Sec Adda
Sec Adda
Security – Übersicht 1
SICAM Netzwerktopologie einrichten 2
Kommunikation verschlüsseln 3
SICAM PAS
Weitere Schritte zur besseren Sicherheit 4
V6.00
Literaturverzeichnis, Glossar, Index
Security
E50417-H8900-C382-A1
Hinweis
Bitte beachten Sie die Hinweise und Warnungen zu Ihrer Sicherheit im Vorwort.
Haftungsausschluss Copyright
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der Copyright Siemens AG 2007
beschriebenen Hard- und Software geprüft. Dennoch können Ab- Weitergabe und Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und
weichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die voll- Mitteilung ihres Inhalts ist nicht gestattet, soweit nicht ausdrücklich
ständige Übereinstimmung keine Gewähr übernehmen. zugestanden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz.
Die Angaben in diesem Handbuch werden regelmäßig überprüft, Alle Rechte vorbehalten, insbesondere für den Fall der Patenter-
und notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen teilung oder GM-Eintragung.
enthalten. Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.
Eingetragene Marken
Technische Änderungen bleiben vorbehalten. SIMATIC®, SIMATIC NET®, SIPROTEC®, DIGSI®, SICAM® und
Dokumentversion V06.00.00 SINAUT® sind eingetragene Marken der SIEMENS AG.
Ausgabedatum 05.2007 Die übrigen Bezeichnungen in diesem Handbuch können Marken
sein, deren Benutzung durch Dritte für deren Zwecke die Rechte
der Inhaber verletzen können.
Zielgruppe
Dieses Handbuch wendet sich vorzugsweise an Projektierer, Parametrierer und Betreiber des
Leittechniksystems SICAM PAS.
Normen
Folgende Normen betreffen Verschlüsselungssoftware:
• TLS / SSLv3
• IEC62351
Weitere Unterstützung
Bei Fragen zu SICAM PAS wenden Sie sich bitte an Ihren Siemens-Vertriebspartner.
Hotline
Unser Customer Support Center unterstützt Sie rund um die Uhr.
Tel.: 01 80/5 24 70 00
Fax: 01 80/5 24 24 71
e-mail: [Link]@[Link]
Kurse
Das individuelle Kursangebot erfragen Sie bei unserem Training Center:
Siemens AG
Power Transmission and Distribution
Power Training Center
Humboldtstr. 59
90459 Nürnberg
Telefon: 0911 / 4 33-70 05
Fax: 0911 / 4 33-79 29
Internet: [Link]
Gefahr
bedeutet, dass Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten werden, wenn die
entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Warnung
bedeutet, dass Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten können, wenn die
entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Vorsicht
bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung oder ein Sachschaden eintreten können, wenn die entspre-
chenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Vorsicht
bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getrof-
fen werden.
Hinweis
ist eine wichtige Information über das Produkt, die Handhabung des Produktes oder den jeweiligen Teil der
Dokumentation, auf den besonders aufmerksam gemacht werden soll.
Qualifiziertes Personal
Inbetriebsetzung und Betrieb eines in diesem Handbuch beschriebenen Betriebsmittels (Baugruppe, Gerät)
dürfen nur von qualifiziertem Personal vorgenommen werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicher-
heitstechnischen Hinweise dieses Handbuches sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Sys-
teme und Stromkreise gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, freizuschalten,
zu erden und zu kennzeichnen.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch
Das Betriebsmittel (Gerät, Baugruppe) darf nur für die im Katalog und der technischen Beschreibung vorge-
sehenen Einsatzfälle und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen Fremdgerä-
ten und -komponenten verwendet werden.
Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung,
Aufstellung und Montage sowie Bedienung und Instandhaltung voraus.
Beim Betrieb elektrischer Betriebsmittel stehen zwangsläufig bestimmte Teile dieser Betriebsmittel unter
gefährlicher Spannung. Es können deshalb schwere Körperverletzung oder Sachschäden auftreten, wenn
nicht fachgerecht gehandelt wird:
• Vor Anschluss irgendwelcher Verbindungen ist das Betriebsmittel am Schutzleiteranschluss zu erden.
• Gefährliche Spannungen können in allen mit der Spannungsversorgung verbundenen Schaltungsteilen
anstehen.
• Auch nach Abtrennen der Versorgungsspannung können gefährliche Spannungen im Betriebsmittel
vorhanden sein (Kondensatorspeicher).
• Betriebsmittel mit Stromwandlerkreisen dürfen nicht offen betrieben werden.
• Die im Handbuch bzw. in der Betriebsanleitung genannten Grenzwerte dürfen nicht überschritten
werden; dies ist auch bei Prüfung und Inbetriebnahme zu beachten.
In dieser Übersicht erfahren Sie in einem groben Raster, welche Information oder Anleitung Sie
in welchem Handbuch finden.
Planung
• Mit welchen Hardware- und Softwarekomponenten decke ich die Anforderungen meines
Projektes ab?
• Kann ich bereits vorhandene Komponenten integrieren?
• Kann ich meinen PC verwenden?
• Welche Kommunikationsschnittstellen sind verfügbar?
• Ist der Aufbau redundanter Systemkomponenten möglich?
• Gibt es Möglichkeiten zur Kommunikationsnetzüberwachung?
• Welche Systemkenntnisse sind zur Betriebsführung notwendig?
/2/ SICAM PAS, Eine Einführung
/3/ SICAM PAS, Installation
/5/ SICAM PAS CC, Handbuch Bedien- und Beobachtungssystem
/9/ SICAM Diamond, Handbuch
/6/ SICAM Valpro, Handbuch Archivauswertung Mess- und Zählwerte
/7/ SICAM PAS Recpro, Handbuch Störschriebauswertung
/8/ SICAM PAS, Automatisierungsbausteine
Bestellung
• Wer unterstützt mich bei technischen und abwicklungstechnischen Fragen?
/2/ SICAM PAS, Eine Einführung
Konfiguration / Parametrierung
• Wer kann/darf konfigurieren?
• In welcher Reihenfolge gehe ich beim Konfigurieren/Parametrieren vor?
• Wo stelle ich welche Parameter ein?
• Welche Funktionen sind als Bausteine im Lieferumfang?
• Welche Hilfsmittel habe ich für den Datentest zur Verfügung?
Diagnose/Fehlersuche
• Braucht das System Wartung?
• Was ist die Ursache einer Systemfehlermeldung, wie kann abgeholfen werden?
• Wo kann ich zusätzliche Fehlermeldungen projektieren?
/2/ SICAM PAS, Eine Einführung
/5/ SICAM PAS CC, Handbuch Bedien- und Beobachtungssystem
/9/ SICAM Diamond, Handbuch
Online-Hilfe
1 Security – Übersicht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
2 Netzwerktopologie einrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
2.1 Systemübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
2.2 Zentrale Firewall konfigurieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
2.2.1 Grundlagen zu Firewalls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
2.2.2 Firewall-Regelwerk erstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
3 Kommunikation verschlüsseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Kommunikation verschlüsseln
Weitere Schritte zur besseren Sicherheit
Netzwerktopologie einrichten
Das Netzwerk soll so aufgebaut werden, dass eine Firewall den externen Zugriff auf nur das
Nötigste einschränkt. Um direkte Zugriffe auf die Geräte von außen unmöglich zu machen,
bauen Sie desweiteren verschiedene Subnetze auf.
Siehe “Netzwerktopologie einrichten” auf Seite 13.
Kommunikation verschlüsseln
Damit die Kommunikation mit den externen Clients sicher ist, soll der externe Datenverkehr ver-
schlüsselt werden. Verschlüsselung schützt den Datenverkehr vor Abhören, identifiziert eindeu-
tig den Kommunikationspartner und schützt vor Verfälschung.
Siehe “Kommunikation verschlüsseln” auf Seite 21.
Übersicht
Dieses Kapitel beschreibt wie das Netzwerk innerhalb der Station aufzubauen ist, um den
Datenverkehr möglichst effektiv zu kontrollieren.
Inhalt
2.1 Systemübersicht 14
2.1 Systemübersicht
Security_uebersicht.tif
Wie in diesem Bild zu sehen ist, besteht das Netzwerk aus verschiedenen Subnetzen mit unter-
schiedlichen Vertrauensstufen. Die zentrale Firewall verbindet die Subnetze miteinander und
regelt dadurch die Zugriffe von Rechnern in einem Subnetz auf Rechner und Geräte in anderen
Subnetzen.
Je höher die Vertrauensstufe eines Subnetzes ist, desto vertrauenswürdiger werden die Kom-
ponenten des Subnetzes behandelt.
Management LAN
Das Management LAN besteht lediglich aus dem Firewall Management PC. Der Firewall
Management PC wird nur während des Einrichtens der Firewall an die Firewall angeschlossen.
Geräte LAN
Das Geräte LAN entspricht der Kommunikation zwischen den SIPROTEC-Geräten.
2.1 Systemübersicht
PAS LAN
Das PAS LAN entspricht dem Stationsnetz. Es kann enthalten:
SICAM PAS Full Server
DIGSI Management PC
Remote LAN
Das Remote LAN dient als Sammelstelle für sämtliche Verbindungen außerhalb der Untersta-
tion. Das Remote LAN kann unter anderem enthalten:
Fernverbindung zur Leitstelle, z.B. PowerCC
In diesem Abschnitt finden Sie grundlegende Informationen zu Firewalls und eine Auflistung der
benötigten Regeln für das Regelwerk für die empfohlene Netzwerktopologie.
Hinweis
Das sichere Einrichten einer zentralen Firewall innerhalb eines Netzwerks setzt Verständnis
über Netzwerkprotokolle und -sicherheit voraus. Kleine Fehler beim Einrichten einer Firewall
machen die Firewall als Sicherheitswerkzeug unbrauchbar.
Hinweis
Wenn Sie ein Gerät in einem Netzwerk mit zentraler Firewall in Betrieb nehmen, muss für das
Gerät die Firewall als Standardgateway eingerichtet sein.
Port-Nummer
Loggen ja/nein
Bei der Erstellung eines Regelwerks ist auf die Reihenfolge zu achten.
verwerfen: Datenpakete werden nicht durchgelassen, der Sender bekommt keine Benach-
richtigung über den Status.
ablehnen: Die Datenpakete werden nicht durchgelassen, der Sender bekommt eine
Benachrichtigung, dass die Datenpakete abgelehnt wurden.
Alle nachfolgenden Regeln haben als Aktion erlauben. Grundsätzlich ist für alle Regeln das
Loggen aktiviert.
Hinweis
Die folgenden Regeln beschreiben die notwendigen Einstellungen aus Sicht des Servers. Die
eingetragenen IP-Adressen sind aus dem Übersichtsbild (siehe Bild 2-1) entnommen und die-
nen nur als Beispiele. Sie müssen die IP-Adressen Ihrer eigenen Geräte und Rechner verwen-
den.
Übersicht
In diesem Kapitel erfahren Sie, warum Sie die Kommunikation verschlüsseln sollten. Sie erfah-
ren auch, wie Sie das SICAM PAS Secure Communication installieren und einrichten.
Hinweis
Beachten Sie, dass SICAM PAS Secure Communication nur eine Möglichkeit zur Verschlüs-
selung und Absicherung von Daten darstellt. Es gibt andere Lösungen, wie z.B. das Produkt
SCALANCE S (ebenfalls von Siemens), das am Server und an jedem Client installiert werden
kann.
Inhalte
Verschlüsselung ist der Vorgang, bei dem ein klar lesbarer Text oder andere Informationen mit
Hilfe eines Verschlüsselungsverfahrens in eine unleserliche, also nicht einfach interpretierbare,
Zeichenfolge umgewandelt wird. Entschlüsselung ist die Rückwandlung der Zeichenfolge in den
ursprünglichen Text.
SICAM PAS Secure Communication basiert auf dem asymmetrischen Verschlüsselungsver-
fahren.
Das Zertifikatspaket
Das Zertifikatspaket enthält neben dem eigenen Zertifikat und dem privaten Schlüssel das Wur-
zelzertifikat der Gegenstelle.
Das Wurzelzertifikat beglaubigt das Zertifikat der Gegenstelle beim Aufbau einer sicheren Ver-
bindung. Mit Beglaubigung wird sichergestellt, dass nur Zertifikate von vertrauenswürdigen kom-
munikationspartnern akzeptiert werden.
Sie müssen ein Zertifikatspaket für SICAM PAS (Server) und ein Zertifikatspaket für die Clients
vor dem Einsatz von SICAM PAS Secure Communication bereitstellen.
Sie können diese Zertifikatspakete von einem PKI-Dienstleister (PKI: Public-Key-Infrastructure)
erwerben oder mit OpenSSL selber erstellen.
Hinweis
Beachten Sie dabei die Richtlinien in Ihrem Unternehmen.
Hinweis
Die folgende Beschreibung ist eine Zusammenfassung einer englischsprachigen Anleitung zur
Erstellung von Zertifikaten mit OpenSSL. Diese Beschreibung soll keineswegs als Empfehlung
für diese Software gesehen werden.
Organization (O)
Die Einträge für Organization und Organizational Unit können für alle Zertifikate gleich sein.
Der Common Name muss aber für jedes Zertifikat eindeutig sein. Sie können z.B. für die drei
Zertifikate folgende Common Names verwenden:
CA: myCertificates CA
Hinweis
Wenn Sie die Schlüssel erstellen, werden Sie gefragt, ob Sie den Schlüssel mit einem Passwort
schützen wollen. Dies verhindert einen Missbrauch des privaten Schlüssels, wenn die Datei kor-
rumpiert wurde.
• Schützen Sie den Schlüssel mit einem Passwort.
3.3.1 Allgemeines
SICAM PAS Secure Communication muss separat bestellt werden und wird auf einer geson-
derten CD-ROM ausgeliefert.
Voraussetzung
SICAM PAS Secure Communication kann nur auf Rechner installiert werden, wenn die
SICAM PAS-Software bereits installiert und konfiguriert wurde. Nach der Installation ist eine
Freischaltung mit dem Feature Enabler erforderlich.
Restriktionen
Es gibt Restriktionen bezüglich des Exports von Verschlüsselungssoftware in bestimmte Länder.
SICAM PAS Secure Communication darf daher nicht in allen Ländern installiert werden.
Wenn Sie unsicher sind, ob Sie SICAM PAS Secure Communication einsetzen dürfen, setzen
Sie sich mit Ihrem Siemens Vertriebspartner in Verbindung.
3.3.2 Installation
Bitte beachten Sie, dass Sie SICAM PAS Secure Communication nur installieren können,
nachdem die Installation und Konfiguration der SICAM PAS-Software bereits abgeschlossen ist.
Um SICAM PAS Secure Communication zu installieren, gehen Sie wie folgt vor:
• Legen Sie die CD-ROM mit SICAM PAS Secure Communication in Ihr CD-ROM-Laufwerk
ein. Der Installationsvorgang wird gestartet.
Hinweis
Sollte der Installationsvorgang nicht automatisch gestartet werden gehen Sie wie folgt vor:
• Klicken Sie auf Start > Ausführen.
• Geben Sie X:\[Link] ein, wobei X den Buchstaben Ihres CD-ROM-Laufwerks bezeich-
net.
• Klicken Sie auf OK.
Damit ein Rechner verschlüsselten Datenverkehr entschlüsseln kann, müssen Sie bei diesem
Rechner in der SICAM PAS Configuration folgende Einstellungen vornehmen:
• das Zertifikatspaket einfügen
• die sichere Kommunikation für das entsprechende Kommunikationsprotokoll aktivieren
Auf der anderen Seite der Verbindung (z. B. der Leitstelle) müssen Sie die Konfiguration der
sicheren Verbindung ebenfalls durchführen.
SecCom_inst_04.tif
• Geben Sie unter Namen eine eindeutige Bezeichnung für das Zertifikatspaket ein.
• Geben Sie für die drei Komponenten des Zertifikatspakets den jeweiligen Pfad an:
Wurzelzertifikat (der Gegenstelle)
Privater Schlüssel
Eigenes Zertifikat
• Schließen Sie den Dialog mit OK.
SecCom_inst_03.tif
3.3.4 Deinstallation
Um SICAM PAS Secure Communication zu deinstallieren, gehen Sie wie folgt vor:
• Klicken Sie Start > Einstellungen > Systemsteuerung
• Doppelklicken Sie auf Software. Der Dialog Software wird geöffnet.
SecCom_inst_02.tif
• Markieren Sie Siemens SICAM PAS Secure Communication Add-On und klicken Sie auf
die Schaltfläche Entfernen. Die Deinstallation wird gestartet.
• Folgen Sie den Anweisungen der Deinstallations-Routine.
Übersicht
Hundertprozentige Sicherheit erreichen Sie mit keinem einzelnen Produkt. Damit Sie ein kom-
plexes System (wie das SICAM PAS Netzwerk) schützen können, gibt es viele Punkte zu beach-
ten. In diesem Kapitel erfahren Sie einige wichtige Punkte zum zusätzlichen Schutz des
Netzwerks.
Inhalt
Für die Arbeit mit den Programmen SICAM PAS UI - Configuration, SICAM PAS UI - Opera-
tion und Value Viewer kann die SICAM PAS-Benutzerverwaltung benutzt werden. Beachten
Sie dabei folgende Punkte:
Die Benutzerverwaltung in SICAM PAS basiert auf Benutzergruppen. Jede dieser Gruppen
ist mit den Rechten ausgestattet, die für das Erfüllen der jeweiligen Aufgaben nötig sind.
Überlegen Sie vorher, welcher Gruppe der jeweilige Benutzer zugeordnet werden soll. Je
weniger Rechte ein Benutzer hat, auf desto weniger Risiko lassen Sie sich ein.
Wenn ein Benutzer nicht mehr mit SICAM PAS arbeiten soll, löschen Sie ihn sofort.
Der Systembetreuer ist mit allen Rechten ausgestattet, außer der Vergabe von Benutzer-
rechten.
Der Parametrierer ist mit allen Rechten für SICAM PAS UI - Configuration und Leserech-
ten für SICAM PAS UI - Operation und Value Viewer ausgestattet.
Das Betriebspersonal ist mit allen Rechten für SICAM PAS UI - Operation ausgestattet,
für SICAM PAS UI - Configuration bestehen nur Leserechte.
Der Gast ist mit Leserechten für SICAM PAS UI - Operation und SICAM PAS UI - Confi-
guration ausgestattet.
SICAM PAS CC wird für die Prozessvisualisierung (Bedienen und Beobachten) von
SICAM PAS-Systemen eingesetzt.
SICAM PAS CC basiert auf SIMATIC WinCC. Die Konfigurationsmöglichkeiten von
SIMATIC WinCC reichen von Einplatzsystemen über verteilte Systeme in Client/Server-Archi-
tektur bis hin zur redundanten Ausführung des WinCC-Servers.
Sie finden hier Informationen zum Konfigurieren SICAM PAS CC, um den Zugang zu Daten auf
dem System einzuschränken.
Weitere Information finden Sie in SIMATIC HMI WinCC V6 Basis-Dokumentation /1/
Einleitung
Mit einfachen Mitteln können Sie die Sicherheit Ihres Systems bei der Verwendung von WinCC
erhöhen.
Tastenkombinationen sperren
Deaktivieren Sie im Dialog Eigenschaften Rechner auf der Registerkarte Parameter alle Tas-
tenkombinationen im Bereich Tastenkombinationen sperren.
Wenn Sie die Tastenkombination <Strg+Esc> sperren, dann sind in Runtime auch folgende Tas-
tenkombinationen gesperrt:
Tabelle 4-1
Tastenkombination Funktion
Einleitung
Beim Arbeiten mit WinCC werden bestimmte Verzeichnisse für den Zugriff über das Netz freige-
geben. Aus Sicherheitsgründen sollten diese Verzeichnisse nur für bestimmte Benutzer freige-
geben werden.
Mit einfachen Mitteln können Sie die Sicherheit des SICAM PAS-Netzwerks erhöhen, indem Sie
die Rechner innerhalb des Netzwerks schützen, wie z.B.:
Zugang zu den Rechnern einschränken
Wenn Sie die LOG-Dateien regelmäßig kontrollieren, entdecken Sie frühzeitig potentielle Sicher-
heitsprobleme.
Sie finden folgende LOG-Dateien im Netzwerk. Beachten Sie, dass diese Liste nicht alle LOG-
Dateien enthält.
• LOG-Dateien an den SICAM PAS-Rechnern
• LOG-Datei der Firewall
• Event Log in SICAM PAS (Server) mit Security Log, Application Log und System Log
Administrator
Systemverwalter, der im lokalen Netzwerk uneingeschränkte Zugriffsrechte hat und für die Ver-
waltung und Betreuung des Netzwerks zuständig ist. Der Administrator vergibt unter anderem
die IP-Adressen in seinem Netzwerk und muss die Einmaligkeit jeder IP-Adresse gewährleisten.
Bridge
Bridges verbinden Teilnetze miteinander und entscheiden anhand der Ethernet-Adresse, wel-
che Pakete die Bridge passieren dürfen und welche nicht. Die dazu notwendigen Informationen
entnimmt die Bridge Tabellen, die je nach Modell vom Administrator eingegeben werden müs-
sen oder von der Bridge dynamisch selbst erstellt werden; vgl. a. Router
Browser
Client-Programm mit grafischer Benutzeroberfläche, das dem Anwender die Möglichkeit gibt,
Webseiten anzuzeigen und andere Dienste im Internet zu nutzen.
Client
Ein Client übernimmt Daten von einem Server. Bei der Kommunikation zwischen SICAM PCC/
PAS und entfernten Systemen legt der Client fest, welche der vom Server für ihn freigegebenen
Daten an ihn übertragen werden sollen, und unter welchen Bedingungen. Der Server ist dabei
ausschließlich dafür zuständig, dass die vom Client angeforderten Daten beim Eintreten der
festgelegten Bedingungen immer wieder an diesen übertragen werden.
Server
DMZ
Eine Demilitarized Zone (DMZ, auch ent- oder demilitarisierte Zone) bezeichnet ein Compu-
ternetzwerk mit sicherheitstechnisch kontrollierten Zugriffmöglichkeiten auf die daran ange-
schlossenen Server.
Die in der DMZ aufgestellten Systeme werden durch eine oder mehrere Firewalls gegen andere
Netze (z. B. Internet, LAN) abgeschirmt. Durch diese Trennung kann der Zugriff auf öffentlich
erreichbare Dienste gestattet und gleichzeitig das interne Netz (LAN) vor unberechtigten Zugrif-
fen geschützt werden.
Firewall
Unter Firewall versteht man Netzwerkkomponenten, die ähnlich einem Router ein internes Netz-
werk (Intranet) an ein öffentliches Netzwerk (z.B. Internet) ankoppeln. Hierbei lassen sich die
Zugriffe ins jeweils andere Netz abhängig von der Zugriffsrichtung, dem benutzten Dienst sowie
der Authentifizierung und Identifikation des Netzteilnehmers begrenzen oder komplett sperren.
Ein weiteres Leistungsmerkmal kann die Verschlüsselung von Daten sein, wenn z.B. das öffent-
liche Netz nur als Transitweg zwischen zwei räumlich getrennten Teilen eines Intranet genutzt
wird.
HTTP
Hypertext Transfer Protocol
Das HTTP-Protokoll setzt auf TCP auf und regelt die Anforderung und Übertragung von Webin-
halten zwischen HTTP-Server und Browser. Damit ist HTTP heute das meistgenutzte Protokoll
im Internet
HTTPS
Hypertext Transfer Protocol Secure
Erweiterung von HTTP für die geschützte Übertragung von vertraulichen Daten. Die zusätzliche
Verschlüsselung der Daten geschieht mittels SSL/TLS.
IP-Adresse
Die IP-Adresse ist eine 32-Bit-Zahl, die jeden Netzteilnehmer im Internet bzw. Intranet eindeutig
identifiziert. Sie besteht aus einem Netzwerkteil (Net-ID) und einem Benutzerteil (Host-ID).
ISDN
Integrated Service Data Network
Ein digitaler Hochgeschwindigkeits-Telefondienst, mit dem Sie die Übertragungsgeschwindig-
keit bei Verbindungen zum Internet oder zum lokalen Netzwerk (Local Area Network, LAN) Ihres
Unternehmens drastisch erhöhen können. ISDN arbeitet mit Geschwindigkeiten bis zu 128 Kbit/
s, also mindestens fünf Mal schneller als viele analoge Modems.
LAN
Local Area Network
Lokales Netz innerhalb eines begrenzten Gebiets unter Anwendung eines schnellen Übertra-
gungsmediums wie z.B. Ethernet.
Öffentlicher Schlüssel
Die nicht geheime andere Hälfte eines Kryptografieschlüsselpaares, die mit dem Algorithmus
eines öffentlichen Schlüssels verwendet wird. Öffentliche Schlüssel werden für gewöhnlich zum
Verschlüsseln eines Sitzungsschlüssels, zum Überprüfen einer digitalen Signatur oder zum Ver-
schlüsseln von Daten verwendet, die mit dem entsprechenden privaten Schlüssel entschlüsselt
werden können.
Privater Schlüssel
Der Besitzer eines privaten Schlüssels verwendet den Schlüssel, um die Daten vom Sender zu
entschlüsseln. Diese Daten werden anhand des öffentlichen Schlüssels vom Zertifikat des Emp-
fängers verschlüsselt.
Server
Ein Server stellt Daten für die Übertragung an andere Systeme zur Verfügung. Wenn SICAM
PAS als Server fungiert werden dabei eine Reihe von Sicherheitsattributen festgelegt, mit denen
sich die Zugriffsrechte der Partnersysteme steuern lassen. Wenn Sie Ihren SICAM PCC als Ser-
ver konfigurieren, legen Sie fest, welche Datenobjekte welchem Client zur Verfügung gestellt
werden sollen. Außerdem können Sie für jedes Datenobjekt Zugriffsrechte vergeben.
Client
SSL
Secure Socket Layer
siehe TLS
Subnetz
Eine Unterabteilung eines IP-Netzwerkes. Jedes Subnetz verfügt über eine eigene eindeutige
Netzwerkkennung.
Subnetzmaske
Ein 32-Bit-Wert, mit dem der Empfänger von IP-Paketen die Netzwerkkennung in einer IP-
Adresse von der Hostkennung in der IP-Adresse unterscheiden kann. Subnetzmasken haben in
der Regel das Format 255.x.x.x.
TCP
Transmission Control Protocol
Ein Bestandteil der Internet-Protokollreihe. TCP setzt auf IP auf und sorgt nicht nur für die Ver-
bindung der Teilnehmer während der Datenübertragung, sondern stellt auch die Korrektheit der
Daten und die richtige Abfolge der Datenpakete sicher.
TCP/IP
Transmission Control Protocol / Internet Protocol
Eine Gruppe von im Internet häufig verwendeten Netzwerkprotokollen, die die Kommunikation
über miteinander verbundene Netzwerke aus Computern mit unterschiedlichen Hardwarearchi-
tekturen und Betriebssystemen möglich macht. TCP/IP umfasst Standards für die Kommunika-
tion zwischen Computern und Konventionen zum Verbinden von Netzwerken sowie zum Routen
des Datenverkehrs.
TLS
Transport Layer Security
Transport Layer Security (TLS) oder Secure Sockets Layer (SSL) sind hybride Verschlüsse-
lungsprotokolel für Datenübertragungen im Internet. TLS 1.0 und 1.1 sind die standardisierten
Weiterentwicklungen von SSL 3.0 (TLS 1.0 steht neu für SSL 3.1). SSL wird also nun unter dem
Namen TLS weiterentwickelt.
Vertrauensstufe
Eine Firewall regelt den Verkehr zwischen Netzen mit verschiedene Vertrauensstufen, wie z.B.
zwischen einem unternehmensweiten Intranet (ein Netz mit relativ hoher Vertrauensstufe) und
dem Internet (ein Netz mit keiner Vertrauensstufe).
Wurzelzertifikat
Ein Wurzelzertifikat wird u.a. dafür verwendet, um das beim Kommunikationsaufbau übertra-
gene Zertifikat der Gegenstelle zu beglaubigen. Das Wurzelzertifikat ist Teil der PKI-Schema.
X.509
X.509 ist ein ITU-T-Standard für eine Public-Key-Infrastruktur und beschreibt die Struktur digita-
ler Zertifikate.
Zeitserver
Ein Computer, der die Zeit auf allen Computern in einem Netzwerk synchronisiert. Dadurch ist
sichergestellt, dass die von Netzwerkdiensten und lokalen Funktionen verwendete Zeit immer
stimmt.
Zertifikat
Ein Zertifikat wird beim Kommunikationsaufbau an den Kommunikationspartner gesendet. Die-
ser benutzt den darin enthaltenen öffentlichen Schlüssel, um die Daten für den Empfänger zu
verschlüsseln.
Zertifikatspaket
Das Zertifikatspaket eines Kommunikationspartners enthält die notwendigen Daten für ver-
schlüsselte Kommunikation in beiden Richtungen: das Wurzelzertifikat der Gegenstelle, das
eigene Zertifikat und den eigenen privaten Schlüssel.
B K
Benutzerverwaltung Konfiguration
WinCC 34 Secure Communication 26
Benutzerverwaltung in SICAM PAS 32
Betriebssystem
Zugriffe in Runtime verhindern 33
Betriebssystem konfigurieren 33 L
LOG-Dateien kontrollieren 37
C
Common Name (Schlüsselbegriff) 24 M
Management LAN 14
D
Deinstallation N
Secure Communication 29
Netzwerk
Diamond LAN 15
Datenverkehr 17
Regelwerk 19
Netzwerktopologie
DMZ 15
siehe Topologie
E O
eigenes Zertifikat 22
OpenSSL 23
Organization (Schlüsselbegriff) 24
F
Firewall 16 P
Regelwerk 16
PAS LAN 15
Windows 36
Regelwerk 17
privater Schlüssel 22
G
Geräte LAN 14 R
Regelwerk 18
Regelwerk 16
Topologie 14
Diamond LAN 19
Geräte LAN 18
PAS LAN 17
I Remote LAN 15
Installation
Secure Communication Addon 25
Zertifikat-Paket 26
S
Secure Communication
aktivieren 28
deinstallieren 29
installieren 25
konfigurieren 26
Restriktionen 25
Sichere Kommunikation
siehe Secure Communication
Systemübersicht 14
Topologie 14
T
Tastenkombinationen sperren 34
Topologie 14
Diamond LAN 15
Management LAN 14
PAS LAN 15
Remote LAN 15
Übersicht
V
Verschlüsselung, asymmetrische 22
W
WinCC
Benutzerverwaltung 34
Zugriffsrechte 35
Windows Firewall 36
Windows Taskleiste
Zugriff verhindern 33
Wurzelzertifikat 22
Z
Zertifikat-Paket 22
Generierung 23
installieren 26
Schlüssel 24
Zugang einschränken 36
Zugriff
Betriebssystem 33
Zugriffsrechte
WinCC 35