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Das Dokument ist das Handbuch für die Software zur Berechnung von Stahlbetonstützen von SOFiSTiK AG, einschließlich Informationen zu Berechnungsmöglichkeiten, Geometrie, Lasten und verschiedenen Berechnungsverfahren. Es enthält auch spezifische Abschnitte zu Brandschutznachweisen und Eingabebeschreibungen. Das Handbuch ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne Genehmigung nicht vervielfältigt werden.

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COLUMN

Stahlbetonstütze

SOFiSTiK | 2025
COLUMN
Stahlbetonstütze

COLUMN Manual, Service Pack 2025-4 Build 146

Copyright © 2025 by SOFiSTiK AG, Nuremberg, Germany.

SOFiSTiK AG

Hauptsitz Nürnberg Niederlassung Garching


Flataustraße 14 Parkring 2
90411 Nürnberg 85748 Garching bei München
Deutschland Deutschland

T +49 (0)911 39901-0 T +49 (0)89 315878-0


F +49(0)911 397904 F +49 (0)89 315878-23
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SOFiSTiK versichert, dass Handbuch und Programm nach bestem Wissen und Gewissen erstellt wurden,
übernimmt jedoch keine Gewähr dafür, dass Handbuch oder Programm fehlerfrei sind. Fehler oder
Unzulänglichkeiten werden nach Bekanntwerden in der Regel aber beseitigt.

Der Benutzer bleibt für seine Anwendungen selber verantwortlich. Er hat sich durch Stichproben von der
Richtigkeit seiner Berechnungen zu überzeugen.
Inhaltsverzeichnis | COLUMN

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis i

1 Kurzbeschreibung 1-1
1.1 Berechnungsmöglichkeiten im Detail (Leistungsumfang) . . . . . . . . . . 1-2
1.1.1 Querschnitte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-2
1.1.2 System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-3
1.1.3 Belastung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-3
1.1.4 Berechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-3
1.1.5 Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-3

2 Column System 2-1


2.1 Geometrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-1
2.2 Lasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-2

3 Column Berechnung 3-1


3.1 Kombinationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-1
3.2 Imperfektionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-2
3.3 Brandschutznachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-3
3.4 Steuerparameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-4
3.5 Ausgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-5

4 Column Heißbemessung 4-1


4.1 Geometrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-1
4.2 Kombinationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-2
4.3 Imperfektionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-3
4.4 Heißbemessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-4
4.5 Steuerparameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-5
4.6 Ausgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-7

5 Column Bemessung 5-1


5.1 Auswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-1
5.2 Steuerparameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-2
5.3 Ausgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-3

6 Verfahren mit Nennkrümmung 6-1


6.1 Ablauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-3
6.2 Abweichungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-4
6.3 Imperfektionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-4
6.4 Kriechen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-4
6.5 Schlankheitskriterium . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-5
6.6 Zweiachsige Biegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-5
6.7 Ermittlung der erforderlichen Bewehrung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-5

SOFiSTiK 2025 i
COLUMN | Inhaltsverzeichnis

6.8 Besonderheiten der Nationalen Anhänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-6


6.8.1 Bemessung nach DIN EN 1992 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-6
6.8.2 Bemessung nach OENORM EN 1992 . . . . . . . . . . . . . . . 6-6
6.8.3 Bemessung nach britischen Standard EN 1992 . . . . . . . . . 6-6
6.8.4 Bemessung nach italienischer Norm EN 1992 . . . . . . . . . . 6-7
6.8.5 Bemessung nach französischer Norm EN 1992 . . . . . . . . . 6-7

7 Eingabebeschreibung 7-1
7.1 Eingabesprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-1
7.2 Eingabesätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-2
7.3 ECHO – Steuerung der Ausgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-3
7.4 STEU – Steuerung der Berechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-5
7.5 POS – Statik-Position . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-7
7.6 DGRP – Bemessungsgruppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-8
7.7 KOMB – Lastkombinationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-9
7.8 COPY – Lasten und Faktoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-11
7.9 CINP – CADINP-Eingabe für STAR2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-12
7.10 FIRE – Brandschutznachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-13
7.11 WARM – Beflammte Ränder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-14
7.12 L0FI – Knicklänge Brandschutznachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-15
7.13 KRIE – Kriechen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-16
7.14 GEOM – Geometrie beim Nennkrümmungsverfahren . . . . . . . . . . . . 7-17
7.15 IMP – Imperfektionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-18
7.16 KNIC – Knickfesthaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-19
7.17 SLN – Strukturlinien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-20
7.18 DSLN – Bemessungselemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-21
7.19 CDEL – Löschen der Bemessungsgruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-22
7.20 SCHN – Schnittgrößen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-23
7.21 RCPY – Kopieren von Ergebnissen zwischen Datenbanken . . . . . . . . 7-24

ii SOFiSTiK 2025
Kurzbeschreibung | COLUMN

1 Kurzbeschreibung

Das Programm COLUMN ist im SSD (SOFiSTiK Structural Desktop) integriert und dient
der Berechnung von ein- und mehrgeschossigen Stahlbeton-Stützen und Stahlbeton-Wänden
nach Theorie II. Ordnung.
Mit der Auswahl COLUMN - Stahlbetonstütze wird im SSD eine Gruppe Stahlbetonstütze ein-
gerichtet.

Unter dieser Gruppe werden drei Berechnungstasks angelegt.

- Column System
- Column Berechnung
- Column Heißbemessung

Die folgenden Normen werden bei der Berechnung unterstützt:

- DIN EN 1992 (2011)


- OEN EN 1992 (2007)
- BS EN 1992 (2005)
- Decreto Ministeriale per le Costruzioni 2008 (Italia)
- EuroNorm EN 1992 (2004) Concrete Structures

Die Bemessung erfolgt sowohl im Grenzzustand der Tragfähigkeit (GZT) als auch für die au-
ßergewöhnliche Belastungssituation infolge Anpralllast (ACCI).

SOFiSTiK 2025 1-1


COLUMN | Kurzbeschreibung

Die Berechnung wird nach Theorie II. Ordnung durchgeführt, wobei intern ein allgemeines
räumliches Stabwerk abgebildet wird. Die Verformungsberechnung erfolgt im Zustand II
und die Bemessung wird für ein- oder zweiachsige Biegung vorgenommen. Zusätzlich zur
Bemessung kann ein Brandschutznachweis nach der Methode A Tabelle 5.2a sowie Glei-
chung 5.7 [1] geführt werden. Mit einer Zusatz-Lizenz COLUMN-FD (Fire Design) wird eine
heiße Bemessung nach DIN EN 1992-1-2:2010 ermöglicht. Bei mehrgeschossigen Stützen
wird zunächst von einem beflammten Geschoss (Brandabschnitt) ausgegangen. Wahlweise
können auch mehrere Geschosse gleichzeitig beflammt werden. Die Eingabe findet in einer
grafisch-interaktiven Arbeitsumgebung statt.

1 Dateneingabe über Eingaberegister (Reihenfolge von links nach rechts)


2 Kontrolle der Eingabe durch grafische 3-D Übersicht

1.1 Berechnungsmöglichkeiten im Detail (Leistungsumfang)

1.1.1 Querschnitte
• Beliebig viele Rechteck- und/oder Kreisquerschnitte
• Querschnittssprünge auch innerhalb eines Geschosses zulässig.
• Bewehrungsanordnung: Linienbewehrung (symmetrisch oder auf den Umfang ver-
teilt) oder Einzelbewehrung (ein bis fünf Eisen pro Ecke) und, falls erforderlich, kon-
struktive Zwischeneisen.
• Unterschiedliche Betongüten im Stützenstrang (jeder Querschnitt erhält ein eigenes
Material)

1-2 SOFiSTiK 2025


Kurzbeschreibung | COLUMN

1.1.2 System
• Stützenstrang aus beliebig vielen Stäben
• Exzentrische Stabdefinition möglich
• Festhaltungen: frei, starr oder elastisch (Auflager-Federn)

1.1.3 Belastung
• Punktlasten, exzentrische Punktlasten, Linienlasten
• Automatische Berücksichtigung des Eigengewichts
• Die Vorverformungsfigur wird automatisch vorgeschlagen. Die vorgeschlagenen Vor-
verformungswerte können vom Anwender modifiziert werden.
• Kriechverformungen optional

1.1.4 Berechnung
• Automatische Erzeugung der relevanten Bemessungskombinationen inklusive Be-
rücksichtigung der Teilsicherheits- und Kombinationsbeiwerte (für den Nachweis
nach Theorie II. Ordnung).
• Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit und ggf. für eine außergewöhnliche
Bemessungssituation.
• Berücksichtigung der wirksamen Steifigkeiten im Zustand II.
• Berechnung nach Theorie II. Ordnung.
• Bemessung für zweiachsige Biegung mit Normalkraft und Querkraft.
• Brandschutznachweis nach Methode A der DIN EN 1992-1-2 (Tabelle 5.2a und Glei-
chung 5.7).
• Allgemeines Rechenverfahren ”Heiße Bemessung” nach DIN EN 1992-1-2 (Lizenz
COLUMN-FD notwendig).

1.1.5 Ergebnisse
• Tabellarischer Kurzausdruck der Ergebnisse inklusive der wesentlichen Grafiken.
• Umfangreicher Ausdruck für Prüfzwecke möglich.
• Ausgabe der Auflagerkräfte zur Lastweiterleitung an ein Fundament.

SOFiSTiK 2025 1-3


COLUMN | Kurzbeschreibung

1-4 SOFiSTiK 2025


Column System | COLUMN

2 Column System

2.1 Geometrie
Im Register System werden die zuvor definierten Stützenquerschnitte automatisch übernom-
men.

• System
Zunächst wird definiert, ob eine Stütze oder eine Wand berechnet werden soll. Bei
Bedarf kann eine Kote am Stützenfuß angegeben werden.
• Stab
Jedem Stab kann ein anderer Querschnitt zugewiesen werden. Wenn im Stützen-
strang mehrere unterschiedliche Materialien erforderlich werden, muss je Material
ein Querschnitt definiert sein, auch wenn die Abmessungen identisch sind.
Für jeden Stab wird die Stablänge festgelegt und bei Bedarf die Exzentriziät in Be-
zug auf den darunterliegenden Stab. Somit ist bei zwei Stäben ein exzentrischer
Anschluss nur am oberen Stab möglich.
Innerhalb eines Geschosses können mehrere Stäbe definiert sein. So kann bei
großen Geschosshöhen die Bewehrung gestaffelt werden.
• Festhaltungen
An jedem Knoten kann eine Festhaltung angeordnet werden. Alle Lagerbedingungen
können starr oder elastisch (Auflager-Federn) sein.

SOFiSTiK 2025 2-1


COLUMN | Column System

2.2 Lasten
Die Lasten werden für jeden Lastfall getrennt eingegeben. Abhängig von der eingestellten Be-
rechnungsnorm sind einige Standard-Lastfälle und -Einwirkungen voreingestellt. Zusätzliche
Lastfälle und Einwirkungen können über den Lastfallmanager ergänzt werden.
Vor der Eingabe der Lastwerte ist ein Lastfall auszuwählen. Der Lastfall ”1 G Ständige Last”
ist voreingestellt. Die Lasteingabe kann in der grafischen Darstellung überprüft werden.

• Einzellasten
Mit dem Button ”Hinzufügen” wird eine Zeile in der Tabelle Einzellast hinzugefügt.
Wenn das Häkchen ”Oben” gesetzt ist, wird der Lastabstand a auf den Stützenkopf
bezogen, wird das Häkchen entfernt, bezieht sich der Abstand a auf den Stützenfuß.
Die Lastrichtungen und die Lastexzentrizitäten ex, ey beziehen sich auf das globale
Koordinatensystem, welches am Stützenfuß dargestellt ist.
• Linienlasten
Mit dem Button ”Hinzufügen” wird eine Zeile in der Tabelle Linienlast hinzugefügt.
Wenn das Häkchen ”Oben” gesetzt ist, wird der Lastanfang a auf den Stützenkopf
bezogen, wird das Häkchen entfernt, bezieht sich der Abstand a auf den Stützenfuß.
Die Lastrichtungen beziehen sich wiederum auf das globale Koordinatensystem, bei
unterschiedlichen Lastordinaten wird eine Trapezlast erzeugt.

2-2 SOFiSTiK 2025


Column Berechnung | COLUMN

3 Column Berechnung

3.1 Kombinationen
Die für die Berechnung nach Theorie II. Ordnung erforderlichen und relevanten Lastkombi-
nationen werden automatisch ermittelt. Dies geschieht durch eine spezielle Überlagerungs-
anweisung mit Hilfe des Überlagerungsprogrammes MAXiMA. Dabei werden Lastkombinatio-
nen für den Grenzzustand der Tragfähigkeit (D) und für die außergewöhnliche Lastsituation
in Verbindung mit Anprall (A) erstellt. Der Anwender kann über eine gezielte Selektion die zu
untersuchenden Lastfälle nochmals einschränken.

Falls Kriechen berücksichtigt werden soll, muss das Häkchen gesetzt werden und die End-
kriechzahl gemäß EN 1992-1-1, 3.1.4 eingegeben werden.

Hinweis
Für das allgemeine Rechenverfahren wird für jede zu untersuchende Lastkombination im
Grenzzustand der Tragfähigkeit eine zugehörige quasi-ständige Lastkombination nach Theo-
rie II. Ordnung berechnet und die sich daraus ergebende Verformung wird als Vorverformung
infolge Kriechen zusätzlich zur Imperfektion im Grenzzustand der Tragfähigkeit angesetzt.

SOFiSTiK 2025 3-1


COLUMN | Column Berechnung

3.2 Imperfektionen
Die Größe der Imperfektion wird in Abhängigkeit von der eingestellten Norm automatisch be-
rechnet. Die Richtung der Imperfektion wird der jeweiligen Lastrichtung der Lastkombination
automatisch angepasst.

• Der Verlauf der Imperfektionen wird bei Geschossstützen parabelförmig angesetzt,


bei einer Kragstütze kann zwischen einer Schiefstellung und einer parabolischen Ver-
formung ausgewählt werden.
• Die Größe der Imperfektion wird in Abhängigkeit von der eingestellten Norm automa-
tisch ermittelt. Bei Bedarf kann sie jedoch modifiziert werden.
• Über den Button ”Berechne ei” kann eine zuvor geänderte Größe der Imperfektion
nach der entsprechenden Norm erneut ermittelt werden.
• Bei mehrgeschossigen Stützen kann es sinnvoll sein, die Vorverformungsrichtung für
alle Geschosse in eine Richtung anzusetzen, beispielsweise bei einer Randstütze mit
einseitiger Windlast.

3-2 SOFiSTiK 2025


Column Berechnung | COLUMN

3.3 Brandschutznachweis
Hier wird das Berechnungsverfahren für den Brandschutz nach DIN EN 1992-1-2:2010-12 Kap.
5.3.2 Methode A gesteuert. Es steht der Nachweis nach Tabelle 5.2a sowie die Ermittlung der
Feuerwiderstandsdauer nach Gleichung 5.7 zur Verfügung. Die relevanten Lastkombinationen
werden automatisch vom Programm COLUMN ermittelt.

Die erforderliche Feuerwiderstandsklasse R30, R60, R90... muss hier angegeben werden und
aus den angebotenen Lastkombinationen können ein oder mehrere für den Nachweis ausge-
wählt werden.

Für die Methode A lässt sich ein Knicklängenbeiwert eingeben. Dies ist insbesondere im obers-
ten Geschoss erforderlich, wo eine Volleinspannung in die Decke im Brandfalle nicht gewähr-
leistet ist. Die Voreinstellung für den Beiwert ist 0.5, was für innen liegende Geschosse gilt.

SOFiSTiK 2025 3-3


COLUMN | Column Berechnung

3.4 Steuerparameter
Im Register Steuerparameter werden die Berechnungsparameter für die Theorie II. Ordnung
definiert. Die Wahl des optimalen Iterations-Verfahrens ist hierbei nicht ganz einfach, denn
hiermit wird das Iterations- und Konvergenzverhalten beeinflusst. Nähere Angaben hierzu fin-
det man im STAR2-Handbuch Kap.STAR2: Iterationsverfahren.

Die Steuerungsmöglichkeiten im Einzelnen sind

• Nettoquerschnitt
Bei der Bemessung wird die Fläche der Bewehrungseisen vom Betonquerschnitt ab-
gezogen
• Iterationen
Wenn keine Konvergenz erreicht wird, kann die Anzahl der Iterationen erhöht werden.
Eine Anzahl der Iterationen > 200 ist i.d.R. jedoch nicht mehr sinnvoll.
• Steifigkeitsermittlung
Eine Änderung von KMOD kann das Konvergenzverhalten verbessern. Für eine
Kragstütze beispielsweise kann KMOD=KN sinnvoll sein.
• Beschleunigungsfaktor
Die Voreinstellung des Beschleunigungsfaktors FMAX=2.0 sollte nur in Ausnahme-
fällen geändert werden.

3-4 SOFiSTiK 2025


Column Berechnung | COLUMN

3.5 Ausgabe
Hier wird der Umfang des Ergebnisausdruckes gesteuert. In der Regel sollte die standard-
mäßige Ergebnisausgabe bereits ausreichend sein, sie erfolgt übersichtlich in tabellarischer
Form.

Hinweis
Insbesondere beim Auftreten von Warnungen oder Fehlermeldung sollte eine detaillierte Er-
gebnisausgabe angefordert werden. Meist reicht hierbei die Ausgabe der maßgebenden Kom-
bination bereits aus. Der Anwender findet in dieser Langausgabe alle Hinweise auf die Proble-
me genau an der Stelle im Ausdruck, wo ein Problem auftaucht.

SOFiSTiK 2025 3-5


COLUMN | Column Berechnung

3-6 SOFiSTiK 2025


Column Heißbemessung | COLUMN

4 Column Heißbemessung

4.1 Geometrie
Für die Heißbemessung wird zunächst die genaue Bewehrungsanordnung im Querschnitt fest-
gelegt. Die Anzahl und die Lage der Bewehrungsstäbe haben eine deutliche Auswirkung auf
das Berechnungsergebnis. Die einmal gewählte Bewehrung wird für weitere Berechnungsläufe
gespeichert.

• Stäbe
In dieser Tabelle werden die zu beflammenden Stäbe selektiert. Bei mehrgeschossi-
gen Stützen wird das zu beflammende Geschoss ausgewählt. In Sonderfällen kön-
nen auch mehrere Geschosse gleichzeitig beflammt werden.

• Festhaltungen
Bei einer Geschossstütze wird normalerweise im Brandfalle eine starre Einspannung
am Stützenkopf und -fuß vorgesehen. Da diese Volleinspannung nicht bei jeder Stüt-
ze gewährleistet ist, kann die Lagerbedingung ”Volleinspannung” für jedes Lager
einzeln gesetzt werden.

SOFiSTiK 2025 4-1


COLUMN | Column Heißbemessung

4.2 Kombinationen
Analog zur Berechnung im Grenzzustand der Tragfähigkeit (D) werden die relevanten Last-
kombinationen Heißbemessung (AB) automatisch erstellt. Die vorgeschlagene Richtung der
Imperfektionen wird wiederum entsprechend der Verformung aus der Belastung angepasst.

In Ausnahmefällen kann auch ohne Imperfektionen gerechnet werden, wie hier im abgebilde-
ten Validierungsbeispiel, Beispiel 10 nach DIN EN 1991-1-2/NA:2010 Anhang CC.

4-2 SOFiSTiK 2025


Column Heißbemessung | COLUMN

4.3 Imperfektionen
Analog zur Berechnung im Grenzzustand der Tragfähigkeit (GZT) wird die Größe der Imper-
fektion in Abhängigkeit von der eingestellten Norm automatisch berechnet.

Der Verlauf und die Größe der Imperfektionen ist für die Heißbemessung gesondert angege-
ben. Dies wird erforderlich, wenn beispielweise bei einseitiger Beflammung die Richtung der
Imperfektion der Verformung aus thermischer Dehnung angepasst werden muss.

Hinweis
Die automatisch vorgeschlagene Richtung der Imperfektion entspricht der Verformungsrich-
tung aus der äußeren Belastung. Die Richtung der Verformung aus Thermischer Dehnung
(z.B. bei dreiseitige Beflammung) wird nicht überprüft.

SOFiSTiK 2025 4-3


COLUMN | Column Heißbemessung

4.4 Heißbemessung
Im Register Heißbemessung werden alle erforderlichen Einstellungen für die Thermische Ana-
lyse am Querschnitt ermöglicht.

• Brandbeanspruchung
Hier kann eine Brandschutzklasse R30, R60, R90. . . oder eine benutzerdefinierte
Beflammungsdauer eingestellt werden. Es stehen Standard Brandkurven (ETK, EXT,
CARB, ZTV-ING) oder eine freie, benutzerdefinierte Brandkurve zur Verfügung.

• Beflammung
Jede Kante eines Querschnittes kann beflammt (Brand), wärmeundurchlässig (Sym-
metrie) oder kalt (Luft mit einer Umgebungstemperatur von 20˚C) sein.

• Thermische Einstellungen
Die Thermischen Einstellungen können benutzerdefiniert, nach EN 1992-1-2:2004
Anhang A oder nach DIN EN 1991-1-2/NA:2010 Anhang CC gewählt werden.

4-4 SOFiSTiK 2025


Column Heißbemessung | COLUMN

4.5 Steuerparameter
Im Register Steuerparameter werden die Berechnungsparameter für die Heißbemessung nach
Theorie II. Ordnung definiert. Die Wahl des optimalen Iterations-Verfahrens ist hierbei nicht
einfach, denn hiermit wird das Iterations- und Konvergenzverhalten beeinflusst. Nähere Anga-
ben hierzu findet man im STAR2-Handbuch Kap.STAR2: Iterationsverfahren. Es stehen Steue-
rungsmöglichkeiten für die Thermische und die Mechanische Analyse zur Verfügung.

Die Steuerungsmöglichkeiten im Einzelnen sind

• Nettoquerschnitt
Bei der Bemessung wird die Fläche der Bewehrungseisen vom Betonquerschnitt ab-
gezogen.
• FE-Netz
Für die Steuerung des Elementnetzes im beflammten Querschnitt kann die kleinste
Elementlänge angegeben werden.
• Iterationen
Wenn keine Konvergenz erreicht wird, kann die Anzahl der Iterationen erhöht werden.
Eine Anzahl der Iterationen > 200 führt bei der Heißbemessung in seltenen Fällen
noch zur Konvergenz. Die Ursache für ein so schlechtes Konvergenzverhalten könnte
durch eine Belastung nahe der Stabilitiätslast begründet sein, dies sollte zumindest
überschläglich überprüft werden.
• Steifigkeitsermittlung
Eine Änderung von KMOD kann das Konvergenzverhalten verbessern. Für eine
Kragstütze beispielsweise kann KMOD=KN sinnvoll sein.
• Beschleunigungsfaktor

SOFiSTiK 2025 4-5


COLUMN | Column Heißbemessung

Die Voreinstellung FMAX=2.0 sollte nur in Ausnahmefällen geändert werden.

4-6 SOFiSTiK 2025


Column Heißbemessung | COLUMN

4.6 Ausgabe
Hier wird der Umfang des Ergebnisausdruckes gesteuert, in der Regel sollte die standardmä-
ßige Ergebnisausgabe ausreichend sein.

Hinweis
Insbesondere bei Warnungen und Fehlermeldung sollte eine detaillierte Ausgabe angefordert
werden. Meist reicht eine detaillierte Ausgabe der maßgebenden Kombination aus. Der An-
wender findet in dieser Langausgabe alle Hinweise auf die Probleme genau an der Stelle im
Ausdruck, wo ein Problem auftaucht.

SOFiSTiK 2025 4-7


COLUMN | Column Heißbemessung

4-8 SOFiSTiK 2025


Column Bemessung | COLUMN

5 Column Bemessung

Der Task Stahlbetonstütze unter der Gruppe Stahlbetonstütze führt eine Bemessung durch,
wenn bereits ein Statisches System besteht.

5.1 Auswahl
Im Register Auswahl kann die Stütze über die Nummer ausgewählt werden oder per graphi-
scher Auswahl durch den Animator selektiert werden.

SOFiSTiK 2025 5-1


COLUMN | Column Bemessung

5.2 Steuerparameter
Hier kann zwischen zwei Methoden für die Stützenbemessung gewählt werden. Das
Nennkrümmungsverfahren oder die Allgemeine Methode nach EN 1992-1-1:2005, Kap. 5.8.6
können für die Bemessung verwendet werden. Die Allgemeine Methode führt mit dem Pro-
gramm STAR2 eine Bemessung nach Theorie II. Ordnung durch.

• Hier kann zwischen einer Pendelstütze und einem Kragarm ausgewählt werden.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit Drehfedersteifigkeiten für die Stützenfußeinspan-
nung anzugeben.
• Festhaltungen in eine Richtung zu definieren.
• Kriechen kann mit der Endkriechzahl berücksichtigt werden.
• Geometrische Imperfektionen können manuell eingegeben oder automatisch nach
EN 1992-1-1:2004, Kap. 5.2 berechnet werden.

5-2 SOFiSTiK 2025


Column Bemessung | COLUMN

5.3 Ausgabe
Hier wird der Umfang des Ergebnisausdruckes gesteuert. Es besteht die Möglichkeit alle oder
die maßgebende Stütze auszuwählen. In dem Bereich Ergebnisausgabe kann eine detaillierte
Auswahl erfolgen, welche die Selektion von zusätzlichen graphischen Zeichnungen ermöglicht.

Hinweis
Insbesondere beim Auftreten von Warnungen oder Fehlermeldung sollte eine detaillierte Er-
gebnisausgabe angefordert werden. Meist reicht hierbei die Ausgabe der maßgebenden Kom-
bination bereits aus. Der Anwender findet in dieser Langausgabe alle Hinweise auf die Proble-
me genau an der Stelle im Ausdruck, wo ein Problem auftaucht.

SOFiSTiK 2025 5-3


COLUMN | Column Bemessung

5-4 SOFiSTiK 2025


Verfahren mit Nennkrümmung | COLUMN

6 Verfahren mit Nennkrümmung

Das Verfahren mit Nennkrümmung nach der Norm EN 1992-1-1:2004, Kap. 5.8.8, welches
auch als Modellstützenverfahren bekannt ist, dient der vereinfachten Berechnung von ein-
bis mehrgeschossigen Stahlbetonstützen mit einer konstanten Normalkraft Belastung. Das
Nennkrümmungsverfahren ist in den Ländern Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und
Großbritannien und Nordirland nach den jeweiligen nationalen Anhängen zugelassen.

Das Nennkrümmungsverfahren ist ein vereinfachtes Verfahren, womit die Schnittgrößen


nach Theorie II. Ordnung näherungsweise berechnet werden. Dabei wird das nichtlineare
Bemessungsdiagramm linearisiert. Die Notwendigkeit einer Berechnung nach Theorie II.
Ordnung wird mit dem Schlankheitskriterium nach EN 1992-1-1:2004, Kap. [Link] überprüft.
Das Verfahren wird immer ausgeführt unabhängig von dem Schlankheitskriterium.

Sollte die Grenzschlankheit überschritten werden, dann wird dies im PLB Ausdruck als
Fußnote gekennzeichnet. Es gibt ein paar Einschränkungen und Annahmen die getroffen
werden müssen für die Anwendbarkeit des Verfahrens. Eine annähernde, symmetrische Geo-
metrie, Bewehrungsverteilung und ein konstanter Querschnitt über die Stützenlänge führen im
Normalfall zu realistischen Ergebnissen. Die Norm empfiehlt die Verwendung der Querschnit-
te: Rechteck, Kreis und Ellipse. Das Material und die Querschnitte werden mit dem Programm
AQUA definiert. Die Anwendbarkeit auf ein Gesamttragwerk ist gegeben, wenn realistische
Annahmen für die Krümmungsverteilung getroffen werden. Das Nennkrümmungsverfahren
wird getrennt in beide Richtungen durchgeführt. Die resultierenden Momente werden anhand
des Verhältnisses der Schlankheit nach EN 1992-1-1:2004, Kap. 5.8.9 überprüft, ob eine
getrennte bzw. einachsige Bemessung in beiden Richtungen zulässig ist. Sind die Grenzwerte
nicht eingehalten, dann wird eine zweiachsige Bemessung durchgeführt.

Das Verfahren benötigt einige Annahmen, welche als Defaultwerte im Register Steuerparame-
ter einzugeben sind.

SOFiSTiK 2025 6-1


COLUMN | Verfahren mit Nennkrümmung

• Auswahl des Statischen Systems als Pendelstütze oder Kragarm. Zusätzlich ist die
Angabe von Knicklängenbeiwerten möglich.
• Definition von Festhaltungen in eine Richtung
• Die Bemessung der Stahlbetonstütze kann mit dem Brutto- oder Nettoquerschnitt
erfolgen.
• Auswahl einer Stütze oder wandartigen Stütze
• Krümmungsverteilung cy,z = 10.0 nach EN 1992-1-1:2004, Kap. [Link] (4).
• Endkriechzahl φ(∞,t0 ) = 2.5
• Zugehörige Stützen, welche einen Einfluss auf die maßgebende Stütze haben
m = 1.0 der Faktor αm = 0.5(1 + 1/ m) nach EN 1992-1-1:2004, Kap. 5.2 (5).
p

Die Effekte aus Kriechen und Schwinden werden mit den Parametern der Endkriechzahl
φ(∞,t0 ) und dem Proportionalitätsfaktor M0Eqp / M0Ed berücksichtigt.

Als Standard wurde festgelegt, dass die maximale Bewehrungsmenge nach EN 1992-1-
1:2004 überschritten werden kann. Wenn die maximale Bewehrungsmenge überschritten
wird, erscheint eine Fußnote in dem PLB Ausdruck.

Es können Querschnitte des Typs Wand im Nennkrümmungsverfahren berechnet wer-


den. Dabei sollte eine einachsige Bemessung in Richtung der schwachen Achse angesetzt
werden.

6-2 SOFiSTiK 2025


Verfahren mit Nennkrümmung | COLUMN

6.1 Ablauf
Die allgemeine Vorgehensweise des Nennkrümmungsverfahren ist im Folgenden aufgelistet:

1. Berechnung der Imperfektionen ey,z , Schlankheiten λy,z und inneren Hebelarme dy,z

2. Ermittlung der kritischen Verformung e0 , welche von der aktuellen Lastfallkombination


abhängt. Dabei werden die unterschiedlichen Endmomente nach der Regel EN 1992-1-
1:2004, Kap. [Link] (2), Gl. 5.32 berücksichtigt.

3. Die Iteration wird getrennt für beide Richtungen durchgeführt. Die Ermittlung des Bemes-
sungsmoment MEd (Theorie II. Ordnung) ist beendet, sobald der Beiwert Kr konvergiert.

(a) Berechnung des Beiwertes Kr und der Exzentrizität e2

(b) Berechnung Bemessungsmoment MEd = NEd (e0 + e + e2 )

(c) Bemessung der erforderlichen Bewehrung mit dem Programm AQB

4. Auswertung der Gleichungen 5.38a und 5.38b nach EN 1992-1-1:2004, Kap. 5.8.9 zur
Bestimmung ob eine zweiachsige oder einachsige Bemessung erforderlich ist.

5. Zusätzliche Bemessung des Querschnittes mit den Schnittgrößen von dem Stützenkopf,
-mitte und -fuss

6. Maßgebende Bemessungsmomente, erforderliche Bewehrung und Ausnutzungsgrad

Die Vorgehensweise der Iteration für das Bemessungsmoment MEd ist in dem Bild 6.1 darge-
stellt. Die Variable Kr ist die lineare Näherung der Interaktionskurve, welche auch als ω-Tafel
bekannt ist.

START

Neu As

As · ƒyd
n = 1 +
Ac · ƒcd

NEd
n=
Ac · ƒcd

n + n
Kr =
n − nb

Nein
|Kr,ne − Kr,t | < 1 · 10−4

Ja
ENDE

Abbildung 6.1: Iteration

SOFiSTiK 2025 6-3


COLUMN | Verfahren mit Nennkrümmung

In Abhängigkeit des nationalen Anhangs muss ein Mindestmoment berücksichtigt werden mit
der Mindestexzentrizität e0 nach EN 1992-1-1:2004, Kap. 6.1 (4). Das vereinfachte Moment
nach Theorie II. Ordnung oder Theorie I. Ordnung muss mindestens so groß wie das Mindest-
moment nach Gl. 6.1 sein.

MEd ≥ Mmn
Mmn = NEd e0 (6.1)
e0 = h/ 30 ≥ 20mm

Wenn das Mindestmoment maßgebend wird, erfolgt die anschließende einachsige Bemessung
mit AQB.

6.2 Abweichungen
Im Bezug auf die Vorgehensweise nach EN 1992-1-1:2004 sind folgende Abweichungen in
der Implementierung des Nennkrümmungsverfahren vorgenommen worden.

Das Verfahren verwendet den exakten inneren Hebelarm, anstatt der Vereinfachung von
90 % der statischen Nutzhöhe (z = 0.9 d). Diese Umsetzung erlaubt die Verwendung meh-
rerer unterschiedlicher Querschnitts-Geometrien, welche näherungsweise symmetrisch sind.
Ebenso ist es möglich die maximale empfohlene Menge an Bewehrung zu überschreiten.
Wenn die maximale Bewehrung As,m überschritten wird, erscheint ein Hinweis in dem PLB
Ausdruck. Die Approximation der Interaktionskurve wird nur für die Ermittlung des Beiwertes
Kr verwendet. Die anschließende Bemessung des Querschnitts erfolgt mit dem exakten
Bemessungsdiagramm (AQB).

Die zusätzliche Untersuchung der anderen Bemessungsschnitte erfolgt ohne die Imperfektion
und ohne die Berücksichtigung der Theorie II. Ordnung. Wenn einer dieser Schnitte maßge-
bend wird, dann erfolgt immer eine zweiachsige Bemessung ohne Auswertung der Gleichun-
gen nach EN 1992-1-1:2004, Kap. 5.8.9.

6.3 Imperfektionen
Wenn keine benutzerdefinierte Angabe der Imperfektionen mit dem Eingabesatz IMP vorge-
nommen wurde, dann werden die Imperfektionen nach EN 1992-1-1:2004, Kap. 5.2 berechnet.
Der Parameter αm ist ein Reduktions-Faktor für die Anzahl der angeschlossenen Stützen (sie-
he EN 1992-1-1:2004, Kap. 5.2 (5), Gl. 5.1). Der Defaultwert für αm beträgt 1.0, welches keinen
Einfluss von anderen Stützen darstellt. Die Imperfektion wird mit den folgenden Gleichungen
(6.2) ausgeführt und angewendet:

e = θ 0 / 2 mit θ = θ0 αh αm
(6.2)

6.4 Kriechen
Es gibt bestimmte Parameter, welche notwendig für die Berücksichtigung der Effekte von
Kriechen sind. Dies ist einerseits das Verhältnis zwischen M0Eqp (Moment I. Ordnung unter
der quasi-ständigen Einwirkungskombination (GZG)) und M0Ed (Moment I. Ordnung unter der
Bemessungs-Einwirkungskombination (GZT)) , welche für jeden Lastfall und Richtung unter-

6-4 SOFiSTiK 2025


Verfahren mit Nennkrümmung | COLUMN

schiedlich sind. Die Endkriechzahl φ(∞,t0 ) ist definiert nach EN 1992-1-1:2004, Kap. 5.8.4.

φeƒ = φ(∞,t0 ) M0Eqp / M0Ed (6.3)

Das Programm COLUMN erzeugt eigene zugehörige Kriechlastfälle für jede Lastfallkombi-
nation und ermittelt daraus für jede Lastfall-Kombination den Proportionalitätsfaktor aus den
Momenten oder gegebenfalls aus den Normalkräften.

6.5 Schlankheitskriterium
Die Effekte nach Theorie II. Ordnung hängen von der Schlankheit der Stütze ab. Wenn die
Schlankheit unter der Grenzschlankheit liegt, dann können die Effekte aus der Theorie II. Ord-
nung vernachlässigt werden. Die allgemeine Definition der Grenzschlankheit λm Gl. 6.4 ist in
EN 1992-1-1:2004, Kap. 5.8.3 (1), Gl. 5.13N angegeben.
p
λm = 20 A B C/ n mit n = NEd / (Ac ƒcd ) (6.4)

6.6 Zweiachsige Biegung


Wenn eine zweiachsige Lastausmitte vorhanden ist, wird nicht unbedingt immer eine zwei-
achsige Bemessung durchgeführt. Die Norm EN 1992-1-1:2004, Kap. 5.8.9 betrachtet hier die
Grenzwerte mit der Gleichung (6.5), welches die Verhältnisse der Schlankheit überprüft und
gegebenfalls eine getrennte Bemessung zulässt.

λy / λz ≤ 2 nd λz / λy ≤2 (6.5)

Die erste Bedingung prüft die Schlankheitsverhältnisse entsprechend der Norm EN 1992-1-
1:2004, Kap. 5.8.9 (3), Gl. 5.38a. Die Gleichungen von 5.38b müssen erfüllt sein, damit eine
getrennte Bemessung in beiden Richtungen erfolgen kann.

ey / heq ez / beq
≤ 0.2 oder ≤ 0.2 (6.6)
ez / beq ey / heq

Ebenfalls empfiehlt die Norm die Imperfektion nur in eine Richtung anzusetzen, in der sie die
ungünstigste Auswirkung hat.

ey = M,z,Ed / NEd , ez = M,y,Ed / NEd (6.7)

6.7 Ermittlung der erforderlichen Bewehrung


Die Kapitel 9.5, 9.6 und 9.7 werden für die Mindest- und Maximalbewehrungsmengen nach EN
1992-1-1:2004 berücksichtigt. Wenn bereits eine Mindestbewehrung gewählt wurde, wird die-
se Bewehrung maßgebend anstatt der berechneten Bewehrung. Wie vorher bereits angemerkt
kann grundsätzlich die maximale Bewehrungsmenge überschritten werden und dies wird mit
einer Fußnote gekennzeichnet. Es gibt Abweichungen in den nationalen Anhängen bezüglich
der Mindest- und Maximalbewehrung, welche im nachfolgenden Abschnitt beschrieben wer-
den.

SOFiSTiK 2025 6-5


COLUMN | Verfahren mit Nennkrümmung

6.8 Besonderheiten der Nationalen Anhänge

6.8.1 Bemessung nach DIN EN 1992


Der deutsche Anhang hat mehrere Abweichungen hinsichtlich des EN 1992-1-1:2004. Eben-
falls wurden die Empfehlungen des Hefts 600 (DafStb) berücksichtigt und implementiert.
Die Implementierung der Empfehlung resultieren in einer wirtschaftlicheren Querschnitts-
Bemessung. Der nationale Anhang erlaubt die Reduktion der Exzentrizität e2 mit dem Faktor
K1 nach der Norm DIN EN 1992-1-1:2011 (NA), Kap. [Link], wenn die Schlankheiten sich im
Bereich der Grenzschlankheit befindet.

e2 = K1 (1/ r) 2
eƒ ƒ ,y
/ cy (6.8)

Es wird eine unterschiedliche Grenzschlankheit verwendet nach nationalen Anhang DIN EN


1992-1-1:2011 (NA), Kap. [Link], Gl. 5.13.a und 5.13.b.

λm = 25 wenn |n| ≥ 0, 41


p (6.9)
λm = 16/ n wenn |n| < 0, 41

Eine zweiachsige Bemessung muss durchgeführt werden, wenn die Gleichungen im Kap. 5.8.9
nach Norm DIN EN 1992-1-1:2011 nicht erfüllt sind. Das Heft 600 (DafStb) empfiehlt bei den
Gleichungen 5.38a und 5.38b die Imperfektion und Exzentrizität nach Theorie II. Ordnung zu
vernachlässigen. Es ist ausreichend, wenn das Moment nach Theorie I. Ordnung verwendet
wird.

e0,y = M.0.,z,Ed / NEd


(6.10)
e0,z = M.0.,y,Ed / NEd

Zusammenfassend ist eine getrennte Bemessung nur erlaubt, wenn die Gleichungen in Heft
600 (DafStb) erfüllt sind.
e0,y / heq e0,z / beq
≤ 0.2 oder ≤ 0.2 (6.11)
e0,z / beq e0,y / heq

6.8.2 Bemessung nach OENORM EN 1992


Der nationale Anhang OEN EN 1992-1-1:2007 verwendet die meisten Empfehlungen des EN
1992-1-1:2004. Die Mindestbewehrung hat einen unterschiedlichen Vorfaktor für As, mn nach
der Norm OEN EN 1992-1-1:2007. Der Vorfaktor As, m ist definiert mit 0.08. Der empfohlene
Mindestdurchmesser beträgt 12 mm.

6.8.3 Bemessung nach britischen Standard EN 1992


Die Definition der Mindest- und Maximum Bewehrungsmenge sind die Empfohlenen nach dem
Standard EN 1992-1-1:2004. Als minimaler Durchmesser werden 12 mm empfohlen.

6-6 SOFiSTiK 2025


Verfahren mit Nennkrümmung | COLUMN

6.8.4 Bemessung nach italienischer Norm EN 1992


Es werden die meisten Empfehlungen des EN 1992-1-1:2004 übernommen. Folgende Ab-
weichungen wurden vorgenommen hinsichtlich des Standards NORME TECNICHE PER LE
COSTRUZIONI No. 42 Januar 2018:

Die Mindestbewehrung wird mit den Gleichungen As,mn = 0.1 NEd / ƒyd oder 0.003 Ac
ermittelt, der größere Wert ist maßgebend. Die maximale Bewehrungsmenge As,max beträgt
0.04 Ac und der minimale Bewehrungsdurchmesser 12 mm.

6.8.5 Bemessung nach französischer Norm EN 1992


Der nationale Anhang NF EN 1992-1-1:2016 verwendet die meisten Empfehlungen. Bei dem
Querschnittstyp Wand wird folgende Abweichung nach NF 1992-1-1:2016-03, Kap. 9.6.2 (1)
für die Mindestbewehrung empfohlen:

As,mn = 0.0 NEd ≤ NRd,b


(6.12)
As,mn = 0.002 Ac NEd > NRd,b

Aufgrund der maßgebenden konstruktiven Bewehrung laut NF 1992-1-1:2016-03 (NA), Kap.


9.6.2 (3) wird die Mindestbewehrung As, mn = 0.002 Ac in keinen Fällen unterschritten.

SOFiSTiK 2025 6-7


COLUMN | Verfahren mit Nennkrümmung

6-8 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7 Eingabebeschreibung

COLUMN ist ein Nachlaufprogramm zu den SSD-Tasks

• Stütze System
• Stütze Berechnung
• Stütze Heißbemessung
• Stahlbetonstütze
- Nennkrümmungsverfahren
- Allgemeines Rechenverfahren

Es hat die Aufgaben, die Ergebnisse kompakt auszugeben, taskspezifische Eingabedaten zu


generieren und den vereinfachten Brandschutznachweis nach DIN EN 1992-1-2 nach der Ta-
belle 5.2a oder Tabelle 5.4 beziehungsweise Gleichung 5.7 zu führen.

7.1 Eingabesprache
Die Eingabe erfolgt im freien Format in der CADINP Eingabesprache (vgl. allgemeines Hand-
buch SOFiSTiK: ’Basisfunktionalitäten’).

Drei Kategorien von Einheiten werden unterschieden:

mm Feste Einheit. Die Eingabe erfolgt immer in der angegebenen Einheit.

[mm] Explizite Einheit. Die Eingabe erfolgt in der angegebenen Einheit, kann aber
auch mit einer expliziten Vorgabe (z.B. 2.5[m] ) erfolgen.

[mm] 1011 Implizite Einheit. Implizite Einheiten sind semantisch kategorisiert und durch
einen entsprechenden Index (in grün) gekennzeichnet (Beispiel: Kategorien der
Einheit ”Länge” sind u.a. geodätische Höhe, Querschnittabmessung, Bauteildi-
cke). Die Default-Eingabeeinheiten für die Kategorien werden durch das aktuell
aktive (normenabhängige) Einheitenset festgelegt. Die Voreinstellung kann, wie
oben dargestellt, durch explizite Zuweisung überschrieben werden. Angegeben
ist die Voreinstellung für das Einheitenset 5 (Euro-Normen, NORM UNIT 5).

SOFiSTiK 2025 7-1


COLUMN | Eingabebeschreibung

7.2 Eingabesätze
Folgende Satznamen sind definiert:

Satzname Kennworte
KOPF
ECHO OPT WERT
STEU OPT WERT
POS BEZ LAGE TEXT
DGRP NR BEZ
KOMB LF TYP BEZ
COPY ID FACT
CINP XXXX
FIRE R NACH ALCC
FACE EPS ALPC ALPL KURV
L0FI VON BIS L0
WARM QNR EXP1 EXP2 EXP3 ... EXP9 EXP0
KRIE PHI LFXP LFXN LFYP LFYN
GEOM L BETY BETZ CY CZ
IMP EIXY EIXZ AMXY AMXZ
KNIC FIX
SLN NR ACHS EBEN BEZ
DSLN NR ACHS EBEN BEZ
CDEL DGRP
SCHN N MY1 MZ1 MY2 MZ2 MY3 MZ3
RCPY TO MTYP ID DTYP
ENDE

Die Sätze KOPF und ENDE sind im allgemeinen Handbuch SOFiSTiK: ’Basisfunktionalitäten’
beschrieben.

7-2 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7.3 ECHO – Steuerung der Ausgabe

ECHO

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

OPT MAT Materialien LT JA


QUER Querschnitte LT JA
SYST System LT JA
JA Ergebnisse für die maßgebende
Stütze
VOLL Ergebnisse für alle Stützen die zu
einer gemeinsamen Position zu-
sammengefasst sind
EINW Einwirkungen LT JA
LAST Lasten LT EXTR
JA Tabelle mit den charakteristischen
Lasten
VOLL Grafik mit den charakteristischen
Lasten
EXTR Tabelle + Grafik
KOMB Kombinationen LT VOLL
JA Maßgebenden Kombination
VOLL Tabelle aller untersuchten Kombi-
nationen
EXTR bewirkt in Verbindung mit AUFL
VOLL/EXTR, dass die Auflager-
kräfte für alle Kombinationen ge-
druckt werden
AUFL* Auflagerkräfte LT JA
JA Charakteristisch
VOLL Kombinationen (siehe auch
KOMB)
EXTR Charakteristisch + Kombinationen
SCHN Schnittgrößen LT JA
JA Schnittgrößen der maßgebenden
Kombination
VOLL Schnittgrößen aller untersuchten
Kombinationen
VERF* Verformungen LT JA
Tabelle wird auf der Folgeseite fortgesetzt.

SOFiSTiK 2025 7-3


COLUMN | Eingabebeschreibung

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

JA Verformungen der maßgebenden


Kombination
VOLL Verformungen aller untersuchten
Kombinationen
BEW Bewehrung oder Ausgabe des Nennkrüm- LT JA
mungsverfahrens
JA Erforderliche Bewehrung
VOLL Ergebnisse zu der maßgebenden
Kombination
EXTR Ergebnisse aller untersuchten
Kombinationen
BILD Bewehrungsskizze LT VOLL
JA Grafik mit vorgegebener Beweh-
rung
VOLL Grafik mit optimierten Beweh-
rungsvorschlag
TERM* Thermische Eigenschaften bei der Heißbe- LT JA
messung
DGRP Zusammenfassung der Bemessungsgrup- LT VOLL
pen (nur für NKV)
JA Nur die maßgebende Stütze pro
Gruppe
VOLL Alle Stützen pro Gruppe

WERT NEIN Die Ausgabe wird unterdrückt LT


JA Ausgabe der maßgebenden Kombination
VOLL Ausgabe aller untersuchten Kombinationen
EXTR Anteile aus JA und VOLL

* gilt nicht für das Nennkrümmungsverfahren

Die Option ECHO DGRP gilt nur für Nennkrümmungsverfahren, und sollte im eigenen PROG
COLUMN Lauf definiert werden. Ein Beispiel is beim Befehl DGRP vorhanden.

7-4 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7.4 STEU – Steuerung der Berechnung

STEU

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

OPT TH2 Berechnung nach dem allgemeinen Verfah- LT


ren einer oder mehrerer Stockwerksstützen,
die zu einer Position zusammengefasst sind
NKV Berechnung nach dem Verfahren der LT
Nennkrümmung einer oder mehrerer Stock-
werksstützen, die zu einer Position zusam-
mengefasst sind
KOMB Erzeugt einen STAR2-Datensatz mit der LT
maßgebenden Kombinationen
BEME Zusammenstellung der Bemessungsergeb- LT
nisse
BFNR Nummer des Bemessungslastfall für die er- − 1
forderliche Bewehrung pro Stütze
BGNR Nummer des Bemessungslastfall für die − 3
maximale Bewehrung pro Gruppe

NETT Bemessung mit Nettoquerschnitt LT


WAND Bemessung als Wand LT
EMIN* Mindestausmitte berücksichtigen −
KRAG Kragarm in die xy-/xz Ebene definieren LT

* gilt nicht für das Allgemeine Verfahren

COLUMN wird für unterschiedliche Aufgaben genutzt. Der Default ist, dass eine Stütze, die
sich als Stützenstrang auch über mehrere Stockwerke erstrecken kann, nach dem allgemeinen
Verfahren nach Theorie II. Ordnung berechnet wird. Die Berechnungsgrundlagen entsprechen
den Vorgaben der EN 1992-1-1, Kapitel 5.8.6.

TH2/NKV Hiermit lassen sich mehrere Stützen zu einer Position zusammen fassen. Es
können allerdings keine Stützenstränge, die sich über mehrere Stockwerke er-
strecken nachgewiesen werden. Das Verfahren ist auf Stockwerksstützen, die als
Pendelstützen oder als Kragstützen ausgebildet sind beschränkt.
KOMB COLUMN erzeugt einen Datensatz, der aus allen berechneten Kombinationen
die maßgebende heraussucht und diese mittels APPLY in den Hauptdatensatz
einbindet. Diese Option greift, wenn in dem Task „COLUMN Berechnung“ im Re-
gister Ausgabe die detaillierte STAR2-Ausgabe für die maßgebende Kombinati-
on angefordert wird. In diesem Zusammenhang wird mit einer Reihe von CINP-
Sätzen ein Datensatz für STAR2 generiert und eine Datei [Link] erzeugt,
die mittels APPLY in den Hauptdatensatz eingebunden wird.

SOFiSTiK 2025 7-5


COLUMN | Eingabebeschreibung

BEME Es werden die Berechnungsergebnisse für einen Stützenstrang im Grenzzustand


der Tragfähigkeit und, falls ein zugehöriger außergewöhnlicher Lastfall (Anprall
bzw. Erdbeben) definiert ist, für die außergewöhnliche Bemessungssituation und
Erbeben zusammengestellt.
EMIN Die Mindestausmitte kann für das Nennkrümmungsverfahren manuell aktiviert(1)
oder deaktiviert(0) werden. Wenn eine Mindestausmitte laut Nationalen Anhang
vorgesehen ist, wird diese automatisch im Nennkrümmungsverfahren angewen-
det.
KRAG Die Literale XY und XZ definieren in der zugehörigen Ebene einen Kragarm.
BFNR/BGNR Beim Verfahren mit Nennkrümmung kann man hiermit den Bemessungslast-
fall für die erforderliche Bewehrung pro Stütze oder für die maximale Bewehrung
pro Gruppe eine Nummer definieren. Die Bewehrungen werden dann mit die-
sen Nummern in der Datenbank gespeichert und in der Ausgabe sowie in Dar-
stellungen entsprechend bezeichnet. Für das allgemeine Verfahren werden die
Nummern der Bemessungslastfalle analog zu den Kombination vergeben. Jedoch
kann diese Eingabe in Kombination mit RCPY für das Allgemeinen Verfahren ver-
wendet werden, um Ergebnisse aus einzelnen Bemessungen in die Datenbank
eines Hauptsystems zu kopieren.

7-6 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7.5 POS – Statik-Position

POS

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

BEZ Positionsname Lt


LAGE Lage der Position (z.B. Achsbezeichnungen) Lt
TEXT Erläutender Text Lt

Mit POS wird ein Text zusammengesetzt, der am Anfang der Berechnung als Überschrift er-
scheint. Die Idee ist, das Bauteil mit einer statischen Positions-Nummer BEZ zu versehen,
die LAGE des Bauteils z.B. über die Gebäudeachsen anzugeben und das Bauteil mit einem
kurzen TEXT zu beschreiben.

Beispiel:

+PROG COLUMN
KOPF
POS 'S1' LAGE 'A/1' TEXT 'Stahlbetonstütze b/h=300/300 mm'
...
ENDE

SOFiSTiK 2025 7-7


COLUMN | Eingabebeschreibung

7.6 DGRP – Bemessungsgruppe

DGRP

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

NR Gruppennummer Lt
BEZ Bezeichnung Lt32

Mit DGRP wird eine Gruppe von Stützen zusammengestellt, die zu einer Bemessungsgruppe
gehören. Die Bemessungsgruppe kann z.B. Stützen mit identischen Querschnittsabmessun-
gen enthalten. Sie wird dann in der Datenbank als sekundäre Gruppe mit der Nummer NR und
der Bezeichnung BEZ gespeichert.

Beispiel:

+PROG COLUMN
KOPF
DGRP NR GRP1 BEZ 'Stahlbetonstütze b/h=300/300 mm'
...
ENDE

+PROG COLUMN
KOPF
! Berechnung zusätzlicher Bemessungsgruppe
DGRP NR GRP2 BEZ 'Stahlbetonstütze b/h=400/300 mm'
...
ENDE

+PROG COLUMN
KOPF
! nur für anschliessendem Ausdruck der Zusammenfassung der oben berechneten
Bemessungsgruppen
ECHO DGRP VOLL
STEU NKV
...
ENDE

7-8 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7.7 KOMB – Lastkombinationen

KOMB

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

LF Lastfallnummer -

TYP Typ der Einwirkung LT (D)


(D) Grenzzustand der Tragfähigkeit
(A) Außergewöhnliche Bemessungssituation
(E) Erdbeben
(AB) Brandeinwirkung
Typ der Eingabe LT (D)

BEZ Bezeichnung der Lastkombination LT

Nutze den COMB Befehl um entweder neue Kombinationsvorschriften zu definieren, oder vor-
handene Kombinationen aus der Datenbank zu referenzieren.

Anhand des COPY Befehls, kann eine neue Kombination durch kopieren berechneter Lasfällen
mit dazugehörigen Faktoren definiert werden. Zum Beispiel:

+PROG COLUMN
KOPF
...
KOMB LF 1001 TYP (D) BEZ "1.35G(1)+1.5Q(1+2)"
COPY NR 1 FACT 1.35
COPY NR 2 FACT 1.5

KOMB LF 1002 TYP (D) BEZ "1.5G(1)"


COPY NR 1 FACT 1.5
...
ENDE

Kombinationen, die von anderen Programmen oder Tasks erzeugt sind, können durch eine
einfache Eingabe ihrer Nummer von der Datenbank referenziert werden.

Hinweis: die Kombinationen aus der Datenbank werden als Kombinationsvorschriften verwen-
det. Das heißt es werden die Lastfallnummern und die dazugehörigen Faktoren übernommen
und die Kombination linear berechnet. Wenn die Kombination aus der Datenbank nichtline-
ar berechnet worden ist, kann es somit zu Abweichungen bei der Größe der Schnittgrößen
kommen.

Beispieslweise:

SOFiSTiK 2025 7-9


COLUMN | Eingabebeschreibung

+PROG SOFILOAD
KOPF
...
KOMB LF 1001 TYP (D) BEZ "1.35G(1)+1.5Q(1+2)"
COPY NR 1 FACT 1.35
COPY NR 2 FACT 1.5
...
ENDE

+PROG COLUMN
KOPF
...
KOMB LF 1001 TYP (D)

KOMB LF 1003 TYP (D) BEZ "1.5G(1)"


COPY NR 1 FACT 1.5
...
ENDE

7-10 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7.8 COPY – Lasten und Faktoren

COPY

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

NR Lastfallnummern -

FACT Kombinationsfaktor -

Der COPY Kommando ist einem KOMB Befehl zugeordnet. Es definiert ein Kombinationsterm
durch Kopieren bestehender Lastfällen aus der Datenbank. Es weist diesen Lastfällen den bei
FACT eingegebenen Kombinationsfaktor zu. Die Lastfälle sollten vorhanden sein, z.B. durch
SOFiLOAD schon definiert. Der Anzahl der COPY Befehle pro COMB Eingabe ist auf 256
begrenzt.

+PROG COLUMN
KOPF
...
! Für die Kombination '1.35G(1)+1.5Q(2+9)'
KOMB 1001 TYP (D)
COPY NR 1 FACT 1.35
COPY NR 2,9 FACT 1.5
...
ENDE

SOFiSTiK 2025 7-11


COLUMN | Eingabebeschreibung

7.9 CINP – CADINP-Eingabe für STAR2

CINP

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

TEXT CADINP-Eingabe LT


beliebige Anzahl von Zeilen

Diese Eingabe wird von dem SSD-Task „Stütze Berechnung“ generiert und in Verbindung mit
STEU KOMB verwendet. Der für STAR2 generierte Datensatz wird in einer Datei [Link]
gespeichert und mittels APPLY in den Hauptdatensatz eingebunden. Der Zugriff auf die Num-
mer der Lastkombination, die zur maßgebenden Bewehrung führt, erfolgt über die Variable
#LF, die COLUMN ermittelt und in der Datenbank speichert.

Beispiel:

+PROG COLUMN
KOPF Looking for decisive loadcases
SEIT UNIA 0
ECHO VOLL NEIN
STEU KOMB
KOMB 1002 (D) '1.35G+1.5Q(2)+I(X+Y+)'
KOMB 1003 (D) '1.35G'
TYP CONT '+1.5Q(2)'
CINP '+PROG STAR2'
CINP 'HEAD Decisive Loadcase in Ultimate State'
CINP 'PAGE UNIO 0'
CINP 'ECHO DEFO extr'
CINP 'CTRL II 100'
CINP 'CTRL SVRF 1'
CINP 'LC #LC '
CINP 'REIN BEAM SING LCR #LCR '
CINP 'IF #LCR==1 '
CINP 'DESI ulti SMOD yes AMAX 20'
CINP 'NSTR bk1 FMAX 2.0'
CINP 'ENDIF'
CINP 'IF #LCR==2 '
CINP 'DESI acci SMOD yes AMAX 20'
CINP 'NSTR ak1 FMAX 2.0'
CINP 'ENDIF'
CINP 'END'
ENDE

7-12 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7.10 FIRE – Brandschutznachweis

FIRE

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

R Feuerwiderstandsklasse (Beflammung in Minuten) mn

NACH vereinfachter Nachweis - Methode A Lt


T52A Tabelle 5.2A
GL57 Gleichung 5.7
kann mit + kombiniert werden
T54 Wand nach Tabelle 5.4
ALCC Beiwert zur Berücksichtigung von Langzeitauswirkun- 0.85
gen auf die Betondruckfestigkeit

FACE Beflammter Rand - allgemeines Rechenverfahren Lt


Y+ linker Rand
Y- rechter Rand
Z- oberer Rand
Z+ unterer Rand
mit beliebiger Kombination der Ränder
EPS Emissionswert für die Betonoberfläche 0.7
ALPC konvektiver Wärmeübergangskoeffizient W/ K/ m2 25
ALPL Wärmeübergangskoeffizient Luft W/ K/ m2 9
KURV Brandeinwirkung Lt ETK
ETK Einheitstemperaturbrandkurve
EXT Externe Brandkurve
CARB Hydrokarbonbrandkurve
ING Tunnelbrandkurve ZTV-ING
USER benutzerdefiniert

SOFiSTiK 2025 7-13


COLUMN | Eingabebeschreibung

7.11 WARM – Beflammte Ränder

WARM

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

QNR Querschnitts-Nummer

EXP1 Bezeichnung des Randes LT


EXP2 LT
... LT
EXP0 maximal 10 Ränder LT

Mit dem Satz WARM werden bei einem allgemeinen Querschnitt die beflammten Ränder defi-
niert.

Es werden maximal 10 verschiedene Ränder unterstützt.

Beispiel:

+PROG COLUMN
KOPF Result from heat design
SEIT UNIA 0
ECHO MAT JA
ECHO QUER JA
ECHO EINW JA
ECHO AUFL JA
ECHO SCHN JA
ECHO VERF JA
ECHO KOMB VOLL
ECHO BILD JA
ECHO BEW NEIN
FIRE R 60 FACE 'Y+Z+Y+Z+' EPS 0.7 ALPC 25 ALPL 9 KURV 'ETK'
! General Cross section with flmaed edges
WARM QNR 3 LE RI TO BO ! e.g. left, right, top and bottom
KOMB 3001 (A) 'G(1)+I(Y+)'
ENDE

7-14 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7.12 L0FI – Knicklänge Brandschutznachweis

L0FI

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

VON von Stab-Nr


BIS bis Stab-Nr VON

L0 Knicklänge m

Mit L0FI können für einzelne Stäbe oder auch Stabzüge die Knicklängen für den Brandschutz-
nachweis nach EN 1992-1-2, Methode A vorgegeben werden. Insbesondere kann bei ausge-
steiften Gebäuden für eine Stockwerksstütze mit der Eingabe von L0 = 0.5·L simuliert werden,
dass die Stütze im Brandfall in den darunter bzw. darüber liegenden Stockwerken eingespannt
ist.

Hinweis: Bei nicht ausgesteiften Gebäuden bzw. bei Kragstützen ist der vereinfachte Nachweis
gemäß Methode A nicht zulässig.

SOFiSTiK 2025 7-15


COLUMN | Eingabebeschreibung

7.13 KRIE – Kriechen

KRIE

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

PHI Kriechbeiwert -

Mit PHI ist die Endkriechzahl gemäß EN 1992-1-1, 3.1.4 einzugeben.

Für das Nennkrümmungsverfahren wird für jede zu untersuchende Lastkombination eine ef-
fektive Kriechzahl gemäß EN 1992-1-1, 5.8.4 ermittelt.

Für das allgemeine Rechenverfahren wird für jede zu untersuchende Lastkombination im


Grenzzustand der Tragfähigkeit eine zugehörige quasi-ständige Lastkombination nach Theo-
rie II. Ordnung berechnet und die sich daraus ergebende Verformung wird als Vorverformung
infolge Kriechen zusätzlich zur Imperfektion im Grenzzustand der Tragfähigkeit angesetzt.

7-16 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7.14 GEOM – Geometrie beim Nennkrümmungsverfahren

GEOM

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

L Stützenlänge, optional m -

BETY Knicklängenbeiwert für Knicken um 1.0


BETZ die lokale y- bzw. z-Achse 1.0

CY Krümmungsbeiwert in lokale y- und z-Richtung 10


CZ für die Berechnung der Zusatzausmitte e2 nach Theo- 10
rie [Link]

Mit der optionalen Eingabe L kann die Stützenlänge für die Bemessung für alle ausgewählten
Stützen vorgegeben werden. Somit können z.B. Stützen mit unterschiedlichen Längen mit der
maßgebenden Länge bemessen oder modellierte Stützenlängen verändert werden. Falls die
Eingabe L nicht verwendet wird, wird jede Stütze mit ihrer individuellen geometrischen Länge
bemessen. Weist mindestens eine der Stützen eine Längendifferenz auf, die größer als 1mm
ist, wird informativ eine Warnung ausgegeben.

SOFiSTiK 2025 7-17


COLUMN | Eingabebeschreibung

7.15 IMP – Imperfektionen

IMP

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

EIXY Imperfektion ei in lokaler y-Richtung m


EIXZ Imperfektion ei in lokaler z-Richtung m

AMXY Anzahl der vertikalen Bauteile, die zur 1


AMXZ Gesamtaussteifung beitragen 1

Als Voreinstellung für die Imperfektionen wird ei = θi · L0 / 2 gemäß EN 1992-1-1, Gleichung


5.2 angesetzt. Dabei darf gemäß Gleichung 5.1 die Schiefstellung θi wie folgt berücksichtigt
werden:

θi = θ0 · α h · α m

mit

θ0 : Grundwert der Schiefstellung: θ0 = 1/ 200


p
α h : Abminderungsbeiwert für die Höhe: α h = 2/ L ≤ 1.0
Æ
α m : Abminderungsbeiwert für die Anzahl der Bauteile: α m = 0.5(1 + 1/ m)

Bei Geschossstützen (Pendelstützen) sollte mittels AMXY/AMXZ immer α m = 1 gesetzt wer-


den.

Werden Stützen mit unterschiedlichen Stützenlängen zusammen bemessen, wird für jede Stüt-
ze einzeln die Imperfektion ausgerechnet. Außer es wurde mit GEOM eine Länge für alle Stüt-
zen festgelegt.

7-18 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7.16 KNIC – Knickfesthaltungen

KNIC

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

FIX gegen Knicken gehalten Lt


XY in der lokalen xy-Ebene
XZ in der lokalen xz-Ebene

Ist die Stütze in einer Ebene gehalten, so wird in dieser Ebene kein Nachweis gegen Knicken
geführt.

Wird keine Eingabe für FIX gemacht, wird die Stütze für Knicken in Richtung beider Hauptach-
sen untersucht.

SOFiSTiK 2025 7-19


COLUMN | Eingabebeschreibung

7.17 SLN – Strukturlinien

SLN

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

NR Nummer der Strukturlinie

Z0 Untere Kote der Stütze, optional [m] 1001 -


ACHS Lage der Stütze im Grundriss (Achsbezeichnung) Lt
EBEN Höhenlage der Stütze im Schnitt (Ebene) Lt
BEZ Bezeichnung der Strukturlinie Lt

Mit SLN wird auf eine Strukturlinie zugegriffen, die als Stahlbetonstütze nachgewiesen werden
soll. Die Stütze übernimmt ihre Länge, ihr Querschnitt und die einwirkende Schnittgrößen au-
tomatisch von der Strukturlinie. Die optionale Eingabe bei Z0 entspricht die global z-Koordinate
des unteren Punktes der Stütze. Falls dieser Wert eingegeben ist, wird er als Kote der Stütze
verwendet.

Der Nachweis kann wahlweise nach dem Nennkrümmungsverfahren oder dem allgemeinen
Rechenverfahren erfolgen.

Mit den Angaben zu ACHS und EBEN kann die Lage des Bauteils innerhalb des Gesamtsys-
tems näher beschrieben werden, z.B. mit Angabe der Gebäudeachsen und einer Stockwerks-
angabe.

Mit einer wiederholten Eingabe von SLN können mehrere Stützen zu einer Position POS zu-
sammengezogen werden. Beispiel:

+PROG COLUMN
kopf
...
pos "S101" lage "X/8" text "Cantilever Columns"
sln 1001 achs 'A/1' eben '1. OG' bez 'Stahlbeton Stütze b/h=300/300 mm'
sln 1002 achs 'A/2' eben '1. OG' bez 'Stahlbeton Stütze b/h=300/300 mm'
...
END

Je nach verwendeter Ausgabeoption ECHO wird dann die maßgebende Stütze oder auch alle
Stützen nachgewiesen.

7-20 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7.18 DSLN – Bemessungselemente

DSLN

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

NR Nummer der Bemessungselementes

Z0 Untere Kote der Stütze, optional [m] 1001 -


ACHS Lage der Stütze im Grundriss (Achsbezeichnung) Lt
EBEN Höhenlage der Stütze im Schnitt (Ebene) Lt
BEZ Bezeichnung der Strukturlinie Lt

Mit DSLN, ähnlich zu SLN, wird auf ein Bemessungselement zugegriffen, das als Stahlbeton-
stütze nachgewiesen werden soll. Die Länge, das Querschnitt und die einwirkende Schnitt-
größen der Stütze werden vom Bemessungselement automatisch übernommen. Die optionale
Eingabe bei Z0 entspricht die global z-Koordinate des unteren Punktes der Stütze. Falls dieser
Wert eingegeben ist, wird er als Kote der Stütze verwendet.

Der Nachweis für DSLN kann nur nach dem Nennkrümmungsverfahren erfolgen.

Ein Bemessungselement bietet die Möglichkeit, Schnittgrößen aus Modellen anders als Sta-
belemente zu integrieren. Wenn man z.B. eine wandartige Stütze mit Quadelemente model-
liert, erfolgt das mit einem Bemessungselement und einem dazugehörigen Querschnitt. Ein
Anwendungsbeispiel hierzu: column_ncm_2_dsln.

Alle andere Eigenschaften von DSLN sind ähnlich wie SLN. Beispiel:

+PROG COLUMN
KOPF
...
DGRP NO "S101" BEZ "X/8 - Cantilever Columns"
DSLN 1001 ACHS 'A/1' EBEN '1. OG' BEZ 'Stahlbeton Stütze b/h=300/300 mm'
DSLN 1002 ACHS 'A/2' EBEN '1. OG' BEZ 'Stahlbeton Stütze b/h=300/300 mm'
...
END

SOFiSTiK 2025 7-21


COLUMN | Eingabebeschreibung

7.19 CDEL – Löschen der Bemessungsgruppen

CDEL

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

OPT Option Lt


DGRP alle Bemessungsgruppen aus der Daten-
bank löschen

7-22 SOFiSTiK 2025


Eingabebeschreibung | COLUMN

7.20 SCHN – Schnittgrößen

SCHN

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

N Normalkraft kN

MY1 Momente My/Mz am Stützenkopf kNm


MZ1 kNm

MY2 Momente My/Mz am Stützenfuß kNm


MZ2 kNm

MY3 Momente My/Mz im mittleren Drittel der kNm


MZ3 Knickbiegelinie kNm

Die hier eingegebenen Schnittgrößen werden zur Bemessung nach dem Nennkrümmungsver-
fahren herangezogen. Einer Eingabe von SCHN muss eine Eingabe für LF vorausgehen.

Es wird von einer konstanten Normal(druck)kraft ausgegangen. Für die Momente am Stützen-
kopf und Stützenfuß wird eine Regelbemessung durchgeführt. Bei einem linearen Momenten-
verlauf werden die für das Knicken maßgebenden Momente gemäß EN 1992-1-1, Gleichung
5.32 berechnet. Mit einer Eingabe von MY3 bzw. MZ3 können zusätzliche Momente im mittle-
ren Drittel der Knickbiegelinie (z.B. infolge Wind) erfasst werden.

Beim Nennkrümmungsverfahren wird mit Hilfe einer vereinfachten Krümmungsannahme ge-


trennt für beide Richtungen ein Moment nach Theorie II. Ordnung ermittelt. Solange die Be-
dingungen nach den Gleichungen 5.38a und 5.38b erfüllt sind, wird jede Richtung getrennt für
einachsige Biegung bemessen. Erst wenn diese Bedingungen nicht mehr erfüllt sind, wird der
Querschnitt für zweiachsige Biegung bemessen.

SOFiSTiK 2025 7-23


COLUMN | Eingabebeschreibung

7.21 RCPY – Kopieren von Ergebnissen zwischen Datenbanken

RCPY

Wert Bedeutung Unit Voreinst.

TO Name der Ziel Datenbank

MTYP Typ des Strukturelements LT SLN


SLN Strukturlinie
DSLN Bemessungselement

ID Nummer des Strukturelements


ALL Alle Strukturelemente werden kopiert

DTYP Steuerung der Umhüllenden LT ENV


ENV eine Umhüllende der Ergebnisse wird er-
zeugt
ALL deaktiviert die Umhüllendenerzeugung

7-24 SOFiSTiK 2025

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