Wichtige Baugruppen und Fachbegriffe
Gewusste:
1. Anlagetisch – Hier werden die Druckbogen aufgelegt und
ausgerichtet.
2. Saugstange – Nimmt die Bogen mit Unterdruck vom Stapel.
3. T-Steck-Schlüssel – Werkzeug zum Einstellen und Justieren von
Maschinenteilen.
4. Seitenmarken – Richten den Bogen seitlich exakt aus.
5. Deckmarke – Sichert die vordere Ausrichtung des Bogens.
6. Abtaststange – Kontrolliert die Bogenlage während der Anlage.
7. Doppelbogenkontrolle – Erkennt, ob zwei Bogen gleichzeitig
eingezogen werden.
8. Farbkasten – Behälter für die Druckfarbe.
9. Farbmesser – Regelt die Farbmenge in jeder Farbzone.
10. Farbheber – Überträgt die Farbe aus dem Farbkasten auf
die Farbleiste.
11. Farbleiste – Verteilt die Farbe gleichmäßig auf
die Farbauftragswalzen.
12. Farbzonen – Unterteilung des Farbkastens für zonenweise
Farbsteuerung.
13. Dukter – Überträgt Farbe von der Farbleiste auf die
Farbwalzen.
14. Farbauftragswalze – Bringt Farbe auf die Druckplatte.
15. Kunststoffwalzen – Dienen als Farb- oder Feuchtwalzen mit
spezieller Oberfläche.
16. Farbwalze – Teil des Farbwerks, verteilt und homogenisiert die
Druckfarbe.
17. Gummizylinder – Überträgt das Druckbild von der Platte auf
den Bedruckstoff.
18. Druckzylinder – Presst den Bogen gegen den
Gummituchzylinder.
19. Auslage – Hier werden die bedruckten Bogen nach dem Druck
sauber gestapelt.
20. Kunststoffspachtel – Mit diesem Werkzeug wird die Farbe auf
die Farbleiste aufgetragen
20. Feuchtwerk – Gibt Feuchtmittel auf die Platte.
21. Feuchtauftragswalze – Überträgt Feuchtmittel auf die Platte.
22. Feuchtmittel – Wasser mit Zusätzen zur Benetzung der
Nichtdruckstellen.
23. Druckplatte – Träger des Druckbildes.
24. Anleger – Transportiert den Bogen von der Saugstange in die
Anlage.
25. Plattenzylinder – Trägt die Druckplatte
26. Gegendruckzylinder – Unterstützt den Druckprozess gegen
den Gummizylinder.
27. Registereinstellung – Justierung der exakten
Passgenauigkeit.
28. Seitliches Register – Einstellung der Seitenlage.
29. Umfangsregister – Einstellung der Vorderkantenlage.
30. Plattenspannschiene – Fixiert die Druckplatte am Zylinder.
31. Bläser – Unterstützt das Trennen der Bogen.
32. Bogenführung – Transportweg des Bogens durch die
Maschine.
Nicht gewusste:
33. Schmitzringe – Begrenzen den Farbauftrag an den
Walzenrändern.
34. Bogenbremsen – Stoppen den Bogen in der Auslage.
35. Saugkopf – Einheit, die Luft ansaugt, um Bogen aufzunehmen.
36. Walzenstreifen – Kontaktbereich zwischen Farb- und
Feuchtwalzen.
37. Wascheinrichtung – Reinigt Walzen und Gummituch.
38. Zonenschrauben – Dienen zur Einstellung der Farbmenge pro
Zone.
39. Druckverhalten – Beschreibt die Qualität des Farbabzugs.
40. Zylinderlager – Lagerung für ruhigen Lauf der Zylinder.
41. Bogenführungskanal – Leitet den Bogen sicher weiter.
42. Sicherheitsbügel – Schützt den Bediener.
43. Druckanzeige – Zeigt die aktuelle Druckgeschwindigkeit an.
44. Druckgeschwindigkeit – Umdrehungen pro Stunde.
45. Bedienfeld – Steuerung der Maschine.
46. Anlaufvorrichtung – Zum langsamen Starten des
Druckprozesses.
47. Trocknungsluft – Unterstützt das schnelle Trocknen der Farbe.
48. Puderanlage – Verhindert das Zusammenkleben der Bogen.
49. Farbkonsistenz – Zähflüssigkeit der Druckfarbe.
50. Druckabwicklung – Kontakt der Zylinder während des
Drucks.
⚙️Schritt-für-Schritt-Prozess: Drucken mit der Heidelberg GTO 52
1. Vorbereitung
Mit dem T-Steck-Schlüssel werden
Walzen, Plattenzylinder und Gummizylinder kontrolliert.
Die Druckplatte wird mit der Plattenspannschiene eingespannt.
Der Farbkasten wird mit der benötigten Farbkonsistenz gefüllt,
und die Farbmesser werden über die Zonenschrauben eingestellt.
2. Anlage vorbereiten
Die Bogen werden auf den Anlagetisch gelegt.
Die Saugstange des Saugkopfes hebt den obersten Bogen an.
Über Seitenmarken und Deckmarke wird der Bogen exakt
ausgerichtet.
Die Abtaststange prüft die Position, während
die Doppelbogenkontrolle erkennt, ob versehentlich zwei Bogen
eingezogen werden.
3. Farb- und Feuchtwerk einstellen
Das Feuchtwerk sorgt dafür, dass die Nichtdruckstellen
mit Feuchtmittel benetzt werden.
Die Farbheber bringen Farbe vom Farbkasten über
den Dukter und die Farbauftragswalzen auf die Druckplatte.
Kunststoffwalzen und Farbwalzen verteilen die Farbe
gleichmäßig.
4. Druckvorgang
Die Druckplatte überträgt das Druckbild auf den Gummizylinder,
der es auf den Bogen weitergibt.
Der Druckzylinder und Gegendruckzylinder pressen den Bogen
exakt gegen den Gummituchzylinder – der eigentliche Offsetdruck.
5. Auslage und Kontrolle
Nach dem Druck gelangt der Bogen in die Auslage,
wo Bogenbremsen und Puderanlage den Stapel gleichmäßig
aufbauen.
Die Trocknungsluft sorgt für schnelles Antrocknen.
Der Drucker kontrolliert über
die Druckanzeige, Registereinstellung und
das Druckverhalten die Qualität.
6. Nachbereitung
Nach dem Druck werden die Walzen und der Gummizylinder mit
der Wascheinrichtung gereinigt.
Schließlich werden Farbkasten, Bedienfeld und Anlagetisch für
den nächsten Auftrag vorbereitet.