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Problem Der Textgestaltung

Das Dokument behandelt die komplexen Gesetzmäßigkeiten der Textgestaltung, die sowohl in der Philologie als auch in der modernen Linguistik untersucht werden. Es werden verschiedene Methoden zur Textforschung vorgestellt, darunter die formal linguistische und die funktionalkommunikative Richtung, sowie die Bedeutung von Darstellungsarten und Textsorten für die sprachliche Kommunikation. Die Analyse zeigt, dass Texte durch spezifische sprachliche Mittel und Strukturen gestaltet werden, die sowohl objektive als auch subjektive Inhalte reflektieren.

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Problem Der Textgestaltung

Das Dokument behandelt die komplexen Gesetzmäßigkeiten der Textgestaltung, die sowohl in der Philologie als auch in der modernen Linguistik untersucht werden. Es werden verschiedene Methoden zur Textforschung vorgestellt, darunter die formal linguistische und die funktionalkommunikative Richtung, sowie die Bedeutung von Darstellungsarten und Textsorten für die sprachliche Kommunikation. Die Analyse zeigt, dass Texte durch spezifische sprachliche Mittel und Strukturen gestaltet werden, die sowohl objektive als auch subjektive Inhalte reflektieren.

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Thema: Zum Problem der Gesetzmäßigkeiten der Textgestaltung

Plan
1. Text als philologischer Begriff. Die Sprache als System und die Sprache als
Rede.
2. Die Methoden der Forschung des Textes.
3. Darstellungsarten und Realisierungsformen der Rede (Textsorten).
Literatur
1. Duden. Grammatik der deutschen Gegenwartssprache 6., neubearbeitete
Auflage. – Mannheim; Jeipzig; Wien; Zürich: Dudenverl., 1998. (Der Duden,
Bd. 4), S. 834 – 836, 840 – 842, 842 – 845.

1. Text als philologischer Begriff. Die Sprache als System und die Sprache als
Rede.

Das Problem des Textes ist sehr kompliziert und nicht völlig erforscht,
obwohl sich die Wissenschaftler seit langem mit den Texten beschäftigen. Mit dem
Text befasste sich die alte Philologie und befasst sich zur Zeit die moderne
Linguistik. Trotzdem kann man heute nicht sagen, dass der Begriff „Text“ (lat.
textum von texo, -ere, -tum, d.h.“Gewebe“ von weben) mit allen seinen Aspekten
und Problemen schon erforscht ist. Das kommt daher, dass man den Text selbst
lange Zeit nicht als Forschungsobjekt betrachtet hat. Man interessierte sich nur für
einzelne Bestandteile des Textes, für seine Elemente (Lexem, Phonem, Morphem,
Wort, Wortgruppe, Satz, Aufsatz). Dabei benutzte man den Text nur als Material
für Illustration des Gebrauchs von verschiedenen sprachlichen Normen. Der Text
selbst als linguistische Einheit war nicht der Gegenstand der linguistischen
Untersuchung. Bei der Erforschung von einzelnen Bestandteilen des Textes hat
man aus den Texten das System der Sprache abstrahiert. Als Ergebnis dieser
Abstrahierung ist die Erkenntnis der Sprachwissenschaftler über die Sprache als
System und die Sprache als Rede zu sehen. Die Sprache als System hat man
bezeichnet als eine soziale Erscheinung, die Sprache als Rede – eine rein
individuelle Erscheinung. Man war der Meinung, die Sprache als System (soziale
Erscheinung) lässt sich erforschen. Die Sprache als Rede (individuelle
Erscheinung) erklärte man für unerforschbar. Das war am Anfang des 20.
Jahrhunderts. In den 30-er Jahren aber begannen die Wissenschaftler zu erkennen,
dass auch der Text nach bestimmten Gesetzen und Regeln aufgebaut wird und dass
diese Gesetzmäßigkeiten Gegenstand der linguistischen Untersuchung sein
können.
So stellte z.B. schon in den 30 –en Jahren der bekannte deutsche
Sprachforscher Karl Bühler die Frage, was eigentlich der Text sei und warum die
Römer eine ganzheitliche Äußerung einen Text nannten. Mit seiner Frage wollte
Bühler offensichtlich das Interesse für die Erforschung des zusammengesetzten
Textes erwecken. Ungefähr zur gleichen Zeit wurde diese Frage von solchen
russischen Wissenschaftlern, wie Jakubinskij („Die dialogische Rede“, 1923),
Winogradow (eine Reihe von Veröffentlichungen, 1923-1930), Woloschinow
u.a.m. aufgeworfen. In den seit dieser Zeit vergangenen Jahren entwickelte sich in
der Linguistik allmählich eine neue Richtung, die sich mit der Erforschung des
Textes befasste. Man nannte sie die Textlinguistik. 1974 fand in Moskau die erste
Konferenz der Textlinguistik statt. Seit dieser Zeit entwickelte sich die
Textlinguistik sehr rasch. Und es gibt heutzutage viele Beiträge, Dissertationen,
Artikel zum Problem der Textlinguistik.
2. Die Methoden der Forschung des Textes.
Eines der wichtigsten Probleme der Textforschung war und bleibt das
Problem der Einheitlichkeit und Ganzheit des Textes. In der internationalen
Textforschung bestehen zwei Hauptrichtungen der Textgestaltung: 1) die
systematisch orientierte Richtung oder formal linguistische Richtung (statische
Methode) und 2) funktionalkommunikative Richtung (dynamische Methode);
statische Methode – isoliert, aus dem Text ausgerissen; dynamische Methode – in
der sprachlichen Position, im Text.
1. Bei der formal linguistischen Methode werden die linguistischen
Gesetzmäßigkeiten im Text erforscht (beschrieben). Dabei wird aber die
Hauptaufmerksamkeit auf die Feststellung von den einfachen kontextualen
Relationen im Text, auf die Absonderung der sprachlichen Formen gerichtet, mit
derer Hilfe die Verbindung der selbständigen Sätze im Text erfolgt.
Der Text als Ganzes (Ganzheit) ist eine Textverflechtung, wo man lexische
Wiederholungen, synonymische Wiederholungen (Igel, Stachelkugel),
pronominale Wiederholungen (er, dieser, in ihm), Periphrase ( Kranich, Vogel)
usw. finden kann.

2. Bei der funktionalkommunikativen Richtung erklärt man die Einheitlichkeit des


Textes durch seinen Inhalt.
Abbildungsprozess Wahl und Kombination von
Sprachlichen Mitteln
Wirklichkeit Subjekt Abbild sprachliche Mittel TEXT
INHALT I (objektiv) INHALT II (subjektiver, vermenschlichter Inhalt)

Was ist Inhalt? Von dem Abbildungs- und Herstellungsprozess ausgehend


kann man diese Frage beantworten. Wie bekannt, spiegelt der Mensch die
objektive Realität nicht passiv wieder, sondern aktiv. Das bedeutet, der Mensch
wählt die Fakten der objektiven Realität und gruppiert sie entsprechend seinem
Ziel (erfasst die Wirklichkeit). Bei der Erfassung der Wirklichkeit wertet er sie.
Erfassen und Werten – sind zwei Seiten des Widerspiegelungsprozesses. Im
Ergebnis des Widerspiegelungsprozesses entsteht im Bewusstsein des Menschen
das Abbild der Wirklichkeit. Das ist der subjektive, vermenschlichte Inhalt. Das
Abbild bestimmt die Wahl und Kombination der sprachlichen Mittel im Text
voraus. Im Ergebnis dieser Tätigkeit haben wir den Text.

3. Darstellungsarten und Realisierungsformen der Rede (Textsorten).

Es scheint zweckmäßig und richtig zu sein, die Darstellungsarten allgemein


als bestimmte Verfahren zu betrachten, deren Anwendung bestimmte Textsorten
oder Realisierungsformen der Rede ergibt, z.B. „das Beschreiben“ als
Darstellungsart ergibt „die Beschreibung“ als Realisierungsform (oder Textsorte)
u.s.w.
Den Fragen der Textgestaltung, ihren Verfahren und Textsorten widmet man
in der heutigen Linguistik viel Aufmerksamkeit. „Man erkennt immer mehr und
mehr die Bedeutung einzelner Darstellungsarten für die Textgestaltung in
verschiedenen Bereichen der gesellschaftlichen Kommunikation“, stellen
[Link] und [Link] in ihren Arbeiten fest.
Die Erforscherin Trojanskaja E.S. z.B., behauptet, dass bestimmte
Darstellungsarten mehr oder weniger, aber nicht absolut an bestimmte
Funktionalstile gebunden sind. So muss z.B. das Beschreiben als Darstellungsart
„nicht nur sächlich informieren, sondern auch eine bestimmte Wirkung beim
Empfänger erzielen, ein bestimmtes Interesse erzeugen, an bestimmte Gefühle,
Wünsche, Hoffnungen appellieren“ (Brandes M., Pironkowa M.). Es kann also in
verschiedenen Funktionalstilen vorkommen. Weiter sei zu betonen dass ein und
derselbe Informationsgehalt durch verschiedene Darstellungsarten vermittelt erden
kann, was von den Bedingungen der Kommunikationssituation abhängt. Aber
Hauptgesetzmäßigkeiten lassen sich für einzelne Funktionalstile doch feststellen.
Man betrachtet als einzelne, selbständige Arten z.B. Berichten, Beschreiben,
Schildern, Betrachten, Erzählen, Erörtern. [Link] und [Link]
unterscheiden in ihrer Stilistik Bericht, Beschreibung, Schilderung, Betrachtung,
Erzählung, Erörterung, denen zugrunde Berichten, Beschreiben usw. liegen. Sie
gehen vor allem davon aus, dass die Information objektiv und subjektiv gefärbt
sein kann. Speziell wird betont, dass auch mit der beeindruckenden (impressiven)
Wirkung der Information gerechnet werden muss.
Das Beschreiben ist ein informatives Darstellen verschiedener Tatsachen,
Zustände usw. Dabei handelt es sich um die Übermittlung von Tatsachen vor allem
im Rahmen der sachlichen Information. Deshalb ist diese Art ein wesentliches
Merkmal der sachgerichteten Rede (der Sachprosa). Aber wegen der dabei
möglichen persönlichen Färbung (die Anteilnahme des Verfassers) ist die auch in
den kunstprosaischen Texten gebräuchlich (besonders in der Autorensprache).
Beispiele auf S. 159 v. Glusak.
Das Berichten dient gleichfalls der informativen Darstellung. Im Bericht
aber hat man einen höheren Prozentsatz von Verben als in der Beschreibung,
weniger Adjektive, eine exakte Angabe von Lokal- und Temporalbestimmungen,
das Präteritum als dominierendes Tempus (in der Beschreibung – Präsens). Der
Bericht bildet eine der wichtigsten Erscheinungsformen in der Presse und
Publizistik (in den anderen Kommunikationsbereichen auch möglich). Beispiele
auf S. 160 v. Glusak.
Das Erzählen trägt eine subjektive Färbung. Der Erzähler richtet seine
Aufmerksamkeit auf die Gestaltung von Stimmungen, Gefühlen, Gedanken- In
diesem Sinne ist die Erzählung „gezielte, emotionale Einwirkung auf die
Empfänger“ (Fleischer W., Michel G.). Deshalb wird die Erzählung zu einer der
Grundformen in den Texten der schönen Literatur, sowohl in der Autorensprache,
als auch in der Figurensprache, im Stil der Alltagsrede. Als sprachliche Merkmale
– viele Verben, Präteritum oder Präsens historicum als Mittel der Verlebendigung,
viele Modalwörter. Beispiele auf S. 161 v. Glusak.
Beim Erörtern (das Erörtern – обговорення, дискусія, розгляд певного
питання) treffen wir auch Kommentieren, Argumentiere, zum Teil auch die
Elemente des Berichtens und des Beschreibens. Einer solchen Darstellung sind
solche Stilzüge wie Objektivität, Exaktheit, Folgerichtigkeit u.a. eigen. Es ist im
Stil der Wissenschaft sehr verbreitet. Bei Erörterung hat man viele Substantive
(unter ihnen Fremdwörter und Fachwörter), weniger Verben. Beispiele auf S. 162
v. Glusak.
Das Schildern (опис, зображення, характеристика) wird als Grundlage
der impressiven Darstellung gewertet. In der Schilderung treten zahlreiche
Adjektive auf, anschauliche Bilder und Vergleiche, überhaupt viele Mittel, die zur
Emotionalisierung und Subjektivierung der Aussage beitragen. Ihre Verwendung
im Stil der schönen Literatur. Beispiele auf S. 163 v. Glusak.
In literarischen epischen Werken wirken drei Grundfirmen der
Darstellungsarten in ihrer impressiven Variante zusammen: Schilderung,
Erzählung (Bericht) und Betrachtung. Der Gegenstand der Schilderung sind
Menschen, Landschaften, Naturvorgänge, Ereignisse, auch Gedanken, Gefühle,
eindrücke. Dementsprechend unterscheidet man die Gegenstandsschilderung,
Vorgangsschilderung, Zustandsschilderung, Erlebnissschilderung.
Für die sprachliche Realisierung der Schilderung ist vor allem die
Verwendung folgender Gruppen lexisch-phraseologischer und grammatischer
Ausdrucksmittel von Bedeutung:
- zahlreiche Epitetha, konkretisierende und einschätzende;
- zusammengesetzte Substantive, Adjektive und Partizipien zur Bezeichnung der
wahrgenommenen Details und von Assoziationen;
- sprachliche Bezeichnungen für Eindrücke und Wertungen;
- konkrete anschauliche Sprachbilder;
- Metaphern mit aktuellem Bildgehalt;
- ein großer Umfang von Substantivgruppen.
Die Erzählung beruht auf der emotional engagierten Darstellung eines
Geschehens oder Geschehnisse. Seine Anwendung reicht von einfachen
Kindererzählungen bis zu literarisch-künstlerischen Erzählung. Im Gegensatz zur
Schilderung hat die Erzählung immer einen Prozess zum Gegenstand. Dieser
Prozesscharakter muss sichtbar gemacht werden. Daher ist jede Erzählung zeitlich
strukturiert und die Zeitstruktur muss immer spürbar sein.
Bei der Gestaltung einer Erzählung spielen die Verben eine besonders große
Rolle. Die Tempusform der Erzählung ist nicht festgelegt. Es dominieren die
Präteritaltempora, aber um die Lebendigkeit der Erzählung zu erreichen, wird
Präsens historikum gebraucht.
Substantive und Adjektive treten zurück. Die subjektive Ausformung der
Erzählung bezieht sich auf die Auswahl der Teilgeschehnisse, der Details, auf den
Aufbau (z.B. Rückblenden und Vorausbedeutungen). Wörter mit ausgeprägter
emotionaler Färbung, Bilder und Vergleiche, Antithese, Variation der
syntaktischen Strukturen, syntaktische Expressivstellung gewährleisten die
Emotionalität der Erzählung

Beim Betrachten (спостереження, розгляд чого-небудь) handelt es sich


um eine teilweise expressive Art (im Vergleich zum Erörtern). Betrachtung als
Realisierungsform bezieht sich ebenfalls auf Probleme, aber sie enthält auch die
Wiedergabe von eindrücken. Doch spielt das Rationale dabei und nicht das
Emotionale (wie beim Schildern) sein bestimmte rolle. Das Betrachten hat
gemeinsame Züge nicht nur mit dem Erörtern, sondern auch mit dem Schildern.
Beispiele auf S. 164 v. Glusak.
Die Betrachtung ist eine Darstellungsart, in der Beobachtetes und
Bedachtes übergehen und aus der Darstellung eines Einzelfalls wesentliche
allgemeine Züge der Erscheinungen und Probleme für den Leser überzeugend
entwickelt werden. Sie enthält also Darstellung des Ausgangssachverhalts,
Reflexionen des Autors zu diesem Sachverhalt und Entwicklung eines
verallgemeinernden Grundgedankens, der sich aus der Verschmelzung von
Sachverhaltsdarstellung und Reflexion ergibt.
Im Allgemeinen kann man mit Recht behaupten, dass alle erwähnten
Darstellungsarten mehr oder weniger Mischtypen sind. Jede von ihnen enthält
Elemente einer anderen oder aller anderen; sie sind kombiniert, verbinden sich in
jeder Form in unterschiedlicher Weise. Es kommt darauf an, das Typische, die
Dominanz in der Darstellungsart festzustellen (zu bestimmen).

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