Schulreferat September 2025
Die Betonung liegt immer auf der Wurzelsilbe, selbst wenn eine der folgenden Silben einen
Langvokal enthält.
Die kurzen geschlossenen und halbgeschlossenen Vokale wurden möglicherweise wie im
modernen Deutsch offener ar kuliert als ihre langen Gegenstücke, z. B. /i/ als [ɪ].[15] Dies lässt
sich aus schri lichen Quellen aber nicht sicher feststellen.
[e] ist der Primärumlaut von voralthochdeutschem /a/ und der Umlaut von vorahd. /e/. Zur
Unterscheidung der beiden kurzen e-Laute wird das aus dem Urgermanischen ererbte [ɛ] in
modernen Gramma ken o mit /ë/ bezeichnet, das durch i-Umlaut entstandene [e] teilweise
mit /ẹ/.
[eː] setzt urgermanisches /ai/ vor den Konsonanten /w/, /r/ und /h/ (< voralthochdeutsch /x/)
fort. Es hat im Frühalthochdeutschen noch den Lautwert [ɛː].
[æ] ist der Sekundärumlaut von voralthochdeutschem /a/, [æː] der Umlaut von
voralthochdeutschem /aː/.[16] Möglicherweise wurden sie auch etwas höher als vorderes,
offenes [a] bzw. [aː] ar kuliert.[17] Die Existenz dieser Umlaute ist erst für das
Mi elhochdeutsche belegbar, ihre Ursprünge sind jedoch schon im Frühalthochdeutschen
anzusetzen.
[y] und [yː] sind Umlaute von /u/ und /uː/, [ø] und [øː] sind Umlaute von /o/ und /oː/.
Möglicherweise wurden die kurzen Vokale auch wie im modernen Deutsch efer als [ʏ] bzw. [œ]
ar kuliert. Die Existenz dieser Umlaute ist erst für das Mi elhochdeutsche belegbar, ihre
Ursprünge sind jedoch schon im Frühalthochdeutschen anzusetzen.
[oː] setzt urgermanisches /au/ vor /d/, /t/, /s/, /ȥ/ (< voralthochdeutsch /t/), /l/, /n/, /r/ und /h/
(< voralthochdeutsch /x/) fort. Es hat im Frühalthochdeutschen noch den Lautwert [ɔː] und wird
o ⟨ao⟩ geschrieben.
[ɑ] und [ɑː] wurden entweder wie im Urgermanischen hinten gesprochen, oder zentral, also [a̱]
und [a̱ː] wie im heu gen Deutsch. Vielleicht wurden /a/ und /aː/ auch verschieden ar kuliert, z.
B. als [a̱] und [ɑː]. Langes /aː/ setzt urgermanisches /ǣ/ und /ā/ fort.
Endsilbenvokale werden ab dem 9. Jahrhundert zu [ə] abgeschwächt, welches graphisch mit ⟨e⟩
oder ⟨i⟩ wiedergegeben wird. Vielleicht exis erte [ə] auch schon zu frühalthochdeutscher Zeit in
einigen Präfixen wie ir- (er-) oder als Fugenvokal. Bei kurzen Vokalen der Neben- und Endsilben
kann man häufig von reduzierten Vokalen ausgehen, insbesondere wenn die überlieferten
Vokalgrapheme o variieren.
Das Althochdeutsche besaß sechs Diphthonge, die auf dem ersten Buchstaben betont werden:
Die Konsonantensysteme der althochdeutschen Dialekte weisen große Unterschiede auf, die vor
allem darauf zurückzuführen sind, dass sie in unterschiedlichem Maße von der zweite
Lautverschiebung betroffen sind. Kein althochdeutscher Dialekt besitzt alle der hier
aufgeführten Phoneme.
Im Althochdeutschen wird zwischen kurzen und langen Konsonanten unterschieden. Die
Schreibung mit Doppelkonsonanten deutet nicht wie im modernen Standarddeutsch auf einen
vorangehenden Kurzvokal hin, sondern auf eine echte Konsonantengemina on, wie sie
beispielsweise im Schweizerdeutschen vorkommt. Zu den Doppelkonsonanten gehören ⟨pp⟩,
⟨bb⟩, ⟨ ⟩, ⟨dd⟩, ⟨ck⟩ [kk], ⟨gg⟩, ⟨ff⟩, ⟨ss⟩, ⟨hh⟩ [χχ], ⟨zz⟩, ⟨mm⟩, ⟨nn⟩, ⟨ll⟩ und ⟨rr⟩.
Die Lautwerte der meisten Konsonantenbuchstaben entsprechen denen des heu gen Deutsch.
Da die heute bestehende Auslautverhärtung erst im Mi elhochdeutschen erfolgte, werden /b/,
/d/ und /ɡ/ im Gegensatz zum heu gen Deutsch im Auslaut immer s mmha gesprochen (die
Frika ve im Altmi el- und Altrheinfränkischen zeigen allerdings Auslautverhärtung).
⟨p⟩ [p] setzt in den fränkischen Dialekten das unverschobene urgermanische /p/ fort. Im
Oberdeutschen steht ⟨p⟩ dagegen für ein ents mmtes [b̥], das aus dem voralthochdeutschen
/b/ hervorgegangen ist.
͡ auch ⟨ph⟩ geschrieben, entsteht durch die zweite Lautverschiebung und
Die Affrikate ⟨pf⟩ [pf],
setzt urgermanisches /pp/ und das anlautende /p/ fort. Sie findet sich nur in den oberdeutschen
Dialekten, im Altalemannischen teilweise ⟨f⟩ und ⟨ff⟩ geschrieben, wobei vermutlich keine
Spiran sierung von [p͡f] vorliegt.
⟨f⟩ setzt im Anlaut immer ein urgermanisches /f/ als [f] fort, während es im In- und Auslaut mit
dem verschobenen voralthochdeutschen /p/ zusammenfällt. Zudem wird im
Altmi elfränkischen auslautendes /v/ mit ⟨f⟩ bezeichnet. Ab dem 9. Jahrhundert wird
voralthochdeutsches /f/ intervokalisch und im Anlaut zu ⟨v⟩ [v] lenisiert. Im Altalemannischen
͡
steht ⟨f⟩ auch für [pf].
⟨v⟩ oder ⟨u⟩ [v] setzt im Altmi elfränkischen nach Vokalen urgermanisches /b/ fort, sonst steht
⟨v⟩ intervokalisch und anlautend für lenisiertes urgermanisches /f/. Es darf nicht mit dem Vokal
/u/ verwechselt werden, von dem es im Schri bild meist nicht klar geschieden ist.
⟨th⟩ setzt wie das Englische urgermanisches /þ/ fort. Es steht im Frühalthochdeutschen
mehrheitlich für den Laut [θ], hat zwischen zwei Vokalen jedoch den Lautwert [ð]. Ab dem 7.
Jahrhundert wird /th/ vom Bairischen ausgehend in allen Posi onen zunächst zu [ð] lenisiert (in
Schri en auch mit ⟨dh⟩ wiedergegeben) und geht schließlich in ⟨d⟩ [d] auf. Im 11. Jahrhundert