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Programming 02

Die Programmierübung behandelt das implizite Runge-Kutta Verfahren zur Analyse der Lotka-Volterra Gleichungen für Räuber- und Beutepopulationen. Die Studierenden sollen das Verhalten des Systems mit gegebenen Anfangswerten und Parametern berechnen, die Konvergenz ihres Verfahrens testen und die Ergebnisse grafisch darstellen. Zusätzlich wird gefordert, den Phasenraum zu plotten und die Trajektorien für verschiedene Anfangswerte zu analysieren.

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Die Programmierübung behandelt das implizite Runge-Kutta Verfahren zur Analyse der Lotka-Volterra Gleichungen für Räuber- und Beutepopulationen. Die Studierenden sollen das Verhalten des Systems mit gegebenen Anfangswerten und Parametern berechnen, die Konvergenz ihres Verfahrens testen und die Ergebnisse grafisch darstellen. Zusätzlich wird gefordert, den Phasenraum zu plotten und die Trajektorien für verschiedene Anfangswerte zu analysieren.

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Vertr.-Prof. Dr.

Aleksey Sikstel
Vertr.-Prof. Dr. Sigrun Ortleb
Lukas Netterdon
Matthias Geratz

Mathematische Grundlagen III (CES) | WS 2025


Programmierübung 2 | 21.11.2025
Deadline Anmeldung Testat: 03.12.25 23:59 Uhr
Testate: 04.12.2025 (genaue Termine siehe moodle)

Implizites Runge-Kutta Verfahren


Die Wechselwirkung von Räuber- und Beutepopulationen werden durch die Lotka-Volterra-
Gleichungen beschrieben. Diese sind ein System aus zwei nichtlinearen, gekoppelten
Differentialgleichungen erster Ordnung:

ẋ1 = c1 · (1 − d1 · x2 ) x1 ,
ẋ2 = c2 · (d2 · x1 − 1) x2 .

Ihre Aufgabe ist es, das Verhalten des Systems für t ∈ [0, 30] mit den Anfangswerten

x1 (0) = 10,
x2 (0) = 5,

und (c1 , c2 , d1 , d2 ) = (1, 1/2, 1/10, 1/15) mittels eines impliziten Runge-Kutta Verfahrens
zu berechnen. Gehen dazu Sie wie folgt vor:

Programmaufbau:
Verwenden Sie für das implizite Runge-Kutta Verfahren die folgende Butcher Tabelle:
1 1√ 1 1 1√
− 3 − 3
2 6 4 4 6
1 1√ 1 1√ 1
+ 3 + 3
2 6 4 6 4
1 1
2 2
Jedes Runge-Kutta Verfahren berechnet die Zwischenschritte kj . Bei impliziten Verfahren
sind die Zwischenschritte implizit bestimmt durch ein nichtlineares Gleichungssystem. Wan-
deln Sie das System in ein Nullstellenproblem um und lösen Sie dieses mit dem Newton
Verfahren für eine maximale Iterationszahl maxit und eine Toleranz tol.

Aufgaben:

a) Testen Sie ihr Verfahren anhand mit der ODE

ẋ(t) = t2 x(t)2 , x(0) = −3,

welche die analytische Lösung


−3
x(t) =
1 + t3
besitzt. Diskretisieren Sie t ∈ [0, 1] in n Intervalle und erstellen Sie einen Konver-
genzplot für verschiedene n. Lesen Sie anhand des Konvergenzplots die Konvergenz-
ordnung Ihres Verfahrens ab. Plotten Sie zusätzlich noch die Konvergenzkurven mit
der Runge-Kutta-4 Methode und dem expliziten Euler Verfahren von der vorherigen
Programmierübung.
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Mathematische Grundlagen III (CES) | Programmierübung | 2 21.11.2025

4 Points

b) Lösen Sie die Lotka-Volterra Gleichung numerisch mittels des impliziten Runge-
Kutta Verfahrens. Verwenden Sie zum Auflösen der impliziten Gleichungen das
Newton-Verfahren mit der Toleranz tol=10−10 und maximale Iterationen maxit=1000.
Benutzen Sie eine angemessene Diskretisierungsgröße und plotten Sie die Lösung.
Diese sollte wie in Abbildung 1 aussehen.

Abbildung 1: Lösung Lotka-Volterra

12 Points

c) Plotten Sie den gesamten Phasenraum und die Phasentraumtrajektorie für verschie-
dene, sinnvoll gewählte Anfangswerte. Der (normierte) Phasenraum ist in Abbildung 2
dargestellt.

Hinweis: Der Phasenraum ist der Raum, der durch die Zustandsvariablen x1 und
x2 aufgespannt wird. Sie können ihn plotten, ohne eine Lösung zu berechnen.
Dafür müssen Sie die rechte Seite der ODE (f (x, t)) an verschiedenen Punkten
im Phasenraum auswerten, und das Ergebnis als Vektor an diesen Punkten
darstellen. Normieren Sie die Vektoren, um die Darstellung zu verbessern. Die
Phasenraumtrajektorie (Linie) wird ebenfalls in diesen Plot dargestellt, indem Sie
die numerische Lösung der ODE im Phasenraum (x1 , x2 ) plotten.

8 Points

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Mathematische Grundlagen III (CES) | Programmierübung | 2 21.11.2025

Abbildung 2: Phasenraum Lotka-Volterra

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