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Das Dokument behandelt die Entwicklung des Althochdeutschen, einschließlich seiner Varietäten und der Übernahme des lateinischen Alphabets. Es beschreibt die althochdeutsche Überlieferung, die vor allem aus geistlichen Texten besteht, sowie die Unterschiede zur mittelhochdeutschen Sprache, die ab etwa 1050 erkennbar werden. Zudem werden grammatikalische Merkmale des Althochdeutschen erläutert, das als synthetische Sprache charakterisiert wird.

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Schulreferat September 2025

Altalemannisch

Altbairisch

Hinzu kommt das Al hüringische, das abgesehen von Eigennamen kaum oder gar keine
Schri zeugnisse hinterlassen hat.

Diese westgermanischen Varietäten mit der Zweiten Lautverschiebung weisen allerdings eine
unterschiedliche Nähe zueinander auf, in der die späteren Unterschiede zwischen Ober- und
Mi eldeutsch begründet sind. So schreibt etwa Stefan Sonderegger, in Bezug auf die räumlich-
sprachgeographische Gliederung sei unter Althochdeutsch zu verstehen:

„Die ältesten Stufen der mi el- und hochfränkischen, d. h. westmi eldeutschen Mundarten
einerseits und der alemannisch und bairischen, also oberdeutschen Mundarten andererseits,
sowie die in ahd. Zeit erstmals faßbare, aber gleichzei g schon absterbende Sprachstufe des
Langobardischen in Oberitalien. Deutlich geschieden bleibt das Ahd. vom Altsächsischen im
anschließenden Norden, während zum Altniederländisch-Altniederfränkischen und
Wes ränkischen im Nordwesten und Westen ein gestaffelter Übergang festzustellen ist.“

– Sonderegger[4]

Althochdeutsche Überlieferungen und Schri lichkeit

Teil des Hildebrandsliedes, verfasst in althochdeutscher Sprache

Das lateinische Alphabet wurde im Althochdeutschen für die deutsche Sprache übernommen.
Hierbei kam es einerseits zu Überschüssen an Graphemen wie ⟨v⟩ und ⟨f⟩ und andererseits zu
„ungedeckten“ deutschen Phonemen wie Diphthongen, Affrikaten (wie /pf/, /ts/, /kx/), und
Konsonanten wie /x/ ⟨ch⟩ und /ð/ ⟨th⟩, die es im Lateinischen nicht gab. Im Althochdeutschen
wurde für das Phonem /f/ auch hauptsächlich das Graphem ⟨f⟩ verwendet, sodass es hier fihu
(Vieh), filu (viel), fior (vier), firwizan (verweisen) und folch (Volk) heißt, während im
Mi elhochdeutschen überwiegend für dasselbe Phonem das Graphem ⟨v⟩ verwendet wurde –
hier heißt es beispielsweise vinsternis (Finsternis), vrouwe (Frau), vriunt (Freund) und vinden
(finden). Diese Unsicherheiten, die sich bis heute in Schreibungen wie „Vogel“ oder „Vogt“
auswirken, sind auf die beschriebenen Graphemüberschüsse des Lateinischen zurückzuführen.

Der älteste erhaltene althochdeutsche Text ist der Abrogans, ein lateinisch-althochdeutsches
Glossar. Generell besteht die althochdeutsche Überlieferung zu einem großen Teil aus
geistlichen Texten (Gebeten, Taufgelöbnissen, Bibelübersetzung); nur vereinzelt finden sich
weltliche Dichtungen (Hildebrandslied, Ludwigslied) oder sons ge Sprachzeugnisse (Inschri en,
Zaubersprüche). Zum öffentlichen Recht gehören die Würzburger Markbeschreibung oder die
Straßburger Eide von 842, die jedoch nur in der Abschri eines romanischsprachigen Kopisten
aus dem 10. und 11. Jahrhundert überliefert sind.

Der sogenannte „Althochdeutsche Ta an“ ist eine Übersetzung der Evangelienharmonie des
syrisch-christlichen Apologeten Ta anus (2. Jahrhundert) in das Althochdeutsche. Er ist
zweisprachig (lateinisch-deutsch); die einzige erhaltene Handschri befindet sich heute in St.
Gallen. Der Althochdeutsche Ta an ist neben dem Althochdeutschen Isidor die zweite große
Übersetzungsleistung aus der Zeit Karls des Großen.

Im Zusammenhang mit der poli schen Situa on ging im 10. Jahrhundert die Schri lichkeit im
Allgemeinen und die Produk on deutschsprachiger Texte im Besonderen zurück; ein erneutes
Einsetzen einer deutschsprachigen Schri lichkeit und Literatur ist ab etwa 1050 zu beobachten.
Da sich die schri liche Überlieferung des 11. Jahrhunderts in lautlicher Hinsicht deutlich von der
älteren Überlieferung unterscheidet, bezeichnet man die Sprache ab etwa 1050 als
Mi elhochdeutsch. Als Endpunkt der althochdeutschen Textproduk on wird o auch der Tod
Notkers in St. Gallen 1022 definiert.

Charakteris ka der Sprache und Gramma k

Das Althochdeutsche ist eine synthe sche Sprache. Die hier standardisiert dargestellten
Gramma kformen orien eren sich hauptsächlich am Os ränkischen des 9. Jahrhunderts,
besonders am Althochdeutschen Ta an.

Umlaut

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