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Die Rote Katze

In der Kurzgeschichte "Die rote Katze" von Louise Rinser wird die Notlage einer Familie in der Nachkriegszeit beschrieben, die trotz eigener Hungerprobleme eine herrenlose, magerte Katze füttert. Der Protagonist kämpft mit seinen Gefühlen von Wut und Mitgefühl, als die Katze immer wieder in ihr Leben tritt und schließlich zu einem Symbol für die eigene Not wird. Die Geschichte thematisiert die Herausforderungen des Überlebens und die moralischen Dilemmata, die in Zeiten des Mangels entstehen.

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Die Rote Katze

In der Kurzgeschichte "Die rote Katze" von Louise Rinser wird die Notlage einer Familie in der Nachkriegszeit beschrieben, die trotz eigener Hungerprobleme eine herrenlose, magerte Katze füttert. Der Protagonist kämpft mit seinen Gefühlen von Wut und Mitgefühl, als die Katze immer wieder in ihr Leben tritt und schließlich zu einem Symbol für die eigene Not wird. Die Geschichte thematisiert die Herausforderungen des Überlebens und die moralischen Dilemmata, die in Zeiten des Mangels entstehen.

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Die rote Katze (Louise Rinser) mit LK wwwdeutschunddeutlich.

de T82k

Ich muss immer an diesen roten Teufel von einer Katze gegeben hat."
Katze denken, und ich weiß nicht, ob das richtig "Was für einer Katze?" hab ich gefragt.
war, was ich getan hab. Es hat damit angefangen, "Ach", sagt Leni, "da ist so eine Katze
dass ich auf dem Steinhaufen neben dem gekommen, eine rote, wie so ein kleiner Fuchs
Bombentrichter in unserem Garten saß. Der und so schrecklich mager. Die hat mich immer
Steinhaufen ist die größere Hälfte von unserem angeschaut, wie ich mein Brot hab essen
Haus. Die kleinere steht noch, und da wohnen wir, wollen."
ich und die Mutter und Peter und Leni, das sind "Dummkopf", hab ich ärgerlich gesagt, "wo wir
meine kleinen Geschwister. doch selber nichts zu essen haben." Aber sie hat
Also, ich sitz da auf den Steinen, da wächst überall nur mit den Achseln gezuckt und ganz schnell zu
schon Gras und Brennnesseln und anderes Grünes. Peter hingeschaut, der hat einen roten Kopf
Ich halt ein Stück Brot in der Hand, das ist schon gehabt, und ich bin sicher, er hat sein Brot auch
hart, aber meine Mutter sagt, altes Brot ist gesünder der Katze gegeben. Da bin ich wirklich ärgerlich
als frisches. In Wirklichkeit ist es deswegen, weil gewesen und hab ganz schnell weggehen
sie meint, am alten Brot muss man länger kauen müssen.
und dann wird man von weniger satt. Bei mir
stimmt das nicht. Plötzlich fällt mir ein Brocken Wie ich auf die Hauptstraße komm, steht da ein
herunter. Ich bück mich, aber im nächsten amerikanisches Auto, so ein großer langer
Augenblick fährt eine rote Pfote aus den Wagen, ein Buick, glaub ich, und da fragt mich
Brennnesseln und angelt sich das Brot. Ich hab nur Luise Rinser (1911 – 2002) war eine der erfolgreichsten
dumm schauen können, so schnell ist es gegangen. Schriftstellerinnen der deutschen Nachkriegsliteratur. Von
den Nazis wegen Wehrkraftzersetzung mit Berufsverbot
Und da seh ich, dass in den Brennnesseln eine belegt und später inhaftiert, arbeitete sie nach dem Krieg als
Katze hockt, rot wie ein Fuchs und ganz mager. Journalistin und lebte in zweiter Ehe mit Carl Orff.
"Verdammtes Biest", sag ich und werf einen Stein
Die rote Katze ist eine Kurzgeschichte aus der
nach ihr. Ich hab sie gar nicht treffen wollen, nur unmittelbaren Nachkriegszeit in Deutschland. Die Menschen
verscheuchen. Aber ich muss sie doch getroffen hungern und können zusätzliche Esser wie die Katze
haben, denn sie hat geschrien, nur ein einziges Mal, eigentlich nicht gebrauchen. Die Hilfsbereitschaft gegenüber
der Katze zeigt aber, wie die handelnden Personen selbst in
aber so wie ein Kind. Fortgelaufen ist sie nicht. Da der Not noch anderen Lebewesen helfen.
hat es mir Leid getan, dass ich geworfen hab, und
ich hab sie gelockt. Aber sie ist nicht aus den der Fahrer nach dem Rathaus. Auf Englisch hat
Nesseln rausgegangen. Sie hat ganz schnell er gefragt, und ich kann doch ein bisschen
geatmet. Ich hab gesehen, wie ihr rotes Fell über Englisch. "The next street", hab ich gesagt, "and
dem Bauch auf und ab gegangen ist. Sie hat mich then left and then" - geradeaus hab ich nicht
immerfort angeschaut mit ihren grünen Augen. Da gewusst auf Englisch, das hab ich mit dem Arm
hab ich sie gefragt: "Was willst du eigentlich?" gezeigt, und er hat mich schon verstanden.- "And
Das war verrückt, denn sie ist doch kein Mensch, behind the church is the marketplace with the
mit dem man reden kann. Dann bin ich ärgerlich Rathaus."
geworden über sie und auch über mich, und ich hab
einfach nicht mehr hingeschaut und hab ganz Ich glaub, das war ein ganz gutes Amerikanisch,
schnell mein Brot hinuntergewürgt. Den letzten und die Frau im Auto hat mir ein paar Schnitten
Bissen, das war noch ein großes Stück, den hab ihr Weißbrot gegeben, ganz weißes, und wie ich's
hingeworfen und bin ganz zornig fortgegangen. aufklapp, ist Wurst dazwischen, ganz dick. Da bin
ich gleich heimgerannt mit dem Brot. Wie ich in die
Im Vorgarten, da waren Peter und Leni und haben Küche komm, da versteckten die zwei Kleinen was
Bohnen geschnitten. Sie haben sich die grünen unterm Sofa, aber ich hab es doch gesehen. Es ist
Bohnen in den Mund gestopft, dass es nur so die rote Katze gewesen. Und auf dem Boden war
geknirscht hat, und Leni hat ganz leise gefragt, ob ein bisschen Milch verschüttet, und da hab ich alles
ich noch ein Stückchen Brot hab. gewusst. "Ihr seid wohl verrückt", hab ich
"Na", hab ich gesagt, "du hast doch genau so ein geschrieen, "wo wir doch nur einen halben Liter
großes Stück bekommen wie ich und du bist erst Magermilch haben im Tag, für vier Personen." Und
neun, und ich bin dreizehn. Größere brauchen ich hab die Katze unterm Sofa herausgezogen und
mehr." - hab sie zum Fenster hinausgeworfen. Die beiden
"Ja", hat sie gesagt, sonst nichts. Kleinen haben kein Wort gesagt. Dann hab ich das
Da hat Peter gesagt: "Weil sie ihr Brot doch der amerikanische Weißbrot in vier Teile geschnitten
und den Teil für Mutter im Küchenschrank versteckt. angestellt. Wie ich um acht Uhr heimkomm,
sitzen die Kleinen beim Frühstück, und auf dem
"Woher hast du das?" haben sie gefragt und ganz Stuhl dazwischen hockt das Vieh und frisst
ängstlich geschaut. eingeweichtes Brot aus Lenis Untertasse. Nach
"Gestohlen", hab ich gesagt und bin ein paar Minuten kommt die Mutter zurück, die
hinausgegangen. Ich hab nur schnell nachsehn ist seit halb sechs beim Metzger angestanden.
wollen, ob auf der Straße keine Kohlen liegen, weil Die Katze springt gleich zu ihr hin, und wie die
nämlich ein Kohlenauto vorbeigefahren war, und Mutter denkt, ich geb nicht acht, lässt sie ein
die verlieren manchmal was. Da sitzt im Vorgarten Stück Wurst fallen. Es war zwar markenfreie
die rote Katze und schaut so an mir rauf. "Geh Wurst, so graues Zeug, aber wir hätten sie uns
weg", hab ich gesagt und mit dem Fuß nach ihr auch gern aufs Brot gestrichen, das hätte Mutter
gestoßen. Aber sie ist nicht weggegangen. Sie hat doch wissen müssen.
bloß ihr kleines Maul aufgemacht und gesagt:
"Miau". Sie hat nicht geschrien wie andere Katzen, Ich hab das alte Rad aus dem Keller geholt und
sie hat es einfach so gesagt, ich kann das nicht bin vor die Stadt gefahren. Da ist ein Teich, in
erklären. Dabei hat sie mich ganz starr angeschaut dem gibts Fische. Ich hab keine Angel, nur so
mit den grünen Augen. Da hab ich ihr voll Zorn einen Stecken mit zwei spitzen Nägeln drin, mit
einen Brocken von dem amerikanischen Weißbrot dem stech ich nach den Fischen. Ich hab schon
hingeworfen. Nachher hat's mich gereut. oft Glück gehabt und diesmal auch. Es ist noch
nicht zehn Uhr, da hab ich zwei ganz nette
Wie ich auf die Straße komm, da sind schon zwei Dinger, genug für ein Mittagessen. Ich fahr
andere da, Größere, die haben die Kohlen heim, so schnell ich kann, und daheim leg ich die
aufgehoben. Da bin ich einfach vorbeigegangen. Fische auf den Küchentisch. Ich geh nur rasch in
Sie haben einen ganzen Eimer voll gehabt. Ich hab den Keller und sags der Mutter, die hat
schnell hineingespuckt. Wär das mit der Katze Waschtag. Sie kommt auch gleich mit herauf.
nicht gewesen, hätte ich sie alle allein abgekriegt. Aber da ist nur mehr ein Fisch da und
Und wir hätten ein ganzes Abendessen damit ausgerechnet der kleinere. Und auf dem
kochen können. Es waren so schöne glänzende Fensterbrett, da sitzt der rote Teufel und frisst
Dinger. Nachher hab ich dafür einen Wagen mit den letzten Bissen. Da krieg ich aber die Wut
Frühkartoffeln getroffen, da bin ich ein bisschen und werf ein Stück Holz nach ihr, und ich treff
drangestoßen, und da sind ein paar runtergekollert sie auch. Sie kollert vom Fensterbrett, und ich
und noch ein paar. Ich hab sie in die Taschen hör sie wie einen Sack im Garten aufplumpsen.
gesteckt und in die Mütze. Wie sich der Fuhrmann "So", sag ich, "die hat genug." Aber da krieg ich
umgeschaut hat, hab ich gesagt: "Sie verlieren Ihre von der Mutter eine Ohrfeige, dass es nur so
Kartoffeln." Dann bin ich schnell heimgegangen. klatscht. Ich bin dreizehn und hab sicher seit fünf
Die Mutter war allein daheim, und auf ihrem Jahren keine mehr gekriegt. "Tierquäler", schreit
Schoß, da war die rote Katze. die Mutter und ist ganz blass vor Zorn über
"Himmeldonnerwetter", hab ich gesagt, "ist das mich. Ich hab nichts anderes tun können als
Biest schon wieder da?" - "Red doch nicht so fortgehen. Mittags hat es dann doch Fischsalat
grob", hat die Mutter gesagt, "das ist eine gegeben mit mehr Kartoffeln als Fisch.
herrenlose Katze, und wer weiß, wie lange sie Jedenfalls sind wir das rote Biest los gewesen.
nichts mehr gefressen hat. Schau nur, wie mager sie Aber glaub ja keiner, dass das besser gewesen
ist." - "Wir sind auch mager", hab ich gesagt. "Ich ist. Die Kleinen sind durch die Gärten gelaufen
hab ihr ein bisschen was von meinem Brot und haben immer nach der Katze gerufen, und
gegeben", hat sie gesagt und mich schief die Mutter hat jeden Abend ein Schälchen Milch
angeschaut. Ich hab an unsere Brote gedacht und an vor die Tür gestellt, und sie hat mich
die Milch und an das Weißbrot, aber gesagt hab ich vorwurfsvoll angeschaut. Und da hab ich selber
nichts. Dann haben wir Kartoffeln gekocht, und die angefangen, in allen Winkeln nach dem Vieh zu
Mutter war froh. Aber woher ich sie hab, hat sie suchen, es hätte ja irgendwo krank oder tot
nicht gefragt. Meinetwegen hätte sie schon fragen liegen können.
können. Nachher hat die Mutter ihren Kaffee
schwarz getrunken, und sie haben alle zugeschaut, Aber nach drei Tagen war die Katze wieder da.
wie das rote Biest die Milch ausgesoffen hat. Dann Sie hat gehinkt und hat eine Wunde am Bein
ist sie endlich durchs Fenster gesprungen. Ich hab gehabt, am rechten Vorderbein, das war von
schnell zugemacht und richtig aufgeatmet. meinem Scheit. Die Mutter hat sie verbundenen,
Am Morgen, um sechs, hab ich mich für Gemüse und sie hat ihr auch was zu fressen gegeben. Von
da an ist sie jeden Tag gekommen. Es hat keine Aber er hat nur gelacht und ist weitergegangen.
Mahlzeit gegeben ohne das rote Vieh, und keiner Und dann war ich auf einmal am Fluss. Da war
von uns hat irgendwas vor ihm verheimlichen Treibeis und Nebel und kalt war es. Da hat sich
können. Kaum hat man was gegessen, so ist sie die Katze ganz nah an mich gekuschelt, und dann
schon dagesessen und hat einen angestarrt. Und alle hab ich sie gestreichelt und mit ihr geredet.
haben wir ihr gegeben, was sie hat haben wollen, "Ich kann das nicht mehr sehen", hab ich ihr
ich auch. Obwohl ich wütend war. Sie ist immer gesagt, "es geht nicht, dass meine Geschwister
fetter geworden, und eigentlich war sie eine schöne hungern, und du bist fett, ich kann das einfach
Katze, glaub ich. nicht mehr mit ansehen."
Und dann ist der Winter 46 auf 47 gekommen. Da Und auf einmal hab ich ganz laut geschrien, und
haben wir wirklich kaum mehr was zu essen dann hab ich das rote Vieh an den Hinterläufen
gehabt. Es hat ein paar Wochen lang kein Gramm genommen und habs an einen Baumstamm
Fleisch gegeben und nur gefrorene Kartoffeln, und geschlagen. Aber sie hat bloß geschrieen. Tot
die Kleider haben nur so geschlottert an uns. Und war sie noch lange nicht. Da hab ich sie an eine
einmal hat Leni ein Stück Brot gestohlen beim Eisscholle gehaut, aber davon hat sie nur ein
Bäcker vor Hunger. Aber das weiß nur ich. Und Loch im Kopf bekommen, und da ist das Blut
Anfang Februar, da hab ich zur Mutter gesagt: herausgeflossen, und überall im Schnee waren
"Jetzt schlachten wir das Vieh"- "Was für ein dunkle Flecken. Sie hat geschrieen wie ein Kind.
Vieh?" hat sie gefragt und hat mich scharf Ich hätt gern aufgehört, aber jetzt hab ich's schon
angeschaut. "Die Katze halt", hab ich gesagt und fertig tun müssen. Ich hab sie immer wieder an
hab gleichgültig getan, aber ich hab schon gewusst, die Eisscholle geschlagen, es hat gekracht, ich
was kommt. Sie sind alle über mich hergefallen. weiß nicht, ob es ihre Knochen waren oder das
"Was? Unsere Katze? Schämst du dich nicht?"- Eis, und sie war immer noch nicht tot. Eine
"Nein", hab ich gesagt, "ich schäm mich nicht. Wir Katze hat sieben Leben , sagen die Leute, aber
haben sie von unserem Essen gemästet, und sie ist die hat mehr gehabt. Bei jedem Schlag hat sie
fett wie ein Spanferkel, jung ist sie auch noch, laut geschrieen, und auf einmal hab ich auch laut
also?" Aber Leni hat angefangen zu heulen, und geschrieen, und ich war ganz nass vor Schweiß
Peter hat mir unterm Tisch einen Fußtritt gegeben, bei aller Kälte. Aber einmal war sie dann doch
und Mutter hat traurig gesagt: "Dass du so ein tot. Da hab ich sie in Fluss geworfen und hab mir
böses Herz hast, hab ich nicht geglaubt." Die Katze meine Hände im Schnee gewaschen, und wie ich
ist auf dem Herd gesessen und hat geschlafen. Sie noch einmal nach dem Vieh schau, da schwimmt
war wirklich ganz rund, und sie war so faul, dass es schon weit draußen mitten unter den
sie kaum mehr aus dem Haus zu jagen war. Eisschollen, dann war es im Nebel
verschwunden. Dann hat mich gefroren, aber ich
Wie es dann im April keine Kartoffeln mehr hab noch nicht heimgehen mögen. Ich bin noch
gegeben hat, da haben wir nicht mehr gewusst, was in der Stadt herumgelaufen, aber dann bin ich
wir essen sollen. Eines Tages, ich war schon ganz doch heimgegangen.
verrückt, da habe ich sie mir vorgenommen und hab
gesagt: "Also hör mal, wir haben nichts mehr, siehst "Was hast du denn?" hat die Mutter gefragt, "du
du das nicht ein?" Und ich hab ihr die leere bist ja käsweiß. Und was ist das für Blut an
Kartoffelkiste gezeigt und den leeren Brotkasten. deiner Jacke?"- "Ich hab Nasenbluten gehabt",
"Geh fort", hab ich ihr gesagt, du siehst ja, wie's bei hab ich gesagt. Sie hat mich nicht angeschaut
uns ist." Aber sie hat nur geblinzelt und sich auf dem und ist an den Herd gegangen und hat mir
Herd herumgedreht. Da hab ich vor Zorn geheult Pfefferminztee gemacht. Auf einmal ist mir
und auf den Küchentisch geschlagen. Aber sie hat schlecht geworden, da hab ich schnell
sich nicht drum gekümmert. Da hab ich sie gepackt hinausgehen müssen, dann bin ich gleich ins Bett
und untern Arm genommen. Es war schon ein gegangen. Später ist die Mutter gekommen und
bisschen dunkel draußen, und die Kleinen waren mit hat ganz ruhig gesagt: "Ich versteh dich schon.
der Mutter fort, Kohlen am Bahndamm Denk nimmer dran." Aber nachher hab ich Peter
zusammensuchen. Das rote Vieh war so faul, dass es und Leni die halbe Nacht unterm Kissen heulen
sich einfach forttragen hat lassen. Ich bin an den hören. Und jetzt weiß ich nicht, ob es richtig
Fluss gegangen. Auf einmal ist mir ein Mann war, dass ich das rote Biest umgebracht hab.
begegnet, der hat gefragt, ob ich die Katze verkauf. Eigentlich frisst so ein Tier doch gar nicht viel.
"Ja", hab ich gesagt, und hab mich schon gefreut.
Lesekontrolle:
Der folgende Text ist die Zusammenfassung des Textes „Die rote Katze“. Von den zwei kursiv gedruckten
Ausdrücken ist immer einer falsch und einer richtig oder passend. Unterstreiche den richtigen:

Der dreißigjährige/dreizehnjährige Ich-Erzähler (Erzählerin?) sitzt auf den


zertrümmerten Resten/in der luxuriös eingerichteten Wohnstube des elterlichen
Hauses, das er mit seinem Vater/seiner Mutter und seinen beiden jüngeren
Geschwistern bewohnt. Beim Essen schnappt ihm eine fette/magere, rote Katze einen
Teil seines Kalbsfilets/seiner Brotration weg. Er wirft einen Stein nach ihr, dann grinst
er hämisch/was ihm gleich danach Leid tut. Er wirft ihr voller Hohn/zur
Entschuldigung noch ein Stück Brot hin. Auch seine Geschwister haben die Katze
gequält/mit ihren Rationen gefüttert. Der Ich-Erzähler schimpft/lobt sie deswegen,
weil sie doch selber nichts zu essen hätten. Doch die Katze verweigert die
Nahrungsaufnahme/wird ständiger Gast bei der Familie. Der Ich-Erzähler verwöhnt
das Tier/wirft das Tier hinaus, versucht sie mit Fleisch zu locken/einem Fußtritt zu
verjagen. Wieder tut es ihm überhaupt nicht/gleich danach Leid, und er gibt ihr
nichts zu/noch etwas zu fressen. Als die Katze am nächsten Tag Goldfisch/einen
von ihm gefangenen Fisch stiehlt und frisst, wirft der Junge ein Holzstück/die
Fischgräte nach ihr. Die Katze verschwindet, doch die vorwurfsvollen Blicke der anderen
Familienmitglieder bewegen den Jungen, nach der Katze zu suchen/laut zu weinen.
Schließlich kommt die rote Katze/der Vater von selbst zu der Familie zurück, ihre
Wunden werden verbunden/sie wird gebadet und sie wird wiederum von allen
gequält/gefüttert.
Im Winter 1946/47 wird die Ernährungslage katastrophal/leben die Deutschen im
Überfluss. Der Junge schlägt vor, die fett gewordene Katze zu schlachten/zu mästen.
Die Mutter nimmt sogleich die Bratpfanne hervor/weigert sich und schimpft ihn.
Eines Tages nimmt der Junge die Katze und geht mit ihr fort. Schweren Herzens tötet
er das Tier/entlässt er das Tier in die Freiheit. Als sie endlich, nach langen Mühen,
tot/verschwunden ist, wirft er den Kadaver/das Brot in den Fluss. Käseweiß, völlig
fertig von der vollbrachten Entführung/Bluttat, kehrt der Junge nach Hause zurück. Die
Mutter weiß nicht/begreift, was er getan hat, und versucht ihn zu trösten/auszufragen:
"Ich versteh dich schon/nicht. Denk nimmer/immer dran." Der Junge ist sich
nicht/ganz sicher, das richtige getan zu haben, als er die Katze getötet/fortgejagt hat.

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