KTA 3405 Integrale Leckratenprüfung Des Sicherheitsbehälters Mit Der Absolutdruckmethode
KTA 3405 Integrale Leckratenprüfung Des Sicherheitsbehälters Mit Der Absolutdruckmethode
KTA 3405
Die nachfolgend wiedergegebene Regel wurde im Auftrag des Kerntechnischen Ausschusses (KTA) vom Nor-
menausschuß Kerntechnik (NKe) vorbereitet. Der NKe beabsichtigt, diese Regel wortgleich als Norm DIN 25436
zu veröffentlichen.
Inhalt
Seite
1 Anwendungsbereich............................................................................................................................................. 2
2 Begriffsbestimmungen.......................................................................................................................................... 2
2.1 Absolutdruckmethode.......................................................................................................................................... 2
2.2 Auflösung............................................................................................................................................................... 2
2.3 Beruhigungsdauer................................................................................................................................................. 2
2.4 Freies Volumen...................................................................................................................................................... 2
2.5 Integrale Leckrate.................................................................................................................................................. 2
2.6 Leckrate .................................................................................................................................................................. 2
2.7 Meßdauer ............................................................................................................................................................... 2
2.8 Meßfrequenz .......................................................................................................................................................... 2
2.9 Prüfdauer................................................................................................................................................................ 2
2.10 Prüfleckrate ............................................................................................................................................................ 2
2.11 Reduzierter Druck................................................................................................................................................. 2
2.12 Teilleckrate ............................................................................................................................................................. 2
3 Anforderungen ...................................................................................................................................................... 2
3.1 Meßsysteme............................................................................................................................................................ 2
3.2 Prüfer ...................................................................................................................................................................... 3
4 Prüfprogramm....................................................................................................................................................... 3
4.1 Allgemeines............................................................................................................................................................ 3
4.2 Prüfdruck ............................................................................................................................................................... 3
4.3 Beruhigungsdauer................................................................................................................................................. 4
4.4 Meßdauer ............................................................................................................................................................... 4
4.5 Prüfzeitpunkt......................................................................................................................................................... 4
5 Prüfungsvorbereitung .......................................................................................................................................... 4
5.1 Meßgeräte............................................................................................................................................................... 4
5.2 Druckerzeuger ....................................................................................................................................................... 4
5.3 Prüfobjekt ............................................................................................................................................................... 4
5.4 Anlagenteile ........................................................................................................................................................... 4
6 Durchführung der Prüfung ................................................................................................................................. 4
7 Auswertung der Messergebnisse ........................................................................................................................ 5
7.1 Allgemeines............................................................................................................................................................ 5
7.2 Berechnung der reduzierten Drücke .................................................................................................................. 5
7.3 Berechnung der Leckrate ..................................................................................................................................... 6
7.4 Berechnung der Vertrauensgrenzen der Leckrate............................................................................................ 6
7.5 Umrechnung auf Auslegungsdruck ................................................................................................................... 7
8 Bewertung des Ergebnisses ................................................................................................................................. 7
8.1 Erste integrale Leckratenprüfung ....................................................................................................................... 7
8.2 Wiederkehrende integrale Leckratenprüfungen .............................................................................................. 7
9 Dokumentation...................................................................................................................................................... 7
Anhang A Formelzeichen und Einheiten .................................................................................................................... 8
Anhang B Formblätter ................................................................................................................................................... 9
KTA 3405 Seite 2
2.10 Prüfleckrate
1 Anwendungsbereich
Die Prüfleckrate ist die Leckrate beim Prüfzustand, wobei der
Diese Regel gilt für die integrale Leckratenprüfung der Si-
Prüfzustand der thermodynamische Zustand des Gasinhaltes
cherheitsbehälter für Kernreaktoren mit der Absolutdruckme-
des Sicherheitsbehälters ist, bei dem die Prüfung durchge-
thode zur Ermittlung der Dichtheit von Sicherheitsbehältern.
führt wird.
[Link] Anzahl und Verteilung der Meßfühler 3.1.5 Ermittlung der Gasvolumenänderung
Bei der Festlegung von Anzahl und Verteilung der Meßfühler Zur Ermittlung der Gasvolumenänderung beim unisolierten
ist zu berücksichtigen, daß die Genauigkeit der Bestimmung Sicherheitsbehälter ist die Wandtemperatur des Sicherheits-
der mittleren Gastemperatur vom meßtechnischen Aufwand behälters an 6 bis 8 gleichmäßig über die Oberfläche des Si-
und von der Größe der zeitlichen Änderung des Temperatur- cherheitsbhälters verteilten Stellen zu messen. Die verwende-
feldes abhängt. Es sollen: ten Meßgeräte und -systeme müssen folgende Anforderungen
- bei unisoliertem Sicherheitsbehälter oder Sicherheitsbehäl- erfüllen:
tern kurz nach Ausserbetriebsetzung der Anlage und oh- Auflösung ≤ 1K
ne Luftumwälzung mindestens 1 Meßfühler/1500 m3, je- Meßunsicherheit ≤ 3K
doch nicht weniger als 20 Meßfühler und
Fehlergrenzen ± 5K
- bei gut isoliertem Sicherheitsbehälter vor Inbetriebnahme
oder nach längerem Stillstand der Anlage mit Luftumwäl-
zung mindestens 1 Meßfühler/3000 m3, jedoch nicht we- 3.2 Prüfer
niger als 10 Meßfühler Der Prüfer muß theoretische Grundkenntnisse und praktische
verwendet werden. Erfahrungen besitzen, um die von ihm durchzuführenden
Prüfungen entsprechend den in dieser Regel genannten An-
Die Einzelfühler sind im Sicherheitsbehälter in Horizontal- forderungen zu beherrschen. Dieses ist anhand der Prüfpraxis
schichten annähernd gleicher Schichtdicke so anzuordnen, und der Ausbildung dem Sachverständigen nach Paragraph
daß die Anzahl der Fühler je Schicht ungefähr proportional 20 AtG nachzuweisen.
zum Schichtvolumen ist. Die Schichtdicke soll ≤ 5 m sein, (Die
Schichtdicke von ≤ 5 m gilt bei einem Größtwert des vertika-
len Temperaturgradienten von 1,5 K/m). Bei gut isoliertem 4 Prüfprogramm
Sicherheitsbehälter vor Inbetriebnahme oder nach längerem
Stillstand der Anlage mit Luftumwälzung sind größere 4.1 Allgemeines
Schichtdicken bis ≥ 10 m zulässig. Bei Schichten, in welchen Rechtzeitig vor der Prüfung ist mit dem Sachverständigen
nur 1 Fühler vorgesehen ist, ist dieser im Schwerpunkt der nach Paragraph 20 AtG ein Prüfprogramm zu vereinbaren.
Schicht anzuordnen. Schichten mit mehreren Fühlern (in der Dieses muß insbesondere enthalten:
gleichen Ebene) sind so zu unterteilen, daß je Fühler annä-
- Sollzustand des Prüfobjektes
hernd gleiche Teilvolumina entstehen. Die Fühler sind jeweils
im Schwerpunkt des Teilvolumens anzuordnen. Die Toleranz - Anforderungen an die Meßsysteme
der Lage des Meßortes soll ≤ ± 0,5 m sein. Wird der Tempera- - Meßfrequenz
turausgleich durch Decken oder Wände behindert, sind die - Prüfintervalle
Meßfühler in den einzelnen Räumen so anzuordnen, daß die
- Prüfzeitpunkt
mittlere Raumtemperatur erfaßt wird. Dabei sind die vorher-
genannten Kriterien für die Anzahl und Verteilung der Füh- - Fahrdiagramm (Prüfdruck, Beruhigungsdauer, Prüfdauer,
ler im Raum zugrundezulegen. Bei kleineren Räumen glei- zulässige Druckänderungsgeschwindigkeit)
chen thermischen Verhaltens dürfen mehrere Räume je Füh- - zulässige Leckrate
ler zusammengefaßt werden. Räume mit Wärmequellen > 10 (Der Betrag der zulässigen Leckrate des Sicherheitsbehäl-
kW sind auch dann mit Meßfühlern zu versehen, wenn ihr ters ist auf der Basis der Störfallanalyse der jeweiligen Re-
Raumvolumen kleiner als l500 m3 ist. aktoranlage und der gemäß Paragraph 28 StrlSchV vorge-
sehenen Schutzziele festzulegen.)
3.1.4 Gasfeuchtemessung - Hinweise auf mögliche Leckstellen
- Art und Umfang der Dokumentation
[Link] Allgemeines
- Maßnahmen zum Personenschutz
Die verwendeten Meßgeräte und -systeme müssen folgende
auf den Wasserdampfdruck umgerechnete Forderungen
erfüllen: 4.2 Prüfdruck
4.3 Beruhigungsdauer
Nach mittleren Druckänderungsgeschwindigkeiten größer 5.3 Prüfobjekt
0,05 bar/h muß eine Beruhigungsdauer von mindestens 6
Grundsätzlich müssen sowohl für die erste als auch für alle
Stunden eingehalten werden, damit Störeinflüsse, wie z.B. die
nachfolgenden Leckratenprüfungen alle Durchdringungen
Gasspeicherung im Beton, vernachlässigt werden können.
des Sicherheitsbehälters bis zum ersten inneren oder äußeren
Festpunkt sowie ihre ersten inneren oder äußeren Absper-
4.4 Meßdauer reinrichtungen vorhanden sein.
4.4.1 Erste Prüfung Die Durchdringungen des Sicherheitsbehälters sind durch die
vorgesehenen Absperreinrichtungen mit betriebsgerechtem
Die Meßdauer soll 36 Stunden betragen, darf jedoch bis auf 18
Antrieb abzuschließen. Hiervon ausgenommen sind Systeme,
Stunden verkürzt werden, wenn die Bedingung der Formel
die der Aufrechterhaltung des bestimmungsgemäßen Betrie-
(7.9) erfüllt ist.
bes während der Prüfung dienen und nicht abgeschlossen
werden dürfen. Bei der ersten Prüfung dürfen ausnahmswei-
4.4.2 Wiederkehrende Prüfung se Blindverschlüsse nur bei solchen Systemen verwendet
werden, die im späteren Betrieb nicht mit der Atmosphäre
Die Meßdauer soll 24 Stunden betragen, darf jedoch bis auf 10 des Sicherheitsbehälters direkt in Verbindung stehen, wei-
Stunden verkürzt werden, wenn der Vertrauensbereich bezo- terhin bei der Sumpfsaugleitung und an den für die Auslö-
gen auf die zulässige Leckrate kleiner gleich 0,6 ist und die sung der Notkühlmaßnahmen notwendigen Wirkdrucklei-
gemessene obere Vertrauensgrenze kleiner gleich der zulässi- tungen, falls nachgewiesen wird, daß der Einfluß dieser Sy-
gen Leckrate ist. steme auf die Dichtheit des Sicherheitsbehälters vernachläs-
sigbar ist.
4.5 Prüfzeitpunkt Die inneren Schleusentore sind zu öffnen, die äußeren
4.5.1 Erste Prüfung Schleusentore sind zu schließen und unter Verwendung der
betriebsmäßigen Mechanik zu verriegeln.
Die erste Prüfung muß nach der Druckprüfung durchgeführt
werden.
5.4 Anlagenteile
4.5.2 Wiederkehrende Prüfung Es ist sicherzustellen, daß alle Räume und Behälter im Sicher-
heitsbehälter, soweit sicherheitstechnisch zulässig, mit Prüf-
Die wiederkehrenden Prüfungen sind in den für den Sicher- druck beaufschlagt werden können.
heitsbehälter festgelegten Prüfzeitpunkten und -intervallen
durchzuführen. Die Teilleckraten von Systemen im Sicherheitsbehälter sind
zu ermitteln.
Es ist zu prüfen, ob Anlagenteile (z.B. Behälter, Betriebsin-
5 Prüfungsvorbereitung strumentierung, Beleuchtung) durch den Prüfdruck beschä-
5.1 Meßgeräte digt werden können oder ob die Betriebsinstrumentierung
falsche Werte liefert (z.B. Feuermelder). Gegebenenfalls sind
Die Meßwerterfassung soll zentral außerhalb des Sicherheits- Maßnahmen zu treffen, um Druckeinwirkungen zu verhin-
behälters erfolgen. Dazu muß ein klimatisierbarer und ausrei- dern.
chend staubfreier Raum zur Verfügung stehen. Ort und Zu-
gänglichkeit des Meßraumes müssen den einschlägigen Be- Der Zustand der Anlagenteile im Sicherheitsbehälter ist ent-
stimmungen genügen. sprechend Anhang B zu protokollieren.
sich die Meßdauer und Meßfrequenz aus der geforderten pdj = ϕ j ⋅ psj (7.2)
Ergebnisgenauigkeit. Die Leckratenprüfung darf abgebrochen
werden, wenn die ermittelte obere Vertrauensgrenze kleiner
oder gleich der zulässigen Leckrate ist (siehe Abschnitt 4.4). 6891,3
ln p s j = 56 ,88 − − 5 ,32 ⋅ ln Trj (7.3)
Bei Auftreten meßtechnischer Störungen ist die Meßdauer Trj
nach Behebung der Störung entsprechend zu verlängern.
Während der Messung sind alle Meßgrößen in die zugehöri- Die mittlere absolute Gastemperatur des Gasgemisches im
gen physikalischen Größen zu überführen und die Zustands- Sicherheitsbehälter ist durch massenproportionale Mittelung
größen des Gasgemisches im Sicherheitsbehälter zu bestim- nach folgender Gleichung zu bestimmen:
men.
Die Zustandsgrößen und der ermittelte reduzierte Druck sind Tr =
∑ Vj (7.4)
Vj
zur laufenden Überwachung während der Prüfung grafisch
darzustellen.
∑ Tr
j
Abweichende Maßnahmen dürfen nur zugelassen werden, Der mittlere Wasserdampfdruck ist nach folgender Gleichung
wenn deren Einfluß auf das Prüfergebnis nachweisbar gering volumenproportional zu ermitteln:
ist.
pd =
∑ Vj ⋅ p d j (7.6)
Läßt sich während der Prüfzeit die Zufuhr von Gasen von
außen in den Sicherheitsbehälter nicht vermeiden, oder wird ∑ Vj
Gas überein Leckabsaugesystem abgeführt, so ist deren Mas-
se durch Messung des Volumenstromes und des Gaszustan- Die der mittleren Wandtemperaturänderung entsprechende
des (Druck, Temperatur) zu bestimmen. Eine Rückspeisung relative Gasvolumenänderung ist unter Vernachlässigung der
in den Sicherheitsbehälter ist nicht zulässig. Einspannzone des Sicherheitsbehälters und der Temperatur-
dehnung der Einbauten nach folgender Gleichung
- Gastemperatur Tr
zu bestimmen.
- Partialdruck pd
Bei Änderungen der mittleren Wandtemperatur ≤ 6 K darf die
- Volumenverhältnis V/V0 dadurch bewirkte Volumenänderung vernachlässigt werden
Die Auswertung ist in drei Schritten durchzuführen: (Ergebnisfehler ≤ 0,02%).
- Berechnung der reduzierten Drücke Bei den geltenden Auslegungsbedingungen (z.B. Konstrukti-
- Berechnung der Leckrate onsform und Werkstoffwahl) darf die druckabhängige Volu-
menänderung des Sicherheitsbehälters vernachlässigt wer-
- Berechnung der Vertrauensgrenzen der Leckrate
den.
Treten beim reduzierten Druck Abweichungen vom linearen
7.2 Berechnung der reduzierten Drücke
Verlauf auf, muß in jedem Fall geprüft werden, ob für 2
Da sich die Zustandsgrößen Temperatur, Feuchte und das unmittelbar aneinander anschließende Berechnungsabschnit-
Behältervolumen gegenüber dem Bezugszustand zeitlich te (1) und (2) von je mindestens 5 Stunden Meßdauer mit
ändern können, sind die Drücke auf diesen umzurechnen. gleicher Meßfrequenz und gleicher Anzahl von Meßzyklen [n
Der so reduzierte Druck ist dann: (1) = n (2) = n] die Neigungen der Ausgleichsgeraden B (1)
und B (2) übereinstimmen. Die folgende Bedingung muß
V ⋅ T0 erfüllt sein:
pb = (p a − p d ) (7.1)
V0 ⋅ T
∑ t 2i − n (∑ t i )
B(1) − B(2) 1 2
⋅ < t α1 (7.9)
Zur Bestimmung des Partialdruckes ist die relative Feuchte ϕj (s(1)) 2 + (s(2)) 2
auf den Wasserdampfdruck pdj nach folgenden Gleichungen
Die Faktoren für tα1 sind der Tabelle 7-1 zu entnehmen.
umzurechnen
KTA 3405 Seite 6
Tabelle 7-1: Statistischer Faktor tα1 für verschiedene Anzah- Werden Volumenströme gemessen, darf folgende Formel
len von Meßzyklen verwendet werden:
Bei Nichterfüllung der Bedingung der Formel (7.9) müssen 7.4 Berechnung der Vertrauensgrenzen der Leckrate
aus dem Gesamtverlauf der reduzierten Druckwerte zwei
Abschnitte herausgegriffen werden, die diese Bedingung 7.4.1 Vertrauensgrenzen der integralen Leckrate
erfüllen. Die Standardabweichung der reduzierten Drücke ist (nach A.
Beide Abschnitte müssen sich über insgesamt 36 Stunden Linder, 1964) nach folgenden Formeln zu berechnen:
erstrecken und in zeitlicher Folge drei aufeinander folgende
∑ (A + B ⋅ t i − p bi )
2
volle Halbwellen erfassen.
s = (7.16)
Falls nach Auswahl des Abschnittes die Bedingung noch n−2
nicht erfüllt ist, muß die Meßdauer um mindestens 12 Stun-
den verlängert werden. für die Steigung der Ausgleichsgeraden
n
7.3 Berechnung der Leckrate sB = s⋅ (7.17)
∑ (∑ t )
2
n⋅ t2i − i
Die nach Abschnitt 7.2 ermittelten reduzierten Druckwerte
sind linear auszugleichen, da bei Leckraten ≤ 5%/d der zeit-
liche Druckabfall so gering ist, daß der exponentielle Druck- für den Ordinatenabschnitt der Ausgleichsgeraden
verlauf durch einen linearen Druckverlauf angenähert wer-
den kann.
sA = s⋅
∑ t2i (7.18)
n ⋅ ∑ t2i − (∑ t i )
2
Die Steigung B und der Ordinatenabschnitt A der Aus-
gleichsgeraden sind nach der Methode der kleinsten Fehler-
quadrate nach folgenden Gleichungen (nach A. Linder, Sta-
tistische Methoden, Birkhauer Verlag, Basel l964) zu bestim- Tabelle 2: Statistischer Faktor tα2 für verschiedene Anzahl
men:
n von Meßzyklen
B =
n⋅ ∑ (t i ⋅ p bi ) − ∑ t i ⋅ ∑ p bi (7.10)
n ⋅ ∑ t i 2 − (∑ t i )
2 Anzahl n der Meßzyklen Wert für tα
2
4 13.10
6 5.60
A =
1
n
(∑ p bi − B⋅ ∑ ti ) (7.11)
8 4.30
10 3.83
Aus Steigung und Ordinatenabschnitt der Ausgleichsgeraden
ist die integrale Leckrate nach folgender Formel zu bestim-
15 3.37
men: 20 3.20
B 30 3.05
L int egral = − (7.12)
A 50 2.94
100 2.87
Bei der integralen Leckratenprüfung werden gemessene Teil-
200 2.84
leckraten berücksichtigt. Die Massenänderung ∆m ist ent-
sprechend folgender Formel umzurechnen: 500 2.82
1 ∆m
über 500 2.81
L Teil = (7.13)
∆t m
KTA 3405 Seite 7
Der Vertrauensbereich für die nach Abschnitt 7.3 errechnete wobei L2 die bei der ersten integralen Leckratenprüfung beim
integrale Leckrate ist 2 mal sL. sL berechnet sich nach folgen- Druck der wiederkehrenden Prüfung gemessenen Leckrate,
der Gleichung: L1 die bei der ersten integralen Leckratenprüfung bei Ausle-
gungsdruck gemessene Leckrate, pü2 der Druck der wieder-
s B s
sL = 1 + A ⋅ ⋅ B ⋅ tα 2 (7.19) kehrenden Prüfung und pü1 der Auslegungsdruck ist.
A sB A
Der Vertrauensbereich darf bei der ersten integralen Leckra-
tenprüfung 4% der zulässigen Leckrate L1,zul. nicht über-
sA B sB
Ist ⋅ << 1 darf s L = ⋅ tα 2 (7.20) schreiten d.h.
A sB A
sL1
als Näherung angenommen werden. Die Faktoren für tα2 sind bei Auslegungsdruck ≤ 0 ,02 (7.26)
L 1,zul
der Tabelle 2 zu entnehmen
Die Vertrauensgrenzen sind wie folgt zu berechnen: beim Druck wieder-
sL2
L + sL und L - sL (7.21) kehrender Prüfung ≤ 0 ,02 (7.27)
L 1,zul
sL Teil 2 2
G( p1,Gz )
2 Hinweis:
G( VGz ) G( VSB )
= + + + Wenn eine der gemessenen Leckraten (L1, L2) oder beide gemes-
L Teil VGz VSB p1,Gz
senen Leckraten sehr klein sind (≤ 0,01%/d), müssen Sonderver-
einbarungen zwischen den Beteiligten getroffen werden.
1
2
G( TGz )
2 2 2
G( p 1a ) G( Tr )
+ + + (7.22) 8 Bewertung des Ergebnisses
p 1a Tr TGz
8.1 Erste integrale Leckratenprüfung
2
Der Sicherheitsbehälter ist ausreichend dicht, wenn die obere
int egral + (sTeil )
sL = sL 2
(7.23) Vertrauensgrenze der gemessenen Leckrate die zulässige
Leckrate nicht überschreitet, d.h. wenn (L + SL) ≤ L1,zul. ist.
Neben der zulässigen Leckrate L1,zul. beim Auslegungsdruck Der Sicherheitsbehälter ist ausreichend dicht, wenn die obere
pü1 ist die Leckrate L2,zul. beim Druck pü2 nach folgender Vertrauensgrenze der gemessenen Leckrate die zulässige
Leckrate nicht überschreitet, d.h. wenn (L + SL) ≤ L2,zul. ist.
Beziehung zu bestimmen:
1
L2 p 2
Falls ≤ ü2 ist, ergibt sich für 9 Dokumentation
L1 pü 1
Die Vorbereitung und die Durchführung der Prüfungen sind
L2
L 2 ,zul = L 1,zul ⋅ (7.24) zu protokollieren. Das Protokoll ist vom Prüfer und vom
L1 Sachverständigen vor Ort abzuzeichnen. Hierzu sind Form-
1 blätter entsprechend dem Anhang B zu benutzen. Die Proto-
L2 p 2
kolle der Meßgrößen sind beizufügen. Es ist ein Prüfbericht
Falls > ü2 ist, ergibt sich für
L1 pü 1 über das Ergebnis der Prüfung anzufertigen.
1
p 2
L 2 ,zul = L 1,zul ⋅ ü 2 (7.25)
pü 1
KTA 3405 Seite 8
Anhang A
Zeitliche Mittelwerte werden durch einen waagerechten Strich (z.B. T ), Ströme durch einen Punkt (zB. v& ist der Volumen-
strom) gekennzeichnet. Der Index SB (zB. TSB) kennzeichnet den Sicherheitsbehälter und Gz (zB. VGz) die Gasuhr.
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Anhang B
Formblätter
Dieser Anhang enthält Formblätter in verkleinerter Form für die Beschreibung des Prüfzustandes und für die Protokollierung
der Durchführung der Prüfung. Diese umfassen:
Formblatt 1: Deckblatt für das Protokoll
Formblatt 2: Allgemeines
Formblatt 3: Beschreibung des Prüfzustandes, Sicherheitsbehälter
Formblatt 4: Beschreibung des Prüfzustandes, Montageöffnungen
Formblatt 5: Beschreibung des Prüfzustandes, Materialschleusen
Formblatt 6: Beschreibung des Prüfzustandes, Personenschleusen
Formblatt 7: Beschreibung des Prüfzustandes, Personennotschleusen
Formblatt 8: Beschreibung des Prüfzustandes, Schnellschlußklappen der Lüftungsanlage
Formblatt 9: Beschreibung des Prüfzustandes, Rohrleitungsdurchführungen
Formblatt 10: Beschreibung des Prüfzustandes, Kabeldurchführungen
Formblatt 11: Beschreibung des Prüfzustandes, Leckabsaugesystem
Formblatt 12: Beschreibung des Prüfzustandes; Dampferzeugersysteme; uebrige druckführende Systeme
Formblatt 13: Beschreibung des Prüfzustandes; Lagerbecken; Sonstige Einbauten des Sicherheitsbehälters; Lüftung des
Sicherheitsbehälters; Reaktorschutz- oder Steuersysteme
Formblatt 14: Beschreibung des Prüfzustandes, Isolierung/Betoneinbauten innerhalb des SB
Formblatt 15: Beschreibung des Prüfzustandes, Ort und NW aller Öffnungen
Formblatt 16: Beschreibung des Prüfzustandes, Verschluß aller Öffnungen
Formblatt 17: Beschreibung des Prüfzustandes, Wärmequellen
Formblatt 18: Beschreibung der Druckerzeuger und Installationsschema
Formblatt 19: Beschreibung der Meßsysteme, Gasdruckmessung
Formblatt 20: Beschreibung der Meßsysteme, Gastemperaturmessung
Formblatt 21: Beschreibung der Meßsysteme, Gastemperaturmessung
Formblatt 22: Beschreibung der Meßsysteme, Gastemperaturmessung
Formblatt 23: Beschreibung der Meßsysteme, Gasfeuchtemessung
Formblatt 24: Beschreibung der Meßsysteme, Gasfeuchtemessung
Formblatt 25: Beschreibung der Meßsysteme, Gasfeuchtemessung
Formblatt 26: Beschreibung der Meßsysteme, sonstige Meßsysteme
Formblatt 27: Durchführung der Prüfung
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Kernkraftwerk ..............................................................................................................................................................................................
Block ...............................................................................................................................................................................................................
Standort ...........................................................................................................................................................................................................
PROTOKOLL
der
Leckratenprüfung
des Sicherheitsbehälters
...................................................................................
Ort, Datum
....................................................................................................... ...................................................................................................
Der Leiter der Leckratenprüfung Der Sachverständige
Para. 20 AtG
KTA 3405 Seite 11
Formblatt 2: Allgemeines
1. Allgemeines
2. Prüfling
2.1 Sicherheitsbehälter
(ausschließlich aller Schleusen, Montageöffnungen und Durchführungen)
2.1.5 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
Anmerkung: Ort und NW aller Öffnungen siehe Formblatt 15
Verschluß aller Öffnungen siehe Formblatt 16
KTA 3405 Seite 13
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
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....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
2.2.5 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
2.3.5 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
2.4.5 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
2.5.5 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
2.6.5 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
2.7.5 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
2.8.5 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
2.9 Leckabsaugesystem
2.9.5 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
2.10 Dampferzeugersystem
2.10.4 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
2.11.4 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
Formblatt 13: Beschreibung des Prüfzustandes; Lagerbecken; Sonstige Einbauten des Sicherheitsbehälters; Lüftung des
Sicherheitsbehälters; Reaktorschutz- oder Steuersysteme
(erläutern)
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
Umluftbetrieb ja nein
2.16 Isolierung/Sekundärabschirmung
3. Druckerzeuger
3.7 Sonstiges
....................................................................................................................................................................................................
....................................................................................................................................................................................................
4. Meßsysteme
4.1 Gasdruckmessung
4.1.1 Meßgerät-Absolutdruck:
Art : ........................................................................................................................................................................................
Typ : ........................................................................................................................................................................................
Hersteller : ........................................................................................................................................................................
Meßbereich : ........................................................................................................................................................................
4.1.2 Meßgerät-Atmosphärendruck:
Art : ........................................................................................................................................................................................
Typ : ........................................................................................................................................................................................
Hersteller : ........................................................................................................................................................................
Meßbereich : ........................................................................................................................................................................
4.1.3 Meßgerät-Überdruck
Art : ........................................................................................................................................................................................
Typ : ........................................................................................................................................................................................
Hersteller : ........................................................................................................................................................................
Meßbereich : ........................................................................................................................................................................
*) Die Angaben beziehen sich auf das ganze zum Erfassen der Meßgröße verwendete Meßsystem, auch wenn dieses aus
einer Kette von Meßfühlern, Ubertragungsleitung, Meßwerterfassungsanlage und Ausgabeeinheit besteht.
KTA 3405 Seite 26
4.2 Gastemperaturmessung
4.2.1 Meßfühler
Art : ........................................................................................................................................................................................
Typ : ........................................................................................................................................................................................
Hersteller : ........................................................................................................................................................................
Meßbereich : ........................................................................................................................................................................
4.2.6 Meßgerät
Art : ........................................................................................................................................................................................
Typ : ........................................................................................................................................................................................
Hersteller : ........................................................................................................................................................................
Meßbereich : ........................................................................................................................................................................
*) Die Angaben beziehen sich auf das ganze, zum Erfassen der Meßgröße verwendete Meßsystem, auch wenn dieses
aus einer Kette von Meßfühlern, Ubertragungsleitung, Meßwerterfassungsanlage und Ausgabeeinheit besteht.
4.2.9 Verteilung der Temperaturfühler (Bild)
Blatt
KTA 3405 Seite 27
ΣVj = (m3)
4.3 Gasfeuchtemessung
4.3.1 Meßfühler
Art : ........................................................................................................................................................................................
Typ : ........................................................................................................................................................................................
Hersteller : ........................................................................................................................................................................
Meßbereich : ........................................................................................................................................................................
4.3.5 Meßgerät
Art : ........................................................................................................................................................................................
Typ : ........................................................................................................................................................................................
Hersteller : ........................................................................................................................................................................
Meßbereich : ........................................................................................................................................................................
*) Die Angaben beziehen sich auf das ganze, zum Erfassen der Meßgröße verwendete Meßsystem, auch wenn dises
aus einer Kette von Meßfühlern, Übertragungsleitung, Meßwerterfassungsanlage und Ausgabeeinheit besteht.
ΣVj = (m3)
5. Prüfungsdurchführung *)
Blatt
*) Fahrdiagramm beifügen