Statistische Methoden der Datenanalyse
Sommersemester
Jegliche Änderung, Vervielfältigung sowie die Weitergabe an Dritte sind streng untersagt.
Statistische Methoden der Datenanalyse
Vorlesung (2 SWS)
Dr.-Ing. Sanam Moghaddamnia
Übung & Labor (3 SWS)
Cihan Katar
Salih NİŞANCI
Literatur
J. Hedderich und L. Sachs, Angewandte Statistik, Springer
Spektrum, Berlin, Heidelberg, 2016.
D. C. Montgomery and G. C. Runger, Applied Statistics and
Probability for Engineers, Wiley, 2014.
Prem S. Mann, Introductory Statistics, Wiley, 2012
Referenz
TU Berlin Vorlesungsfolien – Statistische Methoden der Datenanalyse
R. Frühwirth, Vorlesungsfolien – Statistische Methoden der
Datenanalyse
Jegliche Änderung, Vervielfältigung sowie die Weitergabe an Dritte sind streng untersagt. 2
Statistische Methoden der Datenanalyse
Lehrplan
Deskriptive Statistik
Tabellen
Datenvisualisierung (Grafiken)
Maßzahlen
Wahrscheinlichkeitsrechnung
Zufallsvariable und Verteilungen
Induktive Statistik
Schätzen von Parametern
Testen von Hypothesen
Statistische Modellbildung (Regression)
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Zufallsvariable und Verteilungen – Verteilungen von stetigen ZV
Unzählige Wahrscheinlichkeitsverteilungen zur modellhaften
Beschreibung von Grundgesamtheiten kontinuierlicher
Merkmalswerte
Normalverteilung (z.B. Summe von Zufallsvariablen)
Logarithmische Normalverteilung (z.B. Produkt von Zufallsvariablen)
t-Verteilung (z.B. Differenz von Stichprobenmittelwerten zum wahren
Mittelwert)
χ -Verteilung (z.B. Verteilung von quadrierter standardnormalverteilter
Zufallsvariablen)
F-Verteilung ( z.B. Verteilung des Quotienten zweier jeweils durch die
zugehörige Anzahl von Freiheitsgraden geteilter Chi-Quadrat-verteilter
Zufallsvariablen)
Gamma-Verteilung (z.B. Verteilung von Bedienzeiten oder
Reparaturzeiten)
Exponentialverteilung (z.B. Verteilung der Dauer von zufälligen
Zeitintervallen wie die Dauer eines Anrufs)
Weibull-Verteilung (z.B. Verteilung der Lebensdauer von Bauteilen)
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Zufallsvariable und Verteilungen – Verteilungen von stetigen ZV
𝜒 -Verteilung
𝑍 , 𝑍 , … , 𝑍 ~ 𝑁(0; 1)
𝑋= 𝑍 ~𝜒
1
𝑓 𝑋 = 𝑋 𝑒
𝑛
2 Γ
2
Chiquadrat-Verteilung ist eine stetige unsymmetrische Verteilung mit μ = 𝑛 und
𝜎 = 2𝑛
Variationsbereich ist von 0 bis +∞
Bei wachsenden Freiheitsgerade (𝒏𝑭 = 𝒏 − 𝟏) nähert sie sich langsam der
Normalverteilung an
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Zufallsvariable und Verteilungen – Verteilungen von stetigen ZV
𝑡-Verteilung
Dichte der t-Verteilung bei unterschiedlichen Freiheitsgraden n
𝑍 , 𝑍 , … , 𝑍 ~ 𝑁 0; 1
𝑍
𝑡=
𝜒
𝑛
𝑛 +1
Γ 𝑡
2
𝑓 𝑡 = 𝑛 1+
𝑛 𝜋Γ 𝑛
2
t-Verteilung ist eine stetige symmetrische Verteilung mit μ = 0 und 𝜎 = ,𝑛 > 2
Variationsbereich ist von −∞ bis +∞
Bei wachsenden Freiheitsgerade (𝒏𝑭 = 𝒏 − 𝟏)nähert sie sich langsam der
Normalverteilung an
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Zufallsvariable und Verteilungen – Verteilungen von stetigen ZV
Verteilungen von Stichprobenkenngrößen
Bei der Entnahme von mehreren Stichproben kontinuierlicher
Merkmalswerte variieren deren Ergebnisse zufallsbedingt
Durch die Streuung der Merkmalswerte von Stichprobe zu
Stichprobe unterliegen auch alle aus den Merkmalswerten
errechenbaren Stichprobenkenngrößen wie der
Stichprobenmittelwert 𝑥̅ oder die Stichprobenvarianz 𝑠 einer
Zufallsstreuung → Stichprobenkenngrößen sind auch
Zufallsvariablen
Stichprobe 1 Stichprobe 2 Stichprobe 3
𝑥̅ 𝑥̅ 𝑥̅
−𝑠 +𝑠 −𝑠 +𝑠 −𝑠 +𝑠
Stichprobenmittelwert 𝑥̅ sowie die Stichprobenvarianz 𝑠 variieren von Stichprobe zu Stichprobe
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Jegliche Änderung, Vervielfältigung sowie die Weitergabe an Dritte sind streng untersagt.
Zufallsvariable und Verteilungen – Verteilungen von stetigen ZV
Verteilungen von Stichprobenkenngrößen → Verteilung von
Stichprobenmittelwerte
Zentraler Grenzwertsatz → Die Summe unabhängig verteilter
Zufallsvariablen (Zufallsstichprobe: n ≥ 30) ist annähernd (mit
ausreichender Genauigkeit) normalverteilt
Grundgesamtheit: Stichprobenmittelwerte:
(beliebig verteilet) n groß NV
n=2
f(x)
f(x)
Stichproben der Größe n
x
x n=6
f(x)
f(x)
x
Mittelwert der Stichprobe
x
X ~ N (μ,σ n )
f(x)
n = 30
f(x)
x
Hinweis → Unabhängig von der Verteilung der Grundgesamtheit tendiert
die Verteilung der Stichprobenmittelwerte somit zu einer Normalverteilung
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Zufallsvariable und Verteilungen – Verteilungen von stetigen ZV
Verteilungen von Stichprobenkenngrößen
Beweis für Stichproben aus NV Grundgesamtheit
Sei X normalverteilt mit 𝐸 𝑋 = 𝜇 und 𝑉𝑎𝑟 𝑋 = 𝜎
1 1 1
𝑬 𝑿 =𝐸 𝑋 = (𝐸 𝑋 +𝐸 𝑋 + ⋯+ 𝐸 𝑋 = 𝑛∗𝜇 =𝝁
𝑛 𝑛 𝑛
1 1 1 𝝈𝟐
𝑽𝒂𝒓 𝑿 = 𝑉𝑎𝑟 𝑋 = 𝑉𝑎𝑟 𝑋 + 𝑉𝑎𝑟 𝑋 + ⋯ + 𝑉𝑎𝑟 𝑋 = 𝑛∗𝜎 =
𝑛 𝑛 𝑛 𝒏
→ Somit ist 𝑋 normalverteilt mit 𝐸 𝑋 = 𝜇 und 𝑉𝑎𝑟 𝑋 =
Rückblick → Normalverteilung (z.B. Summe von ZV)
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Zufallsvariable und Verteilungen – Verteilungen von stetigen ZV
Verteilungen von Stichprobenkenngrößen → Verteilung von
Stichprobenvarianzen
Die Form wird durch die Anzahl der Freiheitsgerade (𝑓 = 𝑛 − 1) der
Stichprobenvarianzen festgelegt
Je größer 𝑓 ist, umso ähnlicher ist ihre Verteilung einer
Normalverteilung
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Jegliche Änderung, Vervielfältigung sowie die Weitergabe an Dritte sind streng untersagt.
Zufallsvariable und Verteilungen – Verteilungen von stetigen ZV
Verteilungen von Stichprobenkenngrößen → Verteilung von
Stichprobenvarianzen
Die Verteilung der Varianzen 𝑆 von Stichproben des Umfangs 𝑛
aus einer Grundgesamtheit normalverteilter Merkmalswerte 𝑥
haben eine vom Freiheitsgrad 𝑓 = 𝑛 − 1 abhängige
unsymmetrische Gestalt mit einem natürlich linken Ende bei Null
Bei großen Freiheitsgeraden sind sie Normalverteilungen ähnlich
Erwartungswert der Stichprobenvarianzen → Varianz der
Merkmalswerte X 𝝁𝑺𝟐 = 𝐸 𝑆 = 𝜎 = 𝑽𝒂𝒓(𝑿)
Standardabweichung der Stichprobenvarianzen
2
𝜎 = ∗𝜎
𝑓
Durch eine Achsentransformation folgt die Verteilung der
Stichprobenvarianzen einer 𝝌𝟐 -Verteilung
𝝈𝟐
𝑺𝟐 = ∗ 𝝌𝟐𝒇
𝒇 11
Jegliche Änderung, Vervielfältigung sowie die Weitergabe an Dritte sind streng untersagt.
Zufallsvariable und Verteilungen – Zusammenfassung der
stetigen Verteilungen
[Link]
( )
Normalverteilung: 𝑓 𝑥 = 𝑒
Weibullverteilung: 𝑓 𝑥 = 𝑒
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Zufallsvariable und Verteilungen – Zusammenfassung der
diskreten Verteilungen
Binomial
[Link]
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Zufallsvariable und Verteilungen – Zusammenfassung der Prüf-
oder Testverteilungen
[Link]
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Induktive Statistik – Schätzen von Parametern
Rückblick → Statistische Schlussbildung
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