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Vorbemerkung Zum Sprachgebrauch: Schlussbestimmungen

Die Prüfungsordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) an der Universität Augsburg regelt die Anforderungen und Abläufe der Prüfung für ausländische Studienbewerber, die ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen müssen. Die DSH besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung, wobei die schriftliche Prüfung in mehrere Teilprüfungen gegliedert ist und das Gesamtergebnis in den Kategorien DSH-1, DSH-2 oder DSH-3 ausgewiesen wird. Bestimmte Personengruppen sind von der Prüfung befreit, und es gibt Regelungen zu Rücktritt, Versäumnis und Täuschung während der Prüfung.

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Vorbemerkung Zum Sprachgebrauch: Schlussbestimmungen

Die Prüfungsordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) an der Universität Augsburg regelt die Anforderungen und Abläufe der Prüfung für ausländische Studienbewerber, die ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen müssen. Die DSH besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung, wobei die schriftliche Prüfung in mehrere Teilprüfungen gegliedert ist und das Gesamtergebnis in den Kategorien DSH-1, DSH-2 oder DSH-3 ausgewiesen wird. Bestimmte Personengruppen sind von der Prüfung befreit, und es gibt Regelungen zu Rücktritt, Versäumnis und Täuschung während der Prüfung.

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PO DSH 210

Prüfungsordnung für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbe-
werber (DSH) an der Universität Augsburg vom 9. August 2006

Aufgrund von Art. 13 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Art. 61 Abs. 2 Satz 1 des Bayerischen Hochschul-
gesetzes sowie auf der Grundlage der Rahmenordnung über die Deutsche Sprachprüfung für das Stu-
dium an deutschen Hochschulen erlässt die Universität Augsburg folgende Prüfungsordnung:

Vorbemerkung zum Sprachgebrauch

Alle maskulinen Personen- und Funktionsbezeichnungen beziehen sich in gleicher Weise auf Frauen
und Männer.

Übersicht

A. Allgemeine Prüfungsbestimmungen

§1 Anwendungsbereich, Befreiung von der Prüfung


§2 Zweck der Prüfung
§3 Zulassung, Prüfungstermine, Prüfungsentgelt
§4 Gliederung der Prüfung
§5 Bewertung der Prüfung und Feststellung des Prüfungsergebnisses
§6 Prüfungsvorsitz, Prüfungskommission
§7 Rücktritt, Versäumnis, Täuschung, Ordnungsverstoß
§8 Wiederholung der Prüfung
§9 Prüfungszeugnis

B. Besondere Prüfungsbestimmungen

§ 10 Schriftliche Prüfung
§ 11 Mündliche Prüfung

C. Schlussbestimmungen

§ 12 Inkrafttreten, Änderung, Übergangsbestimmungen

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210 PO DSH

A. Allgemeine Prüfungsbestimmungen

§1
Anwendungsbereich, Befreiung von der Prüfung

(1) Studienbewerber, die ihre Studienqualifikation nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung er-
worben haben, müssen vor Beginn des Studiums an Hochschulen in der Bundesrepublik
Deutschland entsprechend den Regelungen im Hochschulrahmengesetz (HRG) und in den Hoch-
schulgesetzen der Länder für die Aufnahme eines Studiums hinreichende deutsche Sprachkennt-
nisse nachweisen.

Dieser Nachweis kann gem. § 2 Nr. 1 in Verbindung mit § 6 der "Rahmenordnung über Deutsche
Sprachprüfungen für das Studium an deutschen Hochschulen" (RO-DT) durch die "Deutsche
Sprachprüfung für den Hochschulzugang" (DSH) erfolgen.

(2) Wenn die DSH mindestens mit dem Gesamtergebnis DSH-2 bestanden worden ist, gilt dies ge-
mäß § 3 Abs. 3 RO-DT als Nachweis der sprachlichen Studierfähigkeit für die uneingeschränkte
Zulassung oder Einschreibung zu allen Studiengängen und Studienabschlüssen. Mit Erreichen
der Ebene DSH-3 werden besonders hohe Deutschkenntnisse nachgewiesen. Die DSH-3 liegt
über dem für die Zulassung oder Einschreibung erforderlichen Niveau.

(3) Vom Nachweis der sprachlichen Studierfähigkeit sind befreit:

a) Inhaber eines Schulabschlusses, der einer deutschen Hochschulzugangsberechtigung ent-


spricht;

b) Inhaber des Deutschen Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz – Stufe II (DSDII) [Be-


schlüsse der KMK vom 16. März 1972 und vom 05. Oktober 1973 in jeweils geltender Fas-
sung];

c) Inhaber eines Zeugnisses über die bestandene „Zentrale Oberstufenprüfung“ (ZOP) des
Goethe-Instituts, die in Deutschland von einem Goethe-Institut oder im Ausland von einem
Goethe-Institut oder einer Institution mit einem Prüfungsauftrag des Goethe-Instituts abge-
nommen wurde;

d) Inhaber des „Kleinen Deutschen Sprachdiploms“ oder des „Großen Deutschen Sprachdip-
loms“, die vom Goethe-Institut im Auftrag der Ludwig-Maximilians-Universität München ver-
liehen werden.

e) Studienbewerber, die die Deutsche Sprachprüfung unter nachweislich organisatorischer


und inhaltlicher Verantwortung eines Studienkollegs oder eines Lehrgebietes Deutsch als
Fremdsprache einer deutschen Hochschule an einer ausländischen Hochschule abgelegt
haben.

f) Studienbewerber, die den Test Deutsch als Fremdsprache (TestDaF) mit mindestens dem
Ergebnis „TDN 4“ in allen Teilprüfungen bestanden haben.

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PO DSH 210

§2
Zweck der Prüfung

Durch die DSH wird die sprachliche Studierfähigkeit in den Bereichen Hörverstehen, Leseverstehen und
wissenschaftssprachliche Strukturen, Textproduktion sowie Mündlicher Ausdruck nachgewiesen. Das
Prüfungszeugnis weist das Gesamtergebnis aus mündlicher und schriftlicher Prüfung als DSH-3, DSH-2
oder DSH-1 (Eingangsstufe) mit Angabe der in den einzelnen Bereichen erreichten Ergebnisse aus. Das
Prüfungszeugnis dokumentiert die mit einzelnen Ergebnissen nachgewiesenen sprachlichen Fähigkei-
ten.

§3
Zulassung, Prüfungstermine, Prüfungsentgelt

(1) Zur Teilnahme an der Deutschen Sprachprüfung sind ausländische Studienbewerber berechtigt,
denen von der Universität eine Zulassung zu einem Fachstudium an der Universität Augsburg in
Aussicht gestellt wurde. Der Antrag auf Zulassung zur Deutschen Sprachprüfung soll spätestens
sechs Wochen vor dem Prüfungstermin bei der Studentenkanzlei gestellt werden. Über die Zulas-
sung zur Deutschen Sprachprüfung entscheidet der Prüfungsausschussvorsitzende. Wer zur DSH
zugelassen ist, soll sich spätestens 1 Woche vor dem Prüfungstermin zur Prüfung anmelden.

(2) Die Prüfungstermine werden vom Prüfungsausschuss festgesetzt und rechtzeitig bekannt gege-
ben.

(3) Für die Teilnahme an der DSH wird ein Prüfungsentgelt erhoben, dessen Höhe vom Prüfungs-
ausschuss festgelegt und rechtzeitig bekannt gegeben wird.

§4
Gliederung der Prüfung

(1) Die DSH besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Die schriftliche Prüfung
findet vor der mündlichen Prüfung statt.

(2) Die schriftliche Prüfung gliedert sich gemäß § 10 Abs. 1 in die Teilprüfungen:

1. Verstehen und Verarbeiten eines Hörtextes,


2. Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes und wissenschaftssprachlicher Strukturen,
3. Vorgabenorientierte Textproduktion.

(3) Der Prüfungsausschuss kann durch Beschluss von einer mündlichen Prüfung absehen, wenn ihm
für die Beurteilung der mündlichen Kommunikationsfähigkeit andere hinreichende Erkenntnisse
vorliegen. Die mündliche Prüfung entfällt, wenn der schriftliche Prüfungsteil gemäß § 5 Abs. 3
nicht bestanden ist.

§5
Bewertung der Prüfung und Feststellung des Prüfungsergebnisses

(1) Im Gesamtergebnis der Prüfung (100 %) sind die Ergebnisse des schriftlichen Prüfungsteils ge-
mäß § 10 Abs. 1 und der mündlichen Prüfung wie folgt gewichtet:

- Mündliche Prüfung: 30 %
- Schriftliche Prüfung (insgesamt 70 %)
- mit den Teilprüfungen
- Hörverstehen: 20 %
- Leseverstehen: 20 %
- Wissenschaftssprachliche Strukturen: 10 %

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210 PO DSH

- Textproduktion: 20 %

(2) Wissenschaftssprachliche Strukturen sowie Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes bilden
eine gemeinsame Teilprüfung.

(3) Die schriftliche Prüfung ist bestanden, wenn von den in allen Teilprüfungen gemäß § 10 Abs. 1
insgesamt gestellten Anforderungen mindestens 57 % erfüllt sind.

(4) Die mündliche Prüfung ist bestanden, wenn mindestens 57 % der Anforderungen erfüllt sind.

(5) Die Gesamtprüfung ist bestanden, wenn sowohl die schriftliche Prüfung gemäß Abs. 3 als auch
die mündliche Prüfung gemäß Abs. 4 bestanden ist.

(6) Wird gemäß § 4 Abs. 3 von einer mündlichen Prüfung abgesehen, so ist die Gesamtprüfung be-
standen, wenn die schriftliche Prüfung gemäß Abs. 3 bestanden ist; in diesem Fall wird das Er-
gebnis der mündlichen Prüfung durch den Prüfungsausschuss zur Feststellung des Gesamter-
gebnisses mit 62 %, 75 % oder 90 % festgesetzt und im Prüfungszeugnis mit dem Vermerk "von
der mündlichen Prüfung befreit" angegeben.

(7) Das Gesamtergebnis der Prüfung gemäß Abs. 1 wird festgestellt:


- als DSH-1, wenn sowohl in der schriftlichen als auch der mündlichen Prüfung mindestens 57
% der Anforderungen erfüllt wurden;
- als DSH-2, wenn sowohl in der schriftlichen als auch der mündlichen Prüfung mindestens 67
% der Anforderungen erfüllt wurden;
- als DSH-3, wenn sowohl in der schriftlichen als auch der mündlichen Prüfung mindestens 82
% der Anforderungen erfüllt wurden.

§6
Prüfungsvorsitz, Prüfungsausschuss, Prüfer

(1) Die Durchführung des Prüfungsverfahrens obliegt dem Prüfungsausschuss. Dieser ist für die Pla-
nung, Organisation und Kontrolle der Prüfung sowie in Zweifelsfällen formeller Art zuständig. Der
Prüfungsausschuss beauftragt aus seiner Mitte einen für den Bereich Deutsch als Fremdsprache
qualifizierten hauptamtlichen Mitarbeiter mit der ordnungsgemäßen Durchführung der DSH.

(2) Der Prüfungsausschuss beruft und koordiniert die Prüfer. Mindestens die Hälfte der Prüfer muss
aus hauptamtlichen Lehrkräften des Lehrgebietes Deutsch als Fremdsprache bestehen, die weite-
ren Prüfer können Lehrbeauftragte sein, die im Lehrgebiet Deutsch als Fremdsprache unterrich-
ten. Die Prüfer sind für die Qualität der Prüfungsunterlagen und die ordnungsgemäße Durchfüh-
rung der Prüfung verantwortlich.

(3) Der aus drei Mitgliedern bestehende Prüfungsausschuss wird vom Rektor der Universität auf Vor-
schlag des Leiters des Sprachenzentrums für die Dauer von zwei Jahren bestellt. Dem Ausschuss
sollen zwei für den Bereich Deutsch als Fremdsprache qualifizierte hauptamtliche Mitarbeiter der
Universität angehören. Der Prüfungsausschuss wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und
dessen Stellvertreter. Der Ausschuss ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder an-
wesend ist.

§7
Rücktritt, Versäumnis, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Eine Prüfungsleistung gilt als nicht bestanden, wenn der Kandidat zu einem Prüfungstermin ohne
triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der
Prüfung zurücktritt. Die für einen Rücktritt oder ein Versäumnis geltend gemachten triftigen
Gründe müssen dem Prüfungsausschussvorsitzenden unverzüglich schriftlich angezeigt und
glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit ist ein ärztliches Attest vorzulegen.

(2) Bei anerkanntem Rücktritt oder Versäumnis werden die Prüfungsergebnisse in den bereits ab-
gelegten Teilprüfungen angerechnet.

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PO DSH 210

(3) Versucht ein Kandidat das Ergebnis seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung
nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht
ausreichend" (null Punkte) bewertet. Ein Kandidat, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung
stört, kann von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtsführenden von der Fortsetzung der Prü-
fungsleistung ausgeschlossen werden. In diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit
"nicht ausreichend" (null Punkte) bewertet.

(4) Die Entscheidung, ob der Kandidat von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen
wird, trifft der Prüfungsausschussvorsitzende oder dessen Stellvertreter.

§8
Wiederholung der Prüfung

Ist die DSH nicht bestanden, muss sie insgesamt wiederholt werden.

§9
Prüfungszeugnis

(1) Das Prüfungszeugnis weist das Prüfungsergebnis mit den erreichten Leistungen gemäß § 2 Abs.
1 in Verbindung mit § 5 Abs. 7 aus.

(2) Über die DSH wird ein Zeugnis gemäß Anhang ausgestellt, das vom Prüfungsvorsitzenden und
einem dafür benannten Mitglied der Prüfungskommission unterzeichnet wird. Das Zeugnis enthält
den Vermerk, dass die der Prüfung zugrunde liegende örtliche Prüfungsordnung den Bestimmun-
gen der Rahmenordnung über Deutsche Sprachprüfungen für das Studium an deutschen Hoch-
schulen entspricht.

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B. Besondere Prüfungsbestimmungen

§ 10
Schriftliche Prüfung

(1) Die schriftliche Prüfung umfasst die Teilprüfungen:

1. Verstehen und Verarbeiten eines Hörtextes


(Bearbeitungszeit: 10 Minuten nach dem 1. Vortrag und 40 Minuten nach dem 2. Vortrag.
Die Vortragszeit selbst und eventuelle Vorentlastungen werden nicht auf die Bearbeitungs-
zeit angerechnet),

2. Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes und wissenschaftssprachlicher Strukturen (90


Minuten einschließlich Lesezeit),

3. Vorgabenorientierte Textproduktion (60 Minuten).


(2) Die Teilprüfungen sollten mindestens zwei Themenbereichen zuzuordnen sein. Bei der Bearbei-
tung der Aufgaben sind einsprachige Wörterbücher zugelassen. Elektronische / andere Hilfsmittel
sind nicht zugelassen.

(3) Die gesamte schriftliche Prüfung dauert höchstens vier Zeitstunden.

(4) Aufgabenbereiche:

1. Verstehen und Verarbeiten eines Hörtextes

Mit der Prüfung soll die Fähigkeit aufgezeigt werden, Vorlesungen und Vorträgen aus dem
wissenschaftlichen Bereich mit Verständnis zu folgen, sinnvoll Notizen dazu anfertigen und
damit zu arbeiten.
a) Art und Umfang des Textes

Es soll ein Text zugrunde gelegt werden, welcher der Kommunikationssituation Vorlesung /
Übung angemessen Rechnung trägt. Der Text setzt keine Fachkenntnisse voraus, ggf. nur
solche, die Gegenstand eines vorausgegangenen fachspezifisch orientierten Unterrichts
waren. Der Text soll je nach Redundanz im Umfang einem schriftlichen Text von nicht we-
niger als 5500 und nicht mehr als 7000 Zeichen (mit Leerzeichen) entsprechen.

b) Durchführung

Der Hörtext wird zweimal präsentiert. Dabei dürfen Notizen gemacht werden. Vor der Prä-
sentation des Prüfungstextes können Hinweise über dessen thematischen Zusammenhang
gegeben werden. Die Angabe von Namen, Daten und schwierigen Fachbegriffen und die
Veranschaulichung durch visuelle Hilfsmittel ist zulässig. Die Art der Präsentation soll der
Kommunikationssituation Vorlesung / Übung angemessen Rechnung tragen.

c) Aufgabenstellung

Die Aufgabenstellung ist abhängig von der Struktur des Prüfungstextes. Sie soll insbeson-
dere das inhaltliche Verstehen und das Erkennen der Themenstruktur und der Textorgani-
sation zum Gegenstand haben. Es können verschiedenartige und miteinander kombinier-
bare Aufgaben gestellt werden, z. B.

- Beantwortung von Fragen,


- Strukturskizze,
- Resümee,
- Darstellung des Gedankengangs.

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PO DSH 210

Eine zusammenhängende inhaltliche Wiedergabe eines Vortragsteils ist wesentlicher Be-


standteil der Aufgabenstellung.

d) Bewertung

Die Leistung ist zu bewerten nach Vollständigkeit und Angemessenheit der Erfüllung der
gestellten Aufgaben. Dabei sind inhaltliche Aspekte stärker zu berücksichtigen als sprachli-
che Korrektheit.

2. Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes und wissenschaftssprachlicher Strukturen

Mit der Prüfung soll die Fähigkeit aufgezeigt werden, einen schriftlich vorgelegten Text zu
verstehen und sich damit auseinander zu setzen.

a) Art des Textes

Es soll ein weitgehend authentischer, studienbezogener und wissenschaftsorientierter Text


vorgelegt werden, der keine Fachkenntnisse voraussetzt, ggf. nur solche, deren Themen
Gegenstand eines vorangegangenen fachspezifisch orientierten Unterrichts waren. Dem
Text können z. B. eine Grafik, ein Schaubild oder ein Diagramm beigefügt werden.

Der Text soll einen Umfang von nicht weniger als 4000 und nicht mehr als 5500 Zeichen
haben (mit Leerzeichen).

b) Aufgabenstellung

Die Aufgabenstellung im Leseverstehen ist abhängig von der Struktur des Prüfungstextes.
Das Textverstehen und die Fähigkeit zur Textbearbeitung können u. a. durch folgende Auf-
gabentypen überprüft werden:

- Beantwortung von Fragen,


- Darstellung der Argumentationsstruktur des Textes,
- Darstellung der Gliederung des Textes,
- Erläuterung von Textstellen,
- Formulierung von Überschriften,
- Zusammenfassung.

Die Aufgabenstellung im Bereich Strukturen beinhaltet das Erkennen, Verstehen und An-
wenden wissenschaftssprachlich relevanter Strukturen. Diese Aufgabenstellung soll die
Besonderheiten des zugrunde gelegten Textes zum Gegenstand haben (z. B. syntaktisch,
wortbildungsmorphologisch, lexikalisch, idiomatisch, textsortenbezogen) und kann u. a.
Ergänzungen, Fragen zum Verstehen komplexer Strukturen sowie verschiedene Arten von
Umformungen (Paraphrasierung, Transformation) beinhalten. Sie soll vom Umfang 25 %
dieser Teilprüfung umfassen.

c) Bewertung

Die Leistung ist nach Vollständigkeit und Angemessenheit der Erfüllung der gestellten Auf-
gaben zu bewerten. Dabei sind bei den Aufgaben zum Leseverstehen inhaltliche Aspekte
stärker zu berücksichtigen als sprachliche Korrektheit, bei den Aufgaben zu Strukturen ist
nach sprachlicher Richtigkeit zu bewerten.

3. Vorgabenorientierte Textproduktion

Mit der Prüfung soll die Fähigkeit aufgezeigt werden, sich selbständig und zusammenhän-
gend zu einem studienbezogenen und wissenschaftsorientierten Thema zu äußern.

a) Aufgabenstellung

Die Textproduktion sollte einen Umfang von etwa 200 Wörtern haben. Sie sollte jeweils
mindestens eine der sprachlichen Handlungen aus den folgenden Gruppen beinhalten:

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210 PO DSH

- Beschreiben, Vergleichen, Beispiele anführen,


- Argumentieren, Kommentieren, Bewerten,
- Vorgaben zur Textproduktion können sein: Grafiken, Schaubilder, Diagramme, Stich-
wortlisten, Zitate.

Sie darf nicht den Charakter eines freien Aufsatzes annehmen. Durch die Aufgabenstellung
sollte ausgeschlossen werden, dass die Aufgaben schematisch durch vorformulierte Passa-
gen gelöst werden können.

b) Bewertung

Die Leistung ist zu bewerten nach inhaltlichen Aspekten (Angemessenheit, Textaufbau,


Kohärenz) und nach sprachlichen Aspekten (Korrektheit, Wortwahl, Syntax). Dabei sind die
sprachlichen Aspekte stärker zu berücksichtigen.

§ 11
Mündliche Prüfung

(1) Der Kandidat soll nachweisen, dass er imstande ist, mit Verständnis und Selbständigkeit Vor-
gänge, Sachverhalte, Gedankenzusammenhänge zu erfassen, sich sprachlich damit auseinan-
derzusetzen sowie im Gespräch angemessen darauf zu reagieren.

a) Aufgabenstellung

Die mündliche Prüfung besteht aus einem Prüfungsgespräch zu allgemeinen wissenschaftsbezo-


genen Problemstellungen oder zu Fragen der gewählten Studienrichtung.

b) Durchführung

Die Prüfung wird von zwei Prüfern abgenommen, die gleichberechtigt zusammenwirken. Können
sich die Prüfer nicht auf eine gemeinsame Bewertung einigen, werden die verschiedenen Wertun-
gen gemittelt. Die Dauer des Prüfungsgesprächs soll 20 Minuten nicht überschreiten.

c) Bewertung

Die Leistung ist zu bewerten nach der allgemeinen Gesprächs- und Diskussionsfähigkeit im hoch-
schulbezogenen Kontext (Aufgaben- und Fragenverständnis, angemessenes Reagieren, Selb-
ständigkeit) sowie nach der Fähigkeit, Sachverhalte verständlich und korrekt darzustellen.

(2) Die Prüfung ist nicht öffentlich. Über die Prüfung wird ein Protokoll erstellt.

C. Schlussbestimmungen

§ 12
Inkrafttreten

Diese Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Prü-
fungsordnung für die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewer-
ber“ (DSH) an der Universität Augsburg vom 31.05.1996 (KWMBI II S. 810), zuletzt geändert durch Sat-
zung vom 30. März 2001, außer Kraft.

8
PO DSH 210

Anhang: DSH-Zeugnis (Muster - Seite 1)

Universität Augsburg
®

DSH-Zeugnis

Herr/Frau ...........................................................................................
geboren am ...................... in ............................................................

hat die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang“ (DSH) mit folgendem Ergebnis abgelegt:

Gesamtergebnis: DSH- ... [DSH-3/DSH-2/DSH-1]

In den Teilprüfungen wurden erreicht:

Schriftliche Prüfung:
Hörverstehen: ... . %
Textproduktion: .... %
Leseverstehen: .... %
Wissenschaftssprachliche Strukturen: .... %
Mündliche Prüfung: .... [% / - von mündlicher Prüfung befreit gem. § 4 Abs. 3 -]

Beschreibung der mit dem Prüfungsergebnis nachgewiesenen sprachlichen Fähigkeiten siehe


Rückseite.

[Ort], den ______________

_____________________ (Siegel) _______________________


Unterschrift Unterschrift

Der Prüfung lag die DSH-Prüfungsordnung der Universität Augsburg vom [Datum] zu Grunde. Die Prü-
fungsordnung entspricht der „Rahmenordnung über Deutsche Sprachprüfungen für das Studium an
deutschen Hochschulen“ vom 25.06.2004 und ist bei der Hochschulrektorenkonferenz registriert (Re-
gistrierungs-Nummer). Eine nach Maßgabe der Rahmenordnung abgelegte DSH-Prüfung wird gemäß §
6 der Rahmenordnung von allen Hochschulen und Studienkollegs in Deutschland anerkannt.

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210 PO DSH

Anhang: DSH-Zeugnis (Muster - Seite 2)

Mit der DSH-Prüfung wird die sprachliche Studierfähigkeit in einer schriftlichen Prüfung (mit Teilprüfun-
gen im Hörverstehen, Leseverstehen und wissenschaftssprachliche Strukturen und Textproduktion) und
einer mündlichen Prüfung (Mündlicher Ausdruck) nachgewiesen.
Im Gesamtergebnis sind schriftliche Prüfungsteile und mündliche Prüfung im Verhältnis 70:30 gewichtet.

(1) Das Gesamtergebnis weist die sprachliche Studierfähigkeit auf drei Stufen aus:

Gesamtergebnis Zulassung
(gemäß Rahmenordnung über Deutsche Sprach-
prüfungen für das Studium an deutschen Hoch-
schulen vom 25.06.2004,
§ 3, Abs. 3 bis 5)
DSH-3: Besonders hohe schrift-
liche und mündliche
Fähigkeiten (Mindestens
82 % der Anforderungen (Abs. 3) Eine mindestens mit dem Gesamtergebnis
sowohl in der schriftli- DSH-2 bestandene DSH gilt als Nachweis der
chen Prüfung als auch sprachlichen Studierfähigkeit für die Zulassung
der mündlichen Prüfung) oder Einschreibung zu allen Studiengängen und
DSH-2: Differenzierte schriftliche Studienabschlüssen an allen Hochschulen
und mündliche Fähig- (Abs. 4) Mit Erreichen der Ebene DSH-3 werden
keiten (Mindestens 67 % besonders hohe Deutschkenntnisse nachgewie-
der Anforderungen so- sen. Die DSH-3 liegt über dem für die Zulassung
wohl in der schriftlichen oder Einschreibung erforderlichen Niveau.
Prüfung als auch der
mündlichen Prüfung)
DSH-1: Grundlegende schriftli- (Abs. 5) Soweit eine Hochschule für bestimmte
che und mündliche Fä- Studienzwecke von DSH-2 abweichende geringere
higkeiten (Mindestens sprachliche Anforderungen festgelegt hat, hat eine
57 % der Anforderungen darauf beruhende Zulassung oder Einschreibung
sowohl in der schriftli- keine bindende Wirkung für eine Zulassung oder
chen Prüfung als auch Einschreibung bei einem Wechsel des Studien-
der mündlichen Prüfung) gangs an derselben Hochschule oder für die Zu-
lassung oder Einschreibung an anderen Hoch-
schulen, falls dafür andere sprachliche Anforde-
rungen festgelegt sind.
(2) Sprachliche Fähigkeiten in Teilbereichen
Gesamtergebnis
Teilbereich DSH-3 DSH-2 DSH-1
Besonders hohe Differenzierte Fähigkeit Grundlegende
Fähigkeit, ... Fähigkeit, ...
Schriftlich
in typischen Zusammenhängen des Studiums (Vorlesungen, Vorträge)
der Darlegung von Sachverhalten und ihrer Erörterung mit Verständnis
Hörverstehen zu folgen, sowie darüber in schriftlicher Form zusammenhängende und
strukturierte Aufzeichnungen (Notizen) zu fertigen (Darstellung, inhaltli-
che Gliederung und Zusammenfassung von Gedankengängen, ....).
studienbezogene und wissenschaftsorientierte Texte zu verstehen und
Leseverstehen zu bearbeiten: Inhaltliche Erfassung dargestellter Sachverhalte, Erken-
nen von Gedankengang und Argumentationsstrukturen sowie deren
Gliederung, Zusammenfassung.
und

10
PO DSH 210

typische wissenschaftssprachliche Formen zu verstehen und selbst


wissenschaftsprachliche anzuwenden: Satzbau, wissenschaftliche Terminologie und Wortbil-
Strukturen dung, Wortschatz und Ausdrucksformen in unterschiedlichen Anwen-
dungsbereichen, wie referierende Darstellung, argumentatative Darle-
gung, ... .
Textproduktion studien- und wissenschaftsorientierte Sachverhalte und Themen schrift-
lich zu behandeln: Beschreibung, Vergleich, Kommentierung, argu-
mentative Bewertung.
Mündlich
Mündliche Sprachfähigkeit studien- und wissenschaftsorientierte Themen und Sachverhalte münd-
lich zu behandeln:
- monologisch (erörtern, bewerten, exemplifizieren, informierend dar-
stellen, ... );
- in sprachlicher Interaktion: spontan, fließend und angemessen ausfüh-
ren sowie sie zu rezipieren; relevante Interaktionsstrategien beherr-
schen (Sprecherwechsel, kooperieren, um Klärung bitten, ...).

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