Rechnerorganisation
Einstein-Prof. Dr.-Ing. Friedel Gerfers
Kapitel 1:
Grundlegende Ideen,
Technologien und
Komponenten
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Kurzinhalt
▪ Die Computerrevolution
▪ Klassen von Computersystemen
▪ Hardware- und Software-Ebenen
▪ Von einer Hochsprache zur Sprache der Hardware
▪ Klassische Computerkomponente
▪ Abstraktion
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Die Computerrevolution
▪ Computer haben die Welt verändert
▪ Vor 35 Jahren waren folgende
Anwendungen Science-Fiction:
– Laptops
– World Wide Web (WWW, Web)
– Handys
– Digitales Fernsehen/Kamera
– Forschung am menschlichen Genom Toshiba den Laptop T1100 von 1985
– Bilderkennnung durch Künstliche
Intelligenz
– ...
▪ Diese und andere Anwendungen
sind nur Dank der Entwicklung der
Rechnertechnologie möglich!
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Klassen von Computersystemen
▪ Arbeitsplatzrechner (desktop computers) (100 M/Jahr)
– Der auf/unter/neben ihrem Schreibtisch
– Gute Leistungen zu akzeptablen Preisen
– Führen Software von Drittanbietern aus
▪ Server (5 M/Jahr)
– Für große Rechenleistung (technisch-/wissenschaftlicher Bereich,
Verarbeitung vieler kleiner Jobs (Web Server), Cloud-
Infrastrukturen)
– Gleiche Technologie wie Arbeitsplatzrechner, jedoch höheres
Maß an Erweiterbarkeit
▪ Eingebettete Rechner (embedded computers) (1000 M/Jahr)
– Größte Bandbreite an Anwendungen und Leistungen
– In Waschmaschinen, KFZs, Handys, Videospielsystemen,
digitalen TVs…
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Anzahl der verkauften Prozessoren
Anzahl von verkauften Prozessoren (1998 - 2002)
eingebettete Computer Desktop-PCs Server
1200 1122
Computer in Millionen
1000 892 862
800
600 488
400 290
200 93 114 135 129 131
3 3 4 4 5
0
1998 1999 2000 2001 2002
▪ Für Arbeitsplatzrechner und Server komplette Rechnersysteme,
können jedoch mit mehreren Prozessoren (cores) ausgestattet sein.
▪ Für eingebettete Rechner tatsächliche Anzahl der Prozessoren
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Hinter einem Programm
▪ Vereinfachte Darstellung der
Hardware (HW) und Software
Anwendungssoftware (SW) als hierarchische Ebenen
in Form von konzentrischen
Kreisen
Systemsoftware
▪ Systemsoftware: SW, die
Hardware allgemein nützliche Dienste
bereitstellt (z. B. Betriebs-
systeme, Compiler und
Assembler)
▪ Komplexe Anwendungen
bestehen häufig aus mehreren
SW-Ebenen
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Von der Hochsprache zur Maschinensprache
MIPS-Architektur (englisch Microprocessor without interlocked pipeline stages;
deutsch etwa „Mikroprozessor ohne verschränkte Pipeline-Stufen“)
void swap(int v[], int k) swap:
{ sll $2,$5,4
int temp; add $2,$4,$2
temp = v[k]; C Compiler lw $15,0($2)
v[k] = v[k+1]; lw $16,4($2)
v[k+1] = temp; sw $16,0($2)
} sw $15,4($2)
jr $31
Hochsprachenprogramm (in C)
[High-level language Program]
Assembler Assemblerprogramm für MIPS
[Assembly language program]
00000000101000010000000000011000
00000000100011100001100000100001
10001100011000100000000000000000
10001100111100100000000000000100
101011001111001000000000000000…
Binärer Maschinencode für MIPS
[Binary machine language program]
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Computerkomponenten / 1
Bildschirm Netzwerk-Verbindung
[Display] [network connection]
Plattenspeicher
[hard disk]
Tastatur Drucker
[keyboard] [printer]
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Computerkomponenten / 2
▪ Eingabegeräte (input devices) (Maus, Tastatur, …)
▪ Ausgabegeräte (output devices) (Bildschirm, Drucker, …)
▪ Speicher:
– Intern: DRAM, SRAM [flüchtig]
– Extern: Festplatte, CD, Diskettenlaufwerk [nicht flüchtig]
▪ Datenpfad
– Führt Operationen aus
– Die Muskeln eines Prozessors Prozessor
oder
▪ Leitwerk / Steuerung (control) Central
– Sendet Signale, welche die Operationen bestimmen Processing
– Gehirn eines Prozessors Unit (CPU)
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Inneres eines Prozessorchips (Pentium 4)
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Unser Fokus
▪ Der Prozessor (CPU = Central
Processing Unit)
– Datenpfad
– Steuerwerk
▪ Realisiert mit Billionen von
Transistoren
Intel Core 2 Extreme Quad-
▪ Unmöglich zu verstehen, wenn core 2x291M tr. (2006)
man Transistoren einzeln
betrachtet
▪ Wir benötigen Abstraktion auf
vielen Ebenen Courtesy: Internet
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Abstraktion
Ein Modell, bei dem Details der unteren Ebenen eines (Computer-)
Systems vorübergehend ausgeblendet werden, um die Entwicklung
komplexer Systeme zu erleichtern.
Beispiele:
▪ Schaltkreise (MUX statt Schaltkreis)
▪ Befehlssatzarchitektur (digitaler Rechner „=“ der Satz
von Befehlen, den er ausführen kann) M
U
▪ Programmabstraktion (Funktionen, Klassen, Objekte) X
▪ Datenabstraktion (Sätze, Queues)
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Befehlssatzarchitektur:
Instruction Set Architecture (ISA)
▪ Eine sehr wichtige Abstraktion!
▪ Schnittstelle zwischen HW und SW
▪ Standardisierung von Befehlen, Bitfolgen, u. s. w.
▪ Vorteil:
– Verschiedene Implementierungen einer Architektur möglich
▪ Nachteil:
– Verhindert manchmal neue Innovationen
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Zusammenfassung / Fazit
▪ Computer haben die Welt verändert
▪ 3 Klassen von Computersystemen: Arbeitsplatzrechner, Server und
eingebettete Rechner
– Eingebettete Rechner größte in Anzahl, Arbeitsplatzrechner in $$$
▪ 5 klassische Komponenten eines Computers sind:
– Eingabegeräte (input devices), Ausgabegeräte (output devices) Speicher,
Datenpfad, Leitwerk/Steuerung (control)
▪ Unser Fokus ist der Prozessor (CPU = Central Processing Unit)
▪ Brauchen Abstraktion um den Prozessor verstehen zu können
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