DeutschINSA, STH1 Oktober 2011
MERKBLATT - ALGEBRA
I– Allgemeine Methode
1. Die Voraussetzungen auf das Blatt aufschreiben.
2. Was ich beweisen muss : Automatismen (s. unten).
3. Die Voraussetzungen benutzen, um daraus Folgerungen zu ziehen.
II– Über Quantoren...
Jeder Buchstabe muss definiert werden, bevor er benützt wird :
1. Muss ich beweisen, dass etw. für allen x ∈ E gilt, dann fange ich mit Sei x ∈ E“ an und zeige, dass x die Bedingung
”
erfüllt.
2. Muss ich beweisen, dass es x ∈ E existiert so, dass etw. gilt, dann muss ich ein festes x finden, das diese Bedingung
erfüllt.
3. Muss ich zeigen, dass etw. falsch ist, dann brauche ich nur ein Gegenbeispiel zu finden.
III– Mengenlehre
Zu beweisen ist z.B. Methode(n) Automatismen
Anfang Ende
Eine Inklusion Zeigen, dass jedes Element
A⊂B a∈A⇒ (...) ⇒a∈B
von Mengen aus A zu B gehört
Zeigen, dass jedes Element
gehört zu M genau dann, x∈M ⇔ (...) ⇔x∈N
Eine Gleichheit wenn es zu N gehört
M =N
von Mengen
Zeigen, dass M ⊂ N und (x ∈ M ⇒ (...) ⇒ x ∈ N ) ⇒ M ⊂ N
Folgt M = N
dass N ⊂ M (y ∈ N ⇒ (...) ⇒ y ∈ M ) ⇒ N ⊂ M
Eine Alternative : (¬b) ⇒ (...) ⇒ (¬a)
Eine Implikation (a) ⇒ (b)
Die Kontraposition (nicht b) ⇒ (...) ⇒ (nicht a)
Zeigen, dass p wahr ist
(p) ⇔ (...) ⇔ (q)
genau dann, wenn q wahr ist
Zeigen, dass (p) ⇒ (q) und (p) ⇒ (...) ⇒ (q)
Eine Äquivalenz (p) ⇔ (q) Folgt (p) ⇔ (q)
dass (q) ⇒ (p) (q) ⇒ (...) ⇒ (p)
Zeigen, dass (p) ⇒ (q) und (p) ⇒ (...) ⇒ (q)
Folgt (p) ⇔ (q)
dass (¬p) ⇒ (¬q) (¬p) ⇒ (...) ⇒ (¬q)
Algebra 1 Methoden für Mengen- und Relationenalgebra
DeutschINSA, STH1 Oktober 2011
IV– Relationen und Abbildungen
1) Was bedeutet ...
R bezeichnet eine Relation ; clR (x) bezeichnet die Äquivalenzklasse von x (Kx )
y ∈ R(A) ⇔ ∃x ∈ A | xRy
x(R ◦ R)z ⇔ ∃y ∈ E | (xRy ∧ yRz)
x ∈ R−1 (B) ⇔ ∃y ∈ B | xRy
(x ∈ D(f )) f (x) = das einzige y ∈ W (f ) | xf y (ergibt einen Sinn nur wenn f eine Funktion ist)
clR (x) = alle y ∈ E | xRy (x ist ein bestimmtes Element aus E und x ∈ clR (x))
(öfter muss man eine Gleichung mit Unbekannten y lösen)
2) Beweisautomatismen
Zu beweisen ist z.B. Methode(n) Automatismen
Anfang Ende
Mit Äquivalenzen xRy ⇔ (...) ⇔ xR0 y
Sei (x, y) ∈ E × E 0 so dass xRy
Eine Gleichheit
R = R0 Folgt xR0 y
(...)
von Relationen
Mit 2 Implikationen Folgt R = R0
0 0
Sei (x, y) ∈ E × E so dass xR y
(...) Folgt xRy
Reflexivität Sei x ∈ E (...) Folgt xRx : R ist reflexiv
Sei (x, y) ∈ E 2 so, dass xRy
Symmetrie
(...) Folgt yRx : R ist symmetrisch
Eigenschaften
einer Relation Sei (x, y) ∈ E 2 so,
Antisymmetrie
dass xRy und yRx (...) Folgt x = y : R ist antisymmetrisch
Sei (x, y, z) ∈ E 3 so,
Transitivität
dass xRy und yRz (...) Folgt xRz : R ist transitiv
Sei (x1 , x2 ) ∈ E 2 so,
dass f (x1 ) = f (x2 ) (...) Folgt x1 = x2 : f ist injektiv
Injektivität
Sei (x1 , x2 ) ∈ E 2 so,
dass x1 6= x2 (...) Folgt f (x1 ) 6= f (x2 ) : f ist injektiv
Eigenschaften Sei y ∈ E 0 . Zeigen wir, dass ∃x ∈ E | f (x) = y
Surjektivität
einer Funktion (...) [eventuell : Sei x = (...) Folgt f (x) = y] : f ist surjektiv
Injektivität von f : (...) f injektiv
Folgt f bijektiv
Surjektivität von f : (...) f surjektiv
Bijektivität
Sei y ∈ E 0 Zeigen wir, dass ∃!x ∈ E | f (x) = y
(...) [eventuell f −1 bestimmen] : f ist bijektiv
Algebra 1 Methoden für Mengen- und Relationenalgebra