seiten blaulichweiß, in der Mitte ſchwärzlich;
die folgenden ſchwarz mit drei Paar blaulichweißen Querſtrichen. Hinter⸗
leib des Weibchens (24) ſchwarz, an der Baſis braungelbhaarig, auf dem
zweiten Ringe ein blaulichweißer Seitenflekken; Bauch ſchwarz, an den
Seiten mit blaulichweißen Flekken; erſter Ring ganz von dieſer Farbe.
After an beiden Geſchlechtern roͤthlichgelb behaart. Beine ſchwarzbraun:
Schienen weiß mit brauner Spizze — an den vordern ganz braun, an der
Wurzel mit weißer Laͤngslinie. Schwinger ſchwarzbraun. FIluͤgel faſt glas⸗
artig, im Ruheſtande parallel⸗dachfoörmig auf dem Leibe liegend (24).
HEXATOMA e
Schuͤppchen klein, die Schwinger nicht dekkend. — Im Sommer und
Herbſt, doch ſelten. — 6 Linien.
Der Gattungsname kommt von hex ſechs und tomos Theil her. In
meiner Klaſſifikation heißt dieſe Gattung Heptatoma, welcher Name nach⸗
gehends von andern Schriftſtellern angenommen wurde. Da er aber auf
die Beobachtung eines fehlerhaften Originals ſich gruͤndete, ſo mußte er
nothwendig umgeaͤndert werden. Die Gattung Hexatoma Latr. gehöret
zur Familie der Tipulgrien und heißt bei mir Nematocera,
86 LEPTIS
IV. Familie: LEPTIDES.
LI. Schnepfenfliege. LEPTIS.
Tab. 15. Fig. 10 — 21. |
Fuͤhler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig: erſtes Glied
walzenfoͤrmig; zweites becherfoͤrmig; drittes kegelig mit
einer Endborſte (Fig. 10 14).
Taſter vorſtehend, haarig: zweites Glied verlängert (Fig.
„
Drei Punktaugen auf dem Scheitel (Fig. 16).
Fluͤgel halb offen (20).
Antenne porrectæ, approximatæ, triarticulatæ : articulo
primo cylindrico ; secundo cyathıformi ; tertio conico sela
apicali. g
Palpi exserti, pilosı : articulo secundo elongato.
Ocelli tres verticales.
Ale divaricatæ.
Kopf halbkugelig, vorne etwas flach gedruͤkt (ır 16).
Untergeſicht mit zwei vertieften Laͤngslinien, die von der
Fuͤhlerwurzel etwas ſchief abwaͤrts gehen. Nezaugen im
Leben gruͤn, bei dem Maͤnnchen oben zuſammenſtoßend, bei
dem Weibchen durch die Stirne getrennt (19 20). Auf dem
Scheitel dreiPunktaugen. — Fuͤhler genaͤhert, vorge⸗
ſtrekt, dreigliederig: erſtes Glied kurz walzenfoͤrmig, borſtig;
zweites napffoͤrmig, borſtig; drittes kurz kegelig, an der
Spizze in eine ziemlich lange feinhaarige Borſte auslaufend
(ro 14). Ruͤſſel und Taſter vorſtehend. Lippe fleiſchig,
ſehr dik, walzenfoͤrmig, oben flach rinnenfoͤrmig, vorne mit
LEPTIS | 87
zweitheiligem, haarigem, auswärts ſchiefgeſtreiftem Kopfe
(12 a, 13, 1 a, 18). — Lefze hornartig, an der Spizze
ſchief abgeſchnitten, unten rinnenfoͤrmig (rz 17 b). Zunge
fein, hornartig, oben rinnenfoͤrmig, fo lang als die Kerze
(12 c): beide an der obern Bafis der Wurzel eingeſezt und
dieſe dekkend. Kinnbakken fein, hornartig, ſo lang als
die Lefze, an deren Baſis ſie unterwaͤrts eingeſezt ſind und
von ihr gedekt werden (12 17 d). Tafter an der Wurzel
der Lippe ſeitwaͤrts eingeſezt, zweigliederig: das erſte Glied
kurz, walzenfoͤrmig; das zweite verlängert, haarig, entwe⸗
der koniſch, den Ruͤſſel dekkend, oder walzenfoͤrmig, auf⸗
waͤrts gekruͤmmt (12 17 e). — Ruͤkkenſchild mit einer
Schulterbeule, und mit einer unterbrochenen Quernaht,
meiſtens auch mit drei oder vier dunkeler gefaͤrbten Strie⸗
men. — Hinterleib lang, ſiebenringelig, feinhaarig, kegel⸗
foͤrmig, bei dem Maͤnnchen mit ſtumpfem, bei dem Weib⸗
chen mit ſpizzigem After. — Schuͤppchen einfach, klein;
Schwinger unbedekt. — Fluͤgel ziemlich groß, lanzet⸗
foͤrmig, mikroskopiſch-behaart, im Ruheſtande halb offen
ſtehend (20). — Beine ziemlich lang, duͤnne; die Schienen
mit zwei Spornen; die Fuͤße am Ende mit drei Afterklauen.
Man findet dieſe Fliegen im Sommer in Wieſen, Hekken
und Gebuͤſchen, ſie ſtechen nicht. Woich nicht irre, leben
ſie vom Raube. Ihre Larven leben in der Erde, ſind wal⸗
zenfoͤrmig, fußlos, mit einem kleinen hornartigen Kopfe.
Bei der Verwandlung zur Nymphe legen ſie die Haut ab.
Fruͤherhin hieß dieſe und die folgende Gattung bei Fabri⸗
cius u. a. Rhagio; jezt hat er dafür Leptis angenommen,
weil jener Name mit der Kaͤfergattung Rhagium in Kolliſion
kam. Indeſſen zieht er nur die folgende erſte Abtheilung zu
Leptis, die zweite vereinigt er wegen der Taſter mit Alherix.
Er hat in allem acht Arten von Leptis, wovon die vierte
ein Ausländer iſt; die fünfte (L. Ibis) iſt eine Atherix, wozu
88 LEPTIS
Anthrax Titanus F. als Weibchen gehöret; die fünfte (L. Ar-
dea) kenne ich nicht; es ſoll aber eine Thereva fein. Von
Atherix hat Fabricius zehn Arten, wovon die ſechſte zu
Leptis gehoͤrt; einige Arten find zwei: bis dreimal da, wie
die Citaten ausweiſen.
A. Taſter kegelfoͤrmig, dem Ruͤſſel auflie⸗
gend (Fig. 11).
1. . strigosa.
Rothgelb; Fühler gelb; Hinterleib vorne mit ſchwarzen Ruͤk—
kenflekken, hinten ſchwarzbandirt; Ruͤkkenſchild mit drei
ſchwarzen Striemen (Männchen) oder mit ſchwarzer Laͤngs⸗
linie (Weibchen). Rufa; antennis flavis; abdomine antice
maculis dorsalibus, postice fasciis nigris; thorace vittis
tribus nigris (Mas) aut linea media nigra (Femina).
Klassif. d. Zweill. I. 299. 3 : Rhagio strigosus.
Maͤnnchen: Untergeſicht, Stirne, Taſter und Fuͤhler hell okergelb: Tez=
tere mit ſchwarzer Granne. Hinterkopf aſchgrau. Muͤkkenſchild grau mit drei
ſchwarzen Striemen: die mitielfte gedoppelt. Bruſtſeiten hellgelb, mit drei
ſchiefergrauen Flekken an der Baſis der Hüften. Schildchen gelb mit ſchwar⸗
zem Wurzelflekken. Hinterleib rothgelb mit ſchwarzen Ruͤkkenflekken, welche
von dem fünften Ringe an zu Querbinden werden. Schwinger gelb Fluͤgel
eiwas braͤunlich getruͤbt, an der Spizze breit braun, Hinterrand ſchmal—
braungeſaͤumt; Queradern braun angelaufen; Nandmal ſchwarzbraun.
Beine rothgelb: die vier lezten Jußglieder braun; zweites Hufigl ied mit
ſchwarzem Punkte an der Spizze.
Weibchen: Stirne gelblich, mit brauner Laͤngslinie. Ruͤkkenſchild glaͤn⸗
zend braungelb mit ſchwarzer Ruͤkkenlinie. Am Bauche ſind die vorderſten
drei Ninge gelb; die folgenden ſchwarz mit gelbem Hinterrande. f
Hr. Baumhauer fing dieſe Art bei Paris. Herr Wiedemann ſchikte ſie
unter dem Namen L. Hoflmannseggii von Kiel; ſie findet ſichauch hier,
wiewohl ſelten. — 5 Linien. f
LEPTIS | 89
2. L. scolopacea. L.
Ruͤkkenſchild aſchgrau mit drei braunen Striemen; Hinter⸗
leib rothgelb, mit drei Reihen ſchwarzer Flekken; Beine
gelb: Hinterſchenkel mit ſchwarzem Ringe; Fluͤgel brauns
wolkig. Thorace cinereo fusco-vittalo ; abdomine ruſo
trifariam nigro-maculato; pedibus flavis : femoribus pos-
ticis annulo nigro; alis fusco-nubeculosis.
Fabr. Spec. Ins. II. 419. 1: Rhagio (scolopaceus) cinereus,
abdomine flavescente trifariam nigro punctato; alis ne-
bulosis. |
— Ent. syst. IV. 271. 1: Rhagio scolopaceus.
— Syst. Antl. 69. ı : Leptis scolopacea.
Gmelin Syst. Nat. V. 2864. 16 : Musca scolopacea.
Linné Fauna Suec. 1785 : Musca scolop.
Degeer Ins. VI, 68. 1: Nemotelus scolopaceus. Tab. 9. Fig.
6— 9.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 10. ı : Leptis scolop.
Latrèille Gen. Crust. IV. 288 : Rhagio scol.
— Cons. gen. 443: Rhagio scol.
Panzer Fauna Germ. XIV. 19: Rhagio scol. 1
Schellenberg Genr. d. Mouch, Tab, 31. Fig. 1 Rhagio scol.
Schrank Fauna Boica III. 2391: Rhagio scol.
— Austr. 897 : Musca scol.
Klassif. d. Zweifl.I. 298. ı : Rhagio scol.
Untergefiht und Stirne hellgrau. Taſter gelb, weiß haarig. Erſtes und
zweites Fuͤhlerglied graubraun; das dritte roſtgelblich, laͤnglich kegelfoͤrmig.
Mittelleib ſchiefergrau init drei braͤunlichen Striemen: die mittelſte vorne
geſpalten; Schildchen ganz grau. Hinterleib roſtgelb durchſcheinend, mit
einer Reihe ſchwarzer Rükkenflekten und an den Seiten mit einer ſchwar—
zen abgeſezten Strieme; der fiebente Ring ganz ſchwarz Bauch des Maͤnn⸗
chens gelb, nur die beiden lezten Ringe ſchwarz; bei dem Weibchen
manchmal der ganze Bauch ſchwarz. Fluͤgel weißlich, ſchwarzaͤderig:
Spigze und Hinterrand braun; Queradern braungerandet; am Vorder—
fande itein brandſchwarzer [Link] gelb mit Feat Fuͤßen:}
Hin⸗
u \
go LEPTIS
terſchenkel mit einem ſchwarzbraunen Ringe vor der Spitze; ſelten iſt dies
ſer Ring auch an den Vorderſchenkeln. Schwinger gelb. — Im per
ziemlich gemein. — 6 bis 7 Linien.
Die Larven fand Degeer in der Erde, wahrſcheinlich leben ſie auch im
faulen Holze. Sie verwandeln ſich gegen Ende des Maies. Die Eier ſind
milchweiß, laͤnglich, duͤnne und bogenfoͤrmig.
3. L. conspicua.
Ruͤkkenſchild ſchiefergrau mit dunklern Striemen; Hinter⸗
leib rothgelb mit drei Reihen ſchwarzer Flekken; Beine
gelb: Hinterſchenkel und Schienen an der Spizze breit
ſchwarz; Fluͤgel mit ſchwarzbraunem Randſtriche. Thorace
schistaceo obscure vittato; abdomine rufo, trifariam ni-
gro-maculato; pedibus flavis: femoribus tibiisque posti-
cis apice late nigris; alis lineola marginali nigro-fusca.
trete Gen. Crust. IV. 288.
Klassif. d. Zweifl. I. 299. 4 : Rhagio conspicuus. Tab. 15.
Fig 5.
Untergeſicht und 2 0 hellgrau, weißſchillernd, bei dem Weibchen die
Stirne braͤunlichgrau. Taſter gelb. Fuͤhler ſchwarzbraun: erſtes Glied grau⸗
lich. Bakkenbart weiß. Mittelleib ſchiefergrau mit drei dunkeln Ruͤkken⸗
ſtriemen. Hinterleib roſtgelb mit drei Reihen ſchwarzer Flekken: die Sei⸗
tenreihen faſt ſtriemenförmig; der ſiebente Ring ſchwarz. Bauch des Maͤnn⸗
chens roſtgelb, drei lezte Ringe ſchwarz; bei dem Weibchen ſchwaͤrzlich mit
gelben Einſchnikten. Huͤften: erſtes Glied ſchiefergrau, zweites ſchwarz.
Schenkel gelb: die hintern an der Spikzenhaͤlfte ſchwarz, die Spitze ſelbſt
gelb. Schienen gelb: die hintern an der Spizzenhaͤlfte ſchwarz; Fuͤße ſchwarz⸗
braun. Fluͤgel blaßgelbbraun, am Vorderrande roſtgelb mit ſchwarzer Rand⸗
linie. — Ich ſahe mehre Maͤnnchen aber nur ein Weibchen in der Baum⸗
baueriſchen Sammlung. Nach Latreille findet fie ſich bei mark in den
Waͤldern ſehr häufig. — 8 bie 9 Linien
*
DEREN | 91
4 L. tringaria. L.
Rothgelb; Hinterleib mit drei Reihen ſchwarzer Flekken;
Fluͤgel ungeflekt. Rufa; abdomine trifariam nigro-macu-
lato; alis immaculatis.
Fabr. Spec. Ins. II. 419. 2 : Rhagio (tringarius) einereus;
abdomine flavescente, trifariam nigro-punctato; alis im-
maculatis; thorace unicolore.
— Ent. syst. IV. 272. 2: Rhagio tring. — 3 : Rh.
(vanellus) cinereus „ thorace lineato; abdomine testaceo
immaculato; ; alis subtestaceis.
— Syst. Antl. 69. 2: Lept. tring. — 70.3: Lept. vanellus.
Gmel. Syst. Nat. V. 2864. 18. Musca tring.
Linné Fauna Suec. 1789: Musca tring.
Degeer Ins. VI. 69. 1: Nemotelus scolop. variet. Tab. g. Fig. 10.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 10. 2: Leptis tring. — 11. 3;
Lept. vanellus. | |
Latreille Gen. Crust. IV. 288: Rhagio tring.
Schrank Fauna Boica III. 2390 : Rhagio tring.
Klassif. d. Zweifl. I. 300. 5 : Rhagio tring.
Pkergelb. Untergeſicht und Stirne des Maͤnnchens weißlichgrau. Fuͤhler
gelblichgrau. Ruͤkkenſchild mit drei braͤunlichgrauen Striemen. Die Sei⸗
tenflekken des Hinterleibes zuſammenhaͤngend : zwei lezte Ringe ſchwarz.
Bauch vorne gelb: bei dem Maͤnnchen die drei lezten Ringe ſchwarz; bei
dem Weibchen fangt das Schwarze ſchon am vierten oder gar am dritten
Ringe an: die Einſchnitte gelb. Schwinger gelb. Fluͤgel blaß braͤunlichgelb,
am Vorderrande mehr roſtgelb; uͤbrigens durchaus ungeflekt. Beine gelb:
alle Fuͤße und die Spizze der Hinterſchienen braun. — Im Sommer eben
fo gemein wie die zweite Art. — 5 bis 6 Linien.
L. Vanellus ſoll nur Abaͤnderung der gegenwaͤrtigen ſein. Mir iſt ſie
nicht vorgekommen.
*
N 5. 15 vitripennis.
Ruͤkkenſchild aſchgrau, mit vier braunen Striemen; Hinter⸗
leib rothgelb mit drei Reihen ſchwarzer Flekken; Fluͤgel
Ar 9
N 00 5 ee
92 LEPTIS
glasartig mit braunem Randſtriche; Beine gelb. Thorace
cinereo fusco-quadrivittato; abdomine ruſo trifariam ni-
gro-maculato; alis hyalinis lineola marginali fusca; pedi-
bus flavis.
Panzer Fauna Germ. XIV. 20 : Rhagio tringarius.
Dieſe Art gleicht der vorigen. Untergeſicht grau. Taſter okergelb. Stirne
des Weibchens gelblich. Fuͤhler dunkelbraun: zwei unterſte Glieder oben
gelbgerandet. Mittelleib aſchgrau oder auch gelblichgrau mit vier braunen
Huffenfiriemen : die mittelſten ſchmaͤler. Schildchen braungelb, mit dunkelm
Mittelflekken. Hinterleib gelb, mit drei Reihen ſchwarzer Flekken; ſechſter
und fiebenter Ring ſchwarz mit gelbem Rande; Seitenflekken ſtriemenartig.
Bauch ſchwarz mit gelben Ringraͤndern. Schwinger gelb. Fluͤgel faſt glas⸗
artig, am Vorderrande gelblich mit ſchwarzbrauner Randlinie; die Spizze
etwas braͤunlich. Beine gelb mit braunen Füßen, auch die Hinterſchienen
find an der Spizze braun. — Ich habe von dieſer Art 5 Maͤnnchen und
3 Weibchen vor mir. Ein viertes Weibchen, das mir aus dem Kaiſ. Koͤnigl.
Muſaͤum zur Anſicht geſchikt wurde (unter dem Namen L. lineola) hatte
oben auf den Hinterſchenkeln vor der Spizze eine ſchwarze Laͤngslinie. —
4 bis 5 Linien.
„%%ßũ .
Grau; Hinterleib gelb mit ſchwarzen Ruͤkkenpunkten und
Binden; Flügel ungeflekt. Grisea; abdomine flavo punclis
dorsalibus fasciisve nigris picto; alis immaculatis.
Degeer Ins. VI. 69. 2: Nemotelus (annulatus) griseus; ab-
domine annulis flavo-testaceis ; pedibus flavis; alis im-
maculatis.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. II. 4 : Lept. annul.
» Männden und Weibchen. Fuͤhler und Kopf greis. Ruͤkkenſchild
„ greis, an den Seiten und auf dem Ruͤkken weiße Linien. Hinterleib gelb
„entweder mit ſchwarzen Ruͤkkenpunkten oder gleichfarbigen Binden.
55 Beine gelb, mit ſchwarzen Zußen. Flügel ungeflekt, nicht fo,gelblich wie
2 bei L. vanellus. „ (Fallén.)
Degeer fand die weiße fußloſe Larve im faulen Holze.
1
LEPTIS | 93
7. L. immaculata.
Rathgelb; Ruͤkkenſchild mit braunen Striemen; Hinterleib
und Fluͤgel ungeflekt. Kufa; thorace fuscoe-vitlalo ; abdo-
mine alisque immaculatis.
Klassif. d. Zweifl. I. 301. 8: Rhagio immaculatus.
Maͤnnchen. Untergeſicht und Stirne grauweiß. Taſter und Fuͤhler roſt⸗
gelb. Ruͤkkenſchild grau, mit ſchwarzbraunen Striemen, die nicht ganz bis
zum Schildchen reichen; vor dem Schildchen geht die Farbe wieder in roſt⸗
gelb über. Bruſtſeiten gelbgrau. Schildchen und Hinterleib roſtgelb: die
beiden lezten Einſchnitte ſchwaͤrzlich. Schwinger roſtgelb. Fluͤgel braͤunlich⸗
gelb, am Vorderrande mehr roſtgelb : Randmal braun. Beine roſtgelb mit
braunen Fuͤßen; auch die Hinterſchienen find an der hintern Hälfte braun.
— Mehre Maͤnnchen aus Baumhauers Sammlung, deren Vaterland
mir unbekannt iſt. — 5 Linien.
. L. distigma. Hgg.
Hinterleib rothgelb : mit drei Reihen ſchwarzer Flekken
(Maͤnnchen) oder mit ſchwarzen Querbinden (Weibchen); 5
Fluͤgel glasartig mit zweitheiligem Randmale. Abdomine
rufo : trifariam nigro-maculato (Mas) aut nigro-fasciato
(Femina); alis hyalinis, stigmate bipartito (Fig. 19
Maͤnnchen, 20 Weibchen). |
Klassif.,d. Zweifl. I. 299. 2: Rhagio (annulatus) thorace
cinereo lineis dorsalibus fuscis; abdomine flavo : punctis
fasciisque nigris; alis hyalinis puncto marginali fusco;
pedibus flavis : femoribus fascia fusca (Maͤnnchen).
— 30. 7: Rhagio (nigro-fasciatus)) thorace cinereo;
abdomine flavo nigro-fasciato;- pedibus flavis : femöribus
fascia nigra; alis hyalinis : puncto marginali fusco
(Weibchen). ö
Maͤnnchen: Untergeſicht und Stiene weißgrau. Taſter hellgelb, weiß⸗
haarig. Fuͤhler braun: drittes Glied okergelb. Ruͤkkenſchild aſchgrau mit
„
1 0
94 | LEPTIS *
braunen Striemen. Hinterleib gelb: auf jedem der vier erſten Ringe ſte⸗
hen drei Punkte in wachſender Groͤße; die folgenden Ringe haben ſchwarze
Querbinden. Bauch gelb: drei lezte Ringe ſchwarz mit gelbem Hinterrande.
Schwinger gelb. Fluͤgel faſt glasartig, am Vorderrande gelblich: Rand⸗
mal in zwei entfernte Punkte getheilt. Erſtes Huͤftglied grau; das zweite
ſchwarz; Schenkel gelb: die vordern und hintern führen vor der Spitze
einen ſchwarzbraunen Ring; Schienen gelb mit brauner Spizze; Fuße
braun: die hinterſten an der Wurzel gelb. ö
Weibchen: Untergeſicht und Stirne hellſchiefergrau. Taſter roſtgelb;
Fuͤhler braun. Hinterleib lebhaft gelb, mit breiten, am Hinterrande et⸗
was buchtigen ſchwarzen, glaͤnzenden Querbinden. Bauch ſchwarz mit gel⸗
ben Einſchnitten: zwei erſte Ringe ganz gelb.
Ich fing dieſe Art nur einmal hier nach beiden Geſchlechtern ; andere
fand ich in der Baumhaueriſchen Sammlung; das Weibchen wurde mir
von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld unter dem Namen L. marginata ges
ſchikt. — 4 bis 5 Linien.
Die unvollſtaͤndige Beſchreibung dieſer Art in der Klaffififation a. a. O
iſt die Urſache, daß man ſie verkannt hat. Der Name annulatus tonne
wegen der obigen ſechſten Art nicht bleiben, und nigrofasciatus war auf
das Männchen nicht recht paſſend; deswegen zog 5 die Hoffmannseggiſche
Benennung vor. }
| 9. L. lineola. Fabr.
Ruͤkkenſchild ſchwärzli ch mit weißem Se an Hinter⸗
leib rothgelb mit ſchwarzen Ruͤkkenflekken; Fluͤgel glasar⸗
tig mit ſchwarzer Randlinie. Thorace nigricante : lateri-
bus albis; abdomine rufo : maculis dorsalibus nigris;
alis hyalinis : linea marginali nigra.
Fabr. Ent. syst. IV. 275. 1). Rhagio (lineola) einereus;
abdomine testaceo: maculis dorsalibus anoque nigris4
alis hyalinis : macula marginali nigra.
— Syst. Antl. 74. 6 : Atherix lineola.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 12. 6 : Leptis lineola.
Klassif. d. Zweifl. I. 300. 6: Rhagio albifrons. — 307. m)
Rh, lıneola, | i
LEPTIS ne 95
Untergeſicht und Stirne weiß. Taſter und Fuͤhler ſchwarzbraun. Mittel⸗
leib oben graubraun oder ſchwaͤrzlich, mit drei dunkeln Striemen; an
den Seiten grauweiß. Schildchen und Hinterleib gelb; lezterer mit ſchwar—
zen Rukkenflekken, aber ungeflekten Seiten. Beine gelb mit braunen Fuͤßen;
Vorder- und Hinterſchenkel mit einem braunen Ringe vor der Spizze.
Flügel glasartig, mit ſchwarzbraunem Randſtriche. — Selten im Som⸗
mer auf niedrigen Waldpflanzen. — 3 bis 4 Linien.
10. L. maculata. Deg. 7
Ruͤkkenſchild dunkelgrau; Hinterleib gelb, ſchwarzbandirt;
Flügel mit einer blaſſen Randſtrieme
die braune Spizzen
hat. Thorace obscure grisea; abdomine flavo nigro-fas-
ciato; alis vitta costali pallida apicibus fusca.
Degeer Ins. VI. 69. 3: Nemotelus (maculatus) griseo- niger;
abdomine annulis flavo-testaceis, pedibus flavis nigro- ma-
culatis; alis macula flava apicibus fusca.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. II. 5: Leptis maculata.
„ Fuͤhler blaß. Kopf und Ruͤkkenſchild dunkelgrau. Hinterleib gelb,
5, durchſcheinend, mit ſchwarzer Binde auf jedem Ringe und gleichfarbi⸗
25 gem After. Beine blaß: Hinterſchenkel an der Spizze breit ſchwarz.
2 Fluͤgel etwas gelblich, mit blaſſer verwiſchter Randſtrieme, welche an beis
5 den Enden einen braunen Punkt hat. Schwinger weiß. „„ (Zallen a. a. O.)
Dieſe Beſchreibung iſt von einem Maͤnnchen genommen. Sie iſt nicht
weitlaͤuftig genug, um zu beurtheilen, ob dieſe Art vielleicht das Maͤnnchen
zu dem gleich vorhin beſchriebenen Weibchen der L. distigma iſt. Indeſſen
wird hier bloß den Hinterſchenkeln eine ſchwarze Binde gegeben; bei je⸗
nen iſt ſolche auch an den Vordern.
11 L. notata‘ Gürtl.
Ruͤkkenſchild aſchgrau mit braunen Striemen; Hinterleib
ſchwarz: an der Wurzel mit gelben Seitenflekken und
gelben Einſchnitten; Beine gelb mit ſchwarzen Schenkeln.
Thorace cinereo fusco-vittato; abdomine nigro : basi ma-
/
90 LEPTIS
culis lateralibus incisurisque flavis; pedibus Navis fenıo-
rıbus nigris.
Untergefiht und Stirne weißgrau; Fuͤhler und Taſter ſchwarzbraun.
Mittelleib oben braͤunlichaſchgrau mit vier braunen Striemen; Seiten und
Schildchen aſchgrau. Hinterleib ſchwarz mit rothgelben Ringraͤndern: zwei⸗
ter Ring hochgelb, mit vierekkigem ſchwarzen Flekken auf dem Ruͤkken.
Seiten gelbgeflekt. Beine roſtgelb: Vorder- und Hinterſchenkel faſt bis an
die Spizze ſchwarz; Schienen an der Spizze ein wenig braͤunlich; Fuße
braun mit gelblicher Wurzel. Schwinger gelb. Flügel braͤunlich getruͤbt, am
Vorderrande gelblich, mit rothbraunem Randſtriche. — Ein Weibchen
aus dem K. K. Muſaͤum in Wien. — 5 Linien.
12 L vermileo. L.
Ruͤkkenſchild grau mit vier braunen Striemen; Hinterleib
gelb mit drei Reihen ſchwarzer Flekken; Fluͤgel ungeflekt.
Thorace cinereo fusco-quadrivittato; abdomine flavo lri-
fariam nigro-maculato; alis immaculatis.
Fabr. Spec. Ins. II. 419. 3: Rhagio (vermileo) cinereus;
abdomine trifariam nigro-punctato; alis immaculatis;
dhorace maculato.
— Ent. syst. IV. 272. 5: Rhagio vermilco.
— Syst. Antl. 70..7 : Leptis vermileo.
Gmel. Syst. Nat. V. 2864. 17: Musca vermileo.
Degeer Ins. VI. 70. 5 : Nemotelus (vermileo) thorace striis
quatuor abdomineque quinquefariam nigro-punctato; alis
immaculatis. Tab. 10. Fig. ı — 11.
Latreille Gen. Crust. IV. 288 : Rhagio vermileo.
Schellenberg Genr. d. Mouch. Tab. 31. Fig. 2.
Schrank Austr. 896 : Musca vermileo.
Herbst gemeinnüzz. Nat. d. Thierr. VIII. 105. Tab. 339.
Fig. 6.
Klassif. d. Zweifl. I. 303. c) Rhagio vermile. -
Ich kenne dieſe Art nicht; allein nach den freilich nicht ſehr genauen Zeich⸗
nungen gehörei fie unſtreitig hiehin. Der Kopf iſt ſchwarz: der graue Ruͤk⸗
—
—
LEPTIS | 97
—
kenſchild hat vier braune Striemen, und der gelbe Hinterleib drei Reihen
(nach Degeer fünf, wovon vermuthlich zwei am Bauche) ſchwarzer Flekken.
Fluͤgel gelblich, ungeflekt. j
„„Die Larve lebt im Sande, macht ſich in demſelben trichterfoͤrmige
„„ Vertiefungen, und wartet auf dem Grunde derſelben mit halbem im
„ Sande verborgenem Leibe auf kleine Inſekten, die in dieſelbe fallen,
„welche ſie umſchlingt, mit dem kleinen Kopfſpieße todtſticht und aus⸗
„ ſaugt; den uͤbrigen todten Körper weiß fie mit dem Kopfe ſehr geſchikt
„aus ihrem Trichter heraus zu ſchnellen. Sie iſt ſehr ſchuͤchtern und furcht—
„ fam; im Sande ganz lebhaft; aber wenn man fie herausnimmt, unbes
„„ weglich. Ihre Laͤnge beträgt einen halben Zoll; ihre Geſtalt iſt walzen⸗
„ förmig, vorne duͤnner als hinten, und fie krümmt ſich in allerhand Ge—
5 falten. Sie hat keine Fuße, ſondern bewegt ſich vermittelſt des Kopfes
„ und der elf Leibringe. Der Kopf iſt kegelfoͤrmig, am Ende ſpizzig,
5 braun, hornartig, etwas geſpalten, womit fie einbohrt und ausſaugt;
„ fie kann den Kopf aber auch ganz einziehen. Auf dem Leibe ſtehen hie
„ Und da ſteife, nach vorne zu gekehrte Haare auf kleinen Warzen. Der
5 lezte Ring iſt langer als die andern, platt, krumm und erhaben, und
„ endigt ſich mit vier kegelfoͤrmigen, fleiſchigen Hoͤrnern, auf welchen
5 ſteife, ziemlich dikke, unbewegliche Haare ſtehen; oben auf ſtehen zwei
„ rothe Punkte, die man für Luftlöcher halt. Auf dem fünften Ringe
5 ſieht man zur Seite noch einen kleinen warzenaͤhnlichen Theil, in deſſen
+, Hoͤhlung bisweilen ein brauner, kegelfoͤrmiger, hornartiger, ſtumpfſpiz⸗
„ ziger Spieß erſcheint, und vermuthlich zum Feſthalten der Beute dient.
„ Sie verwandelt ſich in der Erde ohne Huͤlſe, doch zieht ſie die Haut
55 ab, und der Sand klebt feſt an der Nymphenhaut an. Nach vierzehn
„ Tagen, gewöhnlich gegen Ende des Junius, ſpaltet ſich die Haut oben
„ Und die Fliege kommt heraus. — Sie findet ſich im ſuͤdlichen Frankreich
„ (nach Schrank auch bei Linz in Oeſterreich). — 4% bis 5 Linien. „
(Siehe Herbſt a. a. O.)
13. L. fuscipennis. Meg.
Nuͤkkenſchild aſchgraulich, mit dunkeln Striemen; Schild⸗
chen rothgelb; Hinterleib ſchwarz; Fluͤgel braun. Thorace
II. Band. 7
10
N N
ee
98 LEPTIS
cinerascenie obscure vittato; scutello rufo; abdomine ni-
gro; alis fuscıs.
Taſter und Fuͤhler ſchwarz. Untergeſicht ſchmuzzig weiß. Nüffenfchild
braͤunlichgrau mit drei braunen Striemen: die mittelſte getheilt; Seiten,
Bruſt und Huͤften grau. Schildchen dunkelgelb. Hinterleib feinhaarig,
glänzend ſchwarz. Schwinger braungelb: Fluͤgel braun, am Vorderrande
gelb mit braunem Randſtriche. Vorderſte Beine mit roſtgelben Schenkeln,
die auf der Mitte einen braunen Ring haben; Schienen vorne roſtgelb,
hinten braun; Fuße braun. Hinterbeine ganz ſchwarzbraun, nur die
Schenkelwurzel und die Knie roſtgelb. — Aus Kaͤrnthen. Hr. Megerle
v. Muͤhlfeld ſchikte mir ein Männchen. — 5 Linien.
14. L. funebris.
Schwarzbraun; Schwinger und Schienen rothgelb; Fluͤgel
faſt glasartig mit brauner Randlinie. Nigro-fusca; hal-
teribus tibiisque rufis; alis subbyalinis: Imeola marginal
fusca.
Untergeſicht weiß; Taſter und Kühler ſchwarzbraun. Ruͤkkenſchild
ſchwarzbraun, mit drei dunkelern, nicht ſehr deutlichen Striemen; Bruſt⸗
ſeiten etwas lichter mehr ins Graue. Hinterleib und Beine ſchwarzbraun:
Schienen roſtbraun mit dunkelbrauner Spizze. Schwinger gelb. Fluͤgel
blaßbraun mit dunkelbraunem Randſtriche. — Ein Maͤnnchen aus der
Baumhaneriſchen Sammlung. — 2½ Linien. f
15. L. nigra. Hgg. Tr
Schwarz, mit braunen Flügeln. Nigra, alis fuscis.
„ Taſter ſchwarz, ſtark und lang behaart. Stirne ein wenig gelblich⸗
„ braun. Koͤrperfarbe etwas glänzend graulichſchwarz. Flüͤgeladern fo breit
„s bräunlich eingefaßt, daß die Fluͤgel überhaupt ſchwärzlichbraun erſchei⸗
25 nen, und nur in allen Randzellen und in der Mittelzelle mitten eine
„ ungefaͤrbte Stelle übrig bleibt. Beine faſt pechſchwarz; Schienen am mei⸗
5 ſten braͤunlich. — Aus Portugall; in der Hoffmannseggiſchen Samm⸗
29 lung. — 3 Linien. (Wiedemann,)
LEPTIS 99
B. Taſter walzenfoͤrmig, aufwärts gebogen.
(Zu dieſer Abtheilung gehoͤret Fig. 14 bis 18, und 21.)
16. L. aurata. F.
Goldgelb-(Maͤnnchen) : oder lichtgelbhaarig (Weibchen);
Schwinger und Randſtrich der Fluͤgel braun. Aureo (Mas)
aut pallide flavo-tomentosa (Femina); halteribus lineola-
que marginali alarum fuscis.
Fabr. Spec. Ins. II. 421. ıı : Rhagio (atratus) ater imma-
culatis; alis hyalinis: macula marginali nigra (Mas).
— Ent. syst. IV. 276. 21: Rhagio atratus. — 275. 16:
Rhagio (tomentosus) niger, abdomine tomentoso aureo;
alis albis: macula marginali nigra (Femina).
— Syst. Antl. 72. 1: Atherix atratus. — 73. 4 ; Athe-
rix (aurata) thorace cinereo nigro trilineato, abdomine
tomentoso aureo; alis albis macula nigra (Femina). —
73. 5 : Atherix tomentosa (Femina).
Gmel. Syst. Nat. V. 2866. 323 : Musca atrata.
Fallen Dipt. Suec. Anthracı 13. 8: Leptis atrata.
Geoffroy Ins. II. 534. 79 : Mouche à point marginal brun
sur les ailes.
Latreille Gen. Crust. IV. 288 ; Rhagio atratus.
Klassif. d. Zweifl. I. 30% 11: Rhagio atratus. — 306. 1)
Rhagio tomentosus.
Maͤnnchen: Untergeſicht ſchwaͤrzlichgrau. Fuͤbler ſchwarzbrauu. Mits
tel⸗ und Hinterleib dicht mit goldglaͤnzenden Haͤrchen bedekt. Schwinger,
Schenkel und Fuͤße ſchwarzbraun; Schienen ziegelfarbig. Fluͤgel blaßbraun
mit rothbraunem Randmale. — Verwiſchte Exemplare find tiefſchwarz,
doch erblikt man immer noch einige goldglaͤnzende Härchen auf dem
Leibe. (Daher der Name atrata.)
Weibchen: Untergeſicht und breite Stirne ſchwarzgrau. Ruͤkkenſchild
und Hinterleib dicht mit glänzenden lichtgelben Haͤrchen beſezt. Bruſtſeiten
ſchwarz. Fluͤgel faſt glasartig, kaum etwas braͤunlich, mit braunroͤthlichem
Nandmale. Schwinger und Beine wie bei dem Männchen. — Verwiſchte
*
100 LEPTIS 5
|
Exemplare haben einen aſchgrauen Ruͤkkenſchild mit zwei tiefſchwarzen
Striemen und zwiſchen denſelben eine ſchwarze Linie; auf dem Hinterleib
mehr weniger ſchwarze Querbinden.
Im Mai in ſumpfigen Wieſen ſehr gemein. — 3 bis 4 Linien.
Latreille haͤlt den Rhyphus fuscatus (ſiehe 1. Band Seite 321) ganz
irrig für das Weibchen dieſer Art.
®
(17. L. flaveola.
Hellgelbhaarig; Beine gelb mit braunen Schenkeln; Flügel ö
gelblich mit blaſſem Randmale; Schwinger braun. Pallide
flavo-tomentosa; pedibus flavis; femoribus fuscıs ; alis
flavicantibus stigmate pallido; halteribus fuscis.
Panzer Fauna Germ .LIV. 4 : Anthrax (Genius) hirta atra;
abdominis segmentis marsine albo-cıliatis; alis hyalinis:
puncto marginali fusco. (?) !
Taſter und Fuͤhler ſchwarz. Untergeſicht grauſchwarz. Leib tiefſchwarz,
glaͤnzend hellgelbhaarig; Druſtſeiten nach unten graulich. Schwinger ſchwarz⸗
braun. Beine gelb: Schendel braun mit gelber Spizze; Fuͤße an derSpizze
braun. Flügel braungelb getröbt, mit blaſſem Randmale. — Ein Männ⸗
chen aus dem Kaiſ. Königl. Muſaum. — 3% Linien.
Die Panzeriſche Figur ſtellt ein Weibchen vor (deſſen Vaterland Oeſter⸗
reich iſt); wenn man annimmt, daß das Exemplar ganz verwiſcht war, ſo
paßt fie ſehr gut, nur das Randmal iß dunkeler.
18. L. helvola. Meg.
Goldgelbhaarig; Schwinger braun; Beine rothgelb mit brau⸗
nen Schenkeln; Fluͤgel hellbraun mit blaſſem Randmale.
Aureo-tomentosa; halteribus fuscis; pedibus rufis :femo-
ribus fuscis; alıs mon stigmate pallido.
Sie gleicht dervorigen; allein die Bekleidung iſt nicht hellgelb, ſondern
glaͤnzend goldgelb. Die Schenkel ſind ganz ſchwarzbraun. Schienen und
erſtes Fußglied roͤthliichgelb, die andern braun. Fluͤgel hellbraun, das Rand⸗
mal etwas dunkeler, doch nicht ſehr merklich. — Vaterland: Oeſterreich
—
Ban Io
U
LEPTIS ner
Das Maͤnnchen wurde mir unter obigem Namen von Hrn. Megerle von
Muͤhlfeld mitgetheilt, das Weibchen kenne ich nicht. — Beinahe 3Linien.
#0. E. ade e I
Goldgelbhaarig; Nüffel und Beine gelb; Hinterleib (des
Maͤnnchens) mit ſchwarzen Querbinden; Flügel mit brau-
nem Randpunkte. Aureo-tomentosa; proboscide pedibusque
flavıs; abdomine (Maris) atro-fasciato; alis puncto mar-
ginali fusco.
Fabr. Spec. Ins. II. 421. 10: Rhagio (diadema) cinereus;
alis albis: macula marginali fusca; pedibus flavescentibus.
— Ent. syst. IV. 276. 20: Rhagio diad.
— Syst. Antl. 73. 2: Atherix diad.
Gmel. Syst. Nat. V. 3866. 19: Musca diad.
Geoffroy Ins. II. 535. 80 : Mouche à point marginal brun
sur les ailes et pattes jaunes. A
Klassif. d. Zweifl. I. 302. 9: Rhagio aureus. — 10: Rhagio
diadema.
Schrank Austr. 898 : Musca diadema.
Männchen: Ruͤſſel gelb. Taſter und Fuͤhler ſchwarzbraun. Unterge⸗
ſicht weißgrau. Leib ſchwarz, mit lebhaften goldgelben glänzenden Seiden—
haaren bedekt; auf dem Hinterleibe zeigen ſich, in gewiſſer Richtung,
tiefſchwarze Querbinden hinter den Einſchnitten. Schwinger hellgelb mit
braunem Punkte an der Spiize. Beine hellgelb, mit braunen, an der
Wurzel gelben Fuͤßen; auch die Schienenſpizzen find braun. Fluͤgel ja
artig, mit braunem Randpunkte.
Weibchen: Untergeſicht und Stirne hellgrau. Leib braungrau mit
glänzenden hellgelben Seidenhaͤrchen bedekt.
Ich erhielt das Maͤnnchen von Hrn. Wiedemann als Diadema F.; es
wurde mir auch unter dem Namen Atherix lurida, und das Weibchen
als Ath. aurulans und Ath. vitripennis zugeſandt. Aus Hrn. VBaum⸗
hauers Sammlung habe ich mehre Exemplare vor mir. — Beinahe; Linien.
102 | LEPTIS
20. L. splendida.
Goldgelbhaarig; Ruͤſſel, Schwinger und Beine ſchwarzbraun;
Hinterleib (des Maͤnnchens) ſchwarzbandirt; Flügel mit
braunem Randpunkte. Aureo-tomentosa; proboscide, hal-
teribus pedibusque nigro-fuscis; abdomine (Maris) atro-
fasciato; alis puncto marginali fusco.
Fabr. Ent. syst. IV. 276. 19: Rhagio (nigrita) ater; abdo-
minis segmentis margine einereo villosis; alis albis: ma-
cula marginali nigra; pedibus nigris.
— Syst. Antl. 73. 3: Atherix nigrita:
Klassif. d. Zweifl. I. 307. ) Rhagio nigritus.
Das Männchen dieſer Art, wovon ich vier Exemplare vor mir habe,
gleicht jenem der vorigen Art, die angegebenen Kennzeichen ausgenommen’
völlig. Vom Weibchen habe ich nur ein Exemplar, das ganz verwiſcht und
ſchwaͤrzlich iſt, deſſen wahre Farbe ich daher nicht angeben kann. — Aus
der Baumhaueriſchen Sammlung; hier ſelten im Julius; Fabricius gibt
Italien an. — 3 Linien.
In Fabricius Sammlung ſtekt als Atherix nigrita das Weibchen der
vorigen Art. Hier iſt wohl eine Verwechſelung vorgefallen.
21 E. bieeler. F T
Roſtgelb; Ruͤkkenſchild und Spizze des Hinterleibes ſchwarz;
Fluͤgel mit braunen Flekken. Ferruginea; thoracis dorso
abdominisque apice nigris; alis macula fusca. |
Fabr. Ent, syst. IV. 274. 11: Rhagio (bicolor) testaceus;
thoracis dorso abdominisque apiee uigris ; alis macula
fusca.
— Syst. Antl. 71. 8: Leptis bicolor. — 74. 7 : Athe-
rix (oculata) fusca ; abdominis segmentis apice flavis;
alis macula. marginali repanda fusca.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 13. 9 : Leptis nubecula.
Klassif. d. Zweifl. I. 305. 3). Rhagio bicolor.
2
LEPTIS 168
„ Kopf grau; Mund roſtgelb. Augen im Leben grün. Taſter gelb. Fuͤh⸗
5 ler blaß: drittes Glied klein, fat kegelig. Ruͤkkenſchild braun, gelb⸗
5 haarig, ungeflekt. Hinterleib gelb: die Ringe vorne breit ſchwarz.
5 Schildchen und Beine roſtgelb, nach der Spizze werden leztere allmaͤhlig
„ ſchwaͤrzer. Flügel rothgelblich: vom ſchwaͤrzlichen Randmale geht eine
„ braune Vinde ſchmaͤler werdend gegen den Innenrand, den ſie nicht
„erreicht. Im Julius. — 3 / Linien.“ (Fallen und Wiedemann.)
„ Ich halte fie — fest Hr. Wiedemann hinzu — für einerlei mit
„ Atherix oculata F, welche bloß an den Seiten des Mittelleibes etwas
„ weniger gelb, auch am Ruͤkkenſchilde behaart iſt, welches an bicolor
>
abgerieben.“
22. L. auricollis. Hgg. 7
Schwarz; Hinterleib pomeranzengelb; Fluͤgel mit braunem
Wiſche. Nigra; abdomine fulvo; alis plaga fusca.
5 Sie hat große Aehnlichkeit mit der vorigen Art. Fuͤhler, Ruͤſſel und
„ Taſter rothgelb. Untergeſicht und Hinterkopf kiesgelb. Ruͤkkenſchild
„ ſchwarz mit kurzen Goldhaͤrchen; Schultern, Bruſtſeiten und Schildchen
„„ ſtark gelblichbraun. Hinterleib rothgelb; After braͤunlichſchwarz. Fluͤgel
5 geblichgrau; vom braunen Randmale zieht ſich ein dunkelerer Wiſch
„ ſchmaͤler werdend gegen den Innenrand. Schwinger gelblich mit braunem
5) Knopfe. Beine minder rothgelb als der Hinterleib.— Aus der Hoff—
„„ mannseggiſchen Sammlung. Vom Harze; ein Weibchen. — 3 Linien. *
(Wiedemann)
17. e N
: 2 7
2 . O Carl a ar
104 ATHERIX 5
LI. Grannenfliege. ATHERIX.
Tab 16 Fig. 22 — 30.
Fuͤhler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig: das dritte Glied
eirund, mit nakter Ruͤkkenborſte (Fig. 22 23).
Taſter vorſtehend, haarig, eingekruͤmmt (Fig. 24 25 e).
Drei Punktaugen auf dem Scheitel (Fig. 28 30).
Slügel halb offen (Fig. 27).
Antenne porrect® , approximate, triarticulatse : articulo
tertio ovalo : seta dorsali nuda.
Palpı exserti, pilosi, incurvi.
Ocelli tres verticales.
Ale divaricalæ.
Kopf halbkugelig, etwas flach gedruͤckt. Nezaugen bei
dem Männchen oben zuſammenſtoßend oder doch nur wenig
getrennt (27 29), bei dem Weibchen durch die, mehr we—
niger breite Stirne abgeſondert (28 30): im Leben gruͤn.
Auf dem Scheitel drei Punktaugen. — Fuͤhler vorge⸗
ſtrekt, genaͤhert, dreigliederig: das erſte Glied walzenfoͤrmig
oder auch verdikt, eirund; das zweite napffoͤrmig; das dritte
flach, eirund, größer als das zweite: auf dem Ruͤkken mit
einer nakten Borſte (22 23). — Ruͤſſel und Taſter vor⸗
ſtehend. Lippe fleiſchig, dik, unten bauchig, oben flach,
rinnenfoͤrmig, vorne mit einem doppelten, haarigen, nach
außen ſchief geſtreiften Kopfe (25 a und 26). Lefze horn⸗
artig, flach, ſchmal, ſpizzig; unten rinnenfoͤrmig, ſo lang
als die Lippe; Zunge hornartig, ſpizzig, fein, oben rin⸗
nenfoͤrmig: beide an der obern Wurzel der Lippe angewachſen
(25 bc). Kinnbakken unter der Lefze angeſetzt, horn⸗
artig, ſchmal, ſpizzig, etwas kuͤrzer als die Lefze, an jeder
Seite nur eine (25 d). Tafter haarig, abwärts gekruͤmmt,
ATHERIX | 105
dreigliederig: erſtes Glied kurz walzenfoͤrmig; zweites laͤn⸗
ger, walzenfoͤrmig; das dritte meiſtens etwas ſpizzig (25 e).
— Mittelleib mit einer Schulterbeule und auf dem Ruͤkken
mit unterbrochener Quernaht. — Hinterleib ſiebenringelig,
haarig; bei dem Maͤnnchen faſt kegelfoͤrmig, bei dem Weib⸗
chen mehr flach. — Schuͤppchen einfach. Schwinger
offen liegend. — Fluͤgel mikroskopiſch-behaart, im Ruhe-
ſtande halb offen (27). Schienen feingefpornt; Füße mit
drei Afterklauen.
Dieſe Gattung hat große Aehnlichkeit mit der vorigen,
beſonders mit der Abtheilung B. Der Hauptunterſchied be=
ſteht in der verſchiedenen Bildung des dritten Fuͤhlergliedes
und in den niederwaͤrts gebogenen Taſtern.
1. Ath. Ibis. Fabr.
Fluͤgel braungeflekt; Beine rothgelb. Alis fusco-maculatis;
pedibus rufis.
Fabr. Ent. syst. Suppl. 556: Rhagio (Ibis) niger, thorace
sublineato, abdomine ferrugineo trifariam nigro-punctato
apice nigro, alis variegatis (Mas). — 554: Anthrax (Ti-
tanus) hirta fusca, abdomine atro, segmentorum margi-
nibus flavis, alis nebulosis (Femina).
— Syst. Antl. 70. 5 : Leptis Ibis. — 126. 37 : Anthrax
Titanus.
Latreille Gen. Crust. IV. 289 : Atherix maculatus.
Schæſſer Icones Tab. 107. Fig. 5 6.
Klassif. d. Zweifl. I. 294. ı : Atherix maculatus. — 307.
p) Rhagio Ibis. — 211. ) Antlirdx Titanus. (Tab. 14.
Fig. 30 Mas).
Untergeſicht und Spfne hellgrau: leztere bei dem Weibchen gelblich mit
einer braͤunlichen, vorne geſpaltenen Strieme. Mittelleib haarig, gelb⸗
braun, mit breiten ſchwarzbraunen Nuͤkkenſtriemen; Schildchen braun. Hin⸗
106 ATHERIX
terleib des Maͤnnchens Fegelfürmig » erſter Ring ſchwarzbraun; die fol⸗
genden roſtgelb mit hellgelbem Hinterrande und drei ſchwarzen Flekken,
einer auf dem Ruͤkken, und einer an jeder Seite 5 auf den lezten Ringen
fließen dieſe Flekken zuſammen; Bauch gelb. Hinterleib des Weibchens
aſchgrau: die Ringe vorne mit ſchwarzen, an den Seiten ſpizzig zulaufen⸗
den Binden; am Hinterrande weiß; Bauch aſchgrau. Beine rothgelb; die
Fuͤße an der Spizze braun. Schwinger gelb, mit braunem Knopfe. Fluͤgel
glasartig, mit unregelmaͤßigen rothbraunen Querbinden, die bei dem Weibe
chen blaſſer find. — Selten im Sommer auf Wieſen. — Maͤnnchen 4,
Weibchen 5 Linien. N N
Ich habe den Namen maculatus in den fruͤher von Fabricius einge
führten verändert. Herr Megerle von Muͤhlſeld ſchikte mir dieſe Art uns
ter der Benennung Nodutis maculata.
2. Ath. marginata. F.
Schwarz; Hinterleib mit weißen Binden; Fluͤgel braunban⸗
dirt; Beine ſchwarz. Atra; abdomine fasciis albis; alis
fusco-fasciatis; pedibus nigris (Fig. 27 28).
Fabr. Spec. Ins. II. 413. 6: Bibio (marginata) atra; ab-
domine conico; segmentis margine albis; alis maculatis.
— Ent. syst. IV. 255. 4 : Bibio marg.
— Syst. Antl. 67. 5: Bibio marg.
Gmel. Syst. Nat. V. 2829. 130: Musca marg.
Rlassif. d. Zweifl. I. 216. d) Bibio marg.
Maͤnnchen: Untergeſicht haarig, grau. Stirne ſehr ſchmal, ſchwarz,
vorne an den Augen weißſchillernd. Fuͤhler ſchwarz: die Glieder an der
Wurzel grau: Borſte feinhaarig. Taſter ſchwarz, ſehr haarig, vorne fpije
zig zulaufend. Mittelleib haarig, glaͤnzend ſchwarz, in den Seiten grau.
Schildchen glänzend ſchwakz. Hinterleib koniſch, haarig, ſammetſchwarz
mit weißlichen Einſchnitten: beiden erſten Ringe mit großen, dreiekkigen,
weißgrauen Seitenflekken. Schwinger und Beine ſchwarz: die drei After-
klauen braun. Fluͤgel an der Wurzel braun, auf der Mitte eine braune,
nach hinten verſchmaͤlerte Zikzakbinde; vor und hinter dieſer Binde find
die Flügel ſchmal weiß; der übrige Raum iſt grau.
ATHERIX (T 107
Weibchen: Untergeſicht grauweiß; Stirne nicht fehr breit, weiß mit
ſchwaͤrzlicher Strieme. Mittelleib grauweiß, mit drei glänzend ſchwarzen,
breiten faſt zuſammenfließenden, den Hinterrand nicht erreichenden Strie—
men. Schildchen ſchwarzgrau. Hinterleib flach, gleichbreit mit abwechſelnd
weißgrauen und ſchwarzen Querbinden. After ſchwarz. Bauch aſchgrau. Auf
den Flügeln fehlt der braune Wurzelflekken. — Sehr ſelten. — 4 Linien.
3, Ath. nebulosa. F. %
Hinterleib ſchwarz mit gelben Binden; Schildchen und Beine
gelb. Flügel mit ſchwarzbraunem Randmale. Abdomine
nigro flavo-fasciato; scutello pedibusque flavis; alis stig-
mate fusco.
Fabr. Ent. syst. Suppl. 556 : Rhagio (nebulosus) niger;
abdomine flavescente nigro fasciato ; alis nebulosis : ma-
cula costali atra.
— Syst. Antl. 74. 8 : Atherix nebul.
Klassıf. der Zweifl. I. 308. g) thagio nebul.
*
Weibchen: Taſter ſchwarz, abwaͤrts gekruͤmmt. Untergeſicht roſtgelb.
Fuͤhler braun (waren an dem mir mitgetheilten Exemplare oben abgebro⸗
chen). Stirne glänzend ſchwarz, etwa ein Drittel der Kopfbreite einneh—
mend. Rüfkenſchild glänzend ſchwarz; Bruſtſeiten roſtgelb, welche Farbe
ſich auch noch etwas auf die obere Seite hinzieht; unter der Fluͤgelwurzel
ein ſchwarzes Flekchen; Bruſt ſchwarz. Schildchen rofigelb. Hinterleib Tegel
foͤrmig, mit abwechſelnden ſchwarzen und roſtgelben Querbinden; Bauch)
gam gelb. Beine roſtgelb, mit braunen Fuͤßen; Hinterſchenkel an der Spizze
oben mit ſchwarzer Laͤngslinie. Flügel ſehr blaß braun; an der Spitze, etwa
ein Drittel, dunkeler; am Vorderrande mit breitem ſchwarzbraunem Rand-
male. — Vaterland, nach Fabricius, Italien. Das Exemplar wurde mir
von Hrn. Wiedemann mitgetheilt. — 2½ Linien.
Die Bildung der Fluͤgeladern iſt wie bei Atherix crassicornis, naͤm⸗
lich die beiden zunächſt an der Wurzel liegenden Laͤngsadern laufen in
keinen ſpizzigen Winkel zuſammen, ſondern bleiben getrennt.
"108 | ATHERIX
4. Ath. crassipes.
Schwarz; Hinterleib mit gelben Binden; Beine gelb: die
hintern ſchwarzbraun, keulfoͤrmig; Fluͤgel an der Außen⸗
hälfte braun. Nigra; abdomine flavo-fascialo; pedibus
flavis : posticis fuscis incrassatis; alis externe ſuscis.
Untergeſicht und Stirne graulichweiß. (Fuͤhler fehlten.) Taſter ſchwarz,
abwärts gekrümmt. Mittelleib glänzend ſchwarz, mit gelbem Halskragen.
Hinterleib walzenfoͤrmig, an der Baſis verdikt, glaͤnzend ſchwarz, mit vier
gelben Querbinden; die nach hinten an Breite abnehmen. Schwinger gelb
mit braunem Knopfe. Fluͤgel an der Spizzenhaͤlfte graubraun, mit dunkel⸗
braunem laͤnglichem Randmale; an der Wurzelhaͤlfte glasartig, am Vor—
derrande etwas gelblich. Vorderſte Beine gelb; Hinterbeine ſchwarzbraun:
Schienen nach hinten kolbig; erſtes Fußglied ebenfalls verdikt; (die andern
waren abgebrochen). — Herr Vaumhauer fing das Maͤnnchen in der
Mitte des Junius bei Marſeille. — 3 Linien.
Dieſe Art hat die Fluͤgel wie Ath. marginata. 0
5. Ath. crassicornis. Egg.
Graubraun; erſtes Fuͤhlerglied ſehr dik. Griseo-ſusca; arti-
culo primo antennarum crassissimo (Fig. 23 29 30).
Panzer Fauna Germ. CV. 10: Atherix crassicornis.
Latreille Gen. Crust. IV. 289 : Ath. crassic.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 12. : Leptis (griseolu) obs-
cura ; articulo antennarum basali ovato crassissimo pe-
dibus nigricantibus.
Schwärzlich graubraun. Taſter braun. Fuͤhler graulich: drittes Glied
ſchwarz; das erſte ſehr dif, haarig, laͤnglichrund, bei dem Maͤnnchen noch
dikker als bei dem Weibchen; Stirne des leztern ſehr breit (Jig. 36). Ruͤkken⸗
ſchild mit drei dunkeln Striemen. Schwinger und Beine ſchwarzbraun.
Fluͤgel braͤunlich getruͤbt mit kaum merkbarem braͤunlichem Randmale und
etwas gelblichem Vorderrande. — Selten im Junius. Ich erhielt auch mehre
ATHERIX 109
ei ark von meinem Freunde Weniger und aus der Baumhaueriſchen
Sammlung. — 4½/ Linien.
00
6. Ach. melzna. Hgg.
Schwarz; Schwinger Und Fluͤgel braun. Nigra; halteribus
alisque fuscis.
Taſter ſchwarz, haarig, walzenfoͤrmig. Fuͤhler ſchwarz. Untergeſicht
ſchwarzbraunhaarig; Stirne ſchwarz; Nezaugen dicht vor den Punktaugen
zuſammenſtoßend, aber gleich wieder ſtark auseinander laufend. Mittel-
und Hinterleib ſchwarz. Schwinger ſchwarzbraun. Fluͤgel ſchwarzbraun, am
Vorderrande geſaͤttigter, mit dunkelbraunem Randmale. Beine ſchwarz. —
Ein Maͤnnchen aus dem K. K. Muſaͤum in Wien, unter dem Namen
Atherix Maura, bei welchem die Taſter — vielleicht durch Zufall — auf-
warts gebogen waren. Die Beſchreibung eines andern in der Hoffmanns⸗
eggiſchen Sammlung aus Neapel, ſtimmt mit dieſem uͤberein. —
2 ½ bis 3 Linien
7. Ath. pilosa. Meg.
Schwarzbraun; Ruͤkkenſchild grau mit dunkeln Striemen;
Fluͤgel braun mit blaſſer Wurzel. Nigro-fusca; thorace
cinereo obscure vittato; alis fuscis basi dilutioribus.
Taſter ſpizzig, etwas haarig, abwaͤrts gebogen, und — wie die Fuͤhler
braun. Untergeſicht und Stirne dunkelgrau: leztere breit mit gabelfoͤrmi⸗
ger etwas dunkelerer Strieme, 1 grau mit drei dunkeln Ruͤkken⸗
firiemen : die mittelſte getheilt; die Seitenſtriemen vorne verkuͤrzt. Schild⸗
chengrau. Hinterleib und N e ſchwarzbraun. Schwinger hel
braun. Fluͤgel dunkelbraun, an der Wurzel, etwa ein Drittel, lichter;
Nandmal ziegelfarbig, nicht ſehr deutlich. — Ein Weibchen aus dem Kaiſ.
Koͤnigl. Muſaͤum von Hrn. Megerle von Y
Mühlfeld mitgetheilt. — 3 Linien.
Iſt ſie vielleicht das andere Geſchlecht der vorigen?
8. Ath. grisea. Hgg.
Greis; Nuͤkkenſchild vierſtriemig; Fluͤgel gelblich; Beine
pechbraun: Gelenke heller. Grisea ; thorace quadrivit-
110 ATHERIX
tato : alis flavicantibus; pedibus piceis : geniculis dilutio-
rıbus.
„Kopf etwas blaulichgrau. Endglied der Fühler braun. Rükkenſchild
„ mit zwei dicht zuſammen liegenden mittlern und zwei breitern Seiten⸗
„ ſtriemen, die auf dem ſchiefergrauen Grunde wenig deutlich hervor—
5 ſtechen. Hinterleibsfarbe mit wenig Braun gemiſcht, fein greiswollig.
„ Fluͤgelwurzel faſt okergelb; Randmal wenig bemerkbar. Schwinger roſt⸗
„ gelb mit braͤunlichem Knopfe. — Ein Weibchen, in der Hoffmanns⸗
7 eggiſchen Sammlung, vom Harze. — 27, Linien.“ (Wiedemann,)
9. Ath. immaculata. »
Dunkelgrau; Flügel ungefleft, glasartig; Schwinger ziegel-
farbig. Obscure-grisea ; alis immaculatis, hyalinis; hal-
terıbus testaceis.
Fabr. Syst. Antl. 74. 10: Atherix (zimmaculata) obscura
cinerea ; thorace lineato; alis hyalinis immaculatis.
Untergeſicht hellgrau. Augen grün, auch bei dem Maͤnnchen etwas durch
die ſchmale ſchwarzliche Stirne getrennt : uber den Fuͤhlern ein weißer
Punkt. Die Stirne des Weibchens iſt breit ſchwaͤrzlich grau. Die Fluͤgel
find faſt glasartig, kaum etwas grau: Randmal faſt unmerklich ein wenig
bräunlich. Schwinger ziegelfarbig. Auf dem Ruͤkkenſchilde find drei etwas
dunkelere Striemen, die ſich aber wenig ausnehmen. Beine ſchwaͤrzlich.
Der Hinterleib des Weibchens iſt meiſtens etwas heller als bei dem Männ⸗
chen. — Im Mai und Junius auf Wieſen hier ziemlich gemein. 2
— 3 Linien. i
10. Ath. luteola. Fall. T
Gelblich; rothgelbhaarig; Ruͤkkenſchild des Männchens duns
feler ; Fluͤgel mit einer verbreiteten Randmakkel. Lutes-
cens ; fulvo-tomentosa ; thorace maris obscuriore ; alis
macula costalı dilatata.
Fallen Dipt. Suec. Anthr. 14. 10: Leptis (Iuteola) lutes-
cens fulvo-tomentosa thorace maris obscuriore; alis ma-
cula costali dilatata sæpius obsoleta.
ATHERIX | 111
„„Maͤunchen und Weibchen. Größe und Geſtalt wie Khagio Lineola.
>, Fuͤhler gelb: leztes Glied zuſammengedrückt, breiter als bei der andern.
„„ Ruükkenſchild bei dem Männchen ſchwarz, bei dem Weibchen dunkel
5 oder gelb; mit undeutlichen Linien. Bruſt, Schildchen, Hinterleib und
„„ Beine gelb, ungeflekt. Zluͤgel gelbaderig, mit einem dunkeln, oft kaum
„„ ſichtbaren Randflekten. — Bei einer Abänderung des Weibchens iſt
A —
der Kopf aſchgraulich, und der Fluͤgelflekken deutlicher. — In Oſtgoth⸗
7= land und Schonen ſelten. „ (Fallén.)
Folgende beiden, mir unbekannte Arten, ſezze ich nur
muthmaßlich hiehin:
ı1. Ath. obscura. Fall. 7
Greis; Hinterleib und Beine dunkelgelb; die hinterſte Fluͤ⸗
gelader, die den Winkel bildet, gebogen, dik. Grisescens;
abdomine pedibusque lividis; nervo alarum postio angu-
larem formante arcuato crasso.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 14. 11: Leptis obscura.
„„ Weibchen: Dunkel, kleiner als die übrigen Arten. Hinterleib ſchwaͤrz⸗
„ lichgelb (im Leben gelbgeflekt?). Beine dunkel. Die hinterſte Fluͤgelader
5% (an der Wurzel), welche den ſpizzigen Winkel bildet, it dikker als
„ bei den andern, und bogenförmig gekruͤmmt. — In Schonen fehr
5 ſelten.“ (Fallen) \
12. Ath. flavipes. Fabr. +
Ruͤkkenſchild roſtgelb; Hinterleib ſchwarz mit gelben Sei—
tenflekken. Thorace ferrugineo; abdomine atro : maculis
lateralibus flavis.
Fabr. Spec. Ins. H. 420. 7 : Rhagio (flavipes) thorace fer-
rugineo; abdomine atro : maculis lateralibus flavis.
— Ent. syst. IV. 273. 10: Rhagio flavipes. )
112 ATHERIX
Fabr. Syst. Antl. 74. 9: Atherix flavipes.
Klassif. d. Zweifl. I. 305. g) Rhagio flavipes.
„ Kopf kugelfoͤrmig, ſchwarz. Ruͤkkenſchild glatt, roſtgelb, ungefleft.
„„ Hinterleib walzenfoͤrmig, eingekruͤmmt, ſchwarz, mit drei gelben Sei⸗
„ tenflekken und hinten mit einem gleichen auf dem Rükken. Beine gelb
„mit ſchwarzen Fuͤßen. Zlügel glasartig, ungeflekt. — Deutſchland.““
(Fabricius.) ö
CLINOCERA 113
LIII. Spizfliege. CLINOCERA.
Tab. 16. Fig. 1 — 4.
Fuͤhler vorgeſtrekt, entfernt, dreigliederig: die beiden unter⸗
ſten Glieder ſphaͤroidiſch; das dritte kegelig mit nieder
gebogener Borſte (Fig. 1— 3).
Drei Punktaugen auf der Stirne (Fig. 2).
Fluͤgel parallel⸗aufliegend.
Antenne porrect@ , remote, triarticulate : artıculis infe-
rioribus sphæroideis; tertio conico : seta terminali incurva.
Ocelli tres frontales.
Ale incumbentes parallel.
1. Cl. nigra.
Da ich von dieſer einzigen Art nur zwei weibliche Exemplare geſehen
habe, ſo laßen ſich dermalen die Kennzeichen nicht genauer angeben. Kopf
ſchwarz; Mund etwas verlaͤngert, ohne ſichtbar vorſtehenden Ruͤſſel (3).
Stirne breit mit einer kleinen Erhoͤhung, die Punktaugen tragend
(2 3). Fuͤhler gerade vorgeſtrekt, etwas entfernt, dreigliederig : das
lezte kurz kegelfoͤrmig, in eine abwärts gekruͤmmte DBorfte auslaufend (1).
Der Leib iſt mattſchwarz; Ruͤkkenſchild mit drei dunkeln Striemen; Hin⸗
terleib ſiebenringelig, ſpizzig kegelfoͤrmig. Beine lang, duͤnne, ſchwarz,
mit drei Afterklauen. Schwinger ſchwarz, unbedekt. Fluͤgel glasartig, mit
einem ganz eigenen Aderngewebe, im Ruheſtande parallel auf dem Leibe
liegend. — Ich fing dieſe Fliege einmal im Winter auf meinem Zimmer
bereits vor vielen Jahren; nachher iſt ſie mir nie wieder vorgekommen.
Ein anderes Exemplar ſah ich in der Baumhaueriſchen Sammlung. —
2 Linien. a
Wegen der Fuͤhler und der drei Afterklauen paßt dieſe Art in gegen—
waͤrtige Familie; allein die Bildung der Flügel ſondert fie ganz ab; dieſe
paßt aber auch ſonſt nirgends hin.
Der Gattungsname iſt von klino ich beuge herab und keras Horn
zu ſammengeſezt.
II. Band. a 1
114 THEREVA
V. Familie: XYLOTOMA.
LIV. Stiletfliege. THEREVA.
Tab. 15. Fig. 1 — 9.
Fuͤhler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig : erſtes Glied
walzenfoͤrmig; zweites becherfèrmig; drittes kegelfoͤrmig
(Fig. 1),
Ruͤſſel eingezogen.
Drei Punktaugen (Fig. 4).
Fluͤgel halb offen (Fig. 3).
Antenne porrect®, approximatæ, triartieulate : articulo
primo cylindrico; secundo cyathiformi; tertio conico.
Proboscis retracla.
Ocelli tres.
Ale divaricatæ.
Kopf des Maͤnnchens faſt halbkugelig, des Weibchens
ſphaͤroidiſch (3 4). Nezaugen im Leben gruͤn; bei dem
Maͤnnchen oben zuſammenſtoßend; bei dem Weibchen durch
die mehr oder weniger breite Stirne getrennt. Auf dem
Scheitel drei Punktaugen. — Fuͤhler ſo lang als der
Kopf, vorgeſtrekt, an der Baſis dicht beiſammen ſtehend,
nach oben ſeitwaͤrts gebeugt, dreigliederig: das erſte Glied
walzenfoͤrmig, borſtig, ziemlich lang; das zweite becherfoͤr⸗
mig, borſtig, ſehr kurz; das dritte kegelfoͤrmig, nakt, etwas
laͤnger als das erſte, an der Spizze mit einem kleinen
zweigliederigen Griffel (1 2). — Ruͤſſel im Ruheſtande
ganz in den Mund zuruͤkgezogen. Lippe fleiſchig, unten
bauchig, oben flach rinnenfoͤrmig, vorne mit doppeltem
.
THEREV A 115
haarigem, nach außen feinquergeftreiften Kopfe (5 d und 6).
Lefze hornartig, ſchmal, flach, unten rinnenfoͤrmig, fo lang
als die Lippe; Zunge ſchmal, ſpizzig, oben rinnenfoͤrmig:
beide an der obern Baſis der Lippe eingeſezt. Kinnbakken
hornartig, ſchmal, ſpizzig, etwas kuͤrzer als die Lefze, an
deren untern Baſis ſie beiderſeits eingeſezt ſind: Lefze,
Zunge und Kinnbakken liegen auf der Lippe. Taſter an
der Baſis der Lippe ſeitwaͤrts angewachſen, etwas laͤnger
als die Lefze, walzenfoͤrmig, mit knopffoͤrmiger Spizze, ein⸗
gliederig, nach außen haarig (5 a Lefze; b Zunge; c Kinn⸗
bakken; e Taſter). — Mittelleib eirund, ohne Quernaht
auf dem Ruͤkken, aber gewoͤhnlich mit drei Striemen von
dunkeler Farbe, haarig, mit untermiſchten Borſten; Schild—
chen halbkreisrund. — Hinterleib feinhaarig, kegelfoͤrmig,
ſiebenringelig. — Fluͤgel lanzetfoͤrmig mikroskopiſch-be⸗
haart, im Ruheſtande halb offen; fie gleichen in Ruͤkſicht
des Adernverlaufes jenen der Tabanen. Die beiden Länge
adern am Hinterrande in der Mitte find entweder am Fluͤ⸗
gelrande vereinigt (8) oder getrennt (0). — Schuͤppchen
einfach, ſehr klein; Schwinger unbedekt. — Beine ziem⸗
lich ſchlank, feinſtachelig; Schienen am Ende feingeſpornt;
Fuͤße mit zwei Afterklauen (7).
Bei Fabricius heißt dieſe Gattung Bibio. Da aber dieſer
Name ſchon lange vorher von Geoffroy für die Gattung
Hirtea Fabr. gebraucht wurde, fo iſt der gegenwärtigen der
von Latreille früherhin angenommene Name Thereva vers
blieben. — Fabricius hat dreizehn Arten; drei davon ſind
außereuropaͤiſch; die zweite iſt Callicera aenea, und die neunte
Phora florea; die fünfte gehört zu Alheris; die elfte iſt das
Weibchen der dreizehnten, und die achte das Maͤnnchen der
dritten: es bleiben ihm alſo noch fuͤuf wahre europaͤiſche
Arten uͤbrig.
1106 THEREVA
ı. Th. nobilitata. Fabr.
Gelbrothhaarig; Hinterleib roſtgelb: Ringe an der Baſis
ſchwarz; Bauch braun mit gelben Querbinden. Rufo-hirta;
abdomine ferrugineo : segmentis basi nigris; ventre fusco
flavo-fascıiato.
Fabr. Spec. Ins. II. 413. : Bibio (nobilitata) ferrugineo
hirta abdomine conico fulvo, ano atro.
— Ent. syst. IV. 255. 5 : Bibio nobilitata.
— Syst. Antl. 67. 6 : Bibio nobilitata.
Gmel. Syst. Nat. V. 2829. 131: Musca nobilis.
Degeer Ins. VI. 76. 9 : Nemotelus hirtus (Mas).
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 4. ı : Bibio plebeia.
Latreille Gen. Crust. IV. 296 : Thereva nobil.
“ Klassif. d. Zweifl. I. 213. ı : Bibio nobil.
Maͤnnchen: Untergefiht ſchwarzgrau, rothgelbhaarig, mit einem
Kranze von ſchwarzbraunen Haaren, der um die Fuͤhler herum einen
Halbkreis bildet. Vorderer Augenrand weißlich. Fuͤhler braun. Mittelleib
braun, bisweilen ganz ſchwarz, ohne deutliche Zeichnung, dicht rothgelb—
haarig, mit untermiſchten ſchwarzen Borſten. Hinterleib rofigelb : die
Ringe an der Baſis ſchwarz, welches bisweilen nur einen Ruͤkkenflekken,
bisweilen auch eine Querbinde bildet; am Hinterrande der Ringe — den
erſten ausgenommen — lebhaft hellgelb geſaͤumt: übrigens mit langen
rothgelben Pelzhaaren dicht bewachſen. Schwinger braungelb. Fluͤgel etwas
braun getrübt: Randmal kaum merklich, meiſtens verwiſcht. Schenkel
ſchwarzbraun; Schienen und Fuße mehr ziegelroth.
Weibchen: Untergeſicht und Stirne rothgelb: leztere mit glaͤnzend
ſchwarzer herzfoͤrmiger Schwiele. Ruͤkkenſchild mit drei breiten graubraunen
Striemen. Leib nicht fo haarig wie bei dem Maͤnnchen; Spizze des Af⸗
ters glaͤnzend ſchwarz. Schwinger gelblich. — Im Sommer in Hekken,
doch nicht gemein. — 6 Linien.
Ich fand die Larve in alten faulen Baumftöffen. Ausgewachſen iſt fie
vierzehn Linien lang, ſchlangenfoͤrmig, ſchmuzzigweiß, mit durchſcheinenden
gelblichen Flekken. Kopf klein, ſchwarz, hornartig; auf dem erſten Ringe
eine ſchwarze Ruͤkkenlinie; auf dem vorlezten oder neunzehnten einige
THEREVA 117
Borſten,und am After zwei Reſpirationsroͤhren. Sie verwandelten ſich
im Mai in laͤngliche Nymphen, woraus im Junius die Fliege hervor kam.
2. Th, Eines
Hinterleib ſchwarz mit rothgelben und ſchwarzbraunen Haas
ren: Einſchnitte gelb; Bauch eben ſo gefaͤrbt (Maͤnnchen).
Abdomine nigro, rufo fuscoque hirto; incisuris flavis;
ventre concolore.
Von dieſer habe ich nur ein Maͤnnchen, das ſich von der vorigen durch
den ſchwarzen Hinterleib unterſcheidet, deſſen Haare an den Seiten ab—
wechſelnd aus rothgelben und ſchwarzbraunen Buͤſcheln beſtehen; hintere
Ringraͤnder gelb. Bauch ſchwarz mit ſchmalen gelben Querbinden. Fluͤgel
braͤunlich mit gelbbraunem Randmale. Alles Uebrige wie bei der vorigen
Art. — Aus der Baumhaueriſchen Sammlung. — 5 Linien.
3. Th. plebeia. Linn.
Maͤnnchen: Schwaͤrzlich; Hinterleib ſchwarzhaarig, mit
gelben Einſchnitten;
Weibchen: Ruͤkkenſchild blaß, braungeſtriemt; Hinterleib
ſchwarz und aſchgrau bandirt, mit blaſſen Einſchnitten.
Mas : Nigricans ; abdomine nigro-hirto : incisuris flavis;
J'emina : Thorace pallido , fusco-vittato; abdomine schistaceo
nigro-fasciato , incisuris pallidis.
Fabr. Spec. Ins. II. 413. 5 : Bibio (plebeia) cinereo-hirta;
abdomine conico segmentis margine albis (Femina).
— Ent. syst. IV. 254. 2 : Bibio plebeia. — 255. :
Bibio (strigata ) hirta nigra abdomine strigis duabus
albis (Mas).
— Syst. Antl. 66. 3: Bibio plebeia. — 67. 8 : B. strigata.
Gmel. Syst. Nat. V. 2829. ı : Musca plebeia.
Linné Fauna Suec. 1779 : Musca plebeia.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 4. 2 : Bibio rustica.
Geoffroy Ins. II. 462. 6 : Taon noir a anneaux du ventre
bordes de blanc.?
118 THEREVA
Latreille Gen. Crust. IV. 296: Thereva plebeia
— Consid. gener. 443.
Degeer Ins. VI. 76. 8: Nemotelus fasciatus. Tab. 11. 5 1.
Frisch Ins. I. 34. Tab. g.
Schellenberg Genr. d. Mouch. Tab. 33. Fig. 1
Klassif. d. Zweifl. I. 214. 3 : Bibio fasciata.
Männchen : Untergeſicht braunhaarig, oben mit ſchwarzbraunem
Haarbogen. Fuͤhler ſchwarzbraun. Mittelleib durchaus ſchwarzbraunhaarig,
oben graubraun mit drei dunkeln Striemen, in den Seiten mehr ins
Graue gemiſcht. Hinterleib ſchwarz, mit ſchwarzbraunen Haaren: Hin⸗
terrand des zweiten und der folgenden Ringe mit hellgelben Guͤrteln und
vor denſelben oben rothgelbe Seitenflekken. Schwinger braun. Fluͤgel braun
getruͤbt, rothbraunaderig, mit deutlichem dunkelbraunem Randmale.
Schenkel braun; Schienen und Fuͤße braunroth mit ſchwaͤrzlicher Spitze.
Weibchen: Untergeſicht weißhaarig, nach oben etwas gelblich. Stirne
braungelb mit zwei zuſammengefloſſenen glaͤnzendſchwarzen Schwielen.
Fuͤhler ſchwarzbraun : erſtes Glied grau. Mittelleib oben braͤunlichgelb
mit drei dunkelbraunen Striemen; Bruſtſeiten aſchgrau. Hinterleib: erſter
Ring braungrau; zweiter bis ſechſter Ring jeder vorne mit einer glaͤnzend
ſchwarzen Querbinde, die in der Mitte breiter iſt, hinter derſelben iſt
die Grundfarbe ſchiefergrau, und am Hinterrande mit einem ſchmalen
gelblichweißen Saume; der ſiebente Ring iſt glänzend ſchwarz. Bauch
lieblich hellſchiefergrau mit gelblichem Hinterrande der Ringe.
Ich habe von dieſer Art viele Exemplare aus der Baumhaueriſchen
Sammlung verglichen. — 5 dis 6 Linien.
Friſch fand die weiße ſchlangenfoͤrmige Larve in feuchter Erde.
4. Th. lugubris. Zabr.
2
Schwarz; Hinterleib ſchwarzhaarig mit weißen Einſchnitten
und aſchgrauen Seitenflekken; Fluͤgel braun. Nigra; ab-
domine nigro-hirto : incisuris albis, maculis lateralibus
einereis; alis fuscis.
Fabr. Ent. syst. IV. 255. 6: Bibio (lugubris) hirta alra,
ore cineren, tibiis testaceis.
THEREVA 119
Fabr. Syst. Antl. 67. 7.
Gmel. Syst. Nat. V. 2832. 134: Musca lugubris.
Männchen : Kopf braunhaarig, an den Augen weißſchillernd; Seiten
des Mundes grauhaarig. Mittelleib ſchwarzbraun, glanzlos, haarig mit
einigen Borſten untermiſcht, übrigens ohne deutliche Zeichnung. Hinterleib
braunſchwarz, mit ſchwaͤrzlichen Haaren; Einſchnitte weißlich; dicht uͤber
denſelben je ein aſchgrauer dreiekkiger Seitenflekken. Bauch ſchwarzbraun
mit weißlichen Einſchnitten. Schenkel haarig, ſchwarz; Schienen und erſtes
Fußglied ziegelroth, die andern braun. Schwinger bran Fluͤgel braun
getruͤbt, mit blaſſem gelbbraunem Randſtriche. — Mehre Maͤnnchen aus
der Baumhaueriſchen Sammlung, auch von Hrn. Megerle v. Muhlfeld
als Bibio tibialis,:— f, Linien. Ä
Die große Aehnlichkeit dieſer Art mit der vorigen ſollte faſt auf Va⸗
rietat ſchließen laſſen. 2
>. Ih, albipennis.
Ruͤkkenſchild grau mit drei dunkeln Striemen; Hinterleib
weißhaarig, ſchiefergrau mit ſchwarzen Binden; Fluͤgel
weißlich. Thorace cinereo : vittis iribus obscuris; abdo-
mine albido-hirto : schistaceo, nigro-fasciato ; alis albidis.
Untergeſicht des Maͤnnchens grauweiß und mit eben ſolchen Haaren,
oben mit einem braunen Haarbogen. Del dem Weibchen iſt das Unter⸗
geſicht weiß. Die Stirne gelblich mit deutlichgetrennter glaͤnzendſchwarzer
Doppelſchwiele. Fuͤhler braun. Mittelleib an beiden Geſchlechtern weißlich
behaart mit ſchwarzen Borſten, oben aſchgrau mit drei dunkelgrauen
Striemen; in den Seiten mehr ſchiefergrau. Hinterleib an beiden Ge⸗
ſchlechtern weißhaarig, ſchiefergrau: vom zweiten bis ſechſten Ringe vorne
mit ſchwarzer, in der Mitte erweiterter Querbinde und weißgelblichem
Hinterrande. After ſchwarz. Bauch ſchiefergrau, mit weißgelblichem Hin⸗
terrande der Ringe. Schwinger braun. Fluͤgel weißlich — nicht blos
durchſichtig — ſchwarzbraunaderig, mit braunem Mandſtriche. Schenkel
ſchwaͤrzlich; Schienen braungelb; Fuͤße braun. — Beide Geſchlechter in
der Baumhaueriſchen Sammlung. — Männchen 57 Weibchen 414 Linien.
/
120 THEREVA
6. Th. taniata.
Ruͤkkenſchild gelblich mit drei Schwarzen Striemen; Hinter⸗
leib ſchiefergrau mit breiten ſchwarzen Binden und gelb⸗
lichen Einſchnitten; Bauch ſchwarz mit gelben Einſchnit⸗
ten. Thorace flavicante: vittis tribus nigris; abdomine
schistaceo late nigro-fasciato, incisuris flavicantibus; ven-
tre nigro, incisuris flavis.
Dieſe Art, vo welcher ich nur das Weichen kenne, gleicht der dritten
ſehr. Untergeſicht weißhaarig; Stirne hellgelb mit einer großen glaͤnzend⸗
ſchwarzen, vorne eingeſchnittenen Schwiele, die faſt bis zu den Punktau-
gen reicht. Erſtes und zweites Fuhlerglied grau, drittes ſchwarzbraun.
Ruͤkkenſchild ziemlich lebhaft hellgelb mit drei ſchwarzen Striemen; Schild—
chen gelb mit braunem Mittelflekken; Bruſtſeiten aſchgrau. Hinterleib:
erſter Ning grau; die ſechs folgenden haben vorne eine breite glänzend»
ſchwarze gleichbreite Querbinde, dann folgt eine ſchmale ſchiefergraue und
auf dieſe der hellgelbe Saum am Hinterrande. Bauch glaͤnzend ſchwarz
mit gelbem Hinterrande der Ringe. Schwinger braun. Fluͤgel etwas braun
getruͤbt. Schenkel braun; Schienen hellziegelroth; Fuͤße braun: das erſte
Glied der hinterſten ziegelroth. — Ich habe vier Weibchen aus der Baum⸗
haueriſchen Sammlung vor mir. — 6 Linien.
7. Th. marginula.
Aſchgraulich; Ruͤkkenſchild mit drei braunen Striemen; Hin:
terleib ſchwarzbandirt; Fluͤgel vor dem Hinterrande mit
braunem Saume. Cinerascens ; thorace fusco-trivittato;
abdomine nigro-fasciato; alis ante marginem poslicam
fimbria fusca.
Dieſe Art, von der ih nur das Weibchen kenne, hat viele Aehnlichkeit
mit der dritten; allein ſie unterſcheidet ſich hinlaͤnglich. Kopf grauweiß;
Untergeſicht und Bakken weißhaarig. Stirne mit ſchmaler glaͤnzendſchwarzer
vorne eingeſchnittener Schwiele; über derſelben iſt die Farbe etwas gelb-
lich. Mittelleib braͤunlichaſchgrau, mit drei braunen, vorne etwas breitere
Mükkenſtriemen. Hinterleib aſchgrau, etwas ins Bräunliche ziehend; zwei⸗
THEREVA 121
ter bis ſechſter Ring vorne mit ſchwarzer Querbinde; fiebenter Ring
ſchwarz. Schwinger braun. Schenkel braunſchwarz; Schienen braungelb;
Fuͤße ſchwarzbraun, an den hinterſten die Wurzel braungelb. Fluͤgel faſt
waſſerklar, ſchwarzbraunaderig mit gleichfarbigem Randſtriche; von dieſem
ziehet ſich ein blaßbraungrauer, ziemlich breiter Bogen um die Spizze und
den Hinterrand herum, doch ſo, daß er dieſen Rand nirgends beruͤhret.
— Von Hrn. Megerle v. Muͤhlfeld als Bibio marginata gefhift,
welcher Name aber, wegen der Bibio dieſes Namens, bei Fabricius nicht
bleiben konnte. — 4½ Linien.
8. Th. funebris.
Ruͤkkenſchild ſchwarzbraun, rothgelbhaarig; Hinterleib und
Schwinger ſchwarz; Flügel grau. Thorace nigro-fusco
rufo-hirto; abdomine halteribusque nigris; alis cinereis.
Klassif. d. Zweifl. I. 214. 4: Bibio (lugubris) thorace ful vo-
villoso; abdomine halteribusque nigris.
Untergeſicht dunkelbraunhaarig; Hinterkopf hellbraun; Fuͤhler ſchwarz—
braun. Mittelleib ſchwarzbraun, rothgelbhaarig. Beine ſchwarzbraun mit
roſtgelben Schienen. Fluͤgel blaßgrau. — Ein Maͤnnchen aus der Baum⸗
haueriſchen Sammlung. — Beinahe Linien.
B. lugubris Fabr. iſt eine andere Art, die weiter vorne vorkommt. —
9. Th. bipunctata.
Schwaͤrzlich; Ruͤkkenſchild mit dunkeln Striemen; Hinter⸗
leib mit dunkeln Querbinden und gelben Einſchnitten;
Stirne des Weibchens mit zwei ſchwarzen Punkten. Ni-
gricans; thorace obscure vittato; abdomine fasciis obscu-
ris : incisuris flavis; fronte feminæ punctis duobus nigris.
Weibchen: Untergeſicht grauweißhaarig. Stirne braungelb, vorne
mit zwei glaͤnzendſchwarzen neben einander ſtehenden kleinen runden Flek⸗
ken. Fühler braun: zwei erſte Glieder graulich. Muͤkkenſchild braͤunlich—
grau, ins Gelbliche fallend, mit drei dunkelern Striemen. Hinterleib braun
lichgrau mit gelben Einſchnitten und dunkeln, am Hinterrande verwaſche⸗
er THEREVA
nen Binden. Bauch braungrau mit gelben Ringraͤndern. Beine braungelb
mit ſchwarzgrauen Schenkeln. Fluͤgel blaßgrau, am Vorderrande gelblich.
Schwinger ſchwarzbraun. — Zwei Exemplare aus der Baumhaueriſchen
Sammlung, welche vielleicht das andere Geſchlecht zu der vorſtehenden
Art ſind. — 4 Linien.
10. Th. albilabris. Meg.
Kopf weiß; Ruͤkkenſchild ſchwaͤrzlich; Hinterleib rothgelb
mit ſchwarzen Binden; Schwinger braun. Capite albo;
thorace nigricante; abdomine rufo nigro-fasciato; halte-
ribus fuscis. |
Männchen: Untergeſicht weißhaarig; Stirne grau; Fuͤhler ſchwarz⸗
braun. Ruͤkkenſchild ſchwarzgrau; Bruſtſeiten und Bruſt grauweißhaarig.
Hinterleib roͤthlichgelb: auf dem erſten Ringe ein ſchwarzer halbkreisför⸗
miger Flekken; auf den folgenden ſchwarze in der Mitte ſtark erweiterte
Binden. Bauch braungrau. Schwinger ſchwarzbraun. Fluͤgel kaum etwas
grau, die Randadern gelblichbraun. Schenkel ſchwarzgrau; Schienen und
erſtes Fußglied rothgelb, die andern braun. — Oeſterreich; von Herrn
Megerle von Muͤhlfeld. — 3½ Linien; doch war der Hinterleib ſtark
eingezogen. |
II. Th. flavilabris. Meg.
Kopf und Schwinger gelb; Hinterleib rothgelb, bei dem
Weibchen mit ſchwarzen Einſchnitten. Capite; halteribus-
que Navis; abdomine rufo : incisuris (Femin) nigris.
Maͤnnchen: Untergeſicht und Stirne blaßgelbhaarig, auf letzterer
laͤngs den Augenrand ein Bogen von ſchwarzen Borſten, und auf der
Mitte eine vertiefte Laͤngslinie. Erſtes und zweites Fuͤhlerglied braungrau.
Ruͤkkenſchild ſchwaͤrzlich, rothgelbhaarig; Seiten und Bruſt aſchgrau.
Schildchen braungelb. Hinterleib rothgelb: der umgeſchlagene Seitenrand
der Ringe mit ſchwarzbrauner, dann mit weißer Linie eingefaßt. Bauch
braungrau. Schwinger hellgelb. Schenkel braun; Schienen dunkelgelb;
Fuͤße braun. Fluͤgel kaum etwas grau mit gelbbraunen Randadern —
3½ Linien; doch if am vorliegenden Exemplare der Hinterleib ſtark ein⸗
gezogen.
THEREVA 123
Weibchen: Untergefiht und Stirne blaßgelb: letztere mit glaͤnzend—
ſchwarzem herzfoͤrmigem Flekken, der bis zu den Punktaugen reicht; Hinter⸗
kopf grau. Mittelleib auf dem Ruͤkken blaßgelbgrau mit drei grauen
Striemen; Seiten und Vruſt hellgrau. Schildchen hellgelb mit ſchwarzem
Mittelflekken. Hinterleib roͤthlichgelb: zweiter Ring mit hellgelbem Hinter⸗
rande, bei den folgenden Ringen iſt dieſes kaum ſichtbar; der dritte,
vierte und fuͤnfte Ring mit ſchwarzem Vorderrande; After ſchwarz. In
gewiſſer Richtung ſind die beiden erſten Ringe lichtgrau und der gelbe
Saum verſchwindet. Die braune und weiße Einfaſſung am Geitenrande der
Ringe, die das Maͤnnchen hat, fehlt hier gänzlich. Bauch braungrau mit
hellen Einſchnitten. Schwinger, Beine und Fluͤgel wie bei dem Männchen.
— 4% Linien.
Vaterland: Oeſterreich; von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld.
12, Ih. tulva,
Rothgelb; Fühler braun mit rothgelber Wurzel; Flügel faft
glasartig. Rula; antennis fuscis basi ruſis; alis subhya-
Iinis.
Klassıf. d. Zweifl. I. 215. 5: Bibio fulva.
Sie iſt rothgelb mit gleichfarbigen Haaren, nur am Mittelleibe mit ſchwar— *
*
zen Borſten untermiſcht. Die beiden erſten Fuͤhlerglieder rothgelb, das
.3
dritte ſchwarzbraun. Auf der Stirne des Weibchens iſt der gewoͤhnliche
glaͤnzendſchwarze Flekken, und die Afterfpiszeiſtebenfalls ſchwarz. Schenkel
und Fuͤße braun; Schienen rothgelb. Schwinger gelb; Flügel faſt glas—
artig, am Vorderrande gelblich. — Mehrere Exemplare aus der Baum—
haueriſchen Sammlung. — 4 bis 5 Linien. f
Bisweilen ſind auch die Schenkel und das erſte Fußglied rothgelb, und
die Einſchnitte des Hinterleibes haben einen hellgelben Saum am Hinter-
rande.
13. Th. ruficaudis. Hgg. F
Schwaͤrzlich; Hinterleib gelbbandirt; After gelbröthlich.
Nigricans; abdomine flavo-fasciato ; ano ruficante.
25 Fuͤhler ſchwarz; Endglied etwas braͤunlich mit ſchwarzer Spitze. Bart
25 weiß; Stirne und Untergeſicht nur in gewiſſer Richtung weiß; Hinter⸗
a
Bl
124 THEREVA
>> kopf ſchwarz hehaart. Ruͤkkenſchild graulichſchwarz: in gewiffer Richtung
5 mit zwei dicht zuſammenliegenden ſchmaͤlern und zwei breitern dunkelern
22 Striemen; Bruſtſeiten wenig und kurz weißbehaart. Hinterleib ſchwarz
5 mit weißen Haͤrchen; Hinterrand des zweiten bis fünften Ringes ſchmal
5 gelb; After roͤthlich. Fluͤgel gelblich. Schwinger gelb. Schenkel ſchwarz
= mit roͤthlich gelber Spizze; Schienen und Fuͤße roͤthlichgelb: Schienen-
5 ſpizze ſchwarz; Fuße von der Spizze des erſten Gliedes an ſchwarz. —
5» Hoffmannseggiſche Sammlung; ein Maͤnnchen aus der Gegend von
5» Berlin. — 474 Linien.“ Wiedemann.)
14. Th. dispar. Hgg. +
Glaͤnzend ſchwarz mit honiggelben Beinen; Hinterleib in
der Mitte weiß (Männchen) oder ſchwarz mit drei weifs
ſen Seitenſtrichen (Weibchen). Nigra nitens, pedibus
melleis; abdomine medio albo Mas) aut toto nigro,
strigis lateralihus tribus albis [(Femina).
5 Kopf glänzend ſchwarz; Bakken und zwei Flekken des Hinterkopfes in
5 gewiſſer Richtung weiß. Rükkenſchild in gewiſſer Richtung mit zwei
55 graulichen Laͤngslinien, die dem Weibchen zu fehlen ſcheinen. Zweiter
>, bis vierter Hinterleibsring bei dem Maͤnnchen weiß, fo daß nur an den
55 Vorderraͤndern eine ſchwarze Querlinie und an den Seiten ein recht—
55 winkeliger dreiekkiger ſchwarzer Flekken übrig bleibt, deſſen rechte Seiten
5 am Vorder- und Außenrande liegen. Bei dem Weibchen fehlt das Weiße;
52 dagegen find am zweiten bis ſechsten Ringe weiße, an den Hinterraͤndern
5 liegende Querflekken an jeder Seite. Der Hinterrand ſelbſt hat am erſten
» Und zweiten Ringe etwas Braͤunlichgelbes. Fluͤgel ſtark gelblich, gegen
„ die Spizze hin allmaͤhlig dunkeler. Schwinger und Beine honiggelb:
„ Huͤftglieder ſchwarz, in gewiſſer Richtung wie die Bruſt weißſchimmernd.
55 — Aus Italien; in der Hoffmanneggiſchen Sammlung. — 5½ Linien.“
(Wiedemann.)
15. Th. eximia.
Glaͤnzend ſchwarz; Ruͤkkenſchild mit zwei weißen Linien;
Hinterleib mit unterbrochenen ſilberweißen Querbinden;
‚THEREVA 125
Beine rothgelb mit fhwarzen Schenkeln. Atra nitida; tho-
race lineis duabus albis; abdomine fasciis interruptis albo-
argenteis; pedibus rufis: femoribus nigris.
Weibchen: Kopf ſchwarz; neben den (Warzen Zuͤhlern je ein weißer
Flekken; Stirne ſchmal, vorne etwas erhaben. Mittelleib glaͤnzend ſchwarz:
in gewiſſer Richtung zeigen ſich zwei weiße Ruͤkkenlinien. Hinterleib lang,
walzenfoͤrmig, nach hinten ſpizzig zulaufend, glanzend ſchwarz: erſter
Ring eben fo groß als der zweite; am Hinterrande des zweiten, dritten
und fuͤnften Ringes liegen ſilberweißſchielende unterbrochene Querbinden;
auf dem vierten Ringe ebenfalls eine Spur davon. Fluͤgel braͤunlich mit
dunkelern Adern, der Vorderrand von der Wurzel bis zur Haͤlfte der
Lange roͤthlichgelb. Schenkel ſchwarz; Schienen rothgelb mit dunkeler Spizze;
Fuͤße braun. Schwinger rothgelb. — Aus der Baumhaueriſchen Samm⸗
lung. — 7 Linien.
10. Th. a Linn.
Ruͤkkenſchild braunroͤthlich; Hinterleib ſilberweiß (Maͤnn⸗
chen) oder graulich (Weibchen); Fuhler braunhaarig; re
Beine röthlichgelb. Thorace rufescente ; abdomine albo-
argenteo (Mas) aut griseo (Femina); antennis fusco-
Pilosis; pedibus rufis.
Fabr. Ent. syst. IV. 254. 3: Bibio (flavipes) hirta cinerea,
segmentis abdominis margine flavis (Femina).
— Syst. Antl. 67. 4 : Bibio flavipes.
Gmelin Syst. Nat. V. 2832. 20: Musca anilis.
Linné Fauna Suec. 1701: Musca (anilis) antennis filatis
hirtis mutieis, corpore villoso albo canescente.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 5. 3 : Bibio anilis.
Panzer Fauna Germ. V. 23 : Bibio anilis (Mas). — XCVIII.
19 : Bibio sordida (Femina).
RKlassif. d. Zweifl. I. 215. 6: Bibio anilis Var. — 216. c)
Bibio flavipes.
| Maͤnnchen: Untergeſicht und Stirne braungrau; leztere ſchwarzborſtig
mit vertiefter Linie. Erſtes Fuͤhlerglied verdikt braungelb, ſtark mit ſchwarz⸗
126 THEREVA N
braunen Borſten befezt; drittes Glied ſchwarzbraun. Hinterkopf rothgelb—
haarig. Ruͤkkenſchild ſchwaͤrzlichbraun, rothgelbhaarig, mit zwei hellern
Linien. Hinterleib mit ſilberglaͤnzenden Haaren dicht beſezt, und weißen
Ringraͤndern. Beine rothgelb mit ſchwaͤrzlichen Gelenken; nur die Schen⸗
kel oftmals ſchwarzlich. Schwinger braun mit weißlichem Knopfe. Flügel
kaum etwas bräunlich getruͤbt, braunaderig: die Queradern meiſtens et—
was dunkeler, der Adernverlauf iſt wie bei der vorigen Art.
Das Weibchen ſieht dem Männchen wenig ähnlich. Stirne grau oder
auch braͤunlichgelb, vorne mit einem verloſchenen braunen Flekken. Ruͤk⸗
kenſchild licht gelbgrau mit drei dunkeln Striemen. Hinterleib ſeiden⸗
artig braͤunlichaſchgrau mit hellern Ningraͤndern: After glänzend ſchwarz.
Beine braͤunlichgelb.
Ich erhielt dieſe Fliege auch unter dem Namen semiargentea aus der
Hoffmannseggiſchen Sammlung. — 5% Linien.
17. Th. annulata. Fabr.
Weißlichgrau; Fuͤhler weißhaarig; Ruͤkkenſchild mit drei
aſchgrauen Striemen; Hinterleib des Weibchens ſchwarz
bandirt. Cana; antennis albo-hirtis; thorace vittis tribus
cinereis; abdomine (Z'emine) nigro-fasciato.
Fabr. Spec. Ins. II. 413. 8 : Bibio (anilis) villosa albo-ca-
nescens; alis hyalinis.
— Ent. syst. IV. 255. 9: Bibio anilis.
— Syst. Antl. 68. 13: Bibio anilis. — 68. 11: Bibio
(annulata) cinerea , thorace albo-lineato ; abdominis seg-
mentis basi nigris. |
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 5. 4 : Bibio annulata.
Latreille Gen. Crust. IV. 296 : Thereva anılis.
Schrank Fauna Boica. III. 2371 : Bibio anilis.
Klassif. d. Zweifl. I. 215. 6 : Bibio anilis.
Männchen: Blaͤulich weißgrau, etwas ſeidenglaͤnzend. Untergeſicht
und Stirne weißhaarig. Erſtes und zweites Fuͤhlerglied hellgrau, weiß⸗
haarig; drittes ſchwarzbraun. Stirne mit vertiefter Laͤngslinie. Hinterkopf
blaßgrau mit weißem Augenrande. Ruͤkkenſchild weißhaarig, mit drei blaß⸗
THEREVA 1
grauen Striemen. Hinterleib lichtſchiefergrau, weißhaarig: Hinterrand
der Ringe weiß; Bauch von gleicher Farbe und Zeichnung. Schwinger hell-
braun mit weißem Kuopſe. Schenkel grau; Schienen und erſtes Juß glied
ziegelfarbig: die andern braun. Fluͤgel glasartig braunaderig : Rand⸗
ader hellbraun.
Weibchen: Stirne unten ſilberweiß, oben ziegelfarbig. Hinterleib mit
ſchwarzen, halbkreisrunden Binden, die nach hinten allmaͤhlig ſchmaͤler
werden und auf dem fünften und festen kaum merklich find; der erſte
Ning iſt unbandirt, der After ſchwarz. — 4½ bis 5 Linien.
Nach Herrn Wiedemanns Bemerkung hat das in Fabricius Muſaͤum
ſtekkende Exemplar von B. anilis nicht die durch die grauen Striemen des
Ruͤkkenſchildes gebildeten weißen Linien. Ein ſolches Exemplar erhielt ich
auch aus der Baumhaueriſchen Sammlung, dem auch die weißen Ringraͤn⸗
der des Hinterleibes fehlten. Ich wage es nicht zu entſcheiden, ob dieſes auf
Artverſchiedenheit deutet.
18. In. fuseipennis. Meg.
Weißlich ſeidenartig; Schienen roͤthlichgelb; Fluͤgel braͤun⸗
lich. Albida sericea; tibiis rufis; alis ſuscanis.
Maͤnnchen: Es gleicht dem Maͤnnchen der vorigen Art. Untergeſicht
blaulichaſchgrau. Stirne hellweiß, oben ſchwaͤrzlich. Fuͤhler ſchwarzbraun:
erſtes Glied graulich. Hinterkopf aſchgrau mit weißem Augen rande. Mittel⸗
leib mit drei ſchwarzgrauen Ruͤkkenſtriemen; Seiten und Bruſt ſchiefer⸗
grau. Hinterleib lichtſchiefergrau, ſeidenartig, mit ſchwaͤrzlichen Einſchnit—
ten; Bauch etwas dunkeler mit blaßgelben Einſchnitten. Schwinger braun
mit weißem Knopfe. Schenkel ſchwarzbraun; Schienen braungelb; Züße
braun. Flügel blaßbraun, braunaderig mit rothbraunem Randſtriche. —
Oeſterreich; aus dem Kaiſ. Koͤnigl. Muſaͤum. — 5 Linien.
19. Th. confinis. Fall.
Ruͤkkenſchild weißlich mit drei dunkeln Striemen; Hinters
leib ſilberweiß (Maͤnnchen) oder ſchwarzbraun mit
weißen Seitenflekken (Weibchen). Thorace 1 obs-
128 THEREVA
cure trivittato; abdomine argenteo (Mas) aut nigro-fusco,
maculis lateralibus albis (Femina).
Fallen Dipt. Suec. Platypez. 12: Bibio (confinis) nigricans
albo-villosa; abdomine feminæ nigriore : maculis latera-
libus albis ; fronte imberbi ; femorum apice tibiisque
testaceis. |
Panzer Fauna Germ. XC. 21: Bibio rustica (Femina).
Schrank Fauna Boica III. 2370 : Bibio plebeius (Femina).
Latreille Gen. Crust. IV. 296.
Maͤnnchen: Untergeſicht und Stirne glaͤnzendweiß. Mittelleib lichtgrau
mit drei dunkelern Ruͤkkenſtriemen. Hinterleib ſilberweißhaarig, glänzend,
mit blaulichem Schiller und weißen Einſchnitten; After unten rothgelb.
Schwinger blaßgelb mit ſchwärzlicher Baſis des Knopfes. Schenkel grau;
Schienen und Fuͤße rothgelb mit ſchwaͤrzlichen Gelenken. Fluͤgel glasartig.
Weibchen: Untergeſicht und Vordertheil der Stirne glaͤnzend weiß;
Scheitel ſchwaͤrzlich. Hinterleib oben ſchwarzbraun mit gelblichen Einſchnit⸗
ten und weißen Seitenflekken; Bauch ſchwarzgrau mit gelblichen Einſchnitten.
Bisweilen haͤngen die weißen Seitenflekken durch eine ſchmale Linie zu⸗
ſammen. — Von dieſer Art ſahe ich wohl ein Paar Dutzend Exemplare in
der Baumhaueriſchen Sammlung, die im Julius auf Gebirgen gefangen
wurden. — 5% Linien.
20. Th. imberbis. Fall.
Schwaͤrzlich; Hinterleibsringe mit weißer Spizze; Stirne
ſilberweiß; Fluͤgel glasartig; Schienen dunkel ziegelroth;
Stirne des Weibchens glaͤnzend ſchwarz; Hinterleib des
Maͤnnchens weißhaarig. Nigricans; segmentis apice al-
bis; fronte argentea; alis hyalinis; tibiis obscure testa-
ceis; fronte feminc nigro nitido ;abdomine maris albo-
vılloso.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 5, 5. Bibio imberbis. — Pla-
F
Dieſe Art gleicht der Th. annulata. Leib ſchwarz, bei dem Maͤnnchen
weißhaarig; bei dem Weibchen glaͤnzend ſchwarz, nur uͤber den Fuͤhlern
THEREVA 420
ſchmal ſilberweiß. Zuhler ſchwarz, an der Wurzel nur wenig borſtig. Un-
tergeſicht an beiden Geſchlechtern glänzend ſilberweiß, bartlos. Ruͤktenſchild
mit zwei weißen Linien. Seiten der Bruſt weiß haarig. Bei dem Weibchen
iſt der erſte Ring an den Seiten hinten weiß; der zweite hat einen
ſchmalen ſilberweißen Hinterrand; der dritte ebenfalls aber weniger deut—
lich; der vierte nur einen weißen Seitenpunkt. Schenkel ſchwarz, unten
weißſchillernd. Schienen und erſtes Fußglied roſtgelb mit ſchwarzer Spitze;
die uͤbrigen ſchiwarz. Schwinger braun mit rothgelbem Knopfe. Flügel
slasarsig, mit braͤunlichem Randmale. — Aus Schweden. — 3 Linien.
Anmerkung.
Leptis Ardea Fabr. ſoll nach der Behauptung des Hrn. Grafen von
Hoffmannsegg eine Thereva fein. Hier iſt die Beſchribung derſelben nach
Fabricius: „Kopf aſchgrau, haarig; Ruͤkkenſchild haarig, ſchwarz;
55 Hinterleib ſchwarz, mit aſchgrauen Randflekken; Fluͤgel ungeflekt, an
„ der Wurzel des Vorderrandes ein wenig braungelb; Schwinger ſchwark
5 mit roſtgelber Spizze. Beine braungelb mit grauen Schenkeln. Wohn-
5 ort: Italien. „ |
Die dazu gehoͤrigen Eitaten find:
Fabr. Ent. syst. IV. 272. 4: Rhagio (Ardea) niger, abdo-
minis margine cinereo maculato, alis immaculatis, tibiis
testaceis.
— Syst. Antl. 70. 6 : Leptis Ardea.
Klassif. d. Zweifl. I. 303. b) Rhagio Ardea.
* Sn 25,
N Ih
fix cımı year ,
II. Band. 5 9
130 MVD ASC
VE Familie MYDASIL
LV. Midasfliege. MYDAS.
Tab. 16. Fig. 5 — 6.
Fuͤhler vorgeſtrekt, fuͤnfgliederig: die beiden unterſten klein;
die zwei folgenden walzenfoͤrmig; das lezte keulfoͤrmig
(Fig. 5).
Ruͤſſel vorſtehend. N
Antenne porrectæ, quinquearticulatæ: articulis duobus in-
ferioribus parvis; sequentibus cylindricis; ultimo clavato.
Proboscis exserta.
ue
Myd. lusitanicus. Egg. T
Schwarz; Hinterleib weiß geringelt; Fluͤgel gelblich. Niger;
abdomine albo-annellato; alis flavicantibus.
„ Ueberall ſck „rz; nur der Hinterrand der Hinterleibsringe gelblich⸗
„ weiß, welches ſich ununterbrochen vom Ruͤkken auf den Bauch fortſetzt
„ Und folglich Ringe bildet; nur am erſten iſt keine Spur davon; am
„ weiten iſt der Ring auf dem Ruͤkken pomeranzengelb, an der Bauch⸗
„ hälfte gleichfalls weiß. Bart und Knebelbart weiß. Auch an den Sei⸗
„ ten des Rüͤkkenſchildes und der beiden erſten Hinterleibsringe ſtehen
„„ längere weißliche Haare. Der Hinterleibsruͤkken iſt wie die Beine mit
„ ſehr kurzen weißen Haͤrchen beſetzt. Die Hinterſchenkel find nicht wie
„„ bei der amerikaniſchen Art (Myd. filatus) fägesähnig. — Vaterland:
5 Portugal; ein Maͤnnchen in der Hoffmannseggiſchen Sammlung. —
55 8 Linien. „„ (Wiedemann.)
Nach der von Hrn. Wiedemann mir mitgetheilten Abbildung der Fuͤhler
(5) find ſolche fuͤnfgliederig: das erſte Glied ſehr klein, bauchig, etwas
dikker als die drei folgenden; das zweite ſehr kurz; das dritte walzen—
MYDAS 131
foͤrmig, lang; das vierte ebenfalls walzenfoͤrmig, aber nur ein Drittel
von der Laͤnge des vorigen; das fuͤnfte wieder lang, kegelfoͤrmig, an der
Spizze ſchief ausgeſchnitten, mit einer kleinen Vertiefung (5 a) worin eine
Borſte ſizzet. — Die Bildung der Fluͤgeladern iſt eigen, und an der von
Hrn. Wiedemann mitgetheilten Abbildung (6) zu erkennen.
Fabricius hat nur eine einzige Art dieſer Gattung aus Amerika. Latreille
erwaͤhnt noch einer aͤgyptiſchen Art, jedoch ohne ſie weiter zum beſtimmen.
Beide geben die Fuͤhler als dreigliederig an, und rechnen die drei mittelſte
Glieder fuͤr eins. Fabricius beſchreibt die Mundtheile folgendermaßen:
„ Rüͤſſel vorſtehend. Lippe hornartig, walzenfoͤrmig, verlängert, mit
5 kleinem zweitheiligem Kopfe. Lefze hornartig, mit ſtumpfer ausgeran=
„ deter Spizze, fo lang als die Lippe. Zunge und Kinnbakken
5 hornartig, fpissig, fo lang als die Lefze. Taſter zwei, kurz, vorſte—
„ hend, pfriemenfoͤrmig, halb fo lang als die Lefze, an der Baſis der
2 Lippe eingeſetzt.“ (Siehe Syst. Autl. pag. 61.)
SE
132 HIRMONEURA
VII. Familie: BOMBYLIARL.
LVI. Parallelſchweber. HIRM IONEURA,
Tab. 16. Fig. 7 — 11.
Fuͤhler vorgeſtrekt, entfernt, dreigliederig: Glieder faft ku⸗
gelig, gleich groß; das dritte mit einem langen Ends
griffel (dig. 7 8).
Punktaugen drei: das vorderſte entfernt (gig. 8).
Ruͤſſel eingezogen, verborgen.
Antenne porrectæ, remote, triarliculate : articulis subglo-
bosis æqualibus; tertio stylo terminali.
Ocelli tres: autıco remoto,
Proboscis retracta, occulta.
Hirm. obscura. FFied.
„ Mund nicht vorragend. Untergeſicht okergelb. Stirne grau, ſchwarz⸗
„lich behaart. Mittelleib ſchwaͤrzlich, an den Seiten gelblich behaart;
„ Bruſt mehr greishaarig. Hinterleib an den Seitenrändern gelblich, oben
„auf gelblich grau kurzbeharrt; Wurzel des zweiten Ringes faſt ſchimmel⸗
5 grau, auch an der Spitze des Hinterleibes, wo der Haaruͤberzug etwas
„„ abgerieben iſt, ſchimmelgrau. Bauch ein wenig gemsledergelblich, mit faſt
„ greifer Behaarung wie die Bruſt. Fluͤgel braͤunlichgrau, zumal am
„ Vorderrande. Schwinger ſchwaͤrzlichbraun. Beine okergelb; Schienen
„und Fuͤße ein wenig dunkeler. Ende des Hinterleibes mit zwei kurzen
„ ſtumpfen Griffeln. — Aus Dalmatien. Kaiſ. Koͤnigl. Muſaͤum —
3 7% Linien.“ (Wiedemann.) 8
Mit dieſer Beſchreibung ſtimmt ein vom Hrn. Medizinalrath Klug in
Berlin mir mitgetheiltes Exemplar uͤberein. Der Kopfiſt halbkugelig, mit
HIRMONEURA | 133
ſchmaler Stirne; zwei Punktaugen ſtehen aufdem Scheitel, das dritte
aber entfernt, mehr auf der Mitte der Stirne; der Zwiſchenraum iſt
etwas vertieft (8). Die Fuͤh ler find klein, zum Theil in den Kopfhaaren
verborgen, entfernt, ſeitwaͤrts gerichtet, dreigliederig: die Glieder ſphaͤ—
roidiſch, die beiden erſten etwas haarig, das dritte nakt mit einem ziem—
lich langen Endgriffel (7, 8). Die Fuͤße haben drei Afterklauen (10). Das
Vaterland meines Exemplars iſt mir unbekannt.
134 FALLENIA 5,
LVII. Fallenie. FALLENIA.
Tab. 16. Fig. 12 — 14.
Fühler vorgeſtrekt, entfernt: die Glieder kugelig; das lezte
mit langem Endgriffel.
Ruͤſſel vorſtehend, ſo lang als der Leib, unter die Bruſt
zuruͤckgeſchlagen.
Antennæ porrectæ, remotæ: articulis globosis, ultimo stylo
terminali elongato.
Proboscis exserta, longitudine corporis, sub pectore inflexa.
Da ich keine der zwei hiehin gehoͤrigen Arten ſelbſt geſe—
hen habe, ſo kann ich auch im Allgemeinen nichts daruͤber
ſagen. Nach den Bemerkungen des Hru. Pallas, der ſie im
ſuͤdlichen Rußland entdekte, kommen ſie in ihren Sitten,
ihrem ſchwebenden ſumſenden Fluge um die Blumen, in
dem vorgeſtrekten honigſaugenden Ruͤſſel mit den Schweb—
fliegen uͤberein; allein ſie ſchlagen den Ruͤſſel nach Gefallen
unter den Leib zuruͤk, ſo daß er mit der Spizze noch hinter
dem After hervorragt. Die Lippe des Ruͤſſels iſt lang, am
Ende zweiſpaltig; die Lefze iſt kuͤrzer, aͤußerſt ſpizzig aus⸗
laufend, unten gerinnet; Zunge und zwei Kinnbakken hoͤchſt
fein, ſteif, kaum laͤnger als die Lefze; zwei ſehr kleine ke—
gelige Taſter ragen zu jeder Seite an der Wurzel der Lippe
hervor. Die Füße haben drei Afterklauen. (Siehe Wiede⸗
manns zoolog. Magazin I. 2 Seite 4 5.)
1. Fall. fasciata. Juby.
Hinterleib ſchwarz, an der Wurzel gelblich:behaart : Ein
ſchnitte weißgeſaͤumt. Abdomine nigro, basi flavescente-
2 8
FALLENIA ED
lanuginoso : incisuris albo-Gmbriatis. (Fig. 12 Abbildung
eines Fluͤgels nach Hrn. Wiedemanns Zeichnung.)
Fabr. Syst. Antl. 116. 2: Cytherea (ſasciata) hirta cine-
rea; abdomine atro, segmentorum marginibus albo-ciliatis.
(Wiedem. zoolog. Mag. I. 2. 5: Volucella (taurica) abdo-
V . ö a
mine (feminæe?) caudato, segmentis margine tomentosp-
2 7
|\
,
fimbriatis pallidis ; pedibus, griseis.
„ Grundfarbe ſchwarz. Ruͤſſel pechſchwarz. Kopf von der Breite des
5 Mittelleibes, gelblich; Scheitel ſchwarzhaarig, mit drei Punktaugen.
5 Netzaugen lebhaft gold» oder ſmaragdgruͤn. Ruͤkkenſchild gelbhaarig, an
5 den Seiten dunkeler. Hinterleib faſt kreisrund, flachgedruͤkt, fehsringelig,
5 ſchwarz: erſter Ring dunkelgelbgrau-haarig; an den folgenden die Ein⸗
5 ſchnitte hinten weißlich-gefaumt , bei dem Weibchen iſt der Hinterleib
„„ fpissiger ,am After mit zweiklappiger biegſamer ſchwarzer Scheide. Bauch
55 Überall graugelblich⸗behaart. Fluͤgel groß, waſſerhell, braunaderig, mit
5 brauner Wurzel. Schwinger braun (nach Pallas blaß). Schenkel ſchwarz,
5 gelblich-langbehaart; Schienen und Fuͤße ziegelroͤthlich (nach Pallas grau)
„„ gelblich-kurzbehaart. Schuppen fehlen (auch die Fluͤgel haben an der
„ Wurzel kein eingeſchnittenes Laͤppchen). — Lange 6, Breite des Hinter
5 leibes etwas über 3 Linien.“ (Wiedemann)
Fabricius hatte fein Exemplar aus Italien; Pallas fing fie in dem Ge⸗
birge der Tauriſchen Halbinſel an Baͤchen auf den Bluͤthen der Waldſalbei.
2. Fall. caucasica. Pal. f
Hinterleib ſchwarz, an der Wurzel greishaarig: Einſchnitte
grauweiß⸗gefranzt. Abdomine atro, basi griseo-lanuginoso:
incisuris cano-ciliatis. (Fig. 13 Abbildung des Kopfes;
14 ein Flügel, beide nach Hrn. Wiedemanns Zeichnung.)
Wiedem. zoolog. Mag. I. 2. 7 : Volucella (caucasica) cano-
lanuginoso, segmentis abdominis cano-marginatis.
In dieſem Werke fliehen noch folgende Eitaten :
Pallas Icon. Ins. Tab. K. Fig. 20.
Cyrill. Neapol. Tab. II. Fig.2.
Fischer Act. Moskov. I. 217. Tab. 15: Rhynchocephalus.
130 FALLENTA
Sie iſt etwas kleiner als die vorige. Kopf und Ruͤkkenſchild find weiß⸗
lich⸗behaart. Augen erzfarbig. Hinterleib faſt kreisrund, ſchwarzhaarig:
erſter Ring breit greishaarig; die folgenden am Hinterrande weißgrau ge—
franzt; der After roſtgelb. Fluͤgel etwas gelblich. Beine braungrau, mit
kaum ſichtbaren grauen Haͤrchen bekleidet. — Im ſudlichen Rußland,
(auch am Kaukaſus und am kaspiſchen Meere) wo fie auf fonnigen Zel-
dern die Blumen ſchwebend beſucht. (Siehe Wied. Mag. a. a. O.).
Ebenfalls im Neapolitaniſchen.
Eine Zeichnung des Flügels, fo wie des Kopfes wurde mir von Hrn.
Wiedemann mitgetheilt, der ſie aus den Act. Moscov. entlehnte. Nach
der leztern iſt die Stirne breit — vermuthlich ein Zeichen des weiblichen
Geſchlechtes — auf dem Scheitel mit drei genaͤherten Punktaugen. Die
Fuͤhler zeigen zwar nur zwei Glieder, beide kugelig, das lezte mit langem
Endgriffel; man kann aber wohl zuverlaͤßig nach der Analogie ſchließen,
daß noch ein drittes Wurzelglied in den Kopfhaaren verſtekt liegt.
Anmerkung.
Latreille vereinigt dieſe Gattung mit Nemestrina. Allein man darf nur
einen Blik auf die Zeichnung werfen, die er von Nem. reticulata nebſt
einem vergrößerten Fuͤhler liefert (Gen. Crust. Tab. 15. Fig. 5, 6)
um ſich zu uͤberzeugen, daß beide Gattungen ſehr verſchieden ſind.
| ae |
LVIII. Saumſchweber. STYGIA-
Tab. 16. Fig. 15 — 21.
Fuͤhler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig: das erſte vorne
erweitert, ſchief abgeſtuzt; das zweite napffoͤrmig; das
dritte kegelfoͤrmig (Fig. 15 16).
Kopf faſt kugelig (Fig. 16).
Nezaugen nierenfoͤrmig (Fig. 17).
Ruͤſſel eingezogen.
Fluͤgel halb offen. | |
Antenne porrectæ, approximat® , triarticulatæ articulo
primo apice dilatato, oblique truncato; secundo cyathi-
formi; tertio conico.
Caput subglobosum.
Oculi reniſormes.
Proboscis retracta.
Ale divaricatæ.
Kopf kugelig, hinten etwas eingedruͤkt. Nezaugen nie⸗
renſoͤrmig (17); bei dem Männchen oben zuſammenſtoßend
(21), bei dem Weibchen durch die Stirne getrennt (16).
Auf dem Scheitel drei Punktaugen. — Ruͤſſel eingezo⸗
gen, oder doch kaum mit der Spizze etwas vorragend.
Lippe ſteiſchig, ſchlank, walzenfoͤrmig, oben flach rinnen⸗
foͤrmig ; vorne mit zweitheiligem, laͤnglichem, haarigem
Kopfe (18 a). Lefze hornartig, gewoͤlbt, vorne etwas zu—
ſammengedruͤkt, ſpizzig, unten rinnenfoͤrmig, kuͤrzer als die
Lippe (b); Zunge hornartig, ſteif, borſtenfoͤrmig, laͤnger
als die Lefze (o); Kinnbakken hornartig, ſteif, borſten⸗
foͤrmig, kuͤrzer als die Lefze (d): alle an der obern Wurzel
der Lippe angewachſen. Taſter vor der Baſis der Lippe
beiderſeits eingelenkt, kurz, faſt walzenförmig (e). — Fuͤh⸗
138 STYGIA
ler vorgeſtrekt, an der Wurzel dicht beiſammen ſtehend,
nach oben ſeitwaͤrts gerichtet, kurz, dreigliederig: das erſte
Glied kurz, dik, borſtig, oben erweitert, und ſchief abges
ſtuzt; das zweite noch kuͤrzer, napffoͤrmig; das dritte lang,
kegelfoͤrmig, nakt, mit einer ſehr feinen aufgeſetzten Spizze
(1:5 16). — Mittelleib eirund, auf dem Ruͤkken oh
Quernaht. Hinterleib lang elliptiſch, flach gewoͤlbt, ſie⸗
benringelig, bei den bekannten Arten die Ringe hinten gelb—
geſaͤumt. — Schuͤppchen ſehr klein, mit gefranztem Rande;
Schwinger unbedekt. — Flügel lanzetfoͤrmig, mikros—
kopiſch⸗ behaart, am Vorderrande (doch nicht bis zur Spizze)
braun; im Ruheſtande halb offen. — Beine duͤnne, die
hintern verlaͤngert; Fuͤße mit zwei Afterklauen.
Man hat dieſe Fliegen bisher mit der folgenden Gattung
vereinigt, womit ſie zwar große Aehnlichkeit haben, aber
auch in manchen Stuͤkken, beſonders in der Bildung und
Stellung der Fuͤhler, davon abweichen, welches die Trennung
wohl hinlaͤnglich rechtfertigt.
Der Name Stygia iſt eine Anſpielung auf die ſchwarze
Farbe der bekannten Arten.
I. St. 846883 Fabr.
Glaͤnzend ſchwarz, ſchwarzhaarig; Einſchnitte des Hinter—
leibes gelbgeſaͤumt; Bauch rothgelb. Alra nitida, nigro-
hirsuta; incisuris abdominis flavo-fimbriatis; ventre rufo.
(Fig. 21 Maͤnnchen; Fig. 16 Kopf des Weibchens.)
Fabr. Spec. Ins. II. 416. 18: Bibio (Sabeus) hirta atra;
segmentorum marginibus albidis; alis albis bası exteriore
nigris.
— Ent. syst. IV. 261. 19: Anthrax Sabzus.
— Syst. Antl. 126. 36 : Anthrax Sabzus.
Gmel. Syst. Nat. V. 2832. 139.: Musca Sabzus.
STYGIA 7 0
Untergeſicht und Stirne bei dem Männchen ſchwarz, mit ſchwarzen Haa⸗
ren; bei dem Weibchen ſind beide weißhaarig, nur der obere Theil der
Stirne iſt ſchwarzhaarig. Mittelleib glaͤnzend ſchwarz, und an beiden Ge—
ſchlechtern durchaus ſchwarzbehaart. Hinterleib eben ſo, nur der erſte Ring
hat an den Seiten einen Buͤſchel rothgelber Haare; der Hinterrand der
Ringe (mit Ausnahme des erſten) zart gelbgeſaͤumt. Bauch rothgelb mit
ſchwarzem After. Schwinger mit braͤunlichem Stiele und hellgelbem Knopfe.
Schuͤppchen ſchwarz. Zlügel faſt glasartig: der Vorderrand von der Wurzel
an bis uͤber die Mitte hinaus, mit brauner Strieme. — Beide Geſchlechter
aus der Baumhaueriſchen Sammlung. Vaterland: Italien. — 5½ Linien.
2. St. Belzebul. Fuhr.
Glaͤnzend ſchwarz; Einſchnitte des Hinterleibes gelbgeſaͤumt;
Bauch ſchwarz. Atra nitida; incisuris abdominis flavo-
fimbriatis; ventre nigSTO.
Fabr. Ent. syst. IV. 260. 14: Anthrax (Belzebul) nigra;
0 segmentis margine ferrugineis; alis dimidiato-
fuscis.
— Syst. Antl. 124. 28 : Anthrax Belzebul.
Klassif. d. Zweifl. I. 201. 5: Anthrax Belzebul.
Männchen: Untergeſicht und Stirne ſchwarz, doch ſchimmert letztere
über den Fuͤhlern etwas ins Weißgraue. Mittelleib durchaus glänzend
ſchwarz, mit ſchwarzen Haaren. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz: Hinterrand
der Ringe (den erſten ausgenommen) zart gelbgefäumt; am erſten Ringe
ſind die Seitenhaare weißlich, an den folgenden ſchwarz; auf dem Ruͤkken
iſt die Behaarung weißgrau, jedoch ſehr dünne. Bauch ganz fehwarz
Schuͤppchen ſchwarz, mit weißen Haarfranzen; Schwingerſtiel braun,
Knopf hellgelb. Fluͤgel wie bei der vorigen Art, doch iſt das Braune dun⸗
keler. Beine ſchwarz.
Weibchen: Untergeſicht und Vorderſtirne weißhaarig; Scheitel und
Hinterkopf glaͤnzend ſchwarz. Mittelleib glänzend ſchwarz, mit rothaelben
Haaren, die in den Seiten lichter werden, und an der Bruſt ganz weiß
ſind. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz: alle Einſchnitte rothgelbgeſaͤumt; die
Behaarung iſt gelb, aber ſehr dünne und kurz, nur am erſten Ringe find
„„ STYGIA | —
die Seitenhaare länger und bufelfürmig. Bauch ganz ſchwarz. Flügel
wie bei der erſten Art, doch das Braune iſt dunkeler und erſtrekt ſich
etwas weiter nach der Spizze hin. I
Dan findet dieſe artige Fliege im ſuͤdlichen Frankreich, in Italien,
Ungarn, Suüdrußland und wahrſcheinlich in ganz Südeuropa. — 5 bis 6
Linien.
. 1. lateralis. 4
Glaͤnzend ſchwarz; Ruͤkkenſchild rothgelbhaarig; Einſchnitte
des Hinterleibes gelbgeſaͤumt; Bauch rothgelb. Atra ni- -
tida; thorace rufo-hirsuto ; incisuris abdominis flavo-
fimbriatis; ventre rufo,
Panzer Fauna Germ. XLV. 16: Antlirax Belzebul.
Untergefiht und Vorderſtirne weißhaarig; Scheitel und Hinterkopf glaͤn⸗
zend ſchwarz. Mittelleib glaͤnzend ſchwarz, oben rothgelb- in den Seiten
weißhaarig. Hinterleib glanzend ſchwarz: alle Ringe gelbgeſaͤumt; bei dem
Weibchen iſt auf dem zweiten und dritten Ringe vor dem gelben Saume
noch ein pomeranzengelber Seitenflekken; der erſte Ring hat an beiden Ges
ſchlechtern rothgelbe Seitenhaare. Bauch rothgelb, mit hellgelben Eine
ſchnitten; am After ſchwarz. Beine ſchwarz. Schuͤppchen weißgefranzt;
Schwinger hellgelb mit weißem Knopfe. Fluͤgel des Maͤnnchens am Vorder⸗
rande mit lichtbraunem Streifen, der von der Wurzel bis etwas uͤber die
Mitte hinausreicht; bei dem Weibchen reicht er uͤber die Gabelader, wo
er ſich verduͤnnt bis zum Hinterrande zieht. — Ich habe von dieſer Art
mehre Exemplaren in der Baumhaueriſchen Sammlung geſehen, die (wo
ich nicht irre) in der Gegend von Neuwied gefangen worden. — 3 bis 4
Linien,
Herr Megerle von Muͤhlfeld ſchikte mir, unter dem Namen Anthr.
limbata ein männliches Exemplar aus Oeſterreich, bei welchem der braune
Fluͤgelſtreifen durch eine ungefaͤrbte Stelle nach der Spizze zu, faſt bis
zur Hälfte der Lange, gabelfbrmig geſpalten war; die Seitenhaare am er-
ſten Hinterleibsringe waren gelblich weiß. Ob dieſes bloße Abaͤnderung
iſt, oder auf eigene Artrechte hindeutet, wage ich nicht zu entfcheiden.
Es müßten erſt mehrere Stuͤcke verglichen werden. |
ANTHRAX 141
LIX. Trauerſchweber. ANTHRAX. Fabr,
geh. 17. Fig.iı 2b.
Fuͤhler vorgeſtrekt, entfernt, dreigliederig: das erſte Glied
walzenfoͤrmig; das zweite napffoͤrmig; das dritte entwe—
der faſt kugelig mit verlaͤngertem Wies; oder kegelfoͤr—
mig (Fig. 1 — 4).
Nezaugen nierenfoͤrmig (Fig. 5 6).
Ruͤſſel eingezogen oder etwas vorgeſtrekt (Fig. 5 N
Flügel ausgeſperrt (Fig. 9, ır ı2).
Antenn® porrectæ, distantes, triarticulatæ: articulo primo
cylindrico; secundo cyathiformi; terlio subgloboso stylo
elongato aut conico. |
Oculi reniformes.
Proboscis retracta aut subexserta.
Alæ expansæ. >
Kopf kugelfoͤrmig, hinten etwas flachgedruͤkt (5 6);
Nezaugen nierenförmig, im Leben grün, oben durch die
Stirne getrennt, die jedoch bei dem Männchen ſehr ſchmal
iſt. Auf dem Scheitel drei Punktaugen (7). — Ruͤſſel
entweder ganz in der Mundhoͤhle verborgen oder hoͤchſtens
Kopflaͤnge hervorſtehend (5 6): Lippe fleiſchig, walzenar⸗
tig, oben flach rinnenartig, vorne mit laͤnglichrundem zwei—
theiligem haarigem Kopfe (8 a). Lefze hornartig, ſpizzig,
ſchmal, unten rinnenfoͤrmig; ſo lang als die Lippe (b);
Zunge hornartig, borſtenfoͤrmig, ſteif, ſpizzig, etwas kuͤr⸗
zer als die Lefze (o); Kinnbakken borſtenfoͤrmig, horn—
artig, ſpizzig, ſteif, etwas kuͤrzer als die Zunge, an jeder
Seite eine (d): Lefze, Zunge und Kinnbakken an der obern
Baſis der Lippe eingeſezt, und dieſelbe im Ruheſtande dek—
kend. Taſter vor derBaſis der Lippe feitwärts angewach⸗
142 ANTHRAX
fen, kurz, walzenfoͤrmig, haarig (e). — Fühler vorge:
ſtrekt, entfernt, ſeitwaͤrts gerichtet, kurz, dreigliederig: das
erſte Glied walzenfoͤrmig; das zweite napffoͤrmig; das dritte
von verſchiedener Bildung: entweder zwiebelfoͤrmig mit
verlaͤngertem Griffel, welcher entweder mit einem Borſten—
kranz endigt (3) oder noch eine kleine beſondere Spizze hat
(1 2) — oder das dritte Glied iſt kegelfoͤrmig, mit einem
zweigliederigen Griffel (4). — Mittelleib eirund, haarig.
Hinterleib laͤnglich, haarig, flach gewoͤlbt oder auch faſt
ganz flach, ſiebenringelig. — Schuͤppchen klein, einfach;
Schwinger unbedekt, aber oftmals in die Haare des Mit—
telleibes verborgen. — Fluͤgel lanzetfoͤrmig, mikroskopiſch—
behaart, nach Verhaͤltniß des Koͤrpers ziemlich lang, zum
Theil ſehr artig mit Braun geſchekt: im Ruheſtande aus-
geſperrt (12). — Beine dünne, ſchlank; gewöhnlich find
die hintern etwas laͤnger: bei einigen Arten haben die Fuͤße
zwei kleine Afterklauen, andern fehlen dieſe gaͤnzlich.
Von den erſten Staͤnden der Trauerfliegen iſt noch nichts
bekannt; wahrſcheinlich leben die Larven im faulen Holze.
In unſern noͤrdlichen Gegenden halten ſich nur wenige Ar—
ten dieſer zahlreichen und ſehr niedlichen Geſchoͤpfe auf; ſie
lieben warme Himmelsſtriche, und dort wird ſich noch manche
uns unbekannte Art aufhalten. Sie fliegen nur bei heißem
Sonnenſcheine und beſaugen die Blumen.
Fabricius hat 45 Arten aufgefuͤhrt, wovon indeſſen Anthr.
Titanus als das andere Geſchlecht von Atherix Ibis weg:
fällt, und zwei zur vorigen Gattung gehören. Von den uͤbri—
gen ſind 26 Arten außereuropaͤiſch. Es moͤgen indeſſen jezt
ſchon uͤber hundert Arten bekannt ſein.
ANDERE. 0 ra
A. Fluͤgeladern wie Fig. 9.
1. Anthr. flava. gg.
Rothgelbhaarig; Fluͤgel glasartig mit rothbraunem Vor—
derrande, der an der Wurzel einen ſchwarzen Borſten⸗
kamm hat. Rufo-hirta ; alis hyalınis : margine antico
brunneo, bası nigro-pectinato.
Klassif. d, Zweifl. I. 199. 1. Anthr. (hottentottus) fulvo-
hirtus; abdomine nigro fasciato; alis hyalinis costa brun-
nea; pedibus nigris, femoribus flavis.
Latreille Gen. Crust. IV. 310 : Anthr. hottentota.
— Consid. gener. 443.
e I
Untergeſicht hellgelbhaarig; Stirne ſchwarz, mit rothgelben kurzen Haͤr⸗
chen, die ſtark mit ſchwarzen vermiſcht ſind; Hinterkopf rothgelbhaarig;
Fühler ſchwarz. Mittel- und Hinterleib durchaus mit langen rothgelben,
etwas glaͤnzenden Haaren bedekt, der After hat hellgelbe Haare mit drei
ſchwarzen Buͤſcheln. Wenn der Hinterleib abgewiſcht iſt, zeigen ſich abwech⸗
ſelnde gelbe und ſchwarze Querbinden. Schwingerſtiel braun, Knopf hellgelb.
Fluͤgel glasartig mit gelblichbraunem Saume am Vorderrande; an der
Wurzel dehnt ſich dieſe Farbe weiter bis uber das Fluͤgellaͤppchen aus; zu⸗
naͤchſt am ſchwarzen Borſtenkamme iſt ein gelbgepuderter Flekken. Schuͤpp⸗
chen braͤunlichgelb. Beine ſchwarz: Schenkel und zum Theil auch die Schie-
nen gelbgepudert; Afterklauen fehlen. — Herr Baumhauer fing dieſe Art
haͤufig bei Paris und anderwaͤrts in Frankreich; ob ſie ſich auch in Deutſch⸗
lanb findet, weiß ich nicht. — 7 Linien. f
Einige wollen dieſe Art fuͤr Musca hotentotta Linn. halten; allein
feine Beſchreibung iſt zu kurz, um etwas darüber zu entſcheiden; ich
glaube dieſelbe vielmehr in der folgenden Art zufinden. |
2. Anthr. eircumdata. Hgg.
Rothgelbhaarig; Hinterleib ſchwarz mit ungleichen gelben
Querbinden; Flügel faſt glasartig mit rothbraunem Vor-
derrande: an der Wurzel mit einem ſilberfarbigen Flekken
a ANTHRAX
bei dem Maͤnnchen. Rufo-hirta ; abdomine atro , fasciıs
inzequalibus flavis; alis subhyalinis, margina antico brun-
neo : macula basilari ar gentea (Mas).
Fabr. Spec. Ins. II. 415. ı6 : Bibio (hottentotta) hirta fla-
vescens; alis hyalinis, costa fusca.
— Ent. syst. IV. 260 16: Anthr. hottentotta.
— Syst. Antl. 125. 31: Anthr. hottent.
Gmel. Syst. Nat. V. 2831. 13: Musca hottent.
Linné Fauna Suec. 1787 : Musca hottent.
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 9. 6: Anthr. hottent.
Degeer Ins. VI. 77. ı2 : Nemotelus hottentottus. Tab. 11
. 5
Scheffer Icon, Tab. 12. Fig. 10 12; Tab. 76. Fig. 7.
Schrank Fauna Boica. III. 2369 : Bibio hottent.
Klassif. d. Zweifl. I. 200. 3 : Anthr. fasciatus.
Untergeſicht hellgelbhaarig; Stirne mit rothgelben und ſchwarzen Haaren;
hintere Augen rand weiß eingefaßt. Mittel- und Hinterleib rothgelbhaarigs
lezterer hat abwechſelnd breite und ſchmale gelbe Querbinden auf einem
ſchwarzen Grunde; der After iſt weißhaarig, mit drei ſchwarzen Buͤſcheln.
Beine ſchwarz: Schenkel gelbgepudert. Schwingerſtiel braun, Knopf hell⸗
gelb. Fluͤgel blaßbraͤunlich getruͤbt, laͤngs den Vorderrand roͤthlichbraun,
was ſich aber nicht, wie bei der vorigen Art, auf das Nandfeld beſchraͤnkt,
ſondern es tritt fanft verwaſchen, noch über dasſelbe hinaus; an der Wur⸗
jel tft am Vorderrande ein ſchwarzer Borſtenkamm, und hinter demſelben
bei dem Maͤnnchen ein aus ſilberglaͤnzenden Schuppen beſtehender Flekken;
bei dem Weibchen iſt dieſe Stelle gelb gepudert. — Ueberall in Europa,
auch in Taurien entdekte fie Pallas. — 5:4 Linien.
Fallens Beſchreibung ſtimmt ganz Die unſchickliche Linneiſche Benen⸗
nung habe ich gegen die Hoffmannseggiſche vertauſcht.
Ich beſizze ein weibliches Exemplar, bei dem das Braune die halbe Fluͤ—
gelbreite der Lange nach einnimmt, und fanft nach dem Hinterrande ver—
fließt; an der Wurzel ſteht ein ſchwefelgelbes a ie Schwin⸗
ger ſind ganz braun.
ANTHRAX 145
3. Anthr. cingulata.
Rothgelbhaarig; Hinterleib ſchwarz mit gelben Querbinden ;
Fluͤgel graulich mit rothbraunem Vorderrande: Wurzel
mit einem ſilberfarbigen Flekken (Männchen) oder unges
flekt braun (Weibchen). Rufo-hirta; abdomine atro; flavo-
ſasciato; alis cinerascentibus, margine antico badıo : basi
macula argentea (Mas) aut fusco immaculato (Femina).
(Fig. 9 Maͤnnchen.)
Dieſe Art gleichet der vorigen ſehr, und unterſcheidet ſich durch Folgen⸗
des: Das Maͤnnchen hat einen ſchwarzen Hinterleib: an der Baſis des
vierten Ringes liegt eine breite gelbe Binde; hinter dieſer noch einige ſehr
ſchmale am Hinterrande der folgenden Ringe. Fluͤgel graulich, mit roth—
braunem Vorderrande, an deſſen Wurzel ein feiner ſchwarzer Borſten⸗
kamm iſt, und hinter demſelben ein ſchuppiger Silberflekken. Das Weib—
chen hat auch an der Wurzel des zweiten Ringes noch eine gelbe Binde;
der Fluͤgelſaum iſt dunkeler braun, an der Wurzel faſt ſchwarzbraun, mit
ſchwarzem Borſtenkamme, ohne eine Spur von Flekken. Bauch ſchwarz,
hinten mit den naͤmlichen Binden wie oben, nur blaſſer. — Aus hieſiger
Gegend; auch in Taurien. — ; bis 6 Linien.
4. Anthr. venusta.
Rothgelbhaarig; Hinterleib ſchwarz, mit undeutlichen gelben
Binden; Fluͤgel waſſerklar, am Vorderrande rothbraun
geſaͤumt: Wurzel mit einem Silberflekken. Rufo-hirta:
abdomine atro : fasciis flavis indistinctis; alis limpidis,
margine antico badio : basi macula argentea.
Dieſe Art ſieht der vorigen ſehr aͤhnlich; allein die gelben Binden vor
dem After ſind ſehr undeutlich (nicht verwiſcht), die erſte auf dem vierten
Ringe iſt kaum ſichtbar und an den Seiten weiß; der After iſt weißhaarig
mit drei ſchwarzen Buſcheln. Schwinger braun mit hellweißem Knopfe.
Zlügel rein waſſerhell, mit rothbraunem Vorderrande, an der Wurzel
mit einem ſchwarzen Borſtenkamme und einem glaͤnzend ſilberweißen Schup⸗
penflekken; die Gabelader hat nach innen noch eine kleine Spizze (wie bei
II. Band. . 10
146 ANTHRAX
Ä Jig. 24) wodurch dieſe Art ſich leicht von der vorigen unterſcheidet. — Ein
einziges Männchen aus der Baumhaueriſchen Sammlung, deſſen Vaterland
mir unbekannt, wahrſcheinlich aber das ſuͤdliche Frankreich iſt.— 6 Linien.
5. Anthr. modesta.
Rothgelbhaarig; Hinterleib einfarbig ſchwarz; Flügel grau—
lich mit braunem Vorderrande und ſilberglaͤnzendem Wur—
zelflekken. Rufo-hirta; abdomine atro unicolori; alis cine-
rascentibus, margine antıco badio : bası macula argentea.
Dieſe Art gleichet der zweiten; allein der Hinterleib iſt auf beiden Flaͤ⸗
chen einfarbig (unverwiſcht), oben ſchwarz, unten etwas ins Braune ziehend.
Die Behaarung iſt durchaus rothgelb, nur am After weiß mit drei ſchwar⸗
zen Buſcheln. Schwinger braungeſtielt, mit hellgelbem Knopfe. Fluͤgel
ganz wie bei dem Männchen der zweiten Art. — Ich erhielt das Maͤnnchen
vom Hen. Medizinalräthe Klug in Berlin. — 6 Linien.
6. Anthr. leucostoma.
Rothgelbhaarig; Hinterleib ſchwarz, mit zwei entfernten
gelben Querbinden; Untergeſicht weiß; Stirne ſchwarz;
Fluͤgel waſſerklar mit rothgelbem Vorderrande und ſilber—
farbigem Wurzelflekkem. Rufo-hirta; abdomine atro : fas-
ciis duabus remotis flavis; hypostomate albo, fronte ni-
gro; alis limpidis, margine antico ruio : basi macula
argentea.
Untergeſicht dicht weißhaarig; Stirne glaͤnzend ſchwarz, mit ſchwarzen
Haaren: uͤber den Fuͤhlern ein kleines Gruͤbchen. Mittelleib ſchwarz, oben
rothgelbhaarig, welches an den Seiten ins Weißhaarige uͤbergeht. Hinter⸗
leib tiefſchwarz, oben rothgelbhaarig: am Vorderrande des zweiten und
vierten Ringes eine ſchmale gelbe Haarbinde; After weißhaarig, mit drei
ſchwarzen Buͤſcheln. Am Bauche fallen die Haare, ſowohl auf der Flaͤche
als am Rande, mehr ins Weiße. Schwinger weiß. Fluͤgel. waſſerklar mit
rothgelbem Vorderrande, an der Wurzel mit ſchwarzem Borſtenkamme und
dahinter ein Silberflekken. Beine ſchwarz; Schenkel weißgepudert. — Ein
4
ANTHRAX 147
Maͤnnchen in der Baumhaueriſchen Sammlung aus Sudfranfreih. —
4 Linien.
7. Anthr. concinna.
Schwarz; Ruͤkkenſchild rothgelbhaarig; Hinterleib mit zwei
gelben entfernten Binden; Stirne vorne ſchneeweiß (Maͤnn⸗
chen) oder ganz ſchwarz (Weibchen); Fluͤgel mit gelbem
Vorderrande. Atra; thorace rufo-hirto; abdomine fasciis
duabus remotis flavis; fronte antice niveo (Mas) aut toto
nigro (Femina); margine antico alarum flavo.
Maͤnnchen: Untergeſicht ſchwarz, mit ſchwarzen Haaren; Stirne vorne
glaͤnzend ſchneeweiß; Scheitel ſchwarz, mit gleichfarbigen Haͤrchen; hinterer
Augen rand weiß. Mittelleib ſchwarz, uͤberall mit roͤthlichgelben Haaren
bekleidet. Hinterleib ſchwarz, vorne gelbhaarig, mit zwei ſchmalen gelben
entfernten Binden, die am Vorderrande des zweiten und vierten Ringes
liegen; auf dem dritten Ringe ſieht man in den Seiten den Anfang einer
gelben Binde; auf den lezten Ringen ſind ebenfalls Spuren von gelben
Binden. Schwinger weiß. Fluͤgel rein waſſerklar, mit gelbem Vorderrande
an der Wurzel ſchwarz ohne merklichen Borſtenkamm, aber mit einem
großen Silberflekken. Beine ſchwarz.
Weibchen: Kopf durchaus ſchwarz, ohne die mindeſte Spur von Weiß;
über den Fuͤhlern hat die Stirne ein Gruͤbchen; der hintere Augenrand
ſchwarz. Fluͤgelwurzel braun, gelbgepudert.
In der Baumhaueriſchen Sammlung Ein Maͤnnchen und zwei Weibchen
aus dem ſuͤdlichen Frankreich. — 21% bis 3 Linien.
8. Anthr. Abaddon. Zabr. +
Schwarz; Ruͤkkenſchild rothgelbhaarig; Schwinger braun⸗
roͤthlich; Flügel waſſerhell mit braͤunlichem Vorderrande.
Nigra; thorace rufo-hirto; halteribus rufescentibus; alis
Umpidis, margine antico brunnescentibus,
Fabr. Ent. syst. IV. 262. 23 : Anthr. (Abbadon) nigra;
thorace fulvo-hirta; alis immaculatis.
— Syst. Antl. 127. 44. Anthr. Abbadon.
148 ANTHRAX
„Das Exemplar in Jabricius Sammlung iſt ſehr abgerieben. Der Kopf
„ fehlt (nach Fabricius iſt er ſchwarz). Ueberall braͤunlichſchwarz, mit
„ Spuren von rothgelber Behaarung. An den Seiten des dritten und vierten
„ Hinterleibsringes ſteht noch ein vorne ſchwaͤrzlicher, hinten weißlicher
ERHaarbuͤſchel; an den Seiten des fünften ein bräunlichſchwarzer, und an
„„ jenen des ſechsten ein weißlicher. Schwinger braunröthlichweiß. Fluͤgel
, faſt noch einmal fo lang als der Hinterleib, waſſerhell, an der Wurzel
„ braun, auch das ganze Nandfeld lichtgelblichbraun. Beine mehr braun
„als ſchwarz. (Man mußte unbeſchaͤdigtere Stuͤkke haben, um genau be=
„ ſchreiben zu konnen.) — Laͤnge 3 Linien.“ (Wiedemann,) Vaterland
nach Fabricius: Italien.
Ich vermuthe, daß dieſe und die vorige Art wohl eins find. Die Farbe
der Schwinger iſt vielleicht nur zufällig braunroͤthlich.
9. Antlir. Ixion, Fabr. +
Gelblichbehaart; Fluͤgel weſſerhell mit braunem Vorderrande;
Schwinger goldgelb. Flavicante-hirta; alis limpidis: mar-
gine antico brunnescentibus; halteribus fulvis.
Fabr. Ent. syst. IV. 261. 18: Anthr. (Ixion) birta cine-
rea, alis immaculatis.
— Syst. Antl. 126. 25.
„Die Farbe des Haaruͤberzuges iſt mehr gelblich oder lichtokerfarben als
„ grau; am Hinterleibe bilden die Haͤrchen Querbinden. Flugel waſſerhell,
„ am Vorderrande lichtroͤthlicbraun. — 4 Linien.“ (Wiedemann.)
Nach Fabrleius find die Schwinger goldgelb, und die Beine ſchwarz. —
Vaterland: Italien.
*
10. Anthr. scrutata. Vied. 7
Gelbgrauhaarig; Beine roͤthlichbraun; Flügel mit braunem
Borderraude, Flavo-cinereo-hirsula ; pedibus Lestaceis;
—
margine antıco alarum brunneo.
5 Sie iſt der amerikaniſchen Anthr. Faunus (Fabr. Syst. Antl. 126. 38)
„ uͤbercus ahnlich, nur daß alles, was bei dieſer ſaſt goldgelb, bei der
ANTHRAX 149
„ gegenwärtigen gelblichgrau iſt. Untergeſicht greis; Stirne gelblichgrau.
„„ Bruſt und Bauch uberall greisbehaart.-Auf dem Ruüͤkkenſchilde ſcheinen
5, zwei lichtere greife Haarſtriemen zu fein. Randfeld der Flügel braungelb-
5 lich. Beine dunkel roͤthlichbraun. — Vaterland: Oeſterreich.— 6 Linien.“
(Wiedemann.) a f ö
11. Anthr. cana. ;
Schwarz; Ruͤkkenſchild rothgelb⸗, Hinterleib grauweißhaa—
rig; Fluͤgel waſſerhell mit rothbraunem Vorderrande und
ſilberweißem Wurzelflekkeu. Nigra; thorace rufo-, abdo-
mine cano-hirlis; alis limpidis: margine antico brunneo,
bası macula argentea.
Untergeſicht gelb. Fühler ſchwarz: die beiden erſten Glieder kurz, das
dritte mit ſehr verlängerter Spizze. Leib ſchwarz: Rükkenſchild rothgelb-
behaart; die Vruſtſeiten fo wie der Hinterleib uberall dicht mit grau⸗
weißen Haaren bekleidet; der After mit drei ſchwarzen Haarbüſcheln.
Schwinger weiß. Flügel waſſerhell, mit gelbbraunem
Vorderrande, der
an der Wurzel einen ſchwarzen Borfienfamm bat; dahinter iſt ein glänzend
ſilberweißer ſchwarzeingefaßter Flekken. Beine ſchwarz: Schenkel und Schie⸗
nen gelbgepudert. — Herr Baumhauer fing das Männchen im Juguſt
bei Marſeille. — Laͤnge beinahe 6 Linien.
12. Anthr. marginalis. Hgg.
Schwarz; Hinterleib gelblich, mit unterbrochenen weißen
Binden. Nigra; abdomine Navicante : ſasciis interruptis
Albis.
„Ein einziges, noch dazu ſehr abgeriebenes Stuck. Untergeſicht und
„ Slirne gelblichbehaart. Seitenraͤnder des Rukkenſchildes greis-, Bruſt⸗
„ feiten aber gelblichbehaart. Hinterleib überall gelblichhaarig: am zweiten a
„„ und fünften Ringe mit weißen, wie es ſcheint unterbrachenen Binden.
5, Bauch pechſchwarz, mit einzelnen gelblichen Haͤrchen. Flügel waſſerhell,
„ nur das Randfeld etwas braͤunlich. Beine gelblichbehaart. — In der
25 Hoffmannseggiſchen Sammlung; aus Portugall. — Linien.“ (Wie⸗
demann.) Ä
150 ANTHRAX
13. Anthr. quinquefasciata. Nied. +
Weißlichbehaart; Hinterleib mit fünf haarigen Binden; Fluͤ⸗
gel waſſerhell, am Vorderrande etwas gelblich. Albido-
villosa; fasciis abdominis quinque tomentosis; alis Iimpi-
dis, ad costam parum flavicantibus.
„ Wenig kleiner als Anthr. hottentotta Fabr. (circumdata) der fie
„ auch im aͤußern Anſehen und im Aderverlauf der Fluͤgel gleich iſt. Be⸗
55 haarung überall lichtgelblichgrau faft greis; Grundfarbe ſchwarz. Außer
„„ der laͤngern Behaarung des Hinterleibes noch auf jedem Ringe eine breite
„ ununterbrochene Querbinde von eben fo gefärbten Filze. Bauch gleich-
„„ foͤrmig weißhaarig. Am Außenrande der Fluͤgelwurzel weiße Haͤrchen,
3, und uber dieſe noch hinausragende ſchwarze Borften. Beine roͤthlich mit
„, ſchwaͤrzlichen Fuͤßen und weiß lichem Filze. — Aus Suͤdrußland. (Vie⸗
demann.)
14. Anthr. Syphax. Fabr. 7
Braun; Mitte des Ruͤkkenſchildes goldgelb⸗, Hinterleib
aſchgrauhaarig; Fluͤgel waſſerklar mit braungelber Wur⸗
zel. Fusca; thoracis disco fulvo-, abdomine cinereo-hirtis;
alis limpidis bası subtestaceis.
Fabr. Ent. syst. Suppl. 554. 10 — ıı : Anthr. (Syphax)
hirta fusca; alis hyalinis basi fuscis. g
— Syst. Antl. 123. 20.
„ Kopf goldhaarig; eben fo das Mittelfeld des Ruͤkkenſchildes, Seiten
„ und Bruſt aber greishaarig, faſt weiß. Der (abgeriebene) Hinterleib
„„ braͤunlichſchwarz; Hinterrand der Ringe ziegelroͤthlich; uͤberall Spuren
„ von aſchgrauen Haaren, die an den Raͤndern lichter erſcheinen. Bauch
3, blaßziegelroth, mit greifen Haaren. Schwinger lichtröthlichbraun. Zli-
„ gel doppelt fo lang als der Hinterleib, ſehr waſſerhell: Wurzelhaͤlfte
„ und die ganze Randzelle bräunlichgelb, welches ſich aber nur bis zur
5 Hälfte der Fluͤgelbreite erfireft, und beſonders an den Queradern dun=
2 keler erſcheint. Beine roͤthlich mit weißſchillernden Haͤrchen. — 5 Linien.
(Wiedemann.) |
ANTHRAX Var 151
Nach Fabricius iſt das Vaterland dieſer Art die Barbarei; wahr⸗
ſcheinlich aber auch Suͤdeuropa.
15. Anthr. hetrusca. Fabr. + -
Schwarz; Hinterleib mit weißen Flekken an der Spizze;
Fluͤgel gelb, mit braunem Vorderrande. Atra; ano albo
maculato; alis flavis, margine antico testaceis.
Fabr. Ent. syst. IV. 257. 3: Anthr. (Retrusca) ae, ano
albo maculato; alis albis costa testacea.
— Syst. De 119. 7.
„ Fühler ſchwaͤrzlich, mit dunkelroſtbrauner Spizze. Mittelleib vorne an
2 der Wurzel aſchgrau behaart; Spitze des Schildchens braͤunlich. Der
55 Hinterleib if (an dem ſehr abgeriebenen Stuͤkke) überall mit einzelnen
5 ſchneeweißen Härchen verſehen, fo daß wohl ein großer Theil deſſelben
„ weiß fein muß: an der Spizze beiderſeits mit einem großen ſchneeweißen
„„ Flekken. Vauch ganz tiefſchwarz. Beine ſchwarz: Außenſeite der Schen⸗
„„ kel roͤthlichbraun. Fluͤgel gelb, die Adern faſt ſafrangelb; am Vorder⸗
2 rande, beſonders an der Wurzel braun. — Vaterland: Italien. —
7 8 Linien.“ (Wiedemann und Fabricius.)
16. Anthr. nivea. Rossi. 7
Schwarz; Hinterleib ſchneeweiß; Flügel waſſerklar; Knie
okergelb. Nigra; abdomine niveo; alis limpidis; genubus
ochraceis.
„5 Von ſchlankerm Baue als die übrigen. Untergeſicht gelblich; Stirne
22 ſchwarz. Mittelleib gelblichgrau, Hinterleib weißbehaart; Bruſt und
„> Bauch ſchimmelgrau: Einſchnitte des Bauches ledergelb. Den Hinter⸗
„ leibsruͤkken bedekt ein ſchneeweißer Filz; an den Seiten aber fiehen
5 lange Haare, die an den vordern Ringen ein wenig ins Gelbliche ziehen.
5„ Flügel ziemlich waſſerklar: Adern okergelb. Beine ſchwart, mit weiß⸗
2 lichen Haͤrchen; Knie okergelb. — In der Hoffmannseggiſchen Samm⸗
5 lung; aus Italien — 34 Linien.“ (Wiedemann)
152 ANTHRAX
17. Anthr. Paniscus. Zossı. 7
Schwarz; goldgelbhaarig; Spizze des Hinterleibes tief—
ſchwarz, mit zwei ſchneeweißen Punkten; Fluͤgel waſſer—
hell, mit braunem Vorderrande. Nigra, fulvo-hirta; ab-
dominis apice atro :punctis duobus niveis, alis limpidis,
margine antico fuscis.
„ Untergeficht gelb; Stirne ſchwarzbebaart. Mittelleib goldgelbbehaart,
„ mitten auf dünner und kurzer ſchwarzbehaart. Drei lezten Ringe des
-„ Hinterleibes tiefſchwarz, fo daß auf dem erſten derſelben noch einige
„ gelbe Haare zwiſchen den ſchwarzen ſtehen: an jeder Seite des lezten
2 Ringes ein ſchneeweißer punfrartiger Haarfletken. Bauch ſchwarz, nur
„ mit einzelnen gelben Haaren. Flügel fait waſſerhell, nur das Nandfeld
5 bräunlichſchwarz. Schwinger gelblich. Beine ſchwarz, mit gelblichen
Bi Haͤrchen. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; aus Italien. —
5 6% Linien.“ (Wiedemann.)
18. Anthr. Cingulum. Hgg. 7
Tiefſchwarz, an den Seiten weißgrauhaarig; auf dem Nins
terleibe eine Querbinde und die Spizze ſchneeweiß; Fluͤgel
glasartig, mit ſchwarzem Vorderrande. Atra; lateribus
cano-hirtis; abdominis fascıa anoque niveis; alis hyalınıs
ad costam nigris.
„ Untergefiht und Stirne, auch der Hinterkopf dicht an den Augen,
e ſchneeweißhaarig. Mittelleib und Wurzel des Hinterleibes wenigſtens
„Jan den Seiten, wahrſcheinlich auch obenauf (wo die Exemplare abgerieben
„„ find) weißlichgreis behaart; die hintere Halfte des zweiten Ringes, wie
„„ die übrigen, mit kurzem dichtem ſchwarzem Filze; nur der vierte Ring
„, fowohl auf dem Ruͤkken als am Bauche ganz ſchneeweiß, fo daß nur
„ wenig vom Hinterrande ſchwarz bleibt; After ebenfalls an der aͤußerſten
5 Spizze ſchneeweiß. Das Schwarze der Fluͤgel geht nur an der Wurzel—
95 hälfte ein wenig uber das Randfeld hinaus. Schwinger braͤunlichſchwarz.
35 Deine tiefſchwarz. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; aus
95 Portugall. — 5 Linien.“ (Wiedemann)
ANTERNE 0. u
19. Anthr. occulta. Hgg. 1
Schwarz; Ruͤkkenſchild gelb-, Hinterleib ſchwarz und weiß:
haarig; Fluͤgel am Vorderrande braun, gegen den Hin-
terrand allmaͤhlig lichter. Nigra; tborace flavicante-, ab-
domine albo nigroque hirtis; alis ad costam fuscis, versus
marginem internum semsim dilutioribus.
„ Kopf ſchwarz; Untergeſicht gelblich; Stirne ſchwarzbehaart. Mittels
5 leib gelblichbehaart. Der Hinterleib iſt an dem einzigen Stuͤkke, das ich
„ vor mir habe, oben abgerieben; doch laßt ſich aus den an den Eeiten=
5 raͤndern ſtehenden deutlich ſichtbaren Haͤrchen ſchließen, daß der erſte
77 Ring ganz, der zweite an der vordern Halfte, dann der vierte Ring
„ und der After weiß lichbehaart waren. Das Braune der Flügel geht bis
„„ zum Innenrande ſelbſt, aber allmaͤlig lichter werdend; nirgends iſt ein
5 ungefaͤrbter oder fenfterartiger Flekken; nur da, wo die von der Wurzel
„ her drifte, zum Innenrande auslaufende Ader entſpringt, iſt ein kaum
55 merklicher, lichtgrau erſcheinender Punkt. Beine ganz ſchwarz. — In
„ der Hoffmannseggiſchen Sammlung; aus der Berliner Gegend. —
57 4% Linien.“ (Wiedemann.)
20. Anthr. muscaria. Pall. +
Saft nakt, ſchwarz; Bruſtſeiten mit weißer Laͤngslinie; Hin⸗
terleib hinten mit weißen Querlinien; Fluͤgel glasartig,
mit ſchwarzer Wurzel. Nudiuscula nigra; pleuris linea
longitudinali alba; abdomine postice transversim albo-
lineato; alis hyalinis basi nigris.
Wiedem. zoolog. Mag. I. 2. ı3 : Anthr. (muscaria) nu-
diuscula nigra, abdominis segmentis posticis albo cinc-
tis; alis hyalifis basi præfracte nigris.
Von der Größe der gewöhnlichen Stubenfliege, ſchwarz, mit braunen
am Scheitel zuſammenſtoßenden Augen. An den Brufifeiten eine weiße
Linie, die von der Baſis bis zur Flügelwurzel wagerecht liegt. Hinterleib
ſchwarz: die vier lezten Ringe mit einer weißen Haarlinie. Flügel glasartig,
—
154 ANTHRAX
an der Wurzel des Vorderrandes und weiterhin ſchwarz, das Schwarze gleich⸗
ſam abgebrochen. — Pallas entdekte dieſe Art, wiewohl ſelten, im ſuͤdli—
chen Rußland. (Siehe Wied. a. a. O.)
Sollte dieſe Art wohl eins mit Anthr. fimbriata ſein?
31. Anthr. fimbriata.
Schwarz; Ruͤkkenſchild weißgerandet; Hinterleib mit weißen
Querbinden: die erſte auf der Mitte; Fluͤgel waſſerhell,
mit brauner Wurzel. Nigra; thoracis limbo albo ; abdo-
mine fascus albis : prima in media; alis hyalinis, bası
fuscis. (Fig. 13.)
Fabr. Ent. syst. IV. 258. 7 : Anthr. (afra) hirta atra al-
bo-fasciata; alis hyalinis basi atris.
— Syst. Antl. 122. 15: Anthr. afra.
Latreille Gen. Crust. IV. 310: Anthr. afra.
Klassif,. d. Zweifl. I. 205. 11: Anthr. fimbriatus.
Kopf ſchwarz, gelbgepudert; Stirne ſchwarzhaarig, mit einem kaum
merkbaren Gruͤbchen; hintere Augenrand weiß. Fuͤhler ſchwarz: das dritte
Glied etwas mehr kegelfoͤrmig wie bei der erſten und folgenden Arten. Ruͤkken⸗
ſchild ſchwarzbraun, rothgelbhaarig beſonders am Halſe ;laͤngs die Seiten lauft
eine weißlichgelbe Haarſtrieme, noch vor der Fluͤgelwurzel, von der Baſis
bis zum Schildchen herab. Bruſtſeiten rothgelbbehaart. Hinterleib ſchwarz,
rothgelbhaarig: am Anfange des dritten Ringes iſt eine weiße Binde, und
vor dem After eine zweite; bisweilen zeigt ſich hinter dieſer noch die Spur
einer dritten ſehr ſchmalen. Schwinger braun, mit weißem Knopfe. Fluͤgel
glasartig: an der Wurzel bis uber die Mitte des Vorderrandes kaſtannien
braun, mit einigen lichtern Stellen: der Rand des Braunen lauft etwas
zakkig ſchief vorwärts. Beine ſchwarz, gelbgepudert. — Ich habe von die—
fer Art mehre Exemplare aus der Baumhaueriſchen Sammlung vor mir,
die im ſuͤdlichen Frankreich gefangen wurden. Herr Megerle von Muͤhlfeld
ſchikte mir ein oͤſterreichiſches Exemplar, und Pallas entdefte fie auch in
Suͤdrußland. Fabricius gibt Kiel zur Heimat an, welches! ein
Irthum iſt. — 2 bis 4½ Linien.
Der unſchikliche Namen Anthr. afra konnte nicht bleiben. In der Hoff⸗
mannseggiſchen Sammlung ſtekt fie als Anthr. Sirius.
ANTHRAX „
22. Anthr. elegans. Hgg.
Schwarz; Spizze des Schildchens und Seiten des Hinter—
leibes (nach der Verwiſchung) roͤthlichgelb, oben grau⸗
gelblichbehaart; Hinterleib bandirt; Fluͤgel mit unregel⸗
maͤßiger brauner Binde. Nigra; scutelli apice abdominis-
que lateribus (post detritionem) ruficantibus, supra Bir-
sutie griseo-flavicante; abdomine fasciato; alis fascia ir-
regulari fusca.
27
5 Fabricius hat diefes Thierchen mit ſeiner Anthr. Nero verwechſelt,
„„der es an Größe und Farbe einigermaßen gleicht; denn es ſtekt in ſeiner
„ Sammlung bei dieſer; unterſcheidet ſich aber bei etwas genauerer Be⸗
„, trachtung ſehr. Untergeſicht gemsledergelb mit weißlichſchimmernden Haͤr⸗
„ chen; Stirne gelblichbehaart. Ruͤkkenſchild mehr gelblichgrau; die Bruſt⸗
5 feiten haben einen großen weißen Haarflekken. Der zweite Ring des Hin⸗
„„ terleibes ſcheint nur vorne gelblichgrau, an der größern Hinterhaͤlfte
„ ſchwarz, oder fo duͤnne behaart zu fein, daß die ſchwarze Grundfarbe
55 vorwaltet und eine breite Binde bildet. Uebrige Ringe faſt überall gelb⸗
„ lichgraubehaart, fo daß nur ſchmale Querlinien der Hinterraͤnder ſchwart
55 durchſcheinen; an den hinterſten Ringen iſt die Behaarung lichter. Am
„ gemeledergelben Bauche, der nur gegen die Wurzel ſchwarze Grund»
„5 farbe zeigt, iſt das Haar uͤberall mehr weißſchimmernd. Randfeld der
„ Flügel lichtbraun, Spizze deſſelben aber ſchon nicht mehr; wenig vor
x
„der Fluͤgelmitte bildet das Braune eine, ſchraͤg gegen den Innenrand
„5 nach der Wurzel zu gehende Binde, die zwiſchen den swei lezten Laͤngs⸗
„ adern mit einem verwiſchten Flekken endigt, und an den Queradern,
5 welche fie überzieht, dreifenſterartige Flekken hat. Schwinger weiß mit
55 braͤnulichem Stiele. Schenkel ſchwarz: Spitze derſelben und die Schie⸗
5 nen gemsledergelb. — In der Fabriciuſiſchen und Hoffmannseggiſchen
2 Sammlung; aus Portugall, Pallas entdekte fie auch in Suͤdrußland. —
> 3 Linien. (Wiedemann.)
23. Anthr. bicincta. Mied. +
Schwarz; Ruͤkkenſchild und die erſten Hinterleibsringe gold⸗
gelbhaarig; Hinterleib mit zwei weißen Binden; Fluͤgel
156 ANTHRAX
ſchwarz, mit glasartiger Spizze. Atra; ſhorace primisque
abdominis segmentis fulvo-hirtis; abdomine fasciis dua-
bus albis; alis nigris apice hyalinis.
„ Die zwei uns zur Beschreibung mitgetheilten Stuͤkke, waren offenbar
——
am Mittelleibe etwas abgerieben, doch ſieht man die roͤthlichgelben dicht⸗
>] — ſtehenden Haare ringsum ſo deutlich, und auf dem Ruͤkken ſelbſt ein⸗
— —
zelne derſelben auf der Mitte, daß kein Zweifel iſt, fie ſeien vom ubri-
„ gen Theile, vom Schildchen und von den beiden erſten Leibringen nur
——verloren gegangen. Die uͤbrigen Hinterleibsringe find von ſchwarzer
75 Grundfarbe: ein wenig hinter der Mitte iſt die erſte weiße ziemlich
ſchmale Querbinde, welche an den Seiten etwas breiter wird; dicht vor
Br)—
„ dem After liegt die zweite. Die Flügel find bis uͤber zwei Drittel braͤun⸗
lichſchwarz: das Schwarze endigt mit einem ſchraͤglaufenden buchtigen
“2—
„ Rande, deſſen Buchten nach dem Außenrande hin an Tiefe zunehmen;
„ vor der aͤußerſten ſteht an der Fluͤgelſpizze noch ein ganz kleiner Punkt.
„„ Mitten in dem Schwarzen liegen drei lichtere Flekken als Einfaſſung fo
„5 vieler Binnenadern (die aber nicht wie bei nigrita völlig farbenlos ſind);
„ vor ihnen ein ſchmaͤlerer lichter Flekken; und unmittelbar vor dieſem
„ ein Flekken, der mehr ſchwaͤrzlichgrau, ohne alle Beimiſchung von
„ Braun erſcheint. Schwinger weiß. Beine ſchwarz. — Von Spalatro
„ in Dalmatien durch Hrn. Profeſſor Germat; aus Oſterreich von Herrn
5 Megerle von Mühlfeld geſchikt; auch von Pallas im fudlihen Rußland
„ enidekt. — 6 Linien.“ (Wiedemann.) .
24. Anthr. bifasciata.
Tiefſchwarz; Ruͤkkenſchild mit weißer Seitenſtrieme; Hin⸗
terleib mit zwei weißen Binden: die erſte an der Wurzel;
Flügel zur Hälfte tiefbuchtig ſchwarz. Alra; thorace villa
laterali abdomine fasciis duabus albis : prima basilari;
. . 10 8 . . — &: N
alis dimidiato profunde sinuato-nigris (Fig. 15).
Fabr. Spec. Ins. II. 414. 12: Bibio (Maura) hirta atra
albo-ſasciata; alis nigris : margine tenuiori sinuato hy-
alino.
— Ent. syst. IV. 258. 6: Anthr. Maura.
ANTHRAX 157
Fabr. Syst. Antl. 121. 12. Anthr. Maura.
Gmel. Syst. Nat. V. 283t. 11: Musca Maura.
Linné Fauna Suec. 1785 : Musca Maura.
Degeer Ins. VI. 77. 13: Nemotelus Maurus. Tab. ır.
Fe. N
Fallen Dipt. Suec. Anthracid. 7. 3 : Anthr. Maurus.
Panzer Fauna Germ. XXXII. 19. Anthr. Maura. — XLV.
16: Anthr. Damon.
Schellenberg Genr. d. Mouch. Tab. 32. Fig. 2.
„ Klassif. d. Zweill. I. 209. a) Anthr. bifasciatus.
Tiefſchwarz. Rükkenſchild vorne rothgelbhaarig, an den Seiten mit gelbe
weißer Haarſtrieme, welche von der Vaſis vor der Fluͤgelwurzel her bis
zum Schildchen geht. Hinterleib ſchwarzhaarig: auf dem erſten und vierten
Ringe mit gelblichweißer Haarbinde; After weißhaarig. Bauch ſchwarz.
Fluͤgel tiefbraunſchwarz, die Queradern heller eingefaßt; am Hinterrande
waſſerklar, welches vom Schwarzen durch tiefe Buchten getrennt iſt, und
entweder ununterbrochen fortlaͤuft, oder in zwei großen abgeſonderten Flek—
ken liegt. Schwinger ſchwarz, mit weißer Spizze. Deine ſchwarz. — Dieſe
niedliche Fliege iſt in unſern Gegenden ſehr ſelten, in den mehr ſuͤdlichern
Regionen auf Schirmpflanzen
hin und wieder gemein; Pallas fand ſie haͤuſig
in Suͤdrußland. — 2% bis 5 Linien.
Der Name Maura iſt, als unſtatthaft, gegen den von bifasciata ver⸗
tauſcht worden. }
25. Anthr. semiatra. Hgg.
Tiefſchwarz; Bruftfeiten rothgelbhaarig; Flügel an der
Wurzelbaͤlfte ſchwarz. Atra; pleuris rufo-villosis; alis
dimidiato-nigris (Fig. 14).
Liuné Syst. Nat. Edit. XII. 981. 9: Musca (Morio) an-
tennis filatis subulatis; corpore hirto atro; alis dimidia-
to-nigris.
Fallen Dipt: Suec. Authr. 7. a : Anthr. Morio.
Panzer Fauna Germ. XXXII. 18 : Anthr. Morio.
Scheffer Icon. Tab. 76. Fig. 3.
158 ANTHRAX
Latreille Gen. Crust. IV. 209 : Anthr. Morio.
Schrank Fauna Boica III. 2368 : Bibio Morio.
— Austr. 892. Musca Morio.
Herbst gemeinn. Nat. d. Thierr. VIII. 103. Tab. 339. Fig. 1.
Klassif. d. Zweifl. I. 202. 6: Anthr. Morio.
Kopf ſchwarz. Leib tiefſchwarz: Mittelleib an der Wurzel oben und die
Bruſtſeiten rothgelbhaarig; Hinterleib an der Wurzel mit gelben , übrigens
mit ſchwarzen Seitenhaaren. Schwinger ſchwarz, mit weißer Spizze. Fluͤgel
zur Hälfte an der Wurzel ſchwarzbraun, mit buchtigem, ſchief aufſteigen⸗
dem Rande; die andere Halfte waſſerklar. Beine ſchwarz; Schienen bis⸗
weilen gelb angelaufen. — In hieſiger Gegend ſehr ſelten, anderwaͤrts
häufiger; nach Pallas kommt fie ſowohl im gemaͤßigten europaͤiſchen als
im warmen aſiatiſchen Rußland ſehr haufig an Wegen und auf Viehwei⸗
den vor. — 1½ bis 6½ Linien.
2b. Anthr. Cypris.
Goldgelbhaarig; Flügel an der Wurzelhaͤlfte ſchwarzbraun.
Fulvo-hirta; alis basi dimidiato-fuscis (Fig. 11).
Untergeſicht, Stirne und Hinterkopf ſchwarz, gelbgepudert. Leib durchaus
dicht goldgelbhaarig. Schwinger dunkelgelb mit hellgelber Spisse. Fluͤgel
von der Wurzel bis zur Halfte dunkelbraun, deſſen Graͤnze ſanft wellen⸗
foͤrmig vom Vorder- bis zum Hinterrande der Flügel ſchraͤge hinab⸗
geht; das Uebrige iſt waſſerklar. Beine rothgelb mit braunen Fuͤßen. —
Herr Megerle v. Muͤhlfeld ſchikte fie als öſterreichiſches Produkt. — 4½ L.
27. Anthr. Lucifer. Fabr.
Goldgelbhaarig; Hinterleib mit ſchwarzen Binden; Flügel
braun mit rothgelber Wurzel. Fulvo-hirta; abdomine ni-
gro-fasciato; alis fuscis basi ferrugineis (Fig. 19).
Fabr. Spec. Ins. II. 416. 19: Bibio (Lucifer) hirta flaves-
cens, alis fuscis basi ferrugineis.
— Ent. syst. IV. 262. 21: Anthr. Lucifer.
— Syst. Antl. 126. 40: Anthr. Lucifer.
Gmel. Syst: Nat. V. 2832. 141 : Musca Lucifer.
ANTHRAX 159
Untergeſicht und Stirne roͤthlichgelb: Scheitel ſchwarzbraun. Mittel und
Hinterleib dicht goldgelbhaarig: lezterer mit ſchwarzen Querbinden, die an
beiden Seiten ſich verſchmaͤlern. Bauch ſchwaͤrzlich. Schwinger braun mit
weißem Knopfe. Flügel roͤthlichbraun: an der Wurzel und laͤngs dem Vor⸗
derrand roſtgelb. Beine ſchwarz: Schenkel und Schienen gelb angeflogen. —
Herr Megerle von Muͤhlfeld ſchikte mir ein Exemplar unter dem Namen
fumipennis; deſſen Vaterland Oeſterreich oder Ungarn iſt; Fabricius gibt
die ſuͤdamerikaniſchen Inſeln als Heimat an. — 5% Linien.
28. Anthr. sinuata.
Tiefſchwarz; Hinterleib ſchneeweißbandirt; Flügel ſchwarz⸗
braun, an der Spizze glasartig; Schwinger braun. Atra;
abdomine fasciis niveis; alis nigro-fuscis apice hyalinis;
halteribus fuscis (Fig. 18).
Fabr. Spec. Ins. II. 414. 11: Bibio (Morio) hirta atra;
alis nigris apice hyalinis.
— Ent. syst. IV. 257. 5: Anthr. Morio.
— Syst. Antl. 120. 9 : Anthr. Morio.
Gmel. Syst. Nat. V. 2830. 9 : Musca Morio,
Linne Fabna Suec. 1784: Musca Morio.
Fallen Dipt. Suec. Anthr. 6. 1: Anthr. sinuatus.
Degeer Ins. VI. 78. 14: Nemotelus Morio. Tab. 11. Fig. 13.
Geoffroy Ins. II. 493. 2: Mouche à ailes noires bordees de
blanc onde. i
Latreille Gen. Crust. IV. 210 : Anthr. Morio.
Schrank Fauna Boica III. 2367 : Bibio Anthrax.
— Austr. 893: Musca Anthrax.
Kopf ſchwarz, ſammethaarig. Fuͤhler an der Spitze mit einem Borſten⸗
kranze. Mittel- und Hinterleib tiefſchwarz: lezterer hat an der Wurzel
weiße Seitenhaare, und auf dem dritten bis lezten Ringe mehr weniger
ſchneeweiße Querlinien, die ſich jedoch leicht verwiſchen. Beine und Schwin⸗
ger ganz ſchwarzbraun. Fluͤgel dunkelbraun: am Hinterrande und an der
Spizze iſt dieſe Farbe buchtenartig gleichſam abgewiſcht und der Grund
nicht rein glasartig; die Adern find dunkelgeſaͤumt, ſelbſt auf dem glas⸗
160 ANTHRAX
artigen Theile ſind ſolche meiſtens etwas braun. — Man findet dieſe
Art auch in hieſger Gegend, wiewohl felten. — 3½ bis 5 Linien.
29. Anthr. velutina. gg.
Tiefſchwarz; Ruͤkkenſchild an der Wurzel rothgelbhaarig;
Hirterleib mit weißer Querbinde und gleichfarbiger Spizze;
Schwinger braun mit weißer Spizze; Fluͤgel halbſchwarz,
vor der Spizze mit einer Bucht und einem Punkte. Atra;
thorace bası rufo-hirto; abdomine fascia apiceque albis;
halteribus fuscis apice albis; alis semiatris, sinu et puncte
ante apicem (Fig. 19).
Klassif. d. Zweifl. I. 202. : Anthr. (holosericeus) ater;
thorace laterıbus flavo-villoso; abdomine lateribus albo-
pnnctato; alis nigris, margine posteriori undato-hyalinis;
halteribus nigris apice albis.
Schellenberg Genr. d. Mouches. Tab. 32. Fig. 3.
Kopf ſchwarz, etwas gelbgepudert, mit ſchwarzen Sammethaaren. Fuͤh⸗
lerſpizze mit einem Borſtenkranze. Ruͤkkenſchild tiefſchwarz, am Halſe
und an den Seiten röthlichgelbhaarig. Hinterleib tiefſchwarz, ſchwarzhag—
rig, nur an der Wurzel mit rothgelben Seitenhaaren; auf dem vierten
Ringe liegt eine weiße Haarbinde; die folgenden Ringe haben weiße
Seitenpunkte, welche bei ganz unverwiſchten Stuffen wahrſcheinlich ſchmale
Binden vorſtellen; After weißlich. Flügel braunſchwarz : Hinterrand und
Spizze wafferflar ; das Schwarze zieht ſich in einer wellenfoͤrmigen Be—
gränzung ſchief vom Hinterrande zum Vorderrande hin, wo es eine ziem-
lich tiefe Bucht hat, und neben derſelben ſteht noch ein ſchwarzer Rand—
punkt; die im ſchwarzen Felde liegenden Binnenadern find etwas durch-
ſcheinend eingefaßt. Schwinger ſchwarzbraun, mit weißer Spizze des Knopfes.
Beine ſchwarz, mit gelbgepuderten Schenkeln und Schienen. — Mehre
Exemplare nach beiden Geſchlechtern in der Baumhaueriſchen Sammlung,
die in Italien und dem ſuͤdlichen Frankreich gefangen wurden. — 3½ bis
6 Linien.
30. Anthr. nycthemera. Hgg. 7
Schwarz; Ruͤkkenſchild rothgelbhaarig; Hinterleib mit weifs
ſer Binde; Schwinger gelblich, mit weißem Knopfe, der
ANTHRAX 161
einen ſchwarzen Punkt hat; Fluͤgel halbſchwarz, mit einer
Bucht und einem Punkte vor der Spizze. Nigra; thorace
rufo-piloso ; abdomine fascia alba; halteribus ſlavicanti-
bus : capitulo albo, puncto nigro ; alis semiatris: sinu
et puncto ante apicem.
„ Kopf ſchwarz; Stirne mit einzelnen kurzen gelben Haͤrchen. Ruͤkken⸗
„ ſchild, beſonders vorne und an den Seiten, fuchshaarig: hinter den
5 Schuͤppchen ein goldgelber Haarbuͤſchel. Am erſten Ringe des Hinter—
25 leibes gelbliche Haare; ein wenig hinter der Mitte des Hinterleibes
„ eine weiße Querbinde, deren Hinterrand von beiden Seiten ſchraͤge
„ nach der Mitte aufſteigt, fo daß hier die ohnehin ſchmale Binde noch
55 ſchmaͤler if. Bauch mit einzelnen fuchsrothen Haaren. Schwinger gelb⸗
„ lich, mit weißem Knopfe, der oben einen ſchwarzen Punkt hat. Fluͤgel
5 bis auf das Spizzendrittel ſchwarz: die Graͤnze des Schwarzen vom In⸗
„ nen= zum Außenrande ſchraͤge und wellig aufſteigend, am Außenrande
„ mit einer tiefen Bucht, und dicht an dieſer, der Spizze näher, ein
„ ſchwaͤrzlichei Punkt. Schenkel ſchwarz; Schienen und Fuͤße gelblich. —
„ In der Hoffmannseggiſchen Sammlung. Vom Rheine. — 4 Linien.“
(Wiedemann.) 8
Das Uebereinſtimmende dieſer Beſchreihung mit der vorigen, iſt fo groß,
daß man faſt geneigt wäre, beide Arten fuͤr eine zu halten. Doch muß der
Herr Graf, welcher doch meine A. velutina kannte, wohl hinlaͤngliche
Gruͤnde zur Abſonderung gefunden haben.
31. Anthr. punctata. Hgg.
Tiefſchwarz; Hinterleib am Ende ſilberweiß; Fluͤgel mit
ſchwarzer Wurzel und drei gleichfarbigen Punkten. Atra;
abdomine postice argenteo; alis basi punclisque tribus
nigris (Fig. 20). 0
Fabr. Spec. Ins. II. 415. 13: Bibio (Aethiops) hirta atra;
alis nigris, apice albis : punctis duobus; ano argenteo.
— Ent. syst. IV. 259. 11: Anthr. Aethiops,
— Syst. Antl. 123, 19: Authr. Aethiops.
II. Band. 11
162 ANTHRAX
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 8. 5: Anthr. Aethiops.
Klassif. d. Zweifl. I. 205. 10: Anthr. Aethiops.
Sammetſchwarz, haarig. Spizze der Fuͤhler mit einem Borſtenkranze.
"de des Hinterleibes mit ſilberglänzenden Schüppchen bedekt und mit er⸗
ibener Laͤngslinie; vor demſelben eine weiße Querlinie. Schwinger und
eine ſchwarz. Flügel viel laͤnger als der Hinterleib: an der Wurzel
warzbraun mit einigen lichtern Flekken; auf dein glasartigen Felde find
lige braune Punkte. — Meine Eremplare find aus Italien und dem
. Frankreich; fie findet ſich auch in den noͤrdlichen Gegenden und im
»lichen Rußland. — 4 Linien.
Der ganz unſchickliche Name Aethiops iſt gegen den Hoffmannseggiſchen
ertauſcht worden.
32. Anthr. Jacchus. Fabr. 5
Schwarz; Hinterleib mit filberfarbigen Binden; Flügel an
der Wurzel ſchwarz mit glas heflen Punkten. Atra; abdo-
mine argenteo-fasciato; alis basi atris, hyalino-punctatis.
Fabr. Syst. Antl. 123. 21 : Anthr. (Jacchus) atra; abdo-
mine argenteo-sirigoso; alis hyalinis, bası atris hyalino-
punclatis.
„„ Von Bildung wie Anthr. punctata. Kopf ſchwarz. Ruͤkkenſchild
„ ſchwarz mit goldfarbigem Schimmer. Hinterleib ſchwarz, am Bauche
z, pechfarbig; auf dem Rükken fünf, faſt unterbrochene Silberbinden: die
„ erſte liegt am Vorderrande des zweiten Ringes, iſt am weiteſten unters
„ brochen und nach innen ſchmaͤler; die zweite in der Mitte der Breite
5 des dritten Ringes; die drei folgenden am Vorderrande des fünften bis
„„ fiebenten Ringes: die vierte iſt an jeder Seite kaum wie ein Punkt.
„ Zwiſchen den Binden find einige goldglaͤnzende Haͤrchen. Am Bauche
5, iſt nichts Silber- oder Goldfarbiges. Die Fluͤgel find an der Wurzel ganz
5 ſchwarz mit glashellen Flekken; die Spitze und ein großer Theil des
„Innenrandes find glashell; der Rand des Schwarzen iſt buchtig gezahnt,
95 ſo daß der eine Zahn den Junenrand erreicht. Bruſt und Beine pech⸗
„farbig. — Vaterland: Italien. — 4½ Linien.“ (Jabricius und
Wiedemann.) 1
ANTHRAX 163
33. Anthr. varia. Fabr.
Tiefſchwarz; Hinterleib am Ende ſilberweiß mit ſchwarzen
Flekken; Fluͤgel mit drei braunen abgebrochenen Binden
und gleichfarbigen Punkten. Atra; abdomine postice ar-
genteo nigro-maculato; alis ſasciis tribus abbreviatis pun-
tisque fuscis (Fig. 10).
Fabr. Ent. syst. IV. 259. 10: Anthr. (varia) hirta fusca;
abdomine albo-vario; alis albis nigro-punctatis.
— Syst. Antl. 122. 18: Anthr. varia.
Kopf ſchwarz, ſammethaarig; Untergeſicht und Vorderſtirne gelbgepuderk,
Fuͤhler an der Spizze mit Borfienhaaren. Mittelleib ſchwarz, am Halſe
und in den Seiten mit ſchwarzen und weißgrauen Haaren vermiſcht. Der
ſchwarze Hinterleib hat an der Wurzel einen Buͤſchel weißlicher Seiten⸗
haare; die drei erſten Einſchnitte fuͤhren weiße Haarbinden; die drei lezten
Ringe find ſilberweiß mit ſchwarzen Rükkenflekken. Schwinger ſchwarzbraun
mit weißem Knopfe. Fluͤgel waſſerklar: am Vorderrande iſt das Randfeld
gelbbraun; an demſelben liegen drei ſchwarzbraune Halbbinden, die erſte
an der Wurzel, sie dritte faſt auf der Mitte der Lange; auf dem unge⸗
faͤrbten Felde liegt an der Gabelader ein rundlicher brauner Zleffen, und
näher am Hinterrande noch zwei gleichfarbige [Link] ſchwarz:
Schienen etwas gelbgepudert. — Mehre Exemplare in der Baumhaueri⸗
ſchen Sammlung, aus dem ſuͤdlichen Frankreich. — 2% bis 4½ Linien.
34. Anthr. leucogaster. Med.
Schwarz; Hinterleib zum Theil ſilberweiß; Fluͤgel am Wur⸗
zeldrittel ruſſigbraun, mit einem Flekken und zwei Punkten
von gleicher Farbe. Nigra; abdomine partim argenteo;
alis tertia parte basali, macula et punctis duobus fuligi-
nosis (Fig. 21).
„ Am vorliegenden Stuͤkke find die beiden lezten Hinterleibsringe oben⸗
5 auf durchaus glaͤnzendweiß; an den ubrigen iſt, beſonders an den Seiten
25 duch Weiß zu ſehen; und da auch die Hinterraͤnder noch mit einzelnen
104 ANTHRAX
„„ weißen Haͤrchen beſetzt find, fo muß, an völlig unabgeriebenen Stuͤkken,
„ wohl faſt der ganze Hinterleib weiß fein. Der Bauch if an den Ring⸗
55 kaͤndern und beſonders an den Seiten gelblich behaart. Die rußbraune
5 Farbe der Fluͤgelwurzel erſtrekt ſich am Außenrande etwas weiter gegen
5 die Spizze hin als am Innenrande, und endigt mit einem buchtig⸗zakki⸗
„gen Rande; auch die Mandzelle iſt rußbraun. In der Mitte der Fluͤgel⸗
2 länge, gerade auf den Queradern der zweiten bis vierten Laͤngsader liegt
„ ein rußbrauner Flekken; mitten zwiſchen ihm und der Fluͤgelſpizze ein
5 folder Punkt; unter jenem etwas nach der Wurzel ein zweiter kleinerer,
„ beide an Stellen wo ſich Adern vereinigen. Knopf der Schwinger gelb-
„ lichweiß. Beine braunſchwarz. — Aus dem Kaiſ. Koͤnigl. Muſaͤum;
„ Vaterland Oeſterreich. — 4 Linien.“ (Wiedemann.)
Ein von Hrn. Megerle v. Muͤhlfeld geſchiktes weibliches Exemplar war
nur 2½ Linien lang. Fuͤhler an der Spizze mit einem Borſtenkranze.
Stirne braun, gelbbeſtaͤubt. Der mittelſte braune Fluͤgelflekken war mit
dem braunen Vorderrande zuſammengefloſſen. ä
35. Anthr. Isis.
Braun; Ruͤkkenſchild blaßhaarig; Flügel glasartig, mit roth⸗
braunem Vorderrande und zwei braunen Punkten. Fusca;
ihorace pallide hirsuto ; alis hyalinis, margine antico
testaceo, punclis duobus fuscis.
Untergeſicht und Stirne blaßgelb, leztere mit Braun gemiſcht. Zuhler
braun, an der Spizze mit einem Vorſtenbuͤſchel. Mittelleib gelbgrauhaarig.
Hinterleib dunkelbraun, mit Spuren von ſchmuzzigweißen Querbinden (das
vorliegende Exemplar iſt ſehr ſtark verwiſcht). Schwinger blaßgelb. Fluͤgel
glasartig mit roͤthlichbraunem Randfelde: unter demſelben auf der Mitte
der Fluͤgellaͤnge find zwei Queradern braun eingefaßt; zwiſchen dieſen und
der Wurzel iſt noch ein brauner Punkt. Schenkel graulich; Schienen roͤth⸗
lichgelb; Fuße ſchwarzbraun. — Aus Oeſterreich; von Hrn. Megerle von
Muͤhlfeld unter dem Namen A. Ixion geſchikt, von Hrn. Wiedemann
aber für perſchieden erklaͤtt. — Beinahe 5 Linien. 5
ANTHRAX | 165
36. Anthr. Hesperus. Rossi. T
Oben gelblich, unten weißhaarig; Flügel am Vorderrande
gelblich. Supra flavicante-, subtus albo-hirta; alis ad cos-
tam flavicantıbus.
„ Ziemlich ſchlanker Statur. Uintergeſicht gelblich, Stirne ſchwarzbehaart.
„ Mittel- und Hinterleib obenauf ziemlich duͤnne und gleichfoͤrmig gelb—
„ lich⸗, Bruſtſeiten, Bruſt und Bauch hingegen weißbehaart. Grundfarbe
„ der Hinterleibsſeiten gemsledergelb. Die gelbliche Farbe der Fluͤgel geht
„ an der Wurzelhaͤlfte bis auf die Mitte der Breite, an der Spizzen⸗
„ haͤlfte aber nicht uber das Nandfeld hinaus. Schwinger braun mit
„ weißem Knopfe; Beine gemsledergelb, nur Schenkel und Fuße mehr
2 weniger ſchwarz. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; aus Ita⸗
2 lien. — 3% Linien.“ ( Wiedemann.)
Nach Hrn. Wiedemanns Bemerkung hat die an der Spitze der Fluͤgel
liegende Gabelader vorne noch einen kleinen Fortſaz (wie Jig. 25).
37. Anthr. binotata, Hegg. +
Schwarz; an den Seiten und die Einſchnitte des Hinter-
leibes grauhaarig; Fluͤgel mit zwei braunen Punkten.
Nigra; lateribus abdominisque incisuris griseo-hirtis; alis
punctis duobus fuscis. N
„ Untergeſicht gelblichbehaart, doch dicht unter den Fuͤhlern mehr weiße
„ lich. Stirne und Rükkenſchild mit ſchwarzen und gelben Haaren gemengt;
5 Beuſt und Hinterleibsſeiten mehr ins Greiſe fallend, beſonders leztere;
25 Hinterraͤnder der Ringe mit ſehr kurzen greifen Haͤrchen, fo daß der
5 Hinterleib querliniirt erſcheint. Wurzel und Randfeld der Fluͤgel licht-
5 braͤunlich; dicht unter dem Randfelde, etwa ein Drittel von der Wurzel,
„ein brauner Punkt; ein wenig weiter in der Mitte ein zweiter Punkt,
„ der zwei Queradern einfaßt; ein dritter Punkt zwiſchen beiden vorigen,
55 weiter nach dem Innenrande hin, gleichfalls als ſehr ſchmale Einfaſſung
„ einer Querader, fallt wenig ins Auge. Schwinger braͤunlich, Spitze des
72 Knopfes weiß. Deinegelblichgreisbehaart, welches an den Schienen in
166 ANTHRAX
5 gewiſſer Richtung roͤthlich erſcheint. In der Hoffmannseggiſchen Samm⸗
„ lung; aus Portugall. — 4 Linien.“ (Wiedemann.)
Fluͤgeladern wie Fig. 25.
38. Anthr. subnotata. Hgg. 1
Schwarz; Spizze des Hinterleibes weißbandirt; Flügel waſ⸗
ſerklar, faſt zweipunktig. Nigra; abdominis apice albo-
fasciato; alis Iimpidis subbipunctatis.
„ Untergefiht und Stirne ſchwarzbehaart, nur dicht über den Fuͤhlern
„einige gelblichgreiſe Haͤrchen. Ruͤkkenſchild mit ſchwarz und weißen gleich-
„ gemengten Haaren beſezt. Obenauf iſt am Mittel- und Hinterleibe die
„ Behaarung (am vorliegenden Stükke) ziemlich abgerieben. An der Seite
5 des erſten Hinterleibringes ſteht je ein weißer Haarbuͤſchel: ſonſt ſcheint
„ der vordere Theil des Hinterleibes ganz ſchwarz geweſen zu fein. Am
„„ fünften, ſechsten und fiebenten Ringe ſieht man noch ſchneeweiße Quer-
„ binden. Flügel ganz waſſerklar mit ſchwaͤrzlichbraunen Adern; gerade in
„ der Mitte der Fluͤgellange iſt die innere Querader ſchwaͤrzlich eingefaßt,
„und etwas weiter gegen die Wurzel hin liegt ein bleicherer ſchwaͤrzlicher
„ Punkt dicht hinter einer andern Querader. Schwinger ſchwarz; Knopf
„ an der Spizze weiß. Beine ſchwarz, nur wenig weißlich behaart. — In
„ der Hoffmannseggiſchen Sammlung; aus Portugall. — 3½ Linien.
(Wiedemann!)
Fluͤgeladern wie Fig. 25.
39. Anthr. tripunctata. Wied. +
Tiefſchwarz; Hinterleib mit ſchneeweißen Binden, an den
Seiten mit zwei weißen Haarbuͤſcheln; Fluͤgel waſſerhell:
auf dem Mittelfelde drei braune Punkte. Atra; abdomine
fasciis niveis lateralibusque fasciculis duobus albis; alis
limpidissimis : punctis disci tribus fuscis.
„ Aeußeres Anſehen wie hottentota Fabr. Wurzelglied der Fuͤhler und
„ Wurzel des Endgliedes ſehr dik; lezteres zwiebelartig mit ſchnellverdun⸗
5 ter Spizze. Untergeſicht und Stirne ſchwarz, mit ſchwaͤrzlicher Behaa—
3 rung. Nukkenſchild eben fo; Bruſtſeiten und Bruſt greishaarig; an der
ANTHRAX 8 167
55 Spitze des Schildchens ſieht man noch Spuren von ſchneeweißem Filze.
„ Erſter Ring des Hinterleibes obenauf nur ſehr dünne, an den Seiten
„aber lang und dicht weißbehaart; zweiter tiefſchwarz, haarig; dritter
„wieder weißbaarig, wenigſtens an den Seiten; vierter und fuͤnfter
5 ſchwarz. Außerdem zeigen alle Ringe vom dritten an, Spuren von ſchnee—
„ weißen Binden, die in der Mitte ſcheinen unterbrochen geweſen zu fein.
5 Der ſchwarze Bauch, deſſen abgeriebene Ringe ledergelbe Raͤnder zeigen,
„„ uberall weißbehaart. Flügel an der Wurzel bis zu den allererſten Quer⸗
5 adern, braun. Die Queradern, welche die dritte, vierte und fünfte Längs⸗
„ ader (die äußere Randader mitgezaͤhlt) verbinden, ſchwaͤrzlichbraun ein—
>, gefaßt: erſter Punkt; weiter nach der Wurzel hin, an dem ſpizzigen
„ Winkel den hier zwei Laͤngsadern bilden, ein zweiter brauner Punkt;
. der dritte als Einfaſſung der etwas ſchraͤglaufenden Querader zwiſchen
„ den beiden vorlezten Laͤngsadern. Die Adern ſchwaͤrzlichbraun; der aͤußere
„ Aſt der Gabelader an der Flügelſpizze oben ein wenig hinausragend (wie
„ bei Fig. 25) und hier auch faſt unmerklich braun eingefaßt. Beine
5 bräunlichſchwarz. — Auf der Tauriſchen Halbinſel. — 6½ Linien.“
(Wiedemann.)
40. Anthr. difficilis. Mied. +
Schwarz; Hinterleib ſchneeweißgeflekt; Fluͤgel glasartig,
mit zwei braunen Flekken. Nigra; abdomine niveo-macu-
lato; alis hyalinis fusco-bimaculatis (Fig. 25).
5 Mittelleib gleichfoͤrmig ſchwaͤrzlichbehaart. Hinterleib an den Seiten
„ des erſten, dritten, ſechsten und ſiebenten Ringes ſchneeweiß, welches
ſich mehr weniger nach der Mitte hin erſtrekt, doch nirgend eine zu⸗
„ ſammenhaͤngende Querbinde bildet. Fluͤgel an der Wurzel und dem
2 Vorderrande braun: in der Mitte der Länge ein dunkelbrauner läng⸗
3 licher Flekken als Einfaſſung zweier Binnenadern; etwas weiter gegen
5 die Wurzel hin ein zweiter längerer; vor dieſem ein dritter aber ſehr
95 kleiner. Schwinger braun mit gelblichweißer Spizze. Beine ſchwarz. —
„ Von Hrn. Prof. Germar in Halle; aus Dalmatien. — 6 Linien.“
(Wiedemann) :
Fluͤgeladern wie Zig. 25.
ie 7
108 ANTHRAX
| 41. Anthr. trifasciata.
Tiefſchwarz; Ruͤkkenſchild an den Seiten grauhaarig; Hin⸗
terleib mit ſchneeweißen Binden; Fluͤgel glasartig, mit
braunem Vorderrande und drei abgekuͤrzten braunen Bin-
den. Atra; thorace lateribus griseo-hirto; abdomine fas-
ciis niveis; alis hyalinis: margine antico ſasciisque tribus
abbrevialis fuscis (Fig. 22).
Kopf ſchwarz; Stirne breit. Fuͤhler an der Spizze mit einem Vorſten⸗
buͤſchel. Mittelleib ſchwarzbraun, am vorliegenden Stuͤkke oben ganz ab⸗
gerieben, in den Seiten mit ſchwarzen und weißen Haaren gemiſcht. Hinter⸗
leib tiefſchwarz, ſchwarzhaarig, nur an der Wurzel mit weißen Seiten⸗
phaaren; am Vorderrande des dritten Ringes iſt eine ſchneeweiße etwas un⸗
terbrochene ſchmale Binde; auf dem vierten Ringe find nur weiße Seiten-
linien, und auf dem fuͤnften zwei weiße Punkte auf der Mitte; ſechster
Ring weiß und ſiebenter ſchwarz. Fluͤgel glasartig mit braunem Vorder-
rande: an dieſem liegen drei ſchwarzbraune Halbbinden, die erſte an der
Wurzel, die dritte auf der Mitte; der ungefaͤrbte Theil iſt punktlos.
Schwinger ſchwarzbraun, mit weißer Spizze des Knopfes. Beine ſchwarz.
— Aus Hrn. Baumhauers Sammlung; ein Weibchen aus der Gegend
von Marſeille. — 5 Linien.
42. Anthr. Polyphemus. Hgg. T
Rothgelbhaarig; Hinterleib mit drei weißen Binden; Fluͤgel
lichtbraun : das Spizzendrittel und vierekkige Flekken
glasartig. Rufo-pilosa ; abdomine albido-trifasciato ; alis
dilute fuscis : tertia parte apicali maculisque quadratis
hyalinis.
„Untergeſicht röͤthlichgemsledergelb mit weißlich ſchimmernden Haͤrchen.
5 Stirne ein wenig oberhalb der Fuͤhler mit einer welligen Querbinde
10 ſchwarzer Haͤrchen, oben röthlihbehaart. Hinterkopf zum Theil weißlich—
„ behaart; hinter den Augen iſt die Grundfarbe graulichſchwarz; weiter
5 unten (ſcharf abgeſchnitten) hochziegelroth. Grundfarbe des abgeriebenen
. Rüklenſchildes ſchwarz; Schildchen roͤthlichbraun; dicht vor der Flügels
\
ANTHRAX I 169
5 wurzel eine bis vor das zweite Huͤftglied hinabgehende weiße Haarſtrieme;
z über dem dritten Huͤftgliede ſeitwärts an der Hinterleibswurzel ein weißer
„ Haarflekken. Am Vorderrande des dritten und vierten Leibringes ſchmale
„ weißliche Binden; auch der Hinterrand des ſechsten hat eine ſolche, je—
2 doch minder deutliche Binde. Bauch röͤthlich mit lichtern Einſchnitten:
5 am dritten und vierten Ringe weiße, doch nicht ſehr auffallende Seiten
55 fleffen. Fluͤgel bis uber die Hälfte lichtbraun, Spizze und Innenrand
„ waſſerklar; nahe an der Wurzel, dann ein wenig vor der Mitte größere,
„ an den etwa in der Mitte liegenden Queradern noch drei ſchaͤrfer be—
5 graͤnzte und viereffige kleinere fenſteraͤhnliche ungefärbte Flekken. Schwin⸗
5 ger gelblich; Beine roͤthlich, in gewiſſer Richtung weißlichſchimmernd. —
„In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; aus Portugall. — 9 Linien.“
(Wiedemann.)
Der vordere Aſt der Gabelader an der Fluͤgelſpizze ragt etwas hervor wie
bei der folgenden Art.
43. Anthr. fenestrata. Tall.
Schwarz; Ruͤkkenſchild rothgelbhaarig; Hinterleib mit zwei
weißen genaͤherten Binden; Fluͤgel halbbraun mit Fenſter⸗
flekken. Atra; chorace rufo-hirto; abdomine fasciis duabus
approximalis albis; alis dimidiato-fuseis, maculis fenes-
tratis (Fig. 24). /
Fallen Dipt. Suec. Anthrac. 8. 4 : Anthr. (fenestratus)
corpore nigro varie hirsuto ;abdominis fasciis mediis dua-
bus interruptis albis; alis dimidiato-nigris hyalino-macu-
latis.
Linné Fauna Suec. 1917 : Asilus (Morio) hirsutus niger;
alis albis nigroque variis.
Fabr. Museum : Anthrax nigrita var. italica.
Herbst gemeinn. Naturg. d. Thierr. VIII. 104 : Musca maura.
Klassif. d. Zweifl. I. 204. 9 : Anthr. maurus.
Untergeſicht braunroth, rothaelbgepudert, neben dem Munde weißlich.
Stirne ſchwaͤrzlich, rothgelbgepudert, mit ſchwarzen Sammethaaren; Hin—
terkopf braun, mit weißem Augenrande. Mittelleib ſchwarzbraun, mit roth⸗
170 ANTHRAX
gelber Behaarung; Bruſtſeiten mit einer weißen Haarbinde, die von der
Flugelwurzel bis zur Bruſt geht; Schildchen ziegelroth. Hinterleib ſchwarz:
dritter und vierter Ring mit weißen unterbrochenen Haarbinden; After
weißhaarig; an der Wurzel weiße Seitenhaare, übrigens find ſolche —
außer gegen den Binden und dem After — ſchwarz; auf dem Ruͤkken auch
rothgelbe Haare untermengt. Bauch vorne weißgrau, hinten ſchwarzbraun.
Schwinger rothbraun, mit weißer Spizze des Knopfes. Fluͤgel glasartig,
an der Wurzelhaͤlfte braun mit durchſichtigen Flekken, die mehr weniger
zuſammenhaͤngen. Beine ſchwarzbraun. — Hin und wieder in Europa,
auch in Sudrußland und der Tartarei. — 5 bis 6 Linien.
Fabricius hat dieſe Art für eine Abaͤnderung der amerikaniſchen Anthr.
nigrita gehalten.
B. Fluͤgeladern wie Fig. 11; Fühler wie Fig. s.
Schwarz; Hinterleib mit unterbrochenen Silberbinden; Fluͤgel
ſchwarzbraun mit Feuſterſlekken, Spizze und Hinterrand
tief buchtig glasartig. Atra; abdomine fasciis interruptis
argenteis; alis fusco-nigris maculis fenestrabis : apice mar-
gineque postico profunde sinuato hyalinis (Fig. 12).
Fabr. Syst. Antl. 121. 10: Anthr. (Pandora) hirta atra;
abdomine albo-punctato; alis basi atris hyalino-punctatis.
*
Schwarz; kupfer⸗, gold- und braunhaarig durch einander. Stirne ſchwarz,
vorne rothgelb. Mittelleib an den Seiten und unten ſchwarzhaarig; dicht
vor den ſchwarzen Schwingern ein vorne weißer, hinten ſchwarzer Haar-
buͤſchel. Hinterleib faſt uͤberall kupferrothlich behaart, mit ſilberweißen un—
terbrochenen Querbinden. Fluͤgel braunſchwarz, an der Spizze und am Hin⸗
terrande tiefbuchtig glasartig; im Schwarzen liegen mehre, zum Theil.
hellbraune, zum Theil farbenloſe Flekken. Beine ſchwarz, etwas roͤthlich⸗
braunſchimmernd. — Herr Baumhauer fand dieſe Art nicht ſelten im
ſuͤdlichen Frankreich; Pallas entdekte ſie im ſüdlichen Rußland, und nach
Fabricius findet fie ſich auch bei Algier in Afrika. — 3 bis 4 Linien.
ANI m
45. Anthr. picta. Wied. T Tre 1
Tiefſchwarz; Flügel ſchwarz mit glasartigen Fenſterflekken:
Spizze und Hinterrand buchtig-glasartig; Beine pech—
braun. Atra; alis nigris hyalino-fenestratis : apice mar-
gineque postico sinuato-hyalinis; pedibus piceis (Fig. 23).
’
3, Ueberall gleichfoͤrmig tiefſchwarz; Maul innen gelblich. Schwinger
„ ſchwaͤrzlichbraun. Fluͤgel mit zwei ganz waſſerhellen vierekkigen, dicht
3 Unter der erſten Laͤngsader liegenden fenſterartigen Flekken, und außer⸗
„„dem noch mit mehrern lichten Stellen, zum Theil als Einfaſſung von
„ Vinnenadern. Das Schwarze der Flügel endigt ſich mit einem ſehr buch
5 tigen Rande, deſſen hintere kleinere Halfte von der vordern durch eine
5 Hauptbucht geſchieden, gleichſam drei Zaffen bildet; die Hauptzakke der
5 vordern, nach der Wurzel liegenden Halfte, reicht bis dicht an den
„ Hinterrand; an der Wurzel it der ganze Fluͤgel bis ein Viertel feiner
„ Länge ſchwarz. — Von Spalatro in Dalmatien; von Hrn. Profeſſor
„ Germar in Halle. — 2½ Linien. (Wiedemann.)
Nach einer von Hrn. Juſtizrath Wiedemann mir mitgetheillen Abbil⸗
dung des Fluͤgels, kommt die Zeichnung deſſelben faſt ganz mit der vorigen
Art überein; es fehlen aber die beiden der Wurzel zunaͤchſt ſtehenden durch
ſcheinenden Fenſterflekken in der Nahe des Vorderrandes.
N
40. Anthr. italica. Rossi. 7
Gelblichbehaart mit ſchneeweißen Flekken und Binden; Fluͤ⸗
gel ſchwarz mit glasartigen Fenſterflekken: Spizze und
Hinterrand buchtig glasartig. Flavicante-hirta, maculis
fasciisque niveis; alis nigris hyalino-fenestratis, margine
interno sinuose et apice hyalinis.
„ Sie hat große Aehnlichkeit mit Pandora Fabr., iſt aber beſtimmt
25 verſchieden. Untergeſicht und Stirne mit gelblichem Filze, oben an der
„ Stirne zwei weißlichere Flekken und duͤnneres längeres ſchwarzes Haar;
„ Hinterkopf graugelblich beſilzt. Vorderrand des Ruͤkkenſchildes gelblich,
25 faſt ſuchſig behaart. Vor jeder Schulter ein ſchneeweißer Haarflekken;
s mitten auf dem Rükkenſchilde zwiſchen dem gelblichen auch ſchneeweißer |
7
172 ANTHRAX
5 Filz, der vielleicht zwei Striemen bildete. Bruſtſeiten gelblichbehaart;
2 aber von der Fluͤgelwurzel bis zum Vorderrande zwei ſchwarze Haar⸗
5 ſtriemen, eine uͤber der andern. Das abgeriebene Schildchen braun⸗
„ gerandet; auch die Hinterleibsringe zeigen, wo fie abgerieben find, braun⸗
„ rothe Seitenſlekken, ſonſt aber graugelbe und ſchwarze Behaarung und
„ ſchneeweiße Querbinden, naͤmlich: Am Vorderrande des zweiten Rin—
„ ges eine unterbrochene, mitten etwas ſchmaͤlere, hinter der hier noch
55 zwei ſolcher Punkte ſtehen; auf dem dritten Ringe eine unterbrochene
—
„ Querbinde, deren Hälften ein wenig nach vorne gebogen find; eben
5 folche ſcheinen auch auf den ubrigen Ringen geweſen zu fein, deren mehr
„ weniger deutliche Spuren noch ſichtbar ſind. Der ſchwarze Bauch hat
2 lichtere Einſchnitte und drei Läͤngsreihen gelblicher,
Ss in gewiſſer Richtung
0 —
weißlichſchimmernder Flekken. Die Fluͤgel habenin dem Schwarzen,
55 außer den drei gewöhnlichen vollig waſſerklaren Fenſterflekken, noch drei
„„ ganz klare; und an der Wurzel, ferner zwiſchen dieſem und den mitt⸗
„ lern Queradern, auch am Svizzendrittel noch mehre lichter braͤunliche
„ Flekken. An der Spizze fuͤllt das Schwarze, nicht wie bei Pandora die
„ durch den erſten Aſt des Gabelnerven gebildete Zelle, ſondern laͤßt ſo⸗
„ wohl deren Ende wie auch die Spizze des Randfeldes ungefaͤrbt. Innen⸗
„ rand der Flügel überall ungefaͤrbt; ſehr tiefbuchtig, gleichſam zerriſſen
„ ſcheidet ſich das Schwarze hier von dem Ungefaͤrbten, und tritt ſelbſt an
„ den zwei lezten Laͤngsadern nicht bis auf den Innenrand. Schwinger
> ſchwarz. Beine roͤthlich. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung;
„„aus Italien. — 5 Linien.“ (Wiedemann,)
47. Anthr. Megera. Hgg. F
Schwarz; Hinterleib ſchneeweißbandirt; Fluͤgel ſchwarz: an
der Spizze und am Innenrande buchtig glasartig. Nigra;
abdomine niveo-fasciato; alis nigris, ad apicem et mar-
ginem internum sinuato-hyalinis.
„„ Dieſe Art hatmit der italica wieder große Aehnlichkeit; aber, außer
„ der viel mindern Größe, unterſcheidet ſie ſich durch ganz ſchwarz be⸗
„„ haarte Bruſtſeiten, völlige Ausfüllung der zwiſchen der aͤußern Ga⸗
5 belader und der dritten Laͤngsader gebildeten Zelle und der Spizze
„„der Randzelle, mit der ſchwarzen Farbe der Flügel, die ſonſt in der
ANTHRAX 173
», Zeichnung ganz Nbereinftinmen; ferner durch fehlende Flekken des Bau⸗
„5 ches. Am Rüͤkkenſchilde ſind keine ſchneeweißen Haͤrchen zu ſehen, wohl
„ aber an jedem Hinterleibsringe Ueberbleibſel ſolcher Binden. — In der
5 Hoffmanneggiſchen Sammlung; Portugall. — 3 Linien.“ (Wiedemann.)
48. Anthr. capucina. Fabr. +
Haarig, braun; Hinterleib weißgeflekt, an den Seiten roſt⸗
gelb; Fluͤgel weiß und ſchwarz ſchekkig. Hirta fusca; ab-
domine albo-maculato , lateribus ferrugineis ; alis albo
nigroque varlis.
Fabr. Spec. Ins. II. 425. 14: Bibio (capueina) hirta fusca;
abdomine albo-nıaculato „lateribus ferrugineis ; alis albo
nigroque variis.
— Ent. syst. IV. 259. 12: Anthr. capucina.
— Syst. Antl. 123. 23: Anthr. capucima.
Gmel. Syst. Nat. V. 2831. 136 : Musca capucina:
8 ö = 1 a 5
Wiedemann zeolog: Mag. I. 2. 13 1 Anthr. caloptera Pall.
Fabricius beſchreibt dieſe Art ſo : 5 Kopf und Rükkenſchild braun;
5) Schildchen roſtgelb. Hinterleib ſchwarz, mit einigen weißen Punkten,
5 an den Seiten roſtgelb. Fluͤgel ſchwarz: zwei Punkte an der Wurzel,
„Kein großer Querflekken am Hinterrande und die Spizze weiß; ein
55 weißer Punkt ſteht noch zwiſchen dem Querflekken und der Spizze.
| Pallas beſchreibt feine Antlır. caloptera folgendermaßen : „ So groß
„ wie Morio (semiatra). Nüfkenſchild ſchwarz, haarig, vorne roſtgelb,
„ unten grauweiß. Hinterleib nakt, gelb, oben der Länge nach auf dem
„ Ruͤkken ſchwarz. Schildchen ziegelroth. Zlügel an der Wurzelhaͤlfte
55 ſchwarz, mit einer ſchiefen braundurchſichtigen Vinde, hinten glasartig,
55 mit einer gebogenen Bucht, die am Vorderrande mit der ſchwarzen
) Fluͤgelfarbe zuſammenfließt, gegen den Hinterrand aber zweitheilig
5 iſt.“ — Herr Wiedemann fest hinzu: „ Das Exemplar findet ſich
55 nicht mehr in der Pallaſiſchen Sammlung, aber wir müßten uns ſehr
55 irren, wenn es nicht dieſelbe Art wäre, die in Fabricius Sammlung
„ als A., capucina ſtekt, die aber irrig als Amerikanerinn angegeben
55 iſt; denn wir erhielten fie mehr als einmal aus dem ſuͤdlichen Deutſch⸗
2 land.“ (Siehe Wied. Mag. g. a. O.)
wg
DE
ii;
ns
174
Y
ANTHRAX
49. Anthr. Megerlei.
Schwaͤrzlich; Ruͤkkenſchild vorne rothgelbhaarig; Hinterleib
weißbandirt; Fluͤgel braun: ein Flekken auf der Mitte
und die Spizze glasartig. Nigricans; thorace antice rufo-
hirto; abdomine albo-fasciato; alis fuscis: macula cen-
trali apiceque hyalinis.
Untergeſicht und Stirne ſchwarz, gelbgepudert. Augen dunkelgruͤn; Hin⸗
terrand weiß, glänzend. Ruͤkkenſchild ſchwarz, duͤnn⸗rothgelbhaarig; Hals⸗
Fragen rothgelb; an den Bruſtſeiten vor den Flügeln ſizzen Buͤſchel von
langen roͤthlichgelben Haaren faſt kreisfoͤrmig. Schildchen braunroth. Hin⸗
terleib ſchwarz (am vorliegenden Exemplare ſtark verwiſcht): Die Seiten
an der Wurzel rothgelbhaarig; auf dem dritten und den folgenden Ringen
Spuren von weißen Haarbinden; auch der After weißlich. Bauch roth⸗
gelb, hinten ſchwarz. Schwinger braun mit weißer Spisse. Fluͤgel dunkel⸗
braun, nur das Spizzenviertel glasartig; faſt auf der Mitte iſt ein glas⸗
artiger rundlicher Fenſterflekken; zwiſchen dieſem und der Wurzel ein
etwas durchſcheinender Punkt. Beine ſchwarz. — Aus Oeſterreich; von
Hrn. Megerle von Mühlfeld. — 6 Linien.
50. Anthr. phæoptera. Wied.
Selblichhaarig; Flügel ganz rothbraun mit ſchwarzbraunen
Queradern; Beine gelblich. Flavicante-hırta ; alis totis
prunnescentibus, nervis transversalibus nigro-fuscis; pe-
dibus flavicantibus.
*
Stirne braun, gelb gepudert. Mittelleib ſchwarzbraun (ſtark verwiſcht)
mit gelblichrothen Seitenhaaren. Hinterleib flach, roͤthlichgelb, der Bauch
blaffer. Beine hellgelb. Schwinger ſchwarzbraun. Fluͤgel braunroth: die
Adern, ſo wie der Vorderrand dunkler; die Queradern ſchwarzbraun
geſäumt. — Aus Oeſterreich, von Hrn. Megerle von Mühlfeld unter
dem Namen Mima Titanus geſandt. — 5 Linien. i |
8
ANTHRAX 175
51. Anthr. Germari. Vied. 7
Schwarz; Ruͤkkenſchild graugelblich; Hinterleib mit greifen
Binden; Fluͤgel blaßbraun : der Hinterrand und das
Spizzendrittel glasartig. Nigra; thorace griseo-flavicante;
abdomine fasciis griseis; alarum basi margineque externo-
tertia parte apicali excepta- dilute fuscis.
55 Der gelblichgreiſe Haaruͤberzug iſt dicht; doch ſchimmert die roͤthlich⸗
„ graue Farbe des Schildchens ein wenig durch. Die Querbinden des
„ Hinterleibes nehmen den vordern Theil jedes Ringes ein, fo daß der
„ Hinterrand, den die greifen Haare nicht bedekken, ſchwarz bleibt. Die
27glasartigen Fluͤgel ſind auf zwei Drittel ihrer Länge von der Wurzel
77 an am Außenrande braun; das Braune nimmt, bis etwas uͤber die
55 Mitte der Laͤnge allmaͤhlig ein wenig an Breite zu; dann ſchneller an
„ Breite wieder ab; da wo es am breiteſten iſt, nimmt es etwa ein
25 Drittel der ganzen Fluͤgelbreite ein. Beine ſchwarz. —
-
Aus Spalatro
„ in Dalmatien; von Hrn. Profeſſor Germar mitgetheilt. — 5 / Linien.“
(Wiedemann.) *
Pallas entdekte fie auch in Suͤdrußland.
52. Anthr. Aeacus.
Rothgelbhaarig; Flügel an der Wurzel gelb, auf der Mitte
eine braune, gebogene Flekkenbinde. Rufo-hirta; alis bası
flavicantibus, medio fascia maculari arcuata fusca.
Wied. zoolog. Mag. I. 2. 15: Anthr. livida. Pall.
Untergeſicht gelb, feinhaarig; Fühler braun. Leib ſchwarz, überall mit
roͤthlichgelben Pelzhaaren dicht bekleidet. Fluͤgel bis uber die Mitte ſtroh—
gelb, was von dem uͤbrigen hellgrauen Theile durch eine gebogene braune
Flekkenbinde abgeſondert wird. Schwinger hellgelb. Beine bräunlichgelb
mit ſchwarzen Zußen. Das Weibchen hat zwiſchen der Flekkenbinde und
der Wurzel der Flugel noch einen kleinen braͤunlichen Flekken, der (nach
Hrn Wiedemanns Bemerkung a a O.) dem Maͤnnchen fehlt. — Aus
der Hoffmannseggiſchen Sammlung. Vaterland: Portugall und Taurien.
— Das Portugieſiſche Exemplar Halt 7, das Tauriſche
nur 5%, Linien.
176 ANTHRAX
33. Anthr, Filais Hgg.
Schwaͤrzlich; Ruͤkkenſchild rothgelbhaarig; Hinterleib mit
weißen Einſchnitten; Fluͤgel mit braunem Vorderrande
und zum Theil gleichfarbigen Adern. Nigricans; thorace
rufo-hirto; abdomine incisuris albis; alis margine antico
rivulisque fſuscis.
Rlassif. d. Zweifl. I. 206. 12: Anthrax (Sabœus) nigra;
abdominis segmentis albo-fimbriatis; alis basti fuscis :
macula magna fenestrata ; halieribus fuscis apice albis.
Tab. XI. Fig. 11.
Untergeſicht braungelb; hintere Augenring weiß. Mittelleib ſchwarz⸗
braun, mit verloſchenen dunkeln Ruͤkkenſtriemen, an den Seiten mit
weißer Haarſtrieme, an der Wurzel rothgelbhaarig; Schildchen braun.
Hinterleib ſchwarzbraun, am After mehr kaſtanienbraun, mit weißen
Einſchnitten; wahrſcheinlich an unverwiſchten Exemplaren mehr weiß haa—
rig: Fluͤgel von der Wurzel an laͤngs den Vorderrand, etwa zwei Drittel
der Laͤnge, dunkelbraun immer breiter werdend; hinter dem Braunen
nach dem Innenrande hin find die Adern braun geſaͤumt; an der Wurzel
iſt ein weißer vorne ſchwarzborſtiger Strich, und dicht vor demſelben noch
ein aͤhnlicher Punkt; alles Uebrige iſt rein glasartig. Schwinger braͤunlich
mit weißer Spizze. Deine ſchwarz mit gelbbraunen Schenkeln und gleich-
farbig gepuderten Schienen. — Aus der Hoffmannseggiſchen Sammlung.
Vaterland: Portugall. — 6 bis 7% Linien.
54. Anthr. Minos.
Ruͤkkenſchild rothgelbhaarig; Flügel mit ziegelrother Wurzel;
Hinterleib weißhaarig mit rothgelbem After (Maͤnnchen)
oder rothgelbhaarig (Weibchen). Thorace rufo-hirto; alis
basi testaceis; abdomine albo-tomentoso apice rufo (Mas)
aut rufo-hirto (Femina). (Fig. 16.)
Untergeſicht braungelb; Stirne unten braungelb, oben ſchwarzbraun:
an beiden Geſchlechtern faſt gleich breit, fo daß kaum einiger Unterſcheid
zu bemerken iſt. Hintere Augenring weiß. Rüͤkkenſchild braun, rothgelb⸗
8
ANTHRAX 177
haarig, beſonders am Halſe und an den Fluͤgelwurzeln; Schildchen braun
mit rothgelben Haaren. Hinterleib ſchwarz: bei dem Maͤunchen der zweite
bis vierte Ring mit weißen Filzhaaren, oft mehr oder weniger abgerieben;
wodurch dann ſchwarze Binden entſtehen; der After iſt gelblih- Bei dem
Weibchen iſt der ganze Hinterleib rothgelbſilzig. Schwinger braungelb mit
weißer Spizze. Flügel am Vorderrande ziegelfarbig, welches etwa zwei
Drittel der Lange einnimmt und ſpizzig auslaͤuft, gegen die Mitte des
Fluͤgels aber fanft verwaſchen iſt; an der Wurzel iſt ein weißlicher Schup⸗
penpunkt. Beine ſchwarz: Schenkel gelbgepudert; Hinterſchenkel des
Maͤnnchens weißlich. — Herr Baunihauer fing diefe Art zu Deauecgire
in Weinbergen. — Maͤnnchen 4%, Weibchen 6 Linien.
55. Anthr. Pygmalion. Fabr. 7
Goldgelbhaarig; Fluͤgel braun mit ſchwarzen Punkten. Fulvo-
hirta; alis fuscis nigro-punctatis. .
Fabr. Syst. Antl. 124. 30: Anthrax (Pygmalion) fulvo-
hirta; alis fuseis nigro-punctatis.
„ Die Behaarung zieht ins Goldgelbe. Die Gegend des Mundes iſt
„ leberbraun; Bruſtſeiten und Schildchen ziegelfarbig; neben dem Schild⸗
„y chen je ein Buͤſchel ſchwarzer Borſten. Am Hinterleibe iſt die Behaa⸗
„ rung weißlicher; unabgerieben hat er breite dichte Haarbinden; die
„ Grundfarbe der Ringraͤnder iſt ziegelroͤthlich; an den Seiten ſtehen
„ braͤunlichſchwarze Haare. Schwinger braun, mit weißem Knopfe. Auf
„den Fluͤgeln ſtehen neun dunkelere Flekchen. Die Fluͤgeladernverbindung
„ hat etwas Eigenes, welches ich ſonſt an keiner Art ſahe. Beine kaſta—
5 nienbraun, mit dichtem goldgelblichem Ueberzuge und ſchwarzen Dorn⸗
„ chen. — 7 Linien.“ (Wiedemann. )
Nach einer Zeichnung, die ich von Hrn. Wiedemann erhielt, beſteht
das Abweichende der Flügel darin, daß die Querader (Fig, 25 a) ſich
in zwei kurze Aeſte theilet, die weder den Innenrand erreichen, noch mit
einer andern Ader in Verbindung ſtehen. — Fabricius gibt Algier auf
der afrikaniſchen Nordkuͤſte als Vaterland an; ſie wird ſich aber wahr⸗
ſcheinlich auch in Suͤdeuropa finden.
Be
II. Band. 12
178 > ANTHBAX
56. Anthr. grandis. Hegg. T
Gelblichbehaart; Schildchen, Seiten des Hinterleibes und
Bauch (abgewiſcht) braunroth; Flügel mit zwei braunen
am Vorderrande zuſammenhaͤngenden Binden. Flavicante
hirta; scutello abdominis lateribus ventreque (detritis)
brunneo-rubris ; alis fasciis duabus ad costam coheren-
tıbus fuscis.
„„Zwei Wurzelglieder und Spizze ber Fühler, Untergeſicht und Stirne
röthlich : leztere beide mit gelblichem Haare. Die Behaarung der Ruͤk⸗
kenſchildsraͤnder wenig ins Goldgelbliche fallend; Brufffeiten und Bruſt
etwas lichter gelblich. Hinterleib, wie es ſcheint, überall gelblich behaart;
an den Seiten des abgeriebenen Hinterleibes auf jedem Ringe ein
braunrother Querflekken; auch die Hinterränder der Ringe roͤthlich;
der fiebente überall. An den Hinterraͤndern der drei lezten Ringe ſtehen
noch ganz deutlich ſchwarze Haare; es iſt daher zu vermuthen, daß an
unabgeriebenen Stuͤkken ſchwarze und graugelbe Binden abwechſeln.
Bauch einfarbig roͤthlich, mit weißlichen Haͤrchen. Fluͤgel weit über den
Hinterleib hinausragend; Wurzel und zwei ſchraͤge Querbinden dunkeler
braun; Randfeld zum groͤßten Theile lichter braun; an dem aͤußern
Ende der erſten Binde liegt zwiſchen ihr und dem Randfelde ein
ſchmaler ungefaͤrbter Laͤngsflekken; die zweite der Spizze naͤhere Binde
geht dunkel bis an die Fluͤgelrippe ſelbſt; die erſte erreicht, mit einem
Ekke wenigſtens, den Innenrand, die zweite nicht: beide Binden han⸗
gen an dem mittlern Quernerven zuſammen, ſo daß unterhalb zwiſchen
ihnen eine ungekaͤrbte runde Vucht iſt. Schwinger gelbbraͤunlich mit
gelblichweißem Knopfe. Schenkel roͤthlich, mit ſchwarzer Behaarung;
Schienen dunkeler; Fuͤße vollends ſchwarz. — In der Hoffmannseggi⸗
ſchen Sammlung; aus Portugall (Pallas entdekte ſie auch am kaspiſchen
Meere). — 9 Linien.“ (Wiedemann.)
57. Anthr. Vespertilio. Hegg. 7
raun, roſtgelblichbehaart; Fluͤgel braun: an der aͤußerſten
Spizze und am Innenrande buchtig glasartig. Fusca, fer-
ANTHRAX 179
ruginoso-villosa; alis fuscis, summo apice margineque
interno sinuato-hyalinis.
5 Uutergeſicht roͤthlichgelb; Stirne ſchwarz, graugelbbehaart; Fühlere
„ wurzel roͤthlich, Endglied ſchwarz. Rüſſel faft fo lang aus der Mund-
„ fpalte hervorragend als der Kopf iſt. Behaarung des Koͤrpers mehr
5 weniger roͤthlichroſtgelb, an den Bruſtſeiten faſt fuchsroth; doch ſtehen
„„ auch hier, mehr gegen den Nuͤkken bin, ſchwarze Haare mitunter; ders
5 gleichen finden ſich auch an den Hinterleibsraͤndern; ſonſt iſt der Hin⸗
„ terfeib noch mit kuͤrzeren gelblichgrauem Filze bedekt. Der abgeriebene
„ Ruͤkkenſchild braͤunlichſchwarz; das Schildchen rothbraun; auch die ab—
„ geriebenen Seiten des Hinterleibes rothbraun. Bruſt pechſchwarz; Bauch
röthlichgelb. Flügel viel länger als der Hinterleib, dunkel ſchwaͤrzlich—
—
2e
„ braun; nur die aͤußerſte Spisge und von da der Innenrand bis auf zwei
„Drittel der Länge find ſchmal ungefaͤrbt, und an der Mitte des Innen⸗
——
randes tritt das Lingefärbte in einer ſchmalen tiefen, am Ende etwas
Ar}—
erweiterten Bucht, bis zur Mitte der Fluͤgelbreite vor; der Fluͤgel⸗
„ wurzel naͤher noch ein lichter, doch nicht ganz farbenloſer Punkt. Schwin⸗
„ ger braun mit weißer Spizze. Deine braunroth mit gelblichem Filze,
„ der nur in gewiſſen Richtungen recht deutlich erſcheint. — Pallas fand
——
dieſe Art im ſuͤdlichen Taurien oftmals, gegen den Anfang des Som⸗
„5 mers. — 4 bis 7 Linien.“ (Wiedemann)
38. Anthr. stupida. Rossi.
Schwarz; Ruͤkkenſchild an den Seiten, und Einſchnitte des
Hinterleibes weiß; Fluͤgel glasartig, ungeflekt. Nigra;
thoracis lateribus abdominisque incisuris albis; alis hya-
linis immaculatis.
Klassif. d. Zweifl. I. 208. 17: Anthrax (Rhadamanthus)
ater nitida ; abdomine lineis duabus transversalibus albis;
halteribus albis; alis hyalinis immaculatis.
Gegend des Mundes hellgelb. Untergeſicht und Stirne glaͤnzend ſchwarz,
ſcheinen aber unverwiſcht mit weißen Schuͤppchen bedekt, wovon fi) noch
Spuren zeigen; uber den Fuͤhlern hat die Stirne ein Gruͤbchen. Hinters
kopf glänzend metalliſchſchwarz: Mittelleib ſchwarz, glaͤnzend; an den
180 ANTHRAX
Seiten iſt die Spur einer weißen Strieme, die von der Wurzel vor der
Flügelwurzel herab nach dem ſchwarzen Schildchen ſich hinzieht; unter dies
ſer Strieme ſind gelbe Haare; das Uebrige der Bruſtſeiten iſt glänzend
ſchwarz: Hinterleib ziemlich ſtark gewoͤlbt, glaͤnzend ſchwarz: der erſte
Ring hat an deu Seiten einen weißen Haarbüſchel; an allen Einſchnitten
find Spuren weißer Haarbinden; Bauch ſchwarz. Schwinger weiß mit kuge—
ligem Knopfe. Fluͤgel waſſerklar, an der Wurzel kaum etwas gelblich.
Beine ſchwarz, ohne ſichtbare Afterklauen. — Herr Baumhauer fing das
Weibchen dieſer Art (das ich vor mir habe und ſehr verwiſcht iſt) bei Marz
ſeille; fie findet ſich auch in Italien und Suͤdrußland. — 3 Linien.
MULIO 181
LX. Flatterſchweber. MULIO. Latr.
Tab. 17. Fig. 26 — 28.
Fühler vorgeſtrekt, entfernt, dreigliederig : das erſte Glied
kurz, walzenfoͤrmig; das zweite becherfoͤrmig; das dritte
kegelfoͤrmig, ſpizzig (Fig. 26).
Kopf uͤberzwerch (Fig. 28).
Nezaugen laͤnglichrund (Fig. 27). .
Ruͤſſel vorſtehend, wagerecht (Fig. 27).
Fluͤgel ausgebreitet (Fig. 28).
Antenne porrecteæ, distantes, triarticulatæ: articulo primo
brevi, cylindrico ; secundo cyathiformi; tertio conico,
acuto.
Caput transversum.
Oculi elliptici.
Proboscis exserta horizontalis.
Ale expansæ.
. ⁵˙1 4... ˙²Ü . ⅛˙⁵ĩupn K nen nn
Dieſe Inſekten unterſcheiden ſich von der vorigen Gattung
nur wenig. Kopf uͤberzwerch d. i. breiter als laug. —
Nezaugen (27) elliptiſch nicht nierenfoͤrmig, durch die
breite Stirne getrennt, doch ſoll dieſe bei den Maͤnnchen
(die ich nicht kenne) viel ſchmaͤler fein als bei dem Weib—
chen. — Fühler vorſtehend, kurz, entfernt, dreigliederig:
das erſte Glied walzenfoͤrmig, borflig, kaum etwas länger
als das zweite napffoͤrmige; das dritte kegelfoͤrmig, naft,
mit aufgeſezter Spizze (26). — Ruͤſſel vorgeſtrekt, wage⸗
recht, laͤnger als der Kopf (27); ich habe die einzelnen
Theile deſſelben nicht unterſuchen koͤnnen; nach Fabricius
Beſchreibung iſt die Lefze etwas kuͤrzer als die Lippe und
ſehr ſpizzig; Zunge und Kinnbakken gleich lang, ſpizzig;
zwei kurze walzenfoͤrmige Taſter ſind an der Wurzel des
102 MULIO
Ruͤſſels eingefezt. — Mittelleib von der Breite des Kopfes,
eirund, haarig. — Hinterleib laͤnglich, haarig, walzen⸗
förmig, nach hinten verengert, ſiebenringelig. — Sch uͤp p⸗
chen einfach; Schwinger unbedekt. — Fluͤgel laͤnger als
der Leib, mikroskopiſch⸗-behaart, im Ruheſtande ausgeſperrt
(26); die Querader a iſt nicht immer gegenwärtig, —Beine
duͤnne, ſchlank, mit zwei ſehr kleinen kaum bemerkbaren
Afterklauen.
Die Wohnoͤrter dieſer Fliegen ſind die waͤrmern Gegenden.
Fabricius hat fuͤnf Arten, von welchen eine zur Gattung
Fallenis gehoͤret, und eine außereuropaͤiſch iſt; es bleiben
daher noch drei europaͤiſche uͤbrig; eine vierte Art hat er
der Gattung Anthrax zugezaͤhlet, die aber unſtreitig hiehin
muß gezogen werden. — Der Name (y therea iſt gegen den
fruͤher eingefuͤhrten vertauſcht worden.
1. M. obscurus. Fabr.
Schwaͤrzlich; Untergeſicht weiß; Fluͤgel braun, an der Spizze
waſſerhell. Nigricans; hypostomate albo; alis fuscis apice
hyalinis. (Fig. 27 28.)
Fabr. Ent. syst. IV. 413. 1: Cytherea (obscura) nigricans
cinereo-hirta; alis bası fuscis. N
— Syst. Antl. 116. 1: Cytherea obscura.
Latreille Gen, Crust. IV. 308: Mulio obscura?
— Consid. gener. 43.
Klassif. d. Zweifl. I. 196. 1: Cytherea obscura, Tab. 10.
Fig. 22.
Untergeſicht und vordere Haͤlfte der Stirne glaͤnzend weiß haarig; die
andere Halfte ſammetſchwarz. Ruͤſſel ſo lang als der Kopf. Mittelleib
ſchwarzbraun, oben ſchwarz- an den Seiten weißgrauhaarig. Hinterleib,
MULIO | 183
ſchwaͤrzlich, roſtgelbhaarig, an ben Einſchnitten mit aufrechten ſchwarzen
Borſten beſetzt, in den Seiten weißhaarig. Schwinger braun: Spizze des
Knopfes gelbweiß, ſchief abgeſtuzt. Flügel hellbraun, das Spizzendrittel
waſſerhell; auf der Mitte des Braunen iſt ein heller Punkt, von dem ſich
eine helle Linie nach der Wurzel hinzieht: beide ſind dunkel eingefaßt;
uͤber dem Punkte iſt ein dunkeles Flekchen. Beine ſchwarz, borſtig. —
Herr Baumhauer fing dieſe Fliege im ſuͤdlichen Frankreich; es war ein
Weibchen. Nach Fabricius findet fie ſich auch in der Barbarei. — 5 Linien.
2. M. infuscatus.
Schwaͤrzlich; Untergeſicht graulich; Fluͤgel lichtbraun mit
glasheller Spizze. Nigricans; hypostomate cinerascenti;
alis dilute fuscis apice hyalinis.
Untergeſicht weißgrauhaarig; Stirne dunkelbraunhaarig. Muͤſſel fo lang
als der Kopf. Mittelleib ſchwarzbraun, oben braun- in den Seiten weiß⸗
grauhaarig; außerdem noch etwas borſtig. Hinterleib flachgewoͤlbt, rofl
gelbhaarig, an den Einſchnitten mit zahlreichen ſchwarzen Borſten beſezt.
Schwinger braun, mit faſt ganz weißem Knopfe. Zlügel blaßbraun, nach
der Spizze und dem Hinterrande fanft verwachſen, ſo daß beide fall far—
benlos bleiben. Beine gelblichſchimmernd, nur die Fuͤße braun. — Herr
Baumhauer fing das Weibchen in der Provente. — 3½ Linien.
Bei dieſer Art fehlt der Gabelader an 5 Fluͤgelſpizze die vordere
Querader (Fig. 28 a).
3. M. cinereus. Febr. .
Graulich; Fluͤgel mit brauner Binde, worin Fenſterflekken
ſtehen. Cinerascens; alis fascia fusca : maculis ſenestratis.
Fabr. Syst. Antl. 116. 3 : Cytherea (cinerea) einerca; alis
bası fuscis albo-punctatis.
55 Farbe mehr gelblich als aſchgrau. Untergeſicht und Außenrand der
5 Augenhoͤhlen weißlich. Der abgeriebene Theil vom Ruͤkken des Mittels
5 leibes braͤunlichſchwarz: Schultern, Hinterekken des Ruͤkkenſchildes und
35 Schildchen roͤthlichbraun. Hinterleib wenigſtens mit zwei weißen Binden,
2
184 MULIO
= bei ganz unabgeriebenen Exemplaren vielleicht mit mehren. Fluͤgel an
5 der Wurzel nicht braun, ſondern uberall waſſerklar, mit einer blaß⸗ |
55 braunen ſchraͤgen Binde, in welcher weiße Flekken find als Einfaſſung
2 von Queradern; von der Querader zwiſchen der zweiten und dritten
„ Laͤngsader an der Jlüͤgelſpizze iſt nur der Anfang da, welcher von der
5 dritten ausgeht, aber die zweite nicht erreicht. Beine weißlichbehaart.
Rüſſel wenig vorragend. — 5 Linien.“ (Wiedemann.)
Nach Fabricius iſt das Vaterland Movabor im Marokkaniſchen; ver⸗
muthlich wird fie ſich auch im ſudlichen Europa finden.
4. M. holosericeus. Fubr. +
„
Tiefſchwarz; Fluͤgel an der Wurzel ſchwarz; — Hinterleib
weißhaarig (Maͤnnchen) oder weißgeflekt (Weibchen).
Ater; alis bası nigris; — abdomine albo-villoso (Mas)
aut nıveo-maculato (Femina).
5 Fabr. Ent. syst. IV. 258. 9: Anthrax (holosericea) hirta
atra; abdominis lateribus albis; alis basi atris.
— Syst. Antl. 122. 17: Anthr. holos.
Latreille Gen. Crust. IV. 308 : Mulio holos.
2 Kopf tiefſchwarz behaart, nur mitten am Untergeſicht ſchneeweißer
2 Filz, der ſich auch bis dicht oberhalb die Fühler auf die Stirne erſtrekt.
2 Ruͤſſel bei dem Maͤnnchen im Ruheſtande ganz in der Scheide ver—
35 ſtekt; bei dem Weibchen ragt die Ruͤſſelſpitze vor dem Kopfe hervor.
„ Ruͤkkenſchild tiefſchwarz; bei dem Maͤnnchen auch nur fo behaart; bei
„ dem Weibchen zwiſchen dem ſchwarzen Haare (auch ſo am Kopfe) ein
5 weißer nicht dichter Filz, der wie Reif erſcheint, aber an den Bruſt—
5 ſeiten und der Bruſt durchaus nicht zu finden iſt. Hinterleib tiefſchwarz:
„ bei dem Maͤnnchen mit langen weißen Haaren überall beſezt, nur am
5 außerfien Ende ſtehen ſchwarze Haare. Bei dem Weibchen iſt der Hin—
= terleib ſchwarz behaart: an der Afterſpizze und an jeder Seite des vierten
„ und fünften Ringes mit einem ſchneeweißen Jilzflekken; uͤber den
7 Schwingern iſt ein Vuͤſchel fuchsrother Haare. Flügel an der Wurzel—
„„ hälfte bei beiden Geſchlechtern braͤunlichſchwarz, was mit einem gleich⸗
2 ſam zerriſſenen Rande endigt. Schwinger ſchwarz mit gelblichweißem
2 Knopfe. Beine ſchwarz.“
MULIO 189
95 Aber, wird man fagen, find das nicht zwei ganz verſchiedene Arten?
9 Und führt fie nicht ſelbſt Pallas als ſolche auf, () der fie doch an Ort
„ und Stelle beobachtet hat? Ich kann hierauf nur antworten, daß bei
„ vier Stuffen von Nemotelus albivillus Pall. die Augen dichter beiſam⸗
5 men ſtehen, und der Hinterleib viel ſchlanker, ſpizziger kegelig, bei den
„5 Stuͤkken von Nem. striatus aber die Augen viel weiter auseinander ſtehen,
„ Hinterleib dikker und das weibliche Glied hervorgetrieben iſt, fo daß
„ wenigfiens darüber kein Zweifel iſt, daß jene lauter Maͤnuchen, dieſe lauter
„ Weibchen find. Pallas hat dieſen Unterſchied des Maͤherzuſammenliegens
„ der Augen bei den Maͤnnchen nicht gekannt (obwohl ſchon Degeer davon
„5 redet, ihn auch an mehren Arten abbildet), denn er gibt ihn in feinen
„ Beſchreibungen oft als Artmerkmal an. Die genaue Aehnlichkeit der
„ Flügel und anderer Theile in vorliegendem Falle ſpricht doch wohl fuͤr
„ die Identität der Art. — 3 bis 4 Linien.“ (Wiedemann.)
Pallas entdekte dieſe Art in Taurien; nach Fabricius (deſſen Exemplar
ſehr abgerieben war) wohnt fie auch in der Barbarei.
I. M. aureus. Fabr, 7
Ruͤkkenſchild braun; Hinterleib goldgruͤn. Thorace fusco ;
abdomine aeneo.
Fabr. Ent. syst. IV. 414. 2 : Cytherea (aurea) hirta, tho-
race fusco, abdomine aureo.
— Syst. Antl. 117. 4: Cythera aurea.
Latreille Gen. Crust. IV. 308 : Mulio aurea.
Rlassif. d. Zweifl. I. 197. a) Cytherea aurea.
„ Halb ſo groß als die erſte Art. Kopf goldhaarig. Ruͤkkenſchild braun,
„ ſchwachen Linien, an den Seiten goldhaarig. Hinterleib buͤſchelfoͤrmig—
2 behaart, glänzend goldgruͤn. Fluͤgel an der Wurzel braͤunlich, an der
55 Spizze waſſerklar (weiß) mit ſechs ſchwarzen Punkten an den Aderverbin⸗
o dungen. Beine ziegelfarbig.“ (Jabricius.)
(*) Pallas nennt in feinem Manuffrivfe das Männchen Nemotelus albivillus
und das Weibchen Nem. striatus. (Siche Wiedemanns zoologiſches Magazin
3 Seite 13).
186 BOMBYLIUS
LXI. Gemeinſchweber. BOMBYLIUS. Linn.
Fuͤhler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig: das erſte Glied
walzenfoͤrmig; das zweite becherfoͤrmig; das dritte vers
laͤngert, zuſammengedruͤkt (Fig. 1 — 3).
Ruͤſſel vorſtehend, wagerecht, Länger als der Kopf (Fig. 8 9).
Leib wollig (Fig. — 10).
Fluͤgel ausgebreitet (Fig. 9).
Antenne porrectæ, approximate , triarticulatæ: articulo
primo cylindrico; secundo cyathiſormi; tertio elongato,
compresso.
Proboscis exserta, horizontalis, capite longior.
Corpus lanalum.
Als expansæ.
Kopf halbkugelfoͤrmig, wollig. Nezaug en elliptiſch, im
Leben dunkelgruͤn, nach dem Tode ſchwaͤrzlich; bei dem
Maͤnnchen ſtoßen fie oben zuſammen (8) oder faſt zuſam⸗
men (5), bei dem Weibchen ſind ſie durch die breite Stirne
getrennt (9). Auf dem Scheitel ſtehen drei Punktaugen.
— Ruͤſſel vorgeſtrekt, horizontal, laͤnger als der Kopf, ja
bisweilen ſo lang als der ganze Leib: Lippe fleiſchig,
walzenfoͤrmig, oben flach rinnenfoͤrmig, an der Wurzel et⸗
was verdikt, vorne mit geſpaltenem Kopfe (4 a); Lefze
hornartig, ſpizzig, unten rinnenfoͤrmig, kuͤrzer als die Lippe
(b); Zunge hornartig, ſpizzig, borſtenföͤrmig, oben rinnen⸗
artig, länger als die Lefze (e); Kinnbakken beiderſeits
einfach, borſtenfoͤrmig, ſteif, ſpizzig, kuͤrzer als die Lefze
(dd): Lefze, Zunge und Kinnbakken im Ruheſtande der
Lippe aufliegend, Taſter an der obern Wurzel der Lippe
BOMBYLIUS 107
ſeitwaͤrts eingelenkt, walzenfoͤrmig, haarig, ſtumpf, etwas
gebogen (e). — Fühler vorgeſtrekt, an der Wurzel genaͤ⸗
hert, vorne ſeitwaͤrts gerichtet, faſt ſo lang als der Kopf,
dreigliederig: das erſte Glied lang, walzenfoͤrmig, borſtig;
das zweite kurz, napffoͤrmig, borſtig; das dritte nakt, zu—
ſammengedruͤkt, laͤnger als das erſte, pfriemenfoͤrmig (1)
mit dreigliederiger Spizze (2); oder auch (bei B. pictus)
ſehr erweitert, flach (3). — Leib kurz, gedrungen, bei
allen mir bekannten Arten mit langen wolligen Haaren be—
kleidet, die ſich leicht verwiſchen; Hinterleib ſiebenringelig,
die lezten Ringe jedoch ſehr ſchmal und enge zuſammenge—
ſchoben. — Schuͤppchen einfach klein; Schwinger zwi⸗
ſchen der Wolle des Körpers verſtekt. — Fluͤgel ſchmal
lanzetfoͤrmig, mikroskopiſchbehaart, im Ruheſtande ausge—
ſperrt (10). In Ruͤkſicht des Adernverlaufes zeigen ſich eis
nige, obwohl nicht betraͤchtliche Abweichungen (6 — 10). —
Beine lang, 0 feinborſtig; die Fuͤße mit zwei After: \
klauen.
Von den erſten Staͤnden der Schwebfliegen iſt noch nichts
bekannt. Fallen vermuthet daß die Larven in der Erde von
Pflanzenwurzeln leben. In unſern Gegenden erſcheinen die
Fliegen im Fruͤhlinge, wann die Baͤume ausſchlagen, und
dauren bis zu Anfang des Sommers. Sie beſaugen in einem
ſchwebenden Fluge die Blumen. Weil die Wolle ihres Koͤr—
pers ſo ſehr loſe aufſizt, ſo erhaͤlt man oft ſehr verwiſchte
Exemplare, daher auch manche Beſchreibungen ſehr unvoll—
ſtaͤndig ſ[Link] hat die boͤhmiſchen Arten ſehr gut be—
ſchrieben.
Fabricius fuͤhrt in ſeinem Syst. Antliatorum zwei und
dreißig Arten unter Bombylius auf. Dreizehn davon find
außereuropaͤiſch; sp. zr iſt eine Toxophora aus Suͤdamerika;
sp. 27 ein Amictus ; sp. 29 eine Ploas und sp. 30 eine
Thlipsomyza; es bleiben daher uur fuͤnfzehn europaͤiſche
188 | BOMBYLIUS
Arten von Bombylien uͤbrig. In allem mögen indeſſen jezt
etwa 70 Arten bekannt ſein.
I. Bomb. fuscus. Fabr.
Schwarz; Flügel ſchwarzbraun. Ater; alis nigro-fuscis.
Fabr. Spec. Ins. II. 474. 8 : Bomb. (fuscus) ater immacns
latus; alis fuscis.
nk. Syst. IW. Art 5
— Syst. Antl. 135. 28.
Gmel. Syst. Nat. V. 2903. ro.
Dieſe Art iſt durchaus tiefſchwarz, nur die ziemlich langen Fluͤgel find
ſchwarzbraun, an der Wurzel geſaͤttigter. — Aus der Baumhaueriſchen
Sammlung ein Männchen, aus Italien. — 3 Linien: Fluͤgel 4 Linien.
2. Bomb. fuligiuosns. Pall. 7
Tiefſchwarz mit brauner und blaßgemiſchter Wolle; Unter⸗
geſicht und Bauch tiefſchwarz; Fluͤgel braͤunlich. Alter;
villo ſusco pallidoque mixto; hypostomate ventreque
aterrimis; alis fuscidis.
„ Grundfarbe des Körpers tiefſchwarz. Dart und Knebelbart ſchwarz;
55 dicht über den Fuͤhlern einige gelblichgraue Haare; ganz oben auf de
5 Kopfe aber wieder längere ſchwarze Vorſten. Behaarung des Ruͤkken⸗
„ ſchildes, Schildchens und Hinterleibes eigentlich ſchwach gelblichgrau und
5 ſehr licht; aber die durchſcheinende ſchwarze Koͤrperfarbe macht das An⸗
„ fehen von oben her viel dunkeler grau. An ben Seiten des Ruͤlken⸗
5 ſchildes und noch mehr am Hinterleibe find ſchwarze, einzelner ſtehende
2» Haare mit eingemengt. Bruſtſeiten, Bruſt und Bauch tieffhwarzhaarig.
„ Fluͤgel bräunlichgrau, an Wurzel und Außenrand etwas geſaͤttigter,
3» doch auch hier noch halbdurchſichtig. Schwinger braun; Beine a
2 braun, Schienen am lichteſten. — Vaterland: Taurien. — 44 L
29 ein Weibchen.“ (Wiedemann.)
BOMBYLIUS 189
3. Bomb. dilutus. Zeg. +
Lichtgelblich; Flügel braun, nach der Spizze und dem Hinz
terrande allmaͤhlich verduͤnnter. Dilute Havicans; alis fus-
cis, versus apicem et marginem internum sensim dilu-
tioribus.
„ Bart weißlich; Untergeſicht lichtgelblichbehaart; von oben geſehen mit
75 Silberſchein. Fuͤhler ſchwarz: Spizze des zweiten und Wurzel des dritten
„ Gliedes gelblichweiß. Grundfarbe des Körpers ſchwaͤrzlich; Behaarung
5 gelblichweiß, doch nicht ſehr dicht, fo daß die durchſcheinende Grundfarbe
5„ das Haar, von oben geſehen, viel dunkeler erſcheinen macht, als es wirk⸗
5 lich iſt. Am Hinterrande des zweiten Hinterleibsringes an jeder Seite
„ eine Querreihe ſchwarzer Haare. An der Fluͤgelwurzel am Außenrande
„ kuͤrzere dichtſtehende weißliche Härchen, zwiſchen denen längere ſchwarze
5 hervorragen. Fluͤgel ziemlich dunkelbraun, gegen Spizze und Innenrand
5 allmaͤhlig verwaſchen, doch nirgends ein Theil farbenlos. Schwinger
5 und Beine okergelb: äußerſte Schenkelenden nach außen ſchwarz. — In
„ der Hoffmannseggiſchen Sammlung, ein Maͤunchen; aus Portugall. —
>, 4% Linien.“ (Wiedemann.)
4. Bomb. diagonalis. Eg. 7
Gelblich; Fluͤgel am Vorderrande braun in einer ſchief von
der Wurzel nach der Spizze laufenden Begraͤnzung; Beine
ſchwarz, mit rothgelben Schienen. Flavicans; alis ad cos-
tam diagonaliter fuscis; pedibus nigris : tibiis rufoflavis.
„ Bart weißlich; Untergeſicht etwas mehr gelblichbehaart; an und uͤber
9, den ſchwarzen Fuͤhlern ſchwarzes laͤngeres Haar. Koͤrperfarbe faſt ſam⸗
„„ metſchwarz: Behaarung gelblich; am Ende des Hinterleibes einzelne
„ ſchwarze längere Haare. Fluügelwurzel auf eine fo kurze Strekke außen
„ behaart, daß es kaum zum Vorſchein kommt. Fluͤgel der Lange nach
o halb braun, übrigens waſſerklar; das Braune durch eine ganz flach
52 wellige Linie ſcharf abgeſchnitten, gegen die Spizze hin durch das Rand—
95 feld genau begraͤnzt. Schenkel ſchwarz, doch mit dem gewöhnlichen gelblichen
5 Jilze; Schienen röthlichgelb, nur an der Spizze etwas ſchwarz; Juͤße
190 . BOMBYLIUS
„„ bräunlichſchwarz. — Ein Maͤnnchen in der Hoffmannseggiſchen Samm⸗
„5 lung; aus Portugall. — 4½ Linien. „, (Wiedemann.)
5. Bomb. major. Linn.
Gelbhaarig; Fluͤgel am Vorderrande buchtig braun. Flavo-
hirtus; alis margine antico sinuato-fuscis.
Fabr. Spec. Ins. II. 472. 1: Bomb. (major) alis dimidiato-
nigris sinualis.
— Fut, sk, I e Rs
— Syst. Anil. 128. 1.
Gmel.: Syst. Nat. V. 2902. 1.
Linné Fauna Suec. 1918.
Degeer Ins. VI. 167. 1: Bombylius variegatus. Tab. 15.
Fig. 10.
Fallen Dipt. Suec. Bombyl. 9. 1.
Geoffroy Ins. II. 466. ı : Le Bichon.
Latreille Gen. Crust. IV. 313.
— Consid. gener. 443.
Scheffler Icon. Tab. 121. Fig. 3.
Schellenb. Genr. d. Mouch. Tab. 34. Fig. 2.
Mikan Monogr. 35 : Bombylius sinuatus. Tab. 2. Fig. 4.
Schrank Austr. 1002.
Herbst gemeinn. Nat. d. Thierr. VIII. Tab. 347: Fig. 1.
Klassif. d. Zweifl. I. 179. 4 : Bombylius sinuatus.
Wiedemann zoolog. Magaz. I. 2. 20.
Kopf braungelbhaarig. Fuͤhler ſchwarzbraun. Grundfarbe des Leibes
ſchwarz, aber dicht mit gelben Haaren bewachſen, die auf dem Ruͤkkenſchilde
(beſonders von vorne geſehen), an den Seiten und unten mehr ins Weiße
fallen; auch der Bart iſt weißlich. Flügel an der Wurzel und laͤngs dem
Vorderrand dunkelbraun, das durch eine zweimal gebuchtete Graͤnze ſcharf
abgeſchnitten iſt; der Hinterrad und die Spizze waſſerklar. Schwinger
ſchwarzbraun. Beine gelblich mik braunen Füßen. — Im Fruͤhlinge über=
all nicht ſelten. — Beinahe 6 Nnien; Ruͤſſel 3:4 Linien. 4
Aus der Vaumhaueriſch en mung habe ich ein Weibchen vor mir,
* #
BOMBYLIUS 191
welches auf dem Rülkenſchilde nicht weit hinter der Wurzel einen ſchwarzen
Flekken hat.
Pallas bemerkt, daß die in Suͤdrußland gefangenen Exemplare bisweilen
dreimal größer ſeien, als die in dem Schaͤfferſchen Werke befindliche Ab⸗
bildung.
Tr
0. Bomb. fimbriatus. GArtf.
Gelbhaarig; Fluͤgel am Vorderrande buchtig braun, mit
gleichfarbigen: Ae e an der Spizze; Ruͤſſel ſo lang als
der Leib. Flavo-hirtus; alis margine anlico sinuato fuscis
punctoque apicali; proboscis longitudine corporis.
4
Untergeſicht blaßgelbhaarig, an den Augen mit einem Kranze ſchwarzer
Haare. Ruͤſſel fo lang als der ganze Körper. Leib ſchwarz, mit fuchsrothen
weißſchimmernden Pelzhaaren, die am Hinterleibe mit feinen ſchwarzen
Borſten untermiſcht ſind. Bruſt weißhaarig; Bauch vorne weiß- hinten
ſchwarzhaarig. Flügel an der Wurzel und am Vorderrande dunkelbraun
mit ſcharfer ih Degraͤnzung; das Braune geht nicht fo weit nach
der Spizze wie bei 15 vorigen Art; zwiſchen ſeinem aͤußerſten Ende und **
der Fluͤgelſpizze liegt noch ein brauner Punkt gerade auf einer Laͤngsader;
dieFluͤgelwurzel iſt ein wenig ſchwarz. Beine ſchwaͤrzlich mit gelblichen
Schienen. — Herr Megerle von Mühlfeld ſchikte mir ein Maͤnnchen
unter obigem Namen; aus Oeſterreich. — 5 Linien.
7. Bomb. undatus. Mik. 15
Greis; Fluͤgel am Vorderrande wellenfoͤrmig braun. Griseus;
alis margine antico undato-fuseis.
Mikan Monogr. Bombyl. 35 : Bomb. 5 0 alis ad cos-
tam undato-nigris; griseus. Tab. 2. Fig.
Mikan beſchreibt dieſe Art folgendermaßen : Bart grau. Ruͤſſel
„ ſchwarz, von etwas mehr als halber Körperlänge. Fuͤhler pfriemenförs
„ mig, ſchwarz. Leib ſchwarz, uberall mit greiſen Haaren bedekt. Fluͤgel
„5 am Vorderrande zur Halfte ſchwarz, mit wellenfoͤrmiger Begraͤnzung.
55 Schwinger ſchwarz mit braunem Stiele. Beine braun : Wurzel der
„ Schenkel und Fuße ſchwarz. Eine Reihe weißer Punkte geht der Länge
192 BOMBYLIUS
29 nach uber die Mitte des Muffenfchilbes und des Hinterleibes hinab. —
27 Nur das Weibchen. — 4 Linien. 4
Herr Wiedemann ſchreibt mir über dieſe Art: „, Folgendes iſt an
55 Mikans Beſchreibung zu berichtigen: Der Totaleindruk der Zarbe iſt
9 ziemlich dunkelgrau, weil allenthalben zwiſchen dem kuͤrzern gelblichen
97 Haare laͤngeres ſchwarzes ſteht, auch die ſchwarze Körperfarbe ſelbſt
|» ſtark durchſcheinet. Bart und Untergeſicht weißhaarig; dicht unter den
Suhlern faft fuchsroihe Haare, von laͤngern ſchwarzen eingefaßt, die
auch die ganze Stirne einnehmen. Hinterkopf und Vorderrand des
Ruͤkkenſchildes weißbehaart, aber dicht hinter lezterem mit einer ſchmalen
Querbinde faſt fuchsrother Haare; dahinter wieder eine Reihe weißer
Haare, beides bis vor die Fluͤgelwurzel hinabgehend; übrige Behaarung
des Ruͤkkenſchildes gelblich; in der Mitte die weißliche Punktſtrieme;
die aber nicht ſo deutlich aus einzelnen Punkten beſteht wie es Mikan
abbildet; neben ihr an jeder Seite eine breitere ſchwarze Strieme von der
durchſcheinenden Grundfarbe herruͤhrend. Hinterleib oben gelblichbehaart,
an den Seiten weiß, an der Spizze oben weiß- unten goldgelbhaarig;
am Hinterrande eines jeden Ringes eine Reihe langer ſchwarzer borſten—
ahnlicher Haare. Das Braune der Fluͤgel von der Wurzel nach der
Spitze hin abfazweife verſchmaͤlert; jeder der zwei Abſaͤzze mit einem
dunklern Punkte, wovon der eine am Quernerven zwiſchen den beiden
vorlezten Längsadern; der andere aber jenfeits der mittlern Querader,
der Spizze naͤher, liegt. — Der Herr Graf von Hoffmannsegg fing
das Weibchen mehrmalen in Portugall. — 5 Linien.“ (Wiedemann)
8. Bomb. dimidiatus. Meg. 7
Dunkelgelblich; Flügel faſt zur Hälfte gelbbraͤunlich. Obs-
cure flavicans; alis fere dimidiato flavo-fuscescentibus.
„ Diefe Art, von Statur der B. major gleich, aber ein wenig kleiner,
95 kommt der Beſchreibung nach in allen Stuͤkken mit B. undatus Mik.
1 50 überein, nur iſt fie etwas größer als deſſen Abbildung, und auch das
95 vorliegende Weibchen hat nicht die Reihe weißer Punkte des Hinter—
70 leibes. Das Gelblichbraune der Fluͤgel erſtrekt ſich unterhalb des Außen—
55 randes nicht bis zum Ende des Randfeldes; an der Wurzel nimmt es
57 etwas mehr, ſonſt aber weniger, als die Hälfte der Fluͤgelbreite ein;
- BOMBYLIUS 193
„ der Rand des Braunen iſt weniger wogig als treppig. — Aus Heſter⸗
„ reich. Von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld.““ (Wiedemann.).
9. Bomb. holosericeus. Meg. +
Lichtgelblich; Knebelbart in der Mitte gelblich \ an den
Seiten ſchwarz; Flügel an der Wurzel und dem Vorder—
rande braͤunlich. Dilute flavicans ; mystace medio flavi-
cante, laterıbus nigro; alis ad radicem costanıque fusces-
centibus.
„Ein wenig fleiner als die vorige Art, zwiſchen medius und minor
— > mitten inne ſtehend. Der breite Knebelbart an den Seiten auffallend
— \ ſchwaͤrzlich, fo daß ſich, von oben geſehen, das mittlere Gelbliche ſcharf
> — abſchneidet. Der eigentliche Bart iſt weißer als die ohnehin ſchon lichtere
Behaarung der Unterflaͤche. Fluͤgel an Wurzel und Außenrand nur
blaßbraͤunlich, welches ſich von der Wurzel gegen das Randfeld,
deſſen hinteres Ende es nicht erreicht, allmaͤhlig verſchmaͤlert, von dem
ungefaͤrbten Theile durchaus nicht ſcharf abgeſchnitten, ſondern verwa⸗
(hen iſt. So weit der Außenrand der Flügel aus der Behaarung des
Mittelleibes an dem vorliegenden ſchoͤn erhaltenen Exemplare, hervor—
27 ſteht, iſt an demſelben auch keine Spur von Haͤrchen oder kurzen Bor—
27 ſten, welche ſich dagegen an der vorigen Art deutlich zeigen. — Aus
77 Oeſterreich; von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld.“ (Wiedemann.)
10. Bomb. punctatus. Fabr.
Tiefſchwarz; Ruͤkkenſchild mit weißen Striemen; Hinterleib
und Bauch weißpunktirt; Fluͤgel mit ſchwarzer Wurzel:
der Vorderrand an der Baſis weiß. Ater; ihorace albo-
vittato; abdomine ventreque albo-punctato; alis basi ni-
gris : costa ad basin alba. (Fig. 7.)
Fabr. Ent. syst. IV. 408. 4 : Bomb. (punetatus) alis basi
atris, costa alba; hirtus ater, thorace limbo cinereo,
abdomine albo-punctato, 5
— Syst. Antl. 130. 8.
Wiedem. zoolog. Magaz. I. 3. 18.
II. Band. 13
194 BOMBYLIUS
„ Kopf weißbehaart, nur oben auf dem Scheitel ſchwarzhaarig; zwiſchen
„ Kopf und Hals etwas gelblich. Grundfarbe des Mittelleibes tiefſchwarz;
\9-—
aber nicht bloß der Rand aſchgrau oder vielmehr weißbehaart, ſondern
„ an unabgeriebenen Stuͤkken auch noch zwei Striemen, zwiſchen denen
— ns
wieder ſchwarze Haare ſtehen, ſo daß der ganze Ruͤkken drei ſchwarze
„ und vier weiße Striemen zeigt; Schildchen weißbehaart. Bruſtſeiten
ſchwarzhaarig: dicht vor und unter der Fluͤgelwurzel ein ſchneeweißer
“> —
5 Flekken; unter dieſem an der Bruſt ein größerer hellweißer; an der
„ Wurzel der vier vorderſten Beine ebenfalls ein hellweißer Flekken, ſo
7 Dr)
AN
wie dicht unter den Schwingern. Die Bruſt iſt da, wo das ſchwarze
„ Haar abgerieben, braͤunlichſchwarz. Hinterleib tiefſchwarzbehaart: auf
„ der Mitte eine Reihe weißer Punkte, einen auf jedem Ringe; eine
„5 ähnliche an jeder Seite zeigt nur drei Punkte oder Flekken, naͤmlich auf
„ dem zweiten, vierten und fünften Ringe; es ſcheint nicht als wenn vom
„dritten Ringe Flekken abgerieben waͤren. Am Bauche an jeder Seite
„ eine Reihe von fuͤnf ſchneeweißen faſt viereffigen Flekten, größer als die
„Kauf dem Ruͤkken. Flügel an der Wurzel braͤunlichſchwarz, welches lichter
„ bräunlich bis zum Ende des Randfeldes und auch in der Breite bis zur
„ mittlern Querader und vierten Laͤngsader ſich erſtrekt; an der Wurzel
„ if der Außenrand weißlichbehaart und aus dem Weißen ragen noch
„längere ſchwarze Borſten hervor. Beine ſchwarz, ein wenig braunlich-
„ glaͤnzend. — Länge 6, Breite des Mittelleibes 2, des Hinterleibes 3
„„ Linien. — Von Hrn. Megerle von Mühlfeld; aus Ungarn.“ (Wie⸗
demann.) |
Ein Barden, das mir von Hrn. Medizinalrath Klug in Berlin geſchikt
wurde, ſtammte aus Taurien (wo Pallas dieſe Art nicht ſelten im Sommer
antraf; auch am Kaukaſus und am Wolgaſtrom findet fie ſich) hatte ſchwari⸗
Praune Schwinger. Das weibliche Exemplar, obgleich ſehr verwiſcht, paßte
doch auf obige Beſchreibung des Hrn. Wiedemann. Das beſſer erhaltene
Männchen aber zeigte folgende Verſchiedenheit: Ruͤkkenſchild ganz mit
braͤunlichgelber weißſchimmernder Wolle bedekt, ohne Spuren von ſchwarzen
Striemen; Schildchen mit Spuren von weißen Haaren. Hinterleib ſchwarz,
mit ſchwarzen Haaren bedekt: auf dem Ruͤkken nur mit einer Reihe weißer
Punkte über die Mitte; am ſchwarzen Bauche befinden ſich aber zwei Reihen
gleicher Punkte wie bei dem oben beſchriebenen Weibchen. Das Braune
der Fluͤgel iſt an beiden Stükken gelblichbraun, nur dicht an der Wurzel
BOMBYLIUS 195
dunkeler; die mittelſte Querader iſt mehr nach dem Hinterrande geruͤkt wie
gewöhnlich. Ruſſel fo lang als Kopf und Mittelleib. — Laͤnge 8 Linien.
Der Herr Graf von Hoffmannsegg fand dieſe Art auch in Portugall; nach
Jabricius wohnt ſie ebenfall in der Barbarei.
II. Bomb. ater. Linn.
Tiefſchwarz; Hinterleib mit ſilberglaͤnzenden Punkten; Fluͤ⸗
gel an der Wurzel braun. Ater; abdomine punctis ar-
genteis; alis basi fuscis.
Fabr. Spec. Ins. II. 473. 6 : Bomb. (ater) alis basi nigris;
ater, abdomine albo-punctato.
— Ent. syst. IV. 410. 12.
— Syst. Antl. 133. 22.
Gmel. Syst. Nat. V. 2903. 5.
Mikan Monogr. 47. Tab. 3. Fig. 9.
Scheffer Icon. Tab. 79. Fig. 6.
Schrank Fauna Boica. III. 2582.
— Austr. 1006.
Tiefſchwarz, ſchwarzhaarig, beſonders ſind die Haare des Kopfes und
an den Seiten des Hinterleibes lang. Ruͤſſel von doppelter Kopflaͤnge.
Auf der Stirne ſtehen bei dem Maͤnnchen zwei, bei dem Weibchen drei
Silberpunkte. Zwei gleiche Punkte ſtehen auf dem Rükkenſchilde dicht am
Schildchen. Der Hinterleib hat am Hinterrande des zweiten bis fünften
Ringes ſilberfarbige Ruͤkkenpunkte, und am Vorderrande des zweiten,
vierten, fuͤnften und ſechsten Ringes ſilberfarbige Seitenflekken. Der Bauch,
die Schwinger und Beine ſind ganz ſchwarz. Fluͤgel an der Wurzel und
am Vorderrande bis zur Mitte der Laͤnge braun, welches ungefaͤhr die
halbe Breite einnimmt; die Queradern ſind etwas dunkeler geſaͤumt. —
Sie findet ſich hin und wieder in Deutſchland, auch in hieſiger Gegend iſt
ſie mir einige male vorgekommen; desgleichen in Ungarn; im ſuͤdlichen
Rußland, in Taurien und am Jaikfluſſe wurde fie angetroffen. — 3 bis
3% Linien.
196 BOMBYLIUS |
12. Bomb. dispar. Gärtl.
Ruͤkkenſchild goldgelb; Hinterleib ſchwarz; Flügel glasartig,
mit brauner Wurzel. Thorace fulvo, abdomine atro; alis
hyalinis ad radicem fuscis.
Untergeſicht und Stirne ſchwarzhaarig, am Mundrande ſtehen weiße
Haare. Ruͤkkenſchild lebhaft goldgelbhaarig; Bruſtſeiten braun. Hinterleib
tlefſchwarz, an der Baſis weißhaarig. Unterſeite überall ſchwarz. Fluͤgel
glasartig, an der Wurzel dunkelbraun; das Randfeld iſt braungelb. Beine
ſchwarz. — Aus Oeſterreich; von Hrn. Megerle von Mühlfeld das Männ⸗
chen mitgetheilt. — 4½ Linie; Ruͤſſellaͤnge 2 Linien.
13. Bomb. medius. Zinn.
Rothgelbhaarig; Hinterleib hinten und Bauch ſchwarz;
Fluͤgel mit braunen Punkten. Rufo-hirtus ; abdomine
postice subtusque atro; alis fusco-punctatis.
Fabr. Spec. Ins. II. 473. 3: Bomb. (medius) alis fusco-
punctatis corpore flavescente postice albo.
— Ent. syst. IV. 408. 3
— Syst. Antl. 129. 5.
Gmel. Syst. Nat. V. 2902. 2.
Müller Natursyst. V. pag. 1008. (Von den hier beigefügten
Abbildungen Tab. 28 fielt Fig. 14 Syrphus pyrastri und
Fig. 15 Helophilus pendulus vor.)
Linne Fauna Suec. 1919.
Fallen Dipt. Suec. Bomb. ı0 .2.
‚ Latreille Gen. Crust. IV. 313.
Schrank
Ins. Ausir. 1003.
— Fauna Boica III. 2578. “
Mikan Monogr. 27.:Bomb. discolor. Tab. 2. Fig. 1.
Klassif. d. Zweifl. I. [Link] Bomb. discolor. Tab. 10. Fig. 8.
Kopf braungelbhaarig, bei dem Männchen um die Fuͤhler herum ſchwarz⸗
haarig. Ruͤſſel etwas kuͤrzer als der Leib. Mittelleib rothgelbhaarig: in
den Seiten eine Strieme tiefſchwarzer Hagre die bis zur Fluͤgelwurzel
BOMBYLIUS 197
reicht; oben ſtehen nicht weit vom Halſe zwei kurze ſchwarze ſchiefe Linien,
die jedoch nicht immer deutlich vorhanden ſind. Hinterleib oben auf der
vordern Haͤlfte rothgelbhaarig; auf der hintern hingegen tiefſchwarzhaarig,
bei dem Weibchen mit einer Reihe weißer Punkte, die dem Maͤnnchen
fehlen. Bauch ganz mit tiefſchwarzen Haaren bedekt. Fluͤgel an der Baſis
und am Vorderrande, etwa drei Viertel der Lange, braun; der übrige
Theil glasartig mit zerſtreuten braunen Punkten, die theils an den Adern—
verbindungen, theils am Rande ſtehen. Schwinger ſchwarz. Beine braun
gelb mit ſchwarzen Enden. — Man findet dieſe Art ziemlich haufig auf
Fruͤhlingsblumen; bei uns gewoͤhnlich auf dem geſingerten Erdrauch, der
unfruchtbaren Erdbeere, dem Bergtaſchenkraute, dem Gundermann, der
Weiß dornbluͤte u. a. m. — 5% Linien. ö
Bei dieſer und der folgenden Art herrſcht noch viele Verwirrung, welche
wohl durch die gleiche Zeichnung der Flügel herrührt. Linné's Beſchrei—
bung iſt ganz unvollſtaͤndig; eben fo Fallén's. Da aber lezterer den
Bomb. discolor Mik. bei ſeinem medius anfuͤhrt, ſo muß er wohl
gegenwaͤrtige Art vor ſich gehabt haben. Nach Fabricius ſoll der Hinter⸗
leib hinten weiß ſein; doch dieſes iſt gewiß ein Schreib- oder Druckfehler,
und ſoll entweder atro oder albopunctato heißen. In ſeiner Sammlung
ſtekt dieſe Art beſtimmt als B. medius.
14. Bomb. concolor. Miß.
Ueberall rothgelbhaarig; Fluͤgel braunpunktirt. Undique
ruſo-hirtus; alis fusco-punctatis.
Mikan Monogr. 30 : Bomb. (coneolor) alis dimidiatis punc-
tisque fuscis, undique flavescens. Tab. 2. Fig. 2.
Schæffer Icon. Tab. 78. Fig. 3.
Latreille Gen. Crust. IV. 314.
Dieſe Art ſieht der vorigen in allem vollkommen aͤhnlich; allein ſie iſt
durchaus auf beiden Seiten des Hinterleibes mit rothgelben Haaren be—
dekt. Dem Weibchen fehlen die weißen Punkte des Hinterleibes. — Man
findet fie auf den naͤmlichen Blumen wie die vorige; fie iſt aber viel ſel⸗
tener. — 5½ Linien.
198 BOMBYLIUS
15. Bomb. pictus. Panz.
Drittes Füblerglied erweitert; Flügel braunpunktirt. Ar ticulo
tertio antennarum dilatato ; alis ſusco-punctatis. (Fig.3
ein Fuͤhler.).
Fabr. Ent. syst. Suppl. 569 : Bomb. (ꝓlanicornis) alis
punctatis basi fuseis, antennis compresso-acuminatis. |
— Syst. Anil. 129. 6 B. planicornis.
Mikan Monogr. 32 : B. pictus. Tab. 2. Bis
Panzer Fauna Germ. XXIV. 24: B. pictus.
Schellenberg Genr. d. Mouch. Tab. 34. Fig. 1.
Schrank Fauna Boica. III. 2580.
Wiedem. zoolog. Mag. I. 2. 20 : B. planicornis.
Kopf dunkelbraunhaarig; über den Fuͤhlern zwei weiße Punkte bei dem
Maͤnnchen. Stirne des Weibchens braunhaarig, ziemlich breit. Rüſſel von
halber Koͤrperlaͤnge. Fuͤhler dunkelbraun: das dritte Glied an beiden Ges
ſchlechtern ſehr erweitert, flach, faſt rbomboidalifch , vorne ſpizzig. Mittel-
leib mit lichtbraunen, weißſchillernden Haaren; auf dem Ruͤkken mit fünf
ſchwarzen Flekken, vorne drei, hinten zwei. Hinterleib ſchwarzbraunhaarig,
an den Seiten ſtehen die Haare bufhelfürmig; hinten mit zwei glaͤnzend⸗
weißen Flekken; Bauch ſchwarz. Beine hellbraungelb. Schwinger ſchwarz.
Fluͤgel an der Wurzel und am Vorderrande dunkelbraun, was doch nicht
bis zur Spizze reicht; an den Adernverbindungen und am Rande mit
dunkelbraunen Punkten, wovon der an der Gabelader ſtehende merklich
größer iſt; die Mitte der Fluͤgelfelder im ungefaͤrbten Theile, iſt hell⸗
braun. — Sie findet ſich hin und wieder in Deutſchland, jedoch ſelten;
Pallas entdekte fe
e a an der a 915 den blühenden 107 0 —
5 Linien.
Der 11 ae Name waltet vor, weil er der aͤltere it
16. Bomb. eruciatus. Fahr.
Ruͤkkenſchild gelbe Fluͤgel mit brauner Wurzel;
Hinterleib vorne ſchwarz, hinten weiß (Männchen) oder
ſchwarz mit Weiß geſchekt (Weibchen). Thorace rufes-
BOMBYLIUS 199
cente-hirto; alis bası fuscis ; abdomine antice atro pos-
tice albo (Mas) aut atro albo vario (Femina). (Fig. 8 9.)
Fabr. Ent. syst, Suppl. 569 : Bomb. (cruciatus) alis albis
basi fuscis, hirtus cinereus, abdomine cruce nivea, an-
tennis acuminatis.
— Syst. Antl. 130. 7.
Latreille Gen. Crust. IV. 314.
Klassif. d. Zweifl. I. 182. 9: Bomb. leucopogon (Mas). —
190. 1) Bomb. cruciatus (Femina).
In der Klaſſifikation iſt dieſer Schweber, wovon ich damals nur das
Männchen kannte, zweimal aufgeführt. Beide Geſchlechter find etwas ver⸗
ſchieden bemalt. Das Maͤnnchen hat einen weißen Bart, aber neben
und uͤber dem Munde ſind die Haare braungelb mit weißlichem Schimmer.
Auf der Stirne eben ſo. Fuͤhler ſchwarz, von gewoͤhnlicher Bildung. Hin⸗
terkopf weißlichbehaart. Mittelleib dicht mit braͤunlichgelben, weißſchim⸗
mernden Haaren bedekt, die jedoch an den Bruſtſeiten und unter der Zlüs
gelwurzel mehr ins Weißliche fallen. Grundfarbe des Hinterleibes ſchwarz:
von der Baſis an, etwa zwei Drittel, mit roͤthlichgelben Haaren, doch
nur duͤnne, bekleidet, die in den Seiten dichter ſtehen und ins Weiße
fallen; der After iſt nicht allein weißhaarig, ſondern auch mit einem
dichten weißen Filze bedekt, von dem eine weiße Ruͤkkenlinie nach der
Wurzel hingehet, aber dieſe ſelbſt nicht erreicht; die aͤußerſte Spizze des
Afters iſt ſchwarz. Bauch weißhaarig, nur die Seitenhaare ſind in der
Mitte ſchwarz mit rothgelben vermiſcht. Schwinger braun, mit weißlichem
Knopfe. Fluͤgel glasartig, an der Wurzel, etwa ein Drittel kaffeebraun,
welches nach der Mittelflaͤche hin ſanft verwaſchen iſt. Randader an der
Wurzel hellgelb mit ſchwarzem Borſtenkamme. Beine braunſchwarz:
Schenkel und Schienen gelbbeſtäubt. Ruͤſſel und Taſter find ſchwarz.
Weibchen: Stirne vorne weißlich- hinten braungelbhaarig. Nuͤkken⸗
ſchild vorne mit einem länglichen ſchwarzen Flekken. Hinterleib ſchwarz,
ſehr dünne rothgelbhaarig, mit ſchwarzen Haaren vermengt: erſter und
zweiter Ring an den Seiten weißhaarig, lezterer hat am Hinterrande
eine ſchmale weiße Haarbinde; dritter Ring mit weißem dreieffigem Ruͤk⸗
kenflekken, von welchem eine weiße Laͤngslinie bis zum After ſich fort
zieht; vierter und fuͤnfter Ring an den Seiten mit weißem Haarflekken,
200 BOMBYLIUS
wie eine abgekuͤrzte Binde. Das Braune der Fluͤgel iſt viel heller als bei
dem Maͤnnchen. — Herr Baumhauer fing dieſe Art nicht ſelten im ſuͤd⸗
lichen Frankreich, un bei Paris. — 5 Linien; Ruüſſel beinahe a Linien.
05 Bomb. posticus. Fabr.
Rothgelbhaarig; Hinterleib hinten weißhaarig. Rufo-hirtus;
abdomine postice albo-hirsuto.
Fabr. Syst. Antl. 131. 13: Bomb. (posticus) alis hyalıinis
bası nigris, flav escenti-hirtus; abdomine nigro apice albo.
Wiedemann’s zoolog. Mag. I. 2. 22.
Klassif. d. Zweifl. I. 183. 10: B. micans.
Maͤnnchen: Knebelbart unten lichtgelb ‚ oben ſchwarz. Stirne ſchwarz:
beiderſeits mit ſchneeweißem Punkte. Fuͤhler, Ruſſel und Taſter ſchwarz.
Leib dicht rothgelbpelzig, weißſchimmernd, am After weißhaarig. Schwin⸗
ger braun. Fluͤgel glasartig, an der Wurzel etwa ein Drittel kaffeebraun,
mit blaßgelbem Wurzelflekchen auf der Randader, und einem kurzen ſchwar⸗
zen Borſtenkamme. Beine graugelbſchimmernd mit ſchwarzbraunen Fuͤßen:
vorderſte Schienen nach innen ſchwaͤrzlich.
Weibchen: Uutergeſicht hellgelbhaarig; Stirne mehr ins Braune:
neben den Fuͤhlern je ein weißer Punkt. Das dritte Fuͤhlerglied iſt etwas
breiter und der After nicht fo auffallend weißhaarig als bei dem Maͤnnchen.
Die glasartigen Fluͤgel ſind an 5 Wurzel und am Vorderrande kaum
11 gelblich. ö e
Im ſuͤdlichen Frankreich fing ſie Herr Baumhauer nicht ſelten. Pallas
auch im ſuͤdlichen Rußland. — 4½ Linien; Ruſſel 3 Linien. ;
In der Baumhaueriſchen Sammzung ifi eine Abaͤnderung mit gelben
Schwingern die einen weißen Kopf haben, nach beiden Geſchlechtern, die
aber uͤbrigens keine Verſchiedenheit zeiget.
18. Bomb. vulpinus. Hgg. 7
Beiderſeits gelblichbehaart; das Wurzeldrittel der Flügel
braͤunlich. Ubique llavicaute-hirtus; ; alar um ur lia parte
basalı fuscescente.
Bart, Untergeſicht und alle übrigen Theile gleich gelblichbehaart;
„ nur dicht unter und über den Fühlern eine Reihe ſchwarſer Haare,
BOMBYLIUS 201
75 ſonſt nirgends. Fluͤgelwurzel am Außen rande kurz gelblichbehaart. Schwin⸗
75 ger braun, mit dunkelerm Knopfe. Schenkel und Fuͤße ſchwarz; Schie⸗
„ nen röthlichgelb. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; ein
) Maͤnnchen aus Portugall. — 4 Linien.“ (Wiedemann,)
19. Bomb. aurulentus. Agg.
| Goldgelbhaarig; Fluͤgel grau, an der Wurzel lichtbraun.
Aurulento-villosus; alis cinereis basi dilute fuscıs.
„ Bart nur wenig ins Weißliche ziehend; Untergeſicht und Stirne
„ goldgelblichbehaart, was aber an beiden durch laͤngere fihwarze Ein-
a
» faſſung ziemlich verſtekt wird. Uebrigens überall goldgelblichbehaart, nur
„ an der Spizze des Hinterleibes einige ſchwarze Borſten eingemengt.
„ Die ganz aſchgrauen Fluͤgel nur an der Wurzel und vorderſten Rand⸗
5 zelle lichtbraun. Schwinger gelblich mit weißem Knopfe. Beine ſchwarz:
95 Schienen beſonders mit röͤthlichgelbem Filze bedekt. — In der Hoff—
—7
„ mannseggiſchen Sammlung; ein Maͤnnchen, aus Portugall. — 3% Li⸗
„ nien.“ (Wiedemann.)
20. Bomb. minor. Zinn.
Tiefſchwarz, gelblichbehaart; Fluͤgel faſt glasartig mit roͤth⸗
lichgelber Wurzel;“ Schwinger braun; Knebelbart gelblich,
an den Seiten ſchwarz. e ee ee: alis sub-
hyalinis basi rufescentibus; halteribus fuscis; mystace
flavicante lateribus nigro.
Fabr. Spec. Ins. II. 473. 5: Bomb. (minor) alis immacu-
latis; corpore flavescente hirto, pedibus testaceis.
— Ent. syst. IV. 409. 9.
— . Syst. Antl. 132. 18.
Gmel. Syst. Nat. V. 2903. 4.
Linné Fauna Suec. 1820.
Fallen Dipt. Suec. Bombyl. 10. 3.
Mikan Monogr. 42 : Bombyl. venosus,
Latreille Gen. Crust. IV. 314.
Schefer Icon. Tab. 112. Fig. 6.
202 BOMBYLIUS
Herbst gemeinn. Naturg. d. Tlierr. VIII. Tab. 347. Fig. 3.
Schrank Ins. Austr. 1004.
Klassif. d. Zweifl. I. 180. 5: Bomb. venosus.
Bart weißlich. Knebelbart roſtgelblich, an den Seiten mit ſchwarzen
Haaren eingefaßt. Stirne des Weibchens rothgelbhaarig. Fuͤhler und Rüſſel
ſchwarz. Grundfarbe des Leibes tiefſchwarz, aber uͤberall mit rothgelb—
lichen Baaten bedekt, Schwinger ſchwarzbraun. Fluͤgel etwas graulich: an
der Wurzel und am Vorderrande bis zur halben Länge und Breite roͤth—
lichgelb ſanft verwaſchen; an der Wurzel kein Borſtenkamm. Beine roͤth⸗
lichgelb mit braunen Züßen. — 4 Linien; Ruͤſſel 24 bis3 Linien.
21. Bomb. longirostris.
Schwarz, rothgelbhaarig; Fluͤgel mit braͤunlicher Wurzel;
Schwinger braun; Ruͤſſel ſo lang als der Koͤrper. Niger,
rufo-hirtus; alis basi füuscanis; halteribus fuscis; probos-
cide longitudine corporis.
Bart weiß; Knebelbart braͤunlichgelb, an den Seiten braun eingefaßt.
Die Lippe des Ruͤſſels iſt fo lang oder noch etwas länger als der ganze
Leib, auf der Unterſeite etwa ein Drütel von der Wurzel an gelblich;
Lefze nur halb ſo lang als die Lippe. Leib ſchwarz, uͤberall mit rothgelben
etwas feidenartigen Haaren bedekt. Schenkel und Schienen gelblich, Fuße
ſchwarz. Schwinger braun. Fluͤgel an der Wurzel und an der Hälfte
des Vorderrandes blaß röthlichbraun, verwaſchen; an der Wurzel ohne
Borſtenkamm. — Ein Männchen von Hrn. Medizinalrath Klug in
Berlin; Vaterland unbekannt. — 5 Linien.
22. Bomb. nitidulus. Fubr.
Braun, blaßbehaart; Knebelbart weiß; Stirne ſchwarz;
Fluͤgel licht roͤthlichbraun, an der Wurzel gekaͤmmt;
Schwinger braun. Fuscus; pallide hirtus; mystace albo
fronte nigro; alis dilute brunneis basi pectinatis; halte-
ribus fuscis. (Fig. 5 Kopf des Maͤnnchens; Fig. 6 Flügel.)
Fabr. Ent. syst. IV. 409. 8: Bomb. (nitidulus) alis obs-
curis; corpore flavescenti hirto nitidulo : ano obscuriore 3
pedibus testaceis femoribus nigris.
BOMBYLIUS 203
Fabr. Syst. Antl. 132. 15.
Klassif. d. Zweifl. I. 182. 8: Bomhylius Diadema. — 184.
2 : Bomb. caudatus.
Bart und Knebelbart find weiß; Stirne bei dem Weibchen breiter wie
gewoͤhnlich, und ſelbſt bei dem Maͤnnchen ſind die Augen etwas getrennt;
fie iſt tiefſchwarzhaarig, welches ſich laͤngs die Fühler noch etwas am Aus
genrande herabzieht. Leib ſchwarzbraun, mit braͤunlichweißen, langen,
ſeidenglaͤnzenden zottigen Haaren dicht beſezt, welche an den Seiten des
Hinterleibes, vorzuͤglich nach hinten zu, ſtark mit ſchwaͤrzlichen Borſten
vermengt ſind. Auf der Unterſeite ſchimmern die Haare faſt ganz weiß.
Flugel blaß roͤthlichbraun, an der Wurzel und laͤngs den Vorderrand ge—
ſaͤttigter; an der Wurzel ſteht am Vorderrande ein weißer Flekken, der
vorne einen ſchwarzen Borſtenkamm hat: dieſes Merkmal iſt unter allen
mir bekannten Arten bei der gegenwärtigen am größten und ſehr ausge=
zeichnet. Schenkel und Schienen gelblich; Fuͤße und Schwinger dunkel⸗
braun. — Die Fluͤgeladern weichen von dem gewohnlichen Verlaufe etwas
ab,„welches doch haupiſaͤchlich darin beſteht, daß die mittelſte kleine Quer—
ader mehr nach der Wurzel geruͤkt iſt, wodurch das dahinter liegende
Binnenfeld verlängert wird: dieſe Abweichung habe ich nur bei gegenwaͤr⸗
tiger und den drei folgenden Arten gefunden. — In der Baumhaueriſchen
Sammlung, aus dem ſuͤdlichen Frankreich; Fabricius gibt Deutſchland zum
Vaterlande an. — 4½ Linien; Ruͤſſel 2 Linien.
Bomb. caudatus der Klaffif. unterſcheidet ſich durch nichts als die min⸗
dere Groͤße. Dieſes Exemplar wurde durch Hrn. Baumhauer bei Beaucaire
| gefangen und war ſehr verwiſcht. — 3 Linien; Rüſſel 1 % Linie.
23. Bon sericeus.
Schmärzlich, bräunlichweißaarig; Kncbeibr Bean 7
weißem Knopfe; Beine ſchwarz. Niggricaus, fuscescenti-
albido hirtus; mystace fusco; alis basi pectinalis; halte-
ribus fuscis: capitulo albo; pedibus nigris.
Mikan Monogr. 54. 12: Bomb. (canescens) alis hyalinis,
canescens; pedibus nigris? Tab. III. Fig. 12. £
Klassif. d. Zweifl. I. 181. 6 Bomb. nubilus.
204 | BOMBYLIUS
Maͤnnchen: Uutergeſicht und Stirne lichtbraungelb, mit ſchwarzbrau⸗
nen Haaren; der Augenrand ſchimmert ins Weißliche. Leib ſchwaͤrzlich,
etwas glänzend, mit bräunlichweißen, etwas ins Gelbliche fallenden, feiden-
glaͤnzenden Haaren bedekt; auf der Unterſeite ſind die Seitenhaare des
Hinterleibes faft ganz weiß. Schwinger braun, mit weißem Knopfe. Flu⸗
gel faſt glasartig: Wurzel und Randzelle roͤthlichgelb; an der Wurzel
des Vorderrandes iſt ein weißes Flekchen, das nach außen einen deutlichen
ſchwarzen Borſtenkamm hat. Deine ſchwarz; doch ſpielen Schenkel und
Schienen etwas ins Weißgraue. i
Weibchen: Untergeſicht und Stirne braͤunlichweiß; Scheitel dunkeler:
Knebelbart ſchwarzbraun. Behaarung des Leibes durchaus grauweiß, ſeiden⸗
glänzend. — Beide Geſchlechter aus der Sammlung des Hrn. Baumhauer,
wahrſcheinlich aus Frankreich; Herr Megerle von Muͤhlfeld ſchikte das
Maͤnnchen aus Oeſterreich unter dem Namen B. exalbidus; — 3 bis
4 Linien; Ruͤſſel 2 bis 2½ Linien. :
Das Eitat aus Milan iſt zweifelhaft, weil er des Vorſtenkammes an
der Fluͤgelwurzel nicht erwaͤhnt, und die Schwinger ſchlechtweg als weiß
angibt. w
Die Zlügeladern ſind wie bei der vorigen Art.
24. Bomb. ctenopterus.
Miß.
Braun, rothgelbhaarig; Untergeſicht greis; Flügel an der
Wurzel und dem Vorderrande rothgelb: gekaͤmmt; Schwin⸗
ger weiß; Beine gelblich. Fuscus rufo-hirtus; hypostomate
griseo; alis basi margineque antico rufis, peclinatis; hal-
teribus albis; pedibus flavescentibus.
Mikan Monogr. 45. 8: Bomb. (etenopterus) alis hyalinis
ab basim costæ pectinatis, flavescens. Tab. III. Fig. 8.
Dart weiß; Untergeſicht, Knebelbart und Stirne greis; am Angen⸗
rande mit weißer Einfaſſung. Leib braun, uͤberall mit rothgelben Haaren
bedekt, die am Hinterleibe mit ſchwarzen Borſten vermengtfind. Schwin⸗
ger weiß. Flügel faſt glasartig, an der Wurzel und laͤngs den Vorder⸗
rand gelbroͤthlich, welches die ganze Randzelle einnimmt, aber auch noch.
etwas neben derſelben nach der Mitte hin ſich erſtrekt; an der Wurzel.
BOMBYLIUS — 200
des Vorderrandes iſt ein weißgelber vorne mit nem ſchwarzen Vorſten⸗
kamme eingefaßter Flekken. Beine gelb, mit braunſchwarzen Fuͤßen. —
Herr Baumhauer fing das Maͤnnchen bei Nismes in der Provence; das
Weibchen kenne ich nicht. — 4½ Linien; Ruͤſſel 2½ Linien.
Ztügeladern wie Fig. 6.
25. Bomb. fulvus. Wan
Braun, rothgelbhaarig; Knebelbart gelblich; Fluͤgel mit
roͤthlichgelber Wurzel und einem Borſtenkamme; Schwin⸗
ger mit weißem Knopfe; Beine lichtgelb. Fuscus rufo-
hirtus ; mystace flavicante; alis basi rufescentibus pecti-
natis; halterıbus capitulo albo; pedibus flavicantibus.
Dieſe Art gleicht der vorigen, iſt aber beträchtlich kleiner. Bart weiß;
Untergeſicht mit gelbem Knebelbarte, der mit ſchwarzen Vorſten unter
miſcht if. Stirne gelbhaarig, ſchwarzborſtig. Leib ſchwarzbraun, überall
rothgelbhaarig, am Hinterleibe mit ſchwarzen Borſten untermiſcht. Schwin⸗
gerſtiel etwas bräunlich, Knopf weiß. Beine blaßgelb mit ſchwarzbraunen
Fuͤßen. Fluͤgel roͤthlichbraun, blaß⸗ an der Wurzel und das Randfeld
gelbroͤthlich; am Vorderrande iſt ein weißliches Wurzelflekchen, das vorne
mit einem ſchwarzen Vorſtenkamme eingefaßt iſt, aber nicht ſehr ſtark ins
Auge fällt. — Flügeladern wie Fig. 6. — Aus der Baumhaueriſchen
Sammlung; Vaterland unbekannt. — 3 Linien; Ruͤſſel J Lie.
26. Bomb. fulvescens. Hg. 4.
. Flügel an der Wurzel braun. Fulvescens;
alis ad radicem fuscis.
„ Bart und Hinterkopf gelblichweiß; Untergeſicht gelblichbehaart, aber
>— mit längerem ſchwarzem Haar ſtark eingefaßt. Grundfarbe des Koͤrpers
3* graulichſchwarz, Behaarung, beſonders vorne auf dem Rülkkenſchilde
5— dunkel goldgelblich, am Hinterleibsende und Bauche lichter gelblich. An
7 der Unterſeite iſt auch die Grundfarbe ſchoͤn dunkelſchimmelgrau.
—
Fluͤgel
55 außen nicht ſichtbar behaart; Flügel ſelbſt nur an der Wurzel bis etwas
—
„ uber ein Drittel braun, welches ſich am Außenrande mehr als am in—
n — nern nach der Spitze hin erſtrekt, und mit der Nandzelle endet. Beine
20 BOMBVYIIUS
„ rothgelb: Schenkelwurzel bis uber die Hälfte und die Fuͤße mehr went
„ ger braͤunlichſchwarz. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; ein
„ Maͤnnchen aus Portugall. — 4 bis 4½ Linien.“ (Wiedemann.)
27. Bomb. semifuscus.
Tiefſchwarz, braͤunlichweißbehaart; Flügel an der Wurzel⸗
haͤlfte kaſtanienbraun; Knebelbart weiß, an den Seiten
braun; Schwinger weiß. Ater fuscescenti-albido hirtus;
alis ad radicem dimidiato badiis; mystace albo lateribus
fusco ; halteribus albis.
Das vorliegende maͤnnliche Exemplar iſt ſtark verwiſcht. Bart weiß;
Knebelbart weiß, an den Seiten mit dunkelbraun eingefaßt; Stirne weiß⸗
ſchimmernd. Leib tiefſchwarz, braͤunlichweiß behaart, am Hinterleibe mit
ſchwarzbraunen Borſten vermiſcht. Bauch graubraun. Schwinger weiß.
Fluͤgel lichtgraulich: an der Wurzel etwa ein Drittel braun, von hier geht
dieſe Farbe ſanft verwaſchen über die mittelſte Querader (die etwas dikker
ift) nach dem Vorderrande, ungefähr bis drei Viertel der ganzen Lange des
Fluͤgels. Beine lichtgelblich mit braunen Fuͤßen.
Das Weibchen hat einen gelblichweißbehaarten Kopf, mit wenigen
braunen Haaren an der Seite des Untergeſichtes. Scheitel braun. Fluͤgel
wie bei dem Maͤnnchen, nur erſtrekt ſich das Braune nicht ſo weit nach der
Spizze hin. — Aus der Baumhaueriſchen Sammlung. — Linien; Ruͤſſel
1½ Linie.
28. Bomb. floralis.
Braun; roͤthlichgelbhaarig; Knebelbart weiß; an den Seiten
braun; Wurzel der Fluͤgel und Schwinger braun. Fuscus,
rufescente hirtus; mystace albo lateribus fusco; alis basi
halteribusque fuscis.
Bart weiß; Knebelbart weiß, an den Seiten und oben ſo ſtark mit
braunſchwarzen Borſten eingefaßt, daß nur wenig vom Weißen übrig bleibt.
Leib braun, überall mit roͤthlichgelben Haaren bedekt, die am Hinterleibe
ſehr ſtark mit braunen Borſten untermiſcht ſind, daher die Farbe daſelbſt
dunkeler erſcheint. Schwinger braun. Fluͤgel am Wurzeldrittel kaſtannien⸗
braun, welche Zarbe auch die ganze Randzelle einnimmt und nach außen
BOMBYLIUS 207
ſanft verwaſchen iſt; der übrige Theil des Fluͤgels iſt etwas graulih. Beine
gelblich mit braunen Fuͤßen. — Ein Maͤnnchen aus der Baumhaueriſchen
Sammlung. — 3% Linien; Ruſſel 2½ Linien.
29. Bomb. fugax. Pall. F
Gelblich; Knebelbart weißlich; Flügel glasartig, ungeflekt.
Lutescens; mystace albido; alis hyalinis immaculatis.
5 Behaarung bald mehr bald weniger gelblich. Grundfarbe ſchimmel—
55 grau. Knebelbart weißlich, dicht an den Fuͤhlern gelblichgrau, und
„ oben auf dem Kopfe längeres ſchwarzes Haar; in gewiſſer Richtung
„ Jerſcheint jenes graue Haar ebenfalls lichtweißlich. Hinterkopf und Ruͤk⸗
55 kenſchild gelblichbehaart; Bruſt und Bauch mehr ins Weißliche. Fluͤgel
„ waſſerklar, kaum an Wurzel und Randfeld ein wenig gelblich, wodurch
5 ſich dieſe Art beſonders von B. minor. Fabr. unterſcheidet, der fie
9, ſonſt ſehr nahe kommt. — Pallas entdekte fie in Taurien; die Dee
25 ſchreibung iſt von einem Weibchen. — 4 Linien.“ (Wiedemanu.)
30. Bomb. gradatus. Hg. 1
Gelblich; Haare des Hinterleibes reihenweiſe geſtellt; Fluͤgel
glasartig: Wurzel und Armzelle braͤunlich; Beine ſchwarz.
Flavicans; pilis abdominis seriatim dispositis; alis hyali-
nis: basi et cellula brachiali fuscescentibus; pedibus
I 5 IIS.
„ Diefe Art zeichnet ſich beſonders durch die Behaarung des Hintere-
75 leibes aus, wo die ziemlich lichtgelblichweißen Haare fo ſtehen, daß fie -
5 an jedem Ringe der Quer nach durch unbehaarte Zwiſchenraͤume ge⸗
3 trennt find, und deshalb auch an den Seitenraͤndern gleichſam in
25 Zakken ſtehen. Auch der Lange nach geht eine haarloſe Linie über den
„ Hinterleib. Fluͤgelwurzel außen weißlich und darüber langer ſchwarzbe⸗
5 haart. Beine ſchwarz. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; ein
Hg Mannchen aus Portugall. — 4/ Linien.“ (Wiedemann.)
208 BOMBYLIUS * A 1
|
31. Bomb. minimus. Zar
Schwarz ‚ rotbgelbhaarig ; Knebelbart unten gelb, eben
ſchwarz; Fluͤgel an der Wurzel braungelb; Schwinger
braun. Niger, rufo-hirtus; mystace infra flavo supra ni-
gro; alis basi rufescentibus; halteribus fuscis.
Fabr. Ent. syst. IV. 409. 10: Bomb. (minimus) alis bası
flavescentibus, corpore flavescente hirto ; rostro pedibus-
que nigris.
— Syst. Antl. 133. ı9:
\ Gmel. Syst. Nat. V. 2903. 7.
Fall. Dipt. Suec. Bombyl. 10. 4.
Bart weiß; Knebelbart unten hellgelb, oben, beſonders an den Seiten
ſchwarz; Stirne beiderfeits mit einem weißen Flekken. Leib faſt tiefſchwarz,
mit rothgelben ſeidenglaͤnzenden Haaren bekleidet, die am Hinterleibe mit
einigen braͤunlichen vermiſcht find; am After geht die roͤthlichgelbe Farbe
der Haare ins Weißlichgelbe uͤber; eben ſo ſind ſie an den Bruſtſeiten
und am Bauche. Schwinger braun. Fluͤgel an der Wurzel und laͤngs den
halben Vorderrand hinauf gelblichbraunroth,ſanft nach der Mitte ver—
floſſen, an der Spizze und am Hinterrande mit Braͤunlichgrau getruͤbt.
Schenkel und Schienen gelblich; Fuͤße ſchwarzbraun. — In der Baum-
haueriſchen Sammlung mehre Maͤnnchen; das Weibchen kenne ich nicht. —
3½ Linien; Ruͤſſel faſt 2% Linien.
32. Bomb. apicalıs.
Braun, rothgelbhaarig; Knebelbart gelb; After weißfilzig;
Fluͤgel an der Wurzel roͤthlichgelb: Vorderrand mit wei—
ßem Wurzelflekken; Schwinger braun. Fuscus, rufo-hir-
tus; mystace flavo; ano albo-tomentoso; alis basi rufes-
centibus: costa macula alba; halteribus fuscis.
Bart weiß, Knebelbart durchaus hellgelb; Stirne beiderſeits mit einem
weißſchimmernden Punkte. Mittelleib rothgelbhaarig, in den Seiten heller;
Hinterleib rothgelbhaarig, am After und am Bauche ebenfalls heller;
außerdem iſt die Spizze oben noch weißfilzig, welches jedoch nicht ſehrin
BOMBYLIUS 209
die Augen fallt. Schwinger braun. Fluͤgel etwas graulich: an der Wurzel
rothlichgelb, welche Farbe auch noch die ganze Randzelle einnimmt, aber
nicht bis an die mittelſte Querader reicht;die Randader hat an der
Wurzel einen weißen Flekken, der vorne einen ſchwarzen Vorſtenkamm
hat. Beine gelblich mit ſchwarzbraunen Fuͤßen. — In der Baumhaueriſchen
Sammlung, das Maͤnnchen. — 3 Linien; Ruͤſſel ſtark 2 Linien.
33. Bomb. pumilus. Hgg.
Schwarz, rothgelbhaarig; Knebelbart gelb; Flügel gelblich.
braun (Männchen) oder faſt glasartig (Weibchen);
Schwinger weiß. Niger, rufo-hirtus; mystace flavo; alis
rufescentibus (Mas) aut subhyalinis (Femina); halteribus
albis.
Mikan Monogr. 52. 11: Bombyl. (sulphureus) alis hyali-
nis; wılphureus, tarsis nigris? Tab. III. Fig. 11.
Maͤnnchen: Dart weißlich; Knebelbart gelb, doch ſtehetan den
Seiten eine Reihe ſchwarzer Haare, die jedoch nicht ſehr ins Auge fallen.
Stirne beiderſeits mit einem weißſchimmernden Flekken. Leib ziemlich
tiefſchwarz, überall mit roͤthlichgelben Haaren bedekt, die ins Schwefel—
gelbe ſchimmern, am After etwas ins Weißliche fallen. Schwinger weiß,
mit bräunlichem Stiele. Fluͤgel braͤunlichgelb, am Hinterrande und an
der Spizze iſt dieſe Farbe mehr verdunnt, doch nirgends glasartig. Beine
hellgelb mit braͤunlichen Fuͤßen.
Weibchen: Es unterſcheidet ſich vom Maͤnnchen durch die breite gelb⸗
haarige Stirne, die jedoch ſtark mit braunen Borſten beſezt iſt, und
durch die glasartigen Fluͤgel, die nur dicht an der Wurzel und auf der
Randzelle kaum etwas Gelbliches zeigen. — Aus der Baͤumhaueriſchen
Sammlung. — 3½ Linien; Ruͤſſel
1,4 Linien.
Aus der naͤmlichen Sammlung habe ich ein männliches Exemplar vor
mir, das nur 2 / Linien hält, deſſen Ruͤſſel verhaͤltnißmaͤßig kuͤrzer und
kaum eine Linie lang iſt; ſonſt ſahe ich keine Verſchiedenheit.
Das Citat aus Mikan iſt zweifelhaft, weil er das dritte Fuͤhlerglied
als kuͤrzer wie gewöhnlich angibt, welches bei meinen Exemplaren nicht der
Fall iſt. Auch beſchreibt er die Fluͤgel als glasartig, welches nur bei dem
Weibchen zutrift. Seine Figur ſcheint indeſſen ein Weibchen vorzuſtellen.
II. Band. 14
210 BOMBYLIUS
34. Bomb. sulphureus. Fuhr.
Tiefſchwarz goldgelbhaarig; Knebelbart ſchwarz (Männchen)
oder gelb und ſchwarz (Weibchen); Schwinger weiß.
Ater, aureo-hirtus; mystace atro (Mas) aut flavo nigro-
que vario (Femina); halteribus albis. (Fig. 10.)
Fabr. Syst. Antl. 133. 20: Bomb. (sulphureus) sulphureo-
hirtus; alis hyalinis bası testaceis; barba tarsisque nigris.
Klassif. d. Zweifl. I. 184. ı3 : Bomb. flavus.
Männchen: Bart und Knebelbart tiefſchwarz. Stirne mit zwei weißen
Punkten. Leib tiefſchwarz, mit goldgelben Haarenbekleidet, nur an der
Bruſt ſchwarzhaarig. Schwinger gelb mit weißem Knopfe. Beine gelblich
mit braunen Fuͤßen. Fluͤgel längs den Vorderrand, etwa zwei Drittel
von der Wurzel an, gelblichbraun; durch ihren Adernverlauf unterſcheidet
ſich dieſe Art von allen mir bekannten.
Weibchen: Bart und Knebelbart gelb, lezterer oben und an den
Seiten ſtark ſchwarzhaarig. Stirne breit, gelbhaarig, mit laͤngern ſchwarzen
Haaren untermengt: Flügel glasartig, nur das Randfeld iſt blaßgelblich,
welches aber kaum bemerkbar iſt. Beine reiner gelb als bei dem Maͤnn⸗
chen, nur die Fuße braun. — Aus der Baumhaueriſchen Sammlung,
der fie im ſuͤdlichen Frankreich gefangen hat; Fabrieius gibt Oeſterreich
zum Vaterlande an. — 3 Linien; Ruſſel 1 Linie.
33. Bomb. melanocepbalus. Fabr. 7
Gelbhaarig mit ſilberglaͤnzendem After; Fluͤgel mit braͤun⸗
licher Wurzel. Flavescente hirtus; ano argenteo; alis basi
fuscescentibus.
Fabr. Syst. ent. IV. 410. ı4 : Bomb. (melanocephalus)
alis basi fuscescentibus, hirtus flavescens, ano argentee
nitido. 4
— Syst. Antl. 134. 26.
„Klein. Ruͤſſel ſchwarz. Kopf mit ſchwarzen Haaren bedekt. Leib dicht
25 gelbhaarlgz; zwei lezte Ringe des Dinterleibes glaͤnzend ſilberfarbig.
BOMBYLIUS 211
„„ Fluͤgel glasartig, an der Wurzel etwas braͤunlich. Beine ſchwarz, mit
„ braungelben Schienen. — Vaterland: Barbarei.“ (Fabricius.) Wahr⸗
ſcheinlich auch, wie faſt alle nordafrikaniſche Infeften, im ſuͤdlichen Europa.
36. Bomb. subeinctus. Hegg. +
Goldgelblich; Untergeficht ſilberfarbig; Hinterleib mit ſchwar—
zer Querlinie. Aureo-flavicans ; hypostomate argentaceo;
abdomine linea transversa nigra.
» Bart weißlich; Untergeſicht ſilberglänzend, gelblichweißbehaart; Hin⸗
„ terleib gelblichweiß ſtark behaart, nur oben auf dem Scheitel einige
„ ſchwarze Haͤrchen. Grundfarbe des Körpers ſchwaͤrzlich; Behaarung oben
5 faſt goldgelb. Hinten auf dem zweiten Ringe des Hinterleibes eine
5 deutliche Querreihe ſchwarzer Haare; am folgenden Ringe gleichfalls,
„ doch minder deutlich. Beine gelblich, mit ſchwaͤrzlichbraunen Juͤßen.
„ Außenrand der Fluͤgelwurzel gelblichweiß behaart, mit einer Reihe
5 ſchwarzer, wenig längerer Haare; Fluͤgelwurzel nur kurz braun, wel-
„ches auch die Randzelle fuͤllt. — In der Hoffmannseggiſchen Samm—
5 lung; ein Weibchen aus Portugall. — 4 Linien.“ (Wiedemann.)
37. Bomb. favillaceus.
Aſchgrauhaarig; Knebelbart grau; Fluͤgel an der Wurzel
braun; Schwinger braun. Cinereo-hirtus; mystace cine-
reo; alis basi fuscis; halteribus fuscis.
Klassif. d. Zweifl. I. 185. 15: Bomb. (einerascens) cine-
reo-villosus; halteribus nigris; alis hyalinis basi fuscis.
Sie iſt überall mit aſchgrauen, etwas ſeidenſchimmernden Haaren bedeft,
die am Unterleibe mit braunen untermiſcht find. Bart und Knebelbart
lichtgrau; lezterer ſcheint an den Seiten oben dunkeler zu ſein. Schwinger
ſchwarzbraun. Fluͤgel bei dem Maͤnnchen an der Wurzel und laͤngs den
Vorderrand kaſtannien braun, welches bis zur Mitte der Fluͤgelbreite geht,
aber die Spizze nicht erreicht; bei dem Weibchen kaum an der Wurzel
und bis zur Hälfte des Vorderrandes braun, aber nur ſchmal. Beine
bräunlich; Schienen gelblich. — 4 Linien; Rüſſel 3 Linien.
212 BOMBYLIUS
38. Bomb. cinerascens. Mik. F.
Aſchgrauhaarig; Knebelbart oben ſchwaͤrzlich, unten grau;
Fluͤgel mit ſchwarzer Wurzel; Schwinger ſchwarz. Cine-
reo-hirtus ; mystace superius nigricante inferius griseo;
alıs basi, Elke base nigris.
Mikan Monogr. 50. 10: Bomb. (cinerascens) alis basi ni-
gris; cinereo-villosus. Tab. III. Fig. 10.
„Knebelbart oben ſchwaͤrzlich, unten grau. Leib ſchwarz, uͤberall mit
8283—
aſchgrauen Haaren bedekt. Fluͤgel glasartig, mit ſchwarzer Wurzel.
„ Schwinger ſchwarz. Schenkel grauhaarig; Schienen braun; Fuͤße ſchwarz.
„ — Im Fruͤhlinge in Wieſen, felten. — 2½ Linien; Ruͤſſel 1% Linien.
ns —
Man findet ſie auch doppelt ſo groß.“ (Mikan.)
39. Bomb. nubilus. Mik. T
Greis; Knebelbart unten greis, oben und an den Seiten
ſchwarz; Fluͤgel am Vorderrande ſchwarz; Schwinger
ſchwaͤrzlich. Griseo-hirtus; mystace subtus griseo, supra
lateribusque nigro; alis ad marginem anlicam uubilis;
halteribus nigricantibus.
Mikan Monogr. 40. 6: Bomb. (nubzlus) alis ad costam
nubilis, griseus. Tab. II. Fig. 6
„ Knebelbart oben und an den Seiten ſchwarz, unten areis. Leib ſchwarz,
überall mit greifen Haaren bedekt. Flügel am Vorderrande bis zur Mitte
27 der Breite wolkenſchwarz, am Hinterrande glasartig. Schwinger ſchwaͤrz⸗
x—
lich. Beine ſchwarz mit braunen Schienen; die Schenkel grauhaarig. —
=
Laͤnge 4 Linien; Ruſſel etwas mehr als halbe Koͤrperlaͤnge.“ (Mikan.)
*
40. Bomb. cinereus. 8
Braun, braͤunlichweißbehaart; Knebelbart weißlich; Schwin⸗
ger braun mit weißem Knopfe; Fluͤgel glasartig. Fuscus,
BOMBYLIUS 213
rufescente albido-hirtus; mystace albido; halteribus fus-
eis: capitulo albo; alis hyalinis.
Bart weiß; Untergeſicht und Stirne braͤunlichweißbehaart. Leib ſchwarz—
braun mit braungelblichweißen ſeidenglaͤnzenden Haaren bedekt, die am
Hinterleibe mit ſchwarzen Borſten vermiſcht find. Schwinger braun mit
weißem Knopfe. Fluͤgel glasartig, an der Wurzel und an der Randzelle
etwas bräunlich. Schenkel und Schienen blaßbraͤunlichgelb; Fuße ſchwarz.
— Nur das Weibchen aus hieſiger Gegend. — 3½ Linien; Ruͤſſel 2 Lin.
41. Bomb. versicolor. Fabr. +
Grauhaarig; Hinterleib mit weißen Einſchnitten; Flügel
glasartig. Cinereo-hirtus; abdominis incisuris albis; alis
hyalinis.
Fabr. Syst. Antl. 131. 12: Bomb. (versicolor) alis hyali-
nis; cinereo-hirtus; thorace sub alis abdominisque seg-
mentis margine albis.
35 Geſtalt und Groͤße wie B. medius. Ruͤſſel und Fuͤhler ſchwarz.
„ Kopf oben grau- unten weißhaarig. Rüͤkkenſchild dichtgrauhaarig, an
„ der Fluͤgelwurzel unten vorzuͤglich weiß. Hinterleib aſchgrauhaarig, an
„ den Einſchnitten zart weiß. Beine braungelb mit ſchwarzer Spizze. —
„„ Wohnort: Mogador im Marokkaniſchen.“ (Jabricius.) Wahrſchein⸗
lich auch im ſuͤdlichen Europa.
42. Bomb. niveus.
Weißhaarig; Schwinger mit gelbem Knopfe; Fluͤgel glas:
artig. Albo-hirtus; halteribus capitulo flavo; alis hyalınıs.
Fabr. Ent. syst. IV. 409. 6 % Bomb. (discoideus) alis basi
atris cos [Link]; thorace niveo: disco atro; abdomine
atro, ano 80.
— Syst. Antl. 130. 11: B. discoldeus,,
Wiedemann zoolog. Mag. I. 2. 42. f
Klassif. d. Zweifl. I. 183. 11: Bomb. niveus, — 189. fi}
Bomb. discoideus.
1 _BOMBYLIUS
Die Vermuthung, daß B. discoideus mit gegenwaͤrtiger Art eins feie,
Hat ſich vollig beftätigt, da Fabricius ein ſehr verwiſchtes Exemplar vor ſich
hatte. Die Grundfarbe des Leibes iſt braun, aber uͤberall mit weißen
Haaren bedekt. Schwinger hellbraun mit gelbem Knopfe. Beine braͤunlich⸗
gelb mit braunen Fuͤßen. Flügel glasartig, der Vorderrand kaum etwas
bräunlich, an der Wurzel ein weißes Flekchen, das vorne einen kleinen
ſchwarzen Borftenfamm fuhrt. — Herr Baumhauer fing das Weibchen
im Julius bei Beauciare im ſuͤdlichen Frankreich; das Männchen iſt noch
nicht entdekt. — 4 Linien; Ruͤſſel 214 Linien.
Herr Wiedemann ſagt a. a. O.: „ Von B. disooideus haben wir eine
„ Abänderung (wahrſcheinlich vom Hoffnungskap) vor uns, die anſtatt
5 des weißen einen goldgelben After hat; es iſt gleichfalls ein Weibchen
„ wie das von discoideus in Fabricius Sammlung. Ob aber nicht B. ana-
„ lis Fabr. wovon in deſſen Muſeum nur ein maͤnnliches Stud vorhan⸗
25 den iſt, blos als Geſchlechtsverſchiedenheit zu discoideus gehöre, das iſt
„ eine Frage die wir faſt bejahen moͤchten; denn daß hier der Mittelleib
„„ überall ſchwarz behaart iſt, das allein dürfte wohl keinen Unterſcheid
„ der Art begründen. Sonſt trift alles genau uͤberein, und die Bauch⸗
2 ſeite des Afters hat auch bei discoideus vor dem Weißen allerdings
„ einige goldgelbe Haare.“ Herr Wiedemann glaubt nun, daß die Bes
nennung discoideus eingehen und die Art analis heißen muͤße. Es kanu
fein, daß jenes Weibchen mit goldgelbem After allerdings mit analis (die
auch vom Hofnungskap iſt) ein und dieſelbe Art ausmacht; allein discoi-
deus oder mein niveus ſcheint mir hinlaͤnglich verſchieden; auch ſehe ich
an den Exemplaren in der VBaumhaueriſchen Sammlung am Bauche
durchaus keine gelben Haare.
43. Bomb. pallens. Hgg. 7
Tiefſchwarz, weißlichbehaart; Flügel an der Wurzel blaß⸗
braͤunlich; Beine gelblich. Ater, albido-hirtus; alis ad
radicem dilute fuscescentibus; pedibus flavicantibus.
„„ Bart weißlich; Untergeſicht und Hinterkopf gelblich- beſonders erſteres
55 ſtark behaart: beide mit Einfaſſung vieler ſchwarzen laͤngern Haare. Grund⸗
5 farbe des Koͤrpers tiefſchwarz; Behaarung gelblichweiß; um den After einzelne
2» langere ſchwarze Haare. Fluͤgelwurzel lichtbräunlich, welches ſich in dem
BOMBYLIUS 213
= Randfelde bis vor die Armzelle erſtrekt, aber weder Lange noch Breite
„des Randfeldes fuͤllt. Außen rand der Fluͤgelwurzel wenig oder gar nicht
„ behaart. Beine etwas röthlichgelb, Füße brauner. — In der Hoffmanns—
2, eggifhen Sammlung; ein Maͤnnchen aus Portugal — 3% Linien.“
(Wiedemann.)
44. Bomb. leucophæus. Hgg. T
Gelblichweiß; Fluͤgel glasartig; Schwinger weiß. Flavo-
albidus; alis hyalinis; halteribus albıs.
95 Untergeſicht gelblich ſtark behaart, mit ſchwarzer Einfaſſung. Behaarung
2 des Körpers überall gleich gelblichweiß. Fluͤgel vollig farbenlos; Adern
„ braͤunlich; Vorderrand an der Wurzel etwas weißlichbehaart. Schwinger
„ weiß. Beine ſchwaͤrzlich, nur an den Schienen ſcheint etwas Gelbroͤth—
„ liches durch. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; ein Weibchen
„ aus Portugall. — 2½ Linien.“ (Wiedemann.)
45. Bomb. exalbidus. Hegg. 7
Gelbweißlich; Flügel in der Armzelle gelblich; Schenkel an
der aͤußern Spizze gelb. Flavo-albidus; alarum cellula
brachiali flavicanti, femorum apice extrema flava.
„ Grundfarbe graulichſchwarz; Behaarung uberall gelblichweiß, nur
„ ganz oben auf der Stirne einige ſchwarze Haare, die ſich aber weder
„„ an das Untergeſicht, noch an die Fuͤhler erſtrekken. Fluͤgelrippe braun;
„ Unterarmader roſtgelb, welches dann eine ſehr blaßgelbe Farbe der Arm-
„ zelle bewirkt. Schwinger gelblichweiß. Deine ſchwarz mit deutlich roſt⸗
„ gelber Schenkelſpizze. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; aus
35 Portugall. — 3½ Linien.“ (Wiedemann.)
40. Bomb. stramineus. gg. 1
Blaßſtrohgelb; Kopf ſehr haarig; Fluͤgel am Vorderrande
kaum gelblich; Beine rothofergelb. Stramineo-albicans ;
capite pilosissimo; alis vix ad costam flavicantibus; pe-
dibus rufo-ochraceis.
5 Fuͤhler mit ſehr feinem Endgliede. Bart gelblichweiß; Untergeſicht
5 fehr ſtark, und zwar bis über die Fuͤhler hinauf gelblichbehaart. Vom
216 BOMBYLIUS-
„ obern Viertel des innern Augenrandes an, geht quer eine Einfaſſung
„ ſchwarzer Haare über die Stirne. Hinterkopf überall ſtrohgelblich- wie
„der ganze Körper, behaart. Fluͤgel verhaͤltnißmaͤßig ſchmal, ziemlich
5 waſſerklar, nur an der Wurzel in der Armzelle, und noch ein wenig
5 von dieſer nach der Mitte zu, ſehr ſchwach gelblich. Beine bis auf die
„ „Fuͤße hinab etwas roͤthlichokergelb, nur die Schenkelwurzeln ſcheinen von
5 ſchwarzer Grunfarbe zu fein. — In der Hoffmannseggiſchen Samm—
„ lung; ein Weibchen aus Portugall. — 4%, Linien.“ (Wiedemann.)
47. Bomb. senex. Hgg. 7 e
Weißlich; Flügel glasartig, an der Wurzel kaum gelblich.
Albidus; alis hyalinis, radice vix flavicantibus.
„Bart weiß; Untergeſicht weißbehaart, dicht unter den Fuͤhlern ſchwarze
„ Knebelborſten, unter welchen die naͤchſte Haarreihe gelblichbraun er
5 ſcheint. Stirne ſchwarzbehaart. Grundfarbe des Körpers dunkelſchimmel⸗
„ grau, mit zwei breiten dunkelern Mittelſtriemen des Ruͤkkenſchildes.
9 Von oben geſehen erſcheint die Behaarung, befonders vorne am Ruͤk⸗
5 kenſchilde und an den Bruſtſeiten vor der Fluͤgelwurzel braͤunlichgrau,
5 von der Seite geſehen aber weiß. Fluͤgelwurzel nirgends behaart; Adern
5 gelblichbraun. Schwinger braun mit weißem Knopfe. Beine rothgelb-
5 lich: Schenkelwurzel und Fuͤße ſchwarz. — In der Hoffmannseggiſchen
55 Sammlung; ein Weibchen aus Portugall.— 5 Linien.“ (Wiedemann.)
PHTEHTRIA 227
LXII. Kleinſchweber. PHTHIRIA.
Tab. 18. Fig. 11 — 15.
Fuͤhler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig: die beiden erſten
Glieder kurz, gleich lang; das dritte verlaͤngert, ſpindel—
foͤrmig, zuſammengedruͤkt (Fig. 11).
Ruͤſſel vorſtehend, wagerecht, lang; Taſter kolbig (Fig. 14).
Fluͤgel ausgeſperrt (Fig. 15).
Antenne porrectæ, approximatæ, triarliculate : articulis
duobus inferioribus brevibus, æqualibus; tertio elongalo
fusiformi, compresso.
Proboscis exserta, horizontalis, elongata; palpi clavatı.
Ale expanse.
Kopf Fugelförmig. Nezaugen bei dem Männchen oben
durch eine Naht, bei dem Weibchen durch die breite flache Stirne
getrennt (12, 15). Auf dem Scheitel drei Punktaugen.
— Fuͤhler etwas kuͤrzer als der Kopf, vorgeſtrekt, an der
Baſis dicht beiſammen ſtehend, oben ſeitwaͤrts, gerichtet,
dreigliederig: das erſte Glied kurz, walzenfoͤrmig „kaum
etwas borſtig; zweites becherfoͤrmig, armborſtig, von gleicher
Länge als das erſte; drittes ſpindelfoͤrmig, zufammenges
druͤkt, doppelt fo lang als die beiden vorigen zuſammen:
die Spizze ſcheint einen ſehr kleinen doppelten, ungleich
dikken Griffel zu haben( 11). — Rüffel vorgeſtrekt, dünne,
wagerecht, halbfo lang als der Leib; Taſter klein, kol⸗
big, in der Höhlung Jes Mundes liegend. — Lippe flei⸗
ſchig, halbwalzenfoͤrmig; Lefze ſo lang als die Lippe,
hornartig, unten rinnenfoͤrmig; Zunge kürzer als die Lefze,
hornartig, ſpizzig, oben rinnenfoͤrmig; Kinnbakken ſehr
fein, hornartig, ſpizzig, fo lang als die Lefze. (14: a Lippe⸗
b Lefze, o Zunge, d Kinnbakken, e Taſter.) — Mittels
218 PHTHIRIA
leib eirundlich, gewoͤlbt. Hinterleib fiebenringelig, hass
rig: bei dem Maͤnnchen ſtumpf kegelig, bei dem Weibchen
elliptiſch, flach. — Schuͤppchen klein, einfach; Schwin⸗
ger unbedekt. — Fluͤgel nach Verhaͤltniß ziemlich groß,
viel langer als der Hinterleib, mikroskopiſch-behaart, im
Ruheſtande ausgeſperrt; ihr Adernſyſtem iſt von jenem der
Schwebfliegen ſehr verſchieden (15% — Beine dünne,
lang; die Fuͤße mit zwei Afterklauen.
Von der Naturgeſchichte dieſer Inſekten iſt nichts bekannt.
Sie beſaugen die Blumen. Fabricius, der nur zwei Arten
kannte, vereinigt fie mit feiner Gattung Voluccella (Usia),
der er doch die Taſter abſpricht.
— — 6———
1. Phth. fulva.
Goldgelbhaarig; Schildchen ſchwefelgelb; Schwinger weiß;
Fluͤgel braͤunlich. Fulvo-pubescens; scutello sulphureo;
halteribus albis alis fuscescenlibus (Fig. 15).
Latreille Gen. Crust. IV. 314 : Phthiria fulva.
Mundrand und das ganze weißliche kurze Untergeſicht duͤnne mit
ſchwarzen Haaren beſezt. Stirne breit ſchwaͤrzlich, vorne an den ſchwarzen
Fuͤhlern beiderſeits ein weißer Punkt. Oberer und hinterer Augenrand
ziemlich breit weiß. Der Ruͤſſel ifi etwas uber halbe Körperlänge. Mittel⸗
leib ſchwaͤrzlich, an den Seiten mit hellgelher wagerechter Linie, und an
den Bruſtſeiten noch zwei gleichfarbige Punkte: übrigens auf dem Rükken
mit dichten goldgelben Haaren beſezt. Schild hen ganz ſchwefelgelb. Hin⸗
terleib ſchwaͤrzlich dicht goldgelbhaarig. Schwinger weiß. Fluͤgel blaßbräun⸗
lich: Randzelle bräunlichgelb aber ſehr ſchwach. Beine ſchwarz mit gelbli⸗
chen Schenkeln. — Herr Baumhauer fing das Weibchen im Junius ber
Jontainebleau auf der Wucherblume (Chrysanthemum leucanthemum);
ein anderes erhielt ich von Hrn. Medizinalrath Klug ans Berlin. —
2 Linien, 0
PHTHIRIA 219
2. Phth. minuta. Fabr.
Tiefſchwarz; Schwinger ſchwarzbraun; Fluͤgel rußfarbig
(Maͤnnchen) oder: Schwarz; Schwinger weiß; Schild—
chen ſchwefelgelb mit ſchwarzem Seitenrande; Fluͤgel
braͤunlich (Weibchen). Atra; halteribus fuscis; alis fuli-
ginosis (Mas) aut: Nigra; halteribus albis; scutello sul-
phureo lateribus nigro; alis fuscescentibus (Femina).
Fabr. Syst. Antl. 115. 6: Voluccella (minuta) nuda atra
immaculata. i .
Latreille Gen. Crust. IV. 314: Phthiria minuta.
— Consid. gener. 443.
Männchen: Untergeſicht und Stirne ſchwarz, mit ſchwarzen Haaren
bewachfen. Leib ganz tiefſchwarz, glanzlos, mit zarten, doch ziemlich langen
ſchwarzen Haaren. Fluͤgel ruſſigbraun, mit braͤunlichem Randmale. Schwin⸗
ger und Beine ſchwarz.
Weibchen: Untergeſicht weiß. Stirne ſchwaͤrzlich, breit; Augenrand
überall weiß. Leib ſchwaͤrzlich, mit Spuren von weißlichen Haaren; Schild—
chen gelb, nur der Seitenrand iſt ſchwarzbraun; Bruſtſeiten unten weißlich.
Schwinger oben braun, unten weiß. Fluͤgel braͤunlich, doch viel heller als
bei dem Männchen. Beine ſchwarz. — Beide Geſchlechter aus der Baum-
haueriſchen Sammlung. — 1½ Linien.
3. Phth. pulicaria. Mik.
Tiefſchwarz, (Maͤnnchen) oder ſchwarz: Schildchen mit
gelbem Punkt an der Spizze; Schwinger weiß (Weibchen);
Flügel faſt glasartig. Atra (Mas) aut nigra : scutello
puncto flavo apicali, halteribus albis (Femina); alis
subhyalinis.
Mikan Monogr. 58. 14: Bomb. (pulicarius) alis hyalinis,
‚nigricans ; ore albo. (Tab. IV. Fig. 14.).
Fabr. Syst. Antl. 115. 5 : Voluccella pygmæa.
Fallen Dipt. Suec. Bombyl. 11. 1: Volucella campestris.
220 PHTHIRIA
Klassif. d. Zweifl. I. 193. 2: Phthiria nigra. Tab. 10. Fig 11.
Latreille Gen. Crust. IV. 314: Phthiria pygmæa.
Maͤnnchen: Tiefſchwarz. Untergeſicht graulich, mit weißen Haaren.
Stirne ſchwarz. Schwinger dunkelbraun. Fluͤgel faß glasartig, mit braunem
Randmale. Beine ſchwarz. Der Hinterleib zeigt noch (an dem ziemlich ver-
wiſchten Exemplare) Ueberreſte von weißlichen Haaren.
Weibchen: Schwärzlich. Untergeſicht weiß; Stirne breit ſchwarzbraun,
vorne mit zwei weißen Punkten; Augenrand weiß. Mittelleib mit weiß⸗
licher Seitenſtrieme;Bruſtſeiten etwas granlich mit zwei weißen Punkten;
Schildchen ſchwarz, nur an der Spizze iſt ein blaßgelber Punkt. Schwinger
ganz weiß; Fluͤgel glasartig. — Aus der Sammlung des Herrn Baum-
hauer mehre Exemplare von ganz gleicher Zeichnung; fie wurden von dem
ſelben bei Fontaineblean und Paris gefangen. — 1½ Linie.
4. Phth. scutellaris. Hgg. 7
Schimmelgrau; Schildchen weißlich; Hinterleib mit gelben
Binden. Glaucia; scutello albido; abdomine flavo-fasciato.
8 Fuͤhler ſchwarz. Untergeſicht glänzend braun; Stirne in gewiſſer Rich⸗
5 tung ſilberglaͤnzend. Mittelleib ſchimmelgrau, auf dem Ruͤkken zwei
„ lichtere Striemen; hinter jedem Fluͤgel ein gelblichweißer bis vor die
„ Wurzel des Schildchens gehender Flekken. Schildchen groß, gelblichweiß,
„mitten an der Wurzel ein dreiekkiger grauer Flekken. Erſter Ring des
25 Hinterleibes am Vorderrande breit braͤunlichſchwarz, am Hinterrande,
„ wie an allen übrigen Ringen, eine ſchmaͤlere gelbliche Binde, zu der
„ am erſten Ringe von dem ſchwarzen Vordertheile in der Mitte eine
= Jortſetzung hingeht. Hauptfarbe der übrigen Ringen mehr weniger
5 braͤunlichſchwarz. Bauch ſchimmelgrau, mit feinen gelblichen Einſchnit⸗
„ ten. Fluͤgel faſt waſſerklar, mit nur wenig merklichem lichtbraunem An-
3, ſtriche und braunem Randmale. Schwinger gelblich, mit lichterem aber
7 vorne braunem Knopfe. Schenkel pechſchwarz, vorderſte mit roſtbrauner
„ Spizze; Schienen mehr weniger braun; Füße ſchwarz. — In der Hoff⸗
„ mannseggiſchen Sammlung; ein ae aus Portugall. — 27% Lin.
(Wiedemann. )
PHTHIRIA 221
/ 5. Phth. Gadii: led. T
Schimmelgraulich; Schildchen und Hinterleib gelb: lezterer
ſchwarzgeflekt. Glaucescens; scutello e flavıs;
abdomine nigro-maculato.
„„Fuͤhler ſchwarz; Untergeſicht glaͤnzend ſchwarz; Stirne faft ſilberweiß—
5 ſchillernd. Ruͤkkenſchild mit zwei weißlichen Linien. Baſis des erſten
5 Hinterleibsringes der ganzen Breite nach ſchwarz, von dieſem Schwar—
2 zen geht noch ein Mittelflekken bis zur Spizze. Jeder folgende Ring hat
„ an der Baſis einen ſchwarzen, faſt dreiekkigen Mittelflekken, der den
5 Hinterrand des Ringes nicht erreicht. Fluͤgel etwas gelblich mit braͤun—
„ lichem Randmale. Schwinger gelblichweiß: Knopf obenauf ſchwarz.
2 Beine ſchwarz : Schenfelfpisien und Schienen gelb. — Vaterland:
„„ Gegend von Wien; ein Männchen. — 37% Linien.“ (Wiedemann.)
6. Phth. maculata. Meg. +
Aſchgrau; Hinterleib gelblich, mit weißen Binden und einer
Reihe ſchwarzer Flekken. Cinèerea; abdomine flavicante
. . . * 0
albıdo-fascıato : serie macularum nigrarum.
„ „Fühler, Ruͤſſel und Taſter ſchwarz. Vertiefung uber dem Ruͤſſel
„ gelblich, außen an ihren Wänden glänzend braͤunlichſchwarz; Bakken
5 gelblichweiß; Bart weißlich. Stirne und Augeneinfaſſung etwas ſilber—
„ weiß; Hinterkopf ſchimmelgrau. Ruͤkkenſchild mehr aſchgrau, mit kaum
„„ ſichtbar dunkeln Laͤngslinien; hinten an den Seiten je eine gelblichweiße,
5 ſchraͤg gegen das Schildchen gehende Strieme; das Schildchen gelblich.
25 Hinterleib faſt roſtgelb: Hinterrand der Ringe breit gelblichweiß ge—
5 ſaͤumt, am Worderrandg jedes Ringes ein ſchwarzer Querflekken; am
„ zweiten Ringe iſt der ganze Vorderrand ſchwarz, und von ihm geht in
2 der Mitte eine breite Strieme bis zum weißlichen Saume des Hintere
7 randes. Flügel breit, länger als der Hinterleib, ziemlich waſſerhell: am
7, Außenrande in der Randmalszelle gelblichbraun. Schwingerſtiel gelblich;
5 Knopf oben dunkelbraun, unten und an der Spizze weiß. Beine pech—
„„ ſchwarz: Schenkelſpizzen und Schienenwurzeln roſtgelblichbraun. — Aus
35 Oeſterreich; ein Maͤnnchen, von Hrn. Megerle von Mühlfeld geſchikt.—
21 3 Linien.“ (Wiedemann.)
553 PHTHIRIA
Anmerkung.
Herr Wiedemann theilte mir die Beſchreibung einer oͤſterreichiſchen Art,
die ſich im Kaiſ. Koͤnigl. Muſaͤum befindet, mit, die ich jedoch für eins mit
Phth. minuta halfe. Hier iſt feine Beſchreibung:
Phthiria (Maura) omnino nigra et hispida; alis fuscis.
„„Der Knebelbart reicht bis uber die Fuͤhler hinauf, und geht ununter-
5, brochen und in gleicher Lange bis in den eigentlichen Bart uber. Nur
„ das Untergeſicht dicht über dem Ruͤſſel iſt ein wenig braͤunlich. Die
7 ſchwärzlichen Flügel find mehr als noch einmal fo lang als der Hinter-
„ leib; auch die Schwinger find ſchwarz. — Ein Maͤnnchen. — 1/ Linie.“
GERON 223
LXIII. Hochſchweber. GERON. Agg.
| Tab. 18. Fig. 16 — 19.
Fühler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig : das erſte Glied
lang, walzenfoͤrmig; das zweite napffoͤrmig; das dritte
walzigpfriemenfoͤrmig (Fig. 16). f
Ruͤſſel vorgeſtrekt, wagerecht, verlängert (Fig. 17 — 19).
Antenne porrectæ, approximale , triarliculate : articulo
primo elongato cylindrico ; secundo cyathiformi; tertio
cvlindrico-subulato.
Proboscis exserta, horizontalis, elongata.
Da ich von dieſer Gattung nur ein einziges Exemplar
geſehen habe, ſo kann ich im Allgemeinen nichts daruͤber
ſagen. Vielleicht moͤgen auch die angegebenen Kennzeichen
wobl kuͤnftig einer Berichtigung bedürfen, Von den gewoͤhn—
lichen Schwebfliegen unterſcheidet ſie ſich theils durch die
ganz anders gebildeten Fluͤgeladern, theils aber auch durch
das dritte Fuͤhlerglied, welches nicht zuſammengedruͤkt,
ſondern rund iſt.
1. Ger. gibbosus. Zgg.
Schwarz; Ruͤkkenſchild weißlich mit braunen Flekken. Niger;
thorace albido, maculis fuscis. (Fig. 18 19.)
Klassif. d. Zweifl. I. 186. 17: Bombylius (hybridus) niger,
subnudus; alis hyalinis, halteribus albis.
Kopf kugelig. Rüffel vorſtehend, wagerecht, faſt fo lang als Kopf und
Mittelleib zuſammen, ſchwarz, duͤnne; die Lefze iſt etwas kuͤrzer als die
Lippe; Taſter kann ich an dem trokkenen Exemplare keine entdekken, und
fie ſcheinen entweder ganz zu fehlen, oder fie find doch fehr klein. Unter—
224 GERON
gefiht weiß, mit zarten Haͤrchen bedekt. Stirne breit, weißlich. Nezaugen
eirund; auf dem Scheitel drei Punktaugen. Fuͤhler ſchwarz, vorgeſtrekt,
an der Wurzel dicht beiſammen ſtehend, nach vorne zu ſeitwaͤrts gerichtet,
dreigliederig: das erſte Glied walzenfoͤrmig, faſt nakt, etwas kuͤrzer als
das dritte; das zweite ſehr kurz, napffoͤrmig, faſt nakt; das dritte lang,
walzenfoͤrmig⸗pfriemenartig, ſpizzig zulaufend, ohne ſichtbaren gegliederten
Griffel (16). — Mittelleib ſehr hoch gewoͤlbt weißgrau: Ruͤkken mit
zwei braͤunlichſchwarzen, breiten Striemen. Schildchen und Hinterleib
ſchwarz: lezterer iſt ſtebenringelig, oben ziemlich ſtark gewoͤlbt, unten flach;
kaum entdeft man Spuren von weißlichen Haͤrchen. Schwinger weiß. Zlü-
gel glasartig, nur am Vorderrande ein wenig blaßgelb. Beine ſchwaͤrzlich—
grau, mit zwei Afterklauen, übrigens ziemlich dünne und ſchlank. — Herr
VBaumhauer fing das Weibchen im Julius bei Beaucaire; ob das Maͤnn⸗
chen Verſchiedenheit zeigt, weiß ich nicht. — 2½ Linien.
2. Ger. halteralis. Hegg. +
Schwarz; Fluͤgel glasartig; Schienen pechfarbig. Niger;
alis hyalinis; tibiis piceis.
„ Kopf grau. Untergeſicht in gewiſſer Richtung weiß und mit weißen
35 Haͤrchen beſezt. Zubler ſchwarz. Oberſeite des Körpers ſchwarz; Schul—
„tern und Bruſtſeiten ſchimmelgrau. Flugel waſſerklar ohne Randmal.
25 Schenkel ſchwaͤrzlich mit weißem Filze; Schienen und Fuͤße braͤunlich.
„Die Gabelader an der Fluͤgelſpizze bildet einen ſpizzigern Winkel als bei
„ G. gibbosus. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; ein Weibchen
5 dus Portugall. — 1½ Linie.“ (Wiedemann.)
SIA | | 225
ILXIV. Glanzſchweber. USIA. Larr.
1 Tab. 18. Fig. 20 — 22.
Fuͤhler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig: das erfte Glied
faſt walzenfoͤrmig, ſehr kurz; das zweite napffoͤrmig;
das dritte ſpindelfoͤrmig, lang, ſtumpf (Fig. 20).
Ruͤſſel vorſtehend, lang, wagerecht, ſpizzig (Fig. 21).
Fluͤgel halb offen (Fig. 22).
Antenne porrectæ, approximate, triarticulate : articulo
primo subcylindrico, brevissimo ; secundo cyathiformi;
terlio fusiformi , elongato , obtuso.
Proboscis exserta, elongata, horizontalis, acuta.
Ale divaricatæ.
Kopf ſphaͤroidiſch. Nezaugen halbkugelig, oben durch
die Stirne getrennt, die bei den Maͤnnchen (die ich nicht
kenne) ſchmaͤler ſein ſoll als bei dem Weibchen. Auf dem
Scheitel drei Punktaugen. — Fuͤhler vorgeſtrekt, halb
ſo lang als der Kopf, an der Baſis genaͤhert, oben diver—
girend, dreigliederig: das erſte Glied nicht laͤnger als das
zweite, faſt walzenfoͤrmig, nur vorne etwas dikker, faſt
nakt; das zweite kurz, napffoͤrmig, faſt nakt; das dritte
verlaͤngert, ſpindelfoͤrmig, nicht zuſammengedruͤkt, mit
ſtumpfer Spizze: ſie haben die groͤßte Aehnlichkeit mit den
Fuͤhlern von Phthiria (20). — Ruͤſſel vorſtehend, doppelt
ſo lang als der Kopf; ich habe die einzelnen Theile deſſel—
ben nicht unterſuchen koͤnnen. Fabricius beſchreibt ihn ſo:
„Nuͤſſel verlaͤngert, vorgeſtrekt, borſtenfoͤrmig, zweiklappig:
„ Klappen gleich; die obere (Lefze) ſehr ſpizzig, die untere
„ (Lippe) auf dem Ruͤkken rinnenfoͤrmig, etwas ſtumpf—
„ ſpizzig; Borſten (Zunge und Kinnbakken) gleich lang;
„ Taſter fehlen. „Ich fehe eine vorne geſpaltene Lippe, und
II. Band. 15
22 USIA
eine fehr ſpizzige, kaum etwas kuͤrzere Lefze; Taſter entdekke
ich ebenfalls nicht. — Hinterleib ziemlich breit, eirund,
flach gewoͤlbt, ſiebenringelig, feinhaarig. — Schuͤppchen
einfach klein; Schwinger unbedekt. — Fluͤgel ſchmal,
ſtumpf, mikroskopiſch⸗behaart, im Ruheſtande halb offen.
— Süße mit zwei Afterklauen.
Von derNaturgeſchichte dieſer Gattung iſt nichts bekannt.
Die Fliegen beſaugen die Blumen; in unſern Gegenden iſt
noch keine entbeft worden, fie bewohnen waͤrmere Länder.
Bei Fabricius heißt dieſe Gattung Voluccella, welcher
Name aber ſchon laͤngſt einer andern e war gegeben
worden.
1. Is. aenea.. a.
Dunkel metalliſchgruͤn; Fluͤgel an der Wurzel gelb mit
braunem Flekken. Obscure aenea; alis basi flavis macula
fusca (Fig. 21). |
Klassif. d. Zweifl. I. 194, ı : Voluccella (florea) nigro-
fusca; alis margine antico macula fusca. Tab. 2. Fig. 3 4.
Latreille Gen. Crust. IV. 315: Usia aenea. Tab. 15. Fig. 2.
Metalliſch olivengruͤn. Stirne vorne weiß, hinten graulich: mit glän⸗
zend ſchwarzer Strieme. Hinterkopf graulich, mit glaͤnzend ſchwarzem
Mittelſtreifen. Die Mundhoͤle, woraus der Ruͤſſel hervorragt, reicht bis
dicht unter die Fuͤhler. Schuͤppchen und Schwinger weiß. Hinterleib fein⸗
haarig, breit, flach gewölbt; Bauch weißgelb, mit ſchwarzen, an den
Seiten verkuͤrzten Querbinden. Fluͤgel glasartig mit gelber Wurzel; hin-
ter dem Gelben liegt am Vorderrande ein dunkelbrauner Flekken, der bis
zur Mitte der Laͤnge reicht, aber die Mitte der Breite nicht erreicht.
Beine metalliſchſchwarz. — Herr Baumhauer fing das Weibchen mehr⸗
malen bei Bourdeaux in Blumen. — 2½ bis 3 Linien.
USIA 227
2. Us. florea. Fabr. *
Ziemlich nakt, ſchwarz; Fluͤgel an der Wurzel etwas roſt—
gelb. Nudiuscula nigra; alis basi subferrugineis. 4
Fabr. Ent. Syst. IV. 412. 1: Voluccella (florea) nudius-
cula nigra; alis bası subferrugineis.
— Syst. Antl. 114. ı : Volucc. florea.
Latreille Gen. Crust. IV. 314: Usia florea.
— Consid. gener. 443. Usia florea.
Ich weiß von dieſer Art weiter nichts zu ſagen, als daß fie nach Fabri—
tius in der Barbarei, alſo wahrſcheinlich auch in Südeuropa, wohnt. Nach
Latreille iſt fie größer als die vorige Art.
3. Us. atrata. Fabr. +
Haarig ſchwarz; Flügel ungeflekt. Villosa atra; alis imma-
culatis.
Fabr. Ent. syst. Suppl. 570 : Voluccella (atrata) villosa
atra; alis albis immaculatis.
— Syst. Antl. 114. 2: Voluccella atrata.
Klassif.. d. Zweift. I. 195. a) Vol. atrata.
55 Sie gleichet der vorigen, iſt aber viel kleiner, überall haarig, ſchwarz,
„ ungeflekt. Schwinger gelb; Fluͤgel ungeflekt, weiß (oder glasartig). —
5 Vaterland: Marokko “ (Fabricius.)
Wahrſcheinlich auch im ſuͤdlichen Europa. Sie ſoll nur ein kleines Ex⸗
emplar der vorigen Art ſein, bei dem die Fluͤgel ſehr verduͤnnt gelbge⸗
faͤrbt ſind.
4. Us. aurata. Fabr. f
Haarig; Ruͤkkenſchild aſchgrau mit ſchwarzen Linien; Hin:
terleib ſchwarz, mit goldfarbigen Guͤrteln. Hirta; thorace
cinereo nigrolineato; abdomine atro, cingulis aureis.
Fabr. EH. F IV. 00 3 ‚Voluccella (aurata) hirta,
thorace cinereo nigrolineato ; abdomine atro cingulis aureis.
228 USIA
Fabr. Syst. Antl. 114. 3 : Voluccella aurata.
Latreille Gen. Crust. IV. 315 : Usia aurata.
Klassif. d. Zweifl. I. 195. b) Volucc. aurata.
„ Graugelblich, langbehaart. Kopf aſchgrau, haarig. Ruͤkkenſchild mit
„ vier ſchwarzen Linien, wovon die aͤußerſten bisweilen unterbrochen ſind.
„ Hinterleib tiefſchwarz: Einſchnitte goldfarbig. Bei dem Maͤnnchen be⸗
„„ ſtehet der Steiß aus zwei großen neben einander liegenden glaͤnzend⸗
„ ſchwarzen Beulen; bei dem Weibchen iſt er ſpinzig. Fluͤgel noch einmal
„„ fo lang als der Hinterleib, ganz ungefleft. Schuͤppchen weißlich; Schwin⸗
„„ ger ſchwefelgelb. Beine ſchwarz. Vaterland: Barbarei, auf Blumen (ver-
„ muthlich auch in Suͤdeuropa).— 2 Linien.“ (Fabricius u. Wiedemann.)
a 5. Us. versicolor. Tabr. *
Haarig, graulich; Hinterleib mit einem roſtgelben Flekken;
Kopf und Beine ſchwarz. Pilosa cinerascens ; abdomine
macula ferruginea; capite pedibusque atris.
Fabr. Ent. syst. IV. 413. 3: Voluccella (versicolor) pilosa
cinerascens; abdomine macula aurea capite pedibusque
atris.
— Syst. Antl. 114. 4 : Voluccella versicolor.
Gmel. Syst. Nat. V. 2904. ı4 : Bombylius versicolor.
Latreille Gen. Crust. IV. 315: Usia versicolor.
Klassif. d. Zweifl. I. 195. c) Voluccella versicolor.
, Mit aufrechten zerſtreuten Haaren, dunkelgraulich, ins Olivengruͤne
„ fallend. Hinterleib mit einem hochroſtgelben Flekken. Schwinger licht⸗
„ ſchwefelgelb. Flügel doppelt fo lang als der Hinterleib, faſt waſſerklar,
„ an der Wurzel etwas roſtgelb. Beine glaͤnzendſchwarz. — Vaterland:
„ Barbarei auf den Blumen der Syngeneſiſten (wahrſcheinlich auch in
5 Suͤdeuropa). — 1 Linie.“ (Fabricius und Wiedemann)
IA 5 — 9
O. Us. pusilla. e
Glaͤnzend ſchwarz, nakt; Fluͤgel waſſertlar. Atra nitida
nuda; alis hyalinis. (Fig. 22.)
Sie iſt ganz glaͤnzend ſchwarz, der Leib etwas ins Gruͤnliche ſchimmernd.
Stirne von mäßiger Breite. Rüſſel etwas mehr als halbe Körperlänge.
Schenkel ein wenig verdikt. Schwinger weiß; Fluͤgel wafferflar- — Herr
Baumhauer fing nur einmal das Weibchen gegen Ende Maies bei Carpentras
auf den Blumen des gemeinen Thimians (Thymus vulgaris). — 1 Linie.
290 PLOAS
LXV. Dikhornſchweber. PLOAS.
Tab. 19. Fig. 6. |
Fühler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig: das erfte Glied
ſehr dik, kegelfoͤrmig; das zweite napffoͤrmig; das dritte
ſpindelfoͤrmig, mit einem gegliederten Endgriffel (Fig.
1 — 3).
Ruͤſſel vorgeſtrekt, wagerecht, folang als der Kopf (Fig. 5).
Fluͤgel halb offen.
Antenne porrectæ, approximate, triarticulatse : articulo
primo crassissimo , conico ; secundo cyalhiformi; tertio
fusiformi, stylo articulato terminato. 3
‚Dr oboscis exserta, horizontalis, lon gitudine capitis.
Mrs divaricatæ.
—
Kopf ſphaͤroidiſch. Nezaugen bei dem Männchen oben
zuſammenſtoßend (6); bei dem Weibchen durch die breite
Stirne getrennt (4). Auf dem Scheitel drei Punktaugen.
— Fuͤhler vorgeſtrekt, an der Wurzel dicht beiſammen
ſtehend, oben divergirend, ſo lang als der Kopf, dreiglie⸗
derig: das erſteGlied iſt ſehr dik, ſehr haarig, es macht
etwa die halbe Laͤnge des Fuͤhlers aus und hat die Geſtalt
eines abgeſtuzten Kegels; das zweite iſt kurz, napffoͤrmig,
haarig; das dritte iſt faſt ſo lang als das erſte, aber duͤnne,
nakt, ſpindelfoͤrmig, etwas zuſammengedruͤkt, an der Spizze
mit einem kurzen zweigliederigen Griffel (r — 3). — Ruͤſ⸗
ſel vorgeſtrekt, wagerecht, kurz, kaum von doppelter Kopf—
länge (5). An den trokkenen Exemplaren ſehe ich die Lefze
ſpizzig, kuͤrzer als die halbwalzenfoͤrmige Lippe, an deren
Wurzel beiderſeits ein walzenfoͤrmiger, wagerechter Taſter |
eingeſezt iſt, der halb ſo lang iſt als die Lefze. Nach Fa⸗
bricius find die Mundtheile folgendermaßen befchaffen :
PLOAS R |
„ Lippe vorſtehend, gerade fo lang als die Fühler, vorge⸗
„ ſtrekt, hornartig, walzenfoͤrmig, auf dem Ruͤkken rinnen⸗
„ artig: Kopf ſchmal, laͤnglich, fleiſchig, zweitheilig. Lefze
„ vorgeſtrekt, faſt fo lang als die Lippe, hornartig, rinnen⸗
„ foͤrmig, Rumpf. Zunge fo lang als die Lippe, hornartig,
* ſehr ſpizzig pfriemenfoͤrmig; Kinnbakken etwas kuͤrzer als
„ die Zunge. Taſter vorſtehend, walzenfoͤrmig, halb fo lang
„als die Kinnbakken, vorne mit einer kleinen pfriemenfoͤr⸗
„migen Spizze, an der Wurzel der Kinnbakken eingelenkt.
— Mittelleib eirund; Schildchen ſchmal. Hinterleib
elliptich, flach, ſiebenringelig. — Schuͤppchen einfach,
klein; Schwinger unbedekt. — Fluͤgel lanzetfoͤrmig,
mikroskopiſchhaarig, im Ruheſtande halb offen. — Beine
von maͤßiger Laͤnge, an der Spizze mit zwei Afterklauen.
Von den fruͤhern Ständen iſt nichts bekannt. Sie befaus
gen die Blumen ſizzend, nicht ſchwebend.
I. Pl. virescens. abr.
Dunkelgruͤnlich mit greiſen Haaren; Schildchen glaͤnzend
ſchwarz nakt. Obscure virescens, griseo-hirta ; scutello
atro nitido nudo. (Fig. 6.)
Fabr. Ent. syst. IV. 413. 18: Bombylius (virescens) alis
albis immaculatis; corpore hirto virescente, rastro ab-
breviato.
— Syst. Antl. 136. ı : Ploas virescens.
Gmel. Syst. Nat. V. 2903. ı2 : Bomb. virescens.
Latreille Gen. Crust. IV. 312: Ploas virescens. Tab. 15.
Fig. 7.
— Consid. gener. 443.
Mikan Monogr. 56. ı3 : Bomb. Maurus. Tab. 4. Fig. 13.
Klassif. d. Zweifl. I. 191. 1: Conophorus Maurus. Tab. 10;
Fig. 17. 190. k) Bomb. virescens.
292 PLOAS
Untergeſicht ſchwaͤrzlich, mit grauweißen Haaren. Stirne des Maͤnnchens
weißlich; des Weibchens ſchwaͤrzlich, roſtgelbhaarig, ſchwarzborſtig. Fühler:
erſtes und zweites Glied braͤunlichgrau, mit ſehr langen ſchwarzen Haaren;
drittes ſchwarz, uber der Wurzel etwas zuſammengeſchnuͤrt, nakt. Mit-
telleib ſchwaͤrzlich, ohne Zeichnung, roſtgelbhaarig; Bruſtſeiten mit weiß⸗
lichen Haaren. Schildchen glaͤnzendſchwarz, nakt. Hinterleib ſchwaͤrzlich—
gruͤn, bei dem Weibchen roſtgelbhaarig; bei dem Männchen eben fo, aber
an den Seiten ſtehen lange weißliche Haare, mit dazwiſchen ſtehenden
ſchwarzbraunen Buͤſcheln. Schwinger blaß, mit ſchwarzbraunem Knopfe.
Fluͤgel etwas graulich mit braͤunlicher Wurzel, was bei dem Weibchen doch
nur ſehr ſchwach erſcheint; die beiden mittelſten Queradern ſind etwas dikker.
Schenkel grau; Schienen gelblich; Fuße ſchwarzbraun. — Herr Baumhauer
fing dieſe Art nicht ſelten in der Gegend von Paris; Mikan entdekte fie
in Boͤhmen und Pallas in Suͤdrußland, wahrſchein lich findet ſie ſich in
ganz Suͤdeuropa. Fabricius hatte ſeine Exemplare aus Spanien. — z bis
4 Linien. Er
2. Pl. grisea. Fabr.
Haario; Ruͤkkenſchild ſchwarz mit greifen L gslinjen; Hin⸗
terleib greis. Hirta; ihorace nigro grisßelincnto ; abdo-
mine griseo. 15
Fahr. Ent, F. I Bombylius (griseus) alis
albis bası fuscis , hirtus; thorace nigro albo-lineato, ab-
domine griseo.
— Syst. Antl. 135. 29: 070 8 griseus.
Klassif. d. Zweifl. I. 190. i) Bomb. griseus.
„ Farbe aus dem Schwaͤrzlichen ins Schimmelgraue ziehend. Ruͤlken⸗
5 ſchild mit vier greifen Striemen, deren äußere weniger deutlich und
„vorne mit den mittlern verbunden ſind. Schwinger weiß. Fluͤgel an
„ der Wurzel und am Vorderrande braun; die beiden Queradern auf der
„ Mitte der Fluͤgel find etwas dikker, verdienen aber kaum den Namen
„ von Punkten. — 3½ Linien.“ (Wiedemann.)
Vaterland: Spanien.
er
PLOAS 233
3. Pl. flavescens.
Schwaͤrzlich, mit gelben Haaren; Ruͤkkenſchild mit grau⸗
lichen Laͤngslinien; Schwinger braun. Nigricans, Haves-
cente hirta; thorace cinerascente lineato, halteribus fus-
cis. (Fig. 3.)
Dieſe Art, von der ich drei Weibchen vor mir habe, gleichet der erſten
ſehr, und unterſcheidet ſich durch Folgendes: Das dritte Fuhlerglied iſt tiefe
ſchwarz, etwas dikker, und an der Wurzel nicht zuſammengeſchnuͤrt. Ruͤk⸗
kenſchild ſchwaͤrzlich, mit vier doch ſehr undeutlichen, kaum bemerkbaren
graulichen Laͤngslinien, roſtgelbhaarig; an den Bruſtſeiten fällt die Farbe
der Haare mehr ins Blaßgelbe. Schildchen ſchwaͤrzlich, glanzlos, roſt—
gelbhaarig. Hinterleib ſchwaͤrzlich, roſtgelbhaarig. Schwinger blaß, mit
ſchwarzbraunem Knopfe. Fluͤgel etwas graulich, an der Wurzel kaum ein
wenig braͤunlich. Beine ſchwarz. — Vaterland: Wahrſcheinlich Frank—
reich; aus der Baumhaueriſchen Sammlung. — 3 Linien.
4. Pl. lurida. Hgg. T
Dunkelſchimmelgrau, grauweißhaarig. Obscure glauca, cano-
hirta.
„„ Grundfarbe ziemlich dunkel ſchimmelgrau. Ruͤkkenſchildes Mitte ins
„ Braͤunliche, vorne mit zwei feinen braunen Striemen. Obenauf uͤberall
5 greishaarig, dazwiſchen langere ſchwarze Haare. Das abgeriebene Schild
„chen glaͤnzendſchwarz, wie bei Pl. virescens. Fluͤgel weniger braͤunlich.
„ Schwinger gelblichweiß mit braunem Knopfe. Beine wie bei der erſten
„ Art, von der fie doch wohl nur Abaͤnderung fein mag. — In der
„ Hoffmannseggiſchen Sammlung; beide Geſchlechter aus Rußland. —
3 Linien. “ (Wiedemann.)
5. Pl. fuliginosa. Hgg. *
Schwarzſchimmelfarbig; Flügel aſchgrau; Beine ſchwarz.
Nigro-glauca; alis cinereis; pedibus nıgris.
we . 2 * * U 1 * 8 * * 2
„ Die Grundfarbe fallt mehr ins Schwarze als bei den uͤbrigen Arten.
„ Auf dem abgeriebenen Ruͤkkenſchilde zeigen ſich drei breite braune Sirie-
u PLOAS
„ men, und das abgeriebene Schildchen erſcheint nicht glatt und glaͤnzend.
5 An der Behaarung hat die ſchwarze Farbe des laͤngern Haares mehr die
„ Oberhand. Fluͤgel mehr graulich als braun, uͤbrigens bei dem Männs
„chen an Wurzel und Außenrand gleichfalls dunkeler als bei dem Weib—
„ chen, wie das auch bei den uͤbrigen Arten ſich findet. Schwinger braͤun—
„ lich mit ſchimmelgrauem Knopfe. Beine ſchwarz, viel feiner und minder
55 dicht behaart als bei den andern. — In der Hoffmannseggiſchen Samm⸗
— lung; beide Geſchlechter aus Portugall. — 3½ Linien.“ (Wiedemann.)
Anmerkung. |
Latreille erwähnt noch einer festen Art, Pl. atrata, aus der Gegend
von Montpellier, ohne jedoch etwas weiter davon zu ſagen. Ich kenne ſie
nicht. 8
CVYLLENIA 235
LXVI. Schekſchweber. CYLLENIA. Latr.
Tab. 19. Fig. 7 — 11.
Fuͤhler vorgeſtrekt, genaͤhert, dreigliederig: das erſte Glied
walzenfoͤrmig; das zweite ſehr kurz, napffoͤrmig; das
dritte kegelfoͤrmig, mit einfachem Endgriffel (Fig. 7).
Augen eirund (Fig. 8).
Ruͤſſel kaum vorſtehend, wagerecht (Fig. 8)
Antennæ porrectæ, approximate, triarticulatæ: articulo
primo cylindrico; secundo brevissimo, cyathiformi; ter-
tio conico, stylo apicali simplici. |
Oculi ovales.
Proboscis subexserta , horizontalıs.
1. Cyll. maculata. Zatr.
Latreille Gen. Crust. IV. 312 : Cyllenia macnlata. Tab.
15. Bios:
— Consid. gener. 443.
2
Fuͤhler vorgeſtrekt, kuͤrzer als der Kopf, an der Wurzel genaͤhrt,
oben außeinander ſtehend, dreigliederig: das erſte Glied walzenfoͤrmig,
kurzborſtig; das zweite becherfoͤrmig, ſehr kurz, etwas borſtig; das dritte
kegelfoͤrmig, nakt, ſo lang als das erſte, vor der Spizze mit einigen kurzen
Borſten beſezt, mit einem ſehr feinen einfachen Endgriffel (7). — Ruͤſſel
etwas vorſtehend, wagerecht: Lippe fleiſchig, halbwalzenfürmig, unten an
der Baſis hornartig, vorne mit laͤnglichem Kopfe; Lefze kurzer als die
Lippe, hornartig, gewoͤlbt, vorne ſehr ſpizzig, unten rinnenfoͤrmig; Zunge
ſehr fein, ſpizzig, kuͤrzer als die Lefze. Die uͤbrigen Theile des Ruͤſſels
(Kinnbakken und Taſter) konnte ich am trokkenen Exemplare nicht entdef-
ken, weil fie zu verſtekt lagen (8). — Nezaugen eirund, bei dem
Maͤnnchen oben durch einen ſchmalen Zwiſchenraum (9) bei dem Weibchen
durch die breite Stirne getrennt (11). Auf dem Scheitel drei Punkt—
augen. — Das erſte Fuͤhlerglied iſt braͤunlichgrau, das zweite weiß,
290 CYLLENIA
das dritte ſchwarz. Stirne ſchwarz; Augenring weißlich. Kopf ſpharoioiſch.
Mittelleib ſchwarz, gelbgrauhaarig, mit laͤngern ſchwarzen Haaren unter⸗
mengt. Schildchen ſchmal. Hinterleib ſiebenringelig, bei dem Maͤnnchen
walzenfoͤrmig, nach unten gekruͤmmt, mit ſtumpfem After; bei dem Weib-
chen mehr flach gedruͤkt, breiter, hinten ſpizzig: der erſte Ring iſt braun;
die folgenden find vorne ſchmal blaßgelb, hinten braun mit roſtgelben Haa⸗
ren und dazwiſchen mit laͤngern ſchwarzen: auf jedem Ringe find noch zwei
erhabene ſchwarze Laͤngslinien, die nach hinten divergiren, und einige
ſchwarze Punkte. Das Maͤnnchen hat am Bauche noch lange weiße Haare
fiiien, die dem Weibchen fehlen. Grundfarbe des Hinterleibes ſchwarz.
Schwinger oben blaßgelb, unten braun. Beine ſchwaͤrzlich, aber uberall
roſtgelbfilzig; Fuͤße mit zwei Afterklauen. Fluͤgel ſchmal lanzetfoͤrmig, mi⸗
kroskopiſchbehaart, mit hellbraunem Vorderrande und vielen ſchwarzbrau⸗
nen Flekken beſtreut. Bei dem Maͤnnchen find die hinterſten Schenkel viel
dikker als bei dem Weibchen. — Herr Baumhauer fing dieſe noch wenig
bekannte Fliege im ſuͤdlichen Frankreich im Monate Junius, zwiſchen Arles
und Salons auf Kamillenblumen; Latreille hatte ſein Exemplar aus der
Gegend von Bourdeaux. — 3 bis 4 Linien.
Dieſe Gattung hat in Ruͤkſicht der Fuͤhler große Aehnlichkeit mit den
Stiletfliegen (Thereva).
TOXOPHORA 237
LXVII. Bogenſchweber. TOXOPHORA.
Tab. 19. Fig. 12 — 16.
Fuͤhler vorgeſtrekt, länger als der Kopf, genaͤhert, dreis
gliederig: die beiden erſten Glieder walzenfoͤrmig; das
dritte kegelig (Fig. 12).
Ruͤſſel vorgeſtrekt, bogenfoͤrmig, doppelt ſo lang als der
Kopf, mit duͤnnen walzenfoͤrmigen, ſpizzigen, gekruͤmm⸗
ten Taſtern (Fig. 13).
Antenne porrectæ, capite longiores, approximat®, triarti-
culatz : articulis duobus inferioribus cylindricis; tertio
conico.
Proboscis exserla , arcuata, capite duplo longior, palpis
tenuis cylindricis, aculis, arcuatis.
I. Tox. maculata.
Schwefelgelbfilzig; Fluͤgel glasartig. Sulphureo-tomentosa;
alis hyalinis.
Wiedemann zoolog. Mag. I. 2. 8: Toxophora.
Kopf halbkugelig, mit weißem Untergeſichte. Nezaugen ſtoßen bei dem
Maͤnnchen oben zuſammen; das Weibchen kenne ich nicht, es hat aber
wahrſcheinlich getrennte Augen. Auf dem Scheitel drei Punktaugen. —
Fuͤhler laͤnger als der Kopf, vorgeſtrekt, an der Wurzel genaͤhrt, nach
oben etwas wegſtehend, ſchief vorwaͤrts aufgerichtet, dreigliederig: das
erſte Glied iſt doppelt fo lang als das zweite, beide walzenföͤrmig, ſehr
feinhaarig, dünne; das dritte iſt fo lang als das zweite, kegelförmig zu⸗
geſpizt. — Ruͤſſel doppelt fo lang als der Kopf, bogenfoͤrmig aufwärts
gekruͤmmt, an der Wurzel etwas differ. Taſter beinahe halb fo lang als
der Ruͤſſel, duͤnne, walzenfoͤrmig, ſpizzig, gebogen: fie liegen in der
ziemlich großen Mundhoͤle verborgen, deren Vorderrand fie mit der Spizze
erreichen (13). Hinterkopf weißlich. Der ſehr gewoͤlbte Mittelleib iſt ſchwarz,
on den Seiten mit ſchwefelgelbem Filze uͤberzogen, und wahrſcheinlich iſt
238 TOXOPHORA
der ganz abgeriebene Ruͤkken und das Schildchen ebenfalls gelbfilzig bei gut
erhaltenen Exemplaren. Hinterleib ſtumpfkegelfoͤrmig, abwärts gekruͤmmt,
fiebenringelig, mit hellgelbem Filze uͤberzogen; durch das Abreiben deſſelben
zeigen ſich ſchwarze kahle Flekken namlich zwei Reihen auf dem Ruͤkken und
eine Reihe in jeder Seite. Daß dieſe Flekken bloß durchs Abreiben ent-
ſtanden ſind, beweiſet ihre etwas unregelmaͤßige Geſtalt. Beine ſchwarz,
weißfilzig; Schienen etwas borſtig; Fuße mit zwei Afterklauen. Schwinger
weiß, unbedekt. Fluͤgel glasartig, am Vorderrande und an der Wurzel gelb—
lich; ſie ſind mikroskopiſchbehaart. — Herr Baumhauer fing dieſe ſehr
ſeltene Fliege im ſudlichen Frankreich; Pallas entdekte fie auch im ſuͤdlichen
Rußland. — 4 Linien.
Anmerkung.
Zu dieſer Gattung gehört auch Bombylius cupreus Fabr. (Syst.
Antl. 133. 21.) aus Kayenne, bei dem die Flügel einige Verſchiedenheit
zeigen. Nach einer von Hrn. Wiedemann mir mitgetheilten Abbildung
derſelben, iſt Fig. 16 verfertigt worden. Sonderbar iſt es, daß dei dieſer
amerikaniſchen
Art, ſo wie bei der von Hrn. Baumhauer entdekten, das
dritte Fuͤhlerglied abgebrochen war. Eine dritte Art, die Herr Wiedemann
aus Java erhielt, hatte vollſtaͤndige Fuͤhler, fo wie Fig. 12 ſolche darſtellt.
| | DIOCTRIA 239
VIII. Familie: ASILICL
LXVIII. Habichtsfliege. DIOCTRIA.
Tab. 19. Fig. 17 — 26.
Fuͤhler vorgeſtrekt, auf einem Hoͤkker der Stirne eingeſezt,
genaͤhert, dreigliederig: das erſte Glied walzenfoͤrmig;
das zweite kuͤrzer, faſt becherfoͤrmig; das dritte verlaͤngert,
zuſammengedruͤkt, an der Spizze mit einem zweigliederi—
gen ſtumpfen Griffel (Fig. 17, 18, 20).
Ruͤſſel vorſtehend, kurz, faſt wagerecht (Fig. 25, 26).
Hinterbeine gerade, unten gefranzt (Fig. 23).
Fluͤgel aufliegend (Fig. 26).
Antenne porrectæ, tuberculo frontis insert, approximatæ,
triarticulatæ: articulo primo cylindrico ; secundo bre-
viori, subcyathiformi; tertio elongato, compresso, apice
stylo biarliculato obluso.
Proboscis exserta, brevis, subhorizontalis.
Pedes postici recti, subtus ciliati.
Ale incumbentes.
Kopf ſehr flach gedruͤkt. Stirne an beiden Geſchlechtern
breit, oben vertieft, vorne mit einem Hoͤkker, der die Fuͤhler
traͤgt (20). Untergeſicht flach, breit, mit glaͤnzenden
Seidenhaͤrchen bedekt, unten mit einem dünnen Knebel—
barte (19). Bakkenbart ſehr dünne, — Nezaugen vorge—
quollen, im Leben meiſt grasgruͤn, ſelten violett. Auf dem
Scheitel drei Punktaugen (20). — Ruͤſſel vorſtehend,
faſt wagerecht, kurz. Lippe fleiſchig, unten erhaben, oben
rinnenfoͤrmig, vorne verſchmaͤlert, etwas geſpalten, borftig
—
—
240 DIOCTRIA
(zıa, 22). Lefze hornartig, ſehr kurz, kegelfoͤrmig, un⸗
ten rinnenfoͤrmig (arb); Zunge fo lang als die Lippe,
hornartig, pfriemenfoͤrmig, flach, an der Spizzenhaͤlfte auf
der Oberſeite mit dichten ruͤckwaͤrts ſtehenden Sammet⸗
haaren (zu c): beide an der obern Wurzel der Lippe eins
geſezt. Kinnbakken faſt fo lang als die Zunge, hornartig,
pfriemenfoͤrmig, flach, ſpizzig an die Seite der Lefze ein-
geſezt (2rd). Taſter kurz, walzenfoͤrmig, ſtumpf, borſtig,
an der Baſis der Kinnbakken beiderſeits eingelenkt (are). —
Fuͤhler vorgeſtrekt, auf einem Hoͤkker ſtehend, laͤnger als
der Kopf, an der Baſis dicht beiſammen ſtehend, von der
Mitte an meiſt ſeitwaͤrts gebogen, dreigliederig: das erſte
Glied walzenfoͤrmig, borſtig; das zweite kuͤrzer als das
erſte, faſt napffoͤrmig oder etwas walzenfoͤrmig, borſtig;
das dritte verlaͤngert, zuſammengedruͤkt, an der Spizze mit
einem zweigliederigen ſtumpfen Griffel (Fig. 17 — 20). —
Mittelleib eirund, faſt nakt, bei manchen Arten auf
dem Ruͤkken geſtriemt; in den Seiten meiſtens mit filber-
oder goldglaͤnzenden Streifen. — Hinterleib faſt walzen—
foͤrmig,, nakt, ſiebenringelig: der erſte Ring etwas breiter
und mehr gewoͤlbt. — Beine wenig borſtig oder faſt nakt;
Schenkel und Schienen nicht gebogen, an den Hinterbeinen
unten mit feinen Haaren gefranzt (wovon fi) an den Vor⸗
derſchienen auch Spuren zeigen, doch minder deutlich); die
Hinterferſe mehr weniger kolbig; die Fuͤße mit zwei After⸗
klauen (23). — Fluͤgel ſchmal, ſtumpf, mikroskopiſch⸗
behaart, im Ruheſtande flach parallel auf dem Leibe liegend
(26). — Schwinger unbedekt. |
Sie leben vom Raube, beſonders anderer Zweifluͤgler,
die ſie bezwingen koͤnnen; ihr Aufenthalt iſt daher allent⸗
halben, wo ſie Beute finden. Ihre erſten Staͤnde ſind noch
unbekannt. — Dioctria heißt eine Verfolgerinn,
DIOCTRIA e
A. Untergeſicht meſſinggelb oder ſilberweiß.
1. D. oelandlca. Zinn.
Schwarz; Untergeſicht gelbliß weiß; Beine rothgelb; Flügel
ruſſigbraun. Atra; hypostomate flavescente-albo; pedibus
rufis; alis fuliginosis.
Fabr. Spec. Ins. II. 465. 31: Asilus (oelandicus) ater nu-
dus; pedibus halteribusque ferrugineis ; alis nigris.
— Ent. syst. IV. 388. 53 : Asilus oeland.
— Syst. Antl. 149. ı : Dioctria oelandica.
Gmel. Syst. Nat. V. 2900. 15 : Asilus oeland.
Linné Fauna Suec. 1916 : Asilus oel.
Fallen Dipt. Suec. ‚Asil..6 : Dioctr. oel.
Latreille Gen. Crust. IV. 300 : Dioctria oel.
— Consid. gener. 443 : Divctria oel.
Geoffroy Ins. II. 470. 8 : Asile noire lisse a pattes et ba
lanciers fauves et ailes toutes noires. |
Herbst gem. Naturg.- VIII. 119. Tab. 346. Fig. 5: Asilus
oeland.
Schrank Fauna Boica. III. 2551: Asilus oel.
— Austr. 995: Asılus oeland.
Glänzend ſchwarz. Untergeſicht blaß meſſinggelb, über der Mitte ſchwaͤrz—
lich; Knebelbart weiß. Bruſtſeiten mit meſſinggelben Streifen; auf dem
Ruͤkkenſchilde ſchimmern zwei weißliche Laͤngslinien. Schwinger hellgelb.
Flügel durchaus ruſſigbraun mit violettem Widerſchein. Beine rothgelb!
Spizze der Schienen und die Fuße braun. — Allenthalben, doch in hie⸗
ſiger Gegend ziemlich ſelten; Pallas entdekte ſie auch im ſuͤdlichen Nuß⸗
land.— 7 Linien.“
*
2. D. Wiedemanni.
Schwarz; Ruͤkkenſchild auf der Mitte grau mit ſchwarzen
Linien; Untergeſicht goldgelb; Beine ziegelroth; Fluͤgel
II. Band. 8 16
242 DIOCTRIA
braͤunlich. Atra; thoracis disco griseo nigro-lineato; hy-
postomate fulvo; pedibus testaceis; alis fuscanis.
Untergeſicht goldgelbglaͤnzend, mit weißem Knebelbarte: Vakkenbart
und Taſter ſchwarz. Ruͤkkenſchild auf der Mitte greis mit zwei ſchwarzen
Laͤngslinien Bruſtſeiten mit den gewöhnlichen filberfarbigen Filzſtreifen.
Beine ziegelroth, an den Enden mehr ins Braune. Schwinger hellgelb.
Fluͤgel braͤunlich. — Herr Baumhauer fing das Weibchen in der Gegend
von Vidauban bei Antibes in der Provence. — 4 Linien.
3. D, rufipes, Deg.
| Schwarz; Untergeficht meffinggelb; Beine rothgelb: die
hintern braun; Fluͤgel glasartig. Atra; hypostomate ori-
chalceo; pedibus rufis : posticis fuscis; alis hyalınıs.
Degeer Ins. VI. 97. 6: Asilus (rufipes) niger glaber niti-
dus; fronte alba, halteribus flavis, pedibus quatuor an-
ticis fulvis. Tab. 14. Fig. 2
Klassif. d. Zweifl. I. 257. 7 : Dioctria frontalis.
Fallen Dart, a; Asil. 7. 2: D. flavipes Var. 1.
Sie i ad e Untergeſicht hell meſſingglaͤnzend! Auf dem
Ruͤkkenſchilde find zwei weißſchillernde Laͤngslinien, die jedoch am Maͤnn⸗
chen kaum bemerkbar ſind; die Bruſtſeiten fuͤhren ſilberſchillernde Streifen.
Schwinger hellgelb. Beine rothgelb: die hintern ſchwarzbraun. Fluͤgel glas«
artig. — Sehr gemein im Sommer. — 6 bis 7 Linien.
Ich hielt dieſe Art ehedem fuͤr frontalis Fabr. allein ſeine Beſchreibung
paßt doch nicht ganz, beſonders ſoll die Stirne (eigentlich das Untergeſicht)
ſehr glaͤnzend ſilberweiß ſein. Vermuthlich iſt die a e Art mi
andern vermiſcht worden.
755D. flavipes. 1
Schwarz; Rukkenſchild greis mit ſchwarzen Linien; Unter⸗
geſicht meſſinggelb; Beine rothgelb: hintere Schienen
und Fuͤße braͤunlich; Fluͤgel glasartig. Atra; thorace
griseo nigro-lineato ; hypostomate orichalceo ; pedibus
7
DIOCTRIA 243
rufis : tibiis poslicis planlisque fuscescentibus; alis hya-
Iinis.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 7. 2: Dioctria (flavipes) atra ni-
tida; pedibus flavis; alis hyalinis.
Untergeſicht blaß meſſinggelb, an der Fuͤhlerwurzel mit zwei ſchwarzen
Strichelchen; Knebelbart weiß. Ruͤkkenſchild greis mit zwei ſchwarzen Strie=
men und hinten noch mit einem gleichfarbigen Seitenfleffen ; die Baſis iſt
ganz ſchwarz. Bruſtſeiten ſchwarz mit ſilberweißen Streifen und Flekken.
Schildchen und Hinterleib glaͤnzend ſchwarz: die Einſchnitte ſehr fein weiß—
lich gerandet. Beine rothgelb: Hinterſchenkel oben auf der Mitte mit einer
ſchwarzen Laͤngslinie; die Schienen und Füße fallen ins Röͤthlichbkaune;
an der Spizze der vorderſten Schienen iſt oben ein, doch nicht ſehr deutli-
cher, brauner Punkt. Schwinger gelb. Flügel faſt waſſerhelle.— 6bis
7 Linien.
Jallén halt die vorigee Art fuͤr Abaͤnderung der gegenwaͤrtigen und zu⸗
gleich fur D. frontalis und hyalipennis Fabr.
5D. i geniculata.) afmıcaprlim Ins,.
Schwarz; Untergeſicht meſſinggelb; Ruͤkkenſchild greis mit
ſchwarzen Linien; Einſchnitte des Zinterleibes weiß; Beine
rothgelb; die hintern ſchwarz mit rothgelben Knien. Atra;
hypostomate orichalceo; thorace griseo nigro-lineato; in-
cisuris abdominis aiIbidis ; pedibus rufis 2 posticis nigris
genubus rufis..
5Sie gleichet der vorigen Art ſehr. Untergeſicht meſſingfarbig, unter der
Flügelwurzel ein glaͤnzend ſchwarzer Punkt. Knebelbart hellgelb. Rükken⸗
ſchild greis, mit zwei ſchwarzen Striemen; am Halſe ſchwarz mit einem
weißgrauen laͤnglichen Punkte. Bruſtſeiten ſchwarz, mit ſchmalen filber-
eißen Streifen; Huͤften ſchwarz, oben mit einem kleinen graulichen Schil⸗
erflekken. Hinterleib ſchwarz mit weißlichen Einſchnitten. Vorderſte Beine
rothgelb, faſt ziegelfaͤrbig: Spisze der Schienen und die vier lezten Fußglie⸗
der braun. Hinterbeine ſchwarz : die Schenkel an der Spizze, etwa ein
Viertel, rothgelb; Fuͤße ziegelfarbig. Schwinger gelb. Flügel glasartig. —
in Weibchen aus hieſiger Gegend. — 6 Linien. |
ur
3
Dr
h DIOCTREN
S
Ele 6. D. cothurnata.
Schwarz; Untergeſicht Nei Ruͤkkenſchild greis mit
ſchwarzen Striemen; Einſchnitte des Hinterleibes weiße
lich; Beine rothgelb: Schienen hinten und die Füße
braun. Alra ; hypostomate orichalceo; thorace griseo ni-
gro-vittato; incisuris abdominis albidis; pedibus rufis:
tbus postice tarsisque fuscis.
Untergeſicht meſſinggelb; Enebelbart weißgelb; Bakkenbart weiß.Stirne
glaͤnzend ſchwarz, was ſich auch der ganzen Breite nach bis etwas unter
die Fühler erſtrekt. Rüfkenſchild greis mit ſchwarzen Striemen; am Halſe
ſ[Link]ſtſeiten (an meinen beiden Exemplaren) glänzend ſchwarz,
ohne weißeStreifen, die aber wohl abgerieben ſind; nur vor der Flügel
wurzel ſehe ich eine kurze grauliche Strieme. Huͤften ſchwarz: die vordern
oben weißhaarig. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz, mit zarten weißlichen Ein⸗
ſchnitten. Schwinger rothgelb. Fluͤgel glashell : die Randader braungelb.
Beine rothgelb: die hintere Hälfte der Schienen und die Fuͤße braun. —
Zwei Weibchen aus hieſiger Gegend. — 6 Linien.
71 D. ee . boden ct l)
Se Unte rgeſicht meſſinggelb; Ruͤkkenſchild greis mit
ſchwarzen Striemen; Hinterleib einfarbig; Beine rothgelb:
— Schienen hinten und die Fuͤße braͤunlich; Schwinger
braun. Atra; hypostomate orichalceo; thorace griseo ni-
7
gro-vittato ; abdomine unicolore; pedibus rufis : tibiis
nn
—
ni
ni
Postice tarsisque fuscescentibus; halteribus fuscis.
Dieſe Art unterſcheidet ſich von der vorigen durch Folgendes: Der
Bakkenbart iſt ſchwarz. Die graue Strieme vor der Fluͤgelwurzel iſt deut⸗
licher ausgedruͤkt, ſonſt ſind die Bruſtſeiten ebenfalls ohne Silberſtreifen.
Der Hinterleib iſt einfarbig ſchwarz, ohne weiße Einſchnitte. Die Schwin⸗
ger find braun. Das Braune an den Schienen und Fuͤßen iſt nichtER
dunkel. — Ein Weibchen aus hiefiger Gegend. — 5 Linien.
1 1
700
, fe
DIOCTRIA,
bebe
Schwarz; Untergeſicht ſchneeweiß; Ruͤkkenſchild greis mit
ſchwarzen Striemen; Beine rothgelb: hintere Schienen
- er „ “ * * »
und alle Fuͤße ſchwarz; Schwinger gelb. Atra; hyposto-
mate niveö; thorace griseo nigro-vittato; pedibus rufis:
tibiis posticis tarsisque omnibus nigris; halterıbus flavis.
n
Geoffroy Ins. II. 470. 9 : Asile noir lisse à patteset ba-
lanciers fauves et ailes blanches veinées.
Untergeſicht ſchneeweiß, unter den Fuͤhlern ein zweiſpizziges ſchwarzes
Flekchen. Knebel- und Bakkenbart weiß. Ruͤkkenſchild greis, mit ſchwarzen
Striemen, am Halſe ganz ſchwarz. Bruſtſeiten ſchwarz, mit weißem Streis
fen und Flekken. Hinterleib einfarbig glaͤnzend ſchwarz. Schwinger hellgelb
Flügel glasartig, am Vorderrande kaum etwas gelblich. Beine rothgelb :
an den vorderſten find die Schienenſpizzen ſchwaͤrzlich, die Fuße ſchwarz,
nur das erſte Glied an der Wurzel gelb. Hinterſchenkel obenauf ſchwarz,
was ſich in der Mitte zu einem Ringe erweitert, der jedoch an der Innen⸗
ſeite nicht immer geſchloſſen iſt; Schienen und Fuͤße ſchwarz ins Braune
fallend: erſtere an der Wurzel rothgelb. — Mehre Exemplare nach bei⸗
den Geſchlechtern. — 5 Linien. U
9. D. Baumhaueri.
Schwarz; Untergeſicht ſchneeweiß; Ruͤkkenſchild greis mit
ſchwarzen Striemen; vorderſte Beine rothgelb und ſchwarz
geſchekt; Hinterbeine ſchwarz. Atra; hypostomate niveo;
thorace griseo nigro-vitlato; pedibus anterieribus rufo
nigroque varlis; posticis nigris.
Untergeſicht glänzend weiß mit weißem Bakken- und Knebelbarte; unter
den Fuͤhlern ein glaͤnzend ſchwarzes unten zweiſpizziges Zlefchen, Rukken⸗
ſchild braͤunlichgrau mit ſchwarzen Striemen; Bruſtſeiten ſchwarz mit ſilber⸗
weißem Streifen und Flekken. Hinterleib einfarbig ſchwarz. Schwinger
lieblichgelb. Fluͤgel faſt glasartig, wenig ins Braͤunliche ziehend. Borderit,
Schenkel unten rothgelb, faft ziegelfarbig, oben der Lange uch glaͤnzend
*
246 DIOCTRIA
ſchwarz , \ogsſich an den mittlern Schenkeln hinter der Mitte faſt zu ei—
nem Ringe erweitert; Schienen und Füße braͤunlichſchwarz; Huͤften oben
weißſchillernd. Hinterbeine ſchwarz, nur die Schenkel ſind an der Wurzel
uͤberall und an der Spizze bloß unten rothgelb', Schienen an der Spizze und
das erſte Fußglied merklich verdikt. — Ein Maͤnnchen aus der Baumhaue⸗
riſchen Sammlung. — 5 Linien.
1 1 x Lo. D. nigripes. ) Arien . „ 55
Sc Untergeſicht meſſinggelb; Ruͤkkenſchild faſt grau
mit ſchwarzen Striemen; Beine ſchwarz; Flügel braͤun⸗
lich. Atra; hypostomate orichalceo ; thorace subgriseo
nigro-vittato; pedibus nigris; alis fuscescentibus.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 7. 3: Dioctria (fuscipennis) atra;
fronte aurea, barba albida; pedibus totis alisque basi
late nigris.
Untergeſicht meſſinggelb, mit weißem Knebelbarte; unter den Fuͤhlern
glänzend ſchwarz nach der ganzen Breite. Ruͤkkenſchild etwas graulich, mit
ſchwarzen Striemen; Bruſtſeiten ſchwarz mit ſilberweißen Striemen. Hinter⸗
leib ſchwarz, mit weißlichen Einſchnitten. Beine ganz ſchwarz. Schwinger
hellgelb. Fluͤgel braͤunlich, welches von der Wurzel an längs den Vorder⸗
rand bis zur halben Laͤnge etwas geſaͤttigter iſt. Das erſte Fußglied der
Hinterbeine iſt kaum merklich verdikt. — Hier ſelten; ich habe mehre
| Exemplare nach beiden Geſchlechtern aus der Baumhaueriſchen Sammlung
*. und alle waren übereinftimmend. — Linien.
na | % (11. D. Falléni. alm cnſodle 00
9 Untergeſicht ſchneeweiß; Ruͤkkenſchild greis mit
ſchwarzen Striemen; Beine ſchwarz; Schwinger braun;
Fluͤgel braͤunlich. Atra ;hyposiomate niveo; thorace griseo
nigro-vittato; pedibus nigris; halteribus fuscis; alis in-
fuscatis.
| Dieſe Art gleicht zwar der vorigen, iſt aber doch wohl gewiß verſchieden,
® obgleich Herr Jallén fie für bloße Abaͤnderung halt. Sie unterſcheidet ſich
DIOCTRIA 247
durch ein glaͤnzendweißes Untergefiht, braune Schwinger und braunliche
Fluͤgel, die an der ganzen Wurzelhälfte gefättigter find. — Ich habe drei,
Weibchen aus der Baumhaueriſchen Sammlung verglichen; ein anderes
Exemplar erhielt ich von Hrn. Wiedemann als die wahre D. I
Fall. — 5 Linien. Fe?
(5 D. frontalis. Fabr.)
| Schwarz; Untergeſicht ſchneeweiß; nn etwas grau⸗
lich;7 Beine rothgelb:
9 hintere
) Füße braͤunlich. Atra; hy-
5
postomate niveo; thorace subgriseo; pedibus rufis: plan-
118 posticis fuscescentibus.
Fabr. Ent. syst. IV. 388. 55 : Asilus (/rontalis) glaber
mater, fronte argentea ; pedibus rufis.
— Syst. Antl. 150. 5 Dioctria frontalis.
Latreille Gen. Crust. IV. 300 : Dioctr. front.
Glaͤnzend ſchwarz. Untergeſicht, Knebelbart und Streifen der Bruſt—
ſeiten glänzend ſilberweiß. Ruͤkkenſchild ſchimmert uber die Mitte graulich.
Schwinger hellgelb. Beine rothgelb: an den hintern die Spizze der Schie-
nen und die Fuͤße braͤunlich. Fluͤgel faſt waſſerklar mit gelben Randadern.
— Ich erhielt dieſe Art von Hrn. Megerle von Runen — Etwas
über 5 Linien. Ä
Durch das ſilberweiße Uflkergeſttht unterſcheidet ſich dieſe Art vorzuͤglich
von D. flavipes. Ob dieſer Unterſchied ſtandhaft iſt, kann ich nicht ent⸗
ſcheiden, da mir Exemplare zum Vergleichen fehlen.
. 13. D. ie IF ied.
Schwarz; Untergeſicht oben ſchwarz, unten blaßgelb; Mur:
zel der Schenkel und Schienen rothgelb; Fluͤgel braun»
lich. Atra; hypostomate supra atro infra pallide flavo;
basi femorum tibiarumque rufis; alis fuscanis. (Fig. 24
und 19.)
Untergeſicht an der obern Hälfte glaͤnzend ſchwarz, an der untern glaͤn—
zend blaß meſſinggelb mit blaßgelbem Knebelbarte, was bei dem Maͤnnchen
bisweilen mehr ins Weiße faͤllt. Mittelleib glaͤnzend ſchwarz: vor der
248 DIOCTRIA
Slügelmurzel eine grauweiße Strieme, und auf den Hüften ein weißſchillern⸗
der Flekken, ſonſt ſehe ich keine filherfarbigen Streifen an den Bruſtſeiten.
Hinterleib und Deine glaͤnzend ſchwarz: Wurzel der Schenkel und Schienen
rothgelb; die Afterklauen blaßgelb. Schwinger blaßgelb. Zluͤgel meiſtens
etwas bräunlich, ſelten glashelle, laͤngs den Vorderrand ein wenig gelb⸗
lich. — Ich habe dieſe ſeltene Art nur einmal in hießger Gegend gefan=
gen; in der Baumhaueriſchen Sammlung ſtekken mehre ganz gleiche Erem-
plare; Herr Megerle von Muͤhlfeld ſchikte ſie aus Oeſterreich, und Herr
Pallas entdekte ſie auch in Taurien. — 5 bis 6 Linien.
14. D. gagates. Hgg. 7
Glaͤuzend ſchwarz; Untergeſicht weißlichſchillernd; Knie roth⸗
gelb. Atra nitens; hy . nate albido- micante; geniculis
ruſo-Havis. as Le #* I. . hä: 2 0
= Fuͤhler ſchwarz. Untergeſicht ſchwaͤrzlich, in 1 r Richtung weiß⸗
5 ſchillernd, was oben ins Meſſinggelbe fallt. Bart und Knebelbart nur
„ſehr dunne gelblichweiß. Ruͤkkenſchild glatt, ohne Spur von Zeichnung.
„Bruſtſeiten
22
vor der Fluͤgelwurzel mit einer graulichgelben Haarſtrieme,
„von der vorne eine weißſchillernde Strieme auf das vordere Huͤftglied
55 hinabgeht; dicht unter der Fluͤgelwurzel geht vom hintern Ende jener
„ gelben Sirieme ein kleines gelbes Strichelchen hinab; unter dieſem ſteht
„ein weißſchillernder Flekken. Fluͤgel wenig braͤunlich, in der Mitte noch
29 am meiſten. Schwinger wachsgelb. Beine glaͤnzend ſchwarz: Knie ſehr
„ kurz roͤthlichgelb.— In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; ein Maͤnn⸗
„chen aus Portugall. — 4½ Linien.“ (Wiedemann.)
15. rains
Glaͤnzend ſchwarz; Untergeſicht meſſinggelb; Beine rothgelb:
hintere Schienen und alle Fuͤße ſchwarzbraun; Ruͤkken⸗
ſchild einfarbig glaͤnzend ſchwarz. Atra nitens; hyposto-
mate orichalceo ; pedibus rufis : tibiis poslicis tarsisque
omnibus nigro- 3 50 Ihor ace unicolore atro nitido.
1 ie
Untergeſicht abend ee 5 weißem Knebelbarte. Mittelleib
glänzend ſchwarz, an den Bruſtſeiten mit den gewöhnlichen ſilberweißen
*
:DIOCTRIA 249
Striemen (wie bei Figur 25); Hüften oben- mit weißem Haarflekken. Hin⸗
terleib glaͤnzend ſchwarz, mit zarten weißlichen Einſchnitten. Deine roth⸗
gelb: an den vorderſten die aͤußerſte Spizze der Schienen und die Fuͤße
dunkelbraun; an den hintern haben die Schenkel an der Spizze obenauf
einen ſchwaͤrzlichen Schatten, die Wurzel der Schienen iſt rothgelb, das
übrige nebſt den Fuͤßen ſchwarzbraun: Spizze der Schienen und das erſte
Jußglied verdikt. Schwinger hellgelb. Flügel glasartig, kaum etwas braͤun⸗
lich. — Ein Maͤnnchen aus der Baumhaueriſchen Sammlung. — 44 Lin.
10. D. lateralis.
Schwarz; Untergeſicht meſſinggelb; vorderſte Beine rothgelb;
hintere Schenkel rothgelb mit ſchwarzem Ringe vor der
Spizze: Schienen und Füße braun; Flügel glashelle.
Atra; hypostomale orichalceo; pedibus anterioribus rufis;
posticis: femoribus rufis ante apicem a nigro, li-
biis ttarsisque luscis; alis hyalinis.
Unter dem Namen D. lateralis iſt in der Klaſifikation der Zweifluͤgler
dieſe mit der folgenden Art vermiſcht worden, fie find aber beſtimmt ver⸗
ſchieden, da ich von beiden mehre Stüffe beiderlei Geſchlechtes beſizze. Die
gegenwaͤrtige Art iſt glaͤnzend ſchwarz. Das Untergeſicht blaß meſſinggelb
mit weißem Bakken- und Knebelbarte; die Fuͤhler ſchwarz, nicht laͤnger wie
gewoͤhnlich. Bruſtſeiten mit ſilberweißen Striemen; Ruͤkkenſchild einfarbig
glänzend ſchwarz. Schwinger hellgelb. Fluͤgel glashelle. Vorderſte Beine
ganz rothgelb. An den Hinterbeinen haben die rothgelben Schenkel vor
der Spizze einen ſchwarzen Ring; die Schienen und Fuͤße fi
find_ braun,
folbig. — Im Sommer nicht felten. — 3 Linien. N
17. D. longicornis.
Schwarz; Untergeſicht goldgelb; Fuͤhler doppelt ſo lang als
der Kopf; Beine rothgelb, die hintern ſchwarz; Fluͤgel
glas helle. Atra; hypostomate aureo; antennis capite diu
230. DIOCTRIA
plo longioribus; pedibus rufis, posticis nigris; alis hya-
linis. (Fig. 18 ein Fühler.)
Panzer Fauna Germ. XCVIII. 21: Dioctria lateralis (auf
der Kupfertafel D. frontalis genannt; aber die Fuͤhler find
zu kurz vorgeſtellt).
Sie iſt glaͤnzend ſchwarz. Untergeſicht goldgelb mit gelbem Knebelbarte.
Zuhler doppelt fo lang als der Kopf, vorzuͤglich iſt das dritte Glied ver-
längert, das erſte hingegen etwas kuͤrzer wie gewohnlich. An den Bruſt⸗
ſeiten entdekt man nur vorne eine ſilberweiße Linie, ſonſt fehlen die an⸗
dern Flekken; auch die Huͤften ſind obenauf weiß. Schwinger hellgelb.
Fluͤgel glashelle. Vorderſte Beine rothgelb, nur die vier lezten Fußglieder
braun; die Hinterbeine find ſchwarz mit gelben Knien: Spizze der Schienen
ein wenig, das erſte Fußglied aber ſtark verdikt. — Sie iſt hier gemein.—
3 Linien.
N 18. D. hemorrhoidalıs. Far.) /
| Schwarz; Untergeſicht meſſinggelb; Hinterrand der Leibringe
rothgelb; Beine rothgelb: Hinterſchienen des Maͤnnchens
ſchwarz. Atra; bypostomate orichalceo ; abdominis seg-
mentis postice rufis; pedibus rufis : tibiis posticis maris
1
nigris. (Fig. 26 Weibchen.)
I
Fabr. Ent. syst. IV. 389. 38: Asilus (hœmorrhoidalis)
aber, abdomine punctis lateribus albis, ano pedibusque
rufis. N
— Syst. Antläı5ı. : Dioctr. hemorrh.
Klassif.d. Zweifl. D 270. r) Asilus hæmorrh.
Untergeſicht meſſinggelb mit weißem Knebelbarte. Stirne ſchwarz vorne
reicht die Farbe des Untergeſichtes noch ein wenig an den Seiten der Fuͤh⸗
ler hinauf. Mittelleib glaͤnzend ſchwarz, an den Seiten diegewoͤhnlichen
Silberſtriemen. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz: dritter und vierter Ring am
Hinterrande roſtgelb bandirt; die folgenden ganz ſchmal geſaͤumt, der
ſiebente ſcheint ganz roſtgelb zu fein. Beine rothgelb. An den Hinterbeinen
führen die Schenkel vor der Spizze einen ſchwarzen Ring, der doch nicht
immer deutlich iſt; die Schienen find hinten kolbig, bei dem Maͤnnchen
DIOCTRIA 251
ſchwarz mit rothgelber Wurzel, bei dem Weibchen hinten nur etwas braun;
die Zuße find rothbraun: das erſte Glied verdikt. Schwinger hellgelb.
Iluͤgel glasartig. — Aus der Vaumhaueriſchen Sammlung mehre Exem⸗
plaren aus der Gegend von Paris und dem ſuͤdl. Frankreich. — 3 Linien.
65 D. annulata. )
Schwarz; Untergeficht meſſinggelb; Hinterleib mit zwei gel⸗
ben Ringen; Beine rothgelb; hintere Schenkel und Fuͤße
braun: Ferſe ſehr kolbig; Fluͤgel glasartig. Atra; hypos-
tomate orichalceo; abdomine ſasciis duabus flavis; pedi-
—
bus rufis : tibiis et tarsis poslicis fuscis : metatarso cras-
—
sissimo ; alis hyalinis. (Fig. 25.)
Untergeficht meſſinggelb mit weißem Knebelbarte; Vakkenbart ebenfalls
weiß. Mittelleib glaͤnzend ſchwarz, an den Seiten die gewöhnlichen Silber
ſtriemen. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz: der erſte und zweite Ring haben ei-
nen zitrongelben Seitenflekken; der dritte und vierte führen am Vorder-
rande eine zetrongelbe Binde; die übrigen Ringe find einfarbig ſchwarz.
Schwinger hellgelb. Fluͤgel glashelle. Beine rothgelb: vorderſte Fuͤße braun.
An den Hinterbeinen haben die Schenkel oben auf eine ſchwarze Laͤngslinie;
die Schienen ſind an der Spizze etwas kolbig, an der Wurzel gelb, ſonſt
braun; die Füße braun: die Ferſe aber ſehr verdikt eiförmig. — Ein
Maͤnnchen aus der Baumhaueriſchen Sammlung. — 4½ Linien.
20. D. bicincta. 9
— — 0
Schwarz; Untergeſicht meſſinggelb; Hinterleib mit zwei gel-
ben Ringen; Beine rothgelb: hintere Schienen und Fuͤße
braun; Fluͤgel ruſſigbraun. Atra; hypostomate orichalceo;
abdomine annulis duobus flavis; pedibus rufis : libiis
postieis tarsisque fuscis; alis fuliginosis.
Dieſe iſt in allem der vorigen Art gleich, nur find die Fluͤgel ruffige
braun, nach der Spitze zu etwas verduͤnnt. — Mehre ganz gleiche Maͤnn⸗
chen aus der Baumhaueriſchen Sammlung wahrſcheinlich aus Frankreich. —
4 Linien.
252 DIOCTRIA
8 7 Ri 4 Br >
FR 8
( a1. W): u) a una,
Schwarz; Haterleib gleichfarbig; Untergeſicht meſſinggelb;
Beine rothgelb: hintere Schienen und Fuͤße braun; Fluͤgel
ruſſigbraun. Atra; abdomine concolore; bypostomate ori-
chalceo; pedibes rulis : tibiis Postics tarsisque luscis;
alis fiGe
Diefe Art fieht der vorigen in allem ganz gleich, auch hat fie die Fluͤgel
eben ſo ruſſigbraun; allein der Hinterleib iſt durchaus einfarbig ſchwarz,
ohne eine Spur von Gelb. Auch der Bakkenbart iſt ſchwarz, der bei jener
weiß iſt. — Aus der Baumhaueriſchen Sammlung, ein Maͤnnchen,
wahrſcheinlich aus Frankreich. — Beinahe 4 Linien.
(22. D. flavipennis. Meg) ei rent I
Schwarz; Ruͤkkenſchild auf der Mitte braungelb mit ſchwar—
zen Striemen; Untergeſicht und Striemen der Bruſtſeiten
meſſinggelb; Beine rothgelb; Fluͤgel am Vorderrande
gelblich. Atra; thoracis disco lurido nigro-vittato; hypos-
tomate vittisque pleurarum orichalceis; pedibus rufis;
alis margine antico flavicantibus.
Untergeſicht und Streifen der Bruſtſeiten glänzend meſſinggelb faſt gold⸗
farbig; Knebelbart gelb. Mittelleib ſchwarz, auf der Mitte des Ruͤkkens
faſt der ganzen Laͤnge nach braungelb mit zwei ſchwaͤrzlichen Striemen.
Hinterleib ſchwarz: der Hinterrand des zweiten bis ſechsten Ringes gel
After rothgelb. Beine ganz rolhgelb. Schwinger hellgelb: Flügel faſt waſſer⸗
klar, am Vorderrande hellgelb. — Aus Oeſterreich, von Hrn. Megerle
von Muͤhlfeld ein Weibchen. — Etwas uber 5 Linien.
3 1 fr N G .._ 7 7
23. I). aurilrons. Gurtt.
2
Schwarz; Ruͤkkenſchild auf der Mitte braungelb mit ſchwar⸗
zen Striemen; Untergeſicht und Striemen der Bruſtſeiten
meſſinggelb; Beine rothgelb; Fluͤgel ſchwarzbraun, an der
Spizze waſſerklar, Atra; thoracis disco lurido nigro-vit-
DIOCTRIA 2%
tato; hypostomate vittisque pleurarum orichaleeis; pedi-
bus rufis; alis nigro-fuscis apice hyalınis.
’
Dieſe ift der vorigen ungemein ähnlich. Sie unterſcheidet ſich durch Fol—
gendes: Die Hinterraͤnder der Leibringe find ſchmal gelbgeſaͤumt, und nur
am dritten bis ſechsten, die andern ſind ganz ſchwarz, auch der After.
Die vier lezten Fußglieder find braͤunlich. Die Ilͤgel dunkelbraun, und
das Spizzenviertel iſt waſſerklar, und das Brauue fanft verwaſchen. —
Aus Oeſterreich; Herr Megerle von Muͤhlfeld ſchikte ein Maͤnnchen. —
6 Linien.
24. D. calceata. Meg.
Schwarz; Hinterleib vorne und die Beine rothgelb : Fuͤße
braun; Untergeſicht ſchneeweiß. Atra; abdomine antice
pedibusque rufis : tarsis fuscis; hypostomate niveo.
Slänzend ſchwarz. Untergeſicht filberweiß mit weißem Knebelbarte. Ruͤk⸗
kenſchild auf der Mitte etwas graulich mit ſchwarzen Striemen; Bruſtſeiten
ungeflekt, nur auf den Hüften ein ſilberweißer Zleffen. Erſter Ring des
Hinterleibes ſchwarz; zweiter rothgelb mit ſchwaͤrzlichem etwas undeutlichem
Rükkenflekken; dritter und vierter ganz rothgelb; die uͤbrigen Ringe ganz
ſchwarz. Schwinger gelb. Beine rothgelb mit braunen Füßen. Fluͤgel etwas
braͤunlich. — Aus Oeſterreich; ein Weihchen, von Hrn. Megerle von
Mühlfeld mitgetheilt. — 3Linien. 5
B. Untergeſicht ſchwarz.
25. D. atricapilla.
Schwarz; Fluͤgel dunkelbraun; Untergeſicht ſchwarz; Augen
violett. Atra; alis obscure fuscis ; hypostomate nigro;
/
oculis violaceis. . |
\ !
Fallen Dipt. Suec. Asil. 7. 4 : Dioctria (africapilla) atra,
fronte barba pedibusque concoloribus; alis nigricantibus.
1
Ganz ſchwarz, doch nicht fo glänzend wie die vorigen Arten. Die Augen |
find im Leben ſchoͤn dunkelviolet; die Schwinger gelb; die Jluͤgel dunkelbrann
* |
254 DIOCTRIA
doch hinter der Mitte wird dieſe Farbe heller. — Ich habe fie einige male
in hieſiger Gegend gefangen; andere Stuffe ſahe ich in der Baumhaueri⸗
ſchen Sammlung. — 4½ Linien.
26. D. atrata. . 10Armeapilke,),
*
S Bruſtſeiten mit Abd Striemen; Flügel
ſchwarzbraun, an der Spizze heller. Atra; pleuris vittis
flavicantibus; alis fusco-migris, apice ie
3; Ueberall ſchwarz, nur an den Bruſtſeiten ein Paar ſchraͤg laufende
55 gelbliche Striemen. Untergeſicht etwas ſeidenglaͤnzend. Ruͤkkenſchild in
„„der Mitte der Länge nach flach erhaben, überhaupt faſt feinrunzelig.
55 Hinterleib ein wenig uneben, an den Einſchnitten glatter. Fluͤgel
„ am Spizzendrittel minder braͤunlichſchwarz Schwinger fchmuzzig wachs⸗
|35 geld. Knie kaum merklich braun. — In der Hoffmannseggiſchen Samm⸗
lung; ein Männchen aus Portugal. — 5/ Linien.“ (Wiedemann.)
N 27 D. semihyalina. es. Tete. hy
Glaͤnzend ſchwarz; Fluͤgel halb braun. Atra Bi alis
semifuscis.
„ Bart und Knebelbart ſchwarz. Untergeſicht ſehr wenig glänzend, ganz
„ von oben geſehen etwas gelblich ſchimmernd. Augen am Hinterkopfe
55 weiß eingefaßt. Ruͤkkenſchild glatt ohne Zeichnung; Bruſtſeiten mit den
5, gewöhnlichen weißſchillernden Stellen. Hinkerleib einfarbig ſchwarz, nur
„ an den hintern Einſchnitten fein gelblich. Wurzelhaͤlfte derFluͤgel ſchwaͤrz⸗
„ lichbraun; Spizzenhaͤlfte waſſerklar. Schwinger gelb. Knie und Wurzel
„„ der Hinterſchenkel kurz braungelb; Füße kurz und dicht gelblich behaart.
„„ — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung. — 4½ Linien.“ (Wiede⸗
mann.)
Das Vaterland dieſer Art iſt nicht angegeben.
Nur
DIOCTRIA 255
28. D. speculifrons. Hgg. +
—
Schwarz; Ruͤkkenſchild zweiſtriemig; Fluͤgel waſſerklar; Knie
kaum braun. Nigra; thorace bivittato; alis aqueis; geni-
culis vix brunneis.
„ Bart und Knebelbart ſchwarz. Untergeſicht eiſenſchwarz, von eigenem
„„ ſtarken halbmetalliſchem Glanze. In der äußerſt kurzen gelblichgrauen
„„ Behaarung des Ruͤkkenſchildes zwei ſehr dicht zuſammenliegende kahle
5 linienartige Striemen; Bruſtſeiten ein wenig minder ſchwarz als die
„ übrige Grundfarbe, mit kaum merklichen gelblichſchimmernden Striemen.
„„ Hinterrand des lezten Leibringes dunkel ledergelb; Bauch unbehaart,
„ mittlere Einſchnitte ledergelb. Fluͤgel farbenlos: Adern gelblich. Schwin—
„ger lichtwachsgelb. Knie ſehr kurz gelblichbraun; Hinierſchenkel und
„ Schienen an den Unter- oder Vorderraͤndern deutlicher gelblichbehaart.
„ — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; ein Maͤnnchen aus Portu⸗
5 gall. — 4 Linien.“ (Wiedemann.)
* 7 1
/} N
Ne
256 DASYPOGON
II NWolfsfliegge. DASYPOGON.
Tab. we. Fig. 13.
Fuͤhler vorgeſtrekt, dreigliederig: die beiden erſten faſt wal⸗
zeufoͤrmig En laug; das dritte verlängert, zuſammen⸗
gedruͤkt, faſt ſpindelfoͤrmig, an der Spizze mit einem
kurzen zweigliederigen Griffel (Fig. 1 — 3).
Ruͤſſel vorſtehend, wagerecht,ſo lang als der Kopf (Fig. 5).
Schienen gerade.
Fluͤgel aufliegend, parallel.
Antenne porrectæ, triarticulatæ: articulis duobus inferio-
ribus subcylindricis, æqualibus; tertio elongato , com-
f presso subfusilornn, apice stylo brevi biarticulato.
Proboscis exserta, horizontalis, longitudine capitis.
Tibiæ reclæ.
Ale incumbentes parallelæ.
Kopf faſt halbkugelig, vorne zuſammengedruͤkt, mit
breiter vertiefter Stirne. Untergeſicht nur wenig gewoͤlbt,
mit einem ſtarken Knebelbarte von fleifen Borſten. Nezau—
gen laͤnglich rund, im Leben gruͤn. Auf dem Scheitel drei
Punktaugen. Hinterkopf und Gegend unter dem Ruͤſſel
haarig (4 5). — Nüffel vorſtehend, wagerecht, fo lang
oder kaum etwas laͤnger als der Kopf. Lippe fleiſchig,
bauchig, oben rinnenfoͤrmig, unten und an der ſtumpfen
Spizze haarig. Lefze hornartig, ſehr kurz, kegelfoͤrmig,
unten gerinnt. Zunge faſt ſo lang als die Lippe, hornartig,
flach, ſchmal, vorne kaum etwas erweitert, oben an der
Spizzenhaͤlfte mit ruͤkwaͤrts gerichteten dichten Haaren beſezt.
Kinnbakken kuͤrzer als die Zunge, hornartig, flach, ſehr
ſchmal, ſpizzig. Taſter kurz, haarig, zweigliederig, von
verſchiedener Bildung. (Fig. 6 iſt der Ruͤſſel von D. diadema ,
DASYPOGON 257
Fig. 7 von D. brevirostris und Fig. 8 von D. lateralis und
zwar: a Lippe, b Lefze, e Zunge, dd Kinnbakken und ee Tas
ſter). — Fuͤhler vorgeſtrekt, an der Baſis genaͤhert, aufs
waͤrts divergirend, dreigliederig: die beiden erſten Glieder
haarig, faſt gleich groß, faſt walzenfoͤrmig, nur an der Baſis
etwas duͤnner; das dritte iſt verlaͤngert, zuſammengedruͤkt,
an beiden Enden etwas verſchmaͤlert, an der Spizze mit
einem meiſt zweigliederigen kurzen Griffel (1, 2, 3). — Mit⸗
telleib eirund. — Hinterleib bei einigen Arten walzen⸗
foͤrmig, bei andern ſtriemenfoͤrmig flach gewoͤlbt, ſieben⸗
ringelig: der erſte Ring kurz, wulſtartig; das Maͤnnchen
hat einen ſtumpfen After, mit hornartiger, geſchloſſener
Zange; bei dem Weibchen iſt der After ebenfalls ſtumpf, mit
einem Kranze kurzer ſteifer Zaͤhnchen (9); nie iſt mir ein
Weibchen vorgekommen, das, wie bei den Aſilien, eine horn⸗
artige lanzetfoͤrmige Legeroͤhre hatte. — Beine ſtark, bor⸗
ſtig, mit geraden Schienen; die Fuͤße mit zwei Afterklauen.
— Schwinger unbedekt; Schuͤpychen klein, einfach. —
Fluͤgel ziemlich breit, ſtumpf lanzetfoͤrmig, mikroskopiſch⸗
behaart. im Ruheſtande parallel auf dem Leibe liegend. In
Ruͤkſicht der Adern weichen die verſchiedenen Arten etwas
von einander ab (Fig. 10 bis 13). ;
Dieſe Sliegeu leben vom Raube, worauf der deutfche Gat⸗
tungsname anſpielt; der lateiniſche iſt aus den beiden grie⸗
chiſchen Worten dasys ſteifhaarig und pogon Bart zuſam⸗
mengeſezt.
Ihre erſten Staͤnde ſind noch unbekannt.
II. Band. 17
258 DASYPOGON
A. Vorderſchienen mit einem Endftadel.
(Fig. 10 a.)
1. Das. teutonus. Zinn.
Schwarz; Untergeſicht und Flekken der Bruſtſeiten goldfar⸗
big; Hinterleib mit weißen Seitenpunkten; Fuͤhler und
Beine rothgelb. Niger; hypostomate maculisque pleurarum
aureis; abdomine punctis lateralibus albis; antennis pe-
dibusque rufis.
Fabr. Spec. Ins. II. 465. 27 : Asilus (teutonus) niger, tho-
race fugace aureo-maculato; abdomine utrinque maculis
quinque albis. ;
— Ent. syst. IV. 385. 43 : Asilus teut.
— Syst. Antl. 165. 10: Dasyp. teut.
Gmel. Syst. Nat. V. 2898. 11: Asil. teut.
Latreille Gen. Crust. IV. 300.
Scheffer Icon. Tab. 8. Fig. 13.
Panzer Fauna Germ. I. ıı : Asilus teut.
Geoffroy Ins. II. 469. 7? Asile noir lisse a antennes cuisses
et balanciers fauves, et ailes ondées de brun.
Schrank Fauna Boica III. 2549: Asilus teut.
— Ins. Austr. 994 : Asilus teut.
Juͤhler rothgelb: das erſte Glied ſchwaͤrzlich, auch die Spine des dritten
iſt ſchwarz. Ruͤſſel und ſehr haarige Taſter ſchwarz. Untergeſicht und Knebel⸗
bart glänzend goldfarbig; Stirne ſchwarz, unten neben den Fuͤhlern gelb.
Mittelleib oben kaſtanienbraun mit goldglänzendem Rande; die Bruſt—
ſeiten ſchwarz, mit goldfarbigen Flekken; auch die ſchwarzen Huͤften ſind
oben goldfarbig. Hinterleib walzenfoͤrmig, glaͤnzend ſchwarz, am Hinter⸗
rande des zweiten bis ſechsten Ringes iſt ein weißſchillernder Seitenpunkt.
Bauch konkav, glaͤnzend ſchwarz, an denEinſchnitten etwas gelbſchillernd.
Schenkel und Schienen rothgelb — die vordern mehr ſchwaͤrzlich —; Fuͤße
braunſchwarz mit weißlichen Afterfiauen. Schwinger rothgelb. Fluͤgel braͤun⸗
lich an der Spizze etwas gefättigter, an der Wurzelhaͤlfte fat die Farbe
laͤngs den Vorderrand mehr ins Gelbe. — Hier iſt dieſe Art ſehr fel-
DASYPOGON 259
ten; anderwaͤrts in Deutſchland gemeiner. Herr Baumhauer entdekte fie
auch in Frankreich, und Pallas in Rußland. — 8 bis 9 Linien.
2. Das. leucocephalus.
Schwarz; Untergeſicht, Rand des Ruͤkkenſchildes und Sei—
tenpunkte des Hinterleibes weiß; Beine rothgelb. Niger;
hypostomale, thoracis limbo punctisque lateralibus abdo-
minis albis; pedibus rufis. (Fig. 10.)
Untergeſicht und Knebelbart ſilberweiß; Bakkenbart ſchwarz, ſehr duͤnne.
Stirne weiß: Scheitel und eine Laͤngslinie ſchwarz. Fuͤhler, Ruͤſſel und
Taſter ſchwarz. Rüͤkkenſchild etwas graulich, überall mit weißem Rande,
auf der Mitte mit drei ſchwarzen Linien, und am weißen Seiten rande
noch eine ſchwaͤrzliche Strieme. Wenn man den Ruͤkkenſchild von vorne
betrachtet, fo ſchimmert er ins Grauweiße, und dann kommen die ſchwarzen
Linien und Striemen beſſer zum Vorſchein. Bruſtſeiten und Bruſt ſchwarz.
Schildchen weißlich Hinterleib ſchwarz: die Einſchnitte an dem zweiten,
dritten und vierten Ringe in den Seiten weiß. Schwinger hellgelb. Fluͤgel
glashelle, am Vorderrande braͤunlich. Beine rothgelb: Spizze der Hinter-
ſchienen und alle Fuße ſchwarz. — Herr Baumhauer fing mehre Männchen
gegen Ende Junius in der Gegend von Vidauban bei Antibes in Nadel⸗
waldungen. — Beinahe; Linien.
3. Das. luctuosus. gg. +
Schwarz; Knebelbart weiß; Beine roſtroͤthlich; Flügel ruf-
ſigbraun. Niger; mystace albo; pedibus rufo-ferrugineis;
alis fuliginosis.
„„ Fuͤhler braͤunlichſchwarz; Bart, Behaarung der Stirne und des Hitts
—
; terfupfes ſchwarz. Untergeſicht gelblichweiß; Knebelbart ganz weiß. Rufe
„ kenſchild nicht ſehr tiefſchwarz, mit Spuren dunklerer Striemen. Vor
5 den Schultern eine greife Strieme, die in gewiſſer Richtung auch am
=
„ Seitenrande des Rükkenſchildes ſichtbar wird. Bruſtſeiten und Hüft⸗
„ glieder pechſchwarz; Hinterruͤkken an den Seiten greisſchimmernd. Hin—
55 terleib etwas tiefer ſchwarz, hinten ganz an den Seiten des dritten und
„ vierten Ringes ein kleiner greiſer Querflekken; Afterſpizze etwas röth⸗
A
a—
®
% .DASYPOGON
„„ lich. Fluͤgel ſchwaͤrzlichbraun. Beine roſtröthlichgelb: Schienenſpizzen
„ und Fuͤße ſchwarz; Vorderſchienen unten in einen ſtarken Dorn aus-
„ laufend. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung. — 8% Linien“ —
(Wiedemann).
4. Das. punctatus. Fabr.
Schwarz; Hinterleib mit weißen Seitenpunkten; Maͤnnchen
mit ruſſigbraunen Fluͤgeln und ſchwarzen Beinen; Weib:
chen mit ziegelrother Binde des Hinterleibes, roſtfarbigen
Beinen und faſt glashellen Fluͤgeln. Niger; abdomine
punctis lateralibus albis; Mas : alis fuliginosis, pedibus
nigris; Femina : abdomine fascia lestacea, pedibus rufo-
lerrugineis, alis subhyalinis.
Fabr. Spec. Ins. II. 462. 11: Asilus (diadema) ater; alis
nigris, fronte alba (Mas). — 463. 15: Asilus (ꝓuncta-
tus) hirtus, thorace einereo pubescente ; abdomine atro :
punctis tribus marginalibus albis maculisque duabüs
dorsalibus rufis (Femina).
— Ent. syst. IV. 379. 16 : Asilus diadema. — 381.
23 : Asilus punctatus.
— Syst. Antl. 164. 3: Dasyp. diadema. — 165. 5:
Dasyp. punctatus.
Gmel. Syst. Nat. V. 2897. 22 : Asil. diadema. — 25;
Asil. punctatus.
Latreille Gen. Crust. IV. 299.
— OConsid. gemer. 443.
Panzer Fauna Germ. XLV. 23 : Asilus diadema. — a4 :
As. punctatus. — CV. g: Dasypog. nervosus.
Klassif. d. Zweifl. I. 251. 2 : Dasyp. punctatus. — 252.
3 : Dasyp. nervosus
Maͤnnchen und Weibchen von verſchiedenem Kolorit, daher fi
e auch von
manchen für verſchiedene Arten gehalten wurden.
Maͤnnchen: Schwarz, etwas glänzend. Untergeſicht glänzend weiß,
unten ſchwarz mit ſchwarzem Knebelbarte. Der Mittelleib hat am Halſe
eine weißſchillernde Bogenlinie, die ſich auch, wiewohl ganz zart, an den
9
DASYPOGON 261
Seiten bis über die Fluͤgelwurzel hinzieht; vor der Fluͤgelwurzel iſt ein
eben fo gefaͤrbter Flekken, der aber nur in gewiſſer Richtung fihtbar iſt.
Der ſchwarze Hinterleib hat am zweiten bis fünften Ringe weißſchillernde
Seitenflekken, die aber nur in gewiſſer Richtung zum Vorſchein kommen.
Schwinger rothgelb. Flügel mehr weniger dunkelbraun mit violettem Schil⸗
ler; die Adern ſchwarzbraun geſaͤumt. Bisweilen find die Fluͤgel faſt far=
benlos mit mehr weniger braungeſaͤumten Adern; dieſe Abänderung iſt
Das. nervosus der Klaffif. und Panzers.
Weibchen: Untergeſicht und Knebelbart weißlich; Stirne grauweiß mit
ſchwarzem Scheitel. Fuͤhler ſchwarz. Mittelleib ſchwaͤrzlich; auf dem Ruͤkken
mit der naͤmlichen weißen Bogenlinie wie das Maͤnnchen; vorne ſchillert
er ins Weißgraue, wo man dann zwei ſchwaͤrzliche Laͤngsſtriemen gewahrt;
an den Bruſtſeiten weißſchillernde Flekken. Hinterleib ſchwarz: der vierte
und fünfte Ring (bisweilen auch die hintere Hälfte des dritten) lichtziegel—
roth; vom zweiten bis fuͤnften Ringe ſtehen weißſchillernde Seitenpunfte,
Hüften vorne weißlich, mit eben fo gefärbien Haaren; Beine roſtfarbig:
Fuͤße an der Spizze ſchwärzlich. Schwinger gelb. Fluͤgel braͤunlichgelb,
mehr oder weniger geſaͤttigt, meiſtens aber ziemlich blaß. Bisweilen zieht
die Farbe des Untergeſichts, fo wie der Bogen und die Flekken des Mittel-
leibes ins Gelbliche; auch die Farbe der Beine faͤllt oftmals mehr ins
Braune; überhaupt iſt die Farbe des Weibchens ſehr unbeſtaͤndig. —
Meine Exemplare ſind aus der Gegend von Paris, wo ſie Herr Baum—
hauer nicht ſelten antraf; er fing fie auch im ſuͤdlichen Frankreich; ſie wurde
ebenfalls in Italien, im ſuͤdlichen Deutſchlande und in Rußland entdekt. —
10 bis 11 Linien. |
Die ſchwarze Farbe dieſer Art ſchimmert an beiden Geſchlechtern ins
. undN im Sonnenſchein mit goldglaͤnzenden Punkten.
* uw
| E. 5 55 6. Das, fasciatus.) - Ana.
i wen pete mit ziegelrother Binde und weißen
Seitenpunkten; Beine ſchwarz; Fluͤgel küſſigbraun. Niger;
abdomine fascia testacea punetisque lateralibus albis; pe-
dibus nigris; alis fuliginosis.
Dieſe Art iſt gleichſam eine Zuſammenſezzung der beiden Geſchlechter der
vorigen. Untergeſicht und Knehelbart weiß. Stirne vorne weißlich mit
.
ur
ET
———j—
9
—
262 DASYPOGON
* weißen Haaren; Scheitel und Fuͤhler ſchwarz. Der Mittelleib iſt wie bei
dem Männchen, der Hinterleib aber wie bei dem Weibchen der vorigen
Art kolorirt und gezeichnet. Schwinger gelb. Fluͤgel ruſſigbraun. Beine
(onen. — Ein Weibchen aus der Baumhaueriſchen Sammlung. — 6 Lin.
6. Das. atratus. Fabr. 7
Schwarz; Kopf und Ruͤkkenſchild aſchgraulichbehaart. Ater;
capite thoraceque cinerascente hirsutis.
Fabr. Ent. syst. IV. 380. ı9 ; Asılus (atratus) hirtus ater,
capite thoracequo cinerascentibus.
55 Syst. Antl. 165. 4: Dasyp. atratus.
Klassif. d. Zweifl. I. 266. d) Asilus atratus.
5 Die Fuͤhler fehlen an dem Exemplare in Fabricius Sammlung, die
5 Fluͤgelnerven find aber wie bei Dasypogon, dem auch der ganze Habi⸗
5 tus entſpricht. Er gehöret zu den etwas minder ſchlanken Arten. Bakken,
2 oberer Rand der Mundvertiefung und die Stirne ſchwarz. Untergeſicht
5 greisgelblichbehaart, eben fo der Knebelbart; Stirne und Hinterkopf et=
„ was dunkeler graugelbhaarig. Mittelleibsruͤkken ſchwarz, ebenfalls grau⸗
„ gelbhaarig; Schultern und Hinterekken roſtbraunroth, in gewiſſer Rich—
5 tung, wie auch der Seitenrand des Ruͤkkenſchildes gelblichſchillernd.
„„ Bruſtſeiten und Bruſt braͤunlichſchwarz: vor der Fluͤgelwurzel eine et⸗
77 was ſchräg vorwärts laufende gelbſchillernde Strieme. Hinterleib ein=
5 farbig glänzend ſchwarz, nur dünne und kurz graugelbbehaart. Fluͤgel
„„ gelblich, mit roſtbraunen Adern. Schwinger roſtgelb. Beine glänzend
5 braͤunlichſchwarz, mit ſchwarzen Borſten: Huͤften ſtark graugelb behaart;
5 Vorderſchienen in einen ſtarken Zahn auslaufend. — Das Exemplar
„ iſt ein Maͤnnchen. — 7½ Linien.“ (Pieddren — Vaterland:
' 8 bei wabtſcrinit auch das ſuͤdliche Europa. 5
7. Das. cylindricus. Fabr. 7
eee e
| Schwarz; drei Ringe des Hinterleibes und die Beine roth⸗
gelb. Niger; abdominis segmentis trıbus e rufis.
| Fahr Ent. syst. IV. 381. 24 : Asilus (cylindricus) niger;
abdominis segmentis 0 supra pedibusque rulis.
N
A+
DASYPOGON 263
Fabr. syst. Antl. 165. 6 : Dasyp. cylindr.
Klassif. d. Zweifl. I. 267. f) Asilus cylindr.
„Fuͤhler an der Wurzel des dritten Gliedes roͤthlich. Untergeſicht und
„ Knebelbart weißlich. Bart und Haare des Hinterkopfes ſchwarz. Mittel-
„leib an den Seitenraͤndern und den roͤthlichen Schulterbeulen aſchgrau⸗
„ ſchimmernd. Der dritte, vierte und fünfte Ring des Hinterleibes find
krothgelb; aber auch der ſechste hat zuweilen einen rothgelben Vorder-
„„ rand. Bauch einfarbig ſchwarz« Flügel gelblich: die roſtbraunen Adern
55 ſaͤmmtlich mit dunkeler gelber Einfaſſung. Schwinger gelblichweiß. Beine
5 rothgelb, bisweilen auch dunkelrothbraun, ja ſchwaͤrzlich: Vorderſchie—
7 nen in einen Zahn auslaufend. — 67% Linien.“ (Viedemann.)
Das Vaterland iſt, nach Fabricius Angabe, Deutſchland.
8. Das. analis. Fabr. 7
Roſtgelb; Ruͤkkenſchild ſchwarzgeſtriemt; Hinterleib mit
ſchwarzer Wurzel. Ferrugineus; thorace nigro-vittato;
abdomine basi nigro. |
Fabr. Ent. syst. 377. 4 : Asilus (analis) thorace testaceo
fusco-lineato ; abdomine supra fulvo, subtus atro,: seg-
mentorum marginibus utrinque albis.
— Syst. Antl. 164. ı : Dasyp. analis,
Klassif, d. Zweifl. 265. a) Asil. analis.
„ Bakkenbart ſchwarz. Untergeſicht mehr meſſinggelb und ſeidenglaͤnzend
„ als goldgelb; Knebelbart lichtgreisgelblich. Stirne mit vertiefter Mittels
„ linie, an den Seiten gelblichbehaart, mitten und auf dem Scheitel
„„ ſchwarz. Zuhler dunkel roſtbraun (das Endglied fehlt an Fabricius Exem⸗
5 plar). Mittelleib oben roſtgelblichbraun mit braunſchwarzen Striemen,
„die hinten ſchmaͤler zulaufen; Seiten- und Vorderrand meſſingglaͤnzend;
„eben dieſe Farbe haben die Hinterekken des Ruͤkkenſchildes, die Seiten
5 des Hinterruͤkkens und die Wurzel des Schildchens, was aber in gewiſſen
„„ Richtungen nicht ſichtbar iſt; Bruſtſeiten und Bruſt braͤunlichſchwarz,
„ hin und wieder mit lichtern Stellen; vor der Fluͤgelwurzel ein großer
2 meſſinggelber Flekken. Erſter und zweiter Ring des Hinterleibes (mars:
—eh
264 DASYPOGON
„ lezterer mit ſchmal roſtbraunem Rande; der dritte mit ſchwarzem nach
„„ innen zweizaͤhnigem Seitenflekken: die beiden vorderſten Zaͤhne berühren
75 ſich mit den Spizzen; vierter bis ſiebenter Ring roſtgelbbraun: an den
27 Seitenraͤndern vorne je ein dreiekkiger ſchwarzer, und hiuter dieſem ein
72 querlaͤnglicher gelblicher, meſſingſchillernder Flekken, außer am ſiehenten
„ Ringe, wo das Schwarze den ganzen Seiten- und auch den Hinterrand
9, einnimmt. After glänzend ſchwarz. Fluͤgel gelblich mit roſtgelben Adern.
5 Beine bochroſtbraun ins Rothe ziehend mit ſchwarzen Borſten: Vorder-
5 ſchienen in einen Zahn auslaufend. — 9Ya Linien. “( Wiedemann.)
Vaterland: Italien.
B. Schienen ohne Endſtachel.
9. Das. tristis,
Schwarz; Kopf, Ruͤkkenſchild und drei Binden des Hinter⸗
leibes roſtbraun; Fluͤgel braun. Niger; capite, thorace
fasciisque tribus abdominis ferrugineis; alis fuscıs.
Untergeſicht in der Mitte dunkelbraun, an dem Augenrande hellgelb.
Bakken⸗ und Knebelbart roſtgelb. Fuͤhler roſtgelb: das dritte Glied an
der Spizzenhaͤlfte braun; zwiſchen beiden Farben iſt ein weißlicher Ring;
das zweite Glied iſt mehr napf- als walzenfͤrmig. Stirne und Hinterkopf
roſtbraun, vorne mit ſchwaͤrzlichen Striemen. Bruſtſeiten ſchwarz: über
der erſten und zweiten Hüfte je ein goldglänzender Flekken. Schildchen
roſtbraun. Hinterleib tiefſchwarz: der zweite Ring hat eine breit unter=
brochene roſtbraune Binde; auf dem dritten und vierten Ringe iſt eine
eben ſo gefärbte durchgehende Binde, die am Hinterrande ausgeſchnitten
iſt; der fünfte if einfarbig tiefſchwarz; die folgenden Ringe find glänzend
ſchwarz, querrunzelig. Bauch eben ſo gefaͤrbt wie die obere Seite. Schwin⸗
ger hellgelb. Fluͤgel dunkelbraun, der Adernverlauf wie Jig. 12. Beine
roſtgelb: die Schenkel mehr roſtbraun. — Aus Ungarn; Herr Megerle
von Muͤhlfeld ſchikte ſie unter dem Namen Das. Maurus; allein die Be⸗
ſchreibung dieſer Art paßt nicht darauf; das e eewar ein Weib⸗
chen. — Stark 8 Linien.
DASYPOGON 265
10. Das. sabaudus. Fabr.
Roſtgelb; Ruͤkkenſchild mit zwei braunen Linjen; Knebelbart
gelb. Ferrugineus; thorace lineis duabus fuscis; mystace
flavo. (Fig. 12).
Fabr. Ent. syst. IV. 385. 40: Asilus (sabaudus) hirtus
cinereus, abdomine rufo : maculis marginalibus subtus-
que fuscis.
— Syst. Antl. 150. 2: Dioctria sabauda.
Klassıf. d. Zweifl. I. 268. K) Asilus sabaudus.
Untergeſicht roſtgelb, an den Seiten weißlich mit hellgelbem Knebelbarte;
Stirne braungelb. Fuͤhler braun: die beiden unterſten Glieder roſtgelb.
Mittelleib braungelb, mit zwei braunen ſchillernden Laͤngslinien, hinten
gelbborſtig. Hinterleib walzenfoͤrmig glaͤnzend roſtgelb, bisweilen mit brawe
nem Hinterrande der Ringe. Beine roſtgelb, borſtig, mit hellgelben
Afterklauen. Fluͤgel etwas bräunlich mit gelblichem Vorderrande. — Herr
Baumhauer fing dieſe Art gegen Ende des Junins und Anfangs Julius
zwiſchen Arles und Salons, auch auf dem Gebirge bei Toulon und Nizza.
Mit dieſen kommt das Exemplar in Fabricius Sammlung, das ich von
Herrn Wiedemann zur Anſicht erhielt, überein. — 8 bis 10 Linien.
11. Das. elongatus.
Untergeſicht und Knebelbart weißlich; Ruͤkkenſchild grau
mit braunen Striemen; Hinterleib graubraun; Fluͤgel
glasartig. Hypostomate mystaceque albidis; thorace gri-
seo fusco-vittato; abdomine griseo-fusco; alis hyalinis.
Klassif, d. Zweifl. I. 248. 9: Asilus (elongatus) abdomine
elongato nigro; pedibus pallide flavis.
Untergeſicht, Knebel- und Baffenbart gelblichweiß; Stirne braͤunlich—
grau. Taſter klein, walzenfbrmig, ſchwarz, borſtig. Mittelleib braͤunlich—
aſchgrau, weißgelbborſtig, mit drei braunen Striemen, von denen die mit—
telſte bisweilen getheilt if. Halskragen mit einem Kranze von weißlichen
aufrechtſtehenden Vorſten. Hinterleib verlängert, walzenfoͤrmig, länger
266 DASYPOGON
als die Flügel, graubraun, nur der Hinterrand der Ringe ſchillert in
gewiſſer Richtung an den Seiten etwas weißlich; die beiden erſten Ringe
weißlichborſtig, die andern ſehr feinhaarig, faſt nakt. Beine von der Farbe
des Hinterleibes, ſtark mit weißlichen Borſten beſezt: vorderſte Schienen
und Füße etwas gelblichſchimmernd, und die Huͤften mit vielen krummen
weißlichen Borſien beſezt; Klauen flarf, ſchwarz; Afterklauen braͤunlich⸗
weiß Schwinger braͤunlichweiß; Fluͤgel glasartig, im Adernverlaufe wie
Jig 12, nur daß die Adern bei à keine Binnenzelle bilden, ſondern beide
nach dem Nande von einander getrennt, hinlaufen. — Herr Baumhauer
ſing dieſe Art nach beiden Geſchlechtern bei Beaucaire; ein anderes Exem⸗
plar aus Ungarn wurde mir von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld unter dem
Namen Das. hungaricus mitgetheilt, das keine bedeutende Verſchieden⸗
heit zeigte. — 11 bis 12 Linien. |
12. Das. junceus. Hgg. 7
Schwaͤrzlich; Ruͤkkenſchild mit rothgelben Striemen; Hin⸗
terleib rothgelbbandirt. Nigricans; thorace rufo-vittato;
abdomine rufo-fasciato.
„ Bakken und Untergefiht gemsledergelb, lezteres gelblichweißſchim⸗
„ mernd; Dart weiß; Knebelbart und Hinterkopfshaar gelblich. Ruͤkken⸗
25 ſchild ſchwaͤrzlich ins Schimmelgraue ziehend, mit zwei gemsledergelben
= Striemen; Schultern ſtark roͤthlichledergelb; Bruſtſeiten ſchimmelgrau,
„ gelblich durchſcheinend, Schildchen gemsledergelb geſaͤumt. Hinterleib
2 ſchwaͤrzlich, ſtark ins Braune fallend, Einſchnitte roͤthlich, welches an
z den beiden andern Ringen gemeinſchaftlich iſt, an den hintern ſich mehr
5 auf die Hinterraͤnder allein beſchraͤnkt, und in der Mitte ein wenig wei⸗
„ter vortritt, die Seitenraͤnder aber an allen ganz einnimmt. Ruͤkkenſchild
7 mit län gern fleifen einzelnen, Hinterleib mit kuͤrzern feinern dichten gelb-
= lichen Haaren beſezt; am erſtern ſtehen die Haare beſonders an den Sei-
„ten auf kleinen dunkelbraunen Höfferchen. Flügel farbenlos, nur an
2 den braunen Nerven etwas gelbgeſaͤumt. Schwinger gelblich. Hinter⸗
2 ſchenkel ſchwarz, nur unten und innen roͤthlichgemsledergelb. Mittel⸗
3 und Vorderſchenkel außen und unten roͤthlich, innen und oben ſchwarz,
iſt an der Innenſeite das Schwarze durch eine roͤthliche Strieme ge⸗
25 doch
25 theilt. Schienen und Fuͤße roͤthlichgelb⸗bedornt, Hinterſchienen mehr
DASYPOGON 267
„ braunlih. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; ein Männchen
2 aus dem ſuͤdlichen Frankreich. — 11 Linien.“ (Wiedemann.)
13. Das. brevipennis. Hgg. +
Braungraulich; Hinterleib und Beine kaſtanienbraun. Fusco-
cinerascens; abdomine pedibusque badllis.
5 Fuͤhlerwurzel kaſtanienbraun, die Spizze ſchwarz. Untergeſicht, Knebel⸗
2 bart und Bart gelblichweiß; Stirne graugelblich. Rükkenſchild mit
5 vier bräunlichen Striemen, die von der lichtern Grundfarbe nur wenig
5 durchſchimmern laßen; Vorderrand nebſt Schultern und Bruſtſeiten mehr
2 grau, beſonders in gewiſſen Richtungen. Der kaſtanienbraune ſehr lange
5 Hinterleib erſcheint, feitwärts geſehen, von kurzen Haͤrchen faſt greis.
„ Fluͤgel mit etwas gelblichgrauem Anſtriche, um ein Drittel kurzer als
95 der Hinterleib: Adern braun. Schwinger braͤunlichgrau. Die Faflantens
„ braunen Schenkel obenauf ſchwaͤrzlich. — In der Hoffmannseggiſchen
„Sammlung; ein Männden aus Portugal. — 7 Linien.“ (Wiedemann.)
14. Das. exquisitus. gg. T f
Lichtkaſtanienbraun, mit braunen Striemen und weiß ges
ſchekt. Dilute badius, fusco-vitlatus, albido-variegatus.
„ Fuͤhler kaſtannienbraͤunlich. Untergeſicht gelblichweiß; Knebelbart und
2, Bart minder gelblichweiß. Grundfarbe des Ruͤkkenſchildes lichtkaſtanien⸗
2 braun, mit drei ſchwaͤrzlichbraunen Striemen: die mittelſte durch eine
5 lichtere Laͤngslinie getheilt; zwiſchen ihr und den Seitenſtriemen, quer
3 in dieſe hinein und neben ihnen nach außen grauweiße Flekken und
5 Linien. Vor der Fluͤgelwurzel wieder eine braune, und unter dieſer eine
2 graulichweiße Strieme. Hinterleib kaſtanienbraun, das an Wurzel und
5 Spizze ins Schwarze, mitten mehr ins Gelbliche zieht. Stay verſchiede—
2 nen Richtungen ſieht man in einem graulichen Haaruͤberzuge braune
5 Striemen durch. Schwinger ſchmuzzig gelblich; Fluͤgel wenig gelblich,
2, Beine überall lichtkaſtanienbraͤunlich, mit gelblichgreiſer Behaarung. —
> In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; ein Weibchen. — 5 Linien.
(Wiedemann.) |
268 DASYPOGON
15. Das. nubilus. Hop. 97
Schwarz; Ruͤkkenſchild gelblich behaart mit zwei ſchwarzen
Striemen; Hinterleib mit greiſen Seitenflekken und gleich⸗
farbigen Hinterraͤndern; Fluͤgel braͤunlich gewoͤlkt. Niger;
thorace flavicante hirto, vittis duabus nigris; abdomine
maculis lateralibus et marginibus griseis; alis fusco-nubilis.
2 Fuͤhler ſchwarz. Bart gelblichweiß, Knebelbart mehr gelb. Untergeſicht
„ weißlich. Rükkenſchild ſchwarz, ziemlich ſtark gelblichbeharrt, mit zwei
5 ziemlich dicht zuſammenliegenden nakten linienartigen Striemen; Bruft-
„ feiten in gewiſſer Richtung grau. Hinterleib oben nur aͤußerſt kurz-, dem
22 Auge kaum merklich, behaart, ſchwarz; Seitenraͤnder greis, und von
2 ihnen hinten an jedem Ringe ein quergehender dreieffiger Flekken aus⸗
„gehend. Bauch gelblichbehaart. Bei dem Maͤnnchen die Behaarung uͤber—
2 all mehr ins Weiße. Fluͤgel braͤunlich, an der Wurzelhaͤlfte minder ge⸗
22 ſaͤttigt. Schwinger groß, faſt ſchwefelgelb. Beine pechſchwarz, bei dem
22 Maͤunchen dunkeler. — Beide Geſchlechter in der Hoffmannseggiſchen
2 Sammlung, aus Portugall. — 5 ½ Linien.“ (Wiedemann.)
10. Das. manicatus.
Ruͤkkenſchild ſchwaͤrzlich, weißſchillernd, mit ſchwarzen
Striemen; Hinterleib rothgelb; Fluͤgel braͤunlich, mit
gelbem Vorderrande. Thorace nigricante albo-micante
nigro-vittalo; abdomine ruſo; alis infuscalis, margine
antıco flavis.
Fuͤhler ſchwarz. Untergeſicht, Knebelbart und Bart weißlich. Stirne
ſchwarzlich mit weißlichem Schiller. Ruͤkkenſchild ſchwärzlich, weißborſtig;
von vorne geſehen weißgrau mit zwei ſchwarzen, dicht zuſammenliegenden
Striemen, neben welchen noch ſchwaͤrzliche Flekken liegen; in noch ſchieferer
Richtung verſchiedene Striemen und Flekken, und alles iſt grauweiß. Bruſt⸗
feiten grauweiß. Schildchen ſchwarz. Hinterleib nakt, rothgelb; bei dem
Maͤnnchen find die drei erſten Ringe an der Baſis geſchwaͤrzt, der vierte
bat nur einen ſchwaͤrzlichen Seitenflekken; in gewiſſer Richtung zeigen ſich
bie Seiten des zweiten bis vierten Ringes grauſchillernd; bei dem Weib⸗
9
DASYPOGON 269
chen iſt der ſechste und fiebente Ring glaͤnzendſchwarz. Schwinger rothgelb.
Fluͤgel braun mit gelbem Vorderrande. Schenkel ſchwarzbraun; Schienen
rothgelb; Fuͤße braun, nur das erſte Glied rothgelb. Bei dem Maͤnnchen
iſt an den Verderfuͤßen das erſte Glied dicht weißhaarig, die Mittelſchie⸗
nen ſind innen weißbaarig mit einem tiefſchwarzen Haarflokken auf der
Mitte, und die mitielſten Schenkel haben vor der Spizze einen Schopf
von tiefſchwarzen Haaren. — Herr Baumhauer fing dieſe Art mehrmalen
nach beiden Geſchlechtern in der Provence und bei Nizza. — 7 Linien.
17. Das. ruficornis. Fabr.
Haarig, ſchwarz; Ruͤkkenſchild geflekt; mittelſte Ringe des
Hinterleibes rothgelb. Hirtus ater; thorace maculato; ab-
dominis segmentis intermediis fulvis. (Fig. 11.)
Fabr. Ent. syst. IV. 380. 20: Asilus (rufcornis) hirtus
niger thorace maculato ;abdominis segmentis tribus fulvis;
— Syst. Antl. 155. 9: Asilus ruficornis,
Klassif. d. Zweifl. I. 266. e) Asilus ruficornis.
Sehr haarig. Fuͤhler rothgelb mit ſchwarzer Wurzel. Knebelbart rofi=
gelb, nimmt das ganze Untergeſicht ein. Stirne ſchwarzbraun. Ruͤkken⸗
ſchild glaͤnzend braunſchwarz mit gelblich grauen Flekken, am Halſe mit
weißen Haaren. Schildchen ſchwarz. Hinterleib tiefſchwarz, glänzend: die
hintere Haͤlfte des zweiten Ringes und der ganze dritte und vierte Ring
find matt rothgelb : die beiden leztern haben an dem Vorderrande ſchwarze
Seitenpunkte; der fünfte Ring iſt bei dem Weibchen hinten rothgelb ge⸗
ſaͤumt. Bauch glänzend ſchwarz. Beine ſehr haarig, ſchwarzbraun, Fuͤße
mehr rothbraun; die Vorderſchienen haben an der Innenſeite einen gelben
Filz. Schwinger braun mit gelbem Knopfe. Slügeladern bezunlic geſaͤumt.
— Aus Frankreich. — 7 bis 8 Linien. .
Ein weibliches Exemplar aus dem Thal von Tenda hatte braune Schen⸗
kel, roſtgelbe Schienen und Fuße, beide an der Spizze braun. Die Fluͤge!
glasartig.
270 DASYPOGON
18. Das. elegantulus. Hgg. +
Aſchgrau; Ruͤkkenſchild liniirt; Hinterleib mit unterbroches
nen weißen Binden; Fluͤgel waſſerhelle. Cinereus; thorace
lineato; abdomine interrupte albo-fasciato; alis hyalinis. »
„ Bei dem Maͤnnchen iſt die Farbenmiſchung mehr gelb und braun.
35 Bakken und Untergeſicht weißſchimmernd. Bart weiß; Knebelbart wenig
5 gelblich; Stirne gelblichgrau. Nuͤkkenſchild mit drei dunkelen grauen brei⸗
„ ten Striemen, deren mittlere viel weiter vortritt. Schultern mehr ins
„ Weiße; zwiſchen ihnen und den Striemen etwas ſchoͤn Gelblichbraunes;
„ iwiſchen dem Braunen und der Mittelſtrieme je eine gelbliche Linie.
„ Bruſtſeiten oben gelblichgrau, unten mehr ins rein Graue fallend. Hin⸗
5 terfeib obenauf dunkel gelblichbraun; der erſte Ring an den Seiten ganz
„ lichtgrau, fo daß nur das mittlere Drittel braun bleibt; alle ubrigen
„„ inge am Vorderrande an jeder Seite mit einem weißlichen Querſtriche,
25 fo daß beide eine breitunterbrochene linienartige Binde bilden, in deren
„ Zwiſchenraume ein großer rundlicher braͤunlichſchwarzer Flekken iſt; die
5 Hinterraͤnder zeigen ſaͤmmtlich einen ſchmalen gelblichen Saum. Bei dem
5 Weibchen iſt die Zeichnung etwas verſchieden, naͤmlich am zweiten, vierten
„ und fünften Ringe find die weißen Striche viel breiter, und die Farbe
„ des Hinterleibes iſt uberhaupt mehr ſchwaͤrzlich; die Fluͤgel noch mehr
„5 waſſerklar als bei dem Maͤnnchen. Schwinger an beiden Geſchlechtern
„ gelblichweiß. Schenkel ſchwarz; Schienen bei dem Weibchen nicht wie
„bei dem Maͤnnchen mit ſchwarzen Spizzen; Huͤftglieder der Vorderbeine
„ bei dem Weibchen mehr blendend ſchnee- bei dem Maͤnnchen nur gelb⸗
„ lichweiß ſchimmernd. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; aus
„ Portugall. — 3 bis 3/ Linien. (Wiedemann.)
19. Das. Fabricii. 4
Schwarz; Flügel glasartig; binterſte Schienen an der Wur⸗
zel roͤthlich. Niger; alis hyalinis; tibiis posterioribus basi
ruſescentibus.
vs Glaͤnzend ſchwarz, mit ſchwaͤrzlichem Knebelbarte, an Hinterkopf,
„ Bruſtſeiten, Hinterleib und Beinen fein weißbehaart, fo daß die glaͤn⸗
„ zend ſchwarze Farbe aber überall vorwaltet. Auf dem Rükkenſchilde
—
*
DASYPOGON 271
2
zwei, vorzuͤglich ſchraͤg von vorne geſehen in die Augen fallende unbe⸗
Dr
„ haarte Linien. An den Rändern der Hinterleibsringe ſehe ich durchaus
„ nichts Weißes, nicht einmal ſtehen hier die kurzen weißen Haͤrchen dich⸗
„„ ter wie ſonſt wo. Flügel vollkommen waſſerklar, nur an der Spisze ein
„ wenig braͤunlichgrau. Schwinger groß und blaßbraͤunlich. Hinter- und
5 Mittelſchienen an der Wurzel roͤthlichgelb, was ſich innen bis uͤber die
55 Hälfte, außen nichtfoweit hinab erſtrekt. — Ein Maͤnnchen, das in Fabri⸗
„, eius Sammlung von feiner eigenen Hand als Das. arcuatus bezeichnet iſt;
5 allein ich möchte kaum annehmen, daß dieſes wirklich die von ihm ge⸗
55 meinte Art ſeie; eine Dioctria wie Latreille vermuthet, iſt wenigſtens
„ das hier beſchriebene Stuͤck nicht. — 3%, Linien.“ (Wiedemann.)
Fabricius ſagt von ſeinem Das. arcuatus weiter nichts als er ſeie klein,
ſchwarz, mit weißgerandeten Leibringen. Das Vaterland iſt Italien.
207 Das. flavimanus.
. er
0
£
Glaͤnzend ſchwarz; Ruͤkkenſchild undeutlich geflekt; Hinter:
leib mit vier weißen Seitenflekken; Vorderfuͤße des Maͤnn⸗
chens ſehr zart, gelb. Ater nitidus; thorace obsolete ma-
culato; abdomine maculis quatuor lateralibus albis; tarsıs
anticis maris tenuissimis flavis.
Maͤnnchen: Untergeſicht uͤberall mit dichtem grauweißem Knebelbarte
beſezt, der in der Mitte der ganzen Lange nach einen ſchmalen Streifen
tiefſchwarzer Haare hat. Bart weiß. Stirne ſchwarz, ſchwarzhaarig. Fuͤh⸗
ler ſchwarz. Ruͤkkenſchild glänzend ſchwarz, mit verloſchenen graulichen
Zeichnungen; Bruſtſeiten grau. Hinterleib walzenfoͤrmig glaͤnzend ſchwarz;
am Hinterrande des zweiten bis fuͤnften Ringes mit weißgrauen Seiten⸗
fleffen. Beine ſchwarz, haarig, die Fuͤße rothgelb; die Vorderfuͤße ſehr
duͤnne werdend, das lezte Glied iſt beſonders ſehr zart, wird aber an der
Spizze wieder etwas dikker: ſie ſind an der Innenſeite mit langen Haaren
bekleidet. Schwinger gelb. Flügel laͤngs den Vorderrand und an der Spiz⸗
zenhaͤlfte braͤunlich, kaum etwas länger als der Hinterleib, der Adern-
verlauf wie bei teutonus.
Weibchen: Untergeſicht braͤunlichweiß; Knebelbart oben ſchwarz unten
ſchmuzzigweiß. Vakkenbart weißlich. Schenkel ſchwarz; Schienen und Fuͤße
| siegelfarbig; die Vorderfuͤße wie gewöhnlich. — Herr Baumhaner fing
272 DASYPOGON
dieſe Art auf dem Genisberge. Ein anderes Exemplar aus Oeſterreich theilte
mir Herr Megerle von Muͤhlfeld unter dem Namen D. flavocalceatus
mit. — 6 Linien-
21. Das. fimbriatus.
Ruͤkkenſchild grau, mit dunkeln Linien und Flekken; Hin⸗
terleib ſchwarz, die Einſchnitte an den Seiten weiß.
Thorace cinereo obscure lineato maculatoque; abdomine
nigro, incisuris lateribus albis.
Untergeſicht ſchwarz, mit weißem Schiller; Knebelbart ſchwarz; Kinn⸗
und Bakkenbart weiß. Stirne ſchwarigrau, mit ſchwarzen Haaren. Fuͤhler
ſchwarzbraun, kaum fo lang als der Kopf. Mittelleib aſchgrau, ſchwarz⸗
haarig, auf dem Ruͤkken mit zwei ſchwaͤrzlichen genäherten Laͤngslinien;
neben denſelben eine breite ſchwaͤrzliche, vorne verkuͤrzte, aus zwei Flekken
beſtehende Strieme. Schildchen ſchwaͤrzlich, mit grauer Strieme. Bruſtſeiten
grau. Hinterleib flach walzenfoͤrmig, glaͤnzend ſchwarz, vor den Einſchnit⸗
ten mit weißen Seitenpunkten Schwinger ſchmuzzig weiß, mit braunlichen
Punkte auf dem Knopfe. Fluͤgel ein wenig graulich. Beine glaͤnzend ſchwarz,
borſtig; die Hinterſchienen kaum etwas keulfoͤrmig. — Herr Baumhauer
fing mehre Maͤnnchen in der Mitte des Maies an der Rhone bei Lyon
auf fandigen Anhoͤhen. — Linien.
22. Das. cinctellus. Meg.
Ruͤkkenſchild grau mit drei dunkeln Linien; Hinterleib ſchwarz
mit roͤthlichgelben Haaren und weißen Einſchnitten. Tho-
race griseo lineis tribus obscuris; abdomine nigro, rufes-
cente hirsuto : incisuris albis.
Klassif. d. Zweifl. I. 252. 4 : Dasypogon (cinctus) abdo-
mine nigro incisuris albis. Tab. 13. Fig. 4.
Untergeſicht ſchwarz, weißlichſchillernd mit ſchwarzem Knebelbarte; Baf-
kenbart weiß. Fuͤhler ſchwarz: der Griffel an der Spitze des dritten Glie⸗
des ſcheint nur eingliederig zu ſein. Mittelleib grau, mit drei dunkeln
Ruͤkkenlinien: die mittelſte ſehr undeutlich, gerade; die Seitenlinien find.
DASYPOGÖN 273
5 ; 2 315
vorne ſeitwaͤrts gekruͤmmt. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz,edünn röoͤthlichgelb⸗
DI EROE A DB
haarig, mit weißhaarigem Hinterrand der Ringe. Schwinger weißgelb.
Beine ſchwarz, haarig. Fluͤgel kaum etwas graulich; die Gabelader an der
Spizze bildet mit ihren beiden Armen einen fpissigen Winkel. — Im
Sommer auf ſandigen Anhoͤhen hier ſelten. — 5 Linien.
23. Das. hirtellus. Full.
Ruͤkkenſchild grau, mit drei dunkeln Linien; Hinterleib
Tho-
ſchwarz weißgrauhaarig, mit weißen Einſchnitten.
race griseo, lineis tribus obscuris; abdomine nigro cano-
hirsuto : incisuris albıs.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 11. 1: Dasypogon (hirtellus) cine-
reus hirsutus; thoracis lineis tribus fuscis : media abbre-
viata; pedibus nigris; segmentis margine albicantibus.
Sie gleicht der vorigen durchaus, und ich fehe weiter keinen Unterſcheid 5
als daß der Hinterleib weißlich behaart iſt. Indeſſen ſcheint dieſer Umſtand
hier die Artrechte zu begruͤnden, denn ich habe von beiden mehre Exem⸗
plare nach beiden Geſchlechtern ganz uͤbereinſtimmend gefunden. Herr Mies
gerle von Muͤhlfeld ſchikte fie als Das marginatus. — 3 bis 4 Linien.
24. Das. brevirostris.
.
Schwarz; Ruͤkkenſchild hinten grauhaarig; hinterſte Schie⸗
nen an der Wurzel rothgelb. Niger; thorace postice griseo-
piloso; tibiis posterioribus basi rufis. (Fig. 7 die Mund⸗
theile.)
Fallen Dipt. Suee. Asil. 12. 3 : Dasypogon (armillatus)
niger; abdominis lateribus albo-guttatis; tibiis omnibus
bası posticisque late rufis; alis subinfüscatis (Femina).
— 13. 4 : Dasypogon (longitarsis) niger, griseö-pubes-
cens, immaculatus; tibiis bası rufis; tarsis posticis atie-
nuatis (Mas). |
Klassif. d. Zweifl. I. 255. ı : Dioctria brevirostris. Tab. 13.
Fig: 16 17.
II. Band. 18
274 DASYPOGON
Maͤnnchen: Untergeſicht glaͤnzend ſchwarz, mit ſchwarzem Knebel⸗
barte. Bakkenbart und Hinterkopfshaare weiß; auch der hintere Augen⸗
rand weiß. Mittelleib glänzend ſchwarz, auf dem Ruͤkken vorne mit kur⸗
zen ſchwarzen, hinten mit langen wegſtehendeit weißlichen Haaren. Hin⸗
terleib glaͤnzend ſchwarz, kegelfoͤrmig, an den Seiten zart weißhaarig.
Beine ſchwarz: hinterſte Schienen an der Wurzel ziegelroͤthlich, Schenkel
vorne weiß hinten ſchwarzhaarig. Die Hinterbeine ſind von ſonderbarer
Bildung: Schenkel nach hinten etwas verdikt; Schienen an der Wurzel
innen ausgeſchnitten, von dieſem Ausſchnitte an langs die ganze Innenſeite
ſehr dicht weißhaarig; erſtes Fußglied langer als die. Schienen, flach ge=
druͤkt, querrunzelig, an den ſcharfen Seiten fein weißgefranzt; die folgen⸗
den Glieder ſehr klein, zuſammen kaum den ſechsten Theil von der Laͤnge
des erſten. Schwinger hellgelb. Fluͤgel glashelle, an der Spizze etwas ge⸗
ſchwaͤrzt.
Weibchen: Der Schopf hinten am Nuͤkkenſchilde iſt roſtfarbig. Hin⸗
terleib walzenfoͤrmig, ſchwarz, mit vier weißſchillernden Seitenflekken; die
beiden lezten Ringe find ſehr kurz und ſchmal. Beine alle von gewoͤhnlicher
Bildung; die Hinterſchienen kaum ein wenig feulfbrmig; die Fußglieder
alle gleich dikke. Flügel an der Baſis und noch etwas längs den Vorder—
rand hinauf gelblichbraun, uͤbrigens glashelle. Der Stralenkranz am Hin⸗
terleibe fehlt. Ueber die Bildung der Mundtheile vergleiche man die Abs
bildung. — Anfangs Sommers auf Bergwieſen in hieſiger Gegend ziem-
lich haͤuſig; ich habe fie mehrmalen in Paarung angetroffen. — 4 Linien-
25. Das. vitripennis.
1 |
Schwarz; Hinterleib an den Seiten weißpunktirt; Schienen
und Füße ziegelroth; Flügel glasartig mit brauner Wur⸗
zel. Niger; abdomine punctis lateralibus albis; tibiis tar-
sisque testaceis; alis hyalınıs basi fuscis.
Fabr. Ent. syst. IV. 388. 57 : Asilus (hottentottus) ater,
abdomine punctis lateralibus albis; alis albis basi nigris.
— Syst. Antl. 151. : Dioctria hottentotta.
Klassif. d. Zweifl. I. 255. 2: Dioctria hyalipennis. — 270.
q) Asilus hottentottus.
DASYPOGON 27⁵
Untergeſicht ſchwarz, etwas ins Graue ſchillernd, mit weißlichgrauem
Knebelbarte. Oberer Augenrand weiß; Hinterkopf ſchwaͤrzlichgrau. Taſter
wie bei der vorigen Art gebildet, doch iſt das erſte Glied nicht ſo ſehr ver—
dikt. Rukkenſchild ſchwarz, vorne mit kurzen ſchwarzen, hinten mit langen
wegſtehenden greiſen Haaren; Bruſtſeiten ſchiefergrau. Hinterleib ſchwarz,
am Hinterrande jedes Ringes in den Seiten ein weißgrauer Zleffen, der
auf dem erſten Ringe am größten iſt. Beine weißlichbehaart: die Schen⸗
kel ſchwarz; die Schienen und Fuͤße ziegelroth (an meinem männlichen
Exemplare find die Vorderbeine ganz ſchwarz). Schwinger gelb. Flügel
glasartig, nur von der Wurzel laͤngs den Vorderrand etwa ein Drittel
braͤun lich.
Ueber das Weibchen ſchreibt mir Herr Wiedemann: 5) Unter dem Nas
= men D. nigrita ffeft
in Fabricius Sammlung ein wohlerhaltenes Weib-
„ chen von hottentotta. Der unabgeriebene Rükkenſchild hat vorne zwei
55 breite greisgelbe Striemen, die nach hinten, ſchnell ſchmaͤler werdend,
55 faſt in Linien auslaufen; zwiſchen beiden bleibt eine breite ſchwarze
5 Strieme, die durch eine greisgelbe Linie der Lange nach getheilt wird:
5 die gelblichen Linien und Striemen werden von Haaren gebildet. Bruſt—
5 feifen und Hinterleib wie bei dem Männchen. Das Ende der Hinter-
55 ſchienen ein wenig verdikt. Uebrigens iſt D. nigrita Fabr., wovon ich
„ ein Stuck aus der Seheſtadtiſchen Sammlung zur Anſicht hatte, von
5 der gegenwaͤrtigen verſchieden.“ — 4 Linien.
26. Das. elatus.
Schwarz; Ruͤkkeuſchild roſtgelb mit ſchwarzen Striemen;
Hinterleib mit weißgrauen Seiten flekken; Schienen und
erſtes Fußglied rothgelb. Niger; thorace rufo nigro-vit-
tato; abdominis lateribus cano-maculatis; tibiis et primo
arliculo tarsorum rulis.
Untergeſicht oben glänzend gelb, unten tiefſchwarz, mit rothgelbem Kne—
belbarte, der oben kurz und duͤnne iſt. Stirne ſchwaͤrzlich. Ruͤkkenſchild
roſtgelbſchillernd, mit drei ſchwarzbraunen Striemen: die aͤußern vorne
ſeitwaͤrts gekruͤmmt, hinten mit der mittlern verfloſſen; hinten hat der
Rükkenſchild lange wegſtehende braungelbe Haare. Bruſtſeiten graulich.
8 Hinterleib ſchwarz, etwas glaͤnzend, an den Seiten mit weißgrauen Flek⸗
276 DASYPOGON
ken, die faſt eine zuſammenhaͤngende Strieme bilden; die beiden lezten
Ringe kurz, ſehr ſchmal. Schwinger rothgelb. Fluͤgel waſſerhell, an der
Wurzel etwas braungelb. Schenkel glaͤnzend ſchwarz; Schienen rothgelb mit
ſchwarzer Spisie x die hintern etwas keulformig; erſtes Jußglied rothgelb,
die andern ſchwarzbraun. — Aus Oeſterreich; ein Weibchen von Herrn
Megerle von Muͤhlfeld unter dem Ramen Podoctria tibialis geſchikt. —
5 Linien. ‚
27. Das. lateralis. Fall.
Schwarz; Ruͤkkenſchild greis mit ſchwarzen Striemen; Hin⸗
terleib mit weißen Seitenpunkten, bei dem Maͤnnchen der
zweite und dritte Ring weißlich. Niger; thorace griseo
nigro-vittato; abdomine punctis lateralibus albis: seg-
mento secundo tertioque in mare albidis. (Fig. 2 Fuͤhler;
Fig. 3 Mundtheile.)
Fallen Dipt. Suec. Asil. 12. 2: Dasypogon (lateralis) mi-
ger; abdominis segmento secundo tertioque in mare fere
totis lineolisque posticis in utroque sexu lateralibus opaco-
albis; pedibus nigris immaculatis.
Untergeſicht ſchwaͤrzlich, an den Seiten weißſchillernd mit ſchwarzem Kne⸗
belbarte. Bakkenbart weiß. Fuͤhler ſchwarz. Stirne grau, ſchwarzhaarig.
Mittelleib gelbgrau: auf dem Ruͤkken mit glänzendſchwarzer doppelter Mit⸗
telſtrieme; neben derſelben je eine breite, aus drei ſchwarzen Zieffen be⸗
ſtehende Strieme; unter dieſer vor der Fluͤgelwurzel noch eine ſchmaͤlere,
die nicht immer deutlich iſt. Schildchen ſchwarz, mit gelbgrauer Strieme.
Hinterleib ſchwarz, glaͤnzend; am Hinterrande des zweiten bis ſechsten Rin⸗ |
ges liegen weiße Seitenflekken. Bei dem Männchen liegt außerdem auf der
hintern Hälfte des zweiten Ringes eine grauweiße Binde, und der vierte
Ring iſt faſt ganz grauweiß, nur am Vorderrand ſehr ſchmal ſchwarz,
welches ſich an den Seiten etwas breiter hinabzieht; auf dem ſechsten Ringe
iſt der Seitenpunkt nicht merklich. Der Bauch iſt ganz ſchwarz, eben ſo die
borſtigen Beine, deren Hinterſchienen Feulfdrmig find. Schwinger gelb.
Fluͤgel des Maͤnnchens ſchwaͤrzlichbraun mit dunkelem Randmale, bei dem
Weibchen viel lichter, an der Wurzel faſt glasartig. — Ich habe mehre
Exemplare aus der Baumhaueriſchen Samm ung verglichen; guch in hieſiger
Gegend, wiewohl ſelten. — 4 bis 514 Linien.
DASYPOGON 277
28. Das. minutus. Tabr.
Schwarz; Hinterleib hinten grau: Flügel braun, an der
Wurzel weiß (Männchen) oder: Hinterleib ganz ſchwarz;
die Fluͤgel durchaus braͤunlich (Weibchen); Knebelbart
meſſinggelb. Niger; abdomine postice cinereo; alis fuscis
basi albis (Mas) ; aut abdomine toto nigro; alis fuscanis
Femina); mystace orichalceo. (Fig. 13 Männchen.)
Fabr. Ent, syst. IV. 390. 63 : Asilus (minutus), glaber
ater; abdominis ultimis segmentis cinerascentibus; alis
fuscis basi albis.
— Syst. Antl. 152. ı4 : Dioctria minuta.
Schrank Fauna Boica. III. 2557.
Klassif. d. Zweifl. I. 253. 5: Dasypogon Iris. — 249. b)
Asilus minutus,
Maͤnnchen: Untergeſicht meſſinggelb, mit glaͤnzend rothgelbem Knebel⸗
barte, der jedoch unten einige ſchwarze Borſten hat. Stirne hellgelb mit
laͤnglichem ſchwarzem Scheitelflekken, und ſchwarzen Haaren. Rukkenſchild
glaͤnzend ſchwarz, gewölbt, ſchwarzhaarig, vorne grau mit ſchwarzer Strieme;
das Graue geht nicht bis zur Fluͤgelwurzel. Hinterleib walzenfürmig, au
der Wurzel verdikt, vorne ſchwarkhaarig, hinten faſt nakt: erſter und
zweiter Ring ſchwarz glaͤnzend; der dritte vorne mit grauer am Hinter⸗
rande eingeſchnittener Binde, die bisweilen in zwei Flekken aufgeloͤſet iſt;
das uͤbrige dieſes Ringes iſt ſchwarz; der vierte, fünfte und ſechste grau,
mit feinem ſchwarzem Hinterrande; der ſtehente ſchwarz. Schwinger ſchwarz
mit gelbem Kopfe. Fluͤgel braun, das Wurzeldrittel weiß mit roſenrothem
Schiller. Beine ſchwarz; Schienen und erſtes Zußglied der hintern keul⸗
foͤrmig. „
Weibchen: Untergeſicht ſchwarz mis weißem Schiller; Knebelbart
ſchwarz. Barkenbart weiß. Hinterleib ganz glaͤnzend schwarz. Zluͤgel durch⸗
aus verduͤnnt braun.
Herr Baumhauer fing dieſe Art gegen Ende Julius in der Gegend von
Suſa, Morgens fruͤh auf waldigen Sn; ebenfalls in der Gegend von
Paris. Schrank entdekte fie in Baiern.— 3Linien.
278 DASYPOGON
29. Das. nigripennis. Meg.
Glaͤnzend ſchwarz; — Untergeſicht meffinggelb ; Flügel braun
mir weißer Wurzel (Männchen); oder : Untergeficht
grauweiß mit ſchwarzem Knebelbarte; Flügel braun (Weib:
chen). Ater nitidus; — hypostomate orichalceo, alis fus-
cis bası albis (Mas), aut hypostomate griseo mystace
nigro; alis fuscis (Femina).
Maͤnnchen: Uniergefiät meſſinggelb mit rothgelbem Knebelbarte Bat
kenbart weißlich. Stirne gelbbraun, ſchwarzhaarig. Mittelleib vorne roſt⸗
gelbhaarig, hinten, fo wie auch am Schildchen mit langen ſchwarzen Haa⸗
ren; Ruͤkkenſchild tiefſchwarz mit etwas Glanze, vorne mit zwei grauen
Flekken, die bis zur Fluͤgelwurzel reichen. Hinterleib ganz glaͤnzend ſchwarz,
fein ſchwarzhaarig. Beine glänzend ſchwarz, haarig: die Hinterſchienen dik
keulfbrmig, unten gelbfilzig; auch das erſte Fußglied if etwas dikker.
Schwinger mit bräunlichem Stiele und hellgelbem Knopfe. Flügel an der
Wurzelhaͤlfte weiß mit roſenrothem Schiller; die andere Halfte braun.
Weibchen: Untergeſicht grauweiß mit ſchwarzem Knebelbarte. Stirne
ſchwarzlich. Bakkenbart weißlich. Mittel- und Hinterleib, auch die Beine,
wie bei dem Männchen. Zlugel ganz ruſſigbraun.
Aus der Baumhaueriſchen Sammlung; auch von Herrn Megerle von
Mühlfeld, aus Oeſterreich. — 3 Linien.
30. Das. fumipennis. Meg.
Glaͤnzend ſchwarz; Fluͤgel braͤunlich; Untergeſicht graulich:
Knebelbart ſchwarz und weiß gemengt. Aler nitidus; alis
fuscescentibus; bypostomate griseo, mystace nigro albo-
que mixto.
Glänzend ſchwarz. Untergeſicht und Stirne grauweiß. Knebelbart aus
ſchwarzen und weißen Haaren gemiſcht. Bakkenbart weiß. Scheitel ſchwaͤrz⸗
lich. Ruͤkkenſchild ſchwarz, vorne mit zwei aſchgrauen Flekken, die ſich bis
an die Flügelwurzel erfireffen. Schwinger gelb mit braͤunlichem Stiele.
Beine ſchwarz: an den hintern find die Schienen keulfoͤrmig, unten gelb⸗
filzig; auch das erſte Fußglied iſt etwas verdikt. Fluͤgel ſehr verdunnt
Hann. — In der Vaumhaueriſchen Sammlung aus Frankreich; aus
DASYPOGON 279
Deſterreich von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld, beide Exemplaren Weib⸗
chen. — 3½ Linien.
31. Das. auribarbis.
Schwarz, glaͤnzend; Untergeſicht goldglaͤnzend; Fluͤgel blaß⸗
braun. Ater nitidus; hypostomate aurulento; alis dilute
fuscis.
Ich habe von dieſer Art drei Maͤnnchen vor mir. Das Untergeſicht und
der Knebelbart ſind glaͤnzend goldgelb, doch ſcheint lezterer ganz unten
auch einige ſchwarze Haare zu haben. Bakkenbart weiß. Stirne ſchwarz.
Ruͤkkenſchild glaͤnzendſchwarz, hinten mit langen Haaren, vorne mit zwei
aſchgrauen Flekken; Bruſtſeiten weißhaarig. Der glaͤnzend ſchwarze Hin⸗
terleib iſt an den Seiten ſehr zart weißhaarig. Schwinger hellgelb mit
braunem Stiele. Fluͤgel blaßbraun. Beine ſchwarz: Hinterſchienen keul—
ſoͤrmig, unten gelbfilzig; auch bas erſte Jußglied iſt verdikt. — Aus der
Baumhaueriſchen Sammlung, wahrſcheinlich aus dem ſuͤdlichen Frankreich;
Herr Megerle von Muͤhlfeld ſchikte fie auch aus Oeſterreich. — 2% Linien.
32. Das. priscus.
Glaͤnzend ſchwarz; Untergeſicht weißlich; Fluͤgel faſt glas⸗
artig. Ater nilidus ;hypostomate albido; alis subhyalinis.
Untergeſicht und Stirne weißlichgrau, ſchwarzſchillernd, mit weißlichem
Knebelbarte. Hinterkopf ſchwarz. Ruͤkkenſchild glänzend ſchwarz: vorne
grauſchillernd mit ſchwarzer Mittelſtrieme. Bruſtſeiten grau. Hinterleib
beiderſeits glänzend ſchwarz. Beine ſchwarz, borſtig: Hinterſchienen keul⸗
foͤrmig unten weißfilzig; erſtes Fußglied verdikt. Schwinger gelb. Fluͤgel
kaum etwas gräulich. — Herr Megerle von Muͤhlfeld ſchikte das Weibchen
unter dem Namen Podoctria hyalipennis. — 2½ Linien.
33. Das. brunnipes.
Glaͤnzend ſchwarz; Untergeſicht gelb; Fluͤgel glasartig;
Beine ziegelfarbig. Ater nitidus; hypostomate ſlavo; alis
hyalinis; pedibus testaceis,
| Untergeſicht hellgelb, braunſchillernd, mit hellgelben Knebelbarte. Stirne
ſchwärzlich. Ruͤfkenſchild glaͤnzend ſchwarz, vorne bziderſeits ein grauſchil⸗
260% DAS TPOGON
lernder Flekken. Bruſtſeiten grau. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz. Schwinger
gelb. Fluͤgel glasartig. Beine ziegelreth, Schenkel mehr braunroth: Hin⸗
terſchienen keulfoͤrmig, unten gelbfilzig; erſtes Fußglied verdikt. — Aus
Oeſterreich; ein Männchen von Hrn. Megerle von Mühlfeld unter dem
Namen Podoctria pallipes geſchikt. — 2½ Linien.
34. Das. dimidiatus. Meg.
/
Glaͤnzend ſchwarz; Knebelbart gelb; Flügel braun mit glas⸗
artiger Spizze. Ater nitidus; mystace flavo; alis fuscis
apice hyalınıs.
Untergeſicht hellgelb, braunſchimmernd, mit hellgelbem Knebelbarte.
Stirne ſchwarz. Ruͤkkenſchild glänzend ſchwarz, vorne mit zwei grauweißen
kleinen Flekken; Bruſtſeiten graulich. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz. Schwin⸗
ger mit hellgelbem großem Knopfe und braunem Stiele. Fluͤgel von der
Wurzel an zwei Drittel dunkelbraun, das Uebrige glashelle. Beine ſchwarz:
Hinterſchienen keulfoͤrmig unten gelbfilsig ; erſtes Zußglied verdikt. —
Aus Oeſterreich von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld das Weibchen, unter dem
Namen Podoctria dimidipennis. —.— 2½ Linien.
35. Das. fuscipennis. Meg.
Elaͤnzend ſchwarz; Knebelbart weiß; Fluͤgel braun mit glas⸗
artiger Spizze. Ater nilidus; mystace albo; alis fuscis
apice hyalinis.
Untergeſicht und Knebelbart grauweiß, unter den Fuͤhlern einige ſchwarze
Dorfen. Stirne und Hinterkopf ſchwarz. Mittel- und Hinterleib glanzend
ſchwarz; ich ſehe am Mittelleibe vorne die den vorigen Arten eigenen grau⸗
ſchillernden Flekken nicht. Schwinger klein mit braunem Stiele und weißem
Knopfe. Beine glaͤnzend ſchwarz, borſtig: Hinterſchienen feulformig, une
ten fein weißfilzig; erſtes Jußglied verdikt. Fluͤgel von der Wurzel an
zwei Drittel dunkelbraun, mit einem hellen Laͤngsſtriche nicht weit vom
Vorderrande; das Uebrige faſt glasartig, etwas grau. — Aus Oeſterreich;
ein Weibchen von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld geſchikt. — 2/4 Linien.
DASYFPOGON 281
36. Das. albipilus. Meg.
zlaͤnzend ſchwarz, weißhaarig; Untergeſicht weißlich mit
ſchwarzem Knebelbarte; Fluͤgel faſt glasartig. Ater niti-
dus albo-hirtus ; hypostomate albido mystace nigro; alis
hyalinis.
Untergeſicht gelblichweiß, ſchwarzſchillernd; Knebelbart ſchwarz; Bakken⸗
bart weiß; Stirne ſchwarz. Ruͤkkenſchild glänzend ſchwarz, weißhaarig:
vorne mit vier grauſchillernden Flekken, zwei am Halſe, und weiter nach
der Flügelwurzel an jeder Seite ein etwas größerer. Bruſtſeiten grau. Hin⸗
terleib glaͤnzend ſchwarz, weißhaarig. Beine ſchwarz: Hinterſchienen Feuls
foͤrmig, und erſtes Fußglied verdikt. Schwinger mit gelbem Knopfe und
braunem Stiele. Fluͤgel etwas graulich. — Aus Oeſterreich; von Herrn
Megerle von Muͤhlfeld als Podoctria albipila geſchikt. — 3 Linien.
37. Das. albo-fasciatus.
Schwarz; Hinterleib mit weißen Binden. Niger; abdomine
albo-faseiato.
Untergeſicht unten ſchwarz, mit ſchwarzem Knebelbarte, oben glanzend
weißſchillernd; Stirne ſchiefergrau. Mittelleib ſchwarz, hin und wieder
blaulichgrau bereift, beſonders am Halskragen, Schildchen und in den
Bruſtſeiten. Hinterleib ſchwarz: an der Wurzel liegt eine grauweiße Binde;
auf dem vierten und fuͤnften Ringe eine gleiche, die aber hinten eine
ſchwarze Bucht hat; die Spizze des Hinterleibes iſt ebenfalls grauweiß. Beine
ſchwarz, grau bereift. Schwinger hellgelb. Fluͤgel faſt waſſerklar. — Aus
Oeſterreich. Kaiſerl. Königl. Muſaͤum. — 3 Linien.
38. Das. melaleucus.
Weiß wollig; Ruͤkkenſchild weiß, mit ſchwarzen Striemen;
Hinterleib ſchwarz und weiß bandirt; Fluͤgel glasartig.
Albolanatus, thorace albo, vittis atris; abdomine atro
alboque fasciato; alis hyalinis.
Durchaus mit graulichweißer Wolle bekleidet. Untergeſicht, Knebelbart
und Stirne graulichweiß: leztere führt eine ſchwarze Laͤngslinie. Mittelleih
282 DASYPOGON
weißlich, mit drei tiefſchwarzen Striemen auf dem Ruͤkken: die beiden
äußern vorne ſehr verkuͤrzt, und mit der mittelſten, die bis zum Halſe
reicht, zuſammengefloſſen. Hinterleibes erſter und zweiter Ring tiefſchwarz;
der dritte auf der vordern Hälfte weiß, auf der hintern ſchwarz; der vierte
eben fo, nur iſt das Weiße breiter, und nimmt zwei Drittel ein; die fol-
genden Ringe grauweiß. Beine ſchwarz, weißwollig: Hinterſchienen ein
wenig keulfoͤrmig. Schwinger gelb. Fluͤgel glasartig. — Herr Baumhauer
entdekte dieſe Art auf dem Gebuͤrgsruͤkken von Toulon. — 3 Linien.
39. Das. laniger. Hgg.
Schwaͤrzlich, durchaus weißwollig; Flügel glasartig. Nigri-
cans albolanatus; alis hyalınıs.
Die Grundfarbe dieſer artigen Fliege iſt ſchwaͤrzlich; fie iſt aber uͤberall
mit langer weißer Wolle bekleidet. Schwinger gelb. Fluͤgel glasartig. —
Der Herr Graf von Hoffmannsegg entdekte fie in Portugall; das vorlie—
gende Exemplar iſt ein Weibchen. — 3 Linien.
C. Unbekannte Abtheilung.
40. Das. liburnicus. Germ T
Schwarz; die Raͤnder des Ruͤkkenſchildes roſtfarbig mit
meſſinggelbem Schimmer; Hinterleib mit weißlichen Sei—
tenflekken; Beine roſtgelb: Schenkel oben ſchwarz. Niger;
marginibus thoracis ferrugineis orichalceo- micantibus;
abdomine maculis lateralibus albidis; pedibus ferrugineis :
femoribus supra nigris.
5 Juͤhler braͤunlichſchwarz. Untergeſicht meſſinggelb; Knebelbart gelblich⸗
2 weiß. Miiteleibsruffen bräunlichſchwarz, an den Seitenraͤndern rofl»
25 braun faſt meſſinggelb ſchillernd, welches ſich auer bis zum Vorderrande
3 hinzieht. In ſehr ſchraͤger Richtung von vorne geſehen, zeigt ſich noch
„eine gelblichſchillernde mittlere Laͤngslinie. In einiger Entfernung vor
„ der Fluͤgelwurzel iſt an den Bruſtſeiten eine gelbſchillernde Strieme.
„ Am Hinterleibe liegen die weißlichen Seitenflekken etwas querlaͤnglich
a am hintern Rande jedes Ringes. Flügel gelblich, mit roſtgelben, an
ee
DASYPOGON 283
„ der Spitze braun eingefaßten Adern. Schwinger faſt zitrongelb; neben
2„ihnen nach innen eine meſſinggelb ſchillernde Beule. An den Schenkeln
5 iſt nur die obere Seite ſchwarz, mit einer breiten Querbinde des Roſt—
55 braunen vor der Spizze. — Aus Italien; von Herrn Profeſſor Ger-
„ mar. — 9 Linien:“ (Wiedemann.) ö
41. Das. limbatus. Zabr. +
Schwaͤrzlich; Fühler, Rand des Ruͤkkenſchildes, Einſchnitte
des Hinterleibes und Beine rothgelb. Nigricans; antennis,
thoracıs limbo, abdominis incisuris pedibusque fulvis.
Fabr. Ent. syst. IV. 382. 26: Asilus (limbatus) nigricans;
antennis thoracis limbo abdominis incisuris pedibusque
fulvis.
— Syst. Antl. 165. 7 : Dasyp. limb.
Klassıf. d. Zweifl. I. 267. g) Asilus limb.
„ Untergeſicht und Stirne faſt goldgelb; Knebelbart roͤthlichgelb, minder
„„ dunkel als die Fuͤhler; Bart noch weniger roͤthlich. Schultern und Bruſt—
5 ſeiten meſſinggelb ſchimmernd. Erſter Ring des Hinterleibes ganz ſchwarz;
7 zweiter und dritter am Hinterrande breit rothgelb, mit einem keilfͤͤrmigen
5 ſchwarzen Querflekken,
der ſich vom Seitenrande ſpizzig nach innen er⸗
95 ſtrekt, am vierten Ringe ſich mit dem der andern Seite in der Mitte
„„ faſt beruͤhrt, an den folgenden allmaͤhlig kürzer, am lezten kaum mehr
95 ſichtbar iſt. Fluͤgel auch roͤthlichgelb, hin und wieder mit etwas lichtern
5 Stellen. Schwinger rothgelb. Hinterſchenkel an der Spizze obenauf mit
einem ſchwarzen Flekken. Dieſe Art iſt von Statur nicht ſehr ſchlank. —
55 6½ Linien.“ (Wiedemann.)
tach Fabricius iſt die Barbarei ihr Vaterland; wahrſcheinlich auch
Suͤdeuropa.
4 42. Das. striatus. Fabr. 7
Haarig; Ruͤkkenſchild braun mit weißen Linien; Hinterleib
rothgelb mit weißen Seiten. Hirtus; thorace- fusco albo-
Iineato; abdomine rufo : lateribus albis.
Fabr. Ent. syst. IV. 387. 49 : Asilus (striatus) hirtus,
thorace fusco albo-lineato; abdomine rufo : lateribus albis,
284 DASYPOGON .
Fabr. Syst. Antl. 167. 16: Däs. striatus.
Klassif. d. Zweifl. I. 269. o) Asilus striatus.
22 Sie iſt klein. Fühler rothgelb. Kopf aſchgrau, mit dichtem weißem
22 Barte. Ruͤktenſchild haarig, braun, mit weißen Linien, wovon die
2 mittelſten unterbrochen find. Hinterleib rothgelb, mit zwei braunen Ruͤk⸗
25 kenlinien die aus kleinen Flekken beſtehen; an den Seiten weiß Beine
*
z kothgelb. Vatertand: Barbarei.“ (Jabricius.) | —ea
Wahrſcheinlich auch in Südeuropa.
43. Das. ruficauda. Fabr. 7
D
2
Haarig aſchgrau; Hinterleib an der Spizze rothgelb. Hit tus
einereus; abdomine apice rufo.
Fabr. Syst. Antl. 161. 22 : Laphria (ruficauda) hirta ci-
nerea ; abdomine apice rufo.
„ Kopf haarig, aſchgrau; Ruͤſſel und Juͤhler tiefſchwarz. Auf dem
„ Mükkenſchilde erſcheinen deutlich zwei mittlere Laͤngslinien ſchwarz,
„und von Haaren gaͤnzlich eutbloͤßt. Die vier lezten Hinterleibsringe
0 find eher gelb als fuchsroth zu nennen, und der erſte derſelbe (der vierte
2 des ganzen Hinterleibes) iſt nicht durchaus, ſondern nur am Hinter⸗
22 kande roͤthlichgelb; der fuͤnfte hat nahe am Vorderrande noch einen
22 ſchwarzen Punkt. Der Bauch iſt aſchgraulichbehaart; der Hinterleibs⸗
2 rukken iſt kahl (vermuthlich find die Haare abgerieben). Zlügel roſt⸗
Fr braun, am Außenrande lichter. Schienen roͤthlichgelb. — 6½ Linien.
„Ein Maͤnnchen aus Tanger im Marokkaniſchen — (wahrſcheinlich doch
„ auch in Südeuropa). (Fabricius und Wiedemann.)
Herr Wiedemann fest noch hinzu: „ Obgleich dem Exemplare, welches
„ ich aus dem Königl. Muſaͤum in Koppenhagen zur Anſicht erhielt, das
„Endglied der Fuͤhler fehlte, fo laͤßt ſich doch aus den beiden erſten,
„die an Lange einander ziemlich gleich find, und aus dem Verlaufe der
2 Flügeladern ſchließen, daß dieſe Art zu Dasypogon gehören müße. ““
DASYPOGON _ 283
44. Das. arcuatus. Fabr. T
Haarig ſchwarz; Einſchnitte des Hinterleibes weißgerandet,
Hirtus ater; abdominis segmentis margine albis.
Fabr. Ent. syst. IV. 387. 50: Asılus (arcuatus) hirtus
ater; abdominis segmentis margine albis.
— Syst. Antl. 172. 39 ! Das. arcuatus.
Klassif. d. Zweifl. I. 270. p) Asilus arcuatus.
Dieſe Art, die in Italien zu Hanſe iſt, iſt klein. Weiter ſagt Fabricius
nichts von ihr. Ueber das in feiner Sammlung ſtekkende Exemplar ſiehe
oben die 19. Art.
25
—
286 LAPHRIA
LXX. Mordfliege. LAPHRIA.
Tab. 20. Fig. 14 8 24.
Fühler vorgeſtrekt, dreigliederig: das erſte Glied walzen⸗
foͤrmig; das zweiter napffoͤrmig; das dritte keulſoͤrmig,
ſtumpf (Fig. 14 15).
Ruͤſſel vorſtehend, wagerecht (Fig. 16).
Schienen gekruͤmmt (Fig. 20).
Antenne porrecte „ triarticulatæ: articulo primo cylindrico;
secundo cyathiformi; tertio clavato obtuso.
Proboscis exserta, horizontalis.
Tibiæ arcuate.
Kopf ſehr flach gedruͤkt; Scheitel ſtark vertieft, in der
Mitte mit einem kleinen Hoͤkker, welcher die Punktaugen
trägt, die aber wegen der vielen Borſten ſchwer zu unter—
ſcheiden ſind. Untergeſicht mit einer Beule, welche den
Knebelbart traͤgt; unter dem Ruͤſſel und an den Bakken
gleichfalls ſtark behaart (16 17). — Nezaugen im Leben
gewöhnlich grün, nach dem Tode ſchwarz. — Fuͤhler vor:
geſtrekt, an der Wurzel genähert, aufwärts ſteigend, oben
divergirend, ziemlich hoch am Kopfe ſtehend, dreigliederig:
das erſte Glied walzenfoͤrmig, borſtig; das zweite klein,
napffoͤrmig, borſtig; das dritte keulfoͤrmig, nakt, ſtumpf,
entweder etwas zuſammengedruͤkt, oder auch mehr linſen⸗
foͤrmig, an der Spizze ohne Griffel (14 15). — Ruͤſſel
vorſtehend, faſt wagerecht etwa von doppelter Kopflaͤnge:
Lippe fleiſchig, walzenfoͤrmig, an der Wurzel unten mit
einem Hoͤkker, oben flach rinnenfoͤrmig, mit ſtumpfer Spizze
(is a); Lefze kegelfoͤrmig, kurz, hornartig, unten rinnen⸗
foͤrmig (b); Zunge hornertig, ſchmal, ſpizzig, von der
Laͤnge der Lippe, auf der obern Seite von der Spizze an,
LAPHRIA 284
etwa zwei Drittel herunter, mit fleifen ruͤkwaͤrts ſtehenden
dichten Haaren beſezt (ec); Kinnbakken hornartig, ſchmal,
ſpizzig, flach, faſt fo lang als die Zunge, an deren Baſis
ſie ſeitwaͤrts eingeſezt ſind (dd). Taſter an der Baſis der
Lippe ſeitwaͤrts eingeſezt, walzenfoͤrmig, haarig, zweiglie⸗
derig : die Glieder gleich lang (ee). — Mittelleib eirund,
haarig, mit halbkreisrundem Schildchen. — Hinterleib
haarig, ſiebenringelig: der lezte Ring ſehr ſchmal; bei dem
Maͤnnchen faſt walzenfoͤrmig, mit ſtarker hornartiger After⸗
zange; bei dem Weibchen kolbig, ſtumpf. — Beine ſtark,
haarig, mit verdikten Schenkeln, und etwas gekruͤmmten
Schienen. — Flügel lanzetfoͤrmig, mikroskopiſchhaarig,
fein runzelig, im Ruheſtande parallel auf dem Leibe lie⸗
gend (20 — 24), — Schwinger unbedekt.
Dieſe Fliegen leben vom Raube; ihre erſten Staͤnde ſind
noch unbekannt. Laphria heißt eine Raͤuberinn.
4 . Laphr. gibbosa. Linn.
Schwarz; Hinterleib hinten weißlich. Nigra; abdomine pos-
ö tice albido.
Fabr. Spec. Ins. II. 461. 7 : Asilus (gibbosus) hirsutus;
niger, abdomine postice albido.
— Ant. syst. IV. 378. 8: Asil. gibb.
— Syst. Antl. 156. ı : Laphria gibbosa.
Gmel. Syst. Nat. V. 2896. 6 : Asilus gibb,
Linne Fauna Suec. 1909.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 4. r.
Degeer Ins. VI. 96. ı : Asil. bombylius. Tab. 13. Fig 6 -
Latreille Gen. Crust. IV. 299.
— ‚Consid. gener, 443.
Schæffer Icon. Tab. 8. Fig. 11.
Wiedem. zonlog. Mag. I. 2. 2).
Schrank Fauna Boica III. 2543.
288 LAPHRIA
Dart blaßgelb, mit fahlbraunem Schiller. Mittelleib fhwarg, roth⸗
braunhaarig. Die drei erſten Ringe des Hinterleibes glaͤnzend ſchwarz;
die drei folgenden weißlichgelbpelzig; der ſiebente ſchwarz, verſtekt. Bauch
und Beine ſchwarz, leztere braunhaarig: Afterklauen braungelb. Flugel
mit gelbbraun geſaͤumten Adern. Schwinger ſchwarz. — Sie findet ſich
hin und wieder in Europa, jedoch nicht haͤufig; Pallas fand ſie auch in
Suͤdrußland. — 10 Linien.
2. Laplır. flava. Zinn.
1
Schwarz; Ruͤkkenſchild hinten und der Hinterleib rothgelb⸗
haarig. Nigra; thorace postice abdomineque rufo-villosis.
Fabr. Spec. Ins. II. 462. 12: Asilus (flavus) hirsutus ni-
ger, thorace postice cinereo, abdomine supra hirsuto fulvo;
— Ent: syst. IV. 380. 18: Asilus flavus.
— Syst. Antl.156. 2: Laphria flava.
Gmel. Syst. Nat. V. 2897. 8: Asilus flavus.
Linne Fauna Suec. 1911.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 4. 2.
Degeer Ins. VI. 96. 3. Tab. 13. Fig. 10.
Latreille Gen. Crust. IV. 299. 25
Panzer Fauna Germ. XXXIX. 23. 24.
Scheffer Icon. Tab. 51. Fig. 2.
Herbst gemeinn. Naturg. d. Thierr. VIII. 119. Tab. 346.
ig. 5 i
Schrank Fauna Boica. III. 2539 : Asilus flavus.
Maͤnnchen: Knebel- und Bakkenbart greis; Hinterkopf ſchwarz⸗
haarig. Ruͤkkenſchild ſchwarz, ſchwarzhaarig, hinten aber braungelbhaarig⸗
Hinterleib oben mit fuchsrothen Pelzhaaren bedekt; Afierzange groß, dik,
glaͤnzend ſchwarz. Schwinger gelb. Beine ſchwarz, mit lichtbraunen Haa⸗
ren. Fluͤgeladern braungelbgeſaͤumt.
Weibchen: Knebelbart ſchwarzbraun; Bakkenbart ſchwarz; Schenkel
ſchwarzhaarig; hinterſte Schienen an der Wurzel e Der
Hinterleib iſt dik. — 10 Linien.
Laphr. pedemontana Fabr. ſoll eine Spielart der gegenwärtigen ſein,
woran die gelben Haare ins Graue uͤbergegangen ſind. Ich habe nie eine
LAPHRIA 289
ſolche Spielart geſehen. Latreille fuͤhrt als ſolche Schellenbergs Tab. 29,
Fig. 3 an; allein dieſe ſcheint eine mißrathene Abbildung der L. flava
- a0 fein, deren Zuhler fogar als viergliederig vorgeſtellt werden.
8 Laphr. ephippium. abr.
Schwarz mit ſchwarzen Haaren; Ruͤkkenſchild hinten roth⸗
gelbhaarig. Nigra, nigro-hirsuta ; thorace poslice rufo-
hirsuto. (Fig. 20 Weibchen.)
Fabr. Spec. Ins. II. 461. 6: Asilus (echippium) hirsutus
ater „ thorace bası albo.
— Ent. syst. IV. 377. 7.: Asilus eph.,
-— Syst. Antl. 157. 3 : Laphria eph.
Gmel. Syst. Nat. V. 2896. ıg : Asilus eph.
Degeer Ins. VI. 96. 2 : Asilus dorsalis. Tab. ı3. Fig. g.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 4. 3.
Latreille Gen. Crust. IV. 299.
Maͤnnchen: Knebelbart ſchwarzbraun, an der Spizze weißlich; Kinn⸗
bart weißlich; Bakkenbart und Hinterkopf ſchwarz. Rüͤkkenſchild ſchwarz,
ſchwarzhaarig, hinten braungelbhaarig. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz, mit
ſchwarzen Haaren; nur am Hinterrande der Ringe ſind feine rothgelbe
Haͤrchen. Beine und deren Behaarung ſchwarz: Vorderſchenkel an der
Wurzel unten eisgrauhaarig. Schwinger braun. Fluͤgel an der Außenſeite
braͤunlich, mit hellerer Wurzel. — 9 Linien.
Weibchen: Kopf uͤberall ſchwarz, nur der vordere Augenrand fein
gelb. Hinterleib durchaus glaͤnzend ſchwarz, mit ſchwarzen Haaren. Deine
eben fo, nur die Zußfohlen wothbraun. — 10 Linien.
Dieſe Art iſt keine Abaͤnderung der vorigen, wie manche glauben; ich
habe mehre ganz gleiche Exemplaren beiderlei Geſchlechtes verglichen.
4. Laphr. vulpina. Meg.
Blaß rothgelbhaarig mit braunen Schwingern; hintere Schens
kel außen ſchwarzhaarig. Pallide rufo-hirsuta; halteribus
fuscis; femoribus posticis externe nigro-villosis.
Kopf, Mittel- und Hinterleib ſchwarz, und durchaus mit licht roͤthlich⸗
gelben Pelzhaaren hekleidet; ehen fo die Beine, nur die Hinterſchenkek
II. Band. 149
290 LAPHRIA
oben, und alle Fuße ſchwarzhaarig. Fluͤgel braun, an der Wurzel etwas
durchſichtig. Bauch glaͤnzend ſchwarz. — Aus Oeſterreich; Herr Megerle
von Muͤhlfeld ſchikte das Weibchen unter obigem Namen. — 10 bis 11
y Linien. /
5. Laphr. maroccana. Fabm
Rothgelbhaarig, mit ſchwarzhaarigen Schenkeln; Schwinger
gelb. Fulvo-hirsuta; femoribus nigro-hirsutis; halteribus
Ha vis.
Fabr. Ent. syst. IV. 378. 10: Asilus (maroccanus) ater;
abdomine tibiisque hirto fulvis.
— Syst. Antl. 158. : Laphria mar.
Geoffroy Ins. II. 467. 2 : Asile velu de couleur fauve.
Latreille Gen. Crust. IV. 299.
Wiedemann zoolog. Magaz. I. 2. 38.
Untergeſicht, Knebel- und Bakkenbart rothgelb; der untere Augenrand
ſchmal weiß geſaͤumt. Stirne ſchwarz, braungelbhaarig. Fuͤhler ſchwarz,
mit brauner Kolbe. Mittel- und Hinterleib ſchwarz, dicht mit rothgelben
Haaren beſezt. Geſchlechtsglied und Vauch glänzend ſchwarz. Schwinger
gelb. Schenkel ſchwarz: die vorderſten oben ſchwarz, unten rothgelbhaarig,
die hintern durchaus ſchwarzhaarig; Schienen ganz rothgelb mit gleich⸗
farbigen Haaren; vier erſte Fußglieder rothgelb, das lezte ſchwarz. Fluͤgel
braungetruͤbt: an der Wurzel und laͤngs den Vorderrand gelblich; der
vordere Zinken der Gabelader iſt mit der vorliegenden Laͤngsader durch
eine kleine Querader verbunden. — Aus Oeſterreich, von Hrn. Megerle
von Muͤhlfeld geſchikt; auch in der Barbarei, in Portugall, im ſuͤdlichen
Rußland und in Taurien entdekt. — 10 Linien.
6. Laphr. lutea. Meg.
Rothgelbhaarig; Hinterleib mit ſchwarzen Binden; Schwin⸗
ger braun. Rufo-villosus; abdomine fascus nigris; halte-
ribus fuscis.
Ruͤſſel glänzend ſchwarz; Taſter ſchwarz, mit langen fuchsrothen Haaren
beſezt. Zuhler ſchwarzbraun.
Kopf uberall lang⸗rolhgelbhaarig. Mittelleib
LAPHRIA 291
ſchwarz, mit kurzen braungelben, der ſchwarze Hinterleib aber mit fuchs⸗
rothen Pelzhaaren beſezt, doch iſt der erſte Ring beinahe ganz ſchwarz,
nur am Hinterrande bleibt ein ganz ſchmaler rothgelber Saum; die vier
folgenden Ringe haben vorne ſchwarze Querbinden, die jedoch allmaͤhlig
ſchmaͤler werden. Bauch ſchwarz. Die Beine ebenfalls , doch braungelb⸗
haarig. Fluͤgel braungelb getruͤbt, an der Wurzel und am Hinterrande iſt
die Mitte der Zellen ungefaͤrbt. — Aus dem Kaiſ. Koͤnigl. Muſaͤum. —
Beinahe 11Linien. *
7. Laphr. marginata. Linn.
Glaͤnzend ſchwarz; Untergeſicht goldgelb mit ſchwarzem
Knebelbarte; Ruͤkkenſchild mit einem weißen Schulter
flekken; Einſchnitte des Hinterleibes goldgelbhaarig. Nigra
nitida; hypostomate aureo, mystace nigro; thorace ma-
cula humerali alba; incisuris abdominis fulvo-villosis.
Fabr. Spec. Ins. II. 463. 16: Asilus (marginatus) halte-
ribus abdominisque incisuris flavis, femoribus nıgris.
— Ent. syst. IV. 381. 25 : Asilus marg.
— Syst. Antl. 160. 17: Laphria marg.
Gmel. Syst. Nat. V. 2898. 10
Linne Fauna Suec. 1913.
Fallen Dipt. Suec. Asıl. 5. 5.
Degeer Ins. VI. 99. 5. Tab. 14. Fig. 1.
Schrank Fauna Boica. III. 2545.
Fühler ſchwarz. Das Untergeſicht iſt eigentlich ſchwarz, in der Mitte aber
mit glaͤnzend goldgelben Pelzhaaren bedekt; unter den Fuͤhlern ſtehen
ſchwarze Vorſten; der Knebelbart iſt ſchwarz, auf ſchwarzem Grunde;
BVakkenbart braungelb. Hinterkopf ſchwarz, mit ſchwarzen Haaren, nur
am Augenrande ſchimmert er ins Weiße. Stirne ſchwarz, mit gleichfar=
bigen Haaren. Ruͤkkenſchild ſchwarz, mit feinen rothgelben Haͤrchen; an
den Schultern ein länglicher weißer Schillerflekken; die Bruſtſeiten ſchim⸗
mern zum Theil ins Graue. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz rothgelbhaarig,
welches vor den Einſchnitten dichter iſt. Schwinger rothgelb. Flügel braun
getrübt, an der Wurzel jedoch heller. Beine ſchwarz, zart roth gelbhaarig. m
7 Linien. — Nur das Weihchen.
1
292 | LAPHRIA
8. Laphr. auribarbis.
Glaͤnzend ſchwarz, rothgelbhaarig; Knebelbart rothgelb;
Ruͤkkenſchild ungeflekt. Nigra nitida, fulvo-hirsuta; mys-
iace fulvo; thorace immaculato.
Dieſe Art gleicht der vorigen ſehr, und koͤnnte leicht damit verwechſelt
werden. Kopf ſchwarz, faſt uͤberall mit rothgelben Haaren ſelbſt an der
Wurzel der Fühler beſezt, die jedoch nirgend einen Goldglanz haben; am
Hinterkopfe ſtehen oben ſchwarze Haare; auch dicht uͤber dem Ruͤſſel zeigen
fi), wenn man genau zuſteht, einige ſchwarze Borſten. Mittelleib glaͤn⸗
zend ſchwarz, rothgelbhaarig, beſonders am Schildchen; an den Schultern
keine weißen Flekken. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz, rothgelbhaarig, bes
ſonders vor den Einſchnitten ſtehen dieſe Haare dichter. Schwinger roth—
gelb. Fluͤgel an der Außenhälfte braun, an der innern faſt glasartig.
Beine ſchwarz, mit rothgelben Haaren dichter und ſtaͤrker beſezt als bei
der vorigen. — 5 — 6 Linien. — Beide Geſchlechter aus der VBaum⸗
haueriſchen Sammlung.
9. Laphr. fulva.
Schwarz; Untergeſicht weiß; Knebelbart rothgelb und ſchwarz
gemiſcht; Hinterleib rothgelbhaarig; an der Wurzel weiß.
Nigra; hypostomate albo; mystace rue nigroque mixto;
abdomine rufo-hirsuto basi albo. (Fig. 21%)
Stirne ſchwarzr Untergeſicht glänzend weiß. Knebelbart eigentlich roth⸗
gelb, jedoch oben und an den Seiten mit laͤngern ſchwarzen Vorſten ein⸗
eingefaßt; der Grund ſchwarz. Kinnbart weiß; Vakkenbart roͤthlichgelb.
Fühler ſchwarzbraun, an der Baſis gelbhaarig. Mittelleib ſchwarz, dünn
rothgelbhaarig; an den Schultern ein laͤnglicher gelblichweißer Schiller⸗
flekken; von der Fluͤgelwurzel bis zum Schildchen liegt ein ſchmaler gelber
Flekken. Bruſtſeiten rothgelbpelzig beſonders vor der Fluͤgelwurzel. Hinter—
leib ſchwarz: erſter Ring mit weißen, ſeitwaͤrtsgerichteten Filzhaaren be⸗
dekt; die andern Ringe durchaus rothgelbhaarig, beſonders an den Ein-
ſchnitten dichter. Die ſchwarzen Beine find, die Fuͤße ausgenommen, roth⸗
gelbhaarig. Schwinger rotbgelb. Flügel braun, an der Wurfel a glas⸗
artig. — 6 Linien; ein Maͤnnchen.
.
LAPHRIA 293
10. Laphr. fimbriata.
Schwarz; Untergefiht weiß mit ſchwarzem Knebelbarte;
Hinterleib mit goldgelben Einſchnitten: erſter Ring weiß.
Atra; hypostomate candido mystace nigro; abdominis
incisuris fulvis: segmento primo albo.
Fuͤhler ſchwarzbraun: das Wurzelglied nach Verhaͤltniß kurz, ſchwarz—⸗
haarig. Stirne ſchwarz, Scheitel gelbhaarig. Untergeſicht oben glaͤnzend
ſilberweiß, unten mit dem Knebelbarte ſchwarz. Bakkenbart und hinterer
Augenrand weiß; Hinterkopf ſchwarzhaarig. Mittelleib tiefſchwarz, zart
goldgelbhaarig; Schildchen und der Raum dicht vor demſelben weißlich—
behaart. An den Schultern ein goldgelber Haarflekken, und ein gleicher
an den Bruſeiten; uͤber den Huͤftgliedern ein eisgrauer Flekken. Erſter
Ring des Hinterleibes weißfilzig; die folgenden tiefſchwarz, mit ſehr feinen
ſchwarzen Haaren: vor jedem Einſchnitte iſt ein lebhaft goldgelber Haar—
ſaum der an den Seiten etwas breiter wird; Afterzange und Bauch glan>
zend ſchwarz. Vorderſte Beine: ſchwarz, Schenkel rothgelbhaatig; Schie⸗
nen und erſtes Fußglied ebenfalls, aber viel dichter, fo daß an den erſtern
die Grundfarbe wenig zum Vorſchein kommt; die andern Fußglieder
ſchwarzborſtig. Hinterbeine ſchwarz; Schenkel und vordere Halfte der Schie⸗
nen rothgelbhaarig, doch duͤnne; die hintere Haͤlfte ſchwarzhaarig; Fuͤße
ſchwarzborſtig. Afterklauen überall rothgelb. Schwinger roͤthlichgelb. Flügel
an der Spizzenhaͤlfte blaßgrau. — Ein Maͤnnchen aus der Baumhaueri⸗
ſchen Sammlung; Herr Megerle von Muͤhlfeld ſchikte ebenfalls ein
Maͤnnchen als Laphria marginata. — 6 bis 8 Linien.
LI? Laphr. nigra.
Glaͤnzend ſchwarz; Untergeſicht ſchneeweiß mit ſchwarzem
Knebelbarte; Hinterleib an den Einſchnitten rothgelbhaa—
rig. Nigra nilida; hypostomate candido mystace nigro;
abdominis incisuris fulvo-villosis.
Dieſe Art gleicht der ſiebenten. Stirne und Hinterkopf ſchwarz; hinterer
Augen rand weiß. Fuͤhler ſchwarz,an der Wurzel mit ſchwarzen Haaren.
Untergeſicht ſchneeweiß; unter den Fuͤhlern ſtehen ſchwarze Vorſten; der
294 LAPHRIA
Knebelbart iſt ſchwarz auf ſchwarzem Grunde; Bakkenbart fuchsroth. Ruͤk⸗
kenſchild glaͤnzend ſchwarz, rothgelbhaarig; Bruſtſeiten weißgrauſchillernd,
Bruſt weißgrauhaarig. An den Schultern ein laͤnglicher weißſchillernder
l
Flekken. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz, rothgelbhaarig, vorzuͤglich an den aa
2
Einſchnitten, wo dieſes dichter iſt. Schwinger rothaelb; Fluͤgel braun, an
der Wurzel heller: bei dem Maͤnnchen iſt die Randader an der Wurzel
weiß. Beine ſchwarz, ſehr duͤnne behaart. — Beide Geſchlechter. —
6 Linien.
12. Laphr. gilva. Linn.
Schwarz; Hinterleib glaͤnzend feuerroth; Knebelbart ſchwarz.
Nigra; abdomine fulvo nitido; mystace nigro.
Fabr. Spec. Ins. II. 462. 22 : Asilus (gilvus) niger, abde-
mine supra fulvo, pedibus nigris. ’
— Ent. syst. IV. 381. 22 Asilus gilvus.
— Syst. Antl. 159. 15: Laphria gilva.
Gmel. Syst. Nat. V. 2897. 9 : Asilus gilvus,
Linné Fauna Suec. 1912.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 5. 4 : Laphria gilva.
Degeer Ins. VI. 97. 4 : Asılus rufus. Tab. 13. Fish.
Latreille Gen. Crust. IV. 85
Panzer Fauna Germ. CVII.
Scheffler Icon. Tab. 78. 5 6.
Herbst gem: Nat. d. Thierr. VIII. 119. Tab. 346. Fig.4
Schrank Fauna Boica. III. 2544
Untergeſicht glänzend weiß; Knebelbart ſchwarz, mit weißen Vorſten
rermiſcht; Kinn- und Bakkenbart eisgrau, wollig. Stirne ſchwarz. Ruͤk⸗
kenſchild ſchwarz, mit graulichen Haaren. Hinterleib ſchwarz, aber auf
dem Ruͤkken mit glaͤnzenden feuerrothen Filzhaaren dicht beſezt, die nur
an der Wurzel die Grundfarbe durchſcheinen laßen. Beine ſchwarz. Flügel
braungetrüͤbt. Schwinger rothbraun. — 8 bis 9 Linien.
13. Laphr. ignea. Hgg.
Schwarz; Hinterleib glaͤnzend feuerroth; Knebelbart weiß.
Nigra; abdomine fulvo nitido; mystace albo.
Klassif. d. Zweifl. I. 261. 4: Laphria gilva.
LAPHRIA 295
Zwiſchen dieſer Art, wovon ich nur ein Weibchen vor mir habe, und
der vorigen, ſehe ich weiter keinen Unterſchied, als daß bei gegenwärtiger
das Untergeſicht nebſt dem Knebelbarte gelblichweiß iſt, doch hat lezterer
uͤber dem Ruͤſſel auch einige kurze ſchwarze Haare; die ſchwarzen Beine
find ſtaͤrker graulich behaart. Alles Uebrige it gleich. — 9 Linien.
[Link] a
14. Laphr. albibarbis.
Schwarz; Hinterleib rothgelb mit ſchwarzgeflekten Seiten;
Knebelbart weiß. Nigra; abdomine rufo : lateribus nigro- HM
maculatis; mystace albo. (Fig. 22 23.)
Stirne ſchwarz. Untergeſicht ſchwarz; aber durchaus mit grauweißem
Knebelbart bedekt; auch Kinn- und Vakkenbart find weiß. Mittelleib
ſchwarz, an den Seiten und am Halſe iſt dieſe Farbe tiefer und glaͤnzend,
auf dem Ruͤkken matt und mehr ins Graue: zwei graue von allen Haaren
entbloͤßte, dich beiſammen liegende Ruͤkkenlinien zeichnen ſich deutlich aus.
Hinterleib roihgelb, mit ſchwarzen dreiekkigen Seitenflekken; auch der erſte
Ring iſt ſchwarz; das Rothgelbe iſt vollig haarlos, das Schwarze aber mit
furzen gleichfarbigen Haaren beſezt. Bauch glaͤnzend ſchwarz. Beine ſchwarz,
mit graulicher Behaarung. Schwinger ſchwarz. Fluͤgel braun getruͤbt. —
Ein Weibchen, deſſen Wohnort mir unbekannt if. — 7 Linien.
15. Laphr. aurea. Zabr. +
Haarig; Kopf und Hinterleib goldgelb; Ruͤkkenſchild und
|
Beine pechſchwarz. Hirta, capite Aale ee aureis c
rac ö piceis.
hr. Ent. syst. IV. 378. 11: Asilus (aureus) hirtus; ca-
pite abdomineque aureis; thorace pedibusque obscure
brunneis.
— Syst. Antl. 158. 9: Laphria aurea.
‘ Rlassif. d. Zweifl. I. 166. c) Asilus aureus.
5„ Der ganze Kopf goldgelb behaart. Fuͤhler ſchwarz. Ruͤkkenſchild und
5 Beine pechſchwarz, fuchsroth behaart. Dritter bis fuͤnfter Ring des
2» Hinterleibes vorne braͤunlichſchwarz, nur an den Hinterraͤndern goldgels
296 LAPHRIA
5 behaart. Fluͤgeladern gelb, mit brauner Einfaſſung. — 13 Linien. “
(Wiedemann.)
Das Vaterland iſt, nach Fabricius Angabe, Zraı ikreich.
10. Laphr. flavicincta. Hgg.
Schwarz; Hinterleib mit buchtigen pomeranzengelben Bin⸗
den. Nigra; abdomine fasciis sinuatis aurantiacis.
> Untergeſicht meſſinggelb; Knebelbart gelblichweiß; Bart pechſchwarz.
„Stirne weiß, feidenartig, mit fchwarzer Mittelſtrieme. Ruͤkkenſchild
RE äußerſt kurz gelblichbehaart, ſo daß die zwei unbehaarten Linien kaum
22 bervorfiehen; Raͤnder meſſinggelb ſchillernd; Beulen an den vier Ekken
5 in gewiſſer Richtung rothgelb. Bruſtſeiten pechſchwarz; vor der Fluͤgel—
„ wurzel eine meſſinggelbſchimmernde kurze Strieme. Schildchen weißlich
2 ſchimmernd; am Dinterruffen je eine goldgelbe Beule. Erſte Hinterleibs⸗
55 binde hinten am zweiten Ringe, breit unterbrochen oder ig ausgeſchnit⸗ 5
„ten, fo daß der Hinterrand felbfi auch in der Mitte ſchmal gelb bleibt.
25 An den drei folgenden Ringen haben die Binden, die etwa die hintere
„„ Hälfte der Lange einnehmen, vorn in der Mitte einen rundlichen Aus—
55 ſchnitt, der nur etwa bis zur Hälfte der Binde hineingeht. Am ſechsten
„ Ringe endlich iſt der hintere Rand ſelbſt noch gelb und in der Mitte
„ ganz unterbrochen. Saͤmmtliche Binden find an den Seiten ein wenig
„ ſchmaͤler und alle an den Hinterraͤndern etwas lichter. Fluͤgel an der Wurzel
„ gelblichbraun, das ſich bis etwas uber die Hälfte der Lange und Breite
7 des ganzen Fluͤgels verbreitet. Schwinger zitrongelb. Beine etwas roͤthlich
2 okergelb. — In der Hoffmannseggiſchen nes aus Portugall. —
2 6%, Linien.“ (Wiedemann.)
17. Laphr. scutellaris. Hegg. T 85
Schwarz; Schildchen weißlich; Beine roͤthlich okergelb.
Nigra; scuiello albido; pedibus rufo-ochraceis.
„„ Untergeſicht meſſinggelb; Knebelbart gelblichweiß; Bart ſchwarz. Ruͤk⸗
„ kenſchild mit ſehr kurzen gelbgrauen Härchen; mitten zwei nach hinten
„ zuſammenlaufende ſchwarze kahle linienartige Striemen; hinten zu, beiden
5 Seiten eine kurze breite ſchwarze Strieme; Schultern, Vorder- und Hin⸗
LAPHRIA 297
„ terrand meſſinggelb ſchillernd, nach hinten allmahlig ins Weißliche uber⸗
„„ gehend, welches ſich auch quer vor dem Schildchen herzieht. Schildchen
„ graulichweiß; an jeder Seite des Hinterruͤkkens eine meſſinggelbe Beule.
79 Bruſtſeiten pechſchwarz, ohne alle Flekken und Striemen. Hinterleib
25 ſchwarz, faſt halbmetalliſch; am Hinterrande des zweiten Ringes an
„„ jeder Seite ein weißer Querſtrich. Flügel ſehr wenig gelblich. Schwinger
55 ſchmuzzig gelb. Beine roͤthlich roſtgelb: Hinterſchenkel obenauf an der
„ Wurzel ſchwarz. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; aus Por⸗
5 tugall. — 5 Linien.“ (Wiedemann.)
Bei dieſer und der vorigen Art vereinigt ſich die zweite und dritte Laͤngs⸗
ader der Fluͤgel nicht, wie bei den andern, dicht vor der Spitze, ſondern
beide laufen abgeſondert nach dem Rande hin.
18. Laphr. femorata.
Schwarz; Untergeſicht weiß mit ſchwarzem Knebelbarte;
Hinterſchenkel verdikt. Nigra; hypostomate candido, mys-
tace nigro; femoribus posticis incrassatis.
Untergeſicht glaͤnzend weiß; Knebelbart ſchwarz, auf ſchwarzem Grunde;
Bakkenbart und Hinterkopf rothgelbhaarig. Stirne ſchwarz. Mittelleib
ſchwarz, mit weißlichſchimmernden Seiten und einem eisgrauen Schulter—
flekken. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz, dünnrothgelbhaarig. Beine ſchwarz:
die vorderſten rothgelb- die hintern ſchwarzhaarig; Hinterſchenkel dikker als
die andern. Schwinger gelb; Fluͤgel braͤunlich. — Ein Maͤnnchen, deſſen
Vaterland mir unbekannt iſt. — 4 Linien.
19. Laphr. podagrica.
Schwarz; Untergeſicht gelb mit ſchwarzem Knebelbarte;
Hinterſchenkel verdikt. Nigra; hypostomate flavo mystace
nigro; femoribus posticis incrassatis.
Sie fieht der vorigen durchaus gleich, und unterſcheidet ſich von der⸗
ſelben bloß durch das ſchöͤne gelbe Untergeſicht. — Ein Maͤnnchen. —
4½ Linien. |
298 LAPHRIA
20. Laphr. fulgida.
Glaͤnzend ſchwarz; Untergeſicht goldgelb mit ſchwarzem
Knebelbarte; Hinterleib rothgelbfilzig: After ſchwarz.
Nigra nitida; hypostomate fulvo, mystace nigro; abdo-
mine fulvo tomentoso, ano nigro.
Untergeſicht goldgelb, mit ſchwarzem Knebelbarte und rothgelbem Vak—
fenbarte. Stirne und Zuͤhler ſchwarz. Mittelleib ſchwarz, fein gelbhaarig, EEE
—
mit zwei weißlichen Schulterflekken; Bruſtſeiten grauſchimmernd. Hinter- ®
%
leib glänzend ſchwarz, auf dem Ruͤkken des erſten bis vierten Ringes mit
feinem rothgelbem Filze uͤberzogen; der fünfte Ring ſchwarz mit roth—
gelbem Hinterrande; die folgenden ganz ſchwarz. Beine ſchwarz, fein roth—
ar.
* gelbhaarig, die Sohlen rothgelbfilzig. Schwinger rothgelb. Fluͤgel grau, an
der Wurzel faſt glasartig. — Aus Oeſterreich; Herr Megerle von Muͤhl—
feld ſchikte das Weibchen unter dem Namen Laphr. nigrifrons. —
5 Linien.
1 21. Laphr. tibialis. Meg.
;
Glaͤnzend ſchwarz; Einſchnitte des Hinterleibes weißhaarig;
Beine rofigelb mit ſchwarzen Schenkeln. Nigra nitida;
abdominis incisuris albo-villosis ; pedibus ferrugineis:
femoribus nigris.
Untergeſicht glaͤnzend goldgelb mit ſchwarzem Knebelbarte und hellgelbem
Bakkenbarte anf ſchwarzem Grunde. Mittelleib glaͤnzend ſchwarz, fein
rothgelbhaarig, in den Seiten mit weißlichſchimmernden Flekken. Hinter⸗
leib glänzend ſchwarz, mit weißhaarigem in gewiſſer Richtung gelbgemiſch—
tem Hinterrande der Ringe. Schwinger rothgelb. Fluͤgel nach außen ein
wenig geſchwärzt, mit faſt glasheller Wurzel. Schenkel ſchwarz; Schienen
und Fuͤße roſtgelb. — Aus Oeſterreich; ein Männchen von Hrn. Megerle
don Mühlfeld geſchikt. — 5 Linien 1
LAPHRIA | 299
22. Laphr. rufipes. Fall. 7
Schwarz; Beine rothgelb; Knebelbart ſchwarz, an den Sei—
ten weiß. Nigra; pedibus rufis; mystace nigro utrinque
albo.
—
Fallen Dipt. Suec. Asil. 6. 6: Laphria (rufipes) nigra
pedibus rufis ; barba frontis nigra utrinque alba.
„ Sie ift kleiner als L. marginata.. Leib ſchwarz, duͤnne graubehaart,
„„ an den Einſchnitten iſt dieſe Behaarung viel deutlicher. Beine roth—
„ gelb, mit ſchwarzen Fuͤßen. Fuͤhler ſchwarz. — Vaterland: Wefigothe
„ land in Schweden.“ (Fallen)
23. Laphr. chrysocephala.
Glaͤnzend ſchwarz; Untergeſicht goldgelb mit ſchwarzem Kne—
belbarte; Einſchnitte des Hinterleibes weißhaarig. Nigra
nitida; hypostomate aureo myslace nigro; incisuris ab-
dominis albo-villosis.
Untergeſicht glaͤnzend goldgelb mit ſchwarzem Knebelbarte auf gleichfar⸗
bigem Grunde; unter den ſchwarzen Fuͤhlern und auf der ſchwarzen
Stirne ſtehen ebenfalls ſchwarze Borften. Ruͤkkenſchild ſchwarz, mit zarten
greiſen Haaren, und beiderſeits mit weißem Schulterflekken. Hinterleib
walzenfoͤrmig, abwaͤrts gebogen, glaͤnzend ſchwarz, an den Einſchnitten
(den erſten ausgenommen) weißhaarig. Schwinger hellgelb. Fluͤgel an der
Wurzel faſt glasartig, an der Spizzenhaͤlfte geſchwaͤrzt. Beine ſchwarz. —
Herr Baumhauer ſing das Maͤnnchen im Monat Auguſt im Thale Cha-
mouny am Fuße des Montblanc. — 6 Linien. |
224. Laphr. cincta, Fabr.
Schwarz; Knebelbart blaßgelb; Einſchnitte des Hinterleibes
weißhaarig. Nigra; mystace pallide flavo; abdominis in-
cisuris albo-villosis.
Fabr. Spec. Ins. II. 465. 29 : Asilus (einetus) cinereo-hir»
tus, abdomine atro : segmentorum marginibus albis.
5
300 | LAPHRIA
Fa br. Eut. syst. IV. 387. 51: Asilus cinctus,
— Syst. Antl. 163. 31: Laphria cincta.
Gmelin Syst. Nat. V. 2899. 36 : Asilus cinctus.
Panzer Fauna Germ. LIV. 21: Asilus fuliginosus.
Elassif. d. Zweifl. I. 272. x) Asilus fuliginosus.
Glaͤnzend ſchwarz. Knebelbart gelblich, doch dicht uber dem Rüſſel und
unter den Fuͤhlern ſchwarze Borfien. Mittelleib glänzend ſchwarz, mit zar⸗
ten grauweißlichen Haaren. Hinterleib kolbig, glaͤnzend ſchwarz: an den
Einſchnitten zart weißhaarig. Beine ſchwarz, mit duͤnner rothgelber Ve—
haarung. Schwinger hellgelb. Fluͤgel ſchwaͤrzlich mit waſſerheller Wurzel.
— Ich erhielt dieſe Art als die wahre cincta Fabr. von Hrn. Wiedemann;
ein anderes Exemplar aus Oeſterreich von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld,
beide waren vollkommen gleich, nur daß an dem Kieler Stuͤkke der Hinter⸗
rand der Fluͤgel ſchmal glasartig war, da hingegen an dem Oeſterreichi⸗
[hen das Schwaͤrzliche bis zum Hinterrande ging. — 4 bis 5 Linien.
25. Laphr. Anthrax.
Glaͤnzend ſchwarz; Schildchen grauhaarig; Schwinger braun.
Atra nitida; scutello griseo-villoso; halteribus fuscis.
Untergeſicht braͤunlichſchwarz mit zwei Hoͤkkern, der eine dicht unter den
ſchwarzen Fuͤhlern iſt nur klein, der andere groͤßere ſtehet auf der Mitte;
neben ihnen ſchimmert die Farbe am Augenrande ſehr ſchmal in Weißliche.
Knebel⸗ und Valkkenbart find ſchwarz. Ruͤkkenſchild glaͤnzend ſchwarz
ſchwarzhaarig, hinten und am Schildchen jedoch mit greifen ſteifen, gera⸗
den Haaren beſezt. Hinterleib kolbig, abwaͤrts gebogen, mit tief abgeſezten
Ringen, überall mit gelblichen Haaren duͤnn befäet, beſonders an der
Wurzel in den Seiten. Bauch ſchwarz. Schwinger dunkel rothbraun. Fluͤ⸗
geladern gelbbraun eingefaßt. Beine ſchwarz, mit dikken Schenkeln, uͤber⸗
all ſchwarzhaarig. — Ein Weibchen aus der Baumhaueriſchen Samm⸗
lung. — 6 Linien. g
26. Laphr. dioctrieformis. Meg.
| Glaͤnzend ſchwarz; Untergeſicht weiß mit ſchwarzem Kne⸗
belbarte; drei erſten Ringe des Hinterleibes weißgrau be⸗
*
LAPHRIA . 801
haart. Atra nitida; hypostomate candido, mystace nigro;
segmentis tribus anticis abdominis cano-villosis.
Untergeſicht glaͤnzend weiß, mit ſchwarzem Knebelbarte; Bakkenbart
blaß röthlichgelb; Hinterkopf ſchwarz. Mittelleib glänzend ſchwarz mit
grauweißem Schulterflekken, auf dem Ruͤkken fein blaßhaarig, hinten aber
und am Schildchen mit zarten weißen Haaren; die Bruſtſeiten ſchillern
in gewiſſer Richtung etwas ins Graue. Hinterleib glaͤnzend ſchwarz: die drei
erſten Ringe dicht mit weißen Haaren beſezt, nur an ihrer Baſis iſt die ſchwarze
Grundfarbe ſichtbar; der vierte und fünfte find nur am Hinterrande weiße
haarig, welches an den Seiten etwas breiter iſt. Bauch ſchwarz. Schwin⸗
ger rothgelb. Fluͤgel braun, nur das Wurzeldrittel if} mehr glasartig; der
Vorderrand iſt auf der Schaͤrfe von der Bafıs bis zur Mitte weiß. Beine
ſchwarz; an den vorderſten find die Schenkel nach außen ſchwarzhaarig,
an der Innenſeite aber, ſo wie die Schienen uͤberall rothgelbbehaart. Hin⸗
terbeine ſchwarzhagrig, nur die Schenkel auf der Innenſeite an der Wurzel
etwas gelbhaarig: Fuͤße alle ſchwarzhaarig. — Aus Oeſterreich; von Hrn.
Megerle von Muͤhlfeld. — 6 Linien.
27 Laphr. nigripennis. Meg.
Ölänzend ſchwarz; Knebelbart oben ſchwarz, unten weiß;
Fluͤgel ſchwarzbraun; Schwinger braun. Atra nitida;
mystace supra nigro infra albo; alis fusco-nigris; halle-
ribus fuscis. i
7
Glaͤnzend ſchwarz. Unter den Fuͤhlern find einige weiße Haare. Knebel— a
bart oben ſchwarz, unten nebft dem Kinn- und Bakkenbarte weiß. Fuͤhler
ſchwarz: drittes Glied dunkelbraun. Beine ſchwarz: Schenkel und Schie⸗ 1
nen weiß haarig; Afterklauen hellbraun. Schwinger dunkelbraun. Fluͤgel \
ſchwarzbraun, hin und wieder mit lichtern Stellen; auf der Mitte ein
keilfoͤrmiger querrunzeliger ſchwarzer violettſchillernder Flekken. — Aus
Oeſterreich; Hr. Megerle von Muͤhlfeld ſchikte das Männchen unter dem
Namen Ropalocera nigripennis. — 8 Linien.
302 | LAPHRIA
28. Laphr. atra. Linn.
Glaͤnzend ſchwarz; Hinterleib violett; Knebelbart ſchwarz;
Kinnbart weiß. Atra nilida; abdomine violaceo; mystace
nigro; barba alba. (Fig. 24.)
Fabr. Spec. Ins. II. 462. 10: Asilus (ater) hirsutus ater
barba albida.
— Ent. syst. IV. 379. 15: Asilus ater.
— Syst. Antl. 159. ı3 : Laphria atra.
Gmel. Syst. Nat. V. 2897. : Asil. ater.
Linn. Fauna Suec. 1910.
Latreille Gen. Crust. IV. 299.
Schrank Austr. 993.
Klassif. d. Zweifl. I. 262. 5: Laphria violacea. — 265. a)
Laphria atra.
Sie ift glänzend ſchwarz, nur der Kinn- und Baffenbart find weiß. Der
Ruͤkkenſchild hat zwei kahle Laͤngslinien. Der Hinterleib hat einen, doch
nicht ſehr lebhaften violetten Widerſchein. Die Fluͤgel find braun getrübt.
— 7 bis 8 Linien.
29. Laphr. violacea. Fabr. 7
Glaͤnzend ſchwarz; Hinterleib violett; Bart ſchwarz. Atra
nitida; abdomine violaceo; barba nigra.
Fabr. Spec. Ins. III. 462. 13: Asilus (vzolaceus) hirsutus
ater, abdomine violaceo. .
— Ent. syst. IV. 381. 21: Asilus violaceus.
— Syst. Antl. 159. 14: Laphria violacea.
Gmel. Syst. Nat. V. 2897. 24-
Nach Hrn. Wiedemanns Bemerkung gleicht diefe Art völlig der vorigen,
und unterſcheidet ſich bloß von derſelben dadurch, daß an Fuͤhlerwurzeln
und Scheitel einige graugelbe Haare ſtehen, und der Bart ſchwarz iſt. Auch
die Fluͤgel ſollen minder dunkel ſein. |
LAPHRIA 303
30. Laphr. nitidula, Tubr. +
Schwarz; Einſchnitte des Hinterleibes an den Seiten, Un⸗
tergeſicht und Knebelbart weißlich. Atra; abdominis seg-
mentis utrinque, hypostomate mystaceque albidıs.
Fabr. Ent. syst. IV. 386. 44 : Asilus (nitidulus) hirtus
ater; abdominis segmentis utrinque albis.
— Syst. Antl. 162.,24 : Laphria nitidula.
Klassif. d. Zweifl. I. 269. m) Asilus nitidulus.
„ Stirne (Untergeſicht?) nicht immer ganz weiß, ſondern oft gelblich,
„ zuweilen faſt goldgelb. Ruͤkkenſchild aſchgrau, kurz behaart. Die Ein-
55 ſchnitte des Hinterleibes find an den Seiten bald faſt weiß, bald gelb—
„ lich, welches ſich zuweilen laͤngs den ganzen Hinterrand zieht. Fluͤgel
„ an der Wurzelhaͤlfte waſſerhell, das Uebrige braͤunlich. Schwinger ſchwe⸗
755 felgelb. Schuͤppchen bleich. Beine ſchwarz; (nach Fabricius die Schienen
5 mit glänzend weißer Behaarung) Hinterſchienen durchaus ſchwarz. —
„ 6% Linien.“ (Wiedemann.)
Das Vaterland iſt Italien.
31. Laphr. glaucia. Fabr. +
Schwarz, filzig; zweiter und dritter Ring des Hinterleibes
mit blaulichgrauer Binde; die uͤbrigen gelbgerandet. Atra
tomentosa; abdominis segmento secundo tertioque fascia
glauca, reliquis margine flavo.
Fabr. Ent. syst. IV. 386. 46 : Asilus (glaueius) tomento-
sus ater, abdominis segmento secundo tertioque fascia
glauca , reliquis margine flavo.
— Syst. Antl. 163. 30: Laphria glaucia.
- Klassif. d. Zweifl. I. 269. n) Asilus glaucius.
„ Kopf ſchwarz mit weißem Barte. Nüffenfhild ſchwarz mit gelber
5 Seitenlinie. Hinterleib walzenſoͤrmig, auf dem erſten und zweiten Ringe
„ eine blaulichgraue Querbinde (nach obiger Charakteriſtik fol dieſe Binde
1 auf dem zweiten und dritten Ringe fein) von welchen die lezte unterbro⸗
==
a. LAPHRIA
„ chen iſt; die übrigen Ringe gelb gerandet. Flügel dunkel; Beine roth⸗
„5 gelb. — Vaterland: Italien.“ (Fabricius.) Nach Coqueberts Abbil⸗
dung iſt ſie genau ſo groß wie die vorige.
32. Laphr. ungulata. Pall. 2
i
Tiefſchwarz; Untergeſicht und Knebelbart weiß; Schildchen
grauweiß. Aterrima; hypostomate mystaceque albis; scu-
tello cano.
Wiedemann zoolog. Magaz. I. 2. 39 : Laphria (ungulata)
aterrima , capite scutelloque cano lanuginosis, abdomine
semicylindrico , obtuso , recto.
5 Untergeſicht glänzend weiß mit weißem Knebelbarte, Kinnbart grau⸗
„ weiß. Ruͤkkenſchild hinten graulich aber mit ſchwarzen Borften. Hinterleib
„ halbwalzenfoͤrmig, kuͤrzer als die Flügel, tiefſchwarz. Bei einigen iſt der
„ Hinterleib ſtahlblau oder violett glänzend, am Rande mit ſchwarzen
„„ Sammethaaren. Beine tiefſchwarz. Fluͤgel braungelb. Schwinger ſchwarz.
„ — In Kuͤdrußland nicht ſelten.“ (Pallas) i
Nach Hrn. Wiedemanns Bemerkung (a. a. O.) laufen die beiden Aeſte
der Gabelader an der Fluͤgelſpizze ein wenig zuſammen, dahingegen ſolche
beiL. atra und violacea (welchen gegenwaͤrtige Art ſehr gleichet) ſich ſehr A
von einander entfernen, fo daß der hintere Aft mit der folgenden Laͤngs⸗
ader zuſammenmuͤndet, bei ungulata aber weit davon entfernt bleibt. —
9 Linien, das Maͤnnchen.
ASILUS 305
LXXI. Raubfliege. ASILUS.
Tab, 21. Fig. 1 — 10
Fuͤhler vorgeſtrekt, dreigliederig : erſtes Glied walzenfoͤrmig;
zweites napffoͤrmig; drittes pfriemenfoͤrmig, zuſammen—
gedruͤkt, mit einem borſtenfoͤrmigen Endgriffel Fig. 1 6).
Ruͤſſel vorſtehend, wagerecht (Fig. 4).
Schienen gerade, gedornt (Fig. 9).
Antenne porrectæ, triarticulatæ: articulo primo cylindrico;
secundo cyathiformi; tertio subulato, compresso, stylo
apicali setiformi. ö
Proboscis exserta, horizontalıs.
Tibiæ rectæ, spinulosæ.
Der Kopf iſt eine vorne ſtark zuſammengedruͤkte Halb—
kugel (4 5), mit ſchmaler tiefeingedruͤkter Stirne, auf deren
Mitte die Punktaugen auf einem kleinen Hoͤkker ſtehen.
Untergeſicht gewoͤlbt, mit einem ſtarken Knebelbarte; un—
ter dem Ruͤſſel und neben demſelben ein Kinn- und Bakken⸗
bart (4 5). Nezaugen im Leben grün, nach dem Tode
aber ſchwarz. — Fuͤhler vorgeſtrekt, an der Wurzel ge⸗
nähert, oben auseinander ſtehend, dreigliederig: das erſte
Glied walzenfoͤrmig, borſtig; das zweite napfförmig, borſtig,
kurz; das dritte lang, pfriemenfoͤrmig zuſammengedruͤkt,
nakt, an der Spizze mit einem zweigliederigen borſten foͤr⸗
migen Griffel, der ſelten am Ende etwas kolbig iſt (« 6). —
Ruͤſſel vorſtehend, faft wagerecht, etwas ſchief, etwa fo
fo lang als der Kopf: Lippe dik, unten bauchig, vorne
verſchmaͤlert mit zwei kleinen haarigen Köpfen, oben rin—
nenfoͤrmig, zur Aufnahme der Zunge, Lefze und Kinnbakken
(2 a); Lefze hornartig, gewoͤlbt, halb fo lang als die
Lippe, unten rinnenfoͤrmig, Spizze ſchief abgeſchnitten (3 b);
II. Band. 20
300 ASILUS
Zunge fo lang als die Lippe, hornartig, ſteif, flach, oben
mit ruͤkwaͤrtsſtehenden Sammethaaren (); Kinnbakken
hornartig, ſteif, ſtumpf, linienfoͤrmig, länger als die Lefze,
an deren Baſis ſie ſeitwaͤrts eingeſezt ſind (dd). Taſter
walzenfoͤrmig, haarig, aufwaͤrts gebogen, ſtumpf, an der
Wurzel der Kinnbakken angewachſen (e). — Mittelleib
eirund, ohne Quernaht auf dem Ruͤkken, aber meiſtens mit
einer dunkeln manchmal getheilten Laͤngsſtrieme, neben wel—
cher noch je eine, vorne verkuͤrzte, in der Mitte ſchief durch—
ſchnittene Seitenſtrieme liegt. Schildchen ſchmal. — Hin—
terleib lang, walzenfoͤrmig, hinten allmaͤhlig verſchmaͤlert,
ſiebenringelig: bei dem Männchen mit einer doppelten horn—
artigen Zange am After, bei dem Weibchen mit einer zwei—
klappigen hornartigen, zuſammengedruͤkten Legeroͤhre. —
Schwinger unbedekt; Schuͤppchen ſehr ſchmal, klein, mit
gefranztem Rande. — Fluͤgel lanzetfoͤrmig, mikroskopiſch⸗
hehkart (7, 8, 9); im Ruheſtande parallel auf dem Leibe
liegend (10). — Beine ſtark, und wie der ganze Leib mit
Borſten beſezt; Fuͤße mit zwei Afterklauen (9).
Man findet dieſe Fliegen uͤberall, wo ſie Beute machen
koͤnnen. Die Larven leben in der Erde; ſie ſind laͤnglich,
etwas flach, zwoͤlfringelig, ohne Fuͤße, an beiden Enden
ſchmaͤler, mit einem hornartigen Kopfe. Bei der Verwand⸗
lung zur Nymphe ſtreifen ſie die Haut ganz ab.
Die Anzahl der Arten iſt ſehr betraͤchtlich; ſie gleichen
ſich aber zum Theil außerordentlich, weswegen auch bisher
fo viele uͤberſehen worden find,
ASILUS . 887
p a
1. As. maculatus. Fabr. Urea.
Hinterleib roſtgelb, mit ſchwarzen Ruͤkkenflekken; Beine
braun mit gelben Schienen. Abdomine ſerrugineo, ma-
eulis dorsalibus atris; pedibus fuscis: tibiis luteis.
Fabr. Spec. Ins. II. 464. 21: Asilus (maculatus) cinereus;
abdominis segmentis macula quadrata atra; pedibus pi-
ceis plantis nigris,
— Ent. syst. IV. 383. 33 : Asilus maculatus.
— Syst. Antl. 169. 24 : Dasypogon maculatus.
Gmel. Syst. Nat. V. 2898. 29: Asilus maculatus.
Wiedemann zonlog. Mag. I. 2. 28.
Kopf und Mittelleib-ſind roſtgelb ins Graue; letzterer mit verloſchenen
braunen Kuffenfleffen. Hinterleib roſtgelb; auf jedem Ringe ein ſchwarzer,
faſt vierekkiger, in gewiſſer Richtung ins Violette ſpielender Ruͤkkenflekken.
Beine braungrau, mit gelben Schienen. Schwinger braun. Fluͤgel glas⸗
artig, ungeflekt, ſchmal, im Adernverlaufe mit der folgenden uberein=
ſtimmend. — Ich erhielte dieſe Raubfliege aus dem Kabinete des vers
ſtorbenen Hrn. Gerning in Frankfurt am Main, ohne weitere Anzeige.—
1 Zoll. 5
Das Vaterland dieſer Art ſoll eigentlich Oſtindien ſein. Pallas entdekte
ſie jedoch auch am Kaukaſus aber ſelten, und wahrſcheinlich findet ſie ſich
auch im ſuͤdlichen Rußlande und in Ungarn; ſeine Exemplare waren
aber kleiner als die oſtindiſchen, naͤmlich einen Zoll lang wie das Meinige.
2. As. pictus. ums oli,
Ziegeltoth und ſchwarz geſchekt; Knebelbart ſchwefelgelb;
Beine ſchwarz: vorderſte Schienen ziegelroth; Fuͤhlerborſte
an der Spizze kolbig. Testaceo nigroque varius; mystace
sulphureo ; pedibus nigris : tibiis anterioribus testaceis;
seta antennarum apice clavata. (Fig. 6 ein Fuͤhler, 8 ein
Fluͤgel.)
Untergeſicht ſchwaͤrzlich, mit ſchwefelgelbem Knebel⸗ und Bakkenbarte.
Juͤhler ſchwarz, die Endborſte an der Spizze kolbig; fie ſtehen an der
308 ASILUS
„n Wurzel etwas weiter entfernt, als es bei dieſer Gattung gewoͤhnlich iſt.
Taſter ſchwarz, kurz, walzenfoͤrmig, ſtumpf, an der Spizze borſtig. Stirne
braun. Mittelleib ziegelrorb, auf dem Ruͤkken mit ſchwarzen faſt firalen-
foͤrmigen Streifen; Schildchen ziegelroth. Hinterleib ziegelroth; die Ein-
ſchnitte an den Seiten weiß gefranit; auf dem Ruͤkken mit ſchwarzen Flek—
ken, die den erſten Ring ganz, den zweiten beinahe einnehmen, auf den
folgenden vier eine halbkreisfoͤrmige Geſtalt haben; der ſiebente Ring iſt
ungeftekt. Afterglied oben mit glänzendweißem Haarſchopf bedekt. Schwin-
ger dunkelbraun; Fluͤgel etwas bräunlich, ohne Gabelader an der Spizze,
ſchmal. Beine ſchwarz; vorderſte Schienen ziegelfarbig; Vorderfuͤße braun
grau; Afterklauen groß, hellgelb. — Aus Ungarn; Herr Megerle von
Muͤhlfeld ſchikte fie unter dem Namen Bactria rufipes. — 10 Linien.
3. As. 1 Lan.
Ruͤkkenſchild und Beine roſtgelb; Hinterleib ſchwgrz; Fluͤgel
gelb: am Hinterrande braun geflekt. Thorace pedibusque
ferrugineis; abdomine atro; alis flavis margine postico
fusco-maculalıs.
Fabr. Spec. Ins. II. 461. 4 : Asilus (barbarus) fronte tho-
race pedibusque ferrugineis ; alis flavis : apice margine-
que tenuiori nigris.
— Ent. syst. IV. 3977. 5.
— Syst. Antl. 154. 5.
Gmel. Syst. Nat. V. 2895. 3.
n -Latreille Gen. Crust. IV. 298.
Kopf und Bart rothgelb. Der Fuͤhler erſtes und zweites Glied roth⸗
gelb, das dritte braun. Mittelleib auf dem Ruͤkken roſtgelb, in den Sei=
ten ſchwärzlich. Hinterleib tiefſchwarz; am zweiten, dritten und vierten
Ringe mit weißem Seitenpunkte am Hinterrande. Die roſtgelben Beine
haben ſchwarze Schenkel. Schwinger braun. Fluͤgel gelb: an Hinterrande
und an der Spizze ſchwarzbraun gerandet, welches zum Theil Flekken bil⸗
det. — Linné und Fabricius geben Afrika zum Vaterlande an; Herr
Baumhauer fing fie aber mehrmalen im ſuͤdlichen Frankreich nach beiden
Geſ[Link]. — 1 Zoll.
ASILUS 309
4. As. crabroniformis. Zinn.
— —
Hinterleib vorne ſchwarz, hinten roſtgelb; Fluͤgel gelblich
mit braunen Randflekken. Abdomine antice atro, postice
ferrugineo ; alis flavicantibus : maculis fuscis margina-
libus.
Fabr. Spec. Ins. II. 461. 5 : Asilus (crabroniformis) abdo-
mine tomentoso, antice segmentis tribus nigris, postice
flavo inflexo.
— Ent. syst. IV. 377. 6.
— Syst. Antl. 154. 6.
Gmel. Syst. Nat. V. 2896. 4.
Linné Fauna Suec. 1908.
Degeer Ins. VI. 98. Tab. 14. Fig. 3.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 8. 1.
Scheffer Icon. Tab. 8. Fig. 15.
Schellenberg Genr. d. Mouch. Tab. 29. Fig. 1.
Geoffroy Ins. II. 468. 3 : Asile brun, à ventre a deux
couleurs. Tab. 17. Fig. 3. |
Latreille Gen. Crust. IV. 298.
— Consid. gener. 443.
Frisch Ins. III. Tab. 8 der dritt. Elatte.
Herbst gemeinn. Nat. d. Thierr. VIII. 118.
Schrank Fauna Boica. III. 2541.
— Austr. 992. |
Kopf gelb; zwei unterſten Glieder der Fuͤhler roſtgelb, das dritte braun.
Mi ſtelleib roſtgelb, mit zwei braunen Rukkenſtriemen, die ſich hinter der
Mitte meiſtens verlieren; Schildchen braun. Die drei erſten Ringe des
Hinterleibes find tiefſchwarz: am zweiten Einſchnitte iſt beiderſeits ein
weißer Punkt; die folgenden Ringe ſind rothgelb mit einem angenehmen
Schimmer, bei dem Weibchen abwaͤrts gebogen mit ſchwarzem Legeſtachel.
Beine roſtgelb mit braͤunlichen Schenkeln. Schwinger braungelb. Flügel
blaßgelb, am Hinterrande braungefleft. — Die Menge der Citgten be=
weiſet, daß dieſe Art ſich in ganz Europa findet; Paltas entdekte fi
ie auch
in Suͤdrußland. — 1 Zoll beinahe; das Männchen etwas kleiner.
310 ASILUS
Schrank fuͤhrt in feiner Baieriſchen Fauna (III. Theil 2540) eine in⸗
laͤndiſche Art unter dem Namen As. algirus Linn. auf, welche wohl nichts
als eine Spielart der gegenwärtigen ift. Er ſagt von ihr: „ Vom Baue
3 des As. crabronif. aber kleiner und glatt, doch etwas behaart. Die
„ Enden jedes Ringes am Hinterleibe blaͤſſer, glaͤnzender; die Fuͤhler g
„und der Ruſſel ſchwarz. Schaͤffers Tab. 8 Fig. 15 gehöret zur gegen-
„ wärtigen, ſtellt aber das andere Geſchlecht vor.“ Die Charakteriſtik
iſt: „Durchaus roſtbraun, faſt glatt; die Fluͤgel einwaͤrts ſchwaͤrzlich;
„ die drei erſten Ringe des Hinterleibes ſchwarz. — Heimat: Ingol⸗
5 ſtadt.“
5. As. Chrysitis. Hgg.
Braungelb; Ruͤkkenſchild mit braunen Striemen; Hinterleib
mit braunſchillernden Ruͤkkenflekken; Beine roſtgelb mit
ſchwaͤrzlichen Schenkeln; Untergeſicht weißlich; Knebelbart
oben ſchwarz, unten nebſt dem Bakkenbarte weißlich.
Aurulans; thorace vittis abdomineque maculis dorsalibus
fuscis; pedibus ferrugineis femoribus nigricantibus; hy-
postomate albido: mystace supra nigro, infra barbaque
albidis. (Fig. 9.).
Fuͤhler ſchwarz, an der Wurzel unten weißborſtig, mit einigen ſchwarzen
Borſten vermiſcht. Untergeſicht weißlich; Knebelbart weißlich: oben und
an den Seiten ſchwarzborſtig; Kinn- und VBakkenbart weißlich. Mittelleib
graugelb, mit den gewoͤhnlichen ſchwarzbraunen Striemen; Bruſtſeiten
ſchwaͤrzlichgrau; Schildchen braungelb. Hinterleib braungelb, mit braun⸗
ſchillernden, faſt dreiekkigen Ruͤkkenflekken; unter ihnen beiderſeits noch
eine Reihe kleinerer braunſchillernder Flekken, die doch dem Männchen
fehlen. Afterglied des Weibchens glaͤnzend ſchwarz, ſpizdreiekkig. Beine
roſtgelb; Schenkel ſchwarzlich doch an der Spitze ins Roſtgelbe uͤbergehend;
Fuße am Ende ſchwärzlich. Die Hüften, fo wie die vordern Schenkel und
Schienen ſind weißhaarig. Schwinger gelb. Flügel braͤunlich. — Herr
Baumhauer entdekte dieſe Art im ſuͤdlichen Frankreich, und der Herr un
son Hoffmannegg in Portugal, — 10 bis 11 Linien.
Einige Exemplare in der Spumkanerifärg Sammlung holten einen roſi⸗
ASILUS 311
gelben Knebel- und Bakkenbart „und die Behaarung der vordern Schenkel
und Schienen war von gleicher Farbe.
6. As. rufibarbis.
—— —
Gelblichgrau; Rükkenſchild chr paarig, mit 1
Striemen; Hinterleib braun mit blaſſen Einſchnitten;
Beine ſchwarzbraun; Untergeſicht weißlich: Knebelbart
oben ſchwarz, unten nebſt dem Kinnbarte roſtgelb. Flavo-
cinereus ; thorace nigro-piloso, vitlis fuscis; abdomine
fusco incisuris pallidis; pedibus nigricantibus; hyposto-
mate albido : mystace supra nigro infra barbaque ferru-
gıneis.
Untergeſicht gelblichweiß; Baͤrte ziemlich lebhaft roſtgelb: doch iſt der
Knebelbart oben etwa ein Drittel ſchwarz; auch iſt die Stirne und das erſte
FJuͤhlerglied unten ſchwarzborſtig. Hinterkopf roſtgelb. Mittelleib gelblich—
grau, ins Roſtfarbige gemiſcht, mit den gewoͤhnlichen ſchwarzbraunen
Ruͤkkenſtriemen; Bruſtſeiten unten aſchgraulich. Die Vorſten des Ruͤkken—
ſchildes ſind ſchwarz. Hinterleib dunkelbraun, an den Einſchnitten blaß;
in anderer Richtung ganz braungrau. Afterglied des Weibchens glänzend
ſchwarz, breit, hinten ſchief abgeſchnitten. Beine ſchwaͤrzlich; vorderſte Huf-
ten gelbhaarig. Schwinger roſtgelb. Zlügel an der Spizze und längs den Hin⸗
terrand blaßbraun. — Mehre Exemplaren in der Baumhanueriſchen Samm-
lung, auch einmal das Maͤnnchen hier gefangen. — 9 Linien.
ad
7. As. rustieus.
Roſtgelb; Ruͤkkenſchild braunſtriemig, hinten gelbborftig;
Hinterleib braun mit blaſſen Einſchnitten; Beine ſchwaͤrz⸗
lich; Untergeſicht, Knebel⸗ und Bakkenbart hellroſtgelb.
Ferrugineus ; thorace fusco-vittato, postice flavo-piloso ;
abdomine ſusco, incisuris pallidis ; hypostomate mystace
barbaque Bange ferrugineis.
Diefe Art gleicht der vorigen fehr, unterſcheidet ſich aber durch das blaß⸗
roſtgelbe Uintergeſicht, durch einen faſt ganz roſtgelben Knebelbart, der nur
312 ASILUS
oben einige wenige ſchwarze Haare hat. Die Baſis der Fuͤhler iſt anten
ebenfalls gelbhaarig, auch die am hintern Theile des Ruͤkkenſchildes ſteben—
den Borſten. Die braunen Schillerflekken des Hinterleibes find an den Sei-
ten buchtig gerandet. Schwinger braͤunlich, Beine ſchwaͤrzlichgrau, gelb—
borſtig. Flügel blaßbraun getrübt. Afterglied des Weibchens ſpizdreiekkig.
— Ein Weibchen. — 9 Linien.
8. As. albiceps.
Braͤunlichgrau; Ruͤkkenſchild ſchwarzborſtig, braungeſtriemt;
Hinterleib even braun mit blaſſen Einſchnitten; Berne
ſchwaͤrzlich; Untergeſicht und Knebelbaͤrt weiß, oben
ſchwarz. Fusco-cinereus; thorace nigro-piloso , fusco-vit-
tato; abdomine supra fusco, incisuris pallidis; pedibus-
nigricantibus; hypostomate mystaceque albis : supra nigro.
Auch dieſe Art gleicht den beiden vorigen, unterſcheidet ſich aber durch ein
ganz weißes Untergeſicht, einen weißen Knebelbart, der oben etwa zum vier⸗
ten Theile ſchwarz iſt, und einen ebenfalls weißen Bakkenbart. In gewiſſer
Richtung iſt der Hinterleib braungrau, mit dunkeln, nicht ſcharf begraͤnz—
ten, rundlichen Ruͤkkenflekken. Das Afterglied des Weibchens iſt ſchmal,
ſtumpf, faſt linienfoͤrmig. Die graubraunen Beine haben gelbe Dornen.
Die Schwinger ſind gelb; die Fluͤgel braun getruͤbt, an den Adern aber
nicht alasartig eingefaßt. — Mehre Exemplaren. — 8 Linien.
9. As. castanı pes.
Gelbgrau; Ruͤkkenſchild mit kaſtanienbrauner Strieme; Hin⸗
terleib braunſchillernd, mit blaſſen Einſchnitten; Beine
kaſtanienbraun; Kopf und Knebelbart gelblich. Flavo-cine-
reus; thorace vitta badia; abdomine fusco-micante, in-
eisuris pallidis; pediis badiis; capite mystaceque flavi-
cantibus.
Fuͤhler ſchwarz. Stirne, Untergeſicht, Knebel- und Bakkenbart blaf-
gelb. Mittelleib hell braͤunlichgelb, ins Aſchgraue ziehend, mit Faflannien-
brauner Strieme, die Hinten abgekürzt iſt, und das Schildchen nicht er⸗
ASILUS 313
er: neben derſelben ſchillert die Farbe flefweife ins Braͤunliche, jedoch
nicht ſehr deutlich. Hinterleib walzenfoͤrmig, von gleicher Farbe wie der
Mittelleib, in gewiſſer Richtung braun mit blaffen Einſchnitten. Beine et—
was borſtig, Faftanienbraun : Spizze der Schienen und die vier lezten Fuß—
glieder ſchwaͤrzlich. Schwinger braun. Zlügel braunaderig, ſehr blaß braune
gelb getrübt, welches an der Spizze mehr ins Aſchgraue füllt. — Ein
Weibchen aus dem Kaiſerl. Koͤnigl. Mufaum unter dem Namen As. ru⸗
fipes; aus Oeſterreich. — 11 Linien.
a
[Link]
As. caliginosus.
Grau; Ruͤkkenſchild ſchwarzgeſtriemt; Hinterleib mit ſchwar⸗
zem Schiller; Schwinger braun; Beine pech ſchwarz; Unter-
geſicht weißlich; Knebelbart tiefſchwarz, unten nebft dem
Bakkenbarte hellgelb, Griseus; thorace nigro-vittatlo; ab-
domine nigro-micante; halteribus fuscis; pedibus piceis;
hypostomate albıdo : myslace atro, infra barbaque pal-
lidis.
Untergeſicht braͤunlichweiß; Knebelbart ſehr ſtark, fiefſchwart, nur unten
mit einigen gelblichweißen Hagren, Vakkenbart ebenfalls gelblichweiß.
Stirne ſchwaͤrzlich; Fühler an der Baſis unten ſchwarzborſtig Ruͤkkenſchild
braͤunlichgrau ins Noſtgelbe gemiſcht, ſchwarzborſtig, mit den gewöhnlichen
ſchwarzen Striemen; Hinterleib ſchwarzſchillernd, an den Einſchnitten grau,
mit ſeidenartigem Glanze. Beine pechſchwarz, ſchwarzſtachelig: Afterklauen
| braͤunlichgelb. Schwinger dunkelbraun. Fluͤgel glasartig, nur an der Spizze
blaßbraͤunlich. Afterglied ſpizdreiekkig. — Nur das Weibchen. — Beinahe
9 Linien. g 5
e s. forcipatus, Linn. 5 2
eule,4
Gelblichgrau; Ruͤkkenſchild ſchwarzgeſtriemt; Hinterleib
braun ſchillernd; Schwinger rothgelb; Beine ſchwarz; Uns
tergeſicht rothgelb: Knebelbart oben ſchwarz, unten und
der Bakkenbart rothgelb. Rufo-cinereus ; thorace nigro-
vittato; abdomine fusco-micante; halteribus rufis; pedi-
14 „ ABEbES 4
bus nigris ;-hypostomaie xrufo: mystace supra nigra (3
‚iufra barbaque ruſis. 5
Fabr. Spec. Ins. II. 463. 18: Asilus (forcipatus) hirtus
cinereus, ano pedibusque nigris.
777 ĩ² ]V. 382.90, |
— Syst. Antl. 167. ı7 : Dasypogon forcip.
(mel. Syst. Nat. V. 288g. 13.
Linns Fauna Suec. 19142
4 Fallen Dipt. Suec. Asil. g. 3.
Degeer Ins. VI. 98.8: Asil. cinereus. Tab. 14. Fig. 5 — 9.
Latreille Gen. Crust. IV. 298.
Schrank Fauna Boica. III. 2547.
-- Austr. 997.
Untergeſicht lichtrottgelb ; Knebelbart oben ſchwarz, unten aber, wie der
Bakkenbart roͤthlichgelb. Stirne ſchwärzlichgrau. Fuͤhler ſchwarz, an der
Baſis unten ſchwarzborſtig. Ruͤkkenſchild roſtgelblichgrau, gelbborſtig, mit
den gewoͤhnlichen ſchwarzen Striemen; Bruſtſeiten mehr aſchgrau. Hinter-
leib braungelblichgrau, in gewiſſer Richtung oben ſchwarzbraun, mit roſt—
gelblichen Einſchnitten; die Behaarung roſtgelb. Afterglied des Weibchens
ſpizdreiekkig, glaͤnzend ſchwarz. Beine pechſchwarz, mit gelblichen Haaren
duͤnn beſezt; Huͤften grau; Schienen außen ſchwarzdornig. Schwinger
gelb. Fluͤgel graulich. — Ueberall gemein; nach Fabricius ſoll fie ſich auch
in Neuholland finden. Degeer fand die Larven in der Erde. — 7 Linien.
Ich will es nicht verbuͤrgen, ob alle angeführten Schriftſteller den wah⸗
ren As. forcipatus vor ſich gehabt haben; wegen ſeiner Aehnlichkeit mit
manchen andern Arten iſt dieſes ungewiß. Selbſt das Citat aus der Fauna
Suecica iſt nicht ſicher, da Linne die Groͤße mit der Stubenfliege vergleicht.
Ob Geoffroy Asile cendré (Ins. II 473. 16) hiehin gehoͤret, mag ich nicht
entſcheiden, da die Beſchreibung nicht vollſtaͤndig genug iſt.
Es iſt unbegreiflich wie Fabricius dieſe und einige andere Arten zu Da-
ssypogon hat ſtellen können. f
ASILUS 315
.
12. As. obscurus.
Grau; Ruͤkkenſchild braungeſtriemt; Hinterleib mit braunen
Ruͤkkenflekken; Beine ſchwaͤrzlich; Untergeſicht weißlich:
Knebelbart weißgelb, oben ein wenig ſchwarz; Bakkenbart
gelblich. Cinereus ; thorace fusco-vittato; abdomine ma-
culis dorsalibus fuscis; pedibus nigricantibus; hyposto-
mate albido : mystace pallido supra parum nigro; barba
Nlavicante.
Untergeſicht weißlich, mit weißgelbem Knebelbarte, der nur oben und
an den Seiten einige ſchwarze Haare hat; Baffenbart blaßgelb. Fuͤhler
unten an der Wurzel ſchwarzborſtig. Rükkenſchild gelblichgrau, ins Roſt⸗
farbige, gelbborſtig, mit den gewöhnlichen ſchwarzbraunen Striemen. Hin⸗
terleib aſchgrau, greishaarig, in gewiſſer Richtung mit dunkelbraunen, faſt
dreiekkigen Ruͤkkenflekken. Afterglied des Weibchens ſpizdreiekkig. Schwin⸗
ger gelb. Fluͤgel graulich. Beine ſchwaͤrzlich, greishaarig (beſonders bei dem
Männchen an den vorderſten Schenkeln und Schienen), ſchwarzborſtig;
Afterklauen gelb. — Mehre Exemplaren aus hieſiger Gegend. — 7 Linien.
*5 2
7 26 4 Hu .
* { = 5 8 # i * 1
13. As. opacus. Gürtl.
04
5
Grau; Rükkenſchild ſchwarzgeſtriemt; Hinterleib braunſchil⸗
lernd mit grauen Einſchnitten; vorderſte Beine roͤth—
lichgelb; Untergeſicht weiß, mit ſchwarzem Knebel⸗ und
weißem Bakkenbarte. Cinereus; thorace nigro-viltato; N
abdomine fasco- micante incisuris ciner. eis;pedib tet 8
5
rioribus vufescentibus ;‚ hypostomate. alho, mystace nigro,
barba alba.
Untergeſicht weiß, mit tiefſchwarzem Knebelbart, der jedoch ganz unten
einige wenige, leicht zu überſehende weiße Haare hat; Vakkenbart weiß.
Stirne grau. Fuͤhler unten an der Wurzel ſchwarzborſtig. Rükkenſchild
aſchgrau, ſchwarzſtriemig, mit ſchwarzen Vorſten. Hinterleib ſchwarzbraun
mit gelbgrauen Einſchnitten; in gewiſſer Richtung grauſchillernd. Schwinger
braunlichweiß. An den vorderſten Beinen find die Schenkel inwendig ſchwarz,
auswendig faſt ganz rothgelb; Schienen rothgelb mit ſchwarzer Spizze;
Zuße rothgelb, allmaͤhlig braunwerdend. Hinterbeine pechſchwarz; Schie⸗
316 ASILUS
nen und erſtes Zußglied nach innen rothgelbfilzig. Fluͤgel graulich. After⸗
glied des Weibchens glänzend ſchwarz, ſpizdreiekkig. — Nicht ſelten. EN
6 bis 7 Linien.
An manchen Exemplaren find die Hinterbeine den andern gleich kolorirt,
wodurch ſie ſich der folgenden Art naͤhern.
£3 * 1 is 5
Se Fl.
—
AS, calceatus. Meg. |
Belbgkar; Ruͤkkenſchild braungeſtriemt; Hinterleib braun⸗
ſchillernd mit hellen Einſchnitten; Beine roſtgelb, mit
braunen Schenkeln; Untergeſicht weißlich: Kuebelbart
oben ſchwarz, unten wie der Bakkenbart roſtgelb. Rufo-
cinereus; thorace fusco-vittato; abdomine fusco-micante,
ineisuris pallidis; pedibus ferrugineis: femoribus ſuscis;
hypostomate albido :mystace supra nigro infra barbaque
rufis.
Untergeſicht gelblichweiß; Knebelbart an der obern Haͤlfte ſchwarz, die
untere nebſt dem Bakkenbarte roſtgelblich. Fuͤhler unten an der Wurzel
ſchwarzhaarig. Ruͤktenſchild graulichroſtgelb, ſchwarzborſtig, braungefiriemt.
Hinterleib in gewiſſer Richtung ganz graulichroſtgelb. Afterſpizze des Weib—
chens ſpizdreiekkig. Schwinger roſtgelb: Koͤlbchen an der Wurzel ſchwarz.
Flügel graulich. Beine rothgelb, mit braunen Schenkeln, die Fuͤße an der
Spizze braun; Vorderſchenkel nur an der Wurzel braun, ſonſt roſtgelb. —
Ein Weibchen. — Faſt 7 Linien. |
7 ige
eg (13. As. stivus. Schr.
Aſchgrau; Ruͤkkenſchild ſchwarzgeſtriemt: mittelſte Strieme
doppelt; Hinterleib ſchwarz mit grauen Einſchnitten;
Beine ſchwarz mit rothgelben Schienen; Untergeſicht,
Knebel⸗ und Bakkenbart weiß. Cinereus; thorace nigro-
vittalo: vitta intermedia duplicata; abdomine nigro:
incisuris cinereis; pedibus nigris: tibiis rufis; byposto-
mate mystace barbaque albis. |
Schrank Austr. 996: Asilus (@estivus) cinereus , ihorace
‚Kgeis tribus pedibusque nigris : tibiia testaceis.
ASILUS 38
mel. Syst: Nat. V. 2901. 46.
Degeer Ins. VI. 99. 9 : Asilus niger. Tab. 14. Fig. 12.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 9. 4 : Asilus tibialis.
Untergeſicht, Knebel- und Bakkenbart hellweiß, doch hat der Kuebelbart
oben einige ſchwarze Borſten. Stirne und Hinterkopf lichtgrau. Fühler
ſchwarz, unten mit ſchwarzen Vorſten. Mittelleib aſchgrau, in den Seiten
allmaͤhlig ſchiefergrau, auf dem Ruͤkken ſchwarzſtriemig: die mittelſte Strieme
gedoppelt. Schildchen aſchgrau. Hinterleib ſchwarz mit grauen Einſchnitten;
bei dem Männchen die beiden lezten Ringe durchausglaͤnzend ſtahlblau;
Afterglied des Weibchens lang, ſehr ſpizdreiekkig. Schenkel ſchwarz; Schie⸗
nen rothgelb mit fchwarzer Spizze; zwei erſten Fußglieder rothgelb, die
andern ſchwarz; bisweilen iſt der ganze Fuß ſchwarz. Schwinger gelb. Fluͤ⸗
gel faſt glasartig, kaum etwas grau. — 7 Linien.
16. As. cothurnatus.
— 2
Aſchgrau; Rüͤkkenſchild ſchwarzgeſtriemt; Hinterleib ſchwarz
mit grauen Einſchnitten; Beine ſchwarz: Schienen roth⸗
gelb; Untergeſicht weißlich mit ſtrohgelbem Knebelbart.
Cinereus; ihorace nigro-vittato; abdomine nigro : incisu-
ris cinereis; pedibus nigris : tibiis rulis; hypostomate
albido mystace stramineo.
Dieſe Art fichet der vorigen ziemlich ahnlich ;allein das weißliche Untere
geſicht hat einen ſtrohgelben Knebelbart, der nur oben einige wenige ſchwarze
Borſten tragt; Bakkenbart ebenfalls ſtrohgelb. Die mittelſte Ruͤkkenſchilds⸗
ſtrieme iſt nicht getheilt, und der Hinterleib if hinten nicht ſtaͤhlblau.
Schwinger gelb. Flügel faſt glasartig. — Ein einziges Maͤnnchen. —
6 Linien.
17. As. geniculatus.
— — —
Aſchgrau; Ruͤkkenſchild ſchwarzgeſtriemt; Hinterleib ſchwarz⸗
ſchillernd mit grauen Einſchnitten; Beine rothgelb mit
ſchwarzen Schenkeln; Untergeſicht und Knebelbart weiß.
Cinereus ; thorace nigro-vittato; abdomine nigro-micante :
318 ASILUS.
incisuris cinereis; pedibus rufis, femoribus nigris; hy-
psstomate mystaceque albis.
Auch dieſe Art gleicht der fünfzehnten. Der weiße Knebelbart hat oben
auch einige wenige ſchwarze Vorſten; der Bakkenbart iſt ganz weiß. Die
mittelſte Striemen des Ruͤkkenſchildes iſt nicht getheilt;
der Hinterleib des
Maͤnnchens iſt hinten nicht ſtahlblau. Die vorderſten Schenkel ſind an der
Spizze rothgelb; alle Schienen und Fußglieder ſind an der Spizze ſchwarß,
welche Farbe die zwei aͤußerſten Glieder ganz bedeft. — Von der vorigen
Art unterſcheidet ſie theils die Farbe des Knebelbarts, theils deſſen Ge⸗
ſtalt; denn an jener reicht er beinahe bis an die Juͤhlerwurzel, bei dieſer
hingegen iſt (wie bei estivus) das halbe Untergeſicht nakt. Das Afterglied
des Weibchens iſt lang, ſchmal, ſpizzig. — 6 Linien.
18. As. germanicus.
. ͤ FE
Linn.
Ruͤkkenſchild aſchgrau, ſchwarzſtriemig; Hinterleib ſchwarz;
Schienen und Fuͤße rothgelb; Knebelbart oben ſchwarz,
unten rothgelb; Fluͤgel mit roſtgelber Randader, bei dem
Maͤnnchen braun mit weißer Wurzel. Thorace cinereo
nigro-vittato; abdomine nigro; tibiis tarsisque rufis; mys-
tace supra nigra infra rufo; alis costa ferruginea : maris
fuscis bası albıs.
Fabr. Spec. Ins. II. 464. 19 : Asilus (germanicus) hirtus
niger) tibiis. rufis; alis fuscis basi albidis.
—— (Ent, ‚syst! ‚DY. 383. 31: Asilus germanicus (Mos). —
383. 30: Asilus (tibialis) hirtus fuscus , thorace subli-
neate ; tibiis rufis (Femina).
— ‚Syst. Antl. 169. 21: Dasypogon germanicus. — 168.
20 : Dasypogon tibialis. r
Gmel. Syst. Nat. V. 2898. 12.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 8. 2.
Scheffer Icon. Tab. 48. Fig. 9, 10.
Panzer Fauna Germ. CVII. 19.
Frisch Ins. III. Theil. Tab. 7 der 3. Platte.
ASILUS 319
Herbst gemeinn. Nat. d. Thierr. VIII. Tab. 346. Fig. 6.
Schrank Fauna Boica. III. 2546.
Knebelbart oben ſchwarz, unten roſtgelb; Bakkenbart roſtgelb. Augen-
rand vorne weißlich. Mittelleib oben gelblichgrau mit den gewoͤhnlichen
ſchwarzbraunen Striemen: die mittelſte etwas getheilt; Bruſtſeiten mehr
aſchgrau Hinterleib glaͤnzend ſchwarz, roſtgelbhaarig, bei dem Maͤnnchen
ins Stahlblaue, bei dem Weibchen ins Braune ſpielend; der erſte und
zweite Ring hinten weißgraugerandet, am dritten und vierten iſt dieſes
nur an den Seiten ſichtbar; bei dem Weibchen ſchillert der Hinterrand aller
Ringe ins Graue. Schenkel ſchwarz; Schienen und Fuͤße rothgelb, mit
ſchwarzen Gelenkſpizzen. Schwinger weißlich. Fluͤgel des Maͤnnchens an
der Wurzelhaͤlfte weiß, das uͤbrige Feld braun; bei dem Weibchen ganz
braͤunlichgrau, an der Wurzel kaum etwas heller: an beiden iſt die Rand⸗
ader an der Wurzelhaͤlfte roſtgelb. — 8 Linien.
In dem Muſaͤum des Prof. Fabricius ſtekt das Weibchen unter dem
Namen Dasyp. tibialis, fo daß die Einerleiheit deſſelben mit germanicus
keinem Zweifel unterworfen iſt.
19. As. micans.
Grau; Ruͤkkenſchild mit ſchwarzer buchtiger Strieme; Hin⸗
terleib braunſchillernd, mit drei Reihen ſchwarzer Flekken;
Schienen und Fußwurzel rothgelb; Untergeſicht weiß mit
ſchwarz und weiß gemiſchtem Knebelbarte. Cinereus; tho-
race vitta sinuata nigra; abdomine fusco-micante, trifa-
riam nigro-maculato; tibiis metatarsisque rufis; hyposto-
mate albo, mystace nigro alboque mixto.
Untergeſicht weiß; Knebelbart oben ſchwarz, Miten ſchwarz und weiß
*
gemiſcht; Bakkenbart weiß. Fuͤhler an der Wurzel unten ſchwarzborſtig.
Stirne vorne zart weißhaarig. Mittelleib hellgrau ſchwarzſtriemig: die
mittelſte vorne bauchig erweitert mit lichtem Mittelpunkt. Hinterleib ſchwarz,
mit grauweißen Ningrändern; in anderer Richtung ganz grau, mit drei
Reihen ſchwarzer Flekken, eine über dem Ruͤklen, und eine an jeder Seite.
Afterglied des Weibchens faſt linienfoͤrmig, mit ſtumpfer Spizze. Schenkel
ſchwarzgrau, an der Spizze innen roſtgelb; Schienen und Fußglieder roſt⸗
320 des
geſb, leztere an der Spize ſchwaͤrzlich; Afterklauen hellgelb. Schwinger
braun. Flügel faſt glasartig, an der Spizze kaum etwas graulich. — ur
das n. — 6% Linien.
20.M
6 —
fimbriatus.
Ruͤkkenſchild aſchgrau, ſchwarzgeſtriemt: mittelſte Strieme
doppelt; Hinterleib ſchwarzbraun mit blaſſen Einſchnitten;
Beine ſwaͤrzlich; Fuͤgel faſt glasartig; Untergeficht und
Knebelbart weiß. Thorace cinereo nigro-vittato : vitta
intermedia duplicata ; abdomine nigro-fusco , incisuris
pallidis; pedibus nigricantibus; alis subhyalinis; hypos-
tomate mystaceque albis.
Untergeſicht und Knebelbart weiß, lezterer oben und an den Seiten mit
44 einigen wenigen ſchwarzen Borſten; Bakkenbart reinweiß. Fuͤhler ſchwarz,
unten an der Baſis ſchwarzhaarig Stirne bräunlichweiß, zart weißhaarig,
aber auch mit einigen ſchwarzen Borſten beſezt; Hinterkopf grauweiß.
Ruükkenſchild aſchgrau, braunſchwarz geſtriemt, doch iſt nur die doppelte
Mittelſtrieme deutlich, die andern ſind etwas verwiſcht; uͤbrigens mit
ſchwarzen Borſten bewachſen. Hinterleib ſchwarzbraun mit weißgrauen Ein—
ſchnitten: der erſte Ring an den Seiten weißhacrig, die andern faſt nakt.
Afterglied des Weibchens ſpizdreiekkig. Beine ſchwarz, durch weiße dicht
anliegende Haͤrchen grauſchimmernd, mit ſchwarzen VBorſten; Fuße tiefer
ſchwarz, mit weißgelben Afterklauen. Die beiden erſten Hüftpaare vorne
mit einer weißen Haarflokke. Schwinger braͤunlichgelb: Koͤlbchen an der
Bars ſchwaͤrzlich. Flügel faſt glasartig, ſchwarzaͤderig. — Ein Weibchen
aus dem ſuͤdlichen Frankreich. — 10 Linien.
T. 4
21. As. pilipes.
Ruͤkkenſchild grau, mit braunen Striemen: die mittelſte
doppelt; Hinterleib aſchgrau, braunbandirt; Beine greis;
Untrgeficht weiß; Knebelbart oben ſchwarz, unten, wie
der Bakkenbart weiß Thorace cinereo fusce-viltato.: villa
intermedia gemina; abdomine cinereo fusco-fasciato; pe-
2
ASILUS er 321
; 1
dıbus griseis; hypostomate albo; mystace supra nigro in-
fra barbaque albis.
Dieſe Art gleicht der vorigen. Untergeſicht etwas truͤbweiß; Knebelbarts
obere Haͤlfte ſchwarz, die untere, nebſt dem Bakkenbarte weiß. Stirne
braͤunlichweiß, ſchwarzhaarig. Fuͤhler ſchwarzbraun: das erſte Glied weiß—
haarig, unten mit einigen ſchwarzen Borſten. Mittelleib braͤunlichgrau,
dunkelbraunſtriemig; die mittelſte Strieme doppelt, die Seitenſtriemen unse
deutlich; uͤbrigens mit ſchwarzen Borſten beſezt. Erſter Ring des Hinter-
leibes grau, hinten mit ſchwarzer erhabener Querlinie; die folgenden grau,
ins Weißliche ſchillernd, an der Wurzel mit breiter ſchwarzbrauner Quer—
binde, die nicht ſcharf begraͤnzt iſt; hinter ihr ein brauner Querſtrich. In
anderer Richtung iſt die Querbinde braungrau, und das Weißgraue braun.
Die gelblichen Borften ſtehen auf braunen Punktwarzen. Schwinger ſchmuz⸗
ziggelb. Fluͤgel blaß braͤunlichgrau. Beine eigentlich braun, doch von
vielen dichtanliegenden weißlichen Haaren graulich; außerdem find Schenkel
und Schienen, vorzüglich die vorderſten, an der Innenſeite mit wegſtehen—
den langen weißen Haaren ziemlich dicht beſezt; Afterklauen braun. —
Zwei Männchen aus dem ſuͤdlichen Frankreich. — Beinahe 11 Linien.
22. As. Senex, Hgg. 7
Greis; Hinterleib faſt weißbandirt; Flügel waſſerklar; Un⸗
tergeſicht gelblichweiß: Knebelbart weiß. Griseus; abdo-
mine albo-subfasciato; alis limpidis ; hypostomate flavi-
cante : mystace albo. \
5 Untergeficht gelblichweiß. Zuhler ſchwarz; Bart und Knebelbart weiß.
„„ Hinterkopf gelblichbehaart. Ruͤkkenſchild wie gewöhnlich dreiſtriemig.
„ Grundfarbe des Mittelleibes etwas gelblich greis, am Hinterleibe et—
5 was dunkeler; Einſchnitte faſtin jeder Richtung, am meiſten aber ſchraͤg
=> von hinten geſehen, weißlich, fo daß daraus nicht ganz ſchmale Bin-
5 den entſtehen, die aber von der Seite bei ſehr ſchraͤg auffallendem Lichte,
„ im Gegentheile dunkeler als die Grundfarbe erſcheinen. Beine ſchwarz;
5 Schienen und Fuͤße innen goldgelb behaart. Fluͤgel waſſerklar, mit
„ dunkelbraunen Adern. Schwinger röthlihhraun. — In der Hoffmanns⸗
„ eggiſchen Sammlung; aus Porimgal, beide Geſchlechter. — 6˙ bis
5 7% Linien.“ (Wiedemann.)
Band. | 21
>
—
778
332 8 ASILUS
23. As. trı onus.
Graulich; Ruͤkkenſchild braungeſtriemt; Hinterleib kielfoͤr⸗
mig, mit weißen Einſchnitten und braunen dreiekkigen
Ruͤkkenflekken; Untergeſicht weiß; Knebelbart ſchwarz und
weiß gemiſcht. Cinerascens; thorace fusco-vittato; abdo-
mine carinato : incisuris albis, maculis dorsalibus trigo-
nis fuscis; hyposiomate albo ; mystace ho nigroque
mixto.
Stirne ſchwaͤrzlichgrau, ſchwarzborſtig. Untergeſicht weiß: Knebelbart
weiß, jedoch mit ſchwarzen Vorſten gemiſcht, vorzuͤglich oben und an den
Seiten; Bakkenbart ganz weißlich. Fuͤhler an der Wurzel unten ſchwarz⸗
haarig. Hinterkopf mit grauweißen Haaren. Ruͤkkenſchild grau, mit den
gewöhnlichen ſchwarzbraunen Striemen, vorne mit ſchwarzen, hinten mit
längern weißgelblichen Borſten. Bruſtſeiten aſchgrau. Hinterleib ziemlich
ſtark zuſammen gedruͤkt, fo daß oben eine Art kielförmiger Schaͤrfe ent⸗
ſteht, braͤunlichgrau, mit weißen Einſchnitten, und ſchwarzbraunen ſtumpf⸗
dreiekkigen Ruͤkkenflekken; die Borſten find gelblichweiß. Afterglied des
Weibchens glänzend ſchwarz, ſpikdreiekkig, ſaͤbelfoͤrmig. Bei dem Maͤnn⸗
chen iſt der Hinterleib mehr walzenfoͤrmig. Schwinger ſchmuzziggelb. Fluͤgel
kaum etwas braͤunlich getruͤbt. Beine ſchwarzbraun, mit kurzen weißen
Haͤrchen und eben ſolchen Vorſten. — 6½ Linien.
24. As, cristatus. Hgg. T
Schwaͤrzlich; Ruͤkkenſchild mit einem ſchwarzen Borſten⸗
kamme und weißen Laͤngslinien; Hinterleib kielfoͤrmig;
Untergeſicht und Bart weiß; Kpebelbart weiß und ſchwarz.
Nigricans; ihorace setis nigris cristato, albo-Iineato; ab-
domine carinato; hypostomate barbaque albis; mystace
albo nigroque. |
2 Untergeſicht weißſchilernd; Bart und Knebelbart weiß, lezterer aber
3 von vielen ſchwarzen Vorſten dicht umgeben, fo daß das Weiße nur
„ wenig zum Vorſchein kommt; Stirne ſchwarzborſtig; oben am Hinter⸗
2 kopfe dicht hinter der Stirne ein Buͤſchel gelblicher Haare. Ruͤkkenſchilds⸗
2
- 7
—
4 {
‘ 1
PB, 4 #5,
ASILUS 323
5 ſtriemen ziemlich tief ſchwarz, die mittlere nicht der Länge nach getheilt;
5» die aͤußere ſtark unterbrochen oder abgeſezt. Zwiſchen den Striemen
x.„ erſcheint die Grundfarbe des Ruͤkkenſchildes hellweißſchillernd, zumal
5 an den Seiten. Die Mittelſtrieme iſt uͤberall mit einem ſchwarzen Vor⸗
„ ſtenkamme befest. Vor der Fluͤgelwurzel einige faſt fuchsrothe Borfen.
„ Hinterleib oben gekielt und ſchwaͤrzlich, an den Seiten gelblichgrau,
„ welches ſo zwiſchen das Schwarze hineintritt, daß dieſes auf jedem Ab⸗
„ ſchnitte dreieffig begraͤnzt iſt. Fluͤgel waſſerklar, braunaderig. Schwinger
55 rofigeld. Beine glaͤnzend ſchwarz, graulich behaart, mit gelben Dornen.
2 — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung, beide Geſchlechter; aus Por⸗
3, tugall. — 5 bis 7 Linien.“ (Wiedemann.)
25. As. inconstans. Agg. +
Pa TEE EEE nn
Gelbgrau; Hinterleib geſchekt; Beine ziegelroͤthlich: Schen⸗
kel mit ſchwaͤrzlicher Strieme; Untergeſicht und Knebel⸗
bart gelblich; Bakkenbart weiß. Flavo-cinereus ;abdomine
vario; pedibus subtestaceis: femoribus vitta nigricante;
hypostomate mystaceque flavicantibus, barba alba.
„ Fühler ſchwarz. Untergefiht und Knebelbart gelblich; Bart weiß.
„ Ruͤkkenſchild mit den gewöhnlichen drei braunen Striemen: die Seiten⸗
„ firiemen ſtark unterbrochen. Farbe des Hinterleibes braͤunlich und gelb⸗
„lich wechſelnd; in gewiſſer Richtung mit einer braͤunlichen Mittelſtrieme;
5 die Einſchnitte nach Verſchiedenheit des Lichtes breit braͤunlich oder faſt
„ greis. Auch an den Seiten des Hinterleibes wechſelt fo die Farbe; dieſe
„haben je zwei gelblichweiße Borſten auf jedem Ringe. Fluͤgel nur ſehr
„ wenig gelblichgrau, Adern gelblichbraun. Schwinger gelblichbraun. Deine
„ lichtziegelfarbig; an der Vorderſeite der Schenkel eine reite ſchwarze
„ Strieme; alles aber von gelblichen Härchen etwas unſcheinbar gemacht.
„ — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung; ein Männchen, aus Por⸗
„ ktugall. — 6 Linien.“ (Wiedemann.)
7
324 | ASILUS e. 719
* Int e [Link]. culiciformis. Pall. 7
a
Grauweiß; Hinterleib pfriemenfoͤrmig, braunbandirt; Unter-
geſicht und Knebelbart weiß. Incanus; abdomine subulato
ſusco-fasciato; hypostomate mystaceque albis.
Wiedemann zoolog. Magazin. I. 2. 32.
„ Untergeſicht, Knebelbart und Bart weiß: erſtere beide ein wenig
„gelblich. Ruͤkkenſchild greis, mit den gewöhnlichen drei Striemen; die
„ aͤußere wenig deutlich und ſtark unterbrochen. Hinterleib greis, in ge⸗
„, wiffer Richtung mit braunen Binden, die in anderer Richtung mehr
5 weißlich erſcheinen. In manchen Richtungen erſcheint eine dreifache
55 Laͤngsreihe brauner laͤnglicher Flekken, deren mittle beſonders eine un-
„ unterbrochene Strieme bildet; auf jedem Ringe iſt beiderſeits ein weißes
„ Borftenpaar. Flügel faſt waſſerklar; Adern und Schwinger gelb. Beine
„„ blaß ziegelroͤthlich; Schenkel oben mit ſchwaͤrzlicher Strieme; uberall
„ kurz aber ziemlich dicht greisbehaart. — Auf der Tauriſchen Halbinſel;
„ das Maͤnnchen. — 5½ Linien.“
„„Dieſe Art iſt dem As. inconstans fo ahnlich, daß man ſie fuͤr einer⸗
„lei halten mochte. Nur iſt bei inconstans die Farbe überhaupt mehr
5 gelblich, bei culiciformis hingegen mehr weißlichgrau; auch iſt bei
„ inconstans die dreifache Reihe der Flekken des e nicht ſo
2 deutlich. (Wiedemann)
[Link].
As. Hgg.
Roͤthlichgelb; Ruͤkkenſchild braungeſtriemt; Hinterleib mit
braunen Ruͤkkenflekken; Beine rothgelb mit ſchwarzen
Schenkeln; Fluͤgel mit roͤthlichgelben Adern; Untergeſicht
roſtgelb: Knedelbart oben ſchwarz, unten wie der Bakken⸗
bart weiß. Rufescens; thorace fusco-viltato ; abdomine
maculis dorsalibus fuseis; pedibus rufis, ſemoribus nigris;
alis venis rufescentibus; hypostomate ferrugineo: mystace
supra nigro, infra barbaque albis. |
Untergeſicht lichtroſtgelb; Knebelbart oben ſchwarz, unten wie der Bak
kenbart weiß. Zuhler ſchwarz“ unten an der Wurzel ſchwarzborſtig; das
\
ASILUS 323
dritte Glied ziemlich breit. Ruͤkkenſchild roͤthlichgelb, mit braunen Strie—
men: die mittelſte getheilt; Vorſten weißgelb, auf den Striemen aber
ſchwarz. Bruſtſeiten und Huͤften graulichgelb. Hinterleib ziemlich lang,
roͤthlichgelb, mit braunen halbkreisförmigen Ruͤkkenflekken; in gewiſſer
Richtung wechſeln beide Farben; Vorſten weißlich. Beine mit ſchwarzbrau—
nen Schenkeln, Schienen und Fuͤße rothgelb, nur das lezte Zußglied iſt
braun. Schwinger gelb. Fluͤgel am Vorderrande gelblich, auch die Adern
find roͤthlichgelb. — Aus Oeſterreich, von Herrn Megerle von Muͤhlfeld,
beide Geſchlechter unter dem Namen As. femoralis; Herr Graf von Hoff⸗
mannsegg entdefte fie bei Berlin, und Pallas im ſuͤdlichen Rußland. —
Die oͤſterreichiſchen Exemplare 7 — 9, die ruſſiſchen 10 — 11 Linien.
28. As. flavipes. Meg.
Ruͤkkenſchild roſtgelblich; mit zwei braunen Striemen; Hin⸗
terleib aſchgraulich mit weißen Einſchnitten; Beine gelb,
Schenkel mit ſchwarzer Strieme; Kopf gelblich. Thorace
subferrugineo , fusco bivittato; abdomine cinerascente,
incisuris albis ; pedibus flavis, femoribus vitla nigra;
capite flavicante.
Untergeſicht, Knebel- und Bakkenbart, fo wie die Stirne gelblichweiß.
Mittelleib lichtroſtgelb, mit zwei braunen Ruͤkkenſtriemen, die Seiten-
ſtriemen nur in gewiſſer Richtung etwas ſichtbar. Bruſtſeiten nach unten
ins Lichtgraue gemiſcht. Hinterleib aſchgrau, in gewiſſer Richtung ſchwarz—
braun, mit weißlichen Einſchnitten. Bauch hellgrau. Beine gelb; Schenkel
mit ſchwarzer Strieme; Spizze der Schienen und vier lezte Fußglieder
ſchwarzbraun. Schwinger gelb. Fluͤgel gelblich, am Hinterrande und an der
Spizze graulich. — Aus Oeſterreich; das Weibchen von Hrn. Megerle
von Muͤhlfeld. — Beinahe 3 Linien. ! |
29. As. cingulatus. Fabr.
Grau; Ruͤkkenſchild braungeſtriemt; Hinterleib mit ſchwar⸗
| zer Ruͤkkenlinie; Beine rothgelb mit ſchwarzen Ringen;
Knebelbart oben ſchwarz, unten nebſt dem Bakkenbarte
weiß. Cinereus; tliorace ſusco-vittato; abdomine linen
826 Ass
dorsali nigra; pedibus rufis nigro-annulatis; 5 su-
Pra nigro, 1155 al albis.
Fabr. Spec. fs: II. 464. 25: Asilus (eingulatıs) cinereus;
0
tibiis rafis nigro--annulatis.
— Ent, Syst. IV. 385. fi.
— Syst. Autl: 172. 36.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 16. 6.
Schrank Fauna Boica. III. 2548.
„ Das Afögrane des Fabricius iſt mehr kiesgelblich, aber nur an fri—
„ ſchen Maͤnnchen bisweilen metalliſch- faſt meſſinggelb. Vorſten uber
„„ dem Knebelbarte ſchwarz. Auf dem Ruͤkkenſchilde eine ſchwärzliche
55 Mittelſtrieme, die durch eine undeutliche graue Linie der Laͤnge nach
55 getheilt iſt; Seitenſtriemen ſo unterbrochen, daß ſie in gewiſſer Rich⸗
„ fung als drei Flekken erſcheinen. Auf dem Hinterleibe eine un⸗
35 deutliche braune Mittelſtrieme; Ringraͤnder in gewiſſer Richtung weiß⸗
5 lich. Ver dem Weibchen find alle Farben bleicher. Flügel ziemlich glas⸗
„ helle, nur im Umfange etwas graulich. Schwinger roſtgelb. Schenkel
„ außen ſchwarz mit roſtbrauner Spizze, innen ſchwaͤrzlichbraun, nach
„ der Spizze zu allmaͤhlig roſtbraun; Schienen roſtbraun, das zweite
„ und vierte Viertel ſchwarz. Auch die Fußglieder an der Spizze, und
55 die lezte ganz ſchwarz. — 5 bis 6 Linien. (Wiedemann.)
Fabricius gibt Stalien zum Vaterlande an; ſie findet ſich aber auch im
ſuͤdlichen Frankreich (wo fle Herr Baumhauer entdekte) und in Oeſterreich,
woher Hr. Megerle v. Muͤhlfeld ein Paͤrchen uberſchikte. Die Farbe der
Beine faͤllt bisweilen ins Rothgelbe.
4.
: ſaallifies, (> A fulvi es.)
Ruͤkkenſchild ſchiefergrau, mit doppelter ſchwarzer St ‚lee; -
Hinterleib ſchwaͤrzlich, mit weißlichen Einſchnitten; Beine
gelb; Untergeſicht und Knebelbart weiß. Thorace schista-
ceo, vitta duplicata nigra; abdomine nigricante, incisu-
ris albidis; pedibus flavis; hypostomate eee albis.
Untergeſicht, Knebel- und Vakkenbart weiß; Stirn und Hinterkopf grau,
mit weißem Augen rande. Mittelleib ſchiefergrau, auf dem Nükken mit
ASILUS 327
ſchwarzer getheilter Mittelſtrieme; die Seitenſtriemen kaum merklich. Hin⸗
terleib ſchwaͤrzlich mit weißen Einſchnitten; in anderer Richtung aſchgrau.
Leib ſehr wenig borſtig, fat nakt. Beine lebhaft rothgelb, nur die drei
lezten Fußglieder braunſchwarz. Schwinger hellgelb. Fluͤgel faſt waſſerklar,
nur die Spizze etwas graulich. — Aus Oeſterreich; Hr. Megerle v. Muͤhl—
feld ſchikte das Männchen unter dem Namen Leptogaster longipennis. —
5 Linien. 6 f
31. As. atricapillus. Tull.
Ruͤkkenſchild aſchgrau, mit ſchwarzer Strieme; Hinterleib
ſchwaͤrzlich, mit weißen Einſchnitten; Beine ſchwarz:
Wurzel der Schienen und erſtes Fußglied rothgelb; Un⸗
tergeſicht weiß, mit ſchwarzem Knebelbarte. Thorace ci-
nereo, vitta nigra; abdomine nigricante „ incisuris albis;
pedibus nigris : tibiis basi metatarsisque 'rufis; hyposlo-
mate albo, mystace nigro. *
Fallen Dipt. Suec. Asil. 10. 5: Asilus (atricapillus) cine-
reus, barba nigra; pedibus a latere supero ferrugineis.
Untergeſicht weiß; Knebelbart ſchwarz; Bakkenbart grauweiß. Stirne
ſchwaͤrzlich. Ruͤkkenſchild lichtgrau, mit ſchwarzer, hinten ſpizziger Mittel⸗
ſtrieme; von den Seitenſtriemen iſt nur ein braͤunlicher Schatten zu ſehen.
Hinterleib ſchwarz, mit weißen Einſchnitten; in gewiſſer Richtung braͤun⸗
lichgrau. Schwinger blaßbraun. Fluͤgel an der Spizze und am Hinterrande
graubraͤunlich mit hellgeſaͤumten Adern. Schenkel ſchwarz: die vorderſten
mit rothgelber Spizze; Schienen vorn Wpthgelb, hinten ſchwarz; erſtes
FJußglied rothgelb, die andern ſchwarz. — Aus Schweden; Hr. Wiede⸗
mann theilte mir das Maͤnnchen mit. — 5 Linien.
32. As. pallipes. Meg.
Grau; Ruͤkkenſchild braungeſtriemt; Hinterleib ſchwarz mit
weißen Einſchnitten; Beine gelb, braungeſchekt; Unter:
geſicht und Knebelbart weiß. Cinereus; thoraco fusco-vit-
328 ASILUS
tato ; abdomine nigro „ incisuris albis ; pedibus flavis
fusco-variis; hyposlomate mystaceque albis.
Untergeſicht, Knebel- und Bakkenbart und Vorderſtirne weiß; Scheitel
geſchwaͤrzt. Mittelleib hell braͤunlichgrau, in den Seiten ins Schiefergraue,
mit den gewohnlichen ſchwarzbraunen Ruͤkkenſtriemen: die mittelſte doppelt.
Hinterleib glänzend ſchwarz, mit weißen Ringraͤndern; in gewiſſer Rich⸗
tung aſchgrau mit braunen Seitenflekken. Bauch ſchwarz. Schwinger gelb.
Deine rͤthgelb: die vordern Schenkel haben an der Baſis oben einen
ſchwarzbraunen Flekken, die mittelſten nach vorne, und die hintern auf
der Mitte einen aͤhnlichen; die Spikze der Schienen und die vier lezten
Fußglieder braun; Afterklauen gelb. Fluͤgel am Hinterrande und an der
Spizze etwas graulich. — Aus Oeſterreich; Hr. Megerle von Muͤhlfeld
ſchikte das Maͤnnchen als As. pallipes; und das Weibchen als As. Tan-
thopus. — 4% bis 5 ½ Linien.
33. As. varipes.
Ruͤkkenſchild grau, mit ſchwarzer Strieme; Hinterleib
ſchwarz mit weißen Einſchnitten; Beine ſchwarz: Schienen
und erſtes Fußglied rothgelb; Untergeſicht weißlich: Kne⸗
belbart oben ſchwarz, unten wie der Bakkenbart weiß.
Thorace cinereo vitta nigra; abdomine nigro, Mncisuris
albis; pedibus nigris : tibiis metatarsisque rufis; hypos-
tomate albido : mystace supra nigro, infra bärbaque albıs.
Stirne braunlic- Untergeſicht weißlich; Knebelbart oben ſchwarz, unten,
nebſt dem Baffenbarte weiß. Mittelleib grau mit ſchwarzer Rüͤkkenſtrieme,
die hinten ſpizzig zulaͤuft; die Seitenſtriemen nur blaßbraun angedeutet;
Bruſtſeiten hellgrau Hinterleib braunſchwarz, mit weißen Einſchnitten; in
gewiſſer Richtung aſchgrauſchillernd. Schwinger rothgelb. Bruſt weißhaarig.
Schenkel ſchwarzbraun; Schienen rothgelb mit ſchwarzer Spizze; erſtes Fuß⸗ E
glied rothgelb, die andern ſchwarzbraun. Fluͤgel an der Spizze etwas grau.
— Aus Oeſterreich; von Hrn. Megerle das Maͤnnchen unter dem Namen
Asilus tibialis geſchikt. — 7 Linien. I,
ASILUS 98829
* 5
1 N
> 34. As. varlus. Gürtl. Gr
i K ke, Am |
Poͤthlichgelb; Ruͤkkenſchild braungeſtriemt; Hinterleib
ſchwarzbraun mit gelbroͤthlichen Einſchnitten; Beine und
Schwinger braun; Untergeſicht gelb; Knebelbart oben
ſchwarz, unten gelb; Bakkenbart weiß. Rufescens; tho-
race fusco-viltato; abdomine fusco, incisuris rufescenti-
bus ;. pedibus halteribusque fuscis; hypostomate flavo;
mystace supra nigro infra flavo; barba alba.
Untergeſicht und untere Hälfte des Knebelbartes gelb, die obere Halfte
ſchwarz; Dakkenbart ſchmuzzig weiß. Mittelleib roſtgelblich mit ſchwarz⸗
brauner Mittelſtrieme, die bis zum Schildchen reicht; die Seitenſtriemen
verwiſcht; Bruſtſeiten mehr ins Graue ziehend. Hinterleib ſchwarzbraun,
mit gelblichem Hinterrande der Ringe; in gewiſſer Richtung gelblichgrau—
ſchillernd. Afterglied des Maͤnnchens groß, ſchwarz. Schwinger blaßbraun.
Beine ſchwarzbraun; hinterſte Schienen gelbſchimmernd, mit goldgelben
Sohlen. Flugel gräulich. — Aus Oeſterreich. Hr. Megerle v. Mühlfeld
ſchikte das Maͤnnchen unter obigem Namen. — 414 Linien.
35. As. æmulus, Zigg.
—
Ruͤkkenſchild aſchgrau mit braunen Striemen: die mittelſte
doppelt; Hinterleib glaͤnzend ſchwarz: Einſchnitte und
zwei Punkte an der Wurzel weiß; Beine und Knebelbart
ſchwarz; Untergefiht und Vakkerbart weiß. Thorace ci-
nereo fusco-villate : vitta intermedia gemina; abdomine
nigro nitido: incisuris punctisque duobus ad basin albis;
pedibus mystaceque nigris; hypostomate barbaque albis.
Untergeſicht weiß; Knebelbart durchaus ſchwarz, und faſt bis zur Fuͤhler⸗
wurzel reicheud; Bakkenbart weiß. Mittelleib hellgrau mit braunen Strie—
men: die mittelſte geiheilt. Hinterleib glänzend ſchwarz, mit weißen Ein—
ſchnitten: am Vorderrande des zweiten find zwei laͤngliche weißgraue Schil—
lerpunkte. Schwinger gelb. Beine ſchwarz. Fluͤgel an der Spizze etwas graue
lich. — Aus Oeſterreich, von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld unter dem
Ramen As. lasciatus Gürtl. das Weibchen geſchikt. — 6 Linien.
336 ASILUS
3b. As. gracllipes. Meg.
Braͤunlichgrau; Ruͤkkenſchild braungeſtriemt: die mittelſte
doppelt; Untergeſicht und Knebelbart weißlich. Fusco-ci-
nerascens; thorace vittis fuscis : intermedia gemina; hy-
postomate mystaceque albidis.
Untergeſicht gelblichweiß; Knebelbart weiß, oben nur ſehr wenig ſchwarze
Vorſten, faſt bis zur Fuͤhlerwurzel reichend; Bakkenbart weiß. Mittelleib
braͤunlichgelb, mit braunen Striemen: die mittelſte getheilt; Bruſtſeiten
blaſſer; Bruſt weißhaarig. Hinterleib braungrau, mit blaßgelben Ring⸗
raͤndern; in gewiſſer Richtung graugelb ſchillernd. Schwinger gelb. Fluͤgel
an der Spitze etwas graulich. Beine braͤuulichgrau. — Aus Oeſterreich;
von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld das Maͤnnchen unter obigem Namen
geſchikt. — 7 Linien.
37. As. punctipennis, Agg.
Grau; Ruͤkkenſchild mit getheilter brauner Strieme; Hinter⸗
leib kielfoͤrmig, braunſchillernd geflekt; Fluͤgel glasartig;
Spizze und Queradern braun; Knebelbart weiß und
ſchwarz gemiſcht. Cinereus; thorace vitia fusca gemina;
abdomine carinato: maculis fuscis micantibus; alis hya-
linis : nervis transversalibus apiceque fuscis; mystace
albo nigroque mixto.
Klassif. d. Zweifl. I. 248. 10: Asilus (ꝓunctatus) alis
fusco-punctatis, halteribus fuscis.
\ 8 *
Stirne grau; Fuͤhler ſchwarzbraun, an der Wurzel unten weißhaarig;
das dritte Glied ſehr ſchlank. Untergeſicht weiß; Knebelbart ſehr ſtark und
bis zur Fuͤhlerwurzel reichend, innen gelblichweiß, oben und an den Sei⸗
ten ſtark mit ſchwarzen Borſten beſezt. Bakkenbart weiß. Mittelleib aſch⸗
grau; auf dem Rükken mit dunkelbrauner Doppelſtrieme; die Seitenſtrie⸗
men verloſchen; am Schildchen lange weißliche, vorwaͤrts gerichtete Haare,
und ſchwarze aufwärts gekruͤmmte Randborſten; auch die Strieme iſt ſtark
mit ſchwarzen Borſten beſezt. Hinterleib ſtark zuſammengedrükt, kielfoͤrmig,
praͤunlichgrau, mit braunen Schillerflekken; Afterglied des Weibchens lang,
ASILUS 331
ſchmal. Beine dunkelbraun, bisweilen ins Ziegelroͤthliche fallend. Schwin⸗
ger braun. Zlügel waſſerhell mit graubraͤunlicher Spizze; die Queradern
und die Adernverbindungen find braun angelaufen. — 7 bis 8 Linien.
| (28 As. brunnipes. Fabr. 7 ) 24 A.
Grau; Ruͤkkenſchild vierſtriemig; Fluͤgeladern roſtbraun;
Beine braunroth. Griseus; thorace quadrivittato; nervis
alarum ferrugineis; pedibus badlis.
Fabr. Ent. syst. IV. 384. 35: Asilus (Brunnipes) hirtus
cinereus, alarum costa basi pedibusque ferrugineis.
— Syst. Antl. 170. 27 : Dasypogon brunnipes.
„Ein wahrer Asilus. Zwei erſte Zühlerglieder aſchgrau. Der Kopf
55 durchaus nicht mit Linien bezeichnet (wie Fabricius angibt); alle übrigen
> Theile nicht aſchgrau, ſondern mehr weniger kiesgelb, ohne Metallglanz,
5 beſonders am Hinterleibe ſtaͤrker ins Grünliche ziehend. Auf dem Ruͤkken⸗
5 ſchilde vier braͤunliche Striemen, die aber nur in gewiſſer Richtung
95 deutlicher in die Augen fallen. Am Hinterleibe find die Hinterränder
5 der Ringe ledergelb; Afterglied des Weibchens ſchwarz, zuſammenge—⸗
„ druͤkt, anderthalb Linie lang. Fluͤgeladern roſtbraun; Fluͤgel ſehr wenig
25 gelblich, an der Spizze graulich. Beine braunroth: Vorderſchenkel
>, innen mit einem ſchwarzen Flekken gegen die Wurzel hin. — 11 Linien.“
(Wiedemann.)
Fabricius gibt die Barbarei als Vaterland an, wahrſcheinlich auch im
ſuͤdlichen Europa. | ;
39. As. marginatus. Meg.
Ruͤkkenſchild roͤthlichgelb, braungeſtriemt; Hinterleib aſch—
grau mit ſchwarzbraunen Einſchnitten; Schwinger und
Beine braun; Knebelbart oben ſchwarz, unten wie der
Bakkenbart weiß. Thorace rufescente ſusco-vittato; abdo-
mine cinereo, incisuris nigro-fuscis; halteribus pedibus-
que fuscis; mystace supra nigro, infra barbaque albis.
Untergeſicht ſchmuzzig weiß; Knebelbart faſt bis an die Fuͤhler reichend,
oben ſchwarz, unten, wie der Bakkenbart, weiß. Stirne bräunlich. Mittels
EG
SB ASILUS
—
leib braungelblich, mit braunen Striemen, Bruſtſeiten mehr grau; Brut
blaßgelbhaarig. Hinterleib aſchgrau mit ſchwarzbraunen Seitenflekken und
Einſchnitten; in anderer Richtung ſchwarzbraun, die Einſchnitte an den
Seiten grau. Bauch ſchwaͤrzlich. Schwinger dunkelbraun. Beine ſchwarz—
braun: hinterſte Schienen nach innen und Fußſohlen rothgelbfilzig. Fluͤgel
an der Spizze braungrau. Afterglied des Weibchens lang, ſpizdreiekkig.—
Aus Oeſterreich; von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld das Weibchen. —
2 Linien.
f 5 NOS
5 Habe. ws As. omissus. Wied. t)
Rüffenfchild greis, mit dünkeln Striemen; Hinterleib
ſchwaͤrzlich mit greiſen Binden; Beine N : Schen⸗
1 mit braunem Striche; Nate get und Knebelbart
hellweiß. Thorace griseo, vittis obscurioribus; abdomine
wigricante fasciis griseis ; pedibus testaceis: femoribus
striga fusca; hypostomate mystaceque albis.
„ Fuͤhler ſchwarz, in gewiſſer Richtung grauſchimmernd. Untergeſicht
5 filberweiß; Knebelbart und Dart weiß. Die beiden dunkeln Mittelſtrie⸗
„ men des Ruüͤkkenſchildes nur durch eine ſchmale Linie getrennt; neben
„ihnen je eine breite abgeſezte Seitenſtrieme. Bruſtſeiten ſeidenartig greis⸗
„ ſchimmernd. Die ſehr ſchmalen Querbinden des Hinterleibes liegen am
7 Hinterrande der Ringe. Fluͤgel ungefaͤrbt; Schwinger gelblich. Der
2 ſchwaͤrzliche Strich oder laͤngliche Flekken auf der obern Seite der Schenkel
55 erreicht an den vordern
die Wurzel, an den mütlern nicht, an den
„ hintern nimmt er gerade die Mitte der Länge ein. — Ein Maͤnnchen
5 aus Suͤddeutſchland. — 5 Linien.“ (Wiedemann.)
ee made. A.. As. tabidus. Vied. +)
Lichtſchiefergrau; Ruͤkkenſchild mit drei breiten Striemen;
Hinterleib bandirt; Beine ſchwarz mit gelblichen Schie⸗
nen; Untergeſicht Anne Knebelbart oben ſchwarz,
unten weiß. Dilute schistaceo ; ihorace lato trivittato;
8
ASILUS 333
abdomine fasciato ; pedibus nigris : tibiis flavicantibus;
hypostomate argenteo ;mystace supra nigro infra albo.
-|
„Fuͤhler ſchwarz. Untergeſicht gelblichſilberweiß. Knebelborſten ſchwarz,
5, der darunter ſtehende Kuebelbart und der Bart weiß. Farbe des Mittel⸗
5, leibes ſehr licht ſchiefergrau, obenauf faſt ganz von den drei breiten ziem-
5 lich tiefſchwarzen Striemen verdrängt. Der Hinterleib hat ſehr breite
„„ braͤunlichſchwarte Querbinden, ſo daß auch hier ſehr wenig von dem
„ Grauen zu ſehen if; er iſt, beſonders am Bauche, mit weißen Haaren
„ befest. Fluͤgel ungefaͤrbt. Schwinger gelblich. Innere Seiten der Schienen
„„ und Füße mit meſſinggelben Härchen beſezt. — Ein Weibchen aus Suͤb⸗
, deutſchland. — 54 Linien.“ (Wiedemann.)
42. As. callosus. Pall. T
Aſchgrau; Schulterſchwielen rothgelb; Beine ziegelroth,
ſchwarz geſtreift. Cinereus; callis thoracis antice duobus
1ufis; pedibus testaceis nigro-striatis.
Wiedemann zoolog. Mag. I. 2. 30: Asilus callosus.
„„ Ungefaͤr einen Zoll lang. Aſchgrau. Bart weiß. Ruͤkkenſchild vorne
„ mit zwei rothgelben Schulterſchwielen, hinten mit blaßgelben Dorfen.
5 Flügel braunaderig. Schwinger blaß. Schenkel ſehr haarig: die vorder—
5 fen unten der Lange nach ziegelroth; die hintern an der Spizze mit einem
2 ziegelrothen Halbringe; Schienen dornig, und, wie die Fuͤße, ziegel⸗
„ farbig. — In den Wieſen am Tanain und im ganzen ſüdlichen Ruß⸗
5 lande.“ (Pallas.)
43. As. cinerarius. Pall. 1
Grau; Schienen mit rothgelbem Ringe; Knebelbart weißlich.
Cinereus; tibiis rufo-annulatis; mystace albido.
Wiedemann zoolog. Mag. I. 2. 29 : Asilus cincrarius.
„„ Dart fehr haarig, weiß; Knebelbart mit einigen blaſſen Haaren.
5 Bruſtſeiten etwas haarig, hinten mit zerſtreuten Vorſten. Leib ſchlank,
7 walzenflihr'g, aſchgrau, gelblich ſchillernd. Afterglied des Weibchens
60
334 | ASILUS
2 fübelformig. Beine ſchwarz; Schienen am Knie mit einem rothgelben
„ Ringe; Afterklauen roͤthlichgelb. Schwinger blaß. Fluͤgel glasartig, mit
>, roͤthlichgelben Adern. — Auf Weiden und Wieſen in ganz Suͤdrußland
„ gemein.“ (Pallas.)
1 As. ee Hgg. 7
Aſchgrau; Räkkenſchild dreiſtriemig; Hinterleib weißbandirt;
Beine ſchwarz: Schenkel hinten obenauf kaſtanienbraun;
Untergeſicht weiß; Knebelbart gelblich. Cinereus; thorace
trivittato; abdomine albo-fasciato; pedibus nigris : femo-
rum superficie 'postica badia; hypostomate albo; mystace
Slavıicante.
„Juͤhler ſchwarz. Untergeſicht weißlich; Knebelbart gelblich, ringsum
„ mit ſchwarzen Vorſten; Bart weiß. Ueber den aſchgrauen Ruͤkkenſchild
5 gehen drei ſchwaͤrzlichbraune breite Striemen: die mittelfte laͤngſte durch
„eine graue Längslinie getheilt. Schultern lichter grau. Dicht vor dem
99 Schildchen ein ſchraͤger faſt ſchiefergrauer Flekken. Das Schildchen er⸗
„ ſcheint, je nach dem Auffallen des Lichtes, abwechſelnd an der einen
„ Hälfte ſcharf abgeſchnitten dunkeler. Bruſtſeiten gelblich- und braunbunt,
„ mit einzelnen faſt weißſchimmernden Flekken. Hinterruͤkken grau mit
„„ weißen Seiten. Hinterleib dunkel aſchgrau, an den Seiten mehr gelb⸗
„„ braͤunlich; jeder Ring zeigt hinten eine weiße Binde, an den Seiten
„„ lichter und deutlicher, mitten etwas mehr gelblich, und nach Verſchie⸗
„„ denheit des Lichtes, ſogar mit abwechſelnd braͤunlichen Flekken. After des
„ Maͤnnchens braun, des Weibchens ſchwarz. Beine ſchwars, mit gelblichen
„„ Dornen: hintere Flache der Schenkel roͤthlichbraun, welches auch an den
„ Schienen, doch nicht fo auffallend iſt. Fluͤgel waſſerklar, nur wenig gelb⸗
„„ lich. Schwinger etwas roͤthlichbraun. — In der Hoffmannseggiſchen
„ Sammlung, beide Geſchlechter aus Portugal. — 8 bis 10 Linien.“
( Wiedemann.)
45. As. tephraus. Heg.T
Grau; mittelſte Strieme des Nuͤkkenſchildes ausgezeichnet;
Beine rothgelb und ſchwarz geſchekt; Untergeſicht meſſing⸗
ASILUS. 0 885
gelb; Knebelbart und Vart gelblich. Cinereus ; thoracis
vitta media lateribus multo distinctiori; pedibus rufis
nigro-variis; hypostomate orichalceo; mystace barbaque
flavicantıbus. ”
„ Fuͤhler ſchwarz; Stirne gelblichgrau. Untergeſicht ſehr licht meſſing⸗
„ gelb; Bart und Knebelbart gelblich. Mittelſtrieme des Ruͤkkenſchildes
93 braͤunlichſchwarz, ſehr breit, hinten ſchmaͤler; Seitenſtriemen viel lichter,
25 ſtark unterbrochen. Schildchen einfarbig aſchgrau; Bruſtſeiten eben ſo,
„„ nur dicht unter den Schultern ein laͤngliches braunes beſtändiges Flelchen,
55 ſelbſt bei dem verſchiedenſten Einfallen des Lichtes, verändert ſichdoch
„nur eine Stelle ins Braune dicht hinter und unter jenem Flekchen.
5 Hinterleib aſchgrau, an den Einſchnitten nur in gewiſſer Richtung lich⸗
„„ ter; Afterglied des Weibchens glänzend ſchwarz. Fluͤgel waſſerklar, nur
„ an der Spizze etwas graulich. Schwinger faſt honiggelb. Schenkel an
„ der Vorderſeite ſchwarz, an den vordern und hintern die Hinter- oder
„ Innenſeite an Wurzel und Spizze rothgelb, an den mittlern ganz roth⸗
„„ gelb. Schienen mehr honiggelb mit ſchwarzen Spizzen. Fuͤße ſchwarz,
5 nur an der Wurzel wenig gelb. — In der Hoffmannseggiſchen Samm⸗
„ lung; ein Weibchen, aus Portugall. — 7 Linien.“ (Wiedemann.)
46. As. colubrinus. Egg. }
Greis; 5 Ruͤkkenſchild ſchwarzgeſtriemt; 3 Hinterleib gewuͤrfelt;5
Beine ſchwarz; Untergeſicht und Knebelbart gelblichweiß.
Griseus; thorace nigro-vittato; abdomine tessellato ; pe-
dibus nigris; hypostomate mystaceque flavo-albidis.
5 Untergeſicht und Knebelbart gelblichweiß: lezterer mit ſchwarzen Vor⸗
5 fen umher; Bart weiß. Vorne auf der Stirne und an jeder Seite des
2 Hinterkopfes, dicht hinter den Augenekken einige ſchwarze Dorfen. Auf
„„ dem greifen Rüktenſchilde eine braͤunlichſchwarze Doppelſtrieme; Seiten⸗
25 ſtriemen zweimal unterbrochen, mit dem vordern Ende der Piittelſtrieme
„ am näͤchſten und hier gabelig geſpalten. Schultern ein wenig ins Schie⸗
2 fergraue ziehend; von dieſen geht hinten eine kurze ſchwärzlichbraune
2 Strieme gegen den Mitteltheil der Seitenſtrieme. Weiter nach innen
25 ſtoͤßt an die Schulter ein gelblichbrauner Flekken, der gegen die vordere
336 .s ABIDES
25 Abtheilung der Seitenſtriemen laͤuft. Bruſtſeiten greis, mit einigen dun⸗
„ felern Flekken. Hinterleib aus Braͤunlichſchwarz und Greis gewuͤrfelt, fo
„„daß in den meiſten Richtungen eine ſchwarze Strieme uͤber den ganzen
7 Rükken läuft, und die Einſchnitte am meiſten greis erſcheinen. Fluͤgel
5 wenig gelblich, an der aͤußerſten Spizze grau, was ſich zwiſchen je zwei
„ Adern ſchmaͤler werdend, hinaufzieht, fo daß die Adern ſelbſt ungefaͤrbte
„ Säume haben. Schwinger braͤunlichgrau; Flugeladern dunkelbraun. Beine
5 ſchwarz, ziemlich dicht greisbehaart; Innenſeite der Schienen und Fuße
„ mit roſtgelben Haͤrchen. — In der Hoffmannseggiſchen Sammlung;
„das Weibchen aus Portugall. — 1 Zoll.“ (Wiedemann.)
1 alli ums. 47. As. canescens. Hgg. T ) |
Aſchgrau; Ruͤkkenſchild dreiſtriemig: Mittelftrieme doppelt;
Hinterleib bandirt; Fluͤgel aſchgraulich; Untergeſicht ſei⸗
denartig weiß; Knebelbart gelblichweiß. Cinereus; thorace
trivittato: villa intermedia gemina ; abdomine fasciato;
alis cinerascenlibus; hypostomate albo sericeo ; mystace
pallido. h
ss Fuͤhler ſchwarz. Untergeſicht weißſeiden; Knebelbart gelblichweiß; Bart
„weiß Am Hinterkopfe einige ſchwarze Borſten. Ruͤkkenſchild wie ge—
5 woͤhnlich dreiſtriemig: Seitenſtriemen ungleich lichter als die mittlere;
5, dieſe vorne breiter gefpalten als hinten, fo daß vorne noch eine dunklere
„ Linie dazwiſchen ſichtbar iſt, und an jeder Seite vorne mit einem noch
„ dunkelern dikken kurzen Striche. Schildchen einfarbig lichtgelblichgrau.
„ Bruſtſeiten viel lichter, nach unten allmählig ins Greiſe uͤbergehend.
„„ Hinterleib braͤunlich, Einſchnitte grau. An den drei erſten Ringen find
5 die Hinterraͤnder gemsledergelb. Flügel aſchgraulich, einige Laͤngsadern,
5 zumal an der Wurzel lichter geſaͤumt. Schwinger faſt wachsgelb. Beine
„ ſchwarz, mit kurzer greifen Behaarung, die an der innern Schienen⸗
5 und Jußflaͤche okergelb, etwas ſeide nglänzend iſt. — In der Hoffmanns⸗
es eggifchen Sammlung; aus Portugal. — 6% Linien.“ (Wiedemann.)
m ee 78:8 As. alpinus.
Ruͤ kkeuſchild weiß rau, ſchwarzgeſtriemt; Schildchen weiß⸗
lich; Hinterleib ſchwarz, mit weißen Einſchnitten; Beine
| W ASIEBS. 337
ſchwarz; Untergeſicht und Knebelbart weiß. Thorace cano
nigro-vittato; scutello albido; abdoniine nigro, incisuris
albis; pedibus nigris; \hypostomate mystaceque albis.
Untergeſicht, Knebel- und Bakkenbart weiß. Stirne grauweiß mit ſchwaͤrz⸗
licher Mittellinie; Hinterkopf grauweiß. Rukkenſchild grauweiß, mit den
gewoͤhnlichen ſchwarzen Striemen: die mittelſte ungetheilt; Schildchen grau⸗
weiß. Hinterleib walzenfürmig, glaͤnzend ſchwarz, mit weißen Einſchnitten.
Beine ſchwarz. Bruſtſeiten grauweiß Schwinger hellbraun Fluͤgel an der
Wurzel glasartig, an der Spizzenhaͤlfte grau. — Herr VBaumhauer fing
beide Geſchlechter gegen die Mitte des Auguſts im Thale Chamduny an
Nadelſtaͤmmen. — 6 Linien.
49. As. erythrurus.
a
Aſchgrau; Ruͤkkenſchild ſchwarzgeſtriemt; Hinterleib fhiwarz:
ſchillernd, mit weißen Einſchnitten; Beine ſchwarz, mit
ziegelrothen Schienen; Untergeſicht weiß: Knebelbart oben
ſchwarz, unten weiß. Cinereus; thorace nigro-viltato;
abdomine nigro-micante , incisuris albis; pedibus nigris :
tibiis testaceis; hypostomate albo : mystace supra nigro,
infra albo.
Untergefiht weiß; Knebelbart auf der untern Halfte des Untergeſichtes,
oben ſchwarz, unten wie der Bakkenbart weiß. Stirne ſchwaͤrzlichgrau.
Mittelleib aſchgrau, ſchwarzborſtig, ſchwarzgeſtriemt: die mittelſte Strieme
Ungetheilt. Hinterleib ſchwarz, mit weißen Einſchnitten; in gewiſſer Rich⸗
tung grau; Afterglied des Maͤnnchens braunroth. Schwinger hellgelb.
Schenkel ſchwarz; Schienen ziegelroth, nach hinten ſchwaͤrzlich, welches ſich
an den vorderſten hoͤher hinauf erſtrekt als an den hintern. Fluͤgel graulich.
— Herr Baumhauer fing fie im ſuͤdlichen Frankreich und bei Niza. —
3½ bis 4 Linien. f '
(50. As. 5 1 ea
Grau; Ruͤkkenſchild braungeſtriemt; Hinterleib mit braunen
Schillerbinden Beine pechſchwarz; Untergeſicht greis:
Knebelbart oben ſchwarz, unten blaß. Cinereus; thorace
II. Band. | 9 45
238 ASI
fusco-vıltato; abdomine fasciis fuscis micantibus; pedibus
piceis ; hypostomate griseo, mystace supra nigro, infra
pallido.
Untergeſicht gelblichgrau. Knebelbart bis dicht unter die Fuͤhler reichend,
graulichgelb blaß, oben zum vierten Theile ſchwarz; Bakkenbart lichtgrau—
gelb. Mittelleib grau mit dunkelbraunen Striemen: die mittelſte vorne
kaum etwas geſpalten; Borſten gelblich. Hinterleib grau, mit dunkelbrau⸗
nen Schillerbinden; in gewiſſer Richtung ganz braͤunlichgrau. Schwinger
hellgelb. Beine durchaus pechſchwarz, mit gelblichen Dornen. Flügel grau⸗
braun, ziemlich dunkel, nur an der Wurzel und laͤngs den Vorderrand bis
gegen die Halfte mehr ins Gelbliche. — Ein Maͤnnchen. — 7 Linien.
© | (ST. As. pieipes, 5 Ahr 4751
Greis; Ruͤkkenſchild ſchwarzgeſtriemt: Mittelſtrieme doppelt;
Hinterleib ſchwarzbraun, mit weißen Einſchnitten; Beine
pechſchwarz ; Untergeſicht gelblich; Knebelbart oben ſchwarz,
unten blaßgelb. Griseus; thorace nigro-vittato : vitta in-
termedia duplicata; abdomine fusco : incisuris albis; pe-
dibus piceis; hy postomate pallido : mystace supra nıgro
infra pallido.
Untergeſicht hellbraͤunlichgelb; Knebelbart unten eben ſo, oben ſchwarz,
nur das halbe Untergeſicht einnehmend; Vakkenbart hellgelb. Mittelleib
gelblichgrau, ſchwarzbraungeſtriemt: mittelſte Strieme doppelt. Hinterleib
walzenfoͤrmig, aſchgrau; in gewiſſer Richtung auf dem Ruͤkken ſchwarz⸗
braun mit weißgrauen Einſchnitten. Bauch aſchgrau. Afterglied glaͤnzend
ſchwarz. Beine pechſchwarz. Schwinger hellgelb. Flügel glasartig, an der
Spizze und laͤngs den Innenrand graulich. — Vaterland: Oeſterreich;
von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld das Maͤnnchen unter dem Namen
As. en. | = 4% Linien. / 8
*
2. As: melandpus.
Aſchgrau; Ruͤkkenſchild ſchwarzſtriemig; Mittelſtrieme un⸗
getheilt; Hinterleib ſchwarz, mit weißen Einſchnitten;
ASTuS =. 339
ſchnitten; Beine ſchwarz; Untergeficht und Knebelbart
weiß: lezterer oben etwas ſchwarz. Cinerens; thorace ni-
gro-viltato : vitta intermedia integra; abdomine nigro,
incisuris albis; pedibus nigris; hypostomate mystaceque
albis 3 parum nigro.
Untergeſicht hellweiß; Knebelbart auf der untern Haͤlfte deſſelben, weiß,
oben nur mit wenigen ſchwarzen Borſten; Bakkenbart weiß. Stirne weiß-
grau. Mittelleib aſchgrau, faſt ſchieferfarbig, ſchwarzborſtig, mit den ge—
woͤhnlichen ſchwarzen Striemen: die mittelſte ungetheilt. Hinterleib ſchwarz,
mit weißen Einſchnitten; in gewiſſer Richtung ganz grau; an den Ein=
ſchnitten mit feinen weißen Haͤrchen beſezt. Bauch ſchwaͤrzlich. Afterglied
des Weibchens glänzend ſchwarz, ſehr ſchmal, aber ziemlich lang. Schwin-
ger braungelb. Flügel etwas braͤunlichgrau. Beine ganz ſchwarz, mit weiß-
lichen Doͤrnchen. — Beide Geſchlechter aus der Baumhaueriſchen Samm—
lung. — 6 Linien.
1
25
(53. As. rufimanus. Meg.
Aſchgrau; Ruͤkkenſchild ſchwarzſtriemig: Mittelſtrieme dop⸗
pelt; Hinterleib ſchwarz, mit weißen Einſchnitten; Beine
rothbraun mit ſchwarzen Schenkeln; Untergeſicht weißlich:
Knebelbart ſchwarz, unten etwas weiß. Cinereus; thorace
nigro-vittato : vitta intermedia duplicata; abdomine ni-
gro, incisuris albis; pedibus testaceis :femoribus nigris;
hypostomate albido : mystace nigro, infra parum albido.
Untergeſicht weißgrau; Knebelbart ſchwarz, fiſt bis an die Fühler
reichend, unten mit einigen weißen Haaren. VBakkenbart weißlich. Mittels
leib aſchgrau, ſchwarzborſtig, ſchwarzgeſtriemt: die Mittelſtrieme durch
eine weißſchillernde Laͤngslinie getheilt. Hinterleib braunſchwarz, mit
weißlichen Einſchnitten, und weißlichen Haaren; in gewiſſer Richtung
ganz aſchgrau. Afterglied des Weibchens ſpizdreiekkig. Schwinger weißlich.
Schenkel braunſchwarß: die vorderſten an der Spizze auswendig ziegelfar—
big; Schienen und erſtes Fußglied ziegelroth, die folgenden Glieder ſchwaͤrz—
lich; die Beine mit ſchwarzen Dörnchen. Fluͤgel kaum etwas graulich. —
340 | ASILUS
Beide Geſchlechter; auch von Hrn. Megerle von Muͤhlfeld unter obigem
Namen geſandt. — 5 Linien.
2 8 45 d
. An lufiu 54.5 As. striatus.
3
—
Aſchgrau; Ruͤkkenſchild ſchwarzge ſtriemt: Mittelſtrieme dop⸗
pelt; Hinterleib aſchgrauſchillernd mit ſchwarzer Ruͤkken⸗
linie; Schienen ziegelroth; Untergeſicht und Knebelbart
weiß: lezterer oben ein wenig ſchwarz. Cinereus; thorace
nigro-vittato: vitla intermedia gemina; abdomine cine-
reo-micante : linea dorsali nigra; üb testaceis; Be
tomate albo : mystace albo : supra parum nigro
Untergeſicht weiß; Knebelbart weiß, nur oben mit einigen ſchwarzen
Borſten. Vakkenbart weiß. Rükkenſchild aſchgrau, mit den gewöhnlichen
ſchwarzen Striemen: die mittelſte getheilt; übrigens ſchwarzborſtig. Hinz
terleib ſchwarz, mit weißen Einſchnitten, weißlich behaart; in gewiſſer
Richtung aſchgrau, mit drei ſchwarzen Laͤngslinien, wovon ſich jedoch die
Ruͤkkenlinie am deutlichſten ausnimmt. Schenkel ſchwarzbraun: die vor⸗
dern außen an der Spizze ziegelroth; Schienen ziegelroth; auch das erſte
Fußglied hat dieſe Jarbe, die andern mehr ſchwaͤrzlich; doch iſt die rothe
Farbe an den hinterſten Beinen oft nur rothſchimmernd. Schwinger
hellgelb. Fluͤgel an der Spizze grau. Das Afterglied des Weibchens iſt
ſpizdreiektig, lang, Hi gekruͤmmt. — 5 Linien. |
yi (hr enden“ 35.
/ As. plebeius. *
Aſchgrau; ae ld ſchwarzgeſtriemt: Mittelſtieme dop⸗
pelt; Hinterleib ſchwarz, mit weißen Einſchnitten; Beine
ſchwaͤrzlich; Untergeficht weiß: Knebelbart oben ſchwarz,
unten weiß. Cinereus; thorace nigro-vittato : vitta inter-
media gemina; abdomine nigro incisuris albis; pedibus
nigricanlibus ; hypostomate albo : mystace supra nigro
ınfra albo.
Untergeſicht weiß; der Knebelbart reicht faſt bis an die Fuͤhlerwurzel; er
iſt oben ſchwarz, unten, nebſt dem Bakkenbarte weiß. Mittelleib aſchgrau,
>
ASILUS 0 e
mit den gewöhnlichen ſchwarzen Striemen: die mittelſte dopyelt; uͤbrigens
ſchwarzborſtig. Hinterleib etwas weißhaarig, ſchwarz mit weißen Einſchnit⸗
ten; in gewiſſer Richtung aſchgrau, mit braungrauen Binden. Schwinger
gelblich. Fluͤgel aſchgraulich. Beine ſchwarzgrau, mit ſchwarzen Doͤrnchen :
Wurzel der Schienen und erſtes Fußglied ziegelroͤthlich. Afterglied des
Weibchens kurz, dreiekkig. — Beide Geſchlechter aus hieſiger Gegend. —
5 Linien.
50. As. parvulus.
Aſchgrau; Ruͤkkenſchild ſchwarzſtriemig: Mittelſtrieme dop-
pelt; Hinterleib ſchwarz mit weißen Einſchnitten; Beine
braun; Untergefiht weiß: Knebelbart oben ſchwarz, un—
ten weiß. Cinereus; thorace nigro-vittato: vitta inter-
media gemina; abdomine nigro, incisuris albis; pedibus
fuscis; hypostomate albo; mystace supra nigro, infra albo.
Untergeſicht weiß; Knebelbart fait bis zur Fuͤhlerwurzel reichend, oben
ſchwarz, unten, nebſt dem Vakkenbarte weiß. Ruͤkkenſchild aſchgrau,
ſchwarzſtriemig: Mittelſtrieme doppelt, keilförmig, hinten vereinigt. Hin⸗
terleib in gewiſſer Richtung aſchgrau mit drei ſchwaͤrzlichen Laͤngslinien.
Beine braun. Schwinger gelblich. Fluͤgel mit graulicher Spizze. — Ein
Maͤnnchen. — 4 Linien.
342 LEPTOGASFER
LXXII. Schlankfliege. LEPTOGASTER.
Tab. 21. Fig. 11 — 16.
Fuͤhler vorgeſtrͤkt, dreigliederig: zwei erſte Glieder kurz,
walzenfoͤrmig, gleich lang; drittes kegelfoͤrmig, mit haa—
riger Spizze (Fig. ır).
Ruͤſſel vorſtehend, wagerecht, Fury
Fuͤße ohne Afterklauen (Fig. 15).
Antenne porrecte, triarticulatæ: articulis duobus inferio-
rıbus brevibus , cylindricis, æqualibus; tertio conico,
apice piloso. |
Proboscis exserta, horızontalis, brevis. |
Tarsı onychis nullis.
Kopf flach halbkugelig. Untergeſicht flach, ohne Hoͤk⸗
ker, unten mit einem duͤnnen Kuebelbarte (12). — Nez⸗
augen groß, im Leben grün. Stirne eingedruͤkt, mit eis
nem kleinen Hoͤkker, der die Punktaugen traͤgt.— Fuͤh⸗
ler an der Wurzel genaͤhert, oben divergirend, vorgeſtrekt,
dreigliederig: die beiden erſten Glieder kurz, gleich lang,
faſt walzenfoͤrmig, nur an der Baſis etwas verduͤnnt, kaum
ein wenig borſtig; das dritte Glied verlängert, kegelfoͤr—
mig, zufammengedrüft, nakt, an der Spizze mit einem
zweigliederigen Griffel: das erſte Glied ſehr kurz, das
zweite walzenfoͤrmig, haarig, ſpizzig (r). — Ruͤſſel
vorſtehend, wagerecht, kurz: Lippe fleiſchig, bauchig, in
der Mitte etwas erweitert, an der Spizze ſtumpf, haarig,
oben rinnenfoͤrmig (13 a); Lefze hornartig, kurz, kegel⸗
foͤrmig, unten rinnenfoͤrmig, an der obern Baſis der Lippe
angewachſen (b); Zunge fo lang als die Lippe, horn⸗
artig, flach, ſchmal, ſpizzig, an der Spizzenhaͤlfte oben
mit ruͤkwaͤrts ſtehenden Haaren beſezt (e); Kinnbakken
LEPTOGASTER 34
hornartig, flach, ſchmal, linienfoͤrmig, ſpizzig, fo lang als
die Zunge (d) : beide, Zunge und Kinnbakken,
an der uns
tern Baſis der Lefze eingeſezt; Taſter kolbig, faſt nakt,
nur an der Spizze mit einigen kurzen Borſten beſezt,
wahrfcheinlich eingliederig (e). — Mittelleib faſt Fuges
lig, kaum etwas borſtig. — Hinterleib ſiebenriugelig,
nakt, lang, duͤnne, bei dem Maͤnnchen walzenfoͤrmig, bei
dem Weibchen hinten etwas erweitert. — Schwinger
unbedekt. — Flügel ſchmal, lanzetfoͤrmig, mikroskopiſch—
haarig, mit gefrauztem Hinterrande (14); im Rüheſtande
flach parallel auf dem Leibe liegend. — Hinterbeine ver⸗
laͤngert, mit keulfoͤrmigen Schenkeln und Schienen; allen
Fuͤßen fehlen die Afterklauen (15).
Dieſe Fliegen leben vom Raube. Von ihrer Naturgeſchichte
iſt weiter nichts bekannt. Der Name Leptogaster ift von
leptos ſchmal und gaster Bauch zuſammengeſezt. Bei
Latreille heißen ſie Gonypes; allein der andere Name hat
das Recht der Auciennitaͤt. Fabricius vereinigt ſie faͤlſchlich 5
mit l
eee ° 22
* „J. Lept. eylindrieus Ns. i.
Graulich; Hinterleib mit dunkeln Binden; Fluͤgel kuͤrzer
als der Hinterleib. Ciner ascens; abdomine fasciis obscuris;
alis abdomine brevioribus. (Fig. 16.)
Fabr. Spec. Ins. II. 464. 26: Asilus (tipuloides) nudus,
cinereus ; pedibus ferrugineis, plantis nigris.
ig. syst. IV. 385.
1 Syst. Antl. 172.37 : Dasypogon tipuloides.
Degeer Ins. VI. 99. 10: Asil. cylindricus. Tab. 14. Fig. 13.
Fallen Dipt. Suec. Asil. 13. 1.
Geoffroy Ins. II. 474. 17% Asile à pattes fauves allongees.
34 LEPTOGASTER
Latreille Gen. Crust. IV. 3or : Gonypes.
— Cons. gener. 443 : Gonypes cylindricus.
| Schellenberg Genr. d. Mouch. Tab. 30. Fig. 1.
Schrank Fauna Boica. III. 2556. 5
— Austr. 999?
Untergeſicht gelblichweiß, mit weißem Knebelbarte. Stirne braungelb.
Mittelleib braͤunlichgelb, bisweilen aſchgraulich, mit lichtgrauen Bruſt-
ſeiten; auf dem Ruͤkken drei ſchwarzbraune Striemen, die mittlere vorne
gefpalten, die aͤußern vorne verkuͤrzt: alle drei hinten ſpizzig, und nicht
bis zum Schildchen reichend. Schildchen von der Farbe des Ruͤkkenſchildes.
Hinterleib braungelb, lang, jeder Ring mit einer ſchwarzbraunen Binde;
zwiſchen den Binden und dem Hinterrande der Ringe iſt die Farbe mehr
ins Hellgelbe gemiſcht. Vorderſte Beine hellgelb: Schienen inwendig mit
einer ſchwarzen Laͤngslinie; vier lezte Fußglieder braun. Hinterbeine ver—
laͤngert: Schenkel keulfoörmig, gelb, vor der Spizze mit einem braunen
Ringe, der aber bisweilen nur aus einem bloßen Seitenflekken beſteht;
Schienen keulfoͤrmig, vorne gelb, hinten braun; Fußglieder braun: das
erſte gelb. Flugel glashelle, kuͤrzer als der Hinterleib. — 6 Linien.
Das Gitat aus Schranks Enum. Ins. Austr. iſt zweifelhaft wegen
der als wolkig angegebenen Fluͤgel, und der zu vier Linien angegebenen
Groͤße.
Linné's As. tipuloides iſt nach feiner Beſchreibung zu urtheilen eine
Empis.
1 A ln e
2. Lept, sens
Grau mit braunem Hinterleibe; Fluͤgel von der Laͤnge des
Hinterleibes. Cinereus; abdomine fusco; alis longitudıne
abdominis.
Außer dem ganz braunen Hinkerleibe, und den kuͤrzern Flügeln iſt dieſe
Art der vorigen ganz gleich; nur kleiner. — Beide Geſchlechter, nicht
felten. — 4 Linien.
a eee
REN. 5
ER . f e EM
“ 8 1
1
t
er
LEPTOGASTER 345
3. Lept. Pallasii. Wied. T
Schwarz; Flügel halbbraun. Ater; alis semifuscis.
Wiedemann zoolog. Mag. I. 2. 37 : Leptog. (Pallasii) nu-
dus ater ; abdomine subclavato; halteribus pallidis; alis
semifuscis.
„ Nakt. Ruͤkkenſchild ſchiefergrau, in gewiſſer Richtung ſchwarz; Bruſt⸗
5 ſeiten faſt weißlich. Erſte Ringe des Hinterleibes ſehr duͤnne; der lezte
5 faſt feulfürmig : alle lichtgrau gerandet. Beine blaßgelb: ein Ring an
„dem Schenkel, die Spizze der Schienen und Fuße braun; Hinterbeine
55 viel länger als die andern, keulfoͤrmig, dicht uber der ſchwarzbraunen
„ Spizze iſt der Ring. Schwinger blaß. Fluͤgel an der Wurzelhaͤlfte braun,
„ übrigens glashelle. In Suͤdrußland, felten. — 4½ Linien, das Weib⸗
3 chen.“ (Pallas und Wiedemann a. a. O.)
sn. Be
IX. Familie: HYBOTINA.
LXXIII. Bukkelfliege. HYBOS.
Tab. 21. Lis 17 — 21.
Fͤhler e breiglieberſg die beiden erſten Glieder
zuſammengewachſen, walzenfoͤrmig; das dritte kegelfoͤr⸗
nig, an der Spizze mit einer feinhaarigen Borſte (Fig. 17).
Ruͤſſel kurz, wagerecht, vorſtehend (Fig. 20).
Zinterſchenkel verdikt (Fig. zo 21).
N porrect®, triarticulat& : articulis ea inferio-
ribus conjunctis, cylindricis; tertio conico, apice seta
pubescente.
Proboscis exserta, brevis, horizontalis.
Femora poslica incrassata.
—
Kopf kugelfoͤrmig, mit dunkelrothen Nezaugen, die bei
dem Männchen oben nur durch eine Naht, bei dem Weibchen
durch einen ſchmalen Zwiſchenraum getrennt ſind. Auf dem
Scheitel drei Punktaugen (18). — Fuͤhler vorgeſtrekt,
an der Baſis genähert, oben ſeitwaͤrts entfernt, dreiglie—
derig: die beiden erſten Glieder walzenfoͤrmig, etwas bor—
ſtig, ſo dicht zuſammengeſchoben, daß ſie nur eins zu ſein
ſcheinen und nur bei einer ſehr deutlichen Vergroͤßerung zu
unterſcheiden ſind; das dritte Glied iſt kegelfoͤrmig, an der
Spizze in eine lange feinhaarige Borſte auslaufend (17). —
Nuͤſſel vorſtehend, faſt wagerecht, etwas aufwärts gerich—
tet, kurz; Lippe fleiſchig, walzenfoͤrmig, vorne geſpalten
ohne deutlichen Kopf, oben rinnenfoͤrmig, zur Aufnahme
der Zunge und Lefze (19a); Lefze hornartig, ſpizzig, fo
HYBOS 347
lang als die Lippe, unten rinnenfoͤrmig (b); Zunge horn:
artig, borſtenformig, oben rinnenfoͤrmig, fo lang als die
Lippe (o): beide an der obern Baſis der Lippe angewach⸗
fen, und dieſelbe dekkend; Taſter ſpindelfoͤrmig, fein⸗
haarig, etwas kuͤrzer als die Lippe, und vor deren Baſis an
beiden Seiten angewachſen (d). — Mittelleib eirund,
ſehr erhaben gewoͤlbt, ohne Quernaht, auf dem Ruͤkken
hinten etwas flach gedruͤkt. Schildchen klein, ſchmal. —
Hinterleib fiebenringelig, walzenfoͤrmig, abwärts ges
kruͤmmt, feinhaarig : bei dem Männchen mit kolbigem After.
— Beine ſchlank; die hintern verlaͤngert, mit verdikten
unten ſtacheligen Schenkeln. — Schwinger unbedekt. —
Fluͤgel etwas laͤnger als der Hinterleib, ſtumpf, mikros—
kopiſchhaarig, im Ruheſtande parallel auf dem Leibe lies
gend (20). . |
Man findet dieſe Fliegen im Julius und Auguſt in Hekken
und im Graſe. Wahrſcheinlich leben ſie vom Raube anderer
kleiner Inſekten. Der Name Hybos bedeutet Bukkel, und
zielt auf den hochgewoͤlbten Mittelleib.
Fabricius hat vier Arten, worunter die dritte aus Suͤd—
amerika ſtammt; die vierte ebenfalls aus Amerika bildet bei
Hrn. Wiedemann die Gattung Macrostomus. Eine andere Art
hat er bei Dioctria und Stomoxys aufgefuͤhrt.
Die auslaͤndiſche Gattung Damalus iſt mit der gegenwaͤr⸗
tigen nahe verwandt. Von den vier hierunter gebrachten Ar—
ten, bildet die zweite und vierte die Gattung Xenomyza
Wied.
| 1. Hyb. funebris. Fabr.
Schwarz, mit gleichfarbigen Beinen; Flügel braun. Niger;
pedibus concoloribus; alis ſuscis.
Fabr. Spec. Ins. II. 466. 33 : Asilus (culiciformis) ater
glaber ; femoribus posterioribus longitudine abdominis.
e
n
eee
N
348 HYBOS
Fahr. Ent. syst. IV. 389. 61: Asilus culieiformis. — 403.
4 : Empis (clavipes) atra, femoribus posticis incrassatis
subtus serratis.
— Syst. Antl. 145. 1: Hybos funebris. — 138. 4:
Empis clavipes. a 172. 40: Dasypogon culiciformis.
Gmel. Syst. Nat. V. 2900. 41 : Asilus culiciformis.
Fallen Dipt. Suec. Empid. 5. 1; Hybos funebris.
Latreille Gen. Crust. IV. 305 : Hybos.
Schrank Fauna Boica. III. 2558 : Asilus culiciformis.
Klassif. d. Zweifl. I. 270. s) Asilus culicif. —
Schwarz mit weißem Untergeſichte und blaßgelben Schwingern. Ruͤkken⸗
ſchild hinten weißgrauſchillernd. Zlügel braun mit dunkelbraunem Rand⸗
male. — Ueberall gemein in Hekken und im Graſe.— 2 Linien.
2. Hyb. vitripennis.
Schwarz, mit gleichfarbigen Beinen; Flügel glasartig. Ni-
ger; pedibus concoloribus; alis hyalinis.
Sie gleicht vollkommen der erſten Art, iſt aber gewoͤhnlich etwas klei—
ner, und unterſcheidet ſich von derſelben durch ganz ungefaͤrbte glasartige
Fllügel, die ein blaßbraunes Randmal haben. — Wohnort wie die vorige;
ich erhielt auch ein ganz gleiches Exemplar von Dr. a aus England. —
17% Linien.
3. Hyb. flavipes. Fabr.
Schwarz; vorderſte Beine gelb; Fluͤgel glasartig. Niger;
pedibus anterioribus flavis; alis hyalinis. (Fig. 20.)
Fabr. Syst. Antl. 145. 2: Hybos (avipes) ater, alis albo
hyalinis; pedibus anticis flavis.
Fallen Dipt. Suec. Empid. 5. 2.
Sie iſt ſchwarz, feinhaarig. Ruͤkkenſchild hinten weißgrauſchillernd.
Schwinger weißlich. Flügel glashelle, mit kaum ſichtbarem braunlichem
Randmale. Beine hellgelb; Schenkel der hintern und Schienen ſchwarz,
etwas grauhaarig. — Im Sommer in Waldwieſen, 1 — 1½ bis
2 Linien. f
HYBOS ı u
4. Hyb. fumipennis. Agg. 7
Glaͤnzend ſchwarz; Ruͤkkenſchild mit graulicher Strieme;
Fluͤgel blaß rauchfarbig; vorderfte Beine honiggelb. Niger
nitens; thorace vitta cinerascente; alis dilute infumatis;
pedibus anterioribus melleis.
„Dem Hyb. flavipes ſehr aͤhnlich; Hinterſchenkel und Schienen, wie
„ an dieſem, ſchwarz; aber durch die rauchgrauen Fluͤgel mit ganz blaß⸗
„ braunem Randmale ausgezeichnet. — In der Hoffmannseggiſchen
Samm⸗
5 lung; aus Deutſchland. — 2 Linien.“ (Wiedemann,)
5. Hyb. pilipes.
Schwarz; Flügel braun mit gelber Wurzel; vorderfie Beine
haarig. Niger; alis fuscis bası flavis; pedibus anterioribus
Pilosis.
Mittelleib glänzend ſchwarz, hinten am Ruͤkken etwas ins Graue ſchie⸗
lend, aber kaum merklich. Hinterleib ſchwarz. Schwinger weißgelb. Fluͤgel
rußbraun mit gelber Wurzel und einem ſchwarzbraunen Randmale. Beine
glaͤnzend ſchwarz: Schienen und Füße der vorderſten mit langen wegſtehen⸗
den Haaren duͤnn bekleidet. — Ein Maͤnnchen deſſen Vaterland mir un⸗
bekannt iſt. — 2½ Linien.
6. Hyb. muscarius. Fabr.
Schwarz; Beine gelb mit ſchwarzen Schenkeln; Fluͤgel
braͤunlich; am Vorderrande ſchwarz und blaßgelblich ge⸗
flekt. Niger; pedibus flavis, femoribus nigris; alis fusces- |
centibus : margine antico maculis nigris flavescentibus-
que. (Fig. 21.)
Fabr. Ent. syst. IV. 390. 62 : Asilus (muscarius) niger;
alis nebulosis : costa albo nigroque punctata. — 395. 10:
‚Stomoxys (asiliformis) antennis setarlis, obscura; alis
maculatıs. - 2
— Syst. Antl. 151. 11: Dioctria muscaria. — 282. 13:
A Elomoxys asiliformis. |
EB HYBOS
Latreille Gen. Crust. IV. 305.
— Cons. gener. 443.
Klassif. d. Zweifl. I. 271. t) Asilus muscarius.
FJuͤhler klein, blaßgelb. Ruͤſſel ſchwarz mit hellgelben Taſtern. Mittels
leib ſchwarz, gewoͤlbt. Hinterleib ſchwarz, mit blaffen Einſchnitten. Beine
gelb mit ſchwarzen Schenkeln; an den hintern find die Schenkel zwar ver—
dikt, doch nicht ſo ſtark als bei den vorigen Arten, und die Schienen haben
vorne einen braunen Ring Schwinger braun Fluͤgel mehr weniger dunfel-
braun; am Vorderrande abwechſelnd blaſſe und ſchwarzbraune Flekken. —
Aus der Baumhaueriſchen Sammlung; ſiefindet ſich in Frankreich, Italien,
auch hie und da in Deutſchland, in ſumpfigen Wieſen. — 2½ Linien.
. . nm nn nn nn nn
i OCYDROMIA 351
LXXIV. Gleißfliege. OCYDROMIA. Hgg.
1 Tab. 21. Fig. 22 — 24.
Fuͤhler vorgeſtrekt, dreigliederig: die beiden erften Glieder
vereinigt, walzenfoͤrmig; das dritte linſenfoͤrmig, mit
einer Borſte an der Spitze (Fig. 22).
Ruͤſſel kaum vorſtehend, wagerecht.
Beine alle einfach (Fig. 23 24).
Antenne porrectæ, triarticulate : articulis duobus inferid-
ribus conjunctis cylindricis ; tertio lenticulato apice se-
tligero. | b
Proboscis subexserta, horizantalis.
Pedes omnes simplices.
Kopf kugelig. Nezaugen groß, bei dem Maͤnnchen oben
bloß durch eine Naht, bei dem Weibchen durch einen fehr
ſchmalen faſt unmerklichen Zwiſchenraum getrennt. Unter⸗
geſicht aͤußerſt ſchmal, ſo daß die Augen hier faſt zuſam⸗
men ſtoßen. Auf dem Scheitel drei Punktaugen. — Fuͤh⸗
ler (22) kuͤrzer als der Kopf, vorgeſtrekt, an der Wurzel
dicht beiſammen ſtehend, nach oben auseinander ſeitswaͤrts
gebogen, dreigliederig: die beiden unterſten Glieder ſo dicht
auf einander geſezt, daß ſie kaum zu unterſcheiden ſind, faſt
walzenfoͤrmig, kurzborſtig; das dritte laͤnglich linſenfoͤrmig,
dicht vor der Spizze n Ruͤkken mit einer abwaͤrts
geneigten nakten ziemlich langen Borſte. — Ruͤſſel kaum
etwas vorſtehend, faſt wagerecht; Taſter klein, walzen⸗
foͤrmig, ſtumpf, haarig; die uͤbrigen einzelnen Theile des
RNuͤſſels habe ich nicht unterſucht. — Mittelleib eirund,
ſehr hoch gewoͤlbt, doch hinten auf dem Ruͤkken flach ges
druͤkt, ſehr glatt, glänzend, kaum etwas borſtig, ohne
Quernaht. Schildchen ſchmal. — Hinterleib ſiebenringe⸗
„ OCYDROMYA |
lig, feinhaarig, zufammengedrüft, abwärts gebogen, —
Schwinger unbedekt. — Flügel länger als der Hinters
leib, mit abgerundeter Spizze, rundum mit feinen Haar-
franzen, mikroskopiſchhaarig; im Ruheſtande liegen ſie flach
parallel auf dem Leibe. In ihrem Adernverlaufe naͤhern ſie
ſich den Empiden, allein aus dem Mittelfelde laufen nur
zwei Laͤngsadern nach dem Hinterrande hin, die erſte fehlt
entweder ganz, oder es iſt nur ein Rudiment davon zu
ſehen. — Beine dünne, feinhaarig; das erſte Fußglied
faſt ſo lang als die uͤbrigen zuſammen: alle Beine einfach,
nur die hintern etwas laͤnger.
Man findet dieſe Fliegen im Sommer uf Wieſen und
in Wäldern im Graſe. Ihre erſten Stände find noch uns
befannt,
15 Ge. glabricula. Fall.
Ruͤkkenſchild rothgelb, auf der Mitte ſchwarz; Hinterleib
braun: Einſchnitte, Schwinger und Schenkel rothgelb.
Thorace rufo , disco nigro; abdomine fusco : incisuris,
halteribus femoribusque rufis. (Fig. 23.)
Fallen Dipt. Suec. Empid. 33. 42: Empis (glabricula) ni-
tida „ corpore maris nigricante feminæ testaceo : maculis
thoracis abdominisque nigris; area alarum discoidali duos
nervulös emittente.
Fühler und Taſter braun; Hinterkopf glänzend ſchwarz. Mittelleib glaͤn⸗
zend rothgelb, auf dem Ruͤkken an der vordern Halfte ſchwarz, welches
bisweilen in drei Striemen beſteht, meiſtens aber ſind ſolche zuſammen ge⸗
floſſen. Hinterleib dunkelbraun, die Einſchnitte und der Bauch rothgelb.
Schenkel rothgelb; Schienen ins Braune gemiſcht; Füße braun. Schwinger
hellgelb. Flügel bei dem Maͤnnchen faſt glasartig; bei dem Weibchen et⸗
was braͤunlich, mit blaßbraunem Randmale. — Nicht ſelten. — Beinahe
2 Linien. |
OCYDROMIA 353
2, O. rufipes. | -
Ruͤkkenſchild rothgelb mit ſchwarzer Ruͤkkenlinie; Hinterleib
* braun: Einſchnitte und Bauch rothgelb; Beine rothgel
mit braunen Süßen, Thorace rufo, linea dorsali nigra;
abdomine fusco : incisuris ventreque ruſis; pedibus rufis:
tarsis fuscıs.
Dieſe Art unterſcheidet ſich von der vorigen dadurch, daß auf dem
Ruͤkkenſchilde bloß eine ſchwarze Linie iſt. Die vorderſten Beine haben
rothgelbe Schenkel, die Schienen ſind an der Wurzel rothgelb, uͤbrigens
nebſt den Fuͤßen braun; die Hinterbeine ſind rothgelb, nur die vier lezten
Fußglieder braun. Fluͤgel des Maͤunchens glasartig, des Weibchens kaum
etwas braͤunlich, mit blaßbraunem Randmale. Vielleicht nur bloße Ab-
änderung der vorigen Art. — 1½ Linie.
3. Oc. ruficollis.
Rothgelb; Hinterleib mit ſchwarzen Binden; Fuͤße braun.
Kufa; abdomine fasciis nigris; tarsis fuscis. (Fig. 24.)
Fuͤhler ſchwarzbraun; Taſter gelb. Mittelleib durchaus glänzend roth—
gelb. Hinterleib rothgelb: auf dem Rukken am Hinterrande der Ringe
ſchwarze Querbinden, die etwa ein Drittel derſelben einnehmen. Schwin—
ger hellgelb. Beine rothgelb, mit braunen Fuͤßen. Fluͤgel glasartig, an
der Wurzel und am Vorderrande gelblich; von den Längsadern die aus
dem Mittelfelde der Fluͤgel entſpringen, find die beiden unterſten wie
gewöhnlich deutlich, und die vorderſte zeigt ſich mit einem kleinen Anfange;
ein Randmal iſt nicht zu ſehen. — Ein Weibchen. — 2 Linien.
4. Oc. flavipes. Meg.
Schwarz; Beine rothgelb: Hinterſchienen und alle Füße
braun. Nigra; pedibus ruſis: Ubiis posticis tarsisque om-
nibus fuscis.
Fuͤhler ſchwarzbraun; Taſter gelb. Mittel- und Hinterleib ganz ſchwarz.
Schwinger gelb. Beine gelb; alle Füße braun; an den hintern ſind die
II. Band. 23
35% Gerben 4
Hüften, die Spitze der Schenkel und die Schienen ebenfalls braun. Flügel
etwas bräunlich; in ihrem Adernverlaufe kommen fie ganz mit der vorigen
Art überein. — Herr Megerle von Muͤhlfeld ſchikte das Männchen un⸗
ter obigem Namen; ich habe es auch in hieſiger Gegend gefunden; das
Weibchen kenne ich nicht; vielleicht iſt dieſe Art mit der vorigen eins. 24
Beinahe 3 Linien. A
5
5. Oc. scutellata.
Schwarz; Schildchen ziegelfarbig; Beine braun mit gelben
Schenkeln; Fluͤgel braun. Nigra; scutello testaceo; pedi-
bus fuscis femoribus rufescentibus; alis fuscıs,
Glaͤnzend ſchwarz; Druſtſeiten unten roßhgelb. Einſchnitte des Hinter⸗
leibes etwas gelblich. Huͤften und Schenkel göthlicgelb ; Schienen und Füße
braun. Schwinger mit gelbem Stiele und braunem Knopfe. Zlügel braun
mit kunfelm Randmale; in ihrem Adernverlaufe kommen ſie mit der erſten
Art überein. — Ein Maͤnnchen.5 — 1½ Linie55
— RN
OEDALEA 355
LXXV. Aftertanzfliege. OEDALEA.
Tab. 21. Fig. 25 — 27.
Fuͤhler vorgeſtrekt, dreigliederig: erſtes Glied walzenfoͤrmig,
kurz; zweites becherfoͤrmig; drittes verlängert, kegelfoͤr—
mig, zuſammengedruͤkt (Sig. 25).
Ruͤſſel vorſtehend, kurz, wagerecht (Fig. 26).
Hinterſchenkel verdikt, unten ſtachelig (Fig. 27).
Antenne porrectæ, triarticulatz : articulo primo cylindrico,
brevi; secundo cyathıfornii ; terlio elongato, conico, com-
presso.
Proboscis exserta, brevis, horizontalıs.
Femora postica incrassala,' sublus spinosa.
Da ich von dieſer Gattung nur zwei Arten und von jeder
nur ein einziges Stuͤck kenne, ſo kann ich im Allgemeinen
nicht viel davon ſagen. — Kopf kugelig; Nezaugen
oben durch eine Naht getrennt. Auf dem Scheitel drei
Punktaugen.— Rüffel kurz, wagerecht (26). — Fuͤh⸗
ler vorgeſtrekt, länger als der Kopf, an der Wurzel genäs
hert, dreigliederig: die beiden erſten Glieder ſehr kurz, gleich
lang; das erſte faſt walzeufoͤrmig; das zweite becherfoͤrmig;
das dritte fehr verlängert, kegelfoͤrmig, zuſammengedruͤkt,
an der Spizze mit einem ſehr kleinen zweigliederigen, kaum
bemerkbaren Griffel (25). — Mittelleib eirund, ſehr
erhaben. — Hinterleib ſiebenringelig, walzenfoͤrmig, fein⸗
haarig,.— Schwinger unbedekt, mit einem großen Knopfe;
Schuͤppchen einfach, klein, gefranzt. — Fluͤgel groß,
ſtumpf, mikroskopiſchbehaart (27). — Vorderſte Beine
gleich lang, duͤnne; die hintern verlaͤngert, mit verdikten
Schenkeln, die unten an der Spizzenhaͤlfte ſtachelig find,
Oedalea heißt aufgeſchwollen.
336 OEDALEA
1. Oed. hybotina. Fall.
Glaͤnzend ſchwarz; Beine gelb: Hinterſchenkel an der Spizze
ſchwarz; Fluͤgel glasartig, etwas braungefleft. Nigra ni-
tida; pedibus Navis : femoribus posticis apice nigris; alis
hyalinis, fusco-submaculatis.
Fallen Dipt. Suec. Emp. 31. 39: Empis (Aybotina) supra
nigra nitida; antennis elongatis compressis, pedibus al-
bis: femoribus posticis incrassatis apice nigris.
Glaͤnzend ſchwarz. Zwei erſte Fuͤhlerglieder gelblich, das dritte ſchwarz.
Vorderſte Beine gelb, vier lezte Jußglieder braun; an den hintern ſind die
Schenkel an der Wurzelhaͤlfte blaßgelb, an der Spizzenhaͤlfte ſchwarzbraun,
unten ſtachelig; Schienen ſchwarzbraun mit blaßgelber Wurzel; Fuße braun.
Schwinger blaßgelb. Fluͤgel glasartig, braunaderig, an der Mitte des
Vorderrandes ein brauner Punkt, und vor der Spizze ein brauner Rand⸗
flekken, der ſich nach dem Hinterrande bindenformig verlängert aber bald
verloͤſcht; Laͤngsadern an der Wurzel abwechſelnd unſcheinbar; die mit—
telſte der drei, aus dem Mittelfelde kommenden Laͤngsadern iſt abgebrochen,
ehe fie den Rand erreicht. Leib fein weißlichbehaart. — 1½ Linie.
2. Oed. minuta. Fall.
Glaͤnzend ſchwarz; Flügel braͤunlich; Beine blaßgelb mit
braunen Süßen. Nigra nitida; alis fuscanis; pedibus pal-
lidis tarsıs fuscis.
Fallen Dipt. Suec. Empid. 32. 40: Empis (minuta) nigra
nitida; pedibus albis: femoribus posticis crassis ; apice
tibiarum posticarum incrassato nigro.
Sie gleicht der vorigen, iſt aber keine Varietaͤt derſelben, wie Profeſſor
Jallen vermuthet. Leib ſchwarz, feinbehaart, glänzend. Schwinger braun.
Beine blaß roͤthlichgelb: an den vordern die Schienen und Fuͤße, an den
hinterſten aber bloß die Füße braun. Fluͤgel braͤunlich, mit laͤnglichem
braunem Randmale, alle Adern ſichtbar, auch keine verkuͤrzt. — Aus hieſi⸗
ger Gegend, ein Weibchen wie es ſcheint. — 1½ Linien.
Ende des zweiten Theils.
—
Fortſezzung
des
Subſkribenten⸗Verzeichniſſes.
Seine Majeſtaoͤt der König von Daͤnemark (noch
auf zwanzig Exemplare.)
Seine Durchlaucht der Fürſt von Hardenberg,
Koͤnigl. Preußiſcher Staatskanzler (auf zehn Exemplare.)
Kaiſ. Königl. Johanneum in Graͤtz.
Herr Doktor Kauers in Kempen.
„ Oberbibliothekar Kielmayer in Stutgard.
„„ Megerle von Mühlfeld, erſter Cuſtos des Kaiſ. Koͤnigl. Na⸗
| turalienfabinets in Wien (auf zwei Exemplare.)
„ Konſiſtorialrath Reche in Mülheim am Rhein.
„ Profeſſor Doktor Reich in Berlin. |
Sn Louis Scheibler in Monijoie.
„„ Schervier, Naͤhnadelnfabrikant in Aachen,
25 Adolph Schloͤſſer in Montjoie.
„„ Gutsbeſizzer Karl Schmutz zu Steyerhof bei Grätz.
25 Bergmeiſter Karl Phillipp Schulze in Duͤren.
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II. Band. | 24
—
3 Regiſter.
|
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barherus 308 pilipes . .
brunnipes plebeius. »
calceatug . . » punctipennis.
caliginosus . . rufibarbis .
callos us. rufimanus.
canescens. . » rufinervis .
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2 D rusticus..
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03 — sene.
cinerarius 20 striatus
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colubrinus. . . = [95] tephræus
cothurnaius. . 8— trigonus.
crabroniformis. varipes
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culiciformis . w do
0 ATHERIX.
decipiens 92 crassicornis
erythrurus 2e
e crassipes. .
fimbriatus. . . e de O flavipes. .
‚Davipes. ... grisea.
forcipatus „
ulvipes. immaculata
fuscipennis luteola .
geniculatus marginata.
germanicus . melæna.
gracilipes nebulosa .
inconstans obscura.
Mmaculatus e pilosa.
marginatus BER IS.
melanopus. » -» chalybeata.
migansı.. N clavipes-.
Sseurus femoralis S
ius. flavofemorata
Sacus . fuscipes.
Dalkipes-⸗ nigra
parvulus nigripes. 09.0
1
picipes mitens *
Regiſter.
Obscura, . 4 pallenngs :
tibualis , 3 pictuns
vaHata 5 5 posticus
BOMBYLIUS. pumilus.
apicalis 208 punctatus
Ar * 195 semifuscus .
aurulentus 28.28 sene.
cinerascens 5 213 sericeus
cinereuns7 „ 212 stramineus .
eancplar. 2. - «in 197 subcintus. .
crncia tun 996498 sulphureus .
ctenopterus 204 undatust...
diagonalis 189 versicolor . .
us,, 189 vulpinus .
dimidiatus . . — 192 CHRYSOPS.
Aar 196 czcutiens. .
eKalbidus 215 fenestratus .
favillaceus 211 ıtalieus,+ . .
fimbriatus. . . 191 marmoralus.
Horalıs. a 0a 206 pictus. .
o 207 quadratus. .
fuliginosus 188 relickus.. 0,
fulvescens 205 Tünpess
s 205 sepulcralis. .
Ruseus. 82 188 vitripennis .
Sraflatus 207 CEINOCERA.
holosericeus. . 193 Nigra. . 113
leucopheus . . 2 ECOENOMYIA.
longirostris . . 99 "2308 ferruginea. .
major . 26 190 CYLLENIA.
Medi, 196 maculata . .
melanocephalus a DASYPOGON,
Minas 208 albipilus . .
Miner een albofasciatus.
Midas, „ 2823 nals,
IVI 4213 arcuatus
muübilu ggg 212 uů——
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atratus
—ͤ6mäꝗ
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——ñ—ä3—
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60
0%) Regiſter.
annabelle 279 „ re
brevipennis, 267 vitripennis. 2274
brevirastris . 273 DIOC TRIX.
brunnipes. btw 79 Alla au dr
eingtellus . 272 Amat. 8 254
Mipdrieuss see ee 262 atricapilla.. . .. 32353
dimidiatus 48 280 aurıfrans, „Mur „eee 252
Saus 275 Baumhaueri. 245
elegantulus 270 bieimeta.. 4. BI 251
» elongatug . de 268 galesata. 353
exquisitus. 1g. 267 eothurnata „2. 2244
Fabricii. 270 Falleni.. . 4e 246
Tascialps. ., e 207 flavipennis 2852
HMbriatus . ler 272 Apes ne 2
flavimanus 22 frontalis. „2 eie 247
fumipennis . 278 Sagas 1 ih 248
fuscipennis . 280 geniiculata. 2243
Hir tens. l 273 gracilis. ie 248
Junteus. „ „ en 266 6 lit 250
lan igen 282 infuseatal..... n 252
lateralis. enden 276 Iatexalis . 249
leucocephalus 2359 longicarnis . 249
Jıburniens., . i 282 nigtipes : ee 246
Inas, 2883 323 = 0, „ana
uenosus n 229 Reinhard. 247
manicatus. 2868 ruſipes een 242 5
melalen cus. 281 semihyalina 2854
minutus e speculifrons. ... 2855
Bigripennis ine siert 278 umbellatarum . » 244
nubilus, . . „SIT 1208 VT
Präsens. „ 279 Wiedemanni. 2241
punctatus , LERER FALLENIA.
zuhcauda, uw 284 Sancasica Nur ISA
TUficornis s he: sh 269 daserata, Zusa TE
sabandus =, 1 265 GERON.
Skpiatus % 283 gibbos us 223
teuton us 2858 halteralis 224
Regiſter.
HEMATOPOTA. marginata.
equorum » 80 maroccana.
Iunata 2% 82 Bigra. Ne
pluvialis:; te 78 nigripennis
variegata 81 autıdula, '
HEXATOMA. podagrıca .
bimaculata- 83 rufipes
HIRMONEURA. scutellaris.
eus 0, tıibıalıs ,
HBOS. ungulata .
flavipes violacea.
fumipennis vulpina.
funebris LEPTIS.
muscarius. annulata . .
pilipes Arab
vitripennis auricollis .
LAPHRIA. bicolor
albibarbis. 0 conspicua .
anthrax. . diadema .
ra ee distigma
auTeR. . . * flaveola .
auribarbis. funebris. .
chrysocephala. fuscipennis .
cinchd..- 2, helvola. .
dioctriæformis. immaculata. . .
ephippium. lıneola . .
femorata . . maculata .
fimbriata . .
Hava notataa
flavicincta. scolopacea.
I 2,1; splendida . 102
ful va. 2 strigosa. . -
9
gibbosa iringaria .
galva. ln Tre vermileo
glaucia , . vitripennis
jenea | LEPTOGASTER.
Kutea. , 1
eylindricus
362 Regiſter.
N 8 fusc us 11 344 lunda a AEG
Ballast. SR 35 Vifescens - 1 DI 231
MULIO. SILVIUS.
aureus „ 185 Shah... Pet 27
oinereus. 183 SFTYGIA.
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infuscatus. 1 283 Iatera hs. 1
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OCYDROMIA. anthraeinus. .. . 36
Hawipes 353 Apricus . 37
glabrienljaa. 352 alter sn 32
zuticollis u a 3853 aterrimus 33
Tuüfipes s l 353 auripilusss. 41
scutellata. . . 2 n autumnalis 39
OEDALEA: borealis.::2.. 2% 37
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PIITHIRIA. glaueopi une. 48
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Palicaria 219 lu nulatus 49
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Baxescens „En 283 Mmieans SEER 34
fulizinosal 233 montanus 55
Gissa. ah 232 nemoralis 50
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pebeiuns 62 fuscipennis. . 127
quadrinotatuns 51 imberbis 1328
zulpesi. s 59 Iugubris. 118
rustiqus. 60 Mmarginulaa. 120
riss 38 nobilitata. - » 16
signatus 34 P % . .) 0er
solstitialis. 56 rufen ... . 28
spodopterus . . . » 46 7C·ö»— N ... . une
tarandinuss 44 TOXOPHORA.
taurinus e 42 maculataa 287
wropicuns. N 57 USIA.
Amins 35 Aeneas 22
Viktatus. 40 atratasl e e WORT
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albipennis. .%.. 119 pus“ 32829
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